ECOBAT Logistics Germany GmbHLiquidated

56338 Braubach, DEU

Master Data

Registry
Register court Koblenz HRB 21018
Previous
Berzelius Logistik Service GmbHECOBAT LOGISTICS GmbH
Registered
1/29/2008
Industry
Logistics service activitiesManufacture of batteries and accumulatorsWholesale of non-ferrous ores, non-ferrous metals and non-ferrous semi-finished metal products
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung sämtlicher Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Sammlung, Entsorgung und Recycling von Gefahrgütern, Abfällen und Metallen sowie der Handel mit Batterien und Akkumulatoren.

Financial Overview

History

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Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Berzelius Metall GmbH
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Berzelius Metall GmbH
Germany
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ECOBAT Logistics Germany GmbH

Braubach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ECOBAT Logistics Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ECOBAT Logistics Germany GmbH, Braubach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ECOBAT Logistics Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen des gesetzlichen Vertreters in Abschnitt "Allgemeine Hinweise" des Anhangs und Abschnitt "1. Grundlagen der Gesellschaft" des Lageberichts, welche den Beschluss zur Einstellung der Geschäftstätigkeit zum 30. April 2024 und die darauf basierende Bilanzierung und Bewertung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere jeweiligen Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Beendigung ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 7. Juli 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischer, Wirtschaftsprüfer

Franke, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Rechte und Werte 14.798,00 25.037,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 158.457,00
14.798,00 183.494,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.723.740,00 1.871.241,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.806,00 1.154.071,00
2.158.546,00 3.025.312,41
2.173.344,00 3.208.806,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 152.963,76 217.820,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 126.374,34 1.588.574,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.466.037,74 2.016.710,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 129.999,71 214.622,50
8.722.411,79 3.819.907,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 103.834,29 102.571,39
8.979.209,84 4.140.299,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.804,63 28.142,39
11.233.358,47 7.377.248,20

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.812.560,04 5.812.560,04
5.837.560,04 5.837.560,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 286.677,00 299.553,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.123.368,71 337.390,48
3.410.045,71 636.943,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 753.292,68 391.832,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.077.259,56 390.717,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 155.200,48 120.194,67
davon aus Steuern EUR 54.097,11 (Vj. EUR 48.908,98)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 3.765,51)
1.985.752,72 902.744,68
11.233.358,47 7.377.248,20

Gewinn- und Verlustrechnung für Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.127.754,87 18.679.894,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 268.254,34 117.428,73
14.396.009,21 18.797.323,50
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 9.532.068,90 11.352.665,04
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.408.722,97 2.177.305,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 726.193,17 513.604,69
davon für Altersversorgung EUR 23.975,40 (Vj. EUR 28.764,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.257.449,07 447.767,72
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.179.734,29 5.438.398,02
22.104.168,40 19.929.740,82
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.399,60 2.313,95
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 14.245,60 (Vj. EUR 1.478,95)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.777,63 16.292,10
davon an verbundene Unternehmen EUR 33.884,60 (Vj. EUR 8.250,57)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 6.891,00 (Vj. EUR 7.271,00)
-25.378,03 -13.978,15
9. Ergebnis nach Steuern -7.733.537,22 -1.146.395,47
10. Sonstige Steuern 41.370,66 40.442,40
11. Erträge aus Verlustübernahme 7.774.907,88 1.186.837,87
12. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Im März 2024 hat die Konzernmutter ECOBAT Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, beschlossen, das operative Geschäft zum Ablauf des 30. April 2024 zu beenden und in Aussicht gestellt, die Gesellschaft per Up-Stream Merger auf die ECOBAT Resources Germany GmbH, Braubach, zu verschmelzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Abkehr vom Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Regelungen des IDW RS HFA 17 wurden entsprechend beachtet und es wurde zu Liquidationswerten bilanziert. Der quantitative Gesamteffekt daraus betrifft die Rückstellungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.547 sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 766.

Die Liquiditätsbereitstellung bis zur geplanten Verschmelzung erfolgt durch eine kurzfristig kündbare Cash Pool Vereinbarung mit einem verbundenen Unternehmen. Zum 31. Mai 2025 besteht ein positiver Cash-Pool-Saldo von TEUR 1.400. Aufgrund der bereits erfolgten Beendigung des operativen Geschäftes der ECOBAT Logistics Germany GmbH reichen diese Mittel voraussichtlich aus, den Liquiditätsbedarf der Gesellschaft im Prognosezeitraum zu decken.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ECOBAT Logistics Germany GmbH (kurz: ELG) mit Sitz in der Emser Straße 11 in 56338 Braubach im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz unter HRB 21018 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum Ablauf des 30. April 2024 folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert, die außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund der Bewertung der Vermögensgegenstände unter Veräußerungsgesichtspunkten werden im Anlagespiegel gesondert ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern für Gebäude und anderen Bauten liegen zwischen 10 und 25 Jahren und für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen zwischen 3 und 10 Jahren. Transportmittel werden mit einer Nutzungsdauer von 5-6 Jahren erfasst. Auf Grund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes zum Ablauf des 30. April 2024 wurden auch hier außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund der Bewertung der Vermögensgegenstände unter Veräußerungsgesichtspunkten vorgenommen und im Anlagenspiegel gesondert ausgewiesen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der steuerlich gebildete Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Niedrigere Liquidationswerte waren nicht zu berücksichtigen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) angesetzt. Erwartete Rententrends wurden mit 1,78 % (Vorjahr 1,70 %) p. a. berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen.

Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 74 mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftes im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Mit Kauf- und Übernahmevertrag vom 29. November 2013 wurde im Jahr 2013 ein Lieferantenstamm für TEUR 400 von der Firma Must GmbH, Vienenburg, erworben. Der Lieferantenstamm wurde zum 31. Dezember 2023 aufgrund der Aufgabe des operativen Geschäftes ebenfalls durch eine Wertberichtigung komplett abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 8.466 (Vj. TEUR 2.017) enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin i. H. v. TEUR 7.917 (Vj. TEUR 1.515) aus Verlustübernahme i. H. v. TEUR 7.775 (Vj. TEUR 1.187), Umsatzsteuer und sonstigen Kosten. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr i. H. v. TEUR 549 (Vj. TEUR 224) und aus Cash Pool TEUR 0 (Vj. TEUR 278) zum Stichtag.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 360
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 70
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 74

Die im Berichtsjahr verrechneten Aufwendungen betragen TEUR 16.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 4 und unterliegt einer theoretischen Ausschüttungssperre. Aufgrund der frei verfügbaren, für Ausschüttungen auflösbaren Rücklage, kann der Betrag entsperrt werden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit i. H. v. TEUR 2.547 (Vj. TEUR 0), Personalrückstellung i. H. v. TEUR 159 (VJ. TEUR 132), Berufsgenossenschaft i. H. v. TEUR 58 (Vj. TEUR 55), Jahresabschlusskosten i. H. v. TEUR 55 (Vj. TEUR 52), Sonderzahlungen i. H. v. TEUR 66 (Vj. TEUR 41), Erstellung der Pensionsgutachten i. H. v. TEUR 40 (Vj. TEUR 40) und ausstehende Rechnungen i. H. v. TEUR 104 (Vj. TEUR 44).

Verbindlichkeiten

Im Berichtsjahr haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 753 (Vj. TEUR 391) eine Restlaufzeit von 1-2 Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vj. TEUR 0). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pool i. H. v. TEUR 886 (Vj. TEUR 299) enthalten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 191 (Vj. TEUR 92).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit zum Ablauf des 30. April 2024 und den Verhandlungen mit dem Betriebsrat zum Interessenausgleich der Mitarbeiter wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsaufwand i. H. v. TEUR 1.228 gebildet.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. TEUR 766 auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 7.180 (Vj. TEUR 5.438) enthalten erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit i. H. v. TEUR 1.319.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist durch Unterzeichnung des Beitrittsvertrages (Accession Agreement) mit Datum vom 25. Juni 2013 dem Cash-Pool Agreement zwischen der Konzerngesellschaft EcoBat B.V., Rotterdam/Niederlande, und der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam/Niederlande, beigetreten. Als Sicherheit für die Zahlung von Cash-Pool Verbindlichkeiten (Secured Liabilities) hat die Gesellschaft ihre gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche gegen die Bank verpfändet. Zum Bilanzstichtag besteht über den Cash-Pool eine Verbindlichkeit von TEUR 886.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Verpfändung der Ansprüche gegenüber Kreditinstituten wird als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen, sonstige Miet-, Abnahme-, Wartungs- und Beratungsverträge Verpflichtungen in Höhe von TEUR 693. Sämtliche Verträge dienen dem operativen Geschäft der Gesellschaft bis zum 30. April 2024.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres bestellt:

Herr Tom Claeys, M.Sc., Maldegem, Belgien

Geschäftsführer ECOBAT Logistics GmbH

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 26 27
Angestellte 23 28
49 55

Konzernverhältnisse

Die ELG gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der ECOBAT, LLC, Dallas (Texas, USA) die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendung

Der im Geschäftsjahr 2023 entstandene Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.775 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag von der ECOBAT Resources Germany GmbH, Braubach, ausgeglichen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Nachtragsbericht

Im März 2024 hat die Konzernmutter ECOBAT Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, beschlossen, das operative Geschäft zum Ablauf des 30. April 2024 zu beenden und in Aussicht gestellt, die Gesellschaft per Up-Stream Merger auf die ECOBAT Resources Germany GmbH, Braubach, zu verschmelzen.

Weitere Ereignisse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft waren nach dem Abschlussstichtag nicht zu verzeichnen.

 

Braubach, 4. Juli 2025

gez. Tom Claeys

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Rechte und Werte 130.701,87 1.151,21 0,00 131.853,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 449.378,00 0,00 49.378,00 400.000,00
580.079,87 1.151,21 49.378,00 531.853,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.860.979,64 43.283,26 0,00 2.904.262,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.919.324,63 222.026,06 256.804,76 3.884.545,93
6.780.304,27 265.309,32 256.804,76 6.788.808,83
7.360.384,14 266.460,53 306.182,76 7.320.661,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge außerplanmäßige Abschreibungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Rechte und Werte 105.664,87 11.390,21 0,00 0,00 117.055,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 290.921,00 26.764,00 131.693,00 49.378,00 400.000,00
396.585,87 38.154,21 131.693,00 49.378,00 517.055,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 989.738,23 81.564,26 109.220,41 0,00 1.180.522,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.765.253,63 372.068,19 524.749,00 212.330,89 3.449.739,93
3.754.991,86 453.632,45 633.969,41 212.330,89 4.630.262,83
4.151.577,73 491.786,66 765.662,41 261.708,89 5.147.317,91
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Rechte und Werte 14.798,00 25.037,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 158.457,00
14.798,00 183.494,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.723.740,00 1.871.241,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.806,00 1.154.071,00
2.158.546,00 3.025.312,41
2.173.344,00 3.208.806,41

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Von drei Standorten sorgt die ECOBAT Logistics Germany GmbH, Braubach, (ELG) mit ihrem Hauptsitz in Braubach bei Koblenz und einer Fahrzeugflotte von knapp 30 LKWs deutschlandweit für die fachgerechte Entsorgung aller Batteriearten. Die bundesweite Entsorgung wird zentral über die Betriebsstätte Regenstauf mit den Betriebsstätten in Gelsenkirchen und Isernhagen koordiniert. Am Hauptsitz in Braubach ist neben der Verwaltungsstelle Personal auch die Muttergesellschaft ECOBAT Resources Germany GmbH, Braubach, (ERG) angesiedelt, über die zentrale Funktionen wie u. a. Rechnungswesen, Controlling, IT und Marketing abgewickelt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 war die Einsammlung von Partien aller Größen von Starterbatterien und industrieller Batterien/Akkumulatoren neben dem reinen Transport von Rohstoffen, Halbfertig- und Fertigprodukten und Abfall für hauptsächlich Schwestergesellschaften der wichtigste Bestandteil des Geschäftes. Die bleihaltigen Altbatterien wurden direkt oder über die Läger Regenstauf, Gelsenkirchen und Isernhagen hauptsächlich an die Sekundärbleihütte der ECOBAT Resources Freiberg GmbH, Freiberg, oft an ECOBAT Resources Braubach GmbH, Braubach, und ab und zu an ECOBAT Resources Austria GmbH in Arnoldstein, Österreich, geliefert.

Neben dem Hauptgeschäftsfeld wurden auch weitere Serviceleistungen angeboten, insbesondere Entsorgungsleistungen fast aller Batterien einschließlich des fachgerechten Transportes (z. B. Nickel-Cadmium, Lithium-Ionen, Zink-Kohle u. m.).

An dem Standort Gelsenkirchen wurde weiterhin der Verkauf von verschiedensten Starterbatterien mit entsprechender Rücknahme der Altbatterien betrieben. Die ELG ist somit in den Bereichen Beratung, Sammlung, Transport, Zwischenlagerung und Container-Management tätig.

Die ECOBAT Logistics Germany GmbH ist organisatorisch in die Gruppe der "ECOBAT Resources Germany GmbH" eingegliedert. Dabei übernimmt die ERG die Holdingfunktion.

Im März 2024 hat die Konzernmutter ECOBAT Holdings Inc., Dallas, Texas, USA, beschlossen, das operative Geschäft zum Ablauf des 30. April 2024 zu beenden und in Aussicht gestellt, die Gesellschaft per Up-Stream Merger auf die ECOBAT Resources Germany GmbH zu verschmelzen. Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte daher unter der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Abkehr vom Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Nach Angaben von Eurostat ist das BIP (Bruttoinlandsprodukt) der Europäischen Union bis Ende 2023 ggü. 2022 um 0,4 % gestiegen, was auf hohe Lebenshaltungskosten, eine schwache Auslandsnachfrage und eine Straffung der Geldpolitik zurückzuführen ist. Die hohen Zinsen trugen dazu bei, dass der Verbraucherpreisindex in 2023 auf 2,9 % sank und damit über dem Ziel von 2,0 % für alle Europäer lag.

2.1.2 Branchenentwicklungen

2.1.2.1 Blei 2

Im Jahr 2023 erwies sich die Weltwirtschaft als widerstandsfähiger als ursprünglich erwartet, insbesondere in den USA und den großen Schwellenländern, trotz einer weit verbreiteten Straffung der Zinspolitik durch die großen Zentralbanken. China erfüllte zwar die von der Regierung gesetzten Ziele für das Wirtschaftswachstum, sah sich aber mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere im Wohnungsbau.

Insgesamt kam es 2023 zu einer Korrektur der Metallpreise, nachdem sie 2021 und in der ersten Jahreshälfte 2022 auf einem hohen Niveau gelegen hatten, was auf den Nachholbedarf infolge der Covid-Pandemie zurückzuführen war. Der London Metal Exchange Index (LMEX) schloss das Jahr 5,6 % niedriger als am letzten Arbeitstag des Jahres 2022.

Die 3-Monats-Notierung für Blei an der LME lag am 3. Januar 2023 bei 2.280 US$/t. Bis zum 17. November 2023 war sie auf 2.294 US$/t gestiegen, bevor sie das Jahr mit 2.068,50 US$/t beendete. Der Bleimarkt zeigte sich widerstandsfähig und wies eine geringere Volatilität auf als der breitere NE-Metallkomplex.

Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Blei war zu Beginn des Jahres, insbesondere in Europa, angespannt. Aufgrund der gestiegenen Produktion bestimmter Hütten in Europa und der nachlassenden Nachfrage in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte wiesen das globale Bleiangebot und die globale Bleinachfrage nach Angaben des ILZSG im Jahr 2023 jedoch einen Angebotsüberschuss von 92.000 Tonnen auf. Dieser Überschuss wurde in erster Linie von China verursacht.

1 Statistics | Eurostat (europa.eu)

2 Statistics | Eurostat (europa.eu), https://www.lme.com/

Im europäischen OEM-Sektor stiegen die Verkäufe 2023 im Vergleich zu 2022 um 13,9 %, trotz einer Verlangsamung im letzten Teil des Jahres. Elektrofahrzeuge gewannen auf dem Markt weiter an Bedeutung, wobei der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen um 37 % und von Hybrid-Elektrofahrzeugen um 29,5 % zunahm, während der Absatz von Plug-in-Hybridfahrzeugen im Vergleich zu 2022 um 7 % zurückging 3.

2.1.2.2 Lithium

Der Markt für die Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien wächst derzeit sehr schnell, was vor allem auf die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen, tragbaren Geräten und erneuerbaren Energien zurückzuführen ist. Mit dem zunehmenden Einsatz dieser Batterien steigt auch die Nachfrage nach nachhaltigen und effizienten Recycling- und Entsorgungsmöglichkeiten. Dieser Wachstumsprozess wird voraussichtlich in den kommenden Jahren noch deutlich an Dynamik gewinnen, da immer strengere Umweltvorschriften und Recyclingquoten eingeführt werden.

Unternehmen entwickeln immer bessere Technologien, um die wertvollen Rohstoffe aus alten Batterien zurückzugewinnen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Dieser Markt bietet also große Chancen, um Ressourcen zu schonen und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Der Transport von Lithium-Batterien ist ein wichtiger und sensibler Bereich innerhalb der Entsorgung und des Recyclings. Da Lithium-Batterien bei unsachgemäßem Transport Feuer oder andere Sicherheitsrisiken verursachen können, gibt es spezielle Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen, die beachtet werden müssen.

Zum Beispiel werden Lithium-Batterien oft in speziellen, feuerfesten Verpackungen transportiert und müssen gekennzeichnet sein, um auf die Gefahr hinzuweisen. Zudem gibt es klare Richtlinien für den Transport per Straße, Schiene, Luft oder See, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Der sichere Transport ist entscheidend, um Unfälle zu vermeiden und die Umwelt zu schützen. Mit der zunehmenden Menge an zu entsorgenden Batterien wächst auch die Bedeutung eines gut organisierten und sicheren Transportsystems. Es ist ein wichtiger Schritt, um die gesamte Recyclingkette effizient und umweltfreundlich zu gestalten.

Die Hauptspieler in diesem Markt sind sowohl große Recyclingunternehmen als auch spezialisierte Dienstleister. Zu den bekannten Unternehmen zählen beispielsweise Umicore, Li-Cycle, Retriev Technologies, Northvolt und Duesenfeld. Diese Firmen investieren stark in innovative Recyclingtechnologien, um wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückzugewinnen und die Umweltbelastung zu minimieren. Auch Automobilhersteller und große Entsorgungsunternehmen sind zunehmend in den Markt involviert, um ihre eigenen Recyclingprozesse zu optimieren und nachhaltiger zu werden.

3 New car registrations: +13.9% in 2023; battery electric 14.6% market share - ACEA - European Automobile Manufacturers' Association

Mit dem Schwerpunkt auf die vertikale Integration in der Lieferkette von Ecobat-Lösungen, hat ECOBAT Logistics Germany GmbH in 2023 seine Kapazität erhöht, um den Transportmarkt für das Recycling von Lithiumbatterien zu bedienen und ECOBAT Solutions Europe GmbH weiterhin zu unterstützen mit Logistikdienstleistungen.

ECOBAT Logistics Germany GmbH hat in Spezialverpackungen investiert und bestehende Fahrzeuge angepasst, um die Bedürfnisse der wichtigsten Automobilhersteller und des Verbrauchsmaterialmarktes zu erfüllen.

Ende 2023 verfügte ELG über 3 Spezialfahrzeuge für Lithiumtransporte und nutzt die Synergien mit der Bleisammelflotte von +/- 25 Fahrzeugen, um Deutschland abzudecken.

2.2 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ergebnisabführung dar.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme von EUR 7,8 Mio. abgeschlossen (Vj. EUR -1,2 Mio.). Auf Grund eines geringeren Transportvolumens hat die ELG einen Umsatzrückgang um TEUR 4.552 auf TEUR 14.128 (- 24,4 %) verzeichnet.

Der Materialeinsatz verminderte sich um 16,0 % auf TEUR 9.532 unterproportional zu den Umsatzerlösen. Entgegen den Entwicklungen der Vorjahre konnten im Berichtsjahr die Aufwendungen für die Entsorgungskosten reduziert werden. Weiterhin konnten die Frachtaufwendungen optimiert werden. Die operativen Kosten sind von TEUR 8.972 im Jahr 2022 auf TEUR 10.198 gestiegen.

Nach einer Ergebnisverbesserung im Vorjahr ergab sich im Berichtsjahr eine deutliche Verschlechterung. Aus der Einstellung des Geschäftsbetriebes sind insgesamt einmalige Kosten in Höhe von TEUR 3.313 entstanden. Im Übrigen ist wie im Vorjahr der operative Verlust auf zu hohe Fixkosten im Verhältnis zum Geschäftsvolumen zurückzuführen. Der Verlust des Geschäftsjahres TEUR 7.775 wurde vertragsgemäß zum Jahresende von der Muttergesellschaft (ERG) übernommen.

Insgesamt bewertet, verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft in der deutschen Gruppe aus der Versorgungsperspektive gut, da alle Schwestergesellschaften mit ausreichenden Rohstoffmengen versorgt werden konnten und die entsprechenden Dienstleistungen zur Verfügung gestellt wurden. Dennoch ist das operative Ergebnis der ELG negativ.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 267. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -266. Außerdem hat sich die Cashpool-Verbindlichkeit von TEUR 21 auf TEUR 886 verändert.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) wurde zum Berichtszeitpunkt mit TEUR 126 (Vj. Mio. EUR 1,6) ausgewiesen. Der Rückgang bei den Forderungen gegen Dritte resultiert daraus, dass ein Teil des Geschäftes mittlerweile durch die Schwestergesellschaft ECOBAT Solutions Europe GmbH, Hettstedt, (ESE) erbracht wurde. Die Forderungen gegen Konzerngesellschaften sind mit Mio. EUR 8,5 (Vj. Mio. EUR 2,0) bilanziert. Diese Erhöhung resultiert allein durch die erhöhte Forderung aus Verlustübernahme.

Die Rückstellungen sind aufgrund von Zuführungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.547, im Gegensatz zum Vorjahr stark angestiegen.

Das erwartete Umsatzziel für 2023 von EUR 14 Mio. wurde erzielt, jedoch ist das Nettoergebnis vor Verlustübernahme des Geschäftsjahres mit TEUR 7.775 aufgrund der einmaligen Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebes deutlich schlechter als geplant.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Es werden fortlaufend Auditierungen bzw. Zertifizierungen vorgenommen, die entsprechende Qualitätsstandards sichern sollen. Im Jahr 2023 bestanden folgende:

Qualitätsmanagement nach ISO 9001,

Umweltschutzmanagement nach ISO 14001,

Energiemanagement ISO 50001,

Entsorgungsfachbetrieb nach EfbV,

Gestaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes nach ISO 45001.

Die innerbetriebliche und behördliche Überwachung der Emissions- und Schwebstaubgrenzwerte sowie die weiteren Bemühungen zur Optimierung der umweltrelevanten Aktivitäten ergaben, dass den gesetzlichen Vorgaben entsprochen wurde und die Messwerte auf dem bereits erreichten niedrigen Niveau weiter stabilisiert werden konnten.

Wie in den zurückliegenden Jahren wurden auch im Geschäftsjahr 2023 große Anstrengungen zu einer weiteren Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit unternommen. Das Resultat daraus ist ein weitgehend unfallfreier Betrieb.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Als Tochtergesellschaft einer international tätigen Gruppe sind wir in das konzerneinheitliche Risikomanagement mit seinen Kontrollinstrumenten eingebunden.

Die Gesellschaft wird überwiegend durch Unternehmen der ECOBAT-Gruppe finanziert. Zur Finanzierung kann auf einen Cash-Pool zurückgegriffen werden, welcher jedoch kurzfristig kündbar ist. Zudem wurden weitere Finanzierungen für die ECOBAT-Gruppe arrangiert (Asset-Based Lending Facility).

Basierend auf der erstellten Liquiditätsplanung erwarteten wir für den Prognosezeitraum aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit zum 30. April 2024 geringe Zahlungsmittelabflüsse an Lieferanten und einen Zahlungsmittelzufluss aus dem Ausgleich der Forderung aus Verlustübernahme durch die Gesellschafterin. Insgesamt wird damit mit einem positiven Cash-Flow gerechnet. Die Cash-Pool Vereinbarung mit einem verbundenen Unternehmen steht der Gesellschaft weiterhin zur Verfügung.

4. Prognosebericht

Aufgrund der geplanten Veränderungen wurde eine operative Planung zunächst bis April 2024 erstellt. Der LME-Preis auf dem Markt und die gute Verfügbarkeit von Altbatterien auf dem deutschen Markt haben dazu geführt, dass ECOBAT Logistics Germany GmbH in der Lage war, Altbatterien zu günstigen Preisen einzukaufen.

Im Jahr 2024 wurde bis zum April ein Umsatz in Höhe von TEUR 3.484 erzielt und es sind Materialkosten in Höhe von TEUR 2.547 angefallen. Aufgrund der Beendigung der Geschäftstätigkeit wurde dennoch ein Verlust vor Verlustübernahme erzielt, welcher deutlich unter dem des Jahres 2023 liegt.

Für 2025 ist nur noch mit geringen Aufwendungen zu rechnen, da das Geschäft seit dem 1. Mai 2024 ruht. Außerdem sind Erträge aus dem Verkauf von Anlagemögen erzielt worden. Zum 30. Juni 2025 beträgt der positive Cash-Pool-Saldo TEUR 2.765. Das positive Ergebnis vor Gewinnabführung wird bei etwa EUR 1,3 Mio. liegen.

Es ist beabsichtigt, die ECOBAT Logistics Germany GmbH mit der Muttergesellschaft ECOBAT Resources Germany zu verschmelzen.

 

Braubach, 4. Juli 2025

Tom Claeys, Geschäftsführer

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