NJACK ONE GmbHLiquidated

58675 Hemer, DEU

Master Data

Registry
Register court Lübeck HRB 1275 RE
Previous
Enertech GmbH
Registered
10/6/2005
Industry
Manufacture of central heating radiatorsManufacture of heat pumpsManufacture of ovens and furnaces and of permanent household heating equipment n.e.c.
Purpose
Herstellung und Vertrieb von wärmetechnischen Geräten sowie Herstellung und Vertrieb zugehöriger Artikel.

History

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Management

NameRole
Dietmar Wendel
since 1/2/2014
Procura
Christian Knöppel
since 4/22/2012
Procura
Roger Hancox
since 10/6/2005
Managing Director
Nicholas Anton
since 10/6/2005
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Enertech Heizsysteme GmbH
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Enertech Heizsysteme GmbH
Germany
DEM 1,500,000
100.00%

Financial Report

Enertech GmbH

Reinbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz 2015

AKTIVA

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. EDV Software 30.784   27.351
2. Geschäfts- oder Firmenwert 267.482   361.887
    298.266 389.238
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 93.897   105.719
2. Technische Anlagen und Maschinen 0   0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.072   292.186
  0   0
    334.969 397.905
    633.235 787.143
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.291.211   2.783.212
2. Unfertige Erzeugnisse 289.319   276.618
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 544.732   481.008
    3.125.262 3.540.838
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.190.601   1.108.812
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 873.679   622.347
- davon gegen Gesellschafter: EUR 0 (i.V. TEUR 0)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 29.653   35.341
    2.093.933 1.766.500
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   135.821 117.986
    5.355.016 5.425.324
C. Rechnungsabgrenzungsposten   18.275 8.750
    6.006.526 6.221.217

PASSIVA

     
  31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR
A. Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital   766.938 766.938
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 782.509   761.472
2. Sonstige Rückstellungen 510.914   764.624
    1.293.423 1.526.096
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 215.489   0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 249.894   152.465
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.629   14.419
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.349.729   3.701.720
5. Sonstige Verbindlichkeiten 106.424   59.579
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 98.120 (i.V. EUR 42.505)   3.946.165 3.928.183
    6.006.526 6.221.217

Gewinn- und Verlustrechnung 2015

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
1. Umsatzerlöse   15.663.498 15.543.846
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   41.970 (295.137)
3. Sonstige betriebliche Erträge   146.524 135.898
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 0 (i.V. TEUR 1)      
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.507.749   (8.394.057)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -221.395   (168.878)
    -8.729.144 -8.562.935
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -3.179.197   (3.562.547)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -598.419   (722.316)
- davon für Altersversorgung TEUR 3 (i.V. TEUR 4)      
    -3.777.616 -4.284.863
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -169.184 (176.659)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.604.295 (2.408.509)
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 2 (i.V. TEUR 2)      
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   571.753 (48.360)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   0 0
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (i.V. TEUR 0)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -215.024 -228.749
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 131 (i.V. TEUR 165)      
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: TEUR 83 (i.V. TEUR 63)      
10. Finanzergebnis   -215.024 -228.748
11. Außerordentliche Aufwendungen   0 (259.438)
12. Außerordentliches Ergebnis   0 (259.438)
13. Sonstige Steuern   -2.989 (2.872)
14. Ertrag aus Ergebnisabführung   (353.740) 539.419
15. Jahresüberschuss   0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zu den Angaben im Sinne von § 285 Nr. 9 a HGB über die Bezüge von aktiven Organmitgliedern der Gesellschaft wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Ferner wurde von der größenabhängigen Erleichterung nach § 288 Abs. 2 S. 2 und S. 3 HGB Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3-5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Der Firmenwert betrifft im Wesentlichen die mit dem Erwerb der Giersch GmbH übernommenen Kundenbeziehungen und ist gemäß § 246 Abs. 1 S. 4 HGB aktiviert worden. Wir gehen davon aus, dass wir diese Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren nutzen werden, so dass dieser Firmenwert über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Ursächlich für die Annahme der 15-jährigen Nutzungsdauer ist die konservative und stabile Kundenstruktur der Gesellschaft, gepaart mit den langen Lebenszyklen der vertriebenen Produkte von 15 bis 20 Jahren und dem innerhalb der Lebensdauer der Produkte stattfindenden Verkauf von Ersatzteilen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Seit dem 1.1.2008 werden geringwertige Anlagegüter von mehr als EUR 150 bis zu einem Wert von EUR 1.000 im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten (Poolbildung) zusammengefasst und im Wirtschaftsjahr und in den folgenden 4 Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend berücksichtigt werden. Waren werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben (Einnahmen), die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag Aufwendungen (Erträge) darstellen.

Zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (u.a. Jubiläen) wird auf die Ausführung unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und, soweit notwendig, unter Berücksichtigung künftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt die Abzinsung mit einem fristenkongruenten Zinssatz; bei Laufzeiten bis zu einem Jahr kommt das Abzinsungswahlrecht nicht zur Ausübung. Für bestehende Gewährleistungsrisiken wird zudem eine pauschale Rückstellung in Höhe von 0,5 % der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beiliegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert DM 1.500.000 (EUR 766.938). Mit der Gesellschafterin, der Enertech Heizsysteme GmbH, wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (u.a. Jubiläen) werden unter Zugrundelegung der Heubeck'schen Richttafeln 2005 G und des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 3,89 % (i.V. 4,53 %) ausgewiesen. Die Berechnung erfolgt anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method). Die Ermittlung der Pensionsansprüche erfolgt zudem unter Berücksichtigung einer Rentendynamik von 2 % (i.V. 2 %) und einer Fluktuation von 0 %, da es sich bei den Begünstigten Personen ausschließlich um Rentenempfänger mit bereits erdientem unverfallbaren Anspruch handelt.

Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Übrige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaub/Zeitkonten, Abfindungsleistungen, Garantieverpflichtungen, interne und externe Jahresabschlusskosten, Jubiläen und ausstehende Rechnungen sowie für sonstige Provisions- und Bonuszahlungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 8 (i.V. TEUR 17) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten liegen nicht vor.

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Enertech Heizsysteme GmbH. Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei verrechnet:

Verbindlichkeiten aus Cash-Pool TEUR 2.968 (i.V. TEUR 4.199)
Verbindlichkeiten aus Zinsen, Umsatzsteuer TEUR 28 (i.V. TEUR 42)
Verbindlichkeiten (i.V. Forderungen) aus Ergebnisübernahme TEUR 354 (i.V. TEUR -539)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betreffen Pachtverträge für die Firmengebäude (TEUR 427 p.a.; davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 414 p.a.). Die Mietverträge laufen auf unbestimmte Zeit. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen für PKW, IT-Hardware/Server sowie Kopierer setzen sich darüber hinaus wie folgt zusammen:

TEUR
Leasingverpflichtungen  
- 2016 92
- 2017 74
- 2018 30
- 2019 9

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Gesellschaft weist Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von TEUR 97 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Im Vorjahr wurden diese Aufwendungen unter der Position Personalaufwand ausgewiesen (TEUR 27). Insofern ist die Vergleichbarkeit der Positionen Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen eingeschränkt.

Zinsaufwendungen im Verbundbereich

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Poolverfahren der Gesellschafterin, der Enertech Heizsysteme GmbH, teil. Die Zinsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen hierfür TEUR 131 (i.V. TEUR 165).

Außerordentliches Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2015 sind keine außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen angefallen. Die außerordentlichen Aufwendungen im Vorjahr betrafen ausschließlich Abfindungszahlungen für Mitarbeiter, die das Unternehmen im Zuge der Umsetzung eines umfassenden personellen Umstrukturierungsprogramms in 2014 oder im laufenden Geschäftsjahr verlassen haben. Aus dem in 2014 begonnenen Restrukturierungsprogramm sind zum Abschlussstichtag 31.12.2015 noch Abfindungszahlungen i.H.v. TEUR 11 in den sonstigen Rückstellungen erfasst, die im Geschäftsjahr 2016 zur Auszahlung kommen werden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit der Gesellschafterin, der Enertech Heizsysteme GmbH, Reinbek besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftssteuerliche Organschaft.

5. Sonstige Angaben

Organe

Geschäftsführung

Nicholas Anton, Kaufmann (Finanzmanager Enertech Group Ltd.), Stratford-Upon-Avon/Großbritannien

Roger Hancox, Kaufmann (Chief Executive Officer der Enertech Group Ltd.), Knowle/Großbritannien

Alexander Schuh, Kaufmann (Chief Executive Officer der Enertech GmbH), Hemer [bis zum 18.12.2015]

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:

2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 26 33
Angestellte 41 49
  67 82

Leistungen an ehemalige Geschäftsführer

Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer einschließlich deren Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 55 (i.V. TEUR 55). Die Rückstellung für laufende Pensionen für diesen Personenkreis beträgt TEUR 783 (i.V. TEUR 761).

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich mit den zwischen fremden Dritten geltenden Konditionen abgeschlossen. Wesentliche nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2015 nicht vor.

Konzernverhältnisse

Über die Enertech Heizsysteme GmbH, Reinbek, die sämtliche Anteile am Kapital der Gesellschaft hält, gehört die Gesellschaft zum Konzern Enertech Group Limited, Vines Lane, Droitwich, Großbritannien, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen ist. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Mit der Enertech Heizsysteme GmbH, Reinbek, besteht unverändert ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

 

Hemer, 01. März 2016

Roger Hancox

Nicholas Anton

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Enertech Gruppe ist Hersteller von Heiztechnikprodukten, wie Brenner, Kessel und Wärmepumpen, Wassererhitzer und Produkten für regenerative Energien. Darüber hinaus umfasst das Geschäft der Enertech GmbH den Handel mit Heizungssystemen. Das Unternehmen gliedert sich in zwei operative Bereiche/Divisionen: Die Division Giersch ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Brennern und Heizsystemen, während die Division Electro-Oil für den Vertrieb von Öl- und Gasbrennern der Marke Electro-Oil zuständig ist.

Das Produktportfolio der Gesellschaft wird durch die Eigenentwicklung neuer und Weiterentwicklung bestehender Produkte ergänzt. Die Entwicklung von Brennern in großen Leistungsbereichen von 3-18 MW wird ausgebaut und mit der ersten Entwicklungsstufe des MG40 im Leistungsbereich von 500-5.500 kW künftig erweitert.

Zu den Kunden der Enertech GmbH zählen die Erstausrüster (OEM'S), Großhändler und Heizungsinstallateure.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt betrug nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt 1,7% in 2015. Zum Wachstum trug weitestgehend die Binnenwirtschaft bei, hier vor allem der private Konsum, weniger aber Investitionen im Bereich der energetischen Modernisierung. Der Export stabilisierte 2015 das Gesamtwachstum. Das außenwirtschaftliche Umfeld ist, insbesondere aufgrund politischer Spannungen und der anhaltenden Wirtschaftsschwäche im Euroraum, weiterhin schwierig und unsicher.

Die Enertech GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2015 ein leichtes Wachstum. Die Umsatzerlöse stiegen um 0,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anstieg des Umsatzes resultierte aus einer Zunahme bei den Inlandserlösen (+6%) während die Auslandserlöse zurückgingen (-6%).

Im Inland ist der Umsatzzuwachs insbesondere auf das Segment der Heizsysteme zurückzuführen. Der jahrelange Rückgang bei Ölbrennern hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit leicht positiver Entwicklung stabilisiert. Dies ist auf den stark gesunkenen Ölpreis zurückzuführen. Der Erlös bei den regenerativen Energien entwickelte sich in 2015 entsprechend dem Markttrend leicht negativ.

Im Ausland, insbesondere in den ehemaligen GUS-Staaten, zeichnete sich ein unterschiedliches Bild nach einzelnen Ländern ab, das sowohl geprägt war von einer aus der anhaltenden Finanzkrise resultierenden Investitionszurückhaltung als auch von weiterer Marktkonsolidierung. Der Auslandsmarkt verzeichnete insbesondere im Bereich der ehemaligen GUS-Staaten ein deutliches Minus. Ursprünglich geplante Neuentwicklungen waren entgegen unserer Erwartungen zum Ende des vorigen Geschäftsjahres noch nicht serienreif.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter veränderte sich im Geschäftsjahr 2015 auf 67 Mitarbeiter, Vorjahr 82 Mitarbeiter. Zum Jahresende sind 65 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten liegen in Summe 11,8% unter dem Vorjahr, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen in Summe 8,1% unter Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr von -48 TEUR um +620 TEUR auf +572 TEUR verändert, so dass die Umsatzrendite in 2015 bei 3,6% liegt. Die Entwicklung der Gesellschaft entspricht dabei, insbesondere vor dem Hintergrund der im Vorjahr eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, insgesamt den Erwartungen der Geschäftsführung.

III. Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr 2015 von 787 TEUR auf 633 TEUR zurückgegangen. Die Investitionen im Jahre 2015 betrafen im Wesentlichen Software und die Betriebsausstattung. Insgesamt sind die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 169 TEUR nicht durch die Zugänge des Geschäftsjahres zum Anlagevermögen (16 TEUR) gedeckt. Bei den Abgängen (18 TEUR) im Geschäftsjahr handelte es sich im Wesentlichen um abgeschriebene, geringwertige Wirtschaftsgüter und ein Firmenfahrzeug.

Das kurz- bis mittelfristig gebundene Vermögen vermindert sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,1%. Ursächlich hierfür war hauptsächlich der Rückgang der Vorräte. Nachdem das Vorratsvolumen nach Rückgängen der Absatzvolumina in den Vorjahren erst zeitversetzt verringert werden konnte, wurden im aktuellen Geschäftsjahr gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Einkaufsprozesses und zum Abverkauf von Beständen initiiert, die zur Reduzierung der Mittelbindung im Vorratsbereich beitragen konnten. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 18 TEUR zum 31. Dezember 2015.

Aufgrund des mit der Enertech Heizsysteme GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn des Geschäftsjahres von insgesamt 354 TEUR abgeführt, das Eigenkapital blieb somit unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote hat sich, wegen der reduzierten Bilanzsumme, von 12,3% im Vorjahr auf nun 12,8% erhöht.

Das Fremdkapital (einschließlich Rückstellungen) reduzierte sich um 214 TEUR auf

5.240 TEUR. Wesentlicher Grund für diese Veränderung liegt in der Inanspruchnahme der Rückstellungen für Abfindungen im Zusammenhang mit dem Sozialplan und Interessenausgleich aus dem Jahr 2014.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Cash Pool der Enertech Heizsysteme GmbH eingebunden. So ist sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit mit ausreichend Liquidität versorgt ist, um ihren fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht nachkommen zu können.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 354 TEUR (i.V. -539 TEUR), beläuft sich auf 738 TEUR nach

-228 TEUR im Vorjahr. Den größten Einfluss auf den positiven Cash Flow hat, neben dem positiven Ergebnis, die Verminderung der Bestände um 416 TEUR.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber der Enertech Heizsysteme GmbH und die Verpflichtungen aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurden dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Dieser beträgt -706 TEUR (i.V. 160 TEUR). Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten bestehen bei der Enertech GmbH nicht.

Insgesamt erhöhte sich im Berichtsjahr der Finanzmittelfonds, der den zum Bilanzstichtag bestehenden Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten entspricht, um 18 TEUR (i.V. +73 TEUR).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr leicht von 15.544 TEUR um 119 TEUR auf 15.663 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg um 0,8%. Der für das Geschäftsjahr budgetierte Umsatz von 16,2 Mio. EUR wurde damit verfehlt, was insbesondere auf die deutlichen Umsatzrückgänge im Export zurück zu führen ist. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtertrag) von 56,2% im Vorjahr konnte auf 55,5% in der Berichtsperiode gesenkt werden. Gestiegene Preise für Rohstoffe wurden durch im Markt durchgeführte Preiserhöhungen weitestgehend kompensiert.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtertrag) verringerte sich von 28,1% im Vorjahr auf 24,1% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Restrukturierungsmaßnahmen zum Personalabbau eingeleitet, um dem gesunkenen Absatzniveau kostenseitig zu begegnen. Die eingeleiteten Maßnahmen wirkten sich dann insbesondere im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 mindernd auf die Personalaufwandsquote aus und spiegeln sich in der deutlich gesunkenen durchschnittlichen Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter von 82 im Vorjahr auf 67 im aktuellen Geschäftsjahr wieder.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen im Geschäftsjahr um 196 TEUR auf 2.604 TEUR an. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen ist wesentlich auf Ausgaben für Personaldienstleister zurückzuführen, die durch den Ausfall von eigenem Personal notwendig wurden. Darüber hinaus kam es zu höheren Forderungsverlusten und zu leicht erhöhten Frachtkosten.

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Poolverfahren der Gesellschafterin, der Enertech Heizsysteme GmbH, teil. Die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 131 TEUR (i.V. 165 TEUR).

In diesem Jahr gab es keine außerordentlichen Aufwendungen. Im Vorjahr betrugen diese 259 TEUR, welche ausschließlich aus Abfindungszahlungen aus einem mit dem Betriebsrat geschlossenen Sozialplan und Interessenausgleich resultierten.

Aufgrund des zur Enertech Heizsysteme GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages betrug der Aufwand aus der Ergebnisabführung 354 TEUR, der Ertrag im Vorjahr betrug

539 TEUR.

Abschließende Beurteilung durch die Geschäftsführung

Die Geschäftslage der Enertech GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem geringen Umsatzplus auf Vorjahresniveau stabilisiert. Dabei zeigen die in 2014 eingeleiteten und in 2015 abgeschlossenen Restrukturierungen ihre volle Wirkung. Das positive Ergebnis, das deutlich über Plan liegt, resultiert überwiegend aus den durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen im Personalbereich.

Die Markt- und Kundensegmententwicklung kann in zwei Bereiche geteilt werden: Auf der einen Seite ist für das Öl- und Gasbrennergeschäft eine stetig schrumpfende Absatz- und damit auch Umsatzentwicklung fest zu stellen. Der leicht steigende Umsatz in diesem Produktbereich im Geschäftsjahr 2015 wird insofern langfristig nicht realisierbar sein. Das Brennergeschäft entwickelt sich im unteren Leistungsbereich zum reinen Ersatzgeschäft. Beim Niedertemperaturkessel wird der Öl- oder Gasbrenner als Austausch zu einer bestehenden Heizungsanlage eingesetzt, um die Investition in eine komplett neue Heizungsanlage möglichst hinaus zu schieben. Insgesamt kann man sagen, dass auch das von der Bundesregierung eingeführte Energielabel nichts an der zurückhaltenden Investitionstätigkeit ändern wird, weil es zu kurz greift und zudem von zu starken Einflüssen der Interessengruppen geleitet ist.

Auf der anderen Seite sieht man im Wärmeerzeugergeschäft eine leicht positive Entwicklung auf insgesamt hohem Niveau. An der insgesamt ebenfalls positiven Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien konnte das Unternehmen kaum partizipieren. Für Produkte der Solarthermie beginnen die Mitte des Jahres eingeführten Paketlösungen jedoch langsam zu greifen. Im Ölbrennwertmarkt gibt es gute Ansätze, die im laufenden Geschäftsjahr durch begleitende Produkt- und Marketingmaßnahmen zu verstärken sind.

Für den Bereich der Wärmepumpe gab es erste Startversuche, die im kommenden Jahr durch erhebliche Investitionen in den Schulungs- und Ausbildungsbereich unterstützt werden sollen. Eine konzeptionelle Neupositionierung im Produkt- und Kundensegment soll uns dabei in diesem Produktbereich zum Durchbruch verhelfen. Insbesondere der Vertriebsweg aber auch die Auswahl des Absatzmittler wird dabei eine Rolle spielen.

IV. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Unsere geplanten Umsatz- und Ergebnisplanungen unterliegen trotz konservativer Planung Risiken, die wir nachfolgend spezifiziert beschreiben.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die deutsche Wirtschaft hat sich mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von preisbereinigt 1,7 % im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisiert. Für das bevorstehende Wirtschaftsjahr sind die Prognosen weiterhin positiv; das BMWi erwartet in seiner Jahresprojektion für 2016 einen Anstieg des realen BIP von ebenfalls 1,7%. Man geht davon aus, dass die Wachstumsdynamik 2016 weitestgehend wieder von der Binnenwirtschaft erzeugt wird, wobei den Besonderheiten des Wärmemarktes Rechnungen getragen werden muss. Dieser folgt nicht automatisch der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Bundesregierung hat zu erkennen gegeben, dass sie weder ordnungspolitisch noch mittels Subventionen die kaum motivierte Einstellung der Verbraucher zur Heizungsmodernisierung aufbrechen wird. Zumindest haben sich im Zuge des NAPE (Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz) die Wirtschaft, Verbände und die Bundesregierung auf eine Weichenstellung hin zur Modernisierung des Altbestandes im Heizungskeller verständigt. Eine Verschärfung der Krise in Europa, aber auch der Ausfall anderer Handelspartner im Export, stellen zweifellos Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 dar.

Branchenspezifische Risiken

Der Markt der Ölbrenner ist im abgelaufenen Geschäftsjahr laut Jahresbilanz des BDH (Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie) um 11% im Inland und ca. 3% im Ausland gestiegen. Dabei konnte der Absatz von Ölbrennwertkesseln in Deutschland um 30% deutlich gesteigert werden. Die Entwicklung der Enertech GmbH folgt dabei der Marktentwicklung und wir positionieren uns deshalb mit Produkten für den Ölbrennwertsektor.

Der Markt für Wärmepumpen ist in Deutschland um rund 2% zurückgegangen, hat aber mit rund 57.000 abgesetzten Wärmepumpen ein stabiles Niveau. Und dies trotz attraktiver Alternativen bei den fossilen Brennstoffen. Für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens ist eine deutliche Entwicklung im Bereich der Wärmepumpe unumgänglich.

Nach Abkündigung der Niedertemperatur-Kessel zum Jahresende 2015 rechnen wir mit einer weiteren Entwicklung für die Wandheizkessel. Diese Produktreihe trägt einen nennenswerten Teil zu Umsatz und Ergebnis bei.

Aus der Branchenentwicklung ergeben sich für die Gesellschaft Risiken im Hinblick auf die richtige und zeitgerechte Positionierung in den einzelnen Produktsegmenten. Durch intensive Beobachtung des Marktes und strategische Entscheidungen wird diesem Risiko entgegen gewirkt.

Vormaterialentwicklung

Die internationalen Rohstoffmärkte haben sich im abgelaufenen Jahr stabilisiert oder sind aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sogar gesunken. Preiserhöhung von Vorlieferanten konnten wir daher überwiegend zurückweisen oder durch eigene Preiserhöhungen kompensieren. Für 2016 rechnen wir mit einer ähnlichen Entwicklung, da ein Aufschwung insbesondere im asiatischen Raum nicht erkennbar ist.

Energiepreisentwicklung

Die Kosten für die einzelnen Energieträger entwickelten sich in der Berichtsperiode unterschiedlich. Nach dem Ende des Embargos für den Iran ist ein alter Player zurück im Ölgeschäft, der mit seiner Ölförderung weiter auf das Preisniveau drücken wird. Da es für Länder wie Saudi Arabien, Russland oder Südamerika keinen Grund gibt, die Fördermengen zu kürzen, ist auch für das laufende Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlich niedrigen Ölpreis zu rechnen. Hinsichtlich der Öl-/Gaspreisentwicklung folgt die Gaspreisentwicklung dem deutlich gesunkenen Ölpreis nur unzulänglich. Bezüglich der Strompreisentwicklung ist ein kontinuierlich steigendes Niveau zu verzeichnen. So ist für das Unternehmen insgesamt mit steigenden Energiebezugspreisen zu rechnen.

Wechselkursrisiken

Alle in 2015 getätigten Umsätze wurden in Euro fakturiert. Wechselkursrisiken sind somit nicht relevant. Derivative Sicherungsinstrumente werden von der Gesellschaft nicht abgeschlossen.

Kundenstruktur

Die Enertech GmbH vertreibt Produkte über eigene Vertriebsmitarbeiter und selbständige Handelsvertretungen. Die Kundenstruktur dieser beiden Vertriebswege ist i.d.R. dreistufig. Die Belieferung erfolgt über den Großhandel, die Betreuung unmittelbar beim Heizungsbauer. Produktschwerpunkte der beiden Vertriebswege sind der Öl- und Gasbrennerverkauf sowie der Vertrieb von Wandheizkesseln. Neukundengewinnung und damit Wachstumspotentiale finden hauptsächlich im Segment der Wandheizkessel und der Wärmepumpe statt.

Finanzierungsrisiko

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich über die Gesellschafterin Enertech Heizsysteme GmbH, mit der eine Cash Pooling Vereinbarung geschlossen wurde. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag nicht. Für kurzfristige Finanzierungserfordernisse müssen der Gesellschaft ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Grundlage der Disposition ist eine detaillierte Finanzplanung der Enertech Heizsysteme GmbH. Zinsänderungsrisiken für bestehende Darlehen (Intercompany) bestehen überall dort, wo Banken durch den Bruch von Covenants ggf. das Recht haben, Konditionen zu verteuern und zusätzliche Gebühren zu erheben. Bisher bestehen derartige Risiken für die Enertech GmbH nicht, da auch auf Ebene der Muttergesellschaft keine externe Finanzierung besteht.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko von Vermögenswerten besteht vor allem in der Gefahr des Ausfalls eines Handelspartners. Die Grundsätze des Risikomanagements schreiben vor, wie das Risiko aus Geschäften zu minimieren ist. Dazu werden Informationen zu neuen Kunden sowie regelmäßig über bestehende Kunden eingeholt. Im Geschäftsjahr selbst haben sich Ausfallrisiken für den russischen Handelspartner ergeben, die mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit stattfinden werden. Eine entsprechende Wertberichtigung hat daher bereits stattgefunden. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage liegt ein Ausfallrisiko insbesondere für unsere ausländischen Kunden vor.

Insgesamt sehen wir hinsichtlich der Beschaffung, des Umsatzes, des Personalbereichs und der Finanzierung keine akuten bestandsgefährdenden Risiken. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Vor dem Hintergrund des weiterhin rückläufigen Marktes für Brenner steht unsere Gesellschaft jedoch vor besonderen Herausforderungen im Hinblick auf die künftige Zusammensetzung unseres Produktportfolios und der Strukturierung unseres Vertriebs. Wir weisen darauf hin, dass die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, insbesondere unter Berücksichtigung des politischen Umfeldes (Verwerfungen auf den Finanzmärkten und deren Einfluss auf die Realwirtschaft), zu Schwankungen führen kann.

V. Prognosebericht

Für das Mittel- und Großbrennergeschäft kann mit einer positiven Entwicklung gerechnet werden. Der bis zu 50% gesunkene Ölpreis dürfte für die Industrie ein attraktives Invest bedeuten. Bei einem ROI von teilweise nur zwei Jahren, lohnt sich ein Wechsel von Gas auf Öl. Auf Grund dieser Entwicklung erwarten wir für das Standardbrennergeschäft eine Stabilisierung. Für die regenerativen Energien, wie Wärmepumpe und Solartechnik gehen wir trotz Neuaufstellung von einem moderaten Wachstum aus.

Im Jahr 2016 und darüber hinaus erwarten wir eine Entwicklung des Marktes aufgrund der Umsetzung der EnEV (Energieeinsparverordnung) zur Energetischen Modernisierung von Wohnhäusern, mit dem die Bundesregierung anstrebt, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland zu erreichen. Inwieweit sich diese Maßnahmen in 2016 positiv auf den Absatz unserer energieeffizienten Produkte auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Im Entwicklungsbereich setzen wir sowohl auf die zukunftsorientierten Gas- und Ölbrenner der neuen Generation (mittlerer Leistungsbereich) als auch auf den Einsatz eines modulierenden Ölbrenners (Einsatz Brennwertkessel OEM) unter Einhaltung der engen gesetzlichen Vorgaben. Der Verkauf von Öl-Brennwertkesseln (modulierender Ölbrennwertkessel FCU) blieb insgesamt noch hinter den Erwartungen zurück, entwickelte sich aber in Deutschland überproportional gut und wurde mit leichter Verzögerung auch im Ausland über ein Schwesterunternehmen in der Schweiz eingeführt.

Die notwendigen Prüfungen und Testreihen des MG40, einem Brenner im Leistungsbereich von 500-5.500 kW, werden voraussichtlich im April 2016 abgeschlossen und das Serienprodukt zur Jahresmitte eingeführt.

Insgesamt rechnen wir im Jahre 2016 mit einem gegenüber 2015 leicht steigenden Umsatz von 16 Mio. EUR und einem positiven operativen Ergebnis. Der Planumsatz 2016 verteilt sich auf einen Inlandsumsatz von gut 9 Mio. EUR und einen Auslandsumsatz von knapp 7 Mio. EUR. Dies soll erreicht werden durch Umsatzsteigerungen mit Neuentwicklungen, insbesondere im Bereich der Großbrenner, Wärmepumpen und Ölbrennwertkessel, sowie durch den konsequenten Ausbau unserer Exportkanäle.

VI. Risikomanagement

Zur Erfassung bestehender und künftiger Risiken nutzt die Enertech GmbH wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung des Personals sowie laufende Kontrollen und Prüfungen. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen wird die Geschäftsführung in die Lage versetzt, mögliche Risiken, insbesondere im Absatz- und Beschaffungsbereich, frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

VII. Sonstige Angaben

Mitarbeiterstruktur

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 67 Mitarbeitern verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Funktionsbereiche im Unternehmen:

Vertrieb: 27
Einkauf: 2
Entwicklung: 5
Verwaltung: 3
Produktion: 30

VIII. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag bis zum Abschluss der Prüfung haben sich keine Ereignisse ergeben, die im Abschluss zum 31.12.2015 zu berücksichtigen sind.

 

Hemer, 01. März 2016

Roger Hancox

Nicholas Anton

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