Master Data

Registry
Register court Hamburg HRB 75963
Previous
getaline CommCenter-Network GmbH
Registered
6/26/2000
Industry
Telecommunication reselling activities and intermediation service activities for telecommunicationAgents involved in the sale of furnitureActivities of agents involved in the sale of clothing accessories
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Dienst- und Serviceleistungen im Bereich des Telemarketing, insbesondere Telefonmarketing, und der dezentralen Kundenbetreuung im Versandhandel sowie die Durchführung von Dienstleistungen aller Art.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Sebastian Koos
since 12/23/2024
Procura
Andreas Kühl
since 10/21/2008
Managing Director
Claudia Polke
since 5/24/2002
Procura

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
DCS COMMUNICATION CENTER HOLDING LTD.MLT
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
DCS COMMUNICATION CENTER HOLDING LTD.
Malta
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

getaline GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Geschäftsmodell

getaline bietet als Service-Dienstleister im Customer-Care seit 1994 Lösungen für Auftraggeber aus den Branchen E-Commerce & Distanzhandel, Telekommunikation, Touristik, Banken und Versicherungen, Ver- und Entsorger sowie für die Industrie auf der gesamten Bandbreite der Kundenkommunikation mittels In- und Outbound-Telefonie, E-Mail-, Fax- und Briefbearbeitung, Web-Shop-Betreuung, Back-Office, Chat und Data-Service an. Dies können sowohl der Betrieb von Bestell-, Buchungs-, Kundenservice-, Informations-, Störungs- oder Beschwerdehotlines sowie der Betrieb von Telefonzentralen in der Inboundtelefonie als auch Interessenten- und Neukundengewinnung, Altkundenreaktivierung, Kundenklassifizierung, Erinnerungsservice und Außendienstterminierung sowie Mahncalls mittels Outboundtelefonie sein. Im schriftlichen Bereich werden Kundenmails, -Chats, -Briefe und -Faxe verarbeitet und beantwortet, Servicefunktionen für Web-Shops und die gesamte Bandbreite von Back-Office-Tätigkeiten durchgeführt sowie Daten erfasst und klassifiziert.

Die Umsetzung erfolgt durch die Customer-Care-Geschäftspartner getaline Pasewalk GmbH (vormals bee:con GmbH), Pasewalk, getaline Hamburg GmbH (vormals multi contact GmbH), Hamburg, getaline Frankfurt/Oder GmbH (vormals Call 24 Telemarketing GmbH), Frankfurt/Oder sowie getaline Cottbus GmbH (vormals call plus telemarketing GmbH), Cottbus, die zusammen über 505 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen (Durchschnitt FTE). getaline übernimmt dabei zentrale Funktionen wie Sales und Marketing, Finance und HR, IT, Einkauf und Beschaffung sowie Real-Estate- und Vertrags-Management, sowie Datenschutz für die Partner. Darüber hinaus werden bei Auftragsspitzen und bei besonders preissensiblen Auftraggebern die T-Point Ltd. Sti, Alanya, Türkei, die Bambus Research GmbH, Hamburg mit ihrem Partner Bambus Group, Pristina, Kosovo, die Simolo International Telekommunikation, Antalya, Türkei sowie der neue Gesellschafter DCS Communication Center DWC LLC, Dubai mit weltweit verteilten Kapazitäten mit der Abwicklung beauftragt. Speziell für Aufträge der Datenerfassung und -Klassifizierung sowie für sämtliche Dienstleistungen für den polnischen Markt wird die Firma bon prix Sp. zo.o., Dobra (Stettin), Polen mit der Abwicklung beauftragt.

1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Im Jahr 2023 ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preis- und kalenderbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr zurück (Vorjahr: +2,0 %)1. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken2. Ursächlich hierfür waren neben den noch immer hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen die sich aufgrund steigender Zinsen verschlechternden Finanzierungsbedingungen sowie eine geringe Nachfrage sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Damit endete die 2 Jahre währende Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 legte das BIP 2023 jedoch um 0,7 % zu. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. So ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) insgesamt deutlich um 2,0 % zurück, wohingegen die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und die Wirtschaft im Jahr 2023 stützten konnten3. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte erneut an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 2,6 %4. Die Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging dagegen im zweiten Jahr in Folge zurück. Auf der Nachfrageseite sanken preisbereinigt sowohl aufgrund hoher Verbraucherpreise die privaten Konsumausgaben (-0,8 %) als auch durch den Wegfall der umfangreichen staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen die Konsumausgaben der öffentlichen Hände (-1,7 %) gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich 2023 um 0,7 % auf einen neuen Höchstwert von 45,9 Millionen, wobei der Aufbau nahezu ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattfand5. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 5,7 %6. Die Verbraucherpreise stiegen 2023 nicht mehr ganz so stark, wie im Vorjahr, mit 5,9 % lag die Inflationsrate jedoch noch immer auf einem sehr hohen Niveau (Vorjahr: +6,9 % gegenüber der Vergleichsperiode)7. Die Reallöhne entwickelten sich erstmals seit 2019 wieder leicht positiv (+0,1 %)8.

Einerseits hat gemäß einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung AC Süppmeyer vom Oktober 2023 für das sogenannte Kundenservicebarometer 2023 die Relevanz von Kundenservice in Deutschland, dem Hauptmarkt von getaline, ein Rekordhoch erreicht. Demnach haben mit 79 % deutlich mehr der Befragten einen Kundenservice innerhalb der letzten 12 Monaten in Anspruch genommen als im Vorjahr mit 71 %9. Bei der Wahl des Kontaktkanals liegt die Telefonie erneut knapp vor der E-Mail, das größte Vertrauen besteht dabei jedoch noch immer in den persönlichen Kontakt. Chatbots und digitale Assistenten sind zwar wegen ihrer „rundum-die-Uhr“-Verfügbarkeit beliebt, gehören jedoch gleichzeitig zu den Kanälen, welchen die Kunden am wenigsten vertrauen. Die Relevanz und Auswirkung von Kundenservice ist bei den Verbrauchern weiterhin unbestritten, für die absolute Mehrheit prägt der Kundenservice das Gesamtbild eines Unternehmens entscheidend und beeinflusst die Entscheidung zu Wiederholungskäufen maßgeblich10. Andererseits ist das Brutto-Umsatzvolumen im Bereich E-Commerce für Waren und Dienstleistungen in Deutschland, in dem getaline knapp 75 % seines Umsatzes generiert, im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr mit -8,9 % noch einmal stärker zurückgegangen als im Vorjahr (= -5,2 %)11.

Gleichzeitig war der deutsche Call-Center-Markt erneut von einer voranschreitenden Konsolidierung, die sich in zahlreichen nationalen und internationalen Fusionen und Übernahmen niederschlug. So haben sich die Call Center-Dienstleister Concentrix und Webhelp, Nummer 2 und 5 auf dem deutschen Markt, zusammengeschlossen und im April 2023 wurde bekannt, dass der weltweite und auch deutsche Marktführer Teleperformance Group den Mitbewerber Majorel, Marktführer in Europa und Nummer 7 in Deutschland, übernimmt12. Im Februar 2023 meldete die Call Center-Gruppe tricontes360 Insolvenz an. getaline befand sich im CallCenterProfi Ranking 2023 nach Umsatz auf Platz 22 (Vorjahr Platz 20), im Ranking Multichannel-Contactcenter 2023 in Deutschland nach Anzahl der Seats auf Platz 13 (Vorjahr Platz 11)13.

1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 23,9 Mio. erzielt. Bezogen auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde ein Zuwachs in Höhe von EUR 3,0 Mio. erzielt (+14,4 %). Ursächlich hierfür sind unter anderem deutliche Zuwächse bei 2 Großkunden von EUR 4,1 Mio. sowie Umsätze mit Neukunden von über EUR 0,7 Mio..

1.4 Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 48 (Vorjahr = TEUR 140) und betrafen im Wesentlichen PC-Hardware. Die Abschreibungen betrugen TEUR 277 (Vorjahr = TEUR 422).

Verpflichtungen bestanden aus Firmenwagenleasing, Wartungsverträgen für technische Anlagen sowie aus Mietverträgen.

1.5 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Es wurden keine Bankdarlehen aufgenommen. Mit den Call-Center-Geschäftspartnern getaline Pasewalk GmbH, Pasewalk, getaline Hamburg GmbH, Hamburg, getaline Frankfurt/Oder GmbH, Frankfurt/Oder, getaline Home GmbH, Hamburg sowie getaline Cottbus GmbH, Cottbus bestanden Vereinbarungen über ein Cash-Pooling. Zum Abschlussstichtag bestanden hieraus insgesamt Forderungen in Höhe von EUR 0,85 Mio. und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0 Mio.. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt.

1.6 Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 17 Mitarbeiter zur Belegschaft (Köpfe). Die Geschäftsführung besteht aus einer Person. Darüber hinaus gibt es zwei Prokuristen, die als Mitglieder der Geschäftsleitung zum dreiköpfigen Management-Team gehören. Des Weiteren waren 12 kaufmännische Angestellte und 2 IT-Systemtechniker beschäftigt.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u.ä. gab es im Geschäftsjahr 2023/24 keine Vorkommnisse.

1.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Seit der Anhebung des Mindestlohns ab Juli 2022 auf EUR 10,45 sowie ab Oktober 2022 auf EUR 12,00 befand sich der Grundlohn bei den Geschäftspartnern von getaline nur noch auf Mindestlohnniveau, was sowohl die Rekrutierung erschwerte als auch zeitweise die Fluktuation erhöhte. Darüber hinaus führten die Anhebungen zu einem Anstieg der Abwicklungskosten bei den deutschen Geschäftspartnern von getaline, die von getaline nicht zu 100 % an sämtliche Auftraggeber weitergegeben werden konnten. Um dem zu begegnen sowie besonders preissensiblen Kunden eine attraktive Alternative anbieten zu können, baute getaline unter anderem die Abwicklung bei Kooperationspartnern im Nearshoring aus.

Gemeinsam mit dem neuen Gesellschafter DCS Communication Center Holding LTD, Malta, der im Februar 2023/24 neben den Anteilen an der getaline GmbH auch sämtliche Anteile an den inländischen Geschäftspartnern der getaline GmbH erworben hat, wurde ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm entwickelt, aus dem Einsparungen in Höhe von insgesamt EUR 0,7 Mio. generiert werden konnten (davon getaline GmbH EUR 0,3 Mio.).

2. Darstellung der Lage

Insgesamt ist es getaline zum großen Teil gelungen, die gesetzten Ziele zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie zur Bindung von Bestandskunden zu erreichen. So erhöhte sich der Umsatz mit Bestandskunden gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür waren neben dem deutlichen Wachstum bei einem Großkunden von nahezu 40 %, hohe Zuwächse bei 4 mittelgroßen, im Vorjahr akquirierten Auftraggebern von in Summe knapp 65 %. Darüber hinaus hat sich der Umsatzrückgang durch gekündigte sowie ausgelaufene Kundenprojekte mehr als halbiert von EUR 4,7 Mio. im Vorjahr auf nur noch EUR 2,2 Mio. und auch der Umsatzrückgang bei Bestandskunden reduzierte sich lediglich um Euro 1.1 Mio.. Auf der anderen Seite blieb der durch Preiserhöhungen zusätzlich generierte Umsatz mit EUR 0,02 Mio. sehr deutlich hinter dem Vorjahreswert von EUR 1,6 Mio., der jedoch in der Hauptsache in Zusammenhang mit den 3 Mindestlohnanhebungen stand, zurück. Auch die Gewinnung von Neukunden halbierte sich gegenüber dem Vorjahr auf lediglich EUR 0,6 Mio. Insgesamt lag der Umsatz mit EUR 23,9 Mio. über Vorjahr (Vorjahr EUR 20,9 Mio.).

2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich von EUR 7,7 Mio. auf EUR 7,6 Mio.. Die Eigenkapitalquote sank auf 62,3 % (Vorjahr: 66,2 %). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme sank von 22,0 % auf 19,5 %, die Stichtagsliquidität hat sich von TEUR 1.559 auf TEUR 1.922 erhöht. Im Geschäftsjahr wurden kurzfristige Darlehen an Dritte herausgereicht, die insgesamt zum Stichtag mit EUR 0,85 Mio. valutierten. Darüber hinaus wurde ein kurzfristiges Darlehen von Dritten aufgenommen, das zum Stichtag mit TEUR 8. valutierte. Für sämtliche erkennbaren Verpflichtungen wurden Rückstellungen im Jahresabschluss gebildet.

2.2 Finanzlage

Die Finanzierung ergibt sich aus dem Eigenkapital und Darlehen an Dritte, die kurzfristig fällig gestellt werden können. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gesichert, es mussten keine externen Darlehen aufgenommen werden.

2.3 Ertragslage

Bei einem um 14,4 % gesteigertem Umsatz ist die Rohmarge (Umsatz minus Aufwand für bezogene Leistungen) unverändert. Zusammen mit den gegenüber dem Vorjahr um 9,0 % auf EUR 3,4 Mio. verminderten Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) führte dies unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der Steuern zu einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr = TEUR 588).

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die nachfolgenden Chancen und Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt.

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben Ende September 2024 in ihrer Gemeinschaftsdiagnose einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,1 % für 2024 prognostiziert. Für die kommenden beiden Jahre erwarten die Institute dann eine schwache Erholung mit Zuwächsen von 0,8 % für 2025 und 1,3 % für 2026. Gegenüber der Prognose vom Frühjahr 2024 bedeutet dies eine Abwärtsrevision um 0,2 (2024) und 0,6 (2025) Prozentpunkten14. Auch der Internationale Währungsfonds schraubt seine Konjunkturerwartungen herunter, so wird die deutsche Volkswirtschaft demnach in diesem Jahr nicht mehr leicht um 0,2 % wachsen, sondern nur noch stagnieren und im nächsten Jahr zwar wieder zulegen, anstatt um 1,3 % wie bisher prognostiziert jedoch nur noch um 0,8 %15. Die Inflationsrate soll sich laut der Gemeinschaftsdiagnose von 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,2 % im Jahr 2024 reduzieren und in den beiden Folgejahren jeweils bei 2,0 % liegen16. Der Handelsverband Deutschland prognostiziert die Entwicklung des für getaline relevanten Onlinehandels für 2024 mit einem leichten Plus von knapp 2,0 %17. Das Rekordwachstum des E-Commerce in den Vorjahren, welches durch die Coronapandemie nochmals verstärkt wurde, hat sich durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges und die Kriege im Nahe Osten sowie die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage zuletzt deutlich verlangsamt18. Positive Einflüsse könnten sich durch eine Fortsetzung des Trends zur verstärkten Auslagerung von Kundenservicetätigkeiten an Dienstleister ergeben19.

Bei einigen Aufträgen von getaline besteht zudem das Risiko des Auslaufens oder der deutlichen Reduzierung unter anderem durch negative Marktentwicklung sowie kostengetriebene Verlagerung ins Nearshoring, wobei getaline durch seine Kooperationspartner in Alanya und Antalya, Türkei, Pristina, Kosovo sowie zusätzlich durch weltweit verteilte Kapazitäten des neuen Gesellschafters DCS eigene, kostengünstige Lösungen anbieten kann.

Darüber hinaus werden die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2024 laut einer Prognose von Allianz Trade um 25 % gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich stärker als zuletzt ansteigen. Die am stärksten gefährdeten Sektoren sind hierbei neben dem Baugewerbe die für Kundenservice-Dienstleister wichtigen Bereiche Einzelhandel und Dienstleister20. getaline begegnet dem mittels permanentem Bonitätsscorings zweier Dienstleister sowie eines aktiven Debitorenmanagements. Im Geschäftsjahr 2023 gab es bei getaline nur 3 Insolvenzen kleinerer Auftraggeber (offene Forderungen = TEUR 25). Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote werden derzeit jedoch keine Finanzierungs- und Zinsrisiken gesehen.

Der Arbeitsmarkt der Contact-Center- und Customer-Service-Branche wird weiterhin aufgrund des noch immer eminenten Fachkräftemangels angespannt bleiben, was zu Kapazitätsengpässen und erhöhten Rekrutierungskosten bei den abwickelnden Contact-Center-Partnern führen kann. getaline begegnet dem neben den bisherigen internen Maßnahmen durch Übernahme von Personal insolventer bzw. zum Verkauf stehender Mitbewerber.

Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Maßnahmen und Vorkehrungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Sofern der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht neben der grundsätzlich zunehmenden Volatilität und Unsicherheit in allen wirtschaftlich relevanten Bereichen gerade in der sehr schnelllebigen und von kurzfristigen Trendänderungen gekennzeichneten Contactcenter-Branche eine grundsätzliche Unsicherheit für Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

4. Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht trotz insgesamt eher negativer Konjunkturaussichten in Verbindung mit nur leicht steigenden Umsätzen im Versand- und Onlinehandel aufgrund des weiter anhaltenden Trends des Outsourcings von Kundenservicedienstleistungen von einer leicht positiven Marktentwicklung aus.

Demzufolge sowie aufgrund einer Reihe größerer Neukunden sowie steigender Planmengen einiger bedeutender Bestandskunden ist für das Geschäftsjahr 2024/25 ein Umsatz in Höhe von ca. EUR 27,0 Mio. mit einem Neugeschäft in Höhe von 1,8 Mio. entsprechend 6,7 % vom Gesamtumsatz geplant.

Zusätzlich zum weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeld und hohen Wettbewerbsdruck könnte die zunehmend erschwerte Rekrutierung von qualifiziertem Personal für die Abwicklung der immer komplexer werdenden Aufträge zu Engpässen und steigenden Produktions- und Rekrutierungskosten bei den abwickelnden Call-Centern führen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass weitere Auftraggeber aufgrund der deutlichen Kostensteigerung der Abwicklung in Deutschland eine Verlagerung zumindest von Teilmengen ins Nearshoring erwägen werden. Hierfür hält getaline entsprechende Angebote und Kapazitäten bereit.

Die bis dato für 2024 geplanten umfangreichen Investitionen zur Erneuerung der Hardware im zentralen Rechenzentrum entfallen, da die getaline-Gruppe zukünftig ein neu konzipiertes Rechenzentrum des Gesellschafters DCS nutzen wird. Den sich nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels verteuernden Personalkosten sowie den inflationsbedingt steigenden Betriebskosten in zahlreichen Bereichen begegnet getaline mithilfe eines umfangreichen Programms zur Restrukturierung und Effizienzsteigerung. Auf dieser Basis wird für das Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt mit einem leicht positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 100 bis 200 gerechnet.

5. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich über die bereits erwähnten Ereignisse hinaus nicht ergeben.

1 Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Bruttoinlandsprodukt (BIP) vom 30. Oktober 2024

2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024, Seite 1

3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024, Seite 2

4 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024, Seite 2

5 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 019/24 vom 15. Januar 2024, Seite 3

6 Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 2, Jahresrückblick 2023 vom 03. Januar 2024

7 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 020/24 vom 16. Januar 2024, Seite 1

8 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 076/24 vom 29. Februar 2024, Seite 1

9 Filmteam.de/Unabhängige Medienagentur Pflumm, Schwabach, Pressemitteilung zum Kundenservice Barometer 2023, 10. Oktober 2023

10 Filmteam.de/Unabhängige Medienagentur Pflumm, Schwabach, Pressemitteilung zum Kundenservice Barometer 2023, 10. Oktober 2023

11 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Studie Interaktiver Handel in Deutschland 2023, Dezember 2023, Seite 10

12 CallCenterProfi, CallCenterProfi-Ranking 2023, September/Oktober 2023, Seite 5

13 iBusinee.de/ONEtoONE.de/Versandhausberater.de, Ranking Multichannel-Contactcenter 2023, 01. Dezember 2022

14 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, Pressemitteilung der Gemeinschaftsdiagnose 2/2024, 26. September 2024

15 handelsblatt.com, IWF-Prognose, Düsseldorf, 22. Oktober 2024

16 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, Pressemitteilung der Gemeinschaftsdiagnose 2/2024, 26. September 2024

17 Handelsverband Deutschland - HDE e.V., Berlin, HDE-Prognose E-Commerce-Umsätze 2024

18 Statista GmbH, Hamburg, Prognose zum Umsatz im E-Commerce in Deutschland bis 2024

19 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Berlin, Pressemeldung 10. Juli 2023

20 manager magazin, Hamburg, Artikel „Allianz Trade erhöht Prognose für Firmenpleiten“, 15. Oktober 2024

Bilanz

Aktiva

29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.474.793,00 1.703.683,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.319,00 57.446,00
II. Sachanlagen 1.452.474,00 1.646.237,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.419.720,00 1.631.159,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.754,00 15.078,00
B. Umlaufvermögen 5.838.777,84 5.874.309,15
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.916.790,57 4.315.673,00
1. Forderungen gegen Gesellschafter 14.302,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.902.488,37 4.315.673,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -231.991,10
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.921.987,27 1.558.636,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 236.172,02 161.231,72
Summe Aktiva 7.549.742,86 7.739.223,87

Passiva

29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
A. Eigenkapital 4.703.467,30 5.120.416,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.095.416,96 5.683.698,54
III. Jahresfehlbetrag 416.949,66 588.281,58
B. Rückstellungen 72.631,58 146.638,08
C. Verbindlichkeiten 2.773.643,98 2.468.836,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.009,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.009,89
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.765.634,09 2.468.836,11
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.765.634,09 2.468.836,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.332,72
Summe Passiva 7.549.742,86 7.739.223,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.3.2023 - 29.2.2024
EUR
1.3.2022 - 28.2.2023
EUR
1. Rohergebnis 2.959.850,02 3.145.383,78
2. Personalaufwand 1.553.958,59 1.872.020,29
a) Löhne und Gehälter 1.283.493,45 1.637.956,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 270.465,14 234.063,93
davon für Altersversorgung 20.897,31 21.638,61
3. Abschreibungen 277.364,90 421.911,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 277.364,90 421.911,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.586.745,68 1.463.122,68
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 13,80 220,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.383,65 2.048,34
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10,43 2.495,94
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -244,27 -25.060,18
8. Ergebnis nach Steuern -415.601,66 -587.058,58
9. sonstige Steuern 1.348,00 1.223,00
10. Jahresfehlbetrag 416.949,66 588.281,58

Anhang

Die getaline GmbH, Hamburg, ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Nr. HRB 75963 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ging vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich pro rata temporis unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagengegenstände im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt der Ausweis im handelsrechtlichen Jahresabschluss wegen Geringfügigkeit identisch gemäß den steuerrechtlichen Vorgaben.

Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen und liquiden Mitteln

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder, soweit notwendig, zum niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Langfristige unverzinsliche Forderungen sind, soweit vorhanden, grundsätzlich zum Barwert bewertet.

Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nominalwert bilanziert.

Bewertung von Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse sonstige Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab.

Bewertung von Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens und zu den Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Software. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen entfallen im Wesentlichen auf EDV-Anlagen und technische Geräte.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit TEUR 846 (i. Vj. TEUR 801) Forderungen aus kurzfristigen Darlehen.

Weiterhin werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen maßgeblich bestehende Gewerbesteuer-, Umsatzsteuer sowie Körperschaftsteuerforderungen ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen (TEUR 16) mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das in der Bilanz mit EUR 25.000,00 ausgewiesene Kapital entspricht dem im Gesellschaftsvertrag festgesetzten Wert. Das ausgewiesene Stammkapital ist zum Bilanzstichtag in voller Höhe eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie - von untergeordnetem Wert - für ausstehende Rechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 20 (i. Vj. TEUR 337) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie kurzfristige Darlehen im Rahmen eines Cashpoolings mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 279). Im Rahmen des Cashpoolings erfolgte ein saldierter Ausweis im Vorjahr in Höhe von TEUR 279. Für Zwecke der Vergleichbarkeit der am Bilanzstichtag gesondert ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten wurde der Vorjahreswert angepasst.

III. Erläuterung zur Gewinn und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Dienstleistungen zur Bearbeitung von Kundenanliegen mittels Telefon, E Mail, Chat, Brief und Fax. Der überwiegende Teil der Umsatzerlöse betrifft Umsätze im Inland. Die Fakturierung erfolgt ausschließlich in Euro.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 58) ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge betreffen überwiegend Nachberechnungen zu Kundenprojekten aus dem Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus den Kosten der Geschäftsabwicklung zusammen. Diese enthalten insbesondere allgemeine Geschäftskosten, Aufwendungen für Werbekosten sowie Raumkosten.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 113) und betrafen im Vorjahr überwiegend Nachberechnungen zu Kundenprojekten.

IV. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen in der getaline GmbH keine außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB, über die berichtet werden müsste.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB stellt sich wie folgt dar:

Verpflichtungen aus 2024
TEUR
sonst. Leasing- und Wartungsverträgen 644
Raummietverträgen 73
Kfz-Leasingverträgen 54
771

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (umgerechnet auf Vollzeit) betrug:

2024
TEUR
Vorjahr
TEUR
kaufmännische Angestellte 16 18

Geschäftsführer

- Andreas Kühl, Hamburg

Kaufmann

In Anwendung der Regelungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Angabe von Bezügen gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB.

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr 2024 erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 8.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinnvortrag von EUR 5.095.416,96 abzüglich des Jahresfehlbetrages von EUR 416.949,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Geschäftsführer zeichnet den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 29.02.2024 wie folgt:

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hamburg, 16.07.2025

gez. Andreas Kühl

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der getaline GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 29.02.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der getaline GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29.02.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 05.08.2025

Biester Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Hamburg

gez. Ralf Biester, Wirtschaftsprüfer

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