Lapp Insulators GmbH
Bahnhofstraße 5, 95632 Wunsiedel, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thomas Günther Zembsch since 5/9/2025 | Procura |
Matthias Georg Hauser since 1/29/2025 | Procura |
Robert Chilian since 9/19/2024 | Procura |
Daniel Oskar Hartmann since 8/1/2024 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Matador MasterCo, LP | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Lapp Insulators GmbHWunsiedelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Inhalt I. Grundlagen des Jahresabschlusses II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zur Bilanz IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben Anlagen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024 Die Gesellschaft ist mit der Firmierung Lapp Insulators GmbH unter der Nummer HRB 6239 im Register des Amtsgerichtes Hof eingetragen. Die Lapp Insulators GmbH hat ihren Sitz in Wunsiedel. I. GRUNDLAGEN DES JAHRESABSCHLUSSES Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 267 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Größenkriterien für große Kapitalgesellschaften wurden im Jahr 2024 nicht überschritten. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die allgemeinen Grundsätze der Gliederung, in § 265 HGB formuliert, fanden Beachtung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend wird das Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Vorjahreswerte in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden in Tausend Euro angegeben. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nichts Abweichendes vermerkt ist, unverändert zum Vorjahr angewendet. Dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt: (1) Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear. Dabei wird für Software eine Nutzungsdauer von drei Jahren, für Patente von zehn Jahren und für Lizenzen von drei bis acht Jahren unterstellt. Technische Anlagen und Maschinen werden mittels der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Bei der linearen Methode werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (in der Regel zehn Jahre) verteilt. Die Abschreibung der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte unter Berücksichtigung der individuellen geschätzten Nutzungsdauern, die zwischen zwei und acht Jahren betragen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die beweglichen und unbeweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr „pro rata temporis“ abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden innerhalb des Anschaffungsjahres voll abgeschrieben. (2) Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird mit gleitenden Durchschnittspreisen ermittelt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung durch Gängigkeitsabschläge (bis zu 100 %) sowie die Lagerreichweitenabschläge (bis zu 100 %) berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich unter Abzug von Einzelwertberichtigungen bewertet. Es wurde eine pauschale Wertberichtigung vorgenommen. Die pauschale Wertberichtigung umfasst den Forderungsbestand ohne die individuell abgewerteten Forderungen und beträgt pauschal 1 % des Nettoforderungswertes. (4) Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nominalwert angesetzt. (5) Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt (7) Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung der Jubiläums- und Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,91 % (10-Jahres-Durchschnitt) sowie 1,97 % (7-Jahres-Durchschnitt) und den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Ein aus der Umstellung des Bewertungsverfahrens noch nicht erfasster Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -10. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % p.a. und die erwartete Rentensteigerung mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Umstellungsdifferenz aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB zu einem Fünfzehntel im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag wurde zum 31. Dezember 2024 mit TEUR 6,5 vollständig aufgelöst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,1 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet. (8) Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen. Erhaltene Anzahlungen werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen. (9) Fremdwährungsumrechnung Die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 37), um sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 38) und um sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.791 (Vorjahr: TEUR 1.707). (2) Rückstellungen
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.948 umfassen im Wesentlichen mit TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 374) Jubiläumszuwendungen, mit TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 319) Ansprüche aus Urlaub und Zeitkonten, mit TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 0) noch nicht ausbezahlte jährliche tarifliche Gratifikationen, mit TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 189) Ansprüche aus Bonusvereinbarungen, mit TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 682) ausstehende Rechnungen, mit TEUR 160 (Vorjahr TEUR 0) Abfindungen sowie mit TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 30) Gewährleistungen (3) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 915 (Vorjahr: TEUR 2.021), sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.664 (Vorjahr: TEUR 529) sowie Darlehen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 4.703). Die Entwicklung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Aufgeschlüsselt nach Warengruppen setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Unterteilt nach regionalen Aspekten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:
Aus Währungsumrechnungen sind Erträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 38) enthalten, davon TEUR 4 (Vorjahr TEUR 37) aus realisierten Währungsumrechnungen. (3) Materialaufwand Skontoerträge sind vom Materialaufwand abgesetzt. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen setzt sich aus folgenden Posten zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Management-Fees von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 1.251) enthalten. Aus Währungsumrechnungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 50) enthalten, davon TEUR 11 (Vorjahr TEUR 72) aus realisierten Währungsumrechnungen. Die oberhalb unter den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellten Versicherungserstattungen und die Aufwendungen für Versicherungsschäden resultieren im Wesentlichen aus dem Großbrand im September 2024 und stellen deshalb außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge dar. Dazu gehört auch der durch den Brand verursachte und im Materialaufwand bzw. in der Bestandsveränderung erfasste Aufwand aus dem Untergang von Vorratsvermögen von rund TEUR 1.600. V. SONSTIGE ANGABEN (1) Angaben über Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Praktikanten) betrug durchschnittlich nach § 267 Abs. 5 HGB:
(2) Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beträgt im Jahr 2024 TEUR 65 für Abschlussprüferleistungen. (3) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen neben Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren, Anlagevermögen und sonstigem Verbrauchsmaterial auch Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für verschiedene Wirtschaftsgüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie des Fuhrparks.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen vollständig gegenüber der Gesellschafterin Insulation Technology Group GmbH, Wunsiedel („ITG“). (4) Geschäftsführung Mitglied der Geschäftsführung ist bzw. war:
Die Angaben bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB. (5) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es haben sich keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag ergeben, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind. (6) Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die Muttergesellschaft der Lapp Insulators GmbH ist die Insulation Technology Group GmbH, Wunsiedel, („ITG“). Die ITG ist eine deutsche Beteiligungsgesellschaft, die zu 100% in Besitz der Matador BidCo GmbH, Frankfurt am Main, steht. Die Matador BidCo GmbH, Frankfurt am Main ist ein Unternehmen der Matador HoldCo, Frankfurt am Main, diese wiederum ist eine 100% Beteiligung der Matador MasterCo LP (USA), im Eigentum des TJC („THE Jordan Group“) The Resolute Fund VI (USA). Die Matador Hold Co GmbH, Frankfurt am Main, stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss in Deutschland auf, welcher beim Unternehmensregister eingereicht und offengelegt wird. Die Matador MasterCo LP stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser wird nicht veröffentlicht.
Wunsiedel, 8. Juli 2025 Lapp Insulators GmbH Geschäftsführung Gez. Daniel Oskar Hartmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Jahr 2024 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,31 Billionen €, nominal ist das BIP gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Rezession, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2%. Schon im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung um 0,3% zurück. Dass die Wirtschaft in Deutschland zwei Jahre in Folge schrumpfte, kam zuletzt vor über 20 Jahren vor. Die Probleme, mit denen die deutsche Wirtschaft kämpft, sind vielfältig. Deutschland ist als exportorientierte Volkswirtschaft besonders von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Schwäche der letzten Jahre betroffen, welche unter anderem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und anderen geopolitischen Spannungen ausgelöst bzw. verstärkt wurde. Auch die Folgen der in den letzten beiden Jahren hohen Inflation belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. Zudem müssen die deutschen Unternehmen den Umbau hin zu einer CO2 -neutralen Wirtschaft bewältigen und sich an die Folgen des demografischen Wandels anpassen. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Gesellschaft erzielte im aktuellen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von rund 39 Mio. €, was einer Verminderung von rund 1,9 Mio. € gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht. Der Auftragseingang im Berichtsjahr belief sich auf 95,7 Mio. €. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2024 betrug 103 Mio. €. Das Umsatzbudgetziel für 2024 in Höhe von 66,5 Mio. € wurde um 27,5 Mio. € bzw. 41,4% nicht erreicht. Zudem wurde das EBITDA-Ziel von 20,8 Mio. € nicht erreicht. 3. Beschaffung Das Geschäftsjahr 2024 begann mit immer noch sehr hohen Energiekosten, wobei die Versorgungssicherheit dennoch durchweg gewährleistet war. Die Märkte entwickelten aber stetig sinkende Preise. Durch quartalsweise geschlossene Terminkontrakte konnte von den sinkenden Preisen partizipiert und das Budget unterschritten werden. Auf Seiten der Rohstoffmärkte gab es keine Ausreißer in beide Richtungen, wodurch mit stabilen Preisen kalkuliert werden konnte. Lediglich der Antimonmarkt zeigte ab dem 2. Quartal deutlich nach oben und beendete das Geschäftsjahr 2024 mit einem Plus von 400%. Durch abgeschlossene Rahmenverträge konnte hier der Preis für die Lapp Insulators GmbH stabil gehalten werden. Die Transportkosten stabilisierten sich zum Vorjahresniveau und die Frachtzeiten sanken. 4. Produktion Im Zeitraum Januar bis September 2024 war die Produktion gut ausgelastet. Die Umsatzerlöse lagen unterhalb der budgetierten Planwerte. Diese Abweichung resultierte im Wesentlichen aus marktbedingten Faktoren. Die positive Entwicklung in der Produktion wurde durch das Brandereignis im September 2024 unterbrochen. Der Produktionsstillstand zwang uns dazu, Kundenbedürfnisse, welche fix zur Realisierung in 2024 eingeplant und bestätigt waren, zu managen, teilweise mit erheblichen Verschiebungen nach 2025 und Auslagerung von Produktionsschritten in Schwesterwerke. Dennoch konnte auch im letzten Quartal Ware, welche zum Brandereignis in Arbeit war, fertiggestellt und fakturiert werden, speziell für die laufenden Großaufträge aus Kuwait und für europäische Kunden für Stützisolatoren. 5. Investitionen Im Berichtszeitraum wurden 2,4 Mio. € in Sachanlagen investiert. Die wesentlichen Zugänge sind bei den Technischen Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zu sehen. 6. Personal- und Sozialbereich Zum 31. Dezember 2024 waren 261 Mitarbeiter beschäftigt. B. DARSTELLUNG DER LAGE 1. Vorbemerkungen Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage von Bedeutung sind und die zur internen Steuerung herangezogen werden, sind nicht vorhanden. 2. Brandereignis Am 10. September 2024 gegen vier Uhr morgens kam es zu einem Brand auf dem Werksgelände der Lapp Insulators GmbH. Der Brand brach im Bereich der Produktionshallen aus. Er konnte erst am 11. September 2024 als vollständig gelöscht bezeichnet werden. Betroffen vom Brandereignis war das zweite Obergeschoss der Glasierhalle und der Lagerhalle der Endfertigung. Löschwasser und Brandrauch verursachten in den darunterliegenden Gebäudeteilen weitere Schäden. Das Verwaltungsgebäude war von dem Brand nicht direkt betroffen. Brandermittlungen wurden eingeleitet und das Ermittlungsverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft ohne Feststellung einer Ursache eingestellt. Versicherungsschutz besteht für die Gebäudeschäden, die Schäden an der technischen Betriebseinrichtung und für die Betriebsunterbrechung. Darüber hinaus werden Kosten für Maßnahmen zur Verkehrssicherung, Aufräum- und Abrissarbeiten und behördliche Auflagen in Bezug auf technologischen Fortschritt erstattet. Es fand eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Versicherung statt, die uns direkt bei den Erstmaßnahmen unterstützte. Trotz der massiven Beeinträchtigungen konnte bereits im November 2024 die Produktion in reduziertem Umfang wieder aufgenommen werden. Durch fortlaufende Reparaturen und gezielte Investitionen in neue Maschinen wird die Produktionskapazität kontinuierlich gesteigert. Die vollständige Wiederherstellung der Produktionsfähigkeit auf das Niveau vor dem Brand wird bis zum vierten Quartal 2025 erwartet. Die Ertragslage war im Geschäftsjahr durch die temporäre Produktionsunterbrechung beeinträchtigt. Aufgrund der bestehenden Versicherungsverträge sowie der schrittweisen Wiederaufnahme der Produktion konnten jedoch die wirtschaftlichen Folgen des Brandes abgefedert werden. Die Liquidität des Unternehmens blieb zu jeder Zeit gesichert. Perspektivisch ist von einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage auszugehen. Gleichzeitig erfordert der Wiederaufbau Investitionen. Diese Investitionen in neue Maschinen sowie die damit verbundene Optimierung der Produktionsprozesse stellen zugleich eine bedeutende Chance für das Unternehmen dar. Sie ermöglichen eine höhere Effizienz und schaffen die Voraussetzungen, um auf die wachsende Nachfrage flexibel reagieren zu können. Dies wird mittelfristig zu einer nachhaltigen Steigerung der Umsatzerlöse und einer Stärkung der Wettbewerbsposition führen. 3. Vermögenslage Das Anlagevermögen liegt am Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 bei 3,7 Mio. € und liegt damit rund 1,7 Mio. € über dem Vorjahr. Der Wiederaufbau erfordert umfangreiche Investitionen, vor allem im Bereich der Herdwagenöfen (1,5 Mio. €), die teilweise bereits im Geschäftsjahr 2024 das Ergebnis belasten. Die restlichen Investitionen erfolgen erst im Jahr 2025 und in den Folgejahren. Diese Investitionen werden unter den Anlagen im Bau bilanziert. Den Investitionen des Geschäftsjahres 2024 i. H. v. 2,4 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) standen Abschreibungen von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) entgegen. Das Trade Working Capital stellt sich wie folgt dar:
Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresfehlbetrags um 7 TEUR vermindert. Aufgrund des Jahresfehlbetrags und der Erhöhung der Bilanzsumme von 21,2 Mio. € auf 23,3 Mio. € ist die Eigenkapitalquote auf ca. 33,2 % gesunken (Vorjahr: 36,6%). 4. Finanzlage Die Finanzierung war während des Geschäftsjahres gesichert und so konnte das Darlehen der Gesellschafterin deutlich abgebaut werden (Verminderung um 3,7 Mio. € gegenüber 31.12.2023). Das Trade Working Capital ist um 6,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gemindert worden. Dies resultiert aus einer Reduzierung um 2,6 Mio. € bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 3,3 Mio. €. Die Liquidität war durch Versicherungsleistungen (6,6 Mio. €) und vorhandene Finanzreserven durchgängig gesichert. 5. Ertragslage Die temporäre Stilllegung der Produktion aufgrund des Brandereignisses führte im Geschäftsjahr 2024 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und zur Belastung der Ertragslage. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 4,9 Mio. €) zu verzeichnen. Damit verzeichnete die Gesellschaft eine deutliche Minderung des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Dies machte sich durch den Wiederaufbau der Produktion sowie der Aufräum- und Abraumkosten (3,2 Mio. €) auf der Kostenseite bemerkbar. Zudem ergaben sich Aufwendungen aus dem Brand bei den Vorräten in Höhe von 1,6 Mio. € sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 6,6 Mio. €. Die Ergebnisse stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Aufgrund der höheren Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) von 37,8% im Vergleich zu 35,0% im Vorjahr sowie der höheren Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Umsatzerlöse, Erhöhung von 30,3% auf 36,7%) wurde das EBITDA gemindert. Durch die starke Minderung des EBITDA sowie den leichten Rückgang der Umsatzerlöse (-1,9 Mio €) im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr sank die Umsatzrendite (+1,8%; Vorjahr: +16,1%). Die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft kann im Berichtsjahr als zufriedenstellend bezeichnet werden. C. Risiko und Chancen Bericht Wesentliche Einflussfaktoren seit Jahresende 2024 Gemäß unseren Einschätzungen ergeben sich weiterhin hohe Unsicherheitsfaktoren vor dem Hintergrund des bestehenden Ukraine-Konfliktes und der daraus verursachten geopolitischen und -ökonomischen Verunsicherungen, insbesondere in Europa. Besonders die Entwicklungen im Energiesektor, die in der Vergangenheit für immense Preissteigerungen am Spotmarkt und große Unsicherheiten auf den internationalen Märkten geführt haben, hallen immer noch nach. Des Weiteren stellen die Entwicklungen im Nahen Osten inklusive der Unterbrechungen des Handels auf dem Seeweg im Roten Meer, so wie eine mögliche Eskalation der Beziehungen zwischen Taiwan und China ein Risiko dar. Die Veränderungen der Risiken und Chancen werden kontinuierlich überwacht und neu bewertet. Risiko und Chancenmanagementsystem Die Verantwortung für das Risikomanagement der bestandsgefährdenden Risiken liegt direkt in den Geschäftsbereichen der Tochtergesellschaften, die das operative Geschäft verantworten. Die Geschäftsleitungen berichten regelmäßig an die Konzernleitung über die aktuelle Risikosituation und die jeweilige Geschäftsentwicklung. Ein Risikomanagementsystem zur zeitnahen Erkennung und systematischen Erfassung von Chancen und Risiken besteht im Wesentlichen in der regelmäßigen Auswertung der operativen und finanziellen Daten, insbesondere im Rahmen von monatlichen Berichterstattungen (Reportings), des Debitorenmanagements sowie einer laufend aktualisierten Liquiditätsplanung. Im Rahmen des Risikomanagements wird die Strategie verfolgt, die Risiken durch geeignete Maßnahmen zu vermindern. Wie schon in der Vergangenheit sind die Konzern-Gesellschaften bestrebt, mittels systematischer Erfassung von Unternehmensdaten sowie einer proaktiven Steuerung des Geschäftsbetriebes, die Wahrscheinlichkeit von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Volkswirtschaftliche Risiken Die globalen Konjunkturaussichten stellen 2025 weiterhin ein grundsätzliches Risiko dar. Auch wenn gemäß Prognosen mit einer moderaten Erholung des Welthandelsvolumens zu rechnen ist, ist das erwartete Wirtschaftswachstum für 2025 unterdurchschnittlich. Insbesondere die erwartete Abkühlung der US-Wirtschaft und Chinas aktuelle Konjunkturschwäche stellen dabei ein potenzielles Risiko für die zukünftige globale Nachfrage dar. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Industriekonjunktur weiterhin durch die gestiegenen Zinsen und anhaltende Auswirkungen der vergangenen Lieferkettenprobleme, z.B. durch notwendige Lagerkorrekturen, vorerst nur mäßig an Fahrt aufnimmt. Darüber hinaus würde eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise, des Konflikts im Nahen Osten oder der Beziehungen zwischen Taiwan und China die globalen Wachstumsaussichten erheblich verschlechtern. Potenzielle Lieferengpässe, mit einhergehenden Preisanstiegen auf den globalen Märkten, sowie ein hohes Inflationsniveau hätten bei einer weiteren Verschärfung der volkswirtlichen Rahmenbedingungen äußerst negative Konsequenzen auf die Weltwirtschaftslage. Länderrisiken Die politischen Risiken, vor allem rund um Russland, den Nahen Osten und Taiwan, oder wirtschaftliche Risiken, wie z.B. die weiterhin relativ hohe Inflation in Teilen der Welt, sind weitere Unsicherheitsfaktoren. Auch das Ausmaß und die langfristigen Auswirkungen protektionistischer Tendenzen in Form von Zöllen oder Handelsbeschränkungen, insbesondere in Folge des andauernden Handelskonfliktes zwischen den USA und China, sind bisher noch nicht vollständig absehbar. Unternehmensspezifische Risiken und Chancen Als aus Sicht des Managements wesentlich und im Sinne des DRS 20 wurden folgende Risiken bewertet: Cyber- und Informationssicherheit Das Cybersicherheits-Management deckt die Informationstechnologie unseres gesamten Unternehmens ab. Die Gesellschaft hat entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen, dennoch bleiben die Systeme potenziell anfällig für Cyberangriffe. Diese Angriffe können im ungünstigsten Fall zu Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen, mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie das Geschäftsergebnis. Risiken durch Haftung für fehlerhafte Produkte Risiken aus Garantie- und Kulanzfällen könnten bei der Gesellschaft entstehen, wenn die Qualität der Produkte nicht den Markt- oder Kunden-Anforderungen entspricht oder mitunter Vorschriften nicht oder nicht vollständig eingehalten werden. Auch Qualitätsprobleme bei Zulieferteilen können zu finanziellen Belastungen führen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mittels ständiger Verbesserung des Qualitätsmanagements, Schulung der Vertriebsabteilung im Bereich Haftungsrisiken sowie Vertragsprüfungen zur Begrenzung eventueller Haftungsansprüche. Versorgungsrisiko durch Lieferanten Sowohl die Rohmaterial-, als auch die Energiepreise der vergangenen Jahre waren von teilweise starken Schwankungen geprägt. Rohstoffmärkte können generell durch weltpolitische Ereignisse (wie z.B. der COVID 19 Pandemie, dem Ukraine-Konflikt und den Spannungen im Nahen Osten), durch Inflation oder der Einführung von Zöllen und Embargos beeinflusst werden. Insbesondere die globale Inflationsentwicklung, angetrieben durch nachhaltig beschädigte Lieferketten und den Krieg in der Ukraine, stellt ein wesentliches Risiko für die Erzielung von Gewinnen dar. Das Management hat daher beschlossen, Kostenerhöhungen konsequent an Kunden weiterzugeben. Die Gesellschaft bezieht nicht unmittelbar Waren aus der Ukraine, dennoch können sich Engpässe im Zusammenhang mit der Verlagerung von Bezugsquellen Dritter ergeben. Ferner können Verknappungen bzw. Materialpreiserhöhungen bei bestimmten Metallen nicht ausgeschlossen werden. Die Abhängigkeit von zertifizierten Lieferanten, z.B. in Asien, kann die ausreichende Versorgung der Gesellschaft mit Rohmaterialien gefährden. Insgesamt sind der Weitergabe von Roh- und Materialpreissteigerungen durch Erhöhung der Verkaufspreise in den Märkten der Gesellschaft Grenzen gesetzt. Trotz alledem konnten die Einkaufspreissteigerungen zum größten Teil an die Kunden weitergegeben werden. In Bezugnahme auf die vergangene Energiekrise, insbesondere in Europa, sei angemerkt, dass mögliche zukünftige, unterjährige Gaspreisanstiege (Spotmarkt) teilweise mittels Lieferverträgen abgefedert werden können. Erwartete Mehrkosten aufgrund von Energiepreiserhöhungen wurden und werden bei Auftragsverhandlungen mit Kunden berücksichtigt und weitergegeben. Risiken aus Produktion und Technologie Generell besteht die Gefahr, dass aufgrund von geringer Anlagenverfügbarkeit oder Ausfällen bei Produktionsanlagen Lieferengpässe entstehen. Zudem können Engpasssituationen in Phasen temporär hoher Produktionsauslastungen in bestimmten Monaten entstehen, die dann eine angemessene Liefertreue negativ beeinflussen. Zur Vermeidung solcher Engpasssituationen wurde im Planungs-/Budgetierungsprozess auf eine Abstimmung zwischen Einkauf, Produktion und Vertrieb Wert gelegt. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Im Berichtsjahr wurden keine Forderungsausfälle verbucht. Die Gesellschaft hat ein Darlehen bei der Gesellschafterin. Diese Finanzierung stellt den wesentlichen Teil zur Außenfinanzierung der Gesellschaft dar. Des Weiteren ist eine Kreditversicherung in der Gruppe eingeführt. Compliance, rechtliche Risiken Compliance ist für das Management der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Compliance beschreibt Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass die Leitungsorgane und die Mitarbeiter sich rechtmäßig verhalten. Als Unternehmen mit globalem Geschäftsfeld sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Risiken ausgesetzt. Regulatorische Risiken und potenzielle Sanktionen betreffen insbesondere Exportkontrollregulierungen, Embargos und Handelsbeschränkungen, die durch die EU, die USA oder andere Länder auferlegt werden. Wir beobachten die regulatorische Lage in unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit Wir sind in einigen stark regulierten Branchen tätig. Gegenwärtige und zukünftige umwelt-, gesundheits- oder sicherheitsbezogene staatliche Regulierungen könnten Anpassungen an unsere operativen Tätigkeiten erfordern und zu erheblichen Steigerungen unserer Produktions- und Verwaltungskosten führen. Die Einhaltung der bestehenden Gesetze und Regulierungen wird von uns regelmäßig überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Verletzungen dieser Gesetze und Regulierungen durch uns selbst oder durch unsere Lieferanten erfolgen, die letztendlich der Gesellschaft zugeordnet werden könnten. Steuerliche Risiken Für steuerliche Risiken werden nach Bedarf Rückstellungen gebildet. Trotzdem können Rechtsprechung und Auslegung von Finanzbehörden dazu führen, dass gebildete Rückstellungen nicht ausreichend sind und das Jahresergebnis dadurch negativ beeinflusst wird. Änderungen im Steuerrecht werden durch externe Steuerberater der Gesellschaft kontinuierlich überwacht. Bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt. Gesamtbetrachtung der Risiken- und Chancensituation Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation der Gesellschaft setzt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und Chancen aller Geschäftsbereiche zusammen. Chancen Die ausgegebene Wachstumsstrategie des neuen Eigentümers wird sowohl von der Erzeugerseite als auch der Verbraucherseite mit einem kontinuierlich steigenden Marktbedarf für die Produkte der Gesellschaft unterstützt. Auf der Verbraucherseite ist von einem weltweit weiter steigenden Energiebedarf auszugehen, der durch den Trend zur Elektromobilität weiter verstärkt wird. Auf der Erzeugerseite erfordert der Ausbau der erneuerbaren Energien verstärkt Investitionen und Ausbau sowohl der Übertragungs- als auch der Verteilernetze. Zur Netzstabilisierung werden regionale Standalone-Grids miteinander verbunden, was zu einem weiteren Bedarf von Höchstspannungsübertragungsnetzen führt. Steigende Ausfallzahlen von Freileitungen, welche mit Verbundisolatoren ausgestattet sind, steigern den Bedarf von Ersatzlösungen, z.B. mit RTV-beschichteten keramischen Langstabisolatoren. Zudem führt der Investitionsstau an alternder Infrastruktur (z.B. in UK) zu einem deutlichen Mehrbedarf an Stützisolatoren für Schaltanlagen und Trennschalter. Risiken Risiken bestehen weiterhin aufgrund der Unsicherheiten auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Mögliche Ressourcenengpässe sowie eine weiterhin überdurchschnittliche Inflation, die für die Gesellschaft wesentliche Kostenelemente darstellen, werden weiterhin zu Herausforderungen führen. Der andauernde Ukrainekonflikt verstärkt diese Tendenzen weiterhin erheblich. Darüber hinaus muss davon ausgegangen werden, dass politische- und Länderrisiken weiterhin zunehmen werden, insbesondere in Osteuropa, sowie im Nahen und Mittleren Osten, aber auch im Zusammenhang mit China und Taiwan. D. Prognosebericht Durch die Nachwirkungen des Brandereignisses im September 2024 erwartet die Gesellschaft eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesellschaft rechnet mit einem Umsatz von knapp 40,7 Mio. €. Durch die weitere Inbetriebnahme von Brennöfen im 1. Quartal 2025 wird sichergestellt, dass die Produktion sowie die Auftragsverarbeitung sukzessive und kontinuierlich ansteigen wird. Das Absatzvolumen wird durch die bereits genannten teilweise verschobenen Aufträge weiterhin hoch sein. Dem gegenüber stehen weitere Investitionsaufwendungen und in diesem Zusammenhang gestiegene Kosten. Dennoch geht die Gesellschaft von einem deutlich positiven EBITDA von rund 13,4 Mio. € aus. E. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf keramische Materialien und neue Isolator-Anwendungen in Hochspannungsnetzen. Bei den Keramikmaterialien liegt der Schwerpunkt bei dem C-130-Porzellankörper, um die Lebensdauer und Ermüdungsbeständigkeit der Isolatoren zu verbessern. Andere Keramikprojekte betreffen spezielle Glasuren, um die Leistung der Isolatoren unter verschmutzten Bedingungen zu steigern, die die Hydrophobizität verbessern oder eine halbleitende Glasur-Schicht, die auf der Oberfläche erzeugt wird. Hinsichtlich Isolator-Anwendungen ist das Hauptprojekt der optische Glasfaser-Stützisolator, um mit dem Einsatz optischer Sensoren die Datenübertragung in hohen elektromagnetischen Feldern zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.
Wunsiedel, 8. Juli 2025 Lapp Insulators GmbH Geschäftsführung Gez. Daniel Oskar Hartmann Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2024 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 Anhang für das Geschäftsjahr 2024 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 9. Juli 2025 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG gez. Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer gez. Markus Will, Wirtschaftsprüfer |
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