REHACON Investment GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Matthias Schob since 7/15/2025 | Managing Director |
Marcus Linnepe since 6/18/2025 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Official financial statements and annual reports
PhysioCo Holding GmbH (vormals: Blitz S18-224 GmbH)Essen (vormals: Stuttgart)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzernkapitalflussrechnung
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019der PhysioCo Holding GmbHI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss des PhysioCo Holding Konzerns wurde unter der Anwendung der Vollkonsolidierung (§§ 300 - 309 HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, die Konzernbilanz, den Konzern-Anhang, die Konzern-Kapitalflussrechnung und den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Die PhysioCo Holding GmbH ist Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14a HGB, die somit den Konzernabschluss erstellt (größter Kreis). Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. II. Konsolidierungskreis Konzernobergesellschaft ist die PhysioCo Holding GmbH. Die PhysioCo Holding GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 765861. In den Konsolidierungskreis (§ 294 HGB) sind die PhysioCo Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften einbezogen. Für die folgenden Tochtergesellschaften wurde im Jahr 2019 oder in Vorjahren ein Auflösungsbeschluss getroffen. Angesichts der Ertrags- und Größenverhältnisse der betreffenden Gesellschaften ist deren Einbezug in den Konzernabschluss nicht erforderlich, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, es wurde daher gem. § 296 Abs. 2 HGB auf den Einbezug in den Konzernabschluss verzichtet:
Der PhysioCo Holding GmbH Konzern ist durch Erwerb sowie Einbringung von 100 % der Anteile an der PhysioCo GmbH zum 1. April 2019 entstanden. Die PhysioCo GmbH ist durch Erwerb sowie Einbringung seit dem 1. April 2019 alleinige Gesellschafterin der Rehacon GmbH bzw. Rehacon Holding GmbH. Die Rehacon GmbH bzw. Rehacon Holding GmbH halten selbst weitere Beteiligungen an Kapital- bzw. Personengesellschaften. Nach dem 1. April 2019 wurden durch die Rehacon GmbH sowie die Rehacon Holding GmbH die Anita Brüche GbR (1. Mai 2019), die P.A.R.-Centrum GbR (1. Juli 2019), die Pschick GbR (1. Juli 2019) sowie die Wirbelwind-Kölln GbR (1. Juni 2019) gegründet bzw. erworben. Darüber hinaus wurden durch die Rehacon GmbH zum 1. Juli 2019 100% der Anteile an der fysioconcept Am Badezentrum GmbH, an der fysioconcept St. Josefhospital GmbH und an der fysioconcept Wilhelmshofallee GmbH erworben. Die vorgenannten Gesellschaften wurden zum Erwerbszeitpunkt durch Vollkonsolidierung in den Konsolidierungskreis mit einbezogen. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ergibt sich aus der Anlage 1 zum Konzernanhang. III. Konsolidierungsmethoden Die Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei allen Konzernunternehmen deckt sich der Stichtag des Jahresabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019. Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen wurden unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsbestimmungen aufgestellt. Soweit diese Bestimmungen von den Bilanzierungsvorschriften des Mutterunternehmens abweichen, wurden diese Abschlüsse gemäß § 300 Abs. 2 HGB und § 308 HGB an die handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. April 2019 nach der Neubewertungsmethode. Bei allen späteren Erwerben wurde ebenfalls die Neubewertungsmethode angewandt. Im Zuge der Erstkonsolidierung wurden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit dem zu den Erstkonsolidierungszeitpunkten vorhandene Eigenkapitalwerten der Tochtergesellschaften aufgerechnet (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden bei der Position "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Im Konzernabschluss werden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 100 ausgewiesen. Der Posten betrifft Beteiligungen an Unternehmen, die nicht konsolidiert wurden. Hierbei handelt es sich um die folgenden Unternehmen:
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde unter Anwendung des § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB auf 10 Jahre festgelegt. Der Posten entfällt in Höhe von TEUR 2.379,5 auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften entstanden sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-vermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zugänge werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Abgangs ausgebucht. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern nicht am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder ggf. zum beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 0,5% des nicht wertberichtigten Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Vermögensgegenstände. Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zu Nominalwerten. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung erkannten Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens wird im Anlagespiegel (siehe Anlage 3 zum Konzernanhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Rehacon GmbH sowie der Rehacon Holding GmbH, deren Mehrheit der Anteile Ende März 2019 erworben wurde. Die Konsolidierungskreisänderungen führten zu einer Buchwerterhöhung der immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) in Höhe von TEUR 79,7, des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 4.518,4 sowie der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 99,8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände über ein Jahr betragen TEUR 91,5. Rechnungsabgrenzungsposten Im Berichtsjahr sind im Wesentlichen die Upfront Payment Terms A und B sowie das Upfront Payment Revolving Facility in Höhe von insgesamt TEUR 746 ausgewiesen. Diese Upfront Payments werden gem. § 250 Abs. 3 HGB auf die Laufzeit der in Anspruch genommenen Darlehen verteilt. Der darüber hinaus gehende Betrag in Höhe von TEUR 66 betrifft Eingangsrechnungen, die im Jahr 2019 beglichen wurden, jedoch das Jahr 2020 betreffen. Aktive latente Steuern Grundsätzlich sind im Berichtsjahr auf Ebene des PhysioCo Holding Konzerns aktive latente Steuern zu bilden. Gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern verzichtet. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile werden in Höhe von TEUR 277 von Fremdgesellschaftern gehalten. Im Berichtsjahr 2019 ist diesen Fremdgesellschaftern ein Gewinn in Höhe von TEUR 267 zuzurechnen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Verpflichtungen im Personalbereich, für die Erstellung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften bzw. der Prüfung des Konzernabschlusses sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt TEUR 26.836,8. Sämtliche 100% Tochterunternehmen haften gesamtschuldnerisch mit ihrem gesamten Vermögen für die vorgenannten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis des PhysioCo Holding Konzerns mit einbezogen wurden. Sonstige Verbindlichkeiten Unter dieser Position werden Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer, weitere Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit ausgewiesen. Der Verbindlichkeitenspiegel ist als Anlage 2 beigefügt. VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich aus den Umsätzen der Kassenpatienten in Höhe von TEUR 15.306,0, den Umsätzen der Privatpatienten in Höhe von TEUR 5.569,7 sowie den weiteren Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 6.757,8 zusammen. Die weiteren Umsatzerlöse betreffen Ausfallgebühren, Umsätze aus Präventionsmaßnahmen und Gesundheitstickets, Umsätze von Physiotherapeuten, Barleistungen der Privatpatienten, die Rezeptgebühren sowie den Barverkauf von Trainingsgeräten. 2. Erträge bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Dem PhysioCo Holding Konzern sind im Jahr 2019 Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb in Höhe von TEUR 1.077 (Rechts- und Beratungsaufwendungen) auf Ebene der Einzelgesellschaft PhysioCo GmbH entstanden. Darüber hinaus sind beim PhysioCo Holding Konzern Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 196,9 auf Ebene der Rehacon GmbH sowie in Höhe von TEUR 101,1 auf Ebene der Rehacon Unternehmensberatung GmbH & Co. KG angefallen. VII. Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von insgesamt TEUR 3.225,9. VIII. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB von insgesamt TEUR 13.993,3 aus Miet- und Leasingverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben die folgenden Restlaufzeiten:
Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2019 setzt sich wie folgt zusammen: TEUR
Geschäftsführung Im PhysioCo Holding-Konzern waren folgende Personen als Geschäftsführer tätig:
An die Organe der Geschäftsführung der PhysioCo Holding GmbH wurden im Geschäftsjahr Vergütungen in Gesamthöhe von TEUR 381 gewährt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres in Form der Corona / Covid 19 Pandemie sowie neuakquirierter Therapiezentren ergeben. Die COVID-19 Pandemie und der damit einhergehende Lockdown ab März/April 2020 hat sich auch mit einem Umsatzfehl von rund 2 Mio. Euro in den Zahlen des PhysioCo Konzerns niedergeschlagen. Durch die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung, welche am 30.04.2020 in Kraft getreten ist, stehen Heilmittelerbringern jedoch Ausgleichszahlungen und eine Hygienekosten-Pauschale zu, die den entfallenen Umsatz beziehungsweise den Mehraufwand kompensieren und nicht zurückgezahlt werden müssen. Gemeinsam mit den ergriffenen Personalmaßnahmen (Kurzarbeit, Überstunden- und Urlaubsabbau) konnte die Prognose aus Juli 2020 mit den ursprünglichen Umsatz- und Ertragszielen für 2020 bekräftigt werden. Aus den durchgeführten Neuerwerben resultiert ein Anstieg des Gesamtumsatzes für die Jahre 2020 sowie 2021 (inkl. den Geschäftsvorfällen vor dem jeweiligen Kaufzeitpunkt) sowie des EBITDA. Mit notariellem Vertrag vom 25. Mai 2021 wurden die Geschäftsanteile an der Physiotherapie 360° GmbH verkauft. Aus der durchgeführten Veräußerung resultiert ein Rückgang des Umsatzes für das Jahr 2021 sowie des EBITDA. Um die Kapitalstruktur und die Liquidität der PhysioCo Holding GmbH zu verbessern sowie Neuerwerbe zu finanzieren, hat die Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2020 Zuzahlungen in das Eigenkapital durchgeführt. Die Zuzahlungen von insgesamt TEUR 3.401 wurden in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Weiterhin haben die Gesellschafter der PhysioCo Holding GmbH im Geschäftsjahr 2021 eine Einzahlung in die Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 2.500 beschlossen. Die beschlossene Einzahlung dient dem weiteren Erwerb von Therapiezentren. Mit notariellem beglaubigtem Gesellschafterbeschluss vom 31. August 2021 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 36.929,00 um EUR 6.337,00 auf EUR 43.266,00 erhöht. Darüber hinaus wurde im Zusammenhang mit der Übernahme der Geschäftsanteile ein schuldrechtliches Agio von TEUR 4.244 vereinbart.
Stuttgart, 13. August 2021 Albrecht Grell Heiko Hickstein Anlage 1 zum Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019 der PhysioCo Holding GmbH (Anteilsbesitz in %)
Konzernverbindlichkeitenspiegel 2019
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Konzernlagebericht 2019 der PhysioCo Holding GmbHInhalt A. Grundlagen des Konzerns Konzernstruktur Geschäftstätigkeit B. Wirtschaftsbericht Marktentwicklung im Gesundheitswesen Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Investitionen Gesamtaussage C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken Chancen- und Risikobericht Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Zinsänderungen Personal Financial Covenants Chancen Rezeptpreise Blankoverordnung Abrechnungswesen Fragmentierter Markt D. Prognosebericht A. Grundlagen des Konzerns Konzernstruktur Die PhysioCo Holding GmbH ist über Ihre Konzerngesellschaften an mehr als 100 Therapiezentren (THZ) beteiligt und hat sich zum führenden Anbieter im deutschsprachigen Raum entwickelt (Quelle: CDD-Bericht von L.E.K. Consulting GmbH). Des Weiteren werden Servicedienstleistungen für alle zur Gruppe gehörenden Therapiezentren als auch für externe Therapiezentren angeboten und hierdurch signifikante Synergieeffekte gehoben. Die PhysioCo Holding GmbH ist ausschließlich an der PhysioCo GmbH direkt beteiligt, welche ihrerseits die Muttergesellschaft der folgenden Tochtergesellschaften ist. Die Rehacon Holding GmbH ist die zentrale Holding-Gesellschaft. Sie hält Beteiligungen unterschiedlicher Größenordnung an den Konzerngesellschaften und Therapiezentren. Die Rehacon Unternehmensberatung GmbH & Co. KG ist die gruppeninterne Dienstleistungsgesellschaft. Sie übernimmt primär die Abrechnungs- und Verwaltungstätigkeiten für die Therapiezentren. Die Rehacon Beratungs- und Beteiligungs GmbH vereinnahmt Rückvergütungen aus den gruppeninternen Bestellungen (Mengenrabatte und -boni). Sie hält zusätzlich Beteiligungen an den Therapiezentren. Über die Rehacon GmbH sind die Geschäftsführer und weitere Stabsstellen-Mitarbeiter der Verwaltung angestellt. Bei der Rehacon AW GmbH handelt es sich um eine deutsche Zwischenholding. Sie hält Beteiligungen unterschiedlicher Größenordnung an den Therapiezentren. Die Rehacon Investment GmbH ist eine weitere Holdinggesellschaft, die 100 % der Anteile an der Rehacon AW GmbH hält. Im Rahmen des Erwerbes der Mehrheitsanteile der Rehacon Gruppe Ende März 2019 durch die zur Waterland Private Equity Investment Gruppe gehörige PhysioCo GmbH wurden die Konzerngesellschaften in die PhysioCo Holding GmbH als Konzernmutter eingegliedert, da diese 100% der Anteile an der PhysioCo GmbH hält. Hieraus ergibt sich, dass die in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Größen dem Zeitraum zwischen einschließlich April und Dezember zuzurechnen sind und keine Jahreswerte darstellen. Aus diesem Grund und der erstmaligen Konzernzusammenführung unter der PhysioCo Holding GmbH in 2019 wird im weiteren Lagebericht auf einen Vergleich der Geschäftszahlen in 2019 mit den Vorjahreswerten der ehemaligen Rehacon Gruppe verzichtet. Geschäftstätigkeit Die Gruppe bietet deutschlandweit ein breites Spektrum therapeutischer Leistungen an:
Als Servicedienstleister für interne und externe THZs wird zudem ein breiter Katalog von Dienstleistungen rund um die Verwaltung eines THZs angeboten (u.a. Prüfung der Verordnungen, Prüfung der Rezeptabrechnung einschl. Rechnungs- und Mahnwesen, Lohnbuchhaltung, Erstellung von Arbeitsverträgen). B. Wirtschaftsbericht Marktentwicklung im Gesundheitswesen Die Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen verzeichneten in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum. Dieser Trend wird sich zukünftig durch den demographischen Wandel und medizinischen Fortschritt fortsetzen bzw. verstärken. Schaut man dabei im Speziellen auf die Ausgaben für therapeutische Leistungen, so zeigt sich, dass diese in den letzten Jahren deutlich stärker angestiegen sind als die Gesundheitsausgaben insgesamt (Quelle Destatis). Muskel-Skelett-Erkrankungen belegen im Jahr 2018 den ersten Platz unter den Gründen für Arbeitsunfähigkeitstage (Quelle DAK Gesundheitsreport 2019). Ursächlich dafür ist, dass es sich bei Muskel-Skelett-Erkrankungen meist um langwierige Symptome handelt, die mit physiotherapeutischer Therapie behandelt werden sollten. Dabei haben Arbeitsunfähigkeitstage mit dieser Ursache in den letzten Jahren erheblich zugenommen und stellen einen enormen Kostenfaktor für Arbeitgeber und Versicherungen dar. Dies drückt zum einen den Stellenwert eines physiotherapeutischen Angebots für Arbeitnehmer aus. Zum anderen untermauert es die Vermutung, dass für physiotherapeutische Behandlung auch in Zukunft - zyklusunabhängig - Nachfrage besteht. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Gesundheitssektors haben politische Diskussionen dazu geführt, dass die bisher lediglich inflationsbasierte Anpassung der Vergütung physiotherapeutischer Leistungen bei gesetzlichen Krankenkassen ausgesetzt wurde. Stattdessen wurden (politisch gewollte) Direktverhandlungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und den Physiotherapeuten-Verbänden geführt. Diese haben zu hohen Vergütungssteigerungen im Jahr 2019 geführt, sodass der durchschnittliche Rezeptwert eines Kassenrezeptes bereits im Jahr 2019 gegenüber 2018 um über 12% gesteigert werden konnte (Bezugsgrößen: Durchschnittlicher GKV-Rezeptwert der Rehacon Gruppe sowie ab Kauf der PhysioCo Holding GmbH für 2018 und 2019). Geschäftsverlauf Im Rahmen des Erwerbes der Mehrheitsanteile der Rehacon Gruppe Ende März 2019 durch die zu Waterland gehörige PhysioCo GmbH wurden die im Unterkapitel "Konzernstruktur" beschriebenen Konzerngesellschaften in die PhysioCo Holding GmbH als Konzernmutter eingegliedert. Dabei ermöglicht der neue Investor fortlaufende Investitionen für die Akquisitionen neuer Therapiezentren, was bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr dazu geführt hat, dass mit der Übernahme des Therapiezentrums Anita Brüche (Hamburg) sowie der Fysioconcept Gruppe (Krefeld) die Marktabdeckung nochmals deutlich gesteigert werden konnte. Hinzu kamen weitere Einheiten, die Teil der Gruppe wurden oder bei denen der Akquisitionsprozess bereits in unterschiedlichen Stadien vorangeschritten ist. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns, die auch für interne Steuerungszwecke genutzt werden, sind Umsatzerlöse und das operative Ergebnis bzw. EBITDA vor Einmaleffekten (Einmaleffekte sind außergewöhnliche, einmalige bzw. sich nicht regelmäßig wiederholende oder nicht operative Geschäftsvorfälle). Auf Grund der hohen Personalkostenquote bei der therapeutischen Leistungserbringung sind ebenfalls die Personalkosten und die Produktivität (gemessen am Umsatz) je Vollzeitäquivalent wichtige finanzielle Leistungsindikatoren. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden entsprechend weitere Kenngrößen zum Personalbestand (z.B. Steigerungsrate) betrachtet. Umsatzentwicklung Der Konzernumsatz betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr (Zeitraum zwischen April und Dezember) 27,6 Mio. Euro. Die Gesamtleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge betrug damit 28,8 Mio. Euro. Mit einem Umsatzanteil von 62% machen GKV-Rezepte (inkl. Rezeptgebühren) die größte Umsatzkomponente aus, welche in Anbetracht der gestiegenen Rezeptgebühren im GKV-Bereich perspektivisch weiter an Bedeutung für die Gruppe gewinnen wird. Die Abhängigkeit der Gruppe bezüglich der Ertragskraft einzelner Niederlassungen ist dabei aufgrund des breiten Praxisnetzes als gering einzustufen. Bezogen auf den Konzernumsatz liegt der Anteil der größten Niederlassung bei 5,6%. Ertragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,2 Mio. Euro beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sowie für Aufbewahrung. Als Dienstleistungsunternehmen machen die Materialaufwendungen mit 0,2 Mio. Euro naturgemäß weniger als ein Prozent der Gesamtleistung aus. Der hohe Anteil der Mitarbeiterleistung an der Wertschöpfung bei der therapeutischen Leistungserbringung sowie der gesteigerte Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte in unserem Segment führt dazu, dass die Personalaufwendungen (17,9 Mio. Euro) für den PhysioCo Konzern mit 64,8% der Umsatzerlöse den größten Kostenblock darstellen. Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,3 Mio. Euro und umfassen mehrheitlich (2,3 Mio. Euro) die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes der PhysioCo GmbH im Rahmen des Erwerbs der Rehacon Gruppe, welcher über 10 Jahre linear abgeschrieben wird. Des Weiteren kommen noch Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert der bestehenden Therapiezentren des Konsolidierungskreises sowie der neu akquirierten GmbHs und GbRs in Höhe von insgesamt 0,2 Mio. Euro hinzu, sodass sich die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert auf insgesamt 2,5 Mio. aufsummieren. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (10,7 Mio. Euro) berücksichtigten Raumkosten sind mit 4,3 Mio. Euro der zweitgrößte Kostenblock der PhysioCo Holding GmbH, da die dezentralen Niederlassungen sowohl über ausreichende Therapie- und teilweise Sportflächen verfügen müssen als auch eine ausreichende Nähe zu den Wohn- und Arbeitsorten der Patienten mit entsprechenden Mietpreisen aufweisen müssen. Weitere 4,2 Mio. Euro entfallen auf verschiedene betriebliche Kosten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang des Gruppenerwerbes zusammen, was als einmalig einzustufen ist, sowie Prüfungs- und Abschlusskosten, Abrechnungsgebühren und Fremdarbeiten. Das handelsrechtliche EBITDA (ohne Abschreibung auf Umlaufvermögen) beträgt 0,4 Mio. Euro, sodass die Gruppe bereits im ersten Jahr Ihrer regulären Geschäftstätigkeit ein positives Ergebnis erwirtschaften konnte. Das für die interne Steuerung der PhysioCo Gruppe relevante EBITDA vor Einmaleffekten beläuft sich auf 5,3 Mio. Euro (auf das Gesamtjahr 2019 hochgerechnet, also inklusive des Zeitraums vor dem Kauf der Rehacon Gruppe durch die PhysioCo Gruppe), was einer EBITDA-Marge von 13,6 % entspricht. Der Konzernjahresfehlbetrag von -4,8 Mio. Euro ist stark geprägt durch die Firmenwertabschreibungen (2,5 Mio. Euro) und verschiedene betriebliche Kosten, die als außergewöhnliche, einmalige bzw. sich nicht regelmäßig wiederholende oder als nicht operative Geschäftsvorfälle anzusehen sind und vor allem im Rahmen des Ersterwerbs (1,4 Mio. Euro) und der Akquisition neuer Therapiezentren (0,5 Mio. Euro) angefallen sind. Finanzlage Die Cash-Flows des Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:
Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist um die Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Ersterwerb der Rehacon Gruppe sowie der Neuakquisitionen gemindert. Ohne diese außergewöhnlichen Belastungen ergibt sich ein positiver Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 26,8 Mio. Euro resultieren vornehmlich aus der Aufnahme eines Darlehens zum Erwerb der Rehacon Gruppe, für weitere Akquisitionen im Geschäftsjahr 2019 sowie zur Ablösung von Kreditverbindlichkeiten. Dieses Darlehen setzt sich aus einer Term A Tranche (7,7 Mio. Euro) mit halbjährlichen Tilgungsleistungen, einer endfälligen Term B Tranche (14,3 Mio. Euro) sowie weiteren Kreditlinien in Höhe von insgesamt 12,0 Mio. Euro zusammen, wovon bereits 4,8 Mio. Euro für Neuakquisitionen gezogen wurden. Sämtliche Tranchen sind mit dem EURIBOR als Referenzgröße variable verzinst. Die finanzierenden Banken sind die SEB (Konsortialführer) und die deutsche Apotheker- und Ärztebank. Zum Kreditvertrag wurden Covenants (Net Leverage und Cash Cover) und die entsprechenden Berichtstermine vereinbart. Der Kredit ist mit einer Laufzeit bis Q1 2025 (Term A) bzw. bis Q1 2026 (Term B) als mittel- bis langfristig anzusehen. Die Liquidität der Gruppe war jederzeit gesichert und wird durch den kaufmännischen Geschäftsführer überwacht. Zudem wurde für das Geschäftsjahr 2020 eine Liquiditätsplanung aufgestellt. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns entspricht 46,9 Mio. Euro, wobei der überwiegende Teil mit 33,5 Mio. Euro respektive 71% auf die Position Geschäfts- oder Firmenwerte entfällt. Der Anteil des Umlaufvermögens macht 18% der Gesamtbilanz aus. Trotz des hohen Konzernjahresfehlbetrags in Höhe von 4,8 Mio. Euro ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von 14,1 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 30% entspricht. Die weiteren Veränderungen des Eigenkapitals ergeben sich im Wesentlichen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter (13,9 Mio. Euro) und die Einbringung der Anteile des ehemaligen Hauptgesellschafters der Rehacon Gruppe (4,9 Mio. Euro). Investitionen Neben den Akquisitionen neuer Therapiezentren investiert der PhysioCo Konzern fortlaufend in das bestehende Praxisnetz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand jedoch zunächst die Post-Merger Integration der einzelnen Konzerngesellschaften in die PhysioCo Gruppe sowie die Einbindung ins Unternehmensportfolio der Waterland Private Equity Investment Gruppe im Vordergrund, sodass sowohl die Art als auch die Höhe der Investitionen ins bestehende Praxisnetz für 2019 weitestgehend als bestandserhaltend einzustufen sind. Gesamtaussage Insgesamt sieht die Geschäftsführung die für das Geschäftsjahr 2019 gesetzten Ziele als erfüllt an. Die Prozesse, Abläufe und Strukturen der zahlreichen Konzerngesellschaften konnten im Rahmen der Eingliederung in die PhysioCo Holding GmbH als Konzernmutter erfolgreich harmonisiert und ein konsolidierungsfähiger Konzern gebildet werden. Auch konnte das angestrebte Wachstum der Gruppe bereits im Jahr 2019 durch die Zukäufe weiterer Therapiezentren umgesetzt werden. Daneben bewertet die Geschäftsführung ebenfalls das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit als zufriedenstellend. Mit einem steuerungsrelevanten EBITDA vor Einmaleffekten von 5,3 Mio. Euro (auf das Gesamtjahr 2019 hochgerechnet, also inklusive des Zeitraums vor dem Kauf der Rehacon Gruppe durch die PhysioCo Gruppe) ergibt sich eine respektable EBITDA-Marge von 13,6%. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken Chancen- und Risikobericht Das Praxisnetz des PhysioCo Konzerns ist in 8 Vertriebsregionen unterteilt, wodurch jeder Vertriebsleiter einer Region eine steuerbare Anzahl an Therapiezentren in seiner Verantwortung hat. Dies ermöglicht eine enge monatliche Verfolgung der Entwicklung der Leistungs- und Finanzzahlen bis auf Niederlassungsebene und die schnelle Kommunikation sowohl mit den fachlichen Leitern vor Ort als auch mit der Geschäftsführung. Hierdurch können bei negativen Entwicklungen Gegenmaßnahmen zeitnah und individuell ergriffen werden und positive Planabweichungen als "Best Practice" für die gesamte Gruppe nutzbar gemacht werden. Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Als Teil des deutschen Gesundheitsmarktes agiert die PhysioCo Gruppe in einem stark regulierten Markt und der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse ergibt sich aus Dienstleitungen, deren Bepreisung nicht das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage zwischen Anbietern und Konsumenten ist, sondern ein Resultat aus Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und den Interessenvertretern der Anbieterseite unter Vermittlung der Gesundheitspolitik darstellen. Dies bedingt eine gewisse Abhängigkeit von externen Stakeholdern und schränkt den unternehmerischen Spielraum ein. Allerdings steht der damit einhergehende Schutz vor ruinösen Preisentwicklungen und der Sicherstellung eines profitablen Preisniveaus dem entgegen, insbesondere da das Gesundheitswesen als kritische Infrastruktur von einer wesentlichen Bedeutung für die Gesamtwirtschaft ist (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe). Neben den vergleichsweise stabilen Preisen ist zudem auch die Nachfrage als konstant anzusehen, da die nachgefragte Menge nicht vom allgemeinen Konjunkturzyklus abhängig ist. Allerdings schlägt sich ein massiver externer Schock auf die Wirtschaft, wie beispielsweise durch die COVID-19 Pandemie im Jahre 2020, auch auf die Umsatz- und Aufwandsentwicklung der Gruppe nieder.
Da die Branche jedoch zur kritischen Infrastruktur zählt und damit von einer wesentlichen Bedeutung für die Gesamtwirtschaft ist (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), sind für Extremsituationen staatliche Unterstützungen zu erwarten, wie Rettungsschirmzahlungen für therapeutische Leistungserbringer im 2. Quartal 2020 sowie eine Hygienepauschale in Höhe von 1,50 Euro pro Rezept (GKV) bzw. pro Termin (PKV) ab dem 2. Quartal 2020. Anders als bei anderen Branchen schlagen sich extreme Entwicklungen in einzelnen Monaten (wie ein Lockdown) zudem im Allgemeinen nicht direkt in der Liquidität nieder, da die Leistungserbringung und die spätere Abrechnung der Dienstleitung zeitlich auseinanderfallen und der Effekt über eine Ausstrahlung auf mehrere Wochen und Monate geglättet wird. Zusammenfassend wird die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung des Risikos aus der allgemeinen und branchenspezifischen Marktentwicklung als gering eingestuft. Zinsänderungen Da die PhysioCo Holding GmbH zum Teil Fremdmittel zur Finanzierung Ihrer Geschäftstätigkeit einsetzt, unterliegt die Gruppe dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko. Dem Risiko wird durch eine am Finanzierungsobjekt orientierte Kreditlaufzeit sowie einer frühzeitigen Neuverhandlung von Kreditverträgen begegnet, welche jedoch bis dato weder gestartet noch terminiert wurden. Derivative Finanzinstrumente sind aktuell weder im Einsatz noch gibt es konkrete Bestrebungen diese zukünftig einzusetzen, weder zur Risikoabsicherung noch zu spekulativen Zwecken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung des Risikos wird auf Grund geschäftsbedingten geringen Volatilität der Umsatzerlöse und einer geringen Zinslast in Höhe von 3,3% der Umsätze als gering eingestuft. Personal Als Dienstleister ist für die PhysioCo Gruppe die Gewinnung und langfristige Bindung versierter Therapeuten die entscheidende Determinante bei der Chancen- und Risikobewertung. Aus diesem Grund hat sich die Gruppe als ein wesentliches Unternehmensziel gesetzt, Deutschlands bester Arbeitgeber im Segment der therapeutischen Leistungserbringung zu werden. Dem wird unter anderem dadurch Rechnung getragen, dass ein Großteil der Mitarbeiter über Lohnsteigerungen an der Rezeptpreiserhöhung 2019 in den Folgejahren partizipieren wird und sich auch zukünftige Steigerungen in einer positiven Gehaltsentwicklung niederschlagen werden. Mit einer geplanten Akademie soll zudem die Qualifikationsmöglichkeiten und damit die Weiterentwicklung der Mitarbeiter signifikant gefördert werden, was letztendlich ebenfalls unseren Patienten zugutekommt. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Mitarbeiterentwicklung 2019 zunächst rückläufig begann. Der rückläufige Trend konnte im letzten Quartal 2019 gestoppt werden, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung des Risikos der Personalgewinnung und -bindung als gering eingestuft wird. Financial Covenants Die Fortführung des bestehenden Kreditvertrages ist an die Einhaltung von zwei festvereinbarten Financial Convenants gebunden, die sich auf die Liquidität (1) und die Verbindlichkeitendeckung auf EBITDA-Basis (2) beziehen, sodass ein Finanzierungsrisiko aus der Nichteinhaltung von festverein-barten Finanzkennzahlen besteht. Eine Unterschreitung ist auf Grund des aktuellen Niveaus und des Geschäftsmodells der PhysioCo Holding GmbH mit stabilen Zahlungsströmen und einem breiten Praxisnetz als unwahrscheinlich einzustufen. Chancen Rezeptpreise Auch für die nachfolgenden Geschäftsjahre ist in der Gesundheitspolitik eine Erhöhung der Rezeptpreise in der Diskussion, die deutlich oberhalb der allgemeinen Preissteigerung in Deutschland liegen wird. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes liegt den Verbänden und dem GKV-Spitzenverband ein bundesweiter Rahmenvertrag der Schiedsstelle vor, der eine dauerhafte Erhöhung der Preise um 14,09% ab August 2021 vorsieht (Für Behandlungen, die in den vier Monaten zwischen dem 1. August 2021 und 30. November 2021 durchgeführt werden, gilt eine erhöhte Vergütung von +26,67%. Diese vorrübergehend erhöhte Vergütung soll die vier Monate zwischen dem 1. April 2021 und 31. Juli 2021, in denen Behandlungen nur mit +1,51% abgerechnet wurden, kompensieren). Da dem keine zusätzlichen Kosten gegenüberstehen, schlägt sich eine Preiserhöhung direkt in der Profitabilität oder bei einer teilweisen Weitergabe an die Mitarbeiter in einer Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber nieder. Blankoverordnung Als weitere Stärkung der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden ist durch die sogenannte Blankoverordnung eine höhere Versorgungsverantwortung für diese Berufsgruppen geplant. Konkret ist für einen definierten Katalog von Indikationen vorgesehen, dass Ärzte bei einer entsprechenden Befundung des Patienten eine Blankoverordnung ausstellen, bei der die Auswahl der Heilmittelleistung sowie die Bestimmung der Behandlungsfrequenz und der Behandlungsdauer durch den Heilmittelerbringer erfolgt (Quelle BMG). Die geplante Verschiebung zugunsten der Heilmittelerbringer stärkt die Position des Sektors allgemein und die Positionierung einer großen und effizienten Gruppenstruktur mit entsprechenden Synergiemöglichkeiten im Speziellen. Abrechnungswesen Der gesamte Abrechnungsprozess, der einer therapeutischen Leistung nachfolgt, ist bei der PhysioCo Holding GmbH aktuell noch mit einem hohen manuellen Aufwand und der Einschaltung eines externen Abrechnungsdienstleisters verbunden. Neben den inhärenten Fehlerquellen dieses Prozesses hat dies auch einen nennenswerten Kostenblock zur Folge. Mit der geplanten Einführung eines modernen PMS kann der gesamte Abrechnungsprozess effizienter gestaltet werden, was neben einer Reduzierung von Fehlerquellen und einem damit verbundenen Rückgang von Rezeptrückläufern auch eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Abrechnungsstellen zur Folge hat. Fragmentierter Markt Die Anzahl der zugelassenen Therapiezentren im Bereich Physiotherapie ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, mit einer Gesamtzahl von 38.785 Praxen zum Ende 2019 (Quelle Deutscher Verband für Physiotherapie). Zwar ist die PhysioCo Holding GmbH unangefochtener deutscher Marktführer, macht aber mit weniger als 0,5% (gemessen an der THZ-Gesamtzahl) nur einen geringen Teil des Gesamtmarktes aus. Damit besteht auch in den nächsten Jahren ausreichendes Potenzial für das angestrebte anorganische Wachstum und der damit verbundenen Konsolidierung des deutschen Marktes für Physiotherapie, ohne das eine Verengung des potenziellen Deal Flows die Kaufpreise und damit die Profitabilität der Buy-and-Build Strategie negativ beeinflusst. D. Prognosebericht Für die kommenden Jahre werden keine signifikanten Änderungen der Konzernstrategie angestrebt. Auf Basis der historischen Geschäftsentwicklung der Vorgängerorganisation Rehacon GmbH stufen wir unsere Marktposition als sehr gefestigt ein. Durch den demographischen Wandel und der weiterhin starken Bedeutung von Muskel-Skelett-Erkrankungen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach therapeutischen Leistungen weiterhin stark steigen wird und die damit verbundenen Ausgaben oberhalb der Wachstumsrate des allgemeinen Bruttoinlandsproduktes steigen werden. Für das Geschäftsjahr 2020 konnte die PhysioCo Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von rund 39,0 Mio. Euro erzielen. Die Gesamtleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge betrug damit 43,0 Mio. Euro, was einer Steigerung von +12% gegenüber 2019 entspricht. Die wesentlichen positiven Treiber waren Unternehmenszukäufe und die Rezeptpreiserhöhung im GKV-Bereich. Dem entgegen liefen Umsatzeinbrüche in Folge der Corona Pandemie. Das für die interne Steuerung der PhysioCo Gruppe relevante EBITDA vor Einmaleffekten beläuft sich im Jahr 2020 auf 5,3 Mio. Euro, was einer EBITDA-Marge von 12% entspricht. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns seit März/April 2020 haben sich mit einer Umsatz- und Ergebnisbelastung in den Zahlen der PhysioCo Holding GmbH niedergeschlagen. Noch bis ins zweite Quartal 2021 konnten weiterhin einige Dienstleistungen nicht angeboten werden (u.a. Wellnessmassagen und Sportangebote). Ferner kommt es durch vereinzelte Verdachts- und Quarantänefälle zu Einschränkungen im operativen Betrieb, sodass auch für das Geschäftsjahr 2021 eine Pandemie-bedingte Ergebnisbelastung eingetreten ist. Zum Zeitpunkt der Übernahme der Rehacon Gruppe durch die PhysioCo Gruppe verfügte der größte Teil der Therapiezentren noch über kein softwarebasiertes Praxismanagementsystem (PMS). Neben der Gewinnung und Bindung der Mitarbeiter besteht daher ein wesentliches Ziel der Gruppe darin, sämtliche Niederlassungen mit moderner Hard- und Software auszustatten, was sowohl Patienten, Mitarbeitern als auch der Geschäftsführung zugutekommen wird. Der Rollout erfolgt seit 2020 und umfasst mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 0,6 Mio . Euro einer Summe, die für die PhysioCo Gruppe als tragbar angesehen wird ohne das sich hieraus ein bestandgefährdendes Finanzierungsrisiko ergibt. Zudem sind umfassende Investitionen in das Praxisnetz vorgesehen und mit 2 Mio. Euro budgetiert. Damit gehen die geplanten Investitionen nennenswert über die notwendigen Instandhaltungsinvestitionen hinaus, sodass eine nachhaltige Aufwertung unserer Niederlassungen forciert wird. Hierbei liegt der Fokus neben der bereits beschriebenen Einführung einer flächendeckenden Ausstattung der Zentren mit modernder Hard- und Software ebenfalls in der allgemeinen Modernisierung der Therapie-, Warte- und Sporträume und in der Etablierung eines einheitlichen Außenauftritts der Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2021 hatte die PhysioCo Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 48,0 Mio. Euro (ohne die Umsätze von neugekauften Praxen in 2021) geplant und folglich eine deutliche Steigerung gegenüber 2020 um +12%. Durch eine gesteigerte Effizienz in der Gruppe, positive Preiseffekte und einen Rückgang der Corona-Pandemie ging die Gesellschaft von einer höheren Profitabilität aus, die sich in einer EBITDA-Marge von knapp 15% bzw. einem EBITDA von 7,2 Mio. Euro niederschlagen sollte. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie wurde diese Umsatzprognose (46,5 Mio. Euro, exkl. der verkauften 360-Grad-Gruppe) mit 43,7 Mio. Euro (exkl. der Neuerwerbe in 2021, exkl. der verkauften 360-Grad-Gruppe) nur leicht unterschritten. Dieses Prognosefehl von 2,7 Mio. Euro konnte im EBITDA vor Einmaleffekten auf 1,0 Mio. Euro reduziert werden (u.a. durch Kurzarbeitergeld, Ausgleichszahlungen im Krankheitsfall, der Tatsache, dass die Preiserhöhung im GKV-Bereich deutlich über dem Planwert liegt und dieser in 2021 noch keine Lohnerhöhung in vergleichbarer Höhe gegenüberstand und weil das Umsatzfehl zum Teil aus einem zu geringen Personalaufbau resultiert).Inklusive der verkauften 360-Grad-Gruppe sowie der Neuerwerbe im Geschäftsjahr 2021 ergibt sich bzgl. der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2021 von 50,1 Mio. Euro im Vergleich zur Prognose für das Jahr 2021 von 48,0 Mio. Euro eine positive Abweichung von 2,1 Mio. Euro. Im ersten Quartal 2021 konnten mit Athera Vorsfelde, Athera Oberhausen, Rehabillitarium und Rehabillitaris weitere Praxen hinzugekauft werden. Hinzu kommen mit Athera Unna und Athera Fysioconcept, Niederlassung Uerdingerstraße zwei neue Niederlassungen aus dem bestehenden Gruppenverbund (organisches Wachstum). Die Finanzierung dieses Wachstumspfades sowie weiterer Akquisitionen sind dadurch sichergestellt, dass eine zusätzliche Kreditoption in Höhe von 10 Mio. Euro im Rahmen des bestehenden Kreditvertrages gezogen wurde. Für das Geschäftsjahr 2022 plant die PhysioCo-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 56,8 Mio. Euro (ohne die Umsätze von neugekauften Praxen in 2022) und folglich eine deutliche Steigerung gegenüber 2021 um +14%. Durch eine gesteigerte Effizienz in der Gruppe, positive Preiseffekte und einen Rückgang der Corona-Pandemie gehen wir von einer höheren Profitabilität aus, die sich in einer EBITDA-Marge von knapp 16% bzw. einem EBITDA von 9,0 Mio. Euro niederschlagen wird. Es sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten, da die PhysioCo Gruppe über ausreichende Zahlungsströme, Barmittel und Banklinien verfügt, um seinen Liquiditätsbedarf zu decken. Zur Absicherung gegen ein Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine Liquiditätsplanung betrieben.
Stuttgart, 13. August 2021 Albrecht Grell Heiko Hickstein Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PhysioCo Holding GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PhysioCo Holding GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PhysioCo Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 23. Juni 2022 KPMG
AG
Schrum, Wirtschaftsprüfer Nowak, Wirtschaftsprüfer |
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