Cinecore Motion Pictures GmbH
Same addressMotion picture, video and television programme distribution activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Joel Schürmann since 4/22/2025 | Procura |
Jürgen Schürmann since 2/10/2004 | Managing Director |
Karl Hermann Cordier since 2/10/2004 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 54.52% | |
| 45.48% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
POOLgroup GmbHEmsdettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind weitgehend im Anhang zu finden. Sofern vorliegend, wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG erweitert. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Steinfurt (Registergericht) unter der Handelsregisternummer HRB 4513 geführt. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Im Einzelnen wurden folgende wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen über die erwartete betriebsbedingte Nutzungsdauer, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, und sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bewertet. Bei den Genossenschaftsanteilen handelt es sich um Geschäftsguthaben bei der Volksbank im Münsterland e.G. und der Volksbank Stuttgart e.G. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte werden prinzipiell zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertpinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten bewertet. Kosten für allgemeine Verwaltung, soziale Einrichtungen oder freiwillige soziale Leistungen bzw. betriebliche Altersversorgung, Fremdkapitalzinsen sowie die Gewerbesteuer werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind prinzipiell mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 2 % Rechnung getragen. Die Forderungen haben nahezu allesamt eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden mit dem Nennwert angesetzt. 3. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Bei der Bewertung der Versorgungszusage mit bestehender Rückdeckung werden die Regelungen des IDW RH FAB 1.021 beachtet; wir verweisen auf die Darstellungen zur Verrechnung von Vermögensgegenständen mit Schulden und von Aufwendungen mit Erträgen gemäß § 246 Abs. 2 HGB unter Punkt 3. zu den Angaben zur Bilanz. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zinslose längerfristige Verbindlichkeiten liegen nicht vor. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Die POOLgroup GmbH hält zum Bilanzstichtag 100 % des Stammkapitals von TEUR 100 an der elakustik Beschallungs-, Konferenztechnik-, Audio-Service GmbH. Die elakustik Beschallungs-, Konferenztechnik-, Audio-Service GmbH, die ein kalenderjahrgleiches Geschäftsjahr hat, weist im letzten vorliegeden Abschluss für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 762 und ein Eigenkapital von TEUR 1.877 aus. Die sonstigen Ausleihungen entfallen auf nahestehende Personen und werden mit 2% p.a. verzinst. Das zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen in Form von Rückdeckungsversicherungen investierte Vermögen, welches zur Absicherung der Pensionsberechtigten zu deren Gunsten verpfändet wurde (sog. Planvermögen), wurde mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet; wir verweisen auf die Erläuterungen zu Punkt 3. 2. Umlaufvermögen Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden antizipative Forderungen für erst im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuerbeträge i.H. von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 34) ausgewiesen. 3. Verrechnung von Vermögensgegenständen mit Schulden und von Aufwendungen mit Erträgen gemäß § 246 Abs. 2 HGB Mit dem im Vorjahr erstmals verpflichtend zu berücksichtigenden IDW PH FAB 1.021 hat sich die Bewertung der Pensionsrückstellung und der bestehenden Rückdeckungsversicherung (sog. Planvermögen) zum Teil geändert. Für die bestehende teilkongruente versicherungsgebundene Zusage wurde eine zweistufige Bewertung vorgenommen. Für den kongruenten Teil wurden die Zeitwerte der Versorgung und der Rückdeckungsversicherung berechnet, wohingegen der inkongruente Teil mit dem Erfüllungsbetrag bewertet wurde. Bei der anschließenden Verrechnung der Pensionsverpflichtung mit der Rückdeckungsversicherung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Berechnung des Zeitwerts der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 548 liegt das vertragliche Pensionierungsalter sowie ein Rechnungszins von 1,89% p.a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB und Rückstellungsabzinsungsverordnung für die Duration von 18,4 Jahren zugrunde. Daneben wurden bei der angewandten Methode der laufenden Einmalprämien (sog. "projected unit credit method") ein Rententrend von 1,00 % und entsprechend der vertraglichen Grundlagen weder ein Gehaltstrend noch eine Fluktuationswahrscheinlichkeit unterstellt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Als Zeitwert der Rückdeckungsversicherung gelten, mangels beizulegendem Zeitwert, die Anschaffungskosten, die durch ein Bewertungsgutachten in Höhe des steuerlichen Aktivwerts nachgewiesen sind; diese betragen zum Stichtag TEUR 818. Zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen wurde in Rückdeckungsversicherungen investiert, die zugunsten des Pensionsberechtigten verpfändet sind (sog. Planvermögen). Auf Grund dessen wurde dieses Planvermögen mit den bestehenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Daraus entstand der zum Bilanzstichtag ausgewiesene aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 214). Die Aufwendungen aus der Auf- und Abzinsung von Verpflichtungen und Vermögen betragen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3). Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn statt sieben Geschäftsjahren bei der Bewertung der Pensionsverpfichtungen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). 4. Aktive latente Steuern Die latenten Steuern entfallen bei einem latenten Körperschaftsteuersatz von 15% zzgl. Solidaritätszuschlag und einem latenten Gewerbesteuersatz von 16% auf Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen. 5. Eigenkapital Der Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung gesperrten Beträge beträgt TEUR 79 und entfällt gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschließlich auf aktive latente Steuern. Von den prinzipiell frei verfügbaren Eigenkapitalanteilen in Höhe von TEUR 11.548 stehen nach Abzug der gegen Ausschüttungen gesperrten Beträge TEUR 11.469 für Ausschüttungen zur Verfügung. 6. Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 2 durch Sicherungsübereignungen gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit keinen Sicherheiten hinterlegt. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte von gelieferten Vermögensgegenständen. 7. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag liegen Avalverbindlichkeiten und Bürgschaften zugunsten Dritter in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 71) vor. Daneben bestehen Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50), die vollständig auf verbundene Unternehmen entfallen. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Personalaufwand Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 106) auf Aufwendungen für Altersversorgung. 2. Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten ausnahmslos planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. 3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge entfallen mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) auf verbundene Unternehmen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Aufwendungen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. 5. Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 110), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 11 (im Vorjahr: TEUR 5) enthalten. Für das Geschäftsjahr 2023 werden außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 590) ausgewiesen. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat langfristig Grundstücke und Räumlichkeiten gemietet. Die jährliche Mietzahlung beträgt TEUR 1.490 (ab 2024: TEUR 1.547); davon entfallen auf nahestehende Personen jährlich TEUR 1.171 (ab 2024: TEUR 1.228). Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen über bewegliche Vermögensgegenstände i.H. von insgesamt TEUR 353. Davon entfallen TEUR 156 auf 2024, TEUR 129 auf 2025, TEUR 53 auf 2026, TEUR 9 auf 2027, TEUR 3 auf 2028 und TEUR 3 auf 2029. Es bestand zum Bilanzstichtag neben den laufenden Bestellungen von Materialien ein Bestellobligo über TEUR 622. 2. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDas Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Im Bilanzgewinn von TEUR 11.548 ist der Gewinnvortrag von TEUR 11.149 (Vorjahr: TEUR 9.419) enthalten. 3. Geschäftsführung Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen: Herrn Karl-Hermann Cordier, Kaufmann, Emsdetten, Herrn Jürgen Schürmann, Kaufmann, Münster. 4. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren entsprechend der handelsrechtlichen Definition im Unternehmen 150 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 137), die sich wie folgt aufteilen:
Emsdetten, den 08.05.2024 Geschäftsführung gez. K.-H. Cordier gez. J. Schürmann
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die POOLgroup GmbH ist ein seit Jahren tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen. Die Bereiche setzen sich zusammen aus der Projektumsetzung, Event-Fachplanung sowie dem technischen Support. Die Aufträge werden umgesetzt in den Fachabteilungen Planung und Consulting, Kreation, Produktionsdesign, sowie in den rein technischen Bereichen der Beschallung, Beleuchtung und Videotechnik. Zur Umsetzung des Qualitätsanspruches wird hochqualifiziertes Personal eingesetzt; die Mitarbeiter sind an insgesamt 4 Standorten tätig. Aufgrund der vorhandenen Fachkompetenzen und Synergien besitzt die POOLgroup GmbH eine hohe Flexibilität, um den unterschiedlichen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Weiterhin bietet die Flexibilität und das vorhandene Knowhow der Mitarbeiter die Möglichkeit die Dienstleistungen in den verschiedenen Marktsegmenten, vorrangig in den Bereichen der öffentlichen Hand, der Wirtschaft und Industrie sowie der Show und Unterhaltung, zu platzieren. Das Unternehmen fungiert hierbei entweder als Generalunternehmer oder es übernimmt die Verantwortung für einzelne Teilbereiche. Für die Umsetzung individuell zugeschnittener Konzepte wird moderne Technik eingesetzt. Durch ständige Erneuerung und Erweiterung der technischen Gerätschaften ist das Unternehmen in der Lage, hohe Kundenanforderungen und moderne, zeitgemäße Veranstaltungsdesigns zu entwickeln und umzusetzen. Eine marktspezifisch eingerichtete Vertriebs- und Marketingabteilung garantiert die dafür notwendige Auftragsakquisition und Kundenbetreuung. Für den Aufbau und die nachhaltige Sicherung der Personalstrukturen betreibt das Unternehmen aktives Ausbildungsmanagement sowie zeitgemäße Formen des Recruitings. Für das Personal notwendige Anforderungen an Arbeitssicherheit, Gesundheitsmanagement sowie der notwendige betriebliche Datenschutz werden im laufenden administrativen Prozess umgesetzt und regelmäßig geschult. Mit den Erfahrungen der Corona-Pandemie aus den Jahren 2020 und 2021 zeigt sich, dass sich das Geschäftsmodell als anpassungsfähig und zukunftsorientiert bewiesen hat. 2. Steuerungssystem Das wirtschaftliche Umfeld unterliegt ständigen Schwankungen durch Kunden, Markt- oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die eingeführten Steuerungssysteme bei der POOLgroup GmbH haben das Ziel, neben der finanzwirtschaftlichen Steuerung des Unternehmens über ständige Beobachtungen des Marktes Tendenzen für die eigene Branche frühzeitig erkennen zu lassen. Zu den wichtigsten Steuerungssystemen zählt das aktive Forecasting, das Aufschluss über Umsatzgrößen und Deckungsbeiträge auf Projekt- und Segmentebene gibt, und ein regelmäßiges Reporting über Kennzahlen des Rechnungswesens. Aber auch abseits des Reportings wird intern durch ständige Überprüfungen der einzelnen Arbeitsabläufe ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gelebt. Die Überprüfung eigener Strukturen ist für uns selbstverständlich, um durch eine ständige Weiterentwicklung eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu erfahren. Ein wesentlicher Aspekt unseres Denkens und Handelns ist dabei die Beziehung zu unseren Geschäftspartnern. Eine zielgerichtete Frage lautet daher immer, wie wir für unseren Kunden den gewissen Mehrwert schaffen, der uns gleichzeitig eigene Wettbewerbsvorteile generiert. Durch Hinterfragung der generellen marktbedingten Einflussgrößen, Analysen der eigenen Stärken und Schwächen und durch eine ständige Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells, leben wir die Gewissheit, jederzeit am Markt wettbewerbsfähig zu agieren. Auch in unwegsamen Zeiten der Corona-Pandemie hat sich dieses Geschäftsmodell mit seinem bestehenden Steuerungssystem als zuverlässig und wirksam erwiesen. II. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Nachdem das Jahr 2022 in vielerlei Hinsicht, aber insbesondere durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, eine Zeitenwende bedeutete, so ist auch das Jahr 2023 geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen. Der anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine und dessen Folgen, u.a. die Energiekrise und die Lieferkettenproblematik, belasten die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023. Während die Energiekrise durch intensive staatliche Maßnahmen im ersten Halbjahr 2023 bereits merklich entschärft werden konnte, so verschärfte sich die Lieferkettenproblematik durch das Entflammen eines weiteren militärischen Konflikts, dem Gaza-Krieg, im dritten Quartal 2023 mit ungewissen, aber spürbar negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands betrug im Jahr 2023 rund 4,12 Billionen Euro. Dies entspricht einem nominalen Wachstum von 6 Prozent. Dies ist allerdings überwiegend in der Inflation begründet. Preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen ist dabei sehr unterschiedlich, überwiegend leicht positiv, verlaufen. Profitieren konnten unter anderem einige Dienstleistungsbereiche, die nach dem Entfall der Corona-Schutzmaßnahmen zu einer Normalleistung zurückkehren konnten. Hervorzuheben sind die Sonstigen Dienstleister mit einem Wachstum von 7,1% (Vorjahr: 6,3%). Zu diesen zählen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche sowie die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2023 um 5,6% (Vorjahr: 4,6%) auf rund 2,03 Billionen Euro. Der Arbeitsmarkt in Deutschland bewies sich in 2023 mit nahezu 45,8 Millionen Erwerbstätigen als stabil, wenngleich auch die Zahl der offenen Stellen mit 845.000 auf ein Höchstwert anstieg. Hier zeichnet sich der Fachkräfteengpass in Deutschland abermals ab. Der Außenhandelsbeitrag wies im Jahr 2023 einen Exportüberschuss in Höhe von 224 Milliarden Euro aus. Dies ist auf einen merklichen Rückgang der Importe von 9,3% bei konstanten Exporten (-0,2%) gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Sachverständigenrat betont indes, dass Deutschland aufgrund seiner Verflechtungen in internationale Wertschöpfungsketten zu einer der offensten und wohlhabendsten Volkswirtschaften der Welt geworden sei. Im Veranstaltungssektor ist sowohl die Anzahl der Veranstaltungen als auch die Besucheranzahl wie im Vorjahr angestiegen. Die Zahl der Veranstaltungen auf dem Tagungs- Kongress- und Eventmarkt lag im Jahr 2023 bei rund 2,2 Millionen (2022: 1,7 Mio), die Anzahl der Besucher stieg auf 311 Mio (2022: 184 Mio). Diese Zahlen erreichen jedoch noch immer nicht den Stand von 2019, dem Jahr vor der Corona Pandemie, in dem rund 2,9 Millionen Veranstaltungen mit mehr als 400 Millionen Besucher stattfanden. Trotz des Trends steigender Veranstaltungszahlen und erhöhten Besucheraufkommens muss sich der Veranstaltungssektor den bekannten Problemen, unter anderem dem Fachkräftemangel, schwankender Veranstaltungsreihen und steigender Produktionskosten, weiterhin stellen. 2. Geschäftsverlauf Nachdem das Jahr 2022 noch vom Nachholbedarf der Corona Pandemie geprägt war, hat sich der Geschäftsverlauf im Jahre 2023 normalisiert. Gemessen am Vorjahr, mussten gleich mehrere Marktsegmente planmäßige Umsatzrückgänge verzeichnen. Hinzu kommen unplanmäßige Verschiebungen von Veranstaltungen aus dem Jahr 2023 ins Folgejahr 2024. Dies betraf insbesondere die Marktsegmente der öffentlichen Hand. Das Marktsegment Touring überzeugt trotz zuvor genannter Normalisierung des Marktes durch eine Umsatzsteigerung um 10,8%, gestützt von zielgerichteten Investitionen in technisches Equipment. Unter den herausfordernden Rahmenbedingungen konnte durch die aktiven Steuerungssysteme trotz des Rückgangs des kumulierten Umsatzes bei parallel reduziertem Materialeinsatz ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden. Dieses führt zu einer weiteren, marginalen Steigerung des absoluten Eigenkapitals. Das Unternehmen sieht sich strukturell wie auch wirtschaftlich ordentlich aufgestellt, um die künftigen Herausforderungen mit der notwendigen Souveränität angehen zu können. 3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 21.913T€ (2022: 22.279 T€) und ist damit um rund 366T€ (2022: +5.692 T€) reduziert. Dies entspricht einer Abnahme um 1,6% der Bilanzsumme. Während es im Anlagevermögen zu einer Erhöhung von 4,6% (absolut 527 T€) gekommen ist, ist das Umlaufvermögen in einem Wert um 1.118 T€ (-10,8%) reduziert. Die Investitionsbereitschaft im Jahr 2023 lag auf Vorjahresniveau, wodurch sich das Sachanlagevermögen innerhalb des Anlagevermögens um 1.068 T€ (+10,8%) auf 10.916 T€ erhöht. Das Sachanlagevermögen entspricht damit 49,9% des Gesamtvermögens (2022: 44,2%). Insgesamt wurden im Sachanlagenbereich Investitionen in einem Gesamtwert von über 5,5 Millionen Euro getätigt, die sich zum überwiegenden Anteil auf Investitionen für die für den Veranstaltungsbereich benötigten Ausrüstungsgegenstände beziehen. Bei den Finanzanlagen ist es insgesamt zu einem Rückgang in Höhe von 539 T€ (2022: +311 T€) gekommen. Maßgeblich waren dabei Rückführungen von verbundenen Unternehmen und sonstiger Ausleihungen. Das gesamte Anlagevermögen, bestehend aus den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sach- und den Finanzanlagen beläuft sich somit auf 12.080 T€ (2022: 11.553 T€) und entspricht 55,2% des Gesamtvermögens (2022: 51,9%) der Unternehmung. Das als Folge der gesunkenen Gesamtleistung leicht rückläufige Umlaufvermögen resultiert aus einem verringerten Vorratsbestand sowie einem niedrigeren Bestand an ausstehenden Forderungen aus Lieferung und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenständen. Zwar sind die liquiden Mittel stichtagsbezogen um 633 T€ gestiegen, aber sowohl die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sanken um 723 T€ auf insgesamt 4.526 T€ (2022: 5.249 T€) als auch die Sonstigen Vermögensgegenstände um 722 T€ auf 777 T€ (2022: 1.499 T€). Die Guthaben bei den Kreditinstituten belaufen sich auf absolut 3.778 T€ und liegen damit um 20,1% höher als zum Stichtag des Vorjahres (2022: 3.144 T€). Die Gesamtsumme des Umlaufvermögens beträgt absolut 9.243 T€ (2022: 10.360 T€) und entspricht 42,2% des Gesamtvermögens. Das Eigenkapital beträgt unter Zuführung des Jahresüberschusses in Höhe von 399 T€ nunmehr 11.898 T€ und entspricht damit 54,3% (2022: 50,0%) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Jahr 2023 nunmehr rund 3,5%. Die Reduzierung der Sonstigen Rückstellung um 772 T€ basiert hauptsächlich auf im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Verpflichtungen im Personalbereich. Die Summe der Verbindlichkeiten ist insgesamt um 906 T€ angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von 13,5% und beträgt absolut 7.609 T€. Die Reduzierungen bei den stichtagsbezogenen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (-1.033 T€) und den sonstigen Verbindlichkeiten (-332 T€) werden durch die Erhöhungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1.011 T€), den erhaltenen Anzahlungen von Kunden (448 T€) und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (812 T€) überkompensiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 um 32,7% auf 4.107 T€. Die prozentuale Fremdkapitalquote ist korrespondierend zu der erhöhten prozentualen Eigenkapitalquote auf 45,7% (2022: 48,4%) gesunken. Gleichzeitig ist auch der Verschuldungsgrad, ausgedrückt als das Verhältnis von Fremdkapital zum Eigenkapital, auf 0,8 zurückgegangen. Nach wie vor ist der Verschuldungsgrad ein Schlüsselindikator für die Bonitätsbewertung durch Kreditinstitute im Rahmen von Kreditgeschäften. Im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung in der Branche sehen wir uns bei Finanzierungen keinen Bonitätsproblemen ausgesetzt. Die starke finanzwirtschaftliche Stabilität spiegelt sich auch in dem erzielten Cash Flow (hier definiert als Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) wieder. So wurde im Geschäftsjahr 2023 ein positiver Cash Flow in Höhe von 3.888 T€ (2022: 7.363 T€) erwirtschaftet. Der Cash Flow bietet auch im Jahr 2023 die interne Finanzierungskraft für einen Großteil der getätigten Investitionen. Das Rohergebnis ist im Jahre 2023, wie unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs bereits aufgeführt von einem Umsatzsatzrückgang ausgehend, auf 17.903 T€ (2022: 23.133 T€) zurückgegangen. Dies entspricht einem prozentualen Rückgang gemessen am Vorjahr von 22,6% (2022: +172,4%). Auf Basis dieses Rohergebnisses wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 398 T€ (2022: 4.730 T€) erzielt. Das Betriebsergebnis beträgt 721 T€ (2022: 6.891 T€). Aus dem geminderten Rohergebnis und dem proportional gesunkenen Jahresergebnis lassen sich Rückschlüsse auf konstanten Aufwendungen der Gesellschaft ziehen. Während der Personalaufwand um 504 T€, bedingt durch eine Mischung an Neuanstellungen und Austritten sowie nicht zum Trage gekommener erfolgsabhängiger Boni, zurückging, sind die Aufwendungen für Abschreibung, begründet in den unverändert hohen Investitionen insbesondere in das technische Equipment, um 855 T€ sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere die der sonstigen Fremdleistungen (+202 T€), der Internet- und Telefonkosten (+104 T€) sowie der Wartungskosten für Hard- und Software (+94 T€), um insgesamt 590 T€ gestiegen. Unter der weiteren Berücksichtigung des Zinsergebnisses, den Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie den sonstigen Steuern ergibt sich der Jahresüberschuss in Höhe von 398 T€ (2022: 4.730 T€). III. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft befindet sich 2024 weiterhin in einem schwierigen Umfeld. Sie stagniert. Sie befindet sich regelrecht in einer Rezession. Auch für das 2.-4. Quartal rechnet das IFO Institut mit Stagnation und beziffert die Erwartung der Gesamtentwicklung für das Jahr 2024 mit nur 0,2%. Die Maßnahmen der Zentralbanken und staatlichen Behörden zeigen sukzessive Wirkung. Die Inflation liegt per Februar 2024 nur mehr bei 2,5%. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank wurde in mehreren Stufen gesenkt. Die Kaufkraft, insbesondere die der privaten Haushalte, nimmt wieder zu. Die Unsicherheiten bezüglich der Haushaltsfragen der Öffentliche Hand dauern jedoch an. Die zunehmende Kaufkraft privater Haushalte sowie die sinkenden Zinsen werden die Ausgabefreudigkeit erhöhen. Die Sparneigung werde langsam zurückgehen. Für arbeitsintensive Dienstleiter wird die Teuerung jedoch nur langsam zurückgehen, da gestiegene Lohnkosten den Preisdruck aufrechterhalten werden. Für den Veranstaltungsbereich stellte die Corona Pandemie einen Wendepunkt dar. Während viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten, wurden gleichzeitig neue, virtuelle und duale Lösungen entwickelt. Die Zahl der Präsensveranstaltungen nimmt in der Branche wieder spürbar zu. Die neu entwickelten Lösungen werden jedoch weiterhin und dauerhaft die Vielfältigkeit innerhalb der Veranstaltungsbranche erhöhen. Wir erwarten - wie in den Vorjahren - einen anspruchsvollen Geschäftsverlauf für das Jahr 2024, der bei sich durch Anfragen als ausgeglichene Marktsegmentverteilung andeutet, die uns im Saisonverlauf vor bekannte Herausforderungen, wie beispielsweise die eigenen Kapazitätsgrenzen, stellen werden. Die Abwicklung planmäßiger aber unregelmäßig stattfindender Großveranstaltungen ist eine unserer Kernkompetenzen, für die wir bekannt sind. Insbesondere die durch die Corona Pandemie gekennzeichneten Jahre 2020 und 2021 haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, uns auf veränderte Bedürfnisse am Markt auch kurzfristig einzustellen. Angepasste Leistungspaletten, motivierte Mitarbeiter, langjährige und gute Kundenbindungen und stabile vertragliche Kontrakte ermöglichen uns eine kontinuierliche Entwicklung in allen Marktsegmenten. Trotz schwieriger Marktbedingungen sehen wir uns in einer gestärkten Position am Markt. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein zufriedenstellendes, positives Ergebnis. Die kontinuierlichen, unterjährigen Prognosen der Umsatz- und Deckungsbeitragserwartung entnehmen wir unserem Forecast-System, bei dem die Planungen von Veranstaltungen unserer Kunden stetig bewertet werden. Unter Berücksichtigung vorliegender Kostenplanungen leitet sich daraus unsere Ergebniserwartung ab, die durch Erfahrungen bestätigt in der Regel nah bei dem sich tatsächlich einstellenden Ergebnis liegt. Struktur- und Prozessoptimierungen spielen auch für die erfolgreiche Umsetzung von Veranstaltungen eine zentrale Rolle. Die von uns in 2022 für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Umsatzerwartungen traten im Wesentlichen ein. Lediglich die kurzfristig auf 2024 verschobenen Veranstaltungen waren nicht vorhersehbar; diese Veranstaltungen erwarten wir zur Umsetzung gewichtet für das Jahr 2024. Aufgrund der gesunden wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität sowie der positiven Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft und der ansonsten fristenkongruenten Finanzierung sehen wir der Zukunft insgesamt positiv entgegen. IV. Risiko- und Chancenbericht Der Krieg in der Ukraine, der Krieg in Gaza, andere politische, geopolitische, teils militärische Konflikte prägen den Beginn des Jahres 2024. Auch die in 2024 anstehenden Wahlen in Europa und auch in den USA stellen potenziell wegweisende Ereignisse dar, die teils mittelbaren teils unmittelbaren Einfluss auf die (Welt)Wirtschaft haben. Risiken für die Wirtschaft allgemein bedingen auch gleichzeitig Risiken für die Dienstleistungsbranche und dem entsprechend auch für den Veranstaltungssektor. Ein nach wie vor bestehendes Problem und damit ein enormes Risikopotential stellt der Fachkräftemangel dar. Es entstehen immer neue Herausforderungen, Fachkräfte zu finden, einzustellen und zu halten. Gegenübergestellt der allgemeinen Risiken seien aber auch die Entwicklung neuer Chancen und Möglichkeiten, welche das Unternehmen intern ergriffen hat und ergreifen wird: Das umfassende Know-how unserer Mitarbeiter kann dazu genutzt werden, in der Breite unserer Marktsegmente unsere Kunden zu bespielen. Unterstützt wird dies durch die intensiven Investitionen in unser technisches Equipment, mit dem die Kundenwünsche stets mit moderner Technik bedient werden können. Um den Gegebenheiten gegenüber angemessen gewappnet zu sein, optimieren wir in enger Abstimmung mit unseren Kunden regelmäßig unsere Konzepte. Im Kern geht es dabei immer darum, dem Kunden gegenüber einen bedeutsamen Mehrwert zu schaffen und daraus eigenoptimierte Wettbewerbsvorteile zu generieren. Diesem Aspekt folgt zusätzlich eine kritische Auseinandersetzung mit internen Abläufen, welche im Wege eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses laufend optimiert werden. Dieser Prozess muss sich auch stetig den Anforderungen des Marktes stellen und dementsprechend angepasst werden. Durch einen Abgleich der Anforderungen mit dem eigenen Stärken- und Schwächen-Profil soll die Wettbewerbsfähigkeit jederzeit sichergestellt sein. Negative Tendenzen, sei es am Markt oder in einzelnen Produktionsfaktoren, gilt es proaktiv aufzunehmen und Konzepte zu entwickeln, um unser Unternehmen vor deren Folgen zu bewahren. Generell ist jedes unternehmerische Handeln untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Planungs und Steuerungsprozesse, das Berichtswesen und eine gesamtheitliche Risikobewertung. In regelmäßigen Meetings zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt, sowie Ziele und Maßnahmen abgestimmt. Dabei wird ausgehend von den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen der Bedarf an Veranstaltungen in den privatwirtschaftlichen und öffentlichen Segmenten analysiert. Auf Grund unserer guten Marktpositionierung und unserer stabilen Finanzierung sehen wir derzeit keine wesentlichen Risiken, die sich aus den individuellen Gegebenheiten des Unternehmens ergeben könnten. Darüber hinaus unterliegen wir - wie alle Marktteilnehmer - den Unwägbarkeiten der Märkte sowie der konjunkturellen Gesamtlage. Konkrete Bestandsgefährdungspotentiale sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. V. Finanzinstrumente Im Berichtszeitraum haben wir zwei Darlehen zur Investitionsfinanzierung mit langfristiger Laufzeit bei Kreditinstituten aufgenommen. Die Aufnahme dieser Darlehen wird sich positiv auf unseren Geschäftsverlauf auswirken, da wir hiermit unsere Produktionskapazitäten erweitern. Trotz der im Laufe der vergangenen Wirtschaftsjahre angestiegenen Zinssätze sowie der Tatsache, dass sämtliche Darlehensverbindlichkeiten mit langfristigen Laufzeiten versehen sind, besteht aufgrund von Zinsbindungen kein Zinsänderungsrisiko. Kontokorrentinanspruchnahmen liegen nicht vor.
Emsdetten, den 08.05.2024 Geschäftsführung gez. K.-H. Cordier gez. J. Schürmann BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023An die POOLgroup GmbH, Emsdetten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der POOLgroup GmbH, Emsdetten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der POOLgroup GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Rheine, 23. Mai 2024 pkr
Revision GmbH
gez. Hans-Torsten Junker, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG Der Jahresabschluss wurde am 06.06.2024 festgestellt. |
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