Labcorp Early Development Services GmbH
Kesselfeld 29, 48163 Münster, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Kathryn Wright Kyle since 5/27/2025 | Procura |
Robert James Hainsworth since 5/27/2025 | Managing Director |
Petra Dr. Kirsch since 5/27/2025 | Procura |
Thomas Kremer since 9/12/2023 | Managing Director |
Theodor Dr. Lucas since 8/5/2020 | Procura |
Lars Dr. Mecklenburg since 6/27/2019 | Managing Director |
Beneficial OwnersBeta
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (2)
| Name | Ownership |
|---|---|
Labcorp International Holdings B.V. | 89.00% |
Laboratory Corporation of America Holdings | 11.00% |
ShareholdersBeta
Company ownership structure and capital distribution
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Labcorp Early Development Services GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Labcorp Early Development Services GmbH, Münster1. Grundlagen des UnternehmensHauptgegenstand unseres Unternehmens ist die wissenschaftliche Auftragsforschung auf dem Gebiet der Toxikologie im Rahmen der präklinischen Entwicklung und Zulassung neuer Arzneistoffe. Dabei haben wir uns ausschließlich auf das wissenschaftlich anspruchsvolle Gebiet der vorklinischen Arzneimittelentwicklung an Nicht-humanen Forschungsprodukten spezialisiert. Unser Unternehmen genießt in diesem Bereich eine starke Marktposition. Der Kundenkreis von Labcorp Early Development Services GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 relativ stabil geblieben, wobei vor allem biotechnologisch ausgerichtete Unternehmen in Europa zum Umsatz beigetragen haben. In Europa ist der Hauptkundenkreis in der Bundesrepublik Deutschland, in Belgien, in Österreich, in der Schweiz, im Vereinigten Königreich, in Frankreich und in den skandinavischen Ländern zu finden. Hauptabnehmer unserer wissenschaftlichen Dienstleistung sind die großen und mittelgroßen Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, aber auch kleine innovative Unternehmen der Biotechnologie. Über 90 % der Aufträge im Jahr 2023 kamen von Unternehmen innerhalb Europas. 11% der Geschäftsanteile werden von der Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina/Vereinigte Staaten von Amerika gehalten und 89% von der Labcorp International Holdings B.V., Zeist, Niederlande. Die Steuerung unseres Unternehmens wird von einer konzerneinheitlichen integrierten IT-Lösung unterstützt, welche finanzwirtschaftliche Daten nach den Bilanzierungsgrundsätzen der US-GAAP abbildet. Die hieraus abgeleiteten Kennziffern sind wesentliche Steuerungsgrößen für unser Unternehmen und unsere Gesellschafter. Aus Gründen der Klarheit beruhen jedoch nachfolgende Analysen und Kennziffern in diesem Lagebericht auf den Daten des handelsrechtlichen Jahresabschlusses. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche bzw. branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser Geschäftsmodell basiert unverändert auf den Anforderungen der Gesundheitsbehörden wichtiger Industrienationen zur Inverkehrbringung neuer Arzneistoffe. Unser global tätiger Kundenstamm besteht aus Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und Biotechnologie. Gemäß gültigem Tierschutzgesetz, das auf der EU-Direktive 2010/63/EU basiert, sind sämtliche Versuchsvorhaben mit unseren Forschungsprodukten genehmigungspflichtig, auch wenn es sich um gesetzlich geforderte Studien zur regulatorischen Toxikologie handelt. Dementsprechend werden einzelne Genehmigungsanträge für die Versuchsdurchführung bei dem zuständigen Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz des Landes NRW eingereicht. Die Erstellung der Genehmigungsanträge und die Erfüllung von Genehmigungsauflagen erfordern einen erheblichen administrativen Aufwand und stellen grundsätzlich einen Wettbewerbsnachteil dar, weil die Genehmigungsprozesse in Ländern wie z. B. Frankreich, dem Vereinigten Königreich oder den USA deutlich einfacher sind. 2.2. Geschäftsverlauf in 2023 Die Anzahl zu bearbeitender Versuchsvorhaben in 2023 lag um 26% unter dem Niveau des Vorjahres, insbesondere weil in der 2. Jahreshälfte weniger neue Versuchsvorhaben begonnen wurden. Dies geht mit einer insgesamt geringeren Nachfrage nach unseren Forschungsdienstleistungen im Jahr 2023 einher. Da ein erheblicher Teil unserer Aufträge mittel- bis langfristiger Natur ist, wirken sich Veränderungen im Auftragseingang jedoch oft erst mit Zeitverzug auf Umsatzerlöse und Gewinnvereinnahmung aus. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 46,92% auf EUR 73,1 Mio. erhöht (Vj. EUR 49,8 Mio). Daneben erhöhte sich der Bestand an unfertigen Leistungen um EUR 4,0 Mio., wodurch die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist. Die Materialaufwendungen sind insgesamt um EUR 3,4 Mio. gesunken und liegen bei insgesamt EUR 17,5 Mio. (Vj. EUR 20,9 Mio.). Bezogen auf die Umsatzerlöse sind die Materialaufwendungen mit 24,01 % (Vj. 42,07 %) im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Personalbestand hat sich in 2023 nur leicht erhöht und betrug durchschnittlich 286 (Vj. 269) aktive Mitarbeiter, wobei der Bestand zum Jahresende 291 (Vj. 262) aktive Mitarbeiter betrug. Der Personalaufwand ist insgesamt um 29,42 % bzw. EUR 5,1 Mio. gestiegen, was im Einklang steht zu der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter. Das Finanzergebnis enthält Aufwendungen aufgrund der Änderung des Abzinsungssatzes bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 302 (Vj. TEUR 659). Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern von EUR 26,6 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.) erzielt. 2.3.2. Vermögenslage In 2023 sind die Erweiterungsarbeiten für erhöhte Laborkapazitäten weiter vorangeschritten. Somit hat sich das weitgehend durch unsere Betriebsgebäude samt zugehöriger Ausstattung dominierte Sachanlagevermögen aufgrund der Investitionen um insgesamt TEUR 1.541,1 erhöht. Durch laufende Abschreibungen von TEUR 2.701,5 hat sich der Buchwert des Sachanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.160,3 verringert. Durch Fertigstellungen von Sachanlagen im Berichtsjahr haben sich die in Vorjahren geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau um TEUR 599,9 reduziert. Die vorhandenen liquiden Mittel wurden mit einem Teilbetrag von EUR 51,0 Mio. (Vj. EUR 17,7 Mio.) unseren beiden Gesellschafterinnen mittelfristig verzinslich zur Verfügung gestellt und entsprechend im Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Unser Bestand an Forschungsprodukten hat sich auf 766 Stück verringert (Vorjahr: 1.042). Um die Lieferung ausreichender Mengen an qualitativ hochwertigen Forschungsprodukten sicherstellen zu können, werden Anzahlungen von den Züchtern für künftige Bestellungen erwartet. Die geleisteten Anzahlungen auf Forschungsprodukte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,72 % verringert. Der Bestand an unfertigen Leistungen erhöhte sich um ca. EUR 4,0 Mio. zum 31.12.2023 auf EUR 34,7 Mio. Das Forderungs- bzw. Working Capital Management hat über die Jahre generell zu einer insgesamt hohen und in 2023 leicht gesunkenen Anzahlungsquote geführt. Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich nun auf 132,89 % der Vorräte (Vj. 138,9 %). Diese teilweise stichtagsbedingte Betrachtung hat zu entsprechenden liquiden Mitteln von EUR 14,2 Mio. geführt. Durch den Jahresüberschuss ist das bilanzielle Eigenkapital auf EUR 30,6 Mio. (Vj. EUR 11,7 Mio.) gestiegen. Die Pensionsrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 1,8 Mio. auf EUR 36,5 Mio. erhöht. Dies ist überwiegend auf den Anstieg der Mitarbeiterzahlen im laufenden Jahr zurückzuführen. 2.3.3. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr 2023 als gut zu bezeichnen. Zum Bilanzstichtag verfügten wir über Barmittel in Höhe von EUR 14,2 Mio. (Vj. EUR 18,1 Mio.). Hier wirkten sich einerseits die Darlehen an Gesellschafter und anderseits die unter 2.3.2. Vermögenslage erläuterte hohe Anzahlungsquote unserer Kunden in 2023 aus. Insgesamt wurden in 2023 Neuinvestitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 1,5 Mio. getätigt. Für weitere Investitionen, insbesondere in die Laboreinrichtungen, wurden bereits Anzahlungen in Höhe von TEUR 554,4 geleistet. 2.3.4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung von CO 2 Emissionen durch das Unternehmen von 2023 zu 2024.
Im Jahr 2024 zeichnete sich ein positiver Trend ab: Diverse Projekte führten zu einer messbaren Reduzierung von CO 2 -Emissionen und Luftverschmutzung im Vergleich zu 2023. Seit 2024 verfügt Münster über einen Vertrag zur Nutzung erneuerbarer Energien, und es entstehen keine Primäremissionen durch Strom. Obwohl es zu einem Rückgang von Emissionen und Schadstoffen kam, ist es wichtig anzumerken, dass die Anstrengungen noch intensiviert werden müssen, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft erfordert weiterhin konsequente politische Maßnahmen, technologischen Fortschritt und gemeinsames Engagement. Weitere nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind nicht für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage der Gesellschaft von Bedeutung und werden daher nicht zur internen Steuerung verwendet. 2.3.5. Zusammenfassung Aufgrund einer starken Auftrags-Nachfrage in 2022, die sich in der ersten Jahreshälfte 2023 fortsetzt, konnten insgesamt die für 2023 geplanten Ziele erfüllt werden. Die Gesamtleistung ist gestiegen. Das positive Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt EUR 26,6 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikomanagementsystem Die Labcorp Early Development Services GmbH ist in das Risikomanagementsystem des Mutterkonzerns, der Laboratory Corporation of America Holdings, eingebunden. Dies beinhaltet einen "Crisis Response Management Plan" sowie detaillierte "Business Continuity Plans" für alle essentiellen Bereiche, die jährlich - auch durch Übungsszenarien - überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Neben einer monatlichen Finanzberichterstattung nach US-GAAP, welche von unserer Muttergesellschaft zeitnah mit den vereinbarten Zielen und Budgets abgeglichen wird, erfolgen regelmäßige Abteilungs- und Gruppenleitersitzungen, in denen sach- und projektbezogene Soll-Ist-Analysen sowie die daraus resultierenden Handlungsalternativen diskutiert werden (wöchentliches operatives Planungstreffen und "Site Council Meeting" alle 2 Wochen). Aus diesen Sitzungen ergeben sich entsprechende Aktionslisten. Ferner findet monatlich auf globaler Ebene ein Senior-Management-Meeting unseres Konzernzweigs "Early Development" statt, in dem die strategische Ausrichtung diskutiert und sich ändernden Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden. 3.2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Stellung unseres Unternehmens im Weltmarkt ist - wie in den Vorjahren - weiterhin gefestigt. Entscheidend waren dabei die wissenschaftliche Vorreiterrolle, die unser Unternehmen seit vielen Jahren im Bereich der vorklinischen Arzneimittlentwicklung einnimmt, sowie die Nachfrage nach unseren wissenschaftlichen Dienstleistungen aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Biotechnologie und Gentechnologie. Gleichwohl ist unser Unternehmen in den letzten Jahren intensiver in den Konzernverbund der Labcorp Holdings Inc. eingebunden worden und deutlich stärker als in der Vergangenheit von diesem abhängig. Seit Jahren werden Rahmenabkommen mit den großen global tätigen Kunden wie auch wichtigen Lieferanten durch andere Konzernunternehmen abgeschlossen. Im Zuge einer global optimierten Kapazitätsauslastung sowie den bestehenden Kundenwünschen erfolgt eine immer weiter integrierte Zusammenarbeit der verschiedenen Konzerngesellschaften. Gleichwohl wird in einer überwiegenden Anzahl von Fällen eine Vergütung in EUR vereinbart, sodass es absatzseitig keine materiellen Wechselkursrisiken gibt. Dem Risiko des wissenschaftlichen Fortschritts - Fundament unserer weltweiten Marktführerschaft - begegnen wir schon seit Jahren durch enge Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Institutionen innerhalb des Konzerns sowie mit verschiedenen Institutionen außerhalb des Konzerns, beispielsweise der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, verschiedenen europäischen Primatenzentren sowie auch Instituten in den USA. Mögliche Seuchen bei den Forschungsprodukten stellen ein ständiges Risiko dar, dem wir durch entsprechend qualifiziertes Pflege- und Laborpersonal sowie durch Quarantäne von neuen Forschungsprodukten und durch bauliche und technische Einrichtungen entgegenwirken. Die weltweite Verknappung von Forschungsprodukten im Jahr 2022 hat unser Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2023 kaum betroffen. Die stark gestiegenen Einkaufspreise konnten weitestgehend an unsere Kunden weiterbelastet werden. Unser Unternehmen steht weiterhin im Fokus von Tierrechtsorganisationen. Dies hat in den letzten Jahren nicht zu einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit geführt. Tierrechtsorganisationen versuchen jedoch weiterhin in politischen Prozessen zu intervenieren. Dies kann langfristig zu erhöhten Schwierigkeiten in der Durchführung oder gar einem Bann tierexperimenteller Forschung im europäischen Inland führen. Für 2023 sind verstärkt Aktivitäten von Tierrechtsorganisationen zu verzeichnen, die sich gegen Tierversuche im Allgemeinen aber auch gegen Labcorp im Speziellen richten. Das Unternehmen unterstützt die "Initiative Transparente Tierversuche" und versucht in diesem Zusammenhang, die Gesellschaft über die Bedeutung der vorklinischen Arzneimittelentwicklung aufzuklären. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen an der Erforschung von alternativen Verfahren. Der Transport von Forschungsprodukten in die EU erfolgt derzeit mit Charterflügen eines einzigen Logistikunternehmens; dies birgt naturgemäß ein Risiko hinsichtlich der Verfügbarkeit. Der Verwaltungsaufwand unseres Unternehmens ist über die Jahre stetig angewachsen. Diesem versuchen wir durch eine effiziente Organisationsstruktur zu begegnen; allerdings lässt sich ein Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Standorten unseres Konzerns nicht leugnen. Die Bearbeitung von tierschutzrechtlichen Genehmigungsanträgen für Forschungsaufträge ist weiterhin variabel, lag im Jahr 2023 jedoch weitestgehend in einem wettbewerbsfähigen Rahmen. Der allgemeine Fachkräftemangel hatte im Jahr 2023 kaum Auswirkung auf unser Unternehmen, da wir nur wenige Mitarbeiter eingestellt haben. 3.3. Prognosebericht In 2023 war für die forschende pharmazeutische Industrie eine schwierige globale wirtschaftliche Lage festzustellen, weil weniger neuartige Arzneimittel (insbesondere biotechnologisch hergestellte Arzneimittel oder gentechnisch hergestellte Therapien) entwickelt werden gegenüber dem Kalenderjahr 2022. Dies hat auch in unserem Unternehmen zu einer Abnahme neu begonnener Versuchsvorhaben geführt. Im Laufe des 2. Halbjahres 2023 war eine geringere Nachfrage nach unseren Forschungsdienstleistungen zu verzeichnen. Gleichzeitig sind vermehrt Aufträge storniert worden. Während die Kapazitätsauslastung in 2022 durchschnittlich bei 76% lag, sinkt sie in 2023 auf durchschnittlich 55%. Aufgrund der langen Bearbeitungszeit von Forschungsprojekten hat sich die nachlassende Auslastung weniger auf das Ergebnis 2023 als auf das Ergebnis 2024 ausgewirkt. Auch im 1. Quartal 2024 setzte sich die geringere Nachfrage nach unseren Forschungsdienstleistungen fort. Für 2024 ist mit einem Umsatzrückgang gegenüber 2023 von ca. 30% zu rechnen. Die Personalaufwendungen in 2024 sanken gegenüber dem Vorjahr, weil freiwerdende Positionen nicht nachbesetzt werden und ein Teil der Mitarbeiter Kurzarbeit leistet. Der Personalbestand zum Ende des Jahres 2024 beträgt 272 Mitarbeiter. Durch den allgemeinen Fachkräftemangel ist der Aufwand für die Nachbesetzung offener Stellen gestiegen. Wir haben uns darauf eingestellt, Margenrückgänge durch weitere Prozessverbesserungen und den verstärkten Einsatz von IT-Systemen zumindest teilweise aufzufangen. Bei der Prognose der wesentlichen finanziellen Leistungsindikationen ergibt sich folgendes Bild. Dabei handelt es sich bei den Informationen zu 2025 nur um grobe Prognosen, da das Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen ist: Umsatzerlöse: • 2024: Wir verzeichnen einen spürbaren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. • 2025: Wir erwarten eine merkliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Ergebnis vor Steuern (EBT): • 2024: Das EBT ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. • 2025: Das Ergebnis vor Steuern wird voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Auslastung: • 2024: Die Kapazitätsauslastung ist im Jahresverlauf im Vergleich zu 2023 geringfügig gesunken. Ende 2024 begann sie wieder zu steigen. • 2025: Die Kapazitätsauslastung dürfte 2025 im Vergleich zu 2024 wieder etwas steigen. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl: • 2024: Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. • 2025: Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bleibt voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres. Der Krieg in Osteuropa hat indirekt zu gestiegenen Energie- und Materialkosten geführt. Den steigenden Energiekosten wurde mit einer Nutzung des Energieeinsparungspotenzials begegnet. Steigende Kosten im Einkauf von Materialien werden durch Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben. Die langfristigen Folgen im Jahr 2025 und darüber hinaus, insbesondere auf die Entwicklung der Auftragslage, können jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden.
Münster, den 21. März 2025 Labcorp Early Development Services GmbH BilanzAktiva
Angaben unter der Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Labcorp Early Development Services GmbH, Münster1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
2. Allgemeine Angaben zu Ausweis, Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden davon-Angaben zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise in den Anhang aufgenommen. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a) Allgemeines Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden waren gegenüber dem Vorjahr unverändert. b) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren), bewertet. Sachanlagen Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 33 Jahren) unter Verwendung der linearen Methode. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die ausgewiesenen Ausleihungen in Höhe von TEUR 50.967 betreffen Darlehensforderungen an die Gesellschafter. Die ausgewiesenen Ausleihungen in Höhe von insgesamt TEUR 50.967 bestehen zu TEUR 18.702 aus Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin Labcorp International Holding B.V. und zu TEUR 32.265 aus Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin Laboratory Corporation of America Holdings. c) Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Primaten, sowie zugehörige Gängigkeitsabschläge werden einzeln bewertet. Quarantäne- und Transportkosten werden als Anschaffungsnebenkosten aktiviert sowie beschaffungsseitige Niederstwertabschläge auch für die Handelsbilanz vorgenommen. Die unfertigen Leistungen sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens bewertet, soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert, der aus den voraussichtlichen Umsatzerlösen, vermindert um die nach dem Bilanzstichtag anfallenden Kosten, abgeleitet wird, nicht niedriger ist. Fremdkapitalkosten, Verwaltungsgemeinkosten und freiwillige Sozialleistungen wurden nicht aktiviert. d) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. e) Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. f) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen, soweit diese auf Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag entfallen. g) Eigenkapital Das Stammkapital beträgt DM 50.000,00 (EUR 25.564,59). h) Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB); der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % (Vj. 2 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,2 % (Vj. 2,2 %) berücksichtigt. In Bezug auf die Bewertung zu berücksichtigender Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden branchenübliche Standardwerte verwendet. Aufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 608 (Vj. TEUR 2.655). Hierfür gilt nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre soweit keine frei verfügbaren Rücklagen in mindestens gleicher Höhe vorliegen. i) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen (1-2 %) in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Archivierungsrückstellung) wurden mit dem ihrer durchschnittlichen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die unter den sonstigen Rückstellungen befindlichen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 603 (Vj. TEUR 501) sind auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes für eine Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % (Vj: 1,44 %) und unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck bewertet worden. In Bezug auf die Bewertung der zu berücksichtigenden Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden branchenübliche Standardwerte verwendet. Andere ökonomische Rechnungsgrundlagen wie ein durchschnittlicher Gehaltstrend, Rententrend oder sonstige Trends sind in die Bewertung nicht eingeflossen. j) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. k) Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. l) Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (32,0 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Abweichungen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Ergebnis ergeben sich dabei im Wesentlichen aus Abweichungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen (+ TEUR 592), der Urlaubsrückstellungen (+ TEUR 88) und der Jubiläumsrückstellungen (+ TEUR 12). Die Abweichungen führen in der Steuerbilanz zu einem um TEUR 695 höheren Ergebnis und dadurch zu aktiven latenten Steuern. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. m) Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 4. Angaben zur Bilanz a) Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. letzte Seite dieses Anhangs). b) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Mitzugehörigkeit gemäß § 265 Abs. 3 HGB Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 17.139 (Vj. TEUR 6.374) aus Lieferungen und Leistungen. Darin sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Restlaufzeit Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. c) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Arbeitnehmer (TEUR 255; Vj. TEUR 182), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 0; Vj. TEUR 1.838), Rückstellungen für Dienstjubiläen (TEUR 603; Vj. TEUR 501), Rückstellungen für Archivierung (TEUR 42; Vj. TEUR 42), Rückstellungen für Urlaubsansprüche (TEUR 653; Vj. TEUR 299), Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 162; Vj. TEUR 90), Rückstellungen für Zinsen aus einer Betriebsprüfung (TEUR 18; Vj. EUR 18), Rückstellungen für nachlaufende Kosten (TEUR 788; Vj. TEUR 654), Rückstellungen für Grunderwerbsteuer (TEUR 817; Vj. TEUR 0) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 829; Vj. TEUR 486). d) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Besicherungen bestehen mit Ausnahme der branchenüblichen Eigentumsvorbehalte nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zu TEUR 229 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkte auf:
b) Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung (§ 277 Abs. 5 Satz 1 HGB) Die Aufwendungen aus der Aufzinsung betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 619 (Vj. TEUR 699). Davon entfallen TEUR 7 (Vj. TEUR 6) auf Rückstellungen für Dienstjubiläen und TEUR 612 (Vj. TEUR 693) auf Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Weiterhin werden Erträge aus Zinssatzänderung mit TEUR 302 im Zinsergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr lagen Aufwendungen aus Zinssatzänderungen in Höhe von 659 TEUR vor. c) Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung (§ 277 Abs. 5 Satz 2 HGB) Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen befinden sich Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 99 (Vj. TEUR 210). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 582 (Vj. TEUR 405). d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag betrifft das Berichtsjahr mit TEUR 8.723 und Vorjahre mit TEUR -1.058. 6. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse (§ 285 Nr. 27 HGB, § 268 Abs. 7 HGB) Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Sonstige finanzielle Verpflichtungen außerhalb des geschäftsüblichen Rahmens bestehen nicht. c) Angaben zu Mitarbeitern (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 286 Personen. Davon entfielen auf
d) Angaben zu Geschäftsführung und Aufsichtsorganen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans (§ 285 Nr. 10 HGB) Herr Dr. Lars Mecklenburg, Hamburg, Tierarzt und Executive Director in der Gruppe Safety Assessment Herr Glenn Eisenberg, Charlotte/Vereinigte Staaten, Executive Vice President und Chief Financial Officer bei dem Mutterkonzern Labcorp Herr Thomas Kremer, Durham/USA, Senior Vice President Tax and Treasury bei dem Mutterkonzern Labcorp (ab 14.06.2023) Herr Robert S. Pringle, Leeds/Großbritannien, Senior Vice President for Tax and Treasury innerhalb der Finance Gruppe von Labcorp (bis 14.06.2023) Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. e) Angaben zu Abschlussprüferhonoraren (§285 Nr. 17 HGB) Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 33. f) Angaben zu Konzernbeziehungen (§ 285 Nr. 14 HGB) Durch die Gesellschaft Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina/Vereinigte Staaten von Amerika, die zum Bilanzstichtag 11 % Prozent der Anteile an Labcorp Early Development Services GmbH hält, sowie die Gesellschaft Labcorp International Holdings B.V., Zeist, Niederlande, welche zum Bilanzstichtag 89 % der Anteile an Labcorp Early Development Services GmbH hält, wird die Labcorp Early Development Services GmbH in den Konzernabschluss der Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina/ Vereinigte Staaten von Amerika, einbezogen (in 2023 größter und zugleich kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist bei der Konzernobergesellschaft hinterlegt. Der Konzernabschluss im elektronischen Format in Form des sog. 10-K Annual Filings ist auf der Internetseite der Gesellschaft erhältlich. (https://ir.labcorp.com/sec-filings) g) Angaben zu Steueraufwand nach dem Mindeststeuergesetz (§ 285 Nr. 30a HGB) Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze der entsprechend Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze wurden zum 28. Dezember 2023 wirksam. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. h) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB) Der durch den russischen Überfall ausgelöste Krieg in der Ukraine wird sich mittelfristig auch auf die Arbeit der Gesellschaft auswirken, ohne dass die Folgen zum jetzigen Zeitpunkt konkret benannt werden können. Dies betrifft zum einen die Aufträge gebenden Firmen und Betriebe und zum anderen die Gesellschaft selbst. Tatsächlich wird es zu erheblichen Kostensteigerungen kommen sowie zu einer Belastung durch hohe Energiepreise. i) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 18.949.844,39 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 9.975.961,63 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 18.949.844,39 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 24. März 2025 unverändert festgestellt. Mit selbigem Datum hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023der Labcorp GmbH, Münster
sonstige Berichtsbestandteile
Münster, den 21. März 2025 Labcorp Early Development Services GmbH Die Geschäftsführung gez. Dr. Lars Mecklenburg gez. Thomas Kremer gez. Glenn Eisenberg Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 24.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Labcorp Early Development Services GmbH, Münster Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Labcorp Early Development Services GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Labcorp Early Development Services GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Augsburg, 21. März 2025 gez. Stephan, Wirtschaftsprüfer |
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