Master Data

Registry
Register court Charlottenburg (Berlin) HRB 259422
Registered
12/29/2023
Industry
Logistics service activitiesInland freight water transportAviation security services
Purpose
Dienstleistungen und Produkte zur Gestaltung und Realisierung von logistischen Systemen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Mihai Ploia
since 4/9/2026
Procura
Sören Hagen
since 4/9/2026
Board Member
Julian Goldenstein
since 4/9/2026
Procura
Damian Unterlöhner
since 12/15/2025
Procura
Konrad Ebert
since 12/15/2025
Procura
Thilo Schmitz
since 12/15/2025
Procura
Sandra Jakobs
since 5/26/2025
Procura
Jan-Moritz Metelmann
since 5/9/2025
Procura
Jarrett Leesch
since 12/18/2024
Procura
Stefanie Fort
since 12/18/2024
Procura
Procura
Malte Vogt
since 6/27/2024
Procura
Abhijit Das
since 6/27/2024
Procura
Kai Althoff
since 12/29/2023
Board Member
Jörg Biermann
since 12/29/2023
Procura
Ralph-Michael Schmidt
since 12/29/2023
Procura
Stephan Kappel
since 12/29/2023
Board Member
marc Dr. Schleyer
since 12/29/2023
Procura
Jan-Hendrik Kölling
since 12/29/2023
Procura
Marco Dreeßen
since 12/29/2023
Procura
Leiv Klarmann
since 12/29/2023
Procura
Fabian Loeper
since 12/29/2023
Procura
Julian Caspar Schulcz
since 12/29/2023
Board Member
Christian Nieters
since 12/29/2023
Procura
Svenja-Liv Andersch
since 12/29/2023
Procura
Felix Prestel
since 12/29/2023
Procura
Andreas Weber
since 12/29/2023
Procura
Katharina Hüsch
since 12/29/2023
Procura
Hanka Smiejczak
since 12/29/2023
Procura
Mai-Britt Ottilie Subei
since 12/29/2023
Procura
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Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

4flow SE (vormals: 4flow AG)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisation und Unternehmensbereiche

Die 4flow SE ist die Muttergesellschaft des 4flow Konzerns und bietet darüber hinaus als operativ tätige Gesellschaft und mit Tochterunternehmen Logistikberatung und Logistiksoftware an. Des Weiteren beschäftigt sich die 4flow SE mit Logistikforschung.

Die 4flow SE hat ihren Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Zudem ist sie über Tochtergesellschaften und Betriebsstätten in Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Österreich, Spanien, Tschechien, Ungarn, UK und in den USA vertreten.

4flow consulting bietet Managementberatung, Konzeption und Umsetzungsunterstützung für Logistik und Supply Chain Management aus einer Hand.

4flow software entwickelt und vertreibt das Hauptprodukt 4flow vista® als Standardsoftware sowie weitere Softwareprodukte zur Logistikplanung und -optimierung.

Die Kunden von 4flow sind regelmäßig große und mittelgroße Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten dieser Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-)Zulieferer, Konsumgüter und Handel inklusive E-Commerce, Hightech und Telekommunikation, Pharma & Medizintechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Prozessindustrie, Ersatzteil- und Logistikdienstleister zuzuordnen.

1.2 Verbundene Unternehmen

Die 4flow SE hat sechs Tochtergesellschaften mit Hauptsitz in Europa. 4flow Austria GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, bietet ebenso wie die 4flow digital GmbH mit Sitz in Berlin hautpsächlich Dienstleistungen im Rahmen der Geschäftsaktivitäten des Geschäftsbereichs 4flow consulting an. Unternehmensgegenstand der 4flow management GmbH, Berlin in Deutschland, deren Tochtergesellschaften 4flow management Kft. mit Sitz in Budapest, Ungarn, 4flow Spain S.L.U. mit Sitz in Saragossa, Spanien, 4flow management Control Tower GmbH mit Sitz in Berlin, Deutschland, sowie der 4flow management BV, mit Sitz in Brüssel, Belgien, sind das Netzwerk- und Transportmanagement für international agierende Unternehmen. Als neutraler Fourth Party Logistics Provider (4PL) bietet 4flow management die kontinuierliche Optimierung, Planung, Gestaltung und Steuerung von Logistiknetzen und Transporten an. Zusätzlich erbringt die 4flow management Kft. Softwareentwicklungsleistungen für die 4flow SE. Die Tochtergesellschaft 4flow France SAS mit Sitz in Paris, Frankreich bietet Dienstleistungen der Geschäftsbereiche 4flow management und 4flow consulting an. Aus der 4flow UK mit Sitz in Purley, United Kingdom, werden derzeit keine Geschäftsaktivitäten erbracht.

Der asiatische Markt wird durch die Tochtergesellschaft forflow Ltd., Hongkong in China und deren Tochtergesellschaft forflow consulting (Shanghai) Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, und zwei Betriebsstätten in Peking, China und Changzhou, China, bedient, die die 4flow-Leistungen dort anbieten. Kunden dieser Gesellschaften sind zum Großteil asiatische Tochterunternehmen namhafter deutscher und internationaler Konzerne, aber auch asiatische Firmen.

Im nordamerikanischen Markt bietet die 4flow, Inc., Troy, Michigan, USA, die 4flow-Leistungen zusammen mit einer Betriebsstätte in Atlanta an, während die 4flow Consultoria em Logistica Ltda. mit Sitz in Campinas, Brasilien, den südamerikanischen Markt bedient.

Die 4flow SE erbringt Leistungen für ihre Tochtergesellschaften in Form von Beratungs- und Softwareprojekten sowie auch als interne Dienstleistungen.

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 lag der Fokus im Bereich 4flow software auf dem Ausbau der Produktlandschaft und auf die fachliche und technologische Weiterentwicklung bestehender Produkte. Darüber hinaus wurden die Aktivitäten im Rahmen von Forschungsprojekten fortgeführt.

Die Planungslösung 4flow VIA für Logistiknetzwerke wurde im Bereich "Visualisierung und Analyse" um Emissionen ergänzt. Dies erfolgte über die Integration der zertifizierten Emissionsberechnung des Anbieters EcoTransIT. Zusätzlich ist die Total-Cost-Betrachtung für große Netzwerke abgeschlossen worden. Der weitere Ausbau der Lösung erfolgte durch erste Optimierungen für die Netzwerkplanung, z.B. durch den Einsatz von Center-of-Gravity-Heuristiken, sowie durch Bestandsoptimierungen, z.B. bei der Allokation von Beständen innerhalb der Supply Chain.

In der Applikation "Kinaxis® Transportation Load Optimizer (TLO) by 4flow" für die S&OP-Plattform Rapid Response des Softwareanbieters Kinaxis war ein Entwicklungsziel Usability. Hier sind die Planungsprozesse um manuelle Eingriffsmöglichkeiten erweitert worden. Die Optimierung der Ladungsplanung wurde um Restriktionen zur exakteren Abbildung von Sendungen im Transportequipment verbessert. Mit der Entwicklung eines Connectors, um 4flow VIA-Module an die Rapid Response-Plattform anzuschließen, ist Grundlage für weitere Applikationen zur Netzwerkanalyse und -gestaltung für die Kinaxis-Produktlandschaft geschaffen worden.

Für das Add-on 4fow TORO, das Lieferabrufe im Materialplanungslauf hinsichtlich Transportkosten optimiert, wurde technologisch die Integrationsmöglichkeit für weitere ERP-Systeme realisiert. Die Optimierung ist um Funktionalitäten zur realitätsgenauen Abbildung ergänzt worden, beispielsweise um den "Demandsplit", mit dem große Sendungen zur realitätsgenauen Abbildung auf unterschiedliche Transporte verteilt werden können. In der Optimierung ist die Entwicklung weiterer Ansätze fortgesetzt worden, u.a. durch einen Proof-of-Concept für Mixed-Integer-Programming (MIP)-Solver.

Die Weiterentwicklung des integrierten Transportmanagementsystems ("4flow iTMS") beinhaltete verschiedene Schwerpunkte: Auch hier wurde das Thema Nachhaltigkeit integriert und es werden Einsparungen bei CO 2 -Emissionen für ein Transportnetzwerk zertifiziert berechnet und ausgewiesen. Die taktische Transportplanung ist mit zusätzlichen Optimierungsansätzen und Workflows zum aktiven Netwzerkmanagement ausgebaut worden. Das Modul "Exception Management" ermöglicht es den Nutzern nun mit dem "Process Guide Wizard" als neuem Feature, komplexe kunden- und event-spezifische Prozesse zur Handhabung von Vorfällen in der Transportabwicklung abzubilden.

In der technologischen Entwicklung standen Performance und Security im Vordergund: Im Bereich Sicherheit ist der Einsatz eines Identity Brokers zur sicheren Verbindung von Anwendungen im Rahmen des Single-Sign-On-Verfahrens etabliert worden. Die Performance wurde für steigende Datenmengen generell verbessert, speziell durch den Umbau komplexer Nutzer-Workflows in "Single Page Applications" zur bedarfsgerechten Aktualisierung von Websites einer SaaS-Anwendung. In der Produktentwicklung fanden zudem die ersten Piloten zu Analyse, Erstellung und Refactoring von Software Code mittels künstlicher Intelligenz statt.

Die Forschungstätigkeiten bei 4flow im Jahr 2023 wurden vornehmlich in drei kollaborativen Verbundforschungsprojekte mit über 10 Partnern aus Wissenschaft und Praxis gebündelt. Zwischenergebnisse der Forschungsarbeiten wurden in Fachpublikationen und über eigenen Kommunikationskanäle, wie die 4flow-Homepage und Profile in Unternehmensnetzwerke, veröffentlicht.

Arbeiten zur Entwicklung und Evaluierung von Mess- und Abschätzungsverfahren für die Robustheit von Transporten wurden im Forschungsprojekt "SlidePlus - Serviceplattform zur Störfallerkennung im Straßengüterverkehr mittels selbstlernenden KI-Verfahren" (gefördert vom BMDV) durchgeführt. Im Jahr 2023 wurden erweiterte Machine-Learning Methode evaluiert und neue vielversprechende Datenquellen für die Verbesserung der Ergebnisse definiert. Diese werden im Jahr 2024 evaluiert.

Im Projekt "HEGEL - Hypernetwork of German Logistics" (gefördert vom BMDV), wurden im Jahr 2023 im Rahmen von Fallstudien Abschätzungsverfahren für Kosten und Emissionen intermodaler Transporte entwickelt und getestet. Darüber hinaus wurden Methoden zur Resilienzmessung in der Transportlogistik evaluiert. Als Projekt-Koordinator hat 4flow Abstimmungstreffen mit Projektpartnern und -träger organisiert und durchgeführt.

Die Potenziale und Grenzen des Quantencomputing für die logistische Optimierung wurden im Projekt "ProvideQ - Quantum Readiness for Optimization Providers" (gefördert vom BMWK) erforscht. Anwendungsfälle in den Bereichen Tourenoptimierung, Lageroptimierung, Packplanung und Reihenfolgeplanung wurden hinsichtlich ihres Quantenbeschleunigungspotenzials untersucht. Verschieden Quantenoptimierungsmethoden wurden dazu von 4flow und den Projektpartnern evaluiert. Ein Benchmarking-Framework zur Bewertung von Lösungsverfahren wurde entwickelt.

In weiteren internen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von 4flow im Jahr 2023 wurden neue Methoden und Anwendungen im Risikomanagement (SCRM), Nachhaltigkeit (SSCM), und der Künstlichen Intelligenz evaluiert. Darüber hinaus wurden Methoden in der automatisierten Erfassung und Analyse öffentliche verfügbarer Daten und Ableitung von branchenrelevanten Trends angewendet und als Trendmonitor veröffentlicht. Für die Bewertung und Abwägung von Kosten, Nachhaltigkeit und Servicelevel im Einzelhandel wurden im Jahr 2023 mehrer quantitative Modelle entwickelt. Mit Fallstudiendaten wurden daraus Strategie-Empfehlungen für Handelsunternehmen erarbeitet, die im Verlauf des Jahres 2024 in einer Studie veröffentlicht werden sollen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1.1 Situation der Logistikbranche 2023

Der Umsatz der deutschen Logistikbranche ist im Jahr 2024 um rd. 2,5 % von 319 Mrd. € auf 327 Mrd. € gestiegen. Die deutsche Logistikbranche bleibt dabei mit mehr als 3 Millionen Beschäftigten einer der größten Wirtschaftsbereiche der Bundesrepublik. Größter Wirtschaftsbereich Deutschlands war im Berichtsjahr wieder die Automobilindustrie, eine wichtige Zielbranche der Gesellschaft. 1 Der deutsche Logistikmarkt nimmt eine führende Position in Europa ein. Dies liegt zum einen an der geografischen Lage Deutschlands im Herzen Europas, zum anderen aber vor allem an den hocheffizienten Strukturen des deutschen Logistiksektors. Die Bundesrepublik ist für rund 25 % des Logistikumsatzes in Europa verantwortlich. 2 Zudem ist anzumerken, dass nur etwa knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, die sichtbare Bewegung von Gütern durch Dienstleister betrifft. Die andere Hälfte wird durch Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen erbracht. 3 In einer in 2023 durchgeführten Studie klassifizierte die Weltbank Deutschland erneut als führend im Bereich Logistik Performance. Der durch die Weltbank berechnete Logistics Performance Indicator (LPI) vergleicht hierbei anhand verschiedener Dimensionen die Effizienz von Supply Chains von weltweit 160 Ländern. 4

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen globaler Krisen, wie des Kriegs in der Ukraine sowie einer weiterhin hohen Inflation. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft lag im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Vorjahr. 5 Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich:

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. 6

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 7

2.1.2 Der deutsche Beratungsmarkt 2023

Der Branchenumsatz des deutschen Beratungsmarkts ist in 2023 um 5% (Vorjahr: 14,7%) auf nun deutlich mehr als €45 Mrd. (Vorjahr: €43,7 Mrd.) angestiegen. 8

2.1.3 Der deutsche Softwaremarkt 2023

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der deutsche ITK-Markt um 2,0 % auf einen Gesamtumsatz von rd. 215 Mrd. €. Der für das Unternehmen relevante Umsatz der Softwarebranche stieg dabei stark um 10 % auf rd. 43 Mrd. € an. Mit 1,31 Millionen Beschäftigten bleibt die ITK-Branche ein wichtiger industrieller Arbeitgeber in Deutschland. In Summe stieg die Anzahl an Arbeitsplätzen im ITK-Markt im Jahr 2023 um 2,1% an. 9

2.2 Geschäftsverlauf 2023 und Lage des Unternehmens

2.2.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich im Jahr 2023 als sehr zufriedenstellend dar. Das Geschäftsvolumen stieg in 2023 in bedeutendem Umfang. Als Folge stiegen Umsatz- und Ergebnis der Gesellschaft. Die Gesamtleistung stieg gegenüber Vorjahr um 18 % (2023: 59.928 T€; 2022: 50.677 T€). Die Gesellschaft weist in 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 9.438 T€ aus (Vorjahr: 8.441 T€). Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Beteiligungsergebnis (EBIT) beträgt 5.281 T€ (2022: 3.833 T€). Die EBIT-Marge liegt in 2023 bei 8,8 % und somit leicht über Vorjahr (7,6 %). Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Unternehmenssteuerung bilden die Kennzahlen Umsatzrendite, EBIT-Marge sowie der operative Cash-Flow.

Die 4flow SE erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 59,9 € Mio. Der deutliche Anstieg gegenüber Vorjahr (Umsatz 2022: 50,7 € Mio.) resultiert dabei im Wesentlichen aus einem deutlich stärkeren Beratungsgeschäft in Verbindung mit dem Gewinn von Softwareaufträgen.

In 2023 wurden etwa 58 % des Umsatzes der 4flow SE (siehe Abb. 1) mit Unternehmen aus dem Fahrzeugbereich erwirtschaftet (2022: 66 %). Innerhalb des Fahrzeugbereichs liegt der Anteil der Fahrzeughersteller mit rund 41 % unter dem Vorjahreswert von 54 %, der Zulieferbereich liegt mit einem Anteil von 17 % über dem Vorjahr (2022: 12 %).

Handel und Konsumgüter inklusive E-Commerce liegen mit 18 % über Vorjahresniveau (2022: 16 %). Luftfahrt liegt mit rd. 5 % über dem Vorjahresniveau von 3 %.

Die Analyse der Umsatzanteile nach Endkunden verdeutlicht grundsätzlich, dass unterschiedliche Marktzyklen und Branchenentwicklungen zu schwankenden Auftragsvolumina bei einzelnen Branchen und Kunden führen können, sich diese Entwicklungen jedoch aufgrund der Präsenz von 4flow in vielen Märkten auch positiv auf das Portfolio der 4flow SE auswirken und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung begünstigen. Im Jahr 2023 ist ein Wachstum in nahezu sämtlichen Kundenindustrien gegenüber 2022 festzustellen.

Fahrzeughersteller 41%
Handel- und Konsumgüter, inkl. E-Commerce 17%
Zulieferer 16%
Logistikdienstleister 5%
Anlagen- und Maschinenbau 9%
Luftfahrt 4%
Sonstige 8%
2023 Umsatz: 59,9 Mio. 100%

Abbildung 1:

Umsatzanteile 2023 nach Branchen (in % vom Umsatz); Umsätze mit verbundenen Unternehmen wurden den Endkundenbranchen zugeordnet

Der hoch qualifizierte Mitarbeiterstamm bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft und wurde auch im Hinblick auf das künftig angestrebte Wachstum im Berichtsjahr von 363 am Jahresende 2022 auf 398 am Jahresende 2023 aufgebaut. Die Personalaufwendungen haben sich absolut um 6.446 T€ (2023: 39.392 T€; 2022: 32.946 T€) erhöht. Relativ zur Gesamtleistung liegen die Personalaufwendungen leicht über Vorjahr (2023: 65,7 %; 2022: 65,0 %). Die Gewinnung weiterer Mitarbeiter ist als wichtiger Wettbewerbsfaktor einzustufen und mit im Vergleich zu den Vorjahren stetig steigenden Kosten verbunden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in absoluter Höhe angestiegen (2023 10.492 T€; 2022: 9.088 T€), in Relation zur Gesamtleistung hingegen leicht gesunken (2023 17,7 %; 2022: 17,9 %). Der Anstieg in absoluter Höhe ist unter anderem auf deutlich höhere Kosten für EDV-Bedarf und Lizenzen, nicht-weiterbelastbare Reisekosten sowie Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2023: 10.734 T€; 2022: 9.672 T€). Dabei ist der Anstieg im Wesentlichen auf höhere von Gruppenunternehmen zugekaufte Leistungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen unter dem Vorjahreswert (2023: 687 T€; 2022: 817 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von 341 T€ (2022: 335 T€) Zuschüsse für Forschungsprojekte, die von der Europäischen Union und von der Investitionsbank Berlin gefördert werden 10. Im Übrigen werden im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen und internen Dienstleistungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Gewinnausschüttung von der 4flow management GmbH an die Gesellschaft in Höhe von 6.000 T€ durchgeführt (2022: 6.000 T€).

Nach Berücksichtigung von Aufwendungen für Einkommens- und Ertragssteuern in Höhe von 1.621 T€ beträgt der Jahresüberschuss der Gesellschaft 9.438 T€ (2022: 8.441 T€).

2.2.2 Personal- und Sozialbereich

Per 31.12.2023 beschäftigte die 4flow SE in Summe 398 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Entsprechend der mittel- und langfristigen Geschäftsplanung der Gesellschaft wurde der Mitarbeiterstamm auch im Geschäftsjahr 2023 aufgebaut (31.12.2022: 363).

Die Personalaufwendungen in Höhe von 39.392 T€ (2022: 32.946 T€) entfallen mit einem Betrag von 33.828 T€ (2022: 28.881 T€) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter und in Höhe von insgesamt 5.564 T€ (2022: 4.065 T€) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie freiwillige soziale Aufwendungen.

2.2.3 Nachhaltigkeitsaspekte

Die Gesellschaft legt großen Wert auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass nur dann nachhaltig erfolgreich gewirtschaftet werden kann, wenn das wirtschaftliche Handeln mit den Belangen von Umwelt und Gesellschaft in Einklang stehen. Unternehmensentscheidungen werden unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten getroffen.

2.2.4 Finanzlage

Das Fremdkapital beträgt zum 31.12.2023 insgesamt 22.469 T€ (2022: 18.783 T€), welches zu einem Betrag von 6.500 T€ aus einem Intercompany-Darlehen der Tochtergesellschaft 4flow management GmbH besteht und überwiegend kurzfristige Restlaufzeiten aufweist 11. Dem stehen jedoch kurzfristig verfügbare Vermögenswerte 12 in Höhe von 38.493 T€ (2022: 31.439 T€) gegenüber. Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich am 31.12.2023 auf 3.793 T€ (31.12.2022: 4.887 T€).

Die Projekttätigkeit der Gesellschaft sowie der Bestand an Forderungen erfordern eine hohe Vorfinanzierung. Die durchschnittlich vereinbarten Kundenziele haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht systematisch verändert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine liquiditätswirksame Gewinnausschüttung in Höhe von 5.758 T€ vorgenommen (2022: 6.644 T€). Der zur Verfügung stehende Kreditrahmen bei Kreditinstituten in Höhe von 4.500 T€ wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Liquiditätssteuerung erfolgt konzernweit; die 4flow SE hat im Berichtsjahr Tochtergesellschaften Darlehen (31.12.2023: 889 T€; 2022: 723T€) gewährt bzw. erhöht. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen regelmäßig Operate-Leasing-Verträge zugrunde; Büro- und Geschäftsausstattung wird seit dem Geschäftsjahr 2015 überwiegend erworben; Leasingverträge werden hierfür derzeit nicht neu abgeschlossen.

2.2.5 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt das weitere Geschäftswachstum und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2023: 16.576 T€; 2022: 11.885 T€; 2023: rund 39 % der Bilanzsumme; 2022: rund 34 %) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2023: 15.110 T€; 2022: 12.073 T€; 2023: rund 35 % der Bilanzsumme; 2022: rund 34 %) bilden zusätzlich erneut wesentliche Bilanzposten.

Die 4flow SE erbringt für ihre Tochterunternehmen Beratungs- und Softwareleistungen. Daneben werden auch Kosten sowie interne Dienstleistungen weiterbelastet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden vor allem Software- und Beratungsleistungen für die 4flow management GmbH erbracht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben im Geschäftsjahr zugenommen (s.o.), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls signifikant gestiegen (2023: 10.293 T€; 2022: 7.204 T€). Aufgrund der engen Zusammenarbeit gerade im Rahmen internationaler Projekte ergeben sich in Abhängigkeit der konzernweiten Kapazitätssteuerung und auch der Ansässigkeit des jeweiligen internationalen Auftraggebers teilweise deutlich schwankende Leistungsbeziehungen innerhalb der Unternehmensgruppe.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen in Höhe von 1.199 T€ (2022: 903 T€) betreffen im Wesentlichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung sowie Investitionen in den Umbau von Büroflächen.

Die Eigenkapitalquote der 4flow SE hat sich in 2023 nicht wesentlich verändert (2023: 47 %; 2022: 46 %). Unter anteiliger Berücksichtigung des Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von rund 48 %. Der Sonderposten beinhaltet vor allem Zuschüsse für die getätigten Ein- und Umbaumaßnahmen am Hauptstandort der Gesellschaft in Berlin und wird über die betriebliche Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung in Höhe von 5.758 T€ (Vorjahr: 6.644 T€). Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden in Summe 532 Geschäftsanteile an der 4flow I Beteiligungs GmbH an Führungskräfte des Konzerns veräußert. 13. Die Veräußerung der Anteile führt bilanziell zu einer Erhöhung des Bilanzgewinns und damit der Eigenkapitalquote; der wirtschaftliche Wert der Anteile wird bilanziell nicht abgebildet. Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr absolut erhöht (2023: 22.469 T€; 2022: 18.783 T€) relativ zur Bilanzsumme ist das Fremdkapital leicht gesunken (2023: 52 %; 2022: 53 %). Ursächlich für den Anstieg des Fremdkapitals war insbesondere die geschäftliche Entwicklung, die zu erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie einem erhöhten Rückstellungsbedarf, insbesondere bei den Steuer- sowie Rückstellungen für Personalkosten zum Jahresende 2023 geführt hat. Letztere betreffen vor allem Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für erfolgsabhängige Vergütungen und Urlaub 14.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Zahllasten für Umsatzsteuer und Lohnsteuer des Monats Dezember ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen über dem Vorjahresniveau. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Einnahmen aus Software-Wartungsverträgen (Updates und Support), die über die fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden.

2.2.6 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

4flows Anspruch, die beste Lösung für jeden Kunden, hohe Effizienz in allen Prozessen und eine ständige Innovation auch der eigenen Leistungen zu realisieren, spiegelt sich in zahlreichen, für die Geschäftsentwicklung wichtigen, Auszeichnungen wider, die im Folgenden beispielhaft aufgeführt werden.

> Auszeichnungen durch Gartner:

• 4flow wurde als Representative Vendor in den "Gartner® Market Guide 2023 for Supply Chain Strategie, Planning and Operations Consulting" aufgenommen (Michael Dominy, 27. November 2023) 15

• 4flow wurde als Sample Vendor in den "Gartner® Hype CycleTM for Supply Chain Execution Technologies 2023" aufgenommen (Dwight Klappich, 13. Juli, 2023) 16

• 4flow wurde von Gartner® im Report "2023 Gartner® International and Europe Context: 'Magic QuadrantTM for Transportation Management Systems'" als Notable Vendor benannt (Oscar Sanchez Duran, Brock Johns, 28. März 2023) 17

• 4flow ist als Representative Vendor in den "2023 Gartner® Market Guide for Supply Chain Network Design Tools" aufgenommen worden (Vicky Forman, Kamala Raman, Pia Orup Lund, 15. Februar 2023) 18

• 4flow wurde als Representative Vendor in den "2023 Gartner® Market Guide for 4PLs" aufgenommen (Matthew Beckett, David Gonzalez, Michael Dominy, 19. September 2023) 19

> Auszeichnungen als Top-Arbeitgeber

• Kununu Familienfreundlichste Arbeitgeber Deutschlands 2020, 2021 und 2023 4flow wurde erneut von der Arbeitgeberplattform kununu und der Medienmarke freundin als "familienfreundlichster Arbeitgeber" ausgezeichnet. Der Award ehrt die beliebtesten rund fünf Prozent der Arbeitgeber. 20

• TOP-Arbeitgeber Mittelstand 2023 von FOCUS-BUSINESS FOCUS-BUSINESS hat 4flow als TOP-Arbeitgeber Mittelstand 2023 ausgezeichnet. 4flow belegt den 2. Platz in der Kategorie Verkehr, Transport und Logistik. 21

> Auszeichnungen als Top-Unternehmensberatung

brand eins: 4flow gehörte auch 2023 zu den ausgezeichneten Beratungen im Beratungsfeld "Einkauf & Supply-Chain-Management" sowie in den Branchen "Transport, Verkehr & Logistik" sowie "Auto & Zulieferer". 22

Forbes listet 4flow unter den weltbesten Managementberatungen 2023: Forbes und Statista haben 4flow in ihre Liste der weltbesten Managementberatungen aufgenommen. Die Liste basiert auf Top-Listen von Managementberatungen für mehrere Länder sowie auf Umfragen mit Kollegen und Kunden. 23

Handelsblatt Research Institute Beste Unternehmensberater 2023

Das Handelsblatt Research Institute hat 4flow in einer erstmals durchgeführten Analyse als Top-Beratung in fünf Beratungsfeldern ausgezeichnet. 24

• 4flow wurde in die Lünendonk®-Liste 2023 "Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland" aufgenommen, ein Ranking der 20 führenden Beratungsunternehmen, deren Grund- und Stammkapital mehrheitlich in Deutschland liegt. 25

> Weitere Auszeichnungen Im Rahmen der Supply Chain Excellence Awards 2023 in London wurden Mars Europe und 4flow für die Umgestaltung des Transportmanagements von Mars Europe ausgezeichnet. 26 Auch sind Zertifizierungen zum Nachweis von etablierten Management- und sonstigen Systemen für die Gesellschaft von zunehmend großer Bedeutung.

> 4flow wurde nach ISO 45001 rezertifiziert, ein international anerkannter Standard des aktuellen Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagements.

> 4flow wurde nach ISO 27001, einem international anerkannten Standard für Informationssicherheit rezertifiziert.

> 4flow wurde nach dem TISAX®-Assessment (Trusted Information Security Assessment eXchange) Level 3 auditiert und erfolgreich zertifiziert.

Im Jahr 2023 konnten in der Eventkommunikation wieder wichtige Veranstaltungen stattfinden; die Möglichkeit zur Teilnahme und Ausrichtung an Präsenzveranstaltungen bzw. der Teilnahme an Messen und Kongressen war zunehmend einfacher zu gestalten. So hat 4flow eigene Veranstaltungen in den 4flow-Zielregionen geplant und ausgerichtet.

Als Präsenzveranstaltungen fanden beispielsweise der 4flow Logistics Day in Düsseldorf, München sowie in Shanghai statt.

Zudem hat 4flow das erfolgreiche Format der Webinare erneut eingesetzt und weiterentwickelt, 2023 gab es insgesamt 12 Webinare. Des Weiteren konnten Fachthemen wie Lagerautomatisierung und Künstliche Intelligenz in der Intralogistik platziert werden.

3. Risiko- und Chancenbericht

Die 4flow SE ist als global agierender Anbieter für Software und Beratungsleistungen im Logistikbereich, der in verschiedenen Branchen und Märkten aktiv ist, unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.

Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichterstattung an den Vorstand erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert.

3.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und -chancen

Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% in 2023 ein minimales preisbereinigtes Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland in Höhe von 0,2 %. Dabei wird davon ausgegangen, dass für 2024 weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine sowie der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung bestehen. Dies bei rückläufiger Inflation und einem Zuwachs an realer Kaufkraft und Binnennachfrage. 27

Die letzte Schätzung des IMF geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1% aus, dies ist unverändert zum im Jahr 2023 erzielten Wert. Das weltwirtschaftliche Umfeld wird dabei insbesondere durch geopolitische Risiken, erhöhte Leitzinsen der Zentralbanken als Mittel zur Inflationsbekämpfung, hohe Verschuldungsgrade sowie niedriges Produktivitätswachstum in Schlüsselmärkten für 4flow als risikobehaftet eingeschätzt.. 28 Die aktuelle politische und davon abgeleitet makro-ökonomische Situation birgt Risiken (allerdings auch Chancen) in Hinblick auf die Entwicklung der Logistikbranche. Grundsätzlich bietet die zumindest auf lange Sicht weiter fortschreitende Vernetzung der Weltwirtschaft positive Aussichten für den Wirtschaftsbereich Logistik.

Sollten die oben genannten Risiken zu einer deutlichen Reduktion des wirtschaftlichen Wachstums führen oder eine Rezession einleiten, würde dies aus Sicht des Vorstands nicht unwesentliche Auftrags- und Akquisitionsrisiken nach sich ziehen, da zu erwarten wäre, dass für das Unternehmen große Kundengruppen, wie der Fahrzeugbau oder die Luftfahrt betroffen wären.

Jedoch bieten sich, insbesondere auch dann, wenn eine tiefe Rezession als Folge der oben genannten Risiken nicht eintreten sollte, signifikante Chancen für das Jahr 2024. Das integrierte Geschäftsmodell der 4flow SE bietet ihren Kunden die nachhaltige Optimierung ihrer Lieferketten. In Hinblick auf die fortwährend steigende Komplexität im gesamten Logistikwirtschaftsbereich gewinnt diese zunehmend an Bedeutung. Durch Leistungen im Bereich der Logistikberatung, Logistiksoftware sowie, durch Tochtergesellschaften, des Logistikmanagements, generiert die Gesellschaft für ihre Kunden messbare Resultate in Form von gesteigerter Effizienz, Kostenoptimierung und Flexibilisierung der Lieferketten.

Das etablierte Organisationsmodell der Gesellschaft mit ihrer Business-Line- und Business-Unit-Struktur sowie der hohe Einsatz im Bereich Business Development und Vertrieb unterstützen weiterhin die strukturelle Bearbeitung bestehender Märkte und die Gewinnung neuer Kunden und Branchen sowie die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen. Auch die fortschreitende Internationalisierung der Gesellschaft und die damit einhergehende Erschließung weiterer Märkte führt zu einer zusätzlichen Diversifizierung des Geschäftes und damit zu einer Absenkung des potenziellen Risikos.

3.2 Vergütungsrisiken und -chancen

In Anbetracht der Auswirkungen einer möglichen Rezession und weiterer unter 3.1 aufgeführten Risiken auf wesentliche Kundengruppen der 4flow SE sowie eines sich verschärfenden Wettbewerbs im Logistik- und Beratungsmarkt sowie der weiterhin wachsenden Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Durch ihre klare Positionierung am Markt und ihre Strategie der Kundenorientierung und Qualitätsführerschaft war die Gesellschaft in Vorjahren in der Lage, positive Preiseffekte zu realisieren und aufgrund ihrer Ertragslage auch negative Preiseffekte zu bewältigen.

Die Geschäftstätigkeit der 4flow SE im Geschäftsbereich Beratung ist überwiegend projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein wesentlicher Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements.

3.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen

Der Vorstand der Gesellschaft rechnet auch im Geschäftsjahr 2024 mit einem hohen Vertriebsaufwand, um avisierte Auftragsvolumina trotz Auswirkungen des sich verschärfenden Wettbewerbs zu erreichen. Die Fortführung und Vertiefung von Vertriebspartnerschaften bilden daher neben dem Auf- und Ausbau neu erschlossener Branchen die wesentlichen Bestandteile der Unternehmensstrategie zur Realisierung der Vertriebsziele. Die Gesellschaft hat sich eine hohe Bekanntheit am Markt für Logistikberatung und -software erarbeitet, welche auch im Geschäftsjahr 2024 durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll.

Das von der Gesellschaft entwickelte Softwareprodukt 4flow vista® weist weiterhin wichtige Alleinstellungsmerkmale, wie die selbst entwickelten Optimierungsalgorithmen und die vertikal und horizontal integrierte Transport- und Netzwerkplanung, auf. Die deutliche Abgrenzung von Konkurrenzprodukten bietet bedeutsame Potentiale für eine positive Geschäftsentwicklung. Ein Wettbewerbsrisiko besteht prinzipiell in der möglichen Entwicklung von Nachahmungsprodukten. Aufgrund der benötigten Entwicklungszeiten für Produkte mit einem entsprechenden Reifegrad sind trotz der Anstrengungen einiger Mitbewerber zurzeit sehr wenige Unternehmen im deutschen Markt zu beobachten, die mit ihren Produkten die Alleinstellung der 4flow SE hinsichtlich 4flow vista® gefährden könnten. Für den Markt in den USA sind Konkurrenzprodukte für Teilanwendungen von 4flow vista® zu beobachten.

3.4 Softwareentwicklungsrisiken und -chancen

Die 4flow SE entwickelt und vertreibt Softwareprodukte (darunter u.a. das Hauptprodukt 4flow vista®) zur Logistikplanung und -optimierung und nimmt teilweise das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte für ein neu zu entwickelndes Softwaremodul in Anspruch. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswertes.

Die Investitionen in die Softwareentwicklung und die Erweiterung der vorhandenen Standardlösungen können unterschiedlichen Risiken unterliegen. So könnten Softwareprodukte und Services den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen von 4flow nicht vollkommen gerecht werden oder Kundenerwartungen und Markanforderungen nicht umfassend erfüllen. Fehler, Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei der Entwicklung und Einführung neuer Standardlösungen können negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben und auch zu einem Wertminderungsbedarf für aktivierte Entwicklungskosten führen. Diesen Risiken wirkt die Gesellschaft durch ein umfangreiches Projektmanagement, eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit Kunden sowie strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen entgegen. Die bisherigen Entwicklungsleistungen belegen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Der Vorstand schätzt mögliche Risiken im Bereich Softwareentwicklung daher als gering ein, sieht jedoch hohe Geschäftspotentiale in der Vermarktung weiterer Standardsoftwarelösungen für die automatisierte Transportplanung, welche - wegen des integrierten Geschäftsmodells - auch Chancen für die Ausweitung der weiteren Geschäftsbereiche der 4flow-Unternehmensgruppe bieten.

3.5 Personalrisiken und -chancen

Der wirtschaftliche Erfolg der 4flow SE ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig angestrebten Wachstums ist der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte ist allerdings nach wie vor sehr stark und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels eher zunehmen. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und langfristig an die Gesellschaft oder den 4flow-Konzern zu binden. Die Unternehmensstrategie und die vorhandenen Personalinstrumente berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Know-how-Sicherung bei. Die Unternehmenskultur und das Talentmanagement von 4flow ermöglichen hervorragende Arbeitsbedingungen und optimale Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter. Auch die kontinuierlich wachsende Bekanntheit von 4flow und die Zusammenarbeit mit Universitäten sind bedeutende Faktoren für den nachhaltigen Ausbau des Mitarbeiterstamms. Die Rekrutierung exzellenter Mitarbeiter, die die Anforderungen der 4flow SE erfüllen, bleibt eine herausfordernde Aufgabe, der die Gesellschaft im Jahr 2024 mit verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings begegnen wird.

3.6 Finanzwirtschaftliche Risiken, Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den von der 4flow SE verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs vor finanziellen Risiken aller Art. Bei dem Management von Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Zinsrisiken entstehen aus einer Veränderung des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Eine Minimierung der Zinsrisiken wird durch ein konzernweites Cash-Management und originäre Finanzgeschäfte angestrebt, durch die eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung der Geldanlagen mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht werden. Zum 31.12.2024 bestanden zinstragende Schulden aus einem von der Tochtergesellschaft 4flow management GmbH ausgereichten Intercompany-Darlehen. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Zinskursen sind als unwesentlich einzustufen. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht.

Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge. Das Risiko kann jedoch insgesamt als begrenzt angesehen werden, Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle liegen derzeit nicht vor.

Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Solche Risiken können sich für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Aufgrund der soliden Finanzierung der Gesellschaft sowie der 4flow-Unternehmensgruppe ist das Liquiditätsrisiko als gering einzustufen, jedoch letzten Endes abhängig von Länge und Umfang der Auswirkungen einer möglichen Rezession und deren Auswirkung auf wichtige Kundengruppen von 4flow. Die Gesellschaft verfügt über ungenutzte Kreditlinien. Eine vorausschauende Liquiditätsplanung, die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien gewährleisten die derzeitige Zahlungsfähigkeit.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Internationalisierung der Gesellschaft sind finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen nicht auszuschließen, jedoch derzeit noch unwesentlich. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Sicherungsgeschäften, die aufgrund der Umsatzvolumina derzeit nicht bzw. nur kurzfristig und in einem kleineren Umfang sinnvoll erscheinen.

3.7 Gesamtbewertung

Die Gesamtrisikolage der Gesellschaft unter Berücksichtigung möglicher Interdependenzen zwischen den Risiken und Chancen hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Geschäftsführung erwartet, dass bestehende Risiken, die aus den Implikationen der Corona-Pandemie resultieren, weiter abnehmen werden. Dies sollte die Auftrags- und Akquisitionsrisiken des Vorjahres reduzieren. Gleichzeitig erwartet die Geschäftsführung, dass insbesondere makro-ökonomische Risiken, die unter anderem aus dem Russland-Ukraine-Krieg resultieren, in erheblichen Maße zur Unsicherheit in der Weltwirtschaft beitragen und insofern eine eventuell hieraus resultierende Rezession negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können. Aus den resultierenden logistischen Komplexitäten des Kriegs erheben sich hingegen auch Chancen für zusätzliche Aufträge und erhöhte Transaktionsvolumina. In Summe erwartet die Geschäftsführung eine im Wesentlichen zum Vorjahr unveränderte Risiko- und Chancenlage.

Alle bestehenden Risiken sind aber - insbesondere aufgrund der sehr guten Ertrags- und Finanzlage der vorangegegangenen Wirtschaftsjahre - beherrschbar. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar.

4. Prognosebericht

Die im Prognosebericht getroffenen Aussagen sind zukunftsbezogen und beinhalten die zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts bekannten Ereignisse, die nach Einschätzung der Geschäftsführung einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben können. Die tatsächliche Entwicklung kann sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Eine Prognose ist aufgrund der derzeit nach wie vor hohen Ungewissheit hinsichtlich der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs und einer sich hieraus oder aus anderen Effekten möglicherweise ergebenden Rezession in Schlüsselmärkten, in denen 4flow tätig ist, erschwert.

Auf Basis der aktuell skizzierten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland (Wachstum der Wirtschaftsleistung +0,2 %) sowie der Weltwirtschaft (Wachstum der Wirtschaftsleistung +3,1 %) ist zu erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Gesellschaft für das Gesamtjahr 2024 weiterhin als herausfordernd darstellen. Der Vorstand der Gesellschaft erwartet trotzdem, dass aufgrund der starken Marktstellung der Gesellschaft sowohl Projektvergaben im Beratungs-, als auch im Softwaregeschäft kundenseitig leicht stärker als in der Vorperiode nachgefragt werden.

In Anbetracht der derzeitigen Auftragssituation, aktueller Entwicklungen und der oben genannten Prognosen für das Geschäftsjahr 2024, erwartet der Vorstand der 4flow SE für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Anstieg der Leistungsindikatoren Umsatz, Rohertrag, EBIT-Marge und operativer Cash-Flow mit zusätzlichen Wachstumschancen in 2025.

Wir beobachten die weitere Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Schlüsselmärkten der Gesellschaftund könnten notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen.

 

Kai Althoff Vorsitzender des Vorstands

Stephan Kappel, Vorstand

Andreas Kick, Vorstand

Julian Schulcz, Vorstand

1 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung

2 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-undbeschaeftigung

3 Quelle: Bundesvereinigung Logistik, https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung

4 Quelle: The World Bank, https://lpi.worldbank.org/international/global.

5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

6 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

7 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

8 Quelle: https://www.feaco.org/consulting-in-europe/annual-survey/; https://www.bdu.de/news/branchenstudie-2023/

9 Quelle: BITKOM, Presseinformation 10. Januar 2024, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

10 Auf die Ausführungen unter Punkt 1.3 wird verwiesen.

11 Auf den Verbindlichkeitenspiegel im Anhang wird verwiesen

12 Liquide Mittel zzgl. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

13 Auf die Erläuterungen im Anhang zum Eigenkapital wird verwiesen.

14 Auf den im Anhang abgebildeten Rückstellungsspiegel wird verwiesen.

15 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/representative-vendor-2023-gartner-market-guide-for-supply-chain-strategy-planning-and-operations-consulting.html

16 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/gartner-hype-cycletm-for-supply-chain-execution-technologies-2023.html l

17 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/4flow-als-notable-vendor-im-2023-gartner-international-and-europe-context-magic-quadranttm-for-transportation-management-systems-gelistet.html

18 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/4flow-erneut-unter-den-representative-vendors-in-gartnerr-market-guide-gelistet.html

19 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/4flow-unter-den-representative-vendors-in-gartnerr-market-guide-for-4pls-gelistet.html

20 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/kununu-top-company-2023.html

21 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/4flow-erneut-zum-top-arbeitgeber-mittelstand-2023-gekuert.html l

22 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/4flow-im-zehnten-jahr-infolge-von-brand-eins-als-top-beratung-geehrt.html

23 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/forbes-zeichnet-4flow-als-eine-der-weltbesten-managementberatungen-aus.html

24 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/handelsblatt-listet-4flow-als-top-beratung-2023.html

25 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/auszeichnung-fuer-managementberatungen-in-deutschland.html

26 https://www.4flow.de/newsbeitrag/article/supply-chain-excellence-awards-2023.html

27 Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2024.html.

28 Quelle: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024.

BILANZ

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.323.127,14 2.811.424,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 87.138,00 205.742,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 34.230,00 61.659,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.908,00 144.083,00
II. Sachanlagen 2.703.105,82 2.072.799,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.476.690,00 2.072.799,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 226.415,82
III. Finanzanlagen 532.883,32 532.883,32
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 531.843,32 531.843,32
2. Genossenschaftsanteile 1.040,00 1.040,00
B. Umlaufvermögen 38.778.295,24 31.618.091,27
I. Vorräte 86.100,00 19.800,00
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 86.100,00 19.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.898.916,04 26.711.246,96
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.575.758,07 11.885.007,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.110.141,88 12.072.503,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 650.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.213.016,09 2.753.736,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 284.915,70 159.572,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.793.279,20 4.887.044,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 807.065,72 976.332,19
Aktiva 42.908.488,10 35.405.847,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.057.203,62 16.352.591,93
I. ausgegebenes Kapital 120.000,00 97.783,63
1. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 97.815,00
2. eigene Anteile 0,00 -31,37
II. Kapitalrücklage 592.503,91 608.703,91
III. Gewinnrücklagen 0,00 31,37
1. andere Gewinnrücklagen 0,00 31,37
IV. Bilanzgewinn 19.344.699,71 15.646.073,02
davon Gewinnvortrag 9.886.720,32 7.207.574,28
B. andere Sonderposten 382.097,00 270.000,00
C. Rückstellungen 10.124.716,57 9.024.262,79
1. Steuerrückstellungen 1.908.916,57 1.518.562,79
2. sonstige Rückstellungen 8.215.800,00 7.505.700,00
D. Verbindlichkeiten 12.085.704,83 9.495.806,02
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.062,50 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 24.062,50 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 716.401,54 973.330,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 716.401,54 973.330,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.292.986,43 7.204.248,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.292.986,43 7.204.248,58
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.052.254,36 1.318.226,85
davon aus Steuern 790.179,12 1.117.996,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.052.254,36 1.318.226,85
E. Rechnungsabgrenzungsposten 258.766,08 263.187,04
Passiva 42.908.488,10 35.405.847,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 59.862.017,17 50.749.418,83
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 66.300,00 -72.200,00
3. sonstige betriebliche Erträge 6.656.597,06 5.679.150,11
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 87.445,61 80.608,17
4. Materialaufwand 10.734.163,51 9.671.600,43
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.734.163,51 9.671.600,43
5. Personalaufwand 39.391.507,25 32.945.598,27
a) Löhne und Gehälter 33.827.650,61 28.880.562,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.563.856,64 4.065.035,84
davon für Altersversorgung 9.861,80 8.387,13
6. Abschreibungen 687.356,70 817.230,87
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 687.356,70 817.230,87
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.491.585,66 9.088.448,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 121.354,26 124.643,09
8. Erträge aus Beteiligungen 6.000.000,00 6.000.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 6.000.000,00 6.000.000,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.843,13 18.395,45
davon aus verbundenen Unternehmen 50.121,82 12.827,11
davon Erträge aus Abzinsung 11.576,33 5.553,02
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 283.892,47 85.087,87
davon an verbundene Unternehmen 267.876,29 82.083,33
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.362,53 35,59
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.620.930,25 1.317.374,68
12. Ergebnis nach Steuern 9.437.321,52 8.449.424,23
13. sonstige Steuern -876,15 8.732,81
14. Jahresüberschuss 9.438.197,67 8.440.691,42
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.886.720,32 7.207.574,28
16. Entnahmen aus Gewinnrücklagen -31,37 1,92
a) Ertrag offene Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile 579,86 704,02
b) Aufwand offene Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile -611,23 -702,10
17. Erlös aus der Veräußerung eigener Anteile 483.582,68 432.347,40
18. Einstellungen in Gewinnrücklagen -31,37 1,92
a) Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile -31,37 1,92
19. Aufwand aus dem Erwerb eigener Anteile 463.800,96 434.540,08
20. Bilanzgewinn 19.344.699,71 15.646.073,02

Eigenkapitalspiegel

Entwicklung des Eigenkapitals vom 01.01.2022 bis 31.12.2023

der 4flow SE

Gezeichnetes Kapital
Eigene Aktien
Kapitalrücklage
Gewinnrücklage Rücklage für eigene Aktien
Bilanzgewinn
Gesamt
Stand 31.12.2021/01.01.2022 97.815,00 -29,45 607.926,67 29,45 13.851.164,53 14.556.906,20
Gewinnausschüttung -6.643.590,25 -6.643.590,25
Jahresüberschuss 8.440.691,42 8.440.691,42
Erwerb eigener Aktien -704,02 704,02 -434.540,08 -434.540,08
Veräußerung eigene Aktien 702,10 777,24 -702,10 432.347,40 433.124,64
Stand 31.12.2022/01.01.2023 97.815,00 -31,37 608.703,91 31,37 15.646.073,02 16.352.591,93
Kapitalerhöhung 22.185,00 -22.185,00 0,00
Gewinnausschüttung -5.759.352,70 -5.759.352,70
Jahresüberschuss 9.438.197,67 9.438.197,67
Erwerb eigener Aktien -579,86 579,86 -463.800,96 -463.800,96
Veräußerung eigene Aktien 611,23 5.985,00 -611,23 483.582,68 489.567,68
Stand 31.12.2023 120.000,00 0,00 592.503,91 0,00 19.344.699,71 20.057.203,62

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

III. Erläuterungen zur Bilanz

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

VI. Ergebnisverwendung

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die 4flow SE ist eine Europäische Gesellschaft (SE) und hat ihren Sitz in Deutschland, 10587 Berlin, Hallerstr. 1. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu HRB 259422B geführt.

Die Gesellschaft ist durch Umwandlung der 4flow AG mit Sitz in Berlin aufgrund des Umwandlungsplans vom 05.06.2023 mit Zustimmung durch Beschluss der Hauptversammlung der 4flow AG vom 06.12.2023 entstanden. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 29.12.2023.

Die Gesellschaft ist nach den Regelungen des § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

(1) Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des SEAG sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswertes, welche durch das Projektcontrolling der Gesellschaft sichergestellt ist.

Die Entwicklungskosten werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei der Entwicklung anfallenden Herstellungskosten zu Vollkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Im Herstellungszeitraum angefallene Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig linear pro rata temporis ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Verwendungsmöglichkeit abgeschrieben. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens erfasst.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens von geringem Wert werden in Anlehnung an die steuerliche Vorschrift des § 6 Abs. 2 EStG bewertet. Zugänge zum Sachanlagevermögen bis € 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort aufwandswirksam verrechnet. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über € 250,00 und bis € 800,00 werden sofort abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 800,00 ohne Umsatzsteuer werden aktiviert und linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt.

Die Bestände des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 0,5 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Eigene Anteile werden in Höhe des rechnerischen Anteils am Grundkapital von dem gezeichneten Kapital abgesetzt; der verbleibende Betrag der Anschaffungskosten wird mit dem übrigen Eigenkapital verrechnet. Im Fall der Veräußerung der eigenen Anteile werden das gezeichnete Kapital bzw. das übrige Eigenkapital wieder erhöht. Übersteigt der Veräußerungspreis die ursprünglichen Anschaffungskosten wird dieser Teilbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt. Anschaffungskosten werden aufwandswirksam erfasst. Nebenkosten der Veräußerung sind Aufwand des Geschäftsjahres.

Investitionszuschüsse werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt linear entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände.

Bei der Bildung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und Kursverluste werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens per 31.12.2023 wird auf den als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrug T€ 9.594 (Vorjahr: T€ 7.887). Davon entfällt aus Vorjahren nach Abschreibung auf die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ein Betrag in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 62).

(4) Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 13.825 (Vorjahr: T€ 10.151) solche aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden in Höhe von T€ 285 (Vorjahr: T€ 160) solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und solche, die rechtlich nach dem Bilanzstichtag entstehen, in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 67) ausgewiesen.

(5) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 € 120.000 und ist eingeteilt in insgesamt 83.027 nennwertlose Stückaktien, die gemäß § 6 Nr. 1 der Satzung auf den Namen lauten, davon 54.422 Stammaktien und 28.605 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht.

Nach § 25 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn, der sich aus dem Jahresüberschuss nach Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und den vom Vorstand und Aufsichtsrat gebildeten Rücklagen sowie nach Zahlung etwaiger Rückstände auf Vorzugsdividenden ergibt, eine Vorzugsdividende von 4 % des auf die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht entfallenden anteiligen Grundkapitals. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen sind und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind.

Am 31.12.2023 hält die 4flow I. Beteiligungs GmbH 28.605 Vorzugsaktien an der 4flow SE, die sie erworben hat, um den Mitarbeitern der 4flow SE eine mittelbare Beteiligung einräumen zu können.

Im Jahr 2023 hat die 4flow SE Geschäftsanteile an der 4flow I. Beteiligungs GmbH in Höhe von nominal € 504 zu einem Kaufpreis von € 463.801 erworben. Entsprechend des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgte eine Veräußerung der Geschäftsanteile in Höhe von nominal € 532 an Mitarbeiter zu einem Gesamterlös von insgesamt € 489.568.

Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wurde in der Vorspalte offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den freien Rücklagen verrechnet.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt zum Ende des Geschäftsjahres T€ 593 und entspricht damit mehr als dem zehnten Teil des Grundkapitals.

Auf die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals in der Anlage 2 wird verwiesen.

(6) Ausschüttungsgesperrter Betrag

Der Gesamtbetrag des ausschüttungsgesperrten Betrages nach § 268 Abs. 8 HGB resultiert aus der in Vorjahren erfolgten Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und beträgt im Geschäftsjahr T€ 34 (Vorjahr: T€ 62).

(7) Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse haben das Ergebnis des Geschäftsjahres um T€ 24 (Vorjahr: T€ 11) erhöht und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

(8) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen nahmen im Berichtszeitraum folgende Entwicklung:

Stand 31.12.2023
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 6.710.000
Berufsgenossenschaft, Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe 111.500
Ausstehende Rechnungen 1.017.000
Ausstehende Reisekosten 40.000
Ausstehende Leistungen 95.000
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 150.500
Archivierungsaufwand 91.800
8.215.800

(9) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten - nach Bilanzposten gegliedert - stellen sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt dar.

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
1 - 5 Jahre
Gesamt
davon gesichert
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.062,50 0,00 24.062,50 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 716.401,54 0,00 716.401,54 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.292.986,43 0,00 10.292.986,43 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen (1.460.398,94) (0,00) (1.460.398,94) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.052.254,36 0,00 1.052.254,36 0
- davon aus Steuern (790.179,12) (0,00) (790.179,12) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (0,00) (0,00) (0)
12.085.704,83 0,00 12.085.704,83 0

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten - nach Bilanzposten gegliedert - stellen sich zum Ende des Vorjahres wie folgt dar.

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
1 - 5 Jahre
Gesamt
davon gesichert
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 973.330,59 0,00 973.330,59 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.204.248,58 0,00 7.204.248,58 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen (996.693,47) (0,00) (996.693,47) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.318.226,85 0,00 1.318.226,85 0
- davon aus Steuern (1.117.996,69) (0,00) (1.117.996,69) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (0,00) (0,00) (0)
9.495.806,02 0,00 9.495.806,02 0

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

GuV-Posten davon periodenfremd gemäß § 285 Nr. 32 HGB T€
sonstige betriebliche Erträge Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge Verbindlichkeiten Vorjahre 48
Personalaufwendungen Personalaufwendungen Vorjahr -113
sonstige betriebliche Aufwendungen Beratungskosten Vorjahr, Betriebskosten Mieträume Vorjahre -47
-112

(11) Honorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betragen T€ 53 (Vorjahr: T€ 45) und betreffen die Prüfung des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses der Gesellschaft.

V. Sonstige Angaben

(12) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

2023 Vorjahr
Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer: 377 328

Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig:

Consulting 141 113
Software 120 112
Verwaltung 116 103

(13) Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestanden zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 450, davon gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 450 für Kontokorrentverbindlichkeiten. Die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie und damit die Haftung der 4flow SE beträgt zum Bilanzstichtag € 0,00. Für Verpflichtungen eines verbundenen Unternehmens wurde eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die 4flow SE sich verpflichtet, das verbundene Unternehmen so auszustatten, dass dieses allen seinen Verpflichtungen aus oder im Zusammenhang mit einem Mietvertrag vollumfänglich und fristgerecht nachkommen kann.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten erscheint eine Inanspruchnahme der 4flow SE als sehr unwahrscheinlich.

(14) Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Nutzung des Fuhrparks sowie diverser Geräte und Anlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen Operate-Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei, führt zu gleichmäßigen Zahlungsabflüssen und belässt das Investitionsrisiko bei dem Leasinggeber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
aus Leasingverträgen 352 183 0
aus Mietverträgen 1.964 1.735 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
aus Wartungsverträgen 0 0 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
aus Altersversorgung 0 0 0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
2.316 1.918 0

(15) Geschäftsführung

Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Kai Althoff, Diplom-Ingenieur, Berlin, Chief Executive Officer (CEO) Vorsitzender

Herr Stephan Kappel, Diplom-Kaufmann, Berlin, Chief Financial Officer (CFO)

Herr Andreas Kick, Unternehmensberater, Berlin, Chief Operating Officer (COO)

Herr Julian Schulcz, Betriebswirt, Berlin, Chief Operating Officer (COO)

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

Herr Dr. Stefan Wolff, Unternehmer, Berlin Vorsitzender

Herr Christian Berner, Unternehmer, Hamburg bis 05.05.2023

Frau Dr. Tanja Wielgoß, Unternehmerin, Berlin stellvertretende Vorsitzende

Frau Michala Rudorfer, Unternehmerin, Frankfurt am Main seit 05.05.2023

(16) Beteiligungen/Verbundene Unternehmen

Name Sitz Beteiligungsanteil
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
1. 4flow management GmbH Berlin 100 21.060 4.265
2. 4flow management BV Schaarbeek/ Belgien 100 216 29
3. forflow Limited 1) Hongkong/ China 100 507 563
4. 4flow, Inc.2) Troy, USA 100 2.195 776
5. 4flow Consultoria em 3) 5) São Paulo/ Brasilien 99 1.234 173
Logistica Ltda.
6. 4flow Austria GmbH Wien, Österreich 100 144 109
7. 4flow France SAS Paris, Frankreich 100 279 131
8. 4flow digital GmbH Berlin 100 -1.565 -1.588
9. 4flow UK Limited 4) Surrey, England 100 -2 -3

1) Umrechnungskurs zum 31.12.2023: € 1,00 entspricht HKD 8,6314

2) Umrechnungskurs zum 31.12.2023: € 1,00 entspricht USD 1,105

3) Umrechnungskurs zum 31.12.2023: € 1,00 entspricht BRL 5,3618

4) Umrechnungskurs zum 31.12.2023: € 1,00 entspricht GBP 0,86905

5) Die Angaben betreffen die vorläufigen Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023

(17) Beteiligungen gemäß § 20 AktG

Die 4flow I. Beteiligungs GmbH hat mitgeteilt, dass sie 28.605 stimmrechtslose Vorzugsaktien an der 4flow SE hält.

VI. Ergebnisverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der 4flow SE für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 19.344.699,71 wie folgt zu verwenden:

1. Verteilung an die Aktionäre

a) Ausschüttung einer Vorzugsdividende von 4 % des auf die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht entfallenden anteiligen Grundkapitals, mithin in Höhe von € 0,06 je Vorzugsaktie

bei 28.605 Vorzugsaktien sind das € 1.716,30

b) Ausschüttung einer Dividende von € 65,00 je Vorzugs- oder Stammaktie

bei 28.605 Vorzugsaktien und 54.422 Stammaktien sind das € 5.396.755,00

2. Vortrag des verbleibenden Betrags in Höhe von € 13.946.228,41 auf neue Rechnung

Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt keine im Besitz der Gesellschaft befindlichen nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien zum 31.12.2023. Bis zum Zeitpunkt der Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien vermindern, soweit eigene Aktien erworben werden. In diesem Fall wird der Hauptversammlung bei gleichbleibendem Dividendenbetrag je dividendenberechtigter Stückaktie ein angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden, der die Veränderung des Bestands an eigenen Aktien zwischen dem 01.01.2024 und dem Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt und somit zu einer Erhöhung oder Verminderung des insgesamt an die Aktionäre auszuschüttenden Betrags führt. Der Gewinnvortrag vermindert oder erhöht sich um diese Teilbeträge entsprechend.

 

Berlin, den 06.05.2024

Der Vorstand

Kai Althoff, Vorsitzender des Vorstands

Stephan Kappel

Andreas Kick

Julian Schulcz

Anlage 1

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

4flow SE, Berlin

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 191.947,19 191.947,19
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 606.394,70 606.394,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 798.341,89 798.341,89
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.315.383,43 973.380,06 42.342,49 6.246.421,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 226.415,82 226.415,82
Summe Sachanlagen 5.315.383,43 1.199.795,88 42.342,49 6.472.836,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 531.843,32 531.843,32
2. Genossenschaftsanteile 1.040,00 1.040,00
Summe Finanzanlagen 532.883,32 532.883,32
Summe Anlagevermögen 6.646.608,64 1.199.795,88 42.342,49 7.804.062,03
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 130.288,19 27.429,00 157.717,19
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462.311,70 91.175,00 553.486,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 592.599,89 118.604,00 711.203,89
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.242.584,43 569.366,06 42.219,49 3.769.731,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.242.584,43 569.366,06 42.219,49 3.769.731,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.835.184,32 687.970,06 42.219,49 4.480.934,89
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 34.230,00 61.659,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.908,00 144.083,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 87.138,00 205.742,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.476.690,00 2.072.799,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 226.415,82 0,00
Summe Sachanlagen 2.703.105,82 2.072.799,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 531.843,32 531.843,32
2. Genossenschaftsanteile 1.040,00 1.040,00
Summe Finanzanlagen 532.883,32 532.883,32
Summe Anlagevermögen 3.323.127,14 2.811.424,32

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der 4flow SE (vormals 4flow AG) hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft und den Gang ihrer Geschäfte unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2023 fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Dr. Stefan Wolff (Vorsitzender)

Herr Christian Berner (stellv. Vorsitzender bis einschl. 5. Mai 2023)

Frau Dr. Tanja Wielgoß (stellv. Vorsitzende ab 5. Mai 2023)

Frau Michala Rudorfer (ab 5. Mai 2023)

Der vorgelegte Jahresabschluss wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstands der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden.

Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt.

Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren großen Einsatz und die guten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Berlin, 17. Mai 2024

Vorsitzender des Aufsichtsrates der 4flow SE

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die 4flow SE, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 4flowSE, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4flow SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Daraus hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

• Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 8. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer

Jacqueline Kotynski, Wirtschaftsprüfer

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