Artist and model agents
valantic.more GmbHLiquidated
80801 München, DEUMaster Data
Basic information of the organization
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Jürgen Wilhelm Roland Muth since 2/20/2017 | Managing Director |
Frank Lemm since 2/20/2017 | Managing Director |
Christoph Anton Ludwig Resch since 2/20/2017 | Managing Director |
Patrick Ganzmann since 8/22/2016 | Managing Director |
Holger Dr. von Daniels since 8/22/2016 | Managing Director |
Financial Report
Official financial statements and annual reports
valantic IT Group GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017GRUNDLAGEN DES KONZERNSStrategie, Philosophie und Werte der valantic IT Group (valantic) "To make ǀalantic the most respected digital solutions and consulting brand in Europe" ist unser Leitbild. Entstanden ist valantic durch den partnerschaftlichen Zusammenschluss von hoch spezialisierten, in ihrem Segment marktführenden IT-Solutions, -Consulting und Software-Gesellschaften. Diese Strategie - Wachstum durch den partnerschaftlichen Zusammenschluss kompatibler und leistungsmäßig komplementärer Unternehmen - behalten wir bei. Unser Ziel ist es, unser Leistungsangebot durch hoch qualifizierte Mitarbeiter, neue Technologien und den Anschluss weiterer, in ihrem Bereich marktführende Gesellschaften zu erweitern. Dabei behalten wir flache Hierarchien und schlanke Strukturen bei. Geprägt sind wir von starken Unternehmerpersönlichkeiten, deren "can-do-Mentalität" unser Leistungsversprechen an unsere Kunden verkörpert. Bei der Auswahl neuer Gruppengesellschaften ist entscheidend, dass diese von der gemeinsamen Größe profitieren können: Leistungsbreite, gemeinsamer Kundenzugang, Know-how-Austausch, Management Synergien, bessere Finanzierungskonditionen und Zugang zu IT-Experten. Dies trifft vor allem auf etablierte, High-end Consulting und Solutions Gesellschaften des gehobenen Mittelstands zu, denen aufgrund eines sich stark konsolidierenden Markts die notwendige Größe fehlt, um weiterhin stark zu wachsen, die in ihrem Betätigungsfeld aber eine Nischenmarktführerschaft einnehmen. Entscheidende Kriterien für die Aufnahme in die Gruppe sind in erster Linie eine stabile Umsatz- und Ertragsentwicklung, eine marktführende Stellung oder sich abzeichnende Markführerschaft in ihrem Segment, sowie eine breite Kundenstruktur und ein stabiles Management, das beabsichtigt, die Entwicklung der Gesellschaft weiter aktiv zu begleiten. Unsere Top-Manager sind zumeist die Gründer der Gruppengesellschaften und Unternehmer, die verantwortungsvoll Risiken eingehen und auf unkonventionellen Wegen ihre Ideen zum Erfolg führen. Die Führungsmannschaft der Unternehmen bleibt auch nach der Aufnahme in die valantic Gruppe in der Verantwortung, beziehungsweise bekommt die Möglichkeit, ihre Unternehmung eigenverantwortlich operativ erfolgreich zu führen. Deshalb werden Kunden auch weiterhin von der Service-Orientierung und Flexibilität mittelständischer Gesellschaften, zugleich aber auch von der Größe, Leistungsbreite und Qualität profitieren, die sie von einem professionellen IT-Partner erwarten. Struktur der valantic IT Group Im Jahr 2017 wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung der internen Strukturen, den Aufbau eines gemeinsamen Recruiting- und Marketingteams, sowie das Re-Branding der Gruppe gelegt. Im Zuge dieses Re-Branding Projekts hat sich die DABERO Gruppe samt ihrer Gruppengesellschaften im Sinne des "One-Firm" Gedanken zur valantic Gruppe umbenannt. Dies geht einher mit einem gemeinsamen Markenauftritt, der uns sowohl im Kundenangang als auch im Recruiting stärkt. Ferner unterstützt es die gemeinsamen Projekte und Kollaborationen der Competence Centers miteinander, primär extern aber auch intern. Die valantic IT Group GmbH fungiert als Muttergesellschaft der operativen Einheiten (Competence Center) und stellt diesen verschiedenen Services zur Verfügung. Den Großteil der Leistungen kauft die valantic IT Group GmbH von der Muttergesellschaft valantic GmbH ein. Die valantic Gruppe umfasste Ende 2017 sieben Competence Center, welche zum Teil aus mehreren Einzelgesellschaften bestanden. Aktuelles Leistungsportfolio Das Leistungsportfolio von valantic lässt sich in die zwei Bereiche Software Produkte & Solutions und Consulting Solutions unterteilen. Unsere "Software Produkte & Solutions" umfassen spezialisierte Fachbereichsan-wendungen und Add-on Lösungen für die Standardsoftware führender Hersteller: • Softwarelösung als Ergänzung zum ERP System für die gesamte Supply Chain, um mittels einer In-Memory-Planungssuite realtime Daten zu Analyse-, Visualisierungs- und Planungszwecken zu generieren • Simulationssoftware für die Lieferantennetzwerk- und Transportplanung zur Standortwahl und Optimierung von Bestands- und Transportkosten • SAP ergänzende Produkte im Bereich Stammdatenverwaltung zur Reduzierung von Pflegeaufwand und zur Qualitätssteigerung • Eine Produktsuite zur Optimierung des elektronischen Interbankenhandels sowie des Handels mit institutionellen Investoren durch effizientes und komfortables Preisen, Quotieren und Handeln von Finanzinstrumenten wie Anleihen, Derivate, Swaps, Währungen und Repos (klare Marktführerschaft in Deutschland) • Compliance Lösungen für die Behördenauskunft, Betrugsbearbeitung sowie die gesetzeskonforme Datenbereinigung Im Bereich "Consulting Solutions" bieten wir Beratungs- und Technologielösungen zur digitalen Transformation unserer Kunden an. Dabei verstehen wir sowohl Bestandssysteme als auch neue und innovative Technologien und setzten folgende Schwerpunkte: • Konzeption und Implementierung von Cognitive (AI)-, Predictive-, Big Data und Business Analytics Systemen basierend auf SAP, IBM (Watson, Cognos TM1), nebst weiteren Speziallösungen • Front-to-back e-commerce shop (B2C/B2B) Design, Integration und Beratung basierend auf führenden Technologien wie SAP hybris oder Spryker • Customer Engagement Beratung, Implementierung von individuellen Cloud-CRM Lösungen auf SAP Basis und Mobile Apps Entwicklung • SAP S/4HANA Transformation und SAP-Beratung und -Implementierung entlang der gesamten SAP-Produktpalette (über SAP Gold Partnerschaft) für Mittelständler und Großunternehmen sowie SAP-Systemintegration und -Lizenzvertrieb • Beratung und Unterstützung zu Compliance-, Fraud-Management sowie generelle IT-Sicherheitsberatung, Betrieb und Managed Services für IT- Security Lösungen • Management- und Digital-Beratung über die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Supply Chain Management und Logistik • Strategieberatung zu Industry 4.0, Smart Factory, Lean Logistik und Logistik 4.0; Umsetzung von Sales and Operations Planning Lösungen (z.B. SAP IBP), Supply Chain Management Lösungen und Logistik Optimierung • Enterprise Software Management und Entwicklung basierend auf Java, WebSphere, Lotus Domino, Cpages, SharePoint und .NET/ASP • Beratung zur fachlichen und technischen Integration von Interbankenhandelssystemen sowie zur Umsetzung regulatori-scher Anforderungen, insbesondere in den Bereichen Aufsichtsrecht und Bankensteuerung • Beratung zur Migration von der IBM Notes and Domino Family auf .NET und Java Das Leistungsportfolio der Gruppe wurde so aufgebaut, dass valantic Kunden im Rahmen der digitalen Transformation als "Preferred Partner" begleiten kann. Dieses auf die digitale Transformation von Geschäftsprozessen spezialisierte Leistungsportfolio hat im vergangenen Geschäftsjahr verschiedene Kunden bewogen, valantic anstelle der weltgrößten Anbieter und Wettbewerber zu beauftragen. valantic verwendet zur Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe verschiedene finanzielle und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Diese werden für die einzelnen Einheiten sowie für die Gruppe als Ganzes festgelegt und regelmäßig überprüft. Bei den finanziellen Indikatoren wird neben dem Umsatzwachstum vor allem auch auf die Entwicklung der Umsatzrentabilität (Umsatzerlöse im Verhältnis zum Ergebnis - EBITDA) geachtet. Ziel ist es neben einem absoluten Wachstum der Kenn ziffern Umsatz und Ergebnis auch die Rentabilität konstant weiter zu steigern. Dies wird vor allem durch die ständige Überprüfung des angebotenen Leistungsspektrums unterstützt. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren legtvalantic vor allem Wert auf die Mitarbeiter-und Kundenzufriedenheit. Auch hier strebt die Gruppe eine konstante Verbesserung der bereits hohen Zufriedenheitswerte an und investiert gezielt in diese Bereiche. Forschung und Entwicklung Auch im Geschäftsjahr 2017 hat die valantic Gruppe das bestehende Produktportfolio weiterentwickelt bzw. neue Lösungen geschaffen. Ziel ist es, damit den bestehenden Wettbewerbsvorteil auch in der Zukunft zu sichern. Innovationstreiber sind kontinuierlich steigende Kundenanforderungen, sowie erhöhte Komplexität der IT Systeme. Vor allem in den Bereichen SCM, GRC und Banking wurden und werden aktuell neue High-End-Lösungen entwickelt, um die bestehende Produktpalette zu erweitern und Bestands- wie auch Neukunden in Kombination mit entsprechenden Dienstleistungen zu bedienen. Im Rahmen der Entwicklung greift die Gruppe vor allem auf die internen Fachexperten zurück und unterstützt diese je nach Bedarf durch externe Dienstleister. Hierzu beschäftigte die valantic Gruppe Ende 2017 etwas mehr als 100 Mitarbeiter, welche die Entwicklung der bestehenden aber auch neuen eigenen Lösungen vorantreibt. Auf Konzernebene werden die dafür anfallenden Entwicklungskosten nicht aktiviert. Diese finden sich vor allem in den Personalkosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder. Wirtschaftsbericht: Allgemeines Mit 79% Anteil am Gruppenumsatz ist Deutschland für valantic der wichtigste Markt. Laut dem Statistischen Bundesamt wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 stetig und solide. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in 2017 um 2,2 % (1,9% in 2016). 1 Mit 12% vom Gruppenumsatz stellt die Schweiz den zweitwichtigsten regionalen Markt für valantic dar. Nach einem Wachstum der eidgenössischen Wirtschaft in 2016 von 1,4%, konnte diese in 2017 eine geringes Wachstum des realem BIP von 1,0% erzielen.2 2018 und 2019 werden höhere Wachstumsraten erwartet, mit 2,3% realem BIP Wachstum in 2018 und 1,9% in 2019.3 Getragen wird dieses Wachstum von einer robusten Inlandsnachfrage und der positiven Weltwirtschaftslage. Mit ca. 3% Umsatzanteil ist Österreich im Portfolio der valantic Gruppe aktuell noch ein kleiner Markt. Bei einem Wachstum von 3,0% des realen Bruttoinlandsprodukts in 2017 und einer prognostizierten gleichbleibend hohen Wachstumsrate von 3,0% für 2018, setzt valantic auch hier auf einen weiterhin aussichtsreichen Wirtschaftsraum. 4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die gesamtwirtschaftliche Lage in den Kernmärkten der valantic Gruppe von einem stetigen und soliden Wirtschaftswachstum geprägt ist. 1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 011 vom 11.01.2018, https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilung en/2018/01/PD18_011_811.html 2 Staatssekretariat für Wirtschaft, https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/bip-quartalsschaetzungen-.html 3 Staatssekretariat für Wirtschaft, https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/konjunkturprognosen.html https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/konjunkturprognosen.html 4 Bundesministerium für Finanzen, https://www.bmf.gv.at/wirtschaftspolitik/in-oesterreich/aktuellewirtschaftsdaten. html Der deutsche Markt für IT-Consulting und Solutions 5 konnte laut Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) im Jahr 2017 mit einem Marktwachstum von 3,9% erneut ein starkes Wachstum verzeichnen (2016 3,6%). Der Verband geht in einem Bericht von Februar 2018 außerdem von einem Marktvolumen für IT-Consulting und Solutions in Höhe von EUR 62,0 Mrd. in 2017 aus. In 2018 soll der Umsatz um 3,9% auf EUR 64,4 Mrd. wachsen. 6 Auch eine aktuelle Studie des Branchenexperten Lünendonk 7 unter IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen 8 in Deutschland bestätigt die Einschätzung für die Entwicklung des Markts. Genau in diesem Bereich sieht sich valantic mit dem aktuellen Leistungsportfolio sehr gut positioniert. Wirtschaftsbericht: Geschäftsverlauf Die valantic Gruppe kann auch im Geschäftsjahr 2017 auf eine sehr gute Entwicklung zurückblicken. So stieg die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen) und das EBITDA auf Basis der handelsrechtlich konsolidierten Zahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Die Gesamtleistung konnte in 2017 um TEUR 14.094 auf TEUR 79.959 gesteigert werden, was einem Wachstum von 21% entspricht. Während das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten) in 2016 noch bei TEUR 10.378 lag, wurden in 2017 TEUR 11.957 erreicht und das Ergebnis so um TEUR 1.579 bzw. 15% gesteigert. Die EBITDA Marge blieb mit 15,1% nahezu konstant im Vergleich zu 2016 mit 15,8%. 5 Definition von valantic für den relevanten Markt; setzt sich aus den gewichteten Werten der Märkte IT Services & Software des Branchenverbands BITKOM zusammen 6 BITKOM, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITKMarkt-Deutschland.html 7 Lünendonk, Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland, http://luenendonk.de/ 8 Dazu gehören Anbieter, die "mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes mit IT-Beratung, Individual-Softwareentwicklung und Systemintegration, also mit Change the Business, erwirtschaften" In den Sondereffekten werden im Geschäftsjahr vor allem die weiterbelasteten Kosten der valantic GmbH dargestellt. Zudem werden dort Transaktionskosten, welche im Rahmen beabsichtigter aber nicht durchgeführter Akquisitionen angefallen sind, gezeigt. Im Vorjahreszeitraum wurden dort zusätzlich noch Personalsonder-zahlungen (Halteprämien) und Kosten für die Refinanzierung und sonstige einmalige Aufwendungen einbezogen. Diese Kosten werden bei der Berechnung der Steuerungskennzahl EBITDA bereinigt um die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr sowie die operative Ertragskraft besser beurteilen zu können. In 2017 sind dies TEUR 1.629 (Vorjahr TEUR 2.541). Im Vorjahr sind davon TEUR 900 einmalige Kosten, welche die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belasten und hier ebenfalls gesondert betrachtet werden. Wesentlich aussagekräftiger ist die Entwicklung auf Basis von Pro-Forma Werten. Hierzu werden die unterjährig in 2016 erworbenen Gesellschaften ganzjährig in die Betrachtung mit einbezogen. Hier konnte die valantic Gruppe ein Wachstum der Gesamtleistung von 6% auf TEUR 79.959 (2016 TEUR 75.264) erzielen. Das Umsatzwachstum ist zum einen auf einen Anstieg der Mitarbeiter um ca. 4% und einer damit einhergehenden höheren Leistungsfähigkeit zurückzuführen. Zum anderen ist es gelungen die Einnahmen aus dem Verkauf von Lizenz- und Wartungseinnahmen aus den eigenen Lösungen zu steigern. Das EBITDA konnte von TEUR 11.585 auf TEUR 11.957 (+3%) gesteigert werden. Die EBIT-DA Marge blieb aus Pro-Forma Sicht annähernd stabil bei 15,0% (2016 15,4%). Das Ergebniswachstum fällt etwas schwächer als das Umsatzwachstum aus, da 2017 zum einen durch höhere nicht aktivierte Kosten für die Entwicklung neuer Lösungen und zum anderen von einmaligen internen wie externen Kosten im Rahmen des Re-Brandings belastet wurden. Diese Kosten werden 2018 nicht mehr in dieser Größenordnung anfallen. Die für das Geschäftsjahr 2017 gesteckten Ziele hat die Gruppe im Wesentlichen erreicht. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Geschäftsführung mit einem weiteren Wachstum bei Umsatz und EBITDA. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das weitere Wachstum ist die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern. Daher wurde das im Jahr 2016 gegründete Shared Service Center Recruiting in 2017 weiter ausgebaut. Ziel ist es, vermehrt hochspezialisierte Fachkräfte im umkämpfen IT Consulting und Solutions für die valantic Gruppe gewinnen zu können. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Geschäftsführung der valantic IT Group GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns sehr positiv. Einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns geben die Darstellungen und Erläuterungen unter den folgenden Punkten: Ertragslage Die Gesamtleistung des Konzerns betrug im Geschäftsjahr TEUR 79.959. Im Geschäftsjahr wurden Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 937 gebildet. Zur Aufgliederung des Umsatzes nach Märkten verweisen wir auf den Konzernanhang. Der Personalaufwand im Konzern wird durch variable Erfolgsvergütungen für das Management bzw. Mitarbeiter wesentlich beeinflusst. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 523 Mitarbeiter beschäftigt. Der in der Bilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über 10 Jahre abgeschrieben und beeinflusst die Abschreibungen maßgeblich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen zu einem Großteil aus Reisekosten, Kosten für Gebäude, Kfz-Kosten, sowie Beratungskosten. Das Zinsergebnis besteht zum überwiegenden Teil aus Zinszahlungen für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie für endfällige Zinsverbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR - 200 und wird maßgeblich durch die Regelabschreibungen auf Firmenwerte sowie im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte Software beeinflusst. Finanzlage Der Finanzmittelfonds (TEUR 13.310, Vorjahr TEUR 14.922) besteht aus Guthaben bei Banken, die zum Großteil in Euro gehalten werden, abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien (TEUR 275). Der Finanzmittelfonds ging im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.390 zurück. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit flossen der Gruppe TEUR 4.630 zu. Etwas belastet wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch den Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche bedingt durch das starke Jahresendgeschäft überproportional angestiegen sind. Darüber hinaus wurden deutliche höhere Ertragssteuerzahlungen (TEUR 2.988) als im Vorjahr (TEUR 1.373) geleistet, welche zum Teil aber zurückliegende Perioden betrafen. Die Abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 2.525 wurden für die Tilgung von Finanzkrediten (TEUR 1.670), sowie die Zahlung von Zinsen auf Finanzverbindlichkeiten (TEUR 855) verwendet. Darüber hinaus wurden im Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Wesentlichen noch Auszahlungen für Kaufpreisanteile von nicht im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften (TEUR 2.893) und für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen (TEUR 611) getätigt, so dass hier ein Gesamtabfluss von TEUR 3.495 zu verzeichnen ist. Durch die Abwertung des Schweizer Franken wurde der Finanzmittelfond negativ in Höhe von TEUR 222 beeinflusst. In Summe verfügt die valantic Gruppe über ein hohes Maß an liquiden Mitteln und besitzt zudem die Fähigkeit die operative Ertragskraft in den Aufbau von Liquidität umzuwandeln. Die Zahlungsfähigkeit der valantic Gruppe war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Für die ausführliche Darstellung der Finanzlage verweisen wir auf die Konzernkapital-flussrechnung (Anlage III). Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2017 standen den Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 969 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 7.057 gegenüber. Zugänge zum Geschäfts- oder Firmenwert resultieren aus der Übererfüllung von Earn-Out-Vereinbarungen von nicht im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt TEUR 25.651. Der Anteil langfristig gebundener Vermögensgegenstände beträgt 52%. Unter den Vorräten werden die zum 31. Dezember 2017 abgegrenzten unfertigen Leistungen, Waren und geleistete Anzahlungen gezeigt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt gering, da sich diese zum wesentlichen Teil gegen Großkunden mit einer hohen Bonität richten. Das Eigenkapital weist zum 31.12.2017 einen nicht gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.180 aus. Der Fehlbetrag resultiert vor allem aus hohen, nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf die Firmenwerte und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckte Software. Das Mutterunternehmen, die valantic IT Group GmbH, hat hingegen ein deutlich positives Eigenkapital. Noch aussagekräftiger ist eine Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals als Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die mit einer Rangrücktrittserklärung versehen sind. Dieses wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31.12.2017 TEUR 16.173 und damit 22,8% der Bilanzsumme. Zum 31.12.2016 waren es TEUR 15.560 bzw. 20,8%. Der Rückstellungsbedarf ist im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch den Abbau von Steuerrückstellungen zurückgegangen. Bis auf einen Anteil von TEUR 12 sind die Rückstellungen kurzfristig fällig. Von den Verbindlichkeiten werden TEUR 15.477 zwischen 1 und 5 Jahren fällig und betreffen fast vollständig Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit TEUR 20.353 mit einem Rangrücktritt versehen und ebenso langfristig (> 5 Jahre) wie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 8.125. Die restlichen Verbindlichkeiten unter der Position übrige Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Die Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Abbau von Verbindlichkeiten aus Kaufvertragsbestandteilen zurückzuführen. Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern basiert hauptsächlich auf der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten, welche im Zuge des Erwerbs der valan-tic Supply Chain Excellence AG und der valantic Trading Solutions AG zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Die valantic IT Group Geschäftsführung sieht in der aktuellen Entwicklung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen einen wesentlichen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Diese Entwicklung verstärkt die strukturellen Wachstumschancen des IT-Consulting und Solutions Markts im Allgemeinen sowie der valantic Gruppe im speziellen, da die valantic Gruppe für bestehende und potentielle Kunden ein optimal aufgestellter Partner ist. Speziell im Bereich der Großkunden sieht die Geschäftsführung die Chance für gruppenübergreifende Projekte und damit einen weiteren Ausbau der Cross-Selling Aktivitäten. Mögliche Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden sind dabei überschaubar. Die Kundenbeziehungen zu allen Großkunden in der Gruppe sind langfristiger Natur und das Management erwartet für keinen der Top 10 Kunden einen deutlichen Umsatzrückgang. Durch das erfolgreiche Re-Branding und den damit einhergehenden einheitlichen Auftritt verspricht sich die Geschäftsführung zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Großprojekten, aber auch beim Recruiting neuer Mitarbeiter und somit einer Verstärkung des operativen Wachstums. Unter dem Oberbegriff der Digitalisierung werden die BereicheCustomer Engagement and Commerce, Banking Automation, SAP S/4HANA, Industry 4.0, Internet of Things und Artificial Intelligence/BigData zu einer hohen und wachsenden Nachfrage nach IT-Dienstleistungen, Beratung und Lösungen führen. Die valantic Gruppe kann Knowhow in eben allen diesen Bereichen aufweisen und wird vom Wirtschaftswachstum im D-A-CH Raum sowie dem starken Umsatzwachstum in den relevanten Märkten profitieren. Im technologischen Bereich erwartet die Geschäftsführung eine stark steigende Nachfrage nach SAP S/4 HANA Beratung; auch hier sieht sich die valantic Gruppe gut positioniert und kann die Kunden bei Projekten unterstützen. Die Fragmentierung bei anhaltender Konsolidierung des deutschen IT-Service-Marktes stellt für valantic eine bedeutende Chance dar. Eine signifikante Unternehmensgröße und ein einheitliches Branding sind überzeugende Argumente in Kundengesprächen und stellen im Rahmen von Neuakquisitionen einen zunehmend wichtigeren Wettbewerbsvorteil dar. Zahlreiche IT-Servicegesellschaften werden von potentiellen Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Aus diesem Grund verfolgt valan-tic das Ziel, durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den kommenden Jahren die notwendige Größe zu erreichen, um bei immer mehr internationalen Großkonzernen und führenden Mittelständlern als starker Partner auftreten zu können. Ziel der valantic IT Gruppe ist es, neben einem operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften ein zusätzliches Wachstum durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Hierzu führt das Management fortwährend Gespräche mit potentiellen neuen Gruppenunternehmen. Auf Basis der bestehenden Gruppengesellschaften rechnet die Gruppe in 2018 mit steigenden Umsatzerlösen und Ergebnissen (EBITDA vor Sondereffekten und periodenfremdem Ergebnis). Auch die EBITDA-Marge soll dabei gesteigert werden. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auf Grund von Einmaleffekten zu Abweichungen von der Prognose kommt. Sollten im nächsten Jahr weitere Akquisitionen realisiert werden, könnte die Prognose evtl. deutlich übertroffen werden. Risikobericht Liquiditäts- und Kreditrisiken Für die Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs ist es unerlässlich, Risiken zu identifizieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. valantic hat über die Zeit abgestufte Risikomanagement- und Kontrollsysteme auf Ebene der Gruppenunternehmen, sowie auf Ebene der Konzernleitung eingeführt. Diese sollen das Management unterstützen, Risiken sowie Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Die Risikomanagement- und Kontrollsysteme werden jährlich weiterentwickelt und an die geänderten Anforderungen der Gruppe und deren Umfeld angepasst. Auf Ebene der Competence Center agieren Vorstände und Geschäftsführungen jeweils unternehmerisch eigenständig und eigenverantwortlich. Die in den einzelnen Gesellschaften eingesetzten Controlling-Systeme und die Führungsorganisationen in den Unternehmen gewährleisten jedoch eine hohe Transparenz, die eine zeitnahe Information über die Entwicklung der Competence Center ermöglicht. Die Arbeit der einzelnen Vorstände und Geschäftsführer wird von der Konzernleitung über die entsprechenden Kontrollgremien wie Aufsichtsräte und Gesellschafterversammlungen und zusätzlich auf Basis der laufenden Monatsreportings begleitet und kontrolliert. In den Geschäftsordnungen für die Geschäftsführungen der Gruppenunternehmen sind Informationspflichten und Zustimmungserfordernisse geregelt. Dar über hinaus findet ein intensiver sowie regelmäßiger Austausch zwischen den Geschäftsführungen der einzelnen Gruppenunternehmen untereinander und mit der Konzernleitung statt. Konzernweite, periodisch zusammentretende Gremien wie das Partner Committee, das Sales Board und ein Finanzmeeting, dienen dem regelmäßigen Informationsaustausch sowie der Gruppentransparenz. Auf Ebene der valantic IT Group GmbH besteht ein Gruppen- bzw. Konzerncontrolling, dessen Funktion und Effizienz regelmäßig überprüft wird. Hierzu bedient sich die valantic IT Group der Dienstleistungen der valantic GmbH. Systemisch basiert dies auf integrierten Planungs-, Controlling- und Reportinginstrumenten, die die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zum Konzern sicherstellen. In das System fließen auf Konzernebene u.a. monatlich sämtliche Unternehmenszahlen ein. Die jährliche Geschäftsplanung i.S. eines zu genehmigenden Budgets für das folgende Geschäftsjahr - bestehend aus Gewinn-und Verlustrechnung (GuV), Planbilanz sowie Finanzplan - erfolgt auf der Grundlage einer Bottom-Up Planung der Einzelgesellschaften, die in Planungsgesprächen mit der Geschäftsführung der valantic IT Group GmbH vorgestellt und diskutiert wird. Das Budget wird ergänzt durch eine Jahresplanung für die zwei Folgejahre. Die monatliche Soll-Ist-Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglichen eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management diskutiert, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Für wesentliche Abweichungen von der Planung ist ein Eskalationsprozess definiert, der verschiedene Maßnahmen wie die sofortige, tiefergehende Prüfung bis hin zur Einleitung von Sanierungsschritten vorsieht. Nach Ablauf des ersten Quartals des folgenden Geschäftsjahres wird die Planung insgesamt überprüft und eventueller Anpassungsbedarf ermittelt. Finanzrisiken Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Tilgungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der valantic IT Group GmbH eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Durch die derzeitige Finanzlage des Unternehmens (Ertragslage, Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich das Liquiditätsrisiko begrenzt. Ferner besteht ein Zinsänderungsrisiko, da der Zins für die Fremdfinanzierungen sich auch aus einer Zinsmarge sowie dem EURIBOR zusammensetzt. Zur Absicherung eines Anstieges des EURIBOR wurden Zinsbegrenzungsgeschäfte (CAP) abgeschlossen, welche das Zinsrisiko auf max. 2% beschränken. Die Geschäftsführung der valantic IT Group GmbH geht aktuell aber nicht davon aus, dass sich mittelfristig ein Risiko hieraus ergibt. Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im Kreditvertrag aufgeführten Finanzkennzahlen ergeben. Sowohl zum 31.12.2017, als auch unterjährig, hat die valantic IT Group allerdings alle Finanzkennzahlen mit ausreichendem Abstand zu den Ober- bzw. Untergrenzen eingehalten. Für die Zukunft wird die valantic IT Group die Einhaltung wie bisher laufend überwachen und durch regelmäßige Forecasts eine frühzeitige Indikation erhalten, sollten sich hier Veränderungen ergeben. Aktuell sieht die Geschäftsführung allerdings nur ein sehr geringes Risiko, da die Verschuldung im Verhältnis zur Ergebniskraft (EBITDA) reduziert werden konnte und für die Zukunft mindestens konstante Ergebnisse erwartet werden. Bei der Anlage etwaiger Liquiditätsreserven besteht grundsätzlich das Risiko, dass Anlagen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einer Bank oder anderer Adressen ausfallen. Aus diesem Grund achten die Unternehmen der Gruppe auf eine konservative Anlage der Liquiditätsreserven bei Banken. Eine Anlage in Form von Wertpapieren etc. erfolgt aktuell nicht. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der valantic Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch die implementierte Liquiditätsplanung und -steuerung werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht und angemessene Schritte ausgelöst. Im Rahmen der Unternehmensplanung wird die Liquiditäts- und Finanzierungslage für den Planungshorizont von drei Jahren prognostiziert. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage einer wöchentlichen 12-Monats-Feinplanung abgeschätzt. Ein Währungsrisiko besteht nur im geringen Ausmaß, da der Großteil der Umsatzerlöse in EUR umgesetzt werden und auch der überwiegende Teil der Liquiden Mitteln in EUR gehalten wird. Zur Finanzierung des Working Capital stehen den operativen Gesellschaften liquide Mittel und eine Betriebsmittelfinanzierung in Form von einer Kontokorrentlinie in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Tilgung von Kaufpreisdarlehen ist auf die zukünftige Ertragskraft der erworbenen Tochterunternehmen ausgerichtet. Rechtsrisiken Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Risiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Regulatorische Risiken Änderungen der Gesetzgebung oder in der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen der Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z.B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts, des Dienst- oder Werkvertragsrechts, ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Auf Grund der noch weitgehenden Konzentration der Geschäftstätigkeit auf Deutschland bestehen für die Gruppe derzeit keine regulatorischen Risiken, die aus ausländischen Rechtsordnungen und Kulturkreisen herrühren. Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung die valantic Gruppe sehr gut aufgestellt um die identifizierten Risiken zu managen bzw. neue Risiken frühzeitig zu identifizieren. Hierbei profitiert die Gruppe neben den implementierten Prozessen auch von der dezentralen Führungsstruktur, in welcher Manager und Mitarbeiter viel Verantwortung übernehmen und sich für Risiken damit auch zuständig fühlen. Chancenbericht Neben den bereits dargestellten Risiken bestehen auch Chancen, die über die in der Planung erfasste Geschäftsentwicklung hinausgehen. Die Geschäftsführung der valantic sieht diese insbesondere in den folgenden Bereichen: Mitarbeiter Durch das Auftreten der Gruppengesellschaften unter einem gemeinsamen Brand hat sich die Visibilität und Attraktivität der Gruppe weiter erhöht. Die Möglichkeit, den künftigen Erfolg der Gruppe mitgestalten zu können und in einem dynamischen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und flacher Hierarchie arbeiten zu dürfen, zieht einige der fähigsten Köpfe der Branche an. Zudem bietet die Möglichkeit an komplexen und herausfordernden Projekten mitarbeiten zu können, für neue Mitarbeiter einen starken Anreiz, Teil der valantic Gruppe zu werden. Auch investiert die valantic Gruppe konstant in die Weiterbildung und in Führungskonzepte und gewährleistet so, dass sowohl junge als auch langjährige Mitarbeiter sich konstant weiterentwickeln können und der Gruppe somit treu bleiben. Verstärkt wird dieser Effekt durch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte. Kollegen, die durch Akquisitionen hinzugewonnen wurden, konnten schnell von den Vorteilen der Gruppenzugehörigkeit überzeugt werden. Dazu gehören unter anderem die vielfältigen Perspektiven hinsichtlich der persönlichen und professionellen Entwicklung innerhalb der Gruppe. Um auch weiterhin gegen den akuten Fachkräftemangel und den fortschreitenden demographischen Wandel bestehen zu können, ist die valantic Gruppe auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen aktiv, um über die Stadien Praktikum bzw. Trainee Talente langfristig an die valantic Gruppe zu binden. Technologien und Märkte Die valantic Gruppe verfügt über umfassendes technologisches Knowhow insbesondere in Trendtechnologien. Der beschriebene Wandel des IT-Marktes, der sowohl IT Unternehmen als auch Unternehmen aus klassischen Branchen erfasst, eröffnet ein großes Umsatzpotential für die Gruppe. Die Expertise in technologischen Themen ermöglicht es den valantic Gruppengesellschaften auch in neuen Geschäftsfeldern, mit bedeutenden Wachstumspotentialen, einen Zugang zu finden und sich somit gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Die Verankerung der valantic Gruppe im deutschsprachigen Raum und die mittelständische Prägung wird von Kunden sehr geschätzt und ist ein großer Vorteil gegenüber Konkurrenten. Aber auch der Eintritt in neue Marktsegmente und Regionen durch organisches oder akquisitorisches Wachstum schafft neue Möglichkeiten. Aktuell arbeitet die Gruppe an verschiedenen IT-Lösungen, welche ein hohes zusätzliches Ertragspotential besitzen. Prozesse und Systeme Die stetige Verbesserung der internen Organisation und Zusammenarbeit hat für die valantic Gruppe hohe Priorität. Der Einsatz moderner Systeme und durchdachter Prozesse erlaubt es, gruppenübergreifend effizient zusammenarbeiten zu können. Die Einführung weiterer Systeme birgt großes Potential. Die Priorität liegt hierbei auf dem Teilen von Know-how und verfügbaren Ressourcen sowie auf der Intensivierung bestehender und neuer Kundenbeziehungen und dem erfolgreichen Durchführen von Kundenprojekten. Internationalisierung Neben den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz bieten perspektivisch auch andere Länder ein mögliches Wachstumspotential. Speziell im Bereich der eigenen Lösungen eröffnen sich international weitere Wachstumschancen. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Nearshorebereich kann eine Option liegen, das angestrebte Wachstum zu unterstützen. In einzelnen Projekten findet bereits eine erfolgreiche Zusammenarbeit statt. Hier sind die wesentlichen Kriterien Verlässlichkeit, Qualität und auch ein kultureller Fit. Beide Fälle prüft das Management der Gruppe kontinuierlich unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken. Akquisitionen Auch im Geschäftsjahr 2018 soll die valantic Gruppe durch Akquisitionen wachsen, da diese einen wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung darstellen. Neben den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums für den weiteren, gezielten und strategischen Aufbau der Gruppe dar. Der Fokus der Akquisitionstätigkeit richtet sich hierbei auf mittelständische IT-Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat, da diese Unternehmen am meisten davon profitieren, sich einer größeren Gruppe anzuschließen. Das Management der valantic IT Group GmbH führt hierzu jedes Jahr zahlreiche Gespräche. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gesamtrisiko, dem die valantic IT Group ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des angewandten Risikomanagements als begrenzt und überschaubar angesehen werden kann. Das konzernweite Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erfahren, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Berichtes lagen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Dem gegenüber wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr die Strukturen weiter optimiert, um die bestehenden Chancen erfolgreich nutzen zu können. Dies gilt sowohl für den Aufbau weiterer Mitarbeiter durch ein gemeinsames Recruiting in der Gruppe, die Entwicklung neuer Solutions für Kunden und die Nutzung von Synergiepotentialen. Umspannt wurden diese ganzen Maßnahmen durch den Schritt, unter einer neuen Marke aufzutreten. Zudem wird die positive operative Entwicklung durch potentielle zukünftige Akquisitionen zusätzlich verstärkt. Das Management sieht die valantic Gruppe sehr gut aufgestellt. Das aktuelle Leistungsportfolio ist auf die Bedürfnisse der Kunden im Rahmen der Digitalisierung ausgerichtet und wird durch die flexible Organisationsstruktur optimal unterstützt. In Summe erwartet die Geschäftsführung auch in Zukunft eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der letzten Jahre.
München, 09. Mai 2018 Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer Joachim Lauterbach, Geschäftsführer Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2017 und 2016AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Geschäftsjahre 2017 und 2016
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL 2017
* diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die valantic IT Group GmbH Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine Angaben Die valantic IT Group GmbH (vormals DABERO IT Group GmbH; Mutterunternehmen) hat ihren Sitz in München und wird im Handelsregister des Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 201613 geführt. Der Konzernabschluss der valantic IT Group GmbH für das Konzerngeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 wird unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) und nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Unternehmensfortführung ergibt sich, trotz des negativen Konzerneigenkapitals, durch das positive Eigenkapital des Mutterunternehmens. Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung werden Davon-Vermerke, wenn zulässig, einheitlich im Anhang angegeben. II. Konsolidierung Konsolidierungskreis Im Konzernabschluss sind neben dem Abschluss der valantic IT Group GmbH, die Abschlüsse der nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen einbezogen. Der Jahresabschluss der einbezogenen Tochterunternehmen ist auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgen im Konsolidierungskreis nach konzerneinheitlichen Vorschriften. Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist in nachfolgender Übersicht ersichtlich:
* Diese Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Berichtsjahr in Anspruch Die wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises im Berichtsjahr betreffen: - Durch Verschmelzungsverträge vom 20. Juli 2017 wurden die Wassermann Expert Services GmbH auf die valantic Supply Chain Excellence AG (vormals: Wassermann Unternehmensberatung AG) und die movento digital GmbH auf die valantic CEC Deutschland GmbH (vormals: movento GmbH) mit Wirkung zum 01. Januar 2017 rückwirkend verschmolzen. - Am 04. Dezember 2017 wurde die Gründung der valantic Operation 1 GmbH und der valantic Operation 2 GmbH durch das Mutterunternehmen notariell beurkundet. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte jeweils zum 14. Dezember 2017. Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Vergleichbarkeit mit dem vorangegangenen Konzernabschluss. Konsolidierungsmethoden Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden die Vorschriften über die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB), die Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB), die Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB), die Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB), die latenten Steuern (§ 306 HGB) sowie die Währungsumrechnung (§ 308a HGB) beachtet. Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Beim Hinzu-erwerb von Anteilen Dritter während des Konzerngeschäftsjahres wird der Unterschiedsbetrag zum Erwerbsstichtag ermittelt und den bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerten zugeordnet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen bestehen nicht. Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagkursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den monatlichen Durchschnittskursen. Eine sich ergebende Um-rechnungsdifferenz wird ergebnisneutral iŵ Eigenkapital iŵ Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnungen" gem. § 308a HGB ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Konzernabschluss werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich einzeln bewertet. Aktiva Selbst erstellte Software, welche teilweise auf Einzelgesellschaftsebene zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert wird, fließt auf Konzernebene nicht in die Ermittlung der Bilanz mit ein. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme in der Regel über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die valantic IT Group GmbH sieht die Nutzungsdauer bei 10 Jahren, da die erworbenen Gesellschaften eine überdurchschnittliche Markt- und Wettbewerbsposition besitzen. Durch die Implementierung ihrer Produkte bei Kunden mit langfristigen oder sich in der Regel jährlich verlängernden Serviceverträgen gib es eine hohe Sicherheit was zukünftige Einnahmen betrifft. Darüber hinaus haben die erworbenen Gruppengesellschaften durch ihre Positionierung in Themengebieten mit stetig steigenden Anforderungen, wie z.B. der Banken-Regulatorik oder der Dokumentations- und Auskunftspflicht in der Telekommunikationsindustrie eine sehr gute Marktpositionierung. Die langjährige Betriebszugehörigkeit von Schlüsselmitarbeitern und Kompetenzträgern ist ebenfalls ein Grund für die gewählte Abschreibungsdauer. Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge werden mit den Anschaffungs- oder den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für die Schätzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden die steuerlichen Abschreibungstabellen herangezogen und, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb des handelsrechtlich vertretbaren Schätzrahmens liegen, berücksichtigt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe im Aufwand erfasst. Ohne Rücksicht darauf, ob die Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung unter Berücksichtigung des planmäßigen Abschreibungsverlaufs. Die am 31. Dezember 2017 noch nicht abgerechneten, in Arbeit befindlichen Aufträge, werden mit einem auf Basis der handelsrechtlichen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB ermittelten Stundensatz bewertet. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens zum Nennbetrag bilanziert. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Für ungewisse Verpflichtungen aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden entsprechend versicherungsmathematischen Gutachten nach Saldierung mit dem Planvermögen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des versicherungsmathematischen Passivierungsďetrages wurde jeweils die "projected-unit-credit-method" ;Methode der laufenden Einmalprämien angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Pensionsverpflichtungen der valantic IBS GmbH wurden nach IDW RS HFA 30 mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Umsatz für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet und die entstehenden Kursdifferenzen in den Erträgen und Aufwendungen abgebildet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen mit einem konzerneinheitlichen Durchschnittssteuersatz von 30,0% bilanziert. Auf der Passivseite kommt es aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen im Handels- und Steuerrecht auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse und durch Konsolidierungsmaßnahmen zu temporär differierenden Wertansätzen. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen auf den im Rahmen der Neubewertung ermittelten Werten von Software-Produkten. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im folgenden Anlagespiegel dargestellt: ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS VOM 31. DEZEMBER 2016 BIS 31. DEZEMBER 2017
Geschäfts- oder Firmenwert Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten betreffen Übererfüllungen von Earn Out-Vereinbarungen von nicht im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen Gesellschafter haben sämtlich (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 57 TEUR (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen (Anlage V). Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf TEUR 317 (31.12.2016: TEUR 436). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 817. Das gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete und nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 500. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB. Bei den Rückstellungen für Altersvor-sorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 100. Unter den sonstigen Rückstellungen (TEUR 11.285; 31.12.2016: TEUR 10.745) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen, variable Kaufpreisbestandteile, Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Rückstellungen für Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten, ausstehende Rechnungen und Archivierungskosten ausgewiesen. Von den sonstigen Rückstellungen haben TEUR 12 (31.12.2016: TEUR 3.003) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 23.500 (31.12.2016: TEUR 25.167) im Wesentlichen aufgenommene Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der operativen Gesellschaften, sowie mit TEUR 275 (31.12.2016: TEUR 252) in Anspruch genommene Kontokorrentlinien. Für die Darlehen wurden die folgenden wesentlichen Sicherheiten bestellt: - Anteils- bzw. Aktienverpfändung der Anteile an den wesentlichen Tochterunternehmen - Globalzession der Forderungen, Ansprüche und Rechte (einschließlich solcher aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungen, Darlehen sowie Unternehmensverträgen) der wesentlichen Tochterunternehmen, - Verpfändung der Guthaben-Konten bei Banken der wesentlichen Tochtergesellschaften sowie - Abtretung von immateriellen Rechten der valantic Trading Solutions AG und valantic Supply Chain Excellence AG Zwei unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Verkäuferdarlehen von jeweils TEUR 250 sind über eine Bürgschaft der Gesellschafterin valantic GmbH gesichert. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird als sehr gering eingeschätzt, da der valantic IT Group GmbH ausreichende Cashflows zur Bedienung der Darlehen über die Tochterunternehmen zufließen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 21.868 (31.12.2016: TEUR 20.233) beziehen sich zu einem Großteil (TEUR 17.077; 31.12.2016: TEUR 16.760) auf Darlehen, welche zusätzlich zu den Darlehen gegenüber Kreditinstituten im Rahmen des Erwerbs der einzelnen operativen Einheiten aufgenommen wurden. Diese sind alle mit einem Rangrücktritt versehen, sind endfällig und werden überwiegend mit einem Zinssatz von 6% p.a. verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 20.353 (31.12.2016: TEUR 19.308) sonstige Verbindlichkeiten und mit TEUR 1.515 (31.12.2016: TEUR 925) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.818 (31.12.2016: TEUR 1.975) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 262 (31.12.2016: TEUR 282) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Latente Steuern Auf der Passivseite kommt es aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen im Handels-und Steuerrecht auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse und durch Konsolidierungsmaßnahmen zu temporär differierenden Wertansätzen. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen auf den im Rahmen der Neubewertung ermittelten Software-Produkten. Bei der Ermittlung der latenten Steuern kommt ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 30,0% zur Anwendung.
Die ergebniswirksame Veränderung beruht im Wesentlichen auf einer Reduzierung der handelsrechtlichen Wertansätze der im Rahmen der Neubewertung ermittelten Software-Produkte durch deren planmäßige Abschreibung. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge und Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 15 (2016 TEUR 11), die periodenfremde Erträge TEUR 536 (2016 TEUR 178). Von den periodenfremden Erträgen entfallen TEUR 212 (2016 TEUR 0) auf die Auflösung einer Pensionsrückstellung. Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 258 (2016 TEUR 167). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 29 (2016 TEUR 12) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 (2016 TEUR 42) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge stammen mit TEUR 6 (2016 TEUR 8) aus Bankguthaben. Zinsen und ähnliche Aufwendungen stammen mit TEUR 1.045 (2016 TEUR 1.038) aus Gesellschafterdarlehen und mit TEUR 813 (2016 TEUR 722) aus Bank- bzw. sonstigen Darlehen. TEUR 30 (2016 TEUR 900) zinsähnliche Aufwendungen wurden im Rahmen der Refinanzierung als einmalige Fee gegenüber den finanzierenden Banken fällig. Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultiert Aufwand von TEUR 149 (2016 TEUR 44). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ohne latente Steuern betragen TEUR 2.185 (2016 TEUR 1.836). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 787 (2016 TEUR 494) entstanden. VI. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend dem DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Auszahlung aus von Kaufpreisanteilen nicht im Geschäftsjahr erworbener Gesellschaften betreffen Earn Out Zahlungen, welche bei Erreichen zum Kaufzeitpunkt festgelegter Ergebnisse fällig werden. Der Finanzmittelfonds umfasst den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien. Von den Guthaben sind TEUR 75 (31.12.2016: TEUR 80) auf Kautionskonten nicht sofort verfügbar. Die Guthabenkonten bei Banken sind trotz ihrer überwiegenden Verpfändung als Sicherheiten im Rahmen eines ordnungsgemäßen Geschäftsgangs verfügbar. VII. Ergänzende Angaben Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren neben einem Geschäftsführer durchschnittlich 527 Angestellte (Vorjahr: 445) beschäftigt. Davon waren zum 31.12.2017 17 Beschäftigte im Vorstand bzw. in der Geschäftsführung der operativen Tochtergesellschaften tätig. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat in der Vergangenheit Fördermittel in Höhe von TEUR 2.115 von der öffentlichen Hand erhalten, die bei Verstößen gegen die im Bewilligungsbescheid genannten Auflagen (insbesondere die Schaffung von 23 Dauerarbeitsplätzen) ganz oder teilweise zurückgefordert werden könnten. Nach aktueller Einschätzung ist eine Rückforderung sehr unwahrscheinlich, da der Förderzeitraum bereits abgelaufen ist und auf nationaler Ebene alle Anforderungen erfüllt wurden. Lediglich eine noch mögliche Prüfung auf europäischer Ebene könnte hier zu einer Rückforderung führen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden 5 Jahre beläuft sich auf TEUR 7.325, davon für das Folgejahr TEUR 2.453. Honorar des Abschlussprüfers Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen sind i.H.v. TEUR 74 (2016 TEUR 49) im Geschäftsjahr angefallen. Für Steuerberatungsleistungen wurden im Geschäftsjahr TEUR 0 (2016 TEUR 2,5) zurückgestellt, für sonstige Leistungen sind TEUR 58 (2016 TEUR 33) im Aufwand enthalten. Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen des größten Konzernkreises ist die valantic GmbH, München, in dessen Konzernabschluss die valantic IT Group GmbH, München, einbezogen wird. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Am 2. Februar 2018 wurde Joachim Lauterbach, Königstein, zum weiteren Geschäftsführer des Mutterunternehmens bestellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Ergebnis des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an: - Dr. Holger von Daniels; München, Betriebswirt - Joachim Lauterbach (ab 2. Februar 2018); Königstein, Betriebswirt Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe zu den Geschäftsführerbezügen (§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB) wird von der Ausnahmeregelung analog §286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
München, den 9. Mai 2018 Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer Joachim Lauterbach, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der valantic IT Group, München, aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 15. Mai 2018 AC
CHRISTES & PARTNER GmbH
Christes, Wirtschaftsprüfer Schulze, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss 2017 wurde in der Gesellschafterversammlung am 18.06.2018 gebilligt. |
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