ALOS GmbHLiquidated

50859 Köln, DEU

Master Data

Registry
Register court Köln HRB 464
Registered
11/14/1958
Industry
Wholesale of photographic and optical equipmentWholesale of audio and video equipmentWholesale of machine tools
Purpose
Betrieb eines System- und Handelshauses für optische Speichersysteme;

History

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Management

NameRole
Daniel Chautard
since 4/19/2016
Managing Director
Felix Georg Theurer
since 4/19/2016
Procura

Financial Report

ALOS GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der ALOS GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

a) Positionierung des Unternehmens

ALOS ist ein führender Lösungsanbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Capturing-Systeme. Mit rund 100 Mitarbeitern in Deutschland und in der Schweiz werden mehrere tausend Kunden mit zum Teil weltweiten Installationen betreut. ALOS kann auf eine bald 60 jährige Erfahrung in den Bereichen analoger Belegspeicherung und digitalem Dokumenten-Management zurückgreifen. Die Kernkompetenzen des Systemhauses liegen in der Realisierung anspruchsvoller ECM-, DMS- (Dokumenten Management Systeme) und Workflow-Anwendungen sowie komplexeren Scan-Systemen zur Erfassung von Daten und Images. Mit engagierten und erfahrenen Teams entwickelt ALOS für seine Kunden innovative und flexible Lösungen auf dem höchsten Stand der Technik. Von Analyse, Consulting und Projektmanagement über Konfiguration, Systemintegration und Anwenderschulungen bis hin zum Software-Support und Hardware-Service Vorort wird ein umfassendes Spektrum an Dienstleistungen erbracht.

b) Organisatorische und rechtliche Struktur

Die ALOS GmbH ist eine rechtlich selbständige Gesellschaft mit Sitz in Köln, die seit Mitte des Jahres 2011 zur französischen Spigraph Group gehört. Spigraph ist ein bedeutender Distributor von Hard- und Software in der ECM/DMS-Branche. Niederlassungen in Europa, Nordafrika und mittlerem Osten betreuen ein Netz von über 6.000 Vertriebspartnern, denen Spezialisten für Produktberatung, technischem Support und vor Ort Service zur Realisierung und Betreuung ihrer Projekte zur Verfügung stehen.

Wie bereits im Lagebericht für das Jahr 2014 angeführt, hat sich die Spigraph-Gruppe durch die Integration der Dicom-Gesellschaften neu aufgestellt und es erfolgte eine Bündelung von Diensten in zentrale Teams, "Shared Services" genannt, wie bspw. Finanzbuchhaltung, IT, Logistik, Personalwesen sowie Hardware-Service und -Support. Die Manager dieser Teams sind gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ALOS weisungsbefugt.

Unter der Führung eines Vertriebsdirektors konzentrieren sich die ALOS-Gesellschaften in Deutschland und in der Schweiz mit Vertrieb, Beratung, Projektmanagement und Support-Dienstleistungen ganz auf ihre Kernkompetenz als ECM/DMS-Lösungsanbieter.

c) Vertriebsstruktur und Dienstleistungen

Zur fachlichen und organisatorischen Beratung von Interessenten und Kunden sind projekterfahrene Gebietsleiter regional tätig. Sales Consultants stehen dem Vertrieb mit ihrem produktspezifischen Wissen für die Entwicklung von Konzepten und Lösungen zur Seite. Organisation und Koordination aller Beteiligten wird von Projektmanagern übernommen und die technische Umsetzung erfolgt von eigenen Systemintegratoren bzw. Software-Entwicklern. Zur Betreuung der Kundensysteme verfügt das Unternehmen über erfahrene Teams für telefonischen Update- und Support-Service sowie für Installationen und Schulungen vor Ort.

Regional oder auch branchenspezifisch kooperiert ALOS mit Vertriebspartnern, die produkt- und vertriebstechnisch unterstützt werden.

Für den Vertrieb von Scanner-Hardware verbunden mit Capture-Software gibt es ein weiteres Kompetenzteam bei ALOS, denn die Realisierung komplexer Lösungen zur Belegerfassung und Auslesung gehört traditionell zum Kerngeschäft. Je nach Anforderungsprofil werden sowohl Standard Capture-Software als auch die individualisierbare Eigenentwicklung ALOS-SCAN mit leistungsfähigen Dokumenten-Scannern aus dem umfassenden Hardware-Portfolio kombiniert. Der Support für Hardware und technische Vorort-Service wird durch "dts Service", einem international tätigen Geschäftsbereich der Firmengruppe erbracht.

Die Direktmarketing-Aktivitäten von ALOS konzentrierten sich auf das Lösungsgeschäft und richten sich dabei im Wesentlichen branchenunspezifisch an Unternehmen aus dem Mittelstand. Neben der Präsenz auf den Messen CeBIT und DMS-Expo liegt der Schwerpunkt auf der Ausrichtung von Infotagen sowie regelmäßig stattfindenden Webinaren. Um die Geschäftstätigkeit als Lösungsanbieter in der Außendarstellung deutlicher hervorzuheben wurde mit dem Logo "alos solution" und den Grundfarben blau / schwarz ein neuer Auftritt im Rahmen von CI-Anpassungen der Spigraph-Firmengruppe eingeführt.

2. Personal

Der Personalbestand sank im statistischen Jahresdurchschnitt auf 78 Mitarbeiter (Vj. 86) und zum Jahresende waren insgesamt 80 Mitarbeiter für die Gesellschaft tätig. In dieser Summe sind vier Auszubildende mit der Fachrichtung Informatik enthalten.

Die angegebene Anzahl an Mitarbeitern umfasst lediglich die im Kerngeschäft und technischen Service (dts service) bei ALOS angestellten, denn durch die Einführung zentraler Dienste konnte eine Reduzierung des Personalbestands erfolgen. Darüber hinaus verfügt die Firmengruppe über Produktspezialisten, die überregional angefordert und eingesetzt werden können.

3. Software-Entwicklung

Das Eigenprodukt, die Erfassungssoftware ALOS-SCAN, wird für professionelle Scann-Lösungen eingesetzt. Vorteilhaft sind das volumenunabhängige Lizenzmodell, die Skalierbarkeit sowie insbesondere die Individualisierung. Sie ermöglicht den Anforderungen der jeweiligen Kunden, meist Dienstleister oder Posteingangsstellen in Unternehmen oder Behörden, hinsichtlich Komplexität bei der Erfassung und Flexibilität beim Export von Daten in weiterverarbeitende bzw. Backend-Systeme gerecht zu werden. Da in Verbindung mit Hochleistungsscannern komplette Scan-Systeme konfiguriert werden, ist der Stellenwert der Software und der damit verbundenen Erbringung von Dienstleistungen nach wie vor sehr hoch. Zumal die Installationen nachhaltig über viele Jahre mit bedarfsgerechten Supportverträgen für Software und Hardware-Wartung betreut werden.

Weiterhin wird das Team in DMS-Projekte eingebunden, wenn Integrationen in Fremdapplikationen, Anpassung von Schnittstellen, Anbindung von Datenbanken etc. gefordert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

a) Marktentwicklung / Trends

Innerhalb der ITK-Branche (Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK)) ist laut renommiertem Verband bitkom der Bereich IT mit 3 % der Wachstumstreiber. Zu diesem Wachstum trägt wiederum Software mit prognostizierten 6,2 % bzw. 1,2 Milliarden Euro bei einem Marktvolumen von 21,5 Milliarden Euro entscheidend bei. Mit der umfangreichen Studie "Digital Office Index" wurde eine repräsentative Umfrage über Enterprise Content Management durchgeführt. Darin werden ECM-Lösungen als Wegbereiter für den digitalen Arbeitsplatz angesehen und neun von zehn Unternehmen betrachten den Wandel als Chance. Bei Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten schätzt man durch Optimierung administrativer Geschäftsprozesse ein Potenzial für Effizienzsteigerungen von 48 %.

Einige Megatrends der IT im Allgemeinen haben natürlich auch Einfluss auf die ECM-Branche. Im ECM-Trend-Check spricht man von diesen acht Themen: Digitalisierung, Vertrauen und Sicherheit, Business Collaboration, Big Data, Mobile Capturing, eGovernment und Cloud. Moderne ECM-Systeme sind technologisch in der Lage, entsprechende Anforderungen zu erfüllen, wobei die Ausprägung je nach Fokus des Herstellers mehr oder weniger stark ist. Da 33 % des Mittelstandes nur klassisches Dokumentenmanagement, also Digitalisierung und Archivierung einsetzt, ergibt sich auch hier ein hohes Potenzial für die Erweiterung der Geschäftsbeziehungen.

Mittels Workflow-Funktionalitäten können Arbeitsabläufe erleichtert und optimiert werden, so dass die digitale Transformation von der Dokumentenerkennung über Bearbeitungsschritte bis hin zum Prozessabschluss realisiert werden kann. Dabei ist eine Skalierbarkeit der Software gegeben, sei es für den Einsatz in einer Office-Umgebung oder für eine unternehmensweite Enterprise-Anwendung. Ebenso bieten fast alle Hersteller im ECM-Umfeld branchenunabhängige Software an, die dennoch flexibel genug ist, die Erwartungshaltung der Interessenten an einer ganzheitlichen Lösung für ihr Unternehmen und ihre Branche zu erfüllen. Bei höchster Sicherheit für Belege und Informationen steigern die Unternehmen mit einem zentralen Dokumenten- und Datenpool ihre Effizienz durch verbesserte Transparenz, Durchgängigkeit organisatorischer Abläufe und wesentlich schnellerem Zugriff. Sie sparen Zeit und Kosten bei gleichzeitiger standortunabhängiger Verfügbarkeit. Denn auch mobil können Dokumente in guter Qualität eingescannt, Informationen im Pool abgerufen und Freigabeprozesse erledigt werden. Neueste Technologien lesen Dokumenteninhalte aus, bewerten deren Relevanz und nehmen automatisch die Verschlagwortung zur digitalen Ablage vor. Diese, auch in der Cloud zur Verfügung stehende Software, reduziert die manuellen Eingaben oder allfälligen Korrekturen auf ein absolutes Minimum.

b) Geschäftsverlauf

Mit den Themen Klassifizierung von Posteingang, Rechnungsbearbeitung, Workflow, Multi-Channel Input und Mobility liegt das Systemhaus ALOS nach wie vor im Trend des Marktes. Die im Berichtsjahr realisierten Projekte sind, da Komplexität der Integration und Anspruch der Kunden zunehmend steigen, durch einen hohen Anteil an Dienstleistungen geprägt. Durch Schaffung personeller Ressourcen und Trainings ist das Unternehmen wieder in der Lage diese Dienstleistungen - entgegen dem Vorjahr - weitgehend selbst zu erbringen. Hierdurch konnte eine wesentlich höhere Marge erzielt werden als im Vorjahr, in dem externe Fachkräfte beauftragt werden mussten. Lediglich für die Einbindung von Fremdsystemen bei komplexeren Lösungen, die produkt- und fachspezifische Kenntnisse erfordern, werden - wie branchenüblich - Dienstleistungen von Partnerfirmen eingebunden.

Neben Installationen bei neuen Kunden wurden darüber hinaus beachtliche 40 % des DMS-Lizenzumsatzes durch Erweiterungsgeschäft bei Bestandskunden generiert. Konform zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens als Solution-Anbieter konnte mit DMS-Software nahezu eine Verdoppelung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden (siehe hierzu auch Umsatz- und Ertragsentwicklung). Bei Neu- und Erweiterungsgeschäft werden Software-pflege- und Supportverträge abgeschlossen, die durch Betreuung im täglichen Einsatz eine nachhaltige Kundenbeziehung begründen.

Im Berichtsjahr hat sich der Personalbestand wieder stabilisiert und es erfolgten Neueinstellungen für Projekt-Management und Software-Support. Darüber hinaus konnten zwei projekterfahrene Mitarbeiter zur Verstärkung des Sales-Teams gewonnen werden. Wie auch in den Vorjahren wurde großer Wert auf Fortbildung gelegt und die Mitarbeiter besuchten Schulungen, Seminare und Trainings bei Herstellern.

2. Lage des Unternehmens

a) Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 104 T€ auf 8.881 T€ (Vj. 8.777 T€) erhöht. Der Grund hierfür liegt in einer erheblichen Steigerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 6.339 T€ (Vj. 5.097 T€).

Das Eigenkapital inklusive Rücklagen und Gewinnvortrag beträgt 2.073 T€ (Vj. 1.744 T€).

Die Eigenkapitalquote ist angestiegen auf über 23 % (Vj. 20 %).

Es besteht ein längerfristiges Darlehen für eine Investition in ein modernes Meeting- und Democenter im Firmengebäude.

Mit Ersatzbeschaffungen im Bereich IT-Technik und Kommunikationsmitteln wurde die Betriebs- und Geschäftsausstattung weiterhin auf modernem Niveau gehalten.

b) Finanzlage

Liquide Mittel werden überwiegend durch die Gewährung von Darlehen innerhalb der Firmengruppe zur Verfügung gestellt. Trotz sehr begrenzten Spielraums konnte die ALOS GmbH ihre Geschäftstätigkeit aus eigenen Mitteln finanzieren und war in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Liquidität ersten Grades beträgt 3,93 % (Vj. 3,91 %) und die Liquidität zweiten Grades 173,64 % (Vj. 171,60 %).

c) Ertragslage

Der Umsatz der ALOS GmbH betrug 11.112 T€ (Vj. 12.947 T€) im Jahre 2015 und lag damit unter dem Vorjahr und dem Planziel. Bei Betrachtung der Umsatzentwicklung über die letzten Jahre spielt der Hardwareumsatz eine große Rolle, der im Vergleich zum Vorjahr um 36 % niedriger ausgefallen ist. Der damit zusammenhängende technische Service sank um 5 %. Wie bereits für das Geschäftsjahr 2014 berichtet, wurde das Reseller-Business mit Hardware auf unsere Schwestergesellschaft verlagert. Gegen Ende des Vorjahres verhalf noch ein bedeutendes Hardware- und Serviceprojekt bei einem Endkunden den Umsatzrückgang abzufedern.

Andererseits konnte die forcierte strategische Ausrichtung des Unternehmens als Solutions-Anbieter weiter erfolgreich ausgebaut werden und resultierte in einem Anstieg der Softwareumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 32 %. Das Lösungsgeschäft mit Lizenzumsatz und seinen Dienstleistungen erbringt eine weitaus höhere Marge als Hardware, so dass die Ertragsreduzierung aus Hardwaregeschäft mehr als kompensiert werden konnte.

Für ALOS-Kunden vom Geschäftsbereich "dts service" erbrachte Serviceeinsätze sowie verwendete Ersatz- und Verschleißteile werden von unserem Schwesterunternehmen in Rechnung gestellt. Hieraus ergibt sich in Folge dieser eingekauften Dienstleistungen eine reduzierte absolute und prozentuale Rohertragsmarge für den Hardware-Service.

Der Personalaufwand ist um mehr als 20 % niedriger als im Vorjahr. Dies ist darauf zurückzuführen, dass durch Umstrukturierungen im Vorjahr und die begonnene Einführung von "Shared Services" in der Firmengruppe einige Positionen und administrative Tätigkeiten nicht mehr von eigenen angestellten Mitarbeitern übernommen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 6 % gestiegen. Den Hauptanteil dieser Position betreffen Gebühren für Dienstleistungen der Firmenzentrale, die nach einem Verteilerschlüssel umgelegt und als Verwaltungsaufwand (Management Fees) in Rechnung gestellt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in erster Linie den direkten Personalaufwand für die im technischen Service und Support tätigen ALOS-Mitarbeiter sowie auch sonstige Kosten, die den Schwesterunternehmen belastet werden.

Das Unternehmen konnte die sich bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres abzeichnende Stabilisierung durch einen weiteren positiven Geschäftsverlauf im Berichtsjahr festigen und ausbauen. Dies führte dazu, dass bei einer absoluten Differenz von 975 T€ aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit im Gegensatz zum Vorjahr wieder ein positives Ergebnis von 384 T€ (Vj. -590 T€) erwirtschaftet wurde.

III. Nachtragsbericht

Das seit dem Jahre 1986 im Eigentum der Gesellschaft befindliche Firmengebäude wurde Ende April 2016 verkauft. Gleichzeitig erfolgte eine Anmietung bei dem neuen Eigentümer.

Ebenfalls Ende April legte der langjährige Geschäftsführer Dieter Woeste sein Amt nieder. Er hat das Unternehmen über viele Jahre geprägt und erfolgreich geführt. Seine Hauptaufgaben hat er an andere Führungskräfte im Hause und an zentrale Services übergeben; so zuletzt das Management und die Kontrolle des Finanzwesens. Vor Ort unterstützt der neu ernannte Prokurist Felix Theurer den nunmehr alleinigen Geschäftsführer Daniel Chautard.

IV. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Entwicklung und Chancen

Auch wenn Übernahmen von Großkonzernen die Anbieterwelt in der ECM/DMS-Branche verändern und weiterhin verändern werden, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen recht positiv zu sehen. Da ECM-Systeme über viele Jahre eingesetzt werden, hat bei einer Auswahl neben einfacher und komfortabler Bedienung die Erfahrung und Innovationskraft des Software-Herstellers einen hohen Stellenwert. Auch sind die Ansprüche der Kunden an eine ECM-Lösung hinsichtlich der Integrationsfähigkeit von ERP- und Fachanwendungen in den letzten Jahren stark angestiegen. Dies hat zur Folge, dass bei einer Investitionsentscheidung neben dem Produkt die Kompetenz des Systemhauses und das Vertrauen in die von den Mitarbeitern zu erbringenden Dienstleistungen sehr bedeutende Kriterien darstellen.

Sowohl hinsichtlich der von ALOS angebotenen Software-Produkte, die von Marktführern stammen, als auch mit der Erfahrung und den personellen Ressourcen ist das Unternehmen für das Projektgeschäft gut aufgestellt. Unter der Führung des Vertriebsdirektors erfolgte eine Ausweitung der Marketing-Aktivitäten insbesondere hinsichtlich Infotagen, direkter Zielgruppenakquisition und Webinaren. Unterstützt durch das neue Logo geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Ausrichtung und Präsenz von ALOS als Solution-Anbieter am Markt durch aktives Marketing deutlich erhöht worden ist. Neben realisierten Projekten im Mittelstand zählten auch einige Großprojekte zu den Herausforderungen. Mit zwei neu eingestellten erfahrenen Mitarbeitern aus dem Projektgeschäft ist eine sehr gute Basis für den weiteren Ausbau der strategischen Unternehmensziele im neuen Geschäftsjahr geschaffen worden.

Für das Jahr 2016 ist ein Umsatz von 10.400 T€ geplant. Auf Grund der anhaltenden Umstrukturierungen und der Verschiebung von Geschäftsbereichen liegt die Planung unter dem Ergebnis des Berichtsjahres.

Der Schwerpunkt für das laufende Geschäftsjahr wird auf weitere Konsolidierung und Kostenreduzierung gesetzt. Der Geschäftsverlauf nach dem 31. Dezember 2015 und die Projektanbahnungen zeigen bereits eine recht positive Entwicklung, so dass die Umsatz- und Ertragsplanung realistisch erscheint.

Für das Geschäftsjahr nach dem 31. Dezember 2015 sind in Vertrieb und Software-Entwicklung Neueinstellungen geplant. Ebenfalls ist eine Erweiterung des Vertriebsportfolios im Umfeld des ECM-Kerngeschäftes angedacht, um eine breitere Aufstellung zu erzielen. Grundsätzlich ermöglicht die Unabhängigkeit von Herstellern dem Handelsunternehmen auf Produkt- und Vertriebsrisiken durch Neuausrichtung oder Anpassung an technologische Veränderungen flexibel zu reagieren.

Zielgruppen des Marketings bleiben themenabhängig nach wie vor mittelständische Unternehmen aus Industrie und Handel, Versicherungen, Geldinstitute, Dienstleister sowie Fachabteilungen von Großunternehmen. Die Aktivitäten für die branchenneutralen Softwarelösungen werden sich weiterhin auf Roadshows, Open House, Anwender-Meetings und insbesondere Webinare konzentrieren.

Von einer geplanten Zusammenführung mit der Distributionsgesellschaft wurde in Deutschland Abstand genommen, da die Geschäftsmodelle und Marktansprachen zwischen Distribution und dem Endkunden-Projektgeschäft von ALOS doch sehr unterschiedlich sind. Insofern hat das Unternehmen begonnen, wieder mehr Eigenständigkeit zu entwickeln.

2. Risiken

Insbesondere sind die nachfolgenden Risiken auf Grund ihrer Ausprägung aus den üblichen branchen- und unternehmenstypischen Risiken hervorzuheben.

Besondere Einflüsse aus der Gesamtlage des Wirtschafts- und Finanzumfelds sind für ein Unternehmen, das überwiegend Investitionsgüter vermarktet, natürlich nicht auszuschließen. Derzeit liegen jedoch, wie für das Branchenumfeld berichtet, keine Anzeichen für eine rasche Veränderung des Marktes vor.

Dennoch zeichnen sich durch Fusion und Verlagerung von Geschäftsbereichen Veränderungen bei Großkunden von ALOS ab. Auf diese Entwicklungen kann kaum Einfluss genommen werden, da sie strategisch und firmenpolitisch geprägt sind. Es besteht daher ein Ausfallrisiko, wenngleich zu erwarten ist, dass sich dieses durch bestehende Verträge über einen gewissen Zeitraum hinziehen wird. Ziel ist es, eine Kompensation durch andere größere Projekte zu erreichen; dabei muss jedoch erfahrungsgemäß mit einer längeren Vorlaufzeit gerechnet werden.

Finanzielle Risiken aus Fremdwährungen sowie Lieferanten- und Kundenbeziehungen sind nicht entstanden und auch in Zukunft nur im üblichen Rahmen zu erwarten. Es besteht eine effiziente Überwachung der Fälligkeiten bei Debitoren und ein konsequentes Mahnwesen. Im Projektgeschäft kommt es gelegentlich zu Überziehung von Zahlungszielen, die durch Leistungsabgrenzungen bei Dienstleistungen entstehen. Das Kreditlimit für Kunden wird von einem Kreditversicherer festgelegt und allfällige Ausfälle sind hierdurch abgedeckt.

Durch die Gewährung von Darlehen und Ausleihen an Unternehmen in der Firmengruppe ist die zur Verfügung stehende Liquidität von ALOS sehr begrenzt und es ist dadurch zu Engpässen gekommen. Für eine termingerechte Zahlung von Kreditoren war und ist ein sehr planvoller Umgang mit den liquiden Mitteln erforderlich.

Die Firmengruppe hatte über viele Monate erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, die sich durch Zufluss neuer Finanzmittel zum Zeitpunkt dieser Berichtsveröffentlichung entspannt haben. Es stehen jedoch weiterhin Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen in den einzelnen Gesellschaften der Firmengruppe an.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Berichtsjahr durch Dienstleistungen der Firmenzentrale und Ausleihen abermals erhöht und betragen zum Bilanzstichtag 6.339 T€ (Vj. 5.097 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 3.337 T€ (Vj. 2.395 T€) und betreffen bezogene Lieferungen und Dienstleistungen. Die Forderungen richten sich neben der Konzernmuttergesellschaft u. a. auch an die inländische Muttergesellschaft, wodurch Risiken hinsichtlich der Werthaltigkeit dieser Forderungen bestehen.

Hierbei sind auch strukturelle und finanzielle Einflussnahmen und Veränderungen auf die ALOS GmbH zu erwarten.

Bilanz zum 31.12.2015

der ALOS GmbH

Aktivseite

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.719,00 15,3
II. Sachanlagen 577.163,51 611,3
  584.882,51  
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 236.270,50 668,4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.248.044,44 6.740,1
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: 6.339.367,63 € (Vj. 5.096,7 T€)    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 167.849,54 286,6
  7.652.164,48  
C. Rechnungsabgrenzungsposten 643.574,90 455,6
  8.880.621,89 8.777,3

Passivseite

   
Vorjahr
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 512.000,00 512,0
II. Gewinnrücklagen 377.101,53 377,1
III. Gewinnvortrag 854.940,25 1.494,6
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 328.906,47 -639,6
  2.072.948,25  
B. Rückstellungen 928.915,59 1.340,6
C. Verbindlichkeiten 4.092.710,05 3.699,0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: 179.687,50 € (Vj. 210,9 T€)    
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 3.337.016,57 € (Vj. 2.395,1 T€)    
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.786.048,00 1.993,6
  8.880.621,89 8.777,3

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2015

der ALOS GmbH

2015 2014
1. Rohergebnis   6.576.178,52   6.577.216,43
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -3.381.338,05   -4.300.523,96  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -671.162,77 -4.052.500,82 -810.364,80 -5.110.888,76
davon für Altersversorgung: 85.095,97 € (Vj. 88,7 T€)        
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen   -78.142,15   -88.086,70
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.107.378,09   -1.985.122,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   74.531,89   58.200,59
davon aus verbundenen Unternehmen: 71.233,48 € (Vj. 58,1 T€)        
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -28.204,38   -41.728,55
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 21.700,00 € (Vj. 29,4 T€)        
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   384.484,97   -590.409,88
8. außerordentliche Erträge 0,00   400.000,00  
9. außerordentliche Aufwendungen -8.856,00   -408.856,00  
10. außerordentliches Ergebnis   -8.856,00   -8.856,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -27.907,96   -19.981,48
12. sonstige Steuern   -18.814,54   -20.364,69
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag   328.906,47   -639.612,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Bestimmungen der § 266 bzw. § 275 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden, soweit nachfolgend nichts Anderweitiges vermerkt ist.

Das Anlagevermögen wird mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Nutzungsdauer bei den immateriellen Wirtschaftsgütern beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.

Den Abschreibungen auf Gebäude wird grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 25 Jahren zu Grunde gelegt. Soweit es sich um Gebäudeumbauten handelt, werden diese unter Berücksichtigung der geschätzten voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben.

Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in der Regel linear abgeschrieben, wobei die Zugänge zeitanteilig abgeschrieben werden.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von 150,00 € bis zu 1.000,00 € im Zugangsjahr zu einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen, der anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen einem und 14 Jahren.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten (gleitende Durchschnittspreise) bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Unverkäufliche oder technisch überholte Produkte werden wertberichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Für strittige oder uneinbringliche Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,89 % und der Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck, "Richttafeln 2005 G", erfasst. Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen und werden, soweit sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Das Vorratsvermögen wird permanent über EDV fortgeschrieben. Zum Stichtag wurde eine körperliche Bestandsaufnahme durchgeführt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.227 T€.

Ein Teilbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände von 72 T€ hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um eine freiwillig gebildete "andere Rücklage" (§ 266 Abs. 3 HGB).

Bei den Pensionsrückstellungen ergab sich im Geschäftsjahr 2010 durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 133 T€. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde im Berichtsjahr 1/15, mithin 9 T€, den Pensionsrückstellungen zugeführt und als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung zum 31.12.2015 beträgt 80 T€.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten zum ganz überwiegenden Teil Rückstellungen für Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern (149 T€) und für ausstehende Eingangsrechnungen (75 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte und ähnliche Rechte (Grundschulden) besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten solche aus Lieferungen und Leistungen in einem Umfang von 3.337 T€.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von 23,4 T€ und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.317 T€. Von der französischen (mittelbaren) Muttergesellschaft sind der Gesellschaft 722 T€ für Dienstleistungen in Rechnung gestellt worden.

Unter den außerordentlichen Aufwendungen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen auf Grund der Umstellung der Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ausgewiesen (9 T€).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2015 wird durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 28 T€ belastet.

V. Sonstige Angaben

Mit Datum vom 23.10.2013 wurde ein EUR - Payer Swap mit der Commerzbank AG abgeschlossen. Danach zahlt die Gesellschaft beginnend am 01.11.2013 bis zum 30.09.2021 quartalsweise einen festen Zinssatz von 2,75 % p. a. bezogen auf einen Betrag von 250.000,00 € (Bezugsbetrag) und erhält dafür von der Commerzbank AG eine Zahlung in Höhe des jeweiligen 3-Monats-EURIBOR auf den Bezugsbetrag. Das Geschäft wurde zu Sicherungszwecken abgeschlossen und steht im Zusammenhang mit einem passivierten Investitionsdarlehen. Zinserträge und -aufwendungen aus diesem Sachverhalt werden saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

In 2015 wurden durchschnittlich 73 Arbeitnehmer (Vj. 79) beschäftigt.

Die Bezüge der Hinterbliebenen ehemaliger Geschäftsführungsmitglieder beliefen sich auf 13 T€. Die hierfür gebildete Pensionsrückstellung beträgt 208 T€.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2015 in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen beträgt 207 T€ p. a.

Geschäftsführer der ALOS GmbH im Geschäftsjahr 2015 waren Herr Dieter Woeste, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 24.05.2016), und Herr Daniel Chautard, Roche, Frankreich, Kaufmann.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist in den Konzernabschluss der Spigraph Group S.A., Saint-Quentin Fallavier Cedex, Frankreich, einbezogen.

 

ALOS GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Daniel Chautard

Datum der Feststellung: 23. September 2016

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2015

der ALOS GmbH

Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.01.2015 Zugänge Abgänge Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 347.672,33 5.218,00 0,00 352.890,33
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.345.178,28 11.754,17   1.356.932,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.137.614,11 20.028,01 520,00 1.157.122,12
  2.482.792,39 31.782,18 520,00 2.514.054,57
  2.830.464,72 37.000,18 520,00 2.866.944,90
Abschreibungen gesamt Buchwert 31.12.2015 Buchwert Vorjahr Abschreibungen lfd. Geschäftsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 345.171,33 7.719,00 15.273,00 12.772,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 869.088,25 487.844,20 499.627,20 23.537,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067.802,81 89.319,31 111.642,28 41.832,98
  1.936.891,06 577.163,51 611.269,48 65.370,15
  2.282.062,39 584.882,51 626.542,48 78.142,15

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers¹)

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der ALOS GmbH mit einer Bilanzsumme von 8.880.621,89 € unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Mit Ausnahme des im folgenden Abschnitt dargestellten Prüfungshemmnis haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der im folgenden Absatz dargestellten Ausnahme eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (mittelbare Muttergesellschaft, Mehrheitsgesellschafterin und weitere verbundene Unternehmen) in Höhe von insgesamt 6.339.367,63 € ist nicht hinreichend nachgewiesen worden. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnte keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit dieser Forderungsbestände gewonnen werden. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit den genannten Einschränkungen den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bonn, den 12. September 2016

Bacher & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Josef Schulte, Wirtschaftsprüfer

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