J & J Komplementär GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Maya Naydenov since 8/2/2022 | Procura |
Uta Zerbst since 8/2/2022 | Procura |
Yann Hürstel since 11/20/2020 | Procura |
Pierre Finas since 9/25/2019 | Managing Director |
Klaus Burkert since 2/15/2017 | Procura |
Stephan Mett since 2/12/2016 | Procura |
Stephan Kurt Emil Müller since 10/6/2015 | Procura |
Silja Schleicher-Paul since 10/6/2015 | Procura |
Jens Hoter since 7/10/2015 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. | 100.00% |
Company ownership structure and capital distribution
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Eurofactor GmbHOberhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Eurofactor GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Eurofactor GmbH, Oberhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofactor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. April 2021 Ernst
& Young GmbH
Worthmann, Wirtschaftsprüfer Treitz, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020der Eurofactor GmbHOberhachingHR B 219545, Amtsgericht MünchenA. Vorschriften zur Rechnungslegung Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Eurofactor GmbH bietet in Deutschland alle Formen des Factorings mit Delkredereschutz, in ihren Niederlassungen in Belgien und Niederlande zusätzlich auch ohne Delkredereschutz an. Auf der Aktivseite weist sie die von den Kunden abgetretenen Forderungen aus. Als Verbindlichkeiten zeigt sie die an die Kunden nicht finanzierten, also erst bei Zahlungseingang auszuzahlenden Beträge einschließlich der Sicherheitseinbehalte. Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen und Abschreibungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Dabei werden die Grundsätze der Finanzverwaltung (Bundesministerium der Finanzen, BMF) zur steuerlichen Anerkennung von Pauschalwertberichtigungen gemäß BMF-Schreiben vom 10. Januar 1994 angewandt. Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die immateriellen Anlagewerte sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer, angesetzt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Eurofactor GmbH macht von dem Wahlrecht zur Erfassung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch. Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. In den Berechnungen wurden gemäß den Regelungen in § 253 Abs. 2 HGB i.d.F. des BilRuG der zum Bilanzstichtag von der deutschen Bundesbank vorliegende Rechnungszins für 10 Jahre in Höhe von 2,31% (Prognose Dezember 2020) sowie der Rententrend in Höhe von 1% und der Entgelttrend in Höhe von 1% angesetzt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugehörigen Schulden verrechnet. Die anderen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie alle dem Grund nach bekannten, der Höhe nach ungewissen Verpflichtungen berücksichtigen. Bei der Bemessung wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Factoring Geschäft werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Gewinne sowie Verluste aus Kursänderungen werden vertragsgemäß den Anschlusskunden weiterbelastet. Die Gesellschaft trägt insoweit kein wesentliches Kursrisiko aus diesen Positionen. C. Wesentliche Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aktivseite Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 102.097 (Vorjahr: TEUR 49.546) sind täglich fällig und ergeben sich ausschließlich aus Guthabenbeträgen auf Bankkonten. Die Forderungen an Kreditinstitute setzen sich zusammen aus TEUR 91.988 (Vorjahr: TEUR 45.379) täglich fällig, TEUR 9.993 (Vorjahr: TEUR 4.047) täglich fällig gegen verbundene Unternehmen und TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 119) täglich fällig gegen Debitoren. In der Position Forderungen gegenüber Debitoren werden ausschließlich Forderungen gegenüber Factoring-Unternehmen, die im Besitz einer Banklizenz sind, ausgewiesen. 97,90 % der Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 1.659.446 (Vorjahr: TEUR 1.807.155) haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten und die restlichen 2,10 % eine Restlaufzeit zwischen 3 Monaten und einem Jahr sowie 0,01% zwischen 1 und 2 Jahren. Im Posten Forderungen an Kunden sind in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 130) Forderungen gegenüber Factoring Unternehmen enthalten, die nicht im Besitz einer Banklizenz sind. Fremdwährungsforderungen bestehen in Höhe von TEUR 196.973 (Vorjahr: TEUR 179.635) und sind in den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden enthalten. Die Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden und Debitoren betragen zum Jahresende TEUR 3.288 (Vorjahr: TEUR 4.195). Darin enthalten ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 940). Die immateriellen Anlagewerte beinhalten im Wesentlichen das IT-System zur Abwicklung des Factoring-Geschäftes in Höhe von TEUR 2.213 (Vorjahr: TEUR 2.734). Der Gesamtbetrag der Sachanlagen beträgt zum 31.12.2020 TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 757). Die Entwicklung des Anlagevermögens und der kumulierten Abschreibungen ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 5.080 (Vorjahr: TEUR 3.422) sind hauptsächlich Ansprüche gegen den Rückversicherer der Altersversorgungsverträge in Höhe von TEUR 2.232 (Vorjahr: TEUR 2.092) enthalten. Für die Altersvorsorgeverpflichtung ist ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 266 Abs. 2 Buchst, e HGB auf Basis der Einzelbewertung in Höhe von TEUR 12 entstanden, der ebenfalls unter diesem Posten auf der Aktivseite ausgewiesen wird. Der Restbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände beinhaltet TEUR 882 sonstige Forderungen und TEUR 1.954 Forderungen gegenüber dem Finanzamt. In den Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten. Die latenten Steuern werden mit einem Durchschnittssteuersatz von 25,46% berechnet. Der nicht ausgewiesene Überhang aktiver latenter Steuern resultiert aus Pensionsrückstellungen, Forderungen an Kunden und steuerlich nicht ansetzbaren Aufwandsrückstellungen. 2. Passivseite Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.155.276 (Vorjahr: TEUR 1.306.141) und bestehen hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten resultieren aus der Refinanzierung des Factoring Geschäftes und gliedern sich wie folgt:
Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 154.304 (Vorjahr: TEUR 132.141) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen TEUR 486.350 (Vorjahr: TEUR 434.319), davon sind TEUR 33.961 (Vorjahr: TEUR 44.751) in Fremdwährungen. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.463 (Vorjahr: TEUR 3.410) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 886 (Vorjahr: TEUR 80), Verbindlichkeiten aus Mahnverfahren in Höhe von TEUR 2.924 (Vorjahr TEUR 675), Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 338 (Vorjahr TEUR 351) sowie Verbindlichkeiten aus der Abtretung von Kundenkreditversicherungen und aus der Erstattung von Debitorenüberzahlung in Höhe von TEUR 2.315 (Vorjahr: TEUR 2.304). Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 200) beinhalten die Abgrenzung von vorausbezahlten Erträgen. Für Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens entsprechend der handelsrechtlichen Regelungen nach BilRuG in Höhe von TEUR 4.557 gebildet (Vorjahr: TEUR 4.244) für welche die Eurofactor GmbH in Höhe der Verpflichtungen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen hat. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.110 (Vorjahr: TEUR 1.124) mit den Verpflichtungen saldiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem angewandten 10-jährigen Rechnungszinssatz und dem 7-jährigen Rechnungszinssatz beträgt TEUR 607. Gemäß § 253 Absatz 6 HGB besteht in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Ausschüttungssperre. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis der allgemein anerkannten Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Weiter bestehen Altersvorsorgeverpflichtungen (pensionsähnliche Verpflichtungen), für welche die Eurofactor GmbH in Höhe der Verpflichtungen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen hat. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum Stichtag TEUR 1.134 (Vorjahr: TEUR 1.111). Gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 1.028) mit den Verpflichtungen saldiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem angewandten 10-jährigen Rechnungszinssatz und dem 7-jährigen Rechnungszinssatz beträgt TEUR 72. Gemäß § 253 Absatz 6 HGB besteht in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Ausschüttungssperre. In der Position "Andere Rückstellungen" in Höhe von TEUR 4.171 (Vorjahr: TEUR 3.308) sind im Wesentlichen Rückstellungen gegenüber der Muttergesellschaft Credit Agricole Leasing & Factoring SA in Höhe von TEUR 1.295 (Vorjahr: TEUR 663), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.086 (Vorjahr: TEUR 1.282) sowie Rückstellungen für Kreditversicherungen in Höhe von TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 824) enthalten. Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 697) betreffen die Körperschaftsteuer. Das gezeichnete Kapital (TEUR 34.500) ist voll einbezahlt. Unter Berücksichtigung der Kapitalrücklage von TEUR 13.800, der anderen Gewinnrücklagen von TEUR 55.176 (Vorjahr: TEUR 54.221) und des Jahresüberschusses von TEUR 11.670 (Vorjahr: TEUR 11.454) sowie nach einer im Geschäftsjahr erfolgten Gewinnausschüttung für 2019 in Höhe von TEUR 10.500 ist das bilanzielle Eigenkapital auf TEUR 115.146 (Vorjahr: TEUR 113.976) gestiegen. Zum Jahresende 2020 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 138.737 (Vorjahr: TEUR 168.456). Diese betreffen Gewährleistungen aus der Zusage von Delkredereübernahmen für abgetretene Forderungen gegenüber ausländische Factoring Gesellschaften im Rahmen des Import-Factoring, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Das Risiko wird als sehr gering eingeschätzt, da jede Forderung kreditversichert ist und die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit eine minimale Inanspruchnahme aufweisen. 3. Aufwand Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 1.828 auf TEUR -2.725 gegenüber dem Vorjahr (TEUR -897) gesunken, weil das Kreditvolumen um TEUR 150.865 gesunken ist. Im Zinsaufwand sind negativen Zinsen in Höhe von TEUR 3.099 (Vorjahr: TEUR 3.192) enthalten. Sie resultieren daraus, dass die Refinanzierung des Factoring Geschäfts auf Basis kurzfristiger Mittelbeschaffung zum Refinanzierungssatz erfolgt. Der Refinanzierungssatz in EUR weist aktuell einen negativen Stand auf. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 16.450) um TEUR 566 bzw.3,44% auf TEUR 17.016 gestiegen. Der Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft stieg um TEUR 972 auf TEUR 6.263 an (Vorjahr: TEUR 5.291). Der Anstieg resultiert aus dem Mehraufwand für Beiträge zur Kreditversicherung. Diese erhöhten sich um 502 TEUR auf TEUR 5.430 (Vorjahr: TEUR 4.928) wegen des Anstiegs des Ausfallrisiko in Italien und Großbritannien sowie wegen neuer Policen zum 2-Vertrags-Modell. Die Wertberichtigungen auf Forderungen stiegen um TEUR 457 auf TEUR 820 (Vorjahr: TEUR 363) wegen Erhöhungen der Risiken des Forderungsausfalls. Die Zunahmen der Risiken sind Auswirkungen von Covid-19. 4. Ertrag Der Rohertrag aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstigen Erträgen liegt zum Jahresende bei TEUR 38.561 (Vorjahr: TEUR 37.811, +1,98%). Die gegenüber dem Vorjahr (TEUR 35.640) um TEUR 1.943 gesunkenen Zinserträge (TEUR 33.697) resultieren aus dem Rückgang des Factoring-Geschäftes hauptsächlich in der Automobilbranche sowie im Bekleidungsgeschäft auf Grund von Covid-19 in Höhe von TEUR 978 und Änderung des Ausweises in Höhe von TEUR 965. Die Provisionserträge (TEUR 2.309) erhöhen sich um TEUR 1.299 (Vorjahr: TEUR 1.010). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von bisher unter den Zinserträgen ausgewiesenen Einnahmen in Höhe von 965 TEUR in die Provisionserträge. Der Grund für die Umgliederung ist eine sachgerechtere Kontenzuordnung. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.186 (Vorjahr: TEUR 1.750) sind um TEUR 564 (-32,24%) wegen Reduzierung der Auflösung von Rückstellung gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen erhöhten sich um TEUR 594 auf TEUR 976 (Vorjahr: TEUR 382). 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.594 (Vorjahr: TEUR 4.066, -11,61 %) entfallen auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. D. Sonstige Angaben 1. Angaben zum Factoring-Geschäft Von den Forderungen gegenüber Kunden (TEUR 1.659.446; Vorjahr TEUR 1.807.155) entfallen auf die 20 größten Debitoren Forderungen in Höhe von TEUR 353.901 (Vorjahr: TEUR 420.170). Kreditrahmenkontingente bestehen ausschließlich gegenüber Debitoren. Es handelt sich nicht um Kreditzusagen im Sinne des KWG, sondern um freie Kreditversicherungslimite, die für den Forderungskauf genutzt werden können. Die Eurofactor GmbH ist jederzeit berechtigt Debitorenlimite zu streichen, auch unabhängig von ggf. weiterbestehenden Versicherungslimiten bei abgetretenen Versicherungen. Die Zusagen sind jederzeit widerruflich. 2. Angaben zu sonstigen Verträgen Aus langfristigen Verträgen (Mietverträge, KFZ-Leasingverträge und "All-In"-Vertrag für Drucker und Telefon) bestehen bei der Gesellschaft bis maximal 2025 finanzielle Verpflichtungen von TEUR 2.114 (Vorjahr: TEUR 2.658). 3. Angaben zu verbundenen Unternehmen Die Eurofactor GmbH hält Anteile in Höhe von TEUR 1,5 an der Factors Chain International vzw, mit Firmensitz in Keizersgracht 559, 1017 DR Amsterdam, Niederlande. Alleiniger Gesellschafter der Eurofactor GmbH ist die Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A., 12 place des Etats-Unis, 92120 Montrouge, Frankreich. Die Eurofactor GmbH wird in den Konzernabschluss der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A., 12 place des Etats-Unis, 92127 Montrouge, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Oberhaching, Bajuwarenring 3, erhältlich. Das in der Konzerngliederung oberste Mutterunternehmen ist die Crédit Agricole S.A., 12 place des Etats-Unis, 92127 Montrouge, Frankreich. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Oberhaching, Bajuwarenring 3, erhältlich. 4. Angaben zu ausländischen Niederlassungen Die Eurofactor GmbH hält eine belgische Betriebsstätte, Eurofactor Belgium, mit Firmensitz in der Rue du Tröne 60 in 1050 Brüssel, Belgien, die unter der Steuer-Nummer BE 0525.889.359 registriert ist. Außerdem besitzt die Eurofactor GmbH eine weitere Betriebsstätte in den Niederlanden, die Eurofactor Nederland mit Firmensitz in Reitscheweg 1-7, 9de verdieping in 5232 BX 's-Hertogenbosch, die unter der Steuer-Nummer 823846829 registriert ist. 5. Angaben zu Organen Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:
Im Geschäftsjahr wurden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2020 belaufen sich auf TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 374). 6. Sonstige Angaben Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitarbeiter des Geschäftsführungsorgans und deren Hinterbliebene umfassen TEUR 2.227 (Vorjahr: TEUR 2.260). Im Jahresdurchschnitt wurden 113,0 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2,0 Geschäftsführer, 108,75 Angestellte und 2,25 Werkstudenten. An den Standorten betrugen die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen 92,75 für Oberhaching, 8,25 für Oberhausen, 1,75 für das Büro Frankfurt am Main, 8,0 für Brüssel (Belgien) und 2,25 für s'Hertogenbosch (Niederlande). Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistung netto TEUR 189,7 zuzüglich circa TEUR 5,3 für sonstige Leistungen. E Nachtragsbericht Mit Ausnahme des folgenden Punktes, liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, vor. Andauernde Einschränkungen aufgrund des Coronavirus könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2021 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in dem Kapitel "Prognosebericht".
Oberhaching, 30.03.2021 Jens Hoter, Sprecher der Geschäftsführung Pierre Finas, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2020
LageberichtGeschäft/Rahmenbedingungen Geschäftsaufstellung Die Eurofactor GmbH ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Deutschland und Niederlassungen in Belgien und Niederlande. Sie ist ein Tochterunternehmen der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A., in Frankreich. Das Geschäftsmodell der Eurofactor GmbH ist Factoring, ein Spezialprodukt im Finanzsektor. Durch die Fokussierung auf dieses Produkt in seinen verschiedenen Ausprägungen können höchste Ansprüche an Qualität und Kundenorientierung gewährleistet werden. Unverändert kann sich somit das Unternehmen gut im Markt positionieren. In diesem Segment bietet die Eurofactor GmbH ein vielfältiges Angebot an Leistungen an, dass sowohl das Bedürfnis nach Forderungsausfallschutz erfüllt, als auch die Bereitstellung liquider Mittel an mittelständischen oder börsennotierten Gesellschaften mit nationaler oder internationaler Ausrichtung schnell und zuverlässig gewährleistet. Das Non-Recource-Factoring, bei dem die Eurofactor GmbH das Delkredererisiko übernimmt, wird hauptsächlich in Deutschland angeboten. In den Niederlassungen Belgien und Niederlande werden entsprechend der lokalen Usancen sowohl das Non-Recourse als auch das Recourse-Factoring praktiziert. Im Recourse-Factoring können uneinbringliche Forderungen an den Forderungsverkäufer zurückzediert werden. Neben dem Factoring als reine Finanzierungform, das sogenannte Inhouse-Factoring, bietet die Eurofactor GmbH auch das Full-Factoring an, bei dem zusätzliche Serviceleistungen wie das Forderungsmanagement mit übernommen werden. Ein wichtiges Geschäftsfeld der Eurofactor GmbH ist das Importfactoring. Als spezialisierter Geschäftspartner für ausländische Finanzdienstleistungsunternehmen oder ausländische Banken werden verschiedene Dienstleistungen angeboten. Rahmenbedingungen Laut Pressemeldung des Deutschen Factoring Verbandes vom 03.08.2020 ("Rundschreiben 40/2020") stiegen die Umsätze der Mitglieder im ersten Halbjahr 2020 um 1,6 Prozent auf 134,9 Mrd. Euro (1. Halbjahr 2019:132,8 Mrd. Euro). Mit dem Wachstum trotz Corona konnte Factoring somit wieder seine stabilisierende Funktion durch sofort zur Verfügung stehende Liquidität beweisen. Finanzwirtschaftliche Situation Ertragslage Die Eurofactor GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Factoringumsatz von 17,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 17,7 Mrd. Euro). Das entspricht trotz der schwieriger Wirtschaftslage wegen Covid-19 nur einen leichten Rückgang von 0,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Auswirkungen von Covid-19 sind hauptsächlich im FULL-Factoring-Geschäft mit einem Rückgang von 12,7% und IMPORT-Geschäft mit einem Rückgang von 23,6% zu verzeichnen. Der Umsatzrückgang konnte mit dem Geschäftsbereich Inhouse Factoring durch eine Umsatzsteigerung von 2,5% weitestgehend kompensiert werden. Weiterhin entlastet auch das Kundengeschäft in Holland und Belgien (Inhouse und Full-Factoring) diese Entwicklung mit einem leichten Anstieg von 5,0% auf 2,1 Mrd. Euro (Vorjahr 2,0 Mrd. Euro). Der Import-Factoring-Umsatz in Höhe von 1,11 Mrd. Euro liegt um 344 Mil. Euro niedriger als im Vorjahr (1,45 Mrd. Euro), mit 0,207% konnte die Marge gegenüber dem Vorjahr (0,202%) leicht erhöht werden. Trotz Rückgangs der Zins- und Provisionserträge um 1,8% auf 36.006 Tsd. Euro im Vergleich zum Vorjahr, ist der Rohertrag um 750 Tsd. Euro (+1,9%) auf 38.561 Tsd. Euro (Vorjahr: 37.811 Tsd. Euro) gestiegen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen 17.016 Tsd. Euro (Vorjahr: 16.450 Tsd. Euro, +3,4%). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf IT-Projekte, die gemeinsam mit unserer Muttergesellschaft Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. konzernintern durchführt werden, zurückzuführen. Es entstehen gemeinsame europäische Plattformen oder bestimmte Verwaltungsbereiche werden zentralisiert. Im Berichtsjahr betragen die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 6.263 Tsd. Euro. Der Anstieg um 972 TEUR gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen den Auswirkungen von Covid-19 zuzuschreiben. Die zunehmenden Delkredererisiken, insbesondere im Importfactoring, erforderten höhere Wertberichtigungen. Diese werden von den Forderungen abgesetzt. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit der Factoringforderungen lag bei 33,2 Tagen, im Fullgeschäft waren es 61,2 Tage und im Inhousegeschäft 30,1 Tage. Durch verschiedene Kreditversicherungen wird das Ausfallrisiko bei Debitoren ausreichend adressiert. Das Jahresergebnis nach Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% auf 11.670 Tsd. Euro gestiegen. Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz spiegelt in ihrer Struktur das Kerngeschäft der Eurofactor GmbH wider. Die Forderungen gegenüber Kunden sind im Vergleich zum Vorjahr um 8% gesunken und bilden ca. 94% der Bilanzsumme ab. Die Passivseite ist geprägt von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und den Verbindlichkeiten aus den Refinanzierungsmitteln gegenüber der Crédit Agricole S.A. Zusammen bilden sie ca. 93% der Bilanzsumme ab. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 115.146 Tsd. Euro und verteilt sich auf 34.500 Tsd. Euro gezeichnetes Kapital, 13.800 Tsd. Euro Kapitalrücklage, 55.176 Tsd. Euro Gewinnrücklage und das Ergebnis des Jahres. Im Berichtszeitraum wurde für das Geschäftsjahr 2019 eine Gewinnausschüttung in Höhe von 10.500 Tsd. Euro vorgenommen. Die Liquiditätsversorgung der Eurofactor GmbH erfolgte auch im Geschäftsjahr 2020 durch die Crédit Agricole Gruppe. Es bestanden zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe. Die nicht ausgenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 37,5 M€. Davon entfallen 20 M€ auf die Kreditlinie bei der Crédit Agricole CIB SA in Frankfurt, 15 M€ auf die Commerzbank AG und 2,5 M€. auf die Deutsche Bank. Da Refinanzierung und Finanzierung zu variablen Zinssätzen erfolgen, ist Eurofactor vor einem bedeutenden Zinsrisiko geschützt. Da die Finanzierungswährung mit der Refinanzierungswährung identisch ist, wird auch das Wechselkursrisiko neutralisiert. Die Eventualverbindlichkeiten liegen mit 138.737 Tsd. Euro 18% unter dem Niveau des Vorjahres (168.456 Tsd. Euro) und resultieren aus dem Rückgang des Import Geschäftes. Nicht-finanzwirtschaftliche Informationen In der Eurofactor GmbH arbeiten zum 31.12.2020 118 Mitarbeiter (inklusive 4 studentische Aushilfen), davon 11 im Ausland. 122 Mitarbeiter haben in 2020 an durchschnittlich 5,1 Trainingsmaßnahmen teilgenommen. Das Fortbildungsprogramm der Eurofactor GmbH umfasst interne Trainings wie auch die Teilnahme an externen Schulungsmaßnahmen. Die Schulungen und die Trainings in 2020 konzentrierten sich auf Grund der betrieblichen Erfordernissen auf die Entwicklung und die Erweiterung der fachlichen, persönlichen und Methoden-Kompetenz, unter anderem in den Themenbereichen Compliance, Bank-Know-how, IT / Digitalisierung, Kommunikation und Führung. Aufgrund der Covid-19 Pandemie konnten eine Vielzahl von den geplanten Weiterbildungen nicht durchgeführt werden. Risiko- und Chancenbericht Eine professionelle Steuerung und Begrenzung von Risiken ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg darstellen. Dem wird durch Prüfung und Begrenzung der Einzelrisiken, Beobachtung von Länder- und Branchenrisiken und durch eine fortlaufende Überwachung der Entwicklung Rechnung getragen. Als Ergebnis der Beurteilung werden von der Eurofactor GmbH Risiken im Rahmen der Ausübung der Geschäftstätigkeit und der Ausnutzung von Marktchancen eingegangen. Zukunftsgerichtete Aussagen zu den Geschäftsaktivitäten, der Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und Risikobeurteilung sind von einer Vielzahl von Risiken, Unsicherheiten und anderen wichtigen Faktoren abhängig, welche dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Resultate von den zugrundeliegenden Annahmen und Aussagen abweichen. Für Deutschland und die Niederlassungen Belgien und den Niederlanden besteht ein einheitliches Risikomanagement. Innerhalb der Eurofactor GmbH sind die Verantwortlichkeiten für die Risikosteuerung und Risikoüberwachung durch eine klare Funktionstrennung. Das Risikomanagement unterliegt einer steten Weiterentwicklung, um die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement anzupassen und die Früherkennung zu verbessern. Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Eurofactor GmbH. Die Eurofactor GmbH unterliegt den Adressenausfall-, Markt-, Liquiditäts-, Betriebs- und Rechtsrisiken sowie sonstigen Risiken. Produktimmanent steht bei den Risiken die Übernahme der Ausfallrisiken für Debitorenforderungen im Vordergrund, zu deren Absicherung sich die Eurofactor GmbH über eigene oder kundenbezogene Kreditversicherungen sowie Garantien ausländischer Factoringgesellschaften rückversichert. Materielle oder rechtliche Einschränkungen der Werthaltigkeit verkaufter Forderungen im Falle der Insolvenz von Anschlusskunden im Factoring bestimmen maßgeblich das Veritäts(kunden)risiko. In einem Kontext einer globalen Konjunkturabschwächung ist die Zugehörigkeit von Eurofactor zu einer starken Gruppe wie Crédit Agricole (Moody's Aa3; S&P A+) ein bedeutender komparativer Vorteil für Kunden, die eine sichere Liquiditätsversorgung anstreben. Risikostrategie In Überabstimmung mit dem MaRisk wurde durch die Geschäftsleitung eine verbindliche Risikostrategie definiert. Sie wird jährlich neu überprüft unter Berücksichtigung der Art, Struktur und Volumina der Geschäfte sowie der Risikotragfähigkeit. In der Risikostrategie werden die Risikoarten in ihrer Relevanz für die Eurofactor GmbH dargestellt und entsprechende Managementmaßnahmen erläutert. Die Risikostrategie beinhaltet neben der Limitierung der einzelnen Risikoarten insbesondere
Basierend auf dieser Risikostrategie wurde die Risikopolitik für einzelne Geschäftsfelder in Abstimmung mit den Gremien der Crédit Agricole Leasing & Factoring Gruppe definiert. Neue Formen von Risiken aus neuen Anwendungsformen des Factorings oder neuen Märkten und Prozessen durchlaufen einen festgelegten Bewertungs- und Genehmigungsprozess. Die Risikostrategie wie auch die aus ihr abgeleiteten Richtlinien und Anweisungen sind in der Schriftlichen Ordnung zur Risikostrategie sowie in der Schriftlichen Ordnung (SO) der Kennung VII und sie werden regelmäßig aktualisiert. Dabei steht die Steuerung der Risiken vor dem Hintergrund ihrer Tragfähigkeit im Mittelpunkt von Ankaufsentscheidungen. Forderungen werden isoliert betrachtet und einzelfallbezogen grundsätzlich nur im Rahmen der Höchstentschädigung der Kreditversicherer angekauft. Die Geschäftsleitung und das zentrale Risikomanagement der Crédit Agricole Leasing & Factoring Gruppe erhalten mindestens halbjährlich ein detailliertes Protokoll der Portfoliorunde. Diese Runde erfüllt Anforderungen gemäß der Créedit Agricole Leasing & Factoring SA, Montrouge, Frankreich, und betrifft die Auswahl der Fälle inklusive definierter Kennzahlen nach Größenklassen, Branchen, Rating und Risikokonzentrationen. Risikomanagementsystem Zur Umsetzung ihrer Risikostrategie hat die Eurofactor GmbH ein umfassendes Risikosteuerungssystem etabliert, welches geeignet ist, Entwicklungen, welche die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährden, frühzeitig zu erkennen. Das System umfasst ein Regelwerk von der Geschäftsleitung verabschiedeter Risikogrundsätze und Arbeitsanweisungen, Organisationsstrukturen sowie Prozesse der laufenden Risikobewertung und -überwachung. Wesentliche Aufgaben des Risikomanagements sind dabei die Identifikation möglicher Risiken, ihre Analyse und Quantifizierung sowie die daraus folgende Ableitung von Steuerungsmaßnahmen. Ein wesentlicher Baustein hierfür ist die konsequente laufende Verbesserung der Datenqualität und Transparenz. Der Risikosteuerung wird in der Schriftlichen Ordnung Kennung VII beschrieben. In ihnen werden die Grundsätze des Risikomanagementsystems, die Zuständigkeiten für die Risikobewertung, das Konzept der Risikotragfähigkeit sowie die Risikosteuerung und das Reporting enthalten. Entscheidungen über das Eingehen von Risiken werden entsprechend der organisatorischen Trennung von Markt und Marktfolge im Rahmen erteilter Genehmigungskompetenzen getroffen. Darüber hinaus finden regelmäßig Portfolioreviews im Rahmen von Komitees statt. Ein Frühwarnsystem ist etabliert. Seitens der Konzernrevision, an die die Revisionstätigkeiten ab 2012 ausgelagert wurden, wurde ein Teil des Prüfungsauftrages im Rahmen des Prüfungsplans 2020 durchgeführt. Zudem gab es einen regelmäßigen Informationsaustausch, zwei Sitzungen des Internen Kontroll-Komitees unter Einbeziehung der Konzernrevision und Nachschauprüfungen zur Beurteilung des Umsetzungsstands von Empfehlungen aus Vorprüfungen. Der Risikobeauftragte der Eurofactor GmbH ist zugleich Revisionsbeauftragter, der die ordnungsgemäße Durchführung der Revisionsaufgaben koordiniert und überwacht. Darüber hinaus wurden in 2020 eine separate IT-Revision bei der Eurofactor GmbH durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für das Kreditwesen mbH, Köln, durchgeführt. Die Überprüfung beinhaltete auch die Nachschau von Feststellungen aus Vorberichten. Das Interne Kontroll-Komitee hat die Wirksamkeit des Kontrollsystems bestehend aus den Institutionen Interne Revision, Risikocontrolling/Permanente Kontrolle, Compliance, Datenschutz, IT-Sicherheit, Geldwäschebekämpfung sowie Betrugsbekämpfung überwacht und auf Basis des internen Kontrollreports besprochen. Hauptthemen waren IT-Sicherheit und Personalausstattung u.a. auch im IT-Bereich. Die Geschäftsleitung informierte den Gesellschafter monatlich über die Risikosituation im Rahmen des Management-Informations-Reportings (MIR) und darüber hinaus vierteljährlich auf Basis des Risiko-Management-Reports im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit. Beurteilung der Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit betrug, nach einer Veränderung der Berechnungsmethode Ende September 2020: 13,3 M€. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgen auf Basis der Risikotragfähigkeit. Diese ist gegeben, wenn die wesentlichen erwarteten und unerwarteten Risiken des Unternehmens durch die Risikodeckungsmasse laufend abgedeckt sind. Hierbei muss eine angemessene Überdeckung gewährleistet sein, um Vorsorge für "Stressverluste" und nicht explizit berücksichtigte Risiken zu treffen. Mit dem am Risikoprofil der Eurofactor GmbH ausgerichteten Konzept der Risikotragfähigkeit wird den Anforderungen der MaRisk Rechnung getragen. Hierzu wird vierteljährlich das zur Deckung der Risiken bestehende interne Kapital ermittelt. Ebenso werden die dagegenstehenden erwarteten und unerwarteten Risiken identifiziert und bewertet. Ausweislich des Risiko-Management-Reports für die ersten drei Quartale war die Risikotragfähigkeit in 2020 insgesamt zu jeder Zeit gegeben. Die Geschäftsleitung der Eurofactor GmbH legt jährlich die Unternehmensziele und -strategien unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Planungsprozesse fest. Die kalkulierten Risikokosten (Expected Losses) fließen in die Planung ein und sind in dem Planergebnis für das Folgejahr berücksichtigt. Seit dem Jahr 2020 stellt die Gesellschaft ein Gesamtrisikoprofil zusammen und definiert hierauf aufbauend folgende wesentliche Risiken: Adressenausfallrisiken: Das Adressenausfallrisiko besteht in der Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen seitens der Vertragspartner, z.B. durch Insolvenz. Kunden-/Veritätsrisiken (wesentliches Risiko): Risiken bezogen auf den Forderungsverkäufer entstehen durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von unseren Kunden erworbenen Forderungen, z.B. durch Aufrechnungen, Mängeleinreden, Schadensersatzverpflichtungen und Boni sowie durch unterlassene Zahlungs- und Scheckweiterleitung. Diese Risiken werden schlagend, wenn der Vertragspartner nicht mehr gewillt oder in der Lage ist, seinen Verpflichtungen aus dem Factoring-Vertragsverhältnis nachzukommen. Zur Überwachung und Begrenzung dieser nicht versicherbaren Kundenrisiken (Veritätsrisiken) im Factoring-Bereich wurden von der Eurofactor GmbH geeignete Vorkehrungen getroffen. Kunden-/Veritätsrisiken bestehen in gleicher Weise im Non-Recourse -wie auch im Recourse-Verfahren. Adressenausfallrisiken werden eingegrenzt durch:
Regelmäßig finden allgemeine Engagementbesprechungen statt, an denen fallweise ein Mitglied der Geschäftsleitung teilnimmt. Kunden mit besonderem Risikopotential werden auf Basis von Watch-Lists regelmäßig besprochen. Besonders risikobehaftete Engagements, für die ein Ausstiegsbeschluss getroffen wurde, werden von einem "Work-Out-Manager" entsprechend hierzu ergangener Richtlinien geführt. Erwartete Veritätsrisiken werden grundsätzlich durch Sicherungseinbehalte abgesichert. Gleichwohl treten im Einzelfall prozessual bedingte Wertverluste bei einer Insolvenz des Anschlusskunden auf. Im Rahmen einer vorsichtigen Risikopolitik werden diese auf Portfolioebene erwarteten Verluste in der Jahresplanung berücksichtigt. Sie werden abgeleitet aus der Risikoklassifizierung der Kunden in Verbindung mit einer Risikomatrix mit zugeordneten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Erwartete Ausfälle, die auf externen Betrug zurückzuführen sind, werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung separat in der Kategorie operationelles Risiko ausgewiesen. Die tatsächliche Risikovorsorge basiert auf einer risikoorientierten, einzelfallbezogenen Wertberichtigungspolitik. Unerwartete Risiken werden im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes bewertet. Bei den nicht versicherbaren Kundenrisiken (Veritätsrisiken) handelt es sich um wesentliche Risiken, welche insbesondere durch vorstehende vielfältige Maßnahmen begrenzt werden. Abnehmerrisiken (wesentliches Risiko): Hierbei handelt es sich um das Risiko von Forderungsverlusten aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit von Forderungsschuldnern. Im Rahmen des Non-Recourse - wie auch des Recourse-Verfahrens - kauft die Eurofactor GmbH Forderungen gegen Dritte an. Beim Non-Recourse-Verfahren übernimmt die Eurofactor GmbH damit das Ausfallrisiko, beim Recourse-Verfahren können nicht einbringliche Forderungen an den Forderungsverkäufer zurückzediert werden; nachfolgende Maßnahmen, welche im Wesentlichen auf das Non-Recourse-Verfahren ausgelegt sind, dienen daher in den Recourse-Anwendungsfällen als zusätzliche Sicherheit zu der Möglichkeit Rückgriff auf den Forderungsverkäufer zu nehmen. Abnehmer-/Debitorenrisiken werden eingegrenzt durch:
Bei der Steuerung der Debitorenrisiken auf Portfolioebene werden vorhandene Kundeninformationen, externe Ratings, einschränkende Limitzusagen der Kreditversicherer sowie Länder berücksichtigt. Länder- und Branchenentwicklungen werden im Rahmen der Debitorenlimitpolitik berücksichtigt. Die erwarteten Verluste im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung basieren auf Erfahrungswerten und berücksichtigen die Entschädigungsbedingungen der Rückversicherer sowie des Ratings für nicht versicherte Debitorenrisiken. Die angesetzten Werte werden den tatsächlichen Werten regelmäßig gegenübergestellt und überprüft. Die in der Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogenen unerwarteten Verluste berücksichtigen Konzentrationsrisiken. Für den Worst-Case wird der höchstmögliche einzelne Großschaden unter Berücksichtigung der Höchstentschädigungsregelungen der Kreditversicherer angenommen. Die tatsächlich gebildete Risikovorsorge erfolgt auf Basis eines standardisierten Verfahrens. Bei den Abnehmerrisiken handelt es sich um wesentliche Risiken, welche durch vorstehende Maßnahmen und insbesondere ihre Versicherung über Kreditversicherungen auf ein akzeptables Niveau begrenzt werden. Kontrahenten-/Korrespondentenrisiken: Kontrahentenrisiken außerhalb der Crédit Agricole Gruppe ergeben sich vor allem aus der Geschäftsbeziehung zu unseren Rückversicherern Euler Hermes und Atradius, Korrespondentenrisiken aus der Übernahme von Zahlungsgarantien und Inkassoverpflichtungen im Export-Factoring. Die Kontrahentenrisiken stehen in einem angemessenen Verhältnis zum Eigenkapital der Eurofactor GmbH. Kontrahentenrisiken aus Anlagegeschäften bestehen bei der Eurofactor GmbH grundsätzlich nicht. Sie können sich lediglich aus kurzfristigen Guthaben bei Banken ergeben, über welche die geschäftlichen Transaktionen abgewickelt werden. Diese werden i. d. R. täglich transferiert. Kontrahentenrisiken werden im Rahmen des vierteljährlichen Financial-Komitees (Asset-Liability-Committee) auf Gruppenebene besprochen. Zur Begrenzung der Risiken erfolgt eine bonitätsorientierte Auswahl und Überwachung unserer risikorelevanten Korrespondenzpartner. Auskünfte und Bilanzunterlagen werden hierbei ebenso berücksichtigt wie die Qualität der Abwicklung. Die Bonität der Kontrahenten wird jährlich überprüft und ein individuelles Limit eingeräumt, über das größenabhängig die Geschäftsleitung oder der Gesellschafter entscheidet. Davon ausgenommen sind Kreditversicherer. Vorstehende Kontrahentenrisiken werden hinsichtlich der Kreditversicherungen als wesentlich, aber auf Grund deren Bonität als akzeptabel, ansonsten als gering eingestuft. Länderrisiken: Die Beurteilung und Steuerung von Länderrisiken stützt sich auf die von der Crédit Agricole Gruppe regelmäßig aktualisierten Länderbewertungen und ihre internationale Expertise. Da ein Großteil des Gesamtportfolios auf Debitoren in Deutschland und im europäischen Ausland entfällt, sind die Länderrisiken gering. Für einzelne Länder bestehen besondere Regelungen und Limitierungen, deren Einhaltung von der Organisationseinheit Risikocontrolling/Permanente Kontrolle überwacht wird. Die Länderrisiken werden als gering eingestuft. Marktpreisrisiken: Unter Marktpreisrisiken werden mögliche Ertragseinbußen verstanden, die sich aus der Veränderung von Marktpreisen für Wertpapiere, Devisen und Derivate sowie Änderung von Zinssätzen und Zinsstrukturen ergeben können. Die Eurofactor GmbH tätigt keinen Handel oder sonstige Geschäfte mit Wertpapieren, Derivaten und Edelmetallen. Ein Handelsbuch wird nicht geführt. Zinsänderungsrisiken resultieren aus nicht fristenkongruenter Refinanzierung. Diesen Risiken wird in der Regel durch vertraglich vereinbarte Anpassungsklauseln in den Kundenverträgen Rechnung getragen. Signifikante Risiken aus Fristentransformationen werden nicht eingegangen. Unerwartete Verluste werden auf Basis eines Rechenmodells, das eine sprunghafte Verschiebung der gesamten Zinskurve unterstellt, ermittelt und in der Risikotragfähigkeitsberechnung einbezogen. Das Währungsrisiko wird grundsätzlich durch eine währungskongruente Refinanzierung vermieden. Darüber hinaus trägt gemäß den regelmäßig verwendeten Vertragsbedingungen im Factoring bei Fremdwährungsforderungen der Vertragspartner das Währungsrisiko. Abnehmerzahlungen in Fremdwährung werden über Devisenkassageschäfte konvertiert. Im Falle von Debitoreninsolvenzen kann es bei angekauften Fremdwährungsforderungen zu unerwarteten Verlusten kommen, wenn die Entschädigungsleistung des Kreditversicherers auf einer anderen Kursbasis erfolgt. Dies wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt. Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt im Bereich Finanzen/Controlling in Abstimmung mit der Geschäftsleitung. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Zinsentwicklung im Euroraum gerichtet. Die Marktpreisrisiken werden als gering eingestuft. Liquiditätsrisiken: Das Liquiditätsrisiko umfasst insbesondere die Risiken, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können und bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können. Das Liquiditätsmanagement der Eurofactor GmbH liegt in der Verantwortung des Bereichs Finanzen/Treasury. Die Zahlungsströme werden täglich ermittelt und der Refinanzierungsbedarf geplant. Die Geschäftsleitung der Eurofactor GmbH und die Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. werden regelmäßig über die Liquiditätssituation und die Auslastung unterrichtet. Die Eurofactor GmbH verfügt über eine stabile Refinanzierungsbasis. Neben Refinanzierungslinien innerhalb der Crédit Agricole Gruppe stehen der Eurofactor GmbH zwei Geldhandelslinien bei renommierten Fremdbanken zur Verfügung, die auf den Refinanzierungsbedarf gemäß Budget- und Finanzplanung abgestimmt sind. Zur Kompensation eines unerwartet kurzfristigen Liquiditätsbedarfs kann auf die Geldhandelslinie zurückgegriffen werden. Die Liquiditätsrisiken werden daher als nicht wesentlich beurteilt. Die Einräumung von größeren Ankaufslimiten für Factoring-Kunden wird im Vorfeld mit dem Bereich Finanzen/Treasury der Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A. abgestimmt. Liquiditätsengpässe waren im Berichtsjahr zu keinem Zeitpunkt vorhanden. Im Risiko-Management-Report werden Stressanalysen angestellt und Reaktionsmaßnahmen im Sinne eines Notfallplanes definiert. Operationelle Risiken einschl. IT-Risiken (wesentliches Risiko): Hierunter wird gemäß Verständnis aus Art. 4 (1) Nr. 52 CRR die Gefahr von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Einige dieser Risiken sind durch entsprechende Versicherungen gedeckt. Die übergreifende Risikoverantwortung liegt bei der Geschäftsleitung der Eurofactor GmbH. Das Risikomanagement verantwortet die Weiterentwicklung von Leitlinien, Verfahren, Methoden und Systemen zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von operationellen Risiken. Ziel ist es, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und eine angemessene Risikokultur zu entwickeln. Operationelle Risiken werden präventiv limitiert durch die sorgfältige Analyse von Gefahrenpotentialen und entsprechenden Maßnahmen:
Die Einhaltung der Anweisungen und Kompetenzen wird von den Vorgesetzten, der Stelle Risikocontrolling/Permanente Kontrolle der Eurofactor GmbH sowie der internen Revision kontrolliert. Eine regelmäßige Kontrolle der Kundenkalkulation, die kalkulatorische Risikokosten miteinschließt, bildet die Basis für ein effektives und risikoadäquates Ertragsmanagement. Regelmäßig werden Abweichungsanalysen erstellt und die Ursachen ermittelt. Im Rahmen der Forecast- und Budgeterstellung werden die Erkenntnisse laufend umgesetzt. Die Datensicherheit für das zentrale Rechensystem und den Netzwerkbetrieb, insbesondere den Zugriff auf die Daten, ist durch verschiedene Vorkehrungen gewährleistet. Dokumentationen über sämtliche EDV-Systeme und Schnittstellen zu angrenzenden Systemen liegen vor. Es besteht ein Business-Continuity-Plan, ein Notfallhandbuch ist vorhanden. Die Eurofactor GmbH hält alle Daten redundant sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in einem ausreichend entfernten Notfallrechenzentrum. Auch werden Backup-Datenkopien auf Band zu einem externen Dienstleister ausgelagert. Notfallpläne des externen Dienstleisters (Crédit Agricole Leasing & Factoring S.A.), an den der Betrieb des Factoring Systems ausgelagert ist, liegen vor und sind mit der Eurofactor GmbH abgestimmt. Der letzte Notfalltest fand im Dezember 2020 statt, um schnelle Reaktionszeiten bei Systemausfällen und Krisensituationen sicherstellen zu können. Im Bereich Internet-Sicherheit werden moderne Schutzsysteme wie Webfilter, Virenscanner, Firewalls, Spam-Filter etc. eingesetzt. Die Einhaltung aufsichtsrechtlicher und weiterer gesetzlicher Vorgaben an Entwicklung, Wartung und Betrieb der IT-Systeme wird im Rahmen des "internen Kontrollsystems" der Eurofactor GmbH unter Einbeziehung des IT-Sicherheitsbeauftragten weiterentwickelt, überwacht und durch eine externe Revision überprüft. Die Eurofactor GmbH ist in ein Crédit Agricole gruppenweites IT-Sicherheitsprogramm (CARS) eingebunden, welches erhebliche Investitionen in die IT-Sicherheit vorsieht und planmäßig bis Mitte 2021 abgeschlossen sein soll. Für das Risiko etwaiger Vermögensschäden wie Einbruch, Diebstahl, Feuer, Sturm bestehen Versicherungen. Im Rahmen des internen Kontrollsystems erfolgt eine regelmäßige Inventur der operativen Risiken durch den für Risikocontrolling/Permanente Kontrolle zuständigen Mitarbeiter. Dabei werden potenzielle Risiken in Abstimmung mit den jeweiligen Prozesseigentümern identifiziert, sensible Prozesse erfasst und entsprechend der zu erwartenden Schadensintensität und Schadenshäufigkeit bewertet, in einem gruppeneinheitlichen Reporting berichtet und zentral analysiert. Die erwarteten Risiken in den einzelnen Ereigniskategorien (interner Betrug, externer Betrug etc.) werden auf finanzieller Ebene und nicht finanzieller Ebene betrachtet. Durch die erlassenen Arbeitsvorschriften und das etablierte Kontrollverfahren auf verschiedenen Ebenen werden diese Risiken gemindert. Ebenso werden die unerwarteten Risiken in Expertenbefragungen ermittelt und je nach identifiziertem Handlungsbedarf Maßnahmen abgeleitet, um die Risiken zu eliminieren, zu limitieren oder zu übertragen. Die tatsächlich eintretenden Schadensfälle, welche den operationellen Risiken zuzuordnen sind, werden in einer internen Schadensfalldatenbank geführt. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert auftretende Schadensfälle zeitnah und unaufgefordert zu melden. Bei den -zum Großteil- nicht versicherbaren operationellen Risiken handelt es sich um wesentliche Risiken, welche insbesondere durch vorstehende vielfältige Maßnahmen begrenzt werden. Die Folgen des Eintretens dieser Risiken könnten zu Verlusten führen, die die entsprechenden Budgets übersteigen, ohne jedoch ein Problem in Bezug auf die Kapitaldeckung von 116 Millionen Euro (Ende September 2020) darzustellen. Rechtsrisiken: Diese Risiken können dadurch auftreten, dass Ansprüche gegenüber Vertragspartnern aus Rechtsgründen nicht oder nur teilweise durchgesetzt werden können oder der Gesellschaft ungewollt andere rechtliche Verpflichtungen entstehen. Das Erkennen und die Begegnung von Rechtsrisiken stellt eine wesentliche Verantwortung des Leiters der Rechtsabteilung dar. Ihm obliegt die kontinuierliche Beobachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Überprüfung und Qualitätssicherung der Vertragswerke. Für das Factoring werden in Deutschland grundsätzlich geprüfte Standardverträge eingesetzt. Abweichungen von Standards werden grundsätzlich durch die Rechtsabteilung validiert. Für den Bereich Belgien und Niederlande sind die länderspezifischen Verträge in Zusammenarbeit mit externen Anwälten er- bzw. überarbeitet worden. Bei der Verlagerung von Dienstleistungen auf Dritte werden die vertraglich festgelegten Weisungsbefugnisse beachtet sowie die ausgelagerten Bereiche in die internen Kontrollverfahren einbezogen. Das Risikopotenzial aller "Auslagerungen" wird mindestens jährlich im Rahmen von Risikoanalysen bewertet. Die Kontrolle der Outsourcing-Partner von als wesentlich definierten Auslagerungen erfolgt durch die zuständigen Abteilungen der Eurofactor GmbH auf Basis von "Service-Level-Agreements" und festgelegter Kontrollverfahren. Die Rechtsrisiken werden daher als gering eingestuft. Für gerichtliche Prozesse wurde eine ausreichende Risikovorsorge gebildet. Sonstige Risiken: Sonstige Risiken können sich insbesondere aus strategischen Fehlentscheidungen, Projekten und Reputationsschäden ergeben. Risiken aus Projekten werden durch ein regelmäßiges Projektcontrolling limitiert. Die Eurofactor GmbH verfügt über ein Web-basiertes interaktives Beschwerdemanagement-System, um Reputationsrisiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. In Bezug auf die Qualität der Vermögenswerte auf Konzernebene ist ein begrenzter Anteil von "Exposure at Default" Sektoren ausgesetzt, die empfindlich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 reagieren. Vorgenannte sonstige Risiken sind nicht wesentlich; durch vielfältige Maßnahmen werden sie begrenzt. Risikolimite Für alle wesentlichen Risiken sind Limite festgelegt, die den Handlungsrahmen der Entscheidungsträger limitieren. Das Limitsystem sorgt methodisch und prozessual dafür, dass eingegangene Risiken mit Risikodeckungsmasse unterlegt werden. Die maximale Gesamtverlustobergrenze wird mit 80 % des Risikodeckungspotentials definiert. Stresstests Vor dem Hintergrund bestehender Marktinstabilitäten sowie der Gefahr unerwartet auftretender Risiken werden an der Gewinn- und Verlustrechnung orientierte Stresstests in verschiedenen Szenarien durchgeführt anhand derer ebenfalls die Risikotragfähigkeit geprüft wird. Ebenso werden Liquiditätsstresstests durchgeführt. Zweigniederlassung Die Eurofactor GmbH unterhält im Berichtsjahr eine inländische Zweigstelle in Oberhausen und in Frankfurt am Main sowie zwei ausländische Niederlassungen in Brüssel und s'Hertogenbosch. Im Kundenzentrum in Oberhausen wurden durchschnittlich 8,25 Mitarbeiter/innen, in Frankfurt am Main 1,75, in Brüssel 8,0 und in s'Hertogenbosch 2,25 beschäftigt. Prognosebericht Wir sehen im deutschen Factoring-Markt weiter Wachstumspotential. Die Marktdurchdringung für Factoring ist in Deutschland im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise niedrig. Wir gehen davon aus, dass wir als spezialisierte Factoringgesellschaft in Deutschland an diesem Trend teilhaben werden. Das kundenorientierte Geschäftsmodell der Eurofactor GmbH orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen des Kunden. Damit bildet dies eine gute Grundlage bestehende Kundenbeziehungen auszubauen und zu verbessern sowie neue Kunden zu gewinnen. In Anbetracht der derzeitigen nationalen und internationalen Entwicklungen im Hinblick auf das sog. Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) möchten wir aktuell auf bestimmte (aufsichts-) rechtliche und wirtschaftliche Lagen, Entwicklungen und Risiken hinweisen, die (auch) für das Factoringgeschäft relevant sind oder sein können: Bei den Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten wie Eurofactor sowie deren Dienstleistern/Auslagerungspartnern kann es das sog. Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) zu Störungen des Geschäftsbetriebs kommen, u.a. durch Krankheitsfälle bei den Mitarbeitern oder durch Auswirkungen von Quarantäne- und anderen Vorsichtsmaßnahmen auf einzelne oder mehrere Betriebsstätten: Hier können das Business Continuity Management (BCM) bzw. Notfallpläne nach MaRisk sowie der Umgang mit operationellen Risiken relevant sein. Eine mögliche Abkühlung der Wirtschaft, die derzeit kaum prognostizierbar ist, auch die zukünftige Ertragslage der Eurofactor beeinflussen könnte. Die Geschäftsleitung von Eurofactor verfolgt die Entwicklungen zu diesem Thema sehr genau und ist bereit, sich auf die verschiedenen möglichen Szenarien einzustellen. Dennoch sollten die Auswirkungen auf die Risikokosten aufgrund der Deckung durch unsere Kreditversicherungsverträge in ihrem Umfang begrenzt werden. Insgesamt sind jedoch sowohl der weitere Verlauf als auch die Folgen des SARS-CoV-2-Ausbruchs schwer voraussagbar. Wir stellen uns daher anheim, den aktuellen regionalen, nationalen und internationalen Entwicklungen entsprechende Beachtung zukommen zu lassen, um so auch die Erfüllung gerade der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an u.a. ein nachhaltiges Geschäftsmodell und ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gewährleisten zu können. In 2020 war der Vertriebskanal Private Equity erfolgreich und wir gehen in diesem Bereich weiterhin von wesentlichem Potential für das Geschäftsjahr 2021 aus. Außerdem plant Eurofactor, die Zusammenarbeit mit Partnern zu intensivieren und das Neugeschäft im In- und Ausland weiter auszubauen. Weiterhin werden hohe Ertragspotentiale, insbesondere aus der Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften der Crédit Agricole-Gruppe im benachbarten Ausland durch das "French desk" erwartet sowie aus einem offensiven Marktauftritt über unsere Niederlassungen in den Niederlanden und Belgien. Wir können auch in 2021 auf die Unterstützung unseres Gesellschafters zählen, die sich nicht nur in unserer Kapitalausstattung, sondern auch in einer verlässlichen Refinanzierung widerspiegelt. Vor dem Hintergrund weiterhin bestehender Unsicherheiten auf den Kapitalmärkten auf Grund von politischen Ereignissen und der globalen Konjunkturabschwächung, gehen wir für das gesamte Jahr von einer stabilen Zinskonstellation in Vergleich zu 2020 aus. Personal- und Verwaltungsaufwendungen sollen stabil im Vergleich zum Jahr 2020 bleiben. Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU und da sich aktive Pfundwährungspositionen und passive Positionen weitgehend ausgleichen, sehen wir uns nur geringfügigen Schwankungen und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir gehen davon aus, dass die im Risikobericht im Einzelnen dargestellten Adressenausfall-, Markt-, Liquiditäts-, Betriebs-, Rechts- und sonstigen Risiken auch in 2021 für die Eurofactor GmbH maßgeblich bleiben. Unserer Meinung nach sollte es uns gelingen mit dem erprobten Risikomanagementsystem, den qualifizierten Mitarbeitern im Risikomanagement sowie den etablierten Steuerungsmodulen auftretende Risiken auch in 2021 erfolgreich zu managen und die Risikokosten stabil zu halten. Das Geschäftsmodell der Eurofactor GmbH hat sich in den letzten Jahren unserer Ansicht nach bewährt. Im Hinblick auf einen immer härteren Wettbewerb erfolgt eine Anpassung der Geschäftsstrategie, welche darauf abzielt, ausgewählt in Personalqualität, IT und Prozessoptimierungen zu investieren, um Qualität und Leistung in Kundenservice, Bearbeitungseffizienz und Risikomanagement zu erreichen, neben der Stärkung der Kundenbindung und dem Ausbau der Kooperationen.
Oberhaching, 30.03.2021 Jens Hoter, Sprecher der Geschäftsführung Pierre Finas, Geschäftsführer |
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