C & P Digital GmbH
Same addressComputer consultancy activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Janina-Nathalie Rosenbaum since 6/13/2025 | Procura |
Burkhard Heinrich Julius Dr. von Spreckelsen since 6/13/2025 | Procura |
Jan Dr. Dienstuhl since 6/13/2025 | Board Member |
Arne Dr. Schneider since 6/13/2025 | Board Chair |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Elmos Semiconductor SESelf-held cycle | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Elmos Semiconductor SEDortmundKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023FÜNFJAHRESÜBERSICHT ELMOS-KONZERN (IFRS)
1 Ohne Berücksichtigung des Ergebnisses aus
der Veräußerung der Tochtergesellschaft SMI
sowie ohne Berücksichtigung des
Restrukturierungsaufwands für die Beendigung der
Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut IMS.
Aus rechentechnischen Gründen können in
Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich
mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben usw.) auftreten.
BRIEF DES VORSTANDSVORSITZENDENLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2023 konnte Elmos die
außergewöhnlich erfolgreiche Entwicklung der
letzten Jahre eindrucksvoll fortsetzen. Zum dritten Mal in
Folge konnten wir - trotz unvermindert anspruchsvoller
geopolitischer Rahmenbedingungen - einen Umsatzrekord
erreichen. Für weiteres Wachstum haben wir zahlreiche
attraktive Neuprojekte akquiriert. Im Jahr 2023 gelang es
auch, unsere Profitabilität noch einmal zu steigern.
Mit der Veräußerung der Dortmunder
Waferfertigung, der Stärkung unserer
Software-Kompetenzen und dem steilen
Test-Kapazitätsaufbau haben wir unsere Strukturen
maßgeblich weiterentwickelt. 2023 war somit ein
außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für
Elmos mit finanziellen Rekordergebnissen auf der einen
Seite, während andererseits wichtige strukturelle
Fortschritte umgesetzt werden konnten. Dies war nur durch
eine große Teamleistung aller Elmos Mitarbeitenden
möglich. Für diese hervorragende Leistung,
für die hohe Einsatzbereitschaft und den großen
Zusammenhalt möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Elmos besitzt ein starkes Fundament für die Zukunft
und auf dieser Basis werden wir unseren erfolgreichen Weg
weiter fortsetzen.
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGIm abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bewegten wir uns
in einem herausfordernden Umfeld. Die geopolitischen
Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im
Nahen Osten sowie die weiterhin hohe Inflation führten
zu Unsicherheiten und weiter steigenden Kosten. Trotz einer
spürbaren Entspannung in den weltweiten Lieferketten,
blieb die Nachfrage nach Elmos-Halbleitern in allen
Produktsegmenten auf einem hohen Niveau. Darüber
hinaus konnten wir von Produktneuanläufen in der
zweiten Jahreshälfte profitieren. Mit einer Steigerung
von 28,6% kletterte der Konzernumsatz auf 575,0 Mio. Euro
und wir konnten nun schon im dritten Jahr in Folge einen
Umsatzrekord vermelden. Innerhalb der letzten drei Jahre
ist es uns gelungen den Umsatz mehr als zu verdoppeln. So
haben wir - viel früher als gedacht - die halbe
Milliarde Euro Umsatzgrenze bereits in 2023 deutlich
überschritten.
Noch erfreulicher ist die Entwicklung der
Profitabilität von Elmos. Im Geschäftsjahr 2023
konnten wir ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von
150,7 Mio. Euro erzielen - eine Steigerung gegenüber
dem Vorjahr von 36,8%. Die EBIT-Marge lag damit bei starken
26,2% und konnte gegenüber dem hohen Niveau des
Vorjahres nochmals verbessert werden. Damit hat sich das
EBIT gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 fast
vervierfacht.
Die eindrucksvolle Performance hat den Kurs der Elmos
Aktie vor allem im ersten Drittel des abgelaufenen Jahres
beflügelt und wir konnten im April 2023 ein neues
Allzeithoch von 91,50 Euro erreichen. In der zweiten
Jahreshälfte hingegen war der Aktienkurs insbesondere
durch geopolitische und konjunkturelle Unsicherheiten
beeinflusst. Zum Jahresende schloss die Elmos Aktie bei
74,00 Euro, ein Plus von 38% gegenüber dem Schlusskurs
des Vorjahres. Im Vergleich zu Wettbewerbern und relevanten
Indices hat sich die Elmos Aktie damit auch im Jahr 2023
besser entwickelt.
Zusätzlich zu dieser erfreulichen Wertsteigerung
schlagen wir vor, die Dividende anzuheben und mit unserem
Dividendenvorschlag von 0,85 Euro je Aktie unsere
Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg des
Geschäftsjahres 2023 angemessen teilhaben zu lassen.
Gleichzeitig behalten wir damit aber auch die notwendige
finanzielle Flexibilität für die strategische
Weiterentwicklung des Unternehmens und für
zukünftiges Wachstum.
PRODUKT- HIGHLIGHTSWir haben auch im abgelaufenen Jahr unsere
ambitionierten Ziele für die Akquise von
Neugeschäft deutlich übertreffen können.
Nach dem absoluten Rekordwert im Vorjahr war 2023 das
zweitstärkste Jahr in der Firmengeschichte. Wir haben
in allen Segmenten und Regionen eine Vielzahl von
attraktiven Neuaufträgen akquiriert. Elmos besitzt ein
zukunftsweisendes Produktportfolio, wie die nachfolgenden
Beispiele zeigen:
STRATEGISCHE WEITERENTWICKLUNG2023 war auch im Hinblick auf die strategische
Weiterentwicklung des Unternehmens ein sehr erfolgreiches
Jahr. Nachdem ich im letzten Geschäftsbericht noch von
der bedauerlichen und überraschenden Untersagung des
Verkaufs der Waferfertigung durch die Bundesregierung
berichten musste, konnten wir sehr schnell einen neuen und
starken Partner finden. Der Verkauf der Waferfertigung an
das US-Unternehmen Littelfuse, den wir im Juni 2023
für einen Verkaufspreis von 93 Mio. Euro unterzeichnet
haben, ist ein Meilenstein für die Halbleiterfertigung
in Dortmund. Die bestehende Elmos Fertigung mit
auslaufender Technologie wird zukünftig mit moderner
Leistungshalbleiter-Technologie für Anwendungen unter
anderem im Bereich der Klimatechnologie, erneuerbarer
Energien und Elektromobilität weiterentwickelt. Die
regulatorischen Freigaben haben wir ohne Auflagen im August
2023 erhalten und der Vollzug der Transaktion wird für
Ende 2024 erwartet. Wir werden als Fabless-Unternehmen
für die Herstellung unserer innovativen Halbleiter auf
moderne Foundry-Technologien zugreifen können. Somit
haben wir mit dem Verkauf an Littelfuse für unsere
Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Aktionäre und auch
für die Halbleiterfertigung in Deutschland eine sehr
gute und zukunftsfähige Lösung gefunden.
Wie schon im gesamten Allokationszeitraum haben wir auch
im vergangenen Jahr eine herausragende Leistung bei unserer
Lieferperformance erzielt. Der Aufbau von
Testkapazitäten und neuen Fertigungs-Partnern in
Ostasien hat es ermöglicht, die wichtigen
Produktneuanläufe und -hochläufe im zweiten
Halbjahr 2023 erfolgreich zu meistern und eine solide Basis
für die zukünftigen Bedarfe zu schaffen.
Neben innovativen Hardware-Lösungen stärken
wir auch die Software-Kompetenz von Elmos, da die
fortschreitende Digitalisierung im Fahrzeug, vernetzte
Autos mit Updates über das Internet, Cloud-Services,
autonomes Fahren und hohe Sicherheitsanforderungen eine
noch stärkere Verknüpfung der Hardware und
Software erfordern. Hoch-performante Software wird
zunehmend zu einem unverzichtbaren Teil unserer Halbleiter
und wir stärken dafür gezielt unser
Applikationswissen und unsere methodische Kompetenz,
beispielsweise beim wichtigen Thema Cybersecurity in
Fahrzeugsystemen. Dazu haben wir im Jahr 2022 eine neue
Software Einheit gegründet und das Elmos Softwarehaus
eröffnet. Unsere Ressourcen im Bereich Software haben
wir im Jahr 2023 nahezu verdoppelt. Wir sind bereit
für das software-definierte Fahrzeug!
Elmos ist ein global aufgestelltes Unternehmen und wir
haben unsere Präsenz in den Kernregionen im
vergangenen Jahr weiter gezielt gestärkt. So haben wir
beispielsweise im größten Automobilmarkt in
China zwei neue Standorte eröffnet und auch für
den Wachstumsmarkt in Indien den Aufbau eines eigenen Elmos
Standorts beschlossen. Wir werden durch unsere Präsenz
vor Ort noch viel enger als bisher zusammen mit unseren
Kunden agieren können.
VORSTANDDR. ARNE SCHNEIDERVorstandsvorsitzenderDiplom-Ökonom | Hamburg
GUIDO MEYERVorstand für ProduktionDiplom-Ingenieur (FH) | Schwerte
DR. JAN DIENSTUHLVorstand für Entwicklung und VertriebDiplom-Elektrotechniker | Hagen
NACHHALTIGKEITDas Thema Nachhaltigkeit ist in unserem Alltag
allgegenwärtig und die Bedeutung von Nachhaltigkeit
wächst auch in der Wirtschaft, für Investoren,
für Regulatoren sowie für Kunden und damit auch
für Elmos stetig. Nachhaltigkeit ist seit vielen
Jahren ein elementarer Bestandteil unserer
Unternehmensstrategie. Im abgelaufenen Jahr haben wir
unsere umfangreiche Berichterstattung dazu nochmals
erweitert und die erste umfassende Treibhausgasbilanz
für den Elmos Konzern veröffentlicht.
Darüber hinaus haben wir uns ambitionierte Ziele zur
Reduktion unserer Treibhausgasemissionen gesetzt. Auf der
Grundlage der zukünftigen Organisationsstruktur als
Fabless-Unternehmen wollen wir die Treibhausgasemissionen
unserer eigenen Aktivitäten - d.h. Scope 1 und 2 - bis
zum Jahr 2026 um 40% im Vergleich zum Basisjahr 2022
reduzieren, in jedem Jahr um 10% von 2023 bis 2026. Bis zum
Jahr 2035 wollen wir für unsere eigenen
Aktivitäten klimaneutral werden. Sie sehen, wir haben
hohe Ambitionen und wollen in Zukunft einen noch
größeren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.
AUSBLICKIn den letzten Monaten haben sich die
Versorgungsengpässe in den weltweiten Lieferketten
für Halbleiter weitestgehend gelöst. Aktuell
befinden wir uns in einer Normalisierungsphase zu der auch
Lagerbereinigungen gehören. Strukturell bleibt die
Nachfrage nach automobilen Halbleitern weiter hoch und der
Wachstumstrend durch mehr intelligente Elektronik in
modernen Fahrzeugen ist stabil. Für das
Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos weiteres profitables
Wachstum mit einem Umsatz von 605 Mio. Euro ± 25
Mio. Euro und einer operativen EBIT-Marge von 25% ±
2%-Punkte vom Umsatz. Die erwartete operative EBIT-Marge
enthält keine Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der
Elmos Waferfertigung an Littelfuse. Nach dem signifikanten
Ausbau der Kapazitäten im Testbereich erwartet Elmos
für das Jahr 2024 geringere Investitionen
gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rund 12%
± 2%-Punkte des Umsatzes. Für das
Geschäftsjahr 2024 erwartet Elmos einen positiven
operativen bereinigten Free Cashflow (ohne Effekte aus dem
Vollzug des Verkaufs der Waferfertigung an Littelfuse)
deutlich über dem Niveau des Vorjahres.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Elmos
feiert in diesem Jahr ihren 40-jährigen Geburtstag.
Seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1984 hat sich
Elmos zu einem weltweit führenden Spezialisten
für Mixed-Signal Halbleiter in der Automobilindustrie
entwickelt. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen und unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen erfolgreichen Weg
weiter fortsetzen. Dem gesamten Elmos Team möchte ich
hier nochmals für den vorbildlichen Einsatz und die
herausragende Arbeit ganz herzlich danken. Mein Dank gilt
natürlich auch wieder meinen beiden Vorstandskollegen
Dr. Jan Dienstuhl und Guido Meyer sowie unseren
Ankeraktionären und dem gesamten Aufsichtsrat der
Elmos Semiconductor SE. Und natürlich gilt auch Ihnen,
liebe Aktionärinnen und Aktionäre, ein
großer Dank für Ihre Unterstützung und Ihr
Engagement.
Vielen Dank! Bleiben Sie uns gewogen.
Herzliche Grüße aus Dortmund
Ihr
Dr. Arne Schneider
Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE
BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
auch im Geschäftsjahr 2023 konnte sich Elmos in
einem erneut anspruchsvollen geopolitischen und
ökonomischen Umfeld erfolgreich entwickeln und
wiederum ein beeindruckendes Ergebnis erzielen. Der
Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Aufgaben, die ihm nach
Gesetz und Satzung obliegen, sorgfältig wahrgenommen.
Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat ist vom
Vorstand regelmäßig, schriftlich und
mündlich, über die Lage des Unternehmens
umfassend und frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden.
In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war er stets
und unmittelbar eingebunden. In enger Abstimmung erfolgten
Beratungen beispielsweise zu den geopolitischen Spannungen,
Versorgungsengpässen bei Halbleitern,
Kostensteigerungen oder dem Verkauf der Waferfertigung in
Dortmund.
Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung der
Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Im
Aufsichtsrat wurden die Berichte des Vorstands zu
sämtlichen für das Unternehmen bedeutenden
Geschäftsvorgängen ausführlich erörtert
und überprüft. Sofern Gesetz oder Satzung dies
vorsehen, hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und
Beschlussfassungen des Vorstands nach sorgfältiger
Prüfung und eingehender Beratung Stellung genommen.
Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der
Vorstandsvorsitzende den Vorsitzenden und auch weitere
Mitglieder des Aufsichtsrats über wesentliche
Geschäftsvorfälle informiert.
PrüfungsausschussDer Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
beschäftigt sich vor allem mit der Überwachung
des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und
des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt der
Ausschussarbeit ist die Auswahl und Überwachung des
Abschlussprüfers. Dies schließt die Prüfung
des Jahres- und Konzernabschlusses, die Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers, von ihm zusätzlich
erbrachte Leistungen sowie die Qualität der
Abschlussprüfung mit ein. Der Prüfungsausschuss
diskutiert mit dem Abschlussprüfer die
Einschätzung des Prüfungsrisikos, die
Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die
Prüfungsergebnisse. Aufgrund der Pflichtrotation des
Abschlussprüfers auf Basis der EU-Verordnung Nr.
537/2014 hat der Aufsichtsrat, gestützt auf die
begründete Empfehlung des Prüfungsausschusses,
der Hauptversammlung 2023 vorgeschlagen, die BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg,
Niederlassung Dortmund zum Abschlussprüfer und
Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr
2023 sowie zum Prüfer für die prüferische
Durchsicht des Zwischenberichts für das erste Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023 zu bestellen. Der Vorschlag
des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung mit
großer Mehrheit angenommen. Darüber hinaus
befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Compliance
im Unternehmen sowie der Nachhaltigkeitsberichterstattung
und den Aktivitäten bzgl. Nachhaltigkeit. Der
Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern, den
beiden Finanzexperten im Aufsichtsrat Dr. Klaus Weyer
(Vorsitzender) und Dr. Dirk Hoheisel. Beide Mitglieder im
Prüfungsausschuss sind vom Unternehmen und vom
Vorstand unabhängig (wie auch alle anderen
Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat) und verfügen
über umfassende Kenntnisse auf den Gebieten der
Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und interner
Kontroll-und Risikomanagementsysteme sowie Nachhaltigkeit.
An den Sitzungen des Prüfungsausschusses nehmen
zeitweise auch der Vorstandsvorsitzende und der Chief
Financial Officer der Gesellschaft sowie der
Abschlussprüfer teil.
Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr
2023 drei Mal: am 14. Februar, am 12. Juli und am 15.
Dezember 2023 sowie im Jahr 2024 bisher am 27. Februar
2024. Die Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden zum
Teil als Videokonferenzen statt. Bei der Sitzung am 14.
Februar 2023 fehlte Dr. Weyer entschuldigt, ansonsten war
die Teilnahme der Ausschussmitglieder und der eingeladenen
Gäste an allen Sitzungen im Geschäftsjahr 2023
vollständig. In seinen Sitzungen beriet der
Prüfungsausschuss über das Risikomanagement, die
Compliance, das interne Kontrollsystem und die interne
Revision. Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich
zudem mit dem Verkauf der Dortmund Semiconductor GmbH an
Littelfuse, Inc. Darüber hinaus erörterte der
Prüfungsausschuss die Qualität der
Abschlussprüfung, den Prüfungsauftrag,
zusätzliche Leistungen sowie die Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers und legte die Schwerpunkte
für die Abschlussprüfung fest. An diesen
Beratungen nahm zeitweise der Abschlussprüfer teil.
Weitere Themen in den Sitzungen waren aktuelle
Bilanzierungsthemen, Neuerungen in der Rechnungslegung
sowie weitere aktuelle Themen.
Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt vier
ordentliche Sitzungen des gesamten Aufsichtsrats statt: am
1. März, am 10. Mai, am 6. September und am 15.
Dezember. Am 28. Februar 2024 fand eine
Aufsichtsratssitzung mit dem Schwerpunkt der Beratung und
Feststellung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses
2023 statt, an welcher zeitweise auch der
Abschlussprüfer der Gesellschaft teilnahm.
Der Aufsichtsrat informierte sich während der
Sitzungen im Berichtsjahr auf Basis von schriftlichen und
mündlichen Berichten des Vorstands eingehend über
die jeweils aktuelle Entwicklung, die Lage der Gesellschaft
und aktuelle geschäftspolitische Entscheidungen. Auf
Basis dieser ausführlichen Erläuterungen fasste
der Aufsichtsrat die erforderlichen Beschlüsse. Wo
notwendig, wurden die entsprechenden Beschlüsse von
Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam gefasst. Eine
Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erfolgte zu
den globalen Entwicklungen in der Lieferkette und zur
Energieversorgung. Im Aufsichtsrat wurde
regelmäßig über die aktuelle Absatz-,
Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der
Gesellschaft sowie über die zukünftigen
Aussichten beraten. Detailliert wurde die Lage der
Konzerngesellschaften sowie die strategische Entwicklung
des Konzerns über das Berichtsjahr hinaus behandelt.
Das Budget für das nächste Geschäftsjahr und
geplante Investitionen wurden ausführlich
erörtert.
Ein wesentlicher Punkt der Beratungen im Aufsichtsrat
und Diskussionen mit dem Vorstand war der Verkauf der
Waferfertigung in Dortmund an Littelfuse, Inc. Darüber
hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand der
akquirierten Aufträge aus den letzten Jahren sowie
neuer Design-Wins verbunden mit der Umsatzplanung und
aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen
Produktsegmenten. Der Aufsichtsrat beriet darüber
hinaus über die nächsten Technologiegenerationen.
Diskutiert wurde außerdem über
Wachstumsstrategien und die strategische Aufstellung des
Unternehmens in China. Weitere Themen im Aufsichtsrat waren
die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats, die
Durchführung der Hauptversammlung 2023 nach dem neuen
Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen
von Aktiengesellschaften sowie der Halbjahresabschluss
2023.
Der Aufsichtsrat informierte sich auch durch die
Berichte des Prüfungsausschusses über die
Prüfungsschwerpunkte und erörterte die
Finanzberichte. Der Aufsichtsrat erfüllte seine
Prüfpflichten im Zusammenhang mit dem
Abschlussprüfungsreformgesetz. So überwachte er
die Qualität des Abschlussprüfers bei der
Abschlussprüfung, die Einhaltung der Vorschriften zu
Nichtprüfungsleistungen sowie die Unabhängigkeit
des Abschlussprüfers. Wie in den vorherigen
Geschäftsjahren informierte sich der Aufsichtsrat
über das Risikomanagementsystem und seine
Schwerpunkte. Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem
mit dem Bericht des Prüfungsausschusses über das
interne Kontrollsystem, den Rechnungslegungsprozess sowie
die Compliance. Darüber hinaus behandelte er eingehend
die Inhalte und das Format für die nächste
ordentliche Hauptversammlung am 15. Mai 2024. Aufgrund der
Empfehlung des Vorstands, der positiven Erfahrungswerte der
virtuellen Elmos HVs der letzten Jahre sowie aufgrund des
Trends bei den Börsengesellschaften in Deutschland
wurde beschlossen, vorbehaltlich einer anderslautenden
späteren Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat, die
ordentliche HV 2024 wieder im virtuellen Format
vorzubereiten und durchzuführen. Die Sitzungen des
Aufsichtsrats fanden als Präsenzveranstaltungen statt.
Bei der Sitzung am 15. Dezember 2023 fehlte Thomas Lehner
entschuldigt, ansonsten war die Teilnahme der Mitglieder
des Aufsichtsrats an allen Sitzungen vollständig.
Teilweise fanden die Beratungen ohne Anwesenheit des
Vorstands statt.
PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSESIn seiner Sitzung am 28. Februar 2024 hat sich der
Aufsichtsrat unter Hinzuziehung der BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg,
Niederlassung Dortmund, und des Berichts des
Prüfungsausschusses mit der Prüfung des Jahres-
und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 befasst. Der
nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023 und der Lagebericht der Elmos Semiconductor
SE, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft
zusammengefasst ist ("zusammengefasster Lagebericht"),
wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom
10. Mai 2023 und der anschließenden Auftragserteilung
durch den Aufsichtsrat von der BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg,
Niederlassung Dortmund, geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE wurde nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt sowie um die
nach § 315e Abs. 1 HGB vorgesehenen Angaben
ergänzt. Auch der Konzernabschluss nach IFRS und der
zusammengefasste Lagebericht haben den
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers erhalten. Die
Jahresabschlussunterlagen, der Geschäftsbericht sowie
die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind
allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet
worden. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Sitzung des
Aufsichtsrats am 28. Februar 2024 zusätzlich
mündlich erläutert. Die Wirtschaftsprüfer
berichteten in dieser Sitzung über die Ergebnisse
ihrer Prüfung einschließlich der Key Audit
Matters. Auch im Rahmen der Festlegung der
Prüfungsschwerpunkte sowie im Verlauf der
Prüfungsdurchführung fand zu verschiedenen
Zeitpunkten eine Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und
Abschlussprüfer statt. Nach eigener Prüfung des
Jahresabschlusses der Elmos Semiconductor SE, des
Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
sowie des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands hat der
Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den
Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss der
Elmos Semiconductor SE und den Konzernabschluss für
den Elmos-Konzern gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit
festgestellt. Der Abschlussprüfer führte
außerdem eine formelle Prüfung des
Vergütungsberichts auf die durch das Aktienrecht
vorgegebenen Angaben durch und erstellte einen gesonderten
Vermerk, der dem Vergütungsbericht beigefügt ist.
Der geprüfte Vergütungsbericht wird
gemäß § 120a Abs. 4 AktG der nächsten
Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zur Billigung vorgelegt
werden.
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung
vor zu beschließen, für das Geschäftsjahr
2023 eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie aus dem
Bilanzgewinn in Höhe von 284,4 Mio. Euro
(gemäß HGB) auszuschütten und den
Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Ferner prüfte der Aufsichtsrat im Rahmen seiner
Sitzung am 28. Februar 2024 den Nachhaltigkeitsbericht der
Gesellschaft.
Vergütungssysteme für Aufsichtsrat und VorstandDie Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 hat das
Vergütungssystem für den Vorstand mit
großer Mehrheit gebilligt. Änderungen am
Vergütungssystem für den Aufsichtsrat werden der
nächsten Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zur
Beschlussfassung vorgelegt.
CORPORATE GOVERNANCEAufsichtsrat und Vorstand arbeiten zum Wohle des
Unternehmens eng zusammen und sind der nachhaltigen
Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Der
Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im
Geschäftsjahr 2023 mit den Empfehlungen und Anregungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).
Aufsichtsrat und Vorstand haben im Mai 2023 gemeinsam eine
aktualisierte Erklärung gemäß § 161
AktG bzgl. der Erfüllung der Empfehlungen des DCGK in
der Fassung vom 28. April 2022 abgegeben. Diese und alle
bisherigen Entsprechenserklärungen sind unter
www.elmos.com dauerhaft zugänglich.
Interessenkonflikte von Vorstands- und
Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat bzw. der
Hauptversammlung gegenüber offen zu legen sind, traten
nicht auf. Die Gesellschaft informierte und
unterstützte die Mitglieder des Aufsichtsrats
regelmäßig bezüglich neuer Gesetze und
aktueller Rechtsprechung zu relevanten Themen,
beispielsweise den erweiterten Anforderungen an die
Nachhaltigkeitsberichterstattung oder dem
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).
Weitere Angaben zu Corporate Governance befinden sich im
vorliegenden Geschäftsbericht.
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTANDEs gab im Geschäftsjahr 2023 keine personellen
Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos
Semiconductor SE. Der Vertrag des Vorstandsmitglieds
für Entwicklung und Vertrieb, Dr. Jan Dienstuhl, wurde
vorzeitig bis Ende 2026 verlängert.
Dr. Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel erfüllen als
Finanzexperten im Aufsichtsrat die gesetzlichen
Anforderungen an Sachverstand auf den Gebieten
Rechnungslegung bzw. Abschlussprüfung und
verfügen darüber hinaus über Expertise im
Bereich Nachhaltigkeit. Alle vier Anteilseignervertreter im
Aufsichtsrat, Dr. Klaus Weyer, Prof. Dr. Günter
Zimmer, Dr. Dirk Hoheisel und Dr. Volkmar Tanneberger, sind
von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Kein
Mitglied im Aufsichtsrat ist im Vorstand eines anderen
Unternehmens tätig oder nimmt weitere Aufsichtsrats-
oder vergleichbare Mandate wahr. Die Zusammensetzung des
Aufsichtsrats stellt die ordnungsgemäße
Wahrnehmung seiner Aufgaben nach Gesetz und Satzung mit den
erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten sowie
fachlichen und unternehmerischen Erfahrungen zum Wohle des
Unternehmens sicher.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern und dem gesamten Vorstand für ihre
hervorragende Arbeit und ihren außerordentlichen
Einsatz in einem sehr herausfordernden und erneut
überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2023.
Dortmund, 28. Februar 2024
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Weyer
Aufsichtsratsvorsitzender
AUFSICHTSRATDR. KLAUS WEYER
PROF. DR. GÜNTER ZIMMER
DR. DIRK HOHEISEL
DR. VOLKMAR TANNEBERGER
THOMAS LEHNER
SVEN-OLAF SCHELLENBERG
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGGEMÄSS §§ 289f UND 315d HGB EINSCHLIESSLICH CORPORATE GOVERNANCE BERICHTIm nachfolgenden Kapitel berichtet der Vorstand -
zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß
Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex
(DCGK) über die Corporate Governance bei Elmos.
Vorherige Erklärungen zur Unternehmensführung
können unter www.elmos.com abgerufen werden.
Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)Für Aufsichtsrat und Vorstand der Elmos bedeutet
Corporate Governance die Umsetzung einer
verantwortungsvollen und nachhaltigen
Unternehmensführung mit einer angemessenen Transparenz
in allen Bereichen des Konzerns. Aufsichtsrat und Vorstand
haben sich auch im Geschäftsjahr 2023 mit den Vorgaben
des DCGK beschäftigt. Im Mai 2023 haben sie die
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
bezogen auf den DCGK in der aktuellen Fassung vom 28. April
2022 gemeinsam abgegeben. Abgesehen von den darin
erklärten Abweichungen wird allen Empfehlungen des
DCGK entsprochen. Alle bisher abgegebenen
Entsprechenserklärungen sind unter www.elmos.com
veröffentlicht.
ComplianceDie Steuerung und Überwachung der Compliance im
Konzern ist eine der Aufgaben des Gesamtvorstands und der
Vorstandsmitglieder in ihren jeweiligen Ressorts. Zur
Einhaltung von geltendem Recht und Gesetz sowie aller
internen Regeln und Richtlinien verfügt Elmos
über ein Compliance Management System (CMS).
Elmos hat bereits 2022 die Angemessenheit und
Implementierung ihres Compliance Management Systems (CMS)
von einer externen, unabhängigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem IDW
Prüfungsstandard "Grundsätze
ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance
Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Als
Ergebnis der Prüfung wurde festgestellt, dass die
implementierten Regelungen des CMS in der CMS-Beschreibung
in Übereinstimmung mit den angewandten
CMS-Grundsätzen in allen wesentlichen Belangen
angemessen, geeignet und implementiert sind. Elmos plant,
die Compliance Prüfung gemäß IDW PS 980 mit
der erfolgreichen Wirksamkeitsprüfung im
Geschäftsjahr 2024 abzuschließen.
Die Interne Revision hat auch im Geschäftsjahr 2023
nichtanlassbezogene Prüfungen in verschiedenen
Unternehmensbereichen durchgeführt. Die Evaluierung
der Prüfberichte dient der Verbesserung und
Weiterentwicklung des CMS. Elmos hat das Ziel, die
Compliance innerhalb des Konzerns stetig zu verbessern und
als integralen Bestandteil der Elmos-Kultur weiter
auszubauen.
Der Elmos-Verhaltenskodex dient den Mitarbeitern des
Elmos-Konzerns als Orientierungsrahmen im Hinblick auf ihr
Handeln und Verhalten. Hierin sind die im Unternehmen
gültigen Regeln und Grundsätze niedergelegt. Der
Verhaltenskodex wird regelmäßig aktualisiert und
durch Schulungen vermittelt. Um die anspruchsvollen
Compliance-Grundsätze nicht nur im Konzern, sondern
auch innerhalb der Lieferkette durchzusetzen, verpflichten
wir unsere Lieferanten und Geschäftspartner mit dem
Elmos Supplier Code of Conduct, in all ihren
unternehmerischen Aktivitäten, Handlungen und
Entscheidungen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
gerecht zu werden und die jeweils geltenden Gesetze sowie
alle sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der
Länder, in denen sie tätig sind, strikt zu
beachten.
Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss werden
mindestens einmal jährlich über das CMS, die
Ergebnisse der Internen Revision sowie über
eingeleitete Maßnahmen informiert. Im Rahmen der
kontinuierlichen Verbesserung des CMS werden jährliche
Schwerpunktthemen festgelegt.
Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratAufsichtsrat und Vorstand fühlen sich gemeinsam zu
einer verantwortungsvollen Unternehmensführung des
Konzerns verpflichtet. Ihr oberstes Ziel ist es, den
Bestand des Unternehmens zu sichern und den
Unternehmenswert zu steigern. Der Vorstand besteht aus drei
Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstands tragen die
Verantwortung für ihre jeweiligen Bereiche; gemeinsam
tragen sie die Verantwortung für die gesamte
Geschäftsführung nach Maßgabe der Gesetze,
der Satzung, der Geschäftsordnung für den
Vorstand und den Beschlüssen der Hauptversammlung.
Der Vorstand vertritt die Gesellschaft nach außen.
Ihm obliegen die Konzernleitung, die Festlegung und
Überwachung der strategischen Ausrichtung und der
Unternehmensziele sowie die Konzernfinanzierung. Der
Gesamtvorstand tagt in der Regel einmal wöchentlich.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat
regelmäßig, umfassend und zeitnah über
für das Unternehmen bedeutende Entwicklungen und
Ereignisse. Der Aufsichtsrat bestellt und überwacht
den Vorstand und berät ihn bei der Führung der
Geschäfte. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem
Vorstand für eine rechtzeitige und langfristige
Nachfolgeplanung im Vorstand. Hierzu finden
regelmäßig Gespräche statt. Dabei werden
die jeweiligen Vertragsverhältnisse bezüglich der
restlichen Dauer der Bestellung und mögliche
Vertragsverlängerungen erörtert, und es wird
über Neubestellungen entschieden.
Aufsichtsrat und Vorstand arbeiten eng und
vertrauensvoll zusammen. In grundlegende Entscheidungen
wird der Aufsichtsrat vom Vorstand eingebunden. Die
Geschäftsordnungen der beiden Organe regeln u.a. diese
Zusammenarbeit. Eine detaillierte Zusammenfassung über
die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr
2023 befindet sich im Bericht des Aufsichtsrats.
Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen werden, auch
schwerpunktmäßig, durch den gesamten
Aufsichtsrat behandelt. Das Gesamtgremium diskutiert und
verabschiedet zusammen mit dem Vorstand auch die
Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und ESG-Ziele,
wie zum Beispiel die Reduktion der Treibhausgasemissionen.
Die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
sowie die Prüfung des nichtfinanziellen Berichts sind
im Prüfungsausschuss angesiedelt. Der Vorsitzende
berichtet den Aktionären über die Arbeit des
Aufsichtsrats im Geschäftsjahr auf der jeweils
folgenden Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE besteht aus
sechs Mitgliedern. Entsprechend der
Beteiligungsvereinbarung der SE setzt er sich aus vier
Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der
Arbeitnehmer zusammen. Die Vertreter der Anteilseigner
werden von der Hauptversammlung gewählt, die
Arbeitnehmervertreter von der Belegschaft. Der amtierende
Aufsichtsrat der SE wurde am 20. Mai 2021 von der
Hauptversammlung gewählt bzw. durch die
Beteiligungsvereinbarung der SE eingesetzt.
Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss
gebildet. Nähere Angaben zur Tätigkeit und
Zusammensetzung des Prüfungsausschusses befinden sich
im Bericht des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat hat Ziele und Grundsätze im
Hinblick auf seine Zusammensetzung festgelegt und ein
Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erstellt. Hierzu
gehören neben internationaler Erfahrung, technischem
und unternehmerischem Sachverstand, strategischem Weitblick
und Kenntnis des Unternehmens ebenso branchenspezifisches
Know-how und Vielfalt sowie Erfahrung in der
Rechnungslegung, der Abschlussprüfung und internen
Kontrollverfahren. Jegliche Interessenkonflikte sind zu
vermeiden.
Die oben genannten Ziele sind bei der aktuellen
Besetzung des Aufsichtsrats und auch des
Prüfungsausschusses umgesetzt worden. Sie werden auch
bei zukünftigen Nominierungen Berücksichtigung
finden. Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus Weyer und
Prof. Dr. Günter Zimmer werden trotz langjähriger
Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat als unabhängig
gesehen. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat ist von einer
umfassenden Kenntnis des Geschäfts der Gesellschaft
geprägt. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr
unbeeinflusstes und objektives Urteilsvermögen tragen
sie wesentlich zur erfolgreichen Arbeit des Aufsichtsrats
bei. Die langjährige Zugehörigkeit zum
Aufsichtsrat ist lediglich ein Indikator für eine
mögliche fehlende Unabhängigkeit. Bei der
Beurteilung der Unabhängigkeit von Gremienmitgliedern
ist vielmehr eine über die formal-typisierten Indizien
hinausgehende Gesamtschau erforderlich.
Die beiden Mitglieder des Prüfungsausschusses Dr.
Klaus Weyer und Dr. Dirk Hoheisel verfügen jeweils
über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der
Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen
Kontroll- und Risikomanagementsystemen sowie über
besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der
Abschlussprüfung. Dazu gehört auch die
Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung.
Dr. Klaus Weyer verfügt unter anderem aufgrund seiner
langjährigen Tätigkeit als Management Consultant,
Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands und
des Aufsichtsrats der Elmos über Sachverstand auf den
genannten Gebieten. Herr Dr. Dirk Hoheisel verfügt
unter anderem aufgrund seiner langjährigen
Tätigkeit als ehemaliger Bereichsvorstand und
Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH über
Sachverstand auf den genannten Gebieten.
Die Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat der
Elmos Semiconductor SE gestaltet sich wie folgt:
Qualifikationsmatrix der Mitglieder des Aufsichtsrats der Elmos Semiconductor SE
Tätigkeit als ehemaliger Bereichsvorstand und
Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH über
Sachverstand auf den genannten Gebieten. Die
Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat der Elmos
Semiconductor SE gestaltet sich wie folgt:
Gemäß D.12 des DCGK nimmt der Aufsichtsrat
regelmäßig eine Selbstbeurteilung vor, wie
wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und sein
Prüfungsausschuss seine jeweiligen Aufgaben
erfüllt. So bewertet er mithilfe von Fragebögen
einmal jährlich deren Effizienz und Effektivität
der Aufgabenerfüllung. Entsprechend der Ziffer B.2 des
DCGK beschäftigt sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit
dem Vorstand außerdem mit der langfristigen Planung
der Nachfolge im Vorstand. Hierzu werden bedarfsgerecht
Gespräche auch zum Planungshorizont und zu
erforderlichen Qualifikationen geführt.
Umsetzung einer gleichberechtigten Teilhabe und DiversitätIm Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen haben
Aufsichtsrat und Vorstand zum 30. Juni 2022 Mindestquoten
für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand
sowie in der ersten und zweiten Führungsebene zur
Zielerreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Die
Mindestquoten lauten wie folgt: 0% für Aufsichtsrat
und 0% für Vorstand, 7,14% für die erste und
6,67% für die zweite Führungsebene.
Derzeit sind sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand
keine Frauen vertreten. Die Elmos Semiconductor SE
entscheidet bei der Besetzung von Vorstandspositionen bzw.
bei der Nominierung von Aufsichtsratskandidaten stets nach
bester Qualifikation, Erfahrung und Eignung zum Wohle des
Unternehmens. Elmos ist mit der aktuellen Besetzung von
Aufsichtsrat und Vorstand sehr gut aufgestellt. Aufgrund
der stark technischen Ausrichtung des Unternehmens
insbesondere mit dem Fokus auf Elektrotechnik, Halbleiter-
und Mikrotechnologie haben Führungskräfte bei
Elmos zum größten Teil technische
Studiengänge abgeschlossen. Für
ingenieurwissenschaftliche Fächer besteht ein
allgemeiner Mangel an Nachwuchskräften, wobei Frauen
sich noch seltener für Ingenieursberufe entscheiden
als Männer. Aus diesem Grund stehen deutlich weniger
weibliche als männliche hochqualifizierte und
erfahrene Kandidaten für die Besetzung von Vorstand
und Aufsichtsrat zur Verfügung.
In der ersten Führungsebene konnte im
Geschäftsjahr 2023 die Zielquote und der Wert des
Vorjahres von ca. 7% erreicht werden. Der Frauenanteil in
der zweiten Führungsebene übertraf mit rund 10%
die Zielgröße. Alle Angaben beziehen sich auf
die Beschäftigten der Elmos Semiconductor SE in
Deutschland zum 31. Dezember 2023. Damit sind alle
festgelegten Quoten für den Frauenanteil bei Elmos
sowie die Anforderungen aus dem Zweiten
Führungspositionen-Gesetz erfüllt.
Unabhängig von der Erfüllung aller
gesetzlichen Anforderungen, legt Elmos einen hohen Wert auf
Chancengleichheit sowie Mitarbeitervielfalt und
fördert eine Unternehmenskultur, die auf
Wertschätzung, Gleichberechtigung und gegenseitigem
Respekt basiert. In unserem Unternehmen sind
männliche, weibliche und diverse Arbeitnehmer
grundsätzlich gleichgestellt. Alle unsere Mitarbeiter
werden unabhängig des Geschlechts auf Grundlage ihrer
Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und
gefördert. Wir setzen unternehmensweit auf eine
geschlechterunabhängige Förderung und achten bei
Bewerbern auf Eignung, Leistungsbereitschaft und Know-how.
Elmos verfolgt für die Zusammensetzung von Vorstand
und Aufsichtsrat - wie auch im gesamten Unternehmen - ein
an Nichtdiskriminierung ausgerichtetes
Diversitätskonzept. Ziel dieses Konzeptes ist es, eine
angemessene Vielfalt im Hinblick auf den beruflichen
Erfahrungshintergrund, insbesondere in Bezug auf die
Industrie, die Regionen und die
Unternehmenszugehörigkeit, den Bildungshintergrund
sowie die persönlichen Charaktereigenschaften, zu
erreichen. Diese Aspekte sind in der aktuellen Besetzung
der Organe berücksichtigt. Grundsätzlich ist die
Eignung einer Person für eine Aufgabe ausschlaggebend
für eine Beschäftigung im Unternehmen,
unabhängig von Geschlecht, Herkunft,
Nationalität, Religion, Weltanschauung, Behinderung,
Alter oder sexueller Identität.
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGAktionäre nehmen ihre Rechte in der
Hauptversammlung wahr. Sie erhalten termingerecht die
Tagesordnung, Informationen zur Teilnahme und auf Wunsch
auch den Geschäftsbericht. Wesentliche Dokumente zu
aktuellen und vergangenen Hauptversammlungen sowie weitere
Erläuterungen zur Teilnahme an der Hauptversammlung
und Stimmabgabe sind auf unserer Website - auch in
englischer Sprache - verfügbar oder können bei
der Gesellschaft angefordert werden. Aktionäre, die
nicht an der Hauptversammlung teilnehmen können, haben
die Möglichkeit, ihre Stimmrechte entsprechend ihrer
Weisung durch von Elmos ernannte Stimmrechtsvertreter
ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung hat den
Vorstand am 10. Mai 2023 ermächtigt, die
Hauptversammlung bis zum 9. Mai 2028 ohne physische
Präsenz abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung).
Aufgrund der Erfahrungen in der COVID 19 Pandemie erachten
Aufsichtsrat und Vorstand die Flexibilität,
Hauptversammlungen entweder in Präsenz oder virtuell
abzuhalten, als notwendig und vorteilhaft für die
Gesellschaft. Der Vorstand wird jedoch vor jeder
Hauptversammlung, auch unter Berücksichtigung des
Austauschs mit Aktionären, abwägen und über
das Format der Hauptversammlung im besten Interesse der
Gesellschaft und der Aktionäre entscheiden. Nach
eingehender Beratung und Diskussion im Vorstand und
Aufsichtsrat soll vorbehaltlich einer anderslautenden
späteren Beschlussfassung die ordentliche
Hauptversammlung 2024 als virtuelle Hauptversammlung
vorbereitet und durchgeführt werden.
Wichtige Termine für die Aktionäre werden
jährlich in einem Finanzkalender veröffentlicht.
Alle Zwischenmitteilungen, Halbjahres- und
Geschäftsberichte sind unter www.elmos.com abrufbar.
Der Vorstand informiert regelmäßig Analysten und
Investoren u.a. im Rahmen von Roadshows und Konferenzen
über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens. Die
Investor-Relations-Abteilung steht darüber hinaus
für Fragen der Aktionäre zur Verfügung.
RISIKENZum Erfolg einer guten Corporate Governance gehört
auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Risiken.
Hierüber wird der Aufsichtsrat regelmäßig
vom Vorstand unterrichtet. Informationen über das
Risikomanagement- sowie das interne Kontrollsystem befinden
sich im zusammengefassten Lagebericht unter "Chancen und
Risiken".
ABSCHLUSSPRÜFUNGVor Unterbreitung eines Vorschlags zur Wahl des
Abschlussprüfers holte der Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats auch für das Geschäftsjahr 2023 vom
Prüfer eine Unabhängigkeitserklärung ein.
Zweifel an der Unabhängigkeit wurden nicht
festgestellt. Der Aufsichtsrat hat entsprechend Ziffer D.8
des DCGK mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass ihm
dieser über wesentliche Feststellungen und
Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der
Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Ebenso
legte er entsprechend Ziffer D.9 des DCGK fest, dass der
Prüfer den Aufsichtsrat informiert bzw. im
Prüfungsbericht vermerkt, wenn er Abweichungen von der
vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung
zum Kodex ermittelt. Solche Unstimmigkeiten wurden nicht
festgestellt. Darüber hinaus diskutierte entsprechend
Ziffer D.10 des DCGK der Prüfungsausschuss mit dem
Abschlussprüfer die Einschätzung des
Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und die
Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat sich
regelmäßig mit dem Abschlussprüfer
über den Fortgang der Prüfung ausgetauscht und
dem Ausschuss hierüber berichtet.
AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGSPROGRAMMEElmos hat aktienbasierte Vergütungsmodelle für
Führungskräfte und Vorstandsmitglieder aufgelegt.
Der Börsenkurs ist für unsere Aktionäre ein
zentrales Kriterium bei einer Investition in das
Unternehmen. Die Anknüpfung bestimmter
Vergütungsbestandteile an den Börsenkurs ist
daher ein Leistungsanreiz für die Bezugsberechtigten.
Weitere Informationen hierzu befinden sich im
Konzernanhang.
VERGÜTUNGSSYSTEM/VERGÜTUNGSBERICHTDie Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 billigte das
geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des
Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1
AktG sowie die Vergütung für die Mitglieder des
Aufsichtsrats gemäß § 113 Abs. 3 AktG. Eine
Beschreibung der Vergütungssysteme befindet sich auf
der Website unter
www.elmos.com/ueber-elmos/investor/corporate-governance.html
sowie in den Einladungen zur Hauptversammlung von 2021 bis
2023. Der Vergütungsbericht gemäß §
162 AktG wird einschließlich des Vermerks des
Abschlussprüfers nach der Beschlussfassung über
die Billigung durch die Hauptversammlung 2024 auf der
Website der Elmos Semiconductor SE
www.elmos.com/ueber-elmos/investor/corporate-governance.html
öffentlich gemacht.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex 2023Die Entsprechenserklärung vom Mai 2022 ersetzend
erklären Vorstand und Aufsichtsrat der Elmos
Semiconductor SE gemäß § 161 Aktiengesetz:
I. Zukunftsbezogener TeilDie Elmos Semiconductor SE wird den Empfehlungen der
"Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"
(kurz: DCGK) in der aktuellen Fassung vom 28. April 2022
(Bekanntgabe im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27.
Juni 2022) zukünftig mit den hier genannten Ausnahmen
entsprechen:
II. Vergangenheitsbezogener TeilDen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 16.
Dezember 2019 (Bekanntgabe im amtlichen Teil des
Bundesanzeigers am 20. März 2020) wurde seit Abgabe
der Entsprechenserklärung im Mai 2022 mit den dort
unter I. genannten Ausnahmen entsprochen.
Dortmund, im Mai 2023
WERTPAPIERGESCHÄFTEPersonen, die bei einem Emittenten von Aktien
Führungsaufgaben wahrnehmen (bei Elmos die Mitglieder
des Vorstands und Aufsichtsrats sowie einzelne höhere
Führungskräfte gemäß Art. 3 Abs. 1 Nr.
25 lit. b) der Marktmissbrauchsverordnung (MAR)), sowie
deren nahestehenden Personen sind nach Art. 19 Abs. 1 der
Marktmissbrauchsverordnung (MAR) gesetzlich verpflichtet,
Geschäfte mit Aktien oder Schuldtiteln der
Gesellschaft oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente
offen zu legen. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
werden umgehend nach Erhalt der Mitteilung europaweit
verbreitet und unter www.elmos.com veröffentlicht.
NACHHALTIGKEITZUGLEICH NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT (ZUSAMMENGEFASSTER NICHTFINANZIELLER BERICHT DER ELMOS SEMICONDUCTOR SE UND DES KONZERNS)Nachhaltigkeit ist ein elementarer Bestandteil unserer
Unternehmensstrategie und unser Anspruch an soziale,
ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ist
seit vielen Jahren fest in unserem Unternehmen verankert.
Wir verstehen nachhaltige Wertschöpfung in einem
umfassenden Sinn und als integralen Bestandteil unserer
Strategie, Steuerungsprozesse und Ziele sowie unseres
Geschäftsmodells. Wir richten den Erfolg unserer
Geschäftstätigkeit nicht nur an finanziellen
Kennzahlen aus, sondern wollen diesen mit
gesellschaftlicher Akzeptanz, hohem ökologischen
Bewusstsein und korrektem ethischen Handeln verbinden. Im
Folgenden werden die Nachhaltigkeitsthemen gemäß
§ 289c HGB und § 315c HGB erläutert.
Elmos entwickelt, produziert und vertreibt Halbleiter
vornehmlich für den Einsatz im Auto. Weitere
Informationen hierzu finden Sie weiter unten im Abschnitt
"Elmos Produktnutzen" sowie im Kapitel "Zusammengefasster
Lagebericht" im vorliegenden Geschäftsbericht.
Die von Elmos entwickelte innovative Mikroelektronik
leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des
Lebens der Menschen und dem Schutz unserer Umwelt. Wir
gestalten die Mobilität der Zukunft und unsere
Produkte ermöglichen eine nachhaltigere, sicherere und
lebenswertere Welt - das ist unsere Vision und die Basis
für unser tägliches Handeln. Deshalb geht bei
Elmos Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand, um
langfristig profitables Wachstum zusammen mit einem
positiven Beitrag für die Umwelt und die Gesellschaft
zu realisieren. Dabei sind wir uns unserer
gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung
bewusst, was sich in zahlreichen Aktivitäten und
Projekten im gesamten Unternehmen widerspiegelt.
Die Grundlage für die Entwicklung der
Nachhaltigkeitsstrategie von Elmos, welche die gesamte
Wertschöpfungskette berücksichtigt - angefangen
bei unseren Lieferanten über unsere eigenen
Aktivitäten bis hin zu unserem Produktportfolio und
dem Mehrwert für unsere Kunden - bildet eine
Wesentlichkeitsanalyse. Hiermit identifizieren wir
wesentliche Nachhaltigkeitsthemen für Elmos. Dabei
werden sowohl Themen berücksichtigt, auf die wir als
Unternehmen Einfluss haben, wie beispielsweise unsere
Energie- und Ressourcenverbräuche, sowie Themen, die
Auswirkungen auf uns haben, wie z.B. die von unseren
Stakeholdern und in unserer Branche als wesentlich
erachteten Themen. Für die Identifikation dieser
wesentlichen Themen werden die 17 Ziele für
nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (United
Nations, UN), die Sustainable Development Goals (SDGs),
herangezogen, welche alle drei Dimensionen der
Nachhaltigkeit berücksichtigen: Soziales, Umwelt und
Wirtschaft. Da insbesondere die Sozialbelange teilweise
über die Elmos Stiftung abgebildet und gefördert
werden, sind die wesentlichen Nachhaltigkeitsziele jeweils
sowohl für den Elmos-Konzern als auch für die
Elmos Stiftung analysiert worden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse für den
Elmos-Konzern sind insbesondere die Ziele Gesundheit und
Wohlergehen (SDG 3), Geschlechtergleichheit (SDG 5),
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG
8), Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9),
Nachhaltige/r Konsum und Produktion (SDG 12) sowie
Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) identifiziert
worden, auf die Elmos als wirtschaftlicher Konzern den
größten Einfluss hat. Der Zweck der Elmos
Stiftung umfasst die Förderung von Forschung,
Wissenschaft und Bildung, die regionale Förderung an
den Standorten des Elmos-Konzerns weltweit und die
Bekämpfung der weltweiten Armut. Mit diesen
Stiftungszwecken leistet die Elmos Stiftung wesentliche
Beiträge zu den UN Zielen Keine Armut (SDG 1), Kein
Hunger (SDG 2), Hochwertige Bildung (SDG 4), Bezahlbare und
saubere Energie (SDG 7), Weniger Ungleichheiten (SDG 10)
sowie zu Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
(SDG 16). Ab dem 1. Januar 2025 wird die nicht-finanzielle
Berichterstattung der Elmos auf der neuen Corporate
Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU basieren,
welche die bisherigen Publikationspflichten des
CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) ersetzen wird.
Wir bereiten uns bereits intensiv auf die kommende
Berichtspflicht vor. In dem Zusammenhang wird auch die
Wesentlichkeitsanalyse basierend auf den neuen
Anforderungen der mit der CSRD einhergehenden European
Sustainability Reporting Standards (ESRS) vollständig
überarbeitet.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren positiven
Einfluss auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen auszuweiten.
ESG-relevante Fragestellungen sowie die Publikation und
Kommunikation der ESG-Aktivitäten, Kennzahlen und
Richtlinien werden bei Elmos durch den Bereich Investor
Relations, Public Relations & ESG koordiniert, der sich
regelmäßig mit den Fachverantwortlichen aus
allen relevanten Bereichen insbesondere Human Resources,
Facility Management, Purchasing und Vertrieb sowie den
Beauftragten für Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu
Nachhaltigkeitsthemen und Stakeholder-Anforderungen
austauscht. Die übergeordnete Verantwortung des
Nachhaltigkeitsbereichs liegt bei Dr. Arne Schneider,
Vorstandsvorsitzender der Elmos Semiconductor SE. Auf diese
Weise wird das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in
die Organisation des Unternehmens verankert. Im
Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE werden
Nachhaltigkeitsthemen im Gesamtgremium behandelt. Dazu
zählen auch die Diskussion der
Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sowie wesentliche
ESG-Ziele. Die Überwachung der
Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Prüfung des
nichtfinanziellen Berichts sind im Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrats angesiedelt.
Unsere Ambitionen für mehr Nachhaltigkeit werden im
Rahmen unserer regelmäßigen
ESG-Berichterstattung unseren Stake-holdern gegenüber
transparent dargestellt. Zahlreiche ESG-bezogene Dokumente
und Kennzahlen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und
Governance sowie tiefergehende Details zu der ESG-Strategie
von Elmos und den Wesentlichkeitsanalysen zum Elmos-Konzern
sowie zur Elmos Stiftung sind auf unserer Website unter
www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit verfügbar und
belegen den hohen Anspruch, den Elmos in Sachen
Nachhaltigkeit verfolgt. Im Geschäftsjahr 2023 haben
wir erstmalig eine designierte Telefonkonferenz für
Analysten und Investoren zum Thema ESG ausgerichtet.
Darüber hinaus hat sich Elmos im Geschäftsjahr
2023 zum zweiten Mal am Carbon Disclosure Project (CDP) im
Bereich Climate Change, der weltweit größten
Datenbank für Umwelt- und Emissionsdaten, beteiligt.
Zusätzlich hat Elmos im Rahmen des CDP im
Geschäftsjahr 2023 erstmalig auch Daten im Bereich
Water Security bereitgestellt. Darüber hinaus haben
wir im Berichtsjahr wieder in international anerkannten
ESG-Rating-Portalen sowie in verschiedenen ESG-Portalen
unserer Kunden umfangreiche Daten und Informationen zur
Verfügung gestellt, um eine möglichst objektive
Bewertung der ESG-Performance von Elmos zu
unterstützen. In den meisten Fällen werden die
Ratings und Bewertungen allerdings nur einmal pro Jahr
umfassend aktualisiert. Daher spiegeln einige
Ratingergebnisse nicht den aktuellen Stand der
ESG-Performance von Elmos wider.
Elmos achtet auf Umweltbelange und ist sowohl nach der
anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 als auch
nach der Energiemanagement DIN EN ISO 50001 zertifiziert.
Diese Zertifizierungen werden jährlich
überprüft bzw. in Wiederholungsaudits
bestätigt.
Elmos erhebt eine Vielzahl an Verbrauchswerten u.a.
für operative Bewertungen, als Bemessungsgrundlage
für Maßnahmen zur Verbrauchsoptimierung im
Unternehmen und als Basis für ESG-Aktivitäten und
-Zielsetzungen. Dazu gehören beispielsweise
Emissionen, Energie- und Wasserverbräuche sowie das
Abfallaufkommen. Basierend auf dem Greenhouse Gas (GHG)
Protocol haben wir im Berichtsjahr 2023 erstmalig eine
umfassende Treibhausgasbilanz (Scope 1 bis 3) erstellt und
darauf aufbauend ambitionierte Klimaziele für unsere
eigenen Aktivitäten definiert. Auf der Grundlage
unserer zukünftigen Organisationsstruktur als
Fabless-Unternehmen wollen wir bis zum Jahr 2026 unsere
Scope 1 und 2 Emissionen um 40% gegenüber dem
Basisjahr 2022 reduzieren. Im Rahmen dieser Zielsetzung
sind zwecks Vergleichbarkeit die Scope 1 und 2 Emissionen
der Waferfertigung in Dortmund im Basisjahr 2022 bereits
exkludiert worden. Um die angestrebte Reduktion zu
erreichen, planen wir, unsere Scope 1 und 2 Emissionen in
den nächsten vier Jahren jährlich um 10% zu
senken. Zudem wollen bis zum Jahr 2035 für unsere
eigenen Aktivitäten (Scope 1 und 2) klimaneutral
werden. Diese und weitere Kennzahlen stehen auf unserer
Website unter www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zur
Verfügung.
Elmos analysiert die internen Prozesse, um so weitere
Energie- und Ressourceneffizienzsteigerungen zu generieren
und sowohl Vorteile für die Umwelt als auch für
die wirtschaftliche Basis des Unternehmens zu erzielen.
Zudem ist Elmos Teil der deutschlandweiten Initiative
"Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke", welche sich
zu einem der erfolgreichsten Instrumente des Nationalen
Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) entwickelt hat.
Hiermit unterstützt Elmos aktiv die
Energieeffizienzziele der Bundesregierung; beispielsweise
werden Prozesse und Abläufe in der Produktion stetig
auf mögliche Effizienzsteigerungen analysiert.
Effektives Ressourcenmanagement ist sowohl
ökologisch als auch ökonomisch wichtig. Ein
Beispiel dafür ist unser effizientes, mit Gas
betriebenes Blockheizkraftwerk. Hiermit generieren wir
einen substantiellen Anteil unseres Strombedarfs selbst und
nutzen gleichzeitig die anfallende Wärme zur Heizung
unserer Gebäude am Hauptsitz in Dortmund und zur
Klimatisierung unserer Waferfertigung sowie unseres
Testbereichs. Um wertvolle Materialien wieder verwerten zu
können, werden fehlerhafte Bauteile von Elmos einem
Recycling-Unternehmen zugeführt. Dieses extrahiert und
bereitet die verbauten Materialien soweit wie möglich
auf. DI-Wasser (Deionisiertes Wasser) für die
Waferprozessierung wird von Elmos selbst aufbereitet und
somit der Bedarf an Trinkwasser für die Reinigung der
Wafer deutlich reduziert. Generell werden sämtliche
Abwasser soweit aufbereitet, dass sie wieder dem kommunalen
Abwassersystem zugeführt werden können.
Der rechtskonforme Umgang mit potenziell
schädlichen Stoffen wird regelmäßig anhand
von internen und externen Audits überprüft.
Darüber hinaus haben wir Erklärungen zu folgenden
Themen abgegeben (verfügbar unter www.elmos.com):
Arbeitnehmerbelange sind für uns ein zentrales
Thema. Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem
sich unsere Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten
einbringen und weiterentwickeln können. Elmos ist
stolz darauf, seinen Mitarbeitern an allen Standorten
attraktive Arbeitsplätze bieten zu können. Wir
setzen höchste Standards in puncto Arbeitssicherheit,
daher ist das Elmos Arbeitsschutz-Managementsystem nach den
strengen Anforderungen der DIN EN ISO 45001 zertifiziert.
Elmos legt hohen Wert auf Chancengleichheit und erwartet
einen respektvollen Umgang miteinander. Wir setzen
unternehmensweit auf eine geschlechterunabhängige
Förderung. Bei Bewerbern achten wir auf Eignung,
Leistungsbereitschaft und Know-how und bevorzugen oder
benachteiligen keine Person u.a. aufgrund des Geschlechts,
der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der
Nationalität, der Religion, der Weltanschauung, einer
Behinderung, des Alters, des Familienstands oder der
sexuellen Identität und Orientierung. Exzellent
geschulte Fachkräfte sind für Elmos als
innovatives Unternehmen der Halbleiterbranche von
besonderer Bedeutung. Dafür präsentieren wir uns
regelmäßig auf Karriere- und Fachmessen. Um eine
kontinuierliche Weiterentwicklung aller Mitarbeiter zu
gewährleisten, bietet Elmos zahlreiche Schulungen und
Weiterbildungen an. Wichtige Schulungen zu zentralen Themen
(z.B. Compliance, Code of Conduct, Cyber-Security,
Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Energiemanagement)
müssen in regelmäßigen Abständen von
allen Beschäftigten wiederholt und erfolgreich
bestanden werden. Je nach Aufgabengebiet durchlaufen die
Mitarbeiter dazu weitere fachspezifische Schulungen und
Fortbildungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben
Mitarbeiter der Elmos Semiconductor SE insgesamt fast
15.700 Schulungsstunden erhalten, dies entspricht rund 18
Schulungsstunden je Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt.
Mitarbeiter in Führungspositionen absolvieren zudem
Führungskräftetrainings. Darüber hinaus
engagiert sich Elmos stark in der Ausbildung und betrachtet
diese als wichtige Investition in die Zukunft. Zum Stichtag
31. Dezember 2023 waren insgesamt 40 Auszubildende in 10
unterschiedlichen Ausbildungsberufen bzw. dualen
Studiengängen an den deutschen Elmos Standorten
beschäftigt. Elmos arbeitet auch sehr erfolgreich mit
renommierten Universitäten und Fachhochschulen im In-
und Ausland zusammen, die Elmos Stiftung vergibt
verschiedene Stipendien und wir helfen, akademische
Grundlagen mit der Praxiserfahrung im Unternehmen zu
verbinden. Damit gelingt es uns auch, junge Talente schon
frühzeitig an Elmos zu binden und ihnen Perspektiven
zu eröffnen.
ANZAHL DER MITARBEITER
Die Arbeitsbedingungen sowie die Achtung der Rechte der
Arbeitnehmer entsprechen mindestens den hohen gesetzlichen
Anforderungen und gehen in vielen Bereichen darüber
hinaus. Besonderes Augenmerk gilt dem Arbeitsschutz in den
Produktionsbereichen. Hier entsprechen wir ebenfalls
uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen
für Produktionsstätten. Regelmäßige
Sicherheitsschulungen und -begehungen sind fester
Bestandteil der Prävention.
Bei Elmos möchten wir allen Mitarbeitern weltweit
ein Arbeitsumfeld bieten, das frei von jeglicher Form der
Diskriminierung und Benachteiligung ist. Die
Grundsätze für den Umgang mit Mitarbeitern und
der Mitarbeiter untereinander sowie gegenüber externen
Personen und Institutionen sind in unserem Verhaltenskodex
geregelt. Dieser behandelt u.a. Themen wie gesetzestreues
Verhalten, Einhaltung von Menschenrechten,
Anti-Diskriminierung, Vermeidung von Interessenkonflikten,
Anti-Korruption, Datenschutz und Datensicherheit, Umgang
mit Informationen sowie Unternehmenseigentum und viele
weitere wichtige Themen. Der Verhaltenskodex ist für
alle Mitarbeiter verbindlich und wird in
regelmäßigen Abständen geschult. Der Kodex
befindet sich in der aktuellen Fassung im Internet unter
www.elmos.com. Mögliche Verstöße gegen den
Verhaltenskodex oder sonstiges Fehlverhalten kann über
das (anonyme) Hinweisgebersystem (Whistleblower-System)
gemeldet werden, welches nicht nur unternehmensweit,
sondern für die gesamte Wertschöpfungskette, also
auch für Mitarbeiter unserer Geschäftspartner
(wie Lieferanten und Kunden) zur Verfügung steht.
Neben den aufgeführten Rechten und Pflichten bieten
wir auch zahlreiche freiwillige Angebote zur Stärkung
und Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter an.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein
wesentlicher sozialer Standard der Elmos. Es beinhaltet
neben allgemeinen Gesundheitsangeboten auch spezielle
Angebote für Mitarbeiter in Schichtarbeit. Sonstige
Leistungen, die über das normale Maß
hinausgehen, sind am Hauptsitz in Dortmund u.a. eine eigene
Kantine, ein Mitarbeiter-Parkhaus mit gesonderten
Fahrradstellplätzen, E-Ladesäulen für
E-Bikes und Dienstwagen, ein kostenfreies eigenes
Fitnessstudio mit einem umfangreichen Kursprogramm sowie
das Angebot von Massagen, kostenloses Obst und Wasser. Des
Weiteren ermöglicht ein internes Gesundheitsteam
bestimmte medizinische Untersuchungen oder auch
Schutzimpfungen für die Mitarbeiter. Das
Gesundheitsteam organisiert darüber hinaus die
Teilnahme an lokalen Sport-Events, wie z.B.
Firmenläufen.
Die umfangreichen Schutz- und Hygienemaßnahmen
seit Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 konnten im
Berichtsjahr aufgrund der Pandemie-Entwicklungen
weitestgehend aufgehoben werden. Wir bleiben jedoch
vorsichtig und sind bereit, unsere Schutz- und
Hygienemaßnahmen schnell wieder zu verschärfen,
sollte dies aufgrund höherer Infektionsraten oder
neuer Virusvarianten notwendig werden.
Maßnahmen werden, sofern erforderlich, mit dem
Betriebsrat der Elmos abgestimmt. Um diese positive
Zusammenarbeit weiterzuführen, findet reger Austausch
zwischen Management und Betriebsrat in zahlreichen
Ausschüssen statt. Zudem bieten regelmäßig
stattfindende Betriebsversammlungen die Möglichkeit zu
einem aktiven Austausch zwischen Management und
Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle
Betriebsversammlungen im hybriden Format, also sowohl mit
physischer Präsenz als auch mit virtueller Teilnahme,
durchgeführt. Darüber hinaus werden für die
regelmäßige und aktuelle Kommunikation mit den
Mitarbeitern mehrfach Videobotschaften sowie zahlreiche
Mitteilungen sowohl vom Vorstand als auch vom Betriebsrat
an die Belegschaft versendet.
Die Einhaltung von Menschenrechten wird im Code of
Conduct für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im
sogenannten "Supplier Code of Conduct " für unsere
Zulieferer eingefordert. Unsere Lieferanten und
Geschäftspartner sind verpflichtet, die in diesem
Kodex festgelegten Regeln selbst einzuhalten und auch ihre
jeweiligen Unterlieferanten zur Einhaltung aufzufordern.
Inhaltliche Beispiele aus dem Supplier Code of Conduct sind
u.a. die Einhaltung internationaler Menschenrechte, die
Achtung von Arbeitnehmerrechten gemäß nationalen
und internationalen Standards sowie die Ablehnung von
Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung jeglicher
Art. Der Kodex befindet sich in der aktuellen Fassung im
Internet unter www.elmos.com. Ab dem 1. Januar 2024
unterliegt Elmos dem deutschen
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). In
Vorbereitung darauf haben wir eine umfangreiche
Lieferantenbefragung weltweit - teilweise mit
Unterstützung von externen Spezialisten -
durchgeführt und bereits Ende 2023 unsere
Grundsatzerklärung für Menschenrechte
veröffentlicht. Die Grundsatzerklärung wird auch
unter Berücksichtigung von rechtlichen und
organisatorischen Veränderungen regelmäßig
überprüft und ggf. überarbeitet, um ihre
Angemessenheit und ihre Wirksamkeit sicherzustellen. Ab dem
kommenden Jahr werden wir zudem den vom Gesetz geforderten
Bericht über die Erfüllung unserer
Sorgfaltspflichten jährlich erstellen und
veröffentlichen.
Die Bekämpfung von Korruption und Bestechung
verfolgen wir aktiv im Unternehmen. Elmos verfügt
über ein konzernweites Compliance Management System
(CMS). Im Geschäftsjahr 2022 hat Elmos die
Angemessenheit und Implementierung ihres Compliance
Management Systems (CMS) von einer externen,
unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach
dem "IDW Prüfungsstandard: Grundsätze
ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance
Management Systemen (IDW PS 980)" prüfen lassen. Als
Ergebnis der Prüfung wurde festgestellt, dass die
implementierten Regelungen des CMS in der CMS-Beschreibung
in Übereinstimmung mit den angewandten
CMS-Grundsätzen in allen wesentlichen Belangen
angemessen, geeignet und implementiert sind. Das System
umfasst beispielsweise folgende Regelungen: Verbot von
Bestechung und Korruption, Verpflichtung zur korrekten
Rechnungslegung, Einhaltung aller relevanten gesetzlichen
und regulatorischen Vorschriften, Verpflichtung zur
Geheimhaltung von vertraulichen Informationen und Verbot
von wettbewerbswidrigem Verhalten. Der Chief Compliance
Officer überwacht die Einhaltung von Regeln und
Gesetzen und gibt klare Vorgaben bei
Compliance-Fragestellungen von Mitarbeitern.
Ausgewählte Mitarbeiter müssen spezielle
Compliance-Schulungen besuchen, die auf die verschiedenen
Aspekte der Compliance eingehen und Handlungsanweisungen
für die jeweiligen Arbeitsfelder geben. Darüber
hinaus regelt zur weiteren Korruptionsprävention eine
Antikorruptionsrichtlinie den Umgang mit Geschenken und
Einladungen, welche für alle Mitarbeiter weltweit
verbindlich gilt.
Die Sozialbelange werden einerseits durch
vielfältige Verzahnungen mit externen Partnern,
andererseits auch durch die Elmos Stiftung gefördert.
Zur Unternehmenskultur gehört daher ein Dialog auf
kommunaler und regionaler Ebene mit Behörden,
Organisationen, Institutionen und Arbeitskreisen.
Darüber hinaus fördert die 2016 gegründete
Elmos Stiftung mit ihrer gemeinnützigen Arbeit drei
Themengebiete: So werden Projekte zur Förderung der
Bildung und Wissenschaft, lokale Aktivitäten an den
Standorten des Elmos-Konzerns und Initiativen zur
Bekämpfung der weltweiten Armut unterstützt. Zur
Förderung der Bildung beteiligt sich die Elmos
Stiftung beispielsweise jährlich am
Deutschlandstipendium, welches leistungsstarke und
talentierte Studierende fördert. Die Elmos Stiftung
engagiert sich außerdem jährlich bei den
RuhrTalenten mit Schülerstipendien. Unterstützung
erhielten auch dasKitz. DO, Lernlabor für Kinder in
Dortmund, sowie das Get Racing Team der TU Dortmund. Im
Rahmen der regionalen Projekte hat sich die Elmos Stiftung
im Jahr 2023 neben der Förderung von Kulturprojekten
wie Konzerthaus und Theater- und Konzertfreunde Dortmund
wiederum für verschiedene Projekte für Kinder und
Jugendliche im Stadtgebiet engagiert. Erstmals
förderte die Stiftung ein Projekt am Standort der
Elmos Semiconductor SE nahe Seoul in Korea: Die Elmos
Stiftung spendete dort Schulranzen und Laufschuhe an ein
Wohlfahrtszentrum für Kinder aus weniger
privilegierten Familien. Zur Bekämpfung der weltweiten
Armut unterstützt die Elmos Stiftung neben dem Verein
Sambhava, welcher eine Wohngruppe für
schutzbedürftige Kinder, Schulbesuche sowie
Sportaktivitäten in Nepal ermöglicht, die
Eruisaku-Stiftung für Waisen und Bildung in Nigeria.
Die Elmos Stiftung fördert darüber hinaus
regelmäßig Initiativen von Ingenieure ohne
Grenzen e. V. 2023 beteiligte sich die Stiftung an der
Wasserversorgung eines Dorfes in Tansania. Spontane Hilfe
leistete die Elmos Stiftung zudem zu Jahresbeginn für
die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. Die Elmos
Semiconductor SE unterstützt die Stiftung finanziell
durch eine jährliche Spende. Der Spendenbetrag wurde
im Berichtsjahr um 25% auf nun jährlich 50.000 Euro
erhöht. Ausführlichere Informationen zu den
Aktivitäten der Stiftung finden sich unter
www.elmos-stiftung.de.
Wesentliche Risiken, die im Zusammenhang mit den
aufgeführten Themen auftreten könnten, werden im
Kapitel "Chancen und Risiken" behandelt.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde in Anlehnung
an externe Rahmenwerke, insbesondere dem Deutschen
Nachhaltigkeitskodex (DNK), erstellt. Die wesentlichen
Nachhaltigkeitsthemen der Gesellschaft sind erläutert
worden, sodass auf eine gesonderte
DNK-Entsprechenserklärung verzichtet wird.
ELMOS PRODUKTNUTZEN: UMWELTSCHUTZ, SICHERHEIT, KOMFORTSeit 40 Jahren entwickelt Elmos Halbleiterlösungen,
die das Leben der Menschen verbessern. Als eines der
weltweit erfahrensten Unternehmen für
Analog-Mixed-Signal-Halbleiter haben wir uns in vielen
Applikationsfeldern eine führende Rolle erarbeitet und
entwickeln kontinuierlich intelligente Innovationen, die
einen Mehrwert für unsere Endkunden bieten.
Mit unseren innovativen Produkten gestalten wir die
Mobilität der Zukunft und machen die Welt sicherer,
komfortabler und nachhaltiger.
Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2023: 89%)Als Spezialist für zukunftsweisende Applikationen
rund um das Fahrzeug bieten unsere ICs (integrierte
Schaltkreise) hervorragende Lösungen für die
Herausforderungen der globalen automobilen Megatrends und
ermöglichen den Einsatz von intelligenter Elektronik
in der modernen Fahrzeugarchitektur. Das innovative
Produktportfolio von Elmos unterstützt das autonome
Fahren, ist ein wichtiger Bestandteil moderner
Fahrerassistenzsysteme (ADAS), verbessert den Umweltschutz
durch verbrauchsarme oder emissionsfreie Antriebskonzepte
und erhöht Sicherheit, Komfort und Wohlbefinden von
Fahrer und Passagieren.
Ultraschall UmfelderfassungFür maximalen Komfort und Sicherheit in modernen
Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und beim autonomen oder
teilautonomem Fahren sind Elmos ICs für
Ultraschallsensoren unverzichtbar, da sie eine präzise
Erfassung der Fahrzeugumgebung ermöglichen.
Bei der Entfernungsmessung und Umfelderfassung mit
Ultraschallsensor-ICs handelt es sich um eine seit langem
bewährte, zuverlässige und sehr effiziente
Schlüsseltechnologie. Als Marktführer hat Elmos
bereits mehr als 1 Milliarde Ultraschall ICs weltweit
geliefert.
Elmos Ultraschall ICs unterstützen moderne
Fahrerassistenzsysteme durch eine exakte Umfelderfassung im
Nahbereich bis zu sechs Metern und bei niedrigen
Geschwindigkeiten, zum Beispiel in der Stadt oder bei
stockendem Verkehr auf der Autobahn. Ultraschall-Systeme
sind extrem zuverlässig, unabhängig von Licht-
oder Witterungsverhältnissen, durch den geringen
Bauraum sehr flexibel einsetzbar und kostengünstig.
Die Umfeldsensorik mit Elmos Ultraschall ICs erkennt
Hindernisse, Fußgänger, Radfahrer oder Tiere. In
Notsituationen reagieren die automatisierten Systeme oft
deutlich schneller als der Mensch und können so
Unfälle verhindern oder den Aufprall zumindest
reduzieren, etwa durch Notfallbremsassistenten. Und das
Potenzial dieser millionenfach bewährten Sensorik ist
noch längst nicht ausgeschöpft, denn für das
zunehmende autonome Fahren müssen die Systeme noch
performanter werden. Hierfür arbeiten wir
beispielsweise an der Entwicklung unserer neusten
Ultraschall-Generation mit KI-basierter Unterstützung.
Diese wegweisende Sensortechnologie ermöglicht eine
noch präzisere Umfelderfassung rund um das Fahrzeug in
nahezu Echtzeit, wobei gleichzeitig Störsignale z.B.
durch Kopfsteinpflaster minimiert werden können. Damit
lassen sich Hindernisse noch früher und noch genauer
erkennen als bisher.
Einparkhilfen mit Elmos ICs erlauben ein stressfreies
Parken ohne Einweisung in fast jede Parklücke und
beugen damit Beschädigungen an Fahrzeugen und
Infrastruktur vor. Moderne Systeme mit Ultraschalltechnik
erkennen Parklücken und übernehmen das Ein-und
Ausparken vollautomatisch, auch in kleinsten
Parklücken, egal ob quer oder längs. So
können Parkflächen effizient genutzt und der
städtische Parkverkehr deutlich reduziert werden.
Ambient-LightingBisher diente das Interieur-Licht lediglich dazu, den
Innenraum eines Autos funktional zu beleuchten. Neuartige,
dynamische Ambient-Lighting-Konzepte mit Hilfe von Elmos
ICs entwickeln das Lichterlebnis weiter, wecken Emotionen,
steigern den Komfort und das Wohlbefinden der Insassen und
warnen rechtzeitig vor möglichen Gefahrensituationen.
Ambient-Lighting Konzepte mit Elmos LED Controller
ermöglichen den Innenraum, das Armaturenbrett, die
Mittelkonsole, Türen oder den Dachhimmel in nahezu
allen Formen, Farben und Farbtemperaturen ganz individuell
zu illuminieren. Durch den Einsatz von LEDs kann so auch
die Energie- und Kosteneffizienz maßgeblich
gesteigert werden.
LEDs sparen gegenüber herkömmlichen
Glühbirnen bis zu 80% an Energie und haben eine
deutlich längere Lebensdauer. LEDs enthalten keine
schädlichen giftigen Chemikalien, können recycelt
werden und gelten somit als sehr umweltfreundlich.
Exterior-LightingElmos Halbleiter für das automobile Rücklicht
setzen neue Standards für eine sehr helle und
konstante Lichtstärke bei gleichzeitig geringem
Energieverbrauch.
Gegenüber herkömmlichen Glühbirnen
erreichen LED-Rücklichter ihre maximale Helligkeit
sehr viel schneller, was vor allem beim Bremsen eine
kürzere Reaktionszeit für den nachfolgenden
Verkehr bedeuten kann, wodurch wiederum der Bremsweg
verringert wird.
Neben den höheren Sicherheitsstandards
eröffnen Elmos LED-Rücklichttreiber den
Fahrzeugherstellern auch eine Fülle von neuen
Design-Möglichkeiten für ein markantes und
dynamisches Fahrzeugheck. Moderne
LED-Rücklichtkonzepte vereinen eine große
Designfreiheit mit hoher Funktionalität und
Energieeffizienz. Elmos LED-Rücklicht-Controller
erhöhen somit die Verkehrssicherheit und reduzieren
die Treibhausgasemissionen.
AirbagNeben aktiven Assistenz- und Sicherheitssystemen
erhöhen auch passive Sicherheitssysteme wie zum
Beispiel Airbags die Sicherheit der Fahrzeuginsassen
maßgeblich. Elmos Airbag ICs ermöglichen dem
Airbag-Steuergerät die betreffenden Airbags bei
Front-, Heck- oder Seitencrash in Bruchteilen von Sekunden
zu zünden oder Rückhaltesysteme, wie z.B. den
Gurtstraffer, zu aktivieren.
Airbags werden schon seit den 80er Jahren in Fahrzeuge
eingebaut und haben seitdem unzähligen Menschen das
Leben gerettet oder schwere Verletzungen verhindert. In
modernen Fahrzeugen werden teilweise bis zu 30
unterschiedliche Airbags eingebaut, um die Insassen im
Falle eines Unfalls bestmöglich zu schützen.
Beim vollständig autonomen Fahren werden die
Einsatzmöglichkeiten und die Anzahl von Airbags
zukünftig weiter zunehmen, denn durch die
unterschiedliche Körperhaltung und verstellbare
Sitzwinkel in einem selbstfahrenden Auto würden
herkömmliche Rückhaltesysteme wie der
Dreipunkt-Sicherheitsgurt nur einen unzureichenden
Insassenschutz bei einem Unfall bieten.
Nicht nur die Fahrzeuginsassen sind durch Elmos ICs
besser geschützt. Durch den Einsatz eines speziellen
Fußgänger-Airbags wird der Aufprall eines
Fußgängers oder Radfahrers auf das Fahrzeug
abgeschwächt und die Folgen eines Unfalls deutlich
gemildert. Und auch aus ökologischer Sicht leisten
Airbags einen nicht zu vernachlässigenden positiven
Beitrag. Durch den Einbau von Airbag-Systemen können
Leichtbaumaterialien eingesetzt und somit das Gewicht der
Fahrzeugkarosserie deutlich reduziert werden, ohne dabei
die Sicherheit der Insassen einzuschränken.
Motor ControlDer Einsatzbereich kleiner Motoren im Automobil
wächst stetig. Insbesondere bei modernen Fahrzeugen
ermöglichen mehrere Dutzende dieser kleinen Helfer die
elektrische und automatische Einstellung zahlreicher
Systeme, von Komfortfunktionen im Interieur und Exterieur
über Sicherheits- und Assistenzsysteme bis hin zur
optimalen Steuerung des Antriebsmanagements.
Elmos ist ein weltweit führender Spezialist
für zuverlässige IC-Lösungen für DC-,
BLDC- und Schrittmotoren. Elmos Motor Control ICs
überzeugen durch eine hohe Leistung bei niedrigem
Stromverbrauch, eine lange Lebensdauer sowie einen
präzisen und fast lautlosen Betrieb.
Thermal ManagementBei der Elektromobilität spielt das Thermal
Management eine zentrale Rolle für die Optimierung von
Effizienz, Ladezeiten und Reichweiten von Hybrid- oder
Elektrofahrzeugen und unser Produktportfolio für diese
Anwendungen wächst stetig. Die Produkte von Elmos im
Bereich Thermal Management umfassen die drei Kernelemente
Antrieb, Batterie sowie Kabine und ermöglichen ein
intelligentes Kälte- und Wärmemanagement in
modernen Fahrzeugen.
Für ein perfektes Zusammenspiel von
Kühlmittel- und Kältemittelkreislauf steuern
Elmos Motor Control ICs eine Vielzahl von Pumpen, Ventilen
und Klappen im gesamten Fahrzeug und sorgen so für die
optimale Betriebstemperatur aller mechanischen und
elektronischen Komponenten. Damit wird die Effizienz des
Antriebssystems erhöht und der Energie- bzw.
Spritverbrauch reduziert.
Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor
muss bei batteriebetriebenen Fahrzeugen die Wärme
für das Beheizen des Innenraums allein durch die
Batterie erzeugt werden. Daher ist vor allem im Winter eine
optimale und hocheffiziente Temperaturregelung sehr
wichtig, um hierfür möglichst wenig Energie aus
der Batterie zu verwenden. Auch hier helfen Elmos Motor
Control ICs. Durch intelligente Klimaklappen und
Lüftungsschlitze kann der Luftstrom im Interieur sehr
präzise gesteuert werden. Individuelle Klimazonen
ermöglichen jedem Insassen eine persönliche
Wohlfühltemperatur, ohne dass die gesamte
Fahrzeugkabine klimatisiert werden muss und damit
unnötig Energie verbraucht wird.
Die innovativen Applikationen von Elmos im Bereich
Thermal Management unterstützen den Ausbau der
Elektromobilität, ermöglichen eine Reduzierung
der Emissionen von Fahrzeugen und leisten somit einen
wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.
Sensor ICs (inkl. Battery Management)Elmos Sensor ICs verbinden als Interface die digitale
und analoge Welt. Seit mehr als 25 Jahren setzen Elmos
Sensor ICs Standards für die Messung von Druck und
Temperatur in Fahrzeugen. In E-Fahrzeugen überwachen
Elmos Halbleiter für Batteriemanagementsysteme (BMS)
den Betriebs- und Ladezustand des Batteriesystems, steuern
den Lade- und Entladeprozess sowie die Leistungsabgabe an
die verschiedenen Verbraucher und halten Spannung und
Betriebstemperatur der Batterie im optimalen Bereich. Damit
wird die Sicherheit, Performance und Lebensdauer der
Batterie erhöht.
Power Management (inkl. eFuses)Moderne Fahrzeugarchitekturen erfordern eine hohe und
sichere Verfügbarkeit der Energieversorgung, vor allem
bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen. Trotz der immer weiter
steigenden Elektrifizierung im Auto kommen zur Absicherung
heutzutage hauptsächlich noch klassische
Schmelzsicherungen zum Einsatz. Mit der neuen
eFuse-Produktfamilie von Elmos kann diese Art von
Sicherungen schon heute ersetzt werden. Im Gegensatz zu
klassischen Schmelzsicherungen reagieren elektronische
Sicherungen extrem schnell und zuverlässig. Dazu sind
eFuses auch nachhaltiger, da sie im Gegensatz zu
Schmelzsicherungen nach der Auslösung nicht
ausgetauscht werden müssen. Elektronische
Sicherungssysteme ermöglichen zudem den Aufbau von
flexiblen und software-definierten
Fahrzeugsystemarchitekturen und unterstützen durch
eine Reduzierung der Anzahl der Kabelbäume im Fahrzeug
so die Gewichtseinsparung.
Optical ICs (inkl. Gesture Control)Als einer der Pioniere in der Gestenerkennung im Auto
ermöglichen Elmos Gesture Control ICs eine intuitive,
berührungslose und präzise Bedienung des
Cockpits. Dadurch wird der Fahrer bei der Bedienung des
Displays oder anderer Funktionalitäten weniger
abgelenkt und kann sich besser auf den Verkehr
konzentrieren, was die Fahrsicherheit deutlich erhöht.
Seit mehr als zehn Jahren sind Gesture Control ICs von
Elmos bei namhaften Automobilherstellern weltweit im
Einsatz und sorgen so in Millionen von Autos für mehr
Sicherheit und Komfort sowie für ein verbessertes
Fahrerlebnis.
Non-Automotive Anwendungen (Umsatzanteil im GJ 2023: 11%)Auch außerhalb des Automotive-Bereichs tragen
Elmos ICs zu mehr Umweltschutz, Sicherheit und Komfort bei.
Smart HomeMit Halbleiter-Applikationen für die intelligente
Installations- und Gebäudetechnik macht Elmos
Immobilien sicherer und energieeffizienter. Dank moderner
Halbleitertechnologie können unterschiedlichste
Funktionen in Wohnräumen oder Gebäuden vernetzt
und mit dem Smartphone oder Tablet ganz einfach zentral
gesteuert werden.
Eine moderne Bewegungs- und Anwesenheitserkennung mit
dem Elmos PIR (Passive Infra Red) Smart Sensor hilft den
Stromverbrauch von Gebäuden zu senken oder warnt vor
unerwünschten Eindringlingen. Für die
Klimatisierung von Gebäuden kommen Elmos Halbleiter
beispielsweise in Heizungssystemen oder Klimaanlagen zum
Einsatz, um die Raumtemperatur möglichst effizient und
energieschonend zu steuern.
Industrial AutomationElmos Halbleiter ermöglichen den Wandel der
industriellen Automatisierung hin zur Industrie 4.0. Durch
digitale Lösungen und die Vernetzung von Maschinen
werden industrielle Prozesse immer effizienter und
flexibler, die Produktivität und Qualität
steigen. Gleichzeitig können Kosten, Energieverbrauch
und Emissionen gesenkt werden. Elmos Halbleiter kommen in
verschiedenen Anwendungsbereichen wie beispielsweise bei
der Temperatur- und Drucküberwachung, der
Stromversorgung oder der Vernetzung von Maschinen und
industriellen Prozessen zum Einsatz.
Elmos Produkte leisten einen wesentlichen Beitrag zu
mehr Umweltschutz und Effizienz, Sicherheit und Gesundheit
sowie Komfort und Wohlbefinden. Wie die Elmos ESG
Produktmatrix zeigt, kann der Großteil der Elmos
Produkte dabei gleichzeitig mehreren Zwecken zu Gute
kommen. Eine Analyse unserer Produktapplikationen zeigt,
dass mehr als 72% des Konzernumsatzes maßgeblich zu
mehr Umweltschutz und höherer Effizienz beitragen.
Mehr als 76% erhöhen die Sicherheit oder die
Gesundheit im Verkehr, zuhause oder bei industriellen
Prozessen. Darüber hinaus steigern über 56% des
Umsatzes den Komfort und das Wohlbefinden der
Endverbraucher. Im Rahmen dieser Umsatzanalyse werden
für einen maßgeblichen Beitrag alle
Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss
berücksichtigt, während Applikationen mit
niedrigem oder keinerlei Einfluss keine
Berücksichtigung finden.
Elmos Halbleiterlösungen machen also schon heute
unsere Welt grüner, sicherer und komfortabler. In
Zukunft wollen wir unser Produktportfolio und die
Entwicklung von neuen Halbleiter-Applikationen noch
stärker auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz
ausrichten, um weitere innovative Lösungen für
die maßgebliche Reduzierung von
Treibhausgasemissionen, bis hin zur Klimaneutralität,
in unseren Produktsegmenten anbieten zu können.
BERICHTERSTATTUNG NACH EU-TAXONOMIEIm Rahmen des Maßnahmenpakets des sogenannten
"European Green Deals" mit dem übergeordneten Ziel,
innerhalb der EU die Klimaneutralität bis zum Jahr
2050 zu erreichen, wurde im Juni 2020 die EU-Verordnung
über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung
nachhaltiger Investitionen ("EU-Taxonomie") verabschiedet.
Auf Basis definierter Taxonomie-Anforderungen sollen die
Wirtschaftsaktivitäten von EU-Unternehmen hinsichtlich
ihres Beitrags zu den sechs EU-Umweltzielen klassifiziert
und bewertet werden, um auf dieser Grundlage die
Investitionsströme innerhalb der EU verstärkt in
ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken.
Gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung 2020/852 vom
18. Juni 2020 sowie der delegierten Verordnung 2021/2178
vom 6. Juli 2021 sind berichtspflichtige Unternehmen dazu
verpflichtet, jährlich Informationen darüber
offenzulegen, ob und in welchem Umfang ihre
Wirtschaftstätigkeiten ökologisch nachhaltig im
Sinne der EU-Taxonomie sind. Demnach müssen
berichtspflichtige Nicht-Finanzunternehmen ihre
nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung bzw. ihren
nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht um Angaben zu
"grünen" Umsatzerlösen, Investitionsausgaben
(CapEx) sowie Betriebsausgaben (OpEx) erweitern und
nachweisen, ob ihre Aktivitäten auch tatsächlich
ökologisch nachhaltig gemäß den Kriterien
der EU-Taxonomie sind und damit die Erfüllung der
EU-Umweltziele maßgeblich unterstützen.
Die in Artikel 9 der EU-Verordnung genannten Umweltziele
sind:
(1) Klimaschutz
(2) Anpassung an den Klimawandel
(3) Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und
Meeresressourcen
(4) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
(5) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
(6) Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität
und der Ökosysteme
In der EU-Taxonomie wird zwischen taxonomiefähigen
("taxonomy-eligible") und taxonomiekonformen
("taxonomy-aligned") Wirtschaftstätigkeiten
unterschieden. Wirtschaftstätigkeiten sind
taxonomiefähig, wenn sie mit einer der
Tätigkeiten gemäß den Anhängen I
(Klimaschutz) und II (Anpassung an den Klimawandel) zu der
delegierten Verordnung EU 2021/2139 vom 4. Juni 2021 bzw.
EU 2022/1214 vom 9. März 2022 bzw. EU 2023/2485 vom
TI. Juni 2023 oder den Anhängen I (Nachhaltige Nutzung
und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen), II
(Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft), III
(Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) und
IV (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und
der Ökosysteme) zu der delegierten Verordnung EU
2023/2486 vom 27. Juni 2023 übereinstimmen.
Taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten
("taxonomy-eligible") sind nach den Definitionen der
EU-Taxonomie nur dann als taxonomiekonform
("taxonomy-aligned") einzustufen, wenn diese
Aktivitäten die jeweiligen "Technischen
Bewertungskriterien" ("technical screening criteria")
erfüllen, d.h.
(1) nachweisbar einen wesentlichen Beitrag zu mindestens
einem der sechs Umweltziele ("substantial contribution")
leisten und
(2) die Erreichung der weiteren EU-Umweltziele nicht
erheblich beeinträchtigen ("do no significant harm",
"DNSH") sowie über die "Technischen
Bewertungskriterien" hinausgehend zusätzlich
(3) die Mindestschutzvorschriften einhalten ("minimum
safeguards").
Ermittlung der relevanten Umweltziele und Wirtschaftstätigkeit der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-TaxonomieGemäß Anhang I (Umweltziel 1 - Klimaschutz)
und II (Umweltziel 2 - Anpassung an den Klimawandel) der
Delegierten Verordnung vom 4. Juni 2021 sowie den
entsprechenden Erweiterungen zur Ergänzung der
EU-Taxonomie-Verordnung gibt es für Unternehmen im
verarbeitenden Gewerbe (Herstellung von Waren) insgesamt 21
verschiedene Tätigkeiten, die als taxonomiefähig
gelten.
Im vorherigen Abschnitt in diesem Bericht "Elmos
Produktnutzen: Umweltschutz, Sicherheit, Komfort" wurde der
Nutzen und wesentliche Beitrag der Elmos Produkte für
Umwelt und Menschen ausführlich erläutert. Elmos
ist ein weltweit führender Anbieter von
Mixed-Signal-Halbleitern, sowohl von automobilen
Applikationen für den Einsatz in Kraftfahrzeugen als
auch von nicht-automobilen Applikationen für den
Einsatz in der Industrie. Elmos-Halb-leiter machen die
Mobilität weltweit sicherer, komfortabler sowie
energieeffizienter und tragen somit auch wesentlich zum
Klimaschutz sowie zur Verringerung der
Treibhausgasemissionen bei.
Halbleiterlösungen leisten in der
Automobilindustrie einen signifikanten Beitrag zur
Reduktion des globalen CO2-Flottenaussto-ßes. Elmos
trägt dazu mit unterschiedlichsten
Automotive-Komponenten bei, beispielsweise mit ICs
spezifisch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge,
effizienter LED Beleuchtung, hocheffizienter Steuerung
für Klimaanlagen, Aerodynamikoptimierung und für
das Temperatur- und Wärmemanagement, Sensoren für
automatisches Licht und hocheffiziente Heizungssysteme.
Elmos ist ausschließlich im Bereich Halbleiter
aktiv. Die Herstellung von Halbleitern als ein
elektronisches Bauelement wird in der Statistischen
Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen
Gemeinschaft ("NACE") mit dem Code C.26 erfasst. Es
bestehen darüber hinaus keine weiteren relevanten
Taxonomie-Aktivitäten bzw. Geschäftssegmente im
Elmos-Konzern.
Im Anhang der technischen Bewertungskriterien der
Delegierten Verordnung vom 4. Juni 2021 zur Ergänzung
der EU-Taxonomie-Verordnung wurde der für Elmos
relevante NACE Code C.26 bisher ausschließlich dem
Abschnitt 3.6 ("Herstellung anderer CO2-armer
Technologien") zugeordnet. Gemäß den
Beschreibungen im Abschnitt 3.6 zielt die "Herstellung
anderer CO2-armer Technologien" auf eine erhebliche
Verringerung der Treibhausgasemissionen in anderen
Wirtschaftssektoren ab. Sie ermöglicht ("Enabling")
anderen Wirtschaftssektoren einen wesentlichen Beitrag zur
Erfüllung von Umweltzielen bzw. eine erhebliche
Verringerung der Treibhausgasemissionen. Die relevanten
Wirtschaftstätigkeiten der EU-Taxonomie, für
welche die Elmos Technologien einen wesentlichen Beitrag
zur Erfüllung von Umweltzielen erbringen, waren bisher
insbesondere die Herstellung von CO2-armen
Verkehrstechnologien (Abschnitt 3.3) und in einem
geringeren Maße auch die Herstellung von
energieeffizienten Gebäudeausrüstungen (Abschnitt
3.5). Mit der Erweiterung der delegierten Verordnung vom
27. Juni 2023 kann der automobile Anteil der
Wirtschaftsaktivität von Elmos nun auch Abschnitt 3.18
("Herstellung von Automobil- und
Mobilitätskomponenten") zugeordnet werden. Abschnitt
3.18 umfasst die Herstellung von Mobilitätskomponenten
für die Bereitstellung und Verbesserung der
Umweltleistung von emissionsfreien Fahrzeugen. Auch hierbei
handelt es sich um eine ermöglichende ("Enabling")
Tätigkeit. Denn mit der Herstellung von Halbleitern
für die Automobilindustrie, insbesondere für
hocheffiziente Systeme und Applikationen, für
emissionsarme Antriebskonzepte oder für Hybrid- oder
E-Fahrzeuge, leistet Elmos den zuvor genannten Beitrag zur
Herstellung von CO2-armen Verkehrstechnologien (Abschnitt
3.3). Somit werden die nicht-automobilen Applikationen
weiterhin der Aktivität 3.6 zugeordnet, während
die automobilen Anwendungen der Aktivität 3.18
zugeordnet werden.
Die Analyse der wirtschaftlichen Aktivitäten anhand
der Vorgaben der EU-Taxonomie hat darüber hinaus
ergeben, dass die Produkte von Elmos einen wesentlichen
Beitrag zum Umweltziel 1 (Klimaschutz) leisten. Zu den
weiteren Umweltzielen 2 (Anpassung an den Klimawandel), 3
(Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und
Meeresressourcen), 4 (Übergang zu einer
Kreislaufwirtschaft), 5 (Vermeidung und Verminderung der
Umweltverschmutzung) und 6 (Schutz und Wiederherstellung
der Biodiversität und der Ökosysteme) leisten die
Aktivitäten von Elmos keinen wesentlichen Beitrag.
Ermittlung der taxonomiefähigen Umsätze der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-TaxonomieIm Berichtsjahr konnte die Datenbasis zur Ermittlung des
Produktnutzens und des Beitrags der Elmos Produkte für
Umwelt und Menschen weiter verfeinert und vereinheitlicht
werden. Daher erfolgt für das Berichtsjahr 2023 die
Identifizierung der taxonomiefähigen Umsätze
anhand der Elmos ESG Produktmatrix. Diese ist in dem
vorhergehenden Abschnitt "Elmos Produktnutzen:
Umweltschutz, Sicherheit, Komfort" zu finden. Im Rahmen der
Umsatzanalyse für die EU-Taxonomie werden für
einen wesentlichen Beitrag zu Umweltziel 1 (Klimaschutz)
alle Applikationen mit hohem oder mittlerem Einfluss auf
mehr Umweltschutz und Effizienz berücksichtigt,
während Applikationen mit niedrigem oder keinerlei
Einfluss keine Berücksichtigung finden. Einen
wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Effizienz
leisten im Elmos-Konzern alle Umsatzerlöse mit
Halbleitern, die durch Effizienzsteigerung, direkte oder
indirekte Verbrauchsreduzierung oder Reduktion des
CO2-Ausstoßes eines Fahrzeugs bzw. einer
Gebäudeausrüstung einen wesentlichen Beitrag zur
Erfüllung von Umweltzielen ermöglichen
könnten (z.B. ICs für die energieschonende
LED-Steuerung im Ambiente- und Rücklicht, ICs für
eine optimierte und effizientere Motorsteuerung sowie
für das Thermalmanagement, Halbleiter für ein
effizientes Power- und Batteriemanagement sowie
Lösungen für Hausautomatisierung und
Automatisierung in der Industrie). Alle übrigen
Umsatzerlöse mit Produkten für Applikationen mit
keinem oder nur niedrigem Beitrag zu mehr Umweltschutz und
Effizienz werden gemäß den Bewertungskriterien
der EU-Taxonomie als nicht-taxonomiefähig
klassifiziert, obwohl beispielsweise der Einsatz von
Parkassistenzsystemen den urbanen Parkverkehr deutlich
verringert und somit auch indirekt zur CO2-Reduktion
beiträgt. Als Basis für den Umsatz sind die
Umsatzerlöse nach IAS 1 bzw. die nach IFRS 15
bilanzierten Umsatzerlöse im Konzernabschluss
herangezogen worden. Im Ergebnis konnten so 72,1% der
Konzernumsätze von Elmos als taxonomiefähig
identifiziert werden.
Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben (CapEx) der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-TaxonomieEine eindeutige Aufschlüsselung der
Investitionsausgaben (CapEx) anhand von ökologisch
nachhaltigen Kriterien ist für unser Unternehmen nicht
möglich, da beispielsweise auf einer Testmaschine alle
Arten von Halbleitern getestet werden, also auch solche,
die möglicherweise nicht-taxonomiefähig sind. Die
taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen
Investitionen ermitteln wir daher näherungsweise je
nach Art der Investition entweder auf Basis des
taxonomiefähigen Umsatzes oder auf Basis der
abgesetzten Stückzahlen aller taxonomiefähigen
Produkte. Investitionen in Grund, Boden und Gebäude
beispielsweise wurden auf Basis der abgesetzten
Stückzahlen der taxonomiefähigen Produkte
aufgeschlüsselt, da diese Investitionen einer eher
wertneutralen, umlagebasierten Aufteilung folgen und der
Wert oder die Komplexität eines Produkts keinen
Einfluss auf die Nutzung dieser Art von Investitionen hat.
Für Investitionen in Sachanlagen, die direkt im
Produktionsprozess eingesetzt werden (z.B. technische
Anlagen für den Testprozess oder Testmaschinen)
hingegen haben wir den Umsatz zur Ermittlung der
taxonomiefähigen Investitionen angesetzt, um die
unterschiedliche Beanspruchung der Produktionsmaschinen
durch die verschiedenen Arten unserer Halbleiter je nach
Komplexität anhand eines wertbasierten Ansatzes zu
berücksichtigen. Höherwertige ("teurere")
Halbleiter laufen beispielsweise tendenziell länger
auf den Testmaschinen bzw. durchlaufen komplexere
Testprogramme als einfache ("günstigere") Halbeiter.
Höherwertige Produkte nutzen die Testmaschinen daher
länger bzw. beanspruchen die technischen Anlagen mehr
als einfache Produkte, sodass in diesen Fällen eine
wertbasierte Ermittlung nach Umsatz einer wertneutralen
Aufschlüsselung nach Stückzahlen vorzuziehen ist.
Das gleiche gilt für produktnahe bzw. projektnahe
aktivierte Entwicklungsleistungen und damit
maßgeblich für die immateriellen
Vermögenswerte, da höherwertige bzw. komplexere
Projekte in der Regel auch mehr Entwicklungsressourcen
benötigen und damit auch ein höherer Anteil der
Entwicklungsleistungen aktiviert werden kann als bei
weniger komplexen, einfacheren Halbleiterentwicklungen. Als
Basis für die Gesamtinvestitionsausgaben
(taxonomiefähig und nicht-taxonomiefähig) wurden
die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten gemäß dem Konzernabschluss
herangezogen. Nach dieser Analyse sind 72,1% der
Investitionsausgaben (CapEx) vom Elmos Konzern als
taxonomiefähig zu klassifizieren.
Ermittlung der taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-TaxonomieAuch bei den Betriebsausgaben (OpEx) ist eine konkrete
und eindeutige Aufteilung in taxonomiefähige und
nicht-taxonomiefähige Ausgaben nicht möglich und
hat aus unserer Sicht auch nur eine sehr geringe
Aussagekraft. Daher haben wir auch für die Ermittlung
der OpEx-Kenn-zahl näherungsweise entweder den Umsatz
oder die abgesetzten Stückzahlen je nach Kostenart
herangezogen. Für alle relevanten Aufwendungen auf
Basis der EU-Taxonomie, die direkt mit der Entwicklung von
Produkten in Verbindung stehen, haben wir den Anteil analog
dem Umsatzanteil unserer definierten taxonomiefähigen
Aktivitäten angesetzt, da höherwertige Produkte
tendenziell auch höhere Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen, insbesondere mehr
Personalressourcen, benötigen. Andere, nicht
produktentwicklungsbezogene Aufwendungen, wie
beispielsweise für die Wartung und Instandhaltung von
Gebäuden, haben wir wie typische Umlagen behandelt und
nach den abgesetzten Stückzahlen der
taxonomiefähigen Produkte aufgeteilt. Gemäß
der EU-Taxonomie wurden als Basis für die gesamten,
also taxonomiefähigen und nicht-taxonomiefähigen
Betriebsausgaben direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die
sich auf Forschung und Entwicklung,
Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges
Leasing, Wartung und Reparatur beziehen, herangezogen sowie
sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit
der täglichen Wartung von Vermögenswerten des
Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder Dritte,
an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig
sind, um die kontinuierliche und effektive
Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte
sicherzustellen. Demnach liegt der Anteil der
taxonomiefähigen Betriebsausgaben (OpEx) des Elmos
Konzerns bei 72,2%.
Ermittlung der taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten der Elmos Semiconductor SE im Rahmen der EU-TaxonomieDie Ermittlung der taxonomiekonformen
Wirtschaftsaktivitäten für die Elmos ist
zweigeteilt, einerseits für die Produkte nach
Tätigkeit 3.6 und andererseits für die Produkte
nach Tätigkeit 3.18. Bezogen auf Tätigkeit 3.6
mussten wir erkennen, dass die Erfüllung der sehr
komplexen technischen Bewertungskriterien und somit der
Nachweis der Taxonomiekonformität der Produkte nach
Tätigkeit 3.6 nur mit einem sehr großen und
unverhältnismäßig hohen Aufwand zu
erfüllen wäre. Die erforderliche
vollständige Lebenszyklusanalyse zum Nachweis der
Einsparungen an THG-Emissionen verifiziert durch einen
unabhängigen Dritten wäre mit einem
unverhältnismäßig hohen zeitlichen und
finanziellen Aufwand für das Unternehmen verbunden.
Darüber hinaus müsste solch eine Analyse auf
vielen ungesicherten Annahmen beruhen. Danach müsste
gemäß den technischen Bewertungskriterien
zusätzlich geprüft werden, ob das jeweilige
Produkt tatsächlich die im Markt verfügbare
leistungsfähigste Technologie darstellt. Das
heißt, ein Zulieferer müsste nachweisen, dass
seine Produkte bzw. Lösungen in Bezug auf die
Emissionseinsparung besser sind als alle im Markt
verfügbaren Wettbewerbsprodukte. Es ist unschwer zu
erkennen, dass dieser Nachweis in der Praxis überhaupt
nicht möglich ist, da die dazu benötigten
detaillierten Informationen über alle relevanten
Wettbewerbsprodukte nicht verfügbar sind. Aufgrund
dieser extrem komplexen Vorgaben der technischen
Bewertungskriterien für die Wirtschaftsaktivität
3.6, die entweder gar nicht oder nur mit einem
unverhältnismäßig hohen Aufwand zu
erfüllen wären, berichtet Elmos im
Geschäftsjahr 0% für taxonomiekonforme
Umsätze, CapEx und OpEx für Aktivität 3.6.
Im Gegensatz hierzu ist es auf Basis der neuen
Wirtschaftsaktivität 3.18 allerdings möglich,
taxonomiekonforme Produkte in dieser Kategorie auszuweisen.
Dafür haben wir unsere Aktivitäten einer
Prüfung basierend auf den in Anhang I EU 2023/2485
definierten technischen Bewertungskriterien unterzogen.
Nahezu alle automobilen Halbleiter von Elmos können
sowohl in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE), in
Hybrid-Fahrzeuge (HEV/PHEV) als auch in sogenannte Zero
Emission Vehicles, also Elektrofahrzeuge (BEV) und
Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle (FCV) eingebaut werden.
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Elmos in der
Regel nicht bekannt ist, in welchen Modellen oder
Plattformen und in welcher Stückzahl die ICs konkret
eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird der Anteil der
Elmos-Halbleiter in Zero Emission Vehicles (BEV & FCV)
anhand der Daten zur globalen Automobilproduktion in 2023
ermittelt. Laut S&P Global (S&P Global Mobility
Automotive Powertrain Production - Januar 2024) sind im
Jahr 2023 weltweit insgesamt rund 90,1 Mio. Fahrzeuge
produziert worden, davon 12,8% Zero Emission Vehicles mit
elektrischem Antriebsstrang (BEV) oder mit einer
Brennstoffzelle (FCV). Hybrid-Modelle bleiben hierbei
unberücksichtigt, da die Fahrzeuge gemäß
der EU-Taxonomie für die Taxonomiekonformität
keine direkten CO2-Abgasemissionen verursachen dürfen.
Neben dem wesentlichen Beitrag zu einem Klimaziel setzen
die technischen Bewertungskriterien für die
Taxonomiekonformität außerdem die Vermeidung
erheblicher Beeinträchtigungen ("Do no significant
harm") der weiteren Umweltziele voraus.
Für die Einhaltung der DNSH Kriterien für das
EU-Umweltziel 2. Anpassung an den Klimawandel hat Elmos den
Standort des Hauptsitzes, welcher im Elmos Konzern der
einzige Produktionsstandort weltweit ist, einer
ausführlichen Klimarisiko- und
Vulnerabilitätsanalyse unterzogen. Im Ergebnis kann
festgehalten werden, dass dank der Lage des
Produktionsstandortes für Elmos weder aktuelle noch
zukünftige materielle Klimagefahren identifiziert
werden konnten.
Die Kriterien für das Umweltziel 3. Nachhaltige
Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
beziehen sich vorwiegend auf behördliche und
gesetzliche Vorgaben, zu deren Einhaltung Elmos
insbesondere an dem einzigen Produktionsstandort in
Dortmund ohnehin verpflichtet ist. Eine detaillierte
Beschreibung findet sich in unserer ESG Richtlinie zum
Thema Wassermanagement, welche unter www.elmos.com im
Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Darüber hinaus
ist Elmos nach der anspruchsvollen Umweltmanagement DIN EN
ISO 14001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang
identifiziert und bewertet Elmos potenzielle Risiken
für die Umwelt. Im Ergebnis zeigt diese Risikoanalyse,
dass das dritte Umweltziel der EU durch die
Wirtschaftsaktivität von Elmos nicht
beeinträchtigt wird.
Bei den DNSH Kriterien für Umweltziel 4.
Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft stehen
vorwiegend generelle Vorgaben im Fokus, wie bspw. ein
Produktdesign für lange Haltbarkeit, Recycling im
Produktionsprozess sowie die Bereitstellung von
Informationen über bedenkliche Stoffe.
Grundsätzlich sind Elmos Halbleiter auf Langlebigkeit
und Haltbarkeit ausgelegt. Der durchschnittliche
Produktzyklus der Produkte liegt bei 6 bis 10 Jahren, in
der Regel angelehnt an die Laufzeit eines Automodells,
wobei die eigentliche Lebensdauer und
Funktionsfähigkeit der ICs normalerweise um ein
vielfaches höher liegt. Darüber hinaus ist bei
Elmos ein umfassendes Abfallmanagement mit Fokus auf
Transparenz, Umweltschutz, Ressourcenkreisläufe,
Arbeitssicherheit sowie Dekontaminierung implementiert. So
kann Elmos stets eine Abfallverwertungsquote von über
90% vorweisen. Bzgl. der Bereitstellung von Informationen
über bedenkliche Stoffe wird an dieser Stelle auf
unsere Erklärungen zu Konfliktmineralien, ELV, REACH
und RoHS verwiesen, welche unter www.elmos.com
verfügbar sind.
Hinsichtlich des EU-Umweltziels 5. Vermeidung und
Verminderung der Umweltverschmutzung liegen keine
Anhaltspunkte vor, dass Elmos gegen die von der
EU-Taxonomie geforderten Vorgaben verstößt.
Elmos hält die erforderlichen Verordnungen und
Richtlinien ein und somit kann ausgeschlossen werden, dass
besonders besorgniserregende Stoffe im Sinne der
EU-Taxonomie von Elmos verwendet, hergestellt oder in
Verkehr gebracht werden.
Im Hinblick auf das EU-Umweltziel 6. Schutz und
Wiederherstellung der Biodiversität und der
Ökosysteme möchten wir auf unsere ESG Richtlinie
zum Thema Biodiversität verweisen, welche unter
www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit zu finden ist. Die
dort beschriebene Risikoanalyse auf Basis der Key
Biodiversity Areas im Biodiversity Risk Filter der WWF Risk
Filter Suite des World Wide Fund For Nature (WWF) zeigt,
dass dieses Umweltziel nicht durch die
Wirtschaftsaktivität von Elmos beeinträchtigt
wird.
Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die
Voraussetzungen zur Vermeidung erheblicher
Beeinträchtigungen bzw. die Einhaltung der "Do no
significant harm" (DNSH) Kriterien der übrigen
EU-Umweltziele erfüllt sind.
Zusätzlich zu den technischen Bewertungskriterien
haben wir für die Ermittlung der taxonomiekonformen
Wirtschaftsaktivitäten unsere Prozesse einer
Prüfung der Einhaltung der Vorgaben zum sozialen
Mindestschutz (Minimum Safeguards) der EU-Taxonomie
unterzogen. Hierzu ist eine Gap-Analyse durchgeführt
worden, um sicherzustellen, dass die OECD-Leitsätze
für multinationale Unternehmen und die Leitprinzipien
der Vereinten Nationen für Wirtschaft und
Menschenrechte, einschließlich der Grundprinzipien
und Rechte aus den acht Kernübereinkommen, die in der
Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation
über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit
festgelegt sind, und aus der Internationalen Charta der
Menschenrechte, befolgt werden. Im Fokus stehen hierbei
u.a. Menschen- und Arbeitsrechte, Bestechung und
Korruption, die Besteuerung und ein fairer Wettbewerb sowie
der verantwortungsbewusste Umgang mit Wissenschaft,
Technologie und Innovation. Bei Elmos erfolgt die
Sicherstellung der Vorgaben zum Mindestschutz durch eine
Nutzung der bestehenden und umfassenden Compliance
Management Strukturen. Hierzu zählen u.a. das
konzernweite Compliance Management System (CMS), die
Verhaltensrichtlinien für Mitarbeitende sowie
Lieferanten und Geschäftspartner, die
Grundsatzerklärung für Menschenrechte, die
Erklärungen zu Konfliktmineralien sowie zu ELV, REACH
und RoHS und zahlreiche Richtlinien bzgl. sozialen Themen
und zur Unternehmensführung, welche unter
www.elmos.com im Bereich Nachhaltigkeit bzw. Corporate
Governance eingesehen werden können. Im Rahmen der
Gap-Analyse konnten daher keine wesentlichen Lücken
identifiziert werden, sodass auch die Einhaltung der
Minimum Safeguards als gegeben angesehen wird.
Im Ergebnis lagen für das Berichtsjahr 2023 die
Anteile der taxonomiekonformen Umsätze sowie der
taxonomiekonformen Investitionsausgaben (CapEx) der Elmos
Semiconductor SE jeweils bei 7,8%. Der Anteil der
taxonomiekonformen Betriebsausgaben (OpEx) betrug 7,9%.
Erläuterungen zu den Angaben im Rahmen der EU-Taxonomie
Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023
CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023
OpEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2023
BERICHT ZUR GLEICHSTELLUNG UND ENTGELTGLEICHHEITElmos legt hohen Wert auf Chancengleichheit sowie
Mitarbeitervielfalt und fördert eine
Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung,
Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt basiert. In
unserem Unternehmen sind männliche, weibliche und
diverse Arbeitnehmer grundsätzlich gleichgestellt.
Alle unsere Mitarbeiter werden auf Grundlage ihrer
Qualifikation und ihrer Fähigkeiten eingestellt und
wir setzen unternehmensweit auf eine
geschlechterunabhängige Förderung. Wir bevorzugen
oder benachteiligen keine Person weder aufgrund des
Geschlechts, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen
Herkunft, der Nationalität, der Religion, der
Weltanschauung, der politischen Einstellung, einer
Behinderung, des Alters, des Familienstands noch der
sexuellen Identität oder Orientierung. Es gibt keine
bekannten Unterschiede bei Löhnen und Gehältern,
die allein auf das Geschlecht zurückgehen. Daher
existieren im Unternehmen keine Maßnahmen, um eine
etwaige Ungleichbehandlung zu beenden. Anfragen zur
Entgeltgleichheit werden entsprechend der gesetzlichen
Vorgaben unter Berücksichtigung der Rechte der
Arbeitnehmer sowie des Arbeitgebers bearbeitet.
MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITT | ELMOS SEMICONDUCTOR SE
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTIm zusammengefassten Lagebericht analysieren wir den
Geschäftsverlauf, sowie die Lage des Elmos-Konzerns
und der Elmos Semiconductor SE im Berichtsjahr. Weitere
Informationen zur Elmos Semiconductor SE sind in einem
eigenen Abschnitt mit HGB-Angaben enthalten.
GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS UND STRATEGIEElmos ist ein weltweit agierender Anbieter von
Mixed-Signal-Halbleitern, vornehmlich für Kunden aus
der Automobilindustrie. Als Systemlösungs-Spezialist
ist es unser Ziel, das elektronische System zu verbessern
und so Leistung, Effizienz und Sicherheit der Anwendungen
zu erhöhen, was für den Kunden u.a. Vorteile in
Bezug auf die Produktion, Kosten, Performance oder auch
Zuverlässigkeit bedeutet. Seit 40 Jahren ist Elmos als
Spezialist für Mixed-Signal-Halbleiter in der
Automobilindustrie etabliert und entwickelt kontinuierlich
die nächsten Innovationen, die einen Mehrwert für
unsere Kunden und die Endverbraucher bieten.
Unsere ICs bieten innovative Lösungen für die
globalen automobilen Megatrends: Elmos ICs
unterstützen Fahrerassistenzsysteme bis hin zum
autonomen Fahren, elektrische Antriebskonzepte,
Digitalisierung, neuartige System-Architekturen und
ermöglichen in allen Fahrzeugen mehr Sicherheit,
Komfort und Wohlbefinden. Unser Ziel ist es, mit unseren
zukunftweisenden Produkten vom strukturellen Marktwachstum
im automobilen Halbleitermarkt und von der zunehmenden
Elektrifizierung aller Systeme und Funktionen im Fahrzeug
nachhaltig profitieren zu können. Wir wollen in
unseren Applikationsfeldern weiter profitabel wachsen und
so die positive Entwicklung des gesamten Unternehmens
weiter fortsetzen.
Innovatives Produktportfolio mit hoher QualitätAls Hersteller von Mixed-Signal-Halbleitern für
Automobilelektronik beliefert Elmos derzeit mehrere Hundert
Kunden weltweit, darunter alle großen
Automobilzulieferer. Der Umsatz mit Automobilkunden betrug
im Berichtsjahr 89% des Konzernumsatzes. Für den
Industrie- und Konsumgüterbereich liefert Elmos
Produkte z.B. für Anwendungen in intelligenter
Installations- und Gebäudetechnik,
Haushaltsgeräten, sowie Maschinensteuerungen. Der
Umsatzanteil dieser Produkte belief sich im Berichtsjahr
auf 11%.
Das Produktportfolio ist in sogenannte Business Lines
(Geschäftsfelder) gegliedert. Die Struktur der
Business Lines orientiert sich an den Produkten der
Zielapplikationen. Die Business Lines vermarkten
kundenspezifische Halbleiter (ASICs = Application Specific
Integrated Circuits) und applikationsspezifische
StandardChips (ASSPs = Application Specific Standard
Products). Die ASICs werden nach Kundenspezifikationen
entwickelt und für jeweils einen Kunden produziert.
Bei ASSPs erfolgt die Definition durch Elmos. Die
ASSP-Produktentwicklungen sind an Marktbedürfnissen
ausgerichtet. Dabei priorisiert Elmos verschiedene
Produktideen und berücksichtigt u.a. erwartete
Stückzahlen, Wettbewerbsinformationen und technische
Machbarkeit. Umgesetzt werden nur Projekte, die
hinsichtlich Markterwartung, Margenpotenzial und
strategischer Ausrichtung die Zielsetzungen der
Gesellschaft erfüllen. Im Berichtsjahr machten ASSPs
rund 71% des Konzernumsatzes aus. Die weiteren rund 29%
wurden mit ASICs erzielt. Ein Großteil der in
Entwicklung befindlichen Produkte sowie des gewonnenen
Neugeschäftes (Design-Wins) sind ASSPs.
Elmos erzielt ein hohes Qualitätsniveau sowohl in
ihren Produkten als auch in ihren Geschäfts-,
Produktions- und Supportprozessen. So ist das Elmos
Qualitätsmanagementsystem nach dem
Automobilindustrie-Standard IATF 16949 an den relevanten
Standorten zertifiziert. Das Überwachungsaudit in 2023
bestätigt das hohe Niveau des
Qualitätsmanagementsystems. Darüber hinaus ist
Elmos konzernweit nach ISO 26262 (Funktionale Sicherheit)
zertifiziert.
Forschung und EntwicklungDer Fokus der Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten liegt auf dem
wettbewerbsfähigen und termingerechten Design der
Produkte, um das innovative Produktportfolio von Elmos
weiter auszubauen und die Serienentwicklung der zahlreichen
Neuprojekte zu sichern. Insgesamt arbeiteten im
Durchschnitt des Jahres 2023 insgesamt 415 Mitarbeitende im
Bereich Forschung und Entwicklung. Das sind rund 32% der
gesamten Belegschaft des Elmos Konzerns. Im Berichtsjahr
stiegen die F&E-Aufwendungen auf 68,8 Mio. Euro
(Vorjahr: 55,5 Mio. Euro) und befinden sich damit weiterhin
auf einem hohen Niveau, um die zahlreichen
Serienanläufe und neuen Entwicklungsprojekte in allen
Anwendungsbereichen zu unterstützen. Die Business
Lines arbeiten eng mit der Forschungs- und
Entwicklungsabteilung zusammen. Bei Bedarf werden auch
externe Entwicklungsdienstleistungen in Anspruch genommen.
OrganisationsstrukturDie Elmos-Organisation orientiert sich an den
Zielmärkten, den Kun-den-Bedürfnissen sowie an
internen Anforderungen. Der Hauptsitz der Elmos befindet
sich in Dortmund. Verschiedene Niederlassungen, Tochter-
und Partnerfirmen an mehreren Standorten, im Wesentlichen
in Deutschland (Berlin, Bruchsal, Dresden, Düsseldorf,
Frankfurt/Oder), USA (Detroit) und Asien (u.a. in Seoul,
Singapur, Shanghai, Shenzhen und Tokio), dienen der
Vertriebs- und Applikationsunterstützung sowie der
Produktentwicklung.
Im Berichtsjahr betreibt Elmos am Stammsitz in Dortmund
eine eigene Waferfertigung, die durch Kooperationen mit
Auftragsfertigungen (sogenannte Foundries) ergänzt und
optimiert wird. Die Elmos Semiconductor SE und Littelfuse,
Inc., USA, ein diversifiziertes, industrielles
Technologieunternehmen, haben am 28. Juni 2023 einen
Vertrag zum Verkauf der Waferfertigung von Elmos am
Standort Dortmund an Littelfuse unterzeichnet. Alle anderen
Aktivitäten, einschließlich des Testbetriebs,
werden bei Elmos verbleiben. Zudem haben Elmos und
Littelfuse vereinbart, eine langfristige Liefervereinbarung
mit einer anfänglichen Laufzeit bis zum Jahr 2029
abzuschließen, nach der Elmos bestimmte Mengen der in
der Fab gefertigten Wafer kaufen wird. Diese langfristige
Vereinbarung ergänzt die bereits heute bestehenden
Liefervereinbarungen mit den anderen Foundry-Partnern von
Elmos und sichert für Elmos die notwendigen
Kapazitäten für die Erfüllung der geplanten
Kundenbedarfe. Die kartellrechtliche Freigabe ohne Auflagen
erfolgte durch das Bundeskartellamt im Juli 2023. Im August
2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK) die außenwirtschaftsrechtliche
Freigabe für den Verkauf der Waferfertigung von Elmos
an Littelfuse ohne Auflagen erteilt. Der Vollzug der
Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam
werden. Bis zum Vollzugstermin behält Elmos die volle
operative Kontrolle über die Waferfertigung. Nach dem
Vollzug der Transaktion wird Elmos im Frontend-Bereich der
Wertschöpfungskette ohne eigene Fertigung als
sogenanntes Fabless-Unternehmen agieren.
Neben der Kooperation mit Partnern bei der
Waferprozessierung im Frontend-Bereich, wurde im
Berichtsjahr auch die Zusammenarbeit im Backend mit
Partnern im Testbereich (sog. OSAT -Outsourced
Semiconductor Assembly and Test) vor allem in Asien
signifikant ausgebaut. Ziel ist es, eine dauerhaft hohe
Auslastung des eigenen Testbereichs in Dortmund zu
erreichen und den darüberhinausgehenden Bedarf an
zusätzlichen Testkapazitäten durch die
Kooperation mit Partnern abzudecken.
STEUERUNGSSYSTEMSteuerungsgrößenDas Elmos Steuerungssystem basiert auf vier wesentlichen
Elementen: Umsatz, EBIT bzw. EBIT-Marge, Investitionen und
Free Cashflow (bereinigt). Diese Kennzahlen sind unsere
bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für den
Elmos Konzern sowie für die Elmos Semiconductor SE und
bilden eine wesentliche Grundlage für die operativen
und strategischen Managemententscheidungen. Sie dienen
dazu, die Zielerreichung und den Unternehmenserfolg zu
messen sowie die ergebnisbezogene variable Vergütung
für Vorstand festzulegen.
Jede Kennziffer wird sowohl isoliert als auch in
Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Als
wachstumsorientiertes und innovatives Unternehmen misst
Elmos der profitablen Steigerung des Umsatzes hohe
Bedeutung bei. Als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern
reflektiert das EBIT (englisch: Earnings before Interest
and Taxes) bzw. die EBIT-Marge die Ergebnisqualität.
Der Investitionsbedarf leitet sich aus der
mittelfristigen Absatzplanung und den daraus resultierenden
Anforderungen an Fertigungs- und Testkapazitäten sowie
wirtschaftlichen Überlegungen ab. Investitionen
außerhalb des Budgets finden nur nach
zusätzlicher Prüfung statt. Der bereinigte Free
Cashflow ist definiert als Cashflow aus der betrieblichen
Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen
in/zuzüglich Abgänge von immaterielle/n
Vermögenswerte/n und Sachanlagen.
Berichtswesen des SteuerungssystemsDer Vorstand wird mindestens monatlich in Form von
standardisierten Berichten detailliert über den
operativen Geschäftsverlauf informiert. Dieses
Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in
schriftlicher Form oder in persönlichen
Gesprächen ergänzt. Die durch das konzernweite
Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den
Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert,
erläutert und geplante Gegenmaßnahmen
dargestellt.
WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENDie großen weltweiten Automobilmärkte konnten
im Jahr 2023 ausgehend von schwachen Vorjahreswerten
insbesondere durch die Normalisierung entlang der
Lieferketten deutliche Anstiege bei den
Pkw-Produktionszahlen verzeichnen. So ist laut S&P
Global die Anzahl der neu produzierten Fahrzeuge weltweit
im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% gestiegen.
Auf regionaler Sicht konnte Europa (+12,5%) dabei den
höchsten Zuwachs aufweisen, gefolgt von Nordamerika
(+9,5%) und China (+9,4%).
Quellen:
1S&P Global Mobility Light Vehicle
Production Forecast (Stand: Januar 2024),
2WSTS (Stand: November 2023),
3S&P Global Mobility Automotive
Semiconductor Tracker (veröffentlicht im Dezember
2023)
Der Halbleitermarkt musste im Jahr 2023 insbesondere
aufgrund einer schwachen Nachfrage von Endkunden nach
Elektronik einen deutlichen Rückgang verkraften. Laut
dem Branchenverband WSTS (World Semiconductor Trade
Statistics) sind im Jahr 2023 die gesamten
Halbleiterumsätze weltweit um -9,4% auf 520 Mrd. USD
gefallen. Im Gegensatz dazu konnte laut S&P Global der
automobile Halbleitermarkt im Jahr 2023 mit +19,2% erneut
ein deutliches Wachstum verzeichnen.
PROGNOSE-IST-VERGLEICHElmos hat die Prognose für das abgelaufene
Geschäftsjahr erstmalig im Februar 2023 abgegeben und
im Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts
für das Geschäftsjahr 2022 bestätigt. Im
Juni 2023 hat Elmos die Unterzeichnung eines Vertrags zum
Verkauf der Waferfertigung am Standort Dortmund an
Littelfuse Inc., USA bekanntgegeben. In diesem Zuge ist die
Prognose hinsichtlich des (operativen) bereinigten Free
Cashflows angepasst worden. Unabhängig von der
Transaktion ist zudem die Prognose für die zu
erwartenden Investitionen erhöht worden aufgrund der
Intensivierung beim Ausbau der Testkapazitäten
für das zukünftige Wachstum. Mit einem Umsatz von
575,0 Mio. Euro (28,6% ggü. Vorjahr), einer EBIT-Marge
von 26,2%, Investitionen von 20,0% vom Umsatz und einem
operativen bereinigten Free Cashflow von -24,3 Mio. Euro
hat Elmos ihre Prognose aus Juni 2023 vollumfänglich
erfüllt.
1 Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen abzüglich
aktivierten Entwicklungsleistungen.
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGEAbschluss nach IFRSDer Konzernabschluss der Elmos Semiconductor SE für
das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie
in der EU angewendet werden, erstellt. Mit dem
Halbleitergeschäft gibt es im Elmos-Konzern nur ein
einziges Geschäftssegment.
Am 28. Juni 2023 haben die Elmos Semiconductor SE und
Littelfuse, Inc., USA einen Vertrag zum Verkauf der
Waferfertigung von Elmos am Standort Dortmund an Littelfuse
unterzeichnet. Elmos verkauft ihre Waferfertigung zu einem
Nettokaufpreis in Höhe von insgesamt rund 93 Mio.
Euro. Alle anderen Aktivitäten, einschließlich
des Testbetriebs, werden bei Elmos verbleiben. Die
regulatorischen Freigaben wurden durch das Bundeskartellamt
und das Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK) ohne Auflagen bereits erteilt. Der
Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Ende Dezember
2024 wirksam werden und steht unter Vorbehalt bestimmter
Vollzugsbedingungen. Bis zum Vollzug behält Elmos die
volle operative Kontrolle über die Waferfertigung.
Nach dem Vollzug der Transaktion wird Elmos im
Frontend-Bereich der Wertschöpfungskette ohne eigene
Fertigung als sogenanntes Fabless-Unternehmen agieren und
dann prozessierte Wafer ausschließlich von externen
Foundries beziehen.
UmsatzentwicklungTrotz einer spürbaren Entspannung in den globalen
Lieferketten blieb die Nachfrage nach Elmos-Halbleitern im
Geschäftsjahr 2023 auf einem hohen Niveau und der
Konzernumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr erneut sehr
deutlich um 127,8 Mio. Euro oder 28,6% auf 575,0 Mio. Euro
gesteigert werden (2022: 447,2 Mio. Euro).
VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 Vorschlag für die Hauptversammlung am 15.
Mai 2024.
Umsatz nach Regionen: Im Berichtsjahr trugen alle
Regionen zum Umsatzwachstum im Elmos Konzern bei und
konnten gegenüber dem Vorjahr höhere Umsätze
verzeichnen. Mit einem Umsatzwachstum von 20,9% auf 308,9
Mio. Euro stellt die Region Asien/ Pazifik (APAC) mit 53,7%
weiterhin den größten regionalen Umsatzanteil im
Elmos Konzern dar. Zweitstärkste Region sind die
Länder der Europäischen Union mit einem
Umsatzanteil von 197,2 Mio. Euro oder 34,3% am
Konzernumsatz. Die Umsätze mit direkten Kunden in der
Region Amerika lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 39,6
Mio. Euro oder 6,9% am Konzernumsatz.
Umsatz nach Kunden und Produktgruppen: In 2023 lag der
Umsatzanteil der zehn größten Kunden bei rund
54% (2022: 55%), der Anteil der zehn umsatzstärksten
Produktgruppen lag im Berichtsjahr bei rund 41% (2022:
39%). Ein Kunde bezieht in der Regel mehrere Produkte, die
sich in verschiedenen Phasen ihrer Lebenszyklen befinden,
und setzt diese oft in verschiedenen Modellen, Marken und
Märkten ein. Aufgrund der Vielzahl an
Kundenbeziehungen entsteht eine hohe Diversität.
Auftragsbestand: Auftragseingang und -lage reflektieren
typischerweise die laufende Geschäftsentwicklung.
Dieses spiegelt die Umsatzentwicklung des Jahres wider.
Hierfür kann die Kennziffer Book-to-Bill - berechnet
als Verhältnis des Auftragsbestands der kommenden drei
Monate zum Umsatz der vergangenen drei Monate -eine
Indikation geben. Aufgrund der spürbaren
Normalisierung der Halbleiter-Kapazitätsengpässe
für automobile Anwendungen haben die Kunden
erwartungsgemäß ihre Lagerbestände
adjustiert und ihr Beststellverhalten entsprechend
angepasst, was sich vor allem auf die Bestellvolumina im
ersten und zweiten Halbjahr und damit auch auf das
Book-to-Bill-Verhältnis auswirkt. Aus diesem Grund lag
das Book-to-Bill-Verhältnis zum Ende des
Geschäftsjahres 2023 bei unter eins. Der
Auftragsbestand wird üblicherweise bei Erhalt der
Kundenbestellung erfasst, kann sich jedoch zwischen diesem
Zeitpunkt und der Lieferung aufgrund verschiedener Faktoren
verändern. Es gibt keine Garantie dafür, dass aus
dem Auftragsbestand stets Umsatz wird.
Neuprojekte (Design-Wins): Alle Business Lines waren in
2023 hinsichtlich der gewonnenen Neuprojekte wiederum sehr
erfolgreich und es konnte erneut eine Vielzahl von neuen
Projekten erfolgreich akquiriert werden. Wie schon in den
Vorjahren, lag die Anzahl der ASSPs bei den Design-Wins
auch im Berichtsjahr sehr deutlich über der Anzahl der
ASICs. Design-Wins benötigen in der Regel zwei bis
fünf Jahre, bis sie in Serienproduktion starten und
zum Umsatz beitragen. Mit diesem sehr erfreulichen Ergebnis
beim gewonnenen Neugeschäft stärken wir das
Fundament für unser zukünftiges Wachstum.
ErtragslageBruttoergebnis: Aufgrund des Umsatzanstiegs und trotz
inflationsbedingter Kostenbelastungen erhöhte sich das
Bruttoergebnis vom Umsatz (Gross Profit) deutlich auf 271,3
Mio. Euro (2022: 207,5 Mio. Euro) an. Die Bruttomarge
verbesserte sich entsprechend leicht auf 47,2% (2022:
46,4%).
Forschungs- und Entwicklungskosten: Die Ausgaben
für Forschung und Entwicklung stiegen im
Geschäftsjahr 2023 um 13,3 Mio. Euro auf insgesamt
68,8 Mio. Euro (2022: 55,5 Mio. Euro) an. Wie im Vorjahr
war der Anstieg unterproportional zum hohen Umsatzwachstum.
Mit einem Anteil am Umsatz von 12,0% (2022: 12,4%) lagen
die die Forschungs- und Entwicklungskosten weiter auf einem
hohen Niveau, um so in allen unseren Anwendungsbereichen
innovative Lösungen für unsere Kunden zu
entwickeln.
Vertriebskosten: Die Vertriebskosten haben sich im
Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Mio. Euro
auf 23,0 Mio. Euro erhöht (2022: 17,9 Mio. Euro).
Verwaltungskosten: Mit 31,5 Mio. Euro lagen die
Verwaltungskosten im Jahr 2023 um 7,3 Mio. Euro über
dem Vorjahr (2022: 24,2 Mio. Euro). Der Anstieg
gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus
höheren Personal- und Beratungskosten.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT): Aufgrund des
hohen Umsatzwachstums konnte das EBIT im Geschäftsjahr
2023 gegenüber dem Vorjahr um 40,6 Mio. Euro oder
36,8% auf 150,7 Mio. Euro gesteigert werden (2022: 110,1
Mio. Euro). Die EBIT-Marge stieg entsprechend weiter auf
26,2% (2022: 24,6%).
Konzernjahresüberschuss, Ergebnis je Aktie: Nach
Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen erzielte Elmos im
Geschäftsjahr 2023 einen auf die Anteilseigner des
Mutterunternehmens entfallenden
Konzernjahresüberschuss von 99,1 Mio. Euro (2022: 71,4
Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss entspricht
einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 5,79 Euro
(2022: 4,17 Euro).
Vorschlag zur Gewinnverwendung: Der
Jahresüberschuss der Elmos Semiconductor SE
gemäß HGB (weitere Einzelheiten im
HGB-Abschluss) beträgt 78,7 Mio. Euro (2022: 70,6 Mio.
Euro). Der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2022 beläuft
sich auf 205,7 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat
schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2024 vor, aus dem
Bilanzgewinn 2023 der Elmos Semiconductor SE in Höhe
von 284,4 Mio. Euro eine gegenüber dem Vorjahr um
13,3% höhere Dividende von 0,85 Euro je Aktie (2022:
0,75 Euro je Aktie) auszuschütten. Die
Gesamtausschüttung würde damit 14,6 Mio. Euro
betragen, basierend auf 17.120.726 dividendenberechtigten
Aktien per 31. Dezember 2023.
FinanzlageVERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Vorräte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Cashflow aus der betrieblichen
Geschäftstätigkeit: Der Cashflow aus der
betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im
Geschäftsjahr 2023 bei 102,6 Mio. Euro und damit
über dem Wert des Vorjahres (2022: 98,6 Mio. Euro).
Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf den
höheren Konzernjahresüberschuss und dem
höheren Netto-Umlaufvermögen
zurückzuführen.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: Die
Investitionen in den Ausbau des Testbereichs vor allem in
Ostasien wurden weiter forciert. Für die Realisierung
zusätzlicher Umsatzpotentiale sowie
Produktneuanläufe im zweiten Halbjahr 2023, für
die Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie für
das zukünftige Wachstum wurde erneut in die
Erweiterung der Testkapazitäten investiert. Insgesamt
lagen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen mit -127,2 Mio. Euro (2022: -83,9 Mio.
Euro) deutlich über dem Vorjahr. Einzahlungen im
Zusammenhang mit zukünftigen Abgängen im
Konsolidierungskreis betrugen 37,2 Mio. Euro (2022: 0,0
Mio. Euro). Nach den regulatorischen Freigaben des Verkaufs
der Elmos Waferfertigung an Littelfuse hat der Käufer
eine Teilzahlung an Elmos getätigt. Im Berichtsjahr
hat die Gesellschaft außerdem Wertpapiere (Anleihen
und Schuldscheinanlagen) in Höhe von 16,0 Mio. Euro
verkauft (2022: 11,2 Mio. Euro). Insgesamt belief sich der
Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -73,8 Mio.
Euro im Geschäftsjahr 2023 (2022: -72,6 Mio. Euro) und
lag damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: Der
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im
Berichtszeitraum bei 22,9 Mio. Euro gegenüber -7,5
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Neben der Dividendenzahlung
war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
maßgeblich von der Einzahlung durch die Aufnahme
neuer Finanzverbindlichkeiten beeinflusst. Die
Dividendenausschüttung betrug im Jahr 2023 insgesamt
12,8 Mio. Euro (2022: 11,1 Mio. Euro).
Der bereinigte Free Cashflow lag im Geschäftsjahr
2023 bei 12,9 Mio. Euro (2022: 14,9 Mio. Euro). Der
operative bereinigte Free Cashflow (ohne Effekte aus dem
Verkauf der Elmos Waferfertigung an Littelfuse) lag vor
allem aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit
mit -24,3 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2022: 14,9 Mio.
Euro).
Liquide Mittel: Der Bestand an Zahlungsmitteln und
-äquivalenten lag unter Berücksichtigung von IFRS
5 zum 31. Dezember 2023 bei 85,6 Mio. Euro und damit
deutlich über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2022:
36,6 Mio. Euro).
Finanzierungssituation: Elmos finanziert sich durch
Eigenkapital, Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen. Im
zweiten Halbjahr 2023 wurde ein Schuldscheindarlehen in
Höhe von 40,0 Mio. Euro aufgenommen. Zum 31. Dezember
2023 standen der Gesellschaft verschiedene kurzfristige
Kreditrahmen in Höhe von 75,0 Mio. Euro zur
Verfügung, die aktuell nicht genutzt werden.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Elementen der
Finanzierungssituation finden sich im Anhang.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements: Das
vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des Elmos Konzerns
besteht darin, ein angemessenes Bonitätsrating, die
jederzeitige Sicherstellung der Liquidität bei hoher
finanzieller Flexibilität sowie eine solide
Kapitalstruktur zu gewährleisten. Dies soll die
Geschäftstätigkeit und deren langfristige
Fortführung unterstützen sowie die Interessen der
Anteilseigner, Mitarbeiter und sonstiger Stakeholder
wahren. Elmos verfolgt die Strategie einer
kontinuierlichen, nachhaltigen Steigerung des
Unternehmenswerts.
Die Kapitalstruktur des Elmos Konzerns wird vom Vorstand
aktiv gesteuert und unter Berücksichtigung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Risiken aus
den zugrundeliegenden Vermögenswerten, sofern
notwendig, angepasst. Der Konzern überwacht sein
Kapital mithilfe der absoluten Höhe der
Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand und der
Eigenkapitalquote. Der Nettobarmittelbestand umfasst
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie
Wertpapiere abzüglich kurz- und langfristiger
Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote setzt das
Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu
außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten: Neben
den aufgeführten Finanzinstrumenten finanziert die
Gesellschaft ihre Investitionen zum Teil auch durch
Leasing-, Miet- und Dienstleistungsverträge. Es
besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung
marktübliches Verhältnis von Vorteilen und
Risiken. Die hieraus bestehenden
Rückzahlungsverpflichtungen bilden sich in den
sonstigen finanziellen Verpflichtungen ab. Am 31. Dezember
2023 betrugen diese 44,5 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 33,3
Mio. Euro). Aus erteilten Investitionsaufträgen
besteht ein Bestellobligo in Höhe von 11,4 Mio. Euro
(2022: 41,3 Mio. Euro).
VermögenslageVERKÜRZTE BILANZ
1 aLuL: aus Lieferungen und Leistungen.
Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag 31. Dezember 2023
um 270,0 Mio. Euro auf 812,4 Mio. Euro erhöht (31.
Dezember 2022: 542,4 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf
die Zunahme bei den Sachanlagen (+72,9 Mio. Euro) aufgrund
der gestiegenen Investitionstätigkeit, insbesondere
für Maschinen und Anlagen zur
Kapazitätserweiterung im Testbereich, den Anstieg der
Vorräte (+74,9 Mio. Euro) und Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (+23,2 Mio. Euro) aufgrund des
höheren Umsatzes sowie auf höhere liquide Mittel
(+49,0 Mio. Euro) zurückzuführen ist.
Aufgrund des Verkaufs der Elmos Waferfertigung an
Littelfuse sind in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023
zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte
in Höhe von 54,7 Mio. Euro und Schulden in Höhe
von 3,5 Mio. Euro enthalten (31. Dezember 2022: jeweils 0,0
Mio. Euro).
ERMITTLUNG DES ROIC
Renditekennzahl: Zur Messung der Rendite des
investierten, operativ genutzten Kapitals ermittelt Elmos
die Renditekennzahl Return on Invested Capital (RoIC).
Somit wird ein Zusammenhang zwischen der
Profitabilität und dem investierten, operativ
genutzten Kapital hergestellt. Der RoIC dient damit auch
als Indikator für den Wertbeitrag. Aufgrund des
Anstiegs des EBIT und trotz des höheren investierten
Kapitals lag der RoIC in 2023 mit 29,1% über dem Wert
des Vorjahres (2022: 27,8%).
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEAuch im Geschäftsjahr 2023 hat sich der
Elmos-Konzern in einem herausfordernden geopolitischen und
wirtschaftlichen Umfeld erneut sehr erfreulich entwickelt.
Trotz einer Normalisierung der Halbleiterallokation konnten
der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gesteigert
werden. Auch im Berichtsjahr wurden die Aufwendungen
für Forschung und Entwicklung erhöht und das
innovative Produktportfolio von Elmos weiter ausgebaut.
Neben dem sukzessiven Ausbau der Kompetenzen im
Software-Bereich war ein wichtiger Schwerpunkt der
strategischen Aktivitäten des Unternehmens der weitere
Ausbau der Testkapazitäten mit den Fertigungspartnern
in Ostasien. Auch im Jahr 2023 konnte Elmos mit neuen
Design-Wins eine Vielzahl von neuen Projekten mit
bestehenden und neuen Kunden in allen Produktsegmenten und
in allen Regionen akquirieren. Die internationale
Aufstellung von Elmos mit innovativen Produkten und einer
guten Wettbewerbsposition bilden in Verbindung mit einem
soliden finanziellen Fundament eine hervorragende Basis
für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.
ELMOS SEMICONDUCTOR SE (HGB-EINZELABSCHLUSS)Die Elmos Semiconductor SE ist die Muttergesellschaft
des Elmos-Konzerns. Der Vorstand der Elmos Semiconductor SE
ist für die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns
verantwortlich. Die Elmos Semiconductor SE ist zudem von
ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften
und Beteiligungen beeinflusst. Neben der Verantwortung des
operativen Geschäfts ist die Konzernmuttergesellschaft
im Rahmen der übergeordneten Konzernfunktionen,
vertreten durch ihre Vorstände, für die
Ausrichtung des Konzerns zuständig und legt somit die
Unternehmensstrategie fest.
Die Elmos Semiconductor SE stellt ihren Jahresabschluss
im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den IFRS,
sondern nach den Vorschriften des deutschen
Handelsgesetzbuchs (HGB) auf. Der vollständige
Abschluss wird separat veröffentlicht. Der
Jahresabschluss ist mit dem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
versehen. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht, ist beim Unternehmensregister
hinterlegt, kann als Sonderdruck angefordert werden und ist
auf der Internetseite www.elmos.com verfügbar.
Geschäftsverlauf 2023Die Geschäftsentwicklung und -lage der Elmos
Semiconductor SE bestimmt im Wesentlichen die
geschäftliche Entwicklung des Konzerns. Infolgedessen
gelten die getätigten Erläuterungen in den
Abschnitten "Geschäftsmodell des Konzerns" und
"Wirtschaftsbericht " sowohl für den Elmos Konzern als
auch für die Elmos Semiconductor SE. Die nachfolgende
Darstellung der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage
bezieht sich auf den Jahresabschluss der Elmos
Semiconductor SE nach HGB.
Voraussichtliche Entwicklung 2024 und wesentliche Chancen und RisikenDie Erwartungen für die Elmos Semiconductor SE
spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den
Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern in der
Prognose des Konzerns wider. Auch die voraussichtliche
Entwicklung der Elmos Semiconductor SE im
Geschäftsjahr 2024 hängt wesentlich von der
Entwicklung des Gesamtkonzerns sowie dessen Chancen- und
Risikolage ab. Diese ist Gegenstand des Chancen- und
Risikoberichts sowie der Prognose des Konzerns. Soweit
gelten die dort gemachten Aussagen zur voraussichtlichen
Entwicklung und der Chancen- und Risikolage des Konzerns
auch für die künftige Entwicklung und die
Chancen- und Risikolage der Elmos Semiconductor SE. Die
nach § 289 Abs. 4 HGB erforderliche Beschreibung des
internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess für die Elmos
Semiconductor SE erfolgt im Abschnitt "Chancen und
Risiken".
Als Muttergesellschaft des Konzerns erhält die
Elmos Semiconductor SE auch Erträge von ihren
Beteiligungsgesellschaften. Demnach sollte sich die
für 2024 erwartete Geschäftsentwicklung im
Konzern auch auf das Ergebnis der Elmos Semiconductor SE,
welche die wesentlichste Einheit im Konzern darstellt,
auswirken. Insgesamt erwarten wir für 2024 bei der
Elmos Semiconductor SE einen Bilanzgewinn, der es weiterhin
ermöglicht, unsere Aktionäre angemessen an der
Ergebnisentwicklung des Konzerns zu beteiligen.
Umsatz- und ErtragsentwicklungVERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB)
Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um 29,1% auf 575,3 Mio. Euro (2022:
445,6 Mio. Euro) deutlich gestiegen. Das Betriebsergebnis
steigerte sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls
deutlich auf 148,4 Mio. Euro (2022: 112,0 Mio. Euro).
FinanzlageVERKÜRZTE KAPITALFLUSSRECHNUNG (HGB)
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr
deutlich höher ausgefallen und lag im
Geschäftsjahr 2023 bei 133,9 Mio. Euro (2022: 86,5
Mio. Euro). Dies ist neben dem höheren
Jahresüberschuss, durch die Zunahme der kurzfristigen
Rückstellungen sowie durch höhere
Verbindlichkeiten aufgrund der gestiegenen
Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Der
Cashflow aus der Investitionstätigkeit erreichte
-108,4 Mio. Euro (2022: -64,3 Mio. Euro) und lag aufgrund
der oben beschriebenen Erweiterung der Testkapazitäten
deutlich über dem Vorjahr. Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei
26,8 Mio. Euro (2022: -4,7 Mio. Euro).
VermögenslageVERKÜRZTE BILANZ (HGB)
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag
um 49,0% von 505,5 Mio. Euro auf 753,1 Mio. Euro per 31.
Dezember 2023 angewachsen. Auf der Aktivseite ist die
Veränderung vor allem in einer Erhöhung des
Sachanlagevermögens aufgrund der
Investitionstätigkeit, durch den Anstieg der
Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit sowie
dem Anstieg der Zahlungsmittel und -äquivalente
begründet. Auf der Passivseite ist der Anstieg im
Wesentlichen auf das höhere Eigenkapital, auf
höhere Steuerrückstellungen sowie höhere
Verbindlichkeiten vor allem aus Lieferungen und Leistungen
zurückzuführen.
Bilanzgewinn und GewinnverwendungsvorschlagDie rechtliche Basis für eine Ausschüttung
bildet der nach den handelsrechtlichen
Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der
Elmos Semiconductor SE. Der Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von
284,4 Mio. Euro (2022: 218,5 Mio. Euro) aus. Vorstand und
Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Mai 2024
vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023
für die Ausschüttung einer gegenüber dem
Vorjahr um 13,3% höheren Dividende von 0,85 Euro je
dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den
verbleibenden Teil auf neue Rechnung vorzutragen.
NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung.
CHANCEN UND RISIKENCHANCENChancen werden im Konzern und für die Elmos
Semiconductor SE identifiziert und analysiert. Die
Unternehmensführung ist darauf ausgerichtet, den Wert
des Unternehmens systematisch und kontinuierlich zu
steigern. Eine Quantifizierung der Chancen ist nicht
durchgängig durchführbar, weil diese in der Regel
durch externe Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sowie
komplexe Wechselbeziehungen bestimmt sind, welche durch
Elmos nur begrenzt oder gar nicht beeinflussbar sind.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische ChancenGesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich
für Elmos durch die zunehmende Digitalisierung und dem
Zugang zu Wachstumsmärkten, vor allem in Asien. Hierzu
zählt insbesondere auch der chinesische
Automobilmarkt, der ein hohes Wachstumspotential aufweist
und seine führende Rolle bei der Elektromobilität
weiter ausbauen könnte. Gleichzeitig behaupten wir in
etablierten Märkten unsere gute Position mit
automobilen Halbleitern in bestimmten Applikationen und
nehmen auch hier nachhaltige Wachstumschancen wahr.
Branchenspezifische Chancen eröffnen sich für
uns durch den Wandel der automobilen Mobilität,
insbesondere durch folgende Megatrends im Automobilbereich:
Fahrerassistenzsysteme bis hin zum autonomen Fahren,
Elektromobilität, neuartige System-Architekturen im
Fahrzeug sowie höhere Anforderungen an Sicherheit,
Konnektivität, Komfort und Wohlbefinden. Da das
Produktportfolio von Elmos nicht von einer bestimmten
Antriebstechnologie abhängig ist, bieten sich in allen
unseren Applikationsfeldern Chancen durch die steigende
Anzahl von Halbleitern infolge der zunehmenden
Digitalisierung und Elektrifizierung aller Systeme und
Funktionen im Fahrzeug. Die Nachfrage nach Halbleitern und
die Bestellungen der Kunden waren auch im
Geschäftsjahr 2023 insgesamt sehr hoch. Und auch in
den Folgejahren wird mit einem strukturellen und
nachhaltigen Anstieg der Nachfrage nach Halbleitern
gerechnet.
Produktspezifische ChancenProduktspezifische Chancen eröffnen sich für
Elmos durch Innovationen. Unsere Business Lines wollen die
Chancen bei Kunden durch innovative oder weiterentwickelte
und qualitativ hochwertige Produkte kontinuierlich
steigern. Neben unserem Geschäft mit ASICs bieten sich
vermehrt Chancen durch die verstärkte Entwicklung und
den Vertrieb von ASSPs. Neben der konsequenten
Weiterentwicklung unserer Halbleiter, bauen wir unsere
Kompetenz und Organisation im Bereich Software weiter aus,
um zukünftig unsere innovativen Halbleiter mit
zusätzlichen Software-Funktionalitäten
anzureichern und auch verstärkt eigene
Software-Entwicklungen für unsere Kunden
voranzutreiben. Des Weiteren nutzen wir diese Chancen,
indem wir konsequent in die Forschung und Entwicklung
investieren und die Prozesse unserer Foundry-Partner nutzen
können, um damit Zugang zu modernen
Prozesstechnologien zu erlangen. Hierbei wird uns
insbesondere auch die Transformation von Elmos zu einem
Fabless-Unternehmen helfen noch flexibler agieren zu
können. Sollten wir in unserer Entwicklung bessere
Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte dies
dazu führen, dass mehr neue und verbesserte Produkte
auf den Markt gebracht werden. Zudem sieht Elmos eine
Chance in der Erweiterung des Produktportfolios. Dies kann
auch durch sinnvolle Akquisitionen von Drittfirmen bzw.
Technologien oder durch Partnerschaften erfolgen.
Elmos vermarktet ihre Produkte nach Applikationen,
Regionen und Branchen. Innerhalb der Regionen konzentrieren
wir unsere Vertriebskapazitäten auf die Märkte
mit dem größten Geschäfts- und
Umsatzpotenzial. Wir investieren in die Weiterentwicklung
und Internationalisierung unseres Vertriebs- und
Applikations-Supports in der Nähe des Kunden, um
unsere Lösungen effektiv zu vertreiben und unsere
Kundenbeziehungen zu intensivieren. Das gilt vor allem auch
für die Wachstumsregionen in Asien.
Sonstige ChancenWir arbeiten permanent an der Optimierung unserer
Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette u.a.
in den Bereichen Entwicklung, Testing, Technologie,
Qualität, Administration sowie Logistik und
investieren konzernweit in Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung.
GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNGDie Unternehmensleitung der Elmos ist zuversichtlich,
dass die Ertrags- und Innovationskraft des Konzerns eine
solide Basis für die künftige
Geschäftsentwicklung darstellt und für die
nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur
Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.
Sollten wir mit diesen Maßnahmen und Methoden
bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet,
könnte sich dies positiv auf unsere Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage auswirken und dazu führen,
dass wir unseren Ausblick und unsere mittelfristigen
Perspektiven übertreffen. Dabei haben vor allem die
gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und
produktspezifischen Chancen das Potenzial, einen positiven
Beitrag für die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage zu leisten.
RISIKENDie folgenden Ausführungen beinhalten den
erläuternden Bericht zu wesentlichen Merkmalen des
internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
gemäß § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs.
4 HGB.
Um erfolgreich am Markt agieren und unternehmerische
Chancen nutzen zu können, müssen bestimmte
Risiken bewusst eingegangen werden. Jedes Risiko beinhaltet
gleichzeitig auch eine Chance. Eben diese Chancen zu nutzen
- und somit aus dem bewussten oder ohnehin unabdingbaren
Eingehen eines Risikos einen Mehrwert zu generieren - ist
ein wichtiger Aspekt eines Risikomanagements.
Elmos hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das
darauf ausgerichtet ist, den Bestand des Unternehmens zu
sichern. Das Risikomanagement bei Elmos umfasst alle
Maßnahmen für die Identifizierung, Bewertung und
Steuerung von Risiken sowie eine transparente
Risikoberichterstattung. Es entspricht den gesetzlichen
Anforderungen an ein Risikomanagementsystem
gemäß § 91 Abs. 3 AktG. Die
Gesamtverantwortung hierfür obliegt dem Vorstand.
Hierzu hat der Vorstand einen Risikomanagementprozess
initiiert und organisatorisch im Rahmen eines
Risikomanagement-Teams im Unternehmen verankert. Das
Risikomanagement-Team setzt sich aus den Bereichsleitern,
Vertretern der Tochtergesellschaften sowie den ernannten
Risikomanagern zusammen und ist verantwortlich für die
zentrale Koordination im Unternehmen, das Risiko-Reporting
sowie für die Berichterstattung an den Vorstand. Jedem
Risiko werden sogenannte Risk Owner zugeordnet. Diese
identifizieren und bewerten gemeinsam mit den
Risikomanagern die Risiken und legen geeignete
Gegenmaßnahmen fest. Risk Owner und Risikomanager
überwachen die Einhaltung und Wirksamkeit der
Maßnahmen.
Risiken werden regelmäßig identifiziert und
deren Einfluss auf die Unternehmensziele analysiert. Wo der
Konzern die entsprechenden Kompetenzen besitzt, werden
bestimmte Risiken eingegangen, wenn gleichzeitig ein
angemessener Ertrag zu erwarten ist. Darüber hinaus
werden größere Risiken möglichst vermieden.
Risiken, die dem Konzern bekannt sind, werden analysiert
und überprüft. Soweit möglich werden
geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt.
Es sind verbindliche Vorgaben und Regeln zur
Risikoerfassung formuliert. In einem standardisierten
Prozess informieren die Bereiche in Reviewgesprächen
mit abgestuften Schwellenwerten über den aktuellen
Status von bedeutenden Risiken. Ad-hoc-Risiken und
eingetretene Schäden werden bei Eilbedürftigkeit
unabhängig von den normalen Berichtswegen unmittelbar
kommuniziert.
Einzelne Risiken werden in Risikogruppen
zusammengefasst. Für diese Risikogruppen wird die
Risikobewertung als Gesamteinschätzung der
Einzelrisiken dargestellt. Gemäß ihrer
geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und
voraussichtlichen Schadenshöhe bezogen auf
Geschäftstätigkeit und Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage werden die Risiken gemäß der
dargestellten Matrix klassifiziert und mit "sehr gering",
"gering", "gering bis mittel", "mittel", "mittel bis hoch",
"hoch" und "sehr hoch" bewertet. Zu jedem Risiko werden
Maßnahmen zur Reduzierung oder Vermeidung
aufgeführt, die auch unter Hinzuziehung von
Frühwarnindikatoren regelmäßig mit den
Verantwortlichen erörtert werden.
Internes Kontrollsystem, Compliance- und RisikomanagementsystemDas interne Kontrollsystem (IKS) besteht aus einer Reihe
von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen zur Steuerung
sowie Überwachung von zentralen
Geschäftsprozessen und von Managemententscheidungen.
Ziel ist es, Risiken zu erkennen sowie bekannte Risiken zu
begrenzen und somit einen reibungslosen
Geschäftsverlauf sicherzustellen. Im Fokus des IKS
liegt unter anderem der Rechnungslegungsprozess sowie die
Finanzberichterstattung zur Überwachung und
Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und
angemessenen Rechnungslegung und einer transparenten
Darstellung der tatsächlichen Vermögens-, Finanz
und Ertragslage des Unternehmens. Es umfasst die vom
Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der
Entscheidungen des Managements gerichtet sind.
Weiterführende Informationen zur Compliance und dem
Compliance Management System (CMS) sind im Abschnitt
Compliance in der Erklärung zur
Unternehmensführung in diesem Geschäftsbericht
erläutert.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der
einbezogenen Unternehmen und des Konzerns sind Strukturen
und Prozesse implementiert, die der
Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses dienen.
Die Grundsätze, Aufbau- und Ablauforganisation sowie
die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit
durch entsprechende Richtlinien, Arbeitsanweisungen und
Verantwortlichkeiten geregelt, die bei Bedarf an aktuelle
interne und externe Entwicklungen angepasst werden.
Wesentliche Merkmale des auf den Rechnungslegungsprozess
bezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
sind (i) die Identifikation der wesentlichen Risikofelder
und Kontrollbereiche mit Relevanz für den
konzernweiten Rechnungslegungsprozess, (ii) Kontrollen zur
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und dessen
Ergebnisse, (iii) präventive Kontrollmaßnahmen
im Finanz- und Rechnungswesen und den Bereichen, die
wesentliche Informationen für die Aufstellung des
Konzernabschlusses generieren, inklusive definierter
Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen, (iv)
Maßnahmen und Zugriffsregelungen zur
ordnungsgemäßen EDV-gestützten Verarbeitung
von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und
Daten sowie (v) die Regelung von Verantwortlichkeiten bei
der Einbeziehung externer Spezialisten. Der Vorstand
trägt die Gesamtverantwortung für das interne
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess für den Jahresabschluss der
Elmos Semiconductor SE sowie den Konzernabschluss.
Aussagen zur Wirksamkeit der Governance-Systeme 1Für eine verantwortungsvolle
Unternehmensführung sind angemessene und wirksame
Governance-Systeme implementiert. Im Rahmen der
Überwachung und Steuerung des Unternehmens hat der
Vorstand im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig
Berichte zu den einzelnen Governance Systemen erhalten. Auf
Basis dieser Berichte sowie Informationen aus dem Bereich
Interne Revision sind dem Vorstand keine Umstände
bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des
Risikomanagements (RMS), des internen Kontrollsystems (IKS)
sowie dem Compliance Management System (CMS) sprechen
würden. Zusätzlich werden die Systeme auch
regelmäßig durch interne und externe Kontrollen
überprüft.
Ökonomische, politische, gesellschaftliche und regulatorische Risiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)Die geopolitischen Risiken haben auch das
Geschäftsjahr 2023 wieder spürbar beeinflusst.
Insbesondere seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist
die Geschäftstätigkeit maßgeblich von
Unsicherheiten geprägt, welche eine Vielzahl von
politischen und wirtschaftlichen Folgen aufgrund von
Sanktionen, Engpässen bei der Versorgung mit
Rohstoffen und Energie sowie Kostensteigerungen beinhalten.
In diesem volatilen Umfeld hat sich die Vorhersehbarkeit
der Entwicklung der Wirtschaft und Märkte
maßgeblich verschlechtert. Darüber hinaus
würde eine Ausweitung des Konflikts oder neue
Konflikte wie beispielsweise im Nahen Osten das Risiko
eines globalen wirtschaftlichen Abschwungs weiter
erhöhen. Elmos beobachtet fortlaufend das
geopolitische und das wirtschaftliche Umfeld in ihren
Kernmärkten, um neue potenzielle Risiken oder
Veränderungen in der Risikobewertung möglichst
frühzeitig zu antizipieren und entsprechende
Gegenmaßnahmen bzw. Anpassungen einleiten zu
können. Jedoch ist es uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht
möglich, das gesamte Ausmaß der Risiken durch
die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Situation
vollständig abzuschätzen.
Im Geschäftsjahr 2023 hat die Allokation im
Halbleiterbereich weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung
von Elmos beeinflusst. Im Jahresverlauf haben sich die
Versorgungsengpässe bei Wafern zwar entspannt und es
zeigt sich auch eine zunehmende Normalisierung beim
Bestellverhalten der Kunden. Dennoch könnte eine
verstärkte Nachfrage nach Smartphones oder anderen
elektronischen Geräten zukünftig wieder eine
Verschärfung bei der Verfügbarkeit von Wafer zur
Folge haben und erneut zu Versorgungsengpässen in den
globalen Lieferketten führen.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben sich im
Verlauf des Geschäftsjahres 2023 spürbar
abgeschwächt und haben aktuell keinen
maßgeblichen Einfluss mehr auf die wirtschaftlichen
Aktivitäten oder die globalen Lieferketten. Dennoch
beobachten wir die Situation weiter sehr genau, denn das
Ausmaß, die zeitliche Dauer und die weitere
Entwicklung der Pandemie, neuen Virus-Varianten oder der
Ausbruch von anderen Infektionskrankheiten lässt sich
sehr schwer vorhersagen. Das gilt ebenso für die
Vorhersage der Auswirkungen auf unsere
Geschäftstätigkeit. Der Ausbruch von lokalen oder
weltweiten Infektionskrankheiten, wie beispielsweise
COVID-19, wurde schon in der Vergangenheit als potentielles
Risiko im Elmos Risikofrüherkennungssystem
identifiziert.
Versorgungsengpässe durch die Halbleiterallokation
oder der Ausbruch von Infektionskrankheiten birgt eine
Vielzahl an Risiken, die unsere Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage erheblich beeinträchtigen können.
Hierzu zählen u.a. eine unzureichende oder fehlende
Verfügbarkeit von Rohstoffen und Komponenten verbunden
mit Beeinträchtigungen der eigenen Produktion oder
Lieferung unserer Produkte an die Kunden, weitreichende,
wirtschaftliche und politische Beschränkungen zur
Eindämmung einer Pandemie und ein damit verbundener
Nachfragerückgang in den Absatzmärkten des
Unternehmens. Werksschließungen von Lieferanten oder
Kunden sowie der Ausfall bzw. die fehlende
Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Der Einsatz
unserer Produkte hängt auch von weiteren
ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen ab.
Ereignisse wie beispielsweise Wirtschaftskrisen,
militärische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise
der Krieg in der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten,
politische Veränderungen oder geopolitische
Spannungen, Anhebung von Zöllen und weitreichende
Handelsbeschränkungen, wie z.B. der Handelskonflikt
zwischen den USA und China sowie der Konflikt um Taiwan,
verstärkte Sanktionen im Halbleiterbereich mit China,
Schwankungen bei Währungen und Leitzinsen,
geänderte Zulassungsbestimmungen für
Neufahrzeuge, eine Rezession in Europa oder anderen
wichtigen Weltmärkten, eine deutliche Verlangsamung
des Wachstums in Asien sowie eine Erhöhung von
Staatsschulden könnten sich negativ auf die
Fähigkeit und Bereitschaft unserer Kunden auswirken,
unsere Produkte zu nutzen.
Gesellschaftliche und politische Instabilität,
beispielsweise verursacht durch Terroranschläge, Krieg
oder internationale Konflikte, Naturkatastrophen,
anhaltende Streiks oder Pandemien könnten sich negativ
über die jeweils betroffene Wirtschaft hinaus
auswirken und somit auch unsere
Geschäftstätigkeit maßgeblich
beeinträchtigen.
Branchen- und Marktrisiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)HalbleiterallokationDas Berichtsjahr war weiterhin geprägt von einer
sehr hohen Nachfrage nach Halbleitern im Automobilbereich.
Demgegenüber ist die Nachfrage nach Halbleitern
insbesondere in der Konsum- und Büroelektronik
spürbar zurückgegangen. Insgesamt sind die
Auftragsbestände für Automobil-Halbleiter nach
wie vor hoch. Die Fertigungskapazitäten für
Halbleiter, insbesondere für automobilspezifische
8-Zoll-Technologien, sind jedoch weltweit begrenzt. Durch
das umfassende Allokationsmanagement ist es Elmos gelungen,
die Lieferfähigkeit der realen Bedarfe gegenüber
den Kunden auch im Geschäftsjahr zu
gewährleisten. Elmos hat mit einem großen
Investitionsprogramm die eigenen Kapazitäten für
den Wafer- und Final Part Test in den letzten beiden Jahren
signifikant ausgebaut und gemeinsam mit Testpartnern neue
Teststandorte in Südostasien aufgebaut. Zum jetzigen
Zeitpunkt lässt sich jedoch nicht konkret vorhersagen,
ob sich die Versorgungslage bei automobilen Halbleitern
weiter normalisieren wird und ob die vorhandenen weltweiten
Kapazitäten ausreichend sein werden, um den nachhaltig
steigenden Bedarf an Halbleitern in der Automobilindustrie
erfüllen zu können. Demgegenüber könnte
eine Wiederbelebung der Nachfrage nach elektronischen
Produkten in den anderen Sektoren eine
branchenübergreifende erneute Verstärkung der
Kapazitätsengpässe zur Folge haben. Elmos
arbeitet sehr eng mit allen Partnern zusammen, um
sicherzustellen, dass auch zukünftig ausreichend
Wafer- und Testkapazitäten zur Verfügung stehen,
um die Lieferverpflichtungen erfüllen zu können.
Jedoch kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden,
dass Elmos zukünftig aufgrund von
Versorgungsengpässen von Schlüsselkomponenten
oder Dienstleistungen sowie fehlenden Wafer- oder
Testkapazitäten selbst in Lieferschwierigkeiten kommt
und dann nicht alle Lieferverpflichtungen gegenüber
den Kunden immer vollständig und termingereicht
erfüllen kann. Dies könnte sich erheblich auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
auswirken.
Abhängigkeit von der AutomobilindustrieDas Kerngeschäft von Elmos steht in direktem
Zusammenhang mit der Nachfrage der Automobil- bzw. der
Automobilzuliefererindustrie nach Halbleitern. Ein starker
Einbruch oder signifikante Schwankungen bei den
Automobil-Produktions- und Absatzzahlen stellt auch
für Elmos als Halbleiterlieferant ein Risiko dar. Auch
wird die Nachfrage nach den Halbleitern von Elmos durch die
Lieferfähigkeit anderer Lieferanten beeinflusst, da
Systeme und Autos nur dann gefertigt werden können,
wenn alle Lieferanten liefern können.
Trotz einer weiteren Erholung des Automarktes im Jahr
2023 konnten die Absatz- und Produktionsvolumina der Jahre
vor der COVID-19-Pandemie noch immer nicht erreicht werden.
Negative Auswirkungen auf die weltweite Pkw-Nachfrage oder
anhaltend hohe Schwankungen bei den Absatz- und
Produktionszahlen könnten sich auch auf die
Geschäftsentwicklung von Elmos maßgeblich
auswirken.
Die Kundenstruktur von Elmos zeigt eine gewisse
Abhängigkeit von einigen großen
Automobilzulieferern. Hierbei ist allerdings zu
berücksichtigen, dass ein Kunde in der Regel mehrere
Produkte mit verschiedenen Lebenszyklen bezieht und diese
oft in verschiedenen Modellen, Marken und Märkten zum
Einsatz kommen. Durch den in den vergangenen Jahren
stärkeren Fokus von Elmos auf ASSPs wird diese
Kundenabhängigkeit verringert, da solche Produkte an
mehrere Kunden verkauft werden können. Andererseits
steigt das Risiko der Austauschbarkeit, weil auch
Wettbewerber oftmals vergleichbare Lösungen anbieten
können.
WettbewerbsrisikenEine Vielzahl von Wettbewerbern im Halbleitermarkt
für automobile Anwendungen bietet ähnliche
Produkte wie Elmos auf vergleichbarer technologischer
Grundlage an. Bei großvolumigen Aufträgen steht
Elmos auch im Wettbewerb zu Großproduzenten und ist
entsprechendem Preisdruck ausgesetzt. Zukünftig
könnte es in China zu verstärkten
Wettbewerbsaktivitäten von lokalen Mixed-Signal
Herstellern oder auch zu einem verstärkten Export von
chinesischen Halbleitern für bestimme Applikationen
kommen. Dies könnte dann negative Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeit und die Ertragslage von Elmos
haben.
Personalrisiken (Risikobewertung: mittel)Abhängigkeit von einzelnen MitarbeiternDie sehr entwicklungsintensive
Geschäftstätigkeit des Unternehmens führt zu
einem stark ausgeprägten und sehr spezifischen
Know-how, jedoch nicht zwangsläufig zu Patenten. Somit
ergibt sich für Elmos, wie für jedes
Technologieunternehmen, eine Abhängigkeit von
bestimmten Mitarbeitern.
Mangel an qualifizierten MitarbeiternEin wichtiger Aspekt des Erfolges am Markt ist die
Qualität und Verfügbarkeit von Mitarbeitern.
Durch den weiterhin angespannten Arbeitsmarkt, insbesondere
für Fachkräfte und Ingenieure, besteht das
Risiko, dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen
verlassen und zeitnah kein adäquater Ersatz gefunden
werden kann. Elmos begegnet dieser Herausforderung mit
einer Vielzahl von Recruiting-Maßnahmen. Dennoch
besteht das Risiko, dass das Unternehmen qualifizierte
Mitarbeiter nicht für sich gewinnen kann, falls ein
neuer Bedarf entsteht. Dieses könnte die
Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen.
Ausfall von Mitarbeitern aufgrund der COVID-19-PandemieSeit Mitte des vergangenen Jahres waren in vielen
Regionen der Welt rückläufige
Corona-Infektionszahlen zu verzeichnen und auch im
Berichtsjahr haben sich die Auswirkungen der Pandemie
weiter abgeschwächt. Entsprechend wurden auch bei
Elmos die Schutz-und Hygienemaßnahmen angepasst. Der
Ausbruch einer Epidemie oder Pandemie wurde bereits in der
Vergangenheit als potentielles Risiko identifiziert. Daher
konnten nach Bekanntwerden der COVID-19-Pandemie zum Schutz
unserer Mitarbeiter vor einer Weiteransteckung innerhalb
des Unternehmens sehr frühzeitig umfangreiche
Maßnahmen eingeführt werden. Bis heute konnte
eine maßgebliche Beeinträchtigung unserer
Produktion oder Störungen in unseren
Geschäftsabläufen vermieden werden. Dennoch
könnte es bei einem erneuten Anstieg der
COVID-19-Infektionen oder bei einem Ausbruch von anderen
Infektionskrankheiten zu einem spürbaren Ausfall von
Mitarbeitern kommen, was sich dann negativ auf die
Geschäftsentwicklung und damit auch auf die Ertrags-
und Finanzlage auswirken könnte.
Forschungs- und Entwicklungsrisiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)Der Markt für Elmos-Produkte ist durch
ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der
Produkte gekennzeichnet. Der Erfolg von Elmos ist deshalb
stark von der Fähigkeit abhängig, Markttrends und
technologische Entwicklungen richtig einzuschätzen, um
so innovative und komplexe Produkte oder
Nachfolgegenerationen von bestehenden Produkten effizient
zu entwickeln, sie rechtzeitig im Markt einzuführen
und zu erreichen, dass diese Produkte von den Kunden
ausgewählt werden. Des Weiteren besteht das Risiko,
dass Produkte oder komplette Applikationsfelder, die
für Elmos umsatzrelevant sind, durch neue Technologien
ganz oder teilweise substituiert werden und Elmos keine
wettbewerbsfähigen Produkte in diesem Bereich mehr
anbieten kann.
Bei kundenspezifischen Produkten wird der Kunde an den
Entwicklungskosten von Elmos beteiligt. Bei Entwicklungen,
die nicht in eine Lieferbeziehung münden, besteht das
Risiko, dass nicht amortisierte Kosten von der Gesellschaft
vollständig alleine zu tragen sind.
Für von Elmos selbst initiierte
Produktentwicklungen, d.h. alle ASSPs, liegen beim Start
der Entwicklung noch keine festen Kundenaufträge vor
und daher trägt Elmos die Entwicklungskosten selbst.
Bei zu geringer Kundenakzeptanz können die
Entwicklungs- und Produktionskosten daher nicht durch den
späteren Verkauf der Produkte amortisiert werden.
Allerdings arbeitet Elmos auch bei der Entwicklung von
ASSP-Bausteinen nach Möglichkeit mit Leitkunden
zusammen, um die Wahrscheinlichkeit für einen
Markterfolg zu erhöhen.
Der zukünftige Erfolg von Elmos ist auch von der
Fähigkeit abhängig, neue Entwicklungs- und
Produktionstechnologien zu entwickeln oder einzusetzen.
Elmos entwickelt derzeit analoge und digitale
Halbleiterstrukturen und -funktionen für ihre selbst
entwickelte modulare Hochvolt-CMOS-Prozesstechnologie und
entwickelt zunehmend Produkte auf von Foundries
bereitgestellten Prozessen. Trotz sorgfältiger
Recherche könnte es der Fall sein, dass Elmos bei
Produktentwicklungen Patentrechte von Dritten verletzt.
Dies könnte erheblichen Einfluss auf das betroffene
Produkt und dessen Vermarktung haben.
Sollte Elmos zukünftig nicht in der Lage sein, neue
Produkte und Produktverbesserungen zu entwickeln, zu
produzieren und abzusetzen, dürfte dies signifikante
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben.
Finanzwirtschaftliche Risiken (Risikobewertung: mittel)BeteiligungsbereichDurch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln
für die Tochtergesellschaften und
Unternehmensbeteiligungen besteht die erhöhte Pflicht,
mit entsprechenden Controlling-Instrumenten und
Soll-Ist-Analysen mögliche Risiken frühzeitig zu
erkennen bzw. zu minimieren. Darüber hinaus werden
regelmäßige Reviews der Tochtergesellschaften
und Beteiligungen mit den Schwerpunkten Finanzen, Recht und
Compliance durchgeführt, unter anderem auch im Rahmen
der Internen Revision.
KostenentwicklungGegenüber dem Geschäftsjahr 2022 haben sich
die Risiken hinsichtlich der Kostenentwicklung im
Berichtsjahr etwas reduziert. Die Inflation liegt zwar
immer noch auf einem höheren Niveau als in den
Vorjahren, die Dynamik ist aber weniger ausgeprägt.
Dennoch wird erwartet, dass die Marktpreise für
Rohstoffe und Energie weiter volatil bleiben werden.
Darüber hinaus ist mit weiter steigenden
Personalkosten durch die Anpassung der Lohnrunde bei Elmos
an vergleichbare Tarifabschlüsse zu rechnen. Diese
Entwicklungen könnten negative Auswirkungen auf unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sollten die
Kosten nicht kompensiert oder mittels Preisanpassungen an
unsere Kunden weitergegeben werden können.
Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften hat auch
unter Aspekten von Preisänderungs-, Ausfall- und
Liquiditätsrisiken keinen wesentlichen Einfluss auf
die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen
Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Weitere
finanzwirtschaftliche Risiken, wie Kredit- und
Ausfallrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
sowie Finanzmarktrisiken sind im Konzernanhang
aufgeführt.
Betriebs- und operative Risiken (Risikobewertung: mittel bis hoch)BeschaffungsrisikenObwohl Elmos mit einer Vielzahl von Lieferanten und
Dienstleistern weltweit zusammenarbeitet, ist das
Unternehmen auf der Beschaffungsseite Versorgungsrisiken
ausgesetzt, insbesondere hinsichtlich der für die
Produktion benötigten Materialien, wie bspw.
(Roh-)Waferkapazitäten, Rohstoffe wie Gold und Kupfer
oder Spezialgase sowie Maschinen, Ersatzteile oder auch bei
der Energieversorgung.
Die von Elmos für die Fertigung benötigten
Rohstoffe sind weltweit zum Teil bei verschiedenen
Lieferanten verfügbar, unterliegen jedoch in einigen
Fällen einer Monopolsituation. Branchentypischerweise
besteht eine gewisse Abhängigkeit von einzelnen
fernöstlichen Partnern. Elmos hat das Risiko gestreut,
indem sie, wenn möglich, mit mehreren Partnern aus
verschiedenen Ländern zusammenarbeitet. Trotz der
Streuung des Risikos durch die Nutzung von verschiedenen
Partnern besteht das Risiko einer längerfristigen
Betriebsunterbrechung, beispielsweise durch einen Streik,
Naturkatastrophen, Pandemie, Handelsbeschränkungen
oder auch durch eine Betriebsschließung der
Partnerfertigung. Dadurch könnten Elmos-Produkte in
ihrer Lieferfähigkeit beeinträchtigt oder durch
eine nicht eingetretene Weiterverarbeitung unbrauchbar
werden. Elmos ist nicht in der Lage, die Unterbrechung oder
den Stillstand der Produktion in der Fertigung eines
Partners auszuschließen oder zu beeinflussen. Falls
aus diesen oder anderen Gründen unsere Partner ihre
Lieferverpflichtungen gegenüber Elmos nicht oder nur
teilweise erfüllen, könnte dies negative
Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben.
Auch im Geschäftsjahr 2023 war die Beschaffung von
Waren und Dienstleistungen in der gesamten
Wertschöpfungskette spürbar von der anhaltenden
Halbleiterknappheit, insbesondere im Automobilbereich,
geprägt. Dies betrifft insbesondere die
Waferfertigung, aber auch zunehmend das Testing der ICs
sowie die weltweite Logistik.
Bei den Maschinenanbietern gibt es
Konzentrationstendenzen in Richtung eines Oligopolmarkts,
sodass die Verhandlungsmacht von Elmos begrenzt ist.
Rohmaterialien könnten aufgrund von gestiegener
Nachfrage, z.B. resultierend in Engpässen beim
Hersteller, nicht im benötigten Umfang bezogen werden.
Insbesondere der Waferpreis ist auf dem Weltmarkt teils
Schwankungen ausgesetzt. Die Halbleiterallokation im
Besonderen hat in den letzten Jahren zu spürbaren
Steigerungen bei den Preisen für Materialien,
Maschinen und bei Logistikdienstleistungen geführt und
damit die Geschäftsentwicklung von Elmos
beeinträchtigt.
BetriebsunterbrechungSeit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bestehen
signifikante Unsicherheiten auch hinsichtlich der
Versorgung mit Energie oder bestimmten Rohstoffen. Für
die eigene Produktion am Standort in Dortmund hat Elmos
bereits im vergangenen Jahr ein umfangreiches
Maßnahmenpaket initiiert, um bei einer potentiellen
Verknappung der Gas- bzw. Energieversorgung in Deutschland
den Fertigungsbetrieb möglichst ohne
größere Einschränkungen zumindest
vorübergehend aufrechterhalten zu können.
Trotz einer erfolgreichen Umsetzung der
Gegenmaßnahmen können wir bei möglichen
Brennstoffengpässen temporäre
Produktionsstillstände am Elmos-Standort Dortmund oder
Lieferverzögerungen an Kunden nicht vollständig
ausschließen. Obwohl Elmos in regelmäßiger
und enger Abstimmung mit allen Lieferanten steht, sind die
Auswirkungen eines möglichen Brennstoffmangels bei
einem unserer Lieferanten nicht abzuschätzen, welcher
in solch einem Fall auch die Produktions- und
Lieferfähigkeit von Elmos beeinträchtigen
könnte. Darüber hinaus könnten bei einer
erheblichen Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach
Deutschland die bestehenden vertraglich fixierten Preise
für Erdgas durch den Energieversorger aufgehoben
werden. Elmos könnten dadurch erhebliche Belastungen
bei den Energiekosten entstehen, die dann auch durch
staatliche Hilfsmaßnahmen (z.B. Energiepreisbremse)
nicht mehr vollständig kompensiert werden und die
wirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen
könnten. Elmos beobachtet kontinuierlich die aktuelle
Lage auf den Energiemärkten, potentielle
Beeinträchtigungen der Energieversorgungssicherheit,
die Entwicklung der Preise für Strom und Erdgas sowie
mögliche finanzielle Entlastungen durch staatliche
Gegenmaßnahmen (z.B. Strom- und Gaspreisbremse) und
initiiert bei Bedarf entsprechende (Gegen-)Maßnahmen.
Neben den bereits dargestellten und erläuterten
Betriebsrisiken ist die Zerstörung der
Fertigungsanlagen durch Feuer oder andere Katastrophen ein
wesentliches betriebliches Risiko. Auch wenn das
Betriebsunterbrechungsrisiko durch solche Ereignisse
angemessen versichert ist, besteht eine erhebliche Gefahr
des Verlustes von Schlüsselkunden. Dieses Risiko ist
nicht versicherbar.
Eine Betriebsunterbrechung könnte auch durch einen
Ausfall der Stromversorgung entstehen. Die
Fertigungsanlagen sind auf einen kurzfristigen Ausfall des
Stromnetzes im Rahmen der Möglichkeiten vorbereitet.
Durch die Produktion in räumlich getrennten eigenen
und externen Fertigungen wird das Risiko einer
Betriebsunterbrechung reduziert.
Die üblichen versicherbaren Risiken wie Feuer,
Wasser, Sturm, Diebstahl, Haftpflicht sowie die Kosten
eines etwaigen Rückrufs sind versichert. Auch bestehen
Versicherungen für weitere Risiken, beispielsweise
Cyber-Angriffe und Vertrauensschäden. Allerdings ist
nicht auszuschließen, dass die Kosten eines
möglichen Rückrufs oder anderer Ereignisse die
Deckungssumme der Versicherung überschreiten
könnten. Weitere typischerweise versicherbare Risiken,
welche die Entwicklung des Konzerns wesentlich
beeinträchtigen oder den Fortbestand des Konzerns
gefährden können, sind derzeit nicht bekannt.
Garantiefälle/ProdukthaftungDie von Elmos hergestellten Produkte werden als
Komponenten in komplexe elektronische Systeme integriert.
Fehler oder Funktionsmängel der von Elmos produzierten
Halbleiter oder der elektronischen Systeme, in die sie
integriert sind, können direkt oder indirekt Eigentum,
Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Elmos
ist meist nicht in der Lage, die Haftung gegenüber
Abnehmern oder Dritten in ihren Absatzverträgen
vollständig auszuschließen. Als ein Instrument
zur Begrenzung dieses Risikos hat Elmos eine
Produkthaftungsversicherung abgeschlossen.
Elmos verfolgt konsequent eine Null-Fehler-Strategie und
investiert stetig in die frühzeitige Erkennung und
Vermeidung von Fehlerquellen und Fehlern. Um mögliche
Fehlerquellen in sicherheitsrelevanten Bauteilen für
Fahrzeuge zu minimieren, hat Elmos den Entwicklungsprozess
nach ISO 26262 (Funktionale Sicherheit) eingeführt und
zertifiziert. Die Halbleiterchips werden zudem hinsichtlich
ihrer Qualität und Funktion in der Produktion im
Regelfall für Automobilanwendungen umfangreich
getestet. Obwohl die Gesellschaft weitreichende und
anerkannte Testverfahren vor der Auslieferung ihrer
Produkte einsetzt, können sich Produktfehler
möglicherweise erst beim Verbau oder dem Gebrauch der
Produkte durch den Endverbraucher zeigen. Wenn solche
Produktfehler auftreten, kann dies kostspielige und
zeitaufwändige Produktmodifikationen und weitere
Haftungsansprüche nach sich ziehen. Auch ein
Rückruf, für den Elmos die Haftung
übernehmen müsste, kann wesentliche Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Rechtliche RisikenDerzeit bestehen keinerlei Rechtsstreitigkeiten, deren
Ausgang ein hohes Risiko für die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage beinhalten könnte. Es kann
jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Zukunft
zu solchen Verfahren kommt. Diese Verfahren könnten
beispielsweise aus operativen Umständen, Schutz- und
Markenrechtsangelegenheiten oder im Zusammenhang mit
Beteiligungsstrukturen im Elmos-Konzern entstehen. Je nach
Risikoeinschätzung wird für rechtliche Risiken
eine entsprechende bilanzielle Vorsorge durch die Bildung
von Rückstellungen getroffen; Ansatz und Bewertung
erfolgen dabei im Konzernabschluss nach IAS 37. Da die
Ergebnisse gerichtlicher Verfahren nicht vorhersagbar sind,
können Aufwendungen entstehen, die wesentlichen
Einfluss auf unser Geschäft haben und die gebildeten
Rückstellungen übersteigen.
Informationstechnische RisikenWie für andere globale Unternehmen ist auch
für Elmos die Zuverlässigkeit und Sicherheit der
Informationstechnologie (IT) von großer Bedeutung.
Dies gilt in zunehmendem Maße sowohl für den
Einsatz informationstechnischer Systeme zur
Unterstützung der Geschäftsprozesse, als auch
für die Unterstützung der internen und externen
Kommunikation. Elmos beobachtet weltweit einen Anstieg von
Bedrohungen für die Informationssicherheit sowie eine
zunehmende Professionalisierung der
Cyber-Kriminalität, beispielsweise in der Zunahme von
Phishing-Angriffen. Aus diesen Gründen hat Elmos in
den letzten Jahren proaktiv den Schutz gegen sogenannte
Cyber-Angriffe erhöht und arbeitet kontinuierlich an
weiteren Verbesserungen. Elmos hat im Geschäftsjahr
2022 ihr Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) in
Anlehnung an den Standard ISO 27001 erfolgreich im Rahmen
eines TISAX-Assessments zertifizieren lassen. TISAX
(Trusted Information Security Assessment Exchange) ist eine
Informationssicherheitszertifizierung, die für
Zulieferer und Dienstleister der deutschen
Automobilhersteller und deren Tochterunternehmen von
erheblicher Bedeutung ist. Des Weiteren sind
Verarbeitungsprozesse und technische Systeme, die
persönliche Daten betreffen, an die hohen
Anforderungen der 2018 eingeführten
Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angepasst. Trotz aller
technischer Vorsichtsmaßnahmen sowie auch extern
beauftragten Überprüfungen kann jede gravierende
Störung dieser Systeme zu einem Datenverlust und/oder
zu einer Beeinträchtigung der Produktion, Störung
von Geschäftsprozessen, Rechtsstreitigkeiten oder
Bußgeldforderungen mit wesentlichen Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.
Darüber hinaus könnte es trotz einer sehr
sorgfältigen und umfassenden Projektabwicklung bei der
Transformation des bestehenden SAP R/3 Systems auf das
zukünftige SAP S/4 HANA zu Beeinträchtigungen in
den Geschäftsprozessen kommen, was zu negativen
Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und
Ertragslage führen könnte.
KORRELATIONSMATRIX
Hinweis zur Lesart der Korrelationsmatrix:
Einflussstärke der Risikogruppen in den Zeilen auf die
Risikogruppen in den Spalten
Ökologische RisikenElmos ist sowohl nach der anspruchsvollen
Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 als auch nach der
Energiemanagement DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Diese
Zertifizierungen werden durch regelmäßige
Wiederholungsaudits bestätigt. Obwohl hierdurch eine
Minimierung der ökologischen Risiken erfolgt, kann
nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass dem
Konzern beispielsweise aufgrund von Fehlverhalten oder
äußeren Umständen ökologische Risiken
mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage entstehen.
Abhängigkeiten der Risiken untereinanderRisiken sind nicht isoliert, sondern sie unterliegen
Abhängigkeiten und Wechselwirkungen mit anderen
Risiken. Zur ganzheitlichen Sicht auf die Gefährdung
des Unternehmens durch Risiken gehört ebenfalls die
Betrachtung der Abhängigkeiten von Risikogruppen
untereinander. Die folgenden, oben im Detail beschriebenen
sechs Risikogruppen wurden auf ihre gegenseitigen
Abhängigkeiten untersucht:
1) Ökonomische, politische, gesellschaftliche und
regulatorische Risiken
2) Branchen- und Marktrisiken
3) Personalrisiken
4) Forschungs- und Entwicklungsrisiken
5) Finanzwirtschaftliche Risiken
6) Betriebs- und operative Risiken
Wie die Risikogruppen sich gegenseitig beeinflussen
veranschaulicht die obenstehende Korrelationsmatrix, welche
die Einflussstärke der Risikogruppen in den Zeilen auf
die Risikogruppen in den Spalten darstellt.
GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKEN DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNGElmos aggregiert alle von den verschiedenen
Unternehmensbereichen und -funktionen gemeldeten Risiken.
Die Risiken werden analysiert, allerdings können
Einzelrisiken im Extremfall erheblichen substanziellen
Schaden anrichten. Dies ist weder vorhersehbar noch
auszuschließen. Unabhängig davon ist
festzuhalten, dass auch das Eintreten eines Einzelrisikos,
ohne bis zum Extremfall zu eskalieren, erhebliche negative
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft haben kann.
Die oben aufgeführten Risiken werden vom Management
gemäß den dort jeweils genannten Risikoklassen
basierend auf der möglichen Schadenshöhe und
Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, zusätzlich
unterstützt durch eine
Risikotragfähigkeitsanalyse. Risiken, die einer hohen
gegenseitigen Abhängigkeit und Wechselwirkung
unterliegen, werden zusätzlich auf daraus
resultierende Effekte evaluiert. Dabei ist festzustellen,
dass in einigen Kategorien Risiken
bestandsgefährdender Natur vorhanden sind, diese aber
in der Regel mit einer relativ geringen
Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Wechselwirkungen mit
anderen Risiken behaftet sind. So werden derzeit im
Unternehmen keine Einzelrisiken sowohl mit der
höchsten Schadensklasse als auch der höchsten
Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet (d.h. keine
Risikobewertung "sehr hoch"). Fazit: Aus heutiger Sicht und
auf Basis der Risikotragfähigkeitsanalyse liegen
weiterhin keine Risiken vor, die den Bestand des
Unternehmens gefährden.
PROGNOSEBERICHTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet
für das laufende Jahr mit einem weltweiten Wachstum
von 3,1% (2023: 2,9%). Insgesamt hätten sich die
Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und
Schwellenländer deutlich widerstandsfähiger
gezeigt als zunächst angenommen. Vor diesem
Hintergrund hat der IWF seine jüngste
Konjunkturprognose für die globale Wirtschaft für
das Jahr 2024 um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur
Prognose aus Oktober 2023 leicht angehoben. Dennoch
würde die Wirtschaft durch erhöhte Zinssätze
der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation sowie
durch die restriktive Geldpolitik belastet werden.
Für den weltweiten Automobilmarkt erwartete S&P
Global im Januar 2024 bei den Pkw-Produktionszahlen
für das laufende Jahr einen leichten Rückgang von
-0,5%.
PROGNOSTIZIERTE MARKTENTWICKLUNG
Quellen:
1IWF (Stand: Januar 2024),
2S&P Global Mobility Light Vehicle
Production Forecast (Stand: Januar 2024)
OPERATIVE ZIELE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024Umsatz- und ErgebniszieleDie Prognose des Unternehmens orientiert sich neben der
aktuellen Geschäfts- und Auftragslage auch an den
zuvor genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen
Wirtschaftsentwicklung und den spezifischen Branchen- und
Marktentwicklungen. Da die Elmos Semiconductor SE die
wesentlichste Einheit im Konzern darstellt, bezieht sich
die für 2024 erwartete Geschäftsentwicklung im
Konzern auch auf die erwartete Entwicklung der Elmos
Semiconductor SE. Für das Geschäftsjahr 2024
erwartet Elmos einen Umsatz von 605 Mio. Euro ± 25
Mio. Euro und eine operative EBIT-Marge von 25% ±
2%-Punkte vom Umsatz. Die erwartete operative EBIT-Marge
enthält keine Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs der
Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA, welcher
für Ende Dezember 2024 erwartet wird. Der Prognose
liegt ein Wechselkursverhältnis von 1,10
Euro/US-Dollar zu Grunde. Die aktuellen Erwartungen
können insbesondere durch geopolitische Ereignisse,
wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt oder
durch verschärfte Sanktionen und
Handelsbeschränkungen, durch Marktturbulenzen sowie
durch steigende Preise und potentielle Engpässe
für Energie, Material, Dienstleistungen und Personal
beeinträchtigt werden.
Investitions- und LiquiditätszieleNach dem signifikanten Ausbau der Kapazitäten im
Testbereich erwartet Elmos für das Jahr 2024 geringere
Investitionen gegenüber dem Vorjahr. Daher rechnet das
Unternehmen mit Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte abzgl. aktivierten
Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 12% ±
2%-Punkte des Umsatzes. Für das Geschäftsjahr
2024 erwartet Elmos einen positiven operativen bereinigten
Free Cashflow (ohne Effekte aus dem Vollzug des Verkaufs
der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA) deutlich
über dem Niveau des Vorjahres (-24,3 Mio. Euro).
PROGNOSE 2024
1 EBIT-Marge ohne Effekte aus dem Vollzug des
Verkaufs der Elmos Waferfertigung an Littelfuse Inc., USA.
DividendenzieleDie freie Liquidität soll teils zur Zahlung einer
Dividende verwendet werden. Aufgrund der Unternehmens- und
Ergebnisentwicklung werden Aufsichtsrat und Vorstand der
Hauptversammlung im Mai 2024 eine Dividende in Höhe
von 0,85 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,75 Euro) vorschlagen.
Prämissen der PrognosenElmos schätzt die mittel- und langfristigen
Wachstumsaussichten für die Automobilelektronik
positiv ein. Der vermehrte Einsatz von Elektronik in
Fahrzeugen wird durch zahlreiche Trends bestimmt: z.B.
Fortschritte bei Fahrerassistenzsystemen bis hin zum
autonomen Fahren, Elektrifizierung des Antriebsstranges,
Digitalisierung, neuartige System-Architekturen sowie
steigende Anforderungen an Sicherheits- und
Komfortapplikationen.
Eine positive Entwicklung für Elmos setzt den
Erfolg unserer heutigen und zukünftigen Kunden sowie
unsere Fähigkeit voraus, Produkte bei diesen zu
platzieren. Der internationale Markt der
Automobilzulieferer unterliegt einem intensiven Wettbewerb.
Effekte, die sich daraus ergeben, wie z.B.
Marktveränderungen oder Portfolioverschiebungen bei
unseren Kunden, lassen sich nur schwer vorhersagen. Der
Ausblick basiert u.a. auf den dargestellten Prämissen
der konjunkturellen Entwicklung sowie den Hinweisen im
Chancen- und Risikobericht. Die Erwartungen können
durch Marktturbulenzen bzw. durch weltpolitische und
ökonomische Unsicherheiten sowie durch kriegerische
Auseinandersetzungen, insbesondere durch den Krieg in der
Ukraine und dem Nahost-Konflikt, beeinträchtigt
werden.
RECHTLICHE ANGABENÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENIm Folgenden sind die nach §§ 289a, 315a HGB
geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31.
Dezember 2023 dargestellt (zugleich erläuternder
Bericht nach § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG). Die
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals sowie die
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte
überschreiten, finden sich im Konzernanhang.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenGesetzliche Beschränkungen des Stimmrechts von
Aktien können sich insbesondere aus den Vorschriften
des Aktiengesetzes (AktG) oder des
Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) ergeben. Beispielsweise
unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen
nach § 136 AktG einem Stimmverbot. Weiter stehen der
Elmos Semiconductor SE gemäß § 71b AktG aus
eigenen Aktien keine Rechte zu, auch kein Stimmrecht. Auch
können aufgrund von Verstößen gegen
kapitalmarktrechtliche Mitteilungspflichten nach
Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien, wie
z.B. das Stimmrecht, zumindest zeitweise nicht bestehen.
Aktienbasierte Vergütungsbestandteile von
Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeitern sehen teilweise
zeitliche Verfügungsbeschränkungen, wie z.B.
Haltefristen, vor. Des Weiteren bestehen vorsorgliche,
zeitlich begrenzte Handelsbeschränkungen für
Aufsichtsrat, Vorstand und einzelne Mitarbeiter. Die
Hauptversammlung vom 20. Mai 2021 sowie 10. Mai 2023 hat
beschlossen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats für
jedes abgelaufene Geschäftsjahr eine feste
Vergütung erhalten. Die zuvor getroffene Aussage
betreffend die aktienbasierten Vergütungsbestandteile
des Aufsichtsrats bezieht sich daher ausschließlich
auf solche, die den betreffenden Mitgliedern des
Aufsichtsrats vor Wirksamwerden des
Hauptversammlungsbeschlusses im Jahr 2021 gewährt
wurden.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse
verleihen, wurden nicht ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von ArbeitnehmerbeteiligungenAm Kapital der Elmos Semiconductor SE beteiligte
Arbeitnehmer üben ihre Kontrollrechte wie andere
Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der
gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenWir verweisen auf die entsprechenden gesetzlichen
Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von
Mitgliedern des Vorstands (§§ 84, 85 AktG, Art. 9
Abs. 1, 39 Abs. 2, 46 SE-VO) sowie für die
Änderung der Satzung (Art. 59 SE-VO, § 179 AktG).
Ergänzende Bestimmungen ergeben sich aus der Satzung.
Nach der Satzung besteht der Vorstand der Gesellschaft
aus mindestens zwei Mitgliedern (§ 4 Abs. 1 der
Satzung). Der Aufsichtsrat ist zuständig für die
Bestellung, die Abberufung und den Abschluss der
Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder. Der
Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des
Vorstands. Er kann einen Vorsitzenden und einen
stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Auch
ein Sprecher des Vorstands und stellvertretende
Vorstandsmitglieder können ernannt werden (§ 4
Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung der Vorstandsmitglieder
erfolgt für einen Zeitraum von höchstens sechs
Jahren. Wiederbestellungen sind zulässig (§ 4
Abs. 3 der Satzung).
Für Beschlüsse der Hauptversammlung zu
Satzungsänderungen bedarf es, soweit nicht zwingende
gesetzliche Vorschriften oder die Satzung eine andere
Mehrheit vorschreiben, einer Mehrheit von zwei Dritteln der
abgegebenen gültigen Stimmen bzw., sofern mindestens
die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der
einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen
(§ 13 Abs. 2 Satz 3 der Satzung). Zur Vornahme von
Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen,
ist der Aufsichtsrat befugt (§ 179 Abs. 1 AktG, §
9 Abs. 9 der Satzung).
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von AktienDie nachfolgenden Erläuterungen zu den Befugnissen
des Vorstands zur Ausgabe von Aktien basieren auf der
Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der
Beschlussfassung der Ermächtigung durch die
Hauptversammlung am 22. Mai 2020 (20.103.513,00 Euro). Das
Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt nach der
zweimaligen Einziehung von eigenen Aktien im Laufe des
Geschäftsjahres 2021 17.700.000,00 Euro.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der
Gesellschaft bis zum 21. Mai 2025 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber
lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder
Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt
10.051.756,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2020).
Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist
den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Die
Aktien können von Kreditinstituten mit der
Verpflichtung übernommen werden, sie den
Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist
jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
dieses Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der
Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen
Sacheinlagen auszuschließen.
Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter
Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- und Sacheinlagen
ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des
Grundkapitals von 2.010.351,30 Euro nicht übersteigen;
auf diese Grenze ist die Veräußerung eigener
Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit
dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts
erfolgt. Ferner sind auf diese Grenze diejenigen Aktien
anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen
(einschließlich Gewinnschuldverschreibungen) mit
Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht
ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die
Schuldverschreibungen bzw. die Gewinnschuldverschreibungen
während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter
Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Der Vorstand
ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die
Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Wandel- und OptionsschuldverschreibungenDas Grundkapital ist um bis zu 10.000.000,00 Euro,
eingeteilt in bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautende
Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital
2020). Die bedingte Kapitalerhöhung wird durch Ausgabe
von bis zu 10.000.000 auf den Inhaber lautenden
Stückaktien nur insoweit durchgeführt, wie die
Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen
oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen,
die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die
Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 von der Elmos
Semiconductor SE oder durch eine Konzerngesellschaft der
Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG bis zum 21. Mai
2025 begeben werden, von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht
Gebrauch machen, ihrer Wandlungs-/Optionspflicht
genügen oder Andienungen von Aktien erfolgen und
soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung
eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt
zudem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten
Ermächtigungsbeschlusses in den Schuldverschreibungs-
bzw. Optionsbedingungen jeweils zu bestimmenden
Wandlungs-/Optionspreisen.
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des
Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von
Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung
von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil;
abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des
Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Aktien vom Beginn
des Geschäftsjahres an, für das im Zeitpunkt der
Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der
Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss
der Hauptversammlung über die Verwendung des
Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teilnehmen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der
Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung
festzusetzen.
Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von AktienDer Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der
Hauptversammlung vom 11. Mai 2022 ermächtigt, mit
Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Mai 2027 eigene
Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10% des
Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit den gegebenenfalls
auch aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien,
die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder
ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind,
dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung
erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals
der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung
zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien kann ganz oder
in mehreren Teilbeträgen, einmal oder mehrmals,
für einen oder mehrere Zwecke im Rahmen der
vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden. Der
Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines
an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten
öffentlichen Kaufangebots oder durch einen Ankauf von
einzelnen Aktionären aufgrund individueller
Vereinbarung; jedoch nicht von natürlichen oder
juristischen Personen, die Aktien halten, deren Stimmrechte
zum Zeitpunkt des Aktienerwerbs nach dieser
Ermächtigung einem Mitglied des Vorstands und/oder des
Aufsichtsrats nach den §§ 34 ff. WpHG (oder
etwaiger Nachfolgevorschriften) zuzurechnen sind sowie
Personen, die nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.
April 2014 über Marktmissbrauch
("Marktmissbrauchsverordnung", und etwaiger
Nachfolgevorschriften) ohne Berücksichtigung der
Ausnahme nach Art. 19 Abs. 8 und 9
Marktmissbrauchsverordnung (und etwaiger
Nachfolgevorschriften) meldepflichtig sind. Zu den
einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung
differenzierende Anforderungen, vor allem hinsichtlich des
zulässigen Kaufpreises. Die auf der Grundlage des
Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Mai
2020 bestehende und bis zum 21. Mai 2025 befristete
Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener
Aktien wurde mit Wirksamwerden der neuen Ermächtigung
aufgehoben.
Zum 31. Dezember 2023 hielt die Gesellschaft insgesamt
noch 579.274 eigene Aktien bzw. 3,27% des Grundkapitals.
Hinsichtlich der Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG
verweisen wir auf den Abschnitt "Eigenkapital" im
handelsrechtlichen Anhang bzw. auf die Textziffer 22 im
Konzernanhang.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen, und die daraus folgenden WirkungenDiverse Vereinbarungen, insbesondere einige
Kreditverträge, Lieferverträge,
Lizenzverträge, Patentlizenzaustauschverträge,
Beteiligungsverträge, Kooperationsverträge,
Softwareverträge, Entwicklungsverträge sowie
Förderverträge bzw. -bescheide enthalten "Change
of Control"-Klauseln. Diese räumen dem Vertragspartner
bei wesentlichen Änderungen der
Eigentumsverhältnisse bei Elmos insbesondere die
Möglichkeit ein, das Vertragsverhältnis vorzeitig
enden zu lassen und/oder Schadensersatzansprüche
geltend zu machen. Derartige Klauseln sind im Markt weit
verbreitet.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsDie Vorstandsmitglieder sind im Falle eines
Kontrollwechsels jeweils berechtigt, ihren Dienstvertrag
innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach Eintritt des
Kontrollwechsels mit einer Frist von 3 bis 6 Monaten zum
Monatsende zu kündigen und ihre Ämter zum
Zeitpunkt der Beendigung ihres Dienstvertrages
niederzulegen. Für den Fall der Ausübung dieses
Kündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern
jeweils eine Abfindung in Höhe von zwei
Jahresvergütungen, höchstens aber in Höhe
der für die Restlaufzeit ihres Dienstvertrages noch zu
zahlenden Vergütung zu. Maßgeblich ist dabei die
im zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte
Vergütung. Zudem leistet die Gesellschaft für
nachvertragliche Wettbewerbsverbote
Karenzentschädigung und kann
außergewöhnliche Sonderzahlungen leisten.
Außerdem wurden teilweise Regelungen zu
Aktienhaltefristen, aktienkursbezogener Vergütung (mit
der Gewährung des Zwei- bzw. Dreifachen der im Rahmen
der aktienkursbezogenen Tantieme zu gewährenden
Aktien) sowie zur Altersversorgung getroffen.
ZUSAMMENGEFASSTER NICHTFINANZIELLER BERICHTDer zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht nach
§§ 289b, 315b HGB ist im Abschnitt "Informationen
für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts,
der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE
(www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte)
öffentlich zugänglich ist, enthalten.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung nach
§§ 289f, 315d HGB ist im Abschnitt "Informationen
für unsere Aktionäre" des Geschäftsberichts,
der auf der Internetseite der Elmos Semiconductor SE
(www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanzberichte)
öffentlich zugänglich ist, enthalten.
Dortmund, 28. Februar 2024
KONZERNABSCHLUSSKONZERNBILANZAktiva
Passiva
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ENTWICKLUNG DES KONSOLIDIERTEN EIGENKAPITALS
KONZERNANHANGALLGEMEINESDie Elmos Semiconductor SE ("der Konzern", "die
Gesellschaft" oder "Elmos") hat ihren Sitz in Dortmund
(Deutschland) und ist dort beim Amtsgericht im
Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 31940 eingetragen.
Die aktuelle Satzung der Elmos gilt seit der Umwandlung zum
1. Juli 2020 und wurde letztmals im Mai 2023 geändert.
Auf Basis dieser Anpassung ist der Vorstand bis zum 9. Mai
2028 ermächtigt, die Hauptversammlung ohne physische
Präsenz der Aktionäre oder ihrer
Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung
abzuhalten (virtuelle Hauptversammlung).
Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung,
Herstellung und der Vertrieb von mikroelektronischen
Bauelementen und Systemteilen (Application Specific
Integrated Circuits oder kurz: ASICs bzw. Application
Specific Standard Products oder kurz: ASSPs) sowie von
funktionsverwandten technologischen Einheiten. Die
Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem
Geschäftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen
geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt,
Zweigniederlassungen zu errichten, Unternehmen gleicher
oder ähnlicher Art zu erwerben oder zu pachten und
sich an solchen zu beteiligen sowie alle Geschäfte
vorzunehmen, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die
Gesellschaft ist befugt, Geschäfte im Inland wie im
Ausland zu betreiben. Die Gesellschaft hat neben den
inländischen auch Vertriebsgesellschaften und
Standorte in Europa, Asien und den USA und kooperiert in
der Entwicklung und Herstellung von Halbleiter-Chips mit
anderen deutschen und internationalen Unternehmen. Die
Gesellschaft ist börsennotiert, ihre Aktien werden im
Prime Standard in Frankfurt am Main gehandelt.
Die Anschrift des eingetragenen Sitzes der Gesellschaft
lautet: 44227 Dortmund, Heinrich-Hertz-Straße 1.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte wie dem
Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt,
verschärfter Sanktionen und
Handelsbeschränkungen, Engpässen in den
weltweiten Lieferketten, durch steigende Preise und
potentiellen Engpässen für Energie, Material,
Dienstleistungen und Personal wurden die diesbezüglich
kritischen Sachverhalte Geschäfts- oder Firmenwert,
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte
einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen.
RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN1 - Grundsätze der RechnungslegungAllgemeinesDer Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die in
"Tsd. Euro" angegebenen Werte sind entsprechend
kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro auf- oder
abgerundet worden.
Der Konzernabschluss der Elmos wurde nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie
in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und
den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu
beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Alle vom International Accounting Standards Board (IASB)
herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des
vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Elmos
angewendeten IFRS wurden von der Europäischen
Kommission für die Anwendung in der EU
übernommen.
Die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die
Konzern-Kapitalflussrechnung und die Entwicklung des
konsolidierten Eigenkapitals sind in Übereinstimmung
mit IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" aufgestellt.
Einzelne Posten sind zur Verbesserung der Klarheit
zusammengefasst; die Posten werden im Anhang
erläutert.
Der Abschluss wurde mit Beschluss des Vorstands vom 28.
Februar 2024 durch den Vorstand zur Veröffentlichung
freigegeben.
Schätzungen und ErmessensentscheidungenDie wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie
sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von
Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein
beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des
nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche
Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und
Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend
erläutert. Über die nachfolgend dargestellten
Bereiche hinaus sind Annahmen und Einschätzungen zudem
für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen,
Vorräte sowie für Eventualschulden und sonstige
Rückstellungen erforderlich. Änderungen von
Schätzungen werden nach IAS 8 - Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen
und Fehler zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis
erfolgswirksam berücksichtigt.
Obwohl diese Schätzungen und Annahmen nach bestem
Wissen des Managements, basierend auf den
gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen,
erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu
Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt
insbesondere vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden
geopolitischen Risiken, insbesondere durch die Kriege in
der Ukraine und im Nahen Osten, welche zu
Preiserhöhungen und Verknappung von Energie und
Rohstoffen führen können und den Konflikt um
Taiwan. Auch können steigende Inflation und
höhere Zinsen zu einem deutlichen Konsumrückgang
führen. Zollstreitigkeiten wie auch
Handelsbeschränkungen zwischen führenden
Industrienationen können den globalen Handel und damit
die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Die
Entwicklungen in diesen weltpolitischen Konflikten sind
auch weiterhin sehr dynamisch, so dass nicht
auszuschließen ist, dass die tatsächlichen
Ergebnisse deutlich von denen im Rahmen dieses
Konzernabschlusses getroffenen Schätzungen und
Annahmen abweichen bzw. in künftigen Perioden eine
Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen
erforderlich sein wird und dies einen wesentlichen Einfluss
auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage im
Elmos-Konzern haben könnte.
Wertminderung des Geschäfts- oder FirmenwertsDer Konzern überprüft mindestens einmal
jährlich, ob ein Geschäfts- oder Firmenwert
wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der
Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten,
denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist.
Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die
Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen
Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
schätzen und darüber hinaus einen angemessenen
Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows
zu ermitteln.
Bei den der Berechnung des Nutzungswerts zugrunde
gelegten Annahmen bestehen insbesondere
Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der
Bruttogewinnmargen und der Abzinsungssätze. Die
Bruttogewinnmargen wurden ausgehend von den historischen
Werten der vergangenen Jahre unter Berücksichtigung
erwarteter Nachfrageveränderungen und
Effizienzsteigerungen geschätzt. Die
Abzinsungssätze spiegeln die aktuellen
Markteinschätzungen wider und wurden basierend auf den
branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten
Kapitalkosten geschätzt. Weitere Einzelheiten hierzu
sind in den Anhangangaben 3 und 14 zu finden.
Aktive latente SteuernAktive latente Steuern werden neben den
Bilanzunterschieden aus dem IFRS und dem Steuerbilanzansatz
auch für alle nicht genutzten steuerlichen
Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es
wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes
Einkommen verfügbar sein wird, sodass die
Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden
können. Für die Ermittlung der Höhe der
aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche
Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der
Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der
Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens
sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien
erforderlich. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe
17 dargestellt.
PensionsverpflichtungenDer Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird
anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen
ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt
auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die
Abzinsungssätze, erwarteten Erträgen aus
Planvermögen, künftigen Lohn-und
Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die
künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der
langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen
solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangangabe 24 zu
finden.
EntwicklungskostenEntwicklungskosten werden entsprechend der in der
Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethode nach bestmöglicher Schätzung
aktiviert. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 14
dargestellt.
SachanlagenSachanlagen werden entsprechend der in der Anhangangabe
3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode nach
bestmöglicher Schätzung aktiviert. Weitere
Einzelheiten sind in der Anhangangabe 15 dargestellt.
LeasingDie Bewertung der Nutzungsrechte sowie der
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfordert
neben der Festlegung eines angemessenen
Kapitalisierungszinssatzes auch das Treffen von Annahmen
hinsichtlich weiterer Parameter bzw. der
Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte des Eintritts bzw. der
Ausübung. Der Konzern kann den dem
Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz im
Einzelfall nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher verwendet
er zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten auch seinen
Grenzfremdkapitalzinssatz. Dies ist der Zinssatz, den der
Konzern zahlen müsste, wenn er für eine
vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die
Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren
wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert
mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert
benötigen würde. Einige Leasingverhältnisse
beinhalten Kaufoptionen/Verlängerungsoptionen, die vor
Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern
ausübbar sind. Der Konzern beurteilt am
Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung dieser Optionen
wahrscheinlich sind. In Abhängigkeit von dieser
Beurteilung bemisst sich die dem Leasingverhältnis
zugrundeliegende Nutzungsdauer. Weitere Einzelheiten zum
Leasing sind in den Anhangangaben 3 und 15 dargestellt.
Neue und geänderte StandardsDie angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen
grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Eine Ausnahme bildeten die nachfolgend aufgelisteten
Änderungen von Standards, die erstmals ab dem
Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden waren.
Freiwillig vorzeitig anwendbare Standards und Änderungen von Standards (EU-Endorsement erfolgt)Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Änderungen
von Standards veröffentlicht, welche bereits im Rahmen
des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen
wurden, aber im Geschäftsjahr 2023 noch nicht
verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese
Änderungen von Standards nicht vorzeitig an.
In der EU noch nicht anwendbare Änderungen von Standards (EU-Endorsement noch nicht erfolgt)Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Änderungen
von Standards veröffentlicht, die im
Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden
waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der
EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern daher
nicht angewandt.
2 - Grundsätze der KonsolidierungKonsolidierungskreis, Konsolidierungsstichtag und KonsolidierungsmethodenIn dem für das Geschäftsjahr 2023
aufgestellten Konzernabschluss sind neben der Elmos
Semiconductor SE alle Gesellschaften einbezogen, bei denen
Elmos unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der
Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein
Beherrschungsverhältnis im Sinne von IFRS 10
-Konzernabschlüsse besteht. Der Kapitalkonsolidierung
liegt die Erwerbsmethode zugrunde. Dabei werden die
Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen
Saldo der zum beizulegenden Zeitwert erworbenen
identifizierten Vermögenswerte und Schulden
aufgerechnet. Zum Zeitpunkt des Erwerbs werden die
identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
vollständig mit den beizulegen den Zeitwerten
angesetzt. Der Saldo eines verbleibenden aktiven
Unterschiedsbetrags ist als Geschäftswert ausgewiesen.
Die Jahresabschlüsse der in den
Elmos-Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf
den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Alle
wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw.
Aufwendungen und Erträge sowie Transaktionen zwischen
den konsolidierten Gesellschaften wurden im
Konzernabschluss eliminiert.
Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss
einbezogenen Tochterunternehmen befindet sich in der
Anhangangabe 33.
Im Konzernabschluss bestehen keine wesentlichen Anteile
nicht beherrschender Gesellschafter.
Fremdwährungsumrechnung und -transaktionenDie wesentlichen funktionalen Währungen sind der
Euro für die Elmos Semiconductor SE und die
europäischen Tochtergesellschaften sowie der US-Dollar
für die Elmos N.A. Inc. Der Konzernabschluss wurde in
Euro aufgestellt. Auf Fremdwährung lautende
Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich
zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Für Tochtergesellschaften, deren funktionale
Währung die lokale Währung des jeweiligen Landes
ist, in dem diese Gesellschaft ihren Sitz hat, werden
Aktiva und Passiva, die in Fremdwährung in den
Bilanzen der ausländischen wirtschaftlich
selbstständigen Tochtergesellschaften bilanziert
werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro
umgerechnet. Erlös- und Aufwandspositionen werden zu
den durchschnittlichen Fremdwährungskursen
während des zugrundeliegenden Zeitraums umgerechnet.
Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des
Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs
ergibt, wird als erfolgsneutrale Veränderung des
Eigenkapitals innerhalb der sonstigen
Eigenkapitalbestandteile ausgewiesen.
Die Gesellschaft geht von Zeit zu Zeit Devisentermin-
und Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung von
Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den
Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht.
Diese Kurssicherungsgeschäfte reduzieren die
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die
Ertragslage der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist nicht an
Spekulationsgeschäften beteiligt. Zu den insgesamt
realisierten und unrealisierten Kursgewinnen bzw.
-verlusten aus Währungssicherungsgeschäften im
Geschäftsjahr 2023 siehe Anhangangabe 30.
KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(Finanzmittelfonds, der identisch mit dem
Konzernbilanzposten ist) im Laufe des Geschäftsjahres
durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert
haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen
und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises
sind berücksichtigt.
In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen
Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus
dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich
unterschieden. Die in der Konzern-Gewinn-und
Verlustrechnung erfassten Finanzierungsaufwendungen und
-erträge entsprechen im Wesentlichen den gezahlten
Beträgen.
Der im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
ausgewiesene sonstige nicht
liquiditätsmäßige Ertrag resultiert im
Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steuern. Die
Erhöhung im Geschäftsjahr 2023 ist primär
beeinflusst durch die Aktivierung von latenten Steuern im
Zusammenhang mit dem im Zuge des Verkaufs der
Waferfertigung entstandenen steuerlichen Geschäfts-
oder Firmenwerts (siehe hierzu auch Anhangangabe 12).
3 - Wesentliche Grundsätze der Bilanzierung und BewertungUmsatzerlöseDie Gesellschaft erzielt im Wesentlichen
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von ASICs und ASSPs sowie
aus deren Entwicklung. Die Umsatzerlöse werden ohne
Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti
ausgewiesen.
Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Versendung der
Produkte an den Kunden bzw. bei Gefahrenübergang auf
den Kunden, das heißt, wenn der Kunde die
Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen
Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im
Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Im
Rahmen von Konsignationslagervereinbarungen erfolgt die
Umsatzrealisierung entweder bei Entnahme des Kunden oder
bereits bei Bestückung des Konsignationslagers in
Abhängigkeit vom Zeitpunkt des
Gefahrenüberganges. Die Umsatzrealisation erfolgt
somit bei allen Produktlieferungen zeitpunktbezogen, bei
Umsätzen aus Entwicklungstätigkeit ebenfalls
zeitpunktbezogen jeweils mit Erreichen der vertraglich
vereinbarten Milestones. Die Umsatzerlöse entsprechen
dem Transaktionspreis, zu dem Elmos voraussichtlich
berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im
Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich
ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme
der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in
Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr
besteht.
Es gibt keine signifikante Finanzierungskomponente, da
ein marktübliches Zahlungsziel von 30 bis 60 Tagen
vereinbart ist.
Geschäfts- oder FirmenwertGeschäfts- oder Firmenwerte aus
Unternehmensakquisitionen werden nicht planmäßig
abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf
Werthaltigkeit überprüft. Darüber hinaus
wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, sofern
besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen anzeigen, dass
der Marktwert einer Berichtseinheit unter ihren Buchwert
gefallen sein könnte. Zum Erwerbszeitpunkt wird der
erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener
zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die
erwartungsgemäß von den erzielten Synergien aus
dem Unternehmenszusammenschluss profitieren wird.
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des
erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
bzw. "Cash Generating Unit" (CGU), auf die sich der
Geschäftswert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare
Betrag der CGU unter ihrem Buchwert, ist ein
Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder
Firmenwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung zu erfassen. Der erzielbare Betrag ist der
höhere der beiden Beträge aus beizulegendem
Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ("Fair value
less cost to sell") und Nutzungswert ("Value in use").
Alle Geschäfts- oder Firmenwerte werden den
entsprechenden CGUs zugeordnet. Dabei stellen die
Tochtergesellschaften im Regelfall jeweils eine CGU dar.
Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der CGU basiert
auf dem Nutzungswert ("Value in use"). Für jede CGU
werden auf Basis einer Mehrjahresplanung die
zukünftigen Cashflows ermittelt. Die detaillierte
Mehrjahresplanung erfolgt über einen Zeitraum von
fünf Jahren. Anschließend wird durch
Diskontierung der Barwert dieser zukünftigen Cashflows
errechnet.
Sonstige immaterielle VermögenswerteAus der Entwicklung entstehende immaterielle
Vermögenswerte werden entsprechend IAS 38 nur
aktiviert, wenn es u.a. (a) hinreichend wahrscheinlich ist,
dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche
Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und
(b) die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig
bemessen werden können. Diese Kriterien treffen
für die aktivierten Entwicklungsprojekte im
Zusammenhang mit der Entwicklung von ASICs zu. Die
Aktivierung findet auch für Projekte statt, denen noch
keine Kundenaufträge gegenüberstehen (ASSPs),
für die es aber auf Basis unserer Erfahrungen einen
entsprechenden Kundenbedarf gibt. Ihre Werthaltigkeit wird
jährlich durch die Gesellschaft überprüft.
Mit der Abschreibung wird nach Abschluss der
Entwicklungsphase bzw. bei Beginn der Vorserienfertigung
begonnen.
Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt, nachdem
die technologische Durchführbarkeit bzw.
Realisierbarkeit hergestellt ist (sog. QB1-Status). Die
Kosten werden ab Produktionsstart (sog. QB3-Status) auf
einer linearen Grundlage über die geschätzte
Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren amortisiert.
Aufwendungen für die Eigenentwicklung von Design- und
Prozesstechnologie werden aktiviert, soweit alle
Voraussetzungen gemäß IAS 38 erfüllt sind.
Aktivierte Aufwendungen werden unter Verwendung der
linearen Methode über die jeweils kürzere
geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von
Technologien, die Schutzfrist bei Patenten oder die
Vertragsdauer, aber maximal über 20 Jahre,
abgeschrieben. Entgeltlich Erworbene immaterielle
Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten
angesetzt und planmäßig linear über ihre
voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 20
Jahren abgeschrieben.
Die Abschreibungen/Wertminderungen werden in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
(siehe Anhangangabe 8). Weder im Geschäftsjahr 2023
noch im Geschäftsjahr 2022 gab es sonstige
immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten
Nutzungsdauer.
SachanlagenSachanlagen werden grundsätzlich mit ihren
Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die
Sachanlagen werden planmäßig entsprechend der
voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt
linear abgeschrieben:
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich
erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS
36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen.
Bei Verkauf oder Abgang von Sachanlagevermögen
werden die entsprechenden Anschaffungs- oder
Herstellungskosten sowie die dazugehörige kumulierte
Abschreibung/Wertminderung aus den entsprechenden Konten
entfernt. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von
Anlagevermögen werden als sonstige betriebliche
Erträge oder Aufwendungen gezeigt. Wartung oder
Instandhaltung werden in der Periode in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung als Aufwand erfasst in der sie
angefallen sind.
LeasingDer Konzern beurteilt bei Vertragsabschluss, ob ein
Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder
beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu
berechtigt, die Verfügungsgewalt eines identifizierten
Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für
einen bestimmten Zeitraum zu übertragen. Der Konzern
erfasst das Recht auf Nutzung des zugrundeliegenden
Vermögenswerts und Verbindlichkeiten zur Leistung von
Leasingzahlungen.
Nutzungsrechte: Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum
Bereitstellungsdatum, d.h. zu dem Zeitpunkt, an dem der
zugrundeliegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich
aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten
Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Kosten von
Nutzungsrechten beinhalten die erfassten
Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen
anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor
der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen
abzüglich aller etwaigen Leasinganreize.
Anschließend wird das Nutzungsrecht vom
Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums
linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem
zugrundeliegenden Vermögenswert geht zum Ende der
Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern
über oder in den Kosten des Nutzungsrechts ist
berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption
wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht
über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden
Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den
Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird.
Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um
Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um
bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten
angepasst. In der Konzernbilanz weist der Konzern
Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in
den Sachanlagen aus.
Leasingverbindlichkeiten: Am Bereitstellungsdatum
erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum
Barwert der über die Laufzeit des
Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen,
abgezinst mit dem den Leasingverhältnissen
zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht
ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem
Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Die
Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen und umfassen
ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn
hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch
tatsächlich wahrnehmen wird, Leasingzahlungen für
eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend
sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen
für eine vorzeitige Kündigung des
Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist
hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. Die
Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert
unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird
neu bewertet, wenn sich die zukünftigen
Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder
Zinssatzänderung verändern, wenn der Konzern
seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im
Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern
seine Einschätzung über die Ausübung einer
Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption
ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung
ändert. In der Konzernbilanz werden die
Leasingverbindlichkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für
Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von
geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige
Leasingverhältnisse werden nicht angesetzt. Der
Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in
Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die
Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand
(siehe hierzu auch Anhangangabe 32).
AnteileAls Anteile werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen,
bei denen Elmos keine Kontrolle und keinen
maßgeblichen Einfluss besitzt. Als
Eigenkapitalinstrumente werden Anteile, für die ein
notierter Marktpreis vorliegt, als "Erfolgsneutral zum
Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu diesem
Wert bilanziert. Anteile, für die kein aktiver Markt
existiert, werden ebenfalls als "Erfolgsneutral zum
Marktwert (kein Recycling)" klassifiziert und zu
fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Hierbei
wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert
entspricht.
FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein
Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei
einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein
Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit
begründet. Finanzinstrumente werden unter
Berücksichtigung ihrer Wesensart in folgende Klassen
unterteilt:
Bei regulären Erwerben und Verkäufen erfolgt
die Einbuchung zum Erfüllungstag.
Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen bewertet Elmos beim erstmaligen Ansatz einen
finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle
Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert. Die
Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell,
dem die finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen
Verbindlichkeiten zugeordnet sind, sowie der Eigenschaft
der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten:
Die bilanzierten Finanzinstrumente bei Elmos enthalten
u.a. liquide Mittel, Wertpapiere, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle
Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen, Devisentermingeschäfte sowie übrige
Fremdfinanzierungen.
Finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenElmos klassifiziert finanzielle Vermögenswerte
für die Folgebewertung als zu fortgeführten
Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Klassifizierung
erfolgt auf Grundlage des Geschäftsmodells von Elmos
zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie
der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des
finanziellen Vermögenswerts.
Sofern der finanzielle Vermögenswert im Rahmen
eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen
Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte
zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu
halten, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten
Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die
ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den
ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, wird der finanzielle
Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Elmos bewertet einen finanziellen Vermögenswert
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen
Ergebnis, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt
sind: Die Zielsetzung des finanziellen Vermögenswerts
besteht sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller
Vermögenswerte und die Vertragsbedingungen des
finanziellen Vermögenswerts führen zu
festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die
ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den
ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die nicht
zu fortgeführten Anschaffungskosten oder
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen
Ergebnis bewertet werden, werden erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet.
Elmos bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten - mit
Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente - unter
Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten
Anschaffungskosten.
Bei den finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des
Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen
Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu
designieren (Fair Value Option), bislang keinen Gebrauch
gemacht.
Derivative FinanzinstrumenteElmos setzt derivative Finanzinstrumente wie
Devisenoptions-/Devisentermingeschäfte ein, um sich
gegen Währungsrisiken abzusichern. Derartige
derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Die Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente werden
ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen.
VorratsvermögenVorräte sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren
Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag
bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt
zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und
Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Dabei
werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung
der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der
nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten)
werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung in den
Kosten der umgesetzten Leistung ausgewiesen.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen,
soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über
den erwarteten Nettoveräußerungserlösen
liegen.
Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere
Forderungen werden grundsätzlich zum Nennbetrag unter
Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen
angesetzt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen
umfasst in erheblichem Maße Einschätzungen und
Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf die
Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, aktuellen
Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer
Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Liquide Mittel)Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, Schecks und
Bankguthaben und werden bei Zugang zum beizulegendem
Zeitwert und in Folgeperioden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet.
RückstellungenRückstellungen werden für rechtliche oder
faktische Verpflichtungen, die ihren Ursprung in der
Vergangenheit haben, dann gebildet, wenn es wahrscheinlich
ist, dass die hinreichend zuverlässige Erfüllung
der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen
führt und eine zuverlässige Schätzung der
Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann.
Die Bilanzierungsgrundsätze sehen vor:
Rückstellungen für Garantieleistungen und
Produkthaftung werden für Einzelfälle nach
erfolgter Risikoeinschätzung sowohl der vertrieblichen
als auch der juristischen Konsequenzen in angemessener
Höhe gebildet. Eine Rückstellung für
Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald der
Konzern einen detaillierten und formalen
Restrukturierungsplan genehmigt hat und die
Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen haben
oder öffentlich angekündigt wurden.
ErtragsteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche
und Steuerschulden für die laufende und frühere
Periode(n) werden mit dem Betrag bemessen, in dessen
Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw.
eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der
Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und
Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in
den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig
ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.
Latente Steuern werden mit Hilfe der
Verbindlichkeitsmethode (liability method) ermittelt.
Latente Ertragsteuern spiegeln den
Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede
zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer
Schuld in der Bilanz und deren Steuerwert wider. Die
Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden
erfolgt anhand der Steuersätze, die
erwartungsgemäß für die Periode gelten, in
der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld
beglichen wird. Die Bewertung latenter Steueransprüche
und -schulden berücksichtigt die steuerlichen
Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und
Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den
Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder
seine Schulden zu begleichen.
Latente Steueransprüche und -schulden werden
unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, an dem sich die
temporären Buchungsunterschiede voraussichtlich
umkehren. Latente Steueransprüche und -schulden werden
nicht abgezinst und werden in der Bilanz als langfristige
Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Ein latenter Steueranspruch wird für alle
abzugsfähigen temporären Unterschiede in dem
Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zu
versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das
der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu
jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht
bilanzierte latente Steueransprüche neu. Das
Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten
Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich
geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes
Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches
gestatten wird. Umgekehrt vermindert sich der Buchwert
eines latenten Steueranspruches in dem Umfang, in dem es
nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu
versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um
vom Nutzen des latenten Steueranspruches - entweder zum
Teil oder insgesamt - Gebrauch zu machen.
Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden
unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben,
wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der
gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem
Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
In dem Umfang, wie nicht ausgeschüttete Gewinne
ausländischer Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in
diesem Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine
latenten Steuerschulden an. Eine latente Steuerschuld wird
für alle zu versteuernden temporären Differenzen
ausgewiesen, soweit die latente Steuerschuld nicht aus dem
Geschäftswert resultiert, für den eine
Abschreibung zu Steuerzwecken nicht möglich ist.
Es sind keine latenten Steuerschulden beim erstmaligen
Ansatz von Geschäfts- oder Firmenwerten aus
Unternehmenszusammenschlüssen anzusetzen. Die aktiven
latenten Steuern umfassen auch
Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten
Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge und
Steuerguthaben (Tax Credits) in Folgejahren ergeben und
deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit
gewährleistet ist.
Die latenten Steuern werden auf Basis der
Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen
Rechtslage in den einzelnen Ländern zum
Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.
UmsatzsteuerErträge, Aufwendungen und Vermögenswerte
werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst. Eine Ausnahme
bilden folgende Fälle:
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde
zu erstatten oder an diese abzuführen ist, wird in der
Bilanz unter den sonstigen Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst,
wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die
Zuwendungen gewährt werden und dass das Unternehmen
die damit verbundenen Bedingungen erfüllt.
Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig
als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich
ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie
kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für
einen Vermögenswert werden in der Bilanz als Minderung
der Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten erfasst. Weitere
Einzelheiten finden sich in Anhangangabe 31.
FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder
der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden
können, für den ein beträchtlicher Zeitraum
erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten
gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen,
werden für sämtliche qualifizierten
Vermögenswerte, bei denen der Bau oder die Herstellung
am oder nach dem 1. Januar 2009 aufgenommen wurde, als Teil
der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des
entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle
sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als
Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die
einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von
Fremdkapital entstehen.
VeräußerungsgruppenDie Gruppe weist Vermögenswerte und Schulden als
Veräußerungsgruppe aus, wenn diese als Gruppe in
einer Transaktion verkauft oder auf andere Weise abgegeben
werden sollen und insgesamt die in IFRS 5 "Non-current
Assets held for Sale and Discontinued Operations"
definierten Kriterien erfüllen. Die
Vermögenswerte und Schulden der
Veräußerungsgruppe werden in der Bilanz
gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung
vorgesehene Vermögenswerte" und "Schulden in
Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen
Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und
Umsätze einer Veräußerungsgruppe sind bis
zur Veräußerung im Ergebnis aus
fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn,
die Veräußerungsgruppe qualifiziert sich
für die Berichterstattung als eine "Nicht
fortgeführte Aktivität" (Discontinued Operation).
Bei erstmaliger Einstufung als zur
Veräußerung gehalten werden langfristige
Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und
beizulegendem Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten angesetzt, eine
planmäßige Abschreibung wird nicht mehr
vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird
zunächst nach den für sie einschlägigen
IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus
ergebende Buchwert der Gruppe dem Nettozeitwert
gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden
Wert zu bestimmen. Wertminderungen aufgrund der erstmaligen
Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden
ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und
Wertaufholungen bis zur Höhe des kumulierten
Wertminderungsaufwands in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN GEOGRAFISCHEN INFORMATIONEN4 - Geografische InformationenDas geografische Gebiet "Sonstige EU-Länder"
umfasst grundsätzlich alle Mitgliedstaaten der
Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt.
Die europäischen Länder, die derzeit nicht
Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des
Gebiets "Sonstige".
1 Hiervon Hongkong mit einem Umsatz von 109.526
Tsd. Euro (19,0% des Gesamtumsatzes)
Im Geschäftsjahr 2023 gibt es keine Kunden, die
einen Umsatzanteil von mehr als 10% an den
Konzernumsätzen haben (2022: ein größter
Kunde mit 44,8 Mio. Euro Umsatz).
1 Ausgenommen sonstige finanzielle
Vermögenswerte und latente Steuern
Im Elmos-Konzern gibt es nur ein einziges Segment und
dieses umfasst das Halbleitergeschäft.
5 - VeräußerungsgruppeDie Elmos Semiconductor SE und Littelfuse, Inc., haben
am 28. Juni 2023 einen verbindlichen Vertrag zum Verkauf
der Waferfertigung ("Fab") von Elmos am Standort Dortmund
an Littelfuse unterzeichnet. Elmos verkauft ihre
Waferfertigung, die Bestandteil des
Halbleitergeschäfts ist, zu einem Kaufpreis in
Höhe von insgesamt rund 93 Mio. Euro. Im Rahmen der
Vereinbarung wird Littelfuse die Dortmunder Waferfertigung
mit einem Technologie-Team von etwa 223 Mitarbeitenden
übernehmen. Alle anderen Aktivitäten,
einschließlich des Testbetriebs, werden bei Elmos
verbleiben. Der Vollzug der Transaktion wird
voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum
Vollzugstermin behält Elmos die volle operative
Kontrolle über die Waferfertigung. Der Käufer hat
bislang eine Zahlung an die Elmos Semiconductor SE in
Höhe von rund 37 Mio. Euro getätigt. Der
restliche Kaufpreis wird dann zum Vollzug der Transaktion
Ende des Geschäftsjahres 2024 fällig.
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte und SchuldenIn der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023 sind
folgende Bilanzpositionen in den zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten und Schulden in
Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen
Vermögenswerten enthalten:
Wertminderungen bei Vermögenswerten aufgrund von
Differenzen hinsichtlich des niedrigeren Werts aus ihrem
Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten waren in der
Veräußerungsgruppe nicht zu verzeichnen.
Ebenso sind keine kumulativen Erträge oder
Aufwendungen, die in Verbindung mit der
Veräußerungsgruppe stehen, im sonstigen Ergebnis
enthalten.
ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR KONZERN-GESAMT-ERGEBNISRECHNUNG6 - UmsatzerlöseDie Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus dem
Verkauf von Halbleitern sowie aus deren Entwicklung (siehe
hierzu auch die geografische Segmentierung unter der
Anhangangabe 4).
7 - Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem UmsatzkostenverfahrenUmsatzkostenDie Umsatzkosten enthalten die Kosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. Neben den
direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten,
Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten enthalten sie
auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie
Abschreibungen. Des Weiteren enthalten die Umsatzkosten die
Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen
Erzeugnissen und haben sich wie folgt entwickelt:
Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr nochmals
deutlich gestiegenen Nachfragesituation im Bereich des
Automobilsektors und der daraus resultierenden
erhöhten Produktionsleistung ergab sich eine Zunahme
des Materialaufwands in Höhe von 108.845 Tsd. Euro.
Lohn- und Gehaltserhöhungen spiegeln sich
gegenüber dem im Vorjahresvergleich um 3.961 Tsd. Euro
gestiegenen Personalaufwand wider. Die sonstigen
Gemeinkosten sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022
um 11.064 Tsd. Euro gestiegen, was im Wesentlichen mit
höheren Energiekosten begründet ist. Die
Bestandserhöhung im Vorjahresvergleich basiert u.a.
auf einer deutlichen Erhöhung der Fertigen Erzeugnisse
(siehe auch die Anhangangabe 18).
Forschungs- und EntwicklungskostenBedeutsame Aufwendungen fallen regelmäßig im
Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an, die in
Erwartung auf zukünftige Erlöse durchgeführt
werden. Forschungsaufwendungen werden entsprechend dem
Anfall der Arbeiten ergebnismindernd berücksichtigt.
Entwicklungsaufwendungen werden je nach Projekt aktiviert
und dann planmäßig abgeschrieben bzw. - sofern
die Aktivierungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind -
ergebnismindernd gebucht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden
Ausgaben in Höhe von 68.774 Tsd. Euro (2022: 55.498
Tsd. Euro) als Aufwand gebucht.
VertriebskostenZu den Vertriebskosten in Höhe von 23.000 Tsd. Euro
(2022: 17.857 Tsd. Euro) gehören im Wesentlichen
Aufwendungen für Personal, Reisekosten, Beratungen und
Abschreibungen.
VerwaltungskostenZu den Verwaltungskosten in Höhe von 31.480 Tsd.
Euro (2022: 24.152 Tsd. Euro) zählen neben den Kosten
des im Verwaltungsbereich tätigen Personals auch
anteilige Personalkosten des Vorstands. Wesentliche Posten
sind weiter Aufwendungen aus Abschreibungen,
Versicherungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten.
8 - Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem UmsatzkostenverfahrenIm Rahmen der Darstellung der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung in Form des Umsatzkostenverfahrens erfolgt
die Zuordnung der Aufwendungen nach Funktionsbereichen. In
den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie
den Kosten für Forschung und Entwicklung waren die
nachstehend aufgeführten Kostenarten wie folgt
enthalten:
MaterialaufwandDie Materialaufwendungen betrugen im Berichtsjahr
282.383 Tsd. Euro und sind im Wesentlichen aufgrund der
Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 116.087 Tsd.
Euro gestiegen (2022: 166.296 Tsd. Euro). Sie setzen sich
zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen.
PersonalaufwandDer Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um
13.512 Tsd. Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter ist - gemessen
als durchschnittlicher Beschäftigungsquotient - von
1.176 im Geschäftsjahr 2022 auf 1.282 im
Geschäftsjahr 2023 gestiegen (+9,0%). Der Anstieg der
Personalkosten ist neben den erhöhten
Mitarbeiterzahlen durch Lohn- und Gehaltsanpassungen
begründet. Weitergehende Angaben zu den
Beschäftigten finden sich unter der Anhangangabe 39.
Abschreibungen/WertminderungenDie Aufgliederung der Abschreibungen ergibt sich aus dem
Anlagenspiegel (siehe hierzu Anhangangaben 14 und 15).
9 - Finanzierungserträge und Finanzierungsaufwendungen
Der Anstieg der sonstigen Zinsaufwendungen resultiert
aus erhöhten Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der
Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000
Tsd. Euro im zweiten Halbjahr 2023.
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten
Finanzierungserträge und -aufwendungen entsprechen im
Wesentlichen den gezahlten Beträgen.
Die Gesamtbeträge der Zinserträge und
Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte
und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich
wie folgt dar:
10 - WechselkursgewinneDie erfolgswirksam erfassten Wechselkursgewinne aus
Umrechnungsdifferenzen betragen im Geschäftsjahr 2023:
1.459 Tsd. Euro (2022: 3.047 Tsd. Euro).
Fremdwährungsbeträge werden zum aktuellen
Stichtagskurs (EUR/USD: 1,1050; EUR/KRW: 1.433,6600;
EUR/SGD: 1,4591; EUR/CNY: 7,8509; EUR/JPY: 156,3300) bzw.
zum gleitenden Durchschnittskurs (EUR/USD: 1,0819; EUR/KRW:
1.413,3184; EUR/SGD: 1,4525; EUR/CNY: 7,6605; EUR/JPY:
151,9628) in Euro umgerechnet.
11 - Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von 4.905 Tsd. Euro (2022: 3.326 Tsd. Euro) umfassen unter
anderem Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 2.450 Tsd. Euro (2022:
1.743 Tsd. Euro), Erlöse aus der PKW-Nutzung in
Höhe von 831 Tsd. Euro (2022: 889 Tsd. Euro), Gewinne
aus dem Verkauf von Vermögenswerten in Höhe von
121 Tsd. Euro (2022: 25 Tsd. Euro), sonstige periodenfremde
Erträge in Höhe von 315 Tsd. Euro (2022: 476 Tsd.
Euro), Versicherungserstattungen in Höhe von 229 Tsd.
Euro (2022: 0 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von 3.743 Tsd. Euro (2022: 6.271 Tsd. Euro) enthalten im
Wesentlichen mit 1.922 Tsd. Euro (2022: 4.676 Tsd. Euro)
Aufwendungen aufgrund der Wertminderung eines
Geschäfts- oder Firmenwertes im Konzern (siehe hierzu
auch Anhangangabe 14). Neben diesen Aufwendungen enthalten
die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Grundbesitzabgaben
in Höhe von 342 Tsd. Euro (2022: 340 Tsd. Euro),
sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 139
Tsd. Euro (2022: 200 Tsd. Euro), Buchverluste aus
Anlagenabgängen in Höhe von 637 Tsd. Euro (2022:
258 Tsd. Euro) sowie diverse Einzelkomponenten.
12 - Steuern vom Einkommen und vom ErtragAls Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder
geschuldeten laufenden Steuern auf Einkommen und Ertrag als
auch die entsprechenden latenten Steuern ausgewiesen.
Latente Steuern sind nach der sogenannten
Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 berechnet
worden. Für Deutschland wurde der kombinierte
Ertragsteuersatz von 32,805% (2022: 32,805%) angewandt.
Dieser kombinierte Steuersatz der Gesellschaft
berücksichtigt den Gewerbesteuerhebesatz von 485%
(2022: 485%), den Körperschaftsteuersatz von 15,0%
(2022: 15,0%) sowie den Solidaritätszuschlag von 5,5%
(2022: 5,5%). Bei den ausländischen Gesellschaften
wurden für die Berechnung der latenten Steuern die
jeweils länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Latente Steuern werden gebildet auf temporäre
Differenzen zwischen den Buchwerten der Aktiva und der
Passiva im Konzernabschluss und der Steuerbilanz der
Einzelabschlüsse. Die Abgrenzung latenter Steuern
zeigt die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten,
die durch Angleichung der Buchwertunterschiede im
Zeitablauf entstehen. Wesentliche Bestandteile der aktiven
und passiven latenten Steuern der Gesellschaft sind unter
der Anhangangabe 17 dargestellt.
Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von 17.356
Tsd. Euro im Zusammenhang mit dem im Zuge des Verkaufs der
Waferfertigung entstandenen steuerlichen Geschäfts-
oder Firmenwerts bilanziert (siehe Anhangangabe 5). Im
laufenden Ertragsteueraufwand war bedingt durch zu
erfassende Ertragsteuerverbindlichkeiten aus der Aufdeckung
stiller Reserven im Zusammenhang mit dem Verkauf der
Waferfertigung ein zusätzlicher Steueraufwand in
Höhe von 19.645 Tsd. Euro zu verzeichnen.
Die Unterschiede zwischen dem gesetzlichen
Nominalsteuersatz und dem im Konzern zur Anwendung
gelangenden effektiven Steuersatz stellen sich wie folgt
dar:
13 - Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Stammaktie wird auf
Grundlage der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich im jeweiligen Geschäftsjahr im Umlauf
befindlichen Stammaktien berechnet. Das verwässerte
Ergebnis je Stammaktie wird auf Grundlage der gewichteten
durchschnittlichen Anzahl der sich im Umlauf befindlichen
Stammaktien zuzüglich aller Aktienoptionen mit
verwässerndem Charakter nach der sogenannten Treasury
Stock Method berechnet.
In der gewichteten durchschnittlichen Aktienanzahl 2023
und 2022 ist jeweils der gewichtete durchschnittliche
Effekt der Änderungen aus Transaktionen mit eigenen
Anteilen enthalten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ14 - Immaterielle Vermögenswerte
Gemäß IFRS 3 B63(a) i.V.m. IAS 38 und IAS 36
wird der Geschäfts- oder Firmenwert nicht
planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens
einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Die
Bewertung erfolgt auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder
Firmenwert zugeordnet ist.
Für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36
ermittelt der Konzern den erzielbaren Betrag auf Basis
eines Nutzungswertes. Die Prognosen beruhen auf Free
Cashflows. Diese basieren auf vom Management
verabschiedeten Detailplanungen und berücksichtigen
unternehmensinterne Erfahrungswerte sowie externe
ökonomische Rahmendaten. Den Prognosen liegen sowohl
Vergangenheitswerte als auch die zukünftig erwartete
generelle Marktentwicklung zugrunde. Bei der Berechnung des
Nutzungswertes bestehen Schätzungsunsicherheiten
hinsichtlich der vom Management genehmigten individuellen
Umsatz- und Kostenplanungen. Wesentliche Einflussfaktoren
werden im Rahmen der Bottom-up-Planung durch die
Tochtergesellschaften und Geschäftsbereiche ermittelt.
Methodisch umfasst die Detailplanungsphase einen
fünfjährigen Planungszeitraum von 2024 bis 2028.
Weitere Grundannahmen für die Berechnung des NutzungswertesBruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden im
Allgemeinen anhand der durchschnittlichen Werte ermittelt,
die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vor Beginn
des Planungszeitraums erzielt wurden. Diese werden im
Einzelfall im Laufe des Detailplanungszeitraums um die
erwarteten Effizienzsteigerungen erhöht. Für die
einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden
Gewinnmargen mit unterschiedlichen Bandbreiten zugrunde
gelegt. Die geplante jährliche Entwicklung der
Bruttogewinnmargen wurde individuell für jede
zahlungsmittelgenerierende Einheit festgelegt und
berücksichtigt sowohl sinkende als auch steigende
Bruttogewinnmargen im Detailplanungszeitraum.
Preisentwicklungen bei Rohstoffen -
Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit werden als
Indikator für künftige Preisentwicklungen
herangezogen. Prognosedaten werden nur dann verwendet, wenn
sie öffentlich zugänglich sind.
Annahmen über den Marktanteil - Diese Annahmen sind
insofern wichtig, als dass das Management - wie auch bei
der Festlegung von Annahmen für Wachstumsraten -
beurteilt, wie sich die Position der einzelnen
Gesellschaften im Vergleich zu ihren Wettbewerbern
während des Budgetzeitraums ändern könnte.
Abzinsungssätze - Der für den wertgeminderten
Geschäfts- oder Firmenwert der Online Engineering GmbH
verwendete Vorsteuer-Zinssatz wurde mit Hilfe des Capital
Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt und beträgt vor
Abzug der Wachstumsrate 15,3%. Die Eigenkapitalkosten
beruhen auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von
2,25% zuzüglich einer Marktrisikoprämie von 7,0%
multipliziert mit einem unternehmensbezogenen
Eigenkapitalbeta basierend auf einem levered Beta von 1,22.
Der Zinssatz entspricht den gewichteten, durchschnittlichen
Kapitalkosten. Alle genannten Werte sind aus Marktdaten
abgeleitet.
Bei der Durchführung eines Werthaltigkeitstests in
2023 wurde für die Online Engineering festgestellt,
dass der erzielbare Betrag bei dieser Einheit den
entsprechenden Buchwert unterschreitet. Im Ergebnis wurde
somit bei der Online Engineering eine vollständige
Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwertes
vorgenommen.
Sensitivitätsanalysen waren aufgrund der
vollständigen Abwertung des Geschäfts- oder
Firmenwertes in 2023 nicht durchzuführen.
Sonstige immaterielle VermögenswerteEntwicklungsprojekteIn 2023 wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit
Produktentwicklungen in Höhe von 12.134 Tsd. Euro
(2022: 10.882 Tsd. Euro) als Entwicklungsprojekte und in
der Entwicklung befindliche Projekte aktiviert. Es ergibt
sich damit ein Verhältnis der aktivierten
Entwicklungskosten zu den im Konzern insgesamt angefallenen
Forschungs- und Entwicklungskosten von ca. 15,0% (2022:
16,4%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungen
betrugen in 2023 11.105 Tsd. Euro (2022: 6.701 Tsd. Euro),
davon außerplanmäßig 5.677 Tsd. Euro bei
Projekten, die nicht wie ursprünglich geplant,
realisiert werden konnten (2022: 2.509 Tsd. Euro). Der
Buchwert der aktivierten Entwicklungsleistungen
(einschließlich der in der Entwicklung befindlichen
Projekte) beträgt zum 31. Dezember 2023 31.802 Tsd.
Euro (2022: 30.603 Tsd. Euro).
Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und WerteIn 2023 wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen
für Prozesstechnologie aktiviert. Die Abschreibungen
betrugen in 2023 207 Tsd. Euro (2022: 207 Tsd. Euro). Bis
zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Buchwerte für
als Vermögenswerte des Anlagevermögens aktivierte
Prozesstechnologie auf 155 Tsd. Euro (31. Dezember 2022:
362 Tsd. Euro).
Sonstige AnmerkungenDie Kosten, die mit Forschungs- und
Entwicklungsprojekten verbunden sind, werden - sofern sie
die Aktivierungskriterien des IAS 38.57 nicht erfüllen
- entsprechend ihres Anfalls als Aufwand gebucht.
Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 5.114
Tsd. Euro wurden in 2023 von Kunden vergütet (2022:
4.643 Tsd. Euro) und unter den Umsatzerlösen des
Konzerns ausgewiesen.
15- Sachanlagen
Die hohen Zugänge im Geschäftsjahr 2023
resultieren aus dem Ausbau des Testbereichs vor allem in
Ostasien, um über ausreichende Testkapazitäten
für die zukünftige Umsatzentwicklung zu
verfügen.
In den Zugängen der Technischen Anlagen und
Maschinen/Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in
Höhe von 14.406 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 6.182
Tsd. Euro) Erwerbsvorgänge für das
Geschäftsjahr 2023 (2022) enthalten, bei denen der
Zahlungsmittelabfluss erst in 2024 (2023) erfolgt(e). Im
Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr wurden keine
Fremdkapitalkosten aktiviert.
In den Abschreibungen/Wertminderungen auf Technische
Anlagen und Maschinen/Betriebs- und
Geschäftsausstattung sind
außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von 66 Tsd. Euro (2022: 962 Tsd. Euro) enthalten.
LeasingverhältnisseAus Untermietverhältnissen hat der Konzern im
Geschäftsjahr 2023 (2022) keine wesentlichen Einnahmen
erzielt. Die zukünftigen Mindestzahlungen aus
unkündbaren Untermietverhältnissen sind ebenfalls
von untergeordneter Bedeutung.
16 - Wertpapiere und Anteilea) WertpapiereDie Gesellschaft hat Wertpapiere (Anleihen und
Schuldscheinanlagen) bei unterschiedlichen Banken erworben.
Soweit die Restlaufzeit der Wertpapiere mehr als ein Jahr
beträgt, ist eine Zuordnung als langfristiger
Vermögenswert vorgenommen worden (13.422 Tsd. Euro,
2022: 33.241 Tsd. Euro). Bei den innerhalb eines Jahres
fälligen Wertpapieren erfolgt die Zuordnung zu den
kurzfristigen Vermögenswerten (6.748 Tsd. Euro, 2022:
2.210 Tsd. Euro).
b) AnteileDie Gesellschaft ist an folgenden weiteren Unternehmen
beteiligt bzw. hat Anzahlungen für Anteile geleistet:
Epigone Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, MainzElmos hält zum 31. Dezember 2023 unverändert
zum Vorjahr 6% der Anteile.
Zusammengefasste Finanzinformationen
1 Es liegt derzeit kein Jahresabschluss der
Gesellschaft vor.
17 - Latente Steuern
Die ausgewiesenen Saldierungen wurden gemäß
IAS 12.74 a) und b) vorgenommen, d.h. aktive und passive
latente Steuern wurden miteinander saldiert, wenn
Ansprüche bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der
gleichen Steuerbehörde bestehen und die steuerliche
Einheit das Recht hat, tatsächliche
Steueransprüche mit Steuerschulden aufzurechnen.
Die latenten Steuerschulden enthalten auch Steuereffekte
aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen. Die
Veränderung des Netto-Betrags der latenten Steuern in
Höhe von 947 Tsd. Euro setzt sich im Wesentlichen aus
latenten Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
in Höhe von 698 Tsd. Euro (Aufwand) sowie
erfolgsneutralen Veränderungen in Höhe von 245
Tsd. Euro (Verminderung des Eigenkapitals) zusammen (siehe
hierzu auch Anhangangabe 22).
Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf
steuerliche Verlustvorträge erfolgt auf Basis der
mittelfristigen Unternehmensplanungen der betroffenen
Gesellschaften. Bei den Elmos-Gesellschaften bestehen zum
31. Dezember 2023 latente Steuern auf Verlustvorträge
in Höhe von 297 Tsd. Euro (im Vorjahr 277 Tsd. Euro
steuerliche Verlustvorträge).
18 - Vorratsvermögen
Die Vorräte haben sich entsprechend der
Erhöhung des Geschäftsvolumens im
Geschäftsjahr 2023 um 74.891 Tsd. Euro erhöht.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand
erfasst worden ist (Umsatzkosten), beläuft sich auf
16.363 Tsd. Euro (2022: 9.538 Tsd. Euro). Hierbei handelt
es sich u.a. um Vorratsbestände, bei denen eine
zukünftige Veräußerung unwahrscheinlich ist
und infolgedessen vollständig abgewertet wurden.
19 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Elmos-Gruppe bewertet laufend die
Kreditwürdigkeit ihrer Kunden und verlangt in der
Regel keine Sicherheiten. Mögliche
Forderungsausfälle werden gemäß
Schätzungen und Beurteilungen durch das Management
wertberichtigt. Nachfolgend sind die Veränderungen der
Wertberichtigung/Fremdwährungsbewertung auf den
Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen dargestellt:
Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen werden größtenteils auf
Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein
Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder
über eine direkte Minderung der Forderung
berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die
Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt
wird. Die Elmos-Gruppe hat unter Berücksichtigung der
Historie und kontinuierlicher
Kreditwürdigkeitsprüfung in den
Geschäftsjahren 2023 und 2022 keine wesentlichen
Wertberichtigungen im Sinne von IFRS 9 aufgrund
signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos oder
objektiver Hinweise auf eine Wertminderung vornehmen
müssen. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft
werden, wird der entsprechende wertgeminderte
Vermögenswert ausgebucht. Ausbuchungen von Forderungen
gab es im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 3 Tsd.
Euro (83 Tsd. Euro im Vorjahr).
Die folgende Tabelle gibt Informationen für das in
den finanziellen Vermögenswerten enthaltene
Kreditrisiko:
20 - Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Gesellschaft behandelt alle Kapitalanlagen mit hoher
Fungibilität mit einer Fälligkeit von bis zu drei
Monaten zum Zeitpunkt des Erwerbs als Barvermögen.
Für den Zweck des Konzernabschlusses umfassen die
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks.
21 - Lang- und kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige Forderungen
Aufgrund der Verlängerung der
Immobilienleasingverträge zwischen Elmos und Epigone
in 2021 werden Forderungen der Elmos gegenüber dem
Beteiligungsunternehmen Epigone zum 31. Dezember 2023
weiterhin unter den langfristigen finanziellen
Vermögenswerten ausgewiesen (siehe hierzu auch
Anhangangabe 15).
22 - EigenkapitalGrundkapital: Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2023
aus 17.700.000 (31. Dezember 2022: 17.700.000) auf den
Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien, mit
einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital,
bestehende Grundkapital in Höhe von 17.700 Tsd. Euro
(31. Dezember 2022: 17.700 Tsd. Euro) ist voll eingezahlt.
Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der
Hauptversammlung je eine Stimme. Im Geschäftsjahr 2021
hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats
beschlossen, dass unter Ausnutzung der Ermächtigung
der Hauptversammlung vom 22. Mai 2020 das Grundkapital der
Gesellschaft von 20.103.513 Euro um insgesamt 2.403.513
Euro auf 17.700.000 Euro durch Einziehung von 2.403.513 auf
den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen
Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie herabzusetzen
(§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 6 AktG).
Eigene Anteile: Zum 31. Dezember 2023 hält die
Gesellschaft 579.274 (31. Dezember 2022: 581.364) eigene
Anteile ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am
Grundkapital von insgesamt 579 Tsd. Euro (31. Dezember
2021: 581 Tsd. Euro). Die eigenen Anteile haben sich in den
Geschäftsjahren 2023 und 2022 durch die Ausgabe von
Aktien im Rahmen aktienbasierter Vergütung vermindert.
Am Tag der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltene
eigene Aktien sind weder stimm- noch dividendenberechtigt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen
Aufgelder aus Kapitalerhöhungen und der Ausgabe von
Aktien der Elmos Semiconductor SE. In 2023 verminderte sich
der Posten durch aktienbasierte Vergütung und hiermit
im Zusammenhang stehender Ausgabe eigener Anteile um 2 Tsd.
Euro (2022: Verminderung um 9 Tsd. Euro).
Der Anteil für Gratisaktien und Share Matching
erhöhte sich in 2023 um die Höhe des Aufwands aus
der Ausgabe von Gratisaktien/Share Matching (908 Tsd. Euro,
2022: 606 Tsd. Euro).
Sonstige Eigenkapitalbestandteile
Die Fremdwährungsanpassungen enthalten Differenzen
aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer
Tochterunternehmen.
Die zum Marktwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte erfassen Veränderungen des
beizulegenden Zeitwerts von ausgewählten
Finanzinstrumenten (siehe Anhangangaben 29 und 30).
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bilden
Gewinne oder Verluste, die sich aus Änderungen der
versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen zur
Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten
Verpflichtung und/oder des beizulegenden Zeitwerts des
Planvermögens ergeben, ab.
Die Entwicklung der den Gesellschaftern des
Mutterunternehmens zurechenbaren erfolgsneutralen
Veränderungen des Eigenkapitals für die Jahre
2023 und 2022 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
"Recycling" von erfolgsneutralen EigenkapitalkomponentenIm den Geschäftsjahren 2023 und 2022 hat die
Gesellschaft Anleihen vor Fälligkeit
veräußert. Für diese Anleihen sind bis zum
Veräußerungszeitpunkt erfolgsneutrale
Anpassungen im Eigenkapital vorgenommen worden.
Gemäß IAS 1.92 sind diese erfolgsneutral
erfassten Beträge zum Zeitpunkt der Realisierung als
Umgliederungsbetrag ("Recycling") anzugeben. In diesem
Zusammenhang waren im Geschäftsjahr 2023 vorher
erfolgsneutral erfasste Beträge in Höhe von 268
Tsd. Euro ergebniswirksam in die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung umzugliedern (Vorjahr: 161 Tsd. Euro).
Weitere Transaktionen, welche ein "Recycling" von
erfolgsneutralen Eigenkapitalkomponenten erfordert
hätten, gab es im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht.
Beteiligungsverhältnisse am Kapital
Unter Berücksichtigung der nahestehenden Personen
beträgt der Anteil der "Weyer Beteiligungsgesellschaft
mbH und verbundene Parteien" 22,9% bzw. der Anteil der
"ZOE-VVG GmbH und verbundene Parteien" 16,3% zum 31.
Dezember 2023 (31. Dezember 2022: 22,9% bzw. 16,3%).
Kapitalermächtigungen des Vorstands
DividendeNach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die
ausschüttungsfähige Dividende nach dem
Bilanzgewinn, den die Elmos Semiconductor SE in ihrem
gemäß den Vorschriften des deutschen
Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss
(Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2023
(2022) schüttete die Elmos Semiconductor SE aus dem
Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 (2021) eine
Dividende in Höhe von 0,75 Euro (0,65 Euro) je Aktie
aus.
23 - Aktienbasierte VergütungsprogrammeDie aktienkursbezogene Vergütung für
Vorstandsmitglieder besteht aus der Zusage, unter
bestimmten Bedingungen Aktien der Gesellschaft zugeteilt zu
bekommen. Die Zusage orientiert sich am nachhaltigen
Erreichen einer maßgeblich erhöhten
Unternehmensbewertung und stellt daher auf den gleitenden
Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft über
längere Zeiträume ab. Im Geschäftsjahr 2023
sind dem Konzern Aufwendungen in Höhe von 371 Tsd.
Euro (2022: 415 Tsd. Euro) für die aktienkursbasierte
Vergütung für Vorstandsmitglieder entstanden.
Neue Vergütungsprogramme für Vorstandsmitglieder
sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht abgeschlossen
worden.
24 - RückstellungenRückstellungen für Pensionen
Die Gesellschaft unterhält eine betriebliche
Altersversorgung für Mitglieder des Vorstandes der
Elmos Semiconductor SE (auch ehemalige) und z.T. für
Mitglieder der Geschäftsführung der
Tochtergesellschaften. Die Vergütung basiert auf
individueller vertraglicher Vereinbarung. Von der
Gesellschaft wurden Rückdeckungsversicherungen
für die Pensionszusagen abgeschlossen, deren
Ansprüche an die Anspruchsberechtigten abgetreten
wurden.
Das versicherungsmathematische Gutachten basiert wie im
Vorjahr auf einer Rentenanpassung von 1,5% p.a. Die
erwarteten Gehaltssteigerungen werden unverändert mit
0,0% angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach IAS 19. Der
Rechnungszinsfuß betrug zum 31. Dezember 2023: 3,65%
p.a. (31. Dezember 2022: 3,15% p.a.). Als
versicherungsmathematische Annahmen für das Sterbe-
und Berufsunfähigkeitsrisiko wurden die
Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.
Die Pensionsaufwendungen werden den Personalkosten der
einzelnen Funktionsbereiche zugeordnet und teilen sich wie
folgt auf:
Die Änderungen des Barwerts der
leistungsorientierten Verpflichtungen und des Zeitwertes
der Rückdeckungsversicherungen stellen sich wie folgt
dar:
Die leistungsorientierten Pensionspläne sind
primär Risiken aus Änderungen
versicherungsmathematischer Annahmen, wie z.B. dem
Rechnungszins, ausgesetzt. Ein niedriger Abzinsungsfaktor
führt zu höheren Pensionsverpflichtungen.
Die Erträge aus der Rückdeckungsversicherung
betragen 43 Tsd. Euro (2022: 47 Tsd. Euro) inklusive der
Leistungen aus der Auszahlung im Todesfall. Beiträge
wurden in Höhe von 0 Tsd. Euro (2022: 0 Tsd. Euro)
gezahlt. Für 2024 werden ebenso keine
Beitragszahlungen erwartet.
Des Weiteren bestehen für Mitglieder (auch
ehemalige) des Vorstands der Elmos Semiconductor SE
mittelbare Pensionszusagen über eine
Unterstützungskasse. Zur vollständig kongruenten
Abdeckung ihrer Verpflichtungen hat die
Unterstützungskasse entsprechende
Rückdeckungsversicherungen in genau der zugesagten
Beitragshöhe abgeschlossen. In 2023 betrugen die
Beiträge für diese Pensionspläne 107 Tsd.
Euro (2022: 113 Tsd. Euro).
Die für Arbeitnehmer gezahlten Rentenbeiträge
des Arbeitgebers zur Sozialversicherung in 2023 betrugen
6.943 Tsd. Euro (2022: 5.184 Tsd. Euro). Die Beiträge
zu Direktversicherungen für Arbeitnehmer betrugen in
2023 351 Tsd. Euro (2022: 328 Tsd. Euro).
Beträge laufender und der vorangegangenen vier Berichtsperioden:
Einer der wesentlichen Bewertungsparameter ist der
verwendete Diskontierungszinssatz. Dieser ist
gemäß IAS 19.83 laufzeit- sowie
währungskongruent und unter Bezugnahme auf die
Zinssätze qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen
zu wählen. Eine Veränderung von 1%-Punkt bei der
Annahme des Rechnungszinsfußes hätte sich im
Berichtsjahr (Vorjahr) wie folgt ausgewirkt:
Zu beachten ist, dass die Sensitivitäten eine
Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung
nur für die jeweilige konkrete
Größenordnung der Änderungen von Annahmen
(beispielsweise hier 1,0%-Punkt) widerspiegeln. Wenn sich
die Annahmen in einer anderen Größenordnung
ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare
Auswirkung auf die Verpflichtung.
Auf Basis der durchgeführten
Sensitivitätsanalysen ergeben sich wie im Vorjahr
keine signifikanten Auswirkungen auf den Pensionsaufwand.
Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf
Sensitivitätsanalysen für weitere Parameter
verzichtet.
Erwartete Fälligkeiten für die Rentenzahlungen der nächsten fünf Jahre:
Die durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen
Versorgungszusagen beträgt 8,0 Jahre (2022: 8,6
Jahre).
Kurzfristige Rückstellungen
1 Hiervon mit 5.259 Tsd. Euro die Elmos
Semiconductor SE betreffend.
Die Rückstellungen für Garantieleistungen und
Produkthaftung werden im Wesentlichen auf Basis bekannter
Einzelrisiken entsprechend der erfolgten
Risikoeinschätzung am Bilanzstichtag gebildet. Es
handelt sich um einzelne Gewährleistungsfälle,
bei denen zum Bilanzstichtag Unsicherheiten bzgl. der
Inanspruchnahme bestehen. Die Rückstellung für
Lizenzen beinhaltet die Zahlungsverpflichtung an die
internen und externen Erfinder. Die Grundlage für die
Berechnung der Rückstellung bilden die bestehenden
Vergütungsverträge. In den sonstigen
Personalrückstellungen sind im Wesentlichen
Bonusverpflichtungen, Abfindungen, Überstunden und
Prämien enthalten. Die übrigen
Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare
Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. Die als
kurzfristig eingestuften Rückstellungen werden
voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden
Geschäftsjahres in Anspruch genommen.
25 - FinanzverbindlichkeitenLangfristige Finanzverbindlichkeiten
Das in 2017 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe
von 40.000 Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten
von fünf, sieben und zehn Jahren mit jeweils einer
festen Verzinsung aufgeteilt. Zum aktuellen Bilanzstichtag
werden hiervon noch 14.000 Tsd. Euro unter den
langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das in
2021 begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 25.000
Tsd. Euro ist in drei Tranchen mit Laufzeiten von
fünf, acht und zehn Jahren mit jeweils einer festen
Verzinsung aufgeteilt. Das in 2023 begebene
Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 Tsd. Euro ist
in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und
zehn Jahren mit jeweils einer festen Verzinsung aufgeteilt.
Bei dem KfW-Darlehen handelt es sich um eine im ersten
Quartal 2022 aufgenommene Darlehenssumme im Nennwert von
20.000 Tsd. Euro, die bis zum Jahr 2031 in Höhe von
jährlich 2.051 Tsd. Euro zu tilgen ist.
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt
es sich um bedingte Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang
mit dem Anteilserwerb an der Online Engineering GmbH,
Dortmund im Geschäftsjahr 2021.
Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenZum 31. Dezember 2023 standen der Gesellschaft
verschiedene kurzfristige Kreditrahmen in Höhe von
75.000 Tsd. Euro (2022: 25.000 Tsd. Euro) zur
Verfügung. Per 31. Dezember 2023 wurden diese
Kreditfazilitäten in Höhe von 742 Tsd. Euro als
Sicherheiten gestellt (2022: 703 Tsd. Euro). Bei den
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (31. Dezember 2023:
18.807 Tsd. Euro; 31. Dezember 2022: 4.521 Tsd. Euro)
handelt es sich im Wesentlichen mit 14.000 Tsd. Euro um die
in 2024 fällige Tranche des in 2017 aufgenommenen
Schuldscheindarlehens, mit 2.051 Tsd. Euro um den in 2024
zu tilgenden Anteil des KfW-Darlehens und mit 1.312 Tsd.
Euro um den kurzfristigen Anteil der Miet- und
Leasingverpflichtungen (2022: 1.791 Tsd. Euro).
DarlehenDie effektiven Zinssätze der Darlehen liegen
zwischen 0,55% p.a. und 4,84% p.a. (Vorjahr 0,55% bis
2,11%).
Zahlungsströme aus finanziellen VerbindlichkeitenDie folgende Tabelle zeigt alle bis zum 31. Dezember
2023 bzw. 31. Dezember 2022 vertraglich fixierten
Auszahlungen (in der folgenden Tabelle positiv dargestellt)
für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus
bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Diese werden
mit den undiskontierten Zahlungsströmen inkl.
Zinszahlungen für die nächsten
Geschäftsjahre angegeben. Einbezogen sind auch alle
Zahlungsströme aus derivativen Finanzinstrumenten mit
positivem und negativem beizulegenden Zeitwert.
Die zukünftigen Finanzierungsaufwendungen der Miet-
und Leasingverpflichtungen betragen 379 Tsd. Euro (2022:
421 Tsd. Euro).
1 Betrifft Sachanlagen, über die nicht frei
verfügt werden kann.
Der Darstellung der Liquiditätsanalyse liegen
folgende Annahmen zugrunde: Bei variabel verzinslichen
Finanzinstrumenten erfolgt die Aufstellung der
zukünftigen Zinszahlungen auf Basis des Fixings zum
aktuellen Stichtag. Fremdwährungsbeträge wurden
zum aktuellen Stichtagskurs umgerechnet (EUR/ USD: 1,1050;
EUR/KRW: 1.433,66; EUR/SGD: 1,4591; EUR/CNY: 7,8509;
EUR/JPY: 156,33), der resultierende Betrag wurde für
die Ermittlung der zukünftigen Zahlungen verwendet.
Überleitung Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
26 - Sonstige Verbindlichkeiten und ErtragsteuerverbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zum
Stichtag ausschließlich kurzfristig und belaufen sich
auf 40.304 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 6.651 Tsd. Euro).
Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt
es sich u.a. um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer, aus noch
abzuführenden Sozialversicherungsbeiträgen,
erhaltenen Anzahlungen, und sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten. Der Anstieg im Vorjahresvergleich
basiert primär auf gegenüber dem Vorjahr
erhöhten Anzahlungen im Zusammenhang mit der geplanten
Veräußerung eines Tochterunternehmens. So hat
die Elmos Semiconductor SE gemäß den
vertraglichen Vereinbarungen bereits im zweiten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023 einen Betrag in Höhe von
37.200 Tsd. Euro zahlungswirksam vereinnahmt.
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten belaufen sich auf
71.839 Tsd. Euro (31. Dezember 2022: 21.441 Tsd. Euro) und
beinhalten zum 31. Dezember 2023 mit 71.689 Tsd. Euro (31.
Dezember 2022: 20.402 Tsd. Euro) im Wesentlichen
Verbindlichkeiten der Elmos Semiconductor SE, aber auch
Verbindlichkeiten einzelner inländischer und
ausländischer Tochtergesellschaften.
27 - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betreffen hauptsächlich den Bezug von Sachmitteln und
Dienstleistungen zum Unterhalt der laufenden
Geschäftstätigkeit. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe
innerhalb eines Jahres fällig.
28 - Derivative FinanzinstrumenteElmos hat im Geschäftsjahr 2023 diverse
währungsbezogene Sicherungsgeschäfte
abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um
Devisentermingeschäfte für die Währung
US-Dollar, wobei die korrespondierenden Erträge bzw.
Aufwendungen unter der Position Wechselkursgewinne
ausgewiesen worden sind (siehe Anhangangabe 29). Der
Marktwert für die Devisentermingeschäfte wird
unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten
Währungskurse auf Basis der Marktbewertungen der
korrespondierenden Kreditinstitute bewertet.
29 - Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach BewertungskategorienDie Gesellschaft hat sich bzgl. der Klassenbildung von
Finanzinstrumenten an die Bewertungskategorien nach IFRS 9
angelehnt, da die Risikoverteilung innerhalb dieser
Bewertungskategorien ähnlich ist.
Der Buchwert von Finanzinstrumenten wie Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht
aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten dieser
Finanzinstrumente im Wesentlichen dem beizulegenden
Zeitwert. Die Buchwerte der dem Geschäftsmodell
"Halten und Verkauf" zugeordneten kurz- und langfristigen
Wertpapiere entsprechen dem Marktwert. Die Bewertung wurde
anhand der von den involvierten Banken zur Verfügung
gestellten Kurswerte zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die
als "Halten" ausgewiesenen Wertpapiere wurden zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der
Marktwert der Devisentermin-/Devisenoptionsgeschäfte
(siehe Anhangangabe 30) wurde anhand der von den
involvierten Banken zur Verfügung gestellten
Devisenkurswerte zum Bilanzstichtag ermittelt. Der
Marktwert der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten wurde basierend auf den für dieselben
oder vergleichbare Begebungen angesetzten Marktpreisen
sowie auf den der Gesellschaft aktuell angebotenen
Zinssätzen ermittelt.
Buchwerte und Fair Value jeder Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Hierarchie beizulegender ZeitwerteStufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie folgende Tabelle stellt die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder
-verluste von Finanzinstrumenten dar.
Elmos erfasst Wertberichtigungen/Forderungsverluste auf
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die der
Kategorie "Halten" zuzurechnen sind, unter den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen. Die Gewinne aus der
Währungsumrechnung von den dem Geschäftsmodell
"Halten" zugeordneten finanziellen Vermögenswerten
resultieren überwiegend aus Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente. Die Nettogewinne und
-verluste enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen,
Währungsumrechnungseffekte sowie
Forderungsausfälle. Die dem Geschäftsmodell
"Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten" zuzuordnenden Aufwendungen bzw.
Erträge resultieren aus den Währungsdifferenzen
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im
Geschäftsmodell "Handel" werden im Zusammenhang mit
währungsbezogenen Sicherungsgeschäften
Kursgewinne in Höhe von 621 Tsd. Euro und Kursverluste
in Höhe von 35 Tsd. Euro (2022: Kursgewinne 1.721 Tsd.
Euro und Kursverluste 0 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Zinsen
aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen
(siehe Anhangangabe 9).
30 - Finanzielle RisikenGrundlagenDie generellen Grundlagen zum Umgang mit Risiken im
Elmos-Konzern werden im zusammengefassten Lagebericht
(Chancen und Risiken) umfangreich erläutert.
Elmos unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten, geplanten Transaktionen und bestehenden
Verpflichtungen (firm commitments) insbesondere
Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus der
Veränderung der Wechselkurse und Zinssätze sowie
sonstigen Preisrisiken. Ziel der finanzorientierten
Risikoerfassung ist es, diese Marktrisiken im Rahmen eines
kontinuierlichen Prozesses sowie in enger Zusammenarbeit
mit den operativen Konzerneinheiten rechtzeitig zu
identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf durch
Maßnahmen zu begrenzen. So werden z.B. Zins- und
Währungsrisiken durch geeignete derivative Instrumente
gesteuert bzw. begrenzt. Elmos geht dabei
Devisentermingeschäfte und -optionen zur Absicherung
von Transaktionen in Fremdwährungen ein, die auf den
Zeitraum beschränkt sind, in dem das Risiko besteht.
Diese Derivatgeschäfte zur Devisenkurssicherung dienen
dazu, Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die
Ertragslage zu reduzieren. Elmos setzt diese
Sicherungsinstrumente ausschließlich für
nicht-spekulative, risikobegrenzende Zwecke in Zusammenhang
mit Grundgeschäften ein.
Kredit- und AusfallrisikoDie liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Im
Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der
Konzern ggfs. Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt,
sofern Finanzinstitute bzw. Emittenten ihre Verpflichtungen
nicht erfüllen. Elmos steuert die daraus entstehende
Risikoposition durch Diversifizierung der Produkte und
Transaktionskontrahenten. Die Anlage liquider Mittel
erfolgt unter Berücksichtigung hoher Flexibilität
und Diversifikation, u.a. bzgl. der Bankpartner bzw.
Emittenten. Ein substantieller Teil des Gesamtportfolios
ist einlagensicherungsgeschützt bei Banken mit hoher
Bonität angelegt (u.a. Tages- und Termingeldanlagen,
strukturierte Termingeldanlagen). Darüber hinaus
werden die liquiden Mittel in börsennotierte Anleihen
(u.a. Unternehmensanleihen, strukturierte Anleihen mit
Bonitätskomponente) sowie in kleinerem Umfang zur
Beimischung in Schuldscheinanlagen investiert. Der
Schwerpunkt der Emittentenratings liegt weiterhin im
Investment Grade-Segment.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen
hauptsächlich durch Umsätze mit
mikroelektronischen Bauelementen, Sensoren, Systemteilen
und Entwicklungsdienstleistungen. Die Kunden sind
überwiegend Automobilzulieferer, zu einem kleineren
Teil Unternehmen der Industrie-, Konsumgüter-,
Medizintechnik- sowie sonstiger Branchen. Die
Außenstände werden fortlaufend überwacht;
Ausfallrisiken wird soweit erforderlich mittels
Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Über die
Laufzeit erwartete Kreditverluste waren für
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht zu
berücksichtigen. Die Zahlungsbedingungen spiegeln die
historische Geschäftsentwicklung mit den jeweiligen
Kunden wider, deren Einhaltung fortlaufend überwacht
wird. Zusätzlich werden bei Neukunden präventiv
Bonitätsinformationen eingeholt und bei Bedarf
Kreditlimits festgelegt. Das Geschäft mit
Großkunden unterliegt gesonderter
Ausfallrisikoüberwachung. Insgesamt verfolgt Elmos
eine stringente Kreditpolitik. Das maximale Ausfallrisiko
wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten
finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Vor dem
Hintergrund der andauernden globalen Unsicherheiten werden
ausstehende Forderungen im Sinne eines kontinuierlichen
operativen Prozesses kritisch überwacht und verfolgt.
Liquiditäts- und FinanzierungsrisikoDas Liquiditätsrisiko besteht für Elmos darin,
dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihre
finanziellen Verpflichtungen, z.B. die Tilgung von
Finanzschulden, Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen sowie
Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei
Fälligkeit zu erfüllen. Damit sich dieses Risiko
nicht materialisiert und die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle
Flexibilität sichergestellt ist, hält Elmos eine
Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, Anlagen mit
hoher Fungibilität und Liquidierbar-keit sowie in
angemessenen Umfang verfügbaren, freien
Betriebsmittelkreditlinien vor. Darüber hinaus wird
die Liquidität des Konzerns im Rahmen einer kurz- und
langfristigen Liquiditätsplanung laufend
überwacht. Die Liquiditätsversorgung der in- und
ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt neben
deren Innenfinanzierungskraft über Konzernkreditlinien
und -darlehen sowie durch Kreditinstitute. Die
Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten sind in
Anhangangabe 25 dargestellt.
FinanzmarktrisikenElmos ist aufgrund ihrer internationalen
Geschäftsaktivitäten Marktpreisrisiken aus
Änderungen von Wechselkursen (im Wesentlichen
gegenüber dem US-Dollar), Zinssätzen und
Rohstoffen (z.B. Gold) ausgesetzt. Ferner bestehen
Marktpreisrisiken im Rahmen der mittelfristigen Absicherung
der Strom-und Erdgaszulieferung. Diese Marktpreisrisiken
können einen negativen Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
haben.
a) WechselkursrisikoDie Währungskursrisiken resultieren aus operativer
Tätigkeit (Umsätze, Einkauf) und Investitionen.
Durch den gestiegenen Einkauf von Leistungen in US-Dollar,
insbesondere Assembly- und Foundry-Dienstleistungen aus
Asien, hat sich das Währungsexposure des Konzerns
ausgeweitet. Grundsätzlich strebt Elmos perspektivisch
weiterhin das Natural Hedging an, d.h. den Ausgleich von
US-Dollar Zahlungseinnahmen und -ausgaben, und verfolgt
konzernübergreifend Maßnahmen, um das Exposure
zu begrenzen. Der nicht durch Natural Hedging abgedeckte
Überhang wird - sofern dies vom Management als
notwendig erachtet wird - aktiv, u.a. durch den Abschluss
von derivativen Finanzinstrumenten zur Kurssicherung,
gesteuert.
Elmos war am Abschlussstichtag Währungskursrisiken
ausgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 hat Elmos durch
ausgeführte US-Dollar Sicherungsgeschäfte
Kursgewinne in Höhe von 621 Tsd. Euro (2022: 1.721
Tsd. Euro) und Kursverluste in Höhe von 35 Tsd. Euro
(2022: 0 Tsd. Euro) in der Konzern-Gewinn-und
Verlustrechnung unter der Position Wechselkursgewinne
realisiert.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31.
Dezember 2023 in Bezug auf die monetären
Finanzinstrumente um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen
wäre, würde sich das Ergebnis (vor Steuern) um
1.830 Tsd. Euro verringern (2.236 Tsd. Euro erhöhen)
(2022: um 1.035 Tsd. Euro verringern (1.265 Tsd. Euro
erhöhen)). Der Konzern-Eigenkapitaleffekt ergäbe
sich in gleicher Höhe über die Ergebnisauswirkung
unter Berücksichtigung anfallender Ertragsteuern.
b) ZinsänderungsrisikoDas Zinsänderungsrisiko von Elmos zum
Bilanzstichtag resultiert aus den als "Halten und Verkauf"
klassifizierten Wertpapieren. Bei einem um 100 Basispunkte
höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau ergäbe sich
eine Reduzierung des Eigenkapitals um 156 Tsd. Euro
(Erhöhung des Eigenkapitals um 157 Tsd. Euro) (2022:
Reduzierung (Erhöhung) des Eigenkapitals um 215 (438)
Tsd. Euro). Auf diese Beträge wären zudem latente
Steuern zu berücksichtigen.
Elmos unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich im
Euroraum. Der Vorstand beschließt im Rahmen von
Finanzierungsentscheidungen über den Zielmix aus fest
bzw. variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Daraus wird
die Finanzierungsstruktur abgeleitet und umgesetzt.
Langfristige Finanzierungsvorhaben werden zur Absicherung
einer Kalkulationsbasis in der Regel festverzinslich
vereinbart. Gegebenenfalls werden zur Umsetzung auch
Zinsderivate eingesetzt. Zur Sicherung der langfristigen
Finanzierung finden sich weitere Ausführungen unter
Anhangangabe 25.
KapitalsteuerungDas vorrangige Ziel der Kapitalsteuerung des
Elmos-Konzerns besteht darin, ein angemessenes
Bonitätsrating, jederzeitige Sicherstellung der
Liquidität bei hoher finanzieller Flexibilität
sowie eine solide Kapitalstruktur zu gewährleisten.
Die Kapitalstruktur des Elmos-Konzerns wird vom Vorstand
aktiv gesteuert sowie unter Berücksichtigung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Risiken aus den
zugrundeliegenden Vermögenswerten ggf. angepasst. Ziel
ist es, die operative Liquidität sicherzustellen sowie
ausreichende Robustheit bei wirtschaftlichen Schwankungen
zu gewährleisten ohne strategische
Handlungsfähigkeit einzubußen. Zur
Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur
können beispielsweise Dividenden an die Anteilseigner
gezahlt oder neue Anteile ausgegeben werden. Zum 31.
Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 wurden keine
Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren
vorgenommen.
Der Konzern überwacht sein Kapital
grundsätzlich mithilfe der absoluten Höhe der
Nettoverschuldung bzw. dem Nettobarmittelbestand sowie der
Eigenkapitalquote. Die Nettoverschuldung bzw. der
Nettobarmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente (inklusive die der
Veräußerungsgruppe, siehe hierzu auch
Anhangangabe 5) sowie Wertpapiere abzüglich kurz- und
langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Die
Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital ins
Verhältnis zur Bilanzsumme.
SONSTIGE ANGABEN31 - FördermittelDie Gesellschaft erhält Fördermittel der
öffentlichen Hand, die zur Finanzierung von
Forschungs- und Entwicklungsprojekten verwendet werden.
Für Forschungs- und Entwicklungsprojekte verwendete
Fördermittel wurden unter den Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen aufwandsmindernd erfasst (4.398
Tsd. Euro in 2023, 3.247 Tsd. Euro in 2022). Zu den
Fördermitteln für Investitionen in das
Anlagevermögen siehe Anhangangabe 15.
32 - Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseZukünftige Mindestzahlungen aus unkündbaren
Miet- und Leasingzahlungen, Wartung,
Versicherungsprämien, diverse Abnahmeverpflichtungen,
etc. mit ursprünglichen Laufzeiten oder Restlaufzeiten
von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2023 bzw. 31.
Dezember 2022 wie folgt:
Die Gesamtaufwendungen für die Miet- und
Leasingverträge betrugen 2.753 Tsd. Euro in 2023 und
2.587 Tsd. Euro in 2022.
Wesentliche Aufwendungen für kurzfristige
Leasingverhältnisse und Aufwendungen für
Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von
geringem Wert waren in den Geschäftsjahren 2023 und
2022 nicht zu verzeichnen. Die gesamten
Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse betragen 1.444 Tsd. Euro (2022:
1.390 Tsd. Euro) für Tilgungsverpflichtungen und 131
Tsd. Euro (2022: 96 Tsd. Euro) für Zinszahlungen.
Aus erteilten Investitionsaufträgen besteht ein
Bestellobligo in Höhe von 11.375 Tsd. Euro (2022:
41.315 Tsd. Euro).
Für ein im Geschäftsjahr 2019
veräußertes verbundenes Unternehmen besteht noch
(voraussichtlich) übergangsweise eine Garantie in
Höhe von 6.767 Tsd. USD. Aus heutiger Sicht rechnet
Elmos mit keiner Inanspruchnahme.
33 - KonzernunternehmenIn den vorliegenden Konzernabschluss sind das
Mutterunternehmen und die nach IFRS 10 beherrschten
Tochterunternehmen einbezogen worden. Die Kapitalanteile an
den Unternehmen sind unverändert zum Vorjahr.
Folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis
waren in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 zu
verzeichnen:
Verschmelzung der GED Electronic Design GmbH, Frankfurt/OderMit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde gemäß
Verschmelzungsvertrag vom 13. Dezember 2021 zwischen der
Elmos Semiconductor SE, Dortmund und der GED Electronic
Design GmbH, Frankfurt/Oder das Tochterunternehmen auf das
Mutterunternehmen verschmolzen.
Verschmelzung der MAZ Mikroelektronik-Anwendungszentrum GmbH im Land Brandenburg, BerlinMit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde gemäß
Verschmelzungsvertrag vom 13. Dezember 2021 zwischen der
Elmos Semiconductor SE, Dortmund und der MAZ
Mikroelektronik-Anwendungszentrum GmbH im Land Brandenburg,
Berlin das Tochterunternehmen auf das Mutterunternehmen
verschmolzen.
Gründung der Area 21 Software GmbH, DortmundIm Geschäftsjahr 2022 ist die Area 21 Software
GmbH, Dortmund, gegründet worden. Als 100%-ige
Tochtergesellschaft der Elmos Semiconductor SE liegt der
Fokus der Gesellschaft u.a. auf der Software-Entwicklung
für Elmos ICs wie z.B. Standard-Firmware und
Bootloader sowie auf kundenspezifischer Software.
Entkonsolidierung der Elmos Semiconductor B.V., Nijmegen/NiederlandeDas Tochterunternehmen Elmos Semiconductor B.V.,
Nijmegen/Niederlande ist im vierten Quartal 2022 im Wege
einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des
Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte
aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.
Entkonsolidierung der European Semiconductor Assembly (eurasem) B.V., Nijmegen/NiederlandeDas Tochterunternehmen European Semiconductor Assembly
(eurasem) B.V., Nijmegen/Niederlande ist im vierten Quartal
2023 im Wege einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis
des Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche
Ergebniseffekte aus der Entkonsolidierung ergaben sich
nicht.
Entkonsolidierung der Elmos Design Center LLC, St. Petersburg/RusslandDas Tochterunternehmen Elmos Design Center LLC, St.
Petersburg/Russland ist im vierten Quartal 2023 im Wege
einer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis des
Elmos-Konzerns ausgeschieden. Wesentliche Ergebniseffekte
aus der Entkonsolidierung ergaben sich nicht.
Angaben zum Anteilsbesitz
1 Die vorgelegten Zahlen beruhen auf
vorläufigen, ungeprüften Abschlüssen zum 31.
Dezember 2023.
Ergänzende zusammengefasste Finanzinformationen zum 31.12.
34 - Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat
Für Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses bestehen für Mitglieder des
Vorstands mittelbare Pensionszusagen, für die aufgrund
der vollständigen kongruenten Rückdeckung durch
eine Rückdeckungsversicherung keine
Pensionsrückstellungen zu bilden sind. In 2023
beliefen sich die Beiträge für diese
Pensionspläne auf 90 Tsd. Euro (2022: 90 Tsd. Euro),
die im fixen Bestandteil der Bezüge enthalten sind.
Die von der Gesellschaft geleisteten Bezüge
für frühere Vorstandsmitglieder bzw. ihre
Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 392
Tsd. Euro, davon fixe Bezüge 392 Tsd. Euro und
variable Bezüge 0 Tsd. Euro (2022: 392 Tsd. Euro,
davon fixe Bezüge 392 Tsd. Euro und variable
Bezüge 0 Tsd. Euro). Ferner wurden für diese
Versicherungsprämien in Höhe von 17 Tsd. Euro
(2022: 23 Tsd. Euro) entrichtet. Diesen Beträgen
stehen Erstattungen aus Rückdeckungsversicherungen in
Höhe von 393 Tsd. Euro (2022: 393 Tsd. Euro)
gegenüber. Die Höhe der
Pensionsrückstellungen für gegenwärtige und
frühere Mitglieder des Vorstands bzw. deren
Hinterbliebenen zum 31. Dezember 2023 betrug 1.110 Tsd.
Euro (31. Dezember 2022: 1.197 Tsd. Euro).
Am 31. Dezember 2023 hatten keine amtierenden Mitglieder
von Vorstand und Aufsichtsrat Mandate in gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten oder in vergleichbaren in-
und ausländischen Kontrollgremien.
35 - Angaben zu Honoraren für KonzernabschlussprüferHonorare für Konzernabschlussprüfer BDO AG bzw. im Vorjahr Grant Thornton AG
1 Davon 0 Tsd. Euro für das Vorjahr
In 2023 und 2022 beinhalteten die
Abschlussprüfungsleistungen das Honorar für die
gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung und
für die prüferische Durchsicht des
Halbjahreskonzernabschlusses der Elmos. Zudem ist das
Honorar in Höhe von 10 Tsd. Euro für die formelle
Prüfung des Vergütungsberichts des
Geschäftsjahres 2023 (im Vorjahr 10 Tsd. Euro) in den
Abschlussprüfungsleistungen enthalten.
36 - Gewinnverwendung und DividendenvorschlagVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung
im Mai 2024 die Ausschüttung einer Dividende von 0,85
Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 aus dem
Bilanzgewinn 2023 der Elmos Semiconductor SE in Höhe
von 284,4 Mio. Euro vor. Die Gesamtausschüttung
würde damit 14,6 Mio. Euro betragen, basierend auf
17.120.726 dividendenberechtigten Aktien per 31. Dezember
2023.
37 - Meldungen von Managers' Transactions gemäß Art. 19 Abs. 1 MarktmissbrauchsverordnungDie Meldungen von Managers' Transactions
gemäß Art. 19 Abs. 1 Marktmissbrauchsverordnung
im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 stehen
unter www.elmos.com zur Verfügung.
38 - Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenNach IAS 24 "Related Party Disclosures" müssen
Personen bzw. Unternehmen, die den Elmos-Konzern
beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben
werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes
Unternehmen in den Konzernabschluss des Elmos-Konzerns
einbezogen werden. Beherrschung liegt vor, wenn ein
Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an
der Elmos Semiconductor SE hält oder kraft
Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die
Möglichkeit besitzt, die Finanz-und
Geschäftspolitik des Managements des Elmos-Konzerns zu
steuern. Darüber hinaus erstreckt sich die
Angabepflicht nach IAS 24 auf Geschäfte mit
assoziierten Unternehmen sowie Geschäfte mit Personen,
die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und
Geschäftspolitik des Elmos-Konzerns ausüben,
einschließlich naher Familienangehöriger oder
zwischengeschalteter Unternehmen. Ein maßgeblicher
Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des
Elmos-Konzerns kann hierbei auf einem Anteilsbesitz an der
Elmos Semiconductor SE von 20% oder mehr, einem Sitz im
Vorstand oder Aufsichtsrat der Elmos Semiconductor SE oder
einer anderen Schlüsselposition im Management beruhen.
Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und
Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Neben den unter der Anhangangabe 34 (Angaben zu Vorstand
und Aufsichtsrat) genannten Bezügen des Vorstandes und
Aufsichtsrates, die das Management in
Schlüsselpositionen im Elmos-Konzern darstellen, hat
kein Vorstand- und Aufsichtsratsmitglied im Zeitraum ihrer
Mandatstätigkeit für persönlich erbrachte
Beratungsleistungen Vergütungen in den
Geschäftsjahren 2023 und 2022 bezogen.
39 - Mitarbeiterzahlen
40 - Wesentliche Ereignisse nach Ende des GeschäftsjahresNach Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung.
41 - Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der Elmos haben die
Erklärung nach § 161 AktG im Mai 2023 abgegeben
und unter www.elmos.com dauerhaft öffentlich
zugänglich gemacht.
Dortmund, 28. Februar 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Elmos Semiconductor SE, DortmundVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTSPRÜFUNGSURTEILEWir haben den Konzernabschluss der Elmos Semiconductor
SE, Dortmund, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern)
- bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023,
der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, der
Konzerngesamtergebnisrechnung, der
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung
bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten
Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns) der Elmos Semiconductor SE für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN"
genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts
haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen
Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und
des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB und der
EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im
Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen
und Standards ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES
ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES
KONZERNABSCHLUSSES UND ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den
deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen
Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt.
Darüber hinaus erklären wir gemäß
Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine
verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs.
1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu
dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSESBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche
Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese
Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer
Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der
Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders
wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in
unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:
1. ABBILDUNG DES VERKAUFS DER WAFERFERTIGUNG ALS
VERÄUßERUNGSGRUPPE IM KON-ZERNABSCHLUS NACH IFRS
5
2. ANSATZ UND BEWERTUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR
GARANTIELEISTUNGEN UND PRODUKTHAFTUNG
ABBILDUNG DES VERKAUFS DER WAFERFERTIGUNG ALS VERÄUßERUNGSGRUPPE IM KONZERN-ABSCHLUS NACH IFRS 5SachverhaltDie Elmos Semiconductor SE und Littelfuse Inc., USA,
haben am 28. Juni 2023 einen Vertrag zum Verkauf der
Waferfertigung am Standort Dortmund an Littelfuse Inc.
abgeschlossen. Alle anderen Aktivitäten,
einschließlich des Testbetriebs, werden bei der Elmos
Semiconductor SE verbleiben. Der Kaufpreis der Transaktion
beträgt rund 93 Mio. EUR, wovon bereits rund 37 Mio.
gezahlt sind. Die kartellrechtliche Freigabe durch das
Bundeskartellamt erfolgte ohne Auflage am 27. Juli 2023.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
hat die außenwirtschaftliche Freigabe für den
Verkauf ohne Auflagen am 7. August 2023 erteilt. Mit der
außenwirtschaftlichen Freigabe sind die
regulatorischen Voraussetzungen für den Vollzug der
Transaktion erfüllt. Der Vollzug der Transaktion wird
voraussichtlich Ende Dezember 2024 wirksam werden. Bis zum
Vollzugstermin behält Elmos die volle operative
Kontrolle über die Waferfertigung.
Angesichts der umfangreichen Anforderungen des IFRS 5 in
Bezug auf den erforderlichen gesonderten Ausweis und die
Bewertung der zu veräußernden
Vermögenswerte und der dazugehörigen Schulden und
den damit in Zusammenhang stehenden erläuternden
Angaben im Konzernanhang war dieser Sachverhalt von
besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den zu
veräußernden Vermögenswerten und Schulden
sind in Abschnitt (3) "Wesentliche Grundsätze der
Bilanzierung und Bewertung" sowie in Abschnitt 5
"Veräußerungsgruppe" des Konzernanhangs
enthalten.
Prüferische Reaktion und ErkenntnisseWir haben zunächst beurteilt, ob die zu
übertragenden Vermögenswerte und Schulden eine
zur Veräußerung bestimmte Sachgesamtheit ohne
Geschäftsfeldqualität darstellen. Dazu haben wir
Befragungen der Mitglieder des Vorstands und des
Konzernrechnungswesens durchgeführt und hierbei auch
unser Verständnis der Geschäftsmodelle und der
Geschäftssteuerung berücksichtigt. Des Weiteren
haben wir uns durch die Abstimmung der Abschlussunterlagen
der entsprechenden Tochtergesellschaft davon
überzeugt, dass sämtliche Vermögenswerte und
Schulden der Veräußerungsgruppe unter den "Zur
Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten"
bzw. "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung
vorgesehenen Vermögenswerten" im Konzernabschluss
gesondert dargestellt werden. Bei der Bewertung der
Vermögenswerte haben wir uns ein Bild davon gemacht,
dass sich aus den Vereinbarungen des Kaufvertrages keine
niedrigeren beizulegende Zeitwerte abzüglich
Veräußerungskosten ableiten lassen, als der
jeweils angesetzte Buchwert.
Darüber hinaus haben wir die Vollständigkeit
und Richtigkeit der nach IFRS 5 geforderten Anhangangaben
nachvollzogen.
Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass
der Ansatz sowie die Bewertung der Vermögenswerte
einschließlich der korrespondierenden
Verbindlichkeiten und Rückstellungen insgesamt
sachgerecht abgeleitet wurden.
ANSATZ UND BEWERTUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR GARANTIELEISTUNGEN UND PRODUKTHAFTUNG SachverhaltIm Konzernabschluss werden unter dem Bilanzposten
"Rückstellungen" unter anderem Rückstellungen
für Garantieleistungen und Produkthaftung in Höhe
von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 4,1 Mio.) erfasst. Diese
betreffen (wahrscheinliche) Garantie- und
Produkthaftungsverpflichtungen aus Produktverkäufen
und werden mittels konkret bekannter Einzelfälle der
Elmos Semiconductor SE oder ihrer Tochterunternehmen sowie
durch Schätzungen für zukünftige
Maßnahmen unter Berücksichtigung bisheriger
Schadensverläufe ermittelt. Im Rahmen von Ansatz und
Bewertung der Rückstellungen für
Garantieleistungen und Produkthaftung treffen die
gesetzlichen Vertreter Annahmen bzgl. der
Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe, die
hohen Schätzunsicherheiten unterliegen. Aus diesem
Grund sind der Ansatz und die Bewertung der
Rückstellungen für Garantieleistungen und
Produkthaftung ein besonders wichtiger
Prüfungssachverhalt.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den
Rückstellungen für Garantieleistungen und
Produkthaftungen sind in Abschnitt (3) "Wesentliche
Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung" sowie in
Abschnitt (24) "Rückstellungen" des Konzernanhangs
enthalten.
Prüferische Reaktion und ErkenntnisseWir haben zunächst ein Verständnis über
den Prozess zur Erfassung und Ermittlung der
Rückstellungen sowie über das entsprechende
Berichtssystem hierzu und die relevanten internen
Kontrollen erlangt. Die identifizierten Kontrollen haben
wir auf ihre Ausgestaltung und Implementierung hin
beurteilt. Darauf auftauend haben wir die
Ansatzvoraussetzungen auf der Grundlage von Gesprächen
mit den gesetzlichen Vertretern der Elmos Semiconductor SE,
mit verantwortlichen Mitarbeitern der Gesellschaft sowie
uns vorgelegter Sachverhaltsbeschreibungen und
Vertragsunterlagen beurteilt. Zudem haben wir
Rechtsanwaltsbestätigungsschreiben eingeholt, um die
von den gesetzlichen Vertretern getroffenen
Risikoeinschätzungen beurteilen zu können. Wir
haben die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem
anhand der uns vorgelegten Sachverhaltsbeschreibungen,
Vertragsunterlagen und Berechnungsgrundlagen sowie durch
Vergleich mit Vergangenheitswerten beurteilt. Die für
die Bewertung der Rückstellungen maßgeblichen,
von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie
deren Herleitung haben wir gewürdigt. Zudem haben wir
die für die Bewertung der Rückstellungen
relevanten Informationen auf inhaltliche Konsistenz
geprüft und gewürdigt, ob diese zutreffend in die
Berechnung der Rückstellungen eingeflossen sind. Die
Berechnung haben wir nachvollzogen.
Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass
die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen
und Einschätzungen in Bezug auf den Eintritt und die
Höhe von möglichen Garantieleistungen und
Produkthaftungen nachvollziehbar abgeleitet wurden und die
angesetzten Rückstellungen innerhalb einer
vertretbaren Bandbreite liegen.
SONSTIGE INFORMATIONENDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind
für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die
sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum
zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die
sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir
weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form
von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die
sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu
würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten
Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche
Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind
wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten.
Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie
sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach
§ 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung
dieser Vorschriften ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens ,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben,
um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es
besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der
Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht
keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des
zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu
können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns
zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,
und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die
Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab,
dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen
eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie
sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern
einschlägig, die zur Beseitigung von
Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen
Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir
bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für
die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben,
diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des
Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum
am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER FÜR ZWECKE DER OFFENLEGUNG ERSTELLTEN ELEKTRONISCHEN WIEDERGABEN DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS NACH § 317 ABS. 3A HGBPrüfungsurteilWir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine
Prüfung mit hinreichender Sicherheit
durchgeführt, ob die in der Datei "ELMOS_KAP_2023.zip"
enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten
Wiedergaben des Konzernabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als
"ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328
Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat
("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen.
In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften
erstreckt sich diese Prüfung nur auf die
Überführung der Informationen des
Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen
Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben
genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer
Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei
enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten
Wiedergaben des Konzernabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen
Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das
elektronische Berichtsformat. Über dieses
Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "VERMERK
ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES
ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" enthaltenen
Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss
und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei
Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben
enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben
genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der in der oben genannten
Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und
des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke
der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von
Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a
HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere
Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des
Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der
ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere
Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW
Qualitätsmanagementstandards, die die International
Standards on Quality Management des IAASB umsetzen,
angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-UnterlagenDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind
verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen
mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses
und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe
des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die
Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des
§ 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachten, um die Erstellung der
ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von
wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -
Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs.
1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Prozesses der Erstellung der
ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-UnterlagenUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von
wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -
Verstößen gegen die Anforderungen des § 328
Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben
wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren
eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVOWir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2023 als
Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Juli
2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind eit dem
Geschäftsjahr 2023 als Konzernabschlussprüfer der
Elmos Semiconductor SE tätig.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO
(Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSUnser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang
mit dem geprüften Konzernabschluss und dem
geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den
geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das
ESEF-Format überführte Konzernabschluss und
zusammengefasste Lagebericht - auch die in das
Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind
lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften
Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten
Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere
sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes
Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in
elektronischer Form bereitgestellten geprüften
ESEF-Unterlagen verwendbar.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Dr. Marcus Falk.
Dortmund, 28. Februar 2024
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der
Konzernabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Elmos
Semiconductor SE zusammengefasst ist, der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Dortmund, 28. Februar 2024
FINANZKALENDER 2024
KONTAKTRalf Hoppe | Investor RelationsTelefon: + 49 (0) 231-75 49-7000
Telefax: + 49 (0) 231-75 49-111
invest@elmos.com
IMPRESSUMHerausgeber, Redaktion, Gestaltung und FotonachweiseElmos Semiconductor SE, Dortmund
Cover und Produktbilderkukune mediendesign, Freising
HinweisAus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir
im Geschäftsbericht auf geschlechtsspezifische
Formulierungen. Die gewählte männliche Form steht
stellvertretend für alle Geschlechter.
Zukunftsorientierte AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der
Unternehmensleitung von Elmos beruhen. Obwohl wir annehmen,
dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen
realistisch sind, können wir nicht dafür
garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig
erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können,
dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den
vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die
solche Abweichungen verursachen können, gehören
u.a. Veränderungen im wirtschaftlichen und
geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und
Zinsschwankungen, Einführungen von
Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und
Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine
Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Elmos
ist weder geplant noch übernimmt Elmos die
Verpflichtung dazu.
Elmos Semiconductor SEHeinrich-Hertz-Straße 1
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