Provision of physiotherapy services
Mindcurv Holding GmbHLiquidated
45130 Essen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Gunnar Freiherr Bock von Wülfingen since 7/2/2024 | Procura |
Karin Libowitzky since 7/2/2024 | Managing Director |
Nazareno Avila since 4/22/2020 | Managing Director |
Amjad Bava Liaquat since 4/22/2020 | Managing Director |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Mindcurv Holding GmbHEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mindcurv Holding GmbH PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Mindcurv Holding GmbH, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mindcurv Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; - holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, 27. Juni 2023 Ernst
& Young GmbH
Muzzu, Wirtschaftsprüfer Flore, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022
Konzernanhang zum 31. Dezember 2022I. Allgemeine HinweiseDie Mindcurv Holding GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist unter der Nummer HRB 30996 in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 298 Abs. 1 i.V.m § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden erworbene Kundenstämme und Auftragsbestände offen in der Konzernbilanz ausgewiesen, welche im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben und im Rahmen der Kaufpreisallokation eigenständig ermittelt worden sind. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. II. KonsolidierungskreisMit Kaufvertrag vom 07.10.2019 wurden sämtliche Anteile an der Mindcurv Group GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 17.12.2019. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 31.12.2019 gewählt. Durch den Erwerb der Mindcurv Group GmbH wurden ebenfalls die mittelbaren Anteile an den folgenden Tochtergesellschaften erworben und werden seither ebenfalls in den Konsolidierungskreis mit einbezogen:
Auf Ebene der Mindcurv Group GmbH erfolgte die Erstkonsolidierung bereits zum 31.12.2018, welche für Zwecke der Erstkonsolidierung auf Ebene der Mindcurv Holding GmbH übernommen wurden. Die Erstkonsolidierung zum 31.12.2018 führte zu Geschäfts- oder Firmenwerten bzw. technischen Unterschiedsbeträgen. Technische Unterschiedsbeträge wurden mit dem Ergebnisvortrag verrechnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die jeweilige Entwicklung ist nachstehend erläutert: Technische Unterschiedsbeträge sowie Geschäfts- oder Firmenwerte
Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung aus Ebene der Mindcurv Holding GmbH ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 45.481 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 30.224. Darüber hinaus wurden die folgenden Tochterunternehmen der Mindcurv GmbH, Essen, in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Mit Kaufvertrag vom 15.06.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der wysiwyg software design GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 15.06.2021. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.06.2021 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 4.303 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund von bedingten Kaufpreisvereinbarungen (sog. Earn-out Vereinbarungen) wurde in 2022 eine Korrektur des ursprünglichen Geschäfts- oder Firmenwerts auf TEUR 4.312 vorgenommen. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 3.630. Mit Kaufvertrag vom 26.05.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der igniti GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 26.05.2021. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.06.2021 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 4.167 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund von bedingten Kaufpreisvereinbarungen (sog. Earn-out Vereinbarungen) wurde in 2022 eine Korrektur des ursprünglichen Geschäfts- oder Firmenwerts auf TEUR 4.131 vorgenommen. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 3.477. Mit Kaufvertrag vom 24.02.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der Cloud Consulting Group GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 10.03.2021. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.03.2021 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 7.376 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund von bedingten Kaufpreisvereinbarungen (sog. Earn-out Vereinbarungen) wurde in 2022 eine Korrektur des ursprünglichen Geschäfts- oder Firmenwerts auf TEUR 5.659 vorgenommen. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 4.604. Mit Kaufvertrag vom 05.11.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der initions GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 15.12.2021. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.12.2021 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 31.792 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund von bedingten Kaufpreisvereinbarungen (sog. Earn-out Vereinbarungen) wurde in 2022 eine Korrektur des ursprünglichen Geschäfts- oder Firmenwerts auf TEUR 32.855 vorgenommen. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 29.322. Mit Kaufvertrag vom 16.12.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der Eccelerate GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 28.02.2022. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.03.2022 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 19.115 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 17.522. Mit Kaufvertrag vom 16.12.2021 wurden vom Tochterunternehmen Mindcurv GmbH sämtliche Anteile an der Valearis GmbH erworben. Der Vollzug erfolgte am 28.02.2022. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wurde aus Vereinfachungsgründen der 01.03.2022 gewählt. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit TEUR 3.636 bewertet und wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31.12.2022 beträgt TEUR 3.333. Die Änderung des Konsolidierungskreises - infolge der oben erläuterten Unternehmenserwerbe - führte zu folgenden Zugängen in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr:
III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die erstmals konsolidiert werden, wird nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Dabei wird der Buchwert der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Hierbei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Die Bilanzposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen wurden nach den folgenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Selbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 2 a HGB in Höhe der bei ihrer Entwicklung anfallenden Aufwendungen (Herstellungskosten) aktiviert. Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungszeitraum auf deren Finanzierung entfallen, wurden nicht einbezogen (§ 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 255 Abs. 3 HGB, § 284 Abs. 2 Nr. 4 und 284 Abs. 3 Satz 4 HGB). Sowohl Forschungs- als auch Aufwendungen für Entwicklungen sind wie im Vorjahr keine angefallen. Die Abschreibung erfolgt unter Berücksichtigung des Produktlebenszyklusses des selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstands über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern für grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken belaufen sich auf 36 bis 60 Monate, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung auf 36 bis 60 Monate. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung deren Herstellung verwendet wird, gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Ansprüche aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen im Konzern in den Ländern Deutschland und Indien und wurden nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit-Methode (PUC) ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 314 Abs. 1 Nr. 16 HGB): -durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,78 % (Vj. 1,87%) für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde bzw. - Gehalts-/Anwartschafts- und Rententrend von jeweils 2% - 10% (Vj. 1% - 10%) nach den landesspezifischen Erfahrungswerten aus der Vergangenheit - Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" für Deutschland Der Unterschiedsbetrag nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 49 (Vj. TEUR 68). Die Verpflichtung aus einer Pensionszusage ist durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert. Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurde nach § 298 Abs. 1 i.V.m § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich etwaiger Guthaben aus Beitragsrückerstattungen.
Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung übersteigt den Erfüllungsbetrag der gebildeten Pensionsrückstellung um EUR 32.479. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, die zu Vollkosten bewertet werden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Gesellschaft macht ab dem Geschäftsjahr 2022 von der Möglichkeit der Aktivierung eines aktiven Überhangs keinen Gebrauch (§ 274 HGB) und ändert insoweit seinen Bilanzierungsgrundsatz im Vergleich zu Vorperioden. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur KapitalflussrechnungAnlagevermögenDer Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 350 (Vj. TEUR 284) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten und haben sich folgendermaßen entwickelt:
Der Berechnung wird für inländische Steuern ein Steuersatz von 32% zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kommt ein Steuersatz von 15% (Niederlande), 25% (Spanien) bzw. 17% (Indien) zur Anwendung. Auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder auf steuerliche Verlust- und Zinsvorträge wurden latente Steuern nicht angesetzt, da es sich saldiert jeweils um einen Aktivüberhang handelt. Unterschiedliche Wertansätze ergaben sich insbesondere für die indische Tochtergesellschaft Mindcurv TSPL, Kochi, Indien. Steuerliche Verlust- bzw. Zinsvorträge existieren auf Ebene der Mindcurv Group GmbH. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen (Resturlaub und Boni) sowie variable Kaufpreisanpassungen für in 2021 erworbene Unternehmen, welche in den Jahren 2023 bis 2024 fällig werden. VerbindlichkeitenspiegelDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 2.800 aus Steuerverbindlichkeiten (Vj. TEUR 4.436) sowie aus solchen gegenüber Gesellschaftern, welche im Wesentlichen Zinsansprüche aus im Vj. in voller Höhe bilanzierten Darlehensverpflichtungen (Vj. TEUR 6.063) gegenüber Gesellschaftern darstellte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Verpfändung von Geschäftsanteilen an Tochterunternehmen sowie durch Verpfändung von Bankkonten und von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Geschäftsanteile an den Tochterunternehmen wurden dabei zum neubewerteten Eigenkapital (Zeitwert) bewertet. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Angaben zum EigenkapitalDas Stammkapital wurde im Geschäftsjahr 2022 um EUR 4.583,00 erhöht und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage ist zum Bilanzstichtag ausschließlich eine solche gem. § 298 i.V.m. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, wobei im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Einlage in Höhe von EUR 11.446.910,00 durch die Gesellschafter der Mindcurv Holding GmbH, Essen, erfolgte. Aufgliederung der UmsatzerlöseNach geografischen Märkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Die Umsatzerlöse stellen in voller Höhe solche aus Beratungsleistungen im Bereich digitaler Plattformen und der zugrundeliegenden Cloud-Infrastruktur dar. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 162 (Vj. TEUR 150) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen. PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich auf TEUR 38.798 (Vj. TEUR 19.839) und teilt sich auf Gehälter mit TEUR 33.440 (Vj. TEUR 17.121) und Sozialabgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung mit TEUR 5.358 (Vj. TEUR 2.718) auf. AbschreibungenIn den Abschreibungen sind Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sowie Abschreibungen aus im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven identifizierte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 16.044 (Vj. TEUR 7.660) enthalten. Folgende Nutzungsdauern wurden dabei zugrunde gelegt:
Die Festlegung der Nutzungsdauer erfolgte in allen Fällen unter Berücksichtigung des erwarteten Verbleibs der Kunden sowie der durchschnittlichen Dauer der Bearbeitung des Auftragsbestands. Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten u.a. Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.770 (Vj. TEUR 1.756), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 2.884 (Vj. TEUR 2.004), Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.720 (Vj. TEUR 687) sowie für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 625 (Vj. TEUR 804). Periodenfremde Aufwendungen sind im aktuellen Berichtsjahr i.H.v. TEUR 34 (Vj. TEUR 116) enthalten. VI. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenAufgrund von Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.740 (Vj. TEUR 3.564). Die Restlaufzeiten der einzelnen Verpflichtungen liegen zwischen 1 und 72 Monaten. Erläuterung zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 13.001 (Vj. TEUR 11.442). Zusätzlich gibt es in Höhe von TEUR 3.253 (Vj. TEUR 5.500) kurzfristig zur Disposition stehende Finanzmittelanlagen, welche unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden. Innerhalb des Cashflows aus der Investitionstätigkeit sind in den Auszahlungen für Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen Zahlungen in Höhe von TEUR 8.737 enthalten, die Kaufpreiszahlungen für in 2021 erworbene Gesellschaften darstellen, die aufgrund von bedingten Kaufpreisvereinbarungen (sog. Earn-out Vereinbarungen) in 2022 gezahlt wurden. ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, das Ergebnis der Mindcurv Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Herr Nazareno Avila, Chief Technical Officer, und Herr Amjad Liaquat, Chief Executive Officer. Die Angabe der Bezüge unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB. ArbeitnehmeranzahlDie Anzahl der im Jahr 2022 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 625 , wovon 537 Arbeitnehmer im Bereich "Engineering, consulting, design & creative services" tätig sind und 88 in sonstigen Bereichen. KonzernverhältnisseDie Mindcurv Holding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Geschäft mit nahestehenden PersonenGeschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden im Geschäftsjahr nicht durchgeführt. AbschlussprüferhonorarDas Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen an das Mutterunternehmens bzw. seiner Tochtergesellschaften beträgt TEUR 178. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWie sich die Auswirkungen des seit Februar 2022 bestehenden Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Die Märkte in den beiden Ländern haben keinen unmittelbaren Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine werden daher voraussichtlich zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2023 führen. Die gestiegene Inflation kann kundenseitig die Investitionsbereitschaft negativ beeinflussen. Diese Situation beobachten wir, um ggfs. kurzfristig darauf reagieren zu können, sehen aktuell aber kein Risiko hieraus.
Essen, 12. Juni 2023 Nazareno Avila Amjad Liaquat Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie Mindcurv Gruppe - nachfolgend auch Mindcurv oder auch Gruppe genannt - mit Sitz in Essen wurde im Jahr 2011 gegründet und ist Anbieter von Beratungsleistungen im Bereich digitaler Plattformen und der zugrundeliegenden Cloud-Infrastruktur. Dazu hält die Mindcurv Gruppe auch Tochtergesellschaften in Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Indien und Österreich. Der wesentliche Absatzmarkt für unsere Dienstleistungen befindet sich in Europa mit einem Schwerpunkt in Deutschland. Unternehmensstruktur und LeitungDem Konzern der Mindcurv Holding GmbH gehören inkl. der Mindcurv Holding GmbH 13 (Vorjahr: 10) Gesellschaften (davon 10 operative Gesellschaften (Vorjahr 8)) in 5 Ländern an, die alle vollkonsolidiert im Konzernabschluss mit einbezogen werden. Mit Ausnahme der Tochtergesellschaft in Indien, hält die Mindcurv Holding GmbH direkt oder indirekt 100% an allen Gesellschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Mindcurv Holding GmbH durch die Geschäftsführer Herr Amjad Liaquat und Herr Nazareno Avila vertreten. Forschung und EntwicklungDie Mindcurv Gruppe betreibt als Anbieter von Beratungsleistungen weiterhin keine eigenständige Forschung und Entwicklung. MitarbeiterIm Jahr 2022 beschäftigte die Mindcurv Holding GmbH-Gruppe durchschnittlich 625 Angestellte. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDas Geschäftsjahr 2022 war durch geopolitische und wirtschaftliche Turbulenzen gekennzeichnet, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und seine weltweiten Auswirkungen, die die bereits bestehenden wirtschaftlichen Probleme weiter verschärften. Zu denen gehörten die Engpässe in der Energieversorgung mit einhergehenden massiven Preissteigerungen, Beeinträchtigungen in den globalen Liefer- und Logistikketten als Folgen der Corona-Pandemie, sowie Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland. Trotzdem nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,9 Prozent zu 1. Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsberichts von einem Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent im Jahr 2023 aus, wobei die Ausgangslage zum Jahreswechsel günstiger eingeschätzt wird als noch im vergangenen Jahr 2022. Unsicherheiten werden für die deutsche Wirtschaft im oben bereits erwähnten Angriffskrieg Russlands und dessen wirtschaftlichen Folgen gesehen. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die Störungen der Liefer- und Logistikketten sukzessive zurückgehen werden. 2 Für das Jahr 2023 rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zum Jahr 2022 um 3,8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von EUR 203,4 Mrd. In der Informationstechnik wird ein Wachstum um 6,3 Prozent auf EUR 126,4 Mrd. erwartet; wobei ein Anstieg der Ausgaben für Software um 9,3 Prozent auf EUR 38,8 Mrd. und für IT-Services um 4,7 Prozent auf EUR 47,8 Mrd. erwartet wird. Die Telekommunikation wird mit einem Wachstum von 0,8 Prozent auf EUR 69,5 Mrd. nahezu konstant bleiben, während der Markt für Unterhaltungselektronik mit -7,3 Prozent auf ein Marktvolumen von EUR 7,6 Mrd. rückläufig sein wird. 3 Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für die Gesellschaft sind angesichts der konjunkturellen Prognose herausfordernd, werden jedoch positiver für das Geschäftsumfeld der Gesellschaft gesehen. So wird erwartet, dass aufgrund der bestehenden Knappheit von Ressourcen eine stärkere Nachfrage nach Automatisierung, Digitalisierung und Ressourceneffizienz entsteht, von der die Gesellschaft nachhaltig profitieren wird. 1 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2023, https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2023.html 2 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2023, https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2023.html 3 Bitkom, ITK-Marktzahlen Januar 2023 https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KonzernsGeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2022 hat unser Unternehmen seine Wachstumsstrategie fortgesetzt und mit dem Erwerb der ECCELERATE GmbH, München, sowie der Valearis GmbH, München, zwei bedeutende Akquisitionen durchgeführt. Als finanzielle Leistungsindikatoren zieht die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und Ertrag und Abschreibungen (EBITDA) heran. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 sowohl organisch als auch anorganisch von TEUR 33.366 auf TEUR 63.101 gestiegen. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt hierbei in Deutschland. Das Rohergebnis der Gruppe (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.192 auf TEUR 57.068 deutlich verbessert, was im Wesentlichen durch die Akquisitionen in 2021 und Konsolidierung über einen 12-Monatszeitraum der neuen Gesellschaften sowie dem Erwerb von 2 weiteren Gesellschaften in 2022 (Erstkonsolidierung zum 1. März 2022) erreicht wurde. Das EBITDA hat sich im Zuge dessen von TEUR 5.847 um TEUR 3.237 auf TEUR 9.084 erhöht. Vermögenslage und KapitalstrukturDie Bilanzsumme hat sich aufgrund der getätigten Akquisitionen von Unternehmensbeteiligungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.098 auf TEUR 150.416 erhöht. Die Bilanzsumme verteilt sich mit 77,4% (Vorjahr: 76,5%) auf das Anlagevermögen, mit 22,0% (Vorjahr: 23,0%) auf das Umlaufvermögen sowie mit 0,5% (Vorjahr: 0,4%) auf die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Wesentliche Vermögenspositionen im Anlagevermögen sind dabei die Geschäfts- und Firmenwerte sowie der Kundenstamm. Die wesentlichen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Akquisitionen weiterer Gesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 19.730 sind im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau geblieben (TEUR 19.063) FinanzlageEine ausreichende Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben und die Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von TEUR 4.411 erzielt (Vorjahr: TEUR 4.018). Nach Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeiten (i.W. für die Akquisition weiterer Gesellschaften) in Höhe von TEUR -31.262 (Vorjahr: TEUR -35.015) und Zuflüssen aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten (i.W. durch die Neuaufnahme eines Kredits im Rahmen einer Refinanzierungsrunde) in Höhe von TEUR 25.313 (Vorjahr: TEUR 37.061) ergab sich am Ende der Periode ein Finanzmittelfonds von TEUR 16.254 (Vorjahr: TEUR 16.942), in welchem in Höhe von TEUR 3.253 (Vorjahr: TEUR 5.500) eine kurzfristig zur Disposition stehende Finanzmittelanlage enthalten ist, welche in der Bilanz unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Kapitalseitig verteilt sich die Bilanzsumme mit 39,8% (Vorjahr: 46,7%) auf das Eigenkapital, mit 10,4% (Vorjahr: 18,8%) auf die Rückstellungen, mit 45,2% (Vorjahr: 30,0%) auf die Verbindlichkeiten und mit 4,6% (Vorjahr: 4,4%) auf passive Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern. Die gesamten sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 10.553 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Earn-out-Komponenten aus in 2021 durchgeführten Unternehmensakquisitionen, welche in 2023 und 2024 fällig werden. Der Hauptgrund für den deutlichen Rückgang der sonstigen Rückstellungen waren die in 2022 teils fälligen Zahlungen aus bestehenden Earn-out-Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.738. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat der Gesellschafter der Gruppe eine Einlage in die Kapitalrücklage geleistet (TEUR 11.447). Der sowohl prozentuale als auch absolute Anstieg der Verbindlichkeiten begründet sich durch die Refinanzierung des ursprünglichen Kredits durch Aufnahme eines neuen Kredits mit Tranchen, deren überwiegender Teil eine Laufzeit von mehr als 6 Jahren hat. In Summe bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 61.610 (Vorjahr: TEUR 26.875) bestehen. Darüber hinaus gibt es noch zugesagte, aber ungenutzte Kreditlinien über weitere TEUR 29.000. ErtragslageDie Umsatzerlöse haben sich vor allem bedingt durch die Akquisitionen im aktuellen und im vorherigen Geschäftsjahr auf TEUR 63.101 erhöht (Vorjahr: TEUR 33.366). Das organische Wachstum im aktuellen Berichtsjahr ist moderater als im letzten Berichtsjahr ausgefallen; es konnte durch gezielte Maßnahmen zur Kundenbindung sowie durch die Integration der erworbenen Unternehmen ein solider Umsatz erzielt werden. Die Materialaufwandsquote beträgt 9,6% (Vorjahr: 7,5%). Der Materialaufwand ist dabei u.a. speziell durch verstärkten Einsatz von Freelancern stark gestiegen. Die Personalaufwandsquote beträgt 61,5% (Vorjahr: 59,5%) und ist nur leicht gestiegen. Die Abschreibungen haben sich bedingt durch die laufenden Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert, der durch die Akquisitionen begründet ist, und den erworbenen Kundenstamm im Rahmen der Akquisitionen auf TEUR 16.763 erhöht (Vorjahr: TEUR 9.116). Durch die Ausweitung der Finanzierung ist das Finanzergebnis auf TEUR -4.845 gesunken (Vorjahr: TEUR -1.452). Der Finanzierung liegt hierbei ein variabler Zinssatz zu Grunde, der an die Entwicklung des EURIBOR gekoppelt ist. Damit begründet sich die Entwicklung insbesondere mit im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausweitung der Finanzierung stehen. In Summe hat sich insbesondere durch das negative Finanzergebnis, durch einen erhöhten Steueraufwand für laufende und latente Steuern i.H.v. TEUR -1.299 (Vorjahr: TEUR -132) das Konzernjahresergebnis nach Minderheiten auf TEUR -13.833 (Vorjahr: TEUR -4.856) reduziert. Gesamtaussage zur Entwicklung im Geschäftsjahr 2022Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 ist unter Berücksichtigung der Besonderheiten bedingt durch die COVID-19-Pandemie, die Inflation, die Ukraine-Krise und die Integration der neuen Konzerngesellschaften in der Gesamtheit - vor dem Hintergrund der Ergebnisbeiträge und des Wachstums - als gut zu beurteilen, auch wenn die ursprünglich gesteckten Ziele nicht erreicht wurden. 4. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem des KonzernsDas grundsätzlich verwendete Instrument zur Risikofrüherkennung ist die regelmäßige Überwachung der Finanzzahlen, die die Aufwands- und Ertragslage darstellen. Weitere Berichte beinhalten u.a. Statistiken zur Auslastung. Darüber hinaus unterstützen Instrumente des Risikomanagements die Prävention und Steuerung von Risiken. Zentrales Element bildet hierbei der "Code of Conduct", ein Verhaltenskodex, der für alle Angestellten gilt und unter anderem den Umgang mit sensiblen Informationen und Verschwiegenheit, personenbezogenen Daten und Datenschutz, dem Besitz und Schutz von geistigem Eigentum, sowie unlauterem Wettbewerb und Korruption regelt. Damit wurden in geeigneter Form erforderliche Maßnahmen getroffen, um mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig erkennen und rechtzeitig geeignete Schritte einleiten zu können. ChancenDie Unternehmen in Deutschland werden weiterhin stark in digitale Kanäle investieren. Die Pandemie hat die Notwendigkeit vieler Unternehmen zur Kommunikation mit Kunden und Partnern via digitale Kanäle offengelegt. Die Lösungen von Mindcurv fokussierend auf Digitale Anwendungen, Cloud Infrastruktur und Managed Services versetzen die Gesellschaften des Konzerns in eine aussichtsreiche Position zur Gewinnung neuer Kunden sowie zur Erzielung entsprechender finanzieller Ergebnisse. Durch die in 2022 dazugewonnen Akquisitionen hat die Mindcurv Gruppe ihr Dienstleistungsportfolio erheblich verbreitert und speziell mit der Akquisition der Eccelerate das bisherige Portfolio als IT-Kompetenz und Design- und Kreativleistungen um die Managementberatung ergänzt, und gilt damit nun als Full-Service-Anbieter von Digital Experience Services. Dadurch steigt die Sichtbarkeit in diesem Marktsegment, und es gelingt zunehmend, auch größere Enterprise-Projekte im gehobenen Mittelstand zu gewinnen. RisikenGesamtwirtschaftliche RisikenWir sehen Unsicherheiten hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten, die sich weiter verstärken können. Vor allem die russische Invasion in die Ukraine und ihre politischen und wirtschaftlichen Folgen bergen weitreichende Risiken. Negative Auswirkungen auf Produktionsprozesse, Einkaufs-, Liefer- und Logistikprozesse können nicht ausgeschlossen werden. Zudem können weitere Energieversorgungsengpässe zu einer weiter anhaltenden hohen Inflation führen. Aufgrund der weiter fortgeführten Digitalisierungsinitiativen unserer Kunden sehen wir die genannten Risiken als beherrschbar für unsere Geschäftstätigkeit an. BranchenrisikenDie Märkte für unsere digitalen Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind rasanten Änderungen unterworfen und hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität und Kundenservice hochgradig wettbewerbsintensiv. Wir sind mit etablierten Wettbewerbern konfrontiert, die neue Geschäftsmodelle anbieten oder eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Daher überwachen und analysieren wir kontinuierlich den Wettbewerb und den Markt, um ungünstige Entwicklungen besser voraussehen zu können, anstatt lediglich darauf zu reagieren. AusfallrisikenDem Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen wird durch ein effizientes Debitoren-Management entgegengewirkt. Rechtliche RisikenDie Mindcurv Gruppe ist derzeit nicht in Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten und die im Konzernabschluss berücksichtigt werden mussten. Daneben sind auch keine außergerichtlichen Ansprüche bekannt. Zur Absicherung aus Ansprüchen aus Gewährleistungen wurden ausreichend Rückstellungen gebildet. IT-Risiken / Datenschutz / BetriebssicherheitIT Risiken, z. B. Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz von unseren Systemen wird durch laufende Überwachung, Anpassungsmaßnahmen sowie durch redundante Systeme begrenzt. Das Risiko wird als gering betrachtet. PersonalrisikenDie Rekrutierung von hochqualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern ist aufgrund des Fachkräftemangels ein Risiko für die Erreichung des geplanten Wachstums in der Zukunft. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Talente im Bereich der Digitalisierung zu identifizieren und einzustellen. Zudem müssen wir es schaffen, sie zu integrieren, zu entwickeln und an uns zu binden, nachdem sie bei uns angefangen haben. Dies scheint besonders relevant in Zeiten einer neuen, virtuellen Arbeitsumgebung. Daher haben wir eine Strategie entwickelt, um proaktiv Mitarbeiter mit den notwendigen Fähigkeiten für unser Geschäft zu suchen. Technologie und Digitalisierung helfen uns dabei, die von uns gesuchten Talente zu gewinnen, auszuwählen und zu halten. Temporär greift die Gruppe auch auf externe Freelancer zurück. Währungsrisiken in Bezug auf Vermögensgegenstände und SchuldenForderungen und Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Aufgrund des überwiegenden Tätigkeitsspektrums im Euro-Raum bestehen keine materiellen Währungsrisiken, die einer Absicherung bedürfen. ZinsänderungsrisikenAus dem Darlehensvertrag heraus hat die Gruppe das Risiko, dass der EURIBOR und damit die Finanzierungskosten steigen. Da die Gruppe aber über eine stets gute Liquidität verfügt, sehen wir dieses Risiko nicht als wesentlich an. Ebenfalls im Darlehensvertrag vereinbart ist das Einhalten gewisser Covenants, die quartalsweise von den finanzierenden Banken geprüft werden. Um diesem Risiko zu begegnen, betreibt die Gruppe u.a. ein entsprechendes working-capital-management. InflationsrisikoDie gestiegene Inflation kann kundenseitig die Investitionsbereitschaft negativ beeinflussen. Wir beobachten diese Situation, um kurzfristig darauf reagieren zu können und Gegenmaßnahmen treffen zu können. Aktuell sehen wir das Risiko hieraus als gering an. Gesamtaussage zur RisikolageDie Geschäftsführung erachtet die identifizierten Risiken als beherrschbar ein. Bestandsgefährdende Risiken darüber hinaus bestehen nicht. 5. PrognoseberichtIn der Prognose wurden die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Informationen und Ereignisse berücksichtigt, die den Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung entsprechen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise in der Ukraine ist eine Umsatz- und EBITDA-Prognose mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die konkrete Auswirkung des Krieges in der Ukraine und der noch anhaltenden globalen Störung der Lieferketten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2023 ist zurzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierter. Wir unterstellen jedoch, dass die geopolitischen Spannungen nicht weiter eskalieren und die Engpässe in den Versorgungsketten weiter zurückgehen werden. Auf Basis unserer aktuellen Planung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Verbesserung von Umsatzerlösen und EBITDA.
Essen, 12. Juni 2023 Amjad Liaquat Nazareno Avila |
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