Gründerbaum B23-BS459 UG (haftungsbeschränkt)
Same addressManagement of non-residential real estate on a fee or contract basis
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Ursula Hansen since 2/27/2026 | Managing Director |
Marco Erbring since 12/20/2017 | Liquidator |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Company ownership and partner structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
BWTS GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Rechnungslegungsgrundsätze Der Jahresabschluss der BWTS GmbH, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 189681), wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der BWTS GmbH die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Von dem Wahlrecht nach § 276 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Merkmale für die Größenklassifizierung der Gesellschaft nach § 267 HGB stellen sich wie folgt dar:
Damit erfolgt die Einordnung der Gesellschaft in die Größenklasse nach § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren vorgenommen. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über zehn Jahre vorgenommen, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann (§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB). Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und sieben Jahren. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 8.229,67 (i. V. EUR 6.817,66) enthalten, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen. Es handelt sich hierbei um Vorsteuer, welche erst im Folgejahr abziehbar ist. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von EUR 18.571,43 (i. V. EUR 22.000,00) enthalten. Das Disagio wird linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (EUR 661.511,13), Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 43.150,00), Berufsgenossenschaft (EUR 71.863,87) sowie Übrige (EUR 1.068.510,00). 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich in 2023 wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr (2022) folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Als Sicherheit der Kreditfinanzierung sind die Geschäftsanteile der VRT Nord GmbH Vermietung- Verkauf-Service und Montage, Dänischenhagen, an das finanzierende Kreditinstitut verpfändet worden. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 30.993.720,83 (i. V. EUR 29.941.832,70) enthalten. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt in geographische Märkte auf:
Die Gesamterlöse werden im Wesentlichen durch Industrieservicetätigkeiten an Windenergieanlagen erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 305,48 (i. V. EUR 453,83) enthalten. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 2.925,26 (i. V. EUR 2.486,25) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1,71 (i. V. EUR 107,64). 5. Finanzergebnis Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit EUR 102.862,22 (i. V. EUR 68.100,77) verbundene Unternehmen. Die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. C. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB:
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus anderen langfristigen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 1.361.448,23 (i. V. EUR 869.134,30). 4. Organe der Gesellschaft Der Geschäftsführer ist:
Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Gehaltsangabe des Geschäftsführers verzichtet. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Die bezahlten Beiratsvergütungen in 2023 betrugen EUR 70.473,86. 5. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten gewesen wäre, ereignet.
Stäbelow, den 16. Dezember 2024 BWTS GmbH Geschäftsführung Michael Richter Entwicklung des Anlagevermögens der BWTS GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BWTS GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BWTS GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BWTS GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 19. Dezember 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer Philip Sonntag, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens In einem dynamischen Markt setzt die BWTS GmbH, Berlin (kurz: BWTS GmbH), mit Erfahrung und Innovationskraft die Benchmarks für den Service rund um die erneuerbaren Energien. Die Expertise des Unternehmens umfasst Windkraft ebenso wie Solarenergie, E-Mobility, Biogas und Wasserstoff. Mit profilierten Wartungs-, Prüfungs- und Instandhaltungskonzepten werden kunden- und branchenspezifische Anforderungen umgesetzt - präzise geschultes technisches Personal und modernstes Equipment sind die Garantie für Rentabilität und zuverlässige Lieferfähigkeit. Mit einem nationalen Netzwerk von dezentral stationierten Servicetechnikern und -teams sorgen wir für die rechtskonforme Funktionsfähigkeit und wirtschaftliche Verfügbarkeit der installierten Anlagen. Dabei erbringt die BWTS GmbH ihre Leistungen national wie international sowie on- und offshore. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland Die Wirtschaftsaussichten Deutschlands für die kommenden Jahre sind getrübt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für 2024 und 2025 ein geringes Wachstum von 0,6 Prozent bzw. 1,2 Prozent, während andere Industriestaaten höhere Wachstumsraten verzeichnen. Gründe hierfür sind die schwächelnden Exporte, die Energiekrise, hohe Inflation und eine aktuelle Haushaltskrise, die Unternehmen und Konsumenten verunsichern. Experten erwarten, dass die deutsche Wirtschaft auch über das Jahr 2023 hinaus nur langsam wachsen wird. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt vor einer möglichen Rezession und weist auf Belastungsfaktoren wie hohe Zinsen, stagnierende Reallöhne, geopolitische Unsicherheiten und die strikte Auslegung der Schuldenbremse hin, die die Investitionstätigkeit beeinträchtigen könnten. 2.2 Entwicklung der Branchen im gesamten Geschäftsjahr Nach Angaben der Bundesnetzagentur steigt die Kapazität der erneuerbaren Energien in Deutschland um 12 % (17 GW) auf knapp 170 GW im Jahr 2023. Solar- und Windenergie tragen mit 14,1 GW (doppelter Zubau von 2022) bzw. 3,2 GW (2,9 GW Onshore und 0,3 GW Offshore) am meisten zu dieser Entwicklung bei, während sich die installierte Leistung von Biomasse 2023 auf 120 MW verdoppelt hat. Der Ankündigung zufolge schätzt die Bundesnetzagentur, dass sie jährlich etwa 19 GW an neuer Solarkapazität und 7,7 GW an Onshore-Windkapazität installieren muss, um ihre Ziele für 2030 zu erreichen (215 GW bzw. 115 GW). Der Zubau von Windenergie in Europa erreichte 2023 ein Rekordniveau, wobei Deutschland führend war. Mit mehr als 13 Gigawatt neu installierter Leistung Windenergie an Land verzeichnete die EU einen historischen Höchstwert. Deutschland trug etwa ein Drittel zu diesem Zuwachs bei. Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus, sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene, zeigten positive Auswirkungen. Deutschland erreichte im vergangenen Jahr mit über 7,5 Gigawatt Neugenehmigungen ein starkes Fundament für weiteres Wachstum. Insgesamt wurden in der EU 2023 16,2 Gigawatt an Windenergieleistung neu installiert, wobei Deutschland, die Niederlande und Schweden die Spitzenplätze einnahmen. Fast ein Fünftel des in der EU verbrauchten Stroms stammte aus Windenergie. Dieser Anstieg trägt dazu bei, das EU-Ziel von 425 Gigawatt installierter Windenergieleistung bis 2030 zu erreichen, mit einer prognostizierten jährlichen Zuwachsrate von 29 Gigawatt. Insgesamt sind in der EU derzeit 272 Gigawatt Windenergieleistung installiert. Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Rekordzubau von Solaranlagen, mit mehr als einer Million neu installierten Anlagen. Für 2024 wird eine anhaltend hohe Nachfrage erwartet, da mehr als 1,5 Millionen private Immobilienbesitzer die Installation von Solaranlagen planen. Die Solarwirtschaft betont die Notwendigkeit von Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigung, um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen. Die bereits installierten Photovoltaik-Systeme deckten rund 12 Prozent des deutschen Stromverbrauchs im vergangenen Jahr ab. Innerhalb eines Jahres, vom 1. September 2022 bis zum 1. September 2023, stieg die Anzahl der Ladepunkte in Deutschland um 40 Prozent, was knapp 30.000 neuen Ladesäulen entspricht. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verzeichnen besonders viele Ladesäulen, wahrscheinlich aufgrund ihrer Fläche. Dennoch sind die urbanen Gebiete wie Berlin, Hamburg und München dichter mit Ladepunkten ausgestattet als ländliche Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt. Der Anteil von Schnellladesäulen, definiert als Ladepunkte ab 22 Kilowatt, ist von 16 Prozent im Jahr 2020 auf über 24 Prozent im September 2023 gestiegen. Die Gruppe der Ladesäulen mit einer Leistung zwischen 149 und 299 Kilowatt verzeichnet das größte Wachstum. Der AC-Typ-2 Stecker ist das am häufigsten verwendete Steckersystem, das bis zu 43 Kilowatt Leistung bietet, aber Stecker mit größerer Leistungsspanne gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gemäß einer Studie des Bundesverband Erneuerbare Energie müssten die jährlichen Zulassungszahlen bis 2030 versechsfacht werden, um das Ziel von 15 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 zu erreichen. Trotz verschiedener Szenarien bleibt eine beträchtliche Lücke bei den Klimaschutzzielen, die durch Maßnahmen, wie die Steigerung der Biokraftstoffnutzung und den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien, geschlossen werden muss. Die Nutzung von E-Fuels wird diskutiert, wobei die Kosten und die Begrenzung ihrer Verwendung auf Bereiche, in denen keine direkte Elektrifizierung möglich ist, berücksichtigt werden müssen. Die deutsche Bundesregierung legte mit der nationalen Wasserstoffstrategie 2020 den Grundstein für eine führende Rolle im globalen Wasserstoffmarkt, um klimafreundliche Industrie und Verkehr zu ermöglichen. Das Update der Strategie im Juli 2023 konkretisiert diese Ambitionen und benennt vier Handlungsfelder, darunter die Sicherstellung ausreichender Wasserstoffverfügbarkeit. Deutschland plant bis 2030 den Aufbau von zehn Gigawatt Elektrolysekapazität, um einen bedeutenden Teil des Wasserstoffbedarfs zu decken. Neben dem Ausbau der heimischen Produktion werden auch umfangreiche Partnerschaften für Wasserstoffimporte, unter anderem mit Australien, vorangetrieben. Die Wasserstoff-Infrastruktur soll bis 2032 deutlich ausgebaut werden, um große Einspeiser mit Verbrauchern zu verbinden und den Wasserstofftransport zu optimieren. Die Etablierung von Wasserstoffanwendungen in Industrie und Verkehr erfordert weitreichende Umstrukturierungen, die durch umfassende Förderungen der EU und des Bundes unterstützt werden. Damit die Wasserstoffwirtschaft gedeihen kann, werden Gesetzesanpassungen und kontinuierliche Analysen der Rahmenbedingungen durch Projekte wie Ariadne angestrebt. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die capiton V GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, hat sich im Jahre 2017 an der BWTS GmbH, die aus einer Anwachsung der BWTS GmbH & Co. KG hervorgegangen ist, beteiligt. Im Rahmen dieser Beteiligung wurde eine debt-push-down-Gestaltung umgesetzt, um die Akquisitionsfinanzierung in die operative Gesellschaft zu verlagern. Diese Maßnahme hatte nachhaltige Auswirkungen auf das Bilanzbild sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BWTS GmbH. Um eine fundierte Jahresabschlussanalyse der BWTS GmbH durchzuführen, ist es ratsam, die au- ßergewöhnlichen Effekte, die sich aus dieser Gestaltung ergeben, zu eliminieren. Für den Jahresabschluss 2023 ergeben sich daher folgende wirtschaftliche Kennzahlen, die auf das operative Geschäft entfallen: Wirtschaftliche Bilanzkennzahlen:
Wirtschaftliche GuV-Kennzahlen:
Wirtschaftsbericht Von der Gesellschaft ist im Jahr 2023 ein Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 1.790 (i. V. TEUR 3.422) erwirtschaftet worden. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf TEUR 22.318 (i. V. TEUR 20.529). Die Gesellschaft ist damit buchmäßig überschuldet. Wie unten weiter ausgeführt, ergibt sich das negative Jahresergebnis aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie aus entgangenen Umsätzen im letzten Quartal aufgrund verlängerter Vertragsverhandlungen mit unseren Geschäftspartnern, weswegen Aufträge nicht vorgezogen, wie sonst üblich, bearbeitet werden konnten, und aus anziehenden Preisen bei eingekauften Dienstleistungen und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Das operative Geschäft ist nahezu ausgeglichen. Vor dem Hintergrund der gesicherten Finanzierung, der freien Liquidität zum Stichtag in Höhe von TEUR 1.534 sowie der Planungsrechnungen liegt eine Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 InsO nicht vor. Bei der Bewertung wird von einer Fortführung der Gesellschaft ausgegangen. Finanz- und Vermögenslage Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements der BWTS GmbH ist die Sicherung der Liquidität. Als Steuerungsgrößen werden hierzu Working Capital Kennzahlen, Banksaldi und Gesellschafterdarlehen herangezogen. Die Cash-Generierung aus dem operativen Geschäft stellt im Wesentlichen die Sicherung der Finanzierung dar. Zusätzlich besteht seit 2020 eine Kontokorrentkreditlinie bei der Hausbank der BWTS GmbH, um einen höheren Flexibilitätsgrad bei der Finanzierung zu erreichen. Für den Kauf der Gesellschaftsanteile der VRT Nord GmbH Vermietung-Verkauf-Service und Montage, Dänischenhagen, wurde im Jahr 2022 eine Kreditfinanzierung eingegangen. Im Laufe des Jahres wurde das Gesellschafterdarlehen um TEUR 1.000 aufgrund der erhöhten Liquiditätsanforderungen ausgeweitet. Anlagevermögen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme TEUR 36.220 und steigt damit um 3% gegenüber dem Vorjahr (i. V. TEUR 35.197). Auf der Aktivseite sinken die Immateriellen Vermögenswerte durch planmäßige Abschreibungen zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.319 (i. V. TEUR 6.821). Die Sachanlagen sind auf TEUR 579 (i. V. TEUR 561) gestiegen. Der leichte Anstieg setzt sich aus zwei gegensätzlichen Effekten zusammen. Die Fahrzeugflotte wird derzeit von einer Bestands- hin zu einer Leasingflotte umgewandelt, so dass hier das Anlagevermögen rückläufig ist. Hingegen wurden für die neuen und etablierten Geschäftsfelder Investitionen in Werkzeug und Betriebsausstattungen getätigt. Zusätzlich wurde der Standort in Stäbelow ausgebaut, so dass das Sachanlagevermögen insgesamt gestiegen ist. Im Bereich der Finanzanlagen ist der Bilanzwert unverändert bei TEUR 3.200 (i. V. TEUR 3.200) verblieben. Umlaufvermögen Bei den Vorräten kommt es zu keiner wesentlichen Veränderung. Der Wert in diesem Jahr steht bei TEUR 605 (i. V. TEUR 662). Zum Stichtag belaufen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 2.031 (i. V. TEUR 2.532). Die Forderungen sind trotz eines insgesamt gestiegenen Gesamtjahresumsatzes rückläufig, da die Umsätze im letzten Quartal niedriger lagen als im Vorjahr. Die liquiden Mittel sind zum Jahresultimo durch erhaltene Anzahlungen und den Abbau der Forderungen auf TEUR 1.534 (i. V. TEUR 636) gestiegen. In diesem Jahr weist die Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 22.318 (i. V. TEUR 20.529) aus. Eigenkapital Auf der Passivseite der Bilanz steht das Eigenkapital weiterhin auf TEUR 0 (i. V. TEUR 0) und ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 22.318 (i. V. TEUR 20.529) wird ausgewiesen, somit ist die Eigenkapitalquote weiterhin bei 0 % (i. V. 0 %). Für eine bessere Einschätzung der Finanzlage wird auf die im Eingang des Kapitels dargelegte Situation verwiesen. Die angepasste Eigenkapitalquote liegt bei 37,1 %. Rückstellungen Die Rückstellungen sind um TEUR 127 auf TEUR 1.845 (i. V. TEUR 1.972) gesunken. Die Veränderung ist im Rückstellungsspiegel aufgeführt.
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.916 (i. V. TEUR 2.226). Dieser Betrag ist zur Finanzierung des Erwerbs der Gesellschaftsanteile der VRT Nord GmbH Vermietung-Verkauf-Service und Montage, Dänischenhagen, aufgenommen worden. Zum Ende des Jahres wurde eine Anzahlung für ein größeres Solarprojekt verbucht. Daher werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. TEUR 366 (i. V. TEUR 0) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 518 (i. V. TEUR 361) gestiegen, da in höherem Umfang die Bestellungen für Werkzeug, Betriebsmittel sowie Waren und Dienstleitungen im Vergleich zum Vorjahr in Anspruch genommen worden sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind auf TEUR 31.575 (i. V. TEUR 30.639) angestiegen, da ein Gesellschafterdarlehen erhöht wurde (+ TEUR 1.000). Ertragslage Der Rohertrag liegt bei TEUR 10.994 (i. V. TEUR 9.823) und es wird eine Rohertragsmarge von 83 % (i. V. 86 %) realisiert. Die Erhöhung der Preise kann nicht zu den Kunden in Gänze durchgereicht werden, daher sinkt die Rohertragsmarge. Die Personalaufwendungen erreichen einen Wert von TEUR 7.265 (i. V. TEUR 6.413), was durch die höhere Mitarbeiteranzahl und gestiegene Gehälter begründet wird. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl liegt bei 125 (i. V. 119). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen summieren sich zu TEUR 3.887 (i. V. TEUR 3.542). Die Raumkosten sind um TEUR 15 auf TEUR 120 (i. V. TEUR 105) angestiegen, da der Standort in Stäbelow erweitert wurde und die Miete für den Standort in Buchholz nun für ein Gesamtjahr in die Aufwendungen geflossen ist. Die Aufwendungen für Versicherungen, Beiträge und Abgaben über TEUR 97 (i. V. TEUR 108) konnten im Zuge von mehreren Optimierungen im Policenbestand gesenkt werden. Die Fahrzeugkosten sind wegen der anhaltenden Umstellung auf eine Leasingflotte auf TEUR 1.124 (i. V. TEUR 897) gestiegen. Die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 149 (i. V. TEUR 174) sind aufgrund zyklischer Faktoren leicht gesunken. Die Werbe- und Reisekosten sind wegen des höheren Umsatzes auf TEUR 1.190 (i. V. TEUR 1.078) gestiegen. Die Kosten der Warenabgabe sind aufgrund des höheren Umsatzes auf TEUR 54 (i. V. TEUR 46) angestiegen. Die sonstigen Kosten bewegen sich mit TEUR 1.227 (i. V. TEUR 1.131) wegen der gestiegenen Umsatzerlöse oberhalb des Vorjahresniveaus Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 95 (i. V. TEUR 119), welche durch Versicherungsentschädigungen, verrechnete Sachbezüge, Erlöse aus Sachanlagenverkäufen sowie Auflösung von Rückstellungen realisiert wurden. Für die Bewertung der operativen Ertragslage wird die Kennzahl EBITDA (Earnings before Interest, taxes, depreciation and amortization) herangezogen. Hier wird im Jahr 2023 ein Wert von TEUR -78 (i. V. TEUR -95) erzielt. Somit liegt die operative Marge, wie im Vorjahr, bei 0 %. Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 2.063 (i. V. TEUR 3.171), davon entfallen TEUR 1.508 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 350 auf Finanzanlagen und TEUR 205 auf Sachanlagen. Ein Werthaltigkeitstest für immaterielle Vermögensgegenstände ist zu dem Ergebnis der Werthaltigkeit gekommen. Das negative Zinsergebnis von TEUR 199 (i. V. TEUR 157) belastet das Gesamtergebnis. Es ist Ausdruck der Verschuldung der Gesellschaft bei den Gesellschaftern und der Ausleihungen an die Tochtergesellschaft in Frankreich sowie der Aufnahme der Finanzierungssumme für den Erwerb der VRT Nord GmbH Vermietung-Verkauf-Service und Montage, Dänischenhagen. Das Steuerergebnis beläuft sich auf TEUR 0 (i. V. TEUR 0). Das Jahresergebnis fällt mit TEUR -1.790 (i. V. TEUR -3.422) entsprechend negativ aus. Nach den schwierigen Jahren 2021 und 2022, welche durch die Corona-Pandemie, den Ukrainekrieg und die einhergehende hohe Inflation geprägt waren, hat sich die Geschäftsentwicklung in 2023 verbessert. Dies lässt sich auch von der Ergebnisentwicklung der Windturbinenhersteller ablesen, die ihre Geschäftsergebnisse verbessern konnten und für das Geschäftsjahr 2024 erstmals seit Jahren positive operative Gewinnaussichten abgeben. Dementsprechend ist das Management mit der aktuellen Ertragslage nicht zufrieden, jedoch wird erwartet, dass die begonnene positive Entwicklung sich weiter fortsetzt. 4. Chancen und Risikobericht Die Energieversorgung Deutschlands wird mit dem Ziel einer klimaverträglichen und wirtschaftlich erfolgreichen Zukunft umgebaut. Dabei liegt der Fokus auf der Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Bis zum Jahr 2030 sollen diese Quellen mindestens 80 Prozent unseres Stromverbrauchs decken. Wie im vorangegangenen Lagebericht, gehen wir davon aus, dass das operative Geschäft unserer Hauptkunden sich in den nächsten Jahren erholen und zu alter Stärke zurück finden wird. Bei Nordex und Vestas hat sich dies in den Geschäftsberichten von 2023 bestätigt. Der Kostendruck ist weiterhin immens. Die Risiken im operativen Geschäft, insbesondere Haftungsrisiken, sind für die Gesellschaft von Bedeutung. Um diese zu minimieren, setzt die Gesellschaft auf folgende Maßnahmen:
Personalrisiken Die Gesellschaft ist davon abhängig, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und auszubilden, insbesondere in Bereichen mit technischem Hintergrund und spezifischem Wissen über erneuerbare Energieerzeugungssysteme. Die wesentlichen Personalrisiken betreffen Fach- und Führungskräftemangel, unzureichende Qualifikationen und Fluktuation in Schlüsselpositionen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken und die Fluktuation zu reduzieren, verbessert die BWTS GmbH kontinuierlich den Recruitment-Prozess, baut die Weiterbildungsmöglichkeiten aus und fördert interne Karriereperspektiven. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken unterliegt die BWTS GmbH Fremdwährungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, außerplanmäßigen Abschreibungen und dem Liquiditätsrisiko. Die Fremdwährungsrisiken bestehen in einem geringeren Umfang, da zwar Arbeiten außerhalb des Euroraums durchgeführt werden, jedoch die Aufträge in EUR notieren. So kann nur ein Risiko für die Aufwendungen vor Ort entstehen, welche jedoch nur in geringerem Umfang Einfluss auf die Gesamtkosten des Auftrags haben. Daher wird dieses Risiko nicht durch Währungshedges abgesichert. Das Zinsrisiko wird weitestgehend durch festverzinsliche Fremdkapitalinstrumente abgesichert. Zur Minimierung von Kreditrisiken schließt die BWTS GmbH Geschäfte nur mit Dritten ab, deren Kreditwürdigkeit überwacht wird. Alle wesentlichen Neukunden, die Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Ausfallrisiken werden durch eine entsprechende Versicherung abgesichert. Die Liquidität wird durch einen regelmäßig aufgestellten Cash Forecast geprüft. Sonstige Risiken Das Geschäft der Gesellschaft ist makroökonomischen und geopolitischen Risiken ausgesetzt. Konjunkturelle Abschwünge, hohe Inflationsraten, steigende Zinssätze, Störungen in den globalen Lieferketten und Handelshemmnisse können das Geschäft und die Kostenstruktur der BWTS GmbH beeinträchtigen. Der Klimawandel hat weltweit spürbare Auswirkungen. Politische Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und strengere Klimaschutzgesetze gewinnen zunehmend an Akzeptanz. Der European Green Deal und die Pläne der neuen deutschen Bundesregierung zur beschleunigten Energiewende sind wichtige Schritte. Auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow haben sich alle Staaten erstmals zum beschleunigten Ausstieg aus der Kohleverstromung bekannt. Die BWTS GmbH verfolgt den deutschen Markt genau und strebt an, Potenziale zu identifizieren, die ihre eigenen Planungen übertreffen. Der Vertrieb spielt eine zentrale Rolle in der strategischen Planung und Durchführung der BWTS GmbH. Seine Hauptaufgaben sind:
5. Prognosebericht Angesichts eines weiterhin stark risikobehafteten geopolitischen Umfelds zeichnet sich für das Jahr 2024 eine Fortsetzung des schwachen Wirtschaftswachstums in der Weltwirtschaft ab. Die konjunkturelle Dynamik in China bleibt aufgrund der Schwäche im Immobilien- und Bausektor trotz staatlicher Maßnahmen zur Unterstützung gering, was voraussichtlich nur geringe Impulse für die Weltwirtschaft bedeutet. Zudem wirkt das weiterhin hohe Zinsniveau in den Industriestaaten dämpfend. Auf der anderen Seite dürften eine weitere Abkühlung der Inflation und höhere Realeinkommen der Beschäftigten den privaten Konsum stimulieren und die Konjunktur spürbar unterstützen. Die Zinsentwicklung wird entscheidend sein für den Verlauf und die Dynamik der Konjunktur. Eine weitere Abschwächung der Inflation im Jahr 2024 würde den Spielraum für Zinssenkungen erweitern. Die Fiskalpolitik war in den letzten Jahren sehr expansiv ausgerichtet, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern und die Energiekostenexplosion durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine einzudämmen. Es wird erwartet, dass diese Effekte im Jahr 2024 nachlassen werden und dass die Fiskalpolitik eher konjunkturbremsend wirken wird. Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) voraussichtlich um 0,2 Prozent wachsen. Deutschland bleibt weiterhin das Schlusslicht unter den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Als Exportnation leidet Deutschland laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem kämpft die Industrie mit den hohen Energiepreisen. Im Vergleich dazu sieht der IWF die weltweite Wirtschaftsleistung leicht im Aufwind. Die aktuelle Prognose liegt um 0,1 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023. Die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer sowie stabile öffentliche Finanzen haben zu diesem positiven Trend beigetragen. Im Jahr 2023 hat sich das versteigerte Windvolumen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt, blieb aber hinter den geplanten 13 GW zurück. Die Erwartungen für 2024 umfassen etwa 4 GW an neuer Turbinenkapazität. Die politischen Entscheidungsträger müssen an den Reformen festhalten, um die politischen Ziele zu erreichen. Die Sicherung von Bauflächen, die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und die Erleichterung des Transports von Turbinen stellen weiterhin Herausforderungen dar. Ein langfristig stabiler rechtlicher Rahmen ist entscheidend für die Erschließung des Potenzials der Windindustrie. Erwartungen der Geschäftsleitung Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnten die prognostizierten Umsatzerlöse zwar nicht erreicht werden, jedoch wurde im operativen Geschäft das prognostizierte ausgeglichene Ergebnis nahezu erreicht. Zwar belasten weiterhin Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände aus der Akquisitionsstrukturierung das Jahresergebnis und die Zinsen übersteigen das operative Ergebnis, hingegen ist der Trend besser als erwartet und wird daher als Zwischenschritt zurück zur Profitabilität gewertet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine leichte Umsatzsteigerung sowie ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erwartet. 6. Versicherung des gesetzlichen Vertreters Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Stäbelow, 16. Dezember 2024 BWTS GmbH Geschäftsführung Michael Richter |
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