Master Data

Registry
Register court Wuppertal HRB 16753
Previous
Halde Zweiunddreißigste Verwaltungsgesellschaft mbH
Registered
4/13/2004
Industry
Manufacture of cutleryWholesale of perfume and cosmeticsManufacture of power-driven hand tools
Purpose
Herstellung von sowie der Handel mit Rasierklingen, Rasiergeräten, Scheren aller Art und sämtlichen einschlägigen Artikeln, ferner die Herstellung und der Erwerb von und der Handel mit Erzeugnissen unter dem Warenzeichen "Wilkinson Sword" sowie der Import und Export solcher Erzeugnisse.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Francesca Weissman
since 3/23/2026
Managing Director
LaTanya Langley
since 9/22/2022
Managing Director
Jochen Schmitz
since 7/21/2022
Managing Director
Thomas Lummerich
since 7/12/2021
Managing Director
Johannes Hamacher
since 7/19/2016
Procura
Johannes Hamacher
since 7/19/2016
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Edgewell Personal Care Netherlands B.V.NLD
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€1,025,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Wilkinson Sword GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Wilkinson Sword GmbH, Solingen, gehört zum US-amerikanischen Edgewell-Konzern mit der Edgewell Personal Care Company, St. Louis, USA, als Konzernobergesellschaft.

Die Gesellschaft wurde in 2003 gegründet und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 16753 eingetragen.

Mit der Edgewell Personal Care Holding GmbH, Solingen, als herrschendem Unternehmen hat die Wilkinson Sword GmbH, Solingen, am 26. Februar 2019 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag wurde mit wirtschaftlicher Wirkung rückwirkend für die Zeit ab 1. Oktober 2018 geschlossen.

Die Wilkinson Sword GmbH, Solingen, hält 100% der Anteile an der Edgewell Personal Care Austria GmbH, Wien, Österreich.

Geschäftstätigkeit

Die Wilkinson Sword GmbH, Solingen, vertreibt und stellt Rasierklingen und -apparate her und verkauft Rasierpflegemittel, Sonnenschutzpflegemittel, Kosmetik- und Manikürprodukte.

Neben Deutschland als umsatzstärkstem Absatzgebiet sind die größten Export-Märkte Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika, Hongkong und die Märkte in Südeuropa. Das Wettbewerbsumfeld ist weiterhin von einer starken Nr. 1 (Gillette) geprägt.

Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2022/23 befindet sich das Konsumklima weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dies ist unter anderem bedingt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen hohen Inflationsrate. Das schwache Konsumklima hat die Entwicklung der Körperpflegekategorien ausgebremst.

Trotz der Rahmenbedingungen wächst in Deutschland der stationäre Gesamtnassrasurmarkt im Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um wertmäßig +3,7%. In den meisten Kategorien gibt es einen leichten Uptrading-Effekt, welcher durch hochwertige Innovationen sowie Preiserhöhungen bedingt wird. So sehen wir im Absatz eine leicht positive Entwicklung von +0,2%.

Wirtschaftsbericht

Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2022/23 sind, neben den allgemein bekannten Ereignissen (Nachwirkungen/Fortsetzung der Corona Pandemie, Ukraine Krise und der anhängenden Energiekrise) keine weiteren relevanten Ereignisse eingetreten.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2018 hat die Gesellschaft mit der Edgewell Personal Care Holding GmbH, Solingen, als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dementsprechend hat die Gesellschaft einen Anspruch auf Verlustübernahme für das Geschäftsjahr in Höhe von € 20,5 Mio. (im Vorjahr von € 16,3 Mio.) bilanziert.

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2022/23 ist im Vergleich zum Vorjahr um € 11,7 Mio. gestiegen. Inlandsumsätze sind um € 12,1 Mio gestiegen. Die Auslandsumsätze mit Drittkunden sind um € 16,0 Mio. gestiegen. Im Konzerngeschäft verringerten sich die Umsätze um € 16,4 Mio ., im Wesentlichen aufgrund geringerer Verkäufe von Produkten in die Vereinigten Staaten & Kanada, nach Asien und Frankreich, teilweise kompensiert durch den gestiegenen Verkauf von Produkten nach Tschechien.

Aus Sicht der Produktgruppen hat die Gesellschaft € 15,1 Mio. mehr Umsatz bei Klingen und Apparate, Sonnenschutzmitteln sowie Männerkosmetik erwirtschaftet. Die sonstigen Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Jahr 2021/22 um € 3,6 Mio. gefallen.

Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage:

2022/23 2021/22
Umsatzerlöse Mio € 354,1 342,4
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio € -15,3 16,5
Operatives Ergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen % -4,3 4,8
Operatives Ergebnis = Ergebnis vor Ergebnisabführung, Steuern und Finanzergebnis

Die Entwicklung der Ertragslage lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Der Anstieg des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um € 1,9 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 ist hauptsächlich auf die Verfügbarkeit von Klingen zurückzuführen.

Die Materialaufwandsquote, auf Basis der Gesamtleistung, liegt bei rund 60 % nach rund 57 % im Vorjahr. Die Ursache für die Veränderung ist insbesondere auf den überproportionalen Anstieg der Rohstoffpreise zurückzuführen, die nicht vollumfänglich an Kunden weiterberechnet werden konnten.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um € 6,8 Mio. (15%) insbesondere aufgrund erhöhter Aufwendungen für Altersversorgung und der Tariferhöhungen gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund niedrigerer Währungsumrechnungseffekte um € 7,4 Mio. gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund gestiegener Marketing- und Werbungaufwendungen sowie gestiegener Kosten für konzerninterne Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr um € 8,1 Mio. erhöht.

Insgesamt ist das EBIT auf € -15,3 Mio. nach einem EBIT von € 16,5 Mio. im Vorjahr gefallen.

Das Finanzergebnis war im Vorjahr negativ und betrug € -32,6 Mio. Im Geschäftsjahr 2022/23 hat sich das Finanzergebnis auf (€ -5,1 Mio.) verbessert, was im Wesentlichen auf den geringeren Aufwand aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert zurückzuführen ist.

Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses ergab sich für das Berichtsjahr insgesamt ein Jahresfehlbetrag von € -20,5 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von € -16,3 Mio.) der, aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit Edgewell Personal Care Holding GmbH, ausgeglichen wurde.

Vermögenslage

Das Working Capital als Leistungsindikator für die Vermögenslage ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt um € -15,8 Mio. (-18 %) gesunken. Veränderungen ergeben sich im Einzelnen wie folgt:

30.09.2023
Mio. €
30.09.2022
Mio. €
Veränderung 2023/22
Mio. €
Vorräte 48,0 42,9 5,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39,8 45,4 -5,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 48,8 56,8 -8,0
Sonstige Vermögensgegenstände 9,7 9,3 0,4
Rechnungsabgrenzungsposten 10,3 13,7 -3,4
156,6 168,1 -11,5
Sonstigen Rückstellungen 43,2 37,8 5,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9,2 10,6 -1,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 29,2 28,9 0,3
Sonstige Verbindlichkeiten 0,6 0,6 0,0
82,2 77,9 4,3
74,4 90,2 -15,8

Das Vorratsvermögen ist insbesondere aufgrund höherer Lagerbestände bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Vergleich zum Vorjahr um € 5,1 Mio. gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um € 5,6 Mio. gesunken, hauptsächlich wegen Rückgang der Exportverkäufe und einer günstigen Zahlungsabwicklung.

Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen beruht auf den stichtagsbedingt gesunkenen Konzernumsätzen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind wegen der planmäßigen Auflösung der Vorauszahlung für Lizenzgebühren für die Geschäftsjahre 2023 - 2025 um € 3.4 Mio. gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind auf dem gleichem Niveau geblieben.

Finanzlage

Die Gesellschaft hat - wie bereits in den Vorjahren - keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzierung erfolgt aus eigenen flüssigen Mitteln von € 23,1 Mio. sowie über Finanzierungen des Konzerns.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von €-20,5 Mio. verzeichnet, der aber in voller Höhe aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Edgewell Personal Care Holding GmbH ausgeglichen wurde. Das Eigenkapital beläuft sich zum 30. September 2023 unverändert auf € 7,1 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei 2 % der Bilanzsumme.

Die Gesellschaft weist zum 30. September 2023 ein positives Eigenkapital aus. Die Konzernmuttergesellschaft Edgewell Personal Care Company, St. Louis, USA, hat eine Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben. Diese ist bis zum 31. März 2026 befristet und beinhaltet eine Zusage für zusätzliche Liquidität über einen Betrag von € 140 Mio. Zudem verfügt die Gesellschaft über eigene liquide Mittel von € 23,1 Mio., während die Finanzierung der Gesellschaft in Höhe von € 210,6 Mio. über ein Darlehen einer Konzerngesellschaft erfolgt (Laufzeit bis zum 28. März 2028). Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Liquidität jederzeit sichergestellt ist. Daher wurde der Jahresabschluss zum 30. September 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Da die Gesellschaft zudem in die Konzernfinanzierung des Edgewell-Konzerns eingebunden ist und ihr bei Bedarf hierüber zusätzliche Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen, sehen wir die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert an.

Produktion

Im Gegensatz zu den Erwartungen an die Produktionsvolumen für das GJ 2023 ist es zu erheblichen Reduktionen gekommen.

So gab es bei den unterschiedlichen Produktkategorien die folgenden Gründe für die Volumenreduktion. Volumen sind in Millionen Kartuschen dargestellt:

2023 Plan Act +/- Kommentar
T-Rex2 20,0 0,7 -19,3 Wurde früher als angenommen in Oregon gefertigt
T-Rex3 28,0 11,8 -16,2 Markteintritt verspätet
GWW5 19,0 13,5 -5,5 Markteintritt verspätet
Quattro 222,4 200 -22,4 Reduktion aufgrund von verkürzten Lieferzeiten und schwierigem Marktumfeld
Spider 45,0 37,3 -7,7 Projekt Magnum in 2024 verschoben
Protector 35,5 33,9 -1,6 Reduktion aufgrund von verkürzten Lieferzeiten und schwierigem Marktumfeld
DEB 219,1 191,3 -27,8 Reduktion aufgrund von verkürzten Lieferzeiten und schwierigem Marktumfeld
589,0 488,5 -100,5

In Summe ist es durch zeitliche Umplanungen und durch die Verkürzung der Lieferzeiten zu einem Volumenrückgang von ca. 17% gekommen. Dieser wurde auch in das Folgejahr in die Planung übernommen.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT (Operatives Ergebnis = Ergebnis vor Ergebnisabführung, Steuern und Finanzergebnis). Deren Entwicklung ist im Abschnitt "Ertragslage" dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 erreichte das Unternehmen bei den Unfallkennzahlen in der TRI einen Wert von 7,0 (Total recordable injury = Gesamtzahl meldepflichtige Unfälle) im Vergleich zum Planwert von Null.

Geschäftsjahr Unfallkennzahlen Ausfalltage
GJ 2023 7 65
GJ 2022 5 54

Beschaffung

Die aktuelle Marktsituation hat sich trotz der Energiekrise und Inflation in weiten Teilen aufgrund der gestiegenen Nachfrage etwas entspannt.

Der allgemeine Inflationsdruck, die gestiegenen Energiepreise und eingeschränkte Verfügbarkeiten machen sich aber bei Kategorien wie z.B. Rohstoffen und Bauteilen weiterhin bemerkbar.

Aufgrund der unsicheren weltpolitischen Lage mit Krieg in der Ukraine und Nahostkonflikt ist weiterhin mit schwankenden Preisen sowie Materialengpässen zu rechnen.

Single Sourcing wird nach Möglichkeit vermieden. Bei Materialien, bei denen es nicht möglich ist von verschiedenen Herstellern zu beziehen, gibt es einen entsprechenden Sicherheitsplan.

Investitionen und Personal

Die Investitionen in Sachanlagen und Gebäude sowie immaterielle Vermögengegenstände innerhalb des Geschäftsjahres 2022/23 belaufen sich auf € 13,9 Mio. und betrafen im Wesentlichen Investitionen in Produktionsanlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in die geleisteten Anzahlungen und die Anlagen im Bau. Mit den planmäßigen Abschreibungen von € 7,1 Mio. und Nettoabgängen von € 1,4 Mio., die vor allem auf Verkäufe und Verschrottung von Maschinen zurückzuführen sind, ist das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um € 5,3 Mio. gestiegen.

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2022/23 beschäftigten Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr um 15 Mitarbeiter auf 527 Mitarbeiter gestiegen.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsausgaben am Standort Solingen für die Grundlagenforschung, Produktentwicklung, Prozessentwicklung und Verpackungsentwicklung in Höhe von € 2,2 Mio.€ waren um ca. 13,5% niedriger als im GJ 2021/2022.

Mit der Firma Edgewell Personal Care Group, Inc. wurde im Geschäftsjahr 2015/16 ein Development Services Agreement unterzeichnet, in dem vereinbart wurde, dass sämtliche Aufwendungen im Entwicklungsbereich von Edgewell Personal Care Group, Inc. übernommen werden.

Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement soll die Gefahr des Nicht-Erreichens von unternehmerischen Zielen und Strategien bewerten und - wenn möglich - Handlungsalternativen aufzeigen sowie unternehmerische Chancen bewerten und entwickeln.

Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und nachhaltig zu steuern, ist die Wilkinson Sword GmbH in die umfassenden Risikomanagement- und Kontrollsysteme des Edgewell-Konzerns eingebunden. Zum globalen Risikomanagementsystem gehören die interne Revision, zielorientiertes Controlling, laufende Selbsteinschätzung mit Maßnahmenkatalog sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden Chancen- und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf strategische und operative Bedeutung analysiert und beurteilt.

Als wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems werden detaillierte Planungsrechnungen zu Beginn des Geschäftsjahres erstellt. Die Planungsrechnungen werden im Rahmen fortlaufender Überarbeitungen (Forecasts) regelmäßig an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie der Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Im Zuge der Erstellung der Monatsergebnisse werden "Soll-Ist-Vergleiche" durchgeführt und Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken zu erkennen. Diese "Varianz-Analysen" sind Bestandteil des Reportings an die Muttergesellschaft. Die wesentlichen Ergebnisse sind zudem Bestandteil der Besprechungen der Geschäftsführung der Gesellschaft.

Risiken

Umfeld-, Branchen- und Absatzrisiken

Die Wilkinson Sword GmbH ist abhängig von der Marktentwicklung. Sie kann von günstigen Marktentwicklungen profitieren. Dagegen können sich negative Marktbewegungen nachteilig auf den Absatz der Produkte der Gesellschaft und die Profitabilität auswirken.

Wettbewerbsrisiken

Ein neuer Wettbewerber Harry's ist in den stationären Handel mit der Listung eines Herrensystems bei Rossmann und eines Damensystems bei Müller im Jahr 2022 eingetreten. Die Entwicklung von Harry's liegt bislang unter der Performance in anderen Ländern, wie dem Vereinigten Königreich. Zukünftig können jedoch bei Distributionsausweitungen von Harry's Marktanteilsverluste für die Marken der Wilkinson Sword GmbH entstehen.

Estrid ist als neuer Wettbewerber im Jahr 2023 mit der Listung eines Damensystems bei dm-drogerie markt in den stationären Handel in Deutschland eingetreten. Aufgrund einer guten Marktanteilsentwicklung konnte Estrid bereits innerhalb von 2023 die Distribution durch Listungen bei weiteren Händlern ausbauen. Ein weiterer Ausbau der Marke Estrid kann Marktanteils- und Regalplatzverluste für die Marken der Wilkinson Sword GmbH zukünftig bedingen.

Produktionsrisiken

Der Produktionsstandort Solingen fertigt bereits seit vielen Jahren nach internationalen Standards und ist zertifiziert nach "International Organization for Standardization" (weiter: ISO) 9.001 (2002), ISO 14.001 (1999) und ISO 50.001 (2013) sowie nach dem für Private Label Produkte benötigten "British Retail Consortium Standard" und "International Food Standard" (weiter: BRC/ IFS-Standard 2013). Die Einhaltung dieser Richtlinien und Standards ist auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich zertifiziert worden. Spezielle, den Kosmetik-Richtlinien unterworfene Produktfamilien werden zusätzlich nach GMP-Standards (Good Manufacturing Practice) hergestellt. Diese Abläufe sind seit 2017 nach ISO 22.716 zertifiziert und unterliegen ebenfalls der regelmäßigen Re-Zertifizierung. Die Einhaltung aller Richtlinien wird unseres Erachtens durch eine eindeutige Dokumentation und klar definierte Prozess-Abläufe sichergestellt. Somit ist aus den Prozessabläufen unseres Erachtens kein Produktions- oder Qualitätsrisiko abzuleiten.

Die technischen Produktionsanlagen sowie die Energieversorgungsausrüstung unterliegen Wartungs- und Reparaturplänen. Weite Teile der Produktionsanlagen und wichtige Energieversorgungsanlagen sind redundant ausgeführt. Im Fall einer auftretenden Störung bei nicht redundanten Anlagen können Energieströme entsprechend den Anforderungen umgeleitet werden. Eine in den letzten Jahren demonstrierte hohe Anlagenverfügbarkeit in einem 24/ 7-Betrieb kombiniert mit einer zuverlässigen Energieversorgung lässt unseres Erachtens kein Risiko für Produktionsausfälle erkennen. Für den Fall der Gas Mangellage wurde ein "Business Continuity Plan" (weiter: BCP oder Notfallplan) erstellt, der die Risiken einer unzureichenden Gasversorgung minimiert.

Das Risiko von Produktionsausfällen durch Umweltkatastrophen oder Feuer wird jährlich im Rahmen eines "FM Global Risk Report" bewertet. Darüber hinaus existiert ein detaillierter "Business Recovery Plan". Im Falle einer aufgetretenen Störung wird damit eine schnelle Wiederaufnahme des Geschäftsablaufes sichergestellt.

Es gab keine wesentliche Fluktuation (ohne Berücksichtigung von Aushilfen & Praktikanten) von Mitarbeitern in Produktionsbereichen. Attraktive Schichtsysteme, faire Entlohnung nach ERA, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein vor Jahren eingeführtes Führungs- und Gesundheitsprogramm, welches ergänzt wurde um die "machfit" Plattform, sorgen nach unserer Einschätzung auch weiterhin für eine hohe Motivation und eine starke Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen und minimieren damit die Gefahr von personalbedingten Produktionsausfällen. Da auch nach wie vor nur ein kleiner Teil der Belegschaft gewerkschaftlich organisiert ist, ist die Gefahr von Arbeitsniederlegungen zur Durchsetzung von gewerkschaftlich geforderten Tariferhöhungen eher gerinBeschaffungsmarktrisiken

Ernsthafte Risiken bei der Verfügbarkeit von Zukaufmaterialien sind aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise nicht auszuschließen, aktuell sind aber keine Risiken bekannt. Langfristige und stabile Lieferantenbeziehungen sorgen für eine zuverlässige Versorgung mit den benötigten Rohstoffen und Halbfertigwaren. Bei der Energiebeschaffung von Strom und Gas ist mit steigenden Preisen zu rechnen, der Verbrauch an Strom konnte durch Investitionen in neue Spritzgussanlagen, Beleuchtungen und einer neu gebauten PV Anlage signifikant zum Geschäftsjahresbeginn gesenkt werden. Single Sourcing wird nach Möglichkeit vermieden. Bei Materialien, bei denen es nicht möglich ist von verschiedenen Herstellern zu beziehen, gibt es einen entsprechenden Sicherheitsplan.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Es besteht eine Abhängigkeit der Materialkosten von der Ölpreisentwicklung und der Entwicklung des Eurokurses im Verhältnis zum Dollarkurs (Währungsrisiko).

Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen und Bonitätsprüfung der Kunden begegnet.

Aufgrund von Marktwertschwankungen können sich Risiken bei der Bewertung des zweckgebundenen Pensionsvermögens ergeben. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft insbesondere durch eine langfristig ausgerichtete Anlagestrategie.

IT und Cyber Risiken

Informationstechnologien bilden die Basis nahezu aller Geschäfts- und Kommunikationsprozesse der Gesellschaft. Auf Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen können weitreichende Beeinträchtigungen in allen Wertschöpfungsstufen der Gesellschaft folgen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können. Hinzu kommen mögliche Risiken aus dem Verlust von Daten oder der Entwendung von Geschäftsgeheimnissen. Der reibungslosen Zurverfügungstellung von IT-Anwendungen und IT-Services wird bei der Gesellschaft mit der Unterstützung des Edgewell-Konzerns eine hohe Bedeutung beigemessen. Um dies zu gewährleisten, sind entsprechende Prozesse und Organisationsstrukturen bei der Gesellschaft und im Edgewell-Konzern etabliert, inklusive einem kontinuierlich sich wiederholenden Trainingsprogramm zur Abwehr von Cyber Kriminalität. Für den Fall von wesentlichen Störungen oder Datenverlusten existieren Notfallpläne. Durch unerlaubtes Eindringen in die IT-Systeme sowie durch Produktpiraterie und Industriespionage können der Gesellschaft massive Schäden entstehen. Die Gesellschaft nutzt diverse IT-Sicherheitslösungen, um diese Risiken und Auswirkungen zu minimieren.

Liquiditätsrisiken

Die abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen sichern derzeit die ausreichende Liquidität der Gesellschaft. Liquidität wird unter anderem über die Einbindung in die Edgewell Konzernfinanzierung zur Verfügung gestellt. Zudem sind aufgrund der bestehenden Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Sollte die Edgewell Personal Care Company nicht in der Lage sein ihrer Verpflichtung aus der Patronatserklärung nachzukommen, könnte sich dies bestandsgefährdend auswirken. Aktuell liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Muttergesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnte.

Risikobedeutung der Einzelrisiken

Die abschließende Einschätzung der Risiken erfolgt auf Basis der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit der möglichen Auswirkung des Risikos auf die Geschäftsziele. Für die Risikoberichterstattung der Gesellschaft werden die Risiken in »niedrig«, »mittel« oder »hoch« klassifiziert, nach Berücksichtigung getroffener Maßnahmen zur Risikominimierung. Die Risikosituation ist im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr.

Risiko Eintrittswahrscheinlichkeit Auswirkung auf Vermögens- Finanz- und Ertragslage Risikobedeutung
Umwelt-, Branchen- und Absatzrisiken mittel mittel mittel
Wettbewerbsrisiken hoch mittel mittel
Produktionsrisiken niedrig niedrig niedrig
Beschaffungsrisiken niedrig mittel niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken niedrig mittel mittel
IT- und Cyber Risiken niedrig hoch mittel
Liquiditätsrisiken niedrig mittel niedrig
Beschreibung Eintrittswahrscheinlichkeit %
niedrig 0-30
mittel 31-70
hoch 71-100
Definition Auswirkung auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Auswirkung
niedrig unerhebliche oder geringe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
mittel nicht unerhebliche, aber moderate negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
hoch Wesentliche negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gesamtrisiko

Die aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Ereignisse, darunter gestiegene Inflation und Zinssätze, hohe Energiepreise, Probleme in den Lieferketten, Marktvolatilität und anhaltende geopolitische Konflikte insbesondere im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg - und aktuell auch mit dem Nahostkonflikt -, haben weltweit zu erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheit geführt. Diese aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen entwickeln sich weiterhin in rasantem Tempo, und die möglichen Auswirkungen könnten für das Unternehmen von Bedeutung sein.

Aufgrund des vergleichsweise geringen Umfangs unserer Geschäftsaktivitäten in den vom Russland-Ukraine-Krieg sowie dem Nahostkonflikt betroffenen Gebiete hinsichtlich Umsatzvolumen und Lieferantenbasis sowie für uns relevante Frachtwege stufen wir das derzeitige Risiko auf die Erreichung unserer Ziele im folgenden Geschäftsjahr auf eher niedrig ein. Grundsätzlich ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass die langfristigen Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes mit Unsicherheit behaftet und derzeit noch nicht vollumfänglich vorhersehbar sind.

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation der Gesellschaft ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft bestandsgefährdende Risiken derzeit nicht erkennbar sind.

Chancen und Ausblick Produktion

Bedingt durch die globale Strategie der Regionalisierung des Edgewell Konzerns besteht die Möglichkeit, Produktionskapazitäten von Mexiko nach Solingen zu verlagern. Im Rahmen des Regionalisierungsprogrammes könnte es zu weiteren Transfers von Produktionsanlagen nach Solingen kommen.

Die Volumen-Vorhersage für das Geschäftsjahr 2024 an fertig montierten Systemklingen lässt über alle Kategorien eine Reduktion von ca. 16% erkennen. Ob es zu weiteren Reduktionen kommt, gehört zu den Risiken des nächsten Geschäftsjahres.

Chancen und Ausblick Vertrieb

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine Umsatzentwicklung über dem Niveau des Marktes durch (1) weiteres Wachstum der in den letzten Jahren neu eingeführten höherwertigen Produkte, (2) einen groß angelegten Re-Launch von unseren Herren-Nassrasursystemen, (3) ein neues Damen-Nassrasursystem sowie (4) die weitere taktische Unterstützung durch promotionale Produkte sowie starke Werbemaßnahmen. Auch in unserem Eigenmarkengeschäft planen wir für das aktuelle Geschäftsjahr einen weiteren Ausbau unserer Marktposition bezogen auf die Distribution und den Umsatz. Im Volumen gehen wir insbesondere in der Eigenmarke von Verlusten, kommend aus dem Einwegbereich, aus.

Prognose / Abgleich mit der Vorjahresprognose

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert, dass das globale Wachstum im Jahr 2024 3,2 % erreichen wird (3,5 Prozent im Jahr 2022 und 3,2 Prozent im Jahr 2023).

Die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft hänge entscheidend von der Geldpolitik, Inflation und dem Verlauf des Krieges in der Ukraine und des Nahostkonkflikts ab.

Der Produktumsatz des Geschäftsjahres 2022/23 der Wilkinson Sword GmbH lag um € 6,7 Mio. über unserer Prognose (€ 354,1 Mio. vs. € 347,4 Mio. Budget). Das operative Ergebnis (EBIT) von € -15,3 Mio. lag unter den Erwartungen von € 18,8 Mio., was insbesondere auf erhöhte Aufwendungen für Altersversorgung sowie auf eine erhöhte Materialaufwandsquote zurückzuführen ist.

Insgesamt sieht unser erstelltes Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen steigenden Produktumsatz von € 359,1 Mio. sowie ein operatives Ergebnis (EBIT) von 14,7 Mio. vor. Aktuell liegt die Gesellschaft nahezu im Plan. Für das Gesamtjahr 2023/2024 wird ein Jahresüberschuss von € 2,0 Mio. erwartet. Grundsätzlich ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass die langfristigen Auswirkungen des Ukrainekrieges und Nahostkonfliks zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes mit einer hohen Unsicherheit behaftet und derzeit noch nicht vollumfänglich vorhersehbar sind.

Da die Gesellschaft zudem in die Konzernfinanzierung des Edgewell-Konzerns eingebunden ist und ihr bei Bedarf hierüber zusätzliche Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen, sehen wir die finanzielle Lage der Gesellschaft als gesichert an.

Der Zielwert für den nicht-finanziellen Leistungsindikator TRI (Total recordable injury) liegt für das Geschäftsjahr 2023/2024 bei Null.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB

Für die Wilkinson Sword GmbH wurden im April 2023 Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Die Festlegungen gelten jeweils bis zum 01. April 2028. Die Zielgrößen sowohl für den Frauenanteil in der Geschäftsführung als auch für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurden auf jeweils 25 % und in der zweiten Führungsebene auf 27% festgelegt.

 

Solingen, den 15. Mai 2024

Thomas Lummerich

Jochen Schmitz

LaTanya Langley

Daniel Joseph Sullivan

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558.458,41 124.522,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
558.458,41 124.522,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.235.034,39 14.764.289,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.737.610,80 18.835.134,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.049,14 1.112.598,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.074.753,26 8.663.196,81
48.246.447,59 43.375.219,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.576.000,00 3.576.000,00
52.380.906,00 47.075.741,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.967.240,55 13.715.457,99
2. Unfertige Erzeugnisse 4.660.605,89 2.472.625,58
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 26.412.595,51 26.705.715,29
48.040.441,95 42.893.798,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.780.465,81 45.404.147,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 167.901.760,31 155.423.770,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.675.216,48 9.335.821,25
217.357.442,60 210.163.739,64
III. Guthaben bei Kreditinstituten 23.058.381,32 22.566.886,54
288.456.265,87 275.624.425,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.279.535,28 13.650.000,00
351.116.707,15 336.350.166,32

Passiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 15.592.728,91 15.592.728,91
III. Gewinnrücklagen 544.821,00 544.821,00
IV. Verlustvortrag -10.062.110,05 -10.062.110,05
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
7.100.439,86 7.100.439,86
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 44.755.531,92 35.698.702,76
2. Steuerrückstellungen 227.148,00 227.148,00
3. Sonstige Rückstellungen 43.247.391,07 37.803.057,33
88.230.070,99 73.728.908,09
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.190.885,71 10.641.423,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 246.018.804,19 244.312.129,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 576.506,40 567.265,57
(davon aus Steuern € 473.902,40; Vorjahr € 518.723,63)
255.786.196,30 255.520.818,37
351.116.707,15 336.350.166,32

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/23
2021/22
1. Umsatzerlöse 354.117.988,21 342.410.237,92
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.894.860,53 3.718.132,53
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.503.795,27 8.930.830,43
(davon Erträge aus Währungsumrechnungen € 817.842,17; Vorjahr € 8.531.153,53)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -205.177.495,45 -185.782.202,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.978.970,26 -11.435.639,45
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -34.873.821,73 -34.748.757,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: -17.083.546,18 -10.397.492,15
(davon für Altersversorgung € -10.691.929,55; Vorjahr € -4.140.806,92)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.136.330,20 -5.719.732,33
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -98.609.627,20 -90.475.903,49
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen € -1.976.058,34; Vorjahr € -2.499.426,40)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.794.514,13 3.703.437,13
(davon aus verbundenen Unternehmen € 4.222.983,12; Vorjahr € 3.703.437,13)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.850.955,38 -36.352.618,84
(davon an verbundene Unternehmen € -10.850.955,38; Vorjahr € -9.458.734,44)
10. Ergebnis nach Steuern -20.399.588,26 -16.149.708,63
11. Sonstige Steuern -85.141,60 -111.225,21
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichener Fehlbetrag 20.484.729,86 16.260.933,84
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Wilkinson Sword GmbH ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal (HR B Reg.Nr. 16753).

Die Wilkinson Sword GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Geschäftsjahr ist der Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Zur Vermeidung etwaiger insolvenzrechtlicher Folgen hat die Konzernmuttergesellschaft Edgewell Personal Care Company, St. Louis, USA, eine Patronatserklärung abgegeben. Diese ist bis zum 31.03.2026 befristet und beinhaltet eine Zusage für zusätzliche Liquidität über einen Betrag von € 140 Mio. Zudem verfügt die Gesellschaft über eigene liquide Mittel von € 23,1 Mio., während die Finanzierung der Gesellschaft in Höhe von € 210,6 Mio. über Darlehen einer Konzerngesellschaft erfolgt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Liquidität jederzeit sichergestellt ist. Daher wurde der Jahresabschluss zum 30. September 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Warenzeichen werden linear über eine Nutzungsdauer von acht bis 15 Jahren, Patente linear über eine Nutzungsdauer von zwölf Jahren abgeschrieben.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwert beträgt 15 Jahre. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren für technische Anlagen und Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung und 50 Jahre für Gebäude. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf geringwertige Wirtschaftsgüter wird auch handelsrechtlich die Bilanzierung gemäß den steuerrechtlichen Regelungen vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter sind insgesamt nicht wesentlich.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalwert bewertet.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus dem Marktpreis der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Rückkaufwert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden auf der Basis der anerkannten Grundsätze der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) bewertet. Sowohl im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 als auch im Vorjahr wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Im Einzelnen wurden folgende Parameter in die Berechnung einbezogen:

30.09.2023 % p.a. 30.09.2022 % p.a.
Gehaltssteigerung: 2,50 2,50
Rentensteigerung: 2,00 2,00
Zinssatz: 1,81 1,77

Der Zinssatz ergibt sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus dem Markpreis der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag.

Jubiläumsrückstellungen

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden auf der Basis der anerkannten Grundsätze der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Einzelnen wurden folgende Parameter in die Berechnung einbezogen:

Gehaltssteigerung: 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50% p.a.)
Zinssatz: 1,66 % p.a. (Vorjahr: 1,40 % p.a.)

Altersteilzeitrückstellungen

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte für die Handelsbilanz nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 und auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG - BGBl I Nr. 27 vom 28. Mai 2009, S. 1102). Somit wurde für die zukünftig noch zu zahlenden Aufstockungsbeträge und den entstandenen Erfüllungsrückstand eine Rückstellung gebildet. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,66 % p.a. (Vorjahr: 1,40 % p.a.) verwendet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen- und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Bei langfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von über einem Jahr) werden diese unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips angesetzt. Bei kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) findet gemäß § 256a HGB das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip keine Anwendung.

Nicht realisierte Kursgewinne und -verluste auf Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden stichtagsbezogen berücksichtigt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft bei der Edgewell Personal Care Holding GmbH, Solingen, als Organträgerin berücksichtigt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Finanzanlagen

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Anteil am Nennkapital
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Edgewell Personal Care Austria GmbH, Wien/Österreich 100 3.756 15

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit Ausnahme der in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungsansprüchen (T€ 3.888, Vorjahr T€ 3.810) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind sämtliche Forderungen innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 48.782 (Vorjahr T€ 56.788) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die laufenden Forderungen gegen die Gesellschafterin Edgewell Personal Care Holding GmbH in Höhe von T€ 36.023 (Vorjahr T€ 31.388) resultieren überwiegend aus Umsatzsteuern und dem Ausgleich des Fehlbetrags für das Geschäftsjahr 2022/2023.

Des Weiteren sind Forderungen aus kurzfristigen Darlehen in Höhe von T€ 119.120 (Vorjahr T€ 98.636) enthalten. Es bestehen Darlehensforderungen gegenüber der Gesellschafterin Edgewell Personal Care Holding GmbH, Solingen, in Höhe von T€ 119.120 (Vorjahr: T€ 98.636).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 1.025, die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 15.593, die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 545 sowie der Verlustvortrag in Höhe von T€ 10.062 bestehen unverändert zum Vorjahr. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Verlust des Geschäftsjahres von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Pensionsrückstellungen

Mit Vertrag vom 2./3. Februar 2016 ist die Gesellschaft mit der Mercer Treuhand GmbH ein Contractual Trust Agreement eingegangen. Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln. Der beizulegende Zeitwert in Höhe von T€ 100.114 der verrechneten Vermögensgegenstände (Anschaffungskosten: T€ 92.800) wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt zum 30. September 2023 ermittelt. Das Contractual Trust Agreement wurde als zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarung klassifiziert und somit als Deckungsvermögen behandelt.

Korrespondierende Pensionsverpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 144.517.

Aus weiteren Versorgungsplänen ergeben sich Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 353, die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen wurden (im Vorjahr T€ 348).

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Pensionsrückstellungen (T€ 144.870) mit dem Deckungsvermögen (T€ 100.114) verrechnet.

Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 6.779) wurden ebenfalls gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung (T€ 2.309) saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 4.477 ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten.

Gemäß § 253 HGB ergeben sich zum 30. September 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 144.870 bei Anwendung des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes. Diese liegen um T€ 4.479 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 30. September 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde wie im Vorjahr im Personalaufwand erfasst.

Der Unterschiedsbetrag zum 30. September 2023 in Höhe von T€ 4.479 unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Eine analoge Anwendung der Abführungssperre kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung nach BilMoG, die für ab dem 01.01.2010 beginnende Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden sind, ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von T€ 152. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde im Berichtsjahr 1/15, mithin T€ 10 (Vorjahr T€ 10), den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung zum 30. September 2023 beträgt T€ 20 (Vorjahr T€ 30).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

30.09.2023
T€
30.09.2022
T€
Rabatte, Boni, Werbekostenzuschüsse 28.379 24.832
Abgegrenzte Personalaufwendungen
Jubiläum 2.742 2.549
Altersteilzeit 2.064 2.031
Sonstige personalbezogene Abgrenzungen 3.681 3.893
8.487 8.473
Restrukturierungsrückstellung 1.366 197
Übrige 5.015 4.301
43.247 37.803

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthält Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 29.229 (Vorjahr T€ 23.390) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber Wilkinson Sword Ltd, UK.

Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus einem Darlehen T€ 210.604 und Zinsen T€ 6.186 (im Vorjahr: Darlehen T€ 210.604; Zinsen T€ 4.796) enthalten, welches im März 2028 fällig wird.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten ≤ 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.191 9.191
(Vorjahr) 10.641 10.641
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.414 210.604 246.018
(Vorjahr) 244.313 244.313
Sonstige Verbindlichkeiten 577 577
davon Lohnsteuer: 474 474
(Vorjahr) 567 567
davon Lohnsteuer: 519 519
Verbindlichkeiten 45.182 210.604 - 255.786
(Vorjahr) 255.521 - - 255.521

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach Tätigkeitsbereichen:

2022 /23 2021 /22
T€ % T€ %
Produkterlöse
Klingen und Apparate 298.485 84,3 296.298 86,5
Rasierpflegemittel 4.015 1,1 3.359 1,0
Maniküre 2.621 0,7 2.995 0,9
Sonnenschutzmittel 34.154 9,6 26.387 7,7
Männerkosmetik 9.449 2,7 4.347 1,3
Sonstige Umsatzerlöse 5.394 1,5 9.024 2,6
354.118 100,0 342.410 100,0

Nach geografisch bestimmten Märkten:

2022 /23 2021 /22
T€ % T€ %
Inland 139.115 39,0 127.007 37,0
Ausland: 215.003 61,0 215.403 63,0
Dritte 83.490 24,0 67.484 20,0
- Tschechien 12.092 3,0 10.689 3,0
- Österreich 18.999 5,0 17.055 5,0
- Spanien 16.243 5,0 7.675 2,0
- Niederlande 9.699 3,0 7.714 2,0
- die nordischen Länder 8.474 2,0 3.922 1,0
- Schweiz 3.175 1,0 2.973 1,0
- Ungarn 2.996 1,0 2.894 1,0
- Belgien 1.426 0,0 1.492 0,0
- die Slowakische Republik 1.738 0,0 1.382 0,0
- Irland 2.331 1,0 2.453 1,0
- Andere 6.317 2,0 9.235 3,0
Konzern: 131.513 37,0 147.919 43,0
- Großbritannien 28.633 8,0 31.597 9,0
- France 20.790 6,0 23.936 7,0
- Vereinigte Staaten & Kanada 14.669 4,0 21.433 6,0
- Asien 21.514 6,0 24.977 7,0
- Tschechien 19.502 6,0 13.631 4,0
- Italien 11.318 3,0 11.821 3,0
- Spanien 0 0,0 2.970 1,0
- Polen 9.588 3,0 8.530 2,0
- Andere 5.499 2,0 9.024 3,0
354.118 100,0 342.410 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 624, im Vorjahr T€ 331).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

2023 /2022
T€
2022 /2021
T€
Marketing- und Werbungsaufwendungen 55.792 49.032
Dienstleistungen - Konzern 14.510 11.207
Ersatzteile 3.358 3.368
Lizenzaufwendungen - Konzern 3.407 4.255
Kosten für sonstige Erlöse - Konzern 3.051 3.642
Interne Frachten 1.814 1.876
Kosten für die Umstrukturierung 3.362 1.403
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 1.976 2.499
andere 11.340 13.193
98.610 90.476

Zinsergebnis

In dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind in Höhe von T€ 2.309 Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten, welche mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen von T€ 6.779 saldiert werden. Im Vorjahr enthielten die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 24.335 Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichener Fehlbetrag

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Edgewell Personal Care Holding GmbH wurde der Fehlbetrag der Wilkinson Sword GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von T€ 20.485 (Vorjahr T€ 16.261) ausgeglichen.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022/23 waren durchschnittlich beschäftigt:

2022 /23 2021/22
Gewerbliche Mitarbeiter 353 352
Angestellte 174 160
527 512

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich im Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses aus den folgenden Geschäftsführern ("GF") zusammen:

John Norman Hill Chief Human Resources Officer (bis 25. März 2024)
Daniel Joseph Sullivan Managing Director (ab 25. März 2024)
Thomas Lummerich Managing Director Operations
Jochen Schmitz Commercial Director Northeast Europe
LaTanya Langley Chief Legal Officer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022/23 betrugen T€ 0 (Vorjahr T€ 171).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 30. September 2023 auf T€ 8.074 (Vorjahr T€ 7.648); deren laufende Bezüge betrugen T€ 689 (Vorjahr T€ 725).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
-aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 952 535 417 -
(Im Vorjahr) 1.308 618 690 -

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (EDV). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Gemäß § 285 Nr. 21 zweiter Halbsatz HGB sind diese Geschäfte nicht angabepflichtig, da alle diese Unternehmen mittelbar oder unmittelbar in 100 %-igem Anteilsbesitz der Edgewell Personal Care Company, St. Louis/USA, stehen und in deren Konzernabschluss einbezogen werden.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vereinbarte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 154 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfung.

Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag übersteigen die Zeitwerte des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten um T€ 5.924. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt T€ 4.479. Er unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB ebenfalls grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Eine analoge Anwendung der Abführungssperre kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Wilkinson Sword GmbH wird in den Konzernabschluss der Edgewell Personal Care Company, St. Louis/USA, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Edgewell Personal Care Company, St. Louis/USA, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird unter www.edgewellpersonalcare.com sowie von der Wilkinson Sword GmbH im Unternehmensregister in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die Berichtsgesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 292 HGB in Anspruch.

Zusätzlich sind die Unterschiede zwischen deutscher und US-Rechnungslegung zu erläutern:

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-Rechnungslegung (US-GAAP) von der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abstellt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Bezogen auf unsere Gesellschaft ergeben sich die wesentlichen Unterschiede wie folgt:

Die Vorräte werden entsprechend international üblichem Vorgehen nach den Vollkosten bewertet. Unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips orientiert sich die Vorratsbewertung nach US-GAAP stärker am Absatzmarkt als nach HGB. Dadurch ergeben sich im Vergleich zum HGB u.U. höhere Wertansätze.

Langfristige (>1 Jahr) Rückstellungen werden nach HGB unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes, nach US-GAAP unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes, bilanziert.

Des Weiteren bestehen Unterschiede beim Leasing, derivativen Finanzinstrumenten und latenten Steuern.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages erfolgte die Verlustübernahme durch den Gesellschafter.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag bekannt, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Gesellschaft haben.

 

Solingen, den 15. Mai 2024

Thomas Lummerich

Jochen Schmitz

LaTanya Langley

Daniel Joseph Sullivan

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.830.885,16 587.796,42 56.756,87 3.453,95 87.365.378,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.152.965,54 0,00 0,00 0,00 44.152.965,54
130.983.850,70 587.796,42 56.756,87 3.453,95 131.518.344,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.624.143,15 311.154,37 473.293,33 161.376,77 42.623.380,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 126.264.275,42 9.506.967,49 3.260.993,12 8.340.238,14 140.850.487,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.019.774,90 389.814,90 588.778,01 138.891,09 6.959.702,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.663.196,81 3.055.516,40 0,00 -8.643.959,95 3.074.753,26
184.571.390,28 13.263.453,16 4.323.064,46 -3.453,95 193.508.325,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.278.000,00 0,00 0,00 0,00 4.278.000,00
319.833.240,98 13.851.249,58 4.379.821,33 0,00 329.304.669,23
Abschreibungen
01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.706.362,92 157.314,20 56.756,87 86.806.920,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.152.965,54 0,00 0,00 44.152.965,54
130.859.328,46 157.314,20 56.756,87 130.959.885,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.859.853,46 1.001.620,49 473.127,38 28.388.346,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.425.000,82 5.537.270,98 1.849.394,67 111.112.877,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.911.316,96 440.124,53 590.787,75 5.760.653,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
141.196.171,24 6.979.016,00 2.913.309,80 145.261.877,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 702.000,00 0,00 0,00 702.000,00
272.757.499,70 7.136.330,20 2.970.066,67 276.923.763,23
Restbuchwerte
30.09.2023
30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558.458,41 124.522,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
558.458,41 124.522,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.235.034,39 14.764.289,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.737.610,80 18.839.274,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.049,14 1.108.457,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.074.753,26 8.663.196,81
48.246.447,59 43.375.219,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.576.000,00 3.576.000,00
52.380.906,00 47.075.741,28

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wilkinson Sword GmbH, Solingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wilkinson Sword GmbH, Solingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wilkinson Sword GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum September 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage fürunsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gerd Tolls, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 26.6.2024 festgestellt.

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