Master Data

Registry
Register court Bad Oeynhausen HRB 13486
Registered
4/3/2013
Industry
Manufacture of office furnitureManufacture of bedroom, dining room and living room furnitureManufacture of shop furniture and other special furniture
Purpose
Herstellung und der Vertrieb von Möbeln und Möbelteilen aller Art, Zubehörteilen sowie Einrichtungsgegenständen jeder Art

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Christian Kleine
since 7/24/2024
Managing Director
Sonja Schumacher
since 5/30/2013
Procura
Matthias Bollhorst
since 5/30/2013
Procura
Herbert Frerichs
since 5/30/2013
Procura
Leo Brecklinghaus
since 4/3/2013
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Weidekamp 6, 48703 Stadtlohn
€17,000
66.67%
An der Schule 12, 32351 Stemwede
€8,500
33.33%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

JAKA-BKL GmbH

Stemwede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

JAKA-BKL GMBH, STEMWEDE

A. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmensstruktur

Die Gesellschaft produziert Mitnahmemöbel für Küchen und Badezimmer und vertreibt diese Produkte im Möbelhandel, Baumarkt und Internethandel. Gleichzeitig produziert das Unternehmen hochwertige, aufgebaute Möbel für Badezimmer und vertreibt diese Produkte im Möbelhandel und Baumarkt und Internethandel. Die Gesellschaft ist mit einer Gültigkeit bis 8. August 2025 nach der DIN ISO 9001:2008 und nach der DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Der erfolgreichen Validierung ging eine umfassende Prüfung der vorgelegten Daten und Abläufe voraus. Neben der Entwicklung neuer marktgerechter Produkte lag im Jahre 2022/2023 der Fokus auf der Bewältigung der zusätzlichen Herausforderungen durch die Ukraine-Krise, der Abwehr von Preiserhöhungen von Zulieferern und der Weitergabe unabdingbarer Preiserhöhungen an unsere Kunden.

1.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021.

Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen.

Quelle: DESTATIS 2023, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023

1.3 Entwicklung der Branche

Die Umsätze der Möbelindustrie stiegen im Gesamtjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um 7,00 % auf 18,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 17,6 Mrd. EUR), wobei der Inlandsumsatz um 5,69 % und der Auslandsumsatz um 9,75 % stieg. Die Exportquote betrug 33,18 %. Die Branche beschäftigte in 2022 78.304 (Vorjahr: 79.168) Mitarbeiter, was einem Rückgang von 1,08 % entspricht.

Bis zum 30. April 2023 stieg der Umsatz der Möbelindustrie um 1,24 %, wobei der Inlandsumsatz um 0,08 % sank und der Auslandsumsatz um 4,02 % stieg. Die Exportquote betrug 33,15 %. Die Anzahl der Beschäftigten ging bis April 2023 um 3,53 % zurück im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Quelle: Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie e.V., Monatsbericht nach Fachzweigen BRD 2. Halbjahr 2022 & 1. Halbjahr 2023

2. Umsatz und Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um 5% gesunken, was unter anderem auch an der Einstellung der Vertriebsschiene JASANI für den Sanitärfachhandel lag.

Der Rohertrag betrug 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung betrug 49,7 % (Vorjahr: 48,4 %) und die Personalaufwandsquote betrug 29,0 % (Vorjahr: 27,9 %).

Die Produktionsanlagen waren zum größten Teil im Ein- und Zweischichtbetrieb ausgelastet. In einem Fertigungsbereich wurde für einzelne Personen in mehreren Monaten Kurzarbeit angemeldet. Aufgrund des Preisdrucks der Zulieferer mussten im letzten Geschäftsjahr extreme Steigerungen im Bereich der Materialpreise akzeptiert werden, so dass die Materialaufwandsquote deutlich über dem Vorjahresniveau liegt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund geringerer Vertriebskosten im Bereich der Montagekosten bei Kunden und einem Rückgang der Verkaufsförderungsmaßnahmen gesunken. Dieses konnte den Verlust im Rohertrag nicht kompensieren, so dass sich das Betriebsergebnis zum Vorjahr verschlechtert hat 209 TEUR (Vorjahr: 464 TEUR).

Unter Berücksichtigung eines nahezu unveränderten Finanzergebnisses und Erstattungen im Bereich der Ertragssteuern schließt das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 146 TEUR (Vorjahr: 367 TEUR) ab. Die Geschäftsleitung ist mit dem operativen Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden.

3. Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 33,6 % (Vorjahr: 26,7 %). Die Zugänge des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen die Bereiche Maschinen und Fuhrpark. Die normalen Abschreibungen des Anlagevermögens erfolgten im Rahmen der handelsrechtlichen Möglichkeiten.

Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme betrug 25,9 % (Vorjahr: 26,3 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Stichtagsvergleich im Geschäftsjahr 2022/2023 gesunken. Der höhere Bestand im Vorjahr ist mit einer Umrüstung einer Baumarktkette und einem damit verbundenen längeren Zahlungsziel begründet. Der Anteil der liquiden Mittel beläuft sich auf 1,9 % (Vorjahr: 1,0%).

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 45,4 % und ist aufgrund einer geringeren Bilanzsumme und Gewinnthesaurierung gestiegen (Vorjahr: 38,7 %). Unter Berücksichtigung eines weiter bestehenden gewährten Gesellschafterdarlehens beläuft sich das Finanzierungsvolumen des Gesellschafters bzw. wirtschaftliche Eigenkapitalquote auf 54,4 % (Vorjahr: 46,5 %).

Die Rückstellungen liegen aufgrund eines Rückgangs der Rückstellungen im Bereich Boni / Verkaufsförderung und Montagekosten unter dem Vorjahresniveau. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten aufgrund eines Rückgangs der Lieferantenverbindlichkeiten.

4. Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die finanzielle Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Investitionen des Berichtjahres in Höhe von 607 TEUR (Vorjahr: 185 TEUR) wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Unser effizientes Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele fristgerecht zu vereinnahmen. Unsere Forderungen sind durch Kreditversicherung oder durch Übernahme der Delkrederehaftung von Zentralregulierungsstellen abgesichert.

Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage wird als gut beurteilt.

B. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Chancen-/Risikobericht

Unsere Entwicklung ist abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und Konjunktur sowie der Bauwirtschaft und Anschaffungsneigung der Käufer.

Zusätzliche Risiken verspüren wir durch immer neue Marktbegleiter im Bereich der aufgebauten Bäder und durch die ständig steigende Konzentration auf der Handelsseite.

Unser monatliches Berichtswesen spiegelt zeitnah die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Unternehmens wider. Es ist sichergestellt, dass frühzeitig Ergebnis- oder Liquiditätsrisiken festgestellt werden können. Die Bonität unserer Kunden wird permanent überprüft. Die Versicherung über einen Kreditversicherer sowie unser konsequentes Forderungsmanagement schützt uns vor Forderungsausfällen und den damit verbundenen Liquiditätsrisiken.

Aufgrund der rückläufigen Baugenehmigungen und der negativen Erwartungen hinsichtlich der Anschaffungsneigung der Verbraucher bei Möbeln blicken wir verhalten auf das kommende Geschäftsjahr, da die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben und wir von weiteren Preissteigerungen im Bereich der Verpackungsmaterialien und Logistikdienstleistungen ausgehen. Zudem steigt der Druck der Wettbewerber insbesondere aus dem Osten.

Wir sehen unsere Chancen für das zukünftige Geschäftsjahr in unserem breiten Sortiment, das in den verschiedensten Vertriebskanälen vermarktet wird. Durch die Verwendung unserer Holzspäne für die Heizung und die eigene PV-Anlage sind wir von den rasant gestiegenen Energiepreisen nicht ganz so stark betroffen.

2. Prognosebericht

Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent für 2023. Die Zahl der Beschäftigten liegt auf Rekordniveau und hat zuletzt weiter zugelegt. In diesem Jahr soll die Erwerbstätigkeit weiter auf etwa 45,7 Millionen steigen. Für 2023 bestehen weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Energiepreise.

Quelle: Bundesregierung, Bericht vom 25.01.2023 "Robust durch die Krise - Wohlstand erneuern"

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich leicht verbessert. Allerdings sind die Deutschen nach wie vor zurückhaltend, wenn es um größere Investitionen geht.

Die Forscher des Marktforschungsunternehmens GfK sagen für August 2023 einen Anstieg ihres Barometers um 0,8 auf minus 24,4 Punkte voraus. Nach einem leichten Rückgang im Vormonat stabilisiert sich die Verbraucherstimmung damit wieder. Als Hauptgrund für die optimistischere Stimmung nannten die Expertinnen und Experten vor allem "die Hoffnung auf rückläufige Inflationsraten."

Die Einkommensentwicklung sei in den meisten Haushalten positiv, wie GfK-Experte Rolf Bürkl erläuterte. Das dürfe vor allem an den weniger stark steigenden Preisen liegen. Der entsprechende Indikator erreichte den höchsten Wert seit dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 und stieg um 5,5 Zähler auf minus 5,1 Punkte.

Die Inflationsrate war im Juni 2023 wegen der ein Jahr zuvor eingeführten staatlichen Sommerhilfen nach einem monatelangen Rückgang wieder leicht gestiegen.

"Dennoch wird der Einkommensindikator auch in den kommenden Monaten durch den inflationsbedingten Kaufkraftverlust der Haushalte belastet bleiben", schätzt Bürkl. Der private Konsum werde keinen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten können. Die Bereitschaft der Bürger, sich teure Anschaffungen wie Autos oder Möbel zu leisten, stieg im Juli kaum. Der Indikator gewann marginale 0,3 Zähler hinzu und weist aktuell minus 14,3 Punkte auf. Er liegt damit fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Dass die Deutschen keine größere Bereitschaft zu größeren Anschaffungen zeigen, liegt laut GfK an der anhaltend großen Verunsicherung der Verbraucher.

Hohe Lebensmittel- und Energiepreise, der Ukrainekrieg sowie die Sorgen vor steigenden Kosten durch Sanierungsmaßnahmen für Immobilien als Folge des Heizungsgesetzes veranlassen die Deutschen offenbar dazu, mit ihren geplanten Anschaffungen derzeit vorsichtiger umzugehen.

Quelle:Tagesschau vom 27.07.2023

Im Mai 2023 wurde in Deutschland der Bau von 23.500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 25,9 % oder 8 200 Baugenehmigungen weniger als im Mai 2022. Damit ging die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen erneut stark gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften weiterhin vor allem steigende Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben.

Quelle: DESTATIS 2023, Pressemitteilung Nr. 280 vom 18. Juli 2023

Die Erwartungen der Möbelindustrie, die für 2023 ein Umsatzminus und Kurzarbeit erwartet, sind sehr getrübt. DVM/VHK-Geschäftsführer Jan Kurth berichtet, dass die deutsche Möbelindustrie derzeit mit einem "Nachfragerückgang" zu kämpfen habe. Die Auftragseingänge der deutschen Möbelhersteller lägen laut einer verbandsinternen Statistik teils erheblich unter dem Vorjahr. Für die deutsche Möbelindustrie wird von einem Umsatzrückgang von 5 bis 7 % ausgegangen. Ebenfalls für das Jahr 2024 sei mit weiter schwierigen Bedingungen für die Branche zu rechnen. Eine Folge hiervon sei Kurzarbeit, welche 35 % der befragten Unternehmen bereits beantragt hätten und weitere 36 % planen würden, im restlichen Jahresverlauf einen Antrag zu stellen.

Bei der Materialversorgung sei inzwischen eine Entspannung festzustellen. Die Materialpreise seien teils rückläufig, befänden sich allerdings unverändert auf einem hohen Niveau. Verpackungsmaterialien und Logistikdienstleistungen würden sich hingegen stark verteuern. Eine erhebliche Belastung für die Unternehmen stelle zudem der hohe Energiepreis dar. Der Kostendruck für die Industrie bleibe weiter sehr hoch.

Quelle: moebelnews.de vom 21.08.2023

Wir werden uns verstärkt auf die Optimierung unserer internen Abläufe konzentrieren, an einer Verkürzung unserer Lieferzeiten arbeiten und durch Preisreduzierungen bei unseren Lieferanten die insgesamt dramatisch gestiegenen Kosten des letzten Jahres und die steigenden Lohnkosten versuchen, zu kompensieren.

Weitere Preiserhöhungen bei Kunden sind aufgrund des Marktumfeldes zurzeit nicht umsetzbar. Wir befürchten, dass die Umsätze unter den Umsätzen des Vorjahres liegen werden, was die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres bereits widerspiegeln. Hier lag der Rückgang gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres bereits bei 7,4 %. Resultierend aus den vorgenannten Einflüssen und Gründen erwarten wir ein Jahresergebnis, welches unter dem des Vorjahres liegt.

Nichtsdestotrotz erfolgen weitere Investitionen im Bereich der Logistik und Fertigungstechnik, verbunden mit einer rationelleren und flexibleren Produktion, um den immer höheren Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Wir sind überzeugt, das Unternehmen auch in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin erfolgreich führen zu können.

 

Stemwede, den 24. August 2023

JAKA-BKL GMBH

Leo Brecklinghaus

BILANZ ZUM 30. APRIL 2023

JAKA-BKL GMBH, STEMWEDE

AKTIVA

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.756.364,04 3.404.130,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.603,46 39.997,30
II. Sachanlagen 1.434.760,58 1.064.132,71
III. Finanzanlagen 2.300.000,00 2.300.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.360.673,70 9.314.405,56
I. Vorräte 2.893.753,72 3.354.345,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.249.594,58 5.834.343,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 217.325,40 125.716,36
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 55.509,16 23.976,40
11.172.546,90 12.742.511,97

PASSIVA

30.4.2023
EUR
30.4.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.076.313,96 4.929.902,39
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 3.929.902,39 3.562.819,94
III. Jahresüberschuss 146.411,57 367.082,45
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.187.241,82 3.224.314,46
C. VERBINDLICHKEITEN 3.908.991,12 4.588.295,12
11.172.546,90 12.742.511,97

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 12.200.535,08 13.350.508,61
2. Personalaufwand -6.541.370,62 -6.795.856,03
a) Löhne und Gehälter -5.403.989,30 -5.633.012,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.137.381,32 -1.162.843,36
3. Abschreibungen -240.061,75 -220.249,39
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.210.412,82 -5.870.381,73
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.385,00 4.135,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.134,40 -19.332,44
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.364,24 -27.623,93
8. Ergebnis nach Steuern 200.304,73 421.200,09
9. Sonstige Steuern -53.893,16 -54.117,64
10. Jahresüberschuss 146.411,57 367.082,45

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

JAKA-BKL GMBH, STEMWEDE

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die JAKA-BKL GmbH hat ihren Sitz in Stemwede. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB 13486 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer mittelgroßen Gesellschaft i.S. des § 267 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert.

Im Berichtsjahr haben sich Ausweisänderungen zwischen den "Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB" und den "sonstigen betrieblichen Erträgen" ergeben. Die Ausweisänderung erfolgte, da der geänderte Ausweis sachgerechter ist. Aus Vergleichbarkeitsgründen wurde der Vorjahreswert entsprechend angepasst.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

B.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird im Zugangsjahr zeitanteilig abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter werden die Abschreibungserleichterungen nach § 6 Abs. 2 und 2a EStG in Anspruch genommen.

B.2 Vorräte

Die Aktivierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter der Beachtung des strengen Niederstwertprinzip.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Berücksichtigt sind hierbei neben den Einzelkosten die Material- und die Fertigungsgemeinkosten.

Vorratsgegenstände, die überdurchschnittlich lange im Lager waren oder nicht mehr entsprechend in der Produktion verwendet werden können, wurden mittels eines Reichweitenverfahrens abgewertet.

B.3 Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen.

B.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

B.5 Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie sind mit dem Nennwert angesetzt.

B.6 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

B.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

C.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

C.2 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Resturlaub, Überstunden, Jubiläumsgeld) sowie Bonusrückstellungen, Garantierückstellungen, Rückstellungen für Verkaufsförderung sowie für ausstehende Rechnungen.

C.3 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen 2.026 TEUR (Vj. 3.156 TEUR).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 1.883 TEUR (Vj. 1.433 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 441 TEUR (Vj. 599 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung einer Produktionsmaschine besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) und einer Schwestergesellschaft in Höhe von 600 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 51 TEUR (Vorjahr: 64 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 0 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) enthalten.

D. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

D.1 Zinsen

Unter dem Posten 'Zinsen und ähnliche Aufwendungen' werden Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) ausgewiesen.

E. SONSTIGE ANGABEN

E.1 Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen derzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 960 TEUR p.a. sowie aus Miet-, Leasing und Wartungsverträgen gegenüber fremden Dritten i. H. v. insgesamt 713 TEUR. Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo in Höhe von 1.006 TEUR.

E.2 Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Arbeitnehmer 2022/2023 Arbeitnehmer 2021/2022
gewerbliche Arbeitnehmer 85 90
Angestellte 59 63
144 153

E.3 Organmitglieder

Zum alleinvertretungsberechtigen Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Leo Brecklinghaus (Geschäftsführer der JAKA-BKL GmbH) bestellt. Es wurde Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB erteilt.

E.4 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 146.411,57 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

E.5 Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der JAKA-BKL GmbH, Stemwede, haben. Im Einzelnen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Stemwede, den 24. August 2023

Leo Brecklinghaus

Der Jahresabschluss wurde am 20. November 2023 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Mai 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Apr. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 473.893,70 0,00 0,00 473.893,70
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.228,50 0,00 0,00 84.228,50
Technische Anlagen und Maschinen 3.684.721,27 544.842,54 0,00 4.229.563,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.045.151,98 62.497,45 32.899,65 1.074.749,78
4.814.101,75 607.339,99 32.899,65 5.388.542,09
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.300.000,00 0,00 0,00 2.300.000,00
7.587.995,45 607.339,99 32.899,65 8.162.435,79
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Mai 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Apr. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 433.896,40 18.393,84 0,00 452.290,24
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.144,98 8.422,84 0,00 69.567,82
Technische Anlagen und Maschinen 2.797.814,99 149.331,85 0,00 2.947.146,84
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 891.009,07 63.913,22 17.855,44 937.066,85
3.749.969,04 221.667,91 17.855,44 3.953.781,51
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4.183.865,44 240.061,75 17.855,44 4.406.071,75
NETTOBUCHWERTE
30. Apr. 2023
EUR
30. Apr. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.603,46 39.997,30
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.660,68 23.083,52
Technische Anlagen und Maschinen 1.282.416,97 886.906,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.682,93 154.142,91
1.434.760,58 1.064.132,71
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.300.000,00 2.300.000,00
3.756.364,04 3.404.130,01

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die JAKA-BKL GmbH, Stemwede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der JAKA-BKL GmbH, Stemwede, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JAKA-BKL GmbH, Stemwede, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, 25. August 2023

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Meyer, Wirtschaftsprüfer

Markus Pultke, Wirtschaftsprüfer

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