Master Data

Registry
Register court München HRB 299266
Registered
2/12/1987
Industry
Manufacture of games and toysRetail sale of games and toysWholesale of games, toys and musical instruments
Purpose
Handel mit, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Spielzeug und sonstigen Artikeln aller Art.

History

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Management

NameRole
Managing Director
Isabella Lindenthal
since 11/5/2025
Procura
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Luxembourg Investment Company 285 S.à r.l.LUX
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
Schleich Group Holding GmbH
Germany
€800,000
100.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Financial Report

Schleich GmbH

Schwäbisch Gmünd

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schleich GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schleich GmbH, Schwäbisch Gmünd - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schleich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 28. Juni 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Blesch, Wirtschaftsprüfer

Krusche, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2017
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.568.866,79   1.963.017,35
2. Geleistete Anzahlungen 264.724,39   65.436,26
    2.833.591,18 2.028.453,61
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.716.945,87   5.926.060,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.073,00   1.264.057,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.259.969,95   12.905.530,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.630.584,52   1.147.721,43
    20.979.573,34 21.243.369,71
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 854.845,03   768.630,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 356.012,66   333.308,64
3. Beteiligungen 0,00   2.434,12
    1.210.857,69 1.104.373,46
    25.024.022,21 24.376.196,78
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.226.785,09   2.513.002,50
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.805.014,31   5.071.328,05
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 26.121.168,38   25.049.230,67
    34.152.967,78 32.633.561,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.653.155,63   23.159.781,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.820.148,82   23.694.581,83
3. Forderungen gegen Gesellschafter 454.873,04   2.592.820,97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.822.064,37   1.653.519,54
    52.750.241,86 51.100.703,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   5.913.927,95 8.489.509,02
    92.817.137,59 92.223.773,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten   335.332,73 649.109,95
    118.176.492,53 117.249.080,37

Passiva

     
      31.12.2017
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   800.000,00 800.000,00
II. Kapitalrücklage   4.152.847,22 4.152.847,22
III. Gewinnrücklagen   1.871.877,76 1.871.877,76
IV. Gewinnvortrag   18.963.729,29 18.963.729,29
    25.788.454,27 25.788.454,27
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 522.019,00   465.677,00
2. Sonstige Rückstellungen 7.253.890,46   5.320.737,20
    7.775.909,46 5.786.414,20
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.453.871,10   18.894.230,09
2. Erhaltene Anzahlungen 0,00   966,52
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.919.114,48   31.150.203,26
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.224.712,95   359.520,72
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 48.409.778,02   33.246.909,99
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.199.835,63   1.598.321,56
davon aus Steuern EUR 199.924,30 (Vj. TEUR 192)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 18,56 (Vj. EUR 360)      
    84.207.312,18 85.250.152,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten   404.816,62 424.059,76
    118.176.492,53 117.249.080,37

Gewinn- und Verlustrechnung für 2018

2017
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 161.445.809,38   136.937.744,24
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.300.414,71   4.699.955,05
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.417.629,27   1.519.634,86
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.920.755,72   5.169.289,81
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.579.864,35 (Vj. TEUR 4.319)      
    176.084.609,08 148.326.623,96
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 76.459.996,51   65.651.601,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.759.351,00   10.441.343,11
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 14.091.171,79   13.173.031,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.988.741,94   2.821.722,41
davon für Altersversorgung EUR 202.760,61 (Vj. TEUR 167)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.244.238,69   7.499.517,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.915.859,64   32.053.033,58
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.379.262,09 (Vj. TEUR 5.106)      
    151.459.359,57 131.640.250,11
9. Erträge aus Beteiligungen 40.896,29   30.550,89
davon von verbundenen Unternehmen EUR 37.984,27 (Vj. TEUR 31)      
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 507.722,56   215.956,79
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 495.446,21 (Vj. TEUR 178)      
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.017.047,20   1.609.067,34
davon an verbundene Unternehmen EUR 622.804,55 (Vj. TEUR 498)      
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 15.116,00 (Vj. TEUR 16)      
    -1.468.428,35 -1.362.559,66
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.422,16 9.789,17
13. Ergebnis nach Steuern   23.154.399,00 15.314.025,02
14. Sonstige Steuern   31.210,54 30.454,91
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   -23.123.188,46 -15.283.570,11
16. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1. Angaben zum Jahresabschluss

Die Schleich GmbH mit Sitz in Schwäbisch Gmünd ist im Handelsregister von Ulm unter der HRB Nr. 700933 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Schleich GmbH ist unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften gemäß dem Handelsgesetzbuch und der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Ausgehend von den Kriterien des § 267 Abs. 2 und 3 HGB sind auf die Schleich GmbH, analog dem Vorjahr, die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Schleich GmbH erfolgte dementsprechend unter Berücksichtigung der allgemeinen handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB bzw. §§ 252 bis 256a HGB.

Darüber hinaus wurden die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 268 bis 277 HGB sowie §§ 284 bis 288 HGB beachtet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundsätzliches

Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Schleich GmbH folgen im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr den im Weiteren erläuterten Grundsätzen.

Die Berichtswährung ist Euro (EUR); Zahlenangaben erfolgen grundsätzlich in EUR bzw. TEUR.

2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, nachträglichen Anschaffungskosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet und über die Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

In der folgenden Tabelle werden die angewandte Abschreibungsmethode sowie der Abschreibungszeitraum für die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens dargestellt:

Abschreibungsmethode Abschreibungszeitraum
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten linear 3 - 5 Jahre

Nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB sind bei immateriellen Vermögensgegenständen außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, sofern der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände niedriger ist als der sich zum Stichtag ergebende Buchwert und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Bestehen die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, so ist nach § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.

2.3 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 bzw. Abs. 2 HGB vermindert um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen bewertet.

Im Rahmen der Ermittlung der Anschaffungskosten sind nach § 255 Abs. 1 S. 2 und S. 3 HGB auch die Anschaffungsnebenkosten, nachträglichen Anschaffungskosten und Anschaffungspreisminderungen zu berücksichtigen.

Die Herstellungskosten umfassen nach § 255 Abs. 2 HGB die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung. Ferner werden die notwendigen Materialgemeinkosten mit einbezogen.

Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

In der folgenden Tabelle werden die angewandte Abschreibungsmethode sowie der Abschreibungszeitraum bzw. %- Satz für die einzelnen Sachanlageklassen dargestellt:

Abschreibungsmethode Abschreibungszeitraum bzw. %-Satz
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 5 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear bzw. degressiv 5 - 18 Jahre bzw. 20 %/30 %
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2 - 25 Jahre

Nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB sind bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, sofern der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände niedriger ist als der sich zum Stichtag ergebende Buchwert und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Bestehen die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, so ist nach § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 netto werden in einen Sammelposten eingestellt (§ 6 Abs. 2a EStG). Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst.

2.4 Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach § 255 Abs. 1 HGB grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Ausleihungen sind Forderungen, die gegen Hingabe von Kapital erworben wurden. Ausleihungen sind als Finanzanlagen dazu bestimmt, dauernd (Anhaltspunkt 4 Jahre) dem Geschäftsbetrieb zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB). Sie werden daher im Anlagevermögen ausgewiesen.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung sind nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen. Darüber hinaus können bei Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 S. 4 HGB außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen vorgenommen werden. Bestehen die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, so ist nach § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.

2.5 Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt.

Im Rahmen der Ermittlung der Anschaffungskosten sind nach § 255 Abs. 1 S. 2 HGB auch die Anschaffungsnebenkosten, nachträglichen Anschaffungskosten und Anschaffungspreisminderungen zu berücksichtigen.

Die Herstellungskosten umfassen nach § 255 Abs. 2 HGB die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung. Ferner werden die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die anteilige Abschreibung auf das Sachanlagevermögen sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und der sozialen Einrichtungen des Betriebs in die Herstellungskosten des Vorratsvermögens einbezogen.

Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Unter Beachtung des für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzips ist das Vorratsvermögen gemäß § 253 Abs. 4 HGB am Stichtag ggf. zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

2.6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennbeträgen angesetzt.

Sofern der Forderungseingang aufgrund erkennbarer Einzelrisiken zweifelhaft erscheint, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Das Ausfall- und Kreditrisiko ist seit dem Geschäftsjahr 2017 durch eine Warenkreditversicherung gesichert, so dass auf eine pauschale Wertberichtigung an dieser Stelle verzichtet wird.

2.7 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nenn- bzw. Nominalbetrag angesetzt.

2.8 Aktive Rechnungsabgrenzung

Gemäß § 250 Abs. 1 HGB werden als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.9 Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen sowie auf Verlustvorträge und Zinsvorträge gebildet. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft zwischen der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd und der Schleich GmbH, die auf dem seit 2007 bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag beruht, sind zu latenten Steuern führende Differenzen der Schleich GmbH als Organgesellschaft beim Organträger, der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd, zu berücksichtigen.

2.10 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, sonstige Rückstellungen

Nach § 249 Abs. 1 S. 1 HGB besteht bei Pensionsverpflichtungen für Neuzusagen Passivierungspflicht. Die Passivierungspflicht bezieht sich auf unmittelbare Zusagen, aus denen das bilanzierende Unternehmen rechtlich oder faktisch verpflichtet ist. Dies gilt auch für Anwartschaften, wenn mit dem Eintritt des Versorgungsfalles zu rechnen ist.

Die Pensionsrückstellung wurde bei der Schleich GmbH für Anwartschaften sowie für laufende Rentenbezieher gebildet und ist voll dotiert. Entsprechend dem allgemeinen Bewertungsgrundsatz für Rückstellungen nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB erfolgt die Bewertung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Bewertung der unmittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Altersversorgungsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag verdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- bzw. Rentensteigerungen.

Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Aufgrund der Änderung des § 253 HGB in der zum 17.03.2016 gültigen Fassung wird der von der Deutschen Bundesbank festzustellende Zinssatz nicht mehr als 7-Jahres-Durchschnitt, sondern als 10-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Allerdings ist zukünftig weiterhin jedes Jahr zusätzlich eine Rückstellungsberechnung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins erforderlich. Der Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung beträgt 3,21 % (VJ: 3,68 %). Der 7-Jahres-Durchschnittszins beträgt 2,32 % (VJ: 2,80 %). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden erstmals in 2018 die "Richttafeln 2018 G" (VJ: Richttafeln 2005 G) von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Rückstellung für Pensionen wurde eine Dynamik während der Anwartschaft von 5,0 % p. a. (VJ: 5,0 %) und während der Rentenlaufzeit von 1,0 % p. a. (VJ: 1,0 %) berücksichtigt. Bei der Rückstellung für laufende Rentenverpflichtungen wurde eine künftige Anpassung der laufenden Renten um 1,5 % p. a. (VJ: 1,5 %) gemäß BetrAVG berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sind zu berücksichtigen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

2.11 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie gegenüber verbundenen Unternehmen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Dasselbe gilt für die sonstigen Verbindlichkeiten.

2.12 Fremdwährungsumrechnung

Valutaforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Wechselkurses des Rechnungsdatums bewertet.

Die Folgebewertung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt - sofern diese nicht in eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB einbezogen werden - gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip ist bei auf fremde Währung laufende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger nicht zu beachten. Dies bedeutet, dass nicht realisierte Kursgewinne und -verluste am Bilanzstichtag für entsprechende Bilanzposten erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden.

2.13 Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung der Schleich GmbH folgt, analog Vorjahren, dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

3.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Schleich GmbH aktiviert sogenannte POS (Point of Sale)-Systeme in der Anlagenbuchhaltung. Seit dem Kalenderjahr 2014 werden die POS-Systeme zur Verkaufsförderung an den Handel, der in Deutschland oder im Ausland ansässig ist, überlassen. Die Überlassung an den Kunden erfolgt entweder gegen ein Entgelt für die Nutzungsüberlassung oder unentgeltlich. Wird ein POS-System an den Kunden überlassen, wird dieses im Anlagevermögen aktiviert und über 36 Monate abgeschrieben. Im Fall der entgeltlichen Überlassung erfolgt entsprechend eine passive Rechnungsabgrenzung über 36 Monate. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden POS-Systeme im Umfang von TEUR 1.347 (VJ: TEUR 822) aktiviert.

Seit Gründung des Unternehmens investiert die Schleich GmbH jedes Jahr intensiv in das Sachanlagevermögen, insbesondere in Formen für die Produktion neuer Produkte und Spielwelten. Im Jahr 2018 sank das Investitionsvolumen in Formen für die Produktion um TEUR 2.026 auf TEUR 5.893 (VJ: TEUR 7.919). Der Grund für die Reduktion liegt in einer höheren Anzahl von Großprojekten in 2017 gegenüber 2018.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr (1. Januar bis 31. Dezember 2018) ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

3.1.2 Finanzanlagen

Innerhalb des Finanzanlagevermögens werden unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen die Anteile an der Schleich North America Inc. (Ottawa, Ontario, Kanada), der Schleich Iberia S.L. (Barcelona, Spanien), der Schleich Japan K.K. (Tokio, Japan), der Schleich Austria GmbH (Bregenz, Österreich) und der in 2018 neu gegründeten Schleich Swiss AG (Zürich, Schweiz) ausgewiesen. Die Schleich GmbH hält 100 % der Anteile an der kanadischen, der spanischen, der japanischen, der österreichischen und der schweizerischen Tochtergesellschaft. Unter den Anteilen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden die Anteile an der Schleich East Europe Manufacturing S.R.L. mit Sitz in Bukarest, Rumänien, ausgewiesen. Die Schleich GmbH hält 25,1 % der Anteile bis zur Liquidation der Schleich East Europe Manufacturing im Mai 2018. Die Schleich GmbH ist über ihre 100%ige Tochtergesellschaft Schleich North America Inc. zu 100 % mittelbar an der Schleich USA Inc., Delaware, USA, beteiligt.

Die folgende Tabelle enthält die nach § 285 Nr. 11 HGB erforderlichen Informationen betreffend den Anteilsbesitz. Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis beziehen sich dabei jeweils auf die nach lokalen handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Abschlüsse.

Name Sitz Anteil am Kapital
(in %)
Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 1. Januar - 31. Dezember 2018
Schleich North America Inc. Ottawa, Ontario, Kanada 100 TUS$ 8.642 TUS$ -5
(Vorjahr)   (100) TUS$ (8.647) TUS$ (-9)
Schleich USA Inc. Delaware, USA 100 TUS$ -14.356 TUS$ -5.867
(Vorjahr)   (100) TUS$ (-8.257) TUS$ (-2.991)
Schleich Japan K.K. Tokio, Japan 100 TJPY -152.511 TJPY -21.138
(Vorjahr)   (100) TJPY(-131.373) TJPY (15.965)
Schleich Iberia S.L. Barcelona, Spanien 100 TEUR 264 TEUR 87
(Vorjahr)   (100) TEUR (177) TEUR (70)
Schleich Austria GmbH Bregenz, Österreich 100 TEUR 117 TEUR 10
(Vorjahr)   (100) (TEUR 35) (TEUR 59)
Schleich Swiss AG (Vorjahr in Gründung) Zürich, Schweiz 100 TCHF 100 TEUR 0
Schleich East Europe Manufacturing S.R.L. Bukarest, Rumänien n.a. n.a. Liquidation Mai 2018
(Vorjahr)   (25,1) TEUR (174) TEUR (153)

In den Finanzanlagen ist weiterhin ein Darlehen an die Schleich Japan K.K. in Höhe von TEUR 356 (VJ: TEUR 333) enthalten.

3.2 Vorräte

Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 34.153 (VJ: TEUR 32.634) umfasst im Wesentlichen fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 26.121 (VJ: TEUR 25.049). Für Artikel, die im folgenden Kalenderjahr aus dem Katalog genommen werden, trifft die Geschäftsführung jeweils vor Ablauf des Kalenderjahres die Entscheidung, ob die entsprechenden Bestände als sogenannte "Promotional Items" im kommenden Kalenderjahr verwertet werden oder aber als Auslaufartikel zu klassifizieren und entsprechend zum Bilanzstichtag anhand des von Schleich konzernweit definierten Reichweitenverfahrens abzuwerten sind. Für das Geschäftsjahr erfolgte eine Abwertung in Höhe von TEUR 340 (VJ: TEUR 133).

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 20.653 (VJ: TEUR 23.160) weisen sämtlich, analog dem Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.820 (VJ: TEUR 23.695) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.186 (VJ: TEUR 9.182) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 14.635 (VJ: TEUR 14.513). Letztere ergeben sich im Wesentlichen aus Darlehen an sowie Forderungen aus laufender Verrechnung gegen verbundene Unternehmen. Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen den Gesellschafter, die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd, beläuft sich auf TEUR 455 (VJ: TEUR 2.593).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter sind größtenteils innerhalb eines Jahres fällig. Eine Forderung gegenüber der Schweiz, die eine hinterlegte Kaution bzgl. der Umsatzsteuerverbindlichkeiten der Schleich Swiss AG darstellt hat eine Fälligkeit größer 1 Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um TEUR 168 (VJ: Erhöhung um TEUR 280) auf TEUR 1.822 (VJ: TEUR 1.654). Zum 31. Dezember 2018 enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen eine sonstige Forderung gegen einen Zulieferer in Höhe von TEUR 747 (VJ: TEUR 747), Forderungen gegenüber Lizenznehmern in Höhe von TEUR 261 (VJ: TEUR 64), Forderungen aus Lieferantenboni in Höhe von TEUR 203 (VJ: TEUR 270), eine Forderung aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 197 (VJ: TEUR 179), Forderungen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 194 (VJ: TEUR 147), ein Darlehen an einen Geschäftspartner in Höhe von TEUR 50 (VJ: TEUR 72),) sowie Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen in Höhe von TEUR 66 (VJ: TEUR 72).

Im Umfang von TEUR 997 (VJ: TEUR 889) enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3.4 Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 335 (VJ: TEUR 649) fallen im Wesentlichen Ausgaben für Aufwendungen für anrechenbare Garantielizenzen im Zusammenhang mit im Geschäftsjahr 2013 und 2015 geschlossenen Lizenzvereinbarungen in Höhe von TEUR 177 (VJ: TEUR 460) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit im Jahr 2019 stattfindenden Spielwarenmessen in Höhe von TEUR 136 (VJ: TEUR 138).

3.5 Eigenkapital

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert auf TEUR 25.788.

3.6 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, sonstige Rückstellungen

Der Zugang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von TEUR 466 auf TEUR 522 resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zur Anwartschaft eines ehemaligen Geschäftsführers.

Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsverpflichtung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins und dem 7-Jahres-Durchschnittszins beträgt TEUR 114 und ist gemäß § 253 Abs. 4 Satz 3 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in der Berichtsperiode stellt sich wie folgt dar:

Beginn Geschäftsjahr Verbrauch Auflösung Zuführung Zinseffekt Ende Geschäftsjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen im Personalbereich 961 961 0 1.319 0 1.319
Vertriebsbedingte Rückstellungen 3.755 3.755 0 5.340 0 5.340
Übrige 605 488 0 478 0 595
  5.321 5.204 0 7.137 0 7.776

Zum 31. Dezember 2018 enthalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 5.340 (VJ: TEUR 3.755), Rückstellungen für Erfolgsbeteiligung in Höhe von TEUR 922 (VJ: TEUR 492), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 283 (VJ: TEUR 160), Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Überstunden in Höhe von TEUR 255 (VJ: TEUR 428), sowie sonstige Rückstellungen TEUR 175 (VJ: TEUR 308).

3.7 Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle gliedert die einzelnen Posten der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und zeigt den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Die Angaben erfolgen in TEUR.

Restlaufzeiten
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre von mehr als 5 Jahren Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 13.454 4.794 8.660   12.662
  (18.894) (824) (18.070) (0) (18.894)
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0 0
  (1) (1) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.919 18.919 0 0 0
  (31.150) (31.150) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.224 2.224 0 0 0
  (360) (360) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 48.410 48.410 0 0 0
  (33.247) (33.247) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.200 1.200 0 0 0
  (1.598) (1.598) (0) (0) (0)
  84.207 75.547 8.660 0 12.662
(Vorjahresangaben kursiv) (85.250) (67.180) (18.070) (0) (18.894)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Schleich Holding GmbH durch die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd, im Jahr 2014 aufgenommenen Fremdmittel (Facility A).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 23.123 (VJ: TEUR 15.284) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd aus den zwischen den beiden Gesellschaften bestehenden Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 25.287 (VJ: TEUR 17.963).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.225 (VJ: TEUR 360). Darin enthalten sind Rücklieferungen aus der Schleich USA in Höhe von TEUR 1.152 (VJ: TEUR 18), sowie Provisionsverbindlichkeiten gegenüber der Schleich UK, Schleich Iberia, Schleich Frankreich sowie Schleich Austria.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.200 (VJ: TEUR 1.598) setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Zollamt in Höhe von TEUR 676 (VJ: TEUR 826), kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 210 (VJ: TEUR 336) und Verbindlichkeiten betreffend Lohnsteuer in Höhe von TEUR 200 (VJ: TEUR 192) zusammen.

3.8 Passive Rechnungsabgrenzung

Die Schleich GmbH aktiviert seit dem 1. Januar 2014 infolge angepasster Vereinbarungen zur Nutzungsüberlassung alle POS-Systeme. Die entgeltliche Überlassung der POS-Systeme an Kunden wird entsprechend als passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 405 (VJ: TEUR 424) passiviert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die folgende Tabelle enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse (nach Erlösschmälerungen) nach Regionen. Die Vorjahreswerte sind jeweils in Klammern angegeben.

Inland Übrige EU Drittländer Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
  94.033 40.731 26.682 161.446
  (77.117) (35.259) (24.561) (136.937)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 3.921 (VJ: TEUR 5.169) sind im Wesentlichen realisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.722 (VJ: TEUR 99) und unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.858 (VJ: TEUR 4.220) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (VJ: TEUR 121) enthalten. Diese umfassen Erträge aus Vorjahren in Höhe von TEUR 2; im Vorjahr waren es im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 68).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 33.916 (VJ: TEUR 32.053). Sie setzen sich aus Aufwendungen für die Herstellung TEUR 2.490 (VJ: 1.866), Vertrieb TEUR 8.165 (VJ: TEUR 6.289), Logistik TEUR 7.332 (VJ: TEUR 5.539), Marketing TEUR 4.066 (VJ: TEUR 5.218), Verwaltung TEUR 7.010 (VJ: TEUR 4.473) und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.852 (VJ: TEUR 4.015) zusammen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen realisierte Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 594 (VJ: TEUR 1.405) und unrealisierte Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.786 (VJ: TEUR 3.702) enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 547 (VJ: TEUR 1.750). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Zuschüsse an Kunden für zurückliegende Jahre in Höhe von TEUR 400 (VJ: TEUR 1.124).

5. Sonstige Angaben

5.1 Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der Schleich GmbH während des Geschäftsjahres ist jeweils der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

Aktuelles Jahr 2018 Vorjahr 2017
Anzahl Anzahl
Produktion 87 83
Logistik 67 57
Vertrieb 63 54
F&E 39 36
Verwaltung 25 32
Marketing 31 28
  312 290

5.2 Geschäftsführung

Im Folgenden werden die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Schleich GmbH im Berichtszeitraum aufgeführt:

Dirk Engehausen, Geschäftsführer (CEO)
Erich Schefold, Geschäftsführer (CFO, bis 15. April 2018, Eintragung HR 14 Juni 2018)
Sascha Krines, Geschäftsführer (CFO, ab 15. April 2018; ab 1. Februar 2019 CFO/COO, Eintragung HR 17. Mai 2018)
Dr. Claus-Otto Zacharias, Geschäftsführer (COO, bis 31. Dezember 2018, Eintragung HR 13. Februar 2019)
Udo Rother, Geschäftsführer (CSO, ab 1. Februar 2019, Eintragung HR 13. Februar 2019)

Im Geschäftsjahr 2018 wurden an die Geschäftsführer Gesamtbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 955 (VJ: TEUR 927) gewährt.

Für einen ausgeschiedenen Geschäftsführer ist eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 462 passiviert (VJ: TEUR 407).

5.3 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es im Konzernabschluss der Schleich Holding GmbH, in den die Gesellschaft einbezogen wird, angegeben wird.

5.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

5.4.1 Haftungsverhältnisse

Die Schleich GmbH hat für Verbindlichkeiten der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd gegenüber der DZ Bank, mit Sitz in Frankfurt am Main, folgende Sicherheiten begeben:

Security Provider Security Document
Schleich GmbH Security assignment agreement regarding certain pecuniary claims - Abtretung
Schleich GmbH Account pledge agreement - Verpfändung
Schleich GmbH Share pledge agreement over the shares in Schleich Iberia S.L. - Verpfändung
Schleich GmbH Share pledge agreement over the shares in Schleich North America Inc. - Verpfändung
Schleich GmbH Share pledge agreement over the shares in Schleich Japan K.K. - Verpfändung
Schleich GmbH Security assignment agreement over material IP rights - Abtretung
Schleich GmbH Security transfer agreement of moveable assets
Schleich GmbH Assignment of land charge over existing EUR 5,000,000 land charge and related security purpose agreement - Grundschuld

Die am 31. Dezember 2018 bei der Schleich Holding GmbH bilanzierten Verbindlichkeiten betragen TEUR 84.955 (VJ: TEUR 84.933).

Der bisher bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag bleibt kraft Gesamtrechtsnachfolge unverändert bestehen und ging auf die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd über. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht seit 2007.

Auf Basis der geplanten Geschäftsentwicklung wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den gegebenen Sicherheiten als sehr gering eingeschätzt.

5.4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

• Leasing und Miete

Die Nutzung des Logistikzentrums am Standort in Schwäbisch Gmünd erfolgt auf der Grundlage eines Mietvertrages, der eine Laufzeit von zehn Jahren vorsieht. Nach Ablauf dieser Festmietzeit hat die Schleich GmbH das zweimalige Recht, die Verlängerung des Mietverhältnisses um jeweils weitere fünf Jahre zu verlangen. Innerhalb der Festmietzeit belaufen sich die anfallenden Mietzahlungen auf insgesamt TEUR 12.128, vom Bilanzstichtag an noch TEUR 3.345.

Die Ausstattung des gemieteten Logistikzentrums wurde über eine externe Leasing-Gesellschaft geleast (operatives Leasing). Die Laufzeit des Leasing-Vertrages beträgt 96 Monate, die Gesamt-Leasingzahlungen bis zum Laufzeitende betragen TEUR 2.783, vom Bilanzstichtag an noch TEUR 316. Nach Ende der Vertragslaufzeit besteht für die Schleich GmbH die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Kaufoption.

Zudem wurde die Einführung des ERP-Systems über eine Leasing-Gesellschaft im Sale and Lease back Verfahren abgewickelt. Die Anschaffungskosten für den Leasing-Gegenstand betragen in Summe TEUR 2.949. Innerhalb der Vertragslaufzeit, welche auf unbestimmte Zeit lautet, belaufen sich die monatlichen Raten auf TEUR 55.

Neben den bisher genannten, bestehen zum Bilanzstichtag weitere Wartungs-, Leasing- und Mietverträge. Vertragsgegenstand sind im Wesentlichen Lagerdienstleistungen, Serviceverträge von Telefonanlagen und Kopierern, sonstige Soft- und Hardware bzw. die Nutzung von Kraftfahrzeugen. Die Verpflichtungen hieraus betragen für das Jahr 2019 in Summe TEUR 1.159 (VJ: TEUR 1.410). Die Vertragsverhältnisse enden größtenteils nach einem Jahr mit der Möglichkeit auf jährliche Verlängerung.

• Mindestlizenzzahlungen

Die Schleich GmbH ist zum Bilanzstichtag Vertragspartner von drei Lizenzvereinbarungen. Die Lizenzgeber erhalten für den Fall, dass die aufgrund des Vertriebes des Lizenzgegenstandes fälligen Entgelte unterhalb eines bestimmten Betrages bleiben, die Zusage einer jährlichen Mindestlizenzzahlung. Die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen weisen eine Laufzeit bis Ende 2019 bzw. 2020 auf.

Die jährlichen Mindestlizenzzahlungen für das Jahr 2019 belaufen sich auf TEUR 185 (i. Vj TEUR 255) sowie TUSD 0 (VJ: TUSD 710).

• Eventualverbindlichkeiten

Der Schleich GmbH stehen am Bilanzstichtag Kreditlinien für Avalkredite in Höhe von TEUR 360 (VJ: TEUR 360) zur Verfügung. Die Kreditlinien wurden, analog dem Vorjahr, nicht in Anspruch genommen.

5.5 Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen ihres Risikomanagements setzt die Schleich GmbH Devisentermingeschäfte zur Absicherung von zukünftig abfließenden Zahlungsströmen in USD gegen Währungsrisiken ein. Alle Finanzderivate sowie die zugrundeliegenden Grundgeschäfte unterliegen einer internen Kontrolle und Bewertung. Dieses wird über eine Fremdwährungsrichtlinie konzernweit geregelt. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Zielsetzungen und Strategien im Hinblick auf die Absicherung festgelegt. Darin werden die abgesicherte Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos ermittelt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden bei der Schleich GmbH Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB gebildet (antizipativer Hedge).

Zur Bewertung der Devisentermingeschäfte wurden die Zeitwerte als Summe der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt.

Bewertungseinheiten (§ 254 HGB)

Die Schleich GmbH hat im Jahr 2018 Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von 13.200 TUSD, 57.000 TYEN, 1.220 TGBP und 954 TCHF, mit Fälligkeiten in 2019 abgeschlossen. Mit diesen Termingeschäften sollen Wechselkursrisiken von zukünftig abfließenden Zahlungsströmen in USD abgesichert werden sowie zufließende Zahlungsströme in YEN, GBP und CHF. Diese mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen beinhalten zukünftige Wareneinkäufe aus China in Höhe von 40.000 TUSD sowie Zahlungseingänge aus Japan, der Schweiz und Großbritannien in Höhe von 140.000 TYEN, 6.000 TGBP, 1.500 TCHF. Die antizipativen Transaktionen werden für einen Planungszeitraum von zwölf Monaten berücksichtigt, wobei deren Eintritt auf Grund des kurzfristigen Zeitraums sowie auf Grund von Erfahrungswerten als hochwahrscheinlich eingestuft wird.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die per 31. Dezember 2018 eingesetzten derivativen Finanzinstrumente, die in den antizipativen Hedge eingegangen sind:

Beizulegender Zeitwert
Nominalwert 31.12.2018 Positiv 31.12.2018 Negativ 31.12.2018
TEUR TEUR
Devisentermingeschäfte USD 13.200 27  
Devisentermingeschäfte GBP 1.220 6  
Devisentermingeschäfte CHF 954   9
Devisentermingeschäfte JPY 57.000   6

Die Grundgeschäfte werden in Höhe der Sicherungsgeschäfte in die Bewertungseinheit einbezogen. Im Berichtsjahr ergaben sich keine wesentlichen Ineffektivitäten.

5.6 Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der Schleich GmbH i. S. d. § 285 Nr. 14 HGB ist die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd. Die Schleich GmbH wird in den (Teil-) Konzernabschluss der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Die Schleich GmbH ist Organgesellschaft. Organträger ist die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd. Zwischen der ehemaligen Schleich Holding GmbH und der Schleich GmbH wurde am 22. Dezember 2006 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, welcher am 30. April 2007 von der Gesellschafterversammlung verabschiedet und am 19. Juni 2007 in das Handelsregister eingetragen wurde. Dieser ging per Gesamtrechtsnachfolge durch die Verschmelzung zum 1. Juli 2014 auf die Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd über.

5.7 Nachtragsbericht

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Geschäftsjahresende zu berichten.

 

Schwäbisch Gmünd, den 27. Juni 2019

Schleich GmbH

Die Geschäftsführung

Sascha Krines

Dirk Engehausen

Udo Rother

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.307.063,90 1.234.247,25 295.289,91 188.265,30 7.648.335,76
2. Geleistete Anzahlungen 1.194.589,26 494.876,94 -295.588,81 0,00 1.393.877,39
  7.501.653,16 1.729.124,19 -298,90 188.265,30 9.042.213,15
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.580.463,78 53.327,86 0,00 0,00 8.633.791,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.979.441,80 287.677,61 1.156,00 169.178,34 3.099.097,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.983.560,17 6.357.791,54 895.920,63 162.802,07 47.074.470,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.147.721,43 1.445.493,86 -896.777,73 65.853,04 1.630.584,52
  52.691.187,18 8.144.290,87 298,90 397.833,45 60.437.943,50
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 768.630,70 86.214,33 0,00 0,00 854.845,03
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 384.977,33 0,00 0,00 0,00 384.977,33
3. Beteiligungen 2.434,12 0,00 0,00 2.434,12 0,00
  1.156.042,15 86.214,33 0,00 2.434,12 1.239.822,36
  61.348.882,49 9.959.629,39 0,00 588.532,87 70.719.979,01
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.344.046,55 923.687,72 188.265,30 5.079.468,97
2. Geleistete Anzahlungen 1.129.153,00 0,00 0,00 1.129.153,00
  5.473.199,55 923.687,72 188.265,30 6.208.621,97
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.654.402,91 262.442,86 0,00 2.916.845,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.715.384,80 162.457,73 150.818,46 1.727.024,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.078.029,76 7.893.216,26 156.745,70 34.814.500,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  31.447.817,47 8.318.116,85 307.564,16 39.458.370,16
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 51.668,69 0,00 22.704,02 28.964,67
3. Beteiligungen 0,00 2.434,12 2.434,12 0,00
  51.668,69 2.434,12 25.138,14 28.964,67
  36.972.685,71 9.244.238,69 520.967,60 45.695.956,80
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2017
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.568.866,79 1.963
2. Geleistete Anzahlungen 264.724,39 65
  2.833.591,18 2.028
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.716.945,87 5.926
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.073,00 1.264
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.259.969,95 12.906
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.630.584,52 1.148
  20.979.573,34 21.244
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 854.845,03 769
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 356.012,66 333
3. Beteiligungen 0,00 2
  1.210.857,69 1.104
  25.024.022,21 24.376

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftsbericht

Mitarbeiter

Beschaffung

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell und organisatorische Struktur

Das Unternehmen wurde 1935 von Friedrich Schleich mit Firmensitz in Schwäbisch Gmünd gegründet. Von Beginn an produzierte Schleich ein Sortiment von Figuren für den Spielwarenmarkt aus Kunststoff sowie kleine, mit Kunststoff ummantelte Biegedrahtfiguren. Dieses Sortiment wurde sukzessive ergänzt durch Werbe- und Lizenzfiguren, wie z.B. die weltweit bekannten Schlümpfe, die sich bis heute im Sortiment von Schleich befinden.

Seit Mitte der 1980er Jahre legt Schleich den Schwerpunkt auf die Entwicklung eigener naturgetreuer Figuren. Zum einen, um die Abhängigkeit von kurzlebigen Lizenzprodukten zu vermeiden - gegenwärtig beträgt der Umsatzanteil von lizenzierten Produkten am Gesamtumsatz ca. 1,37 % (VJ: 2,24%) -, zum anderen, weil nach Auffassung des Management Teams ein starkes Markenprofil nur durch ein eigenes Sortiment erreicht wird, welches das Unternehmen erkennbar macht. Im Laufe der Jahre konzentrierte sich Schleich vor allem auf die Entwicklung von Tierfiguren (heute "horse club", "farm world" und "wild life"); seit Anfang der 2000er Jahre erfolgte die Erweiterung des Sortiments um Figuren der Gruppe "Eldrador" und "Dinosaurier" und der Elfenwelt "bayala". Die Ergänzung durch entsprechendes Zubehör und kleine Accessoires ermöglicht den Kindern, ausgehend von den Einzelfiguren, den Einstieg in umfassende Spielwelten von Schleich und sorgt für einen hohen Spielwert.

Schleich ist heute der führende Markenname im Segment der naturgetreu nachempfundenen Spielfiguren aus Kunststoff. Das Unternehmen bietet seit 2014 vielfältige Spielwelten für Mädchen und Jungen bis 12 Jahren (Kernzielgruppe), die unterschiedlichen Produktgruppen begeistern Kinder auf der ganzen Welt.

Organisatorische Struktur

Zum 1. Juli 2014 haben ein von Ardian, eine unabhängige Investmentgesellschaft, verwalteter Fonds, sowie das Management von Schleich 100 % der Anteile an der Schleich Holding GmbH, die Muttergesellschaft der Schleich GmbH, vom bisherigen Finanzinvestor HgCapital erworben.

Mit der Schleich Holding GmbH bestehen ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag und eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftssteuerliche Organschaft.

In der Geschäftsführung der Schleich GmbH übernimmt seit Januar 2015 Dirk Engehausen als CEO die Verantwortung für die Bereiche Marketing, Vertrieb, Strategie und Personal. Die Bereiche Finanzen, IT und Qualitätssicherung hat der Geschäftsführer und CFO Sascha Krines unter seiner Verantwortung, dieser löste zum 15. April 2018 Herrn Erich Schefold ab. Seit 20. September 2017 bis 31. Dezember 2018 übernahm Herr Dr. Claus-Otto Zacharias in der Rolle als COO die Verantwortung für Produktion, Einkauf, und Logistik.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Schleich GmbH zum 1. Juli 2014 hat die Schleich Holding GmbH Fremdmittel zur Finanzierung des Kaufpreises der Anteile aufgenommen. Darüber hinaus wurden der Schleich Holding GmbH seitens der White Cap SA Luxemburg Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Schleich Gruppe zur Verfügung gestellt. Für Zwecke der Besicherung der aufgenommenen Fremdmittel hat die Schleich Holding GmbH sämtliche Anteile an der Schleich GmbH an die finanzierenden Banken verpfändet. Darüber hinaus wurden weitere Vermögensgegenstände der im Konzern zusammengefassten Gesellschaften unmittelbar als Sicherheit an das Bankenkonsortium unter der Führung der DZ Bank abgetreten und die Einhaltung verschiedener branchenüblicher Finanzkennzahlen (so genannte "Financial Covenants") vereinbart.

Forschung und Entwicklung (Innovation)

Die Innovationskraft ist ein wesentlicher Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung der Schleich GmbH. So wurden verteilt über das Jahr Produkt-Neuheiten in den Märkten eingeführt. Insbesondere die Einführungstermine im Juli und September für hochpreisigere Playsets zu Weihnachten stehen seit 2014 verstärkt im Fokus. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2018 über alle Einführungszeitpunkte hinweg mehr als 100 Neuheiten vorgestellt.

Die Schleich GmbH hat am Stammsitz der Gesellschaft alle Funktionen und Kapazitäten verfügbar, die zur Entwicklung der Produkte notwendig sind. Die Schleich Produkte werden daher grundsätzlich in Schwäbisch Gmünd entwickelt. Ein schlagkräftiges Entwicklungsteam setzt dabei zunächst die im Rahmen der strategischen Planung definierten Produkte in so genannte "Key Data Sheets" und "Concept Boards" um.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1

Im Berichtszeitraum hat sich die Entwicklung der Weltkonjunktur verlangsamt. Neben dem soliden, aber etwas gemäßigteren Marktwachstum in der Eurozone und Japan kamen aus den USA noch fiskalisch bedingte Wachstumsimpulse. Infolgedessen hat sich das weltweite Bruttoinlandsprodukt von 3,6% in 2017 auf 3,7% in 2018 verbessert. Handelskonflikte belasten den weiteren Ausblick, welche die Konjunktur weiter dämpfen könnten.

Bedeutende Absatzmärkte der Schleich GmbH liegen in Europa und Nordamerika. Dem deutschen und europäischen Markt ist in diesem Jahr ein Umsatzanteil von 81,9% vom Bruttoumsatz zuzuschreiben, während er im vorherigen Jahr noch einen Anteil von 75,5% ausmachte. Ein ebenfalls wichtiger Absatzmarkt stellt für die Gesellschaft der nordamerikanische Markt dar, welcher über die Schleich USA, Inc. bedient wird. Dieser Markt trug im Jahr 2018 mit einem Anteil von 13,8% zum Bruttoumsatz der Gesellschaft bei, im Vorjahr mit 16,1%. Umsätze außerhalb dieser Regionen beliefen sich auf 4,4% vom Bruttoumsatz in diesem und auf 8,3% im vorangegangenen Jahr.

Zu den für die Schleich GmbH wichtigen Regionen lässt sich folgendes über die wirtschaftliche Entwicklung berichten:

Die deutsche Wirtschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 durch temporäre Sonderfaktoren in der Automobilproduktion und der Binnenschifffahrt gedämpft. So konnte lediglich ein Zuwachs von 1,5% erzielt werden, wobei im dritten Quartal zum ersten Mal seit 2015 eine Wirtschaftsleistung von minus 0,2% verzeichnet wurde.

Auch das Wirtschaftswachstum der Europäischen Währungsunion hat sich mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,9% im Vergleich zu 2,5% im Vorjahr spürbar verringert. Ausschlaggebend dafür war vor allem die bereits erwähnte temporäre Abnahme der Automobilproduktion. Die konstante Arbeitslosenquote weist ebenso daraufhin, dass sich das Konjunkturwachstum generell reduziert hat.

Die Vereinigten Staaten von Amerika können positiv auf das Jahr 2018 zurückblicken. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs um 0,7% und zugleich sank die Arbeitslosenrate. Abzuwarten bleibt andererseits, wie sich der Handelskonflikt mit China bezüglich Straf- und Sonderzöllen entwickelt und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Im folgenden Abschnitt wird mit Hilfe der Daten der NPD Group die Spielwarenbranche im Jahr 2018 in Bezug auf das Vorjahr verglichen:

1 Die Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind den Kieler Diskussionsbeiträgen - Weltkonjunktur im Winter 2018 Nr. 49 (2018/Q4) und Deutsche Konjunktur im Winter Nr. 508 (2018/Q4) - entnommen.

Die Spielwarenmärkte im Bereich der klassischen Spielwaren innerhalb von Großbritannien, Spanien, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelten sich im Jahr 2018 abgeschwächter als im Vorjahr. Lediglich der Spielwarenmarkt in Deutschland konnte gegenüber dem Vorjahr wachsen. Bezogen auf den Umsatz (berechnet als Produkt aus der Anzahl abgesetzter Einheiten und den Endverbraucherpreisen) lag die Veränderung in Deutschland bei +2,1% (VJ: -0,1%), in Großbritannien bei -12,2% (VJ: -2,8%), in Frankreich bei -5,1% (VJ: -0,8%), in Spanien -5,4% und in den Vereinigten Staaten von Amerika bei -2,9% (VJ: +1,0%). Dieses ist auf die negative Entwicklung des Toys R Us Konzerns in den USA, Canada und Großbritannien zurückzuführen

Der Marktanteil von Schleich ist insgesamt stabil und konnte vor allem in Deutschland, Frankreich und Spanien weiter ausgebaut werden.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern der Schleich GmbH beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23.154 nach TEUR 15.314 im Vorjahr. Relativ zum Netto-Umsatz in Höhe von TEUR 161.446 (VJ: TEUR 136.938) bewegt sich die Marge über dem Niveau des Vorjahres (14,3% nach 11,2%). Das EBIT beläuft sich auf TEUR 24.625 (VJ: TEUR 16.687) und das EBITDA auf TEUR 33.869 (VJ: TEUR 24.186).

Die Schleich GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Brutto-Umsatz von TEUR 176.652 (VJ: TEUR 149.133); der Netto-Umsatz beläuft sich auf TEUR 161.446 (VJ: TEUR 136.938).

Bezogen auf die einzelnen Verkaufsregionen stellt sich die Verteilung der Brutto-Umsätze wie folgt dar (Abverkaufszahlen an den Handel bzw., im Fall von Nordamerika und Japan, an die Tochtergesellschaften der Schleich GmbH):

Verkaufsregion 2018
In TEUR
2017
In TEUR
Europa 144.644 117.700
Nordamerika 24.297 18.994
Rest of the World 7.711 12.439
Summe 176.652 149.133

Der Anteil der direkt belieferten Märkte beläuft sich auf TEUR 144.802 (VJ: TEUR 101.283).

Der folgenden Tabelle ist die Aufteilung der Brutto-Umsätze (Abverkaufszahlen an den Handel bzw. an die Tochtergesellschaften der Schleich GmbH in Nordamerika und Japan) auf die Franchises der Schleich GmbH zu entnehmen.

Franchise 2018
in TEUR
2017
in TEUR
Horse Club 66.955 47.079
Farm World 34.640 30.528
Wild Life 33.877 35.370
Dinosaurs 16.802 14.145
Bayala 15.079 10.992
Others 496 4.304
Eldrador 6.385 3.352
Lizenzen 2.418 3.362
Total 176.652 149.133

Der Materialaufwand beträgt TEUR 91.219 (VJ: TEUR 76.093). Die Materialintensität, berechnet als Verhältnis von Materialaufwand zu Gesamtleistung 2, beträgt 51,8% (VJ: 53,2%). Die Verminderung der Materialaufwandsquote resultiert aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen und der damit einhergehenden gesteigerten Gesamtleistung im Jahr 2018.

2 Die Gesamtleistung ergibt sich aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen zzgl. anderen aktivierten Eigenleistungen zzgl. Sonstige betriebliche Erträge.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2018 beläuft sich auf TEUR 17.080 (VJ: TEUR 15.995). Die Personalintensität, berechnet als Verhältnis von Personalaufwand zu Gesamtleistung, beträgt 9,7% (VJ: 11,2%).

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betragen in Summe TEUR 9.244 nach TEUR 7.500 im Vorjahr. Dabei entfallen TEUR 6.384 auf Werkzeuge bzw. Formen und TEUR 976 auf die im Anlagevermögen erfassten Warenträgersysteme.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 33.916 (VJ: TEUR 32.053). Sie setzen sich aus Aufwendungen für die Herstellung TEUR 2.490 (VJ: 1.866), Vertrieb TEUR 8.325 (VJ: TEUR 6.289), Logistik TEUR 7.332 (VJ: TEUR 5.539), Marketing TEUR 4.067 (VJ: TEUR 5.218), Verwaltung TEUR 6.850 (VJ: TEUR 4.473) und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.852 (VJ: TEUR 4.015) zusammen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.017 (VJ: TEUR 1.609) sind maßgeblich geprägt durch das Fremdfinanzierungspaket (beschrieben unter dem Punkt Finanzlage). Der sich daraus ergebende Zinsaufwand aus der Facility A beträgt zum Stichtag TEUR 335 (VJ: TEUR 371). Die Revolving Facility wurde je nach Bedarf zur Finanzierung des Working Capitals in geringem Umfang in Anspruch genommen und in 2018 in kompletter Höhe zurückgezahlt. Der daraus resultierende Zinsaufwand beträgt TEUR 363 (VJ: TEUR 79). Zinsaufwendungen aus einem Zins SWAP betragen zum Stichtag TEUR 0 (VJ: TEUR 176). Die restlichen Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.319 (VJ: TEUR 983) entstanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung 2017 an die Schleich Holding GmbH (TEUR 308 nach TEUR 332 im Vorjahr) sowie der Liquiditätsbereitstellung von der Holding (TEUR 315 nach TEUR 167 im Vorjahr).

Zinserträge entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 495 (VJ: TEUR 178).

Im Rahmen des mit dem Gesellschafter, der Schleich Holding GmbH, bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages werden für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 23.123 (VJ: TEUR 15.284) an die Muttergesellschaft abgeführt.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Schleich GmbH hat zum Bilanzstichtag einen Anteil von 21,2% (VJ: 20,8%) an der Bilanzsumme und ist absolut betrachtet, um TEUR 648 von TEUR 24.376 im Vorjahr auf TEUR 25.024 gestiegen (VJ: Anstieg um TEUR 3.404 von TEUR 20.972 in 2016 auf TEUR 24.376 in 2017). Der Anstieg begründet sich aus dem Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, die absolut um 805 TEUR gestiegen sind.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens beläuft sich dabei zum Bilanzstichtag auf TEUR 20.980 nach TEUR 21.243 im Vorjahr, was einer Verminderung um TEUR 264 entspricht.

Grundsätzlich verfolgt die Schleich GmbH hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens, insbesondere der Formen bzw. Werkzeuge, das Ziel, die vorhandene Substanz zu erhalten und laufend den aktuellen technischen Stand anzupassen. Die Investitionen in Formen bzw. Werkzeuge für neue Produkte stellten vor diesem Hintergrund mit TEUR 5.893 (VJ: TEUR 7.919) auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Investitionsschwerpunkt dar. Die planmäßigen Abschreibungen auf Formen und Werkzeuge lagen mit TEUR 6.384 (VJ: TEUR 4.784) nur leicht über den Investitionen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 805 auf TEUR 2.834 erhöht (VJ: Erhöhung um TEUR 361 auf TEUR 2.028), was im Wesentlichen auf die Optimierung des ERP Systems SAP zurückzuführen ist.

Die Finanzanlagen weisen zum 31. Dezember 2018 einen Buchwert in Höhe von TEUR 1.211 (VJ: TEUR 1.104) auf. Sie umfassen die Beteiligungen an den verbundenen Unternehmen Schleich Japan K.K. in Höhe von TEUR 296 (VJ: TEUR 296), Schleich Iberia S.L. in Höhe von TEUR 58 (VJ: TEUR 58), Schleich North America Inc. in Höhe von TEUR 380 (VJ: TEUR 380) Schleich Austria GmbH TEUR 35 (VJ: TEUR 35) und der in 2018 gegründeten Schleich Swiss AG TEUR 86. Ferner werden in den Finanzanlagen, analog Vorjahren, ein an die Schleich Japan K.K. ausgereichtes Darlehen in Höhe von TEUR 356 (VJ: TEUR 333) ausgewiesen. Die Beteiligung an der Schleich East Europe Manufacturing S.R.L. (Bukarest, Rumänien) in Höhe von TEUR 2 wurde mit der Liquidation dieser Gesellschaft im Mai 2018 ausgebucht.

Das Umlaufvermögen der Schleich GmbH hat zum Bilanzstichtag einen Anteil von 78,5 % (VJ: 78,7 %) an der Bilanzsumme.

Der Buchwert des Vorratsvermögens beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 34.153 und liegt damit deutlich über dem Vorjahr (VJ: TEUR 32.634). Der Aufbau des Vorratsvermögens resultiert im Wesentlichen aus den unfertigen und fertigen Erzeugnissen im Zuge des gestiegenen Geschäftsvolumens an Spiel-Sets und einer höheren Bevorratung mit dem Ziel die Lieferfähigkeit zu erhöhen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 20.653 (VJ: TEUR 23.160).

Das Ausfall- und Kreditrisiko ist erstmalig im Geschäftsjahr 2017 durch eine Warenkreditversicherung gesichert, so dass auf eine pauschale Wertberichtigung an dieser Stelle verzichtet wird und sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle ergeben.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen gegenüber der Schleich Holding GmbH in Höhe von TEUR 455 (VJ: TEUR 2.593). In Bezug auf die zwischen der Schleich GmbH und der Schleich Holding GmbH bestehenden Verrechnungskonten erfolgte, wie in Vorjahren, auf Grund gegebener Aufrechnungslage eine Verrechnung der gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Diese entstehen beispielsweise durch die Ergebnisabführung an die Schleich Holding GmbH oder die gegenseitige Bereitstellung von Liquidität. Zum 31. Dezember 2018 ergab sich aus Sicht der Schleich GmbH ein Überhang der Verbindlichkeiten aus den Verrechnungskonten über die entsprechenden Forderungen in Höhe von TEUR 25.287.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.820 (VJ: TEUR 23.695) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.186 (VJ: TEUR 9.946) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 14.634 (VJ: TEUR 13.749). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Schleich USA Inc. (TEUR 10.958 nach TEUR 7.576 im Vorjahr) sowie gegenüber Schleich Japan K.K. (TEUR 3.538 nach TEUR 2.370 im Vorjahr). Die sonstigen Forderungen umfassen im Wesentlichen Darlehensforderungen gegenüber Schleich USA Inc., Schleich UK Limited, Schleich France S.A.R.L. und Schleich Austria GmbH.

Das "Working Capital" - definiert als Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und verbundene Unternehmen zuzüglich sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen - der Schleich GmbH bewegt sich mit TEUR 49.981 zum 31. Dezember 2018 um TEUR 15.751 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 34.230). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die erhöhte Bevorratung sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 12.232, sowie der Anstieg der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.369 zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um TEUR 168 (VJ: Erhöhung um TEUR 280) auf TEUR 1.822 (VJ: TEUR 1.654). Zum 31. Dezember 2018 enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen eine sonstige Forderung gegen einen Zulieferer in Höhe von TEUR 747 (VJ: TEUR 747), Forderungen gegenüber Lizenznehmern in Höhe von TEUR 261 (VJ: TEUR 64), Forderungen aus Lieferantenboni in Höhe von TEUR 203 (VJ: TEUR 270), eine Forderung aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 197 (VJ: TEUR 179), Forderungen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 194 (VJ: TEUR 147), ein Darlehen an einen Geschäftspartner in Höhe von TEUR 50 (VJ: TEUR 72),) sowie noch nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von TEUR 66 (VJ: TEUR 72) enthalten.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.914 (VJ: TEUR 8.490).

Unter die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 335 VJ: TEUR 649) fallen im Wesentlichen Ausgaben für Aufwendungen im Zusammenhang mit im Jahr 2019 stattfindenden Spielwarenmessen in Höhe TEUR 135 (VJ: TEUR 138) sowie für anrechenbare Garantielizenzen im Zusammenhang mit im Geschäftsjahr 2013 und 2015 geschlossenen Lizenzvereinbarungen in Höhe von TEUR 177 (VJ: TEUR 460).

Das Eigenkapital der Gesellschaft veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhen sich auf TEUR 522 (VJ: TEUR 466). Die Veränderung resultiert aus der Zuführung zur Anwartschaft eines ehemaligen Geschäftsführers.

Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf TEUR 0 (VJ: TEUR 0), bedingt durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Schleich Holding und den sich daraus ergebenden Organschaften mit der Schleich Holding GmbH als Organträger und der Schleich GmbH als Organgesellschaft.

Zum 31. Dezember 2018 enthalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 5.340 (VJ: TEUR 3.755), Rückstellungen für Erfolgsbeteiligung in Höhe von TEUR 922 (VJ: TEUR 492), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 283 (VJ: TEUR 160), Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Überstunden in Höhe von TEUR 255 (VJ: TEUR 428) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 175 (VJ: TEUR 308).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 18.919 (VJ: TEUR 31.150). Die Reduzierung begründet sich durch die Bezahlung offener Rechnungen gegenüber einem chinesischen Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben sich von TEUR 33.247 im Vorjahr auf TEUR 48.410 erhöht und enthalten neben der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 23.123 (VJ: TEUR 15.284) Verbindlichkeiten gegenüber der Schleich Holding GmbH, Schwäbisch Gmünd aus den zwischen den beiden Gesellschaften bestehenden Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 25.287 (VJ: TEUR 801).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.225 (VJ: TEUR 360). Darin enthalten sind Rücklieferungen aus der Schleich USA in Höhe von TEUR 1.152 (VJ: TEUR 18), sowie Provisionsverbindlichkeiten gegenüber der Schleich UK, Schleich Iberia, Schleich Frankreich sowie Schleich Austria.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.200 (VJ: TEUR 1.598) setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Zollamt in Höhe von TEUR 676 (VJ: TEUR 826), kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 210 (VJ: TEUR 336) und Verbindlichkeiten betreffend Lohnsteuer in Höhe von TEUR 200 (VJ: TEUR 192) zusammen.

Finanzlage

Die Schleich GmbH weist zum 31. Dezember 2018 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 25.789 (VJ: TEUR 25.789) auf, was einer Eigenkapitalquote von 21,8% (VJ: 21,9%) entspricht.

Zum Bilanzstichtag verfügte die Schleich GmbH über liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.914 (VJ: TEUR 8.490), die keiner Verfügungsbeschränkung unterliegen.

Die Finanzlage ist maßgeblich geprägt durch das Fremdfinanzierungspaket, das im Zusammenhang mit der Übernahme der Anteile des Schleich Teilkonzerns durch die Schleich Holding GmbH im Juli 2014 aufgelegt wurde. Das Gesamtpaket, das mit einem Bankenkonsortium geführt durch die DZ-Bank - Niederlassung Frankfurt, Frankfurt am Main, vereinbart wurde, umfasst ein "Senior Term and Revolving Facilities Agreement", welche durch einen Debt Push Down auf die Schleich GmbH und die Schleich Holding GmbH aufgeteilt wurden. Das Engagement der Schleich GmbH umfasste nach einer Refinanzierung im Geschäftsjahr 2017 die Facility A in Höhe von TEUR 10.070. Am Bilanzstichtag beläuft sich die hieraus bestehende Verbindlichkeit aus der Facility A auf TEUR 8.660 (VJ: TEUR 10.070).

Die Zinsbedingungen für die Senior Term Facilities A richten sich jeweils nach dem EURIBOR zzgl. entsprechender Zinsmarge.

Die Laufzeit der Senior Term Facility A endet am 30. Juni 2023. Die Rückzahlungsmodalitäten für Facility A sind genau festgelegt und betragen in 2018 TEUR 1.007 und in 2019 TEUR 1.410.

Über die bei der DZ Bank bestehende Revolving Facility in Höhe von TEUR 25.000 kann die Schleich GmbH in Höhe von TEUR 5.114 über Ancillary Facilities direkt verfügen. Zum Stichtag betrug die Inanspruchnahmen TEUR 4.794 (VJ: TEUR 0). Die weiterführende Revolving Facility wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen (VJ: TEUR 8.000).

Risiken aus der Änderung des Zinsniveaus trägt die Schleich GmbH durch den Abschluss eines Zinsbegrenzungsgeschäftes in der Form einer Höchstsatzvereinbarung (Zins-Cap). Dieses wurde mit der BW-Bank abgeschlossen, das Nominalvolumen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 65.660 mit einem Basis-Zinssatz auf dem 3-Monats-EURIBOR plus 0,00% p.a. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre und endet am 17. August 2020.

Im Rahmen der oben skizzierten Kreditvereinbarungen ist die Schleich GmbH verpflichtet, vertraglich vereinbarte Finanzkennzahlen (so genannte "Financial Covenants") in Bezug auf Interest Cover (EBITDA/Zinsaufwand) und Total Leverage (Net Debt/EBITDA) einzuhalten.

Im Hinblick auf Investitionen lag der Schwerpunkt mit TEUR 5.893 (VJ: TEUR 7.919) bei den Werkzeugen und Formen für Figuren und Playsets. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Spritzgusswerkzeuge, die entweder im eigenen Werkzeugbau oder durch Lieferanten der Schleich GmbH hergestellt werden.

Hinsichtlich des Investitionsverhaltens verfolgt die Schleich GmbH grundsätzlich das Ziel, mindestens substanzerhaltend zu investieren. Insofern entspricht es der Zielsetzung, wenn die Zugänge an Formen und Werkzeugen den planmäßigen Abschreibungen auf diese Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mindestens entsprechen bzw. diese übersteigen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Zugänge im Bereich Formen und Werkzeuge belaufen sich auf TEUR 5.893 (VJ: TEUR 7.919), die planmäßigen Abschreibungen auf Formen und Werkzeuge betragen TEUR 6.383 (VJ: TEUR 4.784).

Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf des vorliegenden Geschäftsjahres 2018 zufrieden. Schleich wuchs im Jahr 2018 über dem Markt und hat Marktanteile gewonnen. Allein im Dezember 2018 ist Schleich mit einer Umsatzsteigerung von 21,1 Prozent im Abverkauf des Handels an den Konsumenten deutlich stärker gewachsen als der Markt, der im selben Zeitraum um 1,2 Prozent zulegte. Dieser Erfolg ist vor allem auf die Spielewelten, sowie die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit zurückzuführen.

Mit einer Steigerung des Bruttoumsatzes um 18% gegenüber dem Vorjahr wächst Schleich wieder stärker als der Gesamtmarkt. Die Geschäftsführung erkennt, dass die Strategie, die Marke Schleich weiter zu stärken und auszubauen erfolgreich ist.

Mit den bestehenden Strukturen sieht sich die Geschäftsleitung gut aufgestellt, um die Schleich GmbH zu weiterem profitablen Wachstum zu führen.

Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Schleich GmbH ohne Berücksichtigung von Geschäftsführern, Auszubildenden und Zeitarbeitern 312 Mitarbeiter (VJ: 304). Damit steigt die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr um 8 (VJ: 41) Mitarbeiter. Die Personalveränderung resultiert aus den folgenden Bereichen:

2018 2017
Vertrieb -4 +14
Produktion -2 +7
Marketing -5 +3
Verwaltung +5 +0
Logistik +13 +6
Forschung und Entwicklung +1 +11

Die Schleich GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2018 15 Auszubildende (VJ: 16) in verschiedenen kaufmännischen und gewerblichen Berufen. In dem hohen Anteil an Auszubildenden sieht Schleich einen Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung, jungen Menschen den Start in das Berufsleben zu ermöglichen und begegnet dem einsetzenden Fachkräftemangel proaktiv.

Beschaffung

Neben der eigenen Produktion am Standort Schwäbisch Gmünd bedient sich die Schleich GmbH in Bezug auf die Herstellung und Veredelung der Produkte ausgewählter langjähriger Geschäftspartner in Deutschland dem europäischen Ausland, dem asiatischen Raum und Afrika.

Aufgrund der sehr hohen Ansprüche an Qualität, Design und Sicherheit arbeitet die Schleich GmbH grundsätzlich nur mit Lieferanten zusammen, die diesen Anforderungen permanent und zuverlässig genügen können. In diesem Zusammenhang sind auch die durch Schleich regelmäßig durchgeführten Audits bei den Zulieferern und die enge Abstimmung der Zulieferer mit den für die Qualitätssicherung verantwortlichen Mitarbeitern der Schleich GmbH zu erwähnen.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Qualitäts- und Reputationsrisiken

Für jeden Hersteller im Bereich Spielwaren ergibt sich aus der enormen Sensibilität der Endverbraucher hinsichtlich der Qualität der Produkte ein potentielles Risiko. In Anbetracht dessen ist es im Hinblick auf die Reputation der Gesellschaft teilweise schon nicht mehr ausreichend, dass die unterschiedlichen rechtlichen Richtlinien für Spielzeugsicherheit im Rahmen der Herstellung und Qualitätssicherung eingehalten werden. Einschlägige Verbraucherschutzorganisationen (z.B. Stiftung Warentest) widmen sich regelmäßig mindestens einmal jährlich dem Thema Spielzeug.

Die Schleich GmbH versucht dem daraus resultierenden Risiko zum einen dadurch zu begegnen, dass die eigenen Richtlinien über die gesetzlichen Normen hinausgehen. Zum anderen werden die Untersuchungen der unterschiedlichen Verbraucherschutzorganisationen sehr intensiv verfolgt, um die eigenen Richtlinien ggf. entsprechend rechtzeitig an die in diesem Kontext angelegten Maßstäbe anzupassen. Schleich lebt dabei die Philosophie, höchste Qualität und Sicherheit in den Schleich Produkten zu liefern.

Akzeptanz der vorgestellten Neuheiten im Markt

Risiken bestehen für die Gesellschaft insofern dahingehend, dass Neuheiten bei den Kunden nicht auf die erwartete Akzeptanz stoßen und die Nachfrage nach diesen Artikeln entsprechend gering ausfällt. In Anbetracht dessen ist es entscheidend, dass Schleich die Wünsche und Erwartungen der Kunden bei der Neuentwicklung von Produkten zur Ergänzung und Ausweitung des Sortiments berücksichtigt.

Um dem beschriebenen Risiko zu begegnen und die Erfolgsquote bei der Einführung von Neuheiten in den Markt zu erhöhen, setzt die Schleich GmbH verstärkt auf den Einsatz so genannter "Fokus-Gruppen" sowie auf eine Konzept- und Prototypen-Marktforschung.

"Fokus-Gruppen" stellen eine Forschungsmethode dar, deren Einsatz - bezogen auf die Neuentwicklung von Produkten - insbesondere in frühen Stadien sinnvoll ist, in denen Ideen generiert, Konzepte erstellt und Anforderungen erfragt werden sollen. Um die Erfolgsquote bei der Neueinführung von Produkten nachhaltig zu verbessern, ist es entscheidend, die Sichtweise der Kunden zu verstehen, und zu wissen, was ihnen wichtig ist. Daher ist der Einsatz der Konzept- und Prototypen-Marktforschung begründet. Dabei werden die Kinder zum einen in der Konzeptphase früher und besser "abgeholt", da diese erst zu Konzepten (Appeal, Understanding, Play Value etc.) und dann zu konkreten Produkten (in Form von Zeichnungen) befragt werden, um herauszufinden welche Bereiche, Elemente, Figuren etc. am wichtigsten sind. Im nächsten Schritt wird an Hand von Prototypen Funktionalitäten, Größen, Bespielbarkeit abgefragt.

Liquiditätsrisiken

Im Rahmen der Finanzierung des Kaufpreises der Anteile an der Schleich GmbH wurden von der Muttergesellschaft Schleich Holding GmbH Darlehensvereinbarungen getroffen, auf Grund derer bestimmte Bilanz- und Ergebnisrelationen ("Financial Covenants") einzuhalten sind. Im Falle einer Nichteinhaltung der vertraglich vereinbarten Financial Covenants könnten sich negative Folgen auch für die Schleich GmbH als wesentlicher operativer Gesellschaft der Schleich GmbH ergeben.

Da die Einhaltung der Financial Covenants insofern für die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Schleich GmbH von größter Bedeutung ist, ist dem Monitoring der in den Kreditverträgen definierten Kennzahlen größte Bedeutung beizumessen. Sofern, wider Erwarten, Abweichungen von den geplanten Werten auftreten, sind durch die Geschäftsführung unverzüglich Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Vorgaben zu Spielzeugsicherheit

Risiken für die Spielwarenbranche können sich aus einer restriktiveren Gesetzgebung hinsichtlich der Sicherheit von Spielzeug und der im Rahmen der Herstellung einsetzbaren Materialien ergeben. Um dem skizzierten Risiko zu begegnen, ist es von zentraler Bedeutung, dass neueste Entwicklungen auf diesem Gebiet durch Schleich laufend und konsequent verfolgt werden. Aus diesem Grund ist Schleich in einschlägigen Gremien und Zirkeln (DIN Normungsausschuss, Task Force "Spielzeugsicherheit" des deutschen Spielwarenverbandes DVSI) vertreten. Sofern es zu Verschärfungen auf diesem Gebiet kommen sollte, kann überdies davon ausgegangen werden, dass für die Hersteller Übergangsfristen gewährt werden, die eine schrittweise Anpassung an neue Regelungen ermöglichen.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass der Kreis der Hersteller qualitativ hochwertiger Spielwaren, zu dem die Schleich GmbH zweifelsohne zu zählen ist, von den beschriebenen Tendenzen hin zu mehr Regulierung eher profitieren kann. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Fokus der Gesellschaft auf die weitere Intensivierung der Qualitätssicherung insbesondere auch in Bezug auf die zugekauften Handelswaren. Höchste Qualität und Sicherheit der hergestellten Spielzeugfiguren und des Zubehörs stehen für Schleich an oberster Stelle und stellen die wesentliche Philosophie des Unternehmens dar.

Beschaffungsmarktseitige Risiken

Grundsätzlich ergeben sich für die Schleich GmbH dadurch Risiken, dass die Gesellschaften bis dato wesentliche Teile der Produktions- bzw. Veredelungsleistung von einer limitierten Anzahl an Partnern bezieht und damit eine gewisse (gegenseitige) Abhängigkeit besteht.

Preissteigerungsrisiken bei Rohstoffen bestehen für die Schleich GmbH im Wesentlichen im Zusammenhang mit den verwendeten Rohstoffen in der eigenen Produktion sowie auch bei den Zulieferbetrieben, die entsprechende Preiserhöhungen auf Seiten ihrer Beschaffungsmärkte an die Gesellschaft weitergeben müssen. Für das laufende Geschäftsjahr geht Schleich hinsichtlich der aktuellen Rohstoffpreisentwicklung von keinem Risiko aus.

Ausgehend von den Erfahrungen der Vergangenheit ist die Geschäftsführung davon überzeugt, dass anstehende Preiserhöhungen in Bezug auf die Lohnkosten sowie im Rohstoffbereich über den Verkaufspreis größtenteils an die Kunden weitergegeben werden können, sofern sich diese in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Im Fall signifikanter Preiserhöhungen im Rohstoffbereich bzw. hinsichtlich der Lohnkosten sind Verhandlungen mit den Zulieferern wahrscheinlich.

Ein weiteres Risiko kann für die Schleich GmbH in diesem Zusammenhang daraus resultieren, dass die Verkaufspreise für ein Jahr im Voraus festgelegt werden. Dies führt dazu, dass Schleich prinzipiell erst wieder nach Ablauf eines Jahres in der Lage ist, Preisänderungen in den Märkten umzusetzen. Die Schleich GmbH versucht, diesem Risiko durch eine entsprechende Fristigkeit der der Lieferantenpreisbindung zu begegnen.

Vertriebsseitige Risiken

Risiken für den Geschäftsverlauf der Schleich GmbH können sich aus Auslistungen bei großen Ketten ergeben, wobei es in der jüngeren Vergangenheit keine entsprechenden Fälle gab. Zur Risikominimierung von drohenden Insolvenzen der Geschäftspartner wurde in 2017 eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden wird durch die Geschäftsführung als angemessen eingeschätzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen 26% des Brutto-Umsatzes auf die zehn größten Kunden (VJ: 34%).

Länderrisiken auf der Vertriebsseite, die mit der politischen Stabilität der Länder im Zusammenhang stehen, bestehen für die Schleich GmbH nur in sehr geringem Maße, da wesentliche Teile des Umsatzes im EUR-Raum bzw. in Nordamerika getätigt werden. Einzelereignisse, wie z. B. Naturkatastrophen oder politische Unruhen, betreffen in der Regel regional begrenzbare Gebiete für einen begrenzten Zeitraum.

Konjunkturelle und demographische Risiken

Für die Schleich GmbH als Konsumgüterhersteller bestehen Risiken in der Entwicklung der Konsumneigung in den bedienten Märkten und damit letztlich in der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Im Vergleich mit anderen Branchen, und das hat gerade auch die Wirtschaftskrise 2008/2009 gezeigt, kann man indessen davon ausgehen, dass der Spielwarenmarkt nur sehr schwach auf konjunkturelle Schwankungen reagiert.

Die in den reiferen Märkten von Schleich festzustellende demographische Entwicklung, die allgemein zu einer eher sinkenden Zahl von Kindern führt, wird bisher durch ansteigende Ausgaben für Spielwaren pro Kind ausgeglichen bzw. mitunter sogar überkompensiert.

Währungsrisiken und Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Schleich GmbH ist absatz- und beschaffungsmarktseitigen Währungskursrisiken ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagements durch die Gesellschaft gesteuert werden. Hinsichtlich der Wechselkursschwankungen bestehen für die Schleich GmbH konkret Risiken in der Entwicklung von USD, JPY, GBP und CHF gegenüber dem EUR.

Um die Risiken abzusichern, setzt die Schleich GmbH Devisentermingeschäfte ein. Die Vertragspartner der Gesellschaft sind dabei Banken. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.

Ein Großteil des Einkaufsvolumens wird in USD abgewickelt, dem gegenüber steht ein Ausgleichspotential der in USD fakturierten Umsätze. Die verbleibende offene Position wird über den Bilanzstichtag hinausgehende Devisentermingeschäfte abgesichert (13,2 MUSD), so dass Planungssicherheit besteht.

Zum Bilanzstichtag hat die Schleich GmbH das Wahlrecht nach § 254 HGB für alle Devisentermingeschäfte in Anspruch genommen und eine bilanzielle Bewertungseinheit gebildet. Über einen Makro-Hedge wird ein bestehendes Währungsrisiko im Bereich der auf USD lautenden Zahlungsverpflichtungen und der auf JPY, GBP und CHF lautende Zahlungseingänge mit Devisentermingeschäften (abgeschlossen in USD, JPY, GBP und CHF) gesichert. Die Devisentermingeschäfte sind in 2019 fällig.

Gesamtbild der Risikolage

Der Schleich Konzern prüft die Risiken mittels KPI-Berichten. Diese beinhalten unter anderem eine Financial Covenant Vorschau, Cash und Plan/Ist Vergleiche. Weiterhin überwacht die Geschäftsführung täglich die liquiden Mittel. Aus Sicht der Geschäftsführung verfügt man damit über ein adäquates System zur Erkennung und Bewertung von Risiken und sieht sich in der Lage, auf entstehende Risiken angemessen zu reagieren. Potenzielle Risiken werden ferner im Rahmen von Management-Meetings diskutiert, so dass umgehend reagiert werden könnte, falls sich eine negative Entwicklung abzeichnen sollte.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung der Schleich GmbH derzeit keine Risiken, deren Auswirkungen den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder sonstige wesentliche Risiken.

Chancen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Geschäftsposition durch Ergänzung und Erweiterung des Sortiments

Chancen der zukünftigen Entwicklung liegen für die Schleich GmbH in der weiteren Durchdringung der derzeit bedienten Märkte. Insbesondere stehen hier, neben dem Heimmarkt Deutschland, die definierten strategischen Fokusmärkte USA, Frankreich und UK im Blickpunkt.

Zusätzlich treibt Schleich kontinuierlich den Ausbau des Onlinegeschäfts mittels eigenem Onlineshop sowie ausgewählter Onlinepartner voran.

Mit Blick auf diese Zielsetzung hat die Schleich GmbH begonnen die Spielwelten des bestehenden Sortiments gezielt um Artikel der Kategorien Zubehör und Accessoires sowie ergänzender Spielewelten zu ergänzen. Auf diese Weise werden die Spielwelten mit gewohnt naturgetreu gestalteten Artikeln aus dem erweiterten Schleich Sortiment ausgebaut und der Spielwert (Play-Vlaue) kann entsprechend gesteigert werden.

Ausblick (Prognose)

2019 will Schleich am Erfolg des Vorjahres festhalten und diesen weiter ausbauen. In 2019 werden weitere strategische Ziele gesetzt. Die definierten Ziele lassen sich unter der Phase III der Unternehmensentwicklung zusammenfassen. Kommend von den Spielefiguren in Phase I zur Implementierung der Spielewelten in Phase II hin zu Internationalisierung mit den strategischen Fokusmärkten USA, Frankreich und UK sowie dem Aufbau des Onlinehandel. Die Basis stellt hierbei weiterhin ein stabiles Wachstum des Heimmarktes Deutschland dar. Dazu zählen die fortwährende Implementierung des neuen InStore Designs und die Umsetzung zusätzlicher Kampagnen am POS.

Mit dem Weggang von Herrn Dr. Claus-Otto Zacharias Ende 2018 übernahm Sascha Krines (CFO/COO) die Bereiche Produktion, Einkauf, Logistik und Strategie. Udo Rother, bisheriger Vice Precident Sales übernahm zusätzlich die Rolle des Chief Sales Officers (CSO). Er verantwortet damit in der Geschäftsführung von Schleich den Bereich Vertrieb.

Gesamtaussage

Bis Ende des 1. Quartals 2019 liegen die Umsätze über den Umsätzen des Vorjahresquartals und damit im erwarteten Rahmen.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Wachstum des Nettoumsatzes im zweistelligen Prozentbereich bei einem leicht ansteigenden EBITDA angestrebt. Aufgrund der typischen Saisonalität auf dem Spielwarenmarkt liegen die Wachstumserwartungen schwerpunktmäßig insbesondere im 3. und 4. Quartal des Kalenderjahres und basieren auf den geplanten Neuprodukten für das Weihnachtsgeschäft 2019.

 

Schwäbisch Gmünd, den 27. Juni 2019

Schleich GmbH

Sascha Krines, Geschäftsführung

Dirk Engehausen, Geschäftsführung

Udo Rother, Geschäftsführung

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Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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