Rissmann Holding Beteiligungsgesellschaft mbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Hanns Matthias Achilles since 1/30/2025 | Managing Director |
Sophie Ivens since 9/17/2020 | Managing Director |
Monika Canon since 5/15/2020 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
RISSMANN GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Firma, Sitz, Registergericht und Handelsregister-Nummer (§ 264 Abs. 1a HGB)Firma Die Firma ist unter der Bezeichnung RISSMANN GmbH eingetragen. Sitz Der Sitz der Gesellschaft ist Nürnberg. Registergericht Das Registergericht ist das Amtsgericht Nürnberg. Handelsregister-Nummer Die Gesellschaft wird unter der Handelsregister-Nummer HRB 13572 geführt. Allgemeine Angaben Dieser Anhang beschränkt sich auf die gesetzlichen Mindestangaben für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB, die vereinzelt um freiwillige Angaben ergänzt werden. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften relevanten Vorschriften des HGB (§§ 252 - 256a und §§ 270 - 274a HGB), der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie einschlägiger Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Ferner wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen werden überwiegend zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen überwiegend zwischen drei und zehn Jahren. Die Maschinen enthalten einen Festwert für Prägestempel und Stanzformen in Höhe von 234.000 EUR, der um 9.000 EUR über dem Vorjahreswert liegt. Die Parameter für die Berechnung des Festwertes basieren auf einem Berechnungsschema, das im Rahmen einer Betriebsprüfung der Jahre 2014 bis 2016 entwickelt wurde. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Zugänge im Anlagevermögen werden zeitanteilig abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro i.S. d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vollständig abgeschriebene Anlagegegenstände sind mit einem Erinnerungsposten berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Einkaufspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) auch Zuschläge für Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Handelswaren wurden zu Einkaufspreisen angesetzt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde angewendet. Geleistete Anzahlungen sind zu den Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Kürzung von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und einer pauschalen Wertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt. Die Einzelwertberichtigungen betragen o EUR (Vorjahr: o EUR), die pauschalen Wertberichtigungen betragen 19.242,01 EUR (Vorjahr: 10.338,54 EUR). Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Mit Ausnahme der pauschalen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (70 TEUR) sind alle übrigen Rückstellungen kurzfristig zu erfüllen und wurden auf Basis von Einzelkosten zum Nennwert angesetzt. Eine Abzinsung wurde nicht vorgenommen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Geldbestände in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses Wir halten folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen mehr gegen Gesellschafter enthalten (Vorjahr: 4.250,00 EUR). Die Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 1.612.037,64 Euro. Der Jahresüberschuss wird gemäß dem Gesellschaftsvertrag anteilig (404.683,24 EUR) den Gewinnrücklagen zugeführt. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt 3.230.770,60 EUR. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von insgesamt 4.000 TEUR durch die Sicherungsübereignung des Warenlagers besichert. Eine Bürgschaft der Muttergesellschaft besteht zum 31.12.2023 dagegen nicht mehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Gesellschafterin in Höhe von 528 TEUR und resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen (358 TEUR) und Lieferungen und Leistungen (170 TEUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i. H. v. 91.260,49 EUR (Vorjahr: 66.402,55 EUR) und wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. Für Darlehensverträge des Gesellschafters hat die Gesellschaft im Berichtsjahr zwei Bürgschaften abgegeben. Diese Eventualverbindlichkeiten haben einen Nominalwert von 5 Mio. EUR. Eine Inanspruchnahme erscheint äußerst unwahrscheinlich, da der Gesellschafter für diese Darlehensverträge hinreichend werthaltige Sicherheiten bestellt hat. Zusammenstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Den Mietaufwendungen liegt ein Mietvertrag mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren ab 01. März 2016 zugrunde. Erträge aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 357.887,41 EUR (Vorjahr 477.715,91 EUR) enthalten. Aufwendungen aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 294.587,63 EUR (Vorjahr 567.589,60EUR) enthalten. Aufwendungen für Altersversorgung Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 9.731,97 EUR (Vorjahr: 9.174,80 EUR). Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit 1.919.276,55 EUR (Vorjahr: 778.281,56 EUR) verbundene Unternehmen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 96.490,95 EUR (Vorjahr: 20.260,91 EUR) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 45.098,52EUR enthalten. Diese bestehen gegenüber der Gesellschafterin und betreffen Finanzierungszinsen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung dauert der Russland-Ukraine-Konflikt bereits über zwei Jahre an, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Zusätzlich seit Oktober 2023 ist der Konflikt im Nahen Osten eskaliert. Die Lage in Israel und am Gaza-Streifen bleibt angespannt. Seit Dezember 2023 wurden auch die Schiffsrouten durch das Rote Meer von Huthi-Rebellen betroffen. Seitdem nutzen die Reedereien ausschließlich eine längere Route über das Kap der guten Hoffnung. Der Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der RISSMANN Gruppe ist direkt und unmittelbar. Sonstige Angaben Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:
Auf Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon 36 Gewerbliche und 64 Angestellte. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der vph GmbH & Co. KG, Hemmingen, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Nürnberg, 19.04.2024 Sophie Ivens, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens der RISSMANN GmbH, Nürnberg, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Inhaberstruktur/Geschäftsführung Die RISSMANN GmbH ist eine 100%ige Tochter der vph GmbH & Co. KG mit Sitz in Hemmingen. Die RISSMANN GmbH wurde im Geschäftsjahr durch Frau Sophie Ivens und Herrn Peter Hoefs (Geschäftsführer bis 1. Januar 2024) als jeweils alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer/-in geführt. 2. Geschäftsmodell Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Konzeption, der Herstellung und dem Handel hochwertiger und exklusiver Verpackungslösungen. Zu den wichtigsten Kunden zählen bedeutende Marktführer im Luxusgüter- sowie Konsumgüterbereich. 3. Forschung & Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung zur Herstellung von hochwertigen Verpackungsmitteln, basierend auf Papier und Pappe. Mit einem Team von hochqualifizierten Mitarbeitern werden in unserer Grafik- und Entwicklungsabteilung Kundenwünsche und Anwendungstechniken innovativ entwickelt und umgesetzt. Bestehende Produkte werden stetig weiterentwickelt und an die Nachfrage der Kunden, Umweltanforderungen und den neuesten Stand der Technik angepasst. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland im Jahr 2023 wegen schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19/2024). Die starken Preissteigerungen und ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland haben die Konjunktur gedämpft. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9%). Sie war mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand (Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 20/2024). Dynamisch hat sich im Jahr 2023 der In- und Auslandsumsatz der Verpackungsindustrie in Deutschland entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr (dem besten in den letzten 10 Jahren) fiel der Umsatz jedoch um 7 % auf 32,5 Mrd. EUR (Quelle: Statistica). Die Lieferketten und die Verfügbarkeit von Rohmaterialien zeigten sich im Jahr 2023 grundsätzlich wieder deutlich stabiler. Zusätzlich ist jedoch seit Oktober 2023 der Konflikt im Nahen Osten eskaliert. Die Lage in Israel und im Gaza-Streifen bleibt angespannt. Seit Dezember 2023 wurden auch die Schiffsrouten durch das Rote Meer mehrfach durch Angriffe der Huthi-Rebellen gestört, was u.a. Verzögerungen der Lieferzeiten zur Folge hat. Die Nachfrage nach Luxusgütern hat im Jahr 2023 geschwächelt, besonders in den asiatischen Märkten und in den USA, was für die RISSMANN Gruppe von besonderer Bedeutung ist. 2. Geschäftsverlauf Die RISSMANN GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die Umsatz- und Ertragsziele knapp verpasst, aber ein deutlich positives Jahresergebnis hauptsächlich durch die Erträge aus Beteiligungen erzielt. Die RISSMANN GmbH agiert zusammen mit ihren Tochtergesellschaften, die operativ eng mit der Muttergesellschaft verzahnt sind, weltweit und definiert auch die Umsatz- und Ergebnisziele insgesamt als Gruppe. Die Entwicklung der RISSMANN Gruppe war auch im Jahr 2023 positiv. Die Umsatz- und Ergebnisziele wurden übertroffen. Trotz der schwächeren Konjunktur und Nachfrage nach Luxusgütern in Asien entwickelte sich das Geschäft in Asien gut. 3. Lage a) Ertragslage Die Umsätze der RISSMANN GmbH entwickelten sich im Jahresverlauf 2023 stabil. Im Vorjahresvergleich ist der Umsatz etwa gleichgeblieben. Die Materialeinsatzquote ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6,3%-Punkte gesunken. Dies ist einerseits den deutlich stabileren Lieferketten und der verbesserten Verfügbarkeit von Rohmaterialien zu verdanken sowie andererseits dem erfolgten Bestandsabbau. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist deutlich positiv und liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Dabei sind die Erträge aus Beteiligungen um 1,1 Mio. EUR gestiegen. b) Finanzlage Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Finanzlage des Unternehmens entwickelt sich stabil. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei +1.679 TEUR (Vorjahr -2.698 TEUR). Ursächlich hierfür ist insbesondere der erfolgte Abbau des Umlaufvermögens im Bereich der Vorräte. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 13,5 EUR auf 14,3 Mio. EUR erhöht. Das Kapital der Gesellschaft hat sich entsprechend dem Jahresergebnis erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 47,3 % (Vorjahr 35,1 %). III. Bericht über Tochtergesellschaften Das Unternehmen unterhält seit mehreren Jahren zwei 100%ige Tochtergesellschaften in Asien mit Sitz in China und Hong Kong. Diese Investitionen erweisen sich als wichtiges Instrument zur Bindung unserer global agierenden Kunden an die Rissmann-Gruppe. Im Jahr 2021 wurde mit der RISSMANN Bulgaria Holding EOOD eine weitere 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Diese fungiert als Besitzgesellschaft für die im März 2022 bezogene neue Produktionsstätte im Süden Bulgariens. Im Jahr 2022 wurde mit der RISSMANN Bulgaria OOD eine weitere bulgarische Gesellschaft gegründet, die das operative Geschäft vor Ort in Bulgarien verantwortet. An dieser Gesellschaft ist die RISSMANN GmbH mit 75 % beteiligt. Weitere 25 % werden von bulgarischen Partnern gehalten. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Geschäftsführung bewertet im Rahmen des QM-Systems regelmäßig umfassend die relevanten Risiken und legt geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung fest. Einen Schwerpunkt in der Risikobetrachtung bildet das Thema IT-Sicherheit, gerade vor dem Hintergrund der globalen Struktur der RISSMANN Gruppe. Ein aktualisiertes Sicherheitskonzept befindet sich bereits in der Umsetzung. Ein grundsätzliches Risiko stellt die aktuelle Zinsentwicklung dar, da die Gesellschaft das operative Geschäft teilweise über Kontokorrentlinien bei Banken finanziert. Als Maßnahme wurde im Jahr 2023 ein Abzug überschüssiger Liquidität durchgeführt, die früher bei den asiatischen Tochtergesellschaften gehalten war. Grundsätzlich besteht ein Währungsrisiko, welches sich jedoch durch Umsatzerlöse und Einkäufe wieder ausgleicht. RISSMANN ist aufgrund der Kundenstruktur abhängig von einigen internationalen Großkunden, was gleichermaßen Chancen und Risiken birgt. Die geplanten und teilweise schon erfolgreichen, verstärkten Vertriebsaktivitäten sollen die Risiken dieser Abhängigkeit mittelfristig weiter reduzieren. Die Energiekrise zum Ende des 2022 hat gezeigt, dass auch langjährige und gute Partnerschaften mit Lieferanten nachhaltig und kurzfristig gestört werden können. Um dieses Risiko zu reduzieren, konzentriert sich RISSMANN auf den Ausbau der eigenen Verarbeitungskapazitäten. Der Ausbau der eigenen Fertigung in Europa ist ein erklärtes strategisches Ziel. Zur Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Kapazität für die manuelle Endfertigung wurde im Jahr 2022 eine eigene Verarbeitungsstätte in Bulgarien in Betrieb genommen. Im Jahr 2023 wurde ein Ausbau des Standortes durchgeführt. Die Übergabe des zweiten Bauabschnitts ist für Frühjahr 2024 geplant. Das Forderungsausfallrisiko wird durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt, ebenso besteht eine Fabrikationsrisikoversicherung. Aus Sicht der Geschäftsführung scheinen die Risiken insgesamt beherrschbar zu sein. Der Geschäftsführung sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bekannt. 2. Chancenbericht Chancen ergeben sich aus der aktuellen Marktpositionierung. Hochwertige Verpackungen nehmen weiterhin einen größeren Stellenwert im Bereich des Marketings ein. Sie sind gleichzeitig verkaufsfördernd, repräsentativ und spiegeln so den Gesamtauftritt von präferierten Produkten und Marken wider. Nachhaltigkeit Eine nachhaltige Lieferkette sowie der verantwortungsvolle, ressourcenschonende Umgang mit den Produktionsmitteln bilden die unmittelbaren Voraussetzungen, um den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden zu mehr Nachhaltigkeit und einem hohen Umweltbewusstsein gerecht zu werden. RISSMANN wird diesen Anforderungen in hohem Maße gerecht, was die Geschäftsführung jährlich in ihrem Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. Als Ansatz und Basis für weitere Verbesserungen wird seit dem Jahr 2021 der CO 2 -Fußabruck des Unternehmens ermittelt. Produktionsstätten in Europa Es gibt bei unseren Großkunden einen starken Trend zu einer lokalen Produktion. Die Gründe liegen in dem Thema der Nachhaltigkeit und auch der Versorgungssicherheit. Viele Kunden akzeptieren für eine lokale Produktion auch entsprechende Preisaufschläge im Vergleich zu einem Import aus Asien. RISSMANN ist mit der eigenen Produktionskapazität und der Produktionskompetenz gut aufgestellt, um diesem Trend zu entsprechen. Innovation Aufgrund der eigenen Produktionskompetenz, der guten Kenntnis über Markttrends und Kundenanforderungen sowie aufgrund des weltweiten Netzwerkes ist RISSMANN in der Lage, innovative Produktideen zügig und konsequent zur Marktreife zu entwickeln und in Kundenaufträgen umzusetzen. Märkte Die Nachfrage von Luxusgütern hat im Jahr 2023 geschwächelt. Nachdem die Luxusgüterindustrie die Belastungen durch die Pandemie und im Weiteren durch den Ukraine-Krieg gut überstanden hat, hat die wirtschaftliche und politische Entwicklung im Jahr 2023 die Nachfrage an Luxusgütern negativ beeinflusst. Diese negative Entwicklung wurde auch für Luxusverpackungen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2023 beobachtet. RISSMANN bedient die Märkte vor Ort in Asien und Europa. Als ein weiterer Schritt wird die Präsenz im US-amerikanischen Markt ausgebaut, was Potenziale für weiteres Wachstum erschließt. V. Prognose Die Verpackungsmittelbranche bietet weiterhin ein sehr großes Wachstumspotential. Die Entwicklung des Luxussegmentes wird ebenfalls mittelfristig positiv eingeschätzt. Für die RISSMANN GmbH gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem leicht sinkenden Umsatzniveau sowie leicht rückläufigen Ergebnis aus. Die RISSMANN Gruppe befindet sich nach der sehr dynamischen Wachstumsphase 2019- 2021 in einer Phase der Konsolidierung. Die internen Strukturen und die Aufbauorganisation wurden an das erreichte Volumen angepasst. Somit sind die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung dauert der Russland-Ukraine-Konflikt bereits über zwei Jahre an, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Zusätzlich ist seit Oktober 2023 der Konflikt im Nahen Osten eskaliert. Die Lage in Israel und im Gaza-Streifen bleibt angespannt. Seit Dezember 2023 wurden auch die Schiffsrouten durch das Rote Meer von Huthi-Rebellen gestört. Seitdem nutzen die Reedereien ausschließlich eine längere Route über das Kap der guten Hoffnung. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen allerdings, dass es jederzeit kurzfristig zu einer Dynamik kommen kann, die direkten und unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der RISSMANN Gruppe nehmen kann. Konkrete und verlässliche Prognosen sind unter den genannten Bedingungen weiterhin nicht möglich.
Nürnberg, April 2024 Sophie Ivens Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersZum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: An die RISSMANN GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RISSMANN GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RISSMANN GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 6. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Christian Fröhlich, Wirtschaftsprüfer Philip Gelin, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 7. Mai 2024 festgestellt. |
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