Master Data

Registry
Register court Hof HRB 6239
Previous
SCUR-Alpha 1231 GmbHLapp Ceramic GmbH
Registered
10/20/2020
Industry
Manufacture of ceramic insulators and insulating fittingsManufacture of wiring devicesManufacture of other technical ceramic products
Purpose
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Keramik-Isolatoren und anderen elektrotechnischen Spezialartikeln und ähnlichen Produkten und entsprechenden Dienstleistungen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Procura
Matthias Georg Hauser
since 1/29/2025
Procura
Robert Chilian
since 9/19/2024
Procura
Daniel Oskar Hartmann
since 8/1/2024
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Matador MasterCo, LPUSA
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Lapp Insulators GmbH

Wunsiedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.185,00 36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 882.913,00 1.011
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.770,00 835
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.180.349,37 118
3.697.032,37 1.964
3.729.217,37 2.000
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.680.430,49 3.901
2. Unfertige Erzeugnisse 2.216.671,12 5.287
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.885.354,08 1.046
8.782.455,69 10.234
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.429.790,85 5.984
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.802.144,08 1.782
3. Sonstige Vermögensgegenstände 194.487,87 77
6.426.422,80 7.843
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.255.295,67 1.111
19.464.174,16 19.188
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.173,47 21
23.342.565,00 21.210

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 7.308.648,86 7.309
III. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 423.862,82 -4.516
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -6.696,97 4.939
7.750.814,71 7.758
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.023.850,00 1.061
2. Steuerrückstellungen 557.631,45 527
3. Sonstige Rückstellungen 1.960.490,98 1.862
3.541.972,43 3.450
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 21
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.439.599,75 28
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.874.861,92 2.563
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.538.871,87 7.253
5. Sonstige Verbindlichkeiten 196.444,32 138
- davon aus Steuern: EUR 116.175,07 (Vorjahr: TEUR 119)
12.049.777,86 10.002
23.342.565,00 21.210

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024

Vorjahr
2024 2023
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 39.027.833,02 40.867
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.319.095,97 374
36.708.737,05 41.241
3. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsumrechnung: EUR 3.952,86 (Vorjahr: TEUR 38) 8.555.869,10 1.171
45.264.606,15 42.413
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -14.342.645,69 -13.742
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -406.535,90 -550
-14.749.181,59 -14.293
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.824.803,10 -10.198
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.486.261,80 -2.212
davon für Altersversorgung: EUR 180.846,94 (Vorjahr: TEUR 176)
-14.311.064,90 -12.410
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -593.302,14 -615
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.896.199,31 -8.498
davon aus Währungsumrechnung: EUR 62.350,09 (Vorjahr: TEUR 50)
714.858,21 6.597
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.036,17 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -737.067,60 -1.128
davon aus Aufzinsung: EUR 20.027 (Vorjahr: TEUR 24)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 415.381,73 (Vorjahr: TEUR 769)
10. Ergebnis vor Steuern 27.826,78 5.469
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -30.668,60 -527
12. Ergebnis nach Steuern -2.841,82 4.942
13. Sonstige Steuern -3.855,15 -3
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -6.696,97 4.939

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Inhalt

I. Grundlagen des Jahresabschlusses

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

III. Erläuterungen zur Bilanz

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

Anlagen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024

Die Gesellschaft ist mit der Firmierung Lapp Insulators GmbH unter der Nummer HRB 6239 im Register des Amtsgerichtes Hof eingetragen. Die Lapp Insulators GmbH hat ihren Sitz in Wunsiedel.

I. GRUNDLAGEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 267 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Größenkriterien für große Kapitalgesellschaften wurden im Jahr 2024 nicht überschritten. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die allgemeinen Grundsätze der Gliederung, in § 265 HGB formuliert, fanden Beachtung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend wird das Ergebnis vor Steuern ausgewiesen.

Die Vorjahreswerte in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden in Tausend Euro angegeben.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nichts Abweichendes vermerkt ist, unverändert zum Vorjahr angewendet.

Dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

(1) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear. Dabei wird für Software eine Nutzungsdauer von drei Jahren, für Patente von zehn Jahren und für Lizenzen von drei bis acht Jahren unterstellt.

Technische Anlagen und Maschinen werden mittels der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Bei der linearen Methode werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (in der Regel zehn Jahre) verteilt.

Die Abschreibung der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte unter Berücksichtigung der individuellen geschätzten Nutzungsdauern, die zwischen zwei und acht Jahren betragen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die beweglichen und unbeweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr „pro rata temporis“ abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden innerhalb des Anschaffungsjahres voll abgeschrieben.

(2) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird mit gleitenden Durchschnittspreisen ermittelt.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung durch Gängigkeitsabschläge (bis zu 100 %) sowie die Lagerreichweitenabschläge (bis zu 100 %) berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich unter Abzug von Einzelwertberichtigungen bewertet. Es wurde eine pauschale Wertberichtigung vorgenommen. Die pauschale Wertberichtigung umfasst den Forderungsbestand ohne die individuell abgewerteten Forderungen und beträgt pauschal 1 % des Nettoforderungswertes.

(4) Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nominalwert angesetzt.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt

(7) Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der Jubiläums- und Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,91 % (10-Jahres-Durchschnitt) sowie 1,97 % (7-Jahres-Durchschnitt) und den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Ein aus der Umstellung des Bewertungsverfahrens noch nicht erfasster Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -10. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % p.a. und die erwartete Rentensteigerung mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Umstellungsdifferenz aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB zu einem Fünfzehntel im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag wurde zum 31. Dezember 2024 mit TEUR 6,5 vollständig aufgelöst.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,1 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet.

(8) Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Erhaltene Anzahlungen werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

(9) Fremdwährungsumrechnung

Die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 37), um sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 38) und um sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.791 (Vorjahr: TEUR 1.707).

(2) Rückstellungen

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 1.024 1.061
Steuerrückstellungen 558 527
Sonstige Rückstellungen 1.960 1.862
davon ungewisse Verbindlichkeiten 1.948 1.798
davon Risiken aus schwebenden Geschäften 12 64
3.542 3.450

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.948 umfassen im Wesentlichen mit TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 374) Jubiläumszuwendungen, mit TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 319) Ansprüche aus Urlaub und Zeitkonten, mit TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 0) noch nicht ausbezahlte jährliche tarifliche Gratifikationen, mit TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 189) Ansprüche aus Bonusvereinbarungen, mit TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 682) ausstehende Rechnungen, mit TEUR 160 (Vorjahr TEUR 0) Abfindungen sowie mit TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 30) Gewährleistungen

(3) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 915 (Vorjahr: TEUR 2.021), sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.664 (Vorjahr: TEUR 529) sowie Darlehen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 4.703).

Die Entwicklung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Aufgeschlüsselt nach Warengruppen setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:

2024 2023
TEUR TEUR
nach Produktgruppen
Keramik 38.563 40.607
Erträge aus Abfallverwertung 114 107
Erträge aus Dienstleistungen verb. Unternehmen 351 153
39.028 40.867

Unterteilt nach regionalen Aspekten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

2024 2023
TEUR TEUR
Europa 13.890 20.970
Amerika 725 1.818
Restliche Welt 24.413 18.079
39.028 40.867

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:

2024 2023
TEUR TEUR
Erträge aus verbundenen Unternehmen 1.196 953
Kursgewinne 4 38
Auflösung Rückstellungen 249 57
Versicherungserstattungen 6.568 0
Übrige 539 123
8.556 1.171

Aus Währungsumrechnungen sind Erträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 38) enthalten, davon TEUR 4 (Vorjahr TEUR 37) aus realisierten Währungsumrechnungen.

(3) Materialaufwand

Skontoerträge sind vom Materialaufwand abgesetzt.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen setzt sich aus folgenden Posten zusammen:

2024 2023
TEUR TEUR
Miete / Leasing 1.439 1.476
Instandhaltungen 2.044 1.445
Versicherungen 347 88
Vertriebsprovisionen 978 726
Ausgangsfrachten und Versandkosten 956 844
Beratungskosten 778 372
Verwaltungskosten 1.273 996
Kursverluste 62 50
Übrige 2.253 1.250
Aufwendungen für Versicherungsschäden 3.190 0
Management-Fee 1.576 1.251
14.896 8.498

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Management-Fees von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 1.251) enthalten.

Aus Währungsumrechnungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 50) enthalten, davon TEUR 11 (Vorjahr TEUR 72) aus realisierten Währungsumrechnungen.

Die oberhalb unter den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellten Versicherungserstattungen und die Aufwendungen für Versicherungsschäden resultieren im Wesentlichen aus dem Großbrand im September 2024 und stellen deshalb außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge dar. Dazu gehört auch der durch den Brand verursachte und im Materialaufwand bzw. in der Bestandsveränderung erfasste Aufwand aus dem Untergang von Vorratsvermögen von rund TEUR 1.600.

V. SONSTIGE ANGABEN

(1) Angaben über Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Praktikanten) betrug durchschnittlich nach § 267 Abs. 5 HGB:

2024 2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 56 54
Angestellte 185 177
241 231

(2) Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt im Jahr 2024 TEUR 65 für Abschlussprüferleistungen.

(3) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen neben Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren, Anlagevermögen und sonstigem Verbrauchsmaterial auch Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für verschiedene Wirtschaftsgüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie des Fuhrparks.

Unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Bestellobligo 8.303 545 0 8.848
Leasingverträge 0 323 0 323
Mietverträge 1.071 1.071 0 2.142
9.374 1.939 0 11.313

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen vollständig gegenüber der Gesellschafterin Insulation Technology Group GmbH, Wunsiedel („ITG“).

(4) Geschäftsführung

Mitglied der Geschäftsführung ist bzw. war:

Lluis Maria Munné Gri, Geschäftsführer der Lapp Insulators GmbH (bis 07/2024)

Daniel Oskar Hartmann, Geschäftsführer der Lapp Insulators GmbH (ab 08/2024)

Die Angaben bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

(5) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag ergeben, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind.

(6) Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Muttergesellschaft der Lapp Insulators GmbH ist die Insulation Technology Group GmbH, Wunsiedel, („ITG“). Die ITG ist eine deutsche Beteiligungsgesellschaft, die zu 100% in Besitz der Matador BidCo GmbH, Frankfurt am Main, steht. Die Matador BidCo GmbH, Frankfurt am Main ist ein Unternehmen der Matador HoldCo, Frankfurt am Main, diese wiederum ist eine 100% Beteiligung der Matador MasterCo LP (USA), im Eigentum des TJC („THE Jordan Group“) The Resolute Fund VI (USA).

Die Matador Hold Co GmbH, Frankfurt am Main, stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss in Deutschland auf, welcher beim Unternehmensregister eingereicht und offengelegt wird. Die Matador MasterCo LP stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Dieser wird nicht veröffentlicht.

 

Wunsiedel, 8. Juli 2025

Lapp Insulators GmbH

Geschäftsführung

Gez. Daniel Oskar Hartmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
31.12.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.601,06 13.620,00 0,00 84.221,06
70.601,06 13.620,00 0,00 84.221,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.753.746,53 149.200,95 97.994,00 1.804.953,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.332,55 163.312,19 141.957,09 1.589.687,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.857,68 2.062.491,69 0,00 2.180.349,37
3.439.936,76 2.375.004,83 239.951,09 5.574.990,50
3.510.537,82 2.388.624,83 239.951,09 5.659.211,56
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.224,06 17.812,00 0,00 52.036,06
34.224,06 17.812,00 0,00 52.036,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 742.456,53 274.850,95 95.267,00 922.040,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 733.502,55 300.639,19 78.224,09 955.917,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.475.959,08 575.490,14 173.491,09 1.877.958,13
1.510.183,14 593.302,14 173.491,09 1.929.994,19
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.185,00 36
32.185,00 36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 882.913,00 1.011
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.770,00 835
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.180.349,37 118
3.697.032,37 1.964
3.729.217,37 2.000

Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2024 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.439.599,75 2.439.599,75 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.874.861,92 5.874.861,92 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.538.871,87 3.538.871,87 0,00 0,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.623.925,01 2.623.925,01 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 196.444,32 196.444,32 0,00 0,00
davon aus Steuern 116.175,07 116.175,07 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
12.049.777,86 12.049.777,86 0,00 0,00
Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21 21 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28 28 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.563 2.563 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.253 7.253 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.483 6.483 0
Sonstige Verbindlichkeiten 138 138 0
davon aus Steuern 119 119 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 3 0
10.002 10.002 0

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2024 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,31 Billionen €, nominal ist das BIP gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Rezession, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2%. Schon im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung um 0,3% zurück. Dass die Wirtschaft in Deutschland zwei Jahre in Folge schrumpfte, kam zuletzt vor über 20 Jahren vor.

Die Probleme, mit denen die deutsche Wirtschaft kämpft, sind vielfältig. Deutschland ist als exportorientierte Volkswirtschaft besonders von der allgemeinen weltwirtschaftlichen Schwäche der letzten Jahre betroffen, welche unter anderem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und anderen geopolitischen Spannungen ausgelöst bzw. verstärkt wurde. Auch die Folgen der in den letzten beiden Jahren hohen Inflation belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. Zudem müssen die deutschen Unternehmen den Umbau hin zu einer CO2 -neutralen Wirtschaft bewältigen und sich an die Folgen des demografischen Wandels anpassen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesellschaft erzielte im aktuellen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von rund 39 Mio. €, was einer Verminderung von rund 1,9 Mio. € gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht.

Der Auftragseingang im Berichtsjahr belief sich auf 95,7 Mio. €. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2024 betrug 103 Mio. €. Das Umsatzbudgetziel für 2024 in Höhe von 66,5 Mio. € wurde um 27,5 Mio. € bzw. 41,4% nicht erreicht. Zudem wurde das EBITDA-Ziel von 20,8 Mio. € nicht erreicht.

3. Beschaffung

Das Geschäftsjahr 2024 begann mit immer noch sehr hohen Energiekosten, wobei die Versorgungssicherheit dennoch durchweg gewährleistet war. Die Märkte entwickelten aber stetig sinkende Preise.

Durch quartalsweise geschlossene Terminkontrakte konnte von den sinkenden Preisen partizipiert und das Budget unterschritten werden.

Auf Seiten der Rohstoffmärkte gab es keine Ausreißer in beide Richtungen, wodurch mit stabilen Preisen kalkuliert werden konnte. Lediglich der Antimonmarkt zeigte ab dem 2. Quartal deutlich nach oben und beendete das Geschäftsjahr 2024 mit einem Plus von 400%. Durch abgeschlossene Rahmenverträge konnte hier der Preis für die Lapp Insulators GmbH stabil gehalten werden.

Die Transportkosten stabilisierten sich zum Vorjahresniveau und die Frachtzeiten sanken.

4. Produktion

Im Zeitraum Januar bis September 2024 war die Produktion gut ausgelastet. Die Umsatzerlöse lagen unterhalb der budgetierten Planwerte. Diese Abweichung resultierte im Wesentlichen aus marktbedingten Faktoren. Die positive Entwicklung in der Produktion wurde durch das Brandereignis im September 2024 unterbrochen. Der Produktionsstillstand zwang uns dazu, Kundenbedürfnisse, welche fix zur Realisierung in 2024 eingeplant und bestätigt waren, zu managen, teilweise mit erheblichen Verschiebungen nach 2025 und Auslagerung von Produktionsschritten in Schwesterwerke.

Dennoch konnte auch im letzten Quartal Ware, welche zum Brandereignis in Arbeit war, fertiggestellt und fakturiert werden, speziell für die laufenden Großaufträge aus Kuwait und für europäische Kunden für Stützisolatoren.

5. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden 2,4 Mio. € in Sachanlagen investiert. Die wesentlichen Zugänge sind bei den Technischen Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zu sehen.

6. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2024 waren 261 Mitarbeiter beschäftigt.

B. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vorbemerkungen

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage von Bedeutung sind und die zur internen Steuerung herangezogen werden, sind nicht vorhanden.

2. Brandereignis

Am 10. September 2024 gegen vier Uhr morgens kam es zu einem Brand auf dem Werksgelände der Lapp Insulators GmbH. Der Brand brach im Bereich der Produktionshallen aus. Er konnte erst am 11. September 2024 als vollständig gelöscht bezeichnet werden. Betroffen vom Brandereignis war das zweite Obergeschoss der Glasierhalle und der Lagerhalle der Endfertigung. Löschwasser und Brandrauch verursachten in den darunterliegenden Gebäudeteilen weitere Schäden. Das Verwaltungsgebäude war von dem Brand nicht direkt betroffen. Brandermittlungen wurden eingeleitet und das Ermittlungsverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft ohne Feststellung einer Ursache eingestellt. Versicherungsschutz besteht für die Gebäudeschäden, die Schäden an der technischen Betriebseinrichtung und für die Betriebsunterbrechung. Darüber hinaus werden Kosten für Maßnahmen zur Verkehrssicherung, Aufräum- und Abrissarbeiten und behördliche Auflagen in Bezug auf technologischen Fortschritt erstattet. Es fand eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Versicherung statt, die uns direkt bei den Erstmaßnahmen unterstützte.

Trotz der massiven Beeinträchtigungen konnte bereits im November 2024 die Produktion in reduziertem Umfang wieder aufgenommen werden. Durch fortlaufende Reparaturen und gezielte Investitionen in neue Maschinen wird die Produktionskapazität kontinuierlich gesteigert. Die vollständige Wiederherstellung der Produktionsfähigkeit auf das Niveau vor dem Brand wird bis zum vierten Quartal 2025 erwartet.

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr durch die temporäre Produktionsunterbrechung beeinträchtigt. Aufgrund der bestehenden Versicherungsverträge sowie der schrittweisen Wiederaufnahme der Produktion konnten jedoch die wirtschaftlichen Folgen des Brandes abgefedert werden. Die Liquidität des Unternehmens blieb zu jeder Zeit gesichert. Perspektivisch ist von einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage auszugehen.

Gleichzeitig erfordert der Wiederaufbau Investitionen. Diese Investitionen in neue Maschinen sowie die damit verbundene Optimierung der Produktionsprozesse stellen zugleich eine bedeutende Chance für das Unternehmen dar. Sie ermöglichen eine höhere Effizienz und schaffen die Voraussetzungen, um auf die wachsende Nachfrage flexibel reagieren zu können. Dies wird mittelfristig zu einer nachhaltigen Steigerung der Umsatzerlöse und einer Stärkung der Wettbewerbsposition führen.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen liegt am Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 bei 3,7 Mio. € und liegt damit rund 1,7 Mio. € über dem Vorjahr. Der Wiederaufbau erfordert umfangreiche Investitionen, vor allem im Bereich der Herdwagenöfen (1,5 Mio. €), die teilweise bereits im Geschäftsjahr 2024 das Ergebnis belasten. Die restlichen Investitionen erfolgen erst im Jahr 2025 und in den Folgejahren. Diese Investitionen werden unter den Anlagen im Bau bilanziert. Den Investitionen des Geschäftsjahres 2024 i. H. v. 2,4 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) standen Abschreibungen von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) entgegen.

Das Trade Working Capital stellt sich wie folgt dar:

31.12.2024 31.12.2023
Mio. € Mio. €
Vorräte 8,8 10,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3,4 6,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2,8 1,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5,9 -2,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen -2,6 -2,5
Trade Working Capital 6,5 12,9

Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresfehlbetrags um 7 TEUR vermindert. Aufgrund des Jahresfehlbetrags und der Erhöhung der Bilanzsumme von 21,2 Mio. € auf 23,3 Mio. € ist die Eigenkapitalquote auf ca. 33,2 % gesunken (Vorjahr: 36,6%).

4. Finanzlage

Die Finanzierung war während des Geschäftsjahres gesichert und so konnte das Darlehen der Gesellschafterin deutlich abgebaut werden (Verminderung um 3,7 Mio. € gegenüber 31.12.2023). Das Trade Working Capital ist um 6,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gemindert worden. Dies resultiert aus einer Reduzierung um 2,6 Mio. € bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 3,3 Mio. €.

Die Liquidität war durch Versicherungsleistungen (6,6 Mio. €) und vorhandene Finanzreserven durchgängig gesichert.

5. Ertragslage

Die temporäre Stilllegung der Produktion aufgrund des Brandereignisses führte im Geschäftsjahr 2024 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und zur Belastung der Ertragslage. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 4,9 Mio. €) zu verzeichnen. Damit verzeichnete die Gesellschaft eine deutliche Minderung des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Dies machte sich durch den Wiederaufbau der Produktion sowie der Aufräum- und Abraumkosten (3,2 Mio. €) auf der Kostenseite bemerkbar. Zudem ergaben sich Aufwendungen aus dem Brand bei den Vorräten in Höhe von 1,6 Mio. € sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 6,6 Mio. €.

Die Ergebnisse stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2024 2023
Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 39,0 40,9
Betriebsergebnis/EBIT 0,7 6,6
Umsatzrendite (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) 1,8% 16,1%
Finanzergebnis -0,7 -1,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 0,03 5,5
EBITDA 1,3 7,2
in % von Umsatzerlöse 3,3% 17,6%

Aufgrund der höheren Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) von 37,8% im Vergleich zu 35,0% im Vorjahr sowie der höheren Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Umsatzerlöse, Erhöhung von 30,3% auf 36,7%) wurde das EBITDA gemindert. Durch die starke Minderung des EBITDA sowie den leichten Rückgang der Umsatzerlöse (-1,9 Mio €) im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr sank die Umsatzrendite (+1,8%; Vorjahr: +16,1%).

Die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft kann im Berichtsjahr als zufriedenstellend bezeichnet werden.

C. Risiko und Chancen Bericht

Wesentliche Einflussfaktoren seit Jahresende 2024

Gemäß unseren Einschätzungen ergeben sich weiterhin hohe Unsicherheitsfaktoren vor dem Hintergrund des bestehenden Ukraine-Konfliktes und der daraus verursachten geopolitischen und -ökonomischen Verunsicherungen, insbesondere in Europa. Besonders die Entwicklungen im Energiesektor, die in der Vergangenheit für immense Preissteigerungen am Spotmarkt und große Unsicherheiten auf den internationalen Märkten geführt haben, hallen immer noch nach. Des Weiteren stellen die Entwicklungen im Nahen Osten inklusive der Unterbrechungen des Handels auf dem Seeweg im Roten Meer, so wie eine mögliche Eskalation der Beziehungen zwischen Taiwan und China ein Risiko dar.

Die Veränderungen der Risiken und Chancen werden kontinuierlich überwacht und neu bewertet.

Risiko und Chancenmanagementsystem

Die Verantwortung für das Risikomanagement der bestandsgefährdenden Risiken liegt direkt in den Geschäftsbereichen der Tochtergesellschaften, die das operative Geschäft verantworten. Die Geschäftsleitungen berichten regelmäßig an die Konzernleitung über die aktuelle Risikosituation und die jeweilige Geschäftsentwicklung. Ein Risikomanagementsystem zur zeitnahen Erkennung und systematischen Erfassung von Chancen und Risiken besteht im Wesentlichen in der regelmäßigen Auswertung der operativen und finanziellen Daten, insbesondere im Rahmen von monatlichen Berichterstattungen (Reportings), des Debitorenmanagements sowie einer laufend aktualisierten Liquiditätsplanung.

Im Rahmen des Risikomanagements wird die Strategie verfolgt, die Risiken durch geeignete Maßnahmen zu vermindern. Wie schon in der Vergangenheit sind die Konzern-Gesellschaften bestrebt, mittels systematischer Erfassung von Unternehmensdaten sowie einer proaktiven Steuerung des Geschäftsbetriebes, die Wahrscheinlichkeit von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten.

Volkswirtschaftliche Risiken

Die globalen Konjunkturaussichten stellen 2025 weiterhin ein grundsätzliches Risiko dar. Auch wenn gemäß Prognosen mit einer moderaten Erholung des Welthandelsvolumens zu rechnen ist, ist das erwartete Wirtschaftswachstum für 2025 unterdurchschnittlich. Insbesondere die erwartete Abkühlung der US-Wirtschaft und Chinas aktuelle Konjunkturschwäche stellen dabei ein potenzielles Risiko für die zukünftige globale Nachfrage dar. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Industriekonjunktur weiterhin durch die gestiegenen Zinsen und anhaltende Auswirkungen der vergangenen Lieferkettenprobleme, z.B. durch notwendige Lagerkorrekturen, vorerst nur mäßig an Fahrt aufnimmt.

Darüber hinaus würde eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise, des Konflikts im Nahen Osten oder der Beziehungen zwischen Taiwan und China die globalen Wachstumsaussichten erheblich verschlechtern. Potenzielle Lieferengpässe, mit einhergehenden Preisanstiegen auf den globalen Märkten, sowie ein hohes Inflationsniveau hätten bei einer weiteren Verschärfung der volkswirtlichen Rahmenbedingungen äußerst negative Konsequenzen auf die Weltwirtschaftslage.

Länderrisiken

Die politischen Risiken, vor allem rund um Russland, den Nahen Osten und Taiwan, oder wirtschaftliche Risiken, wie z.B. die weiterhin relativ hohe Inflation in Teilen der Welt, sind weitere Unsicherheitsfaktoren. Auch das Ausmaß und die langfristigen Auswirkungen protektionistischer Tendenzen in Form von Zöllen oder Handelsbeschränkungen, insbesondere in Folge des andauernden Handelskonfliktes zwischen den USA und China, sind bisher noch nicht vollständig absehbar.

Unternehmensspezifische Risiken und Chancen

Als aus Sicht des Managements wesentlich und im Sinne des DRS 20 wurden folgende Risiken bewertet:

Cyber- und Informationssicherheit

Das Cybersicherheits-Management deckt die Informationstechnologie unseres gesamten Unternehmens ab.

Die Gesellschaft hat entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen, dennoch bleiben die Systeme potenziell anfällig für Cyberangriffe. Diese Angriffe können im ungünstigsten Fall zu Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen, mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie das Geschäftsergebnis.

Risiken durch Haftung für fehlerhafte Produkte

Risiken aus Garantie- und Kulanzfällen könnten bei der Gesellschaft entstehen, wenn die Qualität der Produkte nicht den Markt- oder Kunden-Anforderungen entspricht oder mitunter Vorschriften nicht oder nicht vollständig eingehalten werden. Auch Qualitätsprobleme bei Zulieferteilen können zu finanziellen Belastungen führen.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mittels ständiger Verbesserung des Qualitätsmanagements, Schulung der Vertriebsabteilung im Bereich Haftungsrisiken sowie Vertragsprüfungen zur Begrenzung eventueller Haftungsansprüche.

Versorgungsrisiko durch Lieferanten

Sowohl die Rohmaterial-, als auch die Energiepreise der vergangenen Jahre waren von teilweise starken Schwankungen geprägt. Rohstoffmärkte können generell durch weltpolitische Ereignisse (wie z.B. der COVID 19 Pandemie, dem Ukraine-Konflikt und den Spannungen im Nahen Osten), durch Inflation oder der Einführung von Zöllen und Embargos beeinflusst werden. Insbesondere die globale Inflationsentwicklung, angetrieben durch nachhaltig beschädigte Lieferketten und den Krieg in der Ukraine, stellt ein wesentliches Risiko für die Erzielung von Gewinnen dar. Das Management hat daher beschlossen, Kostenerhöhungen konsequent an Kunden weiterzugeben.

Die Gesellschaft bezieht nicht unmittelbar Waren aus der Ukraine, dennoch können sich Engpässe im Zusammenhang mit der Verlagerung von Bezugsquellen Dritter ergeben. Ferner können Verknappungen bzw. Materialpreiserhöhungen bei bestimmten Metallen nicht ausgeschlossen werden.

Die Abhängigkeit von zertifizierten Lieferanten, z.B. in Asien, kann die ausreichende Versorgung der Gesellschaft mit Rohmaterialien gefährden.

Insgesamt sind der Weitergabe von Roh- und Materialpreissteigerungen durch Erhöhung der Verkaufspreise in den Märkten der Gesellschaft Grenzen gesetzt. Trotz alledem konnten die Einkaufspreissteigerungen zum größten Teil an die Kunden weitergegeben werden.

In Bezugnahme auf die vergangene Energiekrise, insbesondere in Europa, sei angemerkt, dass mögliche zukünftige, unterjährige Gaspreisanstiege (Spotmarkt) teilweise mittels Lieferverträgen abgefedert werden können. Erwartete Mehrkosten aufgrund von Energiepreiserhöhungen wurden und werden bei Auftragsverhandlungen mit Kunden berücksichtigt und weitergegeben.

Risiken aus Produktion und Technologie

Generell besteht die Gefahr, dass aufgrund von geringer Anlagenverfügbarkeit oder Ausfällen bei Produktionsanlagen Lieferengpässe entstehen. Zudem können Engpasssituationen in Phasen temporär hoher Produktionsauslastungen in bestimmten Monaten entstehen, die dann eine angemessene Liefertreue negativ beeinflussen. Zur Vermeidung solcher Engpasssituationen wurde im Planungs-/Budgetierungsprozess auf eine Abstimmung zwischen Einkauf, Produktion und Vertrieb Wert gelegt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Im Berichtsjahr wurden keine Forderungsausfälle verbucht.

Die Gesellschaft hat ein Darlehen bei der Gesellschafterin. Diese Finanzierung stellt den wesentlichen Teil zur Außenfinanzierung der Gesellschaft dar. Des Weiteren ist eine Kreditversicherung in der Gruppe eingeführt.

Compliance, rechtliche Risiken

Compliance ist für das Management der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Compliance beschreibt Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass die Leitungsorgane und die Mitarbeiter sich rechtmäßig verhalten. Als Unternehmen mit globalem Geschäftsfeld sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Risiken ausgesetzt. Regulatorische Risiken und potenzielle Sanktionen betreffen insbesondere Exportkontrollregulierungen, Embargos und Handelsbeschränkungen, die durch die EU, die USA oder andere Länder auferlegt werden. Wir beobachten die regulatorische Lage in unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.

Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit

Wir sind in einigen stark regulierten Branchen tätig. Gegenwärtige und zukünftige umwelt-, gesundheits- oder sicherheitsbezogene staatliche Regulierungen könnten Anpassungen an unsere operativen Tätigkeiten erfordern und zu erheblichen Steigerungen unserer Produktions- und Verwaltungskosten führen. Die Einhaltung der bestehenden Gesetze und Regulierungen wird von uns regelmäßig überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Verletzungen dieser Gesetze und Regulierungen durch uns selbst oder durch unsere Lieferanten erfolgen, die letztendlich der Gesellschaft zugeordnet werden könnten.

Steuerliche Risiken

Für steuerliche Risiken werden nach Bedarf Rückstellungen gebildet. Trotzdem können Rechtsprechung und Auslegung von Finanzbehörden dazu führen, dass gebildete Rückstellungen nicht ausreichend sind und das Jahresergebnis dadurch negativ beeinflusst wird.

Änderungen im Steuerrecht werden durch externe Steuerberater der Gesellschaft kontinuierlich überwacht. Bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt.

Gesamtbetrachtung der Risiken- und Chancensituation

Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation der Gesellschaft setzt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und Chancen aller Geschäftsbereiche zusammen.

Chancen

Die ausgegebene Wachstumsstrategie des neuen Eigentümers wird sowohl von der Erzeugerseite als auch der Verbraucherseite mit einem kontinuierlich steigenden Marktbedarf für die Produkte der Gesellschaft unterstützt. Auf der Verbraucherseite ist von einem weltweit weiter steigenden Energiebedarf auszugehen, der durch den Trend zur Elektromobilität weiter verstärkt wird. Auf der Erzeugerseite erfordert der Ausbau der erneuerbaren Energien verstärkt Investitionen und Ausbau sowohl der Übertragungs- als auch der Verteilernetze. Zur Netzstabilisierung werden regionale Standalone-Grids miteinander verbunden, was zu einem weiteren Bedarf von Höchstspannungsübertragungsnetzen führt. Steigende Ausfallzahlen von Freileitungen, welche mit Verbundisolatoren ausgestattet sind, steigern den Bedarf von Ersatzlösungen, z.B. mit RTV-beschichteten keramischen Langstabisolatoren. Zudem führt der Investitionsstau an alternder Infrastruktur (z.B. in UK) zu einem deutlichen Mehrbedarf an Stützisolatoren für Schaltanlagen und Trennschalter.

Risiken

Risiken bestehen weiterhin aufgrund der Unsicherheiten auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Mögliche Ressourcenengpässe sowie eine weiterhin überdurchschnittliche Inflation, die für die Gesellschaft wesentliche Kostenelemente darstellen, werden weiterhin zu Herausforderungen führen. Der andauernde Ukrainekonflikt verstärkt diese Tendenzen weiterhin erheblich. Darüber hinaus muss davon ausgegangen werden, dass politische- und Länderrisiken weiterhin zunehmen werden, insbesondere in Osteuropa, sowie im Nahen und Mittleren Osten, aber auch im Zusammenhang mit China und Taiwan.

D. Prognosebericht

Durch die Nachwirkungen des Brandereignisses im September 2024 erwartet die Gesellschaft eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesellschaft rechnet mit einem Umsatz von knapp 40,7 Mio. €. Durch die weitere Inbetriebnahme von Brennöfen im 1. Quartal 2025 wird sichergestellt, dass die Produktion sowie die Auftragsverarbeitung sukzessive und kontinuierlich ansteigen wird. Das Absatzvolumen wird durch die bereits genannten teilweise verschobenen Aufträge weiterhin hoch sein. Dem gegenüber stehen weitere Investitionsaufwendungen und in diesem Zusammenhang gestiegene Kosten. Dennoch geht die Gesellschaft von einem deutlich positiven EBITDA von rund 13,4 Mio. € aus.

E. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf keramische Materialien und neue Isolator-Anwendungen in Hochspannungsnetzen. Bei den Keramikmaterialien liegt der Schwerpunkt bei dem C-130-Porzellankörper, um die Lebensdauer und Ermüdungsbeständigkeit der Isolatoren zu verbessern. Andere Keramikprojekte betreffen spezielle Glasuren, um die Leistung der Isolatoren unter verschmutzten Bedingungen zu steigern, die die Hydrophobizität verbessern oder eine halbleitende Glasur-Schicht, die auf der Oberfläche erzeugt wird. Hinsichtlich Isolator-Anwendungen ist das Hauptprojekt der optische Glasfaser-Stützisolator, um mit dem Einsatz optischer Sensoren die Datenübertragung in hohen elektromagnetischen Feldern zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.

 

Wunsiedel, 8. Juli 2025

Lapp Insulators GmbH

Geschäftsführung

Gez. Daniel Oskar Hartmann

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lapp Insulators GmbH, Wunsiedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 9. Juli 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Will, Wirtschaftsprüfer

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