ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Friedenheimer Brücke 29, 80639 München, DEU

Master Data

Registry
Register court München HRB 236675
Registered
10/30/2017
Industry
Activities of law offices and notaries publicOther legal activitiesActivities of holding companies
Purpose
Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten einschließlich der Rechtsberatung durch Übernahme von Anwaltsaufträgen, die nur durch in den Diensten der Gesellschaft stehende, zugelassene Rechtsanwälte unabhängig, weisungsfrei und eigenverantwortlich unter Beachtung ihres Berufsrechts ausgeführt werden. Die Gesellschaft schafft dazu die erforderlichen personellen, sachlichen und räumlichen Voraussetzungen und tätigt die damit verbundenen Geschäfte; sie unterhält insbesondere die nach dem Berufsrecht der Rechtsanwälte vorgeschrieben Berufshaftpflichtversicherung. Die Gesellschaft darf Ge- und Verboten der Bundesrechtsanwaltsordnung sowie des sonstigen Berufsrechts der Rechtsanwälte nicht zuwiderhandeln; sie darf insbesondere die für sie tätigen Rechtsanwälte in der Freiheit ihrer Berufsausübung nicht beeinträchtigen. Der Gesellschaft ist Werbung nur in den berufsrechtlichen Grenzen erlaubt. Handels- und Bankgeschäfte sowie sonstige gewerbliche Tätigkeiten sind der Gesellschaft nicht gestattet. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten, soweit die berufsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Sie darf sich an anderen Gesellschaften beteiligen; ausgenommen ist die Beteiligung an Zusammenschlüssen zur gemeinschaftlichen Berufsausübung, insbesondere die Beteiligung an anderen Rechtsanwalts- und/oder Steuerberatungsgesellschaften.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Aneta Pacura
since 10/30/2017
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Aneta Pacura
München
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1.) Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (im Folgenden auch "ProRights" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein juristisches Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in München. Die Gesellschaft hat sich auf Verbraucherschutz spezialisiert und strebt danach, die Rechte und Interessen der Verbraucher zu schützen.

Die Hauptleistung der Rechtsanwaltsgesellschaft ist die Bereitstellung von rechtlicher Beratung, Unterstützung und Vertretung für ihre Mandanten.

Die Dienstleistungen umfassen unter anderem die Beratung in rechtlichen Angelegenheiten, die Vertretung vor Gericht, die Schlichtung und Mediation von Konflikten, et cetera.

Um eine möglichst effiziente Sach- bzw. Vorgangsbearbeitung zu gewährleisten, nutzt ProRights die Vorteile der digitalen Prozessautomatisierung.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeiten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die Erbringung von rechtlichen Dienstleistungen und die Beratung von Mandanten in rechtlichen Angelegenheiten. Daher entstanden keine relevanten Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung.

2.) Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu sind ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die Rahmenbedingungen für Rechtsanwaltsgesellschaften im Jahr 2023 erforderten Anpassungsfähigkeit, Innovation und strategisches Management. Kanzleien, die Digitalisierung und Spezialisierung vorantrieben und gleichzeitig Mandantenbedürfnisse effektiv adressierten, konnten von diesen Veränderungen profitieren.

Angesichts des steigenden regulatorischen Drucks und der ökonomischen Unsicherheiten bestand ein großes Marktpotenzial, insbesondere für spezialisierte Dienstleistungen.

Die "Future Ready Lawyer Studie 2023" von Wolters Kluwer zeigt, dass 73 % der Juristinnen und Juristen erwarten, dass generative KI in den kommenden 12 Monaten in ihrer juristischen Arbeit Einzug halten wird. Zudem geben fast alle Befragten (87 %) an, dass Technologie ihren Arbeitsalltag verbessert hat, wobei jedoch nur 46 % diese nach eigenen Angaben in vollem Umfang nutzen.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 konnte ProRights Umsatzerlöse in Höhe von 8,4 Mio. EUR erzielen. Dies entspricht einer Umsatzreduzierung um 58,1 %. Diese Geschäftsentwicklung war aufgrund der rückläufigen Entwicklung der Geschäftstätigkeit im Bereich der "Diesel-Klagen" erwartbar.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten keine erkennbaren Auswirkungen auf die Dienstleistungstätigkeit der Gesellschaft, da die Nachfrage nach Rechtsdienstleistungen von Verbrauchern und Unternehmen, speziell im Zusammenhang mit dem Diesel- bzw. Abgasskandal, weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Einflüssen ist.

2.3 Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse um 11,7 Mio. EUR (-58,1 %) zurückgegangen. Der Umsatz ging im Vergleich zu unserer Prognose (12,5 Mio. EUR) somit leicht weniger zurück.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen unfertiger Leistungen (-3,2 Mio. EUR) entspricht dies einer Gesamtleistung von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR) und somit einem Rückgang von 13,2 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) und resultieren ganz überwiegend aus Schadenersatzleistungen (0,9 Mio. EUR) und den Erträgen aus Herabsetzung der EWB auf Forderungen (0,8 Mio. EUR).

Der Materialaufwand beträgt 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro) und enthält im Wesentlichen Leistungen für Backoffice-, Telefonie-, Prozessautomatisierungsdienstleistungen und Terminsvertretungen. Der Rückgang resultiert aus der oben beschriebenen Entwicklung der Geschäftstätigkeit.

Die Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2023 sank im Vergleich zum Jahresende 2022 (34) auf 31 Mitarbeiter. Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr 2023 auf 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) und liegt somit auf dem Niveau des Jahres 2022.

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR), hauptsächlich resultierend aus einer deutlichen Reduktion der Mediakosten (-0,6 Mio. EUR), Kosten der Dienstleistungserbringung (-0,8 Mio. EUR) und der niedrigeren Einstellungen in die EWB (-0,7 Mio. EUR).

Der Jahresfehlbetrag beträgt 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 0,7 Mio. EUR). Das Jahresergebnis liegt somit nahe zu unserem prognostizierten ausgeglichenen Jahresergebnis. Aufgrund der Entwicklungen in der Rechtsprechung schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung der Ertragslage als erwartbar ein.

2.4 Finanzlage

Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 insgesamt 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) und ist in voller Höhe einbezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Dieser belief sich im Geschäftsjahr (ermittelt nach DRS 21) auf -2.541 TEUR (Vorjahr: 3.336 TEUR). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Die Geschäftsführung schätzt die Finanzlage als geordnet ein.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr (26,8 Mio. EUR) um -32,8 % auf 18,0 Mio. EUR gesunken.

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres.

Die Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).

Das Umlaufvermögen beträgt 18,0 Mio. EUR (Vorjahr: 26,8 Mio. EUR) und ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesunken: Der Kassenbestand sank auf 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR), während der Bestand an unfertigen Leistungen auf 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,0 Mio. EUR) und der Forderungsbestand einschließlich der sonstigen Vermögensgegenstände von 15,4 Mio. EUR (2022) auf 12,4 Mio. EUR sanken.

Die Geschäftsführung schätzt die Vermögenslage als geordnet und der oben beschriebenen Geschäftsentwicklung entsprechend ein.

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Hinsichtlich der Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis verweist die Geschäftsführung auf die Ausführungen in Kapitel 2.3.

3.) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Digitalisierung wird in der Rechtsbranche weiterhin eine zentrale Rolle spielen. In den Jahren 2024 und 2025 werden Rechtsanwaltsgesellschaften voraussichtlich verstärkt in Technologien investieren, um Arbeitsabläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und den Mandantenservice zu verbessern. Dies umfasst den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), Automatisierung und digitalen Plattformen zur Fallverwaltung.

Wachstumschancen sieht die Geschäftsführung in der Ausweitung der den Verbraucherschutz betreffenden Sektoren.

Aufgrund des Auslaufens des oben beschriebenen Geschäftsmodells erwartet die Geschäftsführung einen Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von ca. 4,0 Mio. EUR. Aufgrund deutlicher Kostensenkungen erwartet die Gesellschaft trotz des Umsatzrückgangs ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

3.2 Chancenbericht

Dieser Chancenbericht hebt einige der vielversprechendsten Möglichkeiten für ProRights im Bereich Verbraucherschutz in den Jahren 2024 und 2025 hervor.

Die Entwicklung der Rechtsberatung im Bereich der "Diesel-Fälle" wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren von Bedeutung bleiben, da weiterhin rechtliche Fragen und Ansprüche im Zusammenhang mit Umweltauswirkungen, Verbraucherrechten und wirtschaftlichen Schäden im Zusammenhang mit dem Skandal auftreten. Rechtsanwaltskanzleien, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben, werden weiterhin gefragt sein, um die Interessen ihrer Mandanten zu vertreten und Lösungen für die rechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal anzubieten.

Die vermehrte Nutzung von Online-Diensten und sozialen Medien führt zu neuen Herausforderungen im Bereich des Verbraucherschutzes, wie zum Beispiel Online-Betrug, Identitätsdiebstahl und Fake-Bewertungen. ProRights kann Verbraucher in diesen Fragen vertreten und Unternehmen bei der Einhaltung der entsprechenden Vorschriften unterstützen.

Die Jahre 2024 und 2025 bieten ProRights zahlreiche Chancen im Bereich Verbraucherschutz. Durch die Identifizierung und gezielte Ausnutzung dieser Chancen kann die Kanzlei nicht nur ihr Geschäft ausbauen, sondern auch einen positiven Beitrag zur Stärkung der Verbraucherrechte leisten.

3.3 Risikobericht

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diesen Geschäftsrisiken begegnet sie mit verschiedenen Instrumenten, wobei der Fokus auf eine Minimierung etwaiger bestandsgefährdender Risiken gerichtet ist.

Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, welche für ProRights von wesentlicher Bedeutung sind. Die Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Für die Beurteilung der Risiken wird ein Zeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt.

Gesetzliche Änderungen

Die dynamische Natur des Rechts kann zu unerwarteten gesetzlichen Änderungen führen, die sich auf die Rechtspraxis und die Beratung unserer Mandanten auswirken können. ProRights muss daher darauf vorbereitet sein, schnell auf Gesetzesänderungen zu reagieren und ihre Mandanten entsprechend zu informieren und zu beraten.

Rechtsstreitigkeiten

Rechtsanwaltsgesellschaften sind anfällig für Rechtsstreitigkeiten, sei es im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftsführung oder bei der Vertretung von Mandanten. Dies kann finanzielle und Reputationsschäden verursachen. Die ProRights unterhält daher angemessene Versicherungsdeckungen und Risikomanagementverfahren.

Zahlungsausfallrisiken

Rechtsanwaltsgesellschaften, die Mandanten mit einer Rechtsschutzversicherung vertreten, profitieren in der Regel von einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass ihre Honorare und Gebühren beglichen werden. Die Versicherungsgesellschaften übernehmen oft die Kosten für die rechtliche Vertretung. Allerdings müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:

Obwohl die Rechtsschutzversicherungen in der Regel die Kosten übernehmen, kann es zu Verzögerungen bei der Zahlung kommen. Anwaltskanzleien müssen möglicherweise auf ihre Gebühren warten, bis die Versicherungsgesellschaften den Anspruch bearbeitet haben.

Die Abrechnung von Leistungen gegenüber Rechtsschutzversicherungen kann komplex sein, da sie spezifische Anforderungen und Dokumentationsanforderungen haben. Fehler in der Abrechnung können zu Verzögerungen oder Ablehnungen der Zahlungen führen.

Um die Zahlungsausfallrisiken bei Kunden mit Rechtsschutzversicherungen zu bewältigen, hat ProRights klare Richtlinien für die Abrechnung und den Umgang mit Versicherungen. Dies ist unter anderem eine sorgfältige Dokumentation, frühzeitige Kommunikation mit der Versicherung und die Überwachung von ausstehenden Zahlungen.

Aus heutiger Sicht sind die dokumentierten Risiken beherrschbar. Die Geschäftsführung sieht keine wesentlichen weiteren Risiken oder Risiken, die eine Bestandsgefährdung darstellen können.

3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im wesentlichen Forderungen, erhaltene Anzahlungen von Mandanten, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen stark diversifizierten Kundenstamm. Forderungsausfälle sind aufgrund dessen nicht in allen Fällen auszuschließen, können aber aufgrund der überwiegenden Zusammenarbeit mit Rechtsschutzversicherungen minimiert werden. Zur Risikovorsorge wird eine restriktive Wertberichtigungspolitik verfolgt.

Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

München, 8. Januar 2025

ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Aneta Pacura

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.480,00 3.633,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.413,00 1.752,00
II. Sachanlagen 1.067,00 1.881,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067,00 1.881,00
B. Umlaufvermögen 18.010.839,65 26.803.909,78
I. Vorräte 3.718.439,34 6.953.806,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.406.013,71 15.420.285,38
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.886.386,60 4.429.818,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.687,57 7.762,96
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.031.007,22 26.815.305,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.303.592,79 1.394.011,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.369.011,96 644.801,80
III. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -90.419,17 724.210,16
B. Rückstellungen 1.270.614,08 1.069.642,87
C. Verbindlichkeiten 15.456.800,35 24.351.650,91
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.031.007,22 26.815.305,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.951.366,35 8.705.750,91
2. Personalaufwand 1.883.303,35 1.906.821,72
a) Löhne und Gehälter 1.601.318,29 1.627.054,08
b) Soziale Abgaben 281.985,06 279.767,64
3. Abschreibungen 2.168,12 8.548,18
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.168,12 8.548,18
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.167.833,56 5.928.943,49
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.201,50 336,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.287,00 26,85
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -13.605,01 137.595,66
8. Ergebnis nach Steuern -90.419,17 724.151,16
9. Sonstige Steuern 0,00 -59,00
Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) 90.419,17 -724.210,16

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 236675 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis der jeweils bis zum Stichtag entstandenen Gebühren zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Eine verlustfreie Bewertung der jeweiligen unfertigen Leistung wird vorgenommen, sofern keine Deckungszusage einer Rechtsschutzversicherung vorliegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.063) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 22).

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 15.457 (Vj. TEUR 24.229) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 123) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 55. Diese enden zwischen 2024 und 2026.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Rohergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 914 für Schadensersatz, in Höhe von TEUR 786 für die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und in Höhe von TEUR 50 für Investitionszuschüsse angefallen.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.339 entstanden, diese beruhen auf der Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Angestellte 28
Aushilfen 3
31

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt:

Frau Aneta Pacura, Rechtsanwältin

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

München, 8. Januar 2025

ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Aneta Pacura

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 27.118,93 1.015,12 28.134,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.393,36 0,00 3.393,36
II. Sachanlagen 23.725,57 1.015,12 24.740,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.725,57 1.015,12 24.740,69
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 23.485,93 2.168,12 25.654,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.641,36 339,00 1.980,36
II. Sachanlagen 21.844,57 1.829,12 23.673,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.844,57 1.829,12 23.673,69
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.480,00 3.633,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.413,00 1.752,00
II. Sachanlagen 1.067,00 1.881,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067,00 1.881,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProRights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 8. Januar 2025

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter, Wirtschaftsprüfer

Pfeifer, Wirtschaftsprüfer

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