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Register court Wiesbaden HRB 34809
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Agfa-Gevaert Graphics Systems GmbHAgfa-Gevaert Graphic Systems GmbH
Registered
5/27/2005
Industry
Other information service activitiesOther information technology and computer service activitiesOther information service activities n.e.c.
Purpose
Die Erzeugung und der Vertrieb von Produkten sowie die Leistung von Diensten auf dem Gebiet der Aufzeichnung, Speicherung, Auswertung und Wiedergabe bzw. Vervielfältigung von optischen, akustischen und elektronischen Informationen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Claus Peter Biesen
since 2/20/2024
Procura
Stephan Esenwein
since 2/20/2024
Procura
Marcus Dr. Kraus
since 2/20/2024
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
ECO 3 BVBEL
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ECO3 GmbH (vormals: Agfa-Gevaert Graphic Systems GmbH)

Wiesbaden (vormals: Düsseldorf)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.373,52 123.253,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.880.956,07 4.487.606,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.281.456,77 11.042.550,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.707,53 551.986,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.536.681,73 4.762.110,31
19.311.802,10 20.844.253,60
19.472.175,62 20.967.506,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.524.758,44 13.975.068,33
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.490.494,72 1.042.465,12
3. Fertige Erzeugnisse 4.007.653,53 1.816.031,56
17.022.906,69 16.833.565,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 122.427,63 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.429.057,60 77.235.689,39
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 82.429.057,60 (Vorjahr: EUR 39.871.481,92)
- davon gegen Gesellschafter: EUR 82.363.078,32 (Vorjahr: EUR 37.364.207,47)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.768.887,44 1.102.311,82
85.320.372,67 78.338.001,21
III. Kreditinstituten und Schecks
- Bank 231.853,95 0,00
102.575.133,31 95.171.566,22
122.047.308,93 116.139.072,83

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.139.000,01 5.139.000,01
III. Gewinnrücklage
- andere Gewinnrücklagen 31.158,00 31.158,00
IV. Gewinnvortrag 2.696.968,29 0,00
V. Jahresüberschuss 778.997,48 2.696.968,29
23.646.123,78 22.867.126,30
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 50.037.661,11 49.447.635,00
2. Steuerrückstellungen 2.035.892,95 4.044.237,00
3. Sonstige Rückstellungen 13.677.662,03 7.587.019,00
65.751.216,09 61.078.891,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.867.799,05 30.604.275,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 31.867.799,05 (Vorjahr: EUR 30.604.275,72)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 464.559,53 1.317.395,96
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 464.559,53 (Vorjahr: EUR 1.317.395,96)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 464.559,53 (Vorjahr: EUR 1.317.395,96)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 317.610,48 271.383,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 317.610,48 (Vorjahr: EUR 271.383,85)
- davon aus Steuern: EUR 317.417,10 (Vorjahr: EUR 271.383,85)
32.649.969,06 32.193.055,53
122.047.308,93 116.139.072,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 198.576.165,07 242.708.328,15
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.639.651,57 -1.422.932,91
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 396.528,93 459.878,33
4. Sonstige betriebliche Erträge 674.246,91 1.575.869,84
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 32.908,59 (Vorjahr: EUR 40.833,80)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -126.559.258,01 -164.842.736,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.041.507,11 -15.044.135,21
-141.600.765,12 -179.886.871,69
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -30.402.054,79 -26.791.069,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -6.654.403,92 -9.069.415,10
- davon für Altersversorgung: EUR 496.661,43 (Vorjahr: EUR 2.761.210,98)
-37.056.458,71 -35.860.484,52
23.629.368,65 27.573.787,20
7. Abschreibungenauf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.813.622,65 -4.155.795,72
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.226.426,83 -15.721.014,61
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 32.504,45 (Vorjahr: EUR 37.041,29)
9. Zinsen und ähnliche Erträge 127.316,52 126.648,61
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 127.316,52 (Vorjahr: EUR 126.648,61)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -944.435,03 -2.746.442,05
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 82,05 (Vorjahr: EUR 201.677,71)
- davon aus Abzinsung: EUR 869.065,00 (Vorjahr: EUR 872.743,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.487.229,48 -1.379.405,00
12. Ergebnis nach Steuern 1.157.654,66 3.571.129,82
13. Sonstige Steuern -378.657,18 -874.161,53
14. Jahresüberschuss 778.997,48 2.696.968,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die ECO3 GmbH hat ihren Sitz seit dem 19. Dezember 2018 in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 85324).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, angesetzt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bei beweglichen Sachanlagen überwiegend nach der linearen Methode. Sofern noch ältere Anlagen abgeschrieben werden, erfolgt der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den fertigungsbedingten Werteverzehr des Anlagevermögens.

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren grundsätzlich zu ihren Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt. Niedrigere Börsen- oder Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Erkennbare Risiken und spätere Fälligkeiten sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Planvermögen im Sinn des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden mit diesen Schulden verrechnet. Durch die Verrechnung von Planvermögen/Aktivierungswerten in Höhe von TEUR 4.062 verringerte sich der Gesamtausweis der sonstigen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 4.062 entsprechend.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit folgenden Parametern bewertet:

Durchschnittszinssatz bei angenommener Restlaufzeit von 10 Jahren in Höhe von 1,82 % (im Vorjahr: 1,78 %).

erwartete Einkommensdynamik von 3,25 % für Tarifmitarbeiter (im Vorjahr: 2,85 %) und 2,50 % für außertarifliche Mitarbeiter (im Vorjahr: 2,35 %)

erwartete Rentendynamik von 1,00 % für die nächsten 10 Jahre, dann 1,80 % für Zusagen gem. § 16 Abs. 1 BetrAVG (im Vorjahr: 1,00 %) und gem. RPK-Systematik sowie 1,00 % für Zusagen gem. § 16 Abs. 3 BetrAVG

Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) und zehn Geschäftsjahren (1,82 %) beträgt TEUR 750. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrages.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. dem höheren Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen zum Anlagevermögen werden mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Restlaufzeiten der Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(3) Aktive Latente Steuern

Das Wahlrecht nach § 274 HGB zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

(4) Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage resultiert aus den Bewertungsumstellungen der Rückstellungen nach BilMoG zum 1. Januar 2010.

(5) Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen per 31. Dezember 2023 enthalten Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie Anwartschaften (TEUR 50.038).

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Beträge für:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückbauverpflichtungen 6.412 4.617
Restrukturierung 3.547 0
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 1.876 1.040
Jubiläumsverpflichtungen 1.064 775
Ausstehende Eingangsrechnungen 0 465
Urlaubsansprüche 339 320
Instandhaltung 10 10
Übrige 431 360
13.678 7.587

Der Anstieg der sonstigen Rückstellung resultiert hauptsächlich aus der Neubewertung der Rückbauverpflichtung sowie der Restrukturierungskosten. Die Restrukturierungskosten beinhalten die teilweise Stilllegung einer Produktionslinie und den daraus resultierenden Personalabbau.

(7) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Agfa-Gevaert NV, Mortsel/Belgien 0 836
ECO3 BV, Mortsel/Belgien 465 384
Agfa GmbH, Düsseldorf 0 91
Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, Düsseldorf 0 6
Übrige 0 0
465 1.317

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammenstellung zeigt die nach Regionen und nach Geschäftsbereichen gegliederte Umsatzentwicklung:

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Regionen
Belgien 198.481 99,95 242.396 99,87
Fernost 1 0,00 286 0,12
Amerika 94 0,05 26 0,01
198.576 100,0 242.708 100,0
2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Produktgruppen
Druckplatten 179.584 90,44 227.033 093,54
Leistungen 18.647 9,39 15.241 6,28
Chemikalien 163 0,08 316 0,13
Packmittel 182 0,9 118 0,05
198.576 100,0 242.708 100,0

Im Berichtsjahr wurden die Erlöse von TEUR 18.647 (im Vorjahr: TEUR 15.241) aus Leistungsaustausch innerhalb des Konzerns für einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vollständig in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Periodenfremdes und neutrales Ergebnis

Wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen resultierten im Berichtsjahr aus folgendem Sachverhalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 535 137
Übrige periodenfremde Aufwendungen 0 5
535 142

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wird auf das nächste Jahr übertragen.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 7.896 (im Vorjahr: TEUR 5.891). Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich wie folgt zusammen:

(a) Die künftigen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen belaufen sich insgesamt auf TEUR 3.438 (im Vorjahr: TEUR 5.274).

Sie teilen sich nach Fälligkeit wie folgt auf:

TEUR
In 2024 2.003
2025 bis 2028 1.078
nach 2028 856

(b) Das Bestellobligo aus begonnenen Investitionen beläuft sich auf TEUR 1.227 (im Vorjahr: TEUR 533).

(c) Außerdem bestehen Verpflichtungen aus beauftragten Großreparaturen in Höhe von TEUR 709 (im Vorjahr: TEUR 89).

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 55,0 und bezieht sich auf die erbrachte Abschlussprüfungsleistung in Höhe von TEUR 41,2 sowie auf andere Bestätigungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die ECO3 GmbH wird für den kleinsten und größten Kreis in den Konzernabschluss der ECO3 BV, Mortsel/Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss der ECO3 BV ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Mitarbeiter

Der gemäß § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB anzugebende Mitarbeiterdurchschnitt ergibt sich wie folgt:

2023 2022
Personen Personen
Tarifangestellte 321 331
Außertarifliche 37 40
Befristete 28 35
358 406

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung der Gesellschaft ist bestellt:

Dr. Mathias Eichhorn, Niederhausen, ehem. Werksleiter (bis 31.12.2023)

Dr. Marcus Kraus, Dreieich, Werksleiter (seit 01.01.2024)

Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Wiesbaden, den 26. August 2025

ECO3 GmbH

Geschäftsführung

Dr. Marcus Kraus

Die Feststellung des Jahresabschlusses der ECO3 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erfolgte am 28. August 2025.

Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.133.287,10 24.861,80 78.813,62 0,00 2.236.962,52
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
2.133.287,10 24.861,80 78.813,62 0,00 2.236.962,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.608.170,84 0,00 106.312,12 0,00 18.714.482,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 83.780.443,69 464.245,44 1.465.488,74 167.305,72 85.542.872,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.612.045,66 135.013,06 247.310,16 48.816,15 5.945.552,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.029.562,31 2.279.638,31 -1.897.924,64 573.684,49 4.837.591,49
113.030.222,50 2.878.896,81 -78.813,62 789.806,36 115.040.499,33
115.163.509,60 2.903.758,61 0,00 789.806,36 117.277.461,85
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.010.034,09 66.554,91 0,00 2.076.589,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
2.010.034,09 66.554,91 0,00 2.076.589,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.120.564,32 712.962,57 0,00 14.833.526,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.737.893,05 2.679.045,59 155.523,26 75.261.415,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.060.059,53 321.601,82 48.816,15 5.332.845,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.452,00 33.457,76 0,00 300.909,76
92.185.968,90 3.747.067,74 204.339,41 95.728.697,23
94.196.002,99 3.813.622,65 204.339,41 97.805.286,23
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.373,52 123.253,01
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
160.373,52 123.253,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.880.956,07 4.487.606,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.281.456,77 11.042.550,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.707,53 551.986,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.536.681,73 4.762.110,31
19.311.802,10 20.844.253,60
19.472.175,62 20.967.506,61

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines Geschäftsklima und Rahmenbedingungen

Allgemeines

Die Agfa-Gevaert Graphic Systems GmbH mit Sitz in Düsseldorf war bis zum 31.03.2023 eine 89 %ige Tochtergesellschaft der Agfa GmbH (ehemals Agfa-Gevaert Aktiengesellschaft für Altersversorgung, Düsseldorf) sowie zu 11 % eine Tochtergesellschaft der Agfa NV, Mortsel/Belgien. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erzeugung und der Vertrieb von Produkten sowie die Leistung von Diensten auf dem Gebiet der Aufzeichnung, Speicherung, Auswertung und Wiedergabe bzw. Vervielfältigung von optischen, akustischen und elektronischen Informationen. Alle Anteile wurden zu 100 % an Agfa Offset BV, Mortsel Belgien, übertragen, die somit alleinige Eigentümerin wurde.

Dies passierte im Zuge der Veräußerung des gesamten Geschäftsbereichs Offset an die Aurelius Group. Daraus ergab sich auch eine Namensänderung von Agfa-Gevaert Graphic Systems GmbH in ECO3 GmbH. Die Namensänderung wurde am 21.06.2023 offiziell im Handelsregister eingetragen. Ebenso wurde der Sitz der Gesellschaft von Düsseldorf nach Wiesbaden verlegt, welche am 20.12.2023 durch die Gesellschafterversammlung beschlossen wurde.

Am gesamten Geschäftsbetrieb wurden keine Änderungen vorgenommen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Branchenentwicklung

Die weltweite Konjunktur verzeichnete auch im Jahr 2023 in einem weiterhin insgesamt inflationären Umfeld mit höheren Zinsniveaus eine verhaltene Wachstumsdynamik. Die konjunkturelle Entwicklung war dabei unter anderem auch von geopolitischen Unsicherheiten gekennzeichnet. Positiv auf die Gesamtwirtschaft wirkten sich hingegen die nachlassenden Logistik- und Materialengpässe sowie der gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht nachlassende Inflationsdruck aus. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wuchs die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 3,1 %. Dabei war hinsichtlich des deutschen Marktes ein Rückgang von 0,3 % zu verzeichnen. (Quelle: http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html)

Die grafische Industrie ist weiterhin durch einen anhaltenden Wandel vom Print- zum Online-Markt geprägt. Dies führt auch weiterhin zu Konsolidierungstendenzen im klassischen Printmarkt, da noch immer Überkapazitäten vorhanden sind. Dies gilt insbesondere für Druckereien und Verlage sowie deren Lieferanten. Der Drucksektor wird nach wie vor bestehen bleiben, konsolidiert sich jedoch auf niedrigerem Niveau. Weiters zeigt der Jahresabschluss 2023 eine gemischte Bilanz. Während einige Unternehmen einen Umsatzanstieg verzeichnen konnten, gab es auch deutliche Rückgänge, insbesondere aufgrund eines schwachen zweiten Halbjahres und eines zunehmenden Kostendrucks. Dieser zunehmende Kostendruck, sowie eine schwächelnde Auftragslage und die hohe Inflation setzen der Branche regelrecht zu. Dies schwächte sich 2024 zwar ab, jedoch blieb der Kostendruck und die geopolitischen Unsicherheiten bestehen. (Quelle: https://www.bvdm-online.de/fileadmin/user_upload/Bundesverband/Jahresberichte/2023_bvdm_Jahresbericht_Web.pdf)

Unter den Lieferanten der Druckvorstufe hat ECO3 eine sehr gute Position am Markt (Hauptmitbewerber sind weiterhin: Fuji und Kodak). ECO3 ist ein Systemanbieter, der Gesamtverantwortung vor Ort übernehmen kann und dabei sowohl Investitionsgüter sowie Verbrauchsmaterialien vertreibt.

Produktsortiment

Als weltweiter Marktführer bei Prepress-Lösungen für den Zeitschriften-, Akzidenz- und Verpackungsmarkt bietet der ECO3-Konzern innerhalb seines Geschäftsbereiches Offset Solutions nicht nur Verbrauchsmaterial (graphischer Film und Druckplatten) an, sondern auch Geräte und Workflow-Software zur Steuerung des gesamten Prepress-Verfahrens. Innerhalb der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 für diesen Geschäftsbereich am Standort Wiesbaden unverändert überwiegend digitale Druckplatten hergestellt.

Die Produkte wurden nahezu ausschließlich an die ECO3 BV, Mortsel/Belgien, veräußert, die dann die weitere Vermarktung (mittels eigener Vertriebsgesellschaften bzw. Zweigniederlassungen) vornimmt.

Grundlage für den innerkonzernlichen Verkauf der Produkte der ECO3 GmbH an die ECO3 BV ist eine am 6. Juli 2007 mit der Agfa Graphics N.V. abgeschlossene Transferpreisvereinbarung. Diese wurde im Januar 2023 mit der ECO3 BV (vormals Agfa Offset BV) neu abgeschlossen. Änderungen am Geschäftsmodell ergeben sich nach der Übernahme durch die Aurelius Gruppe nicht.

Forschung und Entwicklung

Für den Bereich Offset Solutions werden die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten hauptsächlich durch den ECO3-Konzern wahrgenommen und durch den Produktionsstandort Wiesbaden unterstützt. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Weiterentwicklung der CTP-Platten, auch für DOP-Anwendungen („Direct-on-Press“).

Mitarbeiter

Im Werk Wiesbaden hat sich der Bestand von 396 Mitarbeitern zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf 359 Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres 2023 reduziert. Der Personalbestand setzt sich zum 31. Dezember 2023 aus einer Stammbelegschaft von 338 Mitarbeitern sowie 21 befristet eingestellten Mitarbeitern zusammen.

Der markante Personalabbau beruhte auf eine Restrukturierungsmaßnahme, die durch eine Unterauslastung der Produktion entstanden ist. Um dieser entgegenzuwirken, wurde eine Produktionslinie insoweit eingestellt, dass nur noch einige bestimmte Produktgruppen auf dieser produziert wird und somit die Produktionskapazität und die Personalbedarf reduziert werden konnte. Dies wurde durch einen Sozialplan zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat mittels Betriebsvereinbarung geschlossen.

Die Vergütung der Mitarbeiter ist im Wesentlichen durch die bestehenden Tarifverträge der chemischen Industrie sowie durch ergänzende Betriebsvereinbarungen geregelt.

Ereignisse von besonderer Bedeutung

Die Offsetsparte des Agfa Konzerns wurde zum 1. April 2023 an die Aurelius Group veräußert. Das Unternehmen wurde am 21.06.2023 in ECO3 umbenannt und der Sitz der Geschäftsführung wurde von Düsseldorf nach Wiesbaden verlegt.

II. Wirtschaftsbericht

Nachfolgend erläutern wir die Ertragslage sowie den Finanz- und Vermögensaufbau der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und am 31. Dezember 2023.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der ECO3 GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 198.576. Im Berichtsjahr wurden Erlöse in Höhe von TEUR 16.746 aus Leistungsaustausch innerhalb des Konzerns unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 44.132. Die Reduzierung der Umsatzerlöse resultiert aus einer geringeren Produktabnahme von Seiten Headquarter, die im Wesentlichen auf den sinkenden Absatzmarkt zurückzuführen ist.

Die Absatzmenge reduzierte sich um 11,4 % gegenüber dem Vorjahr und gegenüber Budget 2023 um 14,7 % aufgrund geringerer Nachfragen seitens des Headquarters. Im Jahr 2024 verringerte sich die Absatzmenge weiterhin leicht. Die Halbjahreszahlen zeigten weiterhin einen leichten Rückgang der Produktionsmenge aufgrund der fehlenden Abnahmen durch Headquarter. Leider kann dies auch nicht durch den Umsatz. Der schwache Start in 2025 ist einem Vorkauf unserer Kunden am Ende des Vorjahres geschuldet.

Der im Vorjahr prognostizierte Zuwachs an Nachfrage von 5% in 2023 konnte auf Basis unerwartet fortgesetzten Krisengeschehens (Ukraine Konflikt) nicht realisiert werden. Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 31.708 über dem Plan-Umsatz. Grund hierfür ist ein eine Anpassung der Konzernumlage aufgrund erhöhter Rohstoffpreise. Eine Vorschau auf die Zahlen für 2024 zeigt eine mäßige Steigerung des Umsatzes durch Anhebung der Preise sowie durch den Ausgleich durch die Transferpreisanpassung durch das Manufacturing Agreement, welches eine Marge von 1,8 % am Jahresende gewährleistet. Somit werden jegliche Verluste durch das Headquarter ausgeglichen. Für 2025 wird ein etwas gleichbleibender Umsatz prognostiziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2023 TEUR 674. Dies resultiert hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Materialaufwendungen sind um 21,3 % gefallen, während der Umsatzerlös um 18,2 % gefallen ist. Die Materialaufwandsquote liegt mit 71,3 % leicht unter dem Vorjahresniveau (74,7 %). Grund dafür ist der höheren Materialkostenreduktion im Verhältnis zur Umsatzreduktion.

Die Berechnung der Materialaufwandsquote erfolgt durch das Verhältnis von den Materialaufwendungen zu den Umsatzerlösen im Berichtsjahr 2023.

Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 37.056 liegen über dem Vorjahr (TEUR 35.860). Dies resultiert aus einer Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 3.547.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf TEUR 16.226 erhöht. Dies resultiert hauptsächlich aus der Anpassung der Rückstellung zur Rückbauverpflichtung, welche im Zuge der Veräußerung an Aurelius Group vorgenommen worden ist.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich von TEUR 5.077 auf TEUR 2.645 verringert, was insbesondere auf den sinkenden Umsatz bzw. die Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Steuern ist geprägt durch die Zuführung in die Steuerrückstellung.

Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Grund hierfür ist im Wesentlichen die erhöhten Personalaufwendungen durch die Bildung der Restrukturierungsrückstellung sowie die Anpassung der Rückstellung für die Rückbauverpflichtung. Dies wurde teils vom geringeren Umsatzrückgang gegenüber der Materialaufwendungen kompensiert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 122.047 nach TEUR 116.139 im Vorjahr. Grund hierfür ist hauptsächlich die Erhöhung des Umlaufvermögens, vor allem im Bereich der Konzernforderungen.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft setzt sich aus Lizenzen (TEUR 160), Grundstücken und Gebäuden (TEUR 3.881), technischen Anlagen und Maschinen (TEUR 10.281), Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 613) sowie Anlagen im Bau (TEUR 4.537) zusammen. Das Anlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.495. Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres 2023 betrugen TEUR 2.879. Gegenläufig hierzu wirkten sich TEUR 3.813 aus planmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres.

Die Produktionsauslastung war im Jahr 2023 bedingt durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine sowie einem fortgesetzten Pandemiegeschehen und damit einhergehenden sinkenden Bedarfen getrieben. Die hatte auch die schon im Vorjahr begonnene Kurzarbeit im Werk bedingt. Das Vorratsvermögen ist im Betrachtungszeitraum um TEUR 189 auf nunmehr TEUR 17.023 gestiegen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhen sich um TEUR 3.722 auf TEUR 85.320. Dies resultiert hauptsächlich aus der Auflösung des Cash Pollings und der Zuführung zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Weiters waren die Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben gestiegen.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 22.867 auf TEUR 23.646. Die Eigenkapitalquote blieb unverändert bei 19,4 %.

Die Rückstellungen liegen mit TEUR 65.751 um TEUR 4.672 über Vorjahresniveau. Dies resultiert hauptsächlich aus der Zuführung der Rückstellungen für Pensionen aufgrund des weiter gesunkenen Zinsniveaus sowie gestiegenen Gehalts- und Rententrends. Des Weiteren wurde die Rückbaurückstellung an aktuelle Kosten- und Preissteigerungen angepasst, die Steuerrückstellungen aufgebaut und eine Rückstellung im Zuge einer Restrukturierung (teilweise Schließung einer Produktionslinie und des daraus resultierenden Personalabbaus) eingebucht.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt um TEUR 457. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber unseres Headquarters.

Der Cashflow 2023 stellt sich wie folgt dar (in TEUR):

Cashflow aus 2023 2022
laufender Geschäftstätigkeit -34.925 10.915
der Investitionstätigkeit -2.330 22.698
der Finanzierungstätigkeit 122 -33.613
Summe Veränderungen der Finanzmittel -37.133 0

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -34.9255 ist im Wesentlichen beeinflusst durch die markante Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber des Headquarters. Gegenläufig erfolgte eine Zunahme der Rückstellungen und eine Abnahme der Verbindlichkeiten.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen beeinflusst durch den Einkauf von Maschinen und technischem Equipment in Höhe von TEUR 1.762 für verschieden Projekte.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus den Zinseinnahmen gegenüber des Headquarters.

Der Produktionsausstoß verringerte sich um 11,4 % gegenüber 2022 gem. Plan und 14,7% gegen die Planung für 2023. Grund hierfür war insbesondere die weiterhin strukturell fallende Nachfrage sowie vor allem Auswirkungen der Sondereinflüsse fortgesetzter lokaler und globaler Krisenereignisse. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren, wie Umsatz, Cashflow und Jahresergebnis, sind dennoch insgesamt zufriedenstellend.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Nach Einschätzung der Gesellschaft ist unverändert ein Verdrängungswettbewerb im Bereich digitaler Druckplatten zu beobachten. Dies bedeutet einen Zwang zu weiteren Kostenreduzierung. Durch das ECO3 Produktionssystem zur laufenden Optimierung und Verbesserung von Produktionsprozessen sowie laufende Projekte zur Effizienzsteigerung wird dieser Entwicklung Rechnung getragen.

Die Herausforderung für das Unternehmen besteht weiterhin darin, in einem schwierigen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und die Chancen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, wahrzunehmen.

Produktionsmenge

Für die Gesellschaft ECO3 GmbH sind ausschließlich die Produktionsmengen relevant aufgrund des Manufacturing Agreements.

Das Jahr 2024 zeigte eine erwartet verringerte Produktionsmenge im Vergleich zu den Mengen 2023. Grund hierfür eine geringere Nachfrage seitens der Konzernzentrale. Für 2025 gehen wir weiterhin von einer leicht sinkenden Produktionsmenge aus.

Die Gesellschaft ist abhängig von den Produktionsaufträgen seitens der Konzernzentrale. Jedoch wird aufgrund des Manufacturing Agreements eine EBIT-Marge in Höhe von 1,8% garantiert.

Damit existierten keine fixierten Auftragsbestände, sondern wird von der Konzernmutter variable geplant und kann flexibel abgerufen werden.

Umsatzerlöse

Im kommenden Berichtsjahr stehen wir einer geringeren Produktionsmenge und damit geringeren Umsatzerlösen gegenüber, die jedoch durch die entsprechenden Verrechnungen wiederum kompensiert werden. Die Geschäftsführung geht derzeit von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 200.676 aus, wobei TEUR 11.060 aus dem Leistungsaustausch innerhalb des Konzerns erzielt wurden.

Jahresergebnis

Wir sehen derzeit dass das Jahresergebnis für 2024 auf ähnlichen Niveau wie 2023 sein wird. Dies soll sich 2025 aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen fortsetzen. Die Umsatzerlöse und der Cashflow werden 2024 leicht steigen bzw. 2025 auf 2024 Niveau bleiben.

Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsleitung hat in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. Diese fordert unter anderem ein Überwachungssystem, dass Risiken, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden, frühzeitig sichtbar macht.

Das volatile wirtschaftliche Umfeld, das von neuen Technologien, zunehmender Wettbewerbsintensität sowie von Globalisierung geprägt ist, macht einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken unumgänglich. Daher ist bei ECO3 das Risikomanagement integraler Bestandteil der Führungsinformationssysteme.

Alle wesentlichen Funktionen, wie die Produktion oder die Verwaltungsbereiche, unterliegen einer ständigen Kontrolle durch Geschäftsbereichs- und Produktionscontrolling sowie durch eine interne Revisionsabteilung. Bei diesen Aufgaben wird die Gesellschaft zentral durch den ECO3-Konzern unterstützt.

Qualität genießt einen sehr hohen Stellenwert bei ECO3. Innerhalb des Unternehmens ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001-2015 installiert. Alle Produktions- und Peripherieeinheiten des Unternehmens sind nach dieser prozessorientierten Qualitätsnorm zertifiziert.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, auch im Bereich der Vorräte die Risiken zu minimieren. Dies erfolgt dadurch, dass erkennbare Risiken identifiziert und, soweit möglich, bilanzielle Vorsorge getroffen wird. Darüber hinaus sollen durch permanente Verbesserungen der Prozesse diese Risiken dauerhaft verringert werden.

Regelmäßige Werkskonferenzen sowie Planungsbesprechungen sorgen dafür, dass das Management rechtzeitig alle relevanten Informationen erhält, um eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen.

Für das Geschäftsjahr 2023 besteht eine Risikodokumentation, die von der Geschäftsführung regelmäßig aktualisiert wird.

Chancen der künftigen Entwicklung

Technologiewandel

Analoge Druckplatten haben für das Werk Wiesbaden praktisch keine Bedeutung mehr; der Technologiewandel in den von uns belieferten Märkten ist nahezu abgeschlossen.

Innerhalb der ECO3 GmbH ist seit den 1990er Jahren eine steigende Konzentration auf den Computer to Plate (CTP)-Markt erfolgt. Hierbei wurde der Standort Wiesbaden zu einem Kompetenz-Center für sämtliche digitale CTP-Verfahren ausgebaut.

Mit dem Kauf der Offset Solution Division durch Aurelius zum 1.4.2023 wird die Bedeutung des Produktionsstandorts Wiesbaden als größtes Werk mit der breitesten Produktpalette im Verbund beibehalten. Die Einführung neuer Produkttypen sowie kontinuierliche Produktverbesserungen werden auch zukünftig in Wiesbaden stattfinden. Das Werk hat zudem die Nähe zum bedeutenden Markt in Europa.

Die Gesellschaft sieht sich für die zukünftigen Anforderungen gut positioniert.

Risiken der künftigen Entwicklung

Wettbewerbsfähige Kostenstruktur

Kontinuierliche Anpassungen sowie stetige Kostenoptimierung dienen der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und deren Ausbau.

Steigende Beschaffungskosten und temporäre Versorgungsengpässe

Allgemeine Kostensteigerungen bei Rohstoffen führen grundsätzlich zu entsprechenden Kostensteigerungen bei der Druckplatten-Fertigung. Auf Ebene der Gesellschaft ist dieses Risiko unverändert als gering einzustufen, da die geltende Transferpreisvereinbarung eine zeitnahe Übernahme der Bezugspreisabweichungen durch die ECO3 BV vorsieht. Demnach können steigende Rohstoffkosten an die abnehmende Konzerngesellschaft weitergegeben werden.

Die Gesellschaft ist weiterhin mit starken Preissteigerungen bei Energien und Rohstoffen konfrontiert. Die militärische Konfliktsituation in Osteuropa kann zu Versorgungsengpässen und Preissteigerungen führen.

Umweltschutz

Umweltrisiken werden durch laufende Verbesserungen auf dem Gebiet der Sicherheit und des Umwelt- und Gesundheitsschutzes minimiert. Dies ist ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Unsere Produktionsstandorte erfüllen die umweltrechtlichen Vorgaben und behördlichen Auflagen. Die Einhaltung, Dokumentation und kontinuierliche Anpassung an rechtliche Änderungen werden standortbezogen durch ein Umweltrechtsmanagement-System gesteuert und überprüft. Das Werk Wiesbaden hat seit 2004 das Umweltgütesiegel nach ISO 14001. In regelmäßigen Überwachungsaudits wird diese Zertifizierung laufend bestätigt. Eine Zertifizierung nach dem neuen Standard ISO 14001-2015 liegt vor.

Im Berichtszeitraum sind keine relevanten Vorfälle aufgetreten. Im Rahmen der kontinuierlichen Risikobetrachtung und -minimierung sind keine erforderlichen Sanierungsmaßnahmen bekannt geworden.

Konjunkturelle Schwankungen

Entgegen der vorsichtigen Erwartung einer Verbesserung der Marktsituation im Jahr 2023 hat sich dies in der Mengenentwicklung nicht gezeigt. Die andauernden Krisen sowie die geopolitische Gesamtlage stellen weiterhin ein Risiko für eine positive Konjunkturentwicklung dar. Dies setzte sich in 2024 fort.

Konzernabhängigkeit

Die Gesellschaft veräußert ihre Produkte fast ausschließlich konzernintern. Der Vertrieb an Drittkunden erfolgt über die Mutter- bzw. Schwestergesellschaften. Finanzmittel werden wenn notwendig konzernintern zur Verfügung gestellt zum Ausgleich von zeitlichen Differenzen zwischen Zahlungseingängen aus der Muttergesellschaft und Zahlungsausgängen an Lieferanten.

Die Gesellschaft agiert damit als reine Produktionseinheit innerhalb des Konzerns und ist dadurch wirtschaftlich von der Entwicklung des Konzerns insgesamt abhängig. Derzeit geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass der Konzern über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, den Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Gesamtaussage zu den Risiken

Insgesamt ist festzustellen, dass die aufgeführten Risiken zwar vorhanden, jedoch die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering ist und sie im Eintrittsfall durch die Konzernzentrale ausgeglichen werden.

Damit sind die oben aufgeführten Risiken für den Geschäftsbetrieb von untergeordneter Bedeutung.

Nachtragsbericht

Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang der ECO3 GmbH zum 31. Dezember 2023.

 

Wiesbaden, den 26. August 2025

ECO3 GmbH

Geschäftsführung

Dr. Marcus Kraus

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ECO3 GmbH, Wiesbaden

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ECO3 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ECO3 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung Grundlage für die Prüfungsurteile

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 17.023 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur zum Abschlussstichtag nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Die Inventurbeobachtung konnten wir deshalb nicht durchführen, weil unsere Beauftragung erst am 20. November 2023, nach der Inventur (am 16. November 2023), erfolgte.

Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzten interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. August 2025

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Thomas Reifert, Wirtschaftsprüfer

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