Master Data

Registry
Register court Stuttgart HRB 280228
Registered
12/16/1972
Industry
Wholesale of textilesManufacture of other textiles n.e.c.Retail sale of textiles
Purpose
Herstellung von Textilprodukten und Handel mit Waren aller Art sowie Haltung und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften und sonstigen Vermögensgegenständen

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Marcus Breyer
since 3/18/2025
Managing Director
Wolfgang Alt
since 2/5/2025
Procura
Stephan Amtsberg
since 2/5/2025
Procura
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Wourth Group LimitedGBR
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€15,340,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Peter Hahn GmbH

Winterbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Peter Hahn GmbH

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Peter Hahn GmbH, Winterbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Peter Hahn GmbH für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 289f Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB werden in der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung die Angaben zur Frauenquote für die Geschäftsführung und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung nicht gemacht.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 17. April 2026

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ueberschär, Wirtschaftsprüfer

Plaßmann, Wirtschaftsprüfer

Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, Nummer der Firma: HRB 280228

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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30.09.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.356.622,26 25.286.035,59
2. Software in Entwicklung 0,00 0,00
24.356.622,26 25.286.035,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.423.869,27 1.484.277,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.438.668,33 2.626.907,16
3.862.537,60 4.111.184,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 10.497.791,89
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.852,46 4.852,46
29.852,46 10.502.644,35
28.249.012,32 39.899.864,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 710.875,90 714.576,35
2. Waren 40.270.873,09 59.738.387,14
40.981.748,99 60.452.963,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.268.923,35 2.790.246,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.049.964,52 23.447.473,17
davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (Vj. EUR 6.983.107,14)
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 8.033.095,92 (Vj. EUR 7.015.245,58)
davon Forderungen aus sonstigem Finanzverkehr EUR 0,00 (Vj. EUR 4.792.297,41)
davon aus sonstigen Forderungen EUR 10.016.868,60 (Vj. EUR 10.016.868,60)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.977.038,10 4.729.814,05
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 4.269.438,01 (Vj. EUR 4.169.201,35)
44.295.925,97 30.967.533,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21.904.895,40 94.272,70
107.182.570,36 91.514.769,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 742.061,72 1.306.438,62
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 54.451.199,55 0,00
190.624.843,95 132.721.072,88

Passiva

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30.09.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.340.000,00 15.340.000,00
II. Kapitalrücklage 29.891.241,45 29.891.241,45
III. Gewinnvortrag 7.250.458,33 7.250.458,33
IV. Jahresfehlbetrag -106.932.899,33 0,00
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 54.451.199,55 0,00
0,00 52.481.699,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.109.727,00 3.195.044,00
2. Sonstige Rückstellungen 58.539.882,92 15.301.650,77
61.649.609,92 18.496.694,77
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.994.437,92 15.292.645,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 24.083.315,01 (Vj. EUR 14.287.185,05)
davon mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren EUR 880.488,00 (Vj. EUR 974.826,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 30.634,91 (Vj. EUR 30.643,91)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 87.259.043,41 42.385.904,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 83.140.821,19 (Vj. EUR 38.347.682,38)
davon mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren EUR 4.118.222,22 (Vj. EUR 4.038.222,23)
davon gegenüber Gesellschafter EUR 4.188.222,22 (Vj. EUR 5.259.705,66)
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 59.041,20 (Vj. EUR 121.694,37)
davon Verbindlichkeiten aus sonstigem Finanzverkehr EUR 41.181.463,99 (Vj. EUR 36.123.879,91)
davon aus sonstigen Verbindlichkeiten EUR 46.018.538,22 (Vj. EUR 1.247.015,19)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 16.721.752,70 4.064.127,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 16.721.752,70 (Vj. EUR 4.064.127,76)
davon aus Steuern EUR 5.798.801,15 (Vj. EUR 1.091.917,21)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.733.416,56 (Vj. TEUR 147)
128.975.234,03 61.742.678,33
190.624.843,95 132.721.072,88

Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, Nummer der Firma: HRB 280228

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023

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30.09.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 74.309.527,79 284.075.149,13
2. Sonstige betriebliche Erträge 14.677.551,63 26.212.730,47
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 9.784.070,51 (Vj. TEUR 4.301)
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 1.078.297,17
88.987.079,42 311.366.176,77
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.391.547,04 133.222.404,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.952.874,29 40.501.815,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.602.630,67 8.294.891,56
davon für Altersversorgung EUR 30,18 (Vj. TEUR 112)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.186.323,32 3.761.959,20
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 7.372.944,27 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 84.548.533,63 133.505.650,01
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 9.865.197,04 (Vj. TEUR 4.291)
-139.054.853,22 -319.286.721,06
8. Erträge aus Ergebnisabführung 0,00 10.016.868,60
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 188.173,21 476.087,13
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.393,92 (Vj. TEUR 473)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 10.472.791,89 0,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 45.961.452,13 57.086,09
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 615.682,72 1.313.224,48
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 13.970,00 (Vj. TEUR 47)
davon an verbundene Unternehmen EUR 322.841,73 (Vj. TEUR 1.228)
davon an Gesellschafter EUR 79.999,99 (Vj. TEUR 38)
-56.861.753,53 9.122.645,16
13. Ergebnis nach Steuern -106.929.527,33 1.202.100,87
14. Sonstige Steuern -3.372,00 -12.171,77
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags übernommener Verlust (Vj. Abgeführter Gewinn) 106.932.899,33 -1.189.929,10
16. Abschreibung auf Forderung aus Ergebnisabführungsvertrag -106.932.899,33 0,00
17. Jahresfehlbetrag -106.932.899,33 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma Peter Hahn GmbH mit Sitz in Winterbach im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 280228 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

In Bezug auf die Gliederung und Bezeichnung von Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde § 265 Abs. 6 HGB in Anspruch genommen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Zum 30. September 2023 befand sich die Gesellschaft bzw. deren oberste Muttergesellschaft TRISMO Verwaltungs GmbH, München, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen war, in Verhandlungen über mögliche Folgefinanzierungen. Kurz nach dem Stichtag 30. September 2023 stellte die Gesellschaft einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Per 1. Januar 2024 wurde das entsprechende Verfahren eröffnet. Unabhängig davon erfolgte keine Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zu Liquidationswerten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahresvergleichsangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf zwölf Monate und damit auf einen längeren Zeitraum als das aktuelle Rumpfgeschäftsjahr (drei Monate).

Im Geschäftsjahr sind Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 10.473 sowie Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.373 vorgenommen worden. Diese Aufwendungen stellen periodenfremde bzw. außergewöhnliche Aufwendungen dar, da sie sich auf Fehlerkorrekturen des Jahresabschlusses der Peter Hahn GmbH zum 30. September 2023 beziehen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von bis zu 150 EUR für IT-Ausstattung und bis zu 250 EUR für die übrigen Gegenstände des Sachanlagevermögens sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Erhaltene Investitionszuschüsse und der Gesellschaft gewährte Investitionszulagen werden von den Anschaffungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag angesetzt, sofern von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf Basis einer vereinfachten Ertragswertberechnung.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Ausgelieferte und bei Kunden lagernde Waren, bei denen ein Rückgaberecht besteht („Kauf auf Probe“), sind unter den Vorräten bilanziert und wie diese bewertet.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an Kreditinstitute im Umfang von TEUR 40.982 sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener pauschalierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftig aufwandswirksame Verpflichtungen zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected-Unit-Credit“-Methode) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,81 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % (Vj. 0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,00 % bis 3,25 % (Vj. 1,00 % bis 3,25 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von bis zu 1,1 % (Vj. bis zu 1,1 %) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und Altersteilzeitverpflichtungen werden bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 mit einem Zinssatz von 1,74 % (Vj 1,66 %) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Nutzungsdauer von entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten beträgt sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beträgt 4 - 15 Jahre. Die Nutzungsdauer von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beträgt 8 - 30 Jahre. Die Nutzungsdauer von anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 2 - 25 Jahre.

Angaben zum Anteilsbesitz

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Beteiligung Eigenkapital1 Ergebnis2
% in TEUR in TEUR
Inland
Peter Hahn Beteiligungs GmbH, Winterbach 100,00 21.228 03
TriStyle Brands GmbH, Winterbach 100,00 -252 03
Ausland
Peter Hahn Nederland B.V., Bunnik, Niederlande 100,00 933 733
Peter Hahn AG, Herisau, Schweiz 100,00 2.816 1.249
PETER HAHN FRANCE S.A.S., Hoerdt, Frankreich 100,00 2.624 934
Peter Hahn GmbH, Lauterach, Österreich 100,00 1.007 807
Peter Hahn Ltd., Plymouth, Großbritannien 100,00 -743 -933
PETER HAHN N.V., Asse-Mollem, Belgien 99,99 1.278 343
Peter Hahn A/S, Sønderborg, Dänemark 100,00 10 -285
Peter Hahn AB, Helsingborg, Schweden 100,00 229 144

1 Die Angaben beziehen sich jeweils auf das Eigenkapital zum 30. September 2023

2 Die Angaben beziehen sich jeweils auf das Jahresergebnis vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 20233 Nach Ergebnisabführungsvertrag

Ergebnisabführungsvertrag mit der Peter Hahn Beteiligungs GmbH, Winterbach:

Mit Beschluss vom 29. Juni 2011 wurde mit der Peter Hahn Beteiligungs GmbH, Winterbach, ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Darin verpflichtet sich die Peter Hahn Beteiligungs GmbH als Organgesellschaft ihren gesamten Gewinn an die Peter Hahn GmbH als Organträger abzuführen. Der Organträger ist entsprechend der Vorschrift des § 302 Abs. 1 AktG verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft auszugleichen.

Mit Aufhebungsvereinbarung vom 21. Dezember 2023 mit Wirkung Ablauf 31. Dezember 2023 wurde der Ergebnisabführungsvertrag zwischen den beiden Parteien aus wichtigem Grund beendet.

Gewinnabführungsvertrag mit der TriStyle Brands GmbH, Winterbach:

Mit Beschluss vom 6. September 2018 hat die Peter Hahn GmbH mit der TriStyle Brands GmbH, Winterbach, einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dabei verpflichtet sich die TriStyle Brands GmbH als Organgesellschaft ihren gesamten Gewinn an die Peter Hahn GmbH als Organträger abzuführen. Der Organträger ist entsprechend der Vorschrift des § 302 Abs. 1 AktG verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft auszugleichen.

Mit Aufhebungsvereinbarung vom 21. Dezember 2023 mit Wirkung Ablauf 31. Dezember 2023 wurde der Gewinnabführungsvertrag zwischen den beiden Parteien aus wichtigem Grund beendet.

Vorräte

Unter den Waren sind Lieferungen an Kunden in Höhe von TEUR 775 (Vj. TEUR 6.351) ausgewiesen, bei denen am Bilanzstichtag zivilrechtlich das Eigentum noch nicht übergegangen ist („Kauf auf Probe“).

Wegen modischer Risiken und Überbeständen wurden entsprechend einer altersmäßigen Eingruppierung in ausreichendem Umfang Abschläge vorgenommen. Die Abschläge auf Waren betrugen insgesamt TEUR 3.895 (Vj. TEUR 4.392); das sind 8,82 % (Vj. 6,85 %) der Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen das Darlehen aus Sale & Lease-back in Höhe von TEUR 3.341 (Vj. TEUR 3.241) mit einer Laufzeit größer 5 Jahren, die Insolvenzsicherung Altersteilzeit in Höhe von TEUR 897 (Vj. TEUR 897) mit einer Laufzeit größer 1 Jahr und die debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 3.008 (Vj. TEUR 201).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Treuhandkonten in Höhe von TEUR 7.380 enthalten, die im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung vom Sachwalter treuhänderisch geführt werden und der Insolvenzmasse zuzuordnen sind. Die auf diesen Konten befindlichen Mittel unterliegen insolvenzrechtlichen Verfügungsbeschränkungen und stehen der Gesellschaft nicht zur freien Disposition zur Verfügung.

Aktive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen des Vorratsvermögens, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen des Anlagevermögens saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,1 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.515 (Vj. TEUR 3.589) wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 406 (Vj. TEUR 394) saldiert. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 14 (Vj. TEUR 58). Aus dem Deckungsvermögen ist ein Ertrag von TEUR 12 (Vj. TEUR 11) entstanden, der mit den Aufwendungen verrechnet worden ist.

Die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert von TEUR 406 (Vj. TEUR 394) mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag TEUR 410.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 18.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für die Haftungsinanspruchnahme aus der der Konsortial-Kreditvereinbarung (TEUR 45.140; Vj. TEUR 0), Restrukturierungsmaßnahmen und weitere insolvenzbedingte Maßnahmen (TEUR 5.855; Vj. TEUR 0), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 1.670; Vj. TEUR 5.399), Sondervergütungen (TEUR 827; Vj. TEUR 1.436), Urlaubsansprüche (TEUR 621; Vj. TEUR 730), Abnahmeverpflichtungen (TEUR 610; Vj. TEUR 790), Weihnachtsgeld (TEUR 509; Vj. TEUR 763), Jubiläumsgelder (TEUR 406; Vj. TEUR 411), Mehrstunden (TEUR 269; Vj. TEUR 684) und Abfindungen (TEUR 204; Vj. TEUR 581) gebildet.

In der Restrukturierungsrückstellung sind u.a. TEUR 350 Abfindungen enthalten, die zum 31. Dezember 2023 aus der Rückstellung für Abfindungen vom 30. September 2023 umgegliedert worden sind.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

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Okt.-Dez. 2023 2022/2023
TEUR % TEUR %
Einzel- und Versandhandel 59.504 80,1 225.144 79,3
Handel mit verbundenen Unternehmen 13.395 18,0 52.333 18,4
Erbringung von Dienstleistungen 1.410 1,9 6.598 2,3
74.309 100,0 284.075 100,0
Deutschland 59.966 80,7 227.641 80,1
Europa 14.343 19,3 56.434 19,9
74.309 100,0 284.075 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 14.678 (Vj. TEUR 26.213) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Kursumrechnung (TEUR 9.784; Vj. TEUR 4.302), Erträge aus der Kostenweiterbelastung an verbundene Unternehmen (TEUR 2.719; Vj. TEUR 19.691) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.850; Vj. TEUR 1.568). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 146) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Ausbuchungen im Zusammenhang mit Kontenklärungen von Lieferanten zu deren angemeldeten Insolvenzforderungen (TEUR 35) sowie eine Belastung für Rabatt, das alte Geschäftsjahr betreffend, an einen Lieferanten (TEUR 22).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen können dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Im Geschäftsjahr wurde die Beteiligung an der Peter Hahn Beteiligungs GmbH vollständig abgeschrieben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 85.549 (Vj. TEUR 133.506) handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen bezüglich der Haftungsinanspruchnahme aus der der Konsortial-Kreditvereinbarung (TEUR 45.140; Vj. TEUR 0), Werbekosten (TEUR 7.962; Vj. TEUR 64.633), Kursverluste (TEUR 9.865; Vj. TEUR 4.291), Beratungskosten im Zusammenhang mit der Insolvenz (TEUR 4.918; Vj. TEUR 0), Portokosten (TEUR 3.965; Vj. TEUR 17.216), Kosten für Kundenbelieferung von Postdienstleistern (TEUR 2.857; Vj. TEUR 13.588), Mieten (TEUR 1.623; Vj. TEUR 3.783) sowie sonstige Beratungskosten (TEUR 1.313; Vj. TEUR 5.286).

Das Rumpfgeschäftsjahr war außerordentlich belastet durch erhöhte Rechtsberatungskosten infolge des vorläufigen Insolvenzverfahrens (TEUR 4.918) sowie durch Kosten für die Bildung einer Rückstellung für Haftungsinanspruchnahme aus der Konsortial-Kreditvereinbarung (TEUR 45.140). Da auch die direkte Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH, München, zeitgleich ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnete, war es überwiegend wahrscheinlich, dass das Bankenkonsortium Ansprüche gegenüber der Peter Hahn GmbH als Garantin geltend machen würde.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Gesellschaft, ebenso wie der vormals bestehende Konzern der TRISMO Verwaltungs GmbH, ist aufgrund der Höhe der Umsatzerlöse nicht Gegenstand der Mindestbesteuerung entsprechend der Vorgaben der OECD („Säule 2“).

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft bürgt im Rahmen einer Konsortial-Kreditvereinbarung für die Bankverbindlichkeiten der TriStyle Mode GmbH, München.

Die TRISMO Verwaltungs GmbH, München, Deutschland, befindet sich seit dem 16. November 2023 im Insolvenzverfahren; die TriStyle Mode GmbH, München, Deutschland, und die Peter Hahn GmbH, Winterbach, Deutschland, befinden sich seit dem 26. Oktober 2023 in einem Insolvenzverfahren.

Dementsprechend wurden zum Abschlussstichtag für die zum 30. September 2023 bestehenden Bürgschaften (Vj. TEUR 59.141) entsprechende Rückstellungen in Höhe der tatsächlich zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet (siehe Angaben zu Sonstigen Rückstellungen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 47.569 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

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TEUR
Barwert der Zahlungsverpflichtungen:
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (bis 1 Jahr) 3.121
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (1 bis 5 Jahre) 3.037
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (größer als 5 Jahre) 868
Bestellobligo aus erteilten Aufträgen für Warenlieferungen 40.543

Organe

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Peter Hahn GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Daniela Angerer, Bayreuth,

Managing Director - Human Resources / Sales & Marketing / Creation, Production & Brand / Product & Design / Merchandise & Procurement / Quality Management / Communications

Marcus Breyer, Filderstadt,

Managing Director - Finance & Accounting / Controlling & Analytics / IT / Logistics

(seit 5. Februar 2025)

Detlef Specovius, Ottenhöfen,

Managing Director - Legal

(seit 19. Oktober 2023 bis 31. Oktober 2025)

Alexandra Kohnke, Cloppenburg,

Managing Director - Product & Design / Merchandise & Procurement / Quality Management

(seit 1. Juni 2023 bis 4. November 2024)

Jörg Marx, Urbach,

Managing Director - IT / Human Resources / Logistics

(bis 31. Dezember 2024)

Christian Kappler, Zürich/Schweiz,

Managing Director - Finance & Accounting / Controlling & Analytics / IT / Logistics

(seit 4. November 2024 bis 6. Februar 2025)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Rumpfgeschäftsjahr Oktober bis Dezember 2023 TEUR 255.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung:

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen betrugen die Pensionsrückstellungen TEUR 442.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

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Angestellte 657
Gewerbliche 242
900
Auszubildende 23
923

Konzernverhältnisse

Ein Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von der Peter Hahn GmbH, Winterbach, erstellt und im Unternehmensregister eingestellt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 135
135

Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Dabei hat die Gesellschaft selbst am 23. Oktober 2023 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 26. Oktober 2023 eröffnet, das Insolvenzverfahren wurde am 1. Januar 2024 eröffnet.

Ebenso wurde über das Vermögen der 100%igen Muttergesellschaft, der TriStyle Mode GmbH, am 26. Oktober 2023 das vorläufige Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung und am 1. Januar 2024 das Insolvenzverfahren eröffnet.

Ebenso wurde über das Vermögen der bisherigen Konzernobergesellschaft, der TRISMO Verwaltungs GmbH, nach dem Abschlussstichtag ein Insolvenzverfahren eröffnet. Zudem wurden über das Vermögen weiterer verbundener Unternehmen nach dem Abschlussstichtag Insolvenzverfahren beantragt bzw. eröffnet.

Aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft und weiterer Gruppengesellschaften, sowie der Ausarbeitung eines Sanierungs- und Fortführungskonzepts ergeben sich unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die Peter Hahn GmbH und deren künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere aus:

Haftungsinanspruchnahme der Gesellschaft unter dem Konsortial-Kreditvertrag der TriStyle Mode GmbH,

Aufhebung von Gewinnabführungsverträgen mit Gruppengesellschaften,

Neuausrichtung der Peter Hahn Gruppe unter möglicher Beendigung von Liefer- und Leistungsverträgen mit Tochtergesellschaften sowie Schließung von Ladengeschäften unter vorzeitiger Beendigung von Mietverträgen.

Über das Vermögen einer mittelbar 100%igen Tochtergesellschaft, der Peter Hahn France SAS, Hoerdt, Frankreich, wurde am 11. März 2024 ein Liquidationsverfahren eröffnet.

Am 22. August 2024 wurde ein Investment and Share Purchase Agreement mit der Wourth Group Limited, West Sussex, Vereinigtes Königreich, geschlossen. Im Zuge dessen wurden die Tochtergesellschaften Peter Hahn GmbH, Lauterach, Österreich, Peter Hahn AG, St. Gallen, Schweiz, sowie Peter Hahn Nederland B.V., Bunnik, Niederlande, von der Peter Hahn Beteiligungs GmbH, Winterbach, an die TriStyle Brands GmbH, Winterbach, verkauft. Die Peter Hahn Beteiligungs GmbH und deren andere Tochtergesellschaften wurden von der Peter Hahn GmbH an die TriStyle Mode GmbH, München verkauft. Im letzten Schritt wurde die Peter Hahn GmbH von der TriStyle Mode GmbH, München, an die Wourth Group Limited verkauft.

Über das Vermögen einer 100%igen Tochtergesellschaft, der Peter Hahn Beteiligungs GmbH, wurde am 4. Oktober 2024 das vorläufige Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung und am 25. November 2024 das Insolvenzverfahren eröffnet.

Am 4. November 2024 ist Frau Alexandra Kohnke aus der Geschäftsführung ausgeschieden und Herr Christian Kappler zum Geschäftsführer bestellt worden.

Am 20. November 2024 fand die Gläubigerversammlung zum Insolvenzplan der Peter Hahn GmbH statt, in welcher alle Gläubigergruppen einstimmig dem Insolvenzplan zugestimmt haben.

Alle im Investment and Share Purchase Agreement vereinbarten Closing Conditions waren am 5. Dezember 2024 erfüllt.

Mit Schreiben vom 27. Dezember 2024 vom Amtsgericht Stuttgart wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Peter Hahn GmbH nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans zum 29. Dezember 2024 aufgehoben.

Am 31. Dezember 2024 ist Herr Jörg Marx aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Der Gesellschafterwechsel hat mit Eintragung im Handelsregister am 9. Januar 2025 stattgefunden. Seit diesem Tag hält die Wourth Group Limited, West Sussex, Vereinigtes Königreich, 100% Anteile an der Peter Hahn GmbH.

Im Rahmen des Investment and Share Purchase Agreement wurde eine Kapitalherabsetzung sowie eine anschließende Kapitalerhöhung auf das neue Stammkapital von TEUR 25 durchgeführt. Die Eintragung dieser Kapitalmaßnahmen ins Handelsregister erfolgte ebenfalls am 9. Januar 2025.

Am 5. Februar 2025 ist Herr Marcus Breyer zum Geschäftsführer bestellt worden.

Am 6. Februar 2025 ist Herr Christian Kappler aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Am 31. Oktober 2025 ist Herr Detlef Specovius aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss

Das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 ist im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages von der TriStyle Mode GmbH zu übernehmen.

Mit Aufhebungsvereinbarung vom 21. Dezember 2023 mit Wirkung Ablauf 31. Dezember 2023 wurde der Gewinnabführungsvertrag zwischen den beiden Parteien aus wichtigem Grund beendet. Die Forderung über den Verlustausgleich wurde von der Gesellschaft vollständig wertberichtigt.

 

Winterbach, 15. April 2026

Geschäftsführung

Daniela Angerer

Marcus Breyer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

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Anschaffungskosten
30.09.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.778.107,40 0,00 0,00 46.778.107,40
2. Software in Entwicklung 372.523,77 0,00 0,00 372.523,77
47.150.631,17 0,00 0,00 47.150.631,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.548.114,61 0,00 0,00 5.548.114,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.210.190,98 8.263,17 1.759.632,50 24.458.821,65
31.758.305,59 8.263,17 1.759.632,50 30.006.936,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.497.791,89 0,00 0,00 10.497.791,89
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.852,46 0,00 0,00 4.852,46
10.502.644,35 0,00 0,00 10.502.644,35
89.411.581,11 8.263,17 1.759.632,50 87.660.211,78
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Kumulierte Abschreibungen
30.09.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.492.071,81 929.413,33 0,00 22.421.485,14
2. Software in Entwicklung 372.523,77 0,00 0,00 372.523,77
21.864.595,58 929.413,33 0,00 22.794.008,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.063.837,35 60.407,99 0,00 4.124.245,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.583.283,82 196.502,00 1.759.632,50 22.020.153,32
27.647.121,17 256.909,99 1.759.632,50 26.144.398,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.472.791,89 0,00 10.472.791,89
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 10.472.791,89 0,00 10.472.791,89
49.511.716,75 11.659.115,21 1.759.632,50 59.411.199,46
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Buchwerte
31.12.2023 30.09.2023
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.356.622,26 25.286
2. Software in Entwicklung 0,00 0
24.356.622,26 25.286
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.423.869,27 1.484
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.438.668,33 2.627
3.862.537,60 4.111
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 10.498
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.852,46 5
29.852,46 10.503
28.249.012,32 39.900

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Geschäftstätigkeit und Umfeld

Die Peter Hahn GmbH (im Folgenden „PETER HAHN“ oder „PETER HAHN GmbH“) ist ein Handelsunternehmen im Marktsegment „Multichannelhandel“ für Bekleidung mit Fokus auf Damenoberbekleidung.

Die Gesellschaft fokussiert sich auf den Handel mit Damenbekleidung in der Zielgruppe 45plus, dem sogenannten Best-Ager-Segment. Europaweit können Kunden die Ware im Internet und per Katalog erwerben, sowie per 31. Dezember 2023 in 14 Modehäusern (inklusive 3 Outlet-Filialen) der Marke PETER HAHN in Deutschland und in der Schweiz, wobei der Distanzhandel mit 95,51 % gegenüber dem Retailgeschäft mit 4,49 % den Schwerpunkt bildet.

Die PETER HAHN GmbH ist das Mutterunternehmen des PETER HAHN-Konzerns. In der PETER HAHN GmbH sind sowohl das operative Geschäft, und hier im Wesentlichen das des deutschen Markts, als auch die Zentralfunktionen des Unternehmens wie Marketing, Treasury, Steuern, Recht und Finanzen enthalten. Darüber hinaus ist die PETER HAHN GmbH für die Beteiligungsverwaltung verantwortlich.

Der Jahresabschluss der PETER HAHN GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft mit Sitz in Winterbach ist unter der Nummer HRB 280228 in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen.

Für den PETER HAHN-Konzern wurde kein Aufsichtsrat gegründet. Gleiches gilt für die gruppenzugehörigen Gesellschaften. Die gesetzlichen Vertreter haben die Anwendbarkeit des Drittelbeteiligungsgesetzes (DrittelbG) geprüft. Die Einrichtung eines Aufsichtsrats wurde bislang nicht umgesetzt. Die rechtliche Bewertung sowie mögliche organisatorische Maßnahmen werden derzeit überprüft. Gemäß § 36 und § 52 GmbHG ist die Gesellschaft verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen. Eine Zielgröße zur Geschlechterquote wurde nicht festgelegt, weder gruppenweit noch in einzelnen Gruppengesellschaften.1

1 Absatz ungeprüft

Am 23. Oktober 2023 hatte die PETER HAHN GmbH - damals Tochtergesellschaft der Trismo Verwaltungs GmbH, München, - Insolvenz angemeldet und die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt, welches drei Tage später durch das Amtsgericht Stuttgart angeordnet wurde. In dem Insolvenz-Zeitraum wurde das Unternehmen dahingehend umstrukturiert, dass die PETER HAHN GmbH den TRISMO-Konzern verlassen und mit der britischen Wourth Group Limited (Woolovers House, Victoria Gardens, Burgess Hill, England) einen neuen Investor gefunden hatte. Das durch weitere Tochtergesellschaften betriebene operative Geschäft wurde in den Märkten Frankreich, Großbritannien, Finnland, Belgien, Dänemark und Schweden beendet und das stationäre Retail-Geschäft auf drei Filialen in Deutschland reduziert. Die restrukturierte PETER HAHN-Gruppe besteht seitdem aus der deutschen PETER HAHN GmbH und den operativen Landesgesellschaften in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sowie einer dazwischengeschalteten Holdinggesellschaft. Abgeschlossen wurde die Insolvenz am 29. Dezember 2024.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahresvergleichsangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf zwölf Monate und damit auf einen längeren Zeitraum als das aktuelle Rumpfgeschäftsjahr (drei Monate). Grund für das Rumpfgeschäftsjahr ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Januar 2024, wodurch nach § 155 InsO ein neues Geschäftsjahr beginnt.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 % im Jahr 2022 verzeichnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2023 eine deutliche Abschwächung des globalen Wachstums. Laut dem World Economic Outlook - October 2023 des IWF wird das reale globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 mit rund 3,0 % wachsen, was deutlich unter dem langfristigen historischen Durchschnitt liegt und auf anhaltende Unsicherheiten in der Weltwirtschaft hinweist. Die Verlangsamung erklärt sich vor allem durch fortgesetzte geldpolitische Straffungen in vielen Industrieländern, eine schwächere Nachfrage in fortgeschrittenen Volkswirtschaften und andauernde geopolitische Spannungen, die Investitionen und internationalen Handel dämpfen. Gleichzeitig sank die globale Inflation im Jahresverlauf 2023 moderat, blieb aber in vielen Regionen über dem Zielwert.2

2 https://www.imf.org/en/publications/weo/issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023

Für Deutschland zeigt sich für das Jahr 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um −0,3 % unter dem Vorjahresniveau, was einer leichten Rezession gleichkommt. Nach kalenderbereinigter Darstellung fiel der Rückgang etwas geringer aus. Die wirtschaftliche Aktivität stagnierte weitgehend im Jahresverlauf, bevor im IV. Quartal 2023 das BIP gegenüber dem III. Quartal um −0,3 % zurückging. Gründe hierfür sind unter anderem die anhaltend hohe Preisbelastung, schwächere inländische Nachfrage sowie schwache Auslandsnachfrage und Investitionstätigkeit.3 Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP nur moderat gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019, und die Entwicklung blieb im IV. Quartal 2023 rückläufig, was die fragile Erholung der deutschen Volkswirtschaft widerspiegelt.4

3 https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_019_811.html

4 https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_038_811.html

Für die EU insgesamt meldet das europäische Statistikamt Eurostat, dass das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im Jahr 2023 insgesamt um etwa +0,4 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist. Damit setzt sich ein Modest-Wachstum fort, das jedoch deutlich niedriger liegt als in den Jahren vor der Pandemie. Die Dynamik der Quartalsentwicklung war heterogen: einzelne Quartale zeigten geringe Wachstumsraten oder leichte Stagnation, abhängig von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der globalen Nachfrage.5

5 https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/-/2-08032024-ap

Die Perspektiven für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 sind weiterhin von erheblichen Risiken und Unsicherheiten geprägt. Laut dem World Economic Outlook - October 2023 des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind die globalen Prognosen nach unten gerichtet, und die Wachstumsdynamik bleibt langsamer als vor der Pandemie. Der IWF verweist darauf, dass anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und Handelskonflikten, die Fragmentierung der globalen Märkte verstärken können und damit die internationale Zusammenarbeit, den Handel und die Investitionstätigkeit belasten könnten. Zusätzlich bestehen Risiken durch höhere Preise für Rohstoffe und Störungen in den Lieferketten, die in manchen Regionen die wirtschaftliche Aktivität dämpfen. Diese geopolitischen und strukturellen Herausforderungen können sich nachteilig auf das Wachstum auswirken und die wirtschaftliche Entwicklung unberechenbarer und schwankungsanfälliger machen.6 Diese potenziellen Entwicklungen bergen für den Peter Hahn-Konzern Risiken wie höhere Energie- und Rohstoffkosten (insbesondere Papier und Druck) sowie höhere Versandkosten.

6 https://www.imf.org/en/publications/weo/issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023; https://www.imf.org/-/media/files/publications/weo/2023/october/english/ch3.pdf

2.2 Branchenspezifische Entwicklungen

Laut BTE Handelsverband Textil ist der Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien im Jahr 2023 um rund +1 % gestiegen. Zwar sanken die Umsätze fast aller stationären Vertriebsformate - nach dem bereits hohen Einbruch um fast ein Viertel in 2020 - im letzten Jahr aufgrund des langen Lockdowns erneut, die Zuwächse im Onlinehandel konnten dies aber mehr als ausgleichen. Der Umsatz des Vor-Corona-Jahres 2019 in Höhe von 67 Mrd. Euro wurde aber deutlich verfehlt. Insgesamt stieg das Marktvolumen von Textilien und Bekleidung im Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 damit auf rund 67,3 Milliarden Euro.7

7 https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/umsatz-mit-bekleidung-und-textilien-steigt-auf-674-mrd-euro-159284/

Der deutsche Online- und E-Commerce-Handel verzeichnete im Jahr 2023 einen deutlich rückläufigen Warenumsatz: Der Brutto-E-Commerce-Umsatz mit Waren sank erstmals seit längerer Zeit zweistellig um rund 11,8 % auf etwa 79,7 Milliarden Euro (brutto, nicht inflationsbereinigt). Auch der Anteil am gesamten Einzelhandel ging leicht zurück. Dieser Rückgang ist Ausdruck einer gesamtwirtschaftlich schwächeren Konsumnachfrage nach zwei starken Pandemiejahren - trotz einer moderaten Stabilisierung im vierten Quartal 2023 mit einem einstelligen Minus. Eine spezifische BEVH-Quartalsauswertung zeigt zudem, dass der Umsatz im 4. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um etwa -7,1 % sank, was die derzeit volatile Entwicklung im Distanzhandel unterstreicht.8

8 https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle

Das Konsumklima in Deutschland blieb im Jahr 2023 durchgängig angespannt. Der GfK-Konsumklimaindex, der monatlich erhoben wird, lag im Verlauf der zweiten Jahreshälfte weiterhin im negativen Bereich und zeigte sowohl bei der Anschaffungsneigung als auch bei den Einkommensaussichten und der allgemeinen Konsumstimmung deutliche Zurückhaltung der privaten Haushalte. Diese Indikatoren deuten insgesamt auf eine nach wie vor schwache Konsumnachfrage im Inland hin.9 Laut weiteren Auswertungen des BEVH war die Nachfrage im Onlinehandel 2023 volatil: Nach volatilen Quartalsverläufen konnten insbesondere größere Warenkäufe im Onlinehandel oft nicht das Vorjahresniveau halten. Dies zeigt sich in verschiedenen Segmenten, einschließlich Bekleidung, wo die Umsätze zwar nicht so stark sanken wie in anderen Warengruppen, aber dennoch unter den Vorjahreswerten blieben.10

9 https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile_1667983271066

10 https://bevh.org/detail/online-umsaetze-mit-mode-und-lebensmitteln-stabilisieren-sich

Der Anteil der Best-Ager (45+) in Deutschland wuchs 2023 weiter und lag bei rund 42,2 Millionen Menschen. Schätzungen des Statistischen Bundesamts gehen davon aus, dass diese Zielgruppe bis 2030 auf etwa 42,9 Millionen Personen anwachsen wird, was weiterhin ein bedeutendes Marktpotenzial darstellt.11

11 https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=2023

3. Geschäftsverlauf der PETER HAHN GmbH

Die PETER HAHN GmbH konnte sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 nicht von den allgemeinen Marktentwicklungen rund um hohe Energiepreise und Inflationsraten sowie die Folgen des Krieges in der Ukraine und die damit verbundenen geopolitischen Entwicklungen abkoppeln. Die Umsätze sanken im Rumpfgeschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 284,1 Mio. EUR um -73,8 % auf 74,3 Mio. EUR (siehe 4.1. Ertragslage). Das Jahresergebnis ging im Vergleich zum Vorjahr um -106,9 Mio. EUR auf -106,9 Mio. EUR zurück. Neben den gegenüber Vorjahr geringeren Umsätzen in Folge der Konsumstimmung, ist die Kostenseite von umfangreichen Kostensteigerungen belastet. Auch in dieser volatilen Phase konnten die Lieferketten, welche zentraler Bestandteil des internen Monitorings sind, stabil gehalten werden. Auch wurden in diesem Geschäftsjahr keine nennenswerten Ausfälle von Kundenforderungen registriert.

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der PETER HAHN GmbH

Das operative Geschäft der PETER HAHN GmbH besteht überwiegend aus eigenen Versand- und Einzelhandelsaktivitäten sowie dem Verkauf von Waren an die Tochtergesellschaften. Die Entwicklung der Ertragslage ist neben den eigenen Handelsaktivitäten der PETER HAHN GmbH auch auf deren Holdingfunktion für die PETER HAHN-Gruppe zurückzuführen. Dies spiegelt sich vor allem in den Währungseffekten, den Kostenverrechnungen für erbrachte Dienstleistungen sowie im Zinsergebnis und Beteiligungsergebnis wider.

4.1. Ertragslage

Die PETER HAHN GmbH verzeichnete im Rumpfgeschäftsjahr 2023 einen massiven Umsatzrückgang auf 74,3 Mio. EUR, vor allem wegen des verkürzten Geschäftsjahres sowie der schwachen Konsumstimmung, Inflation und hoher Energiekosten. Trotz deutlich gesunkener Material-, Personal- und sonstiger Aufwendungen verschlechterte sich das operative Ergebnis stark auf - 50,1 Mio. EUR, insbesondere durch höhere Abschreibungen und insolvenzbedingte Sonderbelastungen. Auch das Finanzergebnis brach deutlich ein, vor allem wegen Verlustübernahmen und Abschreibungen auf Finanzanlagen. Insgesamt führte dies zu einem Jahresfehlbetrag von - 106,9 Mio. EUR, maßgeblich geprägt durch das vorläufige Insolvenzverfahren und die Insolvenz der Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH. Die Geschäftsführung bewertet das Geschäftsjahr nicht als zufriedenstellend.

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Gewinn- und Verlustrechnung PETER HAHN GmbH nach HGB GJ 2023 GJ 2022/2023 Abweichung ggü. Vorjahr
in Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
Umsatzerlöse 74,3 284,1 -209,8 -73,8%
Sonstige betriebliche Erträge 14,7 26,2 -11,5 -44,0%
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 1,1 -1,1 -100,0%
Gesamtleistung 89,0 311,4 -222,4 -71,4%
Materialaufwand -33,4 -133,2 99,8 -74,9%
Personalaufwand -12,6 -48,8 36,2 -74,3%
Abschreibungen -8,6 -3,8 -4,8 127,5%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -84,5 -133,5 49,0 -36,7%
Betriebliches Ergebnis -50,1 -7,9 -42,1 532,1%
Finanzergebnis -56,9 9,1 -66,0 -723,3
Ergebnis nach Steuern -106,9 1,2 -108,1 -8995,2%
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 -72,3%
Aufgrund eines EAVs übern. Verlust / abgef. Gewinn 106,9 -1,2 108,1 -9086,5%
Abschreibung auf Forderung aus EAV -106,9 0,0 -106,9 n/a
Jahresergebnis -106,9 0,0 -106,9 n/a

Der Umsatz der PETER HAHN GmbH setzt sich zusammen aus externen Umsätzen in Deutschland sowie Umsätzen mit ausländischen Tochtergesellschaften. Die Umsatzerlöse der PETER HAHN GmbH sanken im Vergleich zum Vorjahr um -209,8 Mio. EUR (-73,8 %) auf 74,3 Mio. EUR (Vorjahr: 284,1 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang ist vor allem auf das kürzere Rumpfgeschäftsjahr zurückzuführen und folgt zum anderen der schwachen Konsumstimmung infolge der geopolitischen Situation in Europa sowie steigenden Inflationsraten und Energiekosten.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 sanken die sonstigen betrieblichen Erträge der PETER HAHN GmbH um -11,5 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR (Vorjahr: 26,2 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf das kürzere Rumpfgeschäftsjahr und gegenläufig auf positive Währungseffekte zurückzuführen.

Der Materialaufwand ist von 133,2 Mio. EUR um -99,8 Mio. EUR auf 33,4 Mio. EUR gesunken. Wesentliche Treiber dieses Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr waren ein Rückgang der Aufwendungen für Handelswaren aufgrund des niedrigeren Umsatzvolumens sowie geringere Zuführungen der Wertberichtigungen auf Waren in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um -36,2 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR gesunken. Dies resultiert ebenfalls aus dem kürzeren Rumpfgeschäftsjahr sowie aus einer niedrigeren Anzahl von Mitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der PETER HAHN GmbH reduzierten sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um -49,0 Mio. EUR auf 84,5 Mio. EUR (Vorjahr: 133,5 Mio. EUR). Das Rumpfgeschäftsjahr war außerordentlich belastet durch erhöhte Rechtsberatungskosten infolge des vorläufigen Insolvenzverfahrens (+4,9 Mio. EUR) sowie Kosten für die Bildung einer Rückstellung für Haftungsinanspruchnahme aus der Konsortial-Kreditvereinbarung (+45,1 Mio. EUR). Da auch die direkte Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH, München, zeitgleich ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnete, war es überwiegend wahrscheinlich, dass das Bankenkonsortium Ansprüche gegenüber der PETER HAHN GmbH als Garantin geltend machen würde. Weitere Kostensteigerungen sind im Wesentlichen auf die gestiegenen Papier- und Energiekosten sowie die allgemein hohe Inflation und damit einhergehender Kostensteigerungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen der PETER HAHN GmbH erhöhten sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um 4,8 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) vor allem infolge von Abschreibungen auf Cashpool-Forderungen gegen die direkte Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH, München, (+ 7,4 Mio EUR).

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wies die PETER HAHN GmbH ein negatives betriebliches Ergebnis in Höhe von -50,1 Mio. EUR aus (Vorjahr: negatives betriebliches Ergebnis in Höhe von -7,9 Mio. EUR). Hauptgrund dafür war der Anstieg der Abschreibungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Finanzergebnis der PETER HAHN GmbH sank im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um -66,0 Mio. EUR auf -56,9 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR), insbesondere aufgrund von Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen (-46,0 Mio. EUR) sowie Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (-10,5 Mio. EUR).

Der Jahresfehlbetrag beträgt -106,9 Mio. EUR und lag damit um - 106,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR aufgrund des durchgeführten Ergebnisabführungsvertrags).

Aufgrund der oben beschriebenen Insolvenzanmeldung der Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH, München, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, musste die Forderung aus Ergebnisabführung ebenfalls wertberichtigt werden, was zum Ausweis eines Jahresfehlbetrages für die PETER HAHN GmbH führte.

Insgesamt war das Rumpfgeschäftsjahr geprägt von der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens am 26. Oktober 2023 und den darauffolgend ergriffenen Maßnahmen zur Liquiditätssicherung, insbesondere durch den verstärkten Abverkauf von Beständen in Kombination mit hohen Rabattaktionen. Zusätzlich belastet war das Rumpfgeschäftsjahr durch die Insolvenz der damaligen Gesellschafterin TriStyle Mode GmbH, München, wodurch die PETER HAHN GmbH als Garantin aus dem Konsortialkreditvertrag zur Bildung einer Rückstellung für Haftungsinanspruchnahme verpflichtet war. Das Jahresergebnis lag somit deutlich unter dem Vorjahr. Die Geschäftsführung bewertet das Geschäftsjahr nicht als zufriedenstellend.

4.2. Finanz- und Vermögenslage

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PETER HAHN GmbH Bilanz nach HGB 31.12.2023 30.09.2023 Abweichungen
in Mio. EUR
Immaterielle Vermögenswerte 24,4 25,3 -0,9
Sachanlagen 3,9 4,1 -0,2
Finanzanlagen 0,0 10,5 -10,5
Anlagevermögen 28,2 39,9 -11,7
Vorräte 41,0 60,5 -19,5
Forderungen aus Lieferung und Leistung 11,3 2,8 8,5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18,0 23,4 -5,4
Sonstige Vermögensgegenstände 15,0 4,7 10,2
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21,9 0,1 21,8
Umlaufvermögen 107,2 91,5 15,7
Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 1,3 -0,6
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 54,5 0,0 54,5
AKTIVA 190,6 132,7 57,9
Eigenkapital 0,0 52,5 -52,5
Pensionsrückstellungen 3,1 3,2 -0,1
Sonstige Rückstellungen 58,5 15,3 43,2
Rückstellungen 61,6 18,5 43,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25,0 15,3 9,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 87,3 42,4 44,9
Sonstige Verbindlichkeiten 16,7 4,1 12,7
Verbindlichkeiten 129,0 61,7 67,3
PASSIVA 190,6 132,7 57,9

Zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2023 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 57,9 Mio. EUR auf 190,6 Mio. EUR (Vorjahr: 132,7 Mio. EUR). Dies lag im Wesentlichen an dem Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten und der Sonstigen Vermögensgegenstände bei gleichzeitigem Rückgang der Vorräte und des Bestands an Finanzanlagen. Auf der Passivseite resultiert dies im Wesentlichen am Anstieg der Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Die Finanzanlagen sanken um -10,5 Mio. EUR aufgrund von Abschreibungen auf verbundene Unternehmen.

Die Vorräte sanken um -19,5 Mio. EUR auf 41,0 Mio. EUR (Vorjahr: 60,5 Mio. EUR). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus einem volumenbedingten Abbau des Lagers aus dem operativen Geschäft. Die kumulierte Abschreibung auf Waren beläuft sich auf 3,9 Mio. EUR und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um 8,5 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken stichtagsbedingt um -5,4 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR (Vorjahr: 23,4 Mio. EUR).

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen um 21,8 Mio. EUR auf 21,9 Mio EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

Das Eigenkapital verringerte sich zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2023 um 52,5 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 52,5 Mio. EUR). Die PETER HAHN GmbH weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 54,5 Mio. EUR auf der Aktivseite aus. Die Eigenkapitalquote sank auf 0,0 % (Vorjahr: 39,5 %).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 stiegen die Rückstellungen um 43,1 Mio. EUR auf 61,6 Mio. EUR (Vorjahr: 18,5 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte in erster Linie aus gestiegenen Rückstellungen für Haftungsansprüche um +45,1 EUR Mio., während die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um -3,7 Mio. EUR gesunken sind.

Die Verbindlichkeiten und sonstigen Posten lagen zum 31. Dezember 2023 mit 129,0 Mio. EUR um 67,3 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 61,7 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte in erster Linie aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen), sonstigen Verbindlichkeiten sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltszahlungen, Sozialversicherungsbeiträge sowie Mehrwertsteuer zurückzuführen.

Der Gesamt-Cash-Flow der PETER HAHN GmbH betrug in der Berichtsperiode 21,8 Mio. EUR. Zum Ende des Geschäftsjahres ergab sich ein Finanzmittelfonds in Höhe von 21,9 Mio. EUR. Der operative Cashflow war im Geschäftsjahr außerordentlich hoch aufgrund eines starken Abverkaufs von Beständen sowie der Zahlung der Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit.

Es wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren der PETER HAHN GmbH fußen unter anderem auch auf nicht-finanziellen Fundamenten. Entsprechend sind diese zu steuern und zu optimieren, damit sich in der Folge auch die finanziellen Leistungsindikatoren positiv entwickeln. Unter anderem ist der steigende Grad der Kundenzufriedenheit ein wichtiger Werttreiber, welcher sich in stabilen Wiederkäuferquoten und wachsenden aktiven Kundenbeständen spiegelt. Dies wird durch Sortiments- und Vertriebsmaßnahmen kundengruppenspezifisch sichergestellt. Bei der PETER HAHN GmbH ging die Anzahl der aktiven Kunden im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um -6,8 % zurück. Die Hauptgründe für den Rückgang bei den aktiven Kunden waren neben der allgemeinen Marktentwicklung niedrigere Investitionen in das Neukundengeschäft.

6. Mitarbeiter

Dem PETER HAHN-Konzern ist es wichtig, seine Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern und zu qualifizieren. Dies hat traditionell innerhalb des PETER HAHN-Konzern eine hohe Bedeutung. Ein wesentliches Ziel der konzernweiten Personalstrategie ist es, die Entfaltung der vorhandenen Mitarbeiterpotenziale durch richtige Rahmenbedingungen und Angebote zu ermöglichen und konkret zu fördern. Nur so können motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter täglich ambitionierte Gruppenziele nachhaltig umsetzen. Aus diesem Grund werden in allen Gruppengesellschaften Personalentwicklungsmaßnahmen definiert und angeboten. Hierunter fallen beispielsweise Seminare und Coachings, IT-Schulungen (bspw. Windows, ERP-System), fachliche Weiterbildungsmaßnahmen oder die Unterstützung von berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen.

Die PETER HAHN GmbH beschäftigte im aktuellen Geschäftsjahr durchschnittlich 923 Personen, darunter 242 gewerbliche Mitarbeiter, 657 Angestellte und 23 Auszubildende. Im Vorjahr beschäftigte die PETER HAHN GmbH durchschnittlich 957 Personen, darunter 260 gewerbliche Mitarbeiter, 676 Angestellte und 21 Auszubildende.

7. Prognosebericht: Zukünftige Entwicklung und Ausblick

Im Jahr 2024 war das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach übereinstimmenden Informationen vom Internationalen Währungsfonds und dem statistischen Bundesamt um -0,2 % zurückgegangen.12 Die Modeindustrie in Deutschland war von diesem Rückgang überproportional betroffen und verzeichnete im wesentlichen Segment der „sonstigen Oberbekleidung“ einen Einbruch von -3,6 % gegenüber dem Vorjahr.13 Die PETER HAHN GmbH erwirtschaftete im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 29. Dezember 2024 einen vorläufigen Umsatz von 200,9 Mio. EUR; diese Umsätze beinhalten teilweise noch Großhandelsumsätze an die inzwischen abgetrennten ausländischen Tochtergesellschaften, welche ihr operatives Geschäft inzwischen aufgaben. Die im Insolvenzplan gemäß § 217 ff. InsO vom 22. August 2024 (für den Zeitraum August bis Dezember 2024) geplanten Umsätze in Höhe von 88,6 Mio. EUR wurden damit leicht übertroffen und der geplante Rohertrag in Höhe von 54,2 Mio. EUR wurde erreicht. Der Jahresüberschuss in Höhe von 100,9 Mio. EUR war in diesem Rumpfgeschäftsjahr bedeutend durch buchhalterische Sanierungsgewinne geprägt, so dass dieser als Leistungsindikator für diese Periode nicht aussagekräftig ist. Allerdings ist die Jahresabschlussprüfung für das Rumpfgeschäftsjahr bis zum 29. Dezember 2024 noch nicht abgeschlossen.

12 http://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile&v=6

13 GermanFashion: https://germanfashion.net/zahlen-fakten/modeindustrie/, abgerufen am 10.02.2026

Für das Jahr 2025 erwarten der Internationale Währungsfonds und das statistische Bundesamt ein geringes Wachstum des Bruttoinlandprodukts von +0,2 %.14 Entgegen dessen verzeichnete Modebranche im Segment „sonstige Oberbekleidung“ im ersten Halbjahr 2025 einen weiteren Rückgang von -1,2 % im Vergleich zum Vorjahr.15 Die PETER HAHN GmbH konnte im Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Dezember 2024 bis zum 31. März 2025 vorläufige Umsatzerlöse von 45,5 Mio. EUR erzielen. Die Rohertragsmarge konnte gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr verbessert werden, so dass der Rohertrag bei etwa 27,5 Mio. EUR lag. Insgesamt wird für das erste Rumpfgeschäftsjahr nach Insolvenzende sowohl für die PETER HAHN-Gruppe als auch für die deutsche PETER HAHN GmbH ein positiver Jahresüberschuss in Höhe von 0,9 Mio. EUR erwartet wird. Die Jahresabschlussprüfung für das Rumpfgeschäftsjahr bis zum 31. März 2025 ist noch nicht abgeschlossen.

14 http://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_017_811.html

15 GermanFashion: https://germanfashion.net/zahlen-fakten/modeindustrie/, abgerufen am 10.02.2026

Im anschießenden ersten vollen Geschäftsjahr vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 sind für die PETER HAHN GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 191,1 Mio. EUR geplant, was einem Wachstum von 320,2% gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr vom 30. Dezember bis zum 31. März 2025 entspricht. Für die bereits abgeschlossenen Monate bis einschließlich Januar 2026 liegen die tatsächlich erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 159,3 Mio. EUR etwa auf Planniveau. Ebenso liegen der erwirtschaftete Rohertrag zum Januar 2026 in Höhe von 95,7 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss zum Januar 2026 in auf Höhe von 0,1 Mio. EUR in etwa auf Höhe der Erwartungen.

Ab dem Jahr 2026 erwartet der Internationale Währungsfonds für Deutschland eine wirtschaftliche Erholung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,1 % sowie weiteren 1,5 % in 2027.16 Für die PETER HAHN GmbH ist für das Geschäftsjahr 01. April 2026 bis zum 31. März 2027 ein Wachstum von 8,0 % geplant, so dass Umsatzerlöse in Höhe von 206,4 Mio. EUR erwartet werden. Für den geplanten Rohertrag in Höhe von 134,9 Mio. EUR und den geplanten Jahresüberschuss in Höhe von 4,8 Mio. EUR sind darüber hinaus stärkere Verbesserungen geplant, welche vor allem durch Maßnahmen im Einkauf, im Marketing und im Vertrieb begründet sind. Eine Verbesserung der Warenverfügbarkeit, der Markenwahrnehmung sowie die Optimierung des Multichannel-Ansatzes stehen im Zentrum der strategischen Ausrichtung.

16 IWF: https://www.imf.org/-/media/files/publications/weo/2026/january/english/text.pdf, abgerufen am 10.02.2026

8. Steuerung, Reporting und Chancen/Risiken der künftigen Entwicklungen

Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der PETER HAHN GmbH. Hierbei unterliegen alle Gesellschaften des PETER HAHN-Konzerns den identischen Chancen und Risiken, so dass diese einheitlich gesteuert werden. Risiken werden definiert als das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen kurzfristiger Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien negativ beeinflussen könnten. Unter Chancen werden interne und externe Entwicklungen operativer und strategischer Art verstanden, die genutzt werden können, um die geplanten Ziele zu erreichen. Die folgende Darstellung von Chancen und Risiken hat vor allem die nächsten beiden Geschäftsjahre der PETER HAHN GmbH im Blick.

9. Marktrisiken/-chancen

Der wesentliche Absatzmarkt der restrukturierten PETER HAHN GmbH umfasst die DACH-Region sowie die Niederlande. Die Entwicklung der Absatzmärkte hinsichtlich Konjunktur und Konsumverhalten, vor allem im deutschsprachigen Raum, beeinflusst die Wachstumsaussichten. Das Unternehmen beobachtet die relevanten Absatzmärkte permanent und detailliert, um frühzeitig Trends und Entwicklungen aufzunehmen und in die Unternehmenssteuerung einfließen zu lassen.

Seit dem kurzzeitigen Aufschwungs des Distanz- und Onlinehandels zu Beginn der Corona-Pandemie ist die Branche weitestgehend durch ein andauernd verschlechtertes Konsumklima geprägt, welches durch Unsicherheiten aufgrund der Nachwirkungen der Pandemie, des Russland/Ukraine-Kriegs und einer ansteigenden Inflation begründet war. Zuletzt belasteten die globale Zollpolitik, geopolitische Spannungen und drohende Steuer- und Beitragsabgaben in Deutschland die konjunkturelle Entwicklung und den privaten Konsum (höhere Sparneigung). Das Konsumverhalten im deutschsprachigen Markt stellt weiterhin ein zentrales Risiko dar. Eine nach wie vor zurückhaltende Nachfrage, ausgelöst durch konjunkturelle Unsicherheiten oder eine gestiegene Preis- und Rabattintensität im Handel, kann das Bestellverhalten der Kunden beeinflussen und zu einem spürbaren Rückgang der Nachfrage führen.17

17 https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile_1667983271066

Marktchancen ergeben sich vor allem aus der Markt- und Kundenstruktur der PETER HAHN GmbH. Nie zuvor waren Best-Ager so vital, modebewusst und erlebnishungrig wie heute. Große Teile der Zielgruppe zählen sich zu den aktiven und für Lifestyle-Trends empfänglichen Menschen. Das drückt sich auch in der überdurchschnittlichen Kauflaune der Best-Ager aus. Da ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung zudem stetig wächst und bis 2050 jeder Zweite älter als fünfzig Jahre alt sein wird, ist das Marktpotenzial enorm. Laut einer Schätzung des Marktforschungsinstituts GfK beträgt das Nettovermögen der Generation 50plus ca. 3 Billionen Euro. Ihre Kaufkraft wird dabei auf jährlich 720 Milliarden Euro geschätzt.18 Im Rahmen der systematischen strategischen Unternehmensplanung werden diese Wachstums- und Entwicklungschancen regelmäßig reflektiert und quantifiziert, um so die Realisierung der identifizierten Potentiale mit konkreten Maßnahmenplänen sicher zu stellen.

18 https://www.cash-online.de/berater/2016/vermoegen-2/319484/2

Bei der Zunahme der potenziellen Käufergruppe muss berücksichtigt werden, dass die nachfolgenden Generationen über andere Vertriebskanäle, vor allem das Internet, angesprochen werden müssen. Hierzu ist eine leistungsfähige IT-Infrastruktur erforderlich und ein mediumgerechtes Vertriebskonzept zu entwickeln, zum Beispiel durch passende Social-Media-Accounts. Zudem bedarf es eines Transformationskonzepts, um sicherzustellen, dass ein zielgruppenadäquater Vertriebskanalmix zu jedem Zeitpunkt besteht.

10. Operationale Chancen/Risiken

Die zukünftige Geschäftsentwicklung ist wesentlich davon abhängig, wie gut die Kollektionen in den jeweiligen Absatzkanälen performen. Dabei bleiben modische Aussage, Produktqualität, Preisniveau, Aktualität der Ware sowie der Zeitpunkt der Wareneinsteuerung wesentliche Erfolgsfaktoren. Weichen diese Faktoren von den Erwartungen des Marktes ab, kann dies zu reduzierten Abverkäufen und entsprechend höheren Abschriften führen. Generell steigen die Schnelllebigkeit von Trends und die Gefahr der Substituierbarkeit im immer wettbewerbsintensiveren Versand- bzw. Internethandel. Diese Entwicklungen sind somit einerseits als Risiko, anderseits aber auch als Chance zu bewerten. Den Risiken wird durch ständige Beobachtung der Trends und Käufernachfrage und durch eine klare Ausrichtung des Angebots der jeweiligen Marke auf deren individuelle Zielgruppe begegnet. Durch Marketingaktivitäten wird die Markenbekanntheit gezielt gesteigert und ein unverwechselbarer Markenauftritt mit hohem Identifizierungspotenzial angestrebt. Damit zielt der PETER HAHN-Konzern darauf ab, die Risiken zu minimieren und die Chancen, die sich aus einer erhöhten Wechselbereitschaft und der Schnelllebigkeit von Trends ergeben, für sich zu nutzen.

Die Bedeutung des E-Commerce steigt für den PETER HAHN-Konzern, wie auch für alle anderen Wettbewerber, weiter an. Dies wurde nicht nur durch die Covid19-Pandemie verursacht, sondern ist vielmehr eine langfristige strukturelle Veränderung. Wesentliche Risiken ergeben sich insoweit insbesondere aus den gestiegenen Anforderungen an die ERP-Systeme der Versandhandelsformate. Die Komplexität von ERP-Systemen im internetbasierten Handel ist wesentlich größer als beim klassischen katalogbasierten Versandhandel oder dem stationären Geschäft. Die Gruppe unterliegt insoweit technologischen Risiken, welche umfangreiche Investitionen in Zukunftstechnologien notwendig machen. Um weiterhin auf einem hohen IT technischen Anspruchsniveau wettbewerbsfähig zu bleiben, arbeitet der PETER HAHN-Konzern konsequent daran, auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein.

Weitere wichtige Themen sind Big Data und künstliche Intelligenz. Durch Auswertung der Kundendaten besteht die Möglichkeit, personalisierte Werbeformate zu entwickeln und damit Kunden gezielter anzusprechen. Auch können die Erkenntnisse bei der Weiterentwicklung des Sortiments und der Verfügbarkeit der Waren berücksichtigt werden. Die Nutzung der Kundendaten erfordert eine strukturierte Datenbasis und eine leistungsfähige IT, die entsprechende Auswertungsmöglichkeiten bereithält und gleichzeitig den datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht wird. Daneben wird bei den Mitarbeitern die entsprechenden Fähigkeiten benötigt, um mit den generierten Datenmengen sinnvoll zu arbeiten. Aufgrund der Tatsache, dass das Geschäftsmodell des PETER HAHN-Konzerns schon seit vielen Jahren hauptsächlich auf dem Distanzhandel und einer entsprechenden Kenntnis der individuellen Kundinnen und Kunden basiert, befasst sich der Konzern schon lange mit dem Thema „Big Data“ und inzwischen auch intensiv mit „künstlicher Intelligenz“. Die aktuellen technologischen Entwicklungen ergeben hierbei neue Potenziale, die sukzessive aufgenommen werden.

Chancen ergeben sich insbesondere durch die Verbesserung des Omnichannel und der Umsetzung eines nahtlosen und kanalunabhängigen Einkaufserlebnisses, einer gezielten Kundenansprache durch individuelle Produkt-Kuratierung sowie der Digitalisierung von Prozessen. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen und die Risiken zu vermeiden sowie die Chancen zu adressieren, optimiert der PETER HAHN-Konzern seine Vertriebskonzepte kontinuierlich und passt sie den Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten der Kunden an. Beispiele hierfür sind die deutliche Intensivierung der Online-Aktivitäten und des Mehrkanalgeschäfts, die Stärkung der Eigenmarken, die Investitionen in innovative Vertriebsformate sowie die Erweiterung der Vertriebsaktivitäten. Der Ausbau des E-Commerce-Umsatzanteils hat für den PETER HAHN-Konzern zentrale Bedeutung und stellt klar eine Geschäftschance der kommenden Jahre dar. Auf diese Weise können Kunden noch besser und gezielter erreicht werden, wobei andererseits auch die Kunden mit einer Präferenz zu traditionellen Bestellwegen berücksichtigt werden. Zusätzlich dienen Print- und Werbemittel der Erfüllung der informativen, optischen und haptischen Bedürfnisse derjenigen Kunden, die sich vor einem Online-Kauf zuerst „offline“ informieren. Auch im Rahmen des Bedeutungsgewinns des E-Commerce sind Print- und Werbemittel weiterhin für viele Kundinnen und Kunden ein zentraler Bestandteil als Inspiration.

11. Liquiditätsrisiken

Für die Unternehmensfortführung ist neben der Eigenkapitalausstattung die Verfügbarkeit der liquiden Mittel notwendig. Das im Berichtszeitraum eingeleitete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. Die im Zuge des Verfahrens umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen haben zu einer nachhaltigen Verbesserung der Liquiditäts- und Ertragslage geführt. Die Geschäftsführung ist daher der Auffassung, dass die Liquiditätsausstattung sowie die eigene Liquiditätsgenerierung ausreichend sind, um die Unternehmensfortführung langfristig zu gewährleisten.

Mit Blick auf die Kundenforderungen werden die branchenüblichen Ausfallrisiken über Bonitätsprüfungen, ein aktives Mahnwesen und einen Inkassoprozess minimiert. Die verbleibenden Restrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen (pauschal) abgebildet.

Der PETER HAHN-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Aktivitäten auch Risiken aus Währungskursveränderungen ausgesetzt. Die Fremdwährungsrisiken ergeben sich hauptsächlich aus Ausgangszahlungen im US-Dollar für die Beschaffung von Handelswaren sowie - im weitaus geringeren Maße - aus Kursschwankungen beim Schweizer Franken für Einzahlungen von schweizerischen Kunden.

Im Berichtszeitraum bestanden infolge des eingeleiteten Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung bestandsgefährdende Risiken. Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen sieht die Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken mehr.

12. Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur voraussichtlichen Entwicklung der PETER HAHN GmbH

In einem dynamischen Marktumfeld, mit Chancen aber auch Risiken, wird die PETER HAHN GmbH die digitale Transformation weiter vorantreiben und in neue Kunden, den Service sowie die IT- und Logistikinfrastruktur investieren. Die Grundlagen für diesen strategischen Kurs wurden definiert und werden regelmäßig kritisch reflektiert, sodass - insbesondere bei möglichen negativen Abweichungen - gegengesteuert werden kann.

Die Ergebnissituation der PETER HAHN GmbH wird durch ein profitables Wachstum im Geschäftsjahr 2026/27 voraussichtlich über dem Vorjahr liegen. Die Vermögens- und Finanzlage der PETER HAHN GmbH kann vor dem Hintergrund der derzeitigen Marktentwicklung und volkswirtschaftlichen Situation in Deutschland und Europa als solide angesehen werden. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage und die Fortführungsprognose der Unternehmensgruppe als stabil.

 

Winterbach, 15. April 2026

Daniela Angerer, Geschäftsführerin

Marcus Breyer, Geschäftsführer

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Niederschrift eines Gesellschafterbeschlusses der Transcript of a shareholders’ resolution of
PETER HAHN GmbH PETER HAHN GmbH
mit dem Sitz in Winterbach with its registered office in Winterbach
Ich, die unterzeichnende I, the undersigned
Wourth Group Limited Wourth Group Limited
Woolovers House, Victoria Gardens, Burgess Hill, England, RH15 9NB, Woolovers House, Victoria Gardens, Burgess Hill, England, RH15 9NB,
(der „Gesellschafter“) (the “Shareholder”)
bin der alleinige Gesellschafter der are the sole shareholder of
PETER HAHN GmbH
Peter-Hahn-Platz 1, 73650 Winterbach Peter-Hahn-Platz 1, 73650 Winterbach
(„Gesellschaft“). (“Company”).
Wir halten hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Frist- und Formvorschriften eine Gesellschafterversammlung der PETER HAHN GmbH ab und fassen einstimmig die folgenden Beschlüsse: Hereby waiving all provisions relating to time and form under law and the articles of association, we conduct a shareholders’ meeting of PETER HAHN GmbH and adopt the following resolutions by unanimous vote:
Feststellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie Gewinnverwendung Approval of German GAAP financial statements for the financial year 1 October 2023 to 31 December 2023 and profit allocation
a) Der handelsrechtliche Jahresabschluss der PETER HAHN GmbH für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr (Anlage 1) wird festgestellt. a) The German GAAP financial statements of PETER HAHN GmbH for the year ending 31 December 2023 (appendix 1) are approved.
b) Der Jahresfehlbetrag vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 in Höhe von 106.932.899,33 EUR wird gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen. b) The net loss for the period from 1 October 2023 to 31 December 2023 amounting to 106,932,899.33 EUR shall be carried forward together with the retained earnings brought forward from the previous year.
Entlastung der Geschäftsführung Discharging from liability of the management board
a) Der Geschäftsführung der PETER HAHN GmbH wird für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr Entlastung erteilt. a) The managing directors of PETER HAHN GmbH are discharged from liabilities for the year ending 31 December 2023.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. No further resolutions are passed.
Im Falle von Abweichungen ist die deutsche Fassung dieses Dokuments maßgeblich. In case of any differences, the German version of this document shall prevail.

 

23.04.2026

Wourth Group Limited

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Mike Lester, Director

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