Master Data

Registry
Register court Koblenz HRB 636
Previous
Hakle-Kimberly Deutschland GmbH
Registered
12/30/1970
Industry
Manufacture of household and sanitary goods and of toilet requisitesManufacture of plastic packing goodsManufacture of household articles of plastics
Purpose
die Herstellung, die Verarbeitung und der Vertrieb von Papier- und Zellwatteprodukten sowie Kunststoffprodukten, insbesondere Gesichtstüchern, Küchentüchern, Toilettenpapier und ähnlichen Erzeugnissen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Paul Leszek Sokol
since 11/4/2025
Managing Director
Petra Marion Ahlendorf
since 5/10/2021
Managing Director
Frank Fleck
since 12/1/2020
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.05% unresolved

Unresolved chains (5)

NameOwnership
Kimberly-Clark Dutch Holdings B.V.NLD
90.65%
Kimberly-Clark Worldwide Inc.USA
5.00%
Kimberly-Clark CorporationUSA
3.78%
Kimberly-Clark CorporationUSA
0.50%
Kimberly-Clark Worldwide Inc.USA
0.12%

Shareholders

4 shareholders

GmbH structure

3 of 4 shown

Germany
DEM 37,895,000
94.43%
Kimberly-Clark Worldwide Inc.
United States
DEM 2,005,000
5.00%
Kimberly-Clark Corporation
United States
DEM 200,000
0.50%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Kimberly-Clark GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Kimberly-Clark GmbH vertreibt Produkte der Kimberly-Clark-Gruppe in den Bereichen Consumer (Einzelhandel) und Professional (Vertrieb hauptsächlich über den Großhandel an institutionelle, kommunale und industrielle Kunden sowie an Abnehmer im Hotel-, Gaststätten- und Restaurantbereich). Der Produktvertrieb der Gesellschaft erfolgt in eigenem Namen und auf eigene Rechnung im Rahmen eines mit der Kimberly-Clark Europe Ltd., Reigate/Großbritannien, (im Folgenden abgekürzt mit KCE UK) abgeschlossenen Vertriebsvertrags. KCE UK garantiert bei dem Limited-Risk-Distributor-Modell die Erzielung einer Produktmarge von 3,1 %.

Die Kimberly-Clark GmbH ist darüber hinaus als Lohnveredler für die KCE UK tätig und produziert Hygienepapiere für den Großverbraucherbereich wie Rollenhandtücher, Falthandtücher und Toilettenpapier. In diesem Zuge belastet die Kimberly-Clark GmbH im Rahmen des Manufacturing Agreements die Produktionskosten zuzüglich eines Mark-ups von 10,0 % an die KCE UK.

Mit der Alleingesellschafterin Kimberly-Clark Germany Holding GmbH, Koblenz, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

2. FuE-Bericht - Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung beschränken sich auf die Entwicklung marktgerechter Produktspezifikationen und den Test neuer Produkte. Höchstmögliche Befriedigung der Kundenbedürfnisse steht im Vordergrund der Aktivitäten. Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne werden ausschließlich von der Muttergesellschaft betrieben und die Ergebnisse zur Vermarktung zur Verfügung gestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den russisch-ukrainischen Konflikt verlangsamte sich wieder das globale Wachstum im Jahr 2023. Kriegsbedingte Rohstoffpreiserhöhungen und ein sich ausweitender Preisdruck haben zu Inflationsprognosen von bis zu 6,9 % für 2023 in den führenden Volkswirtschaften geführt. Die Inflation ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (8,7 % in 2022), erreichte dennoch nicht das Niveau der letzten 10 Jahren vor der Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts (24. Februar 2022). So verzeichnete das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 einen Anstieg von 3,0 % gegenüber 2022. Für 2024 liegen Schätzungen über ein Wachstum von 2,9 % vor. Die größte Volkswirtschaft Europas, Deutschland, schrumpft jedoch aufgrund einer starken Verlangsamung der Produktionstätigkeit und einer gesunkenen Nachfrage aus China. Die gesamte Eurozone befindet sich in einer Phase der Stagnation, und wenn die Energiepreise weiterhin so stark steigen wie vor zwei Jahren, könnte sie in eine noch schwierigere Lage geraten. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt lag 2023 um 0,3 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Produktion der deutschen Papierindustrie im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 18,6 Millionen Tonnen gesunken, korrespondierend sank der Absatz ebenfalls um 13 % auf 18,8 Millionen Tonnen. Die deutsche Produktion von Papier und Pappe war in den letzten 20 Jahren noch nie so niedrig wie in 2023. Der Branchenumsatz fiel um 27 % auf 15,5 Milliarden Euro. Der Absatzrückgang bei den Hygienepapieren und Spezialpapieren von jeweils 6 % war aber nicht so dramatisch wie bei den grafischen Papieren (Absatzrückgang von 29 %).

Für die nachfolgenden Ausführungen verweisen wir auf den Leistungsbericht PAPIER 2024: "der Energieverbrauch der deutschen Papierproduktion lag 2023 bei ca. 52 Terawattstunden und ging mit rund 9,8 Millionen Tonnen an fossilen CO 2 -Emissionen einher. Die Energie wird benötigt, um Dampf, Strom und gasförmige Brennstoffe für den Produktionsprozess bereitzustellen, und zwar rund um die Uhr. Für die Transformation zu einer klimaneutralen Papierindustrie bedarf es jedoch fossilfreier Lösungen. Fossile Brennstoffe müssen dafür durch einen Mix aus Windkraft bzw. Photovoltaik, grünen Gasen wie bspw. Wasserstoff und nachhaltigen Festbrennstoffen wie Faserrückständen ersetzt werden. Die Klimastudie des Verbandes berechnet verschiedene Szenarien und verweist darauf, dass viele eigene Kraftwerke der Industrie bereits technisch auf den Einsatz von Wasserstoffgemischen vorbereitet sind und die Branche erfolgreich an der Reduzierung ihres Energieverbrauchs gearbeitet hat. Thematisiert wird auch der branchenübergreifende Transformationsbeitrag, den die Papierindustrie beispielsweise als Energielieferant für öffentliche Strom- und Fernwärmenetze leistet." Sowohl unser Unternehmen als auch die Konkurrenz suchen Alternativen, um fossile Brennstoffe mit fossilfreien Lösungen zu ersetzen.

Die Weltmarktpreise vieler Rohstoffe und Logistikkosten sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Druck auf den Zellstoffmärkten hat nachgelassen, da der Abschwung auf den Papier- und Kartonmärkten die Nachfrage nach Holzfasern gemildert hat, was zu Preisrückgängen für Hackschnitzel auf dem teuren chinesischen BHK-Markt und dem britischkolumbianischen BSK-Markt geführt hat. In Europa dürften niedrigere Erdgas- und Stromtarife den Druck auf die Zellstoffmärkte von Bioenergieproduzenten verringern und gleichzeitig zu einem Rückgang der Energie- und Chemikalienkosten führen.

Der Verbrauch von Haushalts- und Hygienepapier ist mit der menschlichen Entwicklung und den Lebensstandards eines Landes verbunden. In Ländern wie Deutschland, in denen der Lebensstandard hoch ist und demgemäß die Einwohner Zugang zu ausgezeichneten Sanitäranlagen mit uneingeschränkter Trinkwasserversorgung sowie ein sehr gutes Gesundheitswesen haben, ist auch die Nachfrage nach Haushalts- und Hygienepapier immer noch relativ hoch. Gleichzeitig ist der Wettbewerb wie in den Vorjahren angespannt. Im Bereich Consumer stehen wir stark im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Taschentüchern und Kosmetiktüchern. Diese Situation betrifft auch den Personalbereich und Sicherheits- und Scientific-Produkte. Eventuelle Preissteigerungen müssen also auch diesen Aspekt berücksichtigen.

Aufgrund der Struktur der Gesellschaft als Lohnfertiger und Limited Risk Distributor ist das Risiko durch die steigenden Rohstoffpreise wie Zellstoff, Altpapier, Folie etc. sehr gering. Für unser Unternehmen mit einer energieintensiven Produktion stellt die unsichere Situation betreffend Energiepolitik/Energiewende und des Ukraine-Russland Konflikts einen Risikofaktor dar.

2. Geschäftsverlauf

Geschäftsbereich Consumer

a) Überblick

Das Geschäftsjahr 2023 war gekennzeichnet von zum Teil massiven Nachfragerückgängen und Bedarfsverschiebungen.

Der Umsatz im Consumer-Bereich zeigt sich mit einem Minus von 7,2 % rückläufig und geht mit einem Volumenrückgang von 23 % einher.

Aufgrund des Kostendrucks waren weitere Preisanpassungen notwendig, die in den ersten Monaten des Jahres zu Bestell- und Lieferstopps im Bereich Kleenex Kosmetik- und Taschentücher sowie Camelia Damenbinden führten. Auch der Hauptsortimentsbestandteil Cottonelle® Feuchtes Toilettenpapier verringerte sich im Absatz um 4 % aufgrund von gesunkenen Verkaufszahlen und zunehmendem Wettbewerbsdruck. In der zweiten Jahreshälfte konnte die Erodierung durch taktische Maßnahmen (Limited Edition, Maxi-Packungen, Überfüllgrößen mit Einkaufsvorteil für Verbraucher) gestoppt werden.

Positiv entwickelten sich die Produkte DryNites Pyjamahöschen (Spezialprodukte für bettnässende Kinder), Huggies Babypflegetücher sowie Camelia Damenbinden. DryNites und Huggies partizipierten von Leistungsausweitungen im On- und Offlinebereich. Die Steigerung bei Camelia war einer temporären Leistungsausweitung im Discountbereich geschuldet.

Hinzu kommt im Geschäftsjahr 2023, dass trotz des Rekordniveaus bei diversen Rohstoffen und der steigenden Energie-, Fracht- und Logistikkosten die Preiserhöhungen an die Kunden nur marginal umgesetzt werden konnten. Auch konnten die Kontraktverluste nicht vollständig durch Zuwächse kompensiert werden. Das führte dazu, dass im Bereich Eigenmarke ein Volumenrückgang in Höhe von 26 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war.

Der Markenbereich sank um 20 % im Volumen. Strategische Unternehmensentscheidungen in Bezug auf Verteilung vorhandener Kapazitäten sowie ein gesteigerter Fokus auf Profitabilität verringerten das Volumen im gerollten Bereich (Toilettenpapier trocken, Küchentücher), so dass zum Jahresende die beiden Bereiche an Distribution und Listungen einbüßen mussten.

Zusammenfassend gliedern sich die Anteile der verschiedenen Produktgruppen am Kundenumsatz des Geschäftsbereichs Consumer wie folgt (gerundet):

Kosmetik- und Taschentücher (Kleenex® und Eigen-/Handelsmarken) 43,4 % (Vorjahr: 45,2 %)

Toilettenpapier feucht (Cottonelle®) 24,2 % (Vorjahr: 24,6 %)

Toilettenpapier trocken (Cottonelle®) 0,4 % (Vorjahr: 1,1 %)

Kinder- und Kleinkinderpflegeprodukte (Huggies Happies®, Dry Nites®; Little Swimmers®) 17,4 % (Vorjahr: 16,8 %)

Damenhygiene (Camelia®) 14,4 % (Vorjahr: 12,2 %)

b) Produkte im Einzelnen

Der Markt für Taschen- und Kosmetiktücher erholte sich im Allgemeinen, aber die Marke Kleenex® verzeichnete aufgrund von Bestell- und Lieferstopps in der 1. Jahreshälfte aufgrund notwendiger Preisverhandlungen einen Umsatzrückgang von knapp 16,5 %. Trotz Aufnahme der Bestellungen ab der 2. Jahreshälfte konnten die unterjährigen Verluste nicht ausgeglichen werden. Es wurden Preisanpassungen von 11,2 % vorgenommen und das führte zu einem Volumenrückgang von 22 %.

Das Produkt Cottonelle® feuchtes Toilettenpapier verlor 9,7 % Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere gestiegene Wettbewerbsmaßnahmen machten der Marke zu schaffen und verursachten Rückgänge im Basisvolumen. Aufgrund der Einführung von Vorteilspackungen (+57 % mehr Inhalt) konnten Marktanteile jedoch gehalten werden.

Im Bereich der Produkte der Damenhygiene, welche unter der Marke Camelia® vertrieben werden, konnten trotz der Bestellstopps zum Jahresanfang durch eine temporäre Listung im Discountbereich sowie Preisanpassungen die Umsatzverluste vermieden werden. Die Preise für dieses Produkt konnten um 18,8 % gesteigert werden, was jedoch gerade ausreichte, um den Break Even in der Profitabilität zu erreichen.

Im Bereich der Kinder- und Kleinkinderpflegeprodukte verzeichneten Spezialprodukte für Bettnässer, die unter der Marke DryNites® vertrieben werden, erstmals wieder eine Umsatzsteigerung, getrieben durch einen Volumenzuwachs von 5,4 %. Ausweitungen in der Regalpräsenz sowie im Onlinebereich führten in Verbindung mit attraktiven Vermarktungen zum Wachstum, trotz Inflationsdruck und gesteigerter Aktivität bei Eigenmarkenhöschen.

Geschäftsbereich Professional

a) Überblick

Der Nettoumsatz im Bereich Professional ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gestiegen. Die Haupttreiber hierfür sind Preiserhöhungen im Laufe des Jahres 2022, die sich positiv auf 2023 ausgewirkt haben (carry-over Effekte) und die Preissenkungen in 2023 aufgrund von gesunkenen Input-Kosten im Markt (insb. Energie, Zellstoffe) überkompensiert haben. Die Produktionsvolumen sind dabei gegenüber 2022 rückläufig gewesen.

b) Produkte im Einzelnen

Der Umsatz von Handtuchpapier war im Vergleich zu 2022 stabil. Insbesondere durch den Launch des ICON-Spenders in Q4/2022 konnten wir in diesem Produktsegment unsere Umsätze erhöhen und erwarten auch hier für 2024 eine positive Entwicklung.

Im Bereich Wischtücher konnten wir unseren Umsatz um 8,6 % steigern. Auch hier waren die Preiserhöhungen in 2022, die sich positiv auf 2023 ausgewirkt haben, der Haupttreiber. Auf der anderen Seite ist das umgesetzte Volumen rückläufig gewesen. In 2024 erwarten wir, mit neuen Produkt-Innovationen das Absatzvolumen wieder erhöhen zu können.

Im Bereich von Sicherheits- und Scientific-Produkten, wo keine Preiserhöhung umgesetzt wurde, und aufgrund eines angespannten Wettbewerbs ist unser Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 % gesunken.

Geschäftsbereich Lohnveredlung

Im Lohnveredelungsgeschäft betrug der erzielte Umsatz TEUR 54.074, welcher geringer ist als im Vorjahr (Vorjahr: TEUR 61.527). Aufgrund des existierenden Manufacturer-Vertrags werden alle Kosten zuzüglich einer Marge von 10 % von der KCE UK erstattet. So trugen die geringeren Energiekosten zur Umsatzverminderung bei.

Die Kapazitätsauslastung sah 2023 verglichen mit dem Vorjahr, wie folgt aus:

2023 2022 Veränderung
Papierproduktion an der Papiermaschine 31.567 34.358 -2.791
Ausbringung des Papierfaserstoffs der Altpapierstoffaufbereitungsanlage 32.101 39.681 -7.580
Abgepresster Deinking Stoff, der nach VSE transportiert wurde 21.800 28.223 -6.423

Die Kapazitätsauslastung war im Jahr 2023 8 % geringer als im Jahr 2022.

3. Lage

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 244.980, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % darstellt (Vorjahr: TEUR 261.635). Der Umsatz resultiert aus einer Zunahme des Umsatzes im Geschäftsbereich Professional (1,7 %). Im Bereich Consumer ist der Umsatz um 7,2 % gesunken und im Bereich Lohnveredelung ist der Umsatz um TEUR 7.453 (-12,1 %) gesunken. Die Erlöse des Limited-Risk-Distributor-Modells beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 189.921, im Vorjahr betrugen diese TEUR 199.221.

Die Konzentration auf höhermargige Produktfelder, insbesondere im Bereich Professional, sowie der weitgehende Rückzug aus dem margenschwachen Discountbereich wurde fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Umsatzrentabilität von 6,3 % (Vorjahr 3,6 %) erreicht. Der Anstieg ist insbesondere durch die gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge verursacht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.305 auf TEUR 6.012 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen im Geschäftsjahr aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.416 und der Strompreisentschädigung in Höhe von TEUR 1.427.

Entsprechend der negativen Umsatzentwicklung sanken die Materialaufwendungen im Vorjahresvergleich insgesamt von TEUR 185.718 auf TEUR 167.960 (-9,6 %). Die von der KCE UK bezogenen Waren stellen mit TEUR 150.435 (Vorjahr: TEUR 155.817) unverändert die Hauptkomponente des Materialaufwands dar; weitere Komponenten sind Verbräuche der Ersatzteile/Hilfsmaterialien in Höhe von TEUR 4.490 (Vorjahr: TEUR 3.071) und Energie in Höhe von TEUR 10.207 (Vorjahr: TEUR 22.080) sowie Kosten für die Wiederverpackung in Höhe von TEUR 2.828 (Vorjahr: TEUR 4.750).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um TEUR 2.773 auf TEUR 25.422 gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Anpassung der Pensionsrückstellung.

Der Rückgang der Abschreibungen auf das Anlagevermögen um TEUR 87 auf TEUR 4.529 resultiert im Wesentlichen aus diversen Abgängen im Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 6.241 auf TEUR 39.982. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Weiterbelastungen der Kimberly- Clark UK/EU, aufgrund des Erdgas-Hedge-Strategieprojekts für 2022-2026. Das Projekt startete im Jahr 2023 und dient der Absicherung der Energiekosten.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen eine Dividende in Höhe von TEUR 1.264 (Vorjahr: TEUR 0) der Beteiligung an der OOO Kimberly-Clark, Moskau/Russische Föderation.

Die Zinserträge haben sich um TEUR 1.642 auf TEUR 1.799 erhöht. Der Anstieg resultiert aus Zinserhöhungen für Guthaben gegenüber verbundenen Unternehmen, die zum 1. Januar 2023 an das allgemeine Zinsniveau angepasst wurden.

Der Zinsaufwand resultiert vollumfänglich aus den Aufzinsungen der Pensions-, ATZ- und Jubiläumsverpflichtungen (Vorjahr: Pensions-, ATZ- und Jubiläumsverpflichtungen).

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf TEUR 15.459 (Vorjahr: TEUR 9.429) und wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin Kimberly- Clark Germany Holding GmbH abgeführt.

Das EBIT (Ergebnis vor Ertragsteuer, Zinsergebnis und Gewinnabführung) hat sich von TEUR 10.670 auf TEUR 13.099 und das EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsergebnis, Abschreibungen und Gewinnabführung) hat sich von TEUR 15.286 auf TEUR 17.628 verbessert.

b) Finanzlage

aa) Kapitalstruktur/Liquidität

Die Gesellschaft ist an den Cash-Pool der Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg, angeschlossen. Sie tritt insoweit nicht als Kreditnehmerin am freien Geld- und Kapitalmarkt auf. Im Einzelnen lassen sich die Finanzlage der Gesellschaft sowie die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds anhand einer Kapitalflussrechnung wie folgt darstellen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.543 21.717
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.695 -2.715
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -9.429 -15.875
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -581 3.127
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 47.052 43.925
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 46.471 47.052
2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel 1.071 0
Cash-Pooling-Forderungen (gegen Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l.) 45.400 47.052
46.471 47.052

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 10.543 (Vorjahr: TEUR 21.717).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -1.695 (Vorjahr: TEUR -2.715). Grund für den Anstieg sind zum einen die höheren Investitionen in das Sachanlagevermögen (2023: TEUR 2.960; Vorjahr: TEUR 2.715) und die Dividendenzahlung von der OOO Kimberly-Clark (2023: TEUR 1.264; Vorjahr: TEUR 0).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -9.429 und ergibt sich aus der Auszahlung der Ergebnisabführungsverpflichtung des Vorjahres.

Die Gesellschaft verfügt bei der Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l. zum Bilanzstichtag über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe TEUR 10.000.

Die Gesellschaft ist auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Kimberly- Clark Germany Holding GmbH und ihrer Einbindung in das Cash-Pool-System der Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l. jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

bb) Investitionen

Trotz der Verluste im Volumen wurden Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen im Bereich Arbeitssicherheit, Produktion und Umwelt getätigt, insbesondere in Bezug auf einen neuen Trailer Yard als Verladeplatz für WetLap-Paletten, mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Mio. EUR. Weitere Projekte waren ein Umbau der Presse an der Papiermaschine (TEUR 130), die Verlagerung eine Verarbeitungslinie aus Coleshill, die Wypall X LR verarbeiten kann (TEUR 93), sowie die Aktualisierung der Steuerungssoftware im Werk (MES 2.0) von etwa 1,2 Mio. EUR. Die Gesamtinvestitionssumme (inkl. der Anlagen im Bau) in 2023 belief sich auf ca. 3,8 Mio. EUR.

a) Vermögenslage

Insgesamt ergab sich ein Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 3.842 auf TEUR 142.015 (-2,7 %).

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen im Jahr 2023 mit TEUR 2.960 leicht über dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 2.715). Unter Berücksichtigung der laufenden Abschreibungen und der Abgänge sank das Sachanlagevermögen dennoch um TEUR 1.592 auf TEUR 30.499.

Bedingt durch erhöhte Lagerbestände an Ersatzteilen haben sich die Vorräte gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.464 um TEUR 588 auf TEUR 4.051 erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Jahr 2023 um TEUR 1.893 auf TEUR 45.863 gesunken. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Forderungen aus Cash- Pool-Vereinbarungen im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr reduziert und betragen zum Abschlussstichtag TEUR 16.343 (Vorjahr: TEUR 19.023). Der Rückgang korrespondiert mit der Reduktion der Umsatzerlöse.

Auf der Passivseite sind die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.707 auf TEUR 20.031 gesunken und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 11.146; Vorjahr: TEUR 17.383), Werbekosten (TEUR 3.184; Vorjahr: TEUR 4.083), Prämien und Tantiemen (TEUR 1.736; Vorjahr: TEUR 2.069), Betriebskosten (TEUR 767; Vorjahr: TEUR 941) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.067; Vorjahr: TEUR 860).

Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten um insgesamt TEUR 6.118 auf TEUR 51.897 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken dabei stichtagsbedingt um TEUR 1.696 auf TEUR 12.731. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 7.179 auf TEUR 37.410 resultiert insbesondere aus den höheren Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung (2023: TEUR 15.459; Vorjahr: TEUR 9.429). Die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 634 höheren sonstigen Verbindlichkeiten gehen im Wesentlichen auf die stichtagsbedingt höheren kreditorischen Debitoren zurück.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17,2 % auf 17,7 % leicht verbessert.

Das verbleibende Geschäft entwickelt sich erwartungsgemäß, die Prognose für 2024 ist jedoch aufgrund der Situation in Europa vorsichtig (wir verweisen auf unsere Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt "Finanzielle Leistungsindikatoren"). Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf der operativen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Die Lage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) gesteuert.

Die Umsatzerlöse betrugen in 2023 TEUR 244.980 und liegen damit unter der Prognose des Vorjahres von TEUR 269.408. Das Nichterreichen der Prognose resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzverminderung (um 7,2 %) im Consumer-Bereich und aus dem Bereich der Lohnfertigung. Die geringere Energiekosten bedeuten auch geringeren Umsatz im Lohnveredelungsgeschäft.

Das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) liegt für 2023 mit TEUR 15.459 jedoch deutlich über dem Niveau der Prognose des Vorjahres von TEUR 8.352. Grund hierfür ist zum einen der Anstieg von sonstigen betrieblichen Erträgen um 4,7 Mio. (Erträge aus der Auflösung der VBR-Rückstellungen und Strompreiskompensation 2022). Zum anderen ist die Dividende aus der 25-prozentigen Beteiligung an der KC Russia, die in 2023 mit TEUR 1.264 über den Erwartungen und über dem Vorjahr liegt.

Die Umsatzrentabilität bereinigt um das Finanzergebnis ist von 4,1 % auf 5,3 % gestiegen.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 229.437 (und damit unter dem Niveau von 2023) erwartet. Insbesondere in beiden Bereichen Consumer und Professional werden Anstrengungen notwendig sein, um die Umsatzziele zu erreichen. Das Betriebsergebnis (vor Gewinnabführung) wird bei TEUR 10.701 und damit unter dem Niveau der vergangenen drei Geschäftsjahre erwartet, aufgrund der erwartungsgemäß geringeren Umsatzerlöse.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Nach wie vor ist von entscheidender Bedeutung, ob und wie sich die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Energiesteuer-Rückerstattungen gestalten werden.

Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass wir die Bedingungen der geänderten gesetzlichen Regelungen weiterhin erfüllen werden und in 2024 die Erstattung der gezahlten Energiekosten des letzten Jahres erhalten werden.

Im Bereich der Rohstoff- und Energiekosten gehen wir weiterhin von hohen Preisen aus. Um diese auf den einzelnen Geschäftsfeldern abzufedern, stehen im Bereich Consumer und Professional Herausforderungen an. Die Entwicklung der Energiekosten wird auch in 2024 einen wesentlichen Einfluss auf die Märkte haben und zu einer Zurückhaltung seitens der Kunden führen.

Im Bereich Consumer liegt der Schwerpunkt im Jahr 2024 auf Stabilisierung der Kernbereiche. Nach ersten Kostenentlastungen wurde zum Teil in die Preise investiert, um Vermarktungen und Handelsunterstützung zu sichern. Flankierend optimieren wir durch Revenue-Growth- Management-Maßnahmen in den Bereichen Preis/Pack-Architektur und Produktmix. Der Bereich der Eigenmarken fokussiert sich auf Taschentücher- und Kosmetiktücherboxen und strebt einen Ausbau an, um vorhandene Kapazitäten durch strategische Kontrakte auszulasten.

Im Bereich Professional lag ein wesentlicher Fokus in 2023 auf profitablem Volumenwachstum und auf unserer innovativen Spenderserie "ICON", die in Q4 2022 auf den Markt gebracht wurde, sowie unserem Nachhaltigkeitsprogramm "Rightcycle". Zusätzliche Wachstumsimpulse versprechen wir uns auch von einem weiter verstärkten Fokus auf Innovationen im Wischtuchgeschäft. Des Weiteren investieren wir weiter in Digitalisierung sowie in diverse Vertriebs- und Marketingaktivitäten.

Bei der zukünftigen Geschäftsentwicklung sind die im Risikobericht genannten Risiken zu beachten. Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die möglichen weiteren Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine - mit teilweise gravierenden Folgen für die Energiepreisentwicklung - es für die Geschäftsführung nach wie vor schwieriger machen, die künftige Entwicklung unserer Geschäfte zuverlässig und vollständig abzuschätzen, insbesondere auf kurze Sicht.

Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass diese Auswirkungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Fähigkeit des Unternehmens haben werden, seine Geschäftstätigkeit über einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Datum der Feststellung (Genehmigung) des Jahresabschlusses und des Lageberichts fortzusetzen.

2. Chancenbericht

Im Bereich Consumer stehen wir stark im Wettbewerb mit anderen Anbietern insbesondere in unseren Kernsortimenten. Zusätzlich verringert der Inflationsdruck die Kaufkraft der Verbraucher. Der Fokus im Markengeschäft liegt auf der Attraktivität unserer Angebote für den Handel sowie Mehrwerte für den Verbraucher. Dies erreichen wir durch kontinuierliche Produktoptimierung, innovative Konzepte sowie Verbesserungen zur Umweltverträglichkeit. Auch das 100-jährige Jubiläum der Weltmarke Kleenex® wird zur Jahresmitte gebührend gefeiert.

Der Bereich Professional sieht seine Chancen auf Grund veränderter Bedingungen, wie z.B. das verstärkte Arbeiten im Homeoffice, weiterhin in der Vertiefung in den bestehenden Geschäftsfeldern. Ebenfalls wird durch Innovationen und Marketing eine Erhöhung der Marktanteile in diesem Bereich erwartet. Weiterhin werden Digitalisierung und der Ausbau des Online- Handels ein wichtiger Bestandteil unsere Markenstrategie in den folgenden Jahren sein.

Aus Werkssicht sehen wir die Chancen in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit durch eine Steigerung der Flexibilität; sei es in Bezug auf Rohstoffeinsatz (Zellstoff, Altpapier, Ausschuss), Energiequellen (Strom, LNG, LPG), Reaktionsfähigkeit (neue Projekte, Problemlösung, Digitalisierung), Produktangebot (Papier- und Kunstvliesprodukte) sowie Flexibilität der Mitarbeiter (Upskilling). In der neuen globalen Organisationsstruktur, die aus neun Werken besteht, liegt der Fokus auf der Optimierung der bestehenden Prozesse, um weiterhin 4 % bis 5 % der anfallenden Kosten zu senken und die Vorteile eines globalen Konzerns besser nutzen zu können (Erfahrung, Wissen & funktionierende Prozesse). Wenn diese Chancen genutzt werden, können wir einen Wettbewerbsvorteil generieren.

Zur Minderung der Auswirkungen der stark gestiegenen Volatilität des Bezugspreises für natürliches Gas hat die Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l., US Branch, im Geschäftsjahr 2022 erstmals Terminkontrakte zur Sicherung des Beschaffungspreises von 80 % des erwarteten Bedarfs für die Jahre 2022 bis 2026 abgeschlossen. Die Gewinne und Verluste aus der Absicherung werden an die Kimberly-Clark GmbH weitergegeben.

3. Risikobericht

Als Tochterunternehmen eines amerikanischen Konzerns, der Kimberly-Clark Corporation, Dallas/USA, (nachfolgend kurz: Kimberly-Clark) sind wir in das weltweite Risikomanagementsystem des Konzernverbands eingebunden. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit, sondern integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk zum Risikomanagement und das monatliche Reporting. Das Risikomanagementsystem von Kimberly-Clark basiert auf drei Säulen: der Erkennung und Bewertung, der Zuteilung der Verantwortlichkeit und der Kontrolle der Risiken. In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung auf lokaler, regionaler und globaler Ebene werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit auch mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart und umgesetzt.

Eventuelle Aufwendungen aus bestehenden und zukünftigen Risiken der Gesellschaft übernimmt aufgrund bestehender Transferpreisverträge (LRD und Lohnveredelung) die KCE UK. Die vertraglichen Vereinbarungen im Rahmen des LRD-Modells und der Lohnveredelung garantieren der Kimberly-Clark GmbH aus ihrer Vertriebstätigkeit eine positive Marge. Damit verfügt die Gesellschaft aufgrund ihrer Vertriebsstruktur über einen gesicherten Profit.

Inwieweit politische Risiken wie der Ukraine-Konflikt seit dem Februar 2022 sowie die weiteren Preissteigerungen bei Rohstoffen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit haben, lässt sich aufgrund der zunehmenden Volatilität dieser geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zuverlässig und vollständig abschätzen.

Der Buchwert der Beteiligung an der Gesellschaft in Russland ist aufgrund positiver Ergebnisse der Gesellschaft und einem DCF-Wert (Discounted cash Flow oder "abgezinster Zahlungsstrom") des russischen Unternehmens, welcher höher ist als der Beteiligungsbuchwert, zum Bilanzstichtag angemessen. Derzeit ist es aufgrund von gesetzlichen Vorgaben in Russland allerdings nicht möglich, volle Dividenden aus der Beteiligung auszuschütten. Die Werthaltigkeit der Beteiligung wird von der KC Worldwide Inc. fortlaufend überwacht.

Aufgrund der gegenwärtigen Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen sind wir der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, zum Stichtag nicht bestehen.

 

Koblenz, den 14. Juni 2024

Kimberly-Clark GmbH

Joachim Gutschmidt, Geschäftsführer

Frank Fleck, Geschäftsführer

Petra Marion Ahlendorf, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.597.405,93 12.937.216,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.389.348,09 15.747.678,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.495.269,10 1.873.047,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.016.752,06 1.532.730,32
30.498.775,18 32.090.671,78
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 40.200.000,00 40.200.000,00
40.200.000,00 40.200.000,00
70.698.775,18 72.290.671,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.051.359,80 3.463.618,48
4.051.359,80 3.463.618,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.342.928,48 19.023.342,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.863.028,14 47.755.845,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.693.816,32 3.110.820,30
65.899.772,94 69.890.007,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.070.953,79 0,00
71.022.086,53 73.353.626,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.610,00 17.156,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 288.312,08 195.733,25
142.014.783,79 145.857.187,24

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.528.369,03 20.528.369,03
II. Kapitalrücklage 2.699.373,53 2.699.373,53
III. Andere Gewinnrücklagen 1.857.563,30 1.857.563,30
25.085.305,86 25.085.305,86
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 45.001.563,00 47.254.970,00
2. Sonstige Rückstellungen 20.031.150,20 27.738.016,57
65.032.713,20 74.992.986,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.731.375,99 14.427.150,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.410.198,94 30.230.915,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.755.189,80 1.120.828,28
davon aus Steuern EUR 239.662,84 (Vorjahr: EUR 273.825,51)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 125.650,11 (Vorjahr: EUR 139.101,88)
51.896.764,73 45.778.894,81
142.014.783,79 145.857.187,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 244.980.026,03 261.635.432,05
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.012.150,59 1.304.984,69
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 28.566,21 (Vorjahr: EUR 69.115,29)
250.992.176,62 262.940.416,74
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 154.925.162,33 158.887.785,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.035.205,64 26.830.464,36
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.850.682,36 21.280.412,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.571.346,66 6.914.250,14
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 544.158,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.528.884,48 4.615.948,99
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 39.982.192,53 33.741.066,29
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 27.852,03 (Vorjahr: EUR 87.822,80)
237.893.474,00 252.269.927,69
7. Erträge aus Beteiligungen 1.264.229,72 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.799.153,12 157.435,51
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.797.587,12 (Vorjahr: EUR 157.435,51)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 640.294,21 1.336.125,64
davon aus Aufzinsung EUR 640.294,21 (Vorjahr: EUR 1.336.125,64)
2.423.088,63 -1.178.690,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 62.496,55 62.496,55
11. Ergebnis nach Steuern 15.459.294,70 9.429.302,37
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -15.459.294,70 -9.429.302,37
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke zum überwiegenden Teil ebenfalls im Anhang gemacht.

Das Geschäftsjahr umfasst das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kimberly-Clark GmbH mit Sitz in Koblenz im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz unter der Nummer HRB 636 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die überwiegend zwischen 5 und 20 Jahren liegt, linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden überwiegend über 50 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet bzw. bei dauernder Wertminderung zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit die Gründe für eine Abschreibung weggefallen sind, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Reisekostenvorschüsse an Mitarbeiter sind zum Barwert bewertet. Forderungsansprüche aus unverpfändeten Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen und Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem aktivierungspflichtigen Deckungsvermögen einschließlich Überschussanteilen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben des Berichtsjahres, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen, angesetzt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Sie sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert nach versicherungsmathematischen Grundlagen; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Aufzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Da der Wert der Rückdeckungsversicherungen die Verpflichtungen übersteigt, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der so genannten Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.), der Gehaltstrend mit 3,00 % p.a. (Vorjahr: 3,25 % p.a.) und eine Dynamik der gesetzlichen Rentenversicherung mit 3,40 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens auf Basis eines Zinssatzes von 1,70 % (Vorjahr: 1,44 %), erwarteter Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr: 3,25 %) sowie der "Richttafeln 2018 G" gebildet worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden mit diesen Schulden verrechnet; mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen wird entsprechend verfahren. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige sonstige Rückstellungen aus Altersteilzeit- (TEUR 362; Vorjahr: TEUR 652) und Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 343; Vorjahr: TEUR 336).

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden auf Ebene der Organträgerin Kimberly-Clark Germany Holding GmbH verrechnet und entsprechend berücksichtigt. Ein Ansatz auf Ebene der Organgesellschaft erfolgt nicht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Berichtswährung der Kimberly-Clark GmbH ist der Euro. Die Kimberly-Clark GmbH hat Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Währungen. Diese sind insbesondere der US- Dollar und der Rubel, woraus sich Wechselkursrisiken ergeben können.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteile am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2023 Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis zum 31.12.2023 Ergebnis zum 31.12.2023
Mio. RUB Mio. EUR ** Mio. RUB Mio. EUR **
000 Kimberly-Clark, Moskau/Russische Föderation * 25 % 15.493 157,57 3.999 40,67

* Zahlen beruhen auf einem ungeprüften Erstellungsbericht zum 31. Dezember 2023
** umgerechnet mit Kurs vom 31. Dezember 2023: EUR 0,01017

Finanzanlagen

Der Buchwert der Beteiligung an der OOO Kimberly-Clark, Moskau, Russische Föderation, beträgt wie im Vorjahr TEUR 40.200.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Cash-Pool-Vereinbarung mit der Kimberly-Clark Luxembourg Finance S.à r.l. in Höhe von TEUR 45.400 (Vorjahr: TEUR 47.052),Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 635) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 68).

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 686 (Vorjahr: TEUR 713) sowie Erstattungsansprüche aus Energiesteuer in Höhe von TEUR 2.842 (Vorjahr: TEUR 2.216).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 849 (Vorjahr: TEUR 876) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TDM 40.150 (TEUR 20.528) und wurde noch nicht auf Euro umgestellt.

Jahresergebnis

Aufgrund des mit der Kimberly-Clark Germany Holding GmbH, Koblenz, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird das Jahresergebnis an die Muttergesellschaft abgeführt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 45.002 (Vorjahr: TEUR 47.255) beruhen im Wesentlichen auf rechtsverbindlichen Zusagen für aktive und inzwischen ausgeschiedene Mitarbeiter und deren Angehörige.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 330 und unterliegt in Übereinstimmung des BMF-Schreibens vom 23. Dezember 2016 im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Kimberly-Clark Germany Holding GmbH nicht der Abführungssperre, jedoch der Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Kundenboni 11.146 17.383
Werbekosten 3.184 4.083
Prämien und Tantiemen 1.736 2.069
Betriebskosten 767 941
Urlaubsrückstellungen 434 490
Jubiläumsrückstellungen 343 336
Sonstige 2.421 2.436
20.031 27.738

Für die Saldierung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögensgegenständen wurden zum 31. Dezember 2023 folgende Werte ermittelt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Zeitwert/Anschaffungskosten des zu verrechnenden Planvermögens 1.297 1.207
Erfüllungsbetrag Altersteilzeitverpflichtungen -1.371 -1.663
-74 -456
Davon aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 288 196
Davon Rückstellung aus Altersteilzeitverpflichtung 362 652

Das Planvermögen ist mit dem vom Versicherer ermittelten Zeitwert, der sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital, ableitet, angesetzt. Die Verrechnung der zugehörigen Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verrechnete Aufwendungen 23 26
Verrechnete Erträge 0 0

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 21.951 (Vorjahr: TEUR 20.802).

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin Kimberly- Clark Germany Holding GmbH weist die Gesellschaft unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr den abzuführenden Gewinn in Höhe von TEUR 15.459 (Vorjahr: TEUR 9.429) aus.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie auch im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 480) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 589
davon fällig 2024 335
davon fällig 2025 bis 2026 254

Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
nach Regionen
Inland 176.980 72,2 190.360 72,8
Übrige Länder 68.000 27,8 71.275 27,2
244.980 100,0 261.635 100,0

In den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2023 sind Umsatzerlöse im Rahmen des Limited- Risk-Distributor-Modells in Höhe von TEUR 189.921 (Vorjahr: TEUR 199.221), Erträge aus der Lohnveredelung von TEUR 54.074 (Vorjahr: TEUR 61.527) und sonstige Erlöse von TEUR 985 (Vorjahr: TEUR 887) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im laufenden Geschäftsjahr periodenfremde Erträge aus der Auflösung der nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.416 (Vorjahr: TEUR 412).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr mit TEUR 38 periodenfremde Aufwendungen, die aus Verlusten aus den Sachanlagenabgängen resultieren.

Im Übrigen lagen im Geschäftsjahr keine weiteren wesentlichen periodenfremden oder außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen vor, die für die Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft von nicht untergeordneter Bedeutung wären.

Die Fremdwährungsumrechnung wird auf der Einzeltransaktionsbasis durchgeführt. Der Ausweis von Erträgen bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung erfolgt unter den Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten im laufenden Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 1.264 (Vorjahr: TEUR 0).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Infolge der seit dem Geschäftsjahr 2014 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Kimberly-Clark Germany Holding GmbH wird in Höhe von TEUR 62 die Versteuerung der Ausgleichszahlung des Organträgers an die Minderheitsgesellschafter durchgeführt. Anpassungen von Steuerrückstellungen der vororganschaftlichen Veranlagungszeiträume haben sich nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Joachim Gutschmidt, KCP Strategie Project Leader, Bassenheim

Frank Fleck, General Manager D A CH KC Professional, Köln-Widdersdorf

Petra Marion Ahlendorf, Country Manager Consumer für Deutschland, Bubenheim

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 362 (Vorjahr: TEUR 336).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 7.438 (Vorjahr: TEUR 7.411).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 164 157
Kaufmännische Arbeitnehmer 114 110
Befristet angestellte Arbeitnehmer 14 27
292 294

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss der Kimberly-Clark Germany Holding GmbH als Mutterunternehmen für den kleinsten und in den Konzernabschluss der Kimberly-Clark Corporation, Dallas, USA, als Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser wird in den USA offengelegt und ist am Sitz der Gesellschaft sowie auf deren Homepage einzusehen. Der geprüfte Konzernabschluss der Kimberly-Clark Holding GmbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Mit der Kimberly-Clark Germany Holding GmbH besteht mit Wirkung zum 11. März 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das berechnete Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 81 für Abschlussprüfungsleistungen.

Steueraufwand oder Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetz

Die von der OECD veröffentlichten Modellregeln zur Globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurden in bestimmten Ländern, in denen die Kimberly-Clark tätig ist, erlassen oder im Wesentlichen erlassen. Die Gesetzgebung in Deutschland tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr der Kimberly-Clark in Kraft. Die Kimberly-Clark fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder im Wesentlichen erlassenen Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung des potenziellen Risikos der Kimberly-Clark in Bezug auf die Globale Mindeststeuer vorgenommen.

Die Beurteilung des potenziellen Risikos aus der Mindeststeuer basiert auf den jüngst verfügbaren länderbezogenen Berichten und Jahresabschlüssen für die Geschäftseinheiten der Kimberly-Clark. Aufgrund der Bewertung liegen die effektiven Steuersätze der Säule 2 in den meisten Ländern, in denen die Kimberly-Clark tätig ist, über 15 %. Es gibt jedoch eine geringe Anzahl von Ländern, in denen die vorübergehende Safe-Harbour-Erleichterung nicht gilt und der effektive Steuersatz der Säule 2 unter 15 % liegt. Die Kimberly-Clark erwartet in diesen Ländern kein wesentliches Ertragsteuerrisiko aus der Säule 2.

Die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der Kimberly-Clark GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im März 2024 hat die Kimberly-Clark Corporation, das oberste Mutteruntenhmen, ein globales Restrukturierungsprogramm angekündigt. Das Programm bezieht sich auf Änderungen im Geschäftsmodell, Humanressourcen und andere wichtige kommerzielle Initiativen. Auswirkungen auf die Kimberly-Clark GmbH können derzeit nicht abgeschätzt werden.

 

Koblenz, den 14. Juni 2024

Kimberly-Clark GmbH

Joachim Gutschmidt

Frank Fleck

Petra Marion Ahlendorf

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.227.762,86 0,00 0,00 0,00 9.227.762,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 110.146,60 0,00 0,00 0,00 110.146,60
9.337.909,46 0,00 0,00 0,00 9.337.909,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.923.268,08 407.575,14 22.374,77 0,00 35.308.468,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.031.302,22 264.326,37 1.478.275,23 693.633,81 85.510.987,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.270.241,49 110.109,39 71.025,78 0,00 7.309.325,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.532.730,32 2.177.655,55 0,00 -693.633,81 3.016.752,06
129.757.542,11 2.959.666,45 1.571.675,78 0,00 131.145.532,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 54.939.407,16 0,00 0,00 0,00 54.939.407,16
194.034.858,73 2.959.666,45 1.571.675,78 0,00 195.422.849,40
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.227.762,86 0,00 0,00 9.227.762,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 110.146,60 0,00 0,00 110.146,60
9.337.909,46 0,00 0,00 9.337.909,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.986.051,84 735.229,24 10.218,56 22.711.062,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.283.624,22 3.305.821,21 1.467.806,35 72.121.639,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.397.194,27 487.834,03 70.972,30 5.814.056,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
97.666.870,33 4.528.884,48 1.548.997,21 100.646.757,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.739.407,16 0,00 0,00 14.739.407,16
121.744.186,95 4.528.884,48 1.548.997,21 124.724.074,22
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.597.405,93 12.937.216,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.389.348,09 15.747.678,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.495.269,10 1.873.047,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.016.752,06 1.532.730,32
30.498.775,18 32.090.671,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 40.200.000,00 40.200.000,00
70.698.775,18 72.290.671,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kimberly-Clark GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kimberly-Clark GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kimberly-Clark GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 14. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Josef Kalvelage, Wirtschaftsprüfer

Anastasia Abramov, Wirtschaftsprüferin

Feststellung Jahresabschluss

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 21. Juni 2024.

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