SPIEGEL ONLINE GmbHLiquidated
20457 Hamburg, DEUMaster Data
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History
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Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Fried von Bismarck since 11/5/2002 | Managing Director |
Klaus Eike Mahlstedt since 7/30/2002 | Procura |
Financial Report
Official financial statements and annual reports
SPIEGEL ONLINE GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht zum Jahresabschluss 2008der SPIEGEL ONLINE GmbH, HamburgI. Wirtschaftsbericht (Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft) a) Entwicklung der Werbewirtschaft Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2008 belief sich auf + 1,3 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Damit setzt sich die wirtschaftliche Belebung der Vorjahre fort, bleibt aber leicht unter dem Wert für 2007 (+ 2,5 %). Kalenderbereinigt (2008 umfasst 2,7 Arbeitstage mehr als 2007) wird ein Anstieg von 1,0 % erreicht (Vorjahr: + 2,6 %). Die für Medienunternehmen relevanten Werbeaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt (Print, Fernsehen, Rundfunk, Plakat und Internet; alle Angaben auf Basis der "Nielsen Media Research") um 0,4 Mrd € auf 22,3 Mrd € erhöht. Damit konnte der Werbemarkt nach dem deutlichen Wachstum des Vorjahres[c1] (+ 5,8 %) im Jahr 2008 nur noch um 1,9 % zulegen. Der moderat ausfallende Anstieg ist insbesondere auf die im vierten Quartal 2008 spürbaren Auswirkungen der Finanzkrise zurückzuführen. Die immer noch positive Gesamtentwicklung der Werbewirtschaft wurde von zwei Mediengattungen getragen, dem Internet-Werbemarkt (+ 0,3 Mrd €, + 31,5 %) sowie dem Fernsehen (+ 0,4 Mrd €, + 4,5 %). Alle anderen Mediengattungen verlieren Marktanteile, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß: Die größten Einbußen mussten die Publikumszeitschriften (‑ 0,2 Mrd €, ‑ 4,2 %) hinnehmen, gefolgt von der Plakatwerbung (‑ 0,1 Mrd €, ‑ 7,1 %) und den Tageszeitungen (‑ 0,1 Mrd €, ‑ 0,9 %). Auch die Anteile der Fachzeitschriften (‑2,5 %) sowie der Rundfunkwerbung (‑ 0,8 %) reduzieren sich, aber auf deutlich geringerem absoluten Niveau. Die Print-Gattungen insgesamt (Tageszeitungen + Publikumszeitschriften + Fachzeitschriften) unterschreiten das Vorjahr um 0,2 Mrd € (‑ 2,4 %). Die klassischen Medien (alle Gattungen ohne Internet) bleiben beim Marktanteil trotz leichten absoluten Anstiegs (+ 0,1 Mrd €) mit 94,1 % hinter dem Vorjahreswert (95,4 %) zurück. Grund ist das überproportionale Wachstum des Internet-Werbebereichs, der seinen Anteil am Gesamtmarkt von 2007 auf 2008 deutlich verbessern konnte (von 4,6 % auf 5,9 %). b) Entwicklung der Online-Branche Kein Medium verbreitet sich schneller als das Internet. Von 1997 bis 2008 stieg der Anteil der Nutzer in Deutschland von 6,5 % auf 65,8% (Basis: Onlinenutzer ab 14 Jahren in Deutschland). 42,7 Millionen bundesdeutsche Erwachsene sind inzwischen online (Quelle: ARD-Online-Studie 1997, ARD/ZDF-Online-Studie 1998-2008). SPIEGEL ONLINE ist neben "Bild.de" das führende Nachrichtenangebot im deutschen Internet. Dies belegen alle wichtigen Kennzahlen, wie Unique User, Visits, Page Impressions und Verweildauer pro Person. Die Website SPIEGEL ONLINE erreicht 5,26 Mio Unique User/Monat und liegt damit vor den Konkurrenzangeboten "Bild.de" (4,52 Mio), "stern.de" (2,00 Mio) und "Focus ONLINE" (3,62 Mio) (Quelle: AGOF internet facts 2007-II). Bezogen auf das Zeitbudget verliert SPIEGEL ONLINE gegenüber dem Vorjahr und erzielt mit durchschnittlich 23,49 Minuten/Monat Verweildauer pro Person (im Vorjahr: 40,21 Minuten/Monat) nur noch den zweithöchsten Wert der wichtigsten Online-Nachrichtenmagazine. Auf Rang eins liegt "Bild.de" mit einem Wert von 30,49 Minuten/Monat (Vorjahr: 29,52 Minuten/Monat). "stern.de" erreichte 17,56 Minuten/Monat (Quelle: Nielsen Online 11/2008). Mit durchschnittlich 91 Mio Visits/Monat im Jahr 2008 (zum Vorjahr: + 30 %) übertrifft SPIEGEL ONLINE deutlich seine Mitbewerber ("Bild.de": 63 Mio; "Stern.de": 15 Mio). Bei den Pageimpressions erreicht SPIEGEL ONLINE nach "Bild.de" (747,4 Mio. Pis/Monat) mit 547,6 Mio Pis/Monat durchschnittlich den höchsten Wert. Alle anderen Nachrichtenangebote folgen mit großem Abstand ("stern.de": 163,12 Mio; "FOCUS ONLINE": 129,5 Mio "n-tv online": 121,0 Mio) (Quelle: PZ-Online). c) Ertragslage Die Gesamterlöse verbessern sich um 0,7 Mio € gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Umsatzerlöse aus der Werbevermarktung durch die Quality Channel GmbH haben sich erhöht. Der Anstieg betrifft mit + 0,7 Mio € die E-Commerce-Erlöse sowie mit + 0,4 Mio € die 2007 neu hinzugekommenen Erlöse aus Bewegtbildwerbung. Die Online-Erlöse (Bannererlöse) sind dagegen leicht rückläufig (‑ 0,2 Mio €). Die mit 0,8 Mio € nächst größte Umsatzposition, die Erlöse aus Verlagsrechten, liegt ebenfalls unter dem Vorjahreswert (‑ 0,2 Mio €). Sie umfasst fast ausschließlich Honorarerlöse aus dem Verkauf von Büchern. Bei den übrigen Erlösen sowie den Sonstigen betrieblichen Erträgen treten keine nennenswerten Vorjahresabweichungen auf. Der Gesamtaufwand ist zum Vorjahr um 2,4 Mio € und damit überproportional gestiegen. Die deutlichste Steigerung betrifft den Personalaufwand (+ 1,5 Mio €, infolge personellen Ausbaus in der Redaktion). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen ebenfalls über denen des Vorjahres (+ 0,6 Mio €), verursacht insbesondere durch höhere Marketing-Honorare und Datenleitungskosten im Zusammenhang mit dem Ausbau des Bewegtbildbereichs (zusammen + 0,4 Mio €). Darüber hinaus wirken die Erhöhung der Aufwendungen für Nachrichtendienste und Datenbanken (+ 0,2 Mio €) sowie der allgemeine Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Bei leicht verbesserten Gesamterlösen, aber stärkerem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein Rückgang im Betriebsergebnis. Das Finanzergebnis ist unverändert leicht positiv. Insgesamt weist SPIEGEL ONLINE GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio € aus. Dieser liegt um 1,3 Mio € unter dem guten Ergebnis des Vorjahres. d) Vermögens- und Finanzlage Der auf der Aktivseite ausgewiesene Anstieg des Vermögens um 1,1 Mio € ist auf das höhere Umlaufvermögen zurückzuführen. Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin SPIEGELnet GmbH (2,0 Mio €, Verrechnungskonto für den laufenden Geschäftsbetrieb) sind im Vorjahresvergleich um 1,0 Mio € gestiegen. Infolge des positiven Ergebnisses 2008 ergibt sich auch ein leicht höherer Stand der flüssigen Mittel und Geldanlagen (+ 0,2 Mio €, Tagesgeldanlagen). Das Anlagevermögen bleibt auf unverändert niedrigem Niveau (insgesamt 0,2 Mio €, überwiegend Sachanlagen). Das Eigenkapital hat sich um 0,6 Mio € auf 3,8 Mio € erhöht. Die Eigenkapitalquote ist bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten im Zusammenhang dem Ausbau des Bewegtbildgeschäfts mit 62 % etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Sowohl die Eigenkapitalsituation als auch die Liquiditätslage haben sich damit gegenüber Vorjahr leicht verbessert. II. Nachtragsbericht Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor. III. Risiko- und Prognosebericht Im Jahr 2009 wird das Ergebnis der SPIEGEL ONLINE GmbH moderat über dem des Vorjahres erwartet. Dies resultiert aus einem erneuten, leichten Anstieg der Werbeerlöse (Online- und E-Commerce-Erlöse). Darüber hinaus sollten in 2009 die Erlöse aus dem Geschäftsfeld der Bewegtbild-Werbung deutlich höher ausfallen. Die Erlöse aus den Nebengeschäftsfeldern werden voraussichtlich auf derzeitigem Niveau liegen. Mit der Steigerung der Gesamterlöse sollten kaum zusätzliche Kosten einhergehen: Zwar wird insbesondere die Herstellung sowie die Abfrage von Bewegtbildern zusätzliche Produktions- und höhere Datenleitungskosten verursachen. Der moderate Abbau von Personal (bei Aufrechterhaltung der hohen redaktionellen Qualität) sowie geplante Einsparungen bei Reise- und Bewirtungskosten sollten dies nahezu ausgleichen können. Mittelfristig wird davon ausgegangen, dass die SPIEGEL ONLINE GmbH ihre Marktführerschaft beibehält oder weiter ausbauen kann. Die Werbeerlöse dürften weiterhin steigen. Dabei ist ein degressiver Anstieg am wahrscheinlichsten, da sich SPIEGEL ONLINE bereits auf hohem Erlösniveau bewegt. Der Bereich der Bewegtbild-Werbung bietet die Chance des Aufbaus eines weiteren Geschäftsfeldes. Erst die Erfahrungen der nächsten Jahre werden zeigen, inwieweit die Endverbraucher sich dem technischen Fortschritt anpassen, diese Werbeform von den Werbetreibenden angenommen wird und in welchem Kostenrahmen sich deren technische Umsetzung bewegt. Die Ergebnisauswirkungen bei der SPIEGEL ONLINE GmbH sind dabei in erheblichen Umfang abhängig von der künftigen Entwicklung der Datenleitungskosten.
Hamburg, im Januar 2009 Fried von Bismarck Bilanz 2008AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2008 für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008SPIEGEL ONLINE GmbH, Hamburg
Anhang 2008SPIEGEL ONLINE GMBH, HAMBURGI. AllgemeinesDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den Grundsätzen des HGB und den ergänzenden Grundsätzen des GmbHG aufgestellt. Soweit steuerliche Bewertungsvorschriften eine entsprechende Bilanzierung im Jahresabschluss vorsehen, werden diese auch in der Handelsbilanz angewendet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen oder degressiven Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Anlagen vorgenommen, wobei die ab 1.1.2008 angeschafften Anlagegüter nur noch linear abgeschrieben werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögena) AnlagengitterDie Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderung gegen die Gesellschafterin betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.957. 3. EigenkapitalDas Stammkapital beträgt EUR 600.000,00. 4. sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Resturlaub, Sonderzahlungen an Mitarbeiter, ausstehende Rechnungen sowie Berufsgenossenschaft. 5. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2008 auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Sonstige Pflichtangaben1. Angaben zur GeschäftsführungDer Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2008 war: Herr Fried von Bismarck (Verlagsleiter) Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. KonzernangabenDer Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Rudolf Augstein GmbH, Hamburg, einbezogen. 3. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.218. 4. MitarbeiterzahlIm Jahresdurchschnitt wurden 141 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 119 Mitarbeiter).
Hamburg, 3. Februar 2009 SPIEGEL ONLINE GmbH Fried von Bismarck, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk 2008Bestätigungsvermerk Wir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SPIEGEL ONLINE GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 6. Februar 2009 TREUHANSA
GmbH Doctores Völschau
Dr. Klaus Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer |
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