Master Data

Registry
Register court Arnsberg HRB 6927
Previous
2 Protect Folien GmbHMBT PolyTapes GmbH
Registered
4/2/2004
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of plastic plates, sheets, tubes and profilesProcessing and finishing of plastic products
Purpose
Herstellung, Veredelung, Einkauf und Vertrieb von Verpackungsfolien, selbstklebenden Oberflächenschutzfolien und sonstigen Folien sowie die Extrusion von Mehrschicht- und Spezialfolien.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Christian Bünte
since 4/22/2013
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Polyten Investment Holding AG
Switzerland
€270,000
90.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

PolyTapes GmbH

Wickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.885 2.627
II. Sachanlagen 3.508.949 3.689.811
III. Finanzanlagen 478.165 471.537
4.033.999 4.163.975
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.185.971 2.628.932
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.085.226 898.714
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 162.585 21.041
3.433.782 3.548.687
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.372 49.398
7.525.153 7.762.060

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000 300.000
II. Gewinnvortrag 4.721.317 4.523.748
III. Jahresüberschuss 264.799 197.569
5.286.116 5.021.317
B. Rückstellungen 261.286 256.178
C. Verbindlichkeiten 1.977.751 2.484.565
7.525.153 7.762.060

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023 Vorjahr
1. Rohergebnis 4.588.673 4.608.549
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.079.399 2.138.444
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 431.051 436.476
- davon für die Altersversorgung: 3.480 (Vj.: 3.480)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 220.949 248.329
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.403.504 1.433.922
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.957 3.498
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.277 43.044
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 125.170 93.516
8. Ergebnis nach Steuern 285.280 218.316
9. Sonstige Steuern 20.481 20.747
10. Jahresüberschuss 264.799 197.569

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PolyTapes GmbH mit Sitz in Wickede (Ruhr) weist zum Bilanzstichtag erstmals die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB auf. Gemäß § 267 Abs. 4 HGB treten noch keine Rechtsfolgen ein, die Gesellschaft ist demgemäß prüfungspflichtig. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die PolyTapes GmbH mit Sitz in Wickede (Ruhr) ist unter HRB 6927 beim Amtsgericht Arnsberg eingetragen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Abschreibungen erfolgen planmäßig auf der Grundlage der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern der den einzelnen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizumessende Wert niedriger war, wurde dieser berücksichtigt. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden neben direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert, die übrigen Aktiva zum Nennwert bzw. unter zeitanteiliger Abgrenzung angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB passiviert.

Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr begrenzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird wie folgt dargestellt:

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 29.336 46.873 0 76.209
2. Firmenwert 261.397 0 0 261.397
290.733 46.873 0 337.606
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 4.860.289 9.303 0 4.869.592
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.088.021 0 0 1.088.021
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.904 28.695 14.450 621.149
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.675 0 0 17.675
6.572.889 37.998 14.450 6.596.437
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 471.537 6.628 0 478.165
7.335.159 91.499 14.450 7.412.208
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 26.709 2.615 0 29.324
2. Firmenwert 261.397 0 0 261.397
288.106 2.615 0 290.721
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.571.469 124.736 0 1.696.205
2. Technische Anlagen und Maschinen 964.150 33.672 0 997.822
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347.459 59.926 13.924 393.461
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
2.883.078 218.334 13.924 3.087.488
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
3.171.184 220.949 13.924 3.378.209
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 46.885 2.627
2. Firmenwert 0 0
46.885 2.627
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 3.173.387 3.288.820
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.199 123.871
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.688 259.445
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.675 17.675
3.508.949 3.689.811
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 478.165 471.537
4.033.999 4.163.975

Von den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen bestehen EUR 201.720 gegenüber Gesellschaftern und EUR 131.884 gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 194.847 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten haben EUR 987.181 eine Laufzeit ≤ 1 Jahr, EUR 990.570 > 1 Jahr und EUR 329.615 > 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten bestehen EUR 1.304.060 gegenüber Kreditinstituten, davon haben EUR 313.490 eine Laufzeit < 1 Jahr, EUR 990.570 > 1 Jahr und EUR 329.615 > 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten bestehen EUR 98.132 gegenüber verbundenen Unternehmen, diese haben eine Laufzeit < 1 Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.304,1 durch Grundpfandrechte, Raumsicherungsübereignung sowie Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen abgesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Warenverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1,2 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 49,5 ausgewiesen. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13,5 sowie Aufwendungen aus Gewährleistungen in Höhe von TEUR 207,4 enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen (in EUR):

aus Mietverträgen:

bis zu einem Jahr: 9.468
über 1 bis 5 Jahre: 3.757

aus Leasingverträgen:

bis zu einem Jahr: 26.210
über 1 bis 5 Jahre: 24.717

Für die Firma Re-Pak Folien GmbH in Wickede (Ruhr) wurden Bankbürgschaften für Darlehen mit einem Saldo zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 364,2 sowie eine gesamtschuldnerische Mithaft für einen Leasingvertrag mit ausstehenden Leasingraten in Höhe von TEUR 662,1 übernommen. Aufgrund der ausreichenden Finanzlage der Re-Pak Folien-GmbH wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

2. Beschäftigte

Der Mitarbeiterbestand setzte sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
Gesamt 49 54
davon Angestellte 17 16
davon Arbeiter 32 38

Daneben bestand 1 (Vj.: 0) Ausbildungsverhältnis.

3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 100% des Stammkapitals der Re-Pak Folien-GmbH, Wickede (Ruhr). Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt EUR 771.984,25, der Jahresüberschuss 2023 beträgt EUR 290.150,74.

Die Gesellschaftsrechte der PolyTapes GmbH werden zu 90% von der Polyten Investment Holding AG, Zug (Schweiz), gehalten.

4. Übrige Angaben

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Christian Bünte (Groß- und Außenhandelskaufmann) als Geschäftsführer bestellt. Er ist zur alleinigen Vertretung befugt und von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge unterbleibt unter Anwendung der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Wickede (Ruhr), 17. Juni 2024

gez. der Geschäftsführer

Christian Bünte

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.06.2024.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschaft ist im Bereich der Herstellung, Veredelung, Einkauf und Vertrieb von Verpackungsfolien, selbstklebenden Oberflächenschutzfolien und sonstigen Folien sowie der Extrusion von Mehrschicht- und Spezialfolien tätig.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das Jahr 2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. Besonders die fehlenden Aufträge als Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb führten zu Umsatzrückgängen im In- und Ausland. Weitere Produktionsdrosselungen waren die Folge. Die Kapazitäten der Branche waren mit 77,2% nicht ausgelastet. Die Erzeugerpreise gingen im Vergleich zum Vorquartal um 0,1% zurück. Damit waren chemische und pharmazeutische Erzeugnisse 5,3% günstiger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie blieb mit rund 477.000 Beschäftigten stabil. Betrachtet man das Gesamtjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr, ging die Produktion um 7,9% zurück und der Umsatz sank um 12,2% auf insgesamt 229,3 Mrd. Euro.

2. Ertragslage

Unser Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 hat entsprechend dem Branchentrend gegenüber dem Vorjahr um 20,8% abgenommen und beträgt jetzt TEUR 11.174,0. Dabei ist der Auslandsumsatz um 12,3% auf TEUR 5.847,8 gesunken, während der Inlandsumsatz sich um 28,4% auf TEUR 5.326,2 verringert hat.

Die Gesamtleistung beträgt im Berichtszeitraum TEUR 11.269,5 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 20,7% niedriger. Nach einer auf 60,2% der Gesamtleistung gesunkenen Wareneinsatzquote (Vj.: 68,1%) verminderte sich der Rohertrag absolut um TEUR 19,8 auf TEUR 4.588,7. Sein relativer Anteil erhöhte sich von 32,4% auf 40,7% der Gesamtleistung.

Unter der Position Materialeinsatz sind Kosten für Leiharbeiter in Höhe von TEUR 42,0 (Vj. TEUR 45,8) ausgewiesen, deren Anteil sich in Bezug auf die Gesamtleistung von 0,3% auf 0,4% erhöht hat.

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr von 54 auf 49 vermindert. Die Personalkosten nahmen um TEUR 64,5 gegenüber dem Vorjahr ab, ihr relativer Anteil erhöhte sich von 18,1% auf 22,3% der Gesamtleistung. Die durchschnittlichen Personalkosten je Arbeitnehmer betragen TEUR 51,2 und sind damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 47,7) gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 30,5 auf TEUR 1.403,5 gesunken, dies entspricht einer Minderung von 2,1%. Wesentlich für diese Entwicklung waren geringere Frachtkosten, die Abweichung gegenüber dem Vorjahr beträgt TEUR 85,8. Gegenläufig entwickelten sich die Kosten für die Instandhaltung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Zunahme beträgt hier TEUR 67,5.

Die Ertragsteuern betragen im Jahr 2023 TEUR 125,2 (Vj.: TEUR 93,5), ihr Anteil an der Gesamtleistung hat sich von 0,6% im Vorjahr auf 1,2% erhöht.

3. Finanzlage

Die angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt.

Der Cash-Flow ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 445,9 auf TEUR 485,8 leicht gestiegen. Er errechnet sich nach DVFA/SG wie folgt (in TEUR):

2023 Vorjahr
Jahresüberschuss nach Steuern 264,8 197,6
+ Abschreibungen Anlagevermögen 221,0 248,3
Cash-Flow nach DVFA/SG 485,8 445,9

4. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist saldiert nach Investitionen, Abschreibungen und Anlagenabgängen insgesamt um TEUR 130,0 auf TEUR 4.034,0 gesunken. Damit beträgt sein Anteil an der um TEUR 236,9 verminderten Bilanzsumme unverändert 53,6%. Der größte Anteil bei den Zugängen des Sachanlagevermögens ist im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt TEUR 20,3.

Die Vorräte haben gegenüber dem Vorjahr um TEUR 442,9 abgenommen, sie machen einen Anteil an der Bilanzsumme von 29,0% (Vj.: 33,9%) aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende TEUR 776,8 (Vj.: TEUR 478,7). Die liquiden Mittel sind im Vorjahresvergleich um TEUR 141,6 auf TEUR 162,6 gestiegen.

Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 264,8 auf TEUR 5.286,1. Durch die geringere Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 64,7% im Vorjahr auf 70,2%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Berichtsjahresende TEUR 411,2 (Vj.: TEUR 586,7).

Wie in den Vorjahren wurden die aufgenommenen Bankverbindlichkeiten planmäßig zurückgeführt. Zum Jahresende beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 1.304,1, davon haben rund 76,0% eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

5. Leistungsindikatoren

Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedienen wir uns entsprechender Bilanz -, Liquiditäts- sowie GuV-Kennzahlen. Im finanzbezogenen Bereich werden im Wesentlichen der Umsatz sowie das EBIT und EBITDA zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich wie folgt (in TEUR):

2023 Vorjahr
Jahresergebnis 264,8 197,6
Ertragsteuern 125,2 93,5
Abschreibungen 221,0 248,3
Cash-Flow vor Steuern 611,0 539,4
Zinsaufwendungen 49,3 43,0
Zinserträge -6,0 -3,5
EBITDA 654,3 578,9

Das EBITDA des Geschäftsjahrs 2023 liegt damit um TEUR 75,4 über dem Niveau des Vorjahres.

Das EBIT dient als zweite wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA (in TEUR):

2023 Vorjahr
EBITDA 654,3 578,9
Abschreibungen -221,0 -248,3
EBIT 433,3 330,6

Das EBIT des Geschäftsjahrs 2023 liegt damit um TEUR 102,7 über dem Niveau des Vorjahres.

6. Prognosebericht

Den Prognosen zufolge wird auch 2024 ein herausforderndes Jahr. Trotz sinkender Inflation und deutlich verbesserter Rahmenbedingungen will der Wirtschaftsmotor nicht so recht in Fahrt kommen. Zurückhaltendes Nachfrageverhalten und vorsichtiges Agieren sieht man sowohl bei den privaten Konsumenten als auch in der Industrie.

Nach Aussage des VCI (Verband der chemischen Industrie e.V.) herrscht zum Ende des Jahres 2023 in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das Jahr 2024 nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3% erwartet.

Bedingt durch eine abgeschwächte Nachfrage in allen Industriezweigen rechnen wir für 2024 mit einem Rückgang der Absatzmengen von ca. 20% (bezogen auf das Vor-Corona-Niveau). Die Auftragslage ist als derzeit der Marktsituation angepasst zu bezeichnen. Besonders die Bauindustrie schwächelt immer noch aufgrund hoher Baukosten und gestiegener Zinsen. Mit einer Normalisierung der Absatzmenge ist frühestens im Geschäftsjahr 2025 zu rechnen.

Für das laufende Jahr 2024 erwarten wir deshalb ein deutlich reduziertes Umsatzniveau. Bei annähernd gleichbleibenden konjunkturellen Rahmendaten in Verbindung mit merklich gestiegenen Energiekosten erwarten wir das Jahresergebnis sowie die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA entsprechend deutlich niedriger als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Trotzdem gehen wir weiterhin von einer stabilen Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage aus.

Die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres konnte übertroffen werden: zwar ist der Umsatzrückgang wie erwartet eingetroffen, der Rohertrag liegt jedoch fast auf dem Niveau des Vorjahres. Durch ein verschärftes Kostenmanagement in 2023 entwickelten sich aber die finanziellen Leistungsindikatoren wesentlich besser als noch im Juni 2023 erwartet.

7. Chancen und Risiken

a) Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Lage der PolyTapes GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 stabiler geblieben als zunächst erwartet. Diese hing maßgeblich von dem kontinuierlichen Nachfrageverhalten der Kunden ab. Neue wesentliche Geschäftsrisiken sind nicht erkennbar. Für das Erkennen wesentlicher Risiken ist ein Kontrollsystem eingerichtet. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um das Maß der Risiken besser bewerten und handhaben zu können.

Die Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir vor allem in einem sich globalisierenden Wettbewerbsumfeld sowie der damit verbundenen Konkurrenz aus weniger lohnkostenintensiven Ländern. Zu diesem Kostendruck tragen auch die gestiegenen Energie- sowie Arbeitskosten am Standort Deutschland bei.

Ertragsorientierte Risiken

Die Risiken aus der Entwicklung der schwankenden Rohstoffeinkaufspreise werden durch Einbezug in die Preiskalkulation sowie vereinbarte Preisgleitklauseln berücksichtigt.

Trotz der geringen Nachfrage wird es vermutlich nicht zu deutlichen Preisnachlässen bei der Rohstoffbeschaffung kommen, da von Lieferantenseite versucht wird, die Preise weiterhin auf einem relativ hohen Niveau zu halten.

Das große Energiechaos ist zwar nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine ausgeblieben, die zunächst exorbitant gestiegenen Energiepreise haben sich erholt und sollten auch langfristig weiter sinken. Jedoch ist im Vergleich mit den Vorjahren ein Anstieg bei den Energiekosten zu verzeichnen, zudem könnten auch andere bestehende Konflikte jederzeit Einfluss auf die Energiepolitik bzw. die Energiepreise nehmen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Durch eine Streuung im Debitorenbereich bestehen aus unserer Sicht keine wesentlichen Abhängigkeiten von Einzelkunden. Zudem besteht bei einer Kreditversicherungsgesellschaft eine Versicherung zum Schutz vor Forderungsausfällen.

Die gesamten Leasingverpflichtungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 50,9. Wir sehen aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung derzeit kein Zinsänderungsrisiko.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir - wenn überhaupt - nur geringe Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden können.

b) Chancenbericht

Die Chancen sehen wir in unserem breiten Schutzfolien-Sortiment, welches durch ein ISO 9001- zertifiziertes Qualitäts-Management und durch ein ISO-14001 zertifiziertes Umwelt-Management gestützt wird. Die komplette Fertigung aller Produktionsschritte (Coex-Folienextrusion, Bedruckung der Folien mit bis zu 6 Druckfarben, eigene Kleberfertigung und Konfektionierung der Rollen) erfolgt Inhouse, um unsere hochwertigen Oberflächenschutzfolien herstellen zu können. Abgerundet wird der ganze Produktionsprozess durch ein eigenes Labor und eine eigene Qualitätskontrolle. Unser langjähriges Know-How, unsere Mitarbeiter und unser Service machen uns zu einem leistungsstarken Partner der Industrie.

Die Lieferfähigkeit der Vorlieferanten hat sich im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr in vielen Bereich entspannt, so dass nach und nach der gewünschte Wettbewerb der Lieferanten wieder stattfindet und Lieferketten im Allgemeinen sichergestellt sind.

Für unser Produktportfolio im Bereich der Fensterschutzfolien sehen wir spezielle Chancen, da aufgrund der gestiegenen Energiekosten zukünftig mit einem höheren Bedarf bei der Gebäude- und insbesondere der Fenstersanierung gerechnet wird. Zudem weist die Politik immer wieder darauf hin, dass Wohnraum in Deutschland geschaffen werden muss. Hier könnten mögliche staatliche Förderprogramme positive Impulse auf die Nachfrage nach unseren Produkten geben.

c) Gesamtaussage

Die seit dem Ukraine/Russland-Krieg gestiegenen Energiekosten haben zumindest längerfristige negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Auch weitere Konflikte, wie z.B. der aktuelle Nahost-Konflikt sowie einige bevorstehende Wahlen könnten kurz-, mittel- oder langfristig Einfluss auf die globale Weltwirtschaft nehmen. Das Risiko der weiter zunehmenden Globalisierung im Wettbewerbsbereich muss ebenfalls genau beobachtet werden. Dem Fachkräftemangel versuchen wir durch ein faires und familiäres Arbeitsumfeld in Verbindung mit einer modernen Fertigung und internen Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu begegnen.

Für alle bekannten wesentlichen Risiken wurden Rückstellungen in ausreichend erscheinendem Umfang gebildet. Sollte sich das konjunkturelle Umfeld wieder normalisieren, sehen wir auf Grund der Erfahrungen der abgelaufenen Geschäftsjahre Chancen, ein ausreichendes Ergebnisniveau erzielen zu können. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

8. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Zum Schutz vor Forderungsausfällen im Kundenbereich wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen. Hierdurch erscheinen wesentliche Risiken, auch im Exportgeschäft, hinreichend abgesichert. Zudem informieren wir uns vor Eingehung einer neuen wesentlichen Geschäftsbeziehung über die Bonität des potenziellen Kunden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird laufend ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldausgänge und -eingänge vermittelt.

9. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Wickede (Ruhr), 17. Juni 2024

gez. der Geschäftsführer

Christian Bünte

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PolyTapes GmbH, Wickede (Ruhr)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PolyTapes GmbH, Wickede (Ruhr), - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PolyTapes GmbH, Wickede (Ruhr), für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Menden, den 19.06.2024

ziegler audit/tax 21 GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ziegler, Wirtschaftsprüfer

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