Master Data

Registry
Register court Köln HRB 123561
Registered
7/1/2020
Industry
Manufacture of electronic components n.e.c.Manufacture of consumer electronicsWholesale of electronic and telecommunications equipment and parts
Purpose
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von mikroelektronischen Bauelementen und Systemteilen sowie von funktionsverwandten technologischen Einheiten.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Procura
Procura
Jan Dr. Dienstuhl
since 6/13/2025
Board Member
Arne Dr. Schneider
since 6/13/2025
Board Chair

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Elmos Semiconductor SESelf-held cycle
100.00%

Shareholders
Beta

1 shareholder

GmbH structure

Name
Location
Amount
Share
ELMOS Semiconductor AG
Germany
272000
100.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Elmos Semiconductor SE

Dortmund

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

FÜNFJAHRESÜBERSICHT ELMOS-KONZERN (IFRS)

in Mio. Euro, soweit nicht anders angegeben GJ 2019 GJ 2020 GJ 2021 GJ 2022 GJ 2023
fortgeführter und aufgegebener Geschäftsbereich fortgeführter Geschäftsbereich
Umsatz 294,8 273,4 232,6 322,1 447,2 575,0
Wachstum in % 6,2% 7,7% -14,9% 38,5% 38,9% 28,6%
davon fortgeführter Geschäftsbereich 273,4 273,4 232,6 322,1 447,2 575,0
davon aufgegebener Geschäftsbereich 21,4 n/a n/a n/a n/a n/a
Bruttoergebnis 136,8 125,6 92,6 144,7 207,5 271,3
in % vom Umsatz 46,4% 45,9% 39,8% 44,9% 46,4% 47,2%
Forschungs- & Entwicklungskosten 44,6 40,7 47,7 48,7 55,5 68,8
in % vom Umsatz 15,1% 14,9% 20,5% 15,1% 12,4% 12,0%
Betriebsergebnis 45,8 41,4 8,5 59,9 110,0 148,1
in % vom Umsatz 15,5% 15,1% 3,7% 18,6% 24,6% 25,7%
EBIT 97,3 | 45,31 29,8 | 40,9 2 8,7 60,0 110,1 150,7
in % vom Umsatz 33,0% | 15,4%1 10,9% | 15,0% 2 3,7% 18,6% 24,6% 26,2%
Ergebnis vor Steuern 96,0 28,7 8,2 59,4 108,5 149,0
in % vom Umsatz 32,6% 10,5% 3,5% 18,4% 24,3% 25,9%
Konzernjahresüberschuss, der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfällt 85,7 18,5 6,4 39,8 71,4 99,1
in % vom Umsatz 29,1% 6,8% 2,8% 12,4% 16,0% 17,2%
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 4,36 0,94 0,35 2,24 4,17 5,79
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2023
Bilanzsumme 439,5 395,5 418,0 542,4 812,4
Eigenkapital 339,7 310,2 300,2 360,4 447,9
in % von der Bilanzsumme 77,3% 78,4% 71,8% 66,4% 55,1%
Finanzverbindlichkeiten 49,1 45,6 76,1 81,0 118,7
Liquide Mittel und Wertpapiere 123,3 85,8 66,1 72,1 108,3
Nettobarmittel/Nettoverschuldung (-) 74,3 40,2 -10,0 -8,9 -10,4
GJ 2019 GJ 2020 GJ 2021 GJ 2022 GJ 2023
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 45,6 27,3 79,6 98,6 102,6
Investitionen 3 43,6 18,8 60,0 73,0 115,1
in % vom Umsatz 3 14,8% 8,1% 18,6% 16,3% 20,0%
Cashflow aus Investitionstätigkeit 37,2 -42,4 -73,6 -72,6 -73,8
Bereinigter Free Cashflow 4 76,9 3,6 11,1 14,9 12,9
Dividende je Aktie in Euro 0,52 0,52 0,65 0,75 0,85 5
Mitarbeiter im Jahresmittel 1.317 1.208 1.151 1.176 1.282

1 Ohne Berücksichtigung des Ergebnisses aus der Veräußerung der Tochtergesellschaft SMI sowie ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands für die Beendigung der Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut IMS.
2 Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands für die Beendigung der Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut IMS.
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen abzüglich aktivierten Entwicklungsleistungen.
4 Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen (inklusive Auszahlungen für Anteilszugänge und Einzahlungen/Auszahlungen im Zusammenhang mit Veränderungen des Konsolidierungskreises).
5 Vorschlag für die Hauptversammlung im Mai 2024.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

BRIEF DES VORSTANDSVORSITZENDEN

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2023 konnte Elmos die außergewöhnlich erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre eindrucksvoll fortsetzen. Zum dritten Mal in Folge konnten wir - trotz unvermindert anspruchsvoller geopolitischer Rahmenbedingungen - einen Umsatzrekord erreichen. Für weiteres Wachstum haben wir zahlreiche attraktive Neuprojekte akquiriert. Im Jahr 2023 gelang es auch, unsere Profitabilität noch einmal zu steigern. Mit der Veräußerung der Dortmunder Waferfertigung, der Stärkung unserer Software-Kompetenzen und dem steilen Test-Kapazitätsaufbau haben wir unsere Strukturen maßgeblich weiterentwickelt. 2023 war somit ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für Elmos mit finanziellen Rekordergebnissen auf der einen Seite, während andererseits wichtige strukturelle Fortschritte umgesetzt werden konnten. Dies war nur durch eine große Teamleistung aller Elmos Mitarbeitenden möglich. Für diese hervorragende Leistung, für die hohe Einsatzbereitschaft und den großen Zusammenhalt möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Elmos besitzt ein starkes Fundament für die Zukunft und auf dieser Basis werden wir unseren erfolgreichen Weg weiter fortsetzen.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bewegten wir uns in einem herausfordernden Umfeld. Die geopolitischen Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten sowie die weiterhin hohe Inflation führten zu Unsicherheiten und weiter steigenden Kosten. Trotz einer spürbaren Entspannung in den weltweiten Lieferketten, blieb die Nachfrage nach Elmos-Halbleitern in allen Produktsegmenten auf einem hohen Niveau. Darüber hinaus konnten wir von Produktneuanläufen in der zweiten Jahreshälfte profitieren. Mit einer Steigerung von 28,6% kletterte der Konzernumsatz auf 575,0 Mio. Euro und wir konnten nun schon im dritten Jahr in Folge einen Umsatzrekord vermelden. Innerhalb der letzten drei Jahre ist es uns gelungen den Umsatz mehr als zu verdoppeln. So haben wir - viel früher als gedacht - die halbe Milliarde Euro Umsatzgrenze bereits in 2023 deutlich überschritten.

Noch erfreulicher ist die Entwicklung der Profitabilität von Elmos. Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 150,7 Mio. Euro erzielen - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 36,8%. Die EBIT-Marge lag damit bei starken 26,2% und konnte gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres nochmals verbessert werden. Damit hat sich das EBIT gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 fast vervierfacht.

Die eindrucksvolle Performance hat den Kurs der Elmos Aktie vor allem im ersten Drittel des abgelaufenen Jahres beflügelt und wir konnten im April 2023 ein neues Allzeithoch von 91,50 Euro erreichen. In der zweiten Jahreshälfte hingegen war der Aktienkurs insbesondere durch geopolitische und konjunkturelle Unsicherheiten beeinflusst. Zum Jahresende schloss die Elmos Aktie bei 74,00 Euro, ein Plus von 38% gegenüber dem Schlusskurs des Vorjahres. Im Vergleich zu Wettbewerbern und relevanten Indices hat sich die Elmos Aktie damit auch im Jahr 2023 besser entwickelt.

Zusätzlich zu dieser erfreulichen Wertsteigerung schlagen wir vor, die Dividende anzuheben und mit unserem Dividendenvorschlag von 0,85 Euro je Aktie unsere Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg des Geschäftsjahres 2023 angemessen teilhaben zu lassen. Gleichzeitig behalten wir damit aber auch die notwendige finanzielle Flexibilität für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens und für zukünftiges Wachstum.

PRODUKT- HIGHLIGHTS

Wir haben auch im abgelaufenen Jahr unsere ambitionierten Ziele für die Akquise von Neugeschäft deutlich übertreffen können. Nach dem absoluten Rekordwert im Vorjahr war 2023 das zweitstärkste Jahr in der Firmengeschichte. Wir haben in allen Segmenten und Regionen eine Vielzahl von attraktiven Neuaufträgen akquiriert. Elmos besitzt ein zukunftsweisendes Produktportfolio, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen:

Mit der nächsten Generation der Elmos Ultraschall-ICs sind wir ein zentraler Bestandteil moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS). Auf der diesjährigen CES in Las Vegas präsentierten wir unseren Kunden neueste Ultraschall-Sensorik mit KI-basierter Datenauswertung. Dank dieser wegweisenden Sensortechnologie kann das Umfeld des Fahrzeugs noch besser erkannt und damit ein stressfreies und sicheres assistiertes oder autonomes Fahrerlebnis bei langsameren Geschwindigkeiten, z.B. im Stadtverkehr oder beim Einparken, ermöglicht werden.

Ambiente Beleuchtungskonzepte für den Innenraum werden immer beliebter und sind aus modernen Fahrzeugen aller Klassen nicht mehr wegzudenken. Die Elmos LED Controller ermöglichen es, mit einer verbesserten Energie- und Kosteneffizienz den gesamten Innenraum ganz individuell zu illuminieren. Neuartige, dynamische Ambient-Lighting-Konzepte mit Hilfe von Elmos ICs entwickeln das Lichterlebnis im Innenraum weiter, wecken Emotionen, steigern Komfort und Wohlbefinden für Fahrer und Passagiere und warnen rechtzeitig vor Gefahrensituationen. Auch beim automobilen Rücklicht setzen Elmos Halbleiter neue Standards bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Elmos LED-Rücklichttreiber eröffnen den Fahrzeugherstellern eine Fülle von attraktiven Design-Möglichkeiten für ein markantes und dynamisches Fahrzeugheck.

Auch das Produktportfolio für spezifische Anwendungen bei Elektrofahrzeugen wächst stetig. Speziell beim Wärmemanagement für Elektro- und Hybridfahrzeuge müssen Motor, Elektroantrieb und die Batterie effektiv und sehr genau geregelt werden. Elmos Motor Control und Sensor ICs sorgen für eine optimale Betriebstemperatur aller Komponenten, was die Effizienz erhöht und den Energieverbrauch reduziert. Daneben helfen Elmos Motor Control ICs beispielsweise durch eine intelligente Klimaklappensteuerung, die Wärmeeffizienz beim Heizen des Innenraums zu optimieren und somit auch die Reichweiten bei Elektrofahrzeugen zu erhöhen.

Moderne Fahrzeugarchitekturen erfordern eine hohe und sichere Verfügbarkeit und Absicherung der Energieversorgung. Mit der neuen eFuse-Produktfamilie von Elmos können die klassischen Schmelzsicherungen schon heute ersetzt werden. Diese elektronischen Sicherungssysteme ermöglichen den Aufbau von dezentralen und Software-definierten Fahrzeugsystemarchitekturen und unterstützen damit auch die Gewichtseinsparung durch die Reduzierung des Kabelbaumumfangs im Fahrzeug.

STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG

2023 war auch im Hinblick auf die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens ein sehr erfolgreiches Jahr. Nachdem ich im letzten Geschäftsbericht noch von der bedauerlichen und überraschenden Untersagung des Verkaufs der Waferfertigung durch die Bundesregierung berichten musste, konnten wir sehr schnell einen neuen und starken Partner finden. Der Verkauf der Waferfertigung an das US-Unternehmen Littelfuse, den wir im Juni 2023 für einen Verkaufspreis von 93 Mio. Euro unterzeichnet haben, ist ein Meilenstein für die Halbleiterfertigung in Dortmund. Die bestehende Elmos Fertigung mit auslaufender Technologie wird zukünftig mit moderner Leistungshalbleiter-Technologie für Anwendungen unter anderem im Bereich der Klimatechnologie, erneuerbarer Energien und Elektromobilität weiterentwickelt. Die regulatorischen Freigaben haben wir ohne Auflagen im August 2023 erhalten und der Vollzug der Transaktion wird für Ende 2024 erwartet. Wir werden als Fabless-Unternehmen für die Herstellung unserer innovativen Halbleiter auf moderne Foundry-Technologien zugreifen können. Somit haben wir mit dem Verkauf an Littelfuse für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Aktionäre und auch für die Halbleiterfertigung in Deutschland eine sehr gute und zukunftsfähige Lösung gefunden.

Wie schon im gesamten Allokationszeitraum haben wir auch im vergangenen Jahr eine herausragende Leistung bei unserer Lieferperformance erzielt. Der Aufbau von Testkapazitäten und neuen Fertigungs-Partnern in Ostasien hat es ermöglicht, die wichtigen Produktneuanläufe und -hochläufe im zweiten Halbjahr 2023 erfolgreich zu meistern und eine solide Basis für die zukünftigen Bedarfe zu schaffen.

Neben innovativen Hardware-Lösungen stärken wir auch die Software-Kompetenz von Elmos, da die fortschreitende Digitalisierung im Fahrzeug, vernetzte Autos mit Updates über das Internet, Cloud-Services, autonomes Fahren und hohe Sicherheitsanforderungen eine noch stärkere Verknüpfung der Hardware und Software erfordern. Hoch-performante Software wird zunehmend zu einem unverzichtbaren Teil unserer Halbleiter und wir stärken dafür gezielt unser Applikationswissen und unsere methodische Kompetenz, beispielsweise beim wichtigen Thema Cybersecurity in Fahrzeugsystemen. Dazu haben wir im Jahr 2022 eine neue Software Einheit gegründet und das Elmos Softwarehaus eröffnet. Unsere Ressourcen im Bereich Software haben wir im Jahr 2023 nahezu verdoppelt. Wir sind bereit für das software-definierte Fahrzeug!

Elmos ist ein global aufgestelltes Unternehmen und wir haben unsere Präsenz in den Kernregionen im vergangenen Jahr weiter gezielt gestärkt. So haben wir beispielsweise im größten Automobilmarkt in China zwei neue Standorte eröffnet und auch für den Wachstumsmarkt in Indien den Aufbau eines eigenen Elmos Standorts beschlossen. Wir werden durch unsere Präsenz vor Ort noch viel enger als bisher zusammen mit unseren Kunden agieren können.

VORSTAND

DR. ARNE SCHNEIDER

Vorstandsvorsitzender

Diplom-Ökonom | Hamburg

Vorstandsmitglied seit 2014, bestellt bis 2025

Strategie, Koordination Ressorts, Führungskräfte, Qualität, Finanzen, Controlling, Investor Relations, Personal, Einkauf, IT

GUIDO MEYER

Vorstand für Produktion

Diplom-Ingenieur (FH) | Schwerte

Vorstandsmitglied seit 2017, bestellt bis 2024

Produktion, Foundry, Assembly, Logistik, Produkt-Engineering

DR. JAN DIENSTUHL

Vorstand für Entwicklung und Vertrieb

Diplom-Elektrotechniker | Hagen

Vorstandsmitglied seit 2019, bestellt bis 2026

Vertrieb, Entwicklung, Business Lines, Technologie

NACHHALTIGKEIT

Das Thema Nachhaltigkeit ist in unserem Alltag allgegenwärtig und die Bedeutung von Nachhaltigkeit wächst auch in der Wirtschaft, für Investoren, für Regulatoren sowie für Kunden und damit auch für Elmos stetig. Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein elementarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Im abgelaufenen Jahr haben wir unsere umfangreiche Berichterstattung dazu nochmals erweitert und die erste umfassende Treibhausgasbilanz für den Elmos Konzern veröffentlicht. Darüber hinaus haben wir uns ambitionierte Ziele zur Reduktion unserer Treibhausgasemissionen gesetzt. Auf der Grundlage der zukünftigen Organisationsstruktur als Fabless-Unternehmen wollen wir die Treibhausgasemissionen unserer eigenen Aktivitäten - d.h. Scope 1 und 2 - bis zum Jahr 2026 um 40% im Vergleich zum Basisjahr 2022 reduzieren, in jedem Jahr um 10% von 2023 bis 2026. Bis zum Jahr 2035 wollen wir für unsere eigenen Aktivitäten klimaneutral werden. Sie sehen, wir haben hohe Ambitionen und wollen in Zukunft einen noch größeren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

AUSBLICK

In den letzten Monaten haben sich die Versorgungsengpässe in den weltweiten Lieferketten für Halbleiter weitestgehend gelöst. Aktuell befinden wir uns in einer Normalisierungsphase zu der auch Lagerbereinigungen gehören. Strukturell bleibt die Nachfrage nach automobilen Halbleitern weiter hoch und der Wachstumstrend durch mehr intelligente Elektronik in modernen Fahrzeugen ist stabil. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos weiteres profitables Wachstum mit einem Umsatz von 605 Mio. Euro ± 25 Mio. Euro und einer operativen EBIT-Marge von 25% ± 2%-Punkte vom Umsatz. Die erwartete operative EBIT-Marge enthält keine Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse. Nach dem signifikanten Ausbau der Kapazitäten im Testbereich erwartet Elmos für das Jahr 2024 geringere Investitionen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rund 12% ± 2%-Punkte des Umsatzes. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos einen positiven operativen bereinigten Free Cashflow (ohne Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung an Littelfuse) deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Elmos feiert in diesem Jahr ihren 40-jährigen Geburtstag. Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1984 hat sich Elmos zu einem weltweit führenden Spezialisten für Mixed-Signal Halbleiter in der Automobilindustrie entwickelt. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen. Dem gesamten Elmos Team möchte ich hier nochmals für den vorbildlichen Einsatz und die herausragende Arbeit ganz herzlich danken. Mein Dank gilt natürlich auch wieder meinen beiden Vorstandskollegen Dr. Jan Dienstuhl und Guido Meyer sowie unseren Ankeraktionären und dem gesamten Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE. Und natürlich gilt auch Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, ein großer Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement.

Vielen Dank! Bleiben Sie uns gewogen.

Herzliche Grüße aus Dortmund

Ihr

Dr. Arne Schneider

Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2023 konnte sich Elmos in einem erneut anspruchsvollen geopolitischen und ökonomischen Umfeld erfolgreich entwickeln und wiederum ein beeindruckendes Ergebnis erzielen. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Aufgaben, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen, sorgfältig wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand regelmäßig, schriftlich und mündlich, über die Lage des Unternehmens umfassend und frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war er stets und unmittelbar eingebunden. In enger Abstimmung erfolgten Beratungen beispielsweise zu den geopolitischen Spannungen, Versorgungsengpässen bei Halbleitern, Kostensteigerungen oder dem Verkauf der Waferfertigung in Dortmund.

Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Im Aufsichtsrat wurden die Berichte des Vorstands zu sämtlichen für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgängen ausführlich erörtert und überprüft. Sofern Gesetz oder Satzung dies vorsehen, hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussfassungen des Vorstands nach sorgfältiger Prüfung und eingehender Beratung Stellung genommen. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstandsvorsitzende den Vorsitzenden und auch weitere Mitglieder des Aufsichtsrats über wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats beschäftigt sich vor allem mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausschussarbeit ist die Auswahl und Überwachung des Abschlussprüfers. Dies schließt die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, von ihm zusätzlich erbrachte Leistungen sowie die Qualität der Abschlussprüfung mit ein. Der Prüfungsausschuss diskutiert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Aufgrund der Pflichtrotation des Abschlussprüfers auf Basis der EU-Verordnung Nr. 537/2014 hat der Aufsichtsrat, gestützt auf die begründete Empfehlung des Prüfungsausschusses, der Hauptversammlung 2023 vorgeschlagen, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Dortmund zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 sowie zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des Zwischenberichts für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 zu bestellen. Der Vorschlag des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Compliance im Unternehmen sowie der Nachhaltigkeitsberichterstattung und den Aktivitäten bzgl. Nachhaltigkeit. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern, den beiden Finanzexperten im Aufsichtsrat Dr. Klaus Weyer (Vorsitzender) und Dr. Dirk Hoheisel. Beide Mitglieder im Prüfungsausschuss sind vom Unternehmen und vom Vorstand unabhängig (wie auch alle anderen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat) und verfügen über umfassende Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und interner Kontroll-und Risikomanagementsysteme sowie Nachhaltigkeit. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen zeitweise auch der Vorstandsvorsitzende und der Chief Financial Officer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfer teil.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023 drei Mal: am 14. Februar, am 12. Juli und am 15. Dezember 2023 sowie im Jahr 2024 bisher am 27. Februar 2024. Die Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden zum Teil als Videokonferenzen statt. Bei der Sitzung am 14. Februar 2023 fehlte Dr. Weyer entschuldigt, ansonsten war die Teilnahme der Ausschussmitglieder und der eingeladenen Gäste an allen Sitzungen im Geschäftsjahr 2023 vollständig. In seinen Sitzungen beriet der Prüfungsausschuss über das Risikomanagement, die Compliance, das interne Kontrollsystem und die interne Revision. Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich zudem mit dem Verkauf der Dortmund Semiconductor GmbH an Littelfuse, Inc. Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss die Qualität der Abschlussprüfung, den Prüfungsauftrag, zusätzliche Leistungen sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und legte die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung fest. An diesen Beratungen nahm zeitweise der Abschlussprüfer teil. Weitere Themen in den Sitzungen waren aktuelle Bilanzierungsthemen, Neuerungen in der Rechnungslegung sowie weitere aktuelle Themen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt vier ordentliche Sitzungen des gesamten Aufsichtsrats statt: am 1. März, am 10. Mai, am 6. September und am 15. Dezember. Am 28. Februar 2024 fand eine Aufsichtsratssitzung mit dem Schwerpunkt der Beratung und Feststellung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses 2023 statt, an welcher zeitweise auch der Abschlussprüfer der Gesellschaft teilnahm.

Der Aufsichtsrat informierte sich während der Sitzungen im Berichtsjahr auf Basis von schriftlichen und mündlichen Berichten des Vorstands eingehend über die jeweils aktuelle Entwicklung, die Lage der Gesellschaft und aktuelle geschäftspolitische Entscheidungen. Auf Basis dieser ausführlichen Erläuterungen fasste der Aufsichtsrat die erforderlichen Beschlüsse. Wo notwendig, wurden die entsprechenden Beschlüsse von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam gefasst. Eine Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erfolgte zu den globalen Entwicklungen in der Lieferkette und zur Energieversorgung. Im Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die aktuelle Absatz-, Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft sowie über die zukünftigen Aussichten beraten. Detailliert wurde die Lage der Konzerngesellschaften sowie die strategische Entwicklung des Konzerns über das Berichtsjahr hinaus behandelt. Das Budget für das nächste Geschäftsjahr und geplante Investitionen wurden ausführlich erörtert.

Ein wesentlicher Punkt der Beratungen im Aufsichtsrat und Diskussionen mit dem Vorstand war der Verkauf der Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse, Inc. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand der akquirierten Aufträge aus den letzten Jahren sowie neuer Design-Wins verbunden mit der Umsatzplanung und aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Produktsegmenten. Der Aufsichtsrat beriet darüber hinaus über die nächsten Technologiegenerationen. Diskutiert wurde außerdem über Wachstumsstrategien und die strategische Aufstellung des Unternehmens in China. Weitere Themen im Aufsichtsrat waren die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die Durchführung der Hauptversammlung 2023 nach dem neuen Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften sowie der Halbjahresabschluss 2023.

Der Aufsichtsrat informierte sich auch durch die Berichte des Prüfungsausschusses über die Prüfungsschwerpunkte und erörterte die Finanzberichte. Der Aufsichtsrat erfüllte seine Prüfpflichten im Zusammenhang mit dem Abschlussprüfungsreformgesetz. So überwachte er die Qualität des Abschlussprüfers bei der Abschlussprüfung, die Einhaltung der Vorschriften zu Nichtprüfungsleistungen sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Wie in den vorherigen Geschäftsjahren informierte sich der Aufsichtsrat über das Risikomanagementsystem und seine Schwerpunkte. Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit dem Bericht des Prüfungsausschusses über das interne Kontrollsystem, den Rechnungslegungsprozess sowie die Compliance. Darüber hinaus behandelte er eingehend die Inhalte und das Format für die nächste ordentliche Hauptversammlung am 15. Mai 2024. Aufgrund der Empfehlung des Vorstands, der positiven Erfahrungswerte der virtuellen Elmos HVs der letzten Jahre sowie aufgrund des Trends bei den Börsengesellschaften in Deutschland wurde beschlossen, vorbehaltlich einer anderslautenden späteren Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat, die ordentliche HV 2024 wieder im virtuellen Format vorzubereiten und durchzuführen. Die Sitzungen des Aufsichtsrats fanden als Präsenzveranstaltungen statt. Bei der Sitzung am 15. Dezember 2023 fehlte Thomas Lehner entschuldigt, ansonsten war die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Sitzungen vollständig. Teilweise fanden die Beratungen ohne Anwesenheit des Vorstands statt.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES

In seiner Sitzung am 28. Februar 2024 hat sich der Aufsichtsrat unter Hinzuziehung der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Dortmund, und des Berichts des Prüfungsausschusses mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 befasst. Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und der Lagebericht der Elmos Semiconductor SE, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist ("zusammengefasster Lagebericht"), wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Dortmund, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt sowie um die nach § 315e Abs. 1 HGB vorgesehenen Angaben ergänzt. Auch der Konzernabschluss nach IFRS und der zusammengefasste Lagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erhalten. Die Jahresabschlussunterlagen, der Geschäftsbericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet worden. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Sitzung des Aufsichtsrats am 28. Februar 2024 zusätzlich mündlich erläutert. Die Wirtschaftsprüfer berichteten in dieser Sitzung über die Ergebnisse ihrer Prüfung einschließlich der Key Audit Matters. Auch im Rahmen der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte sowie im Verlauf der Prüfungsdurchführung fand zu verschiedenen Zeitpunkten eine Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer statt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der Elmos Semiconductor SE, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE und den Konzernabschluss für den Elmos-Konzern gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Abschlussprüfer führte außerdem eine formelle Prüfung des Vergütungsberichts auf die durch das Aktienrecht vorgegebenen Angaben durch und erstellte einen gesonderten Vermerk, der dem Vergütungsbericht beigefügt ist. Der geprüfte Vergütungsbericht wird gemäß § 120a Abs. 4 AktG der nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zur Billigung vorgelegt werden.

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor zu beschließen, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 284,4 Mio. Euro (gemäß HGB) auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Ferner prüfte der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Sitzung am 28. Februar 2024 den Nachhaltigkeitsbericht der Gesellschaft.

Vergütungssysteme für Aufsichtsrat und Vorstand

Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 hat das Vergütungssystem für den Vorstand mit großer Mehrheit gebilligt. Änderungen am Vergütungssystem für den Aufsichtsrat werden der nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zur Beschlussfassung vorgelegt.

CORPORATE GOVERNANCE

Aufsichtsrat und Vorstand arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und sind der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Geschäftsjahr 2023 mit den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Aufsichtsrat und Vorstand haben im Mai 2023 gemeinsam eine aktualisierte Erklärung gemäß § 161 AktG bzgl. der Erfüllung der Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 28. April 2022 abgegeben. Diese und alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind unter www.elmos.com dauerhaft zugänglich.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat bzw. der Hauptversammlung gegenüber offen zu legen sind, traten nicht auf. Die Gesellschaft informierte und unterstützte die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig bezüglich neuer Gesetze und aktueller Rechtsprechung zu relevanten Themen, beispielsweise den erweiterten Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung oder dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).

Weitere Angaben zu Corporate Governance befinden sich im vorliegenden Geschäftsbericht.

BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Es gab im Geschäftsjahr 2023 keine personellen Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos Semiconductor SE. Der Vertrag des Vorstandsmitglieds für Entwicklung und Vertrieb, Dr. Jan Dienstuhl, wurde vorzeitig bis Ende 2026 verlängert.

Dr. Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel erfüllen als Finanzexperten im Aufsichtsrat die gesetzlichen Anforderungen an Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung bzw. Abschlussprüfung und verfügen darüber hinaus über Expertise im Bereich Nachhaltigkeit. Alle vier Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, Dr. Klaus Weyer, Prof. Dr. Günter Zimmer, Dr. Dirk Hoheisel und Dr. Volkmar Tanneberger, sind von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Kein Mitglied im Aufsichtsrat ist im Vorstand eines anderen Unternehmens tätig oder nimmt weitere Aufsichtsrats- oder vergleichbare Mandate wahr. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats stellt die ordnungsgemäße Wahrnehmung seiner Aufgaben nach Gesetz und Satzung mit den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten sowie fachlichen und unternehmerischen Erfahrungen zum Wohle des Unternehmens sicher.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem gesamten Vorstand für ihre hervorragende Arbeit und ihren außerordentlichen Einsatz in einem sehr herausfordernden und erneut überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2023.

Dortmund, 28. Februar 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Klaus Weyer

Aufsichtsratsvorsitzender

AUFSICHTSRAT

DR. KLAUS WEYER

Vorsitzender

Vorsitzender des Prüfungsausschusses, Finanzexperte gem. § 100 Abs. 5 AktG

Unabhängiges Aufsichtsratsmitglied

Diplom-Physiker | Penzberg

PROF. DR. GÜNTER ZIMMER

Stellvertretender Vorsitzender sowie Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit

Unabhängiges Aufsichtsratsmitglied

Diplom-Physiker | Duisburg

DR. DIRK HOHEISEL

Mitglied im Prüfungsausschuss, Finanzexperte gem. § 100 Abs. 5 AktG

Unabhängiges Aufsichtsratsmitglied

Diplom-Ingenieur | Berlin

DR. VOLKMAR TANNEBERGER

Unabhängiges Aufsichtsratsmitglied

Diplom-Ingenieur | Meine

THOMAS LEHNER

Arbeitnehmervertreter

Diplom-Ingenieur | Dortmund

SVEN-OLAF SCHELLENBERG

Arbeitnehmervertreter

Diplom-Physiker | Dortmund

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

GEMÄSS §§ 289f UND 315d HGB EINSCHLIESSLICH CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Im nachfolgenden Kapitel berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) über die Corporate Governance bei Elmos. Vorherige Erklärungen zur Unternehmensführung können unter www.elmos.com abgerufen werden.

Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Für Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos bedeutet Corporate Governance die Umsetzung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung mit einer angemessenen Transparenz in allen Bereichen des Konzerns. Aufsichtsrat und Vorstand haben sich auch im Geschäftsjahr 2023 mit den Vorgaben des DCGK beschäftigt. Im Mai 2023 haben sie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG bezogen auf den DCGK in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022 gemeinsam abgegeben. Abgesehen von den darin erklärten Abweichungen wird allen Empfehlungen des DCGK entsprochen. Alle bisher abgegebenen Entsprechenserklärungen sind unter www.elmos.com veröffentlicht.

Compliance

Die Steuerung und Überwachung der Compliance im Konzern ist eine der Aufgaben des Gesamtvorstands und der Vorstandsmitglieder in ihren jeweiligen Ressorts. Zur Einhaltung von geltendem Recht und Gesetz sowie aller internen Regeln und Richtlinien verfügt Elmos über ein Compliance Management System (CMS).

Elmos hat bereits 2022 die Angemessenheit und Implementierung ihres Compliance Management Systems (CMS) von einer externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem IDW Prüfungsstandard "Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Als Ergebnis der Prüfung wurde festgestellt, dass die implementierten Regelungen des CMS in der CMS-Beschreibung in Übereinstimmung mit den angewandten CMS-Grundsätzen in allen wesentlichen Belangen angemessen, geeignet und implementiert sind. Elmos plant, die Compliance Prüfung gemäß IDW PS 980 mit der erfolgreichen Wirksamkeitsprüfung im Geschäftsjahr 2024 abzuschließen.

Die Interne Revision hat auch im Geschäftsjahr 2023 nichtanlassbezogene Prüfungen in verschiedenen Unternehmensbereichen durchgeführt. Die Evaluierung der Prüfberichte dient der Verbesserung und Weiterentwicklung des CMS. Elmos hat das Ziel, die Compliance innerhalb des Konzerns stetig zu verbessern und als integralen Bestandteil der Elmos-Kultur weiter auszubauen.

Der Elmos-Verhaltenskodex dient den Mitarbeitern des Elmos-Konzerns als Orientierungsrahmen im Hinblick auf ihr Handeln und Verhalten. Hierin sind die im Unternehmen gültigen Regeln und Grundsätze niedergelegt. Der Verhaltenskodex wird regelmäßig aktualisiert und durch Schulungen vermittelt. Um die anspruchsvollen Compliance-Grundsätze nicht nur im Konzern, sondern auch innerhalb der Lieferkette durchzusetzen, verpflichten wir unsere Lieferanten und Geschäftspartner mit dem Elmos Supplier Code of Conduct, in all ihren unternehmerischen Aktivitäten, Handlungen und Entscheidungen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und die jeweils geltenden Gesetze sowie alle sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der Länder, in denen sie tätig sind, strikt zu beachten.

Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss werden mindestens einmal jährlich über das CMS, die Ergebnisse der Internen Revision sowie über eingeleitete Maßnahmen informiert. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung des CMS werden jährliche Schwerpunktthemen festgelegt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Aufsichtsrat und Vorstand fühlen sich gemeinsam zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung des Konzerns verpflichtet. Ihr oberstes Ziel ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert zu steigern. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Bereiche; gemeinsam tragen sie die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand und den Beschlüssen der Hauptversammlung.

Der Vorstand vertritt die Gesellschaft nach außen. Ihm obliegen die Konzernleitung, die Festlegung und Überwachung der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensziele sowie die Konzernfinanzierung. Der Gesamtvorstand tagt in der Regel einmal wöchentlich. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, umfassend und zeitnah über für das Unternehmen bedeutende Entwicklungen und Ereignisse. Der Aufsichtsrat bestellt und überwacht den Vorstand und berät ihn bei der Führung der Geschäfte. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine rechtzeitige und langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand. Hierzu finden regelmäßig Gespräche statt. Dabei werden die jeweiligen Vertragsverhältnisse bezüglich der restlichen Dauer der Bestellung und mögliche Vertragsverlängerungen erörtert, und es wird über Neubestellungen entschieden.

Aufsichtsrat und Vorstand arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. In grundlegende Entscheidungen wird der Aufsichtsrat vom Vorstand eingebunden. Die Geschäftsordnungen der beiden Organe regeln u.a. diese Zusammenarbeit. Eine detaillierte Zusammenfassung über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 befindet sich im Bericht des Aufsichtsrats. Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen werden, auch schwerpunktmäßig, durch den gesamten Aufsichtsrat behandelt. Das Gesamtgremium diskutiert und verabschiedet zusammen mit dem Vorstand auch die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und ESG-Ziele, wie zum Beispiel die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Prüfung des nichtfinanziellen Berichts sind im Prüfungsausschuss angesiedelt. Der Vorsitzende berichtet den Aktionären über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr auf der jeweils folgenden Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE besteht aus sechs Mitgliedern. Entsprechend der Beteiligungsvereinbarung der SE setzt er sich aus vier Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung gewählt, die Arbeitnehmervertreter von der Belegschaft. Der amtierende Aufsichtsrat der SE wurde am 20. Mai 2021 von der Hauptversammlung gewählt bzw. durch die Beteiligungsvereinbarung der SE eingesetzt.

Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss gebildet. Nähere Angaben zur Tätigkeit und Zusammensetzung des Prüfungsausschusses befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hat Ziele und Grundsätze im Hinblick auf seine Zusammensetzung festgelegt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erstellt. Hierzu gehören neben internationaler Erfahrung, technischem und unternehmerischem Sachverstand, strategischem Weitblick und Kenntnis des Unternehmens ebenso branchenspezifisches Know-how und Vielfalt sowie Erfahrung in der Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und internen Kontrollverfahren. Jegliche Interessenkonflikte sind zu vermeiden.

Die oben genannten Ziele sind bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats und auch des Prüfungsausschusses umgesetzt worden. Sie werden auch bei zukünftigen Nominierungen Berücksichtigung finden. Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus Weyer und Prof. Dr. Günter Zimmer werden trotz langjähriger Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat als unabhängig gesehen. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat ist von einer umfassenden Kenntnis des Geschäfts der Gesellschaft geprägt. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr unbeeinflusstes und objektives Urteilsvermögen tragen sie wesentlich zur erfolgreichen Arbeit des Aufsichtsrats bei. Die langjährige Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat ist lediglich ein Indikator für eine mögliche fehlende Unabhängigkeit. Bei der Beurteilung der Unabhängigkeit von Gremienmitgliedern ist vielmehr eine über die formal-typisierten Indizien hinausgehende Gesamtschau erforderlich.

Die beiden Mitglieder des Prüfungsausschusses Dr. Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel verfügen jeweils über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontroll- und Risikomanagementsystemen sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Dazu gehört auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Dr. Klaus Weyer verfügt unter anderem aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Management Consultant, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats der Elmos über Sachverstand auf den genannten Gebieten. Herr Dr. Dirk Hoheisel verfügt unter anderem aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als ehemaliger Bereichsvorstand und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH über Sachverstand auf den genannten Gebieten.

Die Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE gestaltet sich wie folgt:

Qualifikationsmatrix der Mitglieder des Aufsichtsrats der Elmos Semiconductor SE

Kompetenzen Gesamtgremium Dr. Klaus Weyer Prof. Dr. Günter Zimmer Dr. Dirk Hoheisel Dr. Volkmar Tanneberger Thomas Lehner Sven-Olaf Schellenberg
Vorsitzender PA-Vorsitz. Bestellt bis 2027 Stellvertretender Vorsitzender Bestellt bis 2027 AR-Mitglied PA-Mitglied Bestellt bis 2027 AR-Mitglied Bestellt bis 2027 AR-Mitglied AN-Vertreter Bestellt bis 2027 AR-Mitglied AN-Vertreter Bestellt bis 2027
Branchenspezifische Fachkenntnisse x x x x x x
Technischer Sachverstand x x x x x x
Langjährige Kenntnis des Unternehmens x x x x
Unternehmerische Kompetenz x x x x
Internationale Erfahrung x x x x
Strategischer Weitblick inkl. Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen x x x x x x
Unabhängigkeit x x x x
Kompetenzen Prüfungsausschuss (PA) Dr. Klaus Weyer Dr. Dirk Hoheisel
Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender
Sachverstand in Rechnungslegung und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme inkl. Informationssicherheit x x
Sachverstand in der Abschlussprüfung x x
Sachverstand bei Nachhaltigkeitsthemen und Nachhaltigkeitsberichterstattung x x

Tätigkeit als ehemaliger Bereichsvorstand und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH über Sachverstand auf den genannten Gebieten. Die Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE gestaltet sich wie folgt:

Gemäß D.12 des DCGK nimmt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Selbstbeurteilung vor, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und sein Prüfungsausschuss seine jeweiligen Aufgaben erfüllt. So bewertet er mithilfe von Fragebögen einmal jährlich deren Effizienz und Effektivität der Aufgabenerfüllung. Entsprechend der Ziffer B.2 des DCGK beschäftigt sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand außerdem mit der langfristigen Planung der Nachfolge im Vorstand. Hierzu werden bedarfsgerecht Gespräche auch zum Planungshorizont und zu erforderlichen Qualifikationen geführt.

Umsetzung einer gleichberechtigten Teilhabe und Diversität

Im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen haben Aufsichtsrat und Vorstand zum 30. Juni 2022 Mindestquoten für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sowie in der ersten und zweiten Führungsebene zur Zielerreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Die Mindestquoten lauten wie folgt: 0% für Aufsichtsrat und 0% für Vorstand, 7,14% für die erste und 6,67% für die zweite Führungsebene.

Derzeit sind sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand keine Frauen vertreten. Die Elmos Semiconductor SE entscheidet bei der Besetzung von Vorstandspositionen bzw. bei der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten stets nach bester Qualifikation, Erfahrung und Eignung zum Wohle des Unternehmens. Elmos ist mit der aktuellen Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand sehr gut aufgestellt. Aufgrund der stark technischen Ausrichtung des Unternehmens insbesondere mit dem Fokus auf Elektrotechnik, Halbleiter- und Mikrotechnologie haben Führungskräfte bei Elmos zum größten Teil technische Studiengänge abgeschlossen. Für ingenieurwissenschaftliche Fächer besteht ein allgemeiner Mangel an Nachwuchskräften, wobei Frauen sich noch seltener für Ingenieursberufe entscheiden als Männer. Aus diesem Grund stehen deutlich weniger weibliche als männliche hochqualifizierte und erfahrene Kandidaten für die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung.

In der ersten Führungsebene konnte im Geschäftsjahr 2023 die Zielquote und der Wert des Vorjahres von ca. 7% erreicht werden. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene übertraf mit rund 10% die Zielgröße. Alle Angaben beziehen sich auf die Beschäftigten der Elmos Semiconductor SE in Deutschland zum 31. Dezember 2023. Damit sind alle festgelegten Quoten für den Frauenanteil bei Elmos sowie die Anforderungen aus dem Zweiten Führungspositionen-Gesetz erfüllt.

Unabhängig von der Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen, legt Elmos einen hohen Wert auf Chancengleichheit sowie Mitarbeitervielfalt und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt basiert. In unserem Unternehmen sind männliche, weibliche und diverse Arbeitnehmer grundsätzlich gleichgestellt. Alle unsere Mitarbeiter werden unabhängig des Geschlechts auf Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und gefördert. Wir setzen unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige Förderung und achten bei Bewerbern auf Eignung, Leistungsbereitschaft und Know-how.

Elmos verfolgt für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat - wie auch im gesamten Unternehmen - ein an Nichtdiskriminierung ausgerichtetes Diversitätskonzept. Ziel dieses Konzeptes ist es, eine angemessene Vielfalt im Hinblick auf den beruflichen Erfahrungshintergrund, insbesondere in Bezug auf die Industrie, die Regionen und die Unternehmenszugehörigkeit, den Bildungshintergrund sowie die persönlichen Charaktereigenschaften, zu erreichen. Diese Aspekte sind in der aktuellen Besetzung der Organe berücksichtigt. Grundsätzlich ist die Eignung einer Person für eine Aufgabe ausschlaggebend für eine Beschäftigung im Unternehmen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Sie erhalten termingerecht die Tagesordnung, Informationen zur Teilnahme und auf Wunsch auch den Geschäftsbericht. Wesentliche Dokumente zu aktuellen und vergangenen Hauptversammlungen sowie weitere Erläuterungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung und Stimmabgabe sind auf unserer Website - auch in englischer Sprache - verfügbar oder können bei der Gesellschaft angefordert werden. Aktionäre, die nicht an der Hauptversammlung teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihre Stimmrechte entsprechend ihrer Weisung durch von Elmos ernannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 10. Mai 2023 ermächtigt, die Hauptversammlung bis zum 9. Mai 2028 ohne physische Präsenz abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung). Aufgrund der Erfahrungen in der COVID 19 Pandemie erachten Aufsichtsrat und Vorstand die Flexibilität, Hauptversammlungen entweder in Präsenz oder virtuell abzuhalten, als notwendig und vorteilhaft für die Gesellschaft. Der Vorstand wird jedoch vor jeder Hauptversammlung, auch unter Berücksichtigung des Austauschs mit Aktionären, abwägen und über das Format der Hauptversammlung im besten Interesse der Gesellschaft und der Aktionäre entscheiden. Nach eingehender Beratung und Diskussion im Vorstand und Aufsichtsrat soll vorbehaltlich einer anderslautenden späteren Beschlussfassung die ordentliche Hauptversammlung 2024 als virtuelle Hauptversammlung vorbereitet und durchgeführt werden.

Wichtige Termine für die Aktionäre werden jährlich in einem Finanzkalender veröffentlicht. Alle Zwischenmitteilungen, Halbjahres- und Geschäftsberichte sind unter www.elmos.com abrufbar. Der Vorstand informiert regelmäßig Analysten und Investoren u.a. im Rahmen von Roadshows und Konferenzen über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens. Die Investor-Relations-Abteilung steht darüber hinaus für Fragen der Aktionäre zur Verfügung.

RISIKEN

Zum Erfolg einer guten Corporate Governance gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Risiken. Hierüber wird der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand unterrichtet. Informationen über das Risikomanagement- sowie das interne Kontrollsystem befinden sich im zusammengefassten Lagebericht unter "Chancen und Risiken".

ABSCHLUSSPRÜFUNG

Vor Unterbreitung eines Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers holte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats auch für das Geschäftsjahr 2023 vom Prüfer eine Unabhängigkeitserklärung ein. Zweifel an der Unabhängigkeit wurden nicht festgestellt. Der Aufsichtsrat hat entsprechend Ziffer D.8 des DCGK mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass ihm dieser über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Ebenso legte er entsprechend Ziffer D.9 des DCGK fest, dass der Prüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er Abweichungen von der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex ermittelt. Solche Unstimmigkeiten wurden nicht festgestellt. Darüber hinaus diskutierte entsprechend Ziffer D.10 des DCGK der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und die Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung ausgetauscht und dem Ausschuss hierüber berichtet.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMME

Elmos hat aktienbasierte Vergütungsmodelle für Führungskräfte und Vorstandsmitglieder aufgelegt. Der Börsenkurs ist für unsere Aktionäre ein zentrales Kriterium bei einer Investition in das Unternehmen. Die Anknüpfung bestimmter Vergütungsbestandteile an den Börsenkurs ist daher ein Leistungsanreiz für die Bezugsberechtigten. Weitere Informationen hierzu befinden sich im Konzernanhang.

VERGÜTUNGSSYSTEM/VERGÜTUNGSBERICHT

Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 billigte das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG sowie die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 113 Abs. 3 AktG. Eine Beschreibung der Vergütungssysteme befindet sich auf der Website unter www.elmos.com/ueber-elmos/investor/corporate-governance.html sowie in den Einladungen zur Hauptversammlung von 2021 bis 2023. Der Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG wird einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers nach der Beschlussfassung über die Billigung durch die Hauptversammlung 2024 auf der Website der Elmos Semiconductor SE www.elmos.com/ueber-elmos/investor/corporate-governance.html öffentlich gemacht.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex 2023

Die Entsprechenserklärung vom Mai 2022 ersetzend erklären Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE gemäß § 161 Aktiengesetz:

I. Zukunftsbezogener Teil

Die Elmos Semiconductor SE wird den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (kurz: DCGK) in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022 (Bekanntgabe im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022) zukünftig mit den hier genannten Ausnahmen entsprechen:

Sowohl für die Mitglieder des Vorstands als auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats werden keine Altersgrenzen festgelegt (DCGK Ziffern B.5 und C.2). Der Aufsichtsrat entscheidet über die Eignung der Mitglieder des Vorstands. Der Hauptversammlung obliegt die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats; sie entscheidet somit auch über die Altersstruktur.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses (DCGK Ziffer D.3 Satz 5). Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, dass der damit verbundene Arbeitsaufwand nicht zu hoch ist und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats erledigt werden kann. Auch sieht der Aufsichtsrat nicht die Gefahr einer zu großen Nähe zum Vorstand und dadurch bedingter mangelnder Aufmerksamkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der zusätzlichen Übernahme der Funktion des Prüfungsausschussvorsitzenden. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist bestens geeignet, auch den Vorsitz im Prüfungsausschuss zu übernehmen. Es ist im Interesse der Gesellschaft, dass von der Empfehlung (DCGK Ziffer D.3 Satz 5) abgewichen wird.

Die Festlegungen der Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds richten sich nach den aktuellen gesetzlichen Anforderungen, insbesondere wird den Anforderungen der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) entsprochen. Weitergehende Anforderungen und Konkretisierungen werden zum jetzigen Zeitpunkt als nicht zielführend angesehen (DCGK Ziffern G.1 und G.2).

Der Aufsichtsrat legt nach pflichtgemäßem Ermessen die Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest. Es werden keine speziell für die Elmos Semiconductor SE angefertigten Benchmarking Studien beauftragt (DCGK Ziffer G.3). Es erfolgt keine besondere Analyse der Arbeitnehmervergütungen allein für die Zwecke der Vorstandsvergütungen (DCGK Ziffer G.4). Der Aufsichtsrat nutzt stattdessen Vergütungsstudien und Vergleichswerte anderer Unternehmen und bezieht das bekannte Niveau der Vergütung der Arbeitnehmer und die typische Veränderung im Zeitablauf in seine Überlegungen ein. Bezüglich darüber hinaus gehender Analysen sieht der Aufsichtsrat nicht den entsprechenden Nutzen für den erhöhten Aufwand.

Die Vorstandsverträge sehen keine Abfindungsbegrenzungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit vor (DCGK Ziffer G.13). Die Höhe einer Abfindung kann aus Sicht des Aufsichtsrats im Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung nur in einer dann zu treffenden Vereinbarung sachgerecht festgelegt werden.

II. Vergangenheitsbezogener Teil

Den Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 (Bekanntgabe im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 20. März 2020) wurde seit Abgabe der Entsprechenserklärung im Mai 2022 mit den dort unter I. genannten Ausnahmen entsprochen.

Dortmund, im Mai 2023

Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand
Dr. Klaus Weyer Dr. Arne Schneider
Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

WERTPAPIERGESCHÄFTE

Personen, die bei einem Emittenten von Aktien Führungsaufgaben wahrnehmen (bei Elmos die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie einzelne höhere Führungskräfte gemäß Art. 3 Abs. 1 Nr. 25 lit. b) der Marktmissbrauchsverordnung (MAR)), sowie deren nahestehenden Personen sind nach Art. 19 Abs. 1 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) gesetzlich verpflichtet, Geschäfte mit Aktien oder Schuldtiteln der Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen zu legen. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte werden umgehend nach Erhalt der Mitteilung europaweit verbreitet und unter www.elmos.com veröffentlicht.

NACHHALTIGKEIT

ZUGLEICH NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT (ZUSAMMENGEFASSTER NICHTFINANZIELLER BERICHT DER ELMOS SEMICONDUCTOR SE UND DES KONZERNS)

Nachhaltigkeit ist ein elementarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unser Anspruch an soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren fest in unserem Unternehmen verankert. Wir verstehen nachhaltige Wertschöpfung in einem umfassenden Sinn und als integralen Bestandteil unserer Strategie, Steuerungsprozesse und Ziele sowie unseres Geschäftsmodells. Wir richten den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit nicht nur an finanziellen Kennzahlen aus, sondern wollen diesen mit gesellschaftlicher Akzeptanz, hohem ökologischen Bewusstsein und korrektem ethischen Handeln verbinden. Im Folgenden werden die Nachhaltigkeitsthemen gemäß § 289c HGB und § 315c HGB erläutert.

Elmos entwickelt, produziert und vertreibt Halbleiter vornehmlich für den Einsatz im Auto. Weitere Informationen hierzu finden Sie weiter unten im Abschnitt "Elmos Produktnutzen" sowie im Kapitel "Zusammengefasster Lagebericht" im vorliegenden Geschäftsbericht.

Die von Elmos entwickelte innovative Mikroelektronik leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Lebens der Menschen und dem Schutz unserer Umwelt. Wir gestalten die Mobilität der Zukunft und unsere Produkte ermöglichen eine nachhaltigere, sicherere und lebenswertere Welt - das ist unsere Vision und die Basis für unser tägliches Handeln. Deshalb geht bei Elmos Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand, um langfristig profitables Wachstum zusammen mit einem positiven Beitrag für die Umwelt und die Gesellschaft zu realisieren. Dabei sind wir uns unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung bewusst, was sich in zahlreichen Aktivitäten und Projekten im gesamten Unternehmen widerspiegelt.

Die Grundlage für die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie von Elmos, welche die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt - angefangen bei unseren Lieferanten über unsere eigenen Aktivitäten bis hin zu unserem Produktportfolio und dem Mehrwert für unsere Kunden - bildet eine Wesentlichkeitsanalyse. Hiermit identifizieren wir wesentliche Nachhaltigkeitsthemen für Elmos. Dabei werden sowohl Themen berücksichtigt, auf die wir als Unternehmen Einfluss haben, wie beispielsweise unsere Energie- und Ressourcenverbräuche, sowie Themen, die Auswirkungen auf uns haben, wie z.B. die von unseren Stakeholdern und in unserer Branche als wesentlich erachteten Themen. Für die Identifikation dieser wesentlichen Themen werden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations, UN), die Sustainable Development Goals (SDGs), herangezogen, welche alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigen: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Da insbesondere die Sozialbelange teilweise über die Elmos Stiftung abgebildet und gefördert werden, sind die wesentlichen Nachhaltigkeitsziele jeweils sowohl für den Elmos-Konzern als auch für die Elmos Stiftung analysiert worden.

Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse für den Elmos-Konzern sind insbesondere die Ziele Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3), Geschlechtergleichheit (SDG 5), Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8), Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9), Nachhaltige/r Konsum und Produktion (SDG 12) sowie Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) identifiziert worden, auf die Elmos als wirtschaftlicher Konzern den größten Einfluss hat. Der Zweck der Elmos Stiftung umfasst die Förderung von Forschung, Wissenschaft und Bildung, die regionale Förderung an den Standorten des Elmos-Konzerns weltweit und die Bekämpfung der weltweiten Armut. Mit diesen Stiftungszwecken leistet die Elmos Stiftung wesentliche Beiträge zu den UN Zielen Keine Armut (SDG 1), Kein Hunger (SDG 2), Hochwertige Bildung (SDG 4), Bezahlbare und saubere Energie (SDG 7), Weniger Ungleichheiten (SDG 10) sowie zu Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16). Ab dem 1. Januar 2025 wird die nicht-finanzielle Berichterstattung der Elmos auf der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU basieren, welche die bisherigen Publikationspflichten des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) ersetzen wird. Wir bereiten uns bereits intensiv auf die kommende Berichtspflicht vor. In dem Zusammenhang wird auch die Wesentlichkeitsanalyse basierend auf den neuen Anforderungen der mit der CSRD einhergehenden European Sustainability Reporting Standards (ESRS) vollständig überarbeitet.

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren positiven Einfluss auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen auszuweiten. ESG-relevante Fragestellungen sowie die Publikation und Kommunikation der ESG-Aktivitäten, Kennzahlen und Richtlinien werden bei Elmos durch den Bereich Investor Relations, Public Relations & ESG koordiniert, der sich regelmäßig mit den Fachverantwortlichen aus allen relevanten Bereichen insbesondere Human Resources, Facility Management, Purchasing und Vertrieb sowie den Beauftragten für Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu Nachhaltigkeitsthemen und Stakeholder-Anforderungen austauscht. Die übergeordnete Verantwortung des Nachhaltigkeitsbereichs liegt bei Dr. Arne Schneider, Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE. Auf diese Weise wird das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in die Organisation des Unternehmens verankert. Im Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE werden Nachhaltigkeitsthemen im Gesamtgremium behandelt. Dazu zählen auch die Diskussion der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sowie wesentliche ESG-Ziele. Die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Prüfung des nichtfinanziellen Berichts sind im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats angesiedelt.

Unsere Ambitionen für mehr Nachhaltigkeit werden im Rahmen unserer regelmäßigen ESG-Berichterstattung unseren Stake-holdern gegenüber transparent dargestellt. Zahlreiche ESG-bezogene Dokumente und Kennzahlen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance sowie tiefergehende Details zu der ESG-Strategie von Elmos und den Wesentlichkeitsanalysen zum Elmos-Konzern sowie zur Elmos Stiftung sind auf unserer Website unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit verfügbar und belegen den hohen Anspruch, den Elmos in Sachen Nachhaltigkeit verfolgt. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir erstmalig eine designierte Telefonkonferenz für Analysten und Investoren zum Thema ESG ausgerichtet. Darüber hinaus hat sich Elmos im Geschäftsjahr 2023 zum zweiten Mal am Carbon Disclosure Project (CDP) im Bereich Climate Change, der weltweit größten Datenbank für Umwelt- und Emissionsdaten, beteiligt. Zusätzlich hat Elmos im Rahmen des CDP im Geschäftsjahr 2023 erstmalig auch Daten im Bereich Water Security bereitgestellt. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr wieder in international anerkannten ESG-Rating-Portalen sowie in verschiedenen ESG-Portalen unserer Kunden umfangreiche Daten und Informationen zur Verfügung gestellt, um eine möglichst objektive Bewertung der ESG-Performance von Elmos zu unterstützen. In den meisten Fällen werden die Ratings und Bewertungen allerdings nur einmal pro Jahr umfassend aktualisiert. Daher spiegeln einige Ratingergebnisse nicht den aktuellen Stand der ESG-Performance von Elmos wider.

Elmos achtet auf Umweltbelange und ist sowohl nach der anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 als auch nach der Energiemanagement DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen werden jährlich überprüft bzw. in Wiederholungsaudits bestätigt.

Elmos erhebt eine Vielzahl an Verbrauchswerten u.a. für operative Bewertungen, als Bemessungsgrundlage für Maßnahmen zur Verbrauchsoptimierung im Unternehmen und als Basis für ESG-Aktivitäten und -Zielsetzungen. Dazu gehören beispielsweise Emissionen, Energie- und Wasserverbräuche sowie das Abfallaufkommen. Basierend auf dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol haben wir im Berichtsjahr 2023 erstmalig eine umfassende Treibhausgasbilanz (Scope 1 bis 3) erstellt und darauf aufbauend ambitionierte Klimaziele für unsere eigenen Aktivitäten definiert. Auf der Grundlage unserer zukünftigen Organisationsstruktur als Fabless-Unternehmen wollen wir bis zum Jahr 2026 unsere Scope 1 und 2 Emissionen um 40% gegenüber dem Basisjahr 2022 reduzieren. Im Rahmen dieser Zielsetzung sind zwecks Vergleichbarkeit die Scope 1 und 2 Emissionen der Waferfertigung in Dortmund im Basisjahr 2022 bereits exkludiert worden. Um die angestrebte Reduktion zu erreichen, planen wir, unsere Scope 1 und 2 Emissionen in den nächsten vier Jahren jährlich um 10% zu senken. Zudem wollen bis zum Jahr 2035 für unsere eigenen Aktivitäten (Scope 1 und 2) klimaneutral werden. Diese und weitere Kennzahlen stehen auf unserer Website unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Elmos analysiert die internen Prozesse, um so weitere Energie- und Ressourceneffizienzsteigerungen zu generieren und sowohl Vorteile für die Umwelt als auch für die wirtschaftliche Basis des Unternehmens zu erzielen. Zudem ist Elmos Teil der deutschlandweiten Initiative "Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke", welche sich zu einem der erfolgreichsten Instrumente des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) entwickelt hat. Hiermit unterstützt Elmos aktiv die Energieeffizienzziele der Bundesregierung; beispielsweise werden Prozesse und Abläufe in der Produktion stetig auf mögliche Effizienzsteigerungen analysiert.

Effektives Ressourcenmanagement ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch wichtig. Ein Beispiel dafür ist unser effizientes, mit Gas betriebenes Blockheizkraftwerk. Hiermit generieren wir einen substantiellen Anteil unseres Strombedarfs selbst und nutzen gleichzeitig die anfallende Wärme zur Heizung unserer Gebäude am Hauptsitz in Dortmund und zur Klimatisierung unserer Waferfertigung sowie unseres Testbereichs. Um wertvolle Materialien wieder verwerten zu können, werden fehlerhafte Bauteile von Elmos einem Recycling-Unternehmen zugeführt. Dieses extrahiert und bereitet die verbauten Materialien soweit wie möglich auf. DI-Wasser (Deionisiertes Wasser) für die Waferprozessierung wird von Elmos selbst aufbereitet und somit der Bedarf an Trinkwasser für die Reinigung der Wafer deutlich reduziert. Generell werden sämtliche Abwasser soweit aufbereitet, dass sie wieder dem kommunalen Abwassersystem zugeführt werden können.

Der rechtskonforme Umgang mit potenziell schädlichen Stoffen wird regelmäßig anhand von internen und externen Audits überprüft. Darüber hinaus haben wir Erklärungen zu folgenden Themen abgegeben (verfügbar unter www.elmos.com):

Konfliktmineralien (Conflict Minerals)

EU-Chemikalienverordnung REACH (engl.: Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals, deutsch: Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien)

EU-Richtlinie RoHS (engl.: Restriction of Hazardous Substances, deutsch: Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe)

Arbeitnehmerbelange sind für uns ein zentrales Thema. Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich unsere Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln können. Elmos ist stolz darauf, seinen Mitarbeitern an allen Standorten attraktive Arbeitsplätze bieten zu können. Wir setzen höchste Standards in puncto Arbeitssicherheit, daher ist das Elmos Arbeitsschutz-Managementsystem nach den strengen Anforderungen der DIN EN ISO 45001 zertifiziert. Elmos legt hohen Wert auf Chancengleichheit und erwartet einen respektvollen Umgang miteinander. Wir setzen unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige Förderung. Bei Bewerbern achten wir auf Eignung, Leistungsbereitschaft und Know-how und bevorzugen oder benachteiligen keine Person u.a. aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, des Familienstands oder der sexuellen Identität und Orientierung. Exzellent geschulte Fachkräfte sind für Elmos als innovatives Unternehmen der Halbleiterbranche von besonderer Bedeutung. Dafür präsentieren wir uns regelmäßig auf Karriere- und Fachmessen. Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung aller Mitarbeiter zu gewährleisten, bietet Elmos zahlreiche Schulungen und Weiterbildungen an. Wichtige Schulungen zu zentralen Themen (z.B. Compliance, Code of Conduct, Cyber-Security, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Energiemanagement) müssen in regelmäßigen Abständen von allen Beschäftigten wiederholt und erfolgreich bestanden werden. Je nach Aufgabengebiet durchlaufen die Mitarbeiter dazu weitere fachspezifische Schulungen und Fortbildungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Mitarbeiter der Elmos Semiconductor SE insgesamt fast 15.700 Schulungsstunden erhalten, dies entspricht rund 18 Schulungsstunden je Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt. Mitarbeiter in Führungspositionen absolvieren zudem Führungskräftetrainings. Darüber hinaus engagiert sich Elmos stark in der Ausbildung und betrachtet diese als wichtige Investition in die Zukunft. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren insgesamt 40 Auszubildende in 10 unterschiedlichen Ausbildungsberufen bzw. dualen Studiengängen an den deutschen Elmos Standorten beschäftigt. Elmos arbeitet auch sehr erfolgreich mit renommierten Universitäten und Fachhochschulen im In- und Ausland zusammen, die Elmos Stiftung vergibt verschiedene Stipendien und wir helfen, akademische Grundlagen mit der Praxiserfahrung im Unternehmen zu verbinden. Damit gelingt es uns auch, junge Talente schon frühzeitig an Elmos zu binden und ihnen Perspektiven zu eröffnen.

ANZAHL DER MITARBEITER

31.12.2023 31.12.2022
Elmos Nordrhein-Westfalen 1.101 989
Weitere Tochtergesellschaften 228 211
Gesamt 1.329 1.200

Die Arbeitsbedingungen sowie die Achtung der Rechte der Arbeitnehmer entsprechen mindestens den hohen gesetzlichen Anforderungen und gehen in vielen Bereichen darüber hinaus. Besonderes Augenmerk gilt dem Arbeitsschutz in den Produktionsbereichen. Hier entsprechen wir ebenfalls uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen für Produktionsstätten. Regelmäßige Sicherheitsschulungen und -begehungen sind fester Bestandteil der Prävention.

Bei Elmos möchten wir allen Mitarbeitern weltweit ein Arbeitsumfeld bieten, das frei von jeglicher Form der Diskriminierung und Benachteiligung ist. Die Grundsätze für den Umgang mit Mitarbeitern und der Mitarbeiter untereinander sowie gegenüber externen Personen und Institutionen sind in unserem Verhaltenskodex geregelt. Dieser behandelt u.a. Themen wie gesetzestreues Verhalten, Einhaltung von Menschenrechten, Anti-Diskriminierung, Vermeidung von Interessenkonflikten, Anti-Korruption, Datenschutz und Datensicherheit, Umgang mit Informationen sowie Unternehmenseigentum und viele weitere wichtige Themen. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter verbindlich und wird in regelmäßigen Abständen geschult. Der Kodex befindet sich in der aktuellen Fassung im Internet unter www.elmos.com. Mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex oder sonstiges Fehlverhalten kann über das (anonyme) Hinweisgebersystem (Whistleblower-System) gemeldet werden, welches nicht nur unternehmensweit, sondern für die gesamte Wertschöpfungskette, also auch für Mitarbeiter unserer Geschäftspartner (wie Lieferanten und Kunden) zur Verfügung steht.

Neben den aufgeführten Rechten und Pflichten bieten wir auch zahlreiche freiwillige Angebote zur Stärkung und Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter an. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein wesentlicher sozialer Standard der Elmos. Es beinhaltet neben allgemeinen Gesundheitsangeboten auch spezielle Angebote für Mitarbeiter in Schichtarbeit. Sonstige Leistungen, die über das normale Maß hinausgehen, sind am Hauptsitz in Dortmund u.a. eine eigene Kantine, ein Mitarbeiter-Parkhaus mit gesonderten Fahrradstellplätzen, E-Ladesäulen für E-Bikes und Dienstwagen, ein kostenfreies eigenes Fitnessstudio mit einem umfangreichen Kursprogramm sowie das Angebot von Massagen, kostenloses Obst und Wasser. Des Weiteren ermöglicht ein internes Gesundheitsteam bestimmte medizinische Untersuchungen oder auch Schutzimpfungen für die Mitarbeiter. Das Gesundheitsteam organisiert darüber hinaus die Teilnahme an lokalen Sport-Events, wie z.B. Firmenläufen.

Die umfangreichen Schutz- und Hygienemaßnahmen seit Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 konnten im Berichtsjahr aufgrund der Pandemie-Entwicklungen weitestgehend aufgehoben werden. Wir bleiben jedoch vorsichtig und sind bereit, unsere Schutz- und Hygienemaßnahmen schnell wieder zu verschärfen, sollte dies aufgrund höherer Infektionsraten oder neuer Virusvarianten notwendig werden.

Maßnahmen werden, sofern erforderlich, mit dem Betriebsrat der Elmos abgestimmt. Um diese positive Zusammenarbeit weiterzuführen, findet reger Austausch zwischen Management und Betriebsrat in zahlreichen Ausschüssen statt. Zudem bieten regelmäßig stattfindende Betriebsversammlungen die Möglichkeit zu einem aktiven Austausch zwischen Management und Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Betriebsversammlungen im hybriden Format, also sowohl mit physischer Präsenz als auch mit virtueller Teilnahme, durchgeführt. Darüber hinaus werden für die regelmäßige und aktuelle Kommunikation mit den Mitarbeitern mehrfach Videobotschaften sowie zahlreiche Mitteilungen sowohl vom Vorstand als auch vom Betriebsrat an die Belegschaft versendet.

Die Einhaltung von Menschenrechten wird im Code of Conduct für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im sogenannten "Supplier Code of Conduct " für unsere Zulieferer eingefordert. Unsere Lieferanten und Geschäftspartner sind verpflichtet, die in diesem Kodex festgelegten Regeln selbst einzuhalten und auch ihre jeweiligen Unterlieferanten zur Einhaltung aufzufordern. Inhaltliche Beispiele aus dem Supplier Code of Conduct sind u.a. die Einhaltung internationaler Menschenrechte, die Achtung von Arbeitnehmerrechten gemäß nationalen und internationalen Standards sowie die Ablehnung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung jeglicher Art. Der Kodex befindet sich in der aktuellen Fassung im Internet unter www.elmos.com. Ab dem 1. Januar 2024 unterliegt Elmos dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). In Vorbereitung darauf haben wir eine umfangreiche Lieferantenbefragung weltweit - teilweise mit Unterstützung von externen Spezialisten - durchgeführt und bereits Ende 2023 unsere Grundsatzerklärung für Menschenrechte veröffentlicht. Die Grundsatzerklärung wird auch unter Berücksichtigung von rechtlichen und organisatorischen Veränderungen regelmäßig überprüft und ggf. überarbeitet, um ihre Angemessenheit und ihre Wirksamkeit sicherzustellen. Ab dem kommenden Jahr werden wir zudem den vom Gesetz geforderten Bericht über die Erfüllung unserer Sorgfaltspflichten jährlich erstellen und veröffentlichen.

Die Bekämpfung von Korruption und Bestechung verfolgen wir aktiv im Unternehmen. Elmos verfügt über ein konzernweites Compliance Management System (CMS). Im Geschäftsjahr 2022 hat Elmos die Angemessenheit und Implementierung ihres Compliance Management Systems (CMS) von einer externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem "IDW Prüfungsstandard: Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Als Ergebnis der Prüfung wurde festgestellt, dass die implementierten Regelungen des CMS in der CMS-Beschreibung in Übereinstimmung mit den angewandten CMS-Grundsätzen in allen wesentlichen Belangen angemessen, geeignet und implementiert sind. Das System umfasst beispielsweise folgende Regelungen: Verbot von Bestechung und Korruption, Verpflichtung zur korrekten Rechnungslegung, Einhaltung aller relevanten gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften, Verpflichtung zur Geheimhaltung von vertraulichen Informationen und Verbot von wettbewerbswidrigem Verhalten. Der Chief Compliance Officer überwacht die Einhaltung von Regeln und Gesetzen und gibt klare Vorgaben bei Compliance-Fragestellungen von Mitarbeitern. Ausgewählte Mitarbeiter müssen spezielle Compliance-Schulungen besuchen, die auf die verschiedenen Aspekte der Compliance eingehen und Handlungsanweisungen für die jeweiligen Arbeitsfelder geben. Darüber hinaus regelt zur weiteren Korruptionsprävention eine Antikorruptionsrichtlinie den Umgang mit Geschenken und Einladungen, welche für alle Mitarbeiter weltweit verbindlich gilt.

Die Sozialbelange werden einerseits durch vielfältige Verzahnungen mit externen Partnern, andererseits auch durch die Elmos Stiftung gefördert. Zur Unternehmenskultur gehört daher ein Dialog auf kommunaler und regionaler Ebene mit Behörden, Organisationen, Institutionen und Arbeitskreisen. Darüber hinaus fördert die 2016 gegründete Elmos Stiftung mit ihrer gemeinnützigen Arbeit drei Themengebiete: So werden Projekte zur Förderung der Bildung und Wissenschaft, lokale Aktivitäten an den Standorten des Elmos-Konzerns und Initiativen zur Bekämpfung der weltweiten Armut unterstützt. Zur Förderung der Bildung beteiligt sich die Elmos Stiftung beispielsweise jährlich am Deutschlandstipendium, welches leistungsstarke und talentierte Studierende fördert. Die Elmos Stiftung engagiert sich außerdem jährlich bei den RuhrTalenten mit Schülerstipendien. Unterstützung erhielten auch dasKitz. DO, Lernlabor für Kinder in Dortmund, sowie das Get Racing Team der TU Dortmund. Im Rahmen der regionalen Projekte hat sich die Elmos Stiftung im Jahr 2023 neben der Förderung von Kulturprojekten wie Konzerthaus und Theater- und Konzertfreunde Dortmund wiederum für verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet engagiert. Erstmals förderte die Stiftung ein Projekt am Standort der Elmos Semiconductor SE nahe Seoul in Korea: Die Elmos Stiftung spendete dort Schulranzen und Laufschuhe an ein Wohlfahrtszentrum für Kinder aus weniger privilegierten Familien. Zur Bekämpfung der weltweiten Armut unterstützt die Elmos Stiftung neben dem Verein Sambhava, welcher eine Wohngruppe für schutzbedürftige Kinder, Schulbesuche sowie Sportaktivitäten in Nepal ermöglicht, die Eruisaku-Stiftung für Waisen und Bildung in Nigeria. Die Elmos Stiftung fördert darüber hinaus regelmäßig Initiativen von Ingenieure ohne Grenzen e. V. 2023 beteiligte sich die Stiftung an der Wasserversorgung eines Dorfes in Tansania. Spontane Hilfe leistete die Elmos Stiftung zudem zu Jahresbeginn für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. Die Elmos Semiconductor SE unterstützt die Stiftung finanziell durch eine jährliche Spende. Der Spendenbetrag wurde im Berichtsjahr um 25% auf nun jährlich 50.000 Euro erhöht. Ausführlichere Informationen zu den Aktivitäten der Stiftung finden sich unter www.elmos-stiftung.de.

Wesentliche Risiken, die im Zusammenhang mit den aufgeführten Themen auftreten könnten, werden im Kapitel "Chancen und Risiken" behandelt.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde in Anlehnung an externe Rahmenwerke, insbesondere dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), erstellt. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der Gesellschaft sind erläutert worden, sodass auf eine gesonderte DNK-Entsprechenserklärung verzichtet wird.

ELMOS PRODUKTNUTZEN: UMWELTSCHUTZ, SICHERHEIT, KOMFORT

Seit 40 Jahren entwickelt Elmos Halbleiterlösungen, die das Leben der Menschen verbessern. Als eines der weltweit erfahrensten Unternehmen für Analog-Mixed-Signal-Halbleiter haben wir uns in vielen Applikationsfeldern eine führende Rolle erarbeitet und entwickeln kontinuierlich intelligente Innovationen, die einen Mehrwert für unsere Endkunden bieten.

Mit unseren innovativen Produkten gestalten wir die Mobilität der Zukunft und machen die Welt sicherer, komfortabler und nachhaltiger.

Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2023: 89%)

Als Spezialist für zukunftsweisende Applikationen rund um das Fahrzeug bieten unsere ICs (integrierte Schaltkreise) hervorragende Lösungen für die Herausforderungen der globalen automobilen Megatrends und ermöglichen den Einsatz von intelligenter Elektronik in der modernen Fahrzeugarchitektur. Das innovative Produktportfolio von Elmos unterstützt das autonome Fahren, ist ein wichtiger Bestandteil moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS), verbessert den Umweltschutz durch verbrauchsarme oder emissionsfreie Antriebskonzepte und erhöht Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden von Fahrer und Passagieren.

Ultraschall Umfelderfassung

Für maximalen Komfort und Sicherheit in modernen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und beim autonomen oder teilautonomem Fahren sind Elmos ICs für Ultraschallsensoren unverzichtbar, da sie eine präzise Erfassung der Fahrzeugumgebung ermöglichen.

Bei der Entfernungsmessung und Umfelderfassung mit Ultraschallsensor-ICs handelt es sich um eine seit langem bewährte, zuverlässige und sehr effiziente Schlüsseltechnologie. Als Marktführer hat Elmos bereits mehr als 1 Milliarde Ultraschall ICs weltweit geliefert.

Elmos Ultraschall ICs unterstützen moderne Fahrerassistenzsysteme durch eine exakte Umfelderfassung im Nahbereich bis zu sechs Metern und bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Beispiel in der Stadt oder bei stockendem Verkehr auf der Autobahn. Ultraschall-Systeme sind extrem zuverlässig, unabhängig von Licht- oder Witterungsverhältnissen, durch den geringen Bauraum sehr flexibel einsetzbar und kostengünstig. Die Umfeldsensorik mit Elmos Ultraschall ICs erkennt Hindernisse, Fußgänger, Radfahrer oder Tiere. In Notsituationen reagieren die automatisierten Systeme oft deutlich schneller als der Mensch und können so Unfälle verhindern oder den Aufprall zumindest reduzieren, etwa durch Notfallbremsassistenten. Und das Potenzial dieser millionenfach bewährten Sensorik ist noch längst nicht ausgeschöpft, denn für das zunehmende autonome Fahren müssen die Systeme noch performanter werden. Hierfür arbeiten wir beispielsweise an der Entwicklung unserer neusten Ultraschall-Generation mit KI-basierter Unterstützung. Diese wegweisende Sensortechnologie ermöglicht eine noch präzisere Umfelderfassung rund um das Fahrzeug in nahezu Echtzeit, wobei gleichzeitig Störsignale z.B. durch Kopfsteinpflaster minimiert werden können. Damit lassen sich Hindernisse noch früher und noch genauer erkennen als bisher.

Einparkhilfen mit Elmos ICs erlauben ein stressfreies Parken ohne Einweisung in fast jede Parklücke und beugen damit Beschädigungen an Fahrzeugen und Infrastruktur vor. Moderne Systeme mit Ultraschalltechnik erkennen Parklücken und übernehmen das Ein-und Ausparken vollautomatisch, auch in kleinsten Parklücken, egal ob quer oder längs. So können Parkflächen effizient genutzt und der städtische Parkverkehr deutlich reduziert werden.

Ambient-Lighting

Bisher diente das Interieur-Licht lediglich dazu, den Innenraum eines Autos funktional zu beleuchten. Neuartige, dynamische Ambient-Lighting-Konzepte mit Hilfe von Elmos ICs entwickeln das Lichterlebnis weiter, wecken Emotionen, steigern den Komfort und das Wohlbefinden der Insassen und warnen rechtzeitig vor möglichen Gefahrensituationen.

Ambient-Lighting Konzepte mit Elmos LED Controller ermöglichen den Innenraum, das Armaturenbrett, die Mittelkonsole, Türen oder den Dachhimmel in nahezu allen Formen, Farben und Farbtemperaturen ganz individuell zu illuminieren. Durch den Einsatz von LEDs kann so auch die Energie- und Kosteneffizienz maßgeblich gesteigert werden.

LEDs sparen gegenüber herkömmlichen Glühbirnen bis zu 80% an Energie und haben eine deutlich längere Lebensdauer. LEDs enthalten keine schädlichen giftigen Chemikalien, können recycelt werden und gelten somit als sehr umweltfreundlich.

Exterior-Lighting

Elmos Halbleiter für das automobile Rücklicht setzen neue Standards für eine sehr helle und konstante Lichtstärke bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch.

Gegenüber herkömmlichen Glühbirnen erreichen LED-Rücklichter ihre maximale Helligkeit sehr viel schneller, was vor allem beim Bremsen eine kürzere Reaktionszeit für den nachfolgenden Verkehr bedeuten kann, wodurch wiederum der Bremsweg verringert wird.

Neben den höheren Sicherheitsstandards eröffnen Elmos LED-Rücklichttreiber den Fahrzeugherstellern auch eine Fülle von neuen Design-Möglichkeiten für ein markantes und dynamisches Fahrzeugheck. Moderne LED-Rücklichtkonzepte vereinen eine große Designfreiheit mit hoher Funktionalität und Energieeffizienz. Elmos LED-Rücklicht-Controller erhöhen somit die Verkehrssicherheit und reduzieren die Treibhausgasemissionen.

Airbag

Neben aktiven Assistenz- und Sicherheitssystemen erhöhen auch passive Sicherheitssysteme wie zum Beispiel Airbags die Sicherheit der Fahrzeuginsassen maßgeblich. Elmos Airbag ICs ermöglichen dem Airbag-Steuergerät die betreffenden Airbags bei Front-, Heck- oder Seitencrash in Bruchteilen von Sekunden zu zünden oder Rückhaltesysteme, wie z.B. den Gurtstraffer, zu aktivieren.

Airbags werden schon seit den 80er Jahren in Fahrzeuge eingebaut und haben seitdem unzähligen Menschen das Leben gerettet oder schwere Verletzungen verhindert. In modernen Fahrzeugen werden teilweise bis zu 30 unterschiedliche Airbags eingebaut, um die Insassen im Falle eines Unfalls bestmöglich zu schützen.

Beim vollständig autonomen Fahren werden die Einsatzmöglichkeiten und die Anzahl von Airbags zukünftig weiter zunehmen, denn durch die unterschiedliche Körperhaltung und verstellbare Sitzwinkel in einem selbstfahrenden Auto würden herkömmliche Rückhaltesysteme wie der Dreipunkt-Sicherheitsgurt nur einen unzureichenden Insassenschutz bei einem Unfall bieten.

Nicht nur die Fahrzeuginsassen sind durch Elmos ICs besser geschützt. Durch den Einsatz eines speziellen Fußgänger-Airbags wird der Aufprall eines Fußgängers oder Radfahrers auf das Fahrzeug abgeschwächt und die Folgen eines Unfalls deutlich gemildert. Und auch aus ökologischer Sicht leisten Airbags einen nicht zu vernachlässigenden positiven Beitrag. Durch den Einbau von Airbag-Systemen können Leichtbaumaterialien eingesetzt und somit das Gewicht der Fahrzeugkarosserie deutlich reduziert werden, ohne dabei die Sicherheit der Insassen einzuschränken.

Motor Control

Der Einsatzbereich kleiner Motoren im Automobil wächst stetig. Insbesondere bei modernen Fahrzeugen ermöglichen mehrere Dutzende dieser kleinen Helfer die elektrische und automatische Einstellung zahlreicher Systeme, von Komfortfunktionen im Interieur und Exterieur über Sicherheits- und Assistenzsysteme bis hin zur optimalen Steuerung des Antriebsmanagements.

Elmos ist ein weltweit führender Spezialist für zuverlässige IC-Lösungen für DC-, BLDC- und Schrittmotoren. Elmos Motor Control ICs überzeugen durch eine hohe Leistung bei niedrigem Stromverbrauch, eine lange Lebensdauer sowie einen präzisen und fast lautlosen Betrieb.

Thermal Management

Bei der Elektromobilität spielt das Thermal Management eine zentrale Rolle für die Optimierung von Effizienz, Ladezeiten und Reichweiten von Hybrid- oder Elektrofahrzeugen und unser Produktportfolio für diese Anwendungen wächst stetig. Die Produkte von Elmos im Bereich Thermal Management umfassen die drei Kernelemente Antrieb, Batterie sowie Kabine und ermöglichen ein intelligentes Kälte- und Wärmemanagement in modernen Fahrzeugen.

Für ein perfektes Zusammenspiel von Kühlmittel- und Kältemittelkreislauf steuern Elmos Motor Control ICs eine Vielzahl von Pumpen, Ventilen und Klappen im gesamten Fahrzeug und sorgen so für die optimale Betriebstemperatur aller mechanischen und elektronischen Komponenten. Damit wird die Effizienz des Antriebssystems erhöht und der Energie- bzw. Spritverbrauch reduziert.

Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor muss bei batteriebetriebenen Fahrzeugen die Wärme für das Beheizen des Innenraums allein durch die Batterie erzeugt werden. Daher ist vor allem im Winter eine optimale und hocheffiziente Temperaturregelung sehr wichtig, um hierfür möglichst wenig Energie aus der Batterie zu verwenden. Auch hier helfen Elmos Motor Control ICs. Durch intelligente Klimaklappen und Lüftungsschlitze kann der Luftstrom im Interieur sehr präzise gesteuert werden. Individuelle Klimazonen ermöglichen jedem Insassen eine persönliche Wohlfühltemperatur, ohne dass die gesamte Fahrzeugkabine klimatisiert werden muss und damit unnötig Energie verbraucht wird.

Die innovativen Applikationen von Elmos im Bereich Thermal Management unterstützen den Ausbau der Elektromobilität, ermöglichen eine Reduzierung der Emissionen von Fahrzeugen und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.

Sensor ICs (inkl. Battery Management)

Elmos Sensor ICs verbinden als Interface die digitale und analoge Welt. Seit mehr als 25 Jahren setzen Elmos Sensor ICs Standards für die Messung von Druck und Temperatur in Fahrzeugen. In E-Fahrzeugen überwachen Elmos Halbleiter für Batteriemanagementsysteme (BMS) den Betriebs- und Ladezustand des Batteriesystems, steuern den Lade- und Entladeprozess sowie die Leistungsabgabe an die verschiedenen Verbraucher und halten Spannung und Betriebstemperatur der Batterie im optimalen Bereich. Damit wird die Sicherheit, Performance und Lebensdauer der Batterie erhöht.

Power Management (inkl. eFuses)

Moderne Fahrzeugarchitekturen erfordern eine hohe und sichere Verfügbarkeit der Energieversorgung, vor allem bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen. Trotz der immer weiter steigenden Elektrifizierung im Auto kommen zur Absicherung heutzutage hauptsächlich noch klassische Schmelzsicherungen zum Einsatz. Mit der neuen eFuse-Produktfamilie von Elmos kann diese Art von Sicherungen schon heute ersetzt werden. Im Gegensatz zu klassischen Schmelzsicherungen reagieren elektronische Sicherungen extrem schnell und zuverlässig. Dazu sind eFuses auch nachhaltiger, da sie im Gegensatz zu Schmelzsicherungen nach der Auslösung nicht ausgetauscht werden müssen. Elektronische Sicherungssysteme ermöglichen zudem den Aufbau von flexiblen und software-definierten Fahrzeugsystemarchitekturen und unterstützen durch eine Reduzierung der Anzahl der Kabelbäume im Fahrzeug so die Gewichtseinsparung.

Optical ICs (inkl. Gesture Control)

Als einer der Pioniere in der Gestenerkennung im Auto ermöglichen Elmos Gesture Control ICs eine intuitive, berührungslose und präzise Bedienung des Cockpits. Dadurch wird der Fahrer bei der Bedienung des Displays oder anderer Funktionalitäten weniger abgelenkt und kann sich besser auf den Verkehr konzentrieren, was die Fahrsicherheit deutlich erhöht. Seit mehr als zehn Jahren sind Gesture Control ICs von Elmos bei namhaften Automobilherstellern weltweit im Einsatz und sorgen so in Millionen von Autos für mehr Sicherheit und Komfort sowie für ein verbessertes Fahrerlebnis.

Non-Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2023: 11%)

Auch außerhalb des Automotive-Bereichs tragen Elmos ICs zu mehr Umweltschutz, Sicherheit und Komfort bei.

Smart Home

Mit Halbleiter-Applikationen für die intelligente Installations- und Gebäudetechnik macht Elmos Immobilien sicherer und energieeffizienter. Dank moderner Halbleitertechnologie können unterschiedlichste Funktionen in Wohnräumen oder Gebäuden vernetzt und mit dem Smartphone oder Tablet ganz einfach zentral gesteuert werden.

Eine moderne Bewegungs- und Anwesenheitserkennung mit dem Elmos PIR (Passive Infra Red) Smart Sensor hilft den Stromverbrauch von Gebäuden zu senken oder warnt vor unerwünschten Eindringlingen. Für die Klimatisierung von Gebäuden kommen Elmos Halbleiter beispielsweise in Heizungssystemen oder Klimaanlagen zum Einsatz, um die Raumtemperatur möglichst effizient und energieschonend zu steuern.

Industrial Automation

Elmos Halbleiter ermöglichen den Wandel der industriellen Automatisierung hin zur Industrie 4.0. Durch digitale Lösungen und die Vernetzung von Maschinen werden industrielle Prozesse immer effizienter und flexibler, die Produktivität und Qualität steigen. Gleichzeitig können Kosten, Energieverbrauch und Emissionen gesenkt werden. Elmos Halbleiter kommen in verschiedenen Anwendungsbereichen wie beispielsweise bei der Temperatur- und Drucküberwachung, der Stromversorgung oder der Vernetzung von Maschinen und industriellen Prozessen zum Einsatz.

Elmos Produkte leisten einen wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz, Sicherheit und Gesundheit sowie Komfort und Wohlbefinden. Wie die Elmos ESG Produktmatrix zeigt, kann der Großteil der Elmos Produkte dabei gleichzeitig mehreren Zwecken zu Gute kommen. Eine Analyse unserer Produktapplikationen zeigt, dass mehr als 72% des Konzernumsatzes maßgeblich zu mehr Umweltschutz und höherer Effizienz beitragen. Mehr als 76% erhöhen die Sicherheit oder die Gesundheit im Verkehr, zuhause oder bei industriellen Prozessen. Darüber hinaus steigern über 56% des Umsatzes den Komfort und das Wohlbefinden der Endverbraucher. Im Rahmen dieser Umsatzanalyse werden für einen maßgeblichen Beitrag alle Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss berücksichtigt, während Applikationen mit niedrigem oder keinerlei Einfluss keine Berücksichtigung finden.

Elmos Halbleiterlösungen machen also schon heute unsere Welt grüner, sicherer und komfortabler. In Zukunft wollen wir unser Produktportfolio und die Entwicklung von neuen Halbleiter-Applikationen noch stärker auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausrichten, um weitere innovative Lösungen für die maßgebliche Reduzierung von Treibhausgasemissionen, bis hin zur Klimaneutralität, in unseren Produktsegmenten anbieten zu können.

BERICHTERSTATTUNG NACH EU-TAXONOMIE

Im Rahmen des Maßnahmenpakets des sogenannten "European Green Deals" mit dem übergeordneten Ziel, innerhalb der EU die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen, wurde im Juni 2020 die EU-Verordnung über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen ("EU-Taxonomie") verabschiedet. Auf Basis definierter Taxonomie-Anforderungen sollen die Wirtschaftsaktivitäten von EU-Unternehmen hinsichtlich ihres Beitrags zu den sechs EU-Umweltzielen klassifiziert und bewertet werden, um auf dieser Grundlage die Investitionsströme innerhalb der EU verstärkt in ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken. Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung 2020/852 vom 18. Juni 2020 sowie der delegierten Verordnung 2021/2178 vom 6. Juli 2021 sind berichtspflichtige Unternehmen dazu verpflichtet, jährlich Informationen darüber offenzulegen, ob und in welchem Umfang ihre Wirtschaftstätigkeiten ökologisch nachhaltig im Sinne der EU-Taxonomie sind. Demnach müssen berichtspflichtige Nicht-Finanzunternehmen ihre nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung bzw. ihren nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht um Angaben zu "grünen" Umsatzerlösen, Investitionsausgaben (CapEx) sowie Betriebsausgaben (OpEx) erweitern und nachweisen, ob ihre Aktivitäten auch tatsächlich ökologisch nachhaltig gemäß den Kriterien der EU-Taxonomie sind und damit die Erfüllung der EU-Umweltziele maßgeblich unterstützen.

Die in Artikel 9 der EU-Verordnung genannten Umweltziele sind:

(1) Klimaschutz

(2) Anpassung an den Klimawandel

(3) Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen

(4) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

(5) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung

(6) Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

In der EU-Taxonomie wird zwischen taxonomiefähigen ("taxonomy-eligible") und taxonomiekonformen ("taxonomy-aligned") Wirtschaftstätigkeiten unterschieden. Wirtschaftstätigkeiten sind taxonomiefähig, wenn sie mit einer der Tätigkeiten gemäß den Anhängen I (Klimaschutz) und II (Anpassung an den Klimawandel) zu der delegierten Verordnung EU 2021/2139 vom 4. Juni 2021 bzw. EU 2022/1214 vom 9. März 2022 bzw. EU 2023/2485 vom TI. Juni 2023 oder den Anhängen I (Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen), II (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft), III (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) und IV (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme) zu der delegierten Verordnung EU 2023/2486 vom 27. Juni 2023 übereinstimmen. Taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten ("taxonomy-eligible") sind nach den Definitionen der EU-Taxonomie nur dann als taxonomiekonform ("taxonomy-aligned") einzustufen, wenn diese Aktivitäten die jeweiligen "Technischen Bewertungskriterien" ("technical screening criteria") erfüllen, d.h.

(1) nachweisbar einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der sechs Umweltziele ("substantial contribution") leisten und

(2) die Erreichung der weiteren EU-Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigen ("do no significant harm", "DNSH") sowie über die "Technischen Bewertungskriterien" hinausgehend zusätzlich

(3) die Mindestschutzvorschriften einhalten ("minimum safeguards").

Ermittlung der relevanten Umweltziele und Wirtschaftstätigkeit der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-Taxonomie

Gemäß Anhang I (Umweltziel 1 - Klimaschutz) und II (Umweltziel 2 - Anpassung an den Klimawandel) der Delegierten Verordnung vom 4. Juni 2021 sowie den entsprechenden Erweiterungen zur Ergänzung der EU-Taxonomie-Verordnung gibt es für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe (Herstellung von Waren) insgesamt 21 verschiedene Tätigkeiten, die als taxonomiefähig gelten.

Im vorherigen Abschnitt in diesem Bericht "Elmos Produktnutzen: Umweltschutz, Sicherheit, Komfort" wurde der Nutzen und wesentliche Beitrag der Elmos Produkte für Umwelt und Menschen ausführlich erläutert. Elmos ist ein weltweit führender Anbieter von Mixed-Signal-Halbleitern, sowohl von automobilen Applikationen für den Einsatz in Kraftfahrzeugen als auch von nicht-automobilen Applikationen für den Einsatz in der Industrie. Elmos-Halb-leiter machen die Mobilität weltweit sicherer, komfortabler sowie energieeffizienter und tragen somit auch wesentlich zum Klimaschutz sowie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei.

Halbleiterlösungen leisten in der Automobilindustrie einen signifikanten Beitrag zur Reduktion des globalen CO2-Flottenaussto-ßes. Elmos trägt dazu mit unterschiedlichsten Automotive-Komponenten bei, beispielsweise mit ICs spezifisch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, effizienter LED Beleuchtung, hocheffizienter Steuerung für Klimaanlagen, Aerodynamikoptimierung und für das Temperatur- und Wärmemanagement, Sensoren für automatisches Licht und hocheffiziente Heizungssysteme.

Elmos ist ausschließlich im Bereich Halbleiter aktiv. Die Herstellung von Halbleitern als ein elektronisches Bauelement wird in der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft ("NACE") mit dem Code C.26 erfasst. Es bestehen darüber hinaus keine weiteren relevanten Taxonomie-Aktivitäten bzw. Geschäftssegmente im Elmos-Konzern.

Im Anhang der technischen Bewertungskriterien der Delegierten Verordnung vom 4. Juni 2021 zur Ergänzung der EU-Taxonomie-Verordnung wurde der für Elmos relevante NACE Code C.26 bisher ausschließlich dem Abschnitt 3.6 ("Herstellung anderer CO2-armer Technologien") zugeordnet. Gemäß den Beschreibungen im Abschnitt 3.6 zielt die "Herstellung anderer CO2-armer Technologien" auf eine erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen in anderen Wirtschaftssektoren ab. Sie ermöglicht ("Enabling") anderen Wirtschaftssektoren einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen bzw. eine erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen. Die relevanten Wirtschaftstätigkeiten der EU-Taxonomie, für welche die Elmos Technologien einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen erbringen, waren bisher insbesondere die Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien (Abschnitt 3.3) und in einem geringeren Maße auch die Herstellung von energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (Abschnitt 3.5). Mit der Erweiterung der delegierten Verordnung vom 27. Juni 2023 kann der automobile Anteil der Wirtschaftsaktivität von Elmos nun auch Abschnitt 3.18 ("Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten") zugeordnet werden. Abschnitt 3.18 umfasst die Herstellung von Mobilitätskomponenten für die Bereitstellung und Verbesserung der Umweltleistung von emissionsfreien Fahrzeugen. Auch hierbei handelt es sich um eine ermöglichende ("Enabling") Tätigkeit. Denn mit der Herstellung von Halbleitern für die Automobilindustrie, insbesondere für hocheffiziente Systeme und Applikationen, für emissionsarme Antriebskonzepte oder für Hybrid- oder E-Fahrzeuge, leistet Elmos den zuvor genannten Beitrag zur Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien (Abschnitt 3.3). Somit werden die nicht-automobilen Applikationen weiterhin der Aktivität 3.6 zugeordnet, während die automobilen Anwendungen der Aktivität 3.18 zugeordnet werden.

Die Analyse der wirtschaftlichen Aktivitäten anhand der Vorgaben der EU-Taxonomie hat darüber hinaus ergeben, dass die Produkte von Elmos einen wesentlichen Beitrag zum Umweltziel 1 (Klimaschutz) leisten. Zu den weiteren Umweltzielen 2 (Anpassung an den Klimawandel), 3 (Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen), 4 (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft), 5 (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) und 6 (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme) leisten die Aktivitäten von Elmos keinen wesentlichen Beitrag.

Ermittlung der taxonomiefähigen Umsätze der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-Taxonomie

Im Berichtsjahr konnte die Datenbasis zur Ermittlung des Produktnutzens und des Beitrags der Elmos Produkte für Umwelt und Menschen weiter verfeinert und vereinheitlicht werden. Daher erfolgt für das Berichtsjahr 2023 die Identifizierung der taxonomiefähigen Umsätze anhand der Elmos ESG Produktmatrix. Diese ist in dem vorhergehenden Abschnitt "Elmos Produktnutzen: Umweltschutz, Sicherheit, Komfort" zu finden. Im Rahmen der Umsatzanalyse für die EU-Taxonomie werden für einen wesentlichen Beitrag zu Umweltziel 1 (Klimaschutz) alle Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss auf mehr Umweltschutz und Effizienz berücksichtigt, während Applikationen mit niedrigem oder keinerlei Einfluss keine Berücksichtigung finden. Einen wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz leisten im Elmos-Konzern alle Umsatzerlöse mit Halbleitern, die durch Effizienzsteigerung, direkte oder indirekte Verbrauchsreduzierung oder Reduktion des CO2-Ausstoßes eines Fahrzeugs bzw. einer Gebäudeausrüstung einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung von Umweltzielen ermöglichen könnten (z.B. ICs für die energieschonende LED-Steuerung im Ambiente- und Rücklicht, ICs für eine optimierte und effizientere Motorsteuerung sowie für das Thermalmanagement, Halbleiter für ein effizientes Power- und Batteriemanagement sowie Lösungen für Hausautomatisierung und Automatisierung in der Industrie). Alle übrigen Umsatzerlöse mit Produkten für Applikationen mit keinem oder nur niedrigem Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz werden gemäß den Bewertungskriterien der EU-Taxonomie als nicht-taxonomiefähig klassifiziert, obwohl beispielsweise der Einsatz von Parkassistenzsystemen den urbanen Parkverkehr deutlich verringert und somit auch indirekt zur CO2-Reduktion beiträgt. Als Basis für den Umsatz sind die Umsatzerlöse nach IAS 1 bzw. die nach IFRS 15 bilanzierten Umsatzerlöse im Konzernabschluss herangezogen worden. Im Ergebnis konnten so 72,1% der Konzernumsätze von Elmos als taxonomiefähig identifiziert werden.

Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben (CapEx) der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-Taxonomie

Eine eindeutige Aufschlüsselung der Investitionsausgaben (CapEx) anhand von ökologisch nachhaltigen Kriterien ist für unser Unternehmen nicht möglich, da beispielsweise auf einer Testmaschine alle Arten von Halbleitern getestet werden, also auch solche, die möglicherweise nicht-taxonomiefähig sind. Die taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Investitionen ermitteln wir daher näherungsweise je nach Art der Investition entweder auf Basis des taxonomiefähigen Umsatzes oder auf Basis der abgesetzten Stückzahlen aller taxonomiefähigen Produkte. Investitionen in Grund, Boden und Gebäude beispielsweise wurden auf Basis der abgesetzten Stückzahlen der taxonomiefähigen Produkte aufgeschlüsselt, da diese Investitionen einer eher wertneutralen, umlagebasierten Aufteilung folgen und der Wert oder die Komplexität eines Produkts keinen Einfluss auf die Nutzung dieser Art von Investitionen hat. Für Investitionen in Sachanlagen, die direkt im Produktionsprozess eingesetzt werden (z.B. technische Anlagen für den Testprozess oder Testmaschinen) hingegen haben wir den Umsatz zur Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionen angesetzt, um die unterschiedliche Beanspruchung der Produktionsmaschinen durch die verschiedenen Arten unserer Halbleiter je nach Komplexität anhand eines wertbasierten Ansatzes zu berücksichtigen. Höherwertige ("teurere") Halbleiter laufen beispielsweise tendenziell länger auf den Testmaschinen bzw. durchlaufen komplexere Testprogramme als einfache ("günstigere") Halbeiter. Höherwertige Produkte nutzen die Testmaschinen daher länger bzw. beanspruchen die technischen Anlagen mehr als einfache Produkte, sodass in diesen Fällen eine wertbasierte Ermittlung nach Umsatz einer wertneutralen Aufschlüsselung nach Stückzahlen vorzuziehen ist. Das gleiche gilt für produktnahe bzw. projektnahe aktivierte Entwicklungsleistungen und damit maßgeblich für die immateriellen Vermögenswerte, da höherwertige bzw. komplexere Projekte in der Regel auch mehr Entwicklungsressourcen benötigen und damit auch ein höherer Anteil der Entwicklungsleistungen aktiviert werden kann als bei weniger komplexen, einfacheren Halbleiterentwicklungen. Als Basis für die Gesamtinvestitionsausgaben (taxonomiefähig und nicht-taxonomiefähig) wurden die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gemäß dem Konzernabschluss herangezogen. Nach dieser Analyse sind 72,1% der Investitionsausgaben (CapEx) vom Elmos Konzern als taxonomiefähig zu klassifizieren.

Ermittlung der taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-Taxonomie

Auch bei den Betriebsausgaben (OpEx) ist eine konkrete und eindeutige Aufteilung in taxonomiefähige und nicht-taxonomiefähige Ausgaben nicht möglich und hat aus unserer Sicht auch nur eine sehr geringe Aussagekraft. Daher haben wir auch für die Ermittlung der OpEx-Kenn-zahl näherungsweise entweder den Umsatz oder die abgesetzten Stückzahlen je nach Kostenart herangezogen. Für alle relevanten Aufwendungen auf Basis der EU-Taxonomie, die direkt mit der Entwicklung von Produkten in Verbindung stehen, haben wir den Anteil analog dem Umsatzanteil unserer definierten taxonomiefähigen Aktivitäten angesetzt, da höherwertige Produkte tendenziell auch höhere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, insbesondere mehr Personalressourcen, benötigen. Andere, nicht produktentwicklungsbezogene Aufwendungen, wie beispielsweise für die Wartung und Instandhaltung von Gebäuden, haben wir wie typische Umlagen behandelt und nach den abgesetzten Stückzahlen der taxonomiefähigen Produkte aufgeteilt. Gemäß der EU-Taxonomie wurden als Basis für die gesamten, also taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen Betriebsausgaben direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur beziehen, herangezogen sowie sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder Dritte, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen. Demnach liegt der Anteil der taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) des Elmos Konzerns bei 72,2%.

Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-Taxonomie

Die Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten für die Elmos ist zweigeteilt, einerseits für die Produkte nach Tätigkeit 3.6 und andererseits für die Produkte nach Tätigkeit 3.18. Bezogen auf Tätigkeit 3.6 mussten wir erkennen, dass die Erfüllung der sehr komplexen technischen Bewertungskriterien und somit der Nachweis der Taxonomiekonformität der Produkte nach Tätigkeit 3.6 nur mit einem sehr großen und unverhältnismäßig hohen Aufwand zu erfüllen wäre. Die erforderliche vollständige Lebenszyklusanalyse zum Nachweis der Einsparungen an THG-Emissionen verifiziert durch einen unabhängigen Dritten wäre mit einem unverhältnismäßig hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand für das Unternehmen verbunden. Darüber hinaus müsste solch eine Analyse auf vielen ungesicherten Annahmen beruhen. Danach müsste gemäß den technischen Bewertungskriterien zusätzlich geprüft werden, ob das jeweilige Produkt tatsächlich die im Markt verfügbare leistungsfähigste Technologie darstellt. Das heißt, ein Zulieferer müsste nachweisen, dass seine Produkte bzw. Lösungen in Bezug auf die Emissionseinsparung besser sind als alle im Markt verfügbaren Wettbewerbsprodukte. Es ist unschwer zu erkennen, dass dieser Nachweis in der Praxis überhaupt nicht möglich ist, da die dazu benötigten detaillierten Informationen über alle relevanten Wettbewerbsprodukte nicht verfügbar sind. Aufgrund dieser extrem komplexen Vorgaben der technischen Bewertungskriterien für die Wirtschaftsaktivität 3.6, die entweder gar nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand zu erfüllen wären, berichtet Elmos im Geschäftsjahr 0% für taxonomiekonforme Umsätze, CapEx und OpEx für Aktivität 3.6.

Im Gegensatz hierzu ist es auf Basis der neuen Wirtschaftsaktivität 3.18 allerdings möglich, taxonomiekonforme Produkte in dieser Kategorie auszuweisen. Dafür haben wir unsere Aktivitäten einer Prüfung basierend auf den in Anhang I EU 2023/2485 definierten technischen Bewertungskriterien unterzogen. Nahezu alle automobilen Halbleiter von Elmos können sowohl in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE), in Hybrid-Fahrzeuge (HEV/PHEV) als auch in sogenannte Zero Emission Vehicles, also Elektrofahrzeuge (BEV) und Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle (FCV) eingebaut werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Elmos in der Regel nicht bekannt ist, in welchen Modellen oder Plattformen und in welcher Stückzahl die ICs konkret eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird der Anteil der Elmos-Halbleiter in Zero Emission Vehicles (BEV & FCV) anhand der Daten zur globalen Automobilproduktion in 2023 ermittelt. Laut S&P Global (S&P Global Mobility Automotive Powertrain Production - Januar 2024) sind im Jahr 2023 weltweit insgesamt rund 90,1 Mio. Fahrzeuge produziert worden, davon 12,8% Zero Emission Vehicles mit elektrischem Antriebsstrang (BEV) oder mit einer Brennstoffzelle (FCV). Hybrid-Modelle bleiben hierbei unberücksichtigt, da die Fahrzeuge gemäß der EU-Taxonomie für die Taxonomiekonformität keine direkten CO2-Abgasemissionen verursachen dürfen.

Neben dem wesentlichen Beitrag zu einem Klimaziel setzen die technischen Bewertungskriterien für die Taxonomiekonformität außerdem die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen ("Do no significant harm") der weiteren Umweltziele voraus.

Für die Einhaltung der DNSH Kriterien für das EU-Umweltziel 2. Anpassung an den Klimawandel hat Elmos den Standort des Hauptsitzes, welcher im Elmos Konzern der einzige Produktionsstandort weltweit ist, einer ausführlichen Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse unterzogen. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass dank der Lage des Produktionsstandortes für Elmos weder aktuelle noch zukünftige materielle Klimagefahren identifiziert werden konnten.

Die Kriterien für das Umweltziel 3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen beziehen sich vorwiegend auf behördliche und gesetzliche Vorgaben, zu deren Einhaltung Elmos insbesondere an dem einzigen Produktionsstandort in Dortmund ohnehin verpflichtet ist. Eine detaillierte Beschreibung findet sich in unserer ESG Richtlinie zum Thema Wassermanagement, welche unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Darüber hinaus ist Elmos nach der anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang identifiziert und bewertet Elmos potenzielle Risiken für die Umwelt. Im Ergebnis zeigt diese Risikoanalyse, dass das dritte Umweltziel der EU durch die Wirtschaftsaktivität von Elmos nicht beeinträchtigt wird.

Bei den DNSH Kriterien für Umweltziel 4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft stehen vorwiegend generelle Vorgaben im Fokus, wie bspw. ein Produktdesign für lange Haltbarkeit, Recycling im Produktionsprozess sowie die Bereitstellung von Informationen über bedenkliche Stoffe. Grundsätzlich sind Elmos Halbleiter auf Langlebigkeit und Haltbarkeit ausgelegt. Der durchschnittliche Produktzyklus der Produkte liegt bei 6 bis 10 Jahren, in der Regel angelehnt an die Laufzeit eines Automodells, wobei die eigentliche Lebensdauer und Funktionsfähigkeit der ICs normalerweise um ein vielfaches höher liegt. Darüber hinaus ist bei Elmos ein umfassendes Abfallmanagement mit Fokus auf Transparenz, Umweltschutz, Ressourcenkreisläufe, Arbeitssicherheit sowie Dekontaminierung implementiert. So kann Elmos stets eine Abfallverwertungsquote von über 90% vorweisen. Bzgl. der Bereitstellung von Informationen über bedenkliche Stoffe wird an dieser Stelle auf unsere Erklärungen zu Konfliktmineralien, ELV, REACH und RoHS verwiesen, welche unter www.elmos.com verfügbar sind.

Hinsichtlich des EU-Umweltziels 5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Elmos gegen die von der EU-Taxonomie geforderten Vorgaben verstößt. Elmos hält die erforderlichen Verordnungen und Richtlinien ein und somit kann ausgeschlossen werden, dass besonders besorgniserregende Stoffe im Sinne der EU-Taxonomie von Elmos verwendet, hergestellt oder in Verkehr gebracht werden.

Im Hinblick auf das EU-Umweltziel 6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme möchten wir auf unsere ESG Richtlinie zum Thema Biodiversität verweisen, welche unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Die dort beschriebene Risikoanalyse auf Basis der Key Biodiversity Areas im Biodiversity Risk Filter der WWF Risk Filter Suite des World Wide Fund For Nature (WWF) zeigt, dass dieses Umweltziel nicht durch die Wirtschaftsaktivität von Elmos beeinträchtigt wird.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die Voraussetzungen zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen bzw. die Einhaltung der "Do no significant harm" (DNSH) Kriterien der übrigen EU-Umweltziele erfüllt sind.

Zusätzlich zu den technischen Bewertungskriterien haben wir für die Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten unsere Prozesse einer Prüfung der Einhaltung der Vorgaben zum sozialen Mindestschutz (Minimum Safeguards) der EU-Taxonomie unterzogen. Hierzu ist eine Gap-Analyse durchgeführt worden, um sicherzustellen, dass die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Grundprinzipien und Rechte aus den acht Kernübereinkommen, die in der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit festgelegt sind, und aus der Internationalen Charta der Menschenrechte, befolgt werden. Im Fokus stehen hierbei u.a. Menschen- und Arbeitsrechte, Bestechung und Korruption, die Besteuerung und ein fairer Wettbewerb sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit Wissenschaft, Technologie und Innovation. Bei Elmos erfolgt die Sicherstellung der Vorgaben zum Mindestschutz durch eine Nutzung der bestehenden und umfassenden Compliance Management Strukturen. Hierzu zählen u.a. das konzernweite Compliance Management System (CMS), die Verhaltensrichtlinien für Mitarbeitende sowie Lieferanten und Geschäftspartner, die Grundsatzerklärung für Menschenrechte, die Erklärungen zu Konfliktmineralien sowie zu ELV, REACH und RoHS und zahlreiche Richtlinien bzgl. sozialen Themen und zur Unternehmensführung, welche unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit bzw. Corporate Governance eingesehen werden können. Im Rahmen der Gap-Analyse konnten daher keine wesentlichen Lücken identifiziert werden, sodass auch die Einhaltung der Minimum Safeguards als gegeben angesehen wird.

Im Ergebnis lagen für das Berichtsjahr 2023 die Anteile der taxonomiekonformen Umsätze sowie der taxonomiekonformen Investitionsausgaben (CapEx) der Elmos Semiconductor SE jeweils bei 7,8%. Der Anteil der taxonomiekonformen Betriebsausgaben (OpEx) betrug 7,9%.

Erläuterungen zu den Angaben im Rahmen der EU-Taxonomie

Alle Angaben beziehen sich auf den Berichtszeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022).

Im Einklang mit dem Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE wurden die finanziellen Kennzahlen nach IFRS ermittelt und in Mio. Euro angegeben.

Die finanziellen Kennzahlen im Rahmen der EU-TaxonomieBerichtspflicht (Umsatz, CapEx, OpEx) basieren auf Daten des Konzernabschlusses der Elmos Semiconductor SE zum 31. Dezember 2023 und wurden gemäß den Vorgaben und Definitionen im Anhang I (KPI von Nicht-Finanzunternehmen) der Delegierten Verordnung vom 6. Juli 2021 ermittelt.

Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023

Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten Code Umsatz Umsatzanteil, Jahr 2023 Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
Mio. Euro % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 45,1 7,8% J N/EL N/EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 45,1 7,8% 7,8% 0% 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten 45,1 7,8% 7,8% 0% 0%
Davon Übergangstätigkeiten 0 0% 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien CCM 3.6. 62,1 10,8% EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 307,3 53,4% EL N/EL N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 369,4 64,2% 64,2% 0% 0%
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 414,5 72,1% 72,1% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 160,5 27,9%
GESAMT 575,0 100,0%
Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N J; N J; N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL n/a J J
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0% 0% 0% n/a J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0% 0% 0% n/a J J
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien N/EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0% 0% 0%
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Mindestschutz Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz, Jahr 2022 Kategorie ermöglichende Tätigkeit
J; N J; N J; N J; N % E
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten J J J J n/a E
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J J 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J J 0% E
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a n/a 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien 30,8%
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten n/a
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 30,8%
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 30,8%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten Kategorie Übergangstätigkeit
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT

CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023

Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten Code CapEx CapEx-Anteil, Jahr 2023 Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
Mio. Euro % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 10,8 7,8% J N/EL N/EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 10,8 7,8% 7,8% 0% 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten 10,8 7,8% 7,8% 0% 0%
Davon Übergangstätigkeiten 0 0% 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien CCM 3.6. 14,9 10,8% EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 73,8 53,5% EL N/EL N/EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 88,7 64,3% 64,3% 0% 0%
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 99,5 72,1% 72,1% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 38,5 27,9%
GESAMT 138,0 100,0%
Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N J; N J; N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL n/a J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0% 0% 0% n/a J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0% 0% 0% n/a J J
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien N/EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0% 0% 0%
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Mindestschutz Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CapEx, Jahr 2022 Kategorie ermöglichende Tätigkeit
J; N J; N J; N J; N % E
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten J J J J n/a E
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J J 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J J 0% E
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a n/a 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien 31,1%
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten n/a
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 31,1%
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 31,1%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten Kategorie Übergangstätigkeit
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT

OpEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023

Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten Code X LU o OpEx-Anteil, Jahr 2023 Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
Mio. Euro % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 4,5 7,9% J N/EL N/EL
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 4,5 7,9% 7,9% 0% 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten 4,5 7,9% 7,9% 0% 0%
Davon Übergangstätigkeiten 0 0% 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien CCM 3.6. 6,2 10,9% EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten CCM 3.18. 30,5 53,5% EL N/EL N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 36,6 64,4% 64,4% 0% 0%
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 41,1 72,2% 72,2% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 15,8 27,8%
GESAMT 56,9 100,0%
Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Wasser
J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N J; N J; N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL n/a J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0% 0% 0% n/a J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0% 0% 0% n/a J J
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Herstellung anderer CO2-armer Technologien N/EL N/EL N/EL
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten N/EL N/EL N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0% 0% 0%
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0% 0% 0%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung Biologische Vielfalt Mindestschutz Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) OpEx, Jahr 2022 Kategorie ermöglichende Tätigkeit
J; N J; N J; N J; N % E
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten J J J J n/a E
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J J 0%
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J J 0% E
Davon Übergangstätigkeiten n/a n/a n/a n/a 0%
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien 31,4%
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten n/a
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 31,4%
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 31,4%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten Kategorie Übergangstätigkeit
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien
Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
GESAMT

BERICHT ZUR GLEICHSTELLUNG UND ENTGELTGLEICHHEIT

Elmos legt hohen Wert auf Chancengleichheit sowie Mitarbeitervielfalt und fördert eine Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt basiert. In unserem Unternehmen sind männliche, weibliche und diverse Arbeitnehmer grundsätzlich gleichgestellt. Alle unsere Mitarbeiter werden auf Grundlage ihrer Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und wir setzen unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige Förderung. Wir bevorzugen oder benachteiligen keine Person weder aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, der politischen Einstellung, einer Behinderung, des Alters, des Familienstands noch der sexuellen Identität oder Orientierung. Es gibt keine bekannten Unterschiede bei Löhnen und Gehältern, die allein auf das Geschlecht zurückgehen. Daher existieren im Unternehmen keine Maßnahmen, um eine etwaige Ungleichbehandlung zu beenden. Anfragen zur Entgeltgleichheit werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der Rechte der Arbeitnehmer sowie des Arbeitgebers bearbeitet.

MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT | ELMOS SEMICONDUCTOR SE

Frauen Männer
2023 20221 2021 2023 2022 1 2021
Vollzeit 139 137 151 627 603 666
Teilzeit 76 76 86 27 23 22
Gesamt 215 213 237 654 626 688

1 Die Veränderung im Jahr 2022 gegen dem Jahr 2021 begründet sich im Wesentlichen durch die Ausgliederung der Dortmund Semiconductor GmbH (Waferfertigung) im zweiten Quartal 2022.

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Im zusammengefassten Lagebericht analysieren wir den Geschäftsverlauf, sowie die Lage des Elmos-Konzerns und der Elmos Semiconductor SE im Berichtsjahr. Weitere Informationen zur Elmos Semiconductor SE sind in einem eigenen Abschnitt mit HGB-Angaben enthalten.

GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS UND STRATEGIE

Elmos ist ein weltweit agierender Anbieter von Mixed-Signal-Halbleitern, vornehmlich für Kunden aus der Automobilindustrie. Als Systemlösungs-Spezialist ist es unser Ziel, das elektronische System zu verbessern und so Leistung, Effizienz und Sicherheit der Anwendungen zu erhöhen, was für den Kunden u.a. Vorteile in Bezug auf die Produktion, Kosten, Performance oder auch Zuverlässigkeit bedeutet. Seit 40 Jahren ist Elmos als Spezialist für Mixed-Signal-Halbleiter in der Automobilindustrie etabliert und entwickelt kontinuierlich die nächsten Innovationen, die einen Mehrwert für unsere Kunden und die Endverbraucher bieten.

Unsere ICs bieten innovative Lösungen für die globalen automobilen Megatrends: Elmos ICs unterstützen Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, elektrische Antriebskonzepte, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen und ermöglichen in allen Fahrzeugen mehr Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden. Unser Ziel ist es, mit unseren zukunftweisenden Produkten vom strukturellen Marktwachstum im automobilen Halbleitermarkt und von der zunehmenden Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug nachhaltig profitieren zu können. Wir wollen in unseren Applikationsfeldern weiter profitabel wachsen und so die positive Entwicklung des gesamten Unternehmens weiter fortsetzen.

Innovatives Produktportfolio mit hoher Qualität

Als Hersteller von Mixed-Signal-Halbleitern für Automobilelektronik beliefert Elmos derzeit mehrere Hundert Kunden weltweit, darunter alle großen Automobilzulieferer. Der Umsatz mit Automobilkunden betrug im Berichtsjahr 89% des Konzernumsatzes. Für den Industrie- und Konsumgüterbereich liefert Elmos Produkte z.B. für Anwendungen in intelligenter Installations- und Gebäudetechnik, Haushaltsgeräten, sowie Maschinensteuerungen. Der Umsatzanteil dieser Produkte belief sich im Berichtsjahr auf 11%.

Das Produktportfolio ist in sogenannte Business Lines (Geschäftsfelder) gegliedert. Die Struktur der Business Lines orientiert sich an den Produkten der Zielapplikationen. Die Business Lines vermarkten kundenspezifische Halbleiter (ASICs = Application Specific Integrated Circuits) und applikationsspezifische StandardChips (ASSPs = Application Specific Standard Products). Die ASICs werden nach Kundenspezifikationen entwickelt und für jeweils einen Kunden produziert. Bei ASSPs erfolgt die Definition durch Elmos. Die ASSP-Produktentwicklungen sind an Marktbedürfnissen ausgerichtet. Dabei priorisiert Elmos verschiedene Produktideen und berücksichtigt u.a. erwartete Stückzahlen, Wettbewerbsinformationen und technische Machbarkeit. Umgesetzt werden nur Projekte, die hinsichtlich Markterwartung, Margenpotenzial und strategischer Ausrichtung die Zielsetzungen der Gesellschaft erfüllen. Im Berichtsjahr machten ASSPs rund 71% des Konzernumsatzes aus. Die weiteren rund 29% wurden mit ASICs erzielt. Ein Großteil der in Entwicklung befindlichen Produkte sowie des gewonnenen Neugeschäftes (Design-Wins) sind ASSPs.

Elmos erzielt ein hohes Qualitätsniveau sowohl in ihren Produkten als auch in ihren Geschäfts-, Produktions- und Supportprozessen. So ist das Elmos Qualitätsmanagementsystem nach dem Automobilindustrie-Standard IATF 16949 an den relevanten Standorten zertifiziert. Das Überwachungsaudit in 2023 bestätigt das hohe Niveau des Qualitätsmanagementsystems. Darüber hinaus ist Elmos konzernweit nach ISO 26262 (Funktionale Sicherheit) zertifiziert.

Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt auf dem wettbewerbsfähigen und termingerechten Design der Produkte, um das innovative Produktportfolio von Elmos weiter auszubauen und die Serienentwicklung der zahlreichen Neuprojekte zu sichern. Insgesamt arbeiteten im Durchschnitt des Jahres 2023 insgesamt 415 Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung. Das sind rund 32% der gesamten Belegschaft des Elmos Konzerns. Im Berichtsjahr stiegen die F&E-Aufwendungen auf 68,8 Mio. Euro (Vorjahr: 55,5 Mio. Euro) und befinden sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau, um die zahlreichen Serienanläufe und neuen Entwicklungsprojekte in allen Anwendungsbereichen zu unterstützen. Die Business Lines arbeiten eng mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammen. Bei Bedarf werden auch externe Entwicklungsdienstleistungen in Anspruch genommen.

Organisationsstruktur

Die Elmos-Organisation orientiert sich an den Zielmärkten, den Kun-den-Bedürfnissen sowie an internen Anforderungen. Der Hauptsitz der Elmos befindet sich in Dortmund. Verschiedene Niederlassungen, Tochter- und Partnerfirmen an mehreren Standorten, im Wesentlichen in Deutschland (Berlin, Bruchsal, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/Oder), USA (Detroit) und Asien (u.a. in Seoul, Singapur, Shanghai, Shenzhen und Tokio), dienen der Vertriebs- und Applikationsunterstützung sowie der Produktentwicklung.

Im Berichtsjahr betreibt Elmos am Stammsitz in Dortmund eine eigene Waferfertigung, die durch Kooperationen mit Auftragsfertigungen (sogenannte Foundries) ergänzt und optimiert wird. Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., USA, ein diversifiziertes, industrielles Technologieunternehmen, haben am 28. Juni 2023 einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs, werden bei Elmos verbleiben. Zudem haben Elmos und Littelfuse vereinbart, eine langfristige Liefervereinbarung mit einer anfänglichen Laufzeit bis zum Jahr 2029 abzuschließen, nach der Elmos bestimmte Mengen der in der Fab gefertigten Wafer kaufen wird. Diese langfristige Vereinbarung ergänzt die bereits heute bestehenden Liefervereinbarungen mit den anderen Foundry-Partnern von Elmos und sichert für Elmos die notwendigen Kapazitäten für die Erfüllung der geplanten Kundenbedarfe. Die kartellrechtliche Freigabe ohne Auflagen erfolgte durch das Bundeskartellamt im Juli 2023. Im August 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die außenwirtschaftsrechtliche Freigabe für den Verkauf der Waferfertigung von Elmos an Littelfuse ohne Auflagen erteilt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum Vollzugstermin behält Elmos die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung. Nach dem Vollzug der Transaktion wird Elmos im Frontend-Bereich der Wertschöpfungskette ohne eigene Fertigung als sogenanntes Fabless-Unternehmen agieren.

Neben der Kooperation mit Partnern bei der Waferprozessierung im Frontend-Bereich, wurde im Berichtsjahr auch die Zusammenarbeit im Backend mit Partnern im Testbereich (sog. OSAT -Outsourced Semiconductor Assembly and Test) vor allem in Asien signifikant ausgebaut. Ziel ist es, eine dauerhaft hohe Auslastung des eigenen Testbereichs in Dortmund zu erreichen und den darüberhinausgehenden Bedarf an zusätzlichen Testkapazitäten durch die Kooperation mit Partnern abzudecken.

STEUERUNGSSYSTEM

Steuerungsgrößen

Das Elmos Steuerungssystem basiert auf vier wesentlichen Elementen: Umsatz, EBIT bzw. EBIT-Marge, Investitionen und Free Cashflow (bereinigt). Diese Kennzahlen sind unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für den Elmos Konzern sowie für die Elmos Semiconductor SE und bilden eine wesentliche Grundlage für die operativen und strategischen Managemententscheidungen. Sie dienen dazu, die Zielerreichung und den Unternehmenserfolg zu messen sowie die ergebnisbezogene variable Vergütung für Vorstand festzulegen.

Jede Kennziffer wird sowohl isoliert als auch in Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Als wachstumsorientiertes und innovatives Unternehmen misst Elmos der profitablen Steigerung des Umsatzes hohe Bedeutung bei. Als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern reflektiert das EBIT (englisch: Earnings before Interest and Taxes) bzw. die EBIT-Marge die Ergebnisqualität.

Der Investitionsbedarf leitet sich aus der mittelfristigen Absatzplanung und den daraus resultierenden Anforderungen an Fertigungs- und Testkapazitäten sowie wirtschaftlichen Überlegungen ab. Investitionen außerhalb des Budgets finden nur nach zusätzlicher Prüfung statt. Der bereinigte Free Cashflow ist definiert als Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen.

Berichtswesen des Steuerungssystems

Der Vorstand wird mindestens monatlich in Form von standardisierten Berichten detailliert über den operativen Geschäftsverlauf informiert. Dieses Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in schriftlicher Form oder in persönlichen Gesprächen ergänzt. Die durch das konzernweite Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert, erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die großen weltweiten Automobilmärkte konnten im Jahr 2023 ausgehend von schwachen Vorjahreswerten insbesondere durch die Normalisierung entlang der Lieferketten deutliche Anstiege bei den Pkw-Produktionszahlen verzeichnen. So ist laut S&P Global die Anzahl der neu produzierten Fahrzeuge weltweit im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% gestiegen. Auf regionaler Sicht konnte Europa (+12,5%) dabei den höchsten Zuwachs aufweisen, gefolgt von Nordamerika (+9,5%) und China (+9,4%).

Pkw-Produktionszahlen 1 Veränderung
Weltweit +9,4%
Europa +12,5%
China +9,4%
Nordamerika +9,5%
Halbleitermarkt
Gesamter Halbleitermarkt (weltweit) 2 -9,4%
Automobiler Halbleitermarkt (weltweit) 3 +19,2%

Quellen: 1S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2024), 2WSTS (Stand: November 2023), 3S&P Global Mobility Automotive Semiconductor Tracker (veröffentlicht im Dezember 2023)

Der Halbleitermarkt musste im Jahr 2023 insbesondere aufgrund einer schwachen Nachfrage von Endkunden nach Elektronik einen deutlichen Rückgang verkraften. Laut dem Branchenverband WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) sind im Jahr 2023 die gesamten Halbleiterumsätze weltweit um -9,4% auf 520 Mrd. USD gefallen. Im Gegensatz dazu konnte laut S&P Global der automobile Halbleitermarkt im Jahr 2023 mit +19,2% erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen.

PROGNOSE-IST-VERGLEICH

Elmos hat die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr erstmalig im Februar 2023 abgegeben und im Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022 bestätigt. Im Juni 2023 hat Elmos die Unterzeichnung eines Vertrags zum Verkauf der Waferfertigung am Standort Dortmund an Littelfuse Inc., USA bekanntgegeben. In diesem Zuge ist die Prognose hinsichtlich des (operativen) bereinigten Free Cashflows angepasst worden. Unabhängig von der Transaktion ist zudem die Prognose für die zu erwartenden Investitionen erhöht worden aufgrund der Intensivierung beim Ausbau der Testkapazitäten für das zukünftige Wachstum. Mit einem Umsatz von 575,0 Mio. Euro (28,6% ggü. Vorjahr), einer EBIT-Marge von 26,2%, Investitionen von 20,0% vom Umsatz und einem operativen bereinigten Free Cashflow von -24,3 Mio. Euro hat Elmos ihre Prognose aus Juni 2023 vollumfänglich erfüllt.

02/2023 06/2023 IST 2023
Umsatz in Mio. Euro >560 (mind. +25% ggü. Vorjahr) >560 (mind. +25% ggü. Vorjahr) 575,0 (28,6% ggü. Vorjahr)
EBIT-Marge 25% ± 2%-Punkte 25% ± 2%-Punkte 26,2%
Investitionen 1 in % vom Umsatz 17% ± 2%-Punkte 19% ± 2%-Punkte 20,0%
(Operativer 2) bereinigter Free Cashflow 3 in Mio. Euro Bereinigter FCF: Niveau des Vorjahres (14,9 Mio. Euro) ± 10 Mio. Euro Operativer bereinigter FCF: Negativ Operativer bereinigter FCF: -24,3 Mio. Euro
Ø-Wechselkurs EUR/USD 1,05 1,05 1,08

1 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen abzüglich aktivierten Entwicklungsleistungen.
2 Ohne Effekte aus dem Verkauf der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA.
3 Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Abschluss nach IFRS

Der Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU angewendet werden, erstellt. Mit dem Halbleitergeschäft gibt es im Elmos-Konzern nur ein einziges Geschäftssegment.

Am 28. Juni 2023 haben die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., USA einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Elmos verkauft ihre Waferfertigung zu einem Nettokaufpreis in Höhe von insgesamt rund 93 Mio. Euro. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs, werden bei Elmos verbleiben. Die regulatorischen Freigaben wurden durch das Bundeskartellamt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ohne Auflagen bereits erteilt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden und steht unter Vorbehalt bestimmter Vollzugsbedingungen. Bis zum Vollzug behält Elmos die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung. Nach dem Vollzug der Transaktion wird Elmos im Frontend-Bereich der Wertschöpfungskette ohne eigene Fertigung als sogenanntes Fabless-Unternehmen agieren und dann prozessierte Wafer ausschließlich von externen Foundries beziehen.

Umsatzentwicklung

Trotz einer spürbaren Entspannung in den globalen Lieferketten blieb die Nachfrage nach Elmos-Halbleitern im Geschäftsjahr 2023 auf einem hohen Niveau und der Konzernumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr erneut sehr deutlich um 127,8 Mio. Euro oder 28,6% auf 575,0 Mio. Euro gesteigert werden (2022: 447,2 Mio. Euro).

VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Mio. Euro oder % GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 575,0 447,2 28,6%
Bruttoergebnis 271,3 207,5 30,7%
in % vom Umsatz 47,2% 46,4%
Forschungs- und Entwicklungskosten 68,8 55,5 23,9%
in % vom Umsatz 12,0% 12,4%
Vertriebskosten 23,0 17,9 28,8%
in % vom Umsatz 4,0% 4,0%
Verwaltungskosten 31,5 24,2 30,3%
in % vom Umsatz 5,5% 5,4%
Betriebsergebnis vor sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträgen 148,1 110,0 34,6%
in % vom Umsatz 25,7% 24,6%
Wechselkursgewinne 1,5 3,0 -52,1%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,2 -2,9 n/a
EBIT 150,7 110,1 36,8%
in % vom Umsatz 26,2% 24,6%
Finanzierungserträge 1,2 0,8 52,4%
Finanzierungsaufwendungen -2,9 -2,4 21,0%
Ergebnis vor Steuern 149,0 108,5 37,3%
in % vom Umsatz 25,9% 24,3%
Konzernjahresüberschuss, der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfällt 99,1 71,4 38,9%
in % vom Umsatz 17,2% 16,0%
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 5,79 4,17 38,8%
Dividende je Aktie in Euro 0,851 0,75 13,3%

1 Vorschlag für die Hauptversammlung am 15. Mai 2024.

Umsatz nach Regionen: Im Berichtsjahr trugen alle Regionen zum Umsatzwachstum im Elmos Konzern bei und konnten gegenüber dem Vorjahr höhere Umsätze verzeichnen. Mit einem Umsatzwachstum von 20,9% auf 308,9 Mio. Euro stellt die Region Asien/ Pazifik (APAC) mit 53,7% weiterhin den größten regionalen Umsatzanteil im Elmos Konzern dar. Zweitstärkste Region sind die Länder der Europäischen Union mit einem Umsatzanteil von 197,2 Mio. Euro oder 34,3% am Konzernumsatz. Die Umsätze mit direkten Kunden in der Region Amerika lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 39,6 Mio. Euro oder 6,9% am Konzernumsatz.

Umsatzanteil | in % GJ 2023 GJ 2022
EU-Länder 34,3% 32,0%
Asien/Pazifik 53,7% 57,1%
Amerika 6,9% 7,1%
Sonstige 5,1% 3,8%

Umsatz nach Kunden und Produktgruppen: In 2023 lag der Umsatzanteil der zehn größten Kunden bei rund 54% (2022: 55%), der Anteil der zehn umsatzstärksten Produktgruppen lag im Berichtsjahr bei rund 41% (2022: 39%). Ein Kunde bezieht in der Regel mehrere Produkte, die sich in verschiedenen Phasen ihrer Lebenszyklen befinden, und setzt diese oft in verschiedenen Modellen, Marken und Märkten ein. Aufgrund der Vielzahl an Kundenbeziehungen entsteht eine hohe Diversität.

Auftragsbestand: Auftragseingang und -lage reflektieren typischerweise die laufende Geschäftsentwicklung. Dieses spiegelt die Umsatzentwicklung des Jahres wider. Hierfür kann die Kennziffer Book-to-Bill - berechnet als Verhältnis des Auftragsbestands der kommenden drei Monate zum Umsatz der vergangenen drei Monate -eine Indikation geben. Aufgrund der spürbaren Normalisierung der Halbleiter-Kapazitätsengpässe für automobile Anwendungen haben die Kunden erwartungsgemäß ihre Lagerbestände adjustiert und ihr Beststellverhalten entsprechend angepasst, was sich vor allem auf die Bestellvolumina im ersten und zweiten Halbjahr und damit auch auf das Book-to-Bill-Verhältnis auswirkt. Aus diesem Grund lag das Book-to-Bill-Verhältnis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bei unter eins. Der Auftragsbestand wird üblicherweise bei Erhalt der Kundenbestellung erfasst, kann sich jedoch zwischen diesem Zeitpunkt und der Lieferung aufgrund verschiedener Faktoren verändern. Es gibt keine Garantie dafür, dass aus dem Auftragsbestand stets Umsatz wird.

Neuprojekte (Design-Wins): Alle Business Lines waren in 2023 hinsichtlich der gewonnenen Neuprojekte wiederum sehr erfolgreich und es konnte erneut eine Vielzahl von neuen Projekten erfolgreich akquiriert werden. Wie schon in den Vorjahren, lag die Anzahl der ASSPs bei den Design-Wins auch im Berichtsjahr sehr deutlich über der Anzahl der ASICs. Design-Wins benötigen in der Regel zwei bis fünf Jahre, bis sie in Serienproduktion starten und zum Umsatz beitragen. Mit diesem sehr erfreulichen Ergebnis beim gewonnenen Neugeschäft stärken wir das Fundament für unser zukünftiges Wachstum.

Ertragslage

Bruttoergebnis: Aufgrund des Umsatzanstiegs und trotz inflationsbedingter Kostenbelastungen erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz (Gross Profit) deutlich auf 271,3 Mio. Euro (2022: 207,5 Mio. Euro) an. Die Bruttomarge verbesserte sich entsprechend leicht auf 47,2% (2022: 46,4%).

Forschungs- und Entwicklungskosten: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 13,3 Mio. Euro auf insgesamt 68,8 Mio. Euro (2022: 55,5 Mio. Euro) an. Wie im Vorjahr war der Anstieg unterproportional zum hohen Umsatzwachstum. Mit einem Anteil am Umsatz von 12,0% (2022: 12,4%) lagen die die Forschungs- und Entwicklungskosten weiter auf einem hohen Niveau, um so in allen unseren Anwendungsbereichen innovative Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.

Vertriebskosten: Die Vertriebskosten haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Mio. Euro auf 23,0 Mio. Euro erhöht (2022: 17,9 Mio. Euro).

Verwaltungskosten: Mit 31,5 Mio. Euro lagen die Verwaltungskosten im Jahr 2023 um 7,3 Mio. Euro über dem Vorjahr (2022: 24,2 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Personal- und Beratungskosten.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT): Aufgrund des hohen Umsatzwachstums konnte das EBIT im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 40,6 Mio. Euro oder 36,8% auf 150,7 Mio. Euro gesteigert werden (2022: 110,1 Mio. Euro). Die EBIT-Marge stieg entsprechend weiter auf 26,2% (2022: 24,6%).

Konzernjahresüberschuss, Ergebnis je Aktie: Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen erzielte Elmos im Geschäftsjahr 2023 einen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzernjahresüberschuss von 99,1 Mio. Euro (2022: 71,4 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 5,79 Euro (2022: 4,17 Euro).

Vorschlag zur Gewinnverwendung: Der Jahresüberschuss der Elmos Semiconductor SE gemäß HGB (weitere Einzelheiten im HGB-Abschluss) beträgt 78,7 Mio. Euro (2022: 70,6 Mio. Euro). Der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2022 beläuft sich auf 205,7 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 vor, aus dem Bilanzgewinn 2023 der Elmos Semiconductor SE in Höhe von 284,4 Mio. Euro eine gegenüber dem Vorjahr um 13,3% höhere Dividende von 0,85 Euro je Aktie (2022: 0,75 Euro je Aktie) auszuschütten. Die Gesamtausschüttung würde damit 14,6 Mio. Euro betragen, basierend auf 17.120.726 dividendenberechtigten Aktien per 31. Dezember 2023.

Finanzlage

VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio. Euro oder % GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Konzernjahresüberschuss 99,0 71,3 38,9%
Abschreibungen 42,3 43,5 -2,7%
Veränderung Nettoumlaufvermögen 1 -69,5 -38,1 82,3%
Übrige Posten 30,9 22,0 40,2%
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 102,6 98,6 4,1%
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -127,2 -83,9 51,7%
Abgang von/ Investitionen in (-) Wertpapiere(n) 16,0 11,2 43,0%
Einzahlungen im Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im Konsolidierungskreis 37,2 0,0 n/a
Sonstige Posten 0,2 0,0 5,4x
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -73,8 -72,6 1,6%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 22,9 -7,5 n/a
Veränderung der liquiden Mittel 51,8 18,6 2,8x
Bereinigter Free Cashflow 2 12,9 14,9 -13,1%
Operativer bereinigter Free Cashflow 3 -24,3 14,9 n/a

1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
2 Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen (inklusive Einzahlungen im Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im Konsolidierungskreis).
3 Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen und ohne Effekte aus dem Verkauf der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA.

Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit: Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 bei 102,6 Mio. Euro und damit über dem Wert des Vorjahres (2022: 98,6 Mio. Euro). Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf den höheren Konzernjahresüberschuss und dem höheren Netto-Umlaufvermögen zurückzuführen.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit: Die Investitionen in den Ausbau des Testbereichs vor allem in Ostasien wurden weiter forciert. Für die Realisierung zusätzlicher Umsatzpotentiale sowie Produktneuanläufe im zweiten Halbjahr 2023, für die Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie für das zukünftige Wachstum wurde erneut in die Erweiterung der Testkapazitäten investiert. Insgesamt lagen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit -127,2 Mio. Euro (2022: -83,9 Mio. Euro) deutlich über dem Vorjahr. Einzahlungen im Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im Konsolidierungskreis betrugen 37,2 Mio. Euro (2022: 0,0 Mio. Euro). Nach den regulatorischen Freigaben des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse hat der Käufer eine Teilzahlung an Elmos getätigt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft außerdem Wertpapiere (Anleihen und Schuldscheinanlagen) in Höhe von 16,0 Mio. Euro verkauft (2022: 11,2 Mio. Euro). Insgesamt belief sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -73,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 (2022: -72,6 Mio. Euro) und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei 22,9 Mio. Euro gegenüber -7,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Neben der Dividendenzahlung war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit maßgeblich von der Einzahlung durch die Aufnahme neuer Finanzverbindlichkeiten beeinflusst. Die Dividendenausschüttung betrug im Jahr 2023 insgesamt 12,8 Mio. Euro (2022: 11,1 Mio. Euro).

Der bereinigte Free Cashflow lag im Geschäftsjahr 2023 bei 12,9 Mio. Euro (2022: 14,9 Mio. Euro). Der operative bereinigte Free Cashflow (ohne Effekte aus dem Verkauf der Elmos Waferfertigung an Littelfuse) lag vor allem aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit mit -24,3 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2022: 14,9 Mio. Euro).

Liquide Mittel: Der Bestand an Zahlungsmitteln und -äquivalenten lag unter Berücksichtigung von IFRS 5 zum 31. Dezember 2023 bei 85,6 Mio. Euro und damit deutlich über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2022: 36,6 Mio. Euro).

Finanzierungssituation: Elmos finanziert sich durch Eigenkapital, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Im zweiten Halbjahr 2023 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 40,0 Mio. Euro aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 standen der Gesellschaft verschiedene kurzfristige Kreditrahmen in Höhe von 75,0 Mio. Euro zur Verfügung, die aktuell nicht genutzt werden. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Elementen der Finanzierungssituation finden sich im Anhang.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements: Das vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des Elmos Konzerns besteht darin, ein angemessenes Bonitätsrating, die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität bei hoher finanzieller Flexibilität sowie eine solide Kapitalstruktur zu gewährleisten. Dies soll die Geschäftstätigkeit und deren langfristige Fortführung unterstützen sowie die Interessen der Anteilseigner, Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder wahren. Elmos verfolgt die Strategie einer kontinuierlichen, nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Die Kapitalstruktur des Elmos Konzerns wird vom Vorstand aktiv gesteuert und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Risiken aus den zugrundeliegenden Vermögenswerten, sofern notwendig, angepasst. Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der absoluten Höhe der Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand und der Eigenkapitalquote. Der Nettobarmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Wertpapiere abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten: Neben den aufgeführten Finanzinstrumenten finanziert die Gesellschaft ihre Investitionen zum Teil auch durch Leasing-, Miet- und Dienstleistungsverträge. Es besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Vorteilen und Risiken. Die hieraus bestehenden Rückzahlungsverpflichtungen bilden sich in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ab. Am 31. Dezember 2023 betrugen diese 44,5 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 33,3 Mio. Euro). Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo in Höhe von 11,4 Mio. Euro (2022: 41,3 Mio. Euro).

Vermögenslage

VERKÜRZTE BILANZ

in Mio. Euro oder % 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Immaterielle Vermögenswerte 40,8 36,3 12,4%
Sachanlagen 292,1 219,3 33,2%
Sonstige langfristige Vermögenswerte 9,6 9,1 4,9%
Wertpapiere (kurz- und langfristig) 20,2 35,5 -43,1%
Vorratsvermögen 191,5 116,6 64,2%
Forderungen aLuL 1 91,0 67,8 34,2%
Zahlungsmittel und -äquivalente 85,6 36,6 2,3x
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26,8 21,3 26,3%
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 54,7 0,0 n/a
Aktiva, gesamt 812,4 542,4 49,8%
Eigenkapital 447,9 360,4 24,3%
Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) 118,7 81,0 46,6%
Sonstige langfristige Schulden 9,8 8,5 15,0%
Verbindlichkeiten aLuL 1 97,6 44,2 2,2x
Sonstige kurzfristige Schulden 134,9 48,3 2,8x
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 3,5 0,0 n/a
Passiva, gesamt 812,4 542,4 49,8%

1 aLuL: aus Lieferungen und Leistungen.

Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 um 270,0 Mio. Euro auf 812,4 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2022: 542,4 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Zunahme bei den Sachanlagen (+72,9 Mio. Euro) aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit, insbesondere für Maschinen und Anlagen zur Kapazitätserweiterung im Testbereich, den Anstieg der Vorräte (+74,9 Mio. Euro) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+23,2 Mio. Euro) aufgrund des höheren Umsatzes sowie auf höhere liquide Mittel (+49,0 Mio. Euro) zurückzuführen ist.

Aufgrund des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse sind in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte in Höhe von 54,7 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 3,5 Mio. Euro enthalten (31. Dezember 2022: jeweils 0,0 Mio. Euro).

ERMITTLUNG DES ROIC

in Mio. Euro oder % 2023 2022
❶ EBIT 150,7 110,1
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte 40,8 36,3
Sachanlagen 292,1 219,3
Vorratsvermögen 191,5 116,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91,0 67,8
abzüglich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 97,6 44,2
❷ Investiertes Kapital 517,8 395,7
RoIC (❶/❷) 29,1% 27,8%

Renditekennzahl: Zur Messung der Rendite des investierten, operativ genutzten Kapitals ermittelt Elmos die Renditekennzahl Return on Invested Capital (RoIC). Somit wird ein Zusammenhang zwischen der Profitabilität und dem investierten, operativ genutzten Kapital hergestellt. Der RoIC dient damit auch als Indikator für den Wertbeitrag. Aufgrund des Anstiegs des EBIT und trotz des höheren investierten Kapitals lag der RoIC in 2023 mit 29,1% über dem Wert des Vorjahres (2022: 27,8%).

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Elmos-Konzern in einem herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld erneut sehr erfreulich entwickelt. Trotz einer Normalisierung der Halbleiterallokation konnten der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gesteigert werden. Auch im Berichtsjahr wurden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöht und das innovative Produktportfolio von Elmos weiter ausgebaut. Neben dem sukzessiven Ausbau der Kompetenzen im Software-Bereich war ein wichtiger Schwerpunkt der strategischen Aktivitäten des Unternehmens der weitere Ausbau der Testkapazitäten mit den Fertigungspartnern in Ostasien. Auch im Jahr 2023 konnte Elmos mit neuen Design-Wins eine Vielzahl von neuen Projekten mit bestehenden und neuen Kunden in allen Produktsegmenten und in allen Regionen akquirieren. Die internationale Aufstellung von Elmos mit innovativen Produkten und einer guten Wettbewerbsposition bilden in Verbindung mit einem soliden finanziellen Fundament eine hervorragende Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

ELMOS SEMICONDUCTOR SE (HGB-EINZELABSCHLUSS)

Die Elmos Semiconductor SE ist die Muttergesellschaft des Elmos-Konzerns. Der Vorstand der Elmos Semiconductor SE ist für die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns verantwortlich. Die Elmos Semiconductor SE ist zudem von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Neben der Verantwortung des operativen Geschäfts ist die Konzernmuttergesellschaft im Rahmen der übergeordneten Konzernfunktionen, vertreten durch ihre Vorstände, für die Ausrichtung des Konzerns zuständig und legt somit die Unternehmensstrategie fest.

Die Elmos Semiconductor SE stellt ihren Jahresabschluss im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den IFRS, sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) auf. Der vollständige Abschluss wird separat veröffentlicht. Der Jahresabschluss ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, ist beim Unternehmensregister hinterlegt, kann als Sonderdruck angefordert werden und ist auf der Internetseite www.elmos.com verfügbar.

Geschäftsverlauf 2023

Die Geschäftsentwicklung und -lage der Elmos Semiconductor SE bestimmt im Wesentlichen die geschäftliche Entwicklung des Konzerns. Infolgedessen gelten die getätigten Erläuterungen in den Abschnitten "Geschäftsmodell des Konzerns" und "Wirtschaftsbericht " sowohl für den Elmos Konzern als auch für die Elmos Semiconductor SE. Die nachfolgende Darstellung der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage bezieht sich auf den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE nach HGB.

Voraussichtliche Entwicklung 2024 und wesentliche Chancen und Risiken

Die Erwartungen für die Elmos Semiconductor SE spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern in der Prognose des Konzerns wider. Auch die voraussichtliche Entwicklung der Elmos Semiconductor SE im Geschäftsjahr 2024 hängt wesentlich von der Entwicklung des Gesamtkonzerns sowie dessen Chancen- und Risikolage ab. Diese ist Gegenstand des Chancen- und Risikoberichts sowie der Prognose des Konzerns. Soweit gelten die dort gemachten Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung und der Chancen- und Risikolage des Konzerns auch für die künftige Entwicklung und die Chancen- und Risikolage der Elmos Semiconductor SE. Die nach § 289 Abs. 4 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess für die Elmos Semiconductor SE erfolgt im Abschnitt "Chancen und Risiken".

Als Muttergesellschaft des Konzerns erhält die Elmos Semiconductor SE auch Erträge von ihren Beteiligungsgesellschaften. Demnach sollte sich die für 2024 erwartete Geschäftsentwicklung im Konzern auch auf das Ergebnis der Elmos Semiconductor SE, welche die wesentlichste Einheit im Konzern darstellt, auswirken. Insgesamt erwarten wir für 2024 bei der Elmos Semiconductor SE einen Bilanzgewinn, der es weiterhin ermöglicht, unsere Aktionäre angemessen an der Ergebnisentwicklung des Konzerns zu beteiligen.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)

in Mio. Euro oder % GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 575,3 445,6 29,1%
Bestandsveränderung, andere aktivierte Eigenleistungen und sonst. betriebl. Erträge 90,8 33,1 2,7x
Materialaufwand 340,3 214,3 58,8%
Personalaufwand 82,2 75,3 9,2%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25,8 25,3 1,8%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 69,3 51,7 33,9%
Betriebsergebnis 148,4 112,0 32,6%
Beteiligungs- und Finanzergebnis -2,7 -4,3 -37,5%
Ergebnis vor Steuern 145,7 107,6 35,4%
Jahresüberschuss 78,7 70,6 11,6%

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29,1% auf 575,3 Mio. Euro (2022: 445,6 Mio. Euro) deutlich gestiegen. Das Betriebsergebnis steigerte sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls deutlich auf 148,4 Mio. Euro (2022: 112,0 Mio. Euro).

Finanzlage

VERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG (HGB)

in Mio. Euro oder % GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Jahresüberschuss 78,7 70,6 11,6%
Abschreibungen 25,8 25,3 1,8%
Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,6 0,2 2,7x
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen 64,3 25,4 2,5x
Zunahme (-) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -115,0 -75,9 51,6%
Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 79,5 40,8 94,6%
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 133,9 86,5 54,7%
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -108,4 -64,3 68,7%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 26,8 -4,7 n/a
Veränderung der Finanzmittel 52,3 17,6 3,0x
Finanzmittel am Anfang der Periode 31,0 13,4 2,3x
Finanzmittel am Ende der Periode 83,3 31,0 2,7x

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausgefallen und lag im Geschäftsjahr 2023 bei 133,9 Mio. Euro (2022: 86,5 Mio. Euro). Dies ist neben dem höheren Jahresüberschuss, durch die Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen sowie durch höhere Verbindlichkeiten aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte -108,4 Mio. Euro (2022: -64,3 Mio. Euro) und lag aufgrund der oben beschriebenen Erweiterung der Testkapazitäten deutlich über dem Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei 26,8 Mio. Euro (2022: -4,7 Mio. Euro).

Vermögenslage

VERKÜRZTE BILANZ (HGB)

in Mio. Euro oder % 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 355,1 274,8 29,2%
Vorräte 197,2 107,8 82,9%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 113,9 88,6 28,5%
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 83,3 31,0 2,7x
Übrige Aktiva 3,5 3,2 9,0%
Aktiva, gesamt 753,1 505,5 49,0%
Eigenkapital 400,9 334,1 20,0%
Rückstellungen 106,0 43,5 2,4x
Verbindlichkeiten/Rechnungsabgrenzungsposten 246,2 128,0 92,4%
Passiva, gesamt 753,1 505,5 49,0%

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 49,0% von 505,5 Mio. Euro auf 753,1 Mio. Euro per 31. Dezember 2023 angewachsen. Auf der Aktivseite ist die Veränderung vor allem in einer Erhöhung des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionstätigkeit, durch den Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit sowie dem Anstieg der Zahlungsmittel und -äquivalente begründet. Auf der Passivseite ist der Anstieg im Wesentlichen auf das höhere Eigenkapital, auf höhere Steuerrückstellungen sowie höhere Verbindlichkeiten vor allem aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Bilanzgewinn und Gewinnverwendungsvorschlag

Die rechtliche Basis für eine Ausschüttung bildet der nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der Elmos Semiconductor SE. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 284,4 Mio. Euro (2022: 218,5 Mio. Euro) aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 für die Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr um 13,3% höheren Dividende von 0,85 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

CHANCEN UND RISIKEN

CHANCEN

Chancen werden im Konzern und für die Elmos Semiconductor SE identifiziert und analysiert. Die Unternehmensführung ist darauf ausgerichtet, den Wert des Unternehmens systematisch und kontinuierlich zu steigern. Eine Quantifizierung der Chancen ist nicht durchgängig durchführbar, weil diese in der Regel durch externe Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sowie komplexe Wechselbeziehungen bestimmt sind, welche durch Elmos nur begrenzt oder gar nicht beeinflussbar sind.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für Elmos durch die zunehmende Digitalisierung und dem Zugang zu Wachstumsmärkten, vor allem in Asien. Hierzu zählt insbesondere auch der chinesische Automobilmarkt, der ein hohes Wachstumspotential aufweist und seine führende Rolle bei der Elektromobilität weiter ausbauen könnte. Gleichzeitig behaupten wir in etablierten Märkten unsere gute Position mit automobilen Halbleitern in bestimmten Applikationen und nehmen auch hier nachhaltige Wachstumschancen wahr.

Branchenspezifische Chancen eröffnen sich für uns durch den Wandel der automobilen Mobilität, insbesondere durch folgende Megatrends im Automobilbereich: Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren, Elektromobilität, neuartige System-Architekturen im Fahrzeug sowie höhere Anforderungen an Sicherheit, Konnektivität, Komfort und Wohlbefinden. Da das Produktportfolio von Elmos nicht von einer bestimmten Antriebstechnologie abhängig ist, bieten sich in allen unseren Applikationsfeldern Chancen durch die steigende Anzahl von Halbleitern infolge der zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug. Die Nachfrage nach Halbleitern und die Bestellungen der Kunden waren auch im Geschäftsjahr 2023 insgesamt sehr hoch. Und auch in den Folgejahren wird mit einem strukturellen und nachhaltigen Anstieg der Nachfrage nach Halbleitern gerechnet.

Produktspezifische Chancen

Produktspezifische Chancen eröffnen sich für Elmos durch Innovationen. Unsere Business Lines wollen die Chancen bei Kunden durch innovative oder weiterentwickelte und qualitativ hochwertige Produkte kontinuierlich steigern. Neben unserem Geschäft mit ASICs bieten sich vermehrt Chancen durch die verstärkte Entwicklung und den Vertrieb von ASSPs. Neben der konsequenten Weiterentwicklung unserer Halbleiter, bauen wir unsere Kompetenz und Organisation im Bereich Software weiter aus, um zukünftig unsere innovativen Halbleiter mit zusätzlichen Software-Funktionalitäten anzureichern und auch verstärkt eigene Software-Entwicklungen für unsere Kunden voranzutreiben. Des Weiteren nutzen wir diese Chancen, indem wir konsequent in die Forschung und Entwicklung investieren und die Prozesse unserer Foundry-Partner nutzen können, um damit Zugang zu modernen Prozesstechnologien zu erlangen. Hierbei wird uns insbesondere auch die Transformation von Elmos zu einem Fabless-Unternehmen helfen noch flexibler agieren zu können. Sollten wir in unserer Entwicklung bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte dies dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte auf den Markt gebracht werden. Zudem sieht Elmos eine Chance in der Erweiterung des Produktportfolios. Dies kann auch durch sinnvolle Akquisitionen von Drittfirmen bzw. Technologien oder durch Partnerschaften erfolgen.

Elmos vermarktet ihre Produkte nach Applikationen, Regionen und Branchen. Innerhalb der Regionen konzentrieren wir unsere Vertriebskapazitäten auf die Märkte mit dem größten Geschäfts- und Umsatzpotenzial. Wir investieren in die Weiterentwicklung und Internationalisierung unseres Vertriebs- und Applikations-Supports in der Nähe des Kunden, um unsere Lösungen effektiv zu vertreiben und unsere Kundenbeziehungen zu intensivieren. Das gilt vor allem auch für die Wachstumsregionen in Asien.

Sonstige Chancen

Wir arbeiten permanent an der Optimierung unserer Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette u.a. in den Bereichen Entwicklung, Testing, Technologie, Qualität, Administration sowie Logistik und investieren konzernweit in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG

Die Unternehmensleitung der Elmos ist zuversichtlich, dass die Ertrags- und Innovationskraft des Konzerns eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung darstellt und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

Sollten wir mit diesen Maßnahmen und Methoden bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unseren Ausblick und unsere mittelfristigen Perspektiven übertreffen. Dabei haben vor allem die gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und produktspezifischen Chancen das Potenzial, einen positiven Beitrag für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu leisten.

RISIKEN

Die folgenden Ausführungen beinhalten den erläuternden Bericht zu wesentlichen Merkmalen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB.

Um erfolgreich am Markt agieren und unternehmerische Chancen nutzen zu können, müssen bestimmte Risiken bewusst eingegangen werden. Jedes Risiko beinhaltet gleichzeitig auch eine Chance. Eben diese Chancen zu nutzen - und somit aus dem bewussten oder ohnehin unabdingbaren Eingehen eines Risikos einen Mehrwert zu generieren - ist ein wichtiger Aspekt eines Risikomanagements.

Elmos hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das darauf ausgerichtet ist, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Das Risikomanagement bei Elmos umfasst alle Maßnahmen für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie eine transparente Risikoberichterstattung. Es entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem gemäß § 91 Abs. 3 AktG. Die Gesamtverantwortung hierfür obliegt dem Vorstand. Hierzu hat der Vorstand einen Risikomanagementprozess initiiert und organisatorisch im Rahmen eines Risikomanagement-Teams im Unternehmen verankert. Das Risikomanagement-Team setzt sich aus den Bereichsleitern, Vertretern der Tochtergesellschaften sowie den ernannten Risikomanagern zusammen und ist verantwortlich für die zentrale Koordination im Unternehmen, das Risiko-Reporting sowie für die Berichterstattung an den Vorstand. Jedem Risiko werden sogenannte Risk Owner zugeordnet. Diese identifizieren und bewerten gemeinsam mit den Risikomanagern die Risiken und legen geeignete Gegenmaßnahmen fest. Risk Owner und Risikomanager überwachen die Einhaltung und Wirksamkeit der Maßnahmen.

Risiken werden regelmäßig identifiziert und deren Einfluss auf die Unternehmensziele analysiert. Wo der Konzern die entsprechenden Kompetenzen besitzt, werden bestimmte Risiken eingegangen, wenn gleichzeitig ein angemessener Ertrag zu erwarten ist. Darüber hinaus werden größere Risiken möglichst vermieden. Risiken, die dem Konzern bekannt sind, werden analysiert und überprüft. Soweit möglich werden geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.

Es sind verbindliche Vorgaben und Regeln zur Risikoerfassung formuliert. In einem standardisierten Prozess informieren die Bereiche in Reviewgesprächen mit abgestuften Schwellenwerten über den aktuellen Status von bedeutenden Risiken. Ad-hoc-Risiken und eingetretene Schäden werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen unmittelbar kommuniziert.

Einzelne Risiken werden in Risikogruppen zusammengefasst. Für diese Risikogruppen wird die Risikobewertung als Gesamteinschätzung der Einzelrisiken dargestellt. Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und voraussichtlichen Schadenshöhe bezogen auf Geschäftstätigkeit und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden die Risiken gemäß der dargestellten Matrix klassifiziert und mit "sehr gering", "gering", "gering bis mittel", "mittel", "mittel bis hoch", "hoch" und "sehr hoch" bewertet. Zu jedem Risiko werden Maßnahmen zur Reduzierung oder Vermeidung aufgeführt, die auch unter Hinzuziehung von Frühwarnindikatoren regelmäßig mit den Verantwortlichen erörtert werden.

Internes Kontrollsystem, Compliance- und Risikomanagementsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) besteht aus einer Reihe von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen zur Steuerung sowie Überwachung von zentralen Geschäftsprozessen und von Managemententscheidungen. Ziel ist es, Risiken zu erkennen sowie bekannte Risiken zu begrenzen und somit einen reibungslosen Geschäftsverlauf sicherzustellen. Im Fokus des IKS liegt unter anderem der Rechnungslegungsprozess sowie die Finanzberichterstattung zur Überwachung und Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und angemessenen Rechnungslegung und einer transparenten Darstellung der tatsächlichen Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Unternehmens. Es umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Weiterführende Informationen zur Compliance und dem Compliance Management System (CMS) sind im Abschnitt Compliance in der Erklärung zur Unternehmensführung in diesem Geschäftsbericht erläutert.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der einbezogenen Unternehmen und des Konzerns sind Strukturen und Prozesse implementiert, die der Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses dienen. Die Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit durch entsprechende Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Verantwortlichkeiten geregelt, die bei Bedarf an aktuelle interne und externe Entwicklungen angepasst werden. Wesentliche Merkmale des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind (i) die Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess, (ii) Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und dessen Ergebnisse, (iii) präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen und den Bereichen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses generieren, inklusive definierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen, (iv) Maßnahmen und Zugriffsregelungen zur ordnungsgemäßen EDV-gestützten Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sowie (v) die Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess für den Jahresabschluss der Elmos Semiconductor SE sowie den Konzernabschluss.

Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme 1

Für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind angemessene und wirksame Governance-Systeme implementiert. Im Rahmen der Überwachung und Steuerung des Unternehmens hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig Berichte zu den einzelnen Governance Systemen erhalten. Auf Basis dieser Berichte sowie Informationen aus dem Bereich Interne Revision sind dem Vorstand keine Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements (RMS), des internen Kontrollsystems (IKS) sowie dem Compliance Management System (CMS) sprechen würden. Zusätzlich werden die Systeme auch regelmäßig durch interne und externe Kontrollen überprüft.

1 Bei dem Abschnitt "Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme" handelt sich um lageberichtsfremde Angaben, die keiner inhaltlichen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen wurden.

Ökonomische, politische, gesellschaftliche und regulatorische Risiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)

Die geopolitischen Risiken haben auch das Geschäftsjahr 2023 wieder spürbar beeinflusst. Insbesondere seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist die Geschäftstätigkeit maßgeblich von Unsicherheiten geprägt, welche eine Vielzahl von politischen und wirtschaftlichen Folgen aufgrund von Sanktionen, Engpässen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Energie sowie Kostensteigerungen beinhalten. In diesem volatilen Umfeld hat sich die Vorhersehbarkeit der Entwicklung der Wirtschaft und Märkte maßgeblich verschlechtert. Darüber hinaus würde eine Ausweitung des Konflikts oder neue Konflikte wie beispielsweise im Nahen Osten das Risiko eines globalen wirtschaftlichen Abschwungs weiter erhöhen. Elmos beobachtet fortlaufend das geopolitische und das wirtschaftliche Umfeld in ihren Kernmärkten, um neue potenzielle Risiken oder Veränderungen in der Risikobewertung möglichst frühzeitig zu antizipieren und entsprechende Gegenmaßnahmen bzw. Anpassungen einleiten zu können. Jedoch ist es uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, das gesamte Ausmaß der Risiken durch die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Situation vollständig abzuschätzen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Allokation im Halbleiterbereich weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung von Elmos beeinflusst. Im Jahresverlauf haben sich die Versorgungsengpässe bei Wafern zwar entspannt und es zeigt sich auch eine zunehmende Normalisierung beim Bestellverhalten der Kunden. Dennoch könnte eine verstärkte Nachfrage nach Smartphones oder anderen elektronischen Geräten zukünftig wieder eine Verschärfung bei der Verfügbarkeit von Wafer zur Folge haben und erneut zu Versorgungsengpässen in den globalen Lieferketten führen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 spürbar abgeschwächt und haben aktuell keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf die wirtschaftlichen Aktivitäten oder die globalen Lieferketten. Dennoch beobachten wir die Situation weiter sehr genau, denn das Ausmaß, die zeitliche Dauer und die weitere Entwicklung der Pandemie, neuen Virus-Varianten oder der Ausbruch von anderen Infektionskrankheiten lässt sich sehr schwer vorhersagen. Das gilt ebenso für die Vorhersage der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Der Ausbruch von lokalen oder weltweiten Infektionskrankheiten, wie beispielsweise COVID-19, wurde schon in der Vergangenheit als potentielles Risiko im Elmos Risikofrüherkennungssystem identifiziert.

Versorgungsengpässe durch die Halbleiterallokation oder der Ausbruch von Infektionskrankheiten birgt eine Vielzahl an Risiken, die unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen können. Hierzu zählen u.a. eine unzureichende oder fehlende Verfügbarkeit von Rohstoffen und Komponenten verbunden mit Beeinträchtigungen der eigenen Produktion oder Lieferung unserer Produkte an die Kunden, weitreichende, wirtschaftliche und politische Beschränkungen zur Eindämmung einer Pandemie und ein damit verbundener Nachfragerückgang in den Absatzmärkten des Unternehmens. Werksschließungen von Lieferanten oder Kunden sowie der Ausfall bzw. die fehlende Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Der Einsatz unserer Produkte hängt auch von weiteren ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen ab. Ereignisse wie beispielsweise Wirtschaftskrisen, militärische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten, politische Veränderungen oder geopolitische Spannungen, Anhebung von Zöllen und weitreichende Handelsbeschränkungen, wie z.B. der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Konflikt um Taiwan, verstärkte Sanktionen im Halbleiterbereich mit China, Schwankungen bei Währungen und Leitzinsen, geänderte Zulassungsbestimmungen für Neufahrzeuge, eine Rezession in Europa oder anderen wichtigen Weltmärkten, eine deutliche Verlangsamung des Wachstums in Asien sowie eine Erhöhung von Staatsschulden könnten sich negativ auf die Fähigkeit und Bereitschaft unserer Kunden auswirken, unsere Produkte zu nutzen.

Gesellschaftliche und politische Instabilität, beispielsweise verursacht durch Terroranschläge, Krieg oder internationale Konflikte, Naturkatastrophen, anhaltende Streiks oder Pandemien könnten sich negativ über die jeweils betroffene Wirtschaft hinaus auswirken und somit auch unsere Geschäftstätigkeit maßgeblich beeinträchtigen.

Branchen- und Marktrisiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)

Halbleiterallokation

Das Berichtsjahr war weiterhin geprägt von einer sehr hohen Nachfrage nach Halbleitern im Automobilbereich. Demgegenüber ist die Nachfrage nach Halbleitern insbesondere in der Konsum- und Büroelektronik spürbar zurückgegangen. Insgesamt sind die Auftragsbestände für Automobil-Halbleiter nach wie vor hoch. Die Fertigungskapazitäten für Halbleiter, insbesondere für automobilspezifische 8-Zoll-Technologien, sind jedoch weltweit begrenzt. Durch das umfassende Allokationsmanagement ist es Elmos gelungen, die Lieferfähigkeit der realen Bedarfe gegenüber den Kunden auch im Geschäftsjahr zu gewährleisten. Elmos hat mit einem großen Investitionsprogramm die eigenen Kapazitäten für den Wafer- und Final Part Test in den letzten beiden Jahren signifikant ausgebaut und gemeinsam mit Testpartnern neue Teststandorte in Südostasien aufgebaut. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht konkret vorhersagen, ob sich die Versorgungslage bei automobilen Halbleitern weiter normalisieren wird und ob die vorhandenen weltweiten Kapazitäten ausreichend sein werden, um den nachhaltig steigenden Bedarf an Halbleitern in der Automobilindustrie erfüllen zu können. Demgegenüber könnte eine Wiederbelebung der Nachfrage nach elektronischen Produkten in den anderen Sektoren eine branchenübergreifende erneute Verstärkung der Kapazitätsengpässe zur Folge haben. Elmos arbeitet sehr eng mit allen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass auch zukünftig ausreichend Wafer- und Testkapazitäten zur Verfügung stehen, um die Lieferverpflichtungen erfüllen zu können. Jedoch kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass Elmos zukünftig aufgrund von Versorgungsengpässen von Schlüsselkomponenten oder Dienstleistungen sowie fehlenden Wafer- oder Testkapazitäten selbst in Lieferschwierigkeiten kommt und dann nicht alle Lieferverpflichtungen gegenüber den Kunden immer vollständig und termingereicht erfüllen kann. Dies könnte sich erheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken.

Abhängigkeit von der Automobilindustrie

Das Kerngeschäft von Elmos steht in direktem Zusammenhang mit der Nachfrage der Automobil- bzw. der Automobilzuliefererindustrie nach Halbleitern. Ein starker Einbruch oder signifikante Schwankungen bei den Automobil-Produktions- und Absatzzahlen stellt auch für Elmos als Halbleiterlieferant ein Risiko dar. Auch wird die Nachfrage nach den Halbleitern von Elmos durch die Lieferfähigkeit anderer Lieferanten beeinflusst, da Systeme und Autos nur dann gefertigt werden können, wenn alle Lieferanten liefern können.

Trotz einer weiteren Erholung des Automarktes im Jahr 2023 konnten die Absatz- und Produktionsvolumina der Jahre vor der COVID-19-Pandemie noch immer nicht erreicht werden. Negative Auswirkungen auf die weltweite Pkw-Nachfrage oder anhaltend hohe Schwankungen bei den Absatz- und Produktionszahlen könnten sich auch auf die Geschäftsentwicklung von Elmos maßgeblich auswirken.

Die Kundenstruktur von Elmos zeigt eine gewisse Abhängigkeit von einigen großen Automobilzulieferern. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Kunde in der Regel mehrere Produkte mit verschiedenen Lebenszyklen bezieht und diese oft in verschiedenen Modellen, Marken und Märkten zum Einsatz kommen. Durch den in den vergangenen Jahren stärkeren Fokus von Elmos auf ASSPs wird diese Kundenabhängigkeit verringert, da solche Produkte an mehrere Kunden verkauft werden können. Andererseits steigt das Risiko der Austauschbarkeit, weil auch Wettbewerber oftmals vergleichbare Lösungen anbieten können.

Wettbewerbsrisiken

Eine Vielzahl von Wettbewerbern im Halbleitermarkt für automobile Anwendungen bietet ähnliche Produkte wie Elmos auf vergleichbarer technologischer Grundlage an. Bei großvolumigen Aufträgen steht Elmos auch im Wettbewerb zu Großproduzenten und ist entsprechendem Preisdruck ausgesetzt. Zukünftig könnte es in China zu verstärkten Wettbewerbsaktivitäten von lokalen Mixed-Signal Herstellern oder auch zu einem verstärkten Export von chinesischen Halbleitern für bestimme Applikationen kommen. Dies könnte dann negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Ertragslage von Elmos haben.

Personalrisiken (Risikobewertung: mittel)

Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern

Die sehr entwicklungsintensive Geschäftstätigkeit des Unternehmens führt zu einem stark ausgeprägten und sehr spezifischen Know-how, jedoch nicht zwangsläufig zu Patenten. Somit ergibt sich für Elmos, wie für jedes Technologieunternehmen, eine Abhängigkeit von bestimmten Mitarbeitern.

Mangel an qualifizierten Mitarbeitern

Ein wichtiger Aspekt des Erfolges am Markt ist die Qualität und Verfügbarkeit von Mitarbeitern. Durch den weiterhin angespannten Arbeitsmarkt, insbesondere für Fachkräfte und Ingenieure, besteht das Risiko, dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und zeitnah kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Elmos begegnet dieser Herausforderung mit einer Vielzahl von Recruiting-Maßnahmen. Dennoch besteht das Risiko, dass das Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter nicht für sich gewinnen kann, falls ein neuer Bedarf entsteht. Dieses könnte die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen.

Ausfall von Mitarbeitern aufgrund der COVID-19-Pandemie

Seit Mitte des vergangenen Jahres waren in vielen Regionen der Welt rückläufige Corona-Infektionszahlen zu verzeichnen und auch im Berichtsjahr haben sich die Auswirkungen der Pandemie weiter abgeschwächt. Entsprechend wurden auch bei Elmos die Schutz-und Hygienemaßnahmen angepasst. Der Ausbruch einer Epidemie oder Pandemie wurde bereits in der Vergangenheit als potentielles Risiko identifiziert. Daher konnten nach Bekanntwerden der COVID-19-Pandemie zum Schutz unserer Mitarbeiter vor einer Weiteransteckung innerhalb des Unternehmens sehr frühzeitig umfangreiche Maßnahmen eingeführt werden. Bis heute konnte eine maßgebliche Beeinträchtigung unserer Produktion oder Störungen in unseren Geschäftsabläufen vermieden werden. Dennoch könnte es bei einem erneuten Anstieg der COVID-19-Infektionen oder bei einem Ausbruch von anderen Infektionskrankheiten zu einem spürbaren Ausfall von Mitarbeitern kommen, was sich dann negativ auf die Geschäftsentwicklung und damit auch auf die Ertrags- und Finanzlage auswirken könnte.

Forschungs- und Entwicklungsrisiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)

Der Markt für Elmos-Produkte ist durch ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte gekennzeichnet. Der Erfolg von Elmos ist deshalb stark von der Fähigkeit abhängig, Markttrends und technologische Entwicklungen richtig einzuschätzen, um so innovative und komplexe Produkte oder Nachfolgegenerationen von bestehenden Produkten effizient zu entwickeln, sie rechtzeitig im Markt einzuführen und zu erreichen, dass diese Produkte von den Kunden ausgewählt werden. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Produkte oder komplette Applikationsfelder, die für Elmos umsatzrelevant sind, durch neue Technologien ganz oder teilweise substituiert werden und Elmos keine wettbewerbsfähigen Produkte in diesem Bereich mehr anbieten kann.

Bei kundenspezifischen Produkten wird der Kunde an den Entwicklungskosten von Elmos beteiligt. Bei Entwicklungen, die nicht in eine Lieferbeziehung münden, besteht das Risiko, dass nicht amortisierte Kosten von der Gesellschaft vollständig alleine zu tragen sind.

Für von Elmos selbst initiierte Produktentwicklungen, d.h. alle ASSPs, liegen beim Start der Entwicklung noch keine festen Kundenaufträge vor und daher trägt Elmos die Entwicklungskosten selbst. Bei zu geringer Kundenakzeptanz können die Entwicklungs- und Produktionskosten daher nicht durch den späteren Verkauf der Produkte amortisiert werden. Allerdings arbeitet Elmos auch bei der Entwicklung von ASSP-Bausteinen nach Möglichkeit mit Leitkunden zusammen, um die Wahrscheinlichkeit für einen Markterfolg zu erhöhen.

Der zukünftige Erfolg von Elmos ist auch von der Fähigkeit abhängig, neue Entwicklungs- und Produktionstechnologien zu entwickeln oder einzusetzen. Elmos entwickelt derzeit analoge und digitale Halbleiterstrukturen und -funktionen für ihre selbst entwickelte modulare Hochvolt-CMOS-Prozesstechnologie und entwickelt zunehmend Produkte auf von Foundries bereitgestellten Prozessen. Trotz sorgfältiger Recherche könnte es der Fall sein, dass Elmos bei Produktentwicklungen Patentrechte von Dritten verletzt. Dies könnte erheblichen Einfluss auf das betroffene Produkt und dessen Vermarktung haben.

Sollte Elmos zukünftig nicht in der Lage sein, neue Produkte und Produktverbesserungen zu entwickeln, zu produzieren und abzusetzen, dürfte dies signifikante Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Finanzwirtschaftliche Risiken (Risikobewertung: mittel)

Beteiligungsbereich

Durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für die Tochtergesellschaften und Unternehmensbeteiligungen besteht die erhöhte Pflicht, mit entsprechenden Controlling-Instrumenten und Soll-Ist-Analysen mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu minimieren. Darüber hinaus werden regelmäßige Reviews der Tochtergesellschaften und Beteiligungen mit den Schwerpunkten Finanzen, Recht und Compliance durchgeführt, unter anderem auch im Rahmen der Internen Revision.

Kostenentwicklung

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 haben sich die Risiken hinsichtlich der Kostenentwicklung im Berichtsjahr etwas reduziert. Die Inflation liegt zwar immer noch auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren, die Dynamik ist aber weniger ausgeprägt. Dennoch wird erwartet, dass die Marktpreise für Rohstoffe und Energie weiter volatil bleiben werden. Darüber hinaus ist mit weiter steigenden Personalkosten durch die Anpassung der Lohnrunde bei Elmos an vergleichbare Tarifabschlüsse zu rechnen. Diese Entwicklungen könnten negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sollten die Kosten nicht kompensiert oder mittels Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden können.

Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften hat auch unter Aspekten von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken keinen wesentlichen Einfluss auf die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie Kredit- und Ausfallrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken sowie Finanzmarktrisiken sind im Konzernanhang aufgeführt.

Betriebs- und operative Risiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)

Beschaffungsrisiken

Obwohl Elmos mit einer Vielzahl von Lieferanten und Dienstleistern weltweit zusammenarbeitet, ist das Unternehmen auf der Beschaffungsseite Versorgungsrisiken ausgesetzt, insbesondere hinsichtlich der für die Produktion benötigten Materialien, wie bspw. (Roh-)Waferkapazitäten, Rohstoffe wie Gold und Kupfer oder Spezialgase sowie Maschinen, Ersatzteile oder auch bei der Energieversorgung.

Die von Elmos für die Fertigung benötigten Rohstoffe sind weltweit zum Teil bei verschiedenen Lieferanten verfügbar, unterliegen jedoch in einigen Fällen einer Monopolsituation. Branchentypischerweise besteht eine gewisse Abhängigkeit von einzelnen fernöstlichen Partnern. Elmos hat das Risiko gestreut, indem sie, wenn möglich, mit mehreren Partnern aus verschiedenen Ländern zusammenarbeitet. Trotz der Streuung des Risikos durch die Nutzung von verschiedenen Partnern besteht das Risiko einer längerfristigen Betriebsunterbrechung, beispielsweise durch einen Streik, Naturkatastrophen, Pandemie, Handelsbeschränkungen oder auch durch eine Betriebsschließung der Partnerfertigung. Dadurch könnten Elmos-Produkte in ihrer Lieferfähigkeit beeinträchtigt oder durch eine nicht eingetretene Weiterverarbeitung unbrauchbar werden. Elmos ist nicht in der Lage, die Unterbrechung oder den Stillstand der Produktion in der Fertigung eines Partners auszuschließen oder zu beeinflussen. Falls aus diesen oder anderen Gründen unsere Partner ihre Lieferverpflichtungen gegenüber Elmos nicht oder nur teilweise erfüllen, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Auch im Geschäftsjahr 2023 war die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen in der gesamten Wertschöpfungskette spürbar von der anhaltenden Halbleiterknappheit, insbesondere im Automobilbereich, geprägt. Dies betrifft insbesondere die Waferfertigung, aber auch zunehmend das Testing der ICs sowie die weltweite Logistik.

Bei den Maschinenanbietern gibt es Konzentrationstendenzen in Richtung eines Oligopolmarkts, sodass die Verhandlungsmacht von Elmos begrenzt ist. Rohmaterialien könnten aufgrund von gestiegener Nachfrage, z.B. resultierend in Engpässen beim Hersteller, nicht im benötigten Umfang bezogen werden. Insbesondere der Waferpreis ist auf dem Weltmarkt teils Schwankungen ausgesetzt. Die Halbleiterallokation im Besonderen hat in den letzten Jahren zu spürbaren Steigerungen bei den Preisen für Materialien, Maschinen und bei Logistikdienstleistungen geführt und damit die Geschäftsentwicklung von Elmos beeinträchtigt.

Betriebsunterbrechung

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bestehen signifikante Unsicherheiten auch hinsichtlich der Versorgung mit Energie oder bestimmten Rohstoffen. Für die eigene Produktion am Standort in Dortmund hat Elmos bereits im vergangenen Jahr ein umfangreiches Maßnahmenpaket initiiert, um bei einer potentiellen Verknappung der Gas- bzw. Energieversorgung in Deutschland den Fertigungsbetrieb möglichst ohne größere Einschränkungen zumindest vorübergehend aufrechterhalten zu können.

Trotz einer erfolgreichen Umsetzung der Gegenmaßnahmen können wir bei möglichen Brennstoffengpässen temporäre Produktionsstillstände am Elmos-Standort Dortmund oder Lieferverzögerungen an Kunden nicht vollständig ausschließen. Obwohl Elmos in regelmäßiger und enger Abstimmung mit allen Lieferanten steht, sind die Auswirkungen eines möglichen Brennstoffmangels bei einem unserer Lieferanten nicht abzuschätzen, welcher in solch einem Fall auch die Produktions- und Lieferfähigkeit von Elmos beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus könnten bei einer erheblichen Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland die bestehenden vertraglich fixierten Preise für Erdgas durch den Energieversorger aufgehoben werden. Elmos könnten dadurch erhebliche Belastungen bei den Energiekosten entstehen, die dann auch durch staatliche Hilfsmaßnahmen (z.B. Energiepreisbremse) nicht mehr vollständig kompensiert werden und die wirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen könnten. Elmos beobachtet kontinuierlich die aktuelle Lage auf den Energiemärkten, potentielle Beeinträchtigungen der Energieversorgungssicherheit, die Entwicklung der Preise für Strom und Erdgas sowie mögliche finanzielle Entlastungen durch staatliche Gegenmaßnahmen (z.B. Strom- und Gaspreisbremse) und initiiert bei Bedarf entsprechende (Gegen-)Maßnahmen.

Neben den bereits dargestellten und erläuterten Betriebsrisiken ist die Zerstörung der Fertigungsanlagen durch Feuer oder andere Katastrophen ein wesentliches betriebliches Risiko. Auch wenn das Betriebsunterbrechungsrisiko durch solche Ereignisse angemessen versichert ist, besteht eine erhebliche Gefahr des Verlustes von Schlüsselkunden. Dieses Risiko ist nicht versicherbar.

Eine Betriebsunterbrechung könnte auch durch einen Ausfall der Stromversorgung entstehen. Die Fertigungsanlagen sind auf einen kurzfristigen Ausfall des Stromnetzes im Rahmen der Möglichkeiten vorbereitet. Durch die Produktion in räumlich getrennten eigenen und externen Fertigungen wird das Risiko einer Betriebsunterbrechung reduziert.

Die üblichen versicherbaren Risiken wie Feuer, Wasser, Sturm, Diebstahl, Haftpflicht sowie die Kosten eines etwaigen Rückrufs sind versichert. Auch bestehen Versicherungen für weitere Risiken, beispielsweise Cyber-Angriffe und Vertrauensschäden. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Kosten eines möglichen Rückrufs oder anderer Ereignisse die Deckungssumme der Versicherung überschreiten könnten. Weitere typischerweise versicherbare Risiken, welche die Entwicklung des Konzerns wesentlich beeinträchtigen oder den Fortbestand des Konzerns gefährden können, sind derzeit nicht bekannt.

Garantiefälle/Produkthaftung

Die von Elmos hergestellten Produkte werden als Komponenten in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Elmos produzierten Halbleiter oder der elektronischen Systeme, in die sie integriert sind, können direkt oder indirekt Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Elmos ist meist nicht in der Lage, die Haftung gegenüber Abnehmern oder Dritten in ihren Absatzverträgen vollständig auszuschließen. Als ein Instrument zur Begrenzung dieses Risikos hat Elmos eine Produkthaftungsversicherung abgeschlossen.

Elmos verfolgt konsequent eine Null-Fehler-Strategie und investiert stetig in die frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Fehlerquellen und Fehlern. Um mögliche Fehlerquellen in sicherheitsrelevanten Bauteilen für Fahrzeuge zu minimieren, hat Elmos den Entwicklungsprozess nach ISO 26262 (Funktionale Sicherheit) eingeführt und zertifiziert. Die Halbleiterchips werden zudem hinsichtlich ihrer Qualität und Funktion in der Produktion im Regelfall für Automobilanwendungen umfangreich getestet. Obwohl die Gesellschaft weitreichende und anerkannte Testverfahren vor der Auslieferung ihrer Produkte einsetzt, können sich Produktfehler möglicherweise erst beim Verbau oder dem Gebrauch der Produkte durch den Endverbraucher zeigen. Wenn solche Produktfehler auftreten, kann dies kostspielige und zeitaufwändige Produktmodifikationen und weitere Haftungsansprüche nach sich ziehen. Auch ein Rückruf, für den Elmos die Haftung übernehmen müsste, kann wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Rechtliche Risiken

Derzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren Ausgang ein hohes Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beinhalten könnte. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Zukunft zu solchen Verfahren kommt. Diese Verfahren könnten beispielsweise aus operativen Umständen, Schutz- und Markenrechtsangelegenheiten oder im Zusammenhang mit Beteiligungsstrukturen im Elmos-Konzern entstehen. Je nach Risikoeinschätzung wird für rechtliche Risiken eine entsprechende bilanzielle Vorsorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen; Ansatz und Bewertung erfolgen dabei im Konzernabschluss nach IAS 37. Da die Ergebnisse gerichtlicher Verfahren nicht vorhersagbar sind, können Aufwendungen entstehen, die wesentlichen Einfluss auf unser Geschäft haben und die gebildeten Rückstellungen übersteigen.

Informationstechnische Risiken

Wie für andere globale Unternehmen ist auch für Elmos die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnologie (IT) von großer Bedeutung. Dies gilt in zunehmendem Maße sowohl für den Einsatz informationstechnischer Systeme zur Unterstützung der Geschäftsprozesse, als auch für die Unterstützung der internen und externen Kommunikation. Elmos beobachtet weltweit einen Anstieg von Bedrohungen für die Informationssicherheit sowie eine zunehmende Professionalisierung der Cyber-Kriminalität, beispielsweise in der Zunahme von Phishing-Angriffen. Aus diesen Gründen hat Elmos in den letzten Jahren proaktiv den Schutz gegen sogenannte Cyber-Angriffe erhöht und arbeitet kontinuierlich an weiteren Verbesserungen. Elmos hat im Geschäftsjahr 2022 ihr Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) in Anlehnung an den Standard ISO 27001 erfolgreich im Rahmen eines TISAX-Assessments zertifizieren lassen. TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist eine Informationssicherheitszertifizierung, die für Zulieferer und Dienstleister der deutschen Automobilhersteller und deren Tochterunternehmen von erheblicher Bedeutung ist. Des Weiteren sind Verarbeitungsprozesse und technische Systeme, die persönliche Daten betreffen, an die hohen Anforderungen der 2018 eingeführten Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angepasst. Trotz aller technischer Vorsichtsmaßnahmen sowie auch extern beauftragten Überprüfungen kann jede gravierende Störung dieser Systeme zu einem Datenverlust und/oder zu einer Beeinträchtigung der Produktion, Störung von Geschäftsprozessen, Rechtsstreitigkeiten oder Bußgeldforderungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Darüber hinaus könnte es trotz einer sehr sorgfältigen und umfassenden Projektabwicklung bei der Transformation des bestehenden SAP R/3 Systems auf das zukünftige SAP S/4 HANA zu Beeinträchtigungen in den Geschäftsprozessen kommen, was zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und Ertragslage führen könnte.

KORRELATIONSMATRIX

Hinweis zur Lesart der Korrelationsmatrix: Einflussstärke der Risikogruppen in den Zeilen auf die Risikogruppen in den Spalten

Ökologische Risiken

Elmos ist sowohl nach der anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 als auch nach der Energiemanagement DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen werden durch regelmäßige Wiederholungsaudits bestätigt. Obwohl hierdurch eine Minimierung der ökologischen Risiken erfolgt, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern beispielsweise aufgrund von Fehlverhalten oder äußeren Umständen ökologische Risiken mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen.

Abhängigkeiten der Risiken untereinander

Risiken sind nicht isoliert, sondern sie unterliegen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen mit anderen Risiken. Zur ganzheitlichen Sicht auf die Gefährdung des Unternehmens durch Risiken gehört ebenfalls die Betrachtung der Abhängigkeiten von Risikogruppen untereinander. Die folgenden, oben im Detail beschriebenen sechs Risikogruppen wurden auf ihre gegenseitigen Abhängigkeiten untersucht:

1) Ökonomische, politische, gesellschaftliche und regulatorische Risiken

2) Branchen- und Marktrisiken

3) Personalrisiken

4) Forschungs- und Entwicklungsrisiken

5) Finanzwirtschaftliche Risiken

6) Betriebs- und operative Risiken

Wie die Risikogruppen sich gegenseitig beeinflussen veranschaulicht die obenstehende Korrelationsmatrix, welche die Einflussstärke der Risikogruppen in den Zeilen auf die Risikogruppen in den Spalten darstellt.

GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG

Elmos aggregiert alle von den verschiedenen Unternehmensbereichen und -funktionen gemeldeten Risiken. Die Risiken werden analysiert, allerdings können Einzelrisiken im Extremfall erheblichen substanziellen Schaden anrichten. Dies ist weder vorhersehbar noch auszuschließen. Unabhängig davon ist festzuhalten, dass auch das Eintreten eines Einzelrisikos, ohne bis zum Extremfall zu eskalieren, erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann.

Die oben aufgeführten Risiken werden vom Management gemäß den dort jeweils genannten Risikoklassen basierend auf der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, zusätzlich unterstützt durch eine Risikotragfähigkeitsanalyse. Risiken, die einer hohen gegenseitigen Abhängigkeit und Wechselwirkung unterliegen, werden zusätzlich auf daraus resultierende Effekte evaluiert. Dabei ist festzustellen, dass in einigen Kategorien Risiken bestandsgefährdender Natur vorhanden sind, diese aber in der Regel mit einer relativ geringen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Wechselwirkungen mit anderen Risiken behaftet sind. So werden derzeit im Unternehmen keine Einzelrisiken sowohl mit der höchsten Schadensklasse als auch der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet (d.h. keine Risikobewertung "sehr hoch"). Fazit: Aus heutiger Sicht und auf Basis der Risikotragfähigkeitsanalyse liegen weiterhin keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

PROGNOSEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das laufende Jahr mit einem weltweiten Wachstum von 3,1% (2023: 2,9%). Insgesamt hätten sich die Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und Schwellenländer deutlich widerstandsfähiger gezeigt als zunächst angenommen. Vor diesem Hintergrund hat der IWF seine jüngste Konjunkturprognose für die globale Wirtschaft für das Jahr 2024 um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Prognose aus Oktober 2023 leicht angehoben. Dennoch würde die Wirtschaft durch erhöhte Zinssätze der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie durch die restriktive Geldpolitik belastet werden.

Für den weltweiten Automobilmarkt erwartete S&P Global im Januar 2024 bei den Pkw-Produktionszahlen für das laufende Jahr einen leichten Rückgang von -0,5%.

PROGNOSTIZIERTE MARKTENTWICKLUNG

Bruttoinlandsprodukt 1 Prognose 2024
Weltweit +3,1%
Europa +0,9%
Deutschland +0,5%
China +4,6%
USA +2,1%
Pkw-Produktionszahlen 2
Weltweit -0,5%
Europa -2,0%
China 0,0%
Nordamerika +1,1%

Quellen: 1IWF (Stand: Januar 2024), 2S&P Global Mobility Light Vehicle Production Forecast (Stand: Januar 2024)

OPERATIVE ZIELE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024

Umsatz- und Ergebnisziele

Die Prognose des Unternehmens orientiert sich neben der aktuellen Geschäfts- und Auftragslage auch an den zuvor genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und den spezifischen Branchen- und Marktentwicklungen. Da die Elmos Semiconductor SE die wesentlichste Einheit im Konzern darstellt, bezieht sich die für 2024 erwartete Geschäftsentwicklung im Konzern auch auf die erwartete Entwicklung der Elmos Semiconductor SE. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos einen Umsatz von 605 Mio. Euro ± 25 Mio. Euro und eine operative EBIT-Marge von 25% ± 2%-Punkte vom Umsatz. Die erwartete operative EBIT-Marge enthält keine Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA, welcher für Ende Dezember 2024 erwartet wird. Der Prognose liegt ein Wechselkursverhältnis von 1,10 Euro/US-Dollar zu Grunde. Die aktuellen Erwartungen können insbesondere durch geopolitische Ereignisse, wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt oder durch verschärfte Sanktionen und Handelsbeschränkungen, durch Marktturbulenzen sowie durch steigende Preise und potentielle Engpässe für Energie, Material, Dienstleistungen und Personal beeinträchtigt werden.

Investitions- und Liquiditätsziele

Nach dem signifikanten Ausbau der Kapazitäten im Testbereich erwartet Elmos für das Jahr 2024 geringere Investitionen gegenüber dem Vorjahr. Daher rechnet das Unternehmen mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzgl. aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 12% ± 2%-Punkte des Umsatzes. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos einen positiven operativen bereinigten Free Cashflow (ohne Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA) deutlich über dem Niveau des Vorjahres (-24,3 Mio. Euro).

PROGNOSE 2024

Umsatz 605 Mio. Euro ± 25 Mio. Euro
Operative EBIT-Marge 1 25% ± 2%-Punkte
Investitionen (in % vom Umsatz) 2 12% ± 2%-Punkte
Operativer bereinigter Free Cashflow 3 positiv und deutlich über dem Niveau des Vorjahres (-24,3 Mio. Euro)
Angenommener ø- Wechselkurs 1,10 EUR/USD

1 EBIT-Marge ohne Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA.
2 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzgl. aktivierten Entwicklungsleistungen.
3 Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, abzüglich Investitionen in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n Vermögenswerte/n und Sachanlagen und ohne Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA.

Dividendenziele

Die freie Liquidität soll teils zur Zahlung einer Dividende verwendet werden. Aufgrund der Unternehmens- und Ergebnisentwicklung werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung im Mai 2024 eine Dividende in Höhe von 0,85 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,75 Euro) vorschlagen.

Prämissen der Prognosen

Elmos schätzt die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Automobilelektronik positiv ein. Der vermehrte Einsatz von Elektronik in Fahrzeugen wird durch zahlreiche Trends bestimmt: z.B. Fortschritte bei Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren, Elektrifizierung des Antriebsstranges, Digitalisierung, neuartige System-Architekturen sowie steigende Anforderungen an Sicherheits- und Komfortapplikationen.

Eine positive Entwicklung für Elmos setzt den Erfolg unserer heutigen und zukünftigen Kunden sowie unsere Fähigkeit voraus, Produkte bei diesen zu platzieren. Der internationale Markt der Automobilzulieferer unterliegt einem intensiven Wettbewerb. Effekte, die sich daraus ergeben, wie z.B. Marktveränderungen oder Portfolioverschiebungen bei unseren Kunden, lassen sich nur schwer vorhersagen. Der Ausblick basiert u.a. auf den dargestellten Prämissen der konjunkturellen Entwicklung sowie den Hinweisen im Chancen- und Risikobericht. Die Erwartungen können durch Marktturbulenzen bzw. durch weltpolitische und ökonomische Unsicherheiten sowie durch kriegerische Auseinandersetzungen, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt, beeinträchtigt werden.

RECHTLICHE ANGABEN

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 289a, 315a HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2023 dargestellt (zugleich erläuternder Bericht nach § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG). Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie die Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, finden sich im Konzernanhang.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Gesetzliche Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich insbesondere aus den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) oder des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ergeben. Beispielsweise unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen nach § 136 AktG einem Stimmverbot. Weiter stehen der Elmos Semiconductor SE gemäß § 71b AktG aus eigenen Aktien keine Rechte zu, auch kein Stimmrecht. Auch können aufgrund von Verstößen gegen kapitalmarktrechtliche Mitteilungspflichten nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien, wie z.B. das Stimmrecht, zumindest zeitweise nicht bestehen.

Aktienbasierte Vergütungsbestandteile von Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeitern sehen teilweise zeitliche Verfügungsbeschränkungen, wie z.B. Haltefristen, vor. Des Weiteren bestehen vorsorgliche, zeitlich begrenzte Handelsbeschränkungen für Aufsichtsrat, Vorstand und einzelne Mitarbeiter. Die Hauptversammlung vom 20. Mai 2021 sowie 10. Mai 2023 hat beschlossen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes abgelaufene Geschäftsjahr eine feste Vergütung erhalten. Die zuvor getroffene Aussage betreffend die aktienbasierten Vergütungsbestandteile des Aufsichtsrats bezieht sich daher ausschließlich auf solche, die den betreffenden Mitgliedern des Aufsichtsrats vor Wirksamwerden des Hauptversammlungsbeschlusses im Jahr 2021 gewährt wurden.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Am Kapital der Elmos Semiconductor SE beteiligte Arbeitnehmer üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Wir verweisen auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands (§§ 84, 85 AktG, Art. 9 Abs. 1, 39 Abs. 2, 46 SE-VO) sowie für die Änderung der Satzung (Art. 59 SE-VO, § 179 AktG). Ergänzende Bestimmungen ergeben sich aus der Satzung.

Nach der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Der Aufsichtsrat ist zuständig für die Bestellung, die Abberufung und den Abschluss der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Er kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Auch ein Sprecher des Vorstands und stellvertretende Vorstandsmitglieder können ernannt werden (§ 4 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung der Vorstandsmitglieder erfolgt für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren. Wiederbestellungen sind zulässig (§ 4 Abs. 3 der Satzung).

Für Beschlüsse der Hauptversammlung zu Satzungsänderungen bedarf es, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften oder die Satzung eine andere Mehrheit vorschreiben, einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen bzw., sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen (§ 13 Abs. 2 Satz 3 der Satzung). Zur Vornahme von Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat befugt (§ 179 Abs. 1 AktG, § 9 Abs. 9 der Satzung).

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien

Die nachfolgenden Erläuterungen zu den Befugnissen des Vorstands zur Ausgabe von Aktien basieren auf der Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 22. Mai 2020 (20.103.513,00 Euro). Das Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt nach der zweimaligen Einziehung von eigenen Aktien im Laufe des Geschäftsjahres 2021 17.700.000,00 Euro.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. Mai 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 10.051.756,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020).

Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Die Aktien können von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

wenn die neuen Aktien zu einem Preis ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese 10%-Grenze ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Ferner sind auf diese Grenze diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen bzw. die Gewinnschuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;

soweit es erforderlich ist, um den Gläubigern der von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht zustünde;

im Falle der Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zur Ausgabe an Mitarbeiter und Führungskräfte der Gesellschaft, Mitarbeiter verbundener Unternehmen sowie freie Mitarbeiter;

zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende ("Scrip Dividend "), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage zum Bezug neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen;

für Spitzenbeträge.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen.

Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- und Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2.010.351,30 Euro nicht übersteigen; auf diese Grenze ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts erfolgt. Ferner sind auf diese Grenze diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen (einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen bzw. die Gewinnschuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen

Das Grundkapital ist um bis zu 10.000.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung wird durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 von der Elmos Semiconductor SE oder durch eine Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG bis zum 21. Mai 2025 begeben werden, von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen, ihrer Wandlungs-/Optionspflicht genügen oder Andienungen von Aktien erfolgen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zudem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses in den Schuldverschreibungs- bzw. Optionsbedingungen jeweils zu bestimmenden Wandlungs-/Optionspreisen.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Aktien vom Beginn des Geschäftsjahres an, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teilnehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 11. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2027 eigene Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit den gegebenenfalls auch aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder durch einen Ankauf von einzelnen Aktionären aufgrund individueller Vereinbarung; jedoch nicht von natürlichen oder juristischen Personen, die Aktien halten, deren Stimmrechte zum Zeitpunkt des Aktienerwerbs nach dieser Ermächtigung einem Mitglied des Vorstands und/oder des Aufsichtsrats nach den §§ 34 ff. WpHG (oder etwaiger Nachfolgevorschriften) zuzurechnen sind sowie Personen, die nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch ("Marktmissbrauchsverordnung", und etwaiger Nachfolgevorschriften) ohne Berücksichtigung der Ausnahme nach Art. 19 Abs. 8 und 9 Marktmissbrauchsverordnung (und etwaiger Nachfolgevorschriften) meldepflichtig sind. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung differenzierende Anforderungen, vor allem hinsichtlich des zulässigen Kaufpreises. Die auf der Grundlage des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 bestehende und bis zum 21. Mai 2025 befristete Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.

Zum 31. Dezember 2023 hielt die Gesellschaft insgesamt noch 579.274 eigene Aktien bzw. 3,27% des Grundkapitals. Hinsichtlich der Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Abschnitt "Eigenkapital" im handelsrechtlichen Anhang bzw. auf die Textziffer 22 im Konzernanhang.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen, und die daraus folgenden Wirkungen

Diverse Vereinbarungen, insbesondere einige Kreditverträge, Lieferverträge, Lizenzverträge, Patentlizenzaustauschverträge, Beteiligungsverträge, Kooperationsverträge, Softwareverträge, Entwicklungsverträge sowie Förderverträge bzw. -bescheide enthalten "Change of Control"-Klauseln. Diese räumen dem Vertragspartner bei wesentlichen Änderungen der Eigentumsverhältnisse bei Elmos insbesondere die Möglichkeit ein, das Vertragsverhältnis vorzeitig enden zu lassen und/oder Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Derartige Klauseln sind im Markt weit verbreitet.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die Vorstandsmitglieder sind im Falle eines Kontrollwechsels jeweils berechtigt, ihren Dienstvertrag innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von 3 bis 6 Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihre Ämter zum Zeitpunkt der Beendigung ihres Dienstvertrages niederzulegen. Für den Fall der Ausübung dieses Kündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern jeweils eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresvergütungen, höchstens aber in Höhe der für die Restlaufzeit ihres Dienstvertrages noch zu zahlenden Vergütung zu. Maßgeblich ist dabei die im zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte Vergütung. Zudem leistet die Gesellschaft für nachvertragliche Wettbewerbsverbote Karenzentschädigung und kann außergewöhnliche Sonderzahlungen leisten. Außerdem wurden teilweise Regelungen zu Aktienhaltefristen, aktienkursbezogener Vergütung (mit der Gewährung des Zwei- bzw. Dreifachen der im Rahmen der aktienkursbezogenen Tantieme zu gewährenden Aktien) sowie zur Altersversorgung getroffen.

ZUSAMMENGEFASSTER NICHTFINANZIELLER BERICHT

Der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht nach §§ 289b, 315b HGB ist im Abschnitt "Informationen für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts, der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE (www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte) öffentlich zugänglich ist, enthalten.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB ist im Abschnitt "Informationen für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts, der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE (www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte) öffentlich zugänglich ist, enthalten.

Dortmund, 28. Februar 2024

Dr. Arne Schneider Guido Meyer Dr. Jan Dienstuhl

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNBILANZ

Aktiva

in Tsd. Euro Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte 14 40.757 36.255
Sachanlagen 15 292.132 219.252
Wertpapiere 16 13.422 33.241
Anteile 16 1 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 21 8.927 8.806
Latente Steueransprüche 17 656 326
Langfristige Vermögenswerte 355.895 297.881
Vorratsvermögen 18 191.526 116.635
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 91.018 67.808
Wertpapiere 16 6.748 2.210
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 21 5.524 3.154
Sonstige Forderungen 21 21.110 18.034
Ertragsteueransprüche 212 67
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 85.629 36.641
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 5 54.736 0
Kurzfristige Vermögenswerte 456.503 244.548
Bilanzsumme 812.398 542.428

Passiva

in Tsd. Euro Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Grundkapital 22 17.700 17.700
Eigene Anteile 22 -579 -581
Kapitalrücklage 22 19.613 18.707
Gewinnrücklagen 102 102
Sonstige Eigenkapitalbestandteile 22 -254 -569
Bilanzgewinn 410.857 324.433
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 447.439 359.792
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 504 629
Eigenkapital 447.943 360.421
Finanzverbindlichkeiten 25 99.879 76.436
Latente Steuerschulden 17 9.814 8.537
Langfristige Schulden 109.693 84.973
Rückstellungen 24 22.735 20.212
Ertragsteuerverbindlichkeiten 26 71.839 21.441
Finanzverbindlichkeiten 25 18.807 4.521
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 97.598 44.209
Sonstige Verbindlichkeiten 26 40.304 6.651
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 5 3.480 0
Kurzfristige Schulden 254.763 97.035
Schulden 364.455 182.007
Bilanzsumme 812.398 542.428

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. Euro Anhang GJ 2023 GJ 2022
Umsatzerlöse 6 575.013 447.247
Umsatzkosten 7 -303.698 -239.710
Bruttoergebnis 271.316 207.537
Forschungs- und Entwicklungskosten 7 -68.774 -55.498
Vertriebskosten 7 -23.000 -17.857
Verwaltungskosten 7 -31.480 -24.152
Betriebsergebnis vor sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-)/Erträgen 148.061 110.029
Wechselkursgewinne 10 1.459 3.047
Sonstige betriebliche Erträge 11 4.905 3.326
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 -3.743 -6.271
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 150.682 110.131
Finanzierungserträge 9 1.226 804
Finanzierungsaufwendungen 9 -2.890 -2.388
Ergebnis vor Steuern 149.019 108.547
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -49.996 -37.251
davon laufende Ertragsteuer 12 -66.547 -37.859
davon latente Steuern 12 16.551 609
Konzernjahresüberschuss 99.023 71.297
davon entfallen auf Anteilseigner des Mutterunternehmens 99.148 71.382
davon entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss -125 -86
Ergebnis je Aktie Euro Euro
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie 13 5,79 4,17

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in Tsd. Euro Anhang GJ 2023 GJ 2022
Konzernjahresüberschuss 99.023 71.297
Posten, die in künftigen Perioden in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, inklusive deren Steuereffekte
Fremdwährungsanpassungen ohne latenten Steuereffekt -219 308
Marktwertveränderungen von zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 22 748 -1.681
darauf latente Steuern 22 -237 552
Posten, die nicht in künftigen Perioden in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, inklusive deren Steuereffekte
Versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionsplänen 22 34 408
darauf latente Steuern 22 -11 -134
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 315 -547
Gesamtergebnis nach Steuern 99.338 70.750
davon entfallen auf Anteilseigner des Mutterunternehmens 99.463 70.835
davon entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss -125 -86

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tsd. Euro Anhang GJ 2023 GJ 2022
Konzernjahresüberschuss 99.023 71.297
Abschreibungen 8 42.270 43.454
Verluste aus Anlagenabgängen 514 234
Finanzergebnis 1.664 1.584
Sonstiger nicht liquiditätswirksamer Ertrag -16.551 -609
Laufende Ertragsteuer 12 66.547 37.859
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 908 606
Veränderung der Pensionsrückstellungen 0 -52
Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 -23.251 -28.063
Vorräte 18 -91.999 -36.495
Sonstige Vermögenswerte 21 -5.833 -6.704
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TI 45.720 26.420
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 704 6.808
Ertragsteuerzahlungen -16.303 -16.132
Gezahlte Zinsen 9 -1.996 -2.370
Erhaltene Zinsen 9 1.226 804
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 102.643 98.641
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 14 -18.179 -11.760
Investitionen in Sachanlagen 15 -109.014 -72.105
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 291 111
Einzahlungen im Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im Konsolidierungskreis 37.200 0
Abgang von/Investitionen in (-) Wertpapiere(n) 16 16.029 11.211
Auszahlungen für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 21 -77 -71
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -73.750 -72.614
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 25 40.000 17.948
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 25 -2.051 -12.000
Dividendenausschüttung 36 -12.839 -11.121
Tilgung Verbindlichkeiten aus Mietkauf -565 -635
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten -1.444 -1.390
Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -280 -280
Sonstige Veränderungen 115 27
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 22.936 -7.451
Zunahme der Zahlungsmittel und -äquivalente 51.829 18.576
Effekt aus Wechselkursänderungen der Zahlungsmittel und -äquivalente -295 308
Zahlungsmittel und -äquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 20 36.641 17.756
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Berichtsperiode 20 88.175 36.641
davon Zahlungsmittel und -äquivalente der Veräußerungsgruppe 5 2.546 0

ENTWICKLUNG DES KONSOLIDIERTEN EIGENKAPITALS

Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
in Tsd. Euro Anhang Aktien Tsd. Stück Grundkapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand zum 01.01.2022 17.700 17.700 -591 18.111 102
Konzernjahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis der Periode 22
Gesamtergebnis
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 22 9 -9
Ausschüttung Dividende
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 22 606
Sonstige Veränderungen
Stand zum 31.12.2022 17.700 17.700 -581 18.707 102
Stand zum 01.01.2023 17.700 17.700 -581 18.707 102
Konzernjahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis der Periode 22
Gesamtergebnis
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 22 2 -2
Ausschüttung Dividende
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 22 908
Sonstige Veränderungen
Stand zum 31.12.2023 17.700 17.700 -579 19.613 102
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital Anteile ohne beherrschenden Einfluss
in Tsd. Euro Sonstige Eigenkapitalbestandteile Bilanzgewinn Gesamt Gesamt
Rücklage für zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Währungsumrechnungen Unrealisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-)
Stand zum 01.01.2022 -153 586 -455 264.146 299.445 715
Konzernjahresüberschuss 71.382 71.382 -86
Sonstiges Ergebnis der Periode -1.129 308 274 -547
Gesamtergebnis -1.129 308 274 71.382 70.835 -86
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 0
Ausschüttung Dividende -11.121 -11.121
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 606
Sonstige Veränderungen 27 27
Stand zum 31.12.2022 -1.282 894 -181 324.433 359.792 629
Stand zum 01.01.2023 -1.282 894 -181 324.433 359.792 629
Konzernjahresüberschuss 99.148 99.148 -125
Sonstiges Ergebnis der Periode 511 -219 23 315
Gesamtergebnis 511 -219 23 99.148 99.463 -125
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 0
Ausschüttung Dividende -12.839 -12.839
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 908
Sonstige Veränderungen 115 115
Stand zum 31.12.2023 -772 675 -158 410.857 447.439 504
Konzern
in Tsd. Euro Gesamt
Stand zum 01.01.2022 300.160
Konzernjahresüberschuss 71.297
Sonstiges Ergebnis der Periode -547
Gesamtergebnis 70.750
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 0
Ausschüttung Dividende -11.121
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 606
Sonstige Veränderungen 27
Stand zum 31.12.2022 360.421
Stand zum 01.01.2023 360.421
Konzernjahresüberschuss 99.023
Sonstiges Ergebnis der Periode 315
Gesamtergebnis 99.338
Aktienbasierte Vergütung/Ausgabe eigener Anteile 0
Ausschüttung Dividende -12.839
Aufwand aus Gratisaktien/Share Matching 908
Sonstige Veränderungen 115
Stand zum 31.12.2023 447.943

KONZERNANHANG

ALLGEMEINES

Die Elmos Semiconductor SE ("der Konzern", "die Gesellschaft" oder "Elmos") hat ihren Sitz in Dortmund (Deutschland) und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 31940 eingetragen. Die aktuelle Satzung der Elmos gilt seit der Umwandlung zum 1. Juli 2020 und wurde letztmals im Mai 2023 geändert. Auf Basis dieser Anpassung ist der Vorstand bis zum 9. Mai 2028 ermächtigt, die Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung).

Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von mikroelektronischen Bauelementen und Systemteilen (Application Specific Integrated Circuits oder kurz: ASICs bzw. Application Specific Standard Products oder kurz: ASSPs) sowie von funktionsverwandten technologischen Einheiten. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und sich an solchen zu beteiligen sowie alle Geschäfte vorzunehmen, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die Gesellschaft ist befugt, Geschäfte im Inland wie im Ausland zu betreiben. Die Gesellschaft hat neben den inländischen auch Vertriebsgesellschaften und Standorte in Europa, Asien und den USA und kooperiert in der Entwicklung und Herstellung von Halbleiter-Chips mit anderen deutschen und internationalen Unternehmen. Die Gesellschaft ist börsennotiert, ihre Aktien werden im Prime Standard in Frankfurt am Main gehandelt.

Die Anschrift des eingetragenen Sitzes der Gesellschaft lautet: 44227 Dortmund, Heinrich-Hertz-Straße 1.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt, verschärfter Sanktionen und Handelsbeschränkungen, Engpässen in den weltweiten Lieferketten, durch steigende Preise und potentiellen Engpässen für Energie, Material, Dienstleistungen und Personal wurden die diesbezüglich kritischen Sachverhalte Geschäfts- oder Firmenwert, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.

RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

1 - Grundsätze der Rechnungslegung

Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die in "Tsd. Euro" angegebenen Werte sind entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro auf- oder abgerundet worden.

Der Konzernabschluss der Elmos wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Elmos angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals sind in Übereinstimmung mit IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" aufgestellt. Einzelne Posten sind zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; die Posten werden im Anhang erläutert.

Der Abschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 28. Februar 2024 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Schätzungen und Ermessensentscheidungen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Über die nachfolgend dargestellten Bereiche hinaus sind Annahmen und Einschätzungen zudem für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, Vorräte sowie für Eventualschulden und sonstige Rückstellungen erforderlich. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen des Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden geopolitischen Risiken, insbesondere durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, welche zu Preiserhöhungen und Verknappung von Energie und Rohstoffen führen können und den Konflikt um Taiwan. Auch können steigende Inflation und höhere Zinsen zu einem deutlichen Konsumrückgang führen. Zollstreitigkeiten wie auch Handelsbeschränkungen zwischen führenden Industrienationen können den globalen Handel und damit die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Die Entwicklungen in diesen weltpolitischen Konflikten sind auch weiterhin sehr dynamisch, so dass nicht auszuschließen ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse deutlich von denen im Rahmen dieses Konzernabschlusses getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen bzw. in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich sein wird und dies einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage im Elmos-Konzern haben könnte.

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Bei den der Berechnung des Nutzungswerts zugrunde gelegten Annahmen bestehen insbesondere Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Bruttogewinnmargen und der Abzinsungssätze. Die Bruttogewinnmargen wurden ausgehend von den historischen Werten der vergangenen Jahre unter Berücksichtigung erwarteter Nachfrageveränderungen und Effizienzsteigerungen geschätzt. Die Abzinsungssätze spiegeln die aktuellen Markteinschätzungen wider und wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten geschätzt. Weitere Einzelheiten hierzu sind in den Anhangangaben 3 und 14 zu finden.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden neben den Bilanzunterschieden aus dem IFRS und dem Steuerbilanzansatz auch für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 17 dargestellt.

Pensionsverpflichtungen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn-und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangangabe 24 zu finden.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode nach bestmöglicher Schätzung aktiviert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 14 dargestellt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden entsprechend der in der Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode nach bestmöglicher Schätzung aktiviert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 15 dargestellt.

Leasing

Die Bewertung der Nutzungsrechte sowie der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfordert neben der Festlegung eines angemessenen Kapitalisierungszinssatzes auch das Treffen von Annahmen hinsichtlich weiterer Parameter bzw. der Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte des Eintritts bzw. der Ausübung. Der Konzern kann den dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz im Einzelfall nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher verwendet er zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten auch seinen Grenzfremdkapitalzinssatz. Dies ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Einige Leasingverhältnisse beinhalten Kaufoptionen/Verlängerungsoptionen, die vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung dieser Optionen wahrscheinlich sind. In Abhängigkeit von dieser Beurteilung bemisst sich die dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Nutzungsdauer. Weitere Einzelheiten zum Leasing sind in den Anhangangaben 3 und 15 dargestellt.

Neue und geänderte Standards

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Eine Ausnahme bildeten die nachfolgend aufgelisteten Änderungen von Standards, die erstmals ab dem Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden waren.

Standards/Änderungen von Standards Erstmalige Pflichtanwendung in der EU Auswirkung auf Elmos
Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses und an IFRS Practice Statement 2: Angabe von Rechnungslegungsmethoden 01.01.2023 Unwesentlich
Änderungen an IAS 8 - Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01.01.2023 Unwesentlich
Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion 01.01.2023 Unwesentlich
Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern: Reform des internationalen Steuersystems; Mustervorschriften für Pillar 2 01.01.2023 Keine
IFRS 17 - Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 - Versicherungsverträge 01.01.2023 Keine
Änderungen an IFRS 17 - Versicherungsverträge: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen 01.01.2023 Keine

Freiwillig vorzeitig anwendbare Standards und Änderungen von Standards (EU-Endorsement erfolgt)

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Änderungen von Standards veröffentlicht, welche bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Änderungen von Standards nicht vorzeitig an.

Änderungen von Standards Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Auswirkung auf Elmos
Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 01.01.2024 Unwesentlich
Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig, Verschiebung des Stichtags 01.01.2024 Unwesentlich
Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses: Langfristige Verbindlichkeiten mit Kreditvereinbarungsklauseln 01.01.2024 Unwesentlich
Änderungen an IFRS 16 - Leasing: Leasingverbindlichkeiten bei Sale und Lease-Back Transaktionen 01.01.2024 Unwesentlich

In der EU noch nicht anwendbare Änderungen von Standards (EU-Endorsement noch nicht erfolgt)

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Änderungen von Standards veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern daher nicht angewandt.

Änderungen von Standards Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Auswirkung auf Elmos
Änderungen an IAS 7 - Kapitalflussrechnung und Änderungen an IFRS 7 - Finanzinstrumente Angaben: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 01.01.2024 Unwesentlich
Änderungen an IAS 21 - Auswirkungen von Wechselkursänderungen: Fehlende Umtauschbarkeit 01.01.2025 Unwesentlich

2 - Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis, Konsolidierungsstichtag und Konsolidierungsmethoden

In dem für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der Elmos Semiconductor SE alle Gesellschaften einbezogen, bei denen Elmos unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IFRS 10 -Konzernabschlüsse besteht. Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode zugrunde. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Saldo der zum beizulegenden Zeitwert erworbenen identifizierten Vermögenswerte und Schulden aufgerechnet. Zum Zeitpunkt des Erwerbs werden die identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden vollständig mit den beizulegen den Zeitwerten angesetzt. Der Saldo eines verbleibenden aktiven Unterschiedsbetrags ist als Geschäftswert ausgewiesen.

Die Jahresabschlüsse der in den Elmos-Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Aufwendungen und Erträge sowie Transaktionen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden im Konzernabschluss eliminiert.

Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen befindet sich in der Anhangangabe 33.

Im Konzernabschluss bestehen keine wesentlichen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter.

Fremdwährungsumrechnung und -transaktionen

Die wesentlichen funktionalen Währungen sind der Euro für die Elmos Semiconductor SE und die europäischen Tochtergesellschaften sowie der US-Dollar für die Elmos N.A. Inc. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Auf Fremdwährung lautende Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Für Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung die lokale Währung des jeweiligen Landes ist, in dem diese Gesellschaft ihren Sitz hat, werden Aktiva und Passiva, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen wirtschaftlich selbstständigen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Erlös- und Aufwandspositionen werden zu den durchschnittlichen Fremdwährungskursen während des zugrundeliegenden Zeitraums umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals innerhalb der sonstigen Eigenkapitalbestandteile ausgewiesen.

Die Gesellschaft geht von Zeit zu Zeit Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung von Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht. Diese Kurssicherungsgeschäfte reduzieren die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist nicht an Spekulationsgeschäften beteiligt. Zu den insgesamt realisierten und unrealisierten Kursgewinnen bzw. -verlusten aus Währungssicherungsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 siehe Anhangangabe 30.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds, der identisch mit dem Konzernbilanzposten ist) im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind berücksichtigt.

In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden. Die in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung erfassten Finanzierungsaufwendungen und -erträge entsprechen im Wesentlichen den gezahlten Beträgen.

Der im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesene sonstige nicht liquiditätsmäßige Ertrag resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steuern. Die Erhöhung im Geschäftsjahr 2023 ist primär beeinflusst durch die Aktivierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit dem im Zuge des Verkaufs der Waferfertigung entstandenen steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts (siehe hierzu auch Anhangangabe 12).

3 - Wesentliche Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von ASICs und ASSPs sowie aus deren Entwicklung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen.

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Versendung der Produkte an den Kunden bzw. bei Gefahrenübergang auf den Kunden, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Im Rahmen von Konsignationslagervereinbarungen erfolgt die Umsatzrealisierung entweder bei Entnahme des Kunden oder bereits bei Bestückung des Konsignationslagers in Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Gefahrenüberganges. Die Umsatzrealisation erfolgt somit bei allen Produktlieferungen zeitpunktbezogen, bei Umsätzen aus Entwicklungstätigkeit ebenfalls zeitpunktbezogen jeweils mit Erreichen der vertraglich vereinbarten Milestones. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem Elmos voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht.

Es gibt keine signifikante Finanzierungskomponente, da ein marktübliches Zahlungsziel von 30 bis 60 Tagen vereinbart ist.

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmensakquisitionen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Darüber hinaus wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, sofern besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen anzeigen, dass der Marktwert einer Berichtseinheit unter ihren Buchwert gefallen sein könnte. Zum Erwerbszeitpunkt wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den erzielten Synergien aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren wird.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. "Cash Generating Unit" (CGU), auf die sich der Geschäftswert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der CGU unter ihrem Buchwert, ist ein Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ("Fair value less cost to sell") und Nutzungswert ("Value in use").

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden den entsprechenden CGUs zugeordnet. Dabei stellen die Tochtergesellschaften im Regelfall jeweils eine CGU dar.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der CGU basiert auf dem Nutzungswert ("Value in use"). Für jede CGU werden auf Basis einer Mehrjahresplanung die zukünftigen Cashflows ermittelt. Die detaillierte Mehrjahresplanung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Anschließend wird durch Diskontierung der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Aus der Entwicklung entstehende immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend IAS 38 nur aktiviert, wenn es u.a. (a) hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und (b) die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bemessen werden können. Diese Kriterien treffen für die aktivierten Entwicklungsprojekte im Zusammenhang mit der Entwicklung von ASICs zu. Die Aktivierung findet auch für Projekte statt, denen noch keine Kundenaufträge gegenüberstehen (ASSPs), für die es aber auf Basis unserer Erfahrungen einen entsprechenden Kundenbedarf gibt. Ihre Werthaltigkeit wird jährlich durch die Gesellschaft überprüft. Mit der Abschreibung wird nach Abschluss der Entwicklungsphase bzw. bei Beginn der Vorserienfertigung begonnen.

Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt, nachdem die technologische Durchführbarkeit bzw. Realisierbarkeit hergestellt ist (sog. QB1-Status). Die Kosten werden ab Produktionsstart (sog. QB3-Status) auf einer linearen Grundlage über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren amortisiert. Aufwendungen für die Eigenentwicklung von Design- und Prozesstechnologie werden aktiviert, soweit alle Voraussetzungen gemäß IAS 38 erfüllt sind. Aktivierte Aufwendungen werden unter Verwendung der linearen Methode über die jeweils kürzere geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Technologien, die Schutzfrist bei Patenten oder die Vertragsdauer, aber maximal über 20 Jahre, abgeschrieben. Entgeltlich Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen/Wertminderungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst (siehe Anhangangabe 8). Weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2022 gab es sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

Sachanlagen

Sachanlagen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Sachanlagen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt linear abgeschrieben:

Gebäude: 25 bis 50 Jahre

Einbauten: 8 bis 10 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 bis 15 Jahre

Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen.

Bei Verkauf oder Abgang von Sachanlagevermögen werden die entsprechenden Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die dazugehörige kumulierte Abschreibung/Wertminderung aus den entsprechenden Konten entfernt. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen werden als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen gezeigt. Wartung oder Instandhaltung werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst in der sie angefallen sind.

Leasing

Der Konzern beurteilt bei Vertragsabschluss, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Verfügungsgewalt eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu übertragen. Der Konzern erfasst das Recht auf Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts und Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen.

Nutzungsrechte: Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum, d.h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrundeliegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechts ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten angepasst. In der Konzernbilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen aus.

Leasingverbindlichkeiten: Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen und umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die zukünftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder Zinssatzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. In der Konzernbilanz werden die Leasingverbindlichkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand (siehe hierzu auch Anhangangabe 32).

Anteile

Als Anteile werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen Elmos keine Kontrolle und keinen maßgeblichen Einfluss besitzt. Als Eigenkapitalinstrumente werden Anteile, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, als "Erfolgsneutral zum Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu diesem Wert bilanziert. Anteile, für die kein aktiver Markt existiert, werden ebenfalls als "Erfolgsneutral zum Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Hierbei wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Finanzinstrumente werden unter Berücksichtigung ihrer Wesensart in folgende Klassen unterteilt:

Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Bei regulären Erwerben und Verkäufen erfolgt die Einbuchung zum Erfüllungstag.

Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewertet Elmos beim erstmaligen Ansatz einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell, dem die finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, sowie der Eigenschaft der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten:

Halten und Verkauf

Halten

Handel

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

Die bilanzierten Finanzinstrumente bei Elmos enthalten u.a. liquide Mittel, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Devisentermingeschäfte sowie übrige Fremdfinanzierungen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Elmos klassifiziert finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Klassifizierung erfolgt auf Grundlage des Geschäftsmodells von Elmos zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts.

Sofern der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, wird der finanzielle Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Elmos bewertet einen finanziellen Vermögenswert erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind: Die Zielsetzung des finanziellen Vermögenswerts besteht sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Elmos bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente - unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value Option), bislang keinen Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente

Elmos setzt derivative Finanzinstrumente wie Devisenoptions-/Devisentermingeschäfte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Derartige derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Vorratsvermögen

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung in den Kosten der umgesetzten Leistung ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten Nettoveräußerungserlösen liegen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen werden grundsätzlich zum Nennbetrag unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Liquide Mittel)

Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben und werden bei Zugang zum beizulegendem Zeitwert und in Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass die hinreichend zuverlässige Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann.
Die periodischen Netto-Pensionsaufwendungen unter IAS 19 setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die verschiedene Aspekte der finanziellen Vereinbarungen des Unternehmens sowie die Kosten der von den Arbeitnehmern bezogenen Leistungen widerspiegeln. Diese Komponenten werden unter Anwendung der versicherungsmathematischen Kostenmethode bestimmt und basieren auf versicherungsmathematischen Annahmen, die in der Anhangangabe 24 angegeben sind.

Die Bilanzierungsgrundsätze sehen vor:

in der geplanten Leistungsverpflichtung alle Leistungsverbesserungen widerzuspiegeln, zu denen das Unternehmen ab dem aktuellen Bewertungsdatum verpflichtet ist,

versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung werden für Einzelfälle nach erfolgter Risikoeinschätzung sowohl der vertrieblichen als auch der juristischen Konsequenzen in angemessener Höhe gebildet. Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald der Konzern einen detaillierten und formalen Restrukturierungsplan genehmigt hat und die Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen haben oder öffentlich angekündigt wurden.

Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Periode(n) werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeitsmethode (liability method) ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Bilanz und deren Steuerwert wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steueransprüche und -schulden berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu begleichen.

Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, an dem sich die temporären Buchungsunterschiede voraussichtlich umkehren. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und werden in der Bilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Ein latenter Steueranspruch wird für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche neu. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt vermindert sich der Buchwert eines latenten Steueranspruches in dem Umfang, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um vom Nutzen des latenten Steueranspruches - entweder zum Teil oder insgesamt - Gebrauch zu machen.

Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

In dem Umfang, wie nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in diesem Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine latenten Steuerschulden an. Eine latente Steuerschuld wird für alle zu versteuernden temporären Differenzen ausgewiesen, soweit die latente Steuerschuld nicht aus dem Geschäftswert resultiert, für den eine Abschreibung zu Steuerzwecken nicht möglich ist.

Es sind keine latenten Steuerschulden beim erstmaligen Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten aus Unternehmenszusammenschlüssen anzusetzen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge und Steuerguthaben (Tax Credits) in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Umsatzsteuer

Erträge, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme bilden folgende Fälle:

Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde zurückgefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst

Forderungen und Verbindlichkeiten werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde zu erstatten oder an diese abzuführen ist, wird in der Bilanz unter den sonstigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz als Minderung der Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten erfasst. Weitere Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 31.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden für sämtliche qualifizierten Vermögenswerte, bei denen der Bau oder die Herstellung am oder nach dem 1. Januar 2009 aufgenommen wurde, als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.

Veräußerungsgruppen

Die Gruppe weist Vermögenswerte und Schulden als Veräußerungsgruppe aus, wenn diese als Gruppe in einer Transaktion verkauft oder auf andere Weise abgegeben werden sollen und insgesamt die in IFRS 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" und "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Veräußerungsgruppe sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Veräußerungsgruppe qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (Discontinued Operation).

Bei erstmaliger Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen aufgrund der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsaufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN GEOGRAFISCHEN INFORMATIONEN

4 - Geografische Informationen

Das geografische Gebiet "Sonstige EU-Länder" umfasst grundsätzlich alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt. Die europäischen Länder, die derzeit nicht Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des Gebiets "Sonstige".
Die Verteilung der Umsatzerlöse mit externen Kunden erfolgt nach den Lieferstandorten der Kunden.

Erlöse aus Geschäften mit externen Kunden | in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Deutschland 93.178 59.267
Sonstige EU-Länder 103.978 83.962
Amerika 39.555 31.739
Asien/Pazifik 308.886 255.484
Sonstige 29.417 16.795
Umsatzerlöse 575.0131 444.2472

1 Hiervon Hongkong mit einem Umsatz von 109.526 Tsd. Euro (19,0% des Gesamtumsatzes)
2 Hiervon Hongkong mit einem Umsatz von 76.2 36 Tsd. Euro (17,0% des Gesamtumsatzes)

Im Geschäftsjahr 2023 gibt es keine Kunden, die einen Umsatzanteil von mehr als 10% an den Konzernumsätzen haben (2022: ein größter Kunde mit 44,8 Mio. Euro Umsatz).

Geografische Verteilung langfristiger Vermögenswerte | in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Deutschland 213.023 248.275
Sonstige EU-Länder 980 1.153
Amerika 225 289
Asien/Pazifik 132.084 39.001
Sonstige 0 31
Langfristige Vermögenswerte 1 346.312 288.749

1 Ausgenommen sonstige finanzielle Vermögenswerte und latente Steuern

Im Elmos-Konzern gibt es nur ein einziges Segment und dieses umfasst das Halbleitergeschäft.

5 - Veräußerungsgruppe

Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., haben am 28. Juni 2023 einen verbindlichen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung ("Fab") von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Elmos verkauft ihre Waferfertigung, die Bestandteil des Halbleitergeschäfts ist, zu einem Kaufpreis in Höhe von insgesamt rund 93 Mio. Euro. Im Rahmen der Vereinbarung wird Littelfuse die Dortmunder Waferfertigung mit einem Technologie-Team von etwa 223 Mitarbeitenden übernehmen. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs, werden bei Elmos verbleiben. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum Vollzugstermin behält Elmos die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung. Der Käufer hat bislang eine Zahlung an die Elmos Semiconductor SE in Höhe von rund 37 Mio. Euro getätigt. Der restliche Kaufpreis wird dann zum Vollzug der Transaktion Ende des Geschäftsjahres 2024 fällig.

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte und Schulden

In der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023 sind folgende Bilanzpositionen in den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten und Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten enthalten:

in Tsd. Euro 31.12.2023
Immaterielle Vermögenswerte 307
Sachanlagen 15.854
Aktive latente Steuern 17.249
Vorräte 18.353
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.546
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23
Sonstige Aktiva 363
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 54.736
Rückstellungen 1.577
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.714
Finanzverbindlichkeiten 38
Sonstige Verbindlichkeiten 151
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 3.480

Wertminderungen bei Vermögenswerten aufgrund von Differenzen hinsichtlich des niedrigeren Werts aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten waren in der Veräußerungsgruppe nicht zu verzeichnen.

Ebenso sind keine kumulativen Erträge oder Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im sonstigen Ergebnis enthalten.

ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR KONZERN-GESAMT-ERGEBNISRECHNUNG

6 - Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Halbleitern sowie aus deren Entwicklung (siehe hierzu auch die geografische Segmentierung unter der Anhangangabe 4).

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 575.013 447.247 127.766

7 - Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten enthalten die Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten enthalten sie auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Des Weiteren enthalten die Umsatzkosten die Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und haben sich wie folgt entwickelt:

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Materialaufwand -267.912 -159.067
Personalaufwand -44.659 -40.698
Sonstige Gemeinkosten -55.391 -44.327
Bestandsveränderung 64.264 4.382
Umsatzkosten -303.698 -239.710

Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gestiegenen Nachfragesituation im Bereich des Automobilsektors und der daraus resultierenden erhöhten Produktionsleistung ergab sich eine Zunahme des Materialaufwands in Höhe von 108.845 Tsd. Euro. Lohn- und Gehaltserhöhungen spiegeln sich gegenüber dem im Vorjahresvergleich um 3.961 Tsd. Euro gestiegenen Personalaufwand wider. Die sonstigen Gemeinkosten sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 11.064 Tsd. Euro gestiegen, was im Wesentlichen mit höheren Energiekosten begründet ist. Die Bestandserhöhung im Vorjahresvergleich basiert u.a. auf einer deutlichen Erhöhung der Fertigen Erzeugnisse (siehe auch die Anhangangabe 18).

Forschungs- und Entwicklungskosten

Bedeutsame Aufwendungen fallen regelmäßig im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an, die in Erwartung auf zukünftige Erlöse durchgeführt werden. Forschungsaufwendungen werden entsprechend dem Anfall der Arbeiten ergebnismindernd berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen werden je nach Projekt aktiviert und dann planmäßig abgeschrieben bzw. - sofern die Aktivierungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind - ergebnismindernd gebucht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ausgaben in Höhe von 68.774 Tsd. Euro (2022: 55.498 Tsd. Euro) als Aufwand gebucht.

Vertriebskosten

Zu den Vertriebskosten in Höhe von 23.000 Tsd. Euro (2022: 17.857 Tsd. Euro) gehören im Wesentlichen Aufwendungen für Personal, Reisekosten, Beratungen und Abschreibungen.

Verwaltungskosten

Zu den Verwaltungskosten in Höhe von 31.480 Tsd. Euro (2022: 24.152 Tsd. Euro) zählen neben den Kosten des im Verwaltungsbereich tätigen Personals auch anteilige Personalkosten des Vorstands. Wesentliche Posten sind weiter Aufwendungen aus Abschreibungen, Versicherungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

8 - Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren

Im Rahmen der Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Form des Umsatzkostenverfahrens erfolgt die Zuordnung der Aufwendungen nach Funktionsbereichen. In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den Kosten für Forschung und Entwicklung waren die nachstehend aufgeführten Kostenarten wie folgt enthalten:

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 282.383 Tsd. Euro und sind im Wesentlichen aufgrund der Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 116.087 Tsd. Euro gestiegen (2022: 166.296 Tsd. Euro). Sie setzen sich zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 13.512 Tsd. Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter ist - gemessen als durchschnittlicher Beschäftigungsquotient - von 1.176 im Geschäftsjahr 2022 auf 1.282 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen (+9,0%). Der Anstieg der Personalkosten ist neben den erhöhten Mitarbeiterzahlen durch Lohn- und Gehaltsanpassungen begründet. Weitergehende Angaben zu den Beschäftigten finden sich unter der Anhangangabe 39.

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Löhne und Gehälter -100.568 -89.198
Aufwendungen der sozialen Sicherheit -16.723 -14.609
Aufwendungen für Altersversorgung -86 -58
Personalaufwand -117.377 -103.865

Abschreibungen/Wertminderungen

Die Aufgliederung der Abschreibungen ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe hierzu Anhangangaben 14 und 15).
Die planmäßigen Abschreibungen sowie Wertminderungen betrugen im Berichtsjahr 42.270 Tsd. Euro (2022: 43.454 Tsd. Euro), welches einem Rückgang von 1.184 Tsd. Euro (u.a. aufgrund der im Vorjahr in Höhe von 2.753 Tsd. Euro höheren Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) entspricht. Bedingt durch das Umsatzkostenverfahren sind die Abschreibungen für Sachanlagegüter und immaterielle Vermögenswerte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die Positionen Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und Verwaltungskosten verteilt worden.

9 - Finanzierungserträge und Finanzierungsaufwendungen

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Zinserträge 1.226 804
Sonstige Finanzierungserträge 0 0
Finanzierungserträge 1.226 804
Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten -131 -101
Sonstiger Zinsaufwand -2.639 -2.287
Sonstige Finanzierungsaufwendungen -120 0
Finanzierungsaufwendungen -2.890 -2.388

Der Anstieg der sonstigen Zinsaufwendungen resultiert aus erhöhten Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro im zweiten Halbjahr 2023.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Finanzierungserträge und -aufwendungen entsprechen im Wesentlichen den gezahlten Beträgen.

Die Gesamtbeträge der Zinserträge und Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Zinsertrag 1.226 804
Zinsaufwand -2.639 -2.287
Zinsergebnis -1.413 -1.483

10 - Wechselkursgewinne

Die erfolgswirksam erfassten Wechselkursgewinne aus Umrechnungsdifferenzen betragen im Geschäftsjahr 2023: 1.459 Tsd. Euro (2022: 3.047 Tsd. Euro). Fremdwährungsbeträge werden zum aktuellen Stichtagskurs (EUR/USD: 1,1050; EUR/KRW: 1.433,6600; EUR/SGD: 1,4591; EUR/CNY: 7,8509; EUR/JPY: 156,3300) bzw. zum gleitenden Durchschnittskurs (EUR/USD: 1,0819; EUR/KRW: 1.413,3184; EUR/SGD: 1,4525; EUR/CNY: 7,6605; EUR/JPY: 151,9628) in Euro umgerechnet.
Die den Gesellschaftern des Mutterunternehmens kumuliert zurechenbaren erfolgsneutral erfassten Umrechnungsdifferenzen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 675 Tsd. Euro (2022: 894 Tsd. Euro) unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern. Weitergehende Angaben zu den erfolgsneutral erfassten Umrechnungsdifferenzen stehen unter der Anhangangabe 22.

11 - Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4.905 Tsd. Euro (2022: 3.326 Tsd. Euro) umfassen unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.450 Tsd. Euro (2022: 1.743 Tsd. Euro), Erlöse aus der PKW-Nutzung in Höhe von 831 Tsd. Euro (2022: 889 Tsd. Euro), Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von 121 Tsd. Euro (2022: 25 Tsd. Euro), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 315 Tsd. Euro (2022: 476 Tsd. Euro), Versicherungserstattungen in Höhe von 229 Tsd. Euro (2022: 0 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3.743 Tsd. Euro (2022: 6.271 Tsd. Euro) enthalten im Wesentlichen mit 1.922 Tsd. Euro (2022: 4.676 Tsd. Euro) Aufwendungen aufgrund der Wertminderung eines Geschäfts- oder Firmenwertes im Konzern (siehe hierzu auch Anhangangabe 14). Neben diesen Aufwendungen enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Grundbesitzabgaben in Höhe von 342 Tsd. Euro (2022: 340 Tsd. Euro), sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 139 Tsd. Euro (2022: 200 Tsd. Euro), Buchverluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 637 Tsd. Euro (2022: 258 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten.

12 - Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die entsprechenden latenten Steuern ausgewiesen.

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Laufende Ertragsteuer -66.547 -37.859
Deutschland -66.387 -37.684
Ausland -160 -175
davon Steuern aus Vorjahren 0 0
Latente Steuern 16.551 609
Deutschland 16.549 604
Ausland 2 5
davon Steuern aus Vorjahren 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -49.996 -37.251

Latente Steuern sind nach der sogenannten Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 berechnet worden. Für Deutschland wurde der kombinierte Ertragsteuersatz von 32,805% (2022: 32,805%) angewandt. Dieser kombinierte Steuersatz der Gesellschaft berücksichtigt den Gewerbesteuerhebesatz von 485% (2022: 485%), den Körperschaftsteuersatz von 15,0% (2022: 15,0%) sowie den Solidaritätszuschlag von 5,5% (2022: 5,5%). Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern die jeweils länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden gebildet auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Aktiva und der Passiva im Konzernabschluss und der Steuerbilanz der Einzelabschlüsse. Die Abgrenzung latenter Steuern zeigt die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten, die durch Angleichung der Buchwertunterschiede im Zeitablauf entstehen. Wesentliche Bestandteile der aktiven und passiven latenten Steuern der Gesellschaft sind unter der Anhangangabe 17 dargestellt.

Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von 17.356 Tsd. Euro im Zusammenhang mit dem im Zuge des Verkaufs der Waferfertigung entstandenen steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts bilanziert (siehe Anhangangabe 5). Im laufenden Ertragsteueraufwand war bedingt durch zu erfassende Ertragsteuerverbindlichkeiten aus der Aufdeckung stiller Reserven im Zusammenhang mit dem Verkauf der Waferfertigung ein zusätzlicher Steueraufwand in Höhe von 19.645 Tsd. Euro zu verzeichnen.

Die Unterschiede zwischen dem gesetzlichen Nominalsteuersatz und dem im Konzern zur Anwendung gelangenden effektiven Steuersatz stellen sich wie folgt dar:

in % GJ 2023 GJ 2022
Gesetzlicher Nominalsteuersatz 32,81 32,81
Unterschiedsbetrag aus ausländischen Steuersätzen 0,07 -0,16
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 0,06 0,08
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen 0,10 0,13
Permanente Differenzen 0,16 1,41
Sonstige 0,36 0,05
Effektiver Steuersatz 33,56 34,32

13 - Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Stammaktie wird auf Grundlage der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im jeweiligen Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Stammaktie wird auf Grundlage der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich aller Aktienoptionen mit verwässerndem Charakter nach der sogenannten Treasury Stock Method berechnet.

Abstimmung der Aktien | in Stück GJ 2023 GJ 2022
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien 17.119.902 17.112.849
Aktienoptionen mit verwässerndem Charakter(Berechnung gemäß IAS 33.45 ff.) 0 0
Berechnung des Ergebnisses je Aktie | in Euro
Konzernjahresüberschuss, der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfällt 99.148.242 71.382.083
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 5,79 4,17
Verwässertes Ergebnis je Aktie 5,79 4,17

In der gewichteten durchschnittlichen Aktienanzahl 2023 und 2022 ist jeweils der gewichtete durchschnittliche Effekt der Änderungen aus Transaktionen mit eigenen Anteilen enthalten.
In 2023 und 2022 gab es keinen Verwässerungseffekt mehr, da sämtliche Aktienoptionsprogramme in 2019 ausgelaufen sind. Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses hat Elmos keine Aktienrückkäufe getätigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

14 - Immaterielle Vermögenswerte

in Tsd. Euro Geschäfts- oder Firmenwert Entwicklungsprojekte Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte Geleistete Anzahlungen und in der Entwicklung befindliche Projekte
Anschaffungs- und Herstellungskosten Eigenleistung Kauf Eigenleistung Kauf Eigenleistung
31.12.2021 7.405 36.551 3.108 7.562 26.102 8.891
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 0 0 0
Zugänge 0 1.366 383 0 685 7.608
Umbuchungen 0 3.504 2.197 0 131 -3.504
Abgänge 0 -198 0 0 -4 -342
31.12.2022 7.405 41.223 5.688 7.562 26.914 12.653
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 0 -1 0
Zugänge 0 53 0 0 1.068 9.545
Umbuchungen 0 777 1.864 0 0 -777
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 0 0 -950 0
31.12.2023 7.405 42.053 7.552 7.562 27.031 21.421
Abschreibungen/Wertminderungen
31.12.2021 806 25.443 1.125 7.562 21.701 342
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 0 0 0
Zugänge 4.676 5.123 709 0 1.709 869
Abgänge 0 -198 0 0 -4 -342
31.12.2022 5.482 30.368 1.834 7.562 23.406 869
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 0 -1 0
Zugänge 1.923 5.748 1.679 0 1.525 3.026
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 0 0 0 -697 0
31.12.2023 7.405 36.116 3.513 7.562 24.233 3.895
Buchwert 31.12.2022 1.923 10.855 3.854 0 3.508 11.784
Buchwert 31.12.2023 0 5.937 4.039 0 2.798 17.526
in Tsd. Euro Geleistete Anzahlungen und in der Entwicklung befindliche Projekte Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kauf
31.12.2021 5.029 94.648
Fremdwährungsanpassungen 0 0
Zugänge 1.747 11.789
Umbuchungen -2.231 97
Abgänge -213 -757
31.12.2022 4.332 105.777
Fremdwährungsanpassungen 0 -1
Zugänge 8.693 19.359
Umbuchungen -1.864 0
Abgänge 0 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte -52 -1.002
31.12.2023 11.109 124.133
Abschreibungen/Wertminderungen
31.12.2021 0 56.979
Fremdwährungsanpassungen 0 0
Zugänge 0 13.086
Abgänge 0 -544
31.12.2022 0 69.521
Fremdwährungsanpassungen 0 -1
Zugänge 652 14.553
Abgänge 0 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 -697
31.12.2023 652 83.376
Buchwert 31.12.2022 4.332 36.255
Buchwert 31.12.2023 10.457 40.757
in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Online Engineering GmbH 0 1.923
Geschäfts- oder Firmenwert 0 1.923

Gemäß IFRS 3 B63(a) i.V.m. IAS 38 und IAS 36 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Die Bewertung erfolgt auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist.

Für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag auf Basis eines Nutzungswertes. Die Prognosen beruhen auf Free Cashflows. Diese basieren auf vom Management verabschiedeten Detailplanungen und berücksichtigen unternehmensinterne Erfahrungswerte sowie externe ökonomische Rahmendaten. Den Prognosen liegen sowohl Vergangenheitswerte als auch die zukünftig erwartete generelle Marktentwicklung zugrunde. Bei der Berechnung des Nutzungswertes bestehen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der vom Management genehmigten individuellen Umsatz- und Kostenplanungen. Wesentliche Einflussfaktoren werden im Rahmen der Bottom-up-Planung durch die Tochtergesellschaften und Geschäftsbereiche ermittelt. Methodisch umfasst die Detailplanungsphase einen fünfjährigen Planungszeitraum von 2024 bis 2028.

Weitere Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswertes

Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden im Allgemeinen anhand der durchschnittlichen Werte ermittelt, die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vor Beginn des Planungszeitraums erzielt wurden. Diese werden im Einzelfall im Laufe des Detailplanungszeitraums um die erwarteten Effizienzsteigerungen erhöht. Für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden Gewinnmargen mit unterschiedlichen Bandbreiten zugrunde gelegt. Die geplante jährliche Entwicklung der Bruttogewinnmargen wurde individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit festgelegt und berücksichtigt sowohl sinkende als auch steigende Bruttogewinnmargen im Detailplanungszeitraum.

Preisentwicklungen bei Rohstoffen - Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit werden als Indikator für künftige Preisentwicklungen herangezogen. Prognosedaten werden nur dann verwendet, wenn sie öffentlich zugänglich sind.

Annahmen über den Marktanteil - Diese Annahmen sind insofern wichtig, als dass das Management - wie auch bei der Festlegung von Annahmen für Wachstumsraten - beurteilt, wie sich die Position der einzelnen Gesellschaften im Vergleich zu ihren Wettbewerbern während des Budgetzeitraums ändern könnte.

Abzinsungssätze - Der für den wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert der Online Engineering GmbH verwendete Vorsteuer-Zinssatz wurde mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt und beträgt vor Abzug der Wachstumsrate 15,3%. Die Eigenkapitalkosten beruhen auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,25% zuzüglich einer Marktrisikoprämie von 7,0% multipliziert mit einem unternehmensbezogenen Eigenkapitalbeta basierend auf einem levered Beta von 1,22. Der Zinssatz entspricht den gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkosten. Alle genannten Werte sind aus Marktdaten abgeleitet.

Bei der Durchführung eines Werthaltigkeitstests in 2023 wurde für die Online Engineering festgestellt, dass der erzielbare Betrag bei dieser Einheit den entsprechenden Buchwert unterschreitet. Im Ergebnis wurde somit bei der Online Engineering eine vollständige Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwertes vorgenommen.

Sensitivitätsanalysen waren aufgrund der vollständigen Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwertes in 2023 nicht durchzuführen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entwicklungsprojekte

In 2023 wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktentwicklungen in Höhe von 12.134 Tsd. Euro (2022: 10.882 Tsd. Euro) als Entwicklungsprojekte und in der Entwicklung befindliche Projekte aktiviert. Es ergibt sich damit ein Verhältnis der aktivierten Entwicklungskosten zu den im Konzern insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von ca. 15,0% (2022: 16,4%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungen betrugen in 2023 11.105 Tsd. Euro (2022: 6.701 Tsd. Euro), davon außerplanmäßig 5.677 Tsd. Euro bei Projekten, die nicht wie ursprünglich geplant, realisiert werden konnten (2022: 2.509 Tsd. Euro). Der Buchwert der aktivierten Entwicklungsleistungen (einschließlich der in der Entwicklung befindlichen Projekte) beträgt zum 31. Dezember 2023 31.802 Tsd. Euro (2022: 30.603 Tsd. Euro).

Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte

In 2023 wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Prozesstechnologie aktiviert. Die Abschreibungen betrugen in 2023 207 Tsd. Euro (2022: 207 Tsd. Euro). Bis zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Buchwerte für als Vermögenswerte des Anlagevermögens aktivierte Prozesstechnologie auf 155 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 362 Tsd. Euro).

Sonstige Anmerkungen

Die Kosten, die mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten verbunden sind, werden - sofern sie die Aktivierungskriterien des IAS 38.57 nicht erfüllen - entsprechend ihres Anfalls als Aufwand gebucht. Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 5.114 Tsd. Euro wurden in 2023 von Kunden vergütet (2022: 4.643 Tsd. Euro) und unter den Umsatzerlösen des Konzerns ausgewiesen.

15- Sachanlagen

in Tsd. Euro Grund und Boden Gebäude und Einbauten Gebäude und Einbauten -Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen/ Betriebs- und Geschäftsausstattung Technische Anlagen und Maschinen/ Betriebs- und Geschäftsausstattung - Nutzungsrecht Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2021 5.896 49.164 9.132 264.087 8.806 12.096
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 16 38 0
Zugänge 0 1.537 880 54.553 290 21.701
Umbuchungen 0 1.094 0 10.872 0 -12.062
Abgänge 0 -645 0 -14.992 -487 0
31.12.2022 5.896 51.150 10.012 314.535 8.647 21.735
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 -35 -22 0
Zugänge 0 202 812 97.956 455 19.211
Umbuchungen 0 141 0 21.226 0 -21.367
Abgänge 0 0 0 -8.250 -342 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 -4.996 0 -77.189 -1.494 -356
31.12.2023 5.896 46.497 10.824 348.243 7.244 19.223
Abschreibungen/Wertminderungen
31.12.2021 0 25.563 381 149.703 2.669 0
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 18 12 0
Zugänge 0 1.845 375 27.107 1.040 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -645 0 -14.861 -483 0
31.12.2022 0 26.763 756 161.967 3.238 0
Fremdwährungsanpassungen 0 0 0 -30 -12 0
Zugänge 0 1.620 465 24.572 1.177 0
Umbuchungen 0 0 0 191 -191 0
Abgänge 0 0 0 -6.202 -339 0
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 0 -3.675 0 -63.926 -579 0
31.12.2023 0 24.708 1.221 116.572 3.294 0
Buchwert 31.12.2022 5.896 24.387 9.256 152.568 5.409 21.735
Buchwert 31.12.2023 5.896 21.789 9.603 231.671 3.950 19.223
in Tsd. Euro Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2021 349.181
Fremdwährungsanpassungen 54
Zugänge 78.961
Umbuchungen -96
Abgänge -16.124
31.12.2022 411.975
Fremdwährungsanpassungen -57
Zugänge 118.636
Umbuchungen 0
Abgänge -8.592
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte -84.035
31.12.2023 437.927
Abschreibungen/Wertminderungen
31.12.2021 178.316
Fremdwährungsanpassungen 30
Zugänge 30.367
Umbuchungen 0
Abgänge -15.989
31.12.2022 192.724
Fremdwährungsanpassungen -42
Zugänge 27.834
Umbuchungen 0
Abgänge -6.541
Umgliederung wegen Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte -68.180
31.12.2023 145.795
Buchwert 31.12.2022 219.252
Buchwert 31.12.2023 292.132

Die hohen Zugänge im Geschäftsjahr 2023 resultieren aus dem Ausbau des Testbereichs vor allem in Ostasien, um über ausreichende Testkapazitäten für die zukünftige Umsatzentwicklung zu verfügen.

In den Zugängen der Technischen Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in Höhe von 14.406 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 6.182 Tsd. Euro) Erwerbsvorgänge für das Geschäftsjahr 2023 (2022) enthalten, bei denen der Zahlungsmittelabfluss erst in 2024 (2023) erfolgt(e). Im Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

In den Abschreibungen/Wertminderungen auf Technische Anlagen und Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 66 Tsd. Euro (2022: 962 Tsd. Euro) enthalten.

Leasingverhältnisse

Aus Untermietverhältnissen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2023 (2022) keine wesentlichen Einnahmen erzielt. Die zukünftigen Mindestzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen sind ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.
Die Gesellschaft hat Immobilienleasingverträge für Verwaltungsgebäude sowie das Parkhaus abgeschlossen, deren Laufzeiten sich bis Ende 2026 erstrecken. Diese werden als Nutzungsrechte an Gebäuden und Einbauten ausgewiesen. Weitere Nutzungsrechte bestehen an technischen Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

16 - Wertpapiere und Anteile

a) Wertpapiere

Die Gesellschaft hat Wertpapiere (Anleihen und Schuldscheinanlagen) bei unterschiedlichen Banken erworben. Soweit die Restlaufzeit der Wertpapiere mehr als ein Jahr beträgt, ist eine Zuordnung als langfristiger Vermögenswert vorgenommen worden (13.422 Tsd. Euro, 2022: 33.241 Tsd. Euro). Bei den innerhalb eines Jahres fälligen Wertpapieren erfolgt die Zuordnung zu den kurzfristigen Vermögenswerten (6.748 Tsd. Euro, 2022: 2.210 Tsd. Euro).

b) Anteile

Die Gesellschaft ist an folgenden weiteren Unternehmen beteiligt bzw. hat Anzahlungen für Anteile geleistet:

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Epigone 1 1
Anteile 1 1

Epigone Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz

Elmos hält zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr 6% der Anteile.

Zusammengefasste Finanzinformationen

Gesellschaft | in Tsd. Währung Bilanzsumme Schulden Erträge Periodenergebnis
Epigone 1 2023 Euro - - - -
Epigone 2 2022 Euro 7.172 6.852 897 289

1 Es liegt derzeit kein Jahresabschluss der Gesellschaft vor.
2 Die vorgelegten Zahlen beruhen auf dem ungeprüften Abschluss zum 31. Dezember 2022

17 - Latente Steuern

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Latente Steueransprüche 656 326
Wertpapiere 392 626
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.094 1.913
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 133 385
Pensionsrückstellungen 124 135
Sonstige Rückstellungen 506 249
Finanzverbindlichkeiten 2.117 2.183
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 344 286
Sonstige 297 471
Zwischensumme 6.008 6.248
Saldierung -5.352 -5.922
Latente Steuerschulden -9.814 -8.537
Immaterielle Vermögenswerte -10.289 -9.905
Sachanlagevermögen -4.110 -4.248
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -296 -215
Vorräte -34 -31
Sonstige Verbindlichkeiten -393 -12
Sonstige -44 -48
Zwischensumme -15.166 -14.459
Saldierung 5.352 5.922
Netto-Betrag latenter Steuern -9.158 -8.211

Die ausgewiesenen Saldierungen wurden gemäß IAS 12.74 a) und b) vorgenommen, d.h. aktive und passive latente Steuern wurden miteinander saldiert, wenn Ansprüche bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und die steuerliche Einheit das Recht hat, tatsächliche Steueransprüche mit Steuerschulden aufzurechnen.

Die latenten Steuerschulden enthalten auch Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen. Die Veränderung des Netto-Betrags der latenten Steuern in Höhe von 947 Tsd. Euro setzt sich im Wesentlichen aus latenten Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 698 Tsd. Euro (Aufwand) sowie erfolgsneutralen Veränderungen in Höhe von 245 Tsd. Euro (Verminderung des Eigenkapitals) zusammen (siehe hierzu auch Anhangangabe 22).

Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt auf Basis der mittelfristigen Unternehmensplanungen der betroffenen Gesellschaften. Bei den Elmos-Gesellschaften bestehen zum 31. Dezember 2023 latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 297 Tsd. Euro (im Vorjahr 277 Tsd. Euro steuerliche Verlustvorträge).

18 - Vorratsvermögen

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rohstoffe 60.305 14.601
Unfertige Erzeugnisse 98.146 88.720
Fertige Erzeugnisse 33.075 12.948
Geleistete Anzahlungen 0 366
Vorratsvermögen 191.526 116.635

Die Vorräte haben sich entsprechend der Erhöhung des Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr 2023 um 74.891 Tsd. Euro erhöht.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist (Umsatzkosten), beläuft sich auf 16.363 Tsd. Euro (2022: 9.538 Tsd. Euro). Hierbei handelt es sich u.a. um Vorratsbestände, bei denen eine zukünftige Veräußerung unwahrscheinlich ist und infolgedessen vollständig abgewertet wurden.

19 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 92.005 68.327
Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung -987 -519
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.018 67.808

Die Elmos-Gruppe bewertet laufend die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und verlangt in der Regel keine Sicherheiten. Mögliche Forderungsausfälle werden gemäß Schätzungen und Beurteilungen durch das Management wertberichtigt. Nachfolgend sind die Veränderungen der Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung auf den Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen dargestellt:

in Tsd. Euro 2023 2022
Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung am 01.01. 519 31
Zuführungen im Berichtszeitraum (Aufwand für Wertberichtigungen) 0 0
Verbrauch 0 -78
Auflösungen (Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen) 0 0
Fremdwährungsbewertung 468 567
Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung am 31.12. 987 519

Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden größtenteils auf Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird. Die Elmos-Gruppe hat unter Berücksichtigung der Historie und kontinuierlicher Kreditwürdigkeitsprüfung in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 keine wesentlichen Wertberichtigungen im Sinne von IFRS 9 aufgrund signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos oder objektiver Hinweise auf eine Wertminderung vornehmen müssen. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht. Ausbuchungen von Forderungen gab es im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 3 Tsd. Euro (83 Tsd. Euro im Vorjahr).

Die folgende Tabelle gibt Informationen für das in den finanziellen Vermögenswerten enthaltene Kreditrisiko:

in Tsd. Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige finanzielle Vermögenswerte
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Zum Stichtag weder wertgemindert noch überfällig 75.271 57.435 14.451 11.960
Zum Abschlussstichtag < 30 Tage 10.174 6.652 0 0
nicht wertgemindert und 30-60 Tage 1.200 779 0 0
in folgenden Zeitbändern 61-90 Tage 521 899 0 0
überfällig 91-180 Tage 1.626 444 0 0
181-360 Tage 1.792 492 0 0
>360 Tage 372 177 0 0

20 - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Gesellschaft behandelt alle Kapitalanlagen mit hoher Fungibilität mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten zum Zeitpunkt des Erwerbs als Barvermögen. Für den Zweck des Konzernabschlusses umfassen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks.

21 - Lang- und kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige Forderungen

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen (Epigone) 6.709 6.709
Mieterdarlehen 1.803 1.726
Sonstige Ausleihungen 15 15
Aktivischer Unterschiedsbetrag Pensionen 400 356
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.927 8.806
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.524 3.154
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.524 3.154
Sonstige Steueransprüche 16.744 12.843
Rechnungsabgrenzungsposten 3.439 3.540
Sonstige kurzfristige Forderungen 928 1.651
Sonstige Forderungen 21.110 18.034

Aufgrund der Verlängerung der Immobilienleasingverträge zwischen Elmos und Epigone in 2021 werden Forderungen der Elmos gegenüber dem Beteiligungsunternehmen Epigone zum 31. Dezember 2023 weiterhin unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe hierzu auch Anhangangabe 15).

22 - Eigenkapital

Grundkapital: Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 aus 17.700.000 (31. Dezember 2022: 17.700.000) auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital, bestehende Grundkapital in Höhe von 17.700 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 17.700 Tsd. Euro) ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Im Geschäftsjahr 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, dass unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 das Grundkapital der Gesellschaft von 20.103.513 Euro um insgesamt 2.403.513 Euro auf 17.700.000 Euro durch Einziehung von 2.403.513 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie herabzusetzen (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG).

Eigene Anteile: Zum 31. Dezember 2023 hält die Gesellschaft 579.274 (31. Dezember 2022: 581.364) eigene Anteile ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt 579 Tsd. Euro (31. Dezember 2021: 581 Tsd. Euro). Die eigenen Anteile haben sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 durch die Ausgabe von Aktien im Rahmen aktienbasierter Vergütung vermindert. Am Tag der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien sind weder stimm- noch dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Aufgelder 11.130 11.132
Gratisaktien/Share Matching 8.483 7.575
Kapitalrücklage 19.613 18.707

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus Kapitalerhöhungen und der Ausgabe von Aktien der Elmos Semiconductor SE. In 2023 verminderte sich der Posten durch aktienbasierte Vergütung und hiermit im Zusammenhang stehender Ausgabe eigener Anteile um 2 Tsd. Euro (2022: Verminderung um 9 Tsd. Euro).

Der Anteil für Gratisaktien und Share Matching erhöhte sich in 2023 um die Höhe des Aufwands aus der Ausgabe von Gratisaktien/Share Matching (908 Tsd. Euro, 2022: 606 Tsd. Euro).

Sonstige Eigenkapitalbestandteile

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Fremdwährungsanpassungen 675 894
darauf latente Steuern 0 0
Zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -1.160 -1.908
darauf latente Steuern 388 626
Versicherungsmathematische Verluste -341 -375
darauf latente Steuern 183 193
Sonstige Eigenkapitalbestandteile -254 -569

Die Fremdwährungsanpassungen enthalten Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.

Die zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte erfassen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von ausgewählten Finanzinstrumenten (siehe Anhangangaben 29 und 30).

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bilden Gewinne oder Verluste, die sich aus Änderungen der versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen zur Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und/oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ergeben, ab.

Die Entwicklung der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbaren erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals für die Jahre 2023 und 2022 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Tsd. Euro 2023 2022
Saldo zum 01.01. -569 -23
Währungsveränderungen -219 308
darauf latente Steuern 0 0
Veränderungen zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 748 -1.681
darauf latente Steuern -237 552
Veränderungen versicherungsmathematische Verluste 34 408
darauf latente Steuern -11 -134
Saldo zum 31.12. -254 -569

"Recycling" von erfolgsneutralen Eigenkapitalkomponenten

Im den Geschäftsjahren 2023 und 2022 hat die Gesellschaft Anleihen vor Fälligkeit veräußert. Für diese Anleihen sind bis zum Veräußerungszeitpunkt erfolgsneutrale Anpassungen im Eigenkapital vorgenommen worden. Gemäß IAS 1.92 sind diese erfolgsneutral erfassten Beträge zum Zeitpunkt der Realisierung als Umgliederungsbetrag ("Recycling") anzugeben. In diesem Zusammenhang waren im Geschäftsjahr 2023 vorher erfolgsneutral erfasste Beträge in Höhe von 268 Tsd. Euro ergebniswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (Vorjahr: 161 Tsd. Euro). Weitere Transaktionen, welche ein "Recycling" von erfolgsneutralen Eigenkapitalkomponenten erfordert hätten, gab es im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht.

Beteiligungsverhältnisse am Kapital

31.12.2023 31.12.2022
in Tsd. Euro % in Tsd. Euro %
Weyer Beteiligungsgesellschaft mbH, Schwerte 3.664 20,7 3.664 20,7
Jumakos Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 3.016 17,0 3.016 17,0
ZOE-VVG GmbH, Duisburg 2.659 15,0 2.659 15,0
Eigene Aktien 579 3,3 581 3,3
Aktionäre <10% Anteilsbesitz 7.782 44,0 7.780 44,0
Grundkapital 17.700 100,0 17.700 100,00

Unter Berücksichtigung der nahestehenden Personen beträgt der Anteil der "Weyer Beteiligungsgesellschaft mbH und verbundene Parteien" 22,9% bzw. der Anteil der "ZOE-VVG GmbH und verbundene Parteien" 16,3% zum 31. Dezember 2023 (31. Dezember 2022: 22,9% bzw. 16,3%).

Kapitalermächtigungen des Vorstands

Genehmigtes Kapital 2020: 10.051.756 Euro bis 21.05.2025
Bedingtes Kapital 2020: 10.000.000 Euro Options- oder Wandelschuldverschreibungen bis 21.05.2025
Rückkauf eigener Aktien bis 10% des Grundkapitals bis 10.05.2027

Dividende

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die Elmos Semiconductor SE in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2023 (2022) schüttete die Elmos Semiconductor SE aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 (2021) eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro (0,65 Euro) je Aktie aus.

23 - Aktienbasierte Vergütungsprogramme

Die aktienkursbezogene Vergütung für Vorstandsmitglieder besteht aus der Zusage, unter bestimmten Bedingungen Aktien der Gesellschaft zugeteilt zu bekommen. Die Zusage orientiert sich am nachhaltigen Erreichen einer maßgeblich erhöhten Unternehmensbewertung und stellt daher auf den gleitenden Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft über längere Zeiträume ab. Im Geschäftsjahr 2023 sind dem Konzern Aufwendungen in Höhe von 371 Tsd. Euro (2022: 415 Tsd. Euro) für die aktienkursbasierte Vergütung für Vorstandsmitglieder entstanden. Neue Vergütungsprogramme für Vorstandsmitglieder sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht abgeschlossen worden.

24 - Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Barwert der Pensionsverpflichtungen 1.203 1.297
Zeitwert Rückdeckungsversicherungen -1.603 -1.653
Bilanzierter aktivischer Unterschiedsbetrag -400 -356

Die Gesellschaft unterhält eine betriebliche Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes der Elmos Semiconductor SE (auch ehemalige) und z.T. für Mitglieder der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Die Vergütung basiert auf individueller vertraglicher Vereinbarung. Von der Gesellschaft wurden Rückdeckungsversicherungen für die Pensionszusagen abgeschlossen, deren Ansprüche an die Anspruchsberechtigten abgetreten wurden.

Das versicherungsmathematische Gutachten basiert wie im Vorjahr auf einer Rentenanpassung von 1,5% p.a. Die erwarteten Gehaltssteigerungen werden unverändert mit 0,0% angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach IAS 19. Der Rechnungszinsfuß betrug zum 31. Dezember 2023: 3,65% p.a. (31. Dezember 2022: 3,15% p.a.). Als versicherungsmathematische Annahmen für das Sterbe- und Berufsunfähigkeitsrisiko wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Die Pensionsaufwendungen werden den Personalkosten der einzelnen Funktionsbereiche zugeordnet und teilen sich wie folgt auf:

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsen 39 12
Pensionsaufwand (netto) 39 12

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Zeitwertes der Rückdeckungsversicherungen stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro 2023 2022
Barwert Pensionsverpflichtungen zum 01.01. 1.297 1.752
Pensionsaufwand (netto) 39 12
Leistungen an Rentner -92 -92
Versicherungsmathematische Gewinne aufgrund Veränderungen finanzieller Annahmen -41 -375
Barwert Pensionsverpflichtungen zum 31.12. 1.203 1.297
Zeitwert Rückdeckungsversicherungen zum 01.01. 1.653 1.700
Erträge des Fondsvermögens 50 11
Leistungen aus Rückdeckungsversicherungen -93 -93
Versicherungsmathematische Verluste (-)/Gewinne aufgrund Veränderungen finanzieller Annahmen -7 35
Zeitwert Rückdeckungsversicherungen zum 31.12. 1.603 1.653

Die leistungsorientierten Pensionspläne sind primär Risiken aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen, wie z.B. dem Rechnungszins, ausgesetzt. Ein niedriger Abzinsungsfaktor führt zu höheren Pensionsverpflichtungen.

Die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung betragen 43 Tsd. Euro (2022: 47 Tsd. Euro) inklusive der Leistungen aus der Auszahlung im Todesfall. Beiträge wurden in Höhe von 0 Tsd. Euro (2022: 0 Tsd. Euro) gezahlt. Für 2024 werden ebenso keine Beitragszahlungen erwartet.

Des Weiteren bestehen für Mitglieder (auch ehemalige) des Vorstands der Elmos Semiconductor SE mittelbare Pensionszusagen über eine Unterstützungskasse. Zur vollständig kongruenten Abdeckung ihrer Verpflichtungen hat die Unterstützungskasse entsprechende Rückdeckungsversicherungen in genau der zugesagten Beitragshöhe abgeschlossen. In 2023 betrugen die Beiträge für diese Pensionspläne 107 Tsd. Euro (2022: 113 Tsd. Euro).

Die für Arbeitnehmer gezahlten Rentenbeiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung in 2023 betrugen 6.943 Tsd. Euro (2022: 5.184 Tsd. Euro). Die Beiträge zu Direktversicherungen für Arbeitnehmer betrugen in 2023 351 Tsd. Euro (2022: 328 Tsd. Euro).

Beträge laufender und der vorangegangenen vier Berichtsperioden:

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022 GJ 2021 GJ 2020 GJ 2019
Pensionsverpflichtung 1.203 1.297 1.752 1.818 1.636
Zeitwert Rückdeckungsversicherung -1.603 -1.653 -1.700 -1.747 -1.795
Überdeckung/Unterdeckung (-) 400 356 -52 -71 159
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden 0 1 1 -8 -8
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 0 0 0 0 0

Einer der wesentlichen Bewertungsparameter ist der verwendete Diskontierungszinssatz. Dieser ist gemäß IAS 19.83 laufzeit- sowie währungskongruent und unter Bezugnahme auf die Zinssätze qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen zu wählen. Eine Veränderung von 1%-Punkt bei der Annahme des Rechnungszinsfußes hätte sich im Berichtsjahr (Vorjahr) wie folgt ausgewirkt:

in Tsd. Euro Erhöhung um 1%-Punkt Rückgang um 1%-Punkt
GJ 2023 GJ 2022 GJ 2023 GJ 2022
Auswirkungen auf leistungsorientierte Verpflichtung -94 -112 116 130

Zu beachten ist, dass die Sensitivitäten eine Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderungen von Annahmen (beispielsweise hier 1,0%-Punkt) widerspiegeln. Wenn sich die Annahmen in einer anderen Größenordnung ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare Auswirkung auf die Verpflichtung.

Auf Basis der durchgeführten Sensitivitätsanalysen ergeben sich wie im Vorjahr keine signifikanten Auswirkungen auf den Pensionsaufwand. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf Sensitivitätsanalysen für weitere Parameter verzichtet.

Erwartete Fälligkeiten für die Rentenzahlungen der nächsten fünf Jahre:

in Tsd. Euro 2023 2024 2025 2026 2027 2028
GJ 2023 n/a 92 92 91 90 89
GJ 2022 92 92 91 91 90 n/a

Die durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen Versorgungszusagen beträgt 8,0 Jahre (2022: 8,6 Jahre).

Kurzfristige Rückstellungen

in Tsd. Euro 01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Umgliederung wegen Ausweis als Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 31.12.2023
Urlaubsrückstellung 1.033 -1.033 0 1.629 -112 1.517
Tantiemerückstellung 2.473 -2.473 0 2.787 0 2.787
Berufsgenossenschaft 556 -396 -125 546 -126 455
Garantieleistungen und Produkthaftung 4.057 0 -2.116 3.459 0 5.400 1
Lizenzen 813 -362 -195 739 0 995
Sonstige Personalrückstellungen 9.862 -7.794 -30 9.236 -1.340 9.934
Übrige Rückstellungen 1.418 -659 -555 1.442 0 1.646
Kurzfristige Rückstellungen 20.212 -12.717 -3.021 19.838 -1.578 22.735

1 Hiervon mit 5.259 Tsd. Euro die Elmos Semiconductor SE betreffend.

Die Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung werden im Wesentlichen auf Basis bekannter Einzelrisiken entsprechend der erfolgten Risikoeinschätzung am Bilanzstichtag gebildet. Es handelt sich um einzelne Gewährleistungsfälle, bei denen zum Bilanzstichtag Unsicherheiten bzgl. der Inanspruchnahme bestehen. Die Rückstellung für Lizenzen beinhaltet die Zahlungsverpflichtung an die internen und externen Erfinder. Die Grundlage für die Berechnung der Rückstellung bilden die bestehenden Vergütungsverträge. In den sonstigen Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Bonusverpflichtungen, Abfindungen, Überstunden und Prämien enthalten. Die übrigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. Die als kurzfristig eingestuften Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen.

25 - Finanzverbindlichkeiten

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Schuldscheindarlehen 79.000 53.000
KfW-Darlehen 13.846 15.897
Miet- und Leasingverpflichtungen 6.433 6.658
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 600 880
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 99.879 76.436

Das in 2017 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt. Zum aktuellen Bilanzstichtag werden hiervon noch 14.000 Tsd. Euro unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das in 2021 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 25.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, acht und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt. Das in 2023 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt.

Bei dem KfW-Darlehen handelt es sich um eine im ersten Quartal 2022 aufgenommene Darlehenssumme im Nennwert von 20.000 Tsd. Euro, die bis zum Jahr 2031 in Höhe von jährlich 2.051 Tsd. Euro zu tilgen ist.

Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um bedingte Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb an der Online Engineering GmbH, Dortmund im Geschäftsjahr 2021.

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2023 standen der Gesellschaft verschiedene kurzfristige Kreditrahmen in Höhe von 75.000 Tsd. Euro (2022: 25.000 Tsd. Euro) zur Verfügung. Per 31. Dezember 2023 wurden diese Kreditfazilitäten in Höhe von 742 Tsd. Euro als Sicherheiten gestellt (2022: 703 Tsd. Euro). Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (31. Dezember 2023: 18.807 Tsd. Euro; 31. Dezember 2022: 4.521 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen mit 14.000 Tsd. Euro um die in 2024 fällige Tranche des in 2017 aufgenommenen Schuldscheindarlehens, mit 2.051 Tsd. Euro um den in 2024 zu tilgenden Anteil des KfW-Darlehens und mit 1.312 Tsd. Euro um den kurzfristigen Anteil der Miet- und Leasingverpflichtungen (2022: 1.791 Tsd. Euro).

Darlehen

Die effektiven Zinssätze der Darlehen liegen zwischen 0,55% p.a. und 4,84% p.a. (Vorjahr 0,55% bis 2,11%).

Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt alle bis zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 vertraglich fixierten Auszahlungen (in der folgenden Tabelle positiv dargestellt) für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Diese werden mit den undiskontierten Zahlungsströmen inkl. Zinszahlungen für die nächsten Geschäftsjahre angegeben. Einbezogen sind auch alle Zahlungsströme aus derivativen Finanzinstrumenten mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert.

31.12.2023 | in Tsd. Euro 2024 2025-2028 ab 2029
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.622 48.260 57.701
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 97.598 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 874 600 0
Miet- und Leasingverpflichtungen 1 1.425 6.234 490

Die zukünftigen Finanzierungsaufwendungen der Miet- und Leasingverpflichtungen betragen 379 Tsd. Euro (2022: 421 Tsd. Euro).

31.12.2022 | in Tsd. Euro 2023 2024-2027 ab 2028
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.927 44.474 28.514
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.209 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 997 880 0
Miet- und Leasingverpflichtungen 1 1.900 6.506 472

1 Betrifft Sachanlagen, über die nicht frei verfügt werden kann.

Der Darstellung der Liquiditätsanalyse liegen folgende Annahmen zugrunde: Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten erfolgt die Aufstellung der zukünftigen Zinszahlungen auf Basis des Fixings zum aktuellen Stichtag. Fremdwährungsbeträge wurden zum aktuellen Stichtagskurs umgerechnet (EUR/ USD: 1,1050; EUR/KRW: 1.433,66; EUR/SGD: 1,4591; EUR/CNY: 7,8509; EUR/JPY: 156,33), der resultierende Betrag wurde für die Ermittlung der zukünftigen Zahlungen verwendet.

Überleitung Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

in Tsd. Euro 01.01.2023 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2023
Einzahlung Auszahlung Umgliederung Zinsen/Miet- und Leasingverpflichtungen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 76.436 40.000 0 -17.218 661 99.879
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4.521 0 -4.340 17.218 1.408 18.807
80.957 40.000 -4.340 0 2.069 118.686
in Tsd. Euro 01.01.2022 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2022
Einzahlung Auszahlung Umgliederung Zinsen/Miet- und Leasingverpflichtungen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 61.527 15.897 0 -1.768 780 76.436
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 14.581 2.051 -14.305 1.768 426 4.521
76.108 17.948 -14.305 0 1.206 80.957

26 - Sonstige Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zum Stichtag ausschließlich kurzfristig und belaufen sich auf 40.304 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 6.651 Tsd. Euro). Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich u.a. um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer, aus noch abzuführenden Sozialversicherungsbeiträgen, erhaltenen Anzahlungen, und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Der Anstieg im Vorjahresvergleich basiert primär auf gegenüber dem Vorjahr erhöhten Anzahlungen im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung eines Tochterunternehmens. So hat die Elmos Semiconductor SE gemäß den vertraglichen Vereinbarungen bereits im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 einen Betrag in Höhe von 37.200 Tsd. Euro zahlungswirksam vereinnahmt.

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten belaufen sich auf 71.839 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 21.441 Tsd. Euro) und beinhalten zum 31. Dezember 2023 mit 71.689 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 20.402 Tsd. Euro) im Wesentlichen Verbindlichkeiten der Elmos Semiconductor SE, aber auch Verbindlichkeiten einzelner inländischer und ausländischer Tochtergesellschaften.

27 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen hauptsächlich den Bezug von Sachmitteln und Dienstleistungen zum Unterhalt der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

28 - Derivative Finanzinstrumente

Elmos hat im Geschäftsjahr 2023 diverse währungsbezogene Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um Devisentermingeschäfte für die Währung US-Dollar, wobei die korrespondierenden Erträge bzw. Aufwendungen unter der Position Wechselkursgewinne ausgewiesen worden sind (siehe Anhangangabe 29). Der Marktwert für die Devisentermingeschäfte wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Währungskurse auf Basis der Marktbewertungen der korrespondierenden Kreditinstitute bewertet.

29 - Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die Gesellschaft hat sich bzgl. der Klassenbildung von Finanzinstrumenten an die Bewertungskategorien nach IFRS 9 angelehnt, da die Risikoverteilung innerhalb dieser Bewertungskategorien ähnlich ist.

Der Buchwert von Finanzinstrumenten wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten dieser Finanzinstrumente im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte der dem Geschäftsmodell "Halten und Verkauf" zugeordneten kurz- und langfristigen Wertpapiere entsprechen dem Marktwert. Die Bewertung wurde anhand der von den involvierten Banken zur Verfügung gestellten Kurswerte zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die als "Halten" ausgewiesenen Wertpapiere wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Marktwert der Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte (siehe Anhangangabe 30) wurde anhand der von den involvierten Banken zur Verfügung gestellten Devisenkurswerte zum Bilanzstichtag ermittelt. Der Marktwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde basierend auf den für dieselben oder vergleichbare Begebungen angesetzten Marktpreisen sowie auf den der Gesellschaft aktuell angebotenen Zinssätzen ermittelt.

Buchwerte und Fair Value jeder Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Wertansatz nach IFRS 9
in Tsd. Euro Geschäftsmodell Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum Marktwert Erfolgsneutral zum Marktwert
31.12.2023 ohne Recycling mit Recycling
Anteile Halten und Verkauf 1 0 0 1 0
Wertpapiere (langfristig) Halten 3.000 3.000 0 0 0
Wertpapiere (langfristig) Halten und Verkauf 10.422 0 0 0 10.422
Wertpapiere (kurzfristig) Halten 0 0 0 0 0
Wertpapiere (kurzfristig) Halten und Verkauf 6.748 0 0 0 6.748
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Halten 91.018 91.018 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Halten 85.629 85.629 0 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) Halten 5.524 5.524 0 0 0
Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) Halten 8.927 8.927 0 0 0
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte Handel 0 0 0 0 0
Call-Optionen Handel 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe Halten 2.610 2.610 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte 213.879 196.708 0 1 17.170
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanz. Verbindl. zu fortg. AK 97.598 97.598 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanz. Verbindl. zu fortg. AK 110.062 110.062 0 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten Finanz. Verbindl. zu fortg. AK 1.474 1.474 0 0 0
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte Finanz. Verbindl.
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 0 0 0 0
Miet- und Leasingverpflichtungen Finanz. Verbindl. zu fortg. AK 7.744 7.744 0 0 0
Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe Finanz. Verbindl. zu fortg. AK 1.752 1.752 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 218.630 218.630 0 0 0
Aggregiert nach dem Geschäftsmodell
Halten und Verkauf 17.171 0 0 1 17.170
Halten 196.708 196.708 0 0 0
Handel 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 218.630 218.630 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 0 0 0 0
Wertansatz nach IFRS 9 Wertansatz nach IFRS 9
in Tsd. Euro Fair Value Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum Marktwert Erfolgsneutral zum Marktwert
31.12.2023 31.12.2022 ohne Recycling mit Recycling
Anteile 1 1 0 0 1 0
Wertpapiere (langfristig) 3.000 3.000 3.000 0 0 0
Wertpapiere (langfristig) 10.422 30.241 0 0 0 30.241
Wertpapiere (kurzfristig) 0 0 0 0 0 0
Wertpapiere (kurzfristig) 6.748 2.210 0 0 0 2.210
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.018 67.808 67.808 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 85.629 36.641 36.641 0 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) 5.524 3.144 3.144 0 0 0
Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) 8.927 8.806 8.806 0 0 0
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte 0 0 0 0 0 0
Call-Optionen 0 10 0 10 0 0
Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe 2.610 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte 213.879 151.861 119.399 10 1 32.451
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 97.598 44.209 44.209 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105.292 71.348 71.348 0 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.474 1.877 1.877 0 0 0
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte
0 0 0 0 0 0
Miet- und Leasingverpflichtungen 7.744 8.449 8.449 0 0 0
Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe 1.752 0 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 213.860 125.883 125.883 0 0 0
Aggregiert nach dem Geschäftsmodell
Halten und Verkauf 17.171 32.452 0 0 1 32.451
Halten 196.708 119.399 119.399 0 0 0
Handel 0 10 0 10 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 213.860 125.883 125.883 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 0 0 0 0 0
Wertansatz nach IFRS 9
in Tsd. Euro Fair Value
31.12.2022
Anteile 1
Wertpapiere (langfristig) 3.000
Wertpapiere (langfristig) 30.241
Wertpapiere (kurzfristig) 0
Wertpapiere (kurzfristig) 2.210
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.808
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.641
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (kurzfristig) 3.144
Sonstige Ausleihungen und Vermögenswerte (langfristig) 8.806
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte 0
Call-Optionen 10
Finanzielle Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe 0
Finanzielle Vermögenswerte 151.861
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.209
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.402
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1.877
Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte
0
Miet- und Leasingverpflichtungen 8.449
Finanzielle Schulden der Veräußerungsgruppe 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 116.937
Aggregiert nach dem Geschäftsmodell
Halten und Verkauf 32.452
Halten 119.399
Handel 10
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 116.937
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

in Tsd. Euro 01.01. Zugang Abgang Umbuchung Marktbewertung
Langfristige 2023 30.241 0 -13.712 -7.046 939
Wertpapiere 1 2022 39.850 10.000 -15.646 -2.317 -1.646
Kurzfristige 2023 2.210 0 -2.317 7.046 -191
Wertpapiere 1 2022 5.492 0 -5.492 2.317 -107
in Tsd. Euro 31.12.
Langfristige 10.422
Wertpapiere 1 30.241
Kurzfristige 6.748
Wertpapiere 1 2.210

1 Halten und Verkaufen

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

in Tsd. Euro 01.01. Zugang Abgang Marktbewertung 31.12.
Devisentermin-/ 2023 0 0 0 0 0
Devisenoptionsgeschäfte 2022 4 0 -4 0 0

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

in Tsd. Euro 01.01. Zugang Abgang 31.12.
Anteile 2023 1 0 0 1
2022 1 0 0 1
in Tsd. Euro 01.01. Zugang Ausbuchung 31.12.
Call- 2023 10 0 -10 0
Optionen 2022 9 3 -2 10

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die folgende Tabelle stellt die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar.

Gewinne/Verluste (-) | in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Halten -273 1.231
Handel 586 1.721
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.729 -118
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 0

Elmos erfasst Wertberichtigungen/Forderungsverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die der Kategorie "Halten" zuzurechnen sind, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Gewinne aus der Währungsumrechnung von den dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordneten finanziellen Vermögenswerten resultieren überwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Nettogewinne und -verluste enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen, Währungsumrechnungseffekte sowie Forderungsausfälle. Die dem Geschäftsmodell "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" zuzuordnenden Aufwendungen bzw. Erträge resultieren aus den Währungsdifferenzen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsmodell "Handel" werden im Zusammenhang mit währungsbezogenen Sicherungsgeschäften Kursgewinne in Höhe von 621 Tsd. Euro und Kursverluste in Höhe von 35 Tsd. Euro (2022: Kursgewinne 1.721 Tsd. Euro und Kursverluste 0 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen (siehe Anhangangabe 9).

30 - Finanzielle Risiken

Grundlagen

Die generellen Grundlagen zum Umgang mit Risiken im Elmos-Konzern werden im zusammengefassten Lagebericht (Chancen und Risiken) umfangreich erläutert.

Elmos unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, geplanten Transaktionen und bestehenden Verpflichtungen (firm commitments) insbesondere Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und Zinssätze sowie sonstigen Preisrisiken. Ziel der finanzorientierten Risikoerfassung ist es, diese Marktrisiken im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses sowie in enger Zusammenarbeit mit den operativen Konzerneinheiten rechtzeitig zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf durch Maßnahmen zu begrenzen. So werden z.B. Zins- und Währungsrisiken durch geeignete derivative Instrumente gesteuert bzw. begrenzt. Elmos geht dabei Devisentermingeschäfte und -optionen zur Absicherung von Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht. Diese Derivatgeschäfte zur Devisenkurssicherung dienen dazu, Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Ertragslage zu reduzieren. Elmos setzt diese Sicherungsinstrumente ausschließlich für nicht-spekulative, risikobegrenzende Zwecke in Zusammenhang mit Grundgeschäften ein.

Kredit- und Ausfallrisiko

Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der Konzern ggfs. Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute bzw. Emittenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Elmos steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung der Produkte und Transaktionskontrahenten. Die Anlage liquider Mittel erfolgt unter Berücksichtigung hoher Flexibilität und Diversifikation, u.a. bzgl. der Bankpartner bzw. Emittenten. Ein substantieller Teil des Gesamtportfolios ist einlagensicherungsgeschützt bei Banken mit hoher Bonität angelegt (u.a. Tages- und Termingeldanlagen, strukturierte Termingeldanlagen). Darüber hinaus werden die liquiden Mittel in börsennotierte Anleihen (u.a. Unternehmensanleihen, strukturierte Anleihen mit Bonitätskomponente) sowie in kleinerem Umfang zur Beimischung in Schuldscheinanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Emittentenratings liegt weiterhin im Investment Grade-Segment.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen hauptsächlich durch Umsätze mit mikroelektronischen Bauelementen, Sensoren, Systemteilen und Entwicklungsdienstleistungen. Die Kunden sind überwiegend Automobilzulieferer, zu einem kleineren Teil Unternehmen der Industrie-, Konsumgüter-, Medizintechnik- sowie sonstiger Branchen. Die Außenstände werden fortlaufend überwacht; Ausfallrisiken wird soweit erforderlich mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste waren für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht zu berücksichtigen. Die Zahlungsbedingungen spiegeln die historische Geschäftsentwicklung mit den jeweiligen Kunden wider, deren Einhaltung fortlaufend überwacht wird. Zusätzlich werden bei Neukunden präventiv Bonitätsinformationen eingeholt und bei Bedarf Kreditlimits festgelegt. Das Geschäft mit Großkunden unterliegt gesonderter Ausfallrisikoüberwachung. Insgesamt verfolgt Elmos eine stringente Kreditpolitik. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Vor dem Hintergrund der andauernden globalen Unsicherheiten werden ausstehende Forderungen im Sinne eines kontinuierlichen operativen Prozesses kritisch überwacht und verfolgt.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht für Elmos darin, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen, z.B. die Tilgung von Finanzschulden, Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei Fälligkeit zu erfüllen. Damit sich dieses Risiko nicht materialisiert und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sichergestellt ist, hält Elmos eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, Anlagen mit hoher Fungibilität und Liquidierbar-keit sowie in angemessenen Umfang verfügbaren, freien Betriebsmittelkreditlinien vor. Darüber hinaus wird die Liquidität des Konzerns im Rahmen einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht. Die Liquiditätsversorgung der in- und ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt neben deren Innenfinanzierungskraft über Konzernkreditlinien und -darlehen sowie durch Kreditinstitute. Die Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten sind in Anhangangabe 25 dargestellt.

Finanzmarktrisiken

Elmos ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftsaktivitäten Marktpreisrisiken aus Änderungen von Wechselkursen (im Wesentlichen gegenüber dem US-Dollar), Zinssätzen und Rohstoffen (z.B. Gold) ausgesetzt. Ferner bestehen Marktpreisrisiken im Rahmen der mittelfristigen Absicherung der Strom-und Erdgaszulieferung. Diese Marktpreisrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

a) Wechselkursrisiko

Die Währungskursrisiken resultieren aus operativer Tätigkeit (Umsätze, Einkauf) und Investitionen. Durch den gestiegenen Einkauf von Leistungen in US-Dollar, insbesondere Assembly- und Foundry-Dienstleistungen aus Asien, hat sich das Währungsexposure des Konzerns ausgeweitet. Grundsätzlich strebt Elmos perspektivisch weiterhin das Natural Hedging an, d.h. den Ausgleich von US-Dollar Zahlungseinnahmen und -ausgaben, und verfolgt konzernübergreifend Maßnahmen, um das Exposure zu begrenzen. Der nicht durch Natural Hedging abgedeckte Überhang wird - sofern dies vom Management als notwendig erachtet wird - aktiv, u.a. durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten zur Kurssicherung, gesteuert.

Elmos war am Abschlussstichtag Währungskursrisiken ausgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 hat Elmos durch ausgeführte US-Dollar Sicherungsgeschäfte Kursgewinne in Höhe von 621 Tsd. Euro (2022: 1.721 Tsd. Euro) und Kursverluste in Höhe von 35 Tsd. Euro (2022: 0 Tsd. Euro) in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung unter der Position Wechselkursgewinne realisiert.

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2023 in Bezug auf die monetären Finanzinstrumente um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, würde sich das Ergebnis (vor Steuern) um 1.830 Tsd. Euro verringern (2.236 Tsd. Euro erhöhen) (2022: um 1.035 Tsd. Euro verringern (1.265 Tsd. Euro erhöhen)). Der Konzern-Eigenkapitaleffekt ergäbe sich in gleicher Höhe über die Ergebnisauswirkung unter Berücksichtigung anfallender Ertragsteuern.

b) Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko von Elmos zum Bilanzstichtag resultiert aus den als "Halten und Verkauf" klassifizierten Wertpapieren. Bei einem um 100 Basispunkte höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau ergäbe sich eine Reduzierung des Eigenkapitals um 156 Tsd. Euro (Erhöhung des Eigenkapitals um 157 Tsd. Euro) (2022: Reduzierung (Erhöhung) des Eigenkapitals um 215 (438) Tsd. Euro). Auf diese Beträge wären zudem latente Steuern zu berücksichtigen.

Elmos unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich im Euroraum. Der Vorstand beschließt im Rahmen von Finanzierungsentscheidungen über den Zielmix aus fest bzw. variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Daraus wird die Finanzierungsstruktur abgeleitet und umgesetzt. Langfristige Finanzierungsvorhaben werden zur Absicherung einer Kalkulationsbasis in der Regel festverzinslich vereinbart. Gegebenenfalls werden zur Umsetzung auch Zinsderivate eingesetzt. Zur Sicherung der langfristigen Finanzierung finden sich weitere Ausführungen unter Anhangangabe 25.

Kapitalsteuerung

Das vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des Elmos-Konzerns besteht darin, ein angemessenes Bonitätsrating, jederzeitige Sicherstellung der Liquidität bei hoher finanzieller Flexibilität sowie eine solide Kapitalstruktur zu gewährleisten. Die Kapitalstruktur des Elmos-Konzerns wird vom Vorstand aktiv gesteuert sowie unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Risiken aus den zugrundeliegenden Vermögenswerten ggf. angepasst. Ziel ist es, die operative Liquidität sicherzustellen sowie ausreichende Robustheit bei wirtschaftlichen Schwankungen zu gewährleisten ohne strategische Handlungsfähigkeit einzubußen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur können beispielsweise Dividenden an die Anteilseigner gezahlt oder neue Anteile ausgegeben werden. Zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital grundsätzlich mithilfe der absoluten Höhe der Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand sowie der Eigenkapitalquote. Die Nettoverschuldung bzw. der Nettobarmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (inklusive die der Veräußerungsgruppe, siehe hierzu auch Anhangangabe 5) sowie Wertpapiere abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme.

GJ 2023 GJ 2022
Nettoverschuldung -10,4 Mio. Euro -8,9 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 55,1% 66,4%

SONSTIGE ANGABEN

31 - Fördermittel

Die Gesellschaft erhält Fördermittel der öffentlichen Hand, die zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten verwendet werden. Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte verwendete Fördermittel wurden unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufwandsmindernd erfasst (4.398 Tsd. Euro in 2023, 3.247 Tsd. Euro in 2022). Zu den Fördermitteln für Investitionen in das Anlagevermögen siehe Anhangangabe 15.

32 - Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zukünftige Mindestzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingzahlungen, Wartung, Versicherungsprämien, diverse Abnahmeverpflichtungen, etc. mit ursprünglichen Laufzeiten oder Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 wie folgt:

in Tsd. Euro 2023 2024 2025 2026 2027 2028
31.12.2023 n/a 24.963 11.270 658 544 409
31.12.2022 24.204 4.155 3.949 524 508 0
in Tsd. Euro Folgejahre Summe
31.12.2023 0 37.844
31.12.2022 0 33.340

Die Gesamtaufwendungen für die Miet- und Leasingverträge betrugen 2.753 Tsd. Euro in 2023 und 2.587 Tsd. Euro in 2022.

Wesentliche Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert waren in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 nicht zu verzeichnen. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen 1.444 Tsd. Euro (2022: 1.390 Tsd. Euro) für Tilgungsverpflichtungen und 131 Tsd. Euro (2022: 96 Tsd. Euro) für Zinszahlungen.

Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein Bestellobligo in Höhe von 11.375 Tsd. Euro (2022: 41.315 Tsd. Euro).

Für ein im Geschäftsjahr 2019 veräußertes verbundenes Unternehmen besteht noch (voraussichtlich) übergangsweise eine Garantie in Höhe von 6.767 Tsd. USD. Aus heutiger Sicht rechnet Elmos mit keiner Inanspruchnahme.

33 - Konzernunternehmen

In den vorliegenden Konzernabschluss sind das Mutterunternehmen und die nach IFRS 10 beherrschten Tochterunternehmen einbezogen worden. Die Kapitalanteile an den Unternehmen sind unverändert zum Vorjahr.

Folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis waren in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 zu verzeichnen:

Verschmelzung der GED Electronic Design GmbH, Frankfurt/Oder

Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 13. Dezember 2021 zwischen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund und der GED Electronic Design GmbH, Frankfurt/Oder das Tochterunternehmen auf das Mutterunternehmen verschmolzen.

Verschmelzung der MAZ Mikroelektronik-Anwendungszentrum GmbH im Land Brandenburg, Berlin

Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 13. Dezember 2021 zwischen der Elmos Semiconductor SE, Dortmund und der MAZ Mikroelektronik-Anwendungszentrum GmbH im Land Brandenburg, Berlin das Tochterunternehmen auf das Mutterunternehmen verschmolzen.

Gründung der Area 21 Software GmbH, Dortmund

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Area 21 Software GmbH, Dortmund, gegründet worden. Als 100%-ige Tochtergesellschaft der Elmos Semiconductor SE liegt der Fokus der Gesellschaft u.a. auf der Software-Entwicklung für Elmos ICs wie z.B. Standard-Firmware und Bootloader sowie auf kundenspezifischer Software.

Entkonsolidierung der Elmos Semiconductor B.V., Nijmegen/Niederlande

Das Tochterunternehmen Elmos Semiconductor B.V., Nijmegen/Niederlande ist im vierten Quartal 2022 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.

Entkonsolidierung der European Semiconductor Assembly (eurasem) B.V., Nijmegen/Niederlande

Das Tochterunternehmen European Semiconductor Assembly (eurasem) B.V., Nijmegen/Niederlande ist im vierten Quartal 2023 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.

Entkonsolidierung der Elmos Design Center LLC, St. Petersburg/Russland

Das Tochterunternehmen Elmos Design Center LLC, St. Petersburg/Russland ist im vierten Quartal 2023 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.

Angaben zum Anteilsbesitz

in Tsd. oder % Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis Beziehung
Mutterunternehmen: Elmos Semiconductor SE, Dortmund
Inland
DMOS Dresden MOS Design GmbH, Dresden EUR 74,8% 1.421 -710 1 Tochterunternehmen
Epigone Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz EUR 6,0% - - 3 Anteile
Area 21 Software GmbH, Dortmund EUR 100,0% -189 -116 1 Tochterunternehmen
Mechaless Systems GmbH, Bruchsal EUR 100,0% 755 161 1 Tochterunternehmen
Online Engineering GmbH, Dortmund EUR 100,0% 2.105 379 1 Tochterunternehmen
Dortmund Semiconductor GmbH, Dortmund EUR 100,0% 37.052 2.883 1 Tochterunternehmen
Ausland
Elmos Services B.V., Nijmegen (NL) EUR 100,0% 2.193 42 1 Tochterunternehmen
Elmos N.A. Inc., Plymouth (USA) USD 100,0% 1.968 131 1 Tochterunternehmen
Elmos Korea Co. Ltd., Seoul (Korea) KRW 100,0% 563.905 152.240 1 Tochterunternehmen
Elmos Semiconductor Singapore Pte. Ltd., Singapur SGD 100,0% 679 80 1 Tochterunternehmen
Elmos Japan K.K., Tokyo (Japan) JPY 100,0% 5.009 1.471 1 Tochterunternehmen
Elmos Semiconductor Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) CNY 100,0% 44.889 6.6111 2 Tochterunternehmen

1 Die vorgelegten Zahlen beruhen auf vorläufigen, ungeprüften Abschlüssen zum 31. Dezember 2023.
2 Es handelt sich um mittelbaren Anteilsbesitz der Elmos Semiconductor SE, Dortmund.
3 Es liegt derzeit kein Jahresabschluss der Gesellschaft vor.

Ergänzende zusammengefasste Finanzinformationen zum 31.12.

in Tsd. Euro oder % Anteile Vermögenswerte Schulden Umsatzerlöse
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Für nicht beherrschende Anteile an Tochterunternehmen (IFRS 12 B10)
DMOS, 2023 25,2% 1.070 2.904 1.989 22 8.241
Dresden 2022 25,2% 1.657 2.703 1.717 10 7.546
in Tsd. Euro oder % Zugewiesene Dividende
Für nicht beherrschende Anteile an Tochterunternehmen (IFRS 12 B10)
DMOS, 2023 0
Dresden 2022 0

34 - Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

in Tsd. Euro Kurzfristig fällige Leistungen Anteilsbasierte Vergütungen
Fixe Bezüge Variable Bezüge Aktienzusage
Vorstand GJ 2023 1.350 2.567 0
GJ 2022 1.039 1.911 0
Aufsichtsrat GJ 2023 450 0 0
GJ 2022 450 0 0

Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen für Mitglieder des Vorstands mittelbare Pensionszusagen, für die aufgrund der vollständigen kongruenten Rückdeckung durch eine Rückdeckungsversicherung keine Pensionsrückstellungen zu bilden sind. In 2023 beliefen sich die Beiträge für diese Pensionspläne auf 90 Tsd. Euro (2022: 90 Tsd. Euro), die im fixen Bestandteil der Bezüge enthalten sind.

Die von der Gesellschaft geleisteten Bezüge für frühere Vorstandsmitglieder bzw. ihre Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 392 Tsd. Euro, davon fixe Bezüge 392 Tsd. Euro und variable Bezüge 0 Tsd. Euro (2022: 392 Tsd. Euro, davon fixe Bezüge 392 Tsd. Euro und variable Bezüge 0 Tsd. Euro). Ferner wurden für diese Versicherungsprämien in Höhe von 17 Tsd. Euro (2022: 23 Tsd. Euro) entrichtet. Diesen Beträgen stehen Erstattungen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 393 Tsd. Euro (2022: 393 Tsd. Euro) gegenüber. Die Höhe der Pensionsrückstellungen für gegenwärtige und frühere Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen zum 31. Dezember 2023 betrug 1.110 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 1.197 Tsd. Euro).

Am 31. Dezember 2023 hatten keine amtierenden Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

35 - Angaben zu Honoraren für Konzernabschlussprüfer

Honorare für Konzernabschlussprüfer BDO AG bzw. im Vorjahr Grant Thornton AG

in Tsd. Euro GJ 2023 GJ 2022
Abschlussprüfungsleistungen 338 1 307 2
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
Honorare Konzernabschlussprüfer 338 307

1 Davon 0 Tsd. Euro für das Vorjahr
2 Davon 2 Tsd. Euro für das Vorjahr

In 2023 und 2022 beinhalteten die Abschlussprüfungsleistungen das Honorar für die gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung und für die prüferische Durchsicht des Halbjahreskonzernabschlusses der Elmos. Zudem ist das Honorar in Höhe von 10 Tsd. Euro für die formelle Prüfung des Vergütungsberichts des Geschäftsjahres 2023 (im Vorjahr 10 Tsd. Euro) in den Abschlussprüfungsleistungen enthalten.

36 - Gewinnverwendung und Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung im Mai 2024 die Ausschüttung einer Dividende von 0,85 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 aus dem Bilanzgewinn 2023 der Elmos Semiconductor SE in Höhe von 284,4 Mio. Euro vor. Die Gesamtausschüttung würde damit 14,6 Mio. Euro betragen, basierend auf 17.120.726 dividendenberechtigten Aktien per 31. Dezember 2023.

37 - Meldungen von Managers' Transactions gemäß Art. 19 Abs. 1 Marktmissbrauchsverordnung

Die Meldungen von Managers' Transactions gemäß Art. 19 Abs. 1 Marktmissbrauchsverordnung im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 stehen unter www.elmos.com zur Verfügung.

38 - Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 "Related Party Disclosures" müssen Personen bzw. Unternehmen, die den Elmos-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss des Elmos-Konzerns einbezogen werden. Beherrschung liegt vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Elmos Semiconductor SE hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz-und Geschäftspolitik des Managements des Elmos-Konzerns zu steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit assoziierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Elmos-Konzerns ausüben, einschließlich naher Familienangehöriger oder zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Elmos-Konzerns kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der Elmos Semiconductor SE von 20% oder mehr, einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE oder einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Neben den unter der Anhangangabe 34 (Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat) genannten Bezügen des Vorstandes und Aufsichtsrates, die das Management in Schlüsselpositionen im Elmos-Konzern darstellen, hat kein Vorstand- und Aufsichtsratsmitglied im Zeitraum ihrer Mandatstätigkeit für persönlich erbrachte Beratungsleistungen Vergütungen in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 bezogen.

39 - Mitarbeiterzahlen

0 Mitarbeiter GJ 2023 GJ 2022
Produktion 546 498
Vertrieb 106 94
Verwaltung 171 156
Qualitätswesen 44 44
Forschung und Entwicklung 415 385
Gesamt 1.282 1.176

40 - Wesentliche Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Nach Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

41 - Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos haben die Erklärung nach § 161 AktG im Mai 2023 abgegeben und unter www.elmos.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Dortmund, 28. Februar 2024

Dr. Arne Schneider Guido Meyer Dr. Jan Dienstuhl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Elmos Semiconductor SE, Dortmund

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der Elmos Semiconductor SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:

1. ABBILDUNG DES VERKAUFS DER WAFERFERTIGUNG ALS VERÄUßERUNGSGRUPPE IM KON-ZERNABSCHLUS NACH IFRS 5

2. ANSATZ UND BEWERTUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR GARANTIELEISTUNGEN UND PRODUKTHAFTUNG

ABBILDUNG DES VERKAUFS DER WAFERFERTIGUNG ALS VERÄUßERUNGSGRUPPE IM KONZERN-ABSCHLUS NACH IFRS 5

Sachverhalt

Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse Inc., USA, haben am 28. Juni 2023 einen Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung am Standort Dortmund an Littelfuse Inc. abgeschlossen. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs, werden bei der Elmos Semiconductor SE verbleiben. Der Kaufpreis der Transaktion beträgt rund 93 Mio. EUR, wovon bereits rund 37 Mio. gezahlt sind. Die kartellrechtliche Freigabe durch das Bundeskartellamt erfolgte ohne Auflage am 27. Juli 2023. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die außenwirtschaftliche Freigabe für den Verkauf ohne Auflagen am 7. August 2023 erteilt. Mit der außenwirtschaftlichen Freigabe sind die regulatorischen Voraussetzungen für den Vollzug der Transaktion erfüllt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum Vollzugstermin behält Elmos die volle operative Kontrolle über die Waferfertigung.

Angesichts der umfangreichen Anforderungen des IFRS 5 in Bezug auf den erforderlichen gesonderten Ausweis und die Bewertung der zu veräußernden Vermögenswerte und der dazugehörigen Schulden und den damit in Zusammenhang stehenden erläuternden Angaben im Konzernanhang war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den zu veräußernden Vermögenswerten und Schulden sind in Abschnitt (3) "Wesentliche Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" sowie in Abschnitt 5 "Veräußerungsgruppe" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die zu übertragenden Vermögenswerte und Schulden eine zur Veräußerung bestimmte Sachgesamtheit ohne Geschäftsfeldqualität darstellen. Dazu haben wir Befragungen der Mitglieder des Vorstands und des Konzernrechnungswesens durchgeführt und hierbei auch unser Verständnis der Geschäftsmodelle und der Geschäftssteuerung berücksichtigt. Des Weiteren haben wir uns durch die Abstimmung der Abschlussunterlagen der entsprechenden Tochtergesellschaft davon überzeugt, dass sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe unter den "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" bzw. "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" im Konzernabschluss gesondert dargestellt werden. Bei der Bewertung der Vermögenswerte haben wir uns ein Bild davon gemacht, dass sich aus den Vereinbarungen des Kaufvertrages keine niedrigeren beizulegende Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten ableiten lassen, als der jeweils angesetzte Buchwert.

Darüber hinaus haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IFRS 5 geforderten Anhangangaben nachvollzogen.

Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass der Ansatz sowie die Bewertung der Vermögenswerte einschließlich der korrespondierenden Verbindlichkeiten und Rückstellungen insgesamt sachgerecht abgeleitet wurden.

ANSATZ UND BEWERTUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR GARANTIELEISTUNGEN UND PRODUKTHAFTUNG Sachverhalt

Im Konzernabschluss werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen" unter anderem Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung in Höhe von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 4,1 Mio.) erfasst. Diese betreffen (wahrscheinliche) Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen aus Produktverkäufen und werden mittels konkret bekannter Einzelfälle der Elmos Semiconductor SE oder ihrer Tochterunternehmen sowie durch Schätzungen für zukünftige Maßnahmen unter Berücksichtigung bisheriger Schadensverläufe ermittelt. Im Rahmen von Ansatz und Bewertung der Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung treffen die gesetzlichen Vertreter Annahmen bzgl. der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe, die hohen Schätzunsicherheiten unterliegen. Aus diesem Grund sind der Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Rückstellungen für Garantieleistungen und Produkthaftungen sind in Abschnitt (3) "Wesentliche Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" sowie in Abschnitt (24) "Rückstellungen" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion und Erkenntnisse

Wir haben zunächst ein Verständnis über den Prozess zur Erfassung und Ermittlung der Rückstellungen sowie über das entsprechende Berichtssystem hierzu und die relevanten internen Kontrollen erlangt. Die identifizierten Kontrollen haben wir auf ihre Ausgestaltung und Implementierung hin beurteilt. Darauf auftauend haben wir die Ansatzvoraussetzungen auf der Grundlage von Gesprächen mit den gesetzlichen Vertretern der Elmos Semiconductor SE, mit verantwortlichen Mitarbeitern der Gesellschaft sowie uns vorgelegter Sachverhaltsbeschreibungen und Vertragsunterlagen beurteilt. Zudem haben wir Rechtsanwaltsbestätigungsschreiben eingeholt, um die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Risikoeinschätzungen beurteilen zu können. Wir haben die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand der uns vorgelegten Sachverhaltsbeschreibungen, Vertragsunterlagen und Berechnungsgrundlagen sowie durch Vergleich mit Vergangenheitswerten beurteilt. Die für die Bewertung der Rückstellungen maßgeblichen, von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie deren Herleitung haben wir gewürdigt. Zudem haben wir die für die Bewertung der Rückstellungen relevanten Informationen auf inhaltliche Konsistenz geprüft und gewürdigt, ob diese zutreffend in die Berechnung der Rückstellungen eingeflossen sind. Die Berechnung haben wir nachvollzogen.

Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen und Einschätzungen in Bezug auf den Eintritt und die Höhe von möglichen Garantieleistungen und Produkthaftungen nachvollziehbar abgeleitet wurden und die angesetzten Rückstellungen innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den gesondert veröffentlichten zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht auf den in Abschnitt "Zusammengefasster nicht finanzieller Bericht" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird

die gesondert veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird

die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen, lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben, welche die "Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme" im Abschnitt "Chancen und Risken" betreffen

die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER FÜR ZWECKE DER OFFENLEGUNG ERSTELLTEN ELEKTRONISCHEN WIEDERGABEN DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS NACH § 317 ABS. 3A HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "ELMOS_KAP_2023.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Juli 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind eit dem Geschäftsjahr 2023 als Konzernabschlussprüfer der Elmos Semiconductor SE tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marcus Falk.

Dortmund, 28. Februar 2024

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz Dr. Falk
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Elmos Semiconductor SE zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Dortmund, 28. Februar 2024

Dr. Arne Schneider Guido Meyer Dr. Jan Dienstuhl

FINANZKALENDER 2024

Finales Ergebnis 2023 1 14.03.2024
Quartalsergebnis Q1 /2024 1 07.05.2024
Hauptversammlung 15.05.2024
Quartalsergebnis Q2/2024 1 01.08.2024
Quartalsergebnis Q3/2024 1 06.11.2024

1 Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz sowie die Marktmissbrauchsverordnung verpflichten Emittenten, Informationen mit erheblichem Kursbeeinflussungspotenzial - unabhängig vom Finanzkalender - unverzüglich zu veröffentlichen. Aufgrund dessen ist es möglich, dass wir Eckdaten unserer Quartals- und Geschäftsjahresergebnisse vor den oben genannten Terminen publizieren. Da wir Terminverschiebungen grundsätzlich nicht ausschließen können, empfehlen wir, die Termine und Nachrichten kurzfristig zu überprüfen (www.elmos.com).

KONTAKT

Ralf Hoppe | Investor Relations

Telefon: + 49 (0) 231-75 49-7000

Telefax: + 49 (0) 231-75 49-111

invest@elmos.com

IMPRESSUM

Herausgeber, Redaktion, Gestaltung und Fotonachweise

Elmos Semiconductor SE, Dortmund

Cover und Produktbilder

kukune mediendesign, Freising

Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im Geschäftsbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen. Die gewählte männliche Form steht stellvertretend für alle Geschlechter.

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Elmos beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Elmos ist weder geplant noch übernimmt Elmos die Verpflichtung dazu.

Elmos Semiconductor SE

Heinrich-Hertz-Straße 1
44227 Dortmund | Deutschland
Telefon: + 49 (0) 231-75 49-0
Telefax: + 49 (0) 231-75 49-149
info@elmos.com | www.elmos.com

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