Generali Deutschland Lebensversicherung AG
Same addressActivities of insurance agents
Basic information of the organization
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thomas Marschall since 12/18/2008 | Procura |
Ekkehard Renz since 12/18/2008 | Procura |
Theodor Waber since 10/6/2008 | Procura |
Michael Müller since 10/6/2008 | Procura |
Mario Remmel since 10/6/2008 | Procura |
Rolf Denkewitz-Eckle since 6/24/2008 | Procura |
Frank Karsten since 4/14/2008 | Board Member |
Jörn Stapelfeld since 1/28/2008 | Board Member |
Frank Bechtoldt since 11/22/2007 | Procura |
Matthias Trüstedt since 11/22/2007 | Procura |
Ernst-August Wille since 9/17/2007 | Procura |
Uwe Cremerius since 9/17/2007 | Procura |
Roland B. Wörner since 9/17/2007 | Procura |
Jörg Grüber since 9/17/2007 | Procura |
Klaus Missy since 6/27/2007 | Procura |
Volker Reinhard Behm since 4/17/2007 | Procura |
Egbert Ojstersek since 2/12/2007 | Procura |
Olaf Axel Engemann since 5/11/2005 | Procura |
Norbert Alfred Emile Rollinger since 3/17/2005 | Board Member |
Eric Martin Sievert since 2/23/2005 | Procura |
Dietrich Alexander Herberg since 2/15/2005 | Procura |
Renate Hilf since 5/17/2004 | Procura |
Hans-Volker Musel since 5/17/2004 | Procura |
Gerhard Josef Mayr since 1/22/2004 | Procura |
Erich Dürmeier since 4/7/2003 | Procura |
Maximilian Jetzlsperger since 4/7/2003 | Procura |
Heike Ratajczak since 4/7/2003 | Procura |
Hans-Herbert Rospleszcz since 1/31/2003 | Board Member |
Karl Pfister since 10/1/2001 | Board Member |
Wilhelm Hermann Kittel since 10/1/2001 | Board Member |
Official financial statements and annual reports
Generali Versicherung AGMünchenJahresbericht 2007AufsichtsratDietmar Meister
*
Dr. Walter Thießen
*
Michael Kuß
**
Carl-Heinz A. Fautz JR.
**
Michael Feulner
**
Peter Hoffmann
**
Maximilian Jetzlsperger
**
Dr. Michael Kalka
*
Prof. h.c. Dr. h.c. (RUS) Dr. iur. Wolfgang Kaske
*
Dott. Lorenzo Kravina
*
Dott. Ing. Giovanni Liverani
*
Dr. Bernd Michaels
*
Barbara Zahn
**
* von der Hauptversammlung gewählt
VorstandDr. Wilhelm Kittel
Jörn Stapelfeld
Dr. Ralf Kantak
Karl Pfister Dr. Norbert Rollinger Hans-Herbert Rospleszcz Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der
Gesellschaft während des Geschäftsjahres laufend
überwacht. Er wurde durch vierteljährliche
schriftliche Berichterstattung des Vorstands über die
Geschäftsentwicklung sowie über wesentliche
Vorgänge unterrichtet und trat darüber hinaus zu
zwei ordentlichen Sitzungen mit dem Vorstand zusammen.
Die Prüfung gemäß § 317 des
Handelsgesetzbuches wurde durch die PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
vorgenommen. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Der
Bestätigungsvermerk ist uneingeschränkt erteilt.
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den Bericht des
Abschlussprüfers unverzüglich erhalten. Der
Bericht ist in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats von den
Wirtschaftsprüfern erläutert und mit dem
Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.
Den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 und
den Jahresabschluss hat der Aufsichtsrat geprüft. Er
hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt
ist.
Dem Aufsichtsrat hat der Erläuterungsbericht des
verantwortlichen Aktuars vorgelegen. In der Bilanzsitzung
des Aufsichtsrats wurde der Bericht vom verantwortlichen
Aktuar dargelegt und vom Aufsichtsrat eingehend
erörtert. Aus der umfassenden Prüfung ergaben
sich für den Aufsichtsrat keine Einwände gegen
den Erläuterungsbericht.
Herr Dr. Walter Thießen hat sein
Aufsichtsratsmandat und damit den Vorsitz im Aufsichtsrat
zum Ablauf des 30. Juni 2007 niedergelegt. Die
außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft
hat am 28. Juni 2007 Herrn Dott. Ing. Giovanni Liverani mit
Wirkung ab dem 01. Juli 2007 für die restliche
Amtszeit des Ausgeschiedenen, also bis zur
Hauptversammlung, die über die Entlastung für das
Geschäftsjahr 2007 beschließt, als
Aktionärsvertreter zum Mitglied des Aufsichtsrats
gewählt.
Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung ab 11. Juli 2007 Herrn
Dietmar Meister zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats
gewählt.
Herr Jörn Stapelfeld, Vorsitzender der
Vorstände der Volksfürsorge Deutsche
Sachversicherung AG sowie Volksfürsorge Deutsche
Lebensversicherung AG, wurde mit Wirkung ab 01. Januar 2008
zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft sowie zum
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt.
Herr Dr. Ralf Kantak ist mit Ablauf des 31. Januar 2008
im Einvernehmen mit der Gesellschaft aus den Diensten der
Generali Versicherung AG ausgeschieden, um sich neuen
beruflichen Herausforderungen zu stellen.
München, 28. Februar 2008
Der Aufsichtsrat
Dietmar Meister
Vorsitzender LageberichtGeschäftsverlaufStarkes NeugeschäftEine wiederum kräftige
Neugeschäftsentwicklung, deutlich gestiegene
Bruttobeiträge, ein erneuter Bestandszuwachs, eine
spürbar reduzierte Kostenquote, ein durch den Orkan
"Kyrill" belastetes Schadenergebnis und ein erheblich
gestiegener Gewinn kennzeichneten das Geschäftsjahr
2007, in dem sich die Generali Versicherung AG wiederum
erfreulich vom Markttrend abheben konnte.
Bruttobeiträge 965,1 Mio. €Die gebuchten Bruttobeiträge im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrugen 965,1
Mio. €. Hierbei wurde ein Wachstum von 3,2 % bzw. 29,5
Mio. € erzielt.
Höhere Schadenaufwendungen auf Grund "Kyrill"Der Orkan "Kyrill" vom 18./19. Januar 2007 ist das
bisher schwerste Schadenereignis der Branche und in der
Geschichte der Gesellschaft. Die Schadenaufwendungen im
selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen auf Grund
dieser Sonderbelastungen um 9,3 % auf 643,7 Mio. €.
Bruttokostenquote erneut reduziertDie Brutto-Kostenquote im selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft reduzierte sich in diesem Jahr
von 29,8 % auf 29,2 %. Dies ist Ausdruck der weiterhin
konsequenten Umsetzung der identifizierten
Einsparpotenziale.
Versicherungstechnisches Nettoergebnis auf 25,3 Mio. € gestiegenDas versicherungstechnische Bruttoergebnis im selbst
abgeschlossenen Geschäft vor
Rückversicherungsabgabe beläuft sich im Jahr 2007
auf einen Gewinn von 34,1 Mio. € (Vj. 60,4 Mio.
€). Nach einer Belastung durch die
Rückversicherung sowie einer geringfügigen
Entnahme aus der Schwankungsrückstellung und einer
Zuführung zur Drohverlustrückstellung verblieb
ein versicherungstechnischer Gewinn von 25,3 Mio. €
(Vj. 0,8 Mio. €).
Das Gesamtergebnis nach Steuern erhöhte sich trotz
der Belastungen durch den Orkan "Kyrill" auf 44,3 Mio.
€ nach 20,4 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis wird
infolge des Gewinnabführungsvertrages an die AMB
Generali Holding AG abgeführt.
Wichtige Ereignisse im Jahr 2007Geplante Zusammenführung mit VolksfürsorgeAm 28. September 2007 hat die AMB Generali Holding AG
die Eckpunkte zur strategischen Weiterentwicklung der
Unternehmensgruppe bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang
wurde das Management beauftragt, die Zusammenführung
der Unternehmen von Generali und Volksfürsorge im
Rahmen eines Projektes zu prüfen. Folgende
Maßgaben sollen dabei berücksichtigt werden: Die
Versicherungsunternehmen werden jeweils zu einem
gemeinsamen Risikoträger unter der Marke Generali
zusammengeführt werden. Die vertriebliche
Multikanalstrategie wird beibehalten. Die Vertriebskraft
der beiden Stammorganisationen und der Maklervertriebe
sowie der Vertrieb von Versicherungsprodukten über
Bankpartner, insbesondere über die Commerzbank, werden
nach wie vor der zentrale Erfolgsfaktor sein. Die
zusammengeführten Unternehmen werden unter der Marke
Generali am Markt auftreten. Die Marke Volksfürsorge
wird vertrieblich weiterhin erhalten bleiben. Der Sitz der
neuen Gesellschaft wird München sein. Es werden beide
Standorte, Hamburg (mit Schwerpunkt
Lebensversicherungsgeschäft) und München (mit
Schwerpunkt Kompositversicherungsgeschäft),
beibehalten. Das Projekt "Neue Generali" hat im November
2007 seine Arbeit aufgenommen.
Neue DienstleistungsgesellschaftenAm 1. August 2007 haben alle Servicebereiche der AMB
Generali Services GmbH (AMBGS) ihre operative Arbeit
aufgenommen. Die Teil-Betriebsübergänge per 1.
März 2007 und 1. August 2007 in die AMBGS verliefen
erfolgreich. Die AMBGS ist mit mehr als 700 Mitarbeitern
eine der großen Shared Service Organisationen der
Bundesrepublik mit einem breiten Spektrum an
Dienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Steuern,
Zentrale Dienste, Personalmanagement Services und
Fachliches IT-Management. Sie erbringt für die
Konzernunternehmen an sechs Standorten (Köln, Aachen,
München, Hamburg, Karlsruhe und Saarbrücken)
Dienstleistungen unter dem Motto "Wir bringen Service zum
Fliegen!". Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der AMBGS ist die
kontinuierliche Verbesserung der Servicequalität und
die Steigerung der Wirtschaftlichkeit in den
Prozessabläufen.
Zum 1. August 2007 ist die AMB Generali
Schadenmanagement GmbH (AMGSM), ein Tochterunternehmen der
AMB Generali Holding AG, erfolgreich als neuer
Schadenspezialist der AMB Generali Gruppe gestartet. Die
AMGSM bündelt als Dienstleistungsgesellschaft die
Bearbeitung von Groß- und Spezialschäden
für die Generali Versicherung AG sowie die
übrigen großen Sachversicherer der AMB Generali
Gruppe. Dabei tritt die AMGSM im Auftrag und damit auch
unter der Marke des jeweiligen Versicherungsunternehmens
auf. Ziel ist die nachhaltige Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit im Schadenbereich und die
Bündelung von Steuerungskompetenz und Spezial-Knowhow
im Konzern.
Qualitätsoptimierung durch interne NeustrukturierungUm die Effizienz und die Qualität der Prozesse
anzuheben, wurde im Jahr 2007 eine grundlegende
Neustrukturierung der Ressorts Komposit und Betrieb
umgesetzt. Dem Ressort Betrieb sind nun - auch aus der
Lebensversicherung - sämtliche Vorgänge des First
Level zugeordnet, also Anliegen der Kunden und
Vertriebspartner, die in einem Schritt
fallabschließend bearbeitet werden können.
Hervorragende Ratings durch namhafte AgenturenDie Generali Versicherung AG erhielt im Jahr 2007 zum
wiederholten Male herausragende Bewertungen namhafter
Ratingagenturen: Sie wurde als Tochtergesellschaft der AMB
Generali Gruppe von Standard & Poor's und von Fitch mit
AA "ausgezeichnet" bzw. "sehr stark" geratet, dem derzeit
höchsten von Standard & Poor's und Fitch für
deutsche Erstversicherer vergebenen Rating, sowie von der
Ratingagentur Moody´s mit Aa3 - Ausblick "stabil" -
ausgezeichnet. Standard & Poor's würdigt mit
dieser Beurteilung vor allem die Wettbewerbsposition und
die Qualität des Managements der Generali Versicherung
AG. Die hervorragenden Ratingbeurteilungen stärken die
Marktposition der Generali Versicherung AG bei Kunden und
Vertriebspartnern und bieten der Generali Versicherung AG
die Chance, ihre Stellung im Wettbewerb auszubauen und
weitere Marktanteile zu gewinnen.
Starke Präsenz der Marke GeneraliZur Steigerung der Markenbekanntheit wurde die breit
angelegte Großflächenplakatwerbung der Vorjahre
auch im Jahr 2007 wiederholt. Weiterhin wurde zur
Unterstützung des Jahresendgeschäfts in Kfz ein
Kinospot mit agenturindividuellem Schlussteil eingesetzt.
Einheitliche Außenwerbeanlagen, professionelle
Büroausstattung sowie der Marktauftritt der
selbstständigen Vertriebspartner standen auch im Jahr
2007 weiterhin im Fokus. Mit dem TV-Spot "begleitender
weißer Löwe" und einem Sponsoring der
Fernsehsendung "Johannes B. Kerner" war die Generali im
Jahr 2007 im deutschen Fernsehen präsent.
Markenprojekt weiter vorangetriebenMit dem zur Sicherstellung ertragsorientierten Wachstums
durch die Implementierung des Markenversprechens
aufgesetzten Projekt MarKuS (Marke, Kosten, Strategie)
wurde der Veränderungsprozess innerhalb des
Unternehmens konsequent fortgesetzt.
VVG-ReformAm 22. Mai 2007 ist das auf der EU-Vermittlerrichtlinie
aus dem Jahr 2002 basierende neue Vermittlerrecht in Kraft
getreten. Die neu eingeführten gesetzlichen Regelungen
haben zum Ziel, die Beratungsqualität in der
Versicherungsvermittlung zu erhöhen. Zum einen werden
erstmalig verbindliche Standards hinsichtlich
Zuverlässigkeit und Ausbildung der Vermittler
normiert, zum anderen wird festgeschrieben, dass die Kunden
bedarfsorientiert beraten und die Inhalte des
Beratungsgespräches dokumentiert werden müssen.
Die letztgenannte Verpflichtung trifft mit Inkrafttreten
des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) auch das jeweilige
Versicherungsunternehmen. Das Gesetz zur Reform des
Versicherungsvertragsrechts (VVG), welches die wichtigsten
Regelungen bezüglich der Beziehungen zwischen
Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmern
beinhaltet, ist am 1. Januar 2008 in Kraft getreten.
Wesentliche Bestandteile der Reform sind u.a. die
Abschaffung des so genannten Policenmodells, die
verbesserten Beratungs- und Informationspflichten des
Versicherers, Änderungen der vorvertraglichen
Anzeigepflichten und die Aufgabe des
Alles-oder-Nichts-Prinzips. In der Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr wird darüber hinaus der
Anspruch auf Beteiligung in Höhe von 50 % der auf
einen Vertrag entfallenden Bewertungsreserven gesetzlich
verankert. Darüber hinaus trat am 1. Januar 2008 auch
die Informationspflichtenverordnung (VVG-InfoV) in Kraft,
die im Wesentlichen die Verbraucherinformationen
konkretisiert, die dem Versicherungsnehmer rechtzeitig vor
Antragstellung auszuhändigen sind. Einzelne
Bestandteile der Informationspflichtenverordnung treten
dabei jedoch erst am 1. Juli 2008 in Kraft.
Die Implementierung des reformierten VVG in den
Geschäftsstrukturen und Produktkalkulationen liegt
grundsätzlich in unserer Verantwortung. Zur
Unterstützung der Umsetzungsprojekte wurden
korrespondierende Arbeitsgruppen innerhalb der AMB Generali
Gruppe eingerichtet. Wir konnten im Geschäftsjahr 2007
alle Umsetzungsaktivitäten erfolgreich
abschließen, um die zunächst im Wesentlichen
für das Neugeschäft geltenden Regelungen zum 1.
Januar 2008 vollumfänglich zu erfüllen.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und MarktsituationGesamtwirtschaftliche Lage 2007Das Wachstum der Weltwirtschaft knüpfte 2007 an die
überdurchschnittliche Entwicklung der Vorjahre an. Der
Euro-Raum profitierte erneut von einer starken
Binnenkonjunktur. Obwohl der Euro deutlich an Wert gewinnen
konnte, zeigte sich der Außenhandel leistungsstark.
Die Auswirkungen der Immobilienkrise auf die
Finanzmärkte prägten das 2. Halbjahr und zwangen
die Zentralbanken zu Interventionen. An den
Anleihemärkten gab die Rendite 10-jähriger
US-Staatsanleihen deutlich nach, während sie im
Euro-Raum gegenüber 2006 leicht zulegte. Damit stieg
das Renditeniveau im Euro-Raum über das der USA. Die
Volatilität an den Aktienmärkten hat deutlich
zugenommen.
Erneut weltweit robustes Wirtschaftswachstum im Jahr 2007Das starke globale Wachstum hielt im Jahr 2007 an. Die
Weltwirtschaft expandierte um 4,6 %, allerdings
schwächte sich die Konjunktur in den USA deutlich ab,
während sie insbesondere in den Schwellenländern
zulegen konnte. Der Euro-Raum erreichte eine Wachstumsrate
von 2,6 % und legte damit zum ersten Mal seit 2001
stärker zu als die USA. Somit konnten Belastungen aus
der deutlichen Aufwertung des Euro in der 2.
Jahreshälfte gut verkraftet werden.
Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland legte
etwa so stark wie im gesamten Euro-Raum zu. Obwohl die
Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn um drei Prozentpunkte
erhöht wurde, konnte der Konsum im Jahresdurchschnitt
ein um 1 % höheres Niveau als im Vorjahr erreichen.
Positiv hat sich hier die Besserung am Arbeitsmarkt
ausgewirkt. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen, belief sich im Jahresdurchschnitt 2007 auf
9,0 %. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 1,8
Prozentpunkte. Gab es Ende 2006 noch knapp über 4
Millionen Erwerbslose, lag dieser Wert 12 Monate
später bei 3,4 Millionen. Auch die Auftragsbücher
in der deutschen Industrie sind trotz der Belastungen aus
dem festeren Euro gut gefüllt. Auf Grund der
Erhöhung der Mehrwertsteuer und deutlich gestiegener
Energiekosten hat sich der Preisauftrieb bei
Verbrauchsgütern im Jahresdurchschnitt moderat auf 2,0
% erhöht.
FinanzmärkteImmobilienkrise führte zu starken
Schwankungen an den Aktienmärkten
Insbesondere im 2. Halbjahr standen die
Aktienmärkte im Zeichen der Immobilienkrise in den USA
und den daraus resultierenden Abschreibungen bei
Finanzinstituten. Global hatten Banken bis Jahresende rund
70 Mrd. US-Dollar auf Wertpapiere abgeschrieben, die mit
Immobilienkrediten besichert waren. Die Märkte in
Europa und den USA erreichten ihr Jahrestief im August, von
dem sie sich in einer sehr volatilen Bewegung gestützt
auf Interventionen der Zentralbanken bis Jahresende wieder
erholten. Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank
und die Bereitstellung von Liquidität durch alle
großen Zentralbanken stützten die Stimmung bei
Aktieninvestoren. Deutsche Aktien legten ungeachtet dieser
Turbulenzen im Jahresvergleich gut 22 % zu.
Deutlicher Renditerückgang in den USADie gute konjunkturelle Entwicklung belastete die
Rentenmärkte zu Beginn des Jahres. In der 2.
Jahreshälfte standen sie dann insbesondere in den USA
klar im Zeichen der amerikanischen Immobilienkrise.
Notierte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen im
Juni in der Spitze noch bei 5,25 %, erreichte sie Ende
November bei 3,85 % einen Tiefpunkt. Zum Jahresende
rentierten 10-jährige Staatsanleihen des Euro-Raums
mit einem Niveau von 4,33 % rund 10 Basispunkte höher
als in den USA. Begleitet wurde der deutliche
Zinsrückgang in den USA von Leitzinssenkung der
amerikanischen Notenbank um 100 Basispunkte auf 4,25 % am
Jahresende. Die Verwerfungen am Geldmarkt spiegeln sich
auch in deutlichen Aufschlägen bei nicht besicherten
Krediten von Finanzinstituten wider.
Versicherungswirtschaft und FinanzdienstleistungssektorDie deutsche Versicherungswirtschaft ist im
Geschäftsjahr 2007 kaum gewachsen. Bereits im 2. Jahr
hintereinander blieb sie hinter dem allgemeinen
wirtschaftlichen Wachstum zurück. Lediglich die
Krankenversicherung konnte - bei verlangsamtem Tempo -
weiter expandieren. Dagegen gingen die
Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung
zurück. Die Schaden- und Unfallversicherung schrumpfte
bei gleichzeitig deutlichem Anstieg der Aufwendungen.
Insgesamt steht die Branche unter dem Einfluss sich
ändernder rechtlicher Rahmenbedingungen und einem
hohen Wettbewerbsdruck.
Versicherungsbranche wächst um lediglich 0,5%Die deutsche Versicherungsbranche hat im
zurückliegenden Jahr erneut nur kaum von der positiven
wirtschaftlichen Entwicklung profitieren können.
Obwohl sich die Konjunktur und die Lage am Arbeitsmarkt
spürbar verbesserten, ergab sich für die 453 im
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
(GDV) zusammengeschlossenen Mitgliedsunternehmen - nach
ersten Berechnungen - ein Zuwachs der Beitragseinnahmen von
lediglich 0,5 %. Damit lag das Wachstum deutlich unter dem
Vorjahr mit 2,4 %. Die gesamten Beitragseinnahmen des
deutschen Direktgeschäfts über alle Zweige und
Sparten beliefen sich auf rund 162,6 Mrd. € (Vj. 161,8
Mrd. €).
Beitragswachstum ausschließlich bei KrankenversicherernAllein die private Krankenversicherung konnte mit einem
Zuwachs von 2,5 % ein Prämienwachstum im Jahr 2007
verzeichnen. Dagegen ging die Beitragsentwicklung in der
Lebensversicherung (- 0,3 %) und in der Schaden- und
Unfallversicherung (-0,4 %) zurück. Neben einem
intensiven Wettbewerb und den Auswirkungen politischer
Reformen dämpft vor allem die fortgesetzte
Zurückhaltung der Verbraucher und eine anhaltende
Unsicherheit die weitere Entwicklung der Branche. Trotz
sinkender Arbeitslosigkeit und steigender
Konsumbereitschaft halten sich weite Teile der
Bevölkerung mit einer langfristigen Entscheidung
für die eigene Vorsorge noch zurück.
Anhaltender Wettbewerbsdruck in der Schaden- und UnfallversicherungMinus 0,4 % in der Schaden- und
Unfallversicherung
In einem insgesamt schwierigen Marktumfeld entwickelte
sich die Schaden- und Unfallversicherung 2007 erneut
rückläufig. Insgesamt verzeichnete die Branche
ein Beitragsminus von 0,4 %. Diese Entwicklung ist vor
allem durch die Beitragsrückgänge in der
Kfz-Versicherung beeinflusst, die 2007 ein Minus von 1,8 %
aufwies. Gegenüber dem Vorjahr konnte der
Prämienabrieb zwar leicht gebremst werden (Vj. -3,6
%), eine Erholung der Preisentwicklung war aber noch nicht
erkennbar, zumal weiterhin neue, insbesondere
umsatzorientierte Anbieter in den Markt drängen.
Beitragsrückgänge ergaben sich außerdem im
Industriegeschäft (-2,3 %) sowie in der
Hausratversicherung (-1,5 %). In den übrigen
Schaden-Unfall-Sparten ist dagegen ein Beitragswachstum zu
verzeichnen. Die private Unfallversicherung legte
gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % und die
Rechtsschutzversicherung um 2,5% zu. Leicht schwächere
Beitragszuwächse verzeichneten die Allgemeine
Haftpflichtversicherung und die Verbundene
Wohngebäudeversicherung mit jeweils 1,0 %.
Das Geschäftsjahr in der Schaden- und
Unfallversicherung war außerdem durch den Wintersturm
"Kyrill" gekennzeichnet, der die technischen Ergebnisse der
Unternehmen belastete. Infolge des Orkans wurden für
die Kunden insgesamt Schäden mit einem Aufwand von
rund 2,4 Mrd. € reguliert.
Geschäftsentwicklung der Generali Versicherung AGGeschäftsverlauf der einzelnen Versicherungszweige und -artenDie im Geschäftsjahr betriebenen
Versicherungszweige und -arten im selbst abgeschlossenen
und in Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft sind in einer Übersicht ab
Seite 36 zusammengestellt.
Die Bewegung des Bestands an selbst abgeschlossenen
mindestens einjährigen Schaden- und
Unfallversicherungen sowie der in Rückdeckung
übernommenen Lebensversicherungen ist auf Seite 62
dargestellt.
Selbst abgeschlossenes VersicherungsgeschäftUnfallversicherungSteigende BeitragseinnahmeIn der gesamten Unfallversicherung ist die
Beitragseinnahme um 1,0 % auf 127,3 Mio. € gestiegen.
Dabei entfiel auf den Versicherungszweig Allgemeine
Unfallversicherung ohne Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr ein Plus von 2,3 Mio. €
bzw. 2,1 %. Für die Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr konnte ein Beitrag von 15,3
Mio. € (Vj. 16,0 Mio. €) erzielt werden.
Die Beitragseinnahme in der Kraftfahrtunfallversicherung
verringerte sich um 7,4 % auf 3,0 Mio. €.
Die Brutto-Schadenquote liegt bei 49,3 %. Die
Brutto-Kostenquote konnte um 0,1 %-Punkte auf 33,8 %
verbessert werden. Nach Zuführung von 3,7 Mio. €
(Vj. 5,9 Mio. €) in die Deckungsrückstellung
für die Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr konnte ein Bruttogewinn von
19,9 Mio. € (Vj. 18,8 Mio. €) erzielt werden.
Nach Rückversicherungsabgabe verblieb ein Gewinn von
19,0 Mio. € (Vj. 17,7 Mio. €).
HaftpflichtversicherungVerbesserter Schadenverlauf-gestiegener GewinnIn der Haftpflichtversicherung mit ihren
Versicherungszweigen Allgemeine Haftpflicht- und
Luftfahrt-Haftpflichtversicherung ist die Beitragseinnahme
mit 145,5 Mio. € um 2,3 % gestiegen. Der deutliche
Rückgang der Schadenquote auf 37,5 % ist in erster
Linie auf eine Senkung der Geschäftsjahresschäden
zurückzuführen. Die Kostenquote konnte auf 38,9 %
(Vj. 41,2 %) gesenkt werden. Nach Zuführung von 10,8
Mio. € in die Schwankungsrückstellung schloss die
Haftpflichtversicherung mit einem Gewinn von 17,5 Mio.
€ ab (Vj. 0,1 Mio. €).
Kraftfahrzeug-HaftpflichtversicherungUm 3,7 % gestiegene BeitragseinnahmenIn der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sind die
Beitragseinnahmen um 3,7 % auf 246,9 Mio. € gestiegen.
Die Brutto-Schadenquote stieg von 85,9 % auf 89,7 %. Die
Kostenquote reduzierte sich auf 16,7 %. Nach einer
Belastung durch die Rückversicherung und nach
Zuführung in die Schwankungsrückstellung ergab
sich ein Verlust von 23,9 Mio. € (Vj. 25,9 Mio.
€).
Sonstige KraftfahrtversicherungGewinn von 6,5 Mio. €In dieser Versicherungszweiggruppe, zu der die
Fahrzeugvoll- und die Fahrzeugteilversicherung zählen,
ist die Beitragseinnahme um 4,5 % auf 145,2 Mio. €
gestiegen. Beeinflusst durch das Orkanereignis "Kyrill"
stieg die Schadenquote auf 80,4 % (Vj. 73,9 %) an. Die
Kostenquote sank um 1,9 %-Punkte auf 17,3 % nach 19,2 % im
Vorjahr. Nach einer Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung von 5,1 Mio. € ergab sich
ein Gewinn von 6,5 Mio. € (Vj. 3,0 Mio. €).
Feuer- und SachversicherungUnter dieser Versicherungszweiggruppe werden die
Versicherungszweige Feuerversicherung (ohne
Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung), Verbundene
Hausratversicherung, Verbundene
Wohngebäudeversicherung und Sonstige
Sachversicherungen zusammengefasst.
FeuerversicherungGewinn von 6,2 Mio. €Die gebuchten Bruttobeiträge sind um 1,2 % auf 36,2
Mio. € gestiegen. Die Schadenquote ging auf Grund
einer geringeren Großschadenbelastung um 34,5
%-Punkte auf 17,5 % zurück. Es konnte ein Bruttogewinn
von 13,4 Mio. € erzielt werden. Infolge einer
Zuführung von 4,3 Mio. € in die
Schwankungsrückstellung ergab sich ein Gewinn von 6,2
Mio. € (Vj. Verlust 2,6 Mio. €).
Verbundene HausratversicherungGewinn von 15,2 Mio. €Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,5 % auf
64,8 Mio. €. Bei einer Schadenquote von 35,0 % (Vj.
33,9 %) und einer weiter gesunkenen Kostenquote von 40,4 %,
konnte nach Rückversicherungsabgabe ein Gewinn von
15,2 Mio. € (Vj. 15,0 Mio. €) erzielt werden.
Verbundene WohngebäudeversicherungWohngebäudeversicherung von "Kyrill" geprägtHier konnte ein Beitragswachstum von 7,2 % auf 100,3
Mio. € erreicht werden. Bedingt durch den Orkan
"Kyrill" stieg die Schadenquote auf 100,3 % (Vj. 72,7 %).
Bei einer Kostenquote von 33,5 % (Vj. 31,4 %) entstand ein
Bruttoverlust von 35,2 Mio. € (Vj. Verlust 5,3 Mio.
€). Nach Rückversicherung, einer Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung und einer Zuführung zur
Drohverlustrückstellung ergab sich ein Verlust von
19,3 Mio. € (Vj. Verlust 11,7 Mio. €).
Sonstige SachversicherungenDiese Versicherungszweiggruppe beinhaltet die
Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung, die
Leitungswasser(LW)-Versicherung, die Glasversicherung, die
Technischen Versicherungen sowie die Übrigen
Sachversicherungen.
Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-VersicherungErgebnisverbesserungDie Prämieneinnahme in der
Einbruch-Diebstahlversicherung bewegt sich mit 13,8 Mio.
€ auf Vorjahresniveau. Bei einer Brutto-Schadenquote
von 35,1 % und einer um 2,1 %-Punkte gesunkenen Kostenquote
von 49,6 % konnte ein Bruttoergebnis von 2,1 Mio. €
erzielt werden. Nach Rückversicherung und einer
Entnahme aus der Schwankungsrückstellung ergibt sich
ein versicherungstechnischer Gewinn von 3,9 Mio. €
(Vj. 1,4 Mio. €).
Leitungswasser(LW)-VersicherungGestiegene BeitragseinnahmenDas Beitragsvolumen stieg um 0,9 % auf 8,8 Mio. €.
Die Schadenquote bewegt sich mit 77,8 % auf
Vorjahresniveau. Bei einer Kostenquote von 49,2 % ergab
sich nach Rückversicherung ein Verlust von 2,3 Mio.
€ (Vj. Verlust 2,2 Mio. €).
GlasversicherungBeitragsanstiegIn der Glasversicherung sind die Beitragseinnahmen um
1,4 % auf 15,6 Mio. € gestiegen. Der Schadenaufwand
sank um 0,7 % auf 7,2 Mio. €. Die Kostenquote
beträgt 42,9 %. Das versicherungstechnische Ergebnis
konnte nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung
mit einem Gewinn von 1,9 Mio. € (Vj. 2,5 Mio. €)
schließen.
Technische VersicherungenBeitragszuwachsDie Beitragseinnahmen sind mit 21,5 Mio. € um 3,7 %
gestiegen. Bei einer Schadenquote von 61,2 % (Vj. 58,0 %)
und einer Kostenquote von 38,4 % (Vj. 34,4 %) ergab sich
ein Bruttogewinn von 0,1 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €).
Nach Rückversicherung und einer Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung stellte sich ein Gewinn von
0,4 Mio. € (Vj. 2,6 Mio. €) ein.
Übrige SachversicherungenBelastung durch Orkan "Kyrill"Unter Übrige Sachversicherungen werden die
Versicherungszweige Sturm, Tier, EC sowie Sonstige
Sachschadenversicherungen ausgewiesen. Das Beitragsvolumen
hierzu betrug 13,6 Mio. € (+3,6 %). Bei einer
Kostenquote von 45,6 % (Vj. 44,8 %) und einer auf Grund von
"Kyrill" gestiegenen Schadenquote von 94,7 % ergab sich
nach Rückversicherung und einer Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung ein Verlust von 1,8 Mio.
€ (Vj. Gewinn 1,2 Mio. €).
Transport- und Luftfahrt-VersicherungGewinn von 1,7 Mio. €Die Beitragseinnahmen der Transportversicherung stiegen
von 19,4 Mio. € auf 20,1 Mio. €. Die Schadenquote
erhöhte sich um 4,8 %-Punkte auf 66,7 % (Vj. 61,8 %).
Nach einer Kostenbelastung von 34,5 % sowie einer Belastung
durch die Rückversicherung ergab sich nach einer
Entnahme aus der Schwankungsrückstellung ein Gewinn
von 1,7 Mio. € (Vj. Verlust 0,5 Mio. €).
Sonstige VersicherungenVerbessertes ErgebnisIn dieser Gruppe sind die Versicherungszweige
Feuer-Betriebsunterbrechungs-, Lizenz-, Mietverlust-,
Filmausfall-, Allgefahren- und
Filmtheater-Einheitsversicherung zusammengefasst.
Hier konnten wie im Vorjahr Beitragseinnahmen von 5,6
Mio. € erzielt werden. Die Sparte schloss mit einem
Bruttogewinn von 1,0 Mio. € (Vj. Verlust 0,2 Mio.
€) ab. Nach Belastung durch die Rückversicherer
und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung
verblieb ein Gewinn von 0,6 Mio. € (Vj. 0,3 Mio.
€).
In Rückdeckung übernommenes VersicherungsgeschäftRestabwicklung von AltbestandIn diesem Geschäftsbereich wurde überwiegend
nur noch die Restabwicklung aus Altbeständen
vorgenommen.
Die verdienten Netto-Beiträge sind von 0,9 Mio.
€ auf 1,0 Mio. € leicht gestiegen. Aus der
Abwicklung der Schäden des Altbestandes konnte ein
Gewinn von 2,3 Mio. € (Vj. Gewinn von 3,2 Mio. €)
erzielt werden. Nach Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung von 0,1 Mio. € (Vj. 1,0
Mio. €) ergab sich ein Gewinn von 1,7 Mio. € (Vj.
3,6 Mio. €).
NeugeschäftKräftiges NeugeschäftswachstumDer Zuwachs bei den Stückzahlen (20.652 Stück)
resultierte vor allem aus den Sachversicherungen (20.043
Stück). Im Berichtszeitraum stiegen die
Stückzahlen in der Verbundenen Hausratversicherung um
10,2%. Ferner konnten Zuwächse in der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung (+ 9,3 %), Feuerversicherung
(+ 6,5%) und ebenfalls in der Unfallversicherung (+32,3 %)
verzeichnet werden. Der Bestand an mindest einjährigen
Versicherungsverträgen konnte um 1,3 % auf 4.740.608
Stück erhöht werden.
BeitragseinnahmenHoher Anstieg der BeitragseinnahmenDie gesamte Beitragseinnahme im selbst abgeschlossenen
und in Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft stieg von 936,6 Mio. € um
3,2% auf 966,1 Mio. €. Auf das selbst abgeschlossene
Versicherungsgeschäft entfielen 965,1 Mio. €, auf
das in Rückdeckung übernommene
Versicherungsgeschäft 1,0 Mio. € (Vj. 1,1 Mio.
€). Die gesamten Rückversicherungsbeiträge
betrugen 175,8 Mio. € (Vj. 177,4 Mio. €); dadurch
ergab sich eine höhere Beitragseinnahme für
eigene Rechnung von 790,3 Mio. € (Vj. 759,2 Mio.
€). Das entspricht einem Prämien-Selbstbehalt von
81,8 % (Vj. 81,1 %).
Schadenverlauf"Kyrill" belastet Schadenergebnis erheblichDie Brutto-Schadenbelastung für
Geschäftsjahresschäden im selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft ist im Jahr 2007 gekennzeichnet
vom größten Schadenereignis in der Geschichte
unserer Gesellschaft und hat sich im Vergleich zum Vorjahr
von 727,2 Mio. € auf 795,5 Mio. € um 9,4 %
erhöht. Die Anzahl der gemeldeten Schäden im
Geschäftsjahr ist - vor allem getrieben durch "Kyrill"
- um 17,2 % auf 372.594 Stück gestiegen. Die
Schadenhäufigkeit ist gestiegen, wo hingegen die
Schadendurchschnitte um 3,2 % gesunken sind. Aus der
Abwicklung der Vorjahresversicherungsfälle konnte ein
Gewinn von 151,8 Mio. € nach 138,5 Mio. € im
Vorjahr erzielt werden. Nach Abwicklung ergab sich eine
Schadenquote von 66,7 % nach 63,0 % im Vorjahr. Die
Netto-Schadenquote betrug 68,0 % (Vj. 66,5 %). Im in
Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft ergab sich bei den
Netto-Aufwendungen für Versicherungsfälle durch
Abwicklungsgewinne aus den Vorjahresreserven ein Ertrag von
0,3 Mio. € (Vj. Ertrag von 1,6 Mio. €). Die
Schadenquote für eigene Rechnung des gesamten
Versicherungsgeschäfts verschlechterte sich von 66,2 %
auf 67,9 %.
Eine Übersicht der Brutto-Aufwendungen für
Versicherungsfälle des Geschäfts- und Vorjahres
nach Versicherungszweigen enthält die Tabelle im
Anhang auf Seite 61.
Aufwendungen für den VersicherungsbetriebDie Abschlussaufwendungen für das selbst
abgeschlossene Versicherungsgeschäft konnten im
Geschäftsjahr mit 8,6% bezogen auf die verdienten
Beiträge stabil gehalten werden. Bei den
Verwaltungsaufwendungen konnte eine nochmalige Verbesserung
von im Vorjahr 21,2 % auf 20,7 % erreicht werden.
Kostenquote auf 29,2 % gesenktDie gesamten Bruttoaufwendungen für den
Versicherungsbetrieb betrugen 282,2 Mio. € (Vj. 278,8
Mio. €). Daraus resultierte eine Brutto-Kostenquote
von 29,2 % (Vj. 29,8 %). Nach Rückversicherungsabgaben
und unter Berücksichtigung des indirekten
Geschäfts verbesserte sich die Netto-Kostenquote auf
28,3 % nach 28,8 % im Vorjahr.
Aufwendungen für die BeitragsrückerstattungHöhere ZuführungDie Aufwendungen für die
Beitragsrückerstattung betrugen im Geschäftsjahr
3,7 Mio. € (Vj. 2,8 Mio. €). Hierbei ist bei den
erfolgsunabhängigen Beitragsrückerstattungen,
überwiegend aus dem Kraftfahrtgeschäft, der
Aufwand um 0,1 Mio. € gestiegen. Bei den
erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattungen in der
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
erhöhte sich der Aufwand um 0,8 Mio. €.
Versicherungstechnisches Ergebnis und ErgebnisentwicklungVersicherungstechnischer Gewinn von 25,3 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) erzieltDas versicherungstechnische Bruttoergebnis ging auf
Grund der Einflüsse durch den Orkan "Kyrill" von 60,4
Mio. € auf 34,1 Mio. € zurück. Dadurch
erzielte die Gesellschaft eine Combined Ratio brutto
(Brutto-Schadenquote plus Brutto-Kostenquote) im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft von 95,9 % (Vj.
92,8 %). Die Abgaben an die Rückversicherer ergaben
einen Verlust von 8,6 Mio. € nach einem Verlust von
31,1 Mio. € im Vorjahr. Insgesamt konnte der
versicherungstechnische Gewinn von 25,6 Mio. € (Vj.
29,3 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres gehalten
werden. Infolge einer Entnahme aus der
Schwankungsrückstellung (0,3 Mio. €) sowie einer
Zuführung in die Drohverlustrückstellung (0,5
Mio. €) ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn
von 25,3 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €).
Das Ergebnis des in Rückdeckung übernommenen
Geschäfts betrug 1,7 Mio. € (Vj. 3,6 Mio.
€). Hierbei wird überwiegend die Abwicklung aus
Altbeständen vorgenommen. Dies bewirkte beim
Schadenaufwand wie auch in der Schwankungsrückstellung
erneut positive Effekte, die zu diesem Gewinn führten.
Im Gesamtgeschäft wurde der versicherungstechnische
Gewinn des Vorjahres von 4,4 Mio. € um 22,6 Mio.
€ auf einen Gewinn von 27,0 Mio. € verbessert.
Kapitalerträge von 124,9 Mio. €Aus den Kapitalanlagen konnten Erträge von 124,9
Mio. € erwirtschaftet werden. Diesen stehen
Abschreibungen von 17,1 Mio. €, eine Einstellung in
den Sonderposten mit Rücklagenanteil in Höhe von
3,6 Mio. € und sonstige Aufwendungen von 15,3 Mio.
€ gegenüber. Per Saldo stellte sich ein
Kapitalanlageergebnis von 89,0 Mio. € ein.
Verbesserung Ergebnis übriges allgemeines GeschäftDas Ergebnis des übrigen allgemeinen
Geschäftes konnte in diesem Jahr verbessert werden und
schloss mit einem geringeren Verlust von 32,7 Mio. €
(Vj. Verlust 43,4 Mio. €).
Außerordentliche AufwendungenAusreichend Vorsorge für Restruktierungsmaßnahmen getroffenIn den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe
von 11,5 Mio. € ist ein Restrukturierungsaufwand aus
den Maßnahmen zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von 6,9 Mio. €
(Vj. 8,6 Mio. €) enthalten.
Gesamtergebnis nach Steuern 44,3 Mio. €Als Gesamtergebnis vor Steuern erzielten wir einen
Gewinn von 71,7 Mio. € (Vj. 39,2 Mio. €), nach
Steuern verblieben 44,3 Mio. € (Vj. 20,4 Mio. €).
KapitalanlagenKursgewinne auf Aktien weit höher als Kursverluste auf RentenDie Kurse an den europäischen Aktienmärkten
entwickelten sich im Berichtsjahr im fünften Jahr in
Folge positiv. Der EuroStoxx50-Index stieg um 6,9 %. An den
europäischen Rentenmärkten setzte sich im
Berichtsjahr der Renditeanstieg des Vorjahres fort. Die
Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg von 3,95 %
auf 4,36 %. Die damit korrespondierenden Kursverluste auf
die Renten der Generali Versicherung AG fielen jedoch
deutlich geringer aus als die Gewinne auf die Aktien.
Die im Anlagevermögen gehaltenen Kapitalanlagen
weisen stille Lasten von 20 Tsd. € auf (Vj. Null),
weil die Kriterien für eine Abschreibung nicht
erfüllt waren.
Der Bestand an Kapitalanlagen sank um 5,6% auf 1.608,6
Mio. € (Vj.1.699,7 Mio. €). Die Neuanlagen
erfolgten weit überwiegend in zinstragende
Anlageformen, hier vor allem in
Inhaberschuldverschreibungen.
KapitalanlageergebnisFreundlicher Aktienmarkt ermöglicht Realisierung von GewinnenDie positive Entwicklung der Aktienkurse wurde zur
Realisierung von Gewinnen aus Aktien genutzt. Weiterhin
wurden Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien realisiert.
Im Berichtsjahr konnten laufende Erträge aus
Kapitalanlagen in Höhe von 91,8 Mio. € (Vj. 78,9
Mio. €) erzielt werden. Aus Zuschreibungen wurden
Erträge in Höhe von 2,7 Mio. € (Vj. 0,8 Mio.
€) erzielt. Als Gewinne aus dem Abgang von
Kapitalanlagen wurden 30,4 Mio. € (Vj. 33,0 Mio.
€) realisiert. Die Erträge aus Kapitalanlagen
beliefen sich damit insgesamt auf 124,9 Mio. € (Vj.
112,7 Mio. €). Die Aufwendungen für
Kapitalanlagen betrugen insgesamt 36,0 Mio. € (Vj.
25,9 Mio. €). Davon entfallen auf Abschreibungen auf
Kapitalanlagen 17,1 Mio. € (Vj. 15,8 Mio. €)
sowie auf Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 8,5
Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €).
Nettoverzinsung 5,4 %Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen
nach der Berechnungsmethode des Gesamtverbandes der
Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. beläuft sich
auf 4,8 % (Vj. 3,7 %). Die Nettoverzinsung beträgt 5,4
% (Vj. 5,0 %).
Beherrschungs- und GewinnabführungsvertragSeit Juni 1976 besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen
der Obergesellschaft AMB Generali Holding AG und unserem
Unternehmen.
Damit im Rahmen von körperschaftsteuerlicher
Organschaft positive und negative steuerliche Ergebnisse
von Tochtergesellschaften auf der nächst höheren
Ebene zusammengeführt werden können, wurde am 15.
Oktober 2001 mit der zu 100 % im Besitz der AMB Generali
Holding AG stehenden Zwischenholding AM EPIC GmbH - die
mittlerweile auf die AMB Generali Holding AG verschmolzen
wurde - ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der
abzuführende Gewinn beläuft sich auf 44,3 Mio.
€ (Vj. 20,4 Mio. €).
Unsere Mitarbeiterinnen / MitarbeiterInsgesamt 1.604 fest angestellte Mitarbeiter/-innenAm 31. Dezember 2007 waren bei der Generali Versicherung
AG insgesamt 1.604 fest angestellte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.298 im Innendienst
und 306 im Außendienst. Die Zahl der Auszubildenden
betrug im selben Zeitpunkt 59.
Das vergangene Geschäftsjahr war stark vom
Konzernprojekt "MOVE" und dem Projekt
"Standardkundenservice" geprägt. Im Rahmen dieses
Strukturprojekts wurde die grundlegende Neuausrichtung der
Schaden- und Rechnungswesenbereiche und des Bereichs
Zentrale Dienste sowie der Betriebsbereiche umgesetzt. Im
Zuge der Realisierung von Prozessoptimierungen konnte
Einsparpotential verwirklicht und auf lange Sicht unsere
Wettbewerbsposition im Markt verbessert werden.
Betriebliches GesundheitsmanagementIm Personalbereich haben wir unser ganzheitliches
betriebliches Gesundheitsmanagement vertieft, vor allem
auch im Hinblick auf unsere soziale Verantwortung
gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
MitarbeiterqualifizierungIn der Personalentwicklung stand auch in diesem Jahr die
Unterstützung der Unternehmensprojekte im Vordergrund,
dies vor allem auch durch gezielte Auswahl und
Qualifizierung von Führungskräften und
Mitarbeitern des Innen- und Außendienstes. Die
Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen hatten neben dem
Ausbau der Führungskompetenz die Optimierung des
Serviceverhaltens im Kundenkontakt im Fokus.
Wiederum war es ein großes Anliegen,
qualifizierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu
rekrutieren. Durch fundierte Erstausbildung konnten wir
diesem Anspruch gerecht werden und zahlreiche
Fachkräfte an unser Unternehmen binden.
Sehr herzlich bedanken möchten wir uns bei allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr
außerordentliches Engagement und ihre
Leistungsbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Neue Produkte und DienstleistungenSELEKTA® UnfallversicherungIn der Sachversicherung für Privatkunden wurde im
Jahr 2007 die SELEKTA® Unfallversicherung an aktuelle
Kundenbedürfnisse angepasst und um zahlreiche
Leistungen erweitert. Ein besonderes Highlight stellt der
Unfallassistent dar, der sich im Falle eines Unfalls bei
Bedarf sowohl um die Lösung medizinischer, sozialer
als auch beruflicher Herausforderungen des betroffenen
Versicherungsnehmers kümmert.
SELEKTA® PrivatModernisiert und aktualisiert wurde im Jahr 2007
weiterhin das Bündelprodukt SELEKTA® Privat. Die
Produkte Unfall-, Haftpflicht-, Hausrat-,
Wohngebäude-, Reisegepäck- und Glasversicherung
sowie Service- und Hilfeleistungen wurden an die aktuellen
Bedürfnisse unserer Kunden angepasst. Das Produkt wird
ab dem 1. Januar 2008 in zwei Varianten angeboten (Basis-
und Komfortschutz) und enthält zusätzlich die
Möglichkeit der Differenzdeckung für die Sparten
Haftpflicht, Hausrat und Wohngebäude.
Branchenkonzept Erneuerbare EnergienIm Sachversicherungsbereich für Firmenkunden wurde
speziell auf die Bedürfnisse des Umwelt- und
Klimaschutzes reagiert und das Branchenkonzept für
Erneuerbare Energien eingeführt. Hier bieten wir
unseren Firmenkunden u. a. Haftpflicht-Versicherungsschutz
für Photovoltaikanlagen oder
Pflanzenöl-Blockheizkraftwerke.
SonstigesGeschäftsbereichDer Geschäftsbereich unserer Gesellschaft erstreckt
sich im direkten Geschäft auf das Gebiet der
Bundesrepublik Deutschland. Direktes
Versicherungsgeschäft wird im Ausland in sehr geringem
Umfang gezeichnet. Rückversicherungsgeschäft wird
aus dem In- und Ausland übernommen.
Organisation, Vertrieb, VerwaltungOrganisation, Vertrieb, VerwaltungFür die Betreuung des selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäfts sowie für den Vertrieb von
Versicherungen und Finanzdienstleistungsprodukten unserer
Kooperationspartner im Konzern sind zum 31. Dezember 2007
neben der Direktion in München 3 Landesdirektionen mit
23 Regionaldirektionen, 4 Bereichsdirektionen inklusive
Vertriebsgruppen sowie 1 Vertriebsdirektion Banken
tätig. Im Jahr 2007 stand neben dem Ausbau unserer
Organisation auch die qualitative Verbesserung zur
Sicherstellung der Produktionserfolge im Fokus. Zum 31.
Dezember 2007 weist der Orga-Stand 1.931 hauptberufliche
und 22.770 nebenberufliche Vertreter aus.
Nachfolgend eine aktuelle Übersicht der Landes- und
Regionaldirektionen zum 1. Januar 2008:
LD München81737 München
Adenauerring 9
Tel. 0 89/51 21-0
RD München
81737 München
Adenauerring 9
Tel. 0 89/51 21-0
RD Ingolstadt
85049 Ingolstadt
Ludwigstr. 14
Tel. 08 41/8 8178-0
RD Rosenheim
83022 Rosenheim
Münchener Str. 9
Tel. 0 80 31/18748-0
RD Schwaben
86150 Augsburg
Philippine-Welser-Str. 8
Tel. 08 21/3 46 28-0
RD Passau
94032 Passau
Bahnhofstr. 32
Tel. 08 51/70 03-62 02
RD Regensburg
93047 Regensburg
Augustinerplatz 1 c
Tel. 09 41/2 96 92-0
RD Mittelfranken
91522 Ansbach
Martin-Luther-Platz 6-8
Tel. 09 81/9 72 25-0
RD Würzburg
97080 Würzburg
Berliner Platz 6
Tel. 09 31/6 6060-0
LD Hamburg20459 Hamburg
Johannisbollwerk 16
Tel. 0 40/3 1176-0
RD Hannover
30175 Hannover
Berliner Allee 9 -11
Tel. 05 11/3 3412-0
RD Hamburg
20459 Hamburg
Johannisbollwerk 16
Tel. 0 40/31176-7211
RD Bremen
28195 Bremen
Obernstr. 38-42
Tel. 04 21/162 14-0
RD Erfurt
99084 Erfurt
Lutherstr. 6
Tel. 03 61/56 83-0
RD Leipzig
04103 Leipzig
Wintergartenstr. 11
Tel. 03 41/212 09-0
RD Berlin
10719 Berlin
Lietzenburger Str. 75
Tel. 0 30/8 50 87-78 00
RD Köln
50667 Köln
Marzellenstr. 2-8
Tel. 02 21/27 04 96-0
LD Stuttgart70176 Stuttgart
Schloßstr. 73
Tel. 07 11/66 88-0
RD Reutlingen
72764 Reutlingen
Listplatz 1
Tel. 0 71 21/3 25 94-0
RD Stuttgart
70567 Stuttgart
Schelmenwasenstr. 32
Tel. 07 11/66 88-0
RD Heilbronn
74072 Heilbronn
Klarastr. 12
Tel. 0 71 31/6 42 39-0
RD Ulm
89073 Ulm
Kronengasse 14
Tel. 07 31/ 9 26 07-0
RD Freiburg
79100 Freiburg
Günterstalstr. 40
Tel. 07 61/45 58-0
RD Mannheim
68161 Mannheim
P6, 20-21 Tel.
06 21/1 50 95-0
RD Saarbrücken
66111 Saarbrücken
Dudweilerstr. 41
Tel. 06 81/30 05-0
RD Frankfurt
60318 Frankfurt
Oeder Weg 151
Tel. 0 69/15 02-20 50
Vertriebsdirektion Makler/MFA/Vertriebe81737 München
Adenauerring 9
Tel. 0 89/51 21-0
Bereichsdirektion Süd81737 München
Adenauerring 9
Tel. 0 89/51 21-0
Bereichsdirektion Nordost20459 Hamburg
Johannisbollwerk 16
Tel. 0 40/3 11 76-0
Bereichsdirektion West40237 Düsseldorf
Humboldtstr. 31
Tel. 02 11/96 88-34 50
Bereichsdirektion Südwest70567 Stuttgart
Schelmenwasenstr. 32
Tel. 0711/72 19-18 70
Vertriebsdirektion Banken81737 München
Adenauerring 9
Tel. 0 89/51 21-0
NachtragsberichtEs sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach
dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
ChancenberichtDas Jahr 2008 wird im Zeichen der möglichen
Zusammenführung von Generali und Volksfürsorge
stehen. Die Bündelung der Stärken beider
Unternehmen lässt eine nachhaltige Sicherung von
Marktanteilen erwarten. Nach der Zusammenführung wird
das neue Unternehmen auf dem deutschen Versicherungsmarkt
zu den Top-Anbietern zählen und hervorragende Chancen
im Wettbewerb haben.
Die Generali Versicherung AG hat gute Aussichten, auch
im Jahr 2008 über dem Marktdurchschnitt zu wachsen und
die guten Ergebnisse des Jahres 2007 im kommenden Jahr von
Neuem zu übertreffen. Hintergrund dieser
optimistischen Prognose ist die klare Markenpositionierung,
das kundenorientierte Angebot mit flexiblen und innovativen
Produkten, die weitere Steigerung des Bekanntheitsgrades
aufgrund der Markenaktivitäten und vor allem die
erfolgreiche Multi-Vertriebskanal-Strategie mit
Stammorganisation, Maklern, Banken, Vertriebsgruppen und
den Spezialvertrieben FrauenFinanzService und Finanzservice
50 plus.
Diese erfolgreiche Vertriebswegestrategie mit dem
Schwerpunkt einer eigenen produktiven Stammorganisation aus
selbstständigen Vertriebspartnern und einer hohen
Kompetenz im Maklervertrieb wird auch im Jahr 2008
vertrieblichen Erfolg generieren. Zusätzlich werden
die bereits genannten, auch in der Öffentlichkeit viel
beachteten Spezialvertriebe für Frauen und für
die Generation 50+ weitere Anteile in diesen Marktsegmenten
hinzugewinnen.
Zusätzliche VertriebspartnerDabei wird die Generali mit der Ausrichtung ihrer
Stammorganisation auf Unternehmeragenturen, der anerkannt
guten Aus- und Weiterbildung für alle
Vertriebskanäle und einem leistungsorientierten
Karrieremodell ihre Verkaufsorganisation mit qualifizierten
Vertriebspartnern weiter ausbauen.
Innovatives ProduktportfolioDas Produktportfolio für die Kunden der Generali
Versicherung AG wird auch im Jahr 2008 wieder
zielgruppengerechte, flexible Produkte beinhalten, die sich
an den Bedürfnissen in den einzelnen Lebensphasen
orientieren und insbesondere im Seniorenmarkt über
eine ausgezeichnete Expertise verfügen.
Fortsetzung der MarkenaktivierungMit der Verstärkung unserer
Marketingaktivitäten werden wir die Wahrnehmung der
Generali Versicherungen bei Kunden und Vertriebspartnern
weiter intensivieren. Der so erhöhte Bekanntheitsgrad
wird sich positiv auf die Marktpositionierung und die
Wettbewerbsfähigkeit der Generali auswirken.
Insgesamt ist die Gesellschaft aufgrund ihrer
kompetenten und professionellen Vertriebssteuerung, der
Aktivitäten zur Markenschärfung und der
Maßnahmen zur Optimierung ihrer Arbeitsabläufe
und Strukturen und nicht zuletzt aufgrund der
hervorragenden Ratings bestens gerüstet, das gute
Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2007 im
Geschäftsjahr 2008 nochmals verbessern zu können.
Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren SteuerungOrganisation des RisikomanagementsDas Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das
zentrale Steuerungssystem der AMB Generali Gruppe
eingebunden. Ziel ist es, mögliche Risiken
frühzeitig zu erkennen, systematisch zu analysieren
sowie zu kontrollieren.
Das Risikomanagementsystem (RMS) der AMB Generali Gruppe
ist vor diesem Hintergrund sowohl zentral als auch
dezentral organisiert. Als Teil des dezentralen
Risikomanagementsystems werden sämtliche
Aktivitäten zum Risikomanagement in unserem
Unternehmen durch den Risikomanager koordiniert. Er ist
dabei fachlicher Ansprechpartner für den Vorstand
sowie für den Konzernrisikomanager. Darüber
hinaus ist unser Risikomanagement über konzernweite
Gremien in das zentrale Konzernrisikomanagement der AMB
Generali Gruppe eingebunden. Der aufbauorganisatorische
Rahmen des Risikomanagementsystems umfasst somit die
Mitglieder des Vorstandes, die Verantwortlichen der im
Rahmen des Risikomanagements betroffenen Fachbereiche, den
Risikomanager der Gesellschaft, den Konzernrisikomanager
sowie die Abteilung Konzern-Revision. Alle wesentlichen
aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen des
Risikomanagements sind im Risikomanagementsystem
zusammengefasst und dokumentiert, welches somit die
Grundlage für die integrierte Risikoüberwachung
und -steuerung bildet. Die Konzern-Revision prüft als
übergeordnete, prozessunabhängige Instanz
regelmäßig die Funktionsfähigkeit des
Risikomanagementsystems, berät bei dessen
Weiterentwicklung und dokumentiert die
Prüfungsergebnisse für den Vorstand.
Das Risikomanagementsystem innerhalb der AMB Generali GruppeDas Risikomanagementsystem der AMB Generali Gruppe folgt
der "marktüblichen" Schrittfolge für das
Risikomanagement:
Risikomanagement-Prozess
RisikoidentifikationDer erste Schritt im Rahmen des Risikomanagementsystems
besteht in der Identifikation aller Unternehmensrisiken.
Zum einen sind dies Risiken, die in der Lage sind, binnen
eines Jahres einen wesentlichen Beitrag zur Bedrohung des
Fortbestands des Unternehmens zu leisten, zum anderen
Risiken mit Potenzial, schleichend über Jahre hinweg
einen wesentlichen Beitrag zur Minderung des
Unternehmenswertes zu bewirken bzw. die Erreichung der
Geschäftsziele zu behindern. Zu den übrigen
Risiken zählen diejenigen Risiken, die die
vordefinierten Schwellenwerte bezüglich der oben
genannten Merkmale nicht erreichen. Im Rahmen einer
mindestens einmal jährlich stattfindenden
Risikoinventur werden alle Risiken in einer Risikoliste
systematisch erfasst und anschließend zu einer
konzernweiten Risikoliste aggregiert.
In Anlehnung an Branchenstandards werden die
identifizierten Risiken den folgenden fünf
Risikoklassen zugeordnet; sie weisen überwiegend
mehrere Unterklassen und -arten auf:
Risikoklassen
Risikoklassen und -artenKapitalanlagerisiken:Die Kapitalanlagerisiken setzen sich aus Markt-,
Währungs- und Konzentrationsrisiken zusammen und
beschreiben die Gefahr von Verlusten, die aufgrund
nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder
preisbeeinflussenden Faktoren - insbesondere Zins-,
Aktienkurs- oder Wechselkursveränderungen - oder
aufgrund einer unzureichenden Diversifikation im
Portefeuille entstehen können.
Kreditrisiken:Kreditrisiken resultieren aus möglichen Verlusten,
die auf eine dauerhafte Bonitätsverschlechterung oder
den Ausfall bzw. Teilausfall eines Emittenten oder
Kontrahenten zurückzuführen sind. Risiken aus dem
Ausfall von Forderungen im Versicherungsgeschäft
ergeben sich in der Erstversicherung insbesondere aus
Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern,
Versicherungsvermittlern und Rückversicherern. Auch
die Ausfallrisiken aus Krediten an Endkunden werden im
Rahmen von Kreditrisiken berücksichtigt.
Segmentspezifische (versicherungstechnische) Risiken:Das segmentspezifische Risiko in der Schaden- und
Unfallversicherung besteht aus dem Tarifierungsrisiko und
dem Reservierungsrisiko. Die im Voraus festgesetzten
Prämien müssen ausreichend bemessen sein, um in
der Zukunft entstehende Entschädigungen leisten zu
können. Der Umfang der Leistungen ist aufgrund der
begrenzten Prognostizierbarkeit künftiger
Schadenfälle bei der Prämienfestsetzung jedoch
nicht sicher bekannt (Tarifierungsrisiko). Das
Reservierungsrisiko entsteht aus einer ggf. unzureichenden
Schadenreservebildung und einer sich daraus ergebenden
Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses.
Liquiditätsrisiken:Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet,
den gegenwärtigen und künftigen
Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus
Versicherungsverträgen nicht zeitgerecht oder nicht in
voller Höhe nachkommen zu können.
Sonstige Risiken:Sonstige Risiken treten im Zusammenhang mit allen
betrieblichen Systemen und Prozessen auf, unter anderem als
Risiken, die durch externe Einflussfaktoren sowie interne
Faktoren, wie menschliches oder technisches Versagen
entstehen können. Sie umfassen insgesamt die
allgemeinen Geschäftsrisiken (z. B. die Umsatz-,
Ergebnis- und Kostensituation), operationale Risiken,
Risiken aus strategischer Positionierung und
Implementierung und die rechtlichen Risiken.
Risikoanalyse und -bewertungNach der inhaltlichen Zuordnung werden alle
identifizierten Risiken im Rahmen des
Risikomanagementsystems der AMB Generali Gruppe
adäquaten Risikomanagementprozessen zugewiesen, die
den unterschiedlichen Wesenszügen der Risiken Rechnung
tragen. Somit wird eine sachgerechte
Risikoanalyse/-bewertung und -überwachung
gewährleistet.
Die Zuordnung der Risiken auf die vier im Folgenden
beschriebenen standardisierten Risikomanagementprozesse
bzw. Managementroutinen orientiert sich an drei
wesentlichen Kriterien:
Quantitativ gestützter ManagementprozessIst das identifizierte Risiko quantifizierbar und kann
kurzfristig binnen eines Jahres den Fortbestand des
Unternehmens gefährden (Wesentlichkeit), so wird es
dem quantitativ gestützten Managementprozess
zugeordnet. Die notwendige Risikoquantifizierung erfolgt
auf der Grundlage eines einheitlichen Konzernrisikomodells
und umfasst alle Kapitalanlage-, Kredit-, Liquiditäts-
und segmentspezifischen Risiken. Diese Risiken unterliegen
darüber hinaus einer laufenden Überwachung durch
die Risikoverantwortlichen. Sonstige Risiken werden im
Rahmen des Konzernrisikomodells - analog zu
branchenüblichen Ansätzen - pauschal abgebildet,
da sie mangels ausreichender empirischer Erfahrungswerte
zurzeit nur schwer quantifizierbar sind.
Qualitativ gestützter ManagementprozessRisiken, die nicht oder nicht angemessen quantifiziert
werden können, die aber dennoch kurzfristig binnen
eines Jahres zu einer Bedrohung des Fortbestands des
Unternehmens führen können, werden dem rein
qualitativen Managementprozess zugewiesen. Hierunter
fällt zum Beispiel das Risiko des Ausfalls technischer
Einrichtungen und wichtiger Geschäftsprozesse. Den
Risiken sind Risikoverantwortliche zugeordnet, die eine
kontinuierliche Überwachung und Steuerung der Risiken
sicherstellen.
Strategischer Controlling-ProzessDer strategische Controlling-Prozess informiert das
Management über nicht bzw. nicht angemessen
modellierbare Risiken mit dem Potenzial einer
langfristigen, schleichenden Bedrohung des Fortbestands des
Unternehmens. Diese Risiken (z. B. Risiken aus einer
falschen strategischen Positionierung) sind inhaltlicher
Gegenstand der jährlich stattfindenden Planungs- und
Controlling-Gespräche.
Reguläre GeschäftsprozesseDie Steuerung nicht bestandsgefährdender Risiken,
die definierte Schwellenwerte unterschreiten und keine
signifikante Gefährdung des Fortbestands des
Unternehmens darstellen, ist Bestandteil
selbstverständlicher Sorgfalt in der täglichen
Unternehmenspraxis und -führung und findet somit im
Rahmen der regulären Geschäftsprozesse statt.
Kommunikation und ÜberwachungDie regelmäßige Kommunikation hinsichtlich
der identifizierten Risiken wird durch ein
vierteljährliches Risikoreporting sichergestellt.
Zudem ist ein internes ad-hoc-Berichtswesen etabliert, um
das Management kurzfristig über spontan auftretende
Risiken zu informieren. In den Quartalsberichten zum
Risikomanagement stehen die Risiken im Fokus, die den
quantitativen und qualitativen Managementprozessen
zugeordnet wurden und kurzfristig den Fortbestand des
Unternehmens bedrohen können. Die Berichterstattung
berücksichtigt zudem neu identifizierte bzw. neu
erfasste Risiken.
Hinsichtlich der quantifizierten Risiken aus dem
quantitativen Risikomanagementprozess werden detaillierte
Aussagen zum Risk Based Capital (Risikokapitalbedarf oder
Soll-Kapital) getroffen. Die Kapitalbedarfe für die
Risikotreiber werden einzeln ausgewiesen und unter
Berücksichtigung von Risikoausgleichseffekten zum
Gesamtkapitalbedarf für unsere Gesellschaft
aggregiert. Der Gesamtkapitalbedarf wird den vorhandenen
Eigenmitteln des Unternehmens gegenübergestellt.
Zusätzlich werden verschiedene Kennziffern zur
Kapitaladäquanz als Verhältnis von Ist- zu
Soll-Kapital ausgewiesen. Als Berichtsperioden werden die
Ist-Quartalsstichtage sowie der Planungszeitraum
abgebildet. Des Weiteren erfolgt eine Darstellung des
Maßnahmencontrollings. Berichtsempfänger sind
vor allem die Unternehmensführung (Vorstand), die
betroffenen Fachbereiche sowie die Konzern-Revision.
In regelmäßig stattfindenden
unternehmensinternen Risikomanagement-Sitzungen und
Risikokonferenzen werden die risikorelevanten Sachverhalte
und Ergebnisse erörtert. Zusätzlich erfolgt die
Berichterstattung in konzernweiten segmentspezifischen
RMC-Sitzungen (Risk Management Committee), in denen der
unternehmensübergreifende Austausch zu relevanten
Inhalten des Risikomanagements stattfindet. Ziel dieser
Sitzungen ist es, auf Veränderungen der
Risikosituation konzernweit angemessen und zeitnah zu
reagieren. Insgesamt erlaubt das Risikoreporting somit eine
systematische und geordnete Weiterleitung risikorelevanter
Informationen an die Entscheidungsträger und ist somit
eine wesentliche Grundlage für die laufende
Risikoüberwachung.
RisikosteuerungGrundlage der Risikosteuerung ist das standardisierte
Risikoreporting, das Auskunft über die
Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft gibt. Im
Risikobericht werden auch die eingeleiteten Maßnahmen
dokumentiert, die im Vorstand oder in dem verantwortlichen
RMC beschlossen wurden. Die Umsetzung der Maßnahmen
erfolgt durch definierte Verantwortliche und ggf. durch
unternehmensübergreifende Arbeits- oder
Projektgruppen.
Zusätzlich wird die Risikosteuerung durch
Richtlinien (u.a. Kapitalanlage- und Zeichnungsrichtlinien,
Richtlinien zur Produktentwicklung und Schadenregulierung),
weitere Analyseinstrumente sowie durch vorhandene
Limitsysteme ergänzt. Diese berücksichtigen neben
ökonomischen Sicherheitsnebenbedingungen auch
gesetzliche und sonstige Restriktionen. Sollte aufgrund
einer sich unterjährig verschärfenden
Risikosituation eine Abweichung von den Kapitalanlage-,
Zeichnungs- oder anderweitigen Richtlinien erforderlich
sein, werden entsprechende Maßnahmen ebenfalls im
Vorstand oder im verantwortlichen RMC beschlossen und
kontrolliert.
SolvabilitätsanforderungenDie Eigenmittelausstattung unserer Gesellschaft - die
sog. Solvabilität - beträgt 131,2 %. Dabei wurden
Beteiligungen sowie Forderungen aus Genussrechten und
Nachrangdarlehen an bzw. gegenüber Kreditinstituten,
Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen nicht
in Abzug gebracht, da unsere Gesellschaft in die Berechnung
einer Solvabilität für Finanzkonglomerate auf
Ebene der AMB Generali Holding AG einbezogen wird und
dadurch auf Ebene der Solo-Solvabilität keine
Abzugsverpflichtung besteht. Es wurden vorhandene
Eigenmittel in Höhe von 183,4 Mio. €
berücksichtigt. Bewertungsreserven flossen in die
Berechnung nicht ein. Die Kapitalausstattung ist dem
Geschäftszweck und der Risikolage angemessen.
Zusammenfassende Darstellung des RisikomanagementsIm Rahmen der expliziten Risikobewertung durch das
Konzernrisikomodell ist eine adäquate Kapitalisierung
der Generali Versicherung AG zum heutigen Zeitpunkt zu
verzeichnen.
Mit Hilfe gezielter Richtlinien, vorhandener
Limitsysteme sowie eines durchgängigen Controllings
der Bestände in der Generali Versicherung AG wird
potenziellen Risiken in der Kapitalanlage und der
Versicherungstechnik frühzeitig Rechnung getragen.
Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus durch
ein striktes Liquiditätsmanagement, u. a. auf Basis
einer monatlichen Liquiditätsplanung und
-überwachung, gesteuert.
Auch den operationalen Risiken begegnen wir
frühzeitig und sachgerecht. Durch die Einbindung der
AMB Generali Informatik Services GmbH - bei ihr sind die
Aufgaben des Konzerns im Bereich IT gebündelt - in das
Risikomanagementsystem der AMB Generali Gruppe
verfügen wir über effiziente Instrumente,
IT-Risiken konzernweit zu erkennen.
Die Risiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder
rechtlichen/steuerlichen Entwicklungen resultieren, werden
fortlaufend überwacht und hinsichtlich bilanzieller
Konsequenzen geprüft.
Der dominante Einflussfaktor für die Entwicklung
der Kapitalmärkte war seit Mitte
2007 die durch den Wertverfall der US-Immobilien
ausgelöste Finanz- und Kreditmarktkrise. Die
unmittelbaren Auswirkungen aus der so genannten
Subprime-Krise sind bei Generali Versicherung AG
vernachlässigbar.
Die Gesellschaft ist nicht direkt in syndizierten
Immobilienkrediten des US-Subprime-Segments engagiert. Mit
Ausnahme traditioneller Pfandbriefanlagen in Europa besteht
kein Exposure in verbrieften Immobilienfinanzierungen.
Im Bereich der auch aus der Presse bekannten indirekt
betroffenen Engagements in börsennotierte
Inhabergenüsse der IKB Deutsche Industriebank AG
wurden die Wertminderungen bilanziell berücksichtigt.
Bei Kreditkartenforderungen und sonstigen ABS (Asset Backed
Securities) sehen wir derzeit wegen der Halteabsicht und
aufgrund der Einpreisung von hohen Ausfallraten in den
Produktkalkulationen keine negativen Auswirkungen auf
künftige Abschlüsse. Die Gesellschaft hat keine
Anlagen im Bestand, deren Ratingklassifizierung von der
Krediteinschätzung eines spezialisierten Versicherers
abgeleitet ist. Ebenfalls ist sie nicht im Segment der
US-Kommunalanleihen engagiert, sodass insgesamt kein
direktes Exposure in sogenannten "Monolinern" gegeben ist.
Die mit der Krise verbundene, deutliche Korrektur der
Aktienmärkte zu Beginn des Jahres 2008 hat allerdings
Einfluss auf die Risikotragfähigkeit der Gruppe. Die
Kapitalmarktentwicklung wird laufend beobachtet, um bei
einer sich verschärfenden Risikosituation zeitnahe und
angemessene Maßnahmen ergreifen zu können.
Die Anforderungen aus dem zum 1. Januar 2008 in Kraft
getretenen Gesetz zur Reform des
Versicherungsvertragsrechts wurden durch ein konzernweites
Projektteam und korrespondierende Arbeitsgruppen
erfolgreich umgesetzt. Die für das Geschäftsjahr
2008 erforderlichen Anpassungen im Versicherungsbestand und
die Anforderungen in Verbindung mit den später in
Kraft tretenden Bestandteilen der
Informationspflichtenverordnung werden in den
bewährten Projektstrukturen weiterverfolgt bzw.
umgesetzt, um die Prozessrisiken zu begrenzen.
Grundsätzlich beinhaltet die geplante
Zusammenführung von Generali und Volksfürsorge
auch Risiken. Der derzeitige Planungsstand lässt eine
inhaltliche und quantitative Bewertung noch nicht zu. Nach
Ende der Grobkonzeptionsphase dürften erste
Einschätzungen vorliegen. Durch professionelles
Projektmanagement sollen Risiken frühzeitig erkannt
und zeitnah Gegenmaßnahmen entwickelt werden.
Insgesamt zeichnet sich gegenwärtig keine
Entwicklung ab, die die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Generali Versicherung AG erheblich
beeinträchtigen könnte. Bestandsgefährdende
Risiken sind somit derzeit nicht erkennbar.
AusblickGesamtwirtschaftliche Erwartungen für 2008Globales Wachstum im Jahr 2008 deutlich schwächer erwartetDie Krise im US-Immobiliensektor dürfte im Jahr
2008 eine deutliche Wachstumsverlangsamung in den USA nach
sich ziehen. Diese könnte aufgrund einer verminderten
Exportnachfrage das Wachstum im Euro-Raum und in Japan
ebenfalls belasten. Auch wegen des starken Euro wird der
Außenhandel das Wachstum im Euro-Raum negativ
beeinflussen, so dass wir eine Wachstumsrate von 1,7 % im
kommenden Jahr erwarten. In Deutschland wird das Wachstum
verstärkt von der Binnennachfrage getragen, die von
einem robusten Arbeitsmarkt gestützt wird. Insgesamt
dürfte die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen
Aktivitäten auf dem Niveau des Euro-Raums liegen.
Moderate Entwicklung an den FinanzmärktenSchwaches erstes Halbjahr 2008 für Aktien erwartetDie Krise an den Geld- und Kreditmärkten
dürfte insbesondere zu Beginn des Jahres Finanztitel
weiter belasten und für eine hohe Volatilität an
den Aktienmärkten sorgen. Die Gewinne bei Banken
werden sehr wahrscheinlich durch fortgesetzte
Abschreibungen belastet. In den übrigen Sektoren
sollte die Abschwächung der globalen Konjunkturdynamik
ebenfalls spürbar werden. Erst in der 2.
Jahreshälfte erwarten wir eine positive Entwicklung
bei Aktien. Dabei könnte dann insbesondere eine
Erholung in den USA zu einer leicht höheren
Wertsteigerung in dieser Region gegenüber dem
Euro-Raum führen. Die Erträge im Euro-Raum
dürften am Jahresende bei 5 % liegen.
Langfristrenditen dürften in der zweiten Jahreshälfte leicht steigenDie Renditen am Rentenmarkt dürften zu Beginn des
Jahres 2008 wegen der Kreditkrise und der Flucht von
Investoren in sichere Anlagen noch unter Druck bleiben.
Auch Sorgen über eine Rezession in den USA
dürften die Renditen zunächst niedrig halten. Im
Verlaufe des Jahres sollten die Belastungen für Titel,
die mit Vermögenswerten besichert sind, nachlassen.
Daher erscheint es wahrscheinlich, dass sich die Verzinsung
von 10-jährigen Staatsanleihen etwas erholen kann.
Sowohl in den USA als auch im Euro-Raum erwarten wir ein
Renditeniveau von 4,40 % bei 10-jährigen
Staatsanleihen im Dezember 2008.
Versicherungswirtschaft mit leichtem BeitragswachstumDas Wachstum der deutschen Versicherungswirtschaft wird
im Jahr 2008 auf vergleichsweise niedrigem Niveau verharren
und weiter hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
zurückbleiben. Zwar geht der Gesamtverband der
Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) davon aus,
dass sich die Wachstumsrate mit einer Beitragssteigerung
von rund 1,5 % im Vorjahresvergleich leicht verbessern
wird. Möglichen Impulsen aus der positiven
konjunkturellen Entwicklung wirken jedoch ein intensiver
Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung, der
erreichte Grad der Marktdurchdringung sowie vor allem die
Auswirkungen politischer Reformen entgegen.
Unverändertes Beitragsaufkommen in der Schaden- und UnfallversicherungEin hoher Grad der Marktdurchdringung und der
fortgesetzte Preiswettbewerb, der sich tendenziell auf
immer mehr Sparten ausweitet, hemmen nach wie vor das
Beitragswachstum der Schaden- und Unfallversicherer. Auch
die verbesserte wirtschaftliche Lage dürfte 2008 nur
partiell zu einer verstärkten Nachfrage nach
Versicherungsschutz führen. Vor diesem Hintergrund
rechnet die Branche für die Schaden- und
Unfallversicherung mit einer stagnierenden
Beitragsentwicklung. Allerdings ergeben sich in den
einzelnen Versicherungszweigen unterschiedliche
Verläufe: Während für die Kfz-Versicherung
mit einem weiteren Rückgang des Prämienaufkommens
von 2 % gerechnet wird, erwartet der GDV in der Privaten
Sachversicherung (insb. Verbundene Wohngebäude und
Verbundene Hausrat), in der Allgemeinen Unfallversicherung
sowie in der Rechtsschutzversicherung ein jeweils leichtes
Beitragswachstum.
BilanzrechtsmodernisierungsgesetzIm November 2007 hat das Bundesministerium der Justiz
den Entwurf eines Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) veröffentlicht. Schwerpunkte der geplanten
Gesetzesreform sind die Deregulierung und Kostensenkung
insbesondere für kleine und mittelständische
Unternehmen sowie die Verbesserung der Aussagekraft des
handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Für die
Jahresabschlüsse unserer Gesellschaft für
Geschäftsjahre ab 2009 werden sich voraussichtlich
Auswirkungen aus den geänderten Bilanzierungs- und
Bewertungsvorschriften ergeben.
Maßnahmen zur VVG-ReformFür das Geschäftsjahr 2008 haben wir die
notwendigen Ressourcen für die Umsetzung der neuen
Anforderungen der VVG-Reform für erforderliche
Anpassungen aus den später in Kraft tretenden
Bestandteilen der Informationspflichtenverordnung
abgeschätzt und budgetiert. Die weitgehende
Beibehaltung der im Jahr 2007 bewährten
Projektstrukturen sowie die Abstimmung mit anderen
geplanten Konzernprojekten stellen einen möglichst
reibungslosen Umstellungsprozess sicher.
Subprime-KriseDie aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten ist
von extremer Unsicherheit geprägt, die zum erheblichen
Teil auch auf einen Vertrauensverlust gegenüber
Banken- und Finanztiteln zurückzuführen ist. In
der Konsequenz entsteht eine massive
Kaufzurückhaltung, so dass die Kursausschläge
deutlich stärker ausfallen als üblich. Neben der
seit 2007 andauernden Finanzkrise ist dabei die Erwartung
einer Rezession in den USA ein maßgeblicher Faktor.
Zwar sehen auch wir eine markante Abschwächung der
Konjunkturentwicklung, eine anhaltende und deutliche
Rezession ist aus unserer Sicht aber unwahrscheinlich.
Deshalb erscheint uns die bereits in den Aktienpreisen
enthaltene Rezessionsangst deutlich übertrieben.
Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die
unmittelbaren Folgen der Krise an den
US-Hypothekenmärkten bereits weitgehend in den
Bilanzen der Banken verarbeitet sind. Auch die Probleme
einzelner Versicherer aus der Versicherung von
Subprime-Risiken werden nicht zu einem Zusammenbruch des
Kommunalanleihenmarktes in den USA führen.
Vor diesem Hintergrund werten wir die derzeitige
Marktbewegung an den Aktienmärkten als zu
pessimistisch und erwarten im weiteren Jahresverlauf
deutlich höhere Kurse als heute. Diese Erwartung wird
durch die überwiegende Zahl der
Analystenschätzungen gestützt, die weiterhin
knapp zweistellige Zuwächse bei den
Unternehmensgewinnen erwarten.
Ergebniserwartung 2008Neben dem Geschäftsverlauf in den
Versicherungssparten und der Entwicklung auf den Finanz-
und Kapitalmärkten werden die Ergebnisse des Projektes
zur Prüfung der Zusammenführung von
Volksfürsorge und Generali wesentlichen Einfluss auf
die Geschäftsabläufe haben. Die daraus
resultierenden Maßnahmen werden zur langfristigen
Sicherung unseres Unternehmenserfolgs beitragen.
Unter Abwägung von Chancen und Risiken sind wir
überzeugt, unser ertragreiches Wachstum im kommenden
Jahr fortzusetzen, sowie das gute Ergebnis aus dem
Geschäftsjahr 2007 im Geschäftsjahr 2008 nochmals
verbessern zu können. Diese positiven Erwartungen
für 2008 und darüber hinaus werden durch das
aktuelle Rating der international renommierten
Ratingagentur Standard & Poor's unterstützt.
Anlage zum LageberichtBetriebene Versicherungszweige und VersicherungsartenIm selbst abgeschlossenen VersicherungsgeschäftAllgemeine UnfallversicherungEinzel-Unfallversicherung ohne
Beitragsrückgewähr
Gruppenunfallversicherung ohne
Beitragsrückgewähr
Probandenversicherung
Luftfahrtunfallversicherung
Reiseunfallversicherung
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine
Unfallversicherung
HaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung
(einschließlich Sportboot- und
Hundehalter-Haftpflichtversicherung)
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Umwelt-Haftpflichtversicherung
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung
Feuerhaftungsversicherung
Haftpflichtversicherung für
nichtversicherungspflichtige Landfahrzeuge
übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine
Haftpflichtversicherung
KraftfahrtversicherungKraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
FeuerversicherungFeuer-Industrie-Versicherung
landwirtschaftliche Feuerversicherung
sonstige Feuerversicherung
Verbundene HausratversicherungVerbundene WohngebäudeversicherungEinbruchdiebstahl- und Raub(ED)-VersicherungLeitungswasser(LW)-VersicherungSturmversicherungVersicherung weiterer Elementarschäden bei
gewerblichen Risiken
Technische VersicherungenMaschinenversicherung (einschließlich der
Baugeräteversicherung)
Elektronikversicherung
Montageversicherung
Bauleistungsversicherung
übrige und nicht aufgegliederte technische
Versicherung
EinheitsversicherungTierversicherungBetriebsunterbrechungs-VersicherungFeuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage(EC)-Versicherung)TransportversicherungKaskoversicherung
Transportgüterversicherung
Valorenversicherung (gewerblich)
Filmversicherung
Verkehrshaftungsversicherung (einschließlich der
Speditions- und Rollfuhrversicherung)
Kriegsrisikoversicherung
übrige und nicht aufgegliederte
Transportversicherung
(einschließlich Versicherung von Offshore-Risiken)
LuftfahrtversicherungLuftfahrzeug-Kaskoversicherung
BeistandsleistungsversicherungSchutzbrief
Luft-und Raumfahrzeug-HaftpflichtversicherungLuftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich
der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung)
Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige SchadenversicherungSonstige Sachschadenversicherung
Sonstige Vermögensschadenversicherung
Sonstige gemischte Versicherung
In dem in Rückdeckung übernommenen VersicherungsgeschäftAllgemeine UnfallversicherungProbandenversicherung
HaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung
(einschließlich Sportboot- und
Hundehalter-Haftpflichtversicherung)
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Umwelt-Haftpflichtversicherung
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung
Feuerhaftungsversicherung
Haftpflichtversicherung für
nichtversicherungspflichtige Landfahrzeuge
übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine
Haftpflichtversicherung
FeuerversicherungFeuer-Industrie-Versicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage(EC)-Versicherung)Betriebsunterbrechungs-VersicherungTechnische Betriebsunterbrechungs-Versicherung
HagelversicherungSonstige SchadenversicherungSonstige gemischte Versicherung
JahresabschlussJahresbilanz zum 31. Dezember 2007
Für den Bereich der Allgemeinen Unfallversicherung,
der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und
der Kraftfahrtunfallversicherung gilt: Es wird
bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten
C.II. bzw. C.III. der Passiva eingestellte
Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§
341 f und 341 g HGB sowie der auf Grund des § 65 Abs.
1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist;
für den Altbestand im Sinne des § 11 c VAG ist
die Deckungsrückstellung nach den genehmigten
geltenden Geschäftsplänen berechnet worden.
Für den Bereich der Haftpflicht- und
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gilt:
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem
Posten C.III. der Passiva eingestellte
Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§
341 f und 341 g HGB berechnet worden ist.
München, 14. Januar 2008
Der Verantwortliche Aktuar
Diplom-Mathematiker
Hans-Herbert Rospleszcz
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
AnhangBilanzierungs-, Bewertungs- und ErmittlungsmethodenBei den sonstigen immateriellen
Vermögensgegenständen handelt es sich um
entgeltlich erworbene EDV-Programme, die zu den
Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger linearer
Abschreibungen bilanziert wurden. Außerdem beinhalten
sie den Kaufpreis für den übernommenen
abgegrenzten Bestand an Versicherungsverträgen. Dieser
Kaufpreis wird auf die voraussichtliche Nutzungsdauer
linear abgeschrieben.
Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um die steuerlich
höchstzulässigen Abschreibungen, bewertet.
Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen
nur bei einer dauerhaften Wertminderung. Anteile an
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den
Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige
Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 S. 3 HGB,
bewertet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden
mit dem Nennwert bewertet.
Im Geschäftsjahr wurden Aktien und
Investmentanteile dem Anlagevermögen zugeordnet, da
diese dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen
bestimmt sind. Gemäß § 341 b Abs. 2 S. 1
HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 HGB wurden sie nach den
für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften
bewertet. Zur Feststellung, ob eine voraussichtlich
dauernde Wertminderung der betreffenden
Vermögensgegenstände vorliegt und somit eine
außerplanmäßige Abschreibung nach §
253 Abs. 2 S. 3 HGB vorzunehmen ist, wurden die Zeitwerte
der letzten sechs Monate herangezogen. Eine voraussichtlich
andauernde Wertminderung wurde angenommen, wenn der
Zeitwert der einzelnen Wertpapiergattungen in diesem
Zeitraum durchgehend weniger als 80 % des
durchschnittlichen Buchwertes zum Bewertungsstichtag
betrug. Sofern eine außerplanmäßige
Abschreibung erforderlich war, wurde auf den jeweils
höheren Wert aus Substanz- bzw. Marktwert
abgeschrieben. Zuschreibungen erfolgen dann, wenn der Grund
für die andauernde Wertminderung weggefallen ist.
Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den
Börsenkurswerten zum Bewertungsstichtag bilanziert,
sofern diese niedriger sind. In den Vorjahren vorgenommene
Abschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip sind
durch das Wertaufholungsgebot gemäß § 280
Nr. 1 HGB im Geschäftsjahr bis maximal zu den
Anschaffungskosten zugeschrieben worden.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen
sowie Sonstige Ausleihungen sind grundsätzlich mit dem
Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen bewertet,
Agio- und Disagiobeträge sind durch aktive und passive
Rechnungsabgrenzung kapitalanteilig auf die Laufzeiten
verteilt. Zerobonds wurden mit ihren Anschaffungskosten
zuzüglich jährlich angefallener Zinsforderungen
angesetzt.
Einlagen bei Kreditinstituten, Depot- und
Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft, Schecks,
Kassenbestand, laufende Guthaben bei Kreditinstituten,
Zins- und Mietforderungen sowie Sonstige Forderungen sind
mit den Nennbeträgen bewertet.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit
den Anschaffungskosten, vermindert um die unter
Berücksichtigung steuerlicher Vorschriften
zulässigen Abschreibungen, aktiviert. Geringwertige
Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll
abgeschrieben.
Für Drucksachen und Büromaterial wurde ein
Festwert nach § 240 HGB gebildet. Die Forderungen aus
dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
wurden zu Nennwerten bilanziert. Dem allgemeinen
Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigung Rechnung
getragen. Einzelwertberichtigungen wurden, soweit
erforderlich, vorgenommen und aktivisch abgesetzt.
Die Brutto-Beitragsüberträge in den Sach- und
Haftpflicht-/Unfall-Versicherungszweigen sowie in den
Kraftfahrtversicherungszweigen wurden nach der
pro-rata-temporis-Methode auf Basis der gebuchten
Beiträge ermittelt. In der Transportversicherung
wurden die Beitragsüberträge auf der Basis der
Geschäftsjahresbeiträge nach der Pauschalmethode
errechnet.
Für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft wurden die brutto ermittelten
Übertragssätze auf die verrechneten
übertragspflichtigen Beiträge angewendet.
Die Beitragsüberträge des in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäfts wurden
für den überwiegenden Teil dieses Geschäfts
nach den von den Vorversicherern aufgegebenen
Übertragssätzen, angewendet auf die
übertragspflichtigen Beiträge, errechnet. Lagen
derartige Aufgaben nicht vor, erfolgte die Ermittlung nach
Abrechnungszeiträumen nach dem 1/8-, 1/4- bzw.
1/2-System. Die Beitragsüberträge in den
Transport-Versicherungszweigen und der
Lebensrückversicherung sind unverändert nach
Pauschalsätzen ermittelt worden. Für fakultative
Übernahmen waren, soweit es sich nicht um
Konzern-Geschäft handelte, wie in den Vorjahren die
Übertragssätze des selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäfts Grundlage für die
Berechnung. Die Bei-tragsübertrags-Ermittlung für
die Retrozessions-Beiträge erfolgte nach den gleichen
Grundsätzen wie im Brutto-Geschäft.
Der Kostenabzug von den Beitragsüberträgen im
selbst abgeschlossenen und in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft wurde unter
Berücksichtigung des koordinierten Ländererlasses
der Obersten Finanzbehörden vom 30. April 1974
vorgenommen.
Die Deckungsrückstellungen wurden für das
selbst abgeschlossene Geschäft nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen und für
das übernommene Rückversicherungsgeschäft
nach den Aufgaben der Vorversicherer bilanziert. Der sich
aus den getroffenen Vereinbarungen ergebende Anteil der
Rückversicherer wurde abgesetzt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle für das selbst abgeschlossene
Geschäft brutto wurde individuell für jeden
einzelnen Schadenfall ermittelt. Ansprüche aus
Regressen und Teilungsabkommen sowie Provenues wurden
abgesetzt. Im übernommenen
Rückversicherungsgeschäft brutto erfolgte die
Schadenreservierung nach den Aufgaben der Vorversicherer.
Daneben waren im selbst abgeschlossenen und in
Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft
Spätschadenrückstellungen erforderlich.
Schadenregulierungskosten wurden nach dem koordinierten
Ländererlass der Obersten Finanzbehörden vom 2.
Februar 1973 zurückgestellt. Die in der
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle enthaltene
Rentendeckungsrückstellung wurde nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem im
Geschäftsplan festgelegten Zinssatz errechnet.
Als Anteil der Rückversicherer an der
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle wurde der Betrag abgesetzt, der dem
Risikoanteil der Rückversicherer entsprach und sich
aus den getroffenen Vereinbarungen ergab. Die
erfolgsunabhängige Rückstellung für
Beitragsrückerstattung errechnet sich aus dem
geschätzten zukünftigen Aufwand.
Die erfolgsabhängige Rückstellung für
Beitragsrückerstattung enthält für das
selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft die
Rückstellung für die mit
Überschussbeteiligung versehene Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr. Diese wurde nach den in den
Geschäftsplänen festgelegten Grundsätzen
ermittelt.
Die Schwankungsrückstellung wurde nach § 29
RechVersV ermittelt. Die Schwankungsrückstellung, der
im Zweig 28 (BersVersV) zusammengefassten
Versicherungszweige, wird aufgrund dem sich aus der zweiten
Verordnung zur Änderung der RechVersV vom 29. Mai 2006
ergebenden Wahlrecht, auf 5 Jahre verteilt aufgelöst.
Die Rückstellung für die Versicherung von
Atomanlagen und für das Großrisiko
Produkthaftpflicht-Versicherung von Pharma-Risiken wurde
gemäß § 30 RechVersV passiviert. Zu der
Ermittlung der sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen ist Folgendes zu bemerken:
a) Die Rückstellung für Verpflichtungen aus
unerledigten Schadenfällen des Vereins
Verkehrsopferhilfe e.V. wurde für unseren Anteil um
ein Jahr zeitversetzt bilanziert.
b) Die Stornorückstellung für das selbst
abgeschlossene Geschäft brutto wurde auf der Grundlage
von Erfahrungswerten ermittelt. Sie umfasst die zu
erwartenden Ausfälle beim Beitragseinzug aus dem
technischen Storno. Der Anteil der Rückversicherer
wurde abgesetzt.
c) Die Rückstellung für drohende Verluste wird
gebildet, wenn am Bilanzstichtag mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit abzusehen ist, dass die künftigen
Leistungsverpflichtungen aus schwebenden
Versicherungsgeschäften die
Gegenleistungsansprüche übersteigen. Die
Rückstellung für drohende Verluste wird mit Hilfe
eines statistischen Verfahrens einzeln je Sparte ermittelt.
Die Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen, Vorruhestandsleistungen und
Altersteilzeit werden unter Anwendung der neuen Richttafeln
von Dr. Klaus Heubeck RT 2005 G mit dem Teilwert unter
Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,5 %
versicherungsmathematisch ermittelt.
Die Rückstellung für Zuwendungen
anlässlich eines Dienstjubiläums wurde mit dem
handelsrechtlich zulässigen Höchstbetrag nach dem
Teilwertverfahren gebildet. Der Wertansatz der sonstigen
Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlichen
Bedarf.
Die Rückstellung für drohende Verluste
für Aktienoptionen ist nach der
Black&Scholes-Methode bewertet.
Depot- und Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft, Verbindlichkeiten aus
dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie
sonstige Verbindlichkeiten sind mit dem
Rückzahlungsbetrag passiviert.
Einzelne versicherungstechnische Jahresabschlussposten
enthalten Schätzanteile.
Die in der Bilanz am 31. Dezember 2007 enthaltenen, auf
fremde Währung lautenden Posten wurden mit den
Devisenkursen (Mittelkursen) in € umgerechnet. Bei
Zahlungseinund -ausgängen in fremden Währungen im
Geschäftsjahr waren für die Umrechnung in €
die jeweiligen Kurse im Zeitpunkt der Durchführung des
Geschäftsvorfalls maßgebend. Die Umrechnungen
erfolgten pro Währung.
Der überwiegende Teil des in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäfts wird um ein
Jahr zeitversetzt bilanziert. Der im Jahresabschluss 2007
zeitversetzt erfasste Teil hat ein Beitragsvolumen von rd.
1 Mio. € und betrifft fast alle Versicherungszweige.
ZeitwertermittlungDie Bewertung der Grundstücke erfolgte zum
Bilanzstichtag grundsätzlich nach dem
Ertragswertverfahren. Hiervon ausgenommen war unter anderem
die Bewertung der Baugrundstücke und der im Bau
befindlichen Grundstücke, für die als Zeitwerte
die Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt wurden.
Die fremdgenutzten Grundstücke und Bauten werden nach
einem festgelegten Mehrjahresplan in einem Zeitraum von 5
Jahren von externen Gutachtern (öffentlich bestellte
Sachverständige) bewertet. In 2007 wurden von 14
Grundstücken und Bauten 3 neu bewertet.
Prozentualer Anteil der neu bewerteten Grundstücke und Bauten im jeweiligen Jahr
Hinsichtlich der Inhaberschuldverschreibungen, Aktien,
Investmentanteile und vinkulierten Wertpapiere richtet sich
der Zeitwert der börsengängigen Titel nach den
Börsenkursen; derjenige der Investmentanteile nach den
Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag.
Für die Bewertung der Anteile an verbundenen
Unternehmen und an Beteiligungsgesellschaften, deren Aktien
jeweils an der Börse gehandelt werden, gilt der
Börsenkurs am Bilanzstichtag als maßgebend.
Andere Anteile an verbundenen Unternehmen bewerten wir nach
dem Ertragswertverfahren. Liegen Marktwerte nicht vor oder
erfüllen Unternehmen Teilfunktionen unseres Betriebs
oder stellen die Anteile an ihnen ausschließlich eine
Kapitalanlage dar, setzen wir die Zeitwerte dieser Anteile
mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der jeweiligen
Gesellschaft oder mit dem Buchwert an. Der Grundsatz der
Vorsicht wird bei der Bewertung berücksichtigt.
Die Zeitwerte der zum Nennwert bilanzierten Ausleihungen
an verbundene Unternehmen, Ausleihungen an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie
sonstige zum Nennwert bilanzierte Ausleihungen, werden
mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Als
Grundlage der Bewertung dienen dabei Swapzinssätze
unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Anlage und
der Kreditqualität des Emittenten.
Die Zeitwerte der sonstigen Kapitalanlagen und
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft, die zu
Nennwerten bilanziert werden, entsprechen den jeweiligen
fortgeführten Anschaffungskosten.
Hinsichtlich der Abschreibungsmodalitäten wird auf
die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.
Am 1. Januar 2008 trat die Reform des
Versicherungsvertragsgesetzes in Kraft. Hiernach sind die
Bewertungsreserven für die in die
Überschussbeteiligung einbezogenen Kapitalanlagen
bereits im aktuellen Jahresabschluss anzugeben. Nach
Ermittlung der Bewertungsreserven, werden diese nach einem
verursachungsorientierten Verfahren rechnerisch den
Versicherungsnehmern zugeordnet. Bei der Generali
Versicherung AG werden die Versicherungsnehmer, die eine
Unfallversicherung mit garantierter
Beitragsrückzahlung abgeschlossen haben, an den
Bewertungsreserven der Kapitalanlagen des betreffenden
Sicherungsvermögens beteiligt. Die Summe der
Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Zu- und
Abgängen sowie Zu- und Abschreibungen dieser
Kapitalanlagen beträgt 111,5 Mio. €, des
beizulegenden Zeitwerts 108,3 Mio. € und der sich
daraus ergebende Saldo -3,2 Mio. €. Dem einzelnen
Versicherungsnehmer werden daraus bei Beendigung des
Versicherungsvertrages der für diesen Zeitpunkt
ermittelte auf ihn entfallende Betrag zur Hälfte
zugeteilt und an ihn ausgezahlt. Bestehen für diesen
Zeitpunkt stille Lasten für die in die
Überschussbeteiligung einbezogenen Kapitalanlagen, so
wird der Versicherungsnehmer daran nicht beteiligt.
Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis III. im Geschäftsjahr
AktivaA. Immaterielle VermögensgegenständeSie umfassen entgeltlich erworbene EDV-Programme,
Software und Lizenzen. Außerdem beinhalten sie den
Kaufpreis für den durch die ex SAVAG Saarbrücker
Versicherungs-AG übernommenen abgegrenzten Bestand an
Versicherungsverträgen. Dieser Kaufpreis wird auf die
voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
B. KapitalanlagenB. I. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenGebäude zum Buchwert von 159.796 Tsd. € werden
überwiegend vom berichtenden und von verbundenen
Unternehmen genutzt.
B. II.1.u.3. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenÜber die Aufstellung des Anteilsbesitzes berichten
wir wie folgt:
Gemäß § 285 Nr. 11 a HGB verweisen wir
auf die Generali Grundstückverwaltungs AG & Co.
OHG, München.
B. III. Sonstige KapitalanlagenDie offenen Derivatepositionen enthalten per 31.
Dezember 2007 lediglich Devisentermingeschäfte. Diese
werden jeweils zum Terminkurs bewertet. Strukturierte
Produkte werden mit dem Optionspreismodell von Hull-White
bewertet.
Zeit- und Buchwert der strukturierten Produkte
C. ForderungenDie Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1
Jahr betragen 180.509 Tsd. €.
C. III. Sonstige ForderungenIn den sonstigen Forderungen ist das
Körperschaftssteuerguthaben nach § 37
Körperschaftssteuergesetz enthalten. Daraus resultiert
für die Generali Versicherung AG von 2008 bis 2017 ein
Anspruch auf Auszahlung seines
Körperschaftssteuerguthabens. Das
Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 mit einem
Zinssatz von 4 % abgezinst. Ab dem Jahr 2008 werden
insgesamt 18.356,50 Tsd. € in 10 gleichen
Jahresbeträgen ausgezahlt.
E. RechnungsabgrenzungspostenHierin ist Agio auf Schuldscheindarlehen und
Namensschuldverschreibungen in Höhe von 2.599 Tsd.
€ enthalten.
PassivaA. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital von 86.190,2 Tsd. € besteht
zum 31. Dezember 2007 aus 2.784.822 auf den Namen lautende
Stückaktien, die zu 75,7 % von der AMB Generali
Holding AG, Aachen und zu 24,3 % von der Generali Lloyd AG,
München gehalten werden.
B. Sonderposten mit RücklagenanteilAufgrund von § 6b EStG wurden Rücklagen aus
Grundstücksverkäufen in Höhe von insgesamt
3,6 Mio. € gebildet.
C. Versicherungstechnische RückstellungenC.IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückserstattunga) erfolgsunabhängig
b) erfolgsabhängig
Von der Entnahme 2007 von 2.019 (Vj. 868) Tsd. €
entfallen 1.785 (Vj. 799) Tsd. € auf zugeteilte
Überschussanteile 2007, die als Verbindlichkeiten
gegenüber Versicherungsnehmern ausgewiesen werden.
Den Versicherungsnehmern wird für 2007 ein
Zinsüberschussanteil von 4% (Jahr 2008: Gewinnverband
UPR1988: 10 %, restliche Verbände: 4 %) abzüglich
maßgeblicher Rechnungszins auf
überschussberechtigtes Deckungskapital, ein
Grundüberschussanteil (nur beitragspflichtige
Versicherungen) von 2 % (im Jahr 2008: 2 %) und ein
Ansammlungsüberschussanteil von 4 % (im Jahr 2008:
Gewinnverband UPR1988: 10 %, restliche Verbände: 4 %)
gutgeschrieben.
Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen
Andere Rückstellungen, sonstige
In der Sozialplanrückstellung sind die Abfindungen
und Restrukturierungen - resultierend aus den
Maßnahmen zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit - in Höhe von 4.148 Tsd.
€ enthalten.
In den Sonstige Rückstellungen ist eine
Rückstellung für drohende Verluste in Höhe
von 93 Tsd. € aus Aktien Derivaten enthalten.
D. RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält
Disagio-Abgrenzungen aus Schuldscheinforderungen,
Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen von
4.759 Tsd. €.
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI.2. Technischer Zinsertrag f. e. R.Der Technische Zinsertrag für eigene Rechnung
enthält die Erträge aus den Kapitalanlagen im
Sicherungsvermögen für die
Brutto-Beitragsdeckungsrückstellung der selbst
abgeschlossenen Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr, die Zinszuführung von
3,5 % zu den Brutto-Rentendeckungsrückstellungen der
selbst abgeschlossenen Unfall- und
Haftpflichtversicherungen sowie die Depotzinserträge
aus der Deckungsrückstellung für das in
Rückdeckung übernommene Lebens-, Unfall- und
Haftpflichtversicherungsgeschäft. Die an die
Rückversicherer gezahlten Depotzinsen sind abgesetzt.
I.4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.Aus den im Vorjahr übernommenen Rückstellungen
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
für eigene Rechnung erzielten wir einen Gewinn
von128.080 Tsd. €.
Nichtversicherungstechnische RechnungII.8. Außerordentliche AufwendungenHierunter sind Aufwendungen für Abfindungen und
Restrukturierungen - resultierend aus den Maßnahmen
zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit - von 6.858
Tsd. € ausgewiesen.
Zusätzlich sind 4.680 Tsd. € für das
Recht zur Erneuerung von Versicherungsverträgen der
Aachener Münchner Versicherung AG enthalten.
Zusätzliche Erläuterungen gem. § 51 RechVersV
Die Brutto-Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb enthalten 82.682 Tsd. € (Vj.
80.184 Tsd. €) Abschluss- und 200.019 Tsd. € (Vj.
199.256 Tsd. €) Verwaltungsaufwendungen.
Bestand an in Rückdeckung übernommener Lebensversicherung
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwand
Sonstige AngabenMitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsDie Organe der Gesellschaft sind auf Seite 4 und 5
dieses Berichts aufgeführt.
Bezüge des Vorstands, frühere Organmitglieder, HinterbliebeneDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 1.156,2
Tsd. €. In den Vorstandsbezügen sind die
erfolgsabhängigen Vergütungen für 2007
enthalten. An Ruhegehältern und
Hinterbliebenenbezügen an frühere Organmitglieder
bzw. deren Hinterbliebenen wurden 1.976,1 Tsd. €
gezahlt; für sie ist eine die volle Verpflichtung
berücksichtigende Pensionsrückstellung in
Höhe von 17.916,2 Tsd. € gebildet.
Bezüge des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit
insgesamt 211 Tsd. €.
Gewährte Vorschüsse und KrediteGegenüber aktiven Mitgliedern des Vorstands besteht
eine Forderung aus hypothekarisch bzw. durch Grundschuld
gesichertes Darlehen von 52,8 Tsd. €. Das Darlehen
wird mit einem Zinssatz von 3,77% verzinst und mit 1%
zuzüglich ersparter Zinsen bzw. durch Abtretung eines
Lebensversicherungsanspruchs getilgt. Im Geschäftsjahr
2007 wurden 2,1 Tsd. € zurückgezahlt.
Anzahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, nach Gruppen
aufgegliedert, betrug:
KonzernverbindungenDie AMB Generali Holding Aktiengesellschaft, Aachen,
besitzt nach der von ihr gemäß § 20 AktG
abgegebenen Mitteilung die Mehrheit des Grundkapitals der
Gesellschaft.
KonzernabschlussDie Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, stellt
für den größten Kreis von Unternehmen den
Konzernabschluss auf. Den Konzernabschluss für den
kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die AMB Generali
Holding AG mit Sitz in Aachen auf. Der Konzernabschluss
für den größten Kreis ist in Triest, der
für den kleinsten in Aachen erhältlich.
Sonstige HaftungsverhältnisseEs bestehen Avalbürgschaften in Höhe von 168,0
Tsd. €.
Als Mitglied der
Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft haben wir
für den Fall, dass eines der Mitglieder ausfällt,
dessen Leistungsverpflichtung im Rahmen unserer
quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.
Als früheres Mitglied der Deutschen
Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft können bei den
Haftpflichtversicherungsverträgen
Spätschäden nicht ausgeschlossen werden. Für
solche eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten
Haftpflichtschäden bleibt die Nachhaftung unserer
Gesellschaft bestehen. Bürgschaften und
Wechselverpflichtungen bestehen nicht.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Nachzahlungsverpflichtungen aus teileingezahlten Aktien von
42 Tsd. € gegenüber der Münchener und
Magdeburger Agrarversicherung AG, sowie der noch nicht
eingezahlten Pflichteinlage an der GDV Dienstleistungs-GmbH
& Co. KG von 130 Tsd. €.
Sonstige ZusatzangabenAuf Grund unserer Mitgliedschaft zum Verein
"Verkehrsopferhilfe e.V." sind wir verpflichtet, die
für die Durchführung des Vereinszweckes
erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und
zwar entsprechend dem Anteil an den Beitragseinnahmen, die
die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils
im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben. Die jährlich
aufzubringenden Mittel sind auf 0,5 % dieser
Beitragseinnahme begrenzt.
München, 22. Januar 2008
Generali Versicherung Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Generali Versicherung Aktiengesellschaft, München,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die
Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der
Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §
317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 14. Februar 2008
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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