Siemens Digital Logistics GmbH
Same addressLogistics service activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thomas Greiter since 10/29/2025 | Procura |
Elmar Wilhelm Bernhard Weber since 4/23/2024 | Managing Director |
Nico Brinkmann since 11/28/2023 | Procura |
Frank Gailfuß since 11/21/2023 | Procura |
Steven Kamiel Dr. De Schrijver since 4/12/2023 | Managing Director |
Etienne Henri Marinus since 4/12/2023 | Procura |
An Jet M Dr. De Wispelaere since 4/12/2023 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Mobility Transport Solutions S.à r.l. | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
PTV Logistics GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 7. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 10. Januar 2025 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PTV Logistics GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PTV Logistics GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PTV Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt-Vergleichsangaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Anlagenverzeichnis I Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 II Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz der PTV Logistics GmbH, Karlsruhe, zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung der PTV Logistics GmbH, Karlsruhe, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 3. Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023 Entwicklung des Anlagevermögens der PTV Logistics GmbH, Karlsruhe, im Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023PTV Logistics GmbHKarlsruhe1 Geschäftstätigkeit 1.1 Grundlagen Die PTV Logistics GmbH (nachfolgend "Gesellschaft" oder "PTV Logistics") wurde im Geschäftsjahr 2022 gegründet und ist ein Softwareunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Die PTV Logistics als aufnehmende Gesellschaft hat rückwirkend auf den 1. Januar 2023 das Logistik-Geschäft der PTV Planung Transport Verkehr GmbH als ausgliedernde Gesellschaft übernommen und hat damit ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Gesellschaft entwickelt und vertreibt Software im Bereich Transportwesen. Darüber hinaus erbringt sie Dienst- und Beratungsleistungen auf diesem Gebiet und betreibt Forschung rund um das Thema Logistik. Die PTV Logistics Gruppe ist weltweit präsent, bedient Kunden weltweit und beschäftigt zum Bilanzstichtag 314 FTEs, wovon direkt bei der PTV Logistics GmbH 144 FTE tätig sind. Zum 31. Dezember 2023 hält die PTV Logistics Anteile an 17 weiteren Unternehmen, die Software entwickeln, vertreiben und implementieren sowie beratend im Umfeld der Verkehrsplanung und -steuerung tätig sind. Die European Transport Solutions S.á.r.l., Luxemburg (nachfolgend "ETS") hält zum 31. Dezember 2023 mittelbar über mehrere Zwischenholding-Gesellschaften sämtliche stimmberechtigten Anteile an der PTV Logistics. Die Gesellschaft samt ihren Tochtergesellschaften wird über ihre unmittelbare Muttergesellschaft, die PTV Planung Transport Verkehr GmbH, Karlsruhe, in den ETS-Konzern einbezogen. 1.2 Geschäftstätigkeit Die PTV Logistics plant und optimiert weltweit Transportrouten, Vertriebsstrukturen und Individualverkehr. Hierfür liefert die Gesellschaft Software, Services und Beratungsdienstleistungen vorwiegend an Kunden der Industrie (wie Logistikunternehmen, Flottenbetreiber, Automobilhersteller, Systemintegratoren). Die Geschäftstätigkeit der PTV Logistics umfasst Softwarelösungen und -dienstleistungen für die Optimierung der Transportlogistik, des Außendiensts und von Service-Flotten. Dabei liegt der Fokus auf Softwareprodukte und -komponenten sowie Beratungsleistungen für die gesamte logistische Kette, angefangen bei Touren- und Routenplanung über die räumliche Strukturanalyse bis hin zu Applikationslösungen für LKW-Navigation. 1.3 Forschung und Entwicklung Die PTV Logistics beschäftigt sich unter anderem mit den aktuellen Themen, die die verkehrspolitische und verkehrswissenschaftliche Diskussion beherrschen. Aktuell gehören dazu der Klimawandel, die Energiewende und der Einsatz von Elektromobilität, der demografische Wandel und entsprechende Anforderungen an die Daseinsvorsorge, die Logistik in Mega-Cities, "Green Transportation" sowie intermodale, zuverlässige Transportsysteme. Im Geschäftsjahr wurden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) aktiviert und Abschreibungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Zum Bilanzstichtag waren 102 FTEs (Vj: 0 FTE) im Bereich Forschung und Entwicklung tätig, die sowohl interne als auch konzernweite Projekte betreuten. Die Entwickler sind hierbei nicht nur in der Forschung und Entwicklung neuer Produkte, sondern auch in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden Softwarelösungen involviert; wobei Wartung und Entwicklung oftmals gemeinsam einhergehen. 1.4 Bestehende Zweigniederlassungen Neben der Hauptniederlassung in Karlsruhe bestehen zum Bilanzstichtag keine weiteren Niederlassungen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 war die Wirtschaft im Euroraum von mehreren Herausforderungen geprägt. Dazu zählten eine hohe Inflation, restriktive Finanzierungsbedingungen und eine gedämpfte Inlands- und Auslandsnachfrage. 1 Insbesondere die steigenden Energiepreise sowie die geopolitische Unsicherheit aufgrund des russisch-ukrainischen Konflikts trugen dazu bei. Die Notenbanken reagierten mit höheren Leitzinsen, was die Konjunktur weiter dämpfte. Trotz dieser Herausforderungen verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euro-Währungsgebiet insgesamt einen Anstieg um 0,4 %. 2 Das deutsche BIP sank hingegen um -0,3 %. 3 Ende des Jahres 2023 entspannte sich die Lage an den Energiemärkten leicht, und fiskalische Maßnahmen wurden ergriffen, um private Haushalte und Unternehmen von den hohen Energiekosten zu entlasten. Dies führte zu einer leichten Verbesserung des Geschäftsklimas im Dienstleistungssektor gemäß Umfragen des ifo Instituts. 4 Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent und für das Jahr 2025 wird ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent erwartet. 5 Dennoch dämpfen die strukturellen Probleme und die konjunkturellen Schwächephase weiterhin die Konjunktur.
1 EZB, Wirtschaftsbericht Ausgabe 08/ 2023, S. 2
Die Umsätze in der IT-Branche sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Gemäß der vom Branchenverband BITKOM veröffentlichten Marktzahlen verzeichnet die Branche im Geschäftsjahr 2023 einen Anstieg von 2,4 %, wobei das Geschäft mit IT-Services um 5,0 % wächst, während der Softwarebereich einen Anstieg von 12,1 % zu verzeichnen hat. 6 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.2.1 Entwicklung der PTV Logistics im Geschäftsjahr Die PTV Logistics als aufnehmende Gesellschaft hat rückwirkend auf den 1. Januar 2023 das Logistik-Geschäft der PTV Planung Transport Verkehr GmbH als ausgliedernde Gesellschaft übernommen. Eine Vergleichbarkeit des operativen Geschäfts ist somit zum Vorjahr nicht möglich. Im vorstehend beschriebenen Marktumfeld erwirtschaftete die PTV Logistics eine Gesamtleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderungen zuzüglich anderer aktivierter Eigenleistungen) im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 39,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.). Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr EUR 38,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.). Dabei entfallen EUR 13,8 Mio. auf Verkäufe von Softwareprodukten und -dienstleistungen, EUR 16,5 Mio. auf Leistungsverrechnungen mit den Tochtergesellschaften, EUR 7,2 Mio. auf Wartungserlöse und EUR 0,9 Mio. auf Erlöse aus dem Projektgeschäft. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 1,1 Mio. und betreffen im Wesentlichen Weiterverrechnungen von Personalkosten an verbundene Unternehmen. Sowohl die Gesamtleistung als auch die sonstigen betrieblichen Erträge wirken sich positiv auf das Ergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus, welches im Geschäftsjahr auf EUR 4,2 Mio. steigt. Das Ergebnis vor Steuern, Finanz- und Beteiligungserträgen (EBIT) verbesserte sich auf EUR 3.2 Mio. Mit Ausgliederung des Logistik-Geschäfts geht auch die Übernahme der operativen Kosten (Personalaufwand, Materialaufwand, sonstige betrieblichen Aufwendungen) in Höhe von EUR 35,7 Mio. einher. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 13,1 Mio. stehen im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen und den damit verbundenen erhöhten Lizenzaufwendungen an Datenlieferanten. Des Weiteren fielen die Bonuszahlungen an Mitarbeiter an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr EUR 9,6 Mio. und resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung der Managementleistungen der PTV Planung Transport Verkehr GmbH an die PTV Logistics (EUR 3,7 Mio.), der Weiterbelastung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen der PTV Planung Transport Verkehr GmbH an die PTV Logistics (EUR 2,6 Mio.), den Aufwand für Personalbeschaffung (EUR 0,4 Mio.) sowie den Rechts- und Beratungskosten (EUR 0,9 Mio.).
5 Jahresgutachten 2024/2025 des
Sachverständigenrats vom 14.11.2024
Der Jahresüberschuss der PTV Logistics wuchs deutlich auf EUR 4,5 Mio. (Vj: EUR 0,8 Mio.), was im Wesentlichen auf die Aufnahme des Logistik-Geschäfts und an dem um EUR 1,7 Mio. gestiegenen Finanz- und Beteiligungsergebnis von EUR 2,6 Mio. (Vj: EUR 0,9 Mio.) zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand für die kommenden zwölf Monate bewegt sich wie folgt:
2.3 Darstellung der Lage 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr von EUR 11,4 Mio. um EUR 38,9 Mio. auf EUR 50,3 Mio. erhöht. Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen die Übernahme des Logistik-Geschäfts von der Muttergesellschaft. Der Verschuldungsgrad (Fremdkapital zu Eigenkapital) beträgt 196,4 % (Vj: 7,8 %). Die Eigenkapitalquote sank auf 33,7 % (Vj: 92,8 %). Der Anstieg der Aktiva um EUR 38,9 Mio. auf EUR 50,3 Mio. betrifft im Wesentlichen den Anstieg des Anlagevermögens um EUR 9,0 Mio. auf EUR 19,5 Mio. und des Umlaufvermögens um EUR 27,6 Mio. auf EUR 28,5 Mio. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf EUR 0,2 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.). Das Finanzanlagevermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Ausleihungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. um EUR 5,9 Mio. auf EUR 16,4 Mio. erhöht. Der Anstieg des Umlaufvermögens der PTV Logistics im Geschäftsjahr um EUR 27,6 Mio. auf EUR 28,5 Mio. begründet sich insbesondere im Aufbau von Forderungen an verbundene Unternehmen auf EUR 22,0 Mio. (Vj: EUR 0,9 Mio.). Das Bankguthaben ist auf EUR 1,2 Mio. (Vj: 0 Mio.) angestiegen. Der Anstieg der Passiva resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss der Gesellschaft (EUR 4,5 Mio.), dem Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 18,7 Mio. sowie die Erhöhung der Rückstellungen um EUR 5,3 Mio. Wesentlicher Treiber der erhöhten Rückstellungen sind die erhöhten Pensionsrückstellungen von EUR 1,3 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) und die sonstigen Personalrückstellungen in Höhe von EUR 1,0 Mio.(Vj: EUR 0 Mio.), die erhöhten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von EUR 1,6 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.), wobei EUR 1,1 Mio. auf Lizenzen entfallen (Vj: EUR 0 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 18,7 Mio. ergibt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 18,8 Mio. (Vj: 0,8 Mio.) sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten auf EUR 0,4 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegt im Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Ausgliederung und aus Lieferungen und Leistungen begründet. 2.3.2 Finanzlage Das Anlagevermögen ist am Bilanzstichtag zu 94,2 % (Vj: 100,8 %) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital mit einer Restlaufzeit über ein Jahr gedeckt (Anlagendeckungsgrad II). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Thesaurierung der Gewinne und das im Bilanzgewinn enthaltene Jahresergebnis zurückzuführen. Die PTV Logistics übernimmt als Mutter-/ Mehrheitsgesellschaft für einige Tochtergesellschaften die Finanzierungsfunktion, da die Töchter zum Teil nicht über eigene Kreditlinien verfügen. Gleichzeitig hat sie auch kurzfristige Kredite bei Konzerngesellschaften mit hohen Liquiditätsbeständen aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich diese Darlehen inkl. Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 2,5 Mio. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2023 Ausleihungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. mit verbundenen Unternehmen der PTV Group. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über eine Liquidität von EUR 1,2 Mio. (Vj: 0 Mio.). Die PTV Logistics war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. 2.3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft auf EUR 38,3 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) gewachsen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge auf EUR 1,1 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) gegenüber dem Vergleichszeitraum ist im Wesentlichen auf die erhöhten sonstigen betrieblichen Erträge aus der Weiterbelastung an verbundene Unternehmen von EUR 0,9 Mio. sowie den erhöhten Erträgen aus verrechneten sonstigen Sachbezügen von 0,1 zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen stehen im Zusammenhang mit neuen Produkten für die Plattform. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum auf EUR 13,1 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) erhöht. Die Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Lizenzkosten sowie Fremdleistungen für Projekte. Wesentlicher Treiber für den Anstieg ist die Umsatzentwicklung und damit die höheren Abführungen an Datenlieferanten. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum auf EUR 13,0 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) erhöht. Der Anstieg um EUR 13,0 Mio. ergibt sich aufgrund des Transfers von Mitarbeitern im Zuge der Ausgliederung. Die Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 1,0 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf EUR 9,7 Mio. erhöht (Vj: EUR 0,1 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Weiterbelastung der Managementleistungen (EUR 3,7 Mio.) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 2,6 Mio.), der PTV Planung Transport Verkehr GmbH an die PTV Logistics, den Aufwand für Personalbeschaffung (EUR 0,4 Mio.) sowie den Rechts- und Beratungskosten (EUR 0,9 Mio.). Das EBITDA (Ergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis, Steuern und Abschreibungen) hat sich auf EUR 4,2 Mio. verbessert. Unter Berücksichtigung der Abschreibung ergibt sich ein EBIT von EUR 3,2 Mio. Die positiven Entwicklungen vom EBITDA und EBIT spiegeln die günstige Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr wider. Die Beteiligungserträge liegen mit EUR 2,4 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 0,9 Mio. Der Anstieg der Beteiligungserträge gegenüber dem Vorjahr ist auf die höhere Ausschüttung der Tochtergesellschaften zurückzuführen. Das Zinsergebnis hat sich im Geschäftsjahr auf EUR 0,2 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) erhöht. Insgesamt ist das Zinsergebnis im Wesentlichen durch die ausgereichten Gesellschafterdarlehen bedingt. 2.3.4 Bedeutsame Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen entwickelt:
2.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mit ihrem Produktangebot zur Planung und Gestaltung ressourcen-schonender Mobilitätsprojekte leistet die PTV Logistics einen Beitrag zum Umweltschutz. Die PTV Logistics als Softwareunternehmen für Transport- und Mobilitätsmanagement ist auf eine hohe fachliche Qualifikation und eine dauerhafte Bindung der Know-how-Träger angewiesen. Die Mitarbeiter werden in verschiedenen Veranstaltungen über zentrale Entwicklungen im Unternehmen informiert. Die Förderung der Kommunikation und des fachübergreifenden Austauschs zwischen den Mitarbeitern erfolgt durch regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen. PTV Logistics investiert kontinuierlich in eine einheitliche und qualifizierte Beurteilung und Förderung aller Mitarbeiter und Führungskräfte. Neben der persönlichen und fachlichen Weiterbildung befasst sich die PTV-Akademie mit Projekten und Konzepten, wie der Fachlaufbahn, der Ausbildung der Auszubildenden und der internen Zertifizierung von Trainern. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der PTV Logistics umfasst alle Aktivitäten des gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung. Mit den Inhouse-Angeboten am Hauptsitz in Karlsruhe, sensibilisiert die PTV Logistics die Führungskräfte und auch die Mitarbeiter/innen für die eigene Gesundheit und leistet somit einen Beitrag zur Gesunderhaltung. Die PTV Group hat im Rahmen eines gruppenweit geltenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) die Einhaltung gesetzlicher und betrieblicher Regeln verankert. Dieser Verhaltenskodex bietet einen Orientierungsrahmen für das unternehmerische Handeln aller Mitarbeiter der PTV Group. Das gesamte Management hat dabei die Aufgabe, die Kenntnis und Einhaltung des Verhaltenskodex bei seinen Mitarbeitern sicherzustellen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, über eine Compliance E-Mail-Adresse, Hinweise auf eventuelle Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. 2.3.6 Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände Bedingt durch das Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft sind regelmäßig Investitionen im Bereich Software und Lizenzen erforderlich. Im Berichtsjahr erfolgte aufgrund der andauernden Entwicklung eine Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.). 2.3.7 Sachinvestitionen Bei den Sachinvestitionen handelt es sich im Wesentlichen um Zugänge zur Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere in den Bereich der globalen IT-Infrastruktur und Betriebsausstattung. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Sachanlagen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) im Rahmen des übernehmenden Logistik-Geschäfts übertragen. 2.3.8 Finanzinvestitionen Die Veränderungen im Finanzanlagevermögen ergaben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Übernahme des Logistik-Geschäfts und damit verbundenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Der Buchwert des Finanzanlagevermögen betrug zum Stichtag EUR 16,4 Mio. (Vj: EUR 10,5 Mio.). 2.4 Personal Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2023 lag mit 158 Angestellten (Vj. zwei Angestellte) deutlich über Vorjahresniveau resultierend aus dem übernehmenden Logistik-Geschäft. In Vollzeitbeschäftigte umgerechnet entsprach dies im Jahresdurchschnitt 142,7 Mitarbeiter (Vj: 0 Mitarbeiter). Der Personalaufwand in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vj: EUR 0 Mio.) lag über dem Niveau des Vergleichszeitraums. Für zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands bestehen im Rahmen einer Altersversorgung Pensionszusagen. 3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Bewertung der Chancen und Risiken wurde für einen Zeitraum von einem Jahre vorgenommen, um Auswirkungen auf das Unternehmen realistisch abzubilden. Dabei wurden globale sowie länderspezifische Trends und regulatorische Anpassungen berücksichtigt, die die Geschäftstätigkeit der PTV Logistics beeinflussen könnten. Risikomanagement Als weltweit tätiges Unternehmen ist die PTV Logistics im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedensten Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsleitung hat daher Strukturen für das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement eingerichtet, die es ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren sowie geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und auch potenzielle Umstände zu identifizieren, die die Gesellschaft bzw. die PTV Group gefährden könnten. Darüber hinaus soll mit dem verschafften Überblick über die Risiken auch die Entscheidungsfindung sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene unterstützt werden. Risikobewertung Eine Risikobewertung beinhaltet die Identifikation und Analyse von Risiken sowie die Festlegung von Gegensteuerungsmaßnahmen. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Ebenen der PTV Logistics statt. Dies soll gewährleisten, dass gemeinsame Risikotendenzen erkannt werden und ein durchgängiges Risikomanagement über Bereichsgrenzen hinweg erfolgen kann. Es werden qualitative und quantitative Risikoanalysen angewendet. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten eine ernsthafte Gefahr für die Gesellschaft darstellen, werden sie gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikogröße für den Bewertungszeitraum und ihre Auswirkungen, d.h. Risikogrößenklassen auf die Geschäftsziele der PTV Logistics klassifiziert. Die Skala zur Messung der Eintrittswahrscheinlichkeit umfasst die drei Klassen "high", "medium", "low". Die Klasse "high" steht für ein fast sicheres Risiko, mit dessen Eintritt innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu rechnen ist, und die Klasse "low" für ein sehr unwahrscheinliches Risiko, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt. Die Kategorisierung der Auswirkungen umfasst die vier Klassen "high", "moderate", "low" und "very low". Nach der Identifikation und Analyse von Risiken werden Gegensteuerungsmaßnahmen für die identifizierten Risiken bestimmt. Diese fallen in unterschiedliche Kategorien und beinhalten beispielsweise die Risikominimierung, die weitere Untersuchung eines Risikos, die Übertragung oder Delegierung von Risiken, die Annahme von Risiken oder die Risikovermeidung. Risikovalidierung und -überwachung Auf die Risikobewertung folgen Risikovalidierung und -überwachung. Hierbei werden die Risikopositionierung und die Risikobeschreibung sowie die Angemessenheit der vereinbarten Risikomaßnahmen beurteilt. Des Weiteren werden Gegenmaßnahmen besprochen und deren Umsetzung sowie Wirksamkeit überwacht. Risikoberichterstattung In Abhängigkeit von den Advisory Board Sitzungen der indirekten Muttergesellschaft ETS sind die Verantwortlichen der Bereiche verpflichtet, rechtzeitig eine Risikomeldung an das zuständige Mitglied der Geschäftsleitung abzugeben, die den Status und die vorgenommene Bewertung der bereits bekannten sowie der neu ermittelten Risiken umfassen muss. Die Geschäftsleitung berichtet konsolidiert in den regelmäßig stattfindenden Advisory Board Sitzungen über neu identifizierte sowie über bestehende wesentliche Risiken. Risiken der künftigen Entwicklung Nachfolgend wird ein Überblick über die als "Medium" oder "High" eingestuften Risiken gegeben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken, die bisher nicht bekannt sind oder als "low" eingestuft worden sind, zukünftig wesentlich werden könnten. Die Bewertung der einzelnen Risiken wird in der nachfolgenden Grafik dargestellt:
- Marktrisiken Ein wesentliches Risiko für die Gesellschaft besteht in der schnellen technologischen Entwicklung, die dazu führt, dass die angebotenen Lösungen schnell veralten und kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung erfordern. Des Weiteren besteht das Risiko, dass neue Wettbewerber auf den Markt drängen und durch innovative Produkte oder aggressive Preispolitik Marktanteile abnehmen. Auch regulatorische Änderungen im Logistik- und IT-Sektor können Anpassungen der Softwarelösungen notwendig machen und zusätzliche Kosten verursachen. Schließlich kann die Abhängigkeit von wenigen großen Kunden die Stabilität des Unternehmens gefährden, wenn diese ihre Aufträge reduzieren oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Die PTV Logistics wird mit Subskriptionsmodellen gegensteuern, um neue Marktsegmente mit neuen Preismodellen zu gewinnen. - Finanzwirtschaftliche Risiken Internationale Gesetze und Vorschriften Als weltweit tätiges Unternehmen mit 17 Tochtergesellschaften werden die PTV Logistics Produkte in zahlreichen Ländern und Gebieten vermarktet. Als in Deutschland ansässige Gesellschaft, unterliegt die PTV Logistics den deutschen Rechtsvorschriften sowie den Anforderungen weiterer Rechtssysteme. Die Geschäftstätigkeit in zahlreichen Ländern ist mit vielen für internationale Geschäfte üblichen Risiken verbunden. Dazu zählen insbesondere mögliche steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr in bestimmten Ländern erschweren, Änderungen von Steuergesetzen, unter anderem das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Steuersysteme sowie die Einführung neuer Steuerkonzepte, die digitalisierten Geschäftsmodellen schaden. PTV Logistics arbeitet mit lokalen externen Wirtschaftsexperten, Anwaltskanzleien, Steuerberatern und Behörden der jeweiligen Länder zusammen und leitet bei Bedarf die notwendigen Schritte ein. Darüber hinaus werden laufend neue und verschärfte Anforderungen oder Entwicklungen bei der Rechtsdurchsetzung geprüft, um die Gesellschaft vor möglichen Folgen im Zusammenhang mit verschärften Maßnahmen zur Durchsetzung von Vorschriften zu schützen. - Rechtliche Risiken Schutzrechte Dritte könnten unsere Softwarelösungen, die wir als geschützt betrachten, rückentwickeln oder anderweitig erwerben und nutzen. Daher sind wir möglicherweise nicht in der Lage, unsere Eigentumsrechte vor dem Kopieren und der unrechtmäßigen Nutzung durch Dritte zu schützen. Auch könnte das geistige Eigentum der PTV Logistics durch Mitarbeiter, Partner oder andere Dritte offengelegt oder widerrechtlich verwendet werden. Dies könnte auch für geistiges Eigentum von Drittanbietern gelten, dass lizenzrechtlich abgesichert in der Softwarelösungen integriert ist und dann widerrechtlich durch Dritte verwendet wird. Zum Schutz des geistigen Eigentums der PTV Logistics wird auf eine Kombination verschiedener Maßnahmen, die das geltende Recht bietet, zurückgegriffen. Hierzu gehören Gesetze zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, des Urheberrechts, des Patent- und Markenrechts sowie Lizenz- und Vertraulichkeitsvereinbarungen und technische Vorkehrungen zum Schutz unserer Eigentumsrechte an unseren Produkten. Darüber hinaus setzt sich die Funktion Intellectual Property mit der Sicherung des geistigen Eigentums der Gesellschaft auseinander. Sie überwacht auch die Verwendung geistigen Eigentums Dritter und den Einsatz von Open-Source-Software und leitet entsprechende Maßnahmen ein. Sanktionskontrollen Als international agierender Anbieter besteht das Risiko, dass Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Geschäftspartnern eingegangen werden, die auf Sanktionslisten hinterlegt sind. Dies kann zu Strafzahlungen, juristischen Konsequenzen sowie Reputationsschäden führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, gleicht PTV Logistics potenzielle Kunden mit länderspezifischen Merkmalen mit den offiziellen Sanktionslisten ab. Daneben ist eine bereichsübergreifende Task Force berufen worden, die die weiteren Entwicklungen verfolgt und deren Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen und Geschäftsabschlüsse bespricht und Handlungsempfehlungen ableitet. Gesetzliche Verpflichtungen Durch die Vermarktung der Produkte weltweit ist die PTV Logistics verpflichtet, die Gesetze der Länder einzuhalten, in denen sie geschäftlich tätig ist. Das gilt für das Thema Datenschutz genauso wie die Gesetze gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Zur Einhaltung des Datenschutzes ist ein externer Datenschutzbeauftragter bei der PTV Logistics tätig. Des Weiteren sind Richtlinien erlassen, um die Einhaltung von gesetzlichen Verpflichtungen sicherzustellen. Darüber hinaus erfolgen regelmäßig Mitarbeiterschulungen. - Personal-Risiken Im Rahmen des Transformationsprozesses der PTV Logistics setzt die Geschäftsleitung auf eine Führungskultur, die eine wertschätzende und kooperative Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet auf die bekanntgegebenen Unternehmensziele ermöglichen soll. Hierbei kann die Gefahr bestehen, dass die etablierten Führungsstrukturen oder Führungsbeziehungen noch nicht dazu geeignet sind, das Unternehmen zielgerichtet und erfolgreich zu steuern. Daher nimmt die PTV Logistics auch Anpassungen in der Führungsstruktur und -kultur vor, um auch hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Dies wird durch Führungskräfteseminare und auch Organisationsanpassungen unterstützt. - Produkt-Risiken Im Zusammenhang mit der Entwicklung eigener Softwarelösungen kann ein unzureichend gesicherter Einsatz von Entwicklungsumgebungen zur Manipulation der zu produzierende Software führen. Hierbei können Cyberangriffe, die immer häufiger stattfinden und zunehmend auch von hochprofessionellen Parteien ausgehen, ursächlich sein. Eine nachträgliche Erkennung solcher Manipulationen wird bei einem unzureichend gesicherten Einsatz von Entwicklungsumgebungen erschwert bzw. der Verursacher kann nicht identifiziert werden. Dadurch können wirtschaftliche Schäden sowie auch ein erheblicher Reputationsverlust entstehen. Die Migration in die Public Cloud und damit die Abkehr von proprietären Systemen soll diesem Risiko entgegenwirken. Darüber hinaus sind branchenübliche Cyber-Security-Prozesse und Methoden im Einsatz. Cyber-Risiken betreffen jedoch nicht nur die Entwicklung eigener Softwarelösungen, sondern auch alle Geschäftsbereiche und Systeme des Unternehmens. Diese Risiken werden im Rahmen des umfassenden Risikomanagements systematisch bewertet und überwacht, um Bedrohungen für die gesamte Organisation rechtzeitig entgegenzuwirken. - Projekt-Risiken Die PTV Logistics betreibt auch Projektgeschäft im herausfordernden Bereich der modernen Verkehrsplanung unter dem Aspekt Realtime/Echtzeit. In diesen Projekten existieren verschiedene Abhängigkeiten von Projektpartnern oder Sub-Beratern, für deren Verletzung von vertraglichen Verpflichtungen, wie Fehlleistungen oder Nichteinhaltung von Fristen, die Gesellschaft ebenso einsteht. Diese Art der Vertragsverletzungen kann zu Strafzahlungen an den Auftraggeber führen. Bei der Gesellschaft werden diese Risiken im Rahmen des Projektmanagements überwacht und durch Einleitung entsprechender Maßnahmen begrenzt. Hierbei erfolgt ein Abgleich der Fristen mit dem notwendigen Projektfortschritt. Des Weiteren werden regelmäßig vertragliche Höchstgrenzen für Strafzahlungen vereinbart. Die rechtlichen Risiken aus gesetzlichen Verpflichtungen, insbesondere im Bereich Datenschutz und Antidiskriminierung, könnten zu rechtlichen Konsequenzen führen, wenn die Einhaltung der Vorschriften nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Trotz der Maßnahmen wie einem externen Datenschutzbeauftragten und regelmäßigen Schulungen besteht das Risiko von Datenschutzverletzungen, die nicht nur hohe Bußgelder nach sich ziehen, sondern auch das Vertrauen der Kunden beeinträchtigen könnten. In Bezug auf die Antidiskriminierung am Arbeitsplatz könnte eine mangelnde Compliance zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen und Reputationsverlusten führen, wenn gegen geltende Gesetze verstoßen wird. Darüber hinaus könnten unzureichende Anpassungen in der Führungskultur während des Transformationsprozesses zu ineffizienten Managementstrukturen und einer höheren Fluktuation von qualifizierten Mitarbeitern führen, was das Unternehmenswachstum und die Leistung beeinträchtigen könnten. Insgesamt müssen kontinuierliche Anpassungen und Schulungsmaßnahmen erfolgen, um diese Risiken zu minimieren und die Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vorschriften zu gewährleisten. Zusammenfassend sind die genannten Risiken - auch in ihrer Gesamtheit - nach unserer Einschätzung nicht wesentlich für PTV Logistics. Ebenso bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Wesentliche Chancen Im Folgenden werden die von der Geschäftsführung als wesentlich betrachteten Chancen beschrieben. Chancen durch die wachsende Bedeutung von Umweltbelangen Die PTV Logistics ist global auf Märkten tätig, die vor allem durch ein Fortschreiten des Trends zur Nachhaltigkeit bei gleichzeitig gesteigerter Mobilität und Urbanisierung als Ganzes ausgesetzt sind. Umweltbelange und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks insbesondere für Unternehmen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich beispielsweise in der Verpflichtung der EU im Rahmen des Pariser Klimaabkommens, die CO 2 -Emmissionen bis zum Jahr 2030 um 40 % gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Softwarelösungen zur Optimierung von Transporten und Logistikketten können hierbei einen Beitrag zur Emissionsreduktion leisten, indem sie Verkehrsströme oder Transportwege optimieren. Dementsprechend ergeben sich aus diesem Trend weitere Wachstumschancen für die PTV Logistics. Chancen durch digitale Transformation Shared Economy, Urban Logistics, vernetzte und autonome Fahrzeuge und Public Transport sind nur einige Schlagworte der digitalen Zukunft. Der Markt für Transport und Verkehr vernetzt sich zunehmend. Die Zunahme der Onlinekäufe erhöht stetig den Druck auf Infrastruktur und Ressourcen. Alle diese Trends bieten der PTV Logistics vielfältige Chancen. Urban Logistics - die Bewegung von Gütern und Dienstleistungen im Stadtraum und ihre Interaktion mit Infrastruktur und Verkehrsteilnehmern ist hochkomplex. Nur gemeinsam mit den Akteuren lassen sich verkehrspolitische, logistische und städtische Interessen in Einklang bringen. Autonome Fahrzeuge, E-Mobilität, Car2X-Kommunikation und Sharing-Modelle haben einen enormen Einfluss auf die Art der Fortbewegung von Menschen und Gütern und die für diese Mobilität erforderliche Infrastruktur. Chancen durch Veränderungen in der modernen Arbeitswelt Eine weitere Chance besteht in den Veränderungen in der modernen Arbeitswelt, die unter anderem durch eine zunehmend geographisch verteilte und flexibel arbeitende Arbeitnehmerschaft gekennzeichnet ist. Dies führt dazu, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern zunehmend ermöglichen, aus der Ferne die Verkehrsoptimierung und -steuerung oder Entwicklung von eigenen Optimierungslösungen im Rahmen der Flotten- und Routenoptimierung oder Gebietsplanung vorzunehmen. Hierin sieht die Geschäftsführung eine Chance für cloudbasierte Softwarelösungen und die Plattform der PTV Logistics. Chancen durch Erweiterung der Anwendungsfälle Die Erweiterung der Anwendungsfälle für das Produktportfolio eröffnet weitere Chancen für die PTV Logistics. Um neue Anwendungsfälle zu identifizieren, berücksichtigt die Gesellschaft kontinuierlich den Input aus der Nutzer- und Kundenbasis und integriert diese entweder in das bestehende Produktportfolio oder selektiv über Erweiterungen beziehungsweise neue Produkte, wie beispielsweise die Plattform mit modularen APIs. Durch die stetige Erweiterung der Anwendungsfälle, Ausweitung der Web-Services oder APIs verspricht sich die PTV Logistics, sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch Up- und Cross-Selling-Chancen mit der bestehenden Kundenbasis realisieren zu können. Chancen durch geografische Expansion PTV Logistics ist mit tausenden, aktiven Kunden bereits heute weltweit tätig. In der verstärkten Durchdringung von für die Gesellschaft strategischen Wachstumsmärkte über alle Regionen hinweg bestehen somit Wachstumspotenziale. PTV Logistics adressiert dieses Potenzial, indem sie ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten in diesen Märkten gezielt ausbaut. Hierbei unterstützen auch länderspezifische Produktvarianten des bestehenden Produktportfolios. Chancen durch Abdeckung zusätzlicher Kundensegmente Die Kundenbasis der PTV Logistics ist historisch zu einem großen Teil Logistikunternehmen zuzuordnen. Wachstumschancen sieht die PTV in der verstärkten Abdeckung zusätzlicher Kundensegmente, insb. im B2B Segment. Die Gesellschaft adressiert diese Wachstumschancen produktseitig durch die Einführung neuer SaaS Produkte mit Subskriptionsmodellen. 4 Prognosebericht Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für 2024 ist weiterhin von verschiedenen Herausforderungen geprägt sein. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3% 8 im Jahr 2023 wird für 2024 ein weiterer Rückgang von 0,1 % erwartet. 9 Diese verhaltene Prognose spiegelt die anhaltenden strukturellen und konjunkturellen Probleme der deutschen Wirtschaft wider. Positiv wirken sich die sinkende Inflation und steigende Realeinkommen aus, die die private Konsumnachfrage stützen sollten. Die Europäische Zentralbank hat im Sommer 2024 mit Zinssenkungen begonnen 10 , was die Finanzierungsbedingungen verbessern, und private Investitionen anregen könnte. Allerdings werden die positiven Effekte dieser geldpolitischen Lockerung wahrscheinlich erst 2025 spürbar werden. 11 Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert für 2025 wird ein leichtes Wachstum von 0,4 Prozent und ein sich nur schwach erholenden, privaten Konsum. 12 Dennoch stehen Unternehmen vor Herausforderungen wie starkem Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und hohen Energiepreisen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten stellen weiterhin bedeutende Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflation dar. Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte zu einem erneuten Anstieg der Energiepreise führen. 13 Des Weiteren könnten bestehende Sanktionen künftige Geschäftsabschlüsse z.B. in Russland, Belarus und Ukraine unmöglich machen. Das belastet die Kunden der PTV Logistics ebenfalls und kann sich damit auf mögliche Geschäftsneuabschlüsse der Gesellschaft negativ auswirken. Sollten sich die Konflikte in der einen oder anderen Form verbreitern oder verschärfen, würde die Konjunktur wieder stärker beeinflusst. Die zunehmenden Handelskonflikte zwischen den USA und China bleiben ein kritischer Faktor für die deutsche Wirtschaft. 14 Als ressourcenarmes Land ist Deutschland auf Rohstoffimporte angewiesen, und Unsicherheiten in globalen Lieferketten könnten sich negativ auf Geschäftsabschlüsse auswirken. Strukturelle Herausforderungen wie der demografische Wandel und die reduzierte Arbeitszeit beeinträchtigen die Dynamik des deutschen Arbeitsmarktes. Dies könnte das mittelfristige Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft begrenzen. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Erholung in Deutschland für 2024 fragil, und ein starker Aufschwung ist noch nicht in Sicht. Die Bewältigung sowohl kurzfristiger konjunktureller als auch langfristiger struktureller Herausforderungen wird entscheidend für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung sein.
8 Destatis - Pressemitteilung Nr. 019 vom
15.01.2024
Der internationale Währungsfonds geht in seiner aktuellen Prognose von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % im Jahr 2024 aus.15 Die großen, entwickelten Volkswirtschaften wachsen dabei langsamer (+1,8 %) als die Schwellen- und Entwicklungsländer, deren Wirtschaftsleistung mit einer Durchschnittsrate von 4,2 % zulegen dürfte. 16 Insbesondere von China (+4,8%) und Indien (+7,0%) dürften in diesem Jahr spürbare Wachstumsimpulse auf die Weltwirtschaft ausgehen. 17 Für das Euro-Währungsgebiet sagt der IWF ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 % voraus, wobei das deutsche Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich mit 0 Prozent stagnieren werde. 18 Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute schätzen die Lage aktuell ähnlich ein. Im Geschäftsjahr 2024 will die PTV Logistics die eingeschlagene strategische Ausrichtung weiterverfolgen und über die Nutzung der identifizierten Chancen wachsen. Daher erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 ein moderates Wachstum der Gesamtleistung und Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich. 19 Des Weiteren sind auch für das Geschäftsjahr 2024 wesentliche Investitionen in Vertrieb, Marketing, in F&E sowie in eine skalierbare Unternehmensstruktur vorgesehen. Hieraus resultierend, erwartet die Geschäftsführung ein EBITDA und EBIT im unteren einstelligen Millionenbereich. 20 Des Weiteren wird die PTV Logistics im Geschäftsjahr 2024 durch Investitionen in Weiterbildung, Gesundheitsmanagement und ressourcenschonende Mobilitätsprojekte sowie die konsequente Einhaltung des Verhaltenskodexes sowohl die Mitarbeiterbindung stärken als auch ihren Beitrag zum Umweltschutz und zur Unternehmensintegrität weiter ausbauen.
15 IWF - World Economic Outlook, Oktober 2024,
S. 9f
Karlsruhe, den 10. Januar 2025 PTV Logistics GmbH Dr. Steven De Schrijver, CEO Dr. An De Wispelaere, CPO Elmar Weber, CFO Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023PTV Logistics GmbH1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Gemäß § 264 Absatz 1a HGB sind folgende Angaben zur Identifikation der Gesellschaft zu machen:
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB auf. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Die PTV Logistics GmbH als aufnehmende Gesellschaft hat das Logistik-Geschäft der PTV Planung Transport Verkehr GmbH als ausgliedernde Gesellschaft rückwirkend auf den 1. Januar 2023 übernommen. Die Bilanz der PTV Logistics GmbH umfasst zum 31. Dezember 2023 daher die Vermögensgegenstände und Schulden des Logistik Geschäfts und ist nicht vollumfänglich vergleichbar mit dem Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Angaben zur Bilanz 2.1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Soweit der ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens unter dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. 2.1.1. Immaterielles Anlagevermögen Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet und werden planmäßig nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren nach Fertigstellung abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material-, Fertigungssowie den Sondereinzelkosten der Fertigung auch die notwendigen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bzw. den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Daneben werden die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie die Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Unternehmens, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen. Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 656 (Vj. TEUR 0). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 656 (Vj. TEUR 0). Unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zum Bilanzstichtag sich in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 656 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßig kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Ausgliederung wurde auf 5 Jahre festgelegt, da die verbleibende voraussichtliche Lebensdauer, der dem Geschäfts- oder Firmenwert zugrundeliegenden Produkte und Kundenstämme voraussichtlich auch 5 Jahre beträgt. 2.1.2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungsfähigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. 2.1.3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wird nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe der Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen. Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2023 1
2.2. Umlaufvermögen 2.2.1. Vorräte Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind mit Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Neben den Material-, Fertigungs- sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung kommen die notwendigen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bzw. der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, zum Ansatz. Daneben werden die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie die Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Unternehmens, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen. Dabei wird der Grundsatz der verlustfreien Bewertung berücksichtigt, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. 2.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko bei den verbleibenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein pauschaler Abschlag im Umfang von 1% berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.228 (Vj. TEUR 0) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 16.729 (Vj. TEUR 900), davon die Gesellschafterin betreffend TEUR 15.903 (Vj. TEUR 0). Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 1.747 (Vj. TEUR 0 sowie Kautionen in Höhe von TEUR 749 (Vj. TEUR 0). 2.2.3. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden mit ihrem Nominalbetrag bilanziert. 2.3. Rechnungsabgrenzungsposten Die ausgewiesenen aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind nach der Vorschrift des § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB in die Bilanz aufgenommen. Sie berücksichtigen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2.4. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden grundsätzlich steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Das Wahlrecht zur Bilanzierung einer aktiven latenten Steuer aus einer sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Die sich ergebende Steuerbelastung und die sich ergebende Steuerentlastung werden saldiert angesetzt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 31,6% (Vj. 31,6 %) und wird nicht abgezinst. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und die passiven latenten Steuern hauptsächlich aus den immateriellen Vermögensgegenständen. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
2.5. Eigenkapital 2.5.1. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.000 und ist in ebenso viele Geschäftsanteile mit Nennbetrag von je EUR 1,00 eingeteilt. Die Erhöhung des Stammkapital um EUR 998 ergibt sich aus der Ausgabe neuer Anteile im Zusammenhang mit der Übernahme des Logistik-Geschäftsbereichs. 2.5.2. Kapitalrücklage Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 1.859 steht im Zusammenhang mit der Übernahme des Logistik-Geschäftsbereichs. 2.5.3. Bilanzgewinn und Ergebnisvortrag Mit einem Jahresüberschuss von TEUR 4.540 (Vj. TEUR 759) ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 5.298 (Vj. TEUR 759). Zum Bilanzstichtag liegt ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 759 (Vj. TEUR 0) vor. 2.5.4. Ausschüttungssperre Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 683, der sich wie folgt aufgliedert:
2.6. Rückstellungen 2.6.1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Method). Die erwarteten Rentensteigerungen werden mit 2,00 % berücksichtigt. Gehaltssteigerungen sind nicht zu berücksichtigen. Für die Abzinsung wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz basiert im Geschäftsjahr 2023 auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt 1,83 %. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 27. Im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen bestehenden Rückdeckungsversicherungen kommt der IDW Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 mit Verwendung des Aktivprimats zur Anwendung. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Zinsanteil aus den Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen wird saldiert mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen für Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen zusammen TEUR 421 (Vj. TEUR 0) Tantiemen, Vertriebsboni und Mitarbeiter-Gewinnbeteiligungen in Höhe von TEUR 379 (Vj. TEUR 0) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 1.562 (Vj. TEUR 17), wobei diese insbesondere auf Lizenzgebühren von TEUR 1.071 (Vj. TEUR 0) entfallen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgte nach dem Pauschalwertverfahren unter Verwendung der im BMF-Schreiben vom 28. März 2007 genannten Barwertfaktoren. Die Rückstellung für Altersteilzeit ist für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die erwarteten Gehaltssteigerungen sind mit 2,00 % berücksichtigt. Für die Abzinsung wird eine Restlaufzeit von 2,5 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz basiert im Geschäftsjahr 2023 auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und beträgt 1,05 %. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen sowie unbelastet, insolvenzsicher und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. Die rechnungsmäßigen Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung sind ebenso wie die Aufzinsungsbeträge der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR -5 (Vj. TEUR 0) unter dem Zinsaufwand verrechnet. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Zinsanteil aus den Aufwendungen für Altersteilzeitverpflichtungen wird mit den negativen Erträgen aus dem Deckungsvermögen unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
2.7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Ansatz der erhaltenen Anzahlungen erfolgte nach der Nettomethode, das heißt, der Ausweis erfolgte ohne die darauf entfallende Umsatzsteuer. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. 2.7.1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gegenüber Dritten betragen TEUR 9 (Vj. TEUR 0). Die erhaltenen Anzahlungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. 2.7.2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 424 (Vj. TEUR 26; angepasstes Vj. TEUR 190). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. 2.7.3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 2.470 (Vj. TEUR 688), aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 759 (Vj TEUR 0) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.564 (Vj. TEUR 86); davon die Gesellschafterin betreffend TEUR 12.807 (Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. 2.7.4. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten weisen analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. 3. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen 3.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche Verpflichtungen aufgrund zum Bilanzstichtag bestehender Verträge ergeben sich aus nachstehender Übersicht.
Die Leasing- und Mietverträge wurden zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel geschlossen. Risiken aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen nur, falls die geleasten Objekte nicht mehr benötigt werden und keine Mieter gefunden würden. Darüber hinaus besteht eine Mindestabnahmeverpflichtung mit Datenlieferanten:
Die Verträge mit Datenlieferanten wurden zur Sicherstellung der langjährigen Geschäftsbeziehung geschlossen. Die Mindestabnahmeverpflichtungen aus dem Ankauf von Daten spiegeln die Erwartungen der Gesellschaft zur Geschäftsentwicklung wider. Risiken in Form von Margenverlusten bestehen nur, falls die Mindestabnahmen nicht erreicht werden. Es liegen keine weiteren berichtspflichtigen außerbilanziellen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage des Unternehmens haben. 3.2. Haftungsverhältnisse Die PTV Logistics GmbH haftet mit Anteilen an den mit ihr verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17.519 (Buchwert TEUR 8.450) für die Finanzierung der Velocity GmbH, Karlsruhe durch ein Bankkonsortium. Mit einer Inanspruchnahme aus der Verpfändung der Anteile ist aufgrund der positiven Ertragsaussichten nicht zu rechnen. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 0). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kommen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 0) zum Ausweis. 4.2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge im Rahmen der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 0). 4.3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 0). 4.4. Erträge aus Beteiligungen In den Erträgen aus Beteiligungen sind im Wesentlichen vorab ausgeschüttete Dividendenerträge der PTV Nederland B.V., in Höhe von TEUR 1.100 (Vj. TEUR 900), der PTV Italia Logistics S.r.l. in Höhe von TEUR 500 (Vj. TEUR 0), der PTV Nordics AB in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 0) und der PTV France in Höhe von TEUR 730 (Vj. TEUR 0) enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 158 Angestellte (Vj. 0 Angestellte), was 142,7 FTE (Vj. 0 FTE) entspricht. Die PTV Logistics hat in 2023 zwei leitende Angestellte (Vj. 0 leitende Angestellte). 5.2. Geschäftsführung
Hinsichtlich der Bezüge der ehemaligen Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 5.3. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung Die Konzernweiterbelastungen für die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 104 und setzen sich aus Fixgehältern, Tantiemen sowie sonstigen Bezügen (z. B. Dienstwagen) zusammen. Es wurden keine Pensionszusagen oder Abfindungsvereinbarungen getroffen. 5.4. ErgebnisverwendungsvorschlagIm Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 4.540. Die Geschäftsführung der PTV Logistics GmbH schlägt vor diesen vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. 5.5. Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB Die PTV Logistics GmbH wird über ihre Gesellschafterin PTV Planung Transport Verkehr GmbH, Karlsruhe, in den Konzernabschluss der European Transport Solutions S.á.r.l. mit Sitz in Luxemburg einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der "Plateforme électronique de collecte des données financières" (kurz: eCDF) veröffentlicht. Die PTV Logistics GmbH ist daher gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen, befreit. 5.6. Mindestbesteuerung Die Unternehmensgruppe European Transport Solutions S.á.r.l. weist weder für 2022 noch für 2023 Umsatzerlöse über EUR 750 Mio. aus, daher fällt die Unternehmensgruppe nicht in den Anwendungsbereich des § 1 Abs. 1 MinStG der rechtsformunabhängigen Mindestbesteuerung. Es ergeben sich daher keine Auswirkungen auf die PTV bei der Anwendung des Mindeststeuergesetzes. 5.7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende Im Geschäftsjahr 2024 wurden Personalmaßnahmen zur Stärkung der Effizienz und organisatorischen Neuausrichtung des Logistik-Geschäfts getroffen. Dies führt zu Einmalaufwendungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Darüber hinaus ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Bilanz zu berücksichtigen sind.
Karlsruhe, den 10. Januar 2025 PTV Logistics GmbH Dr. Steven De Schrijver, Geschäftsführer Dr. An De Wispelaere, Geschäftsführerin Elmar Weber, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der PTV Logistics GmbH, Karlsruhe, im Geschäftsjahr 2023
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