Master Data

Registry
Register court Osnabrück HRB 19028
Registered
6/19/2006
Industry
Activities of holding companiesManufacture of prepared feeds for farm animalsManufacture of plastic packing goods
Purpose
Herstellung und Vertrieb von Futter-, Pflege- und Heilmittel für Heimtiere und von technischen Bedarfsartikeln für den zoologischen Bedarf sowie Züchtung und Vertrieb von Zierfischen und Wasserpflanzen und die Herausgabe von entsprechenden Druckschriften, Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen oder solche zu erwerben. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihren Betrieb ganz oder teilweise zu verpachten oder Dritten zur Betriebsführung zu überlassen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Nils Hoffmann
since 2/17/2025
Procura
Lars Borrmann
since 11/21/2022
Managing Director
Procura
Ehsan Zargar
since 9/27/2019
Managing Director
Joanne Price Chomiak
since 9/27/2019
Managing Director
Oliver Trunk
since 12/20/2018
Procura
Managing Director
Marc Niemeyer
since 3/8/2018
Procura
Procura
Thomas Sackschewsky
since 8/7/2007
Procura

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Spectrum Brands Benelux B.V.NLD
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€53,000
100.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Tetra GmbH

Melle

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.888.196,82 3.555.724,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.633.139,23 1.783.594,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.479.728,60 8.841.977,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.189.959,65 718.165,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.932.136,38 17.234.963,86 4.722.165,44 16.065.902,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 72.247,58 72.247,58
20.195.408,26 19.693.874,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.862.038,71 4.986.763,08
2. Unfertige Erzeugnisse 2.266.889,85 1.546.411,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.618.079,89 28.747.008,45 23.504.101,50 30.037.276,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.976.036,18 16.626.278,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 85.242.839,49 123.594.765,28
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.220.172,12 112.439.047,79 10.622.606,59 150.843.650,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.234.654,32 5.662.042,24
145.420.710,56 186.542.969,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 508.873,50 329.532,17
166.124.992,32 206.566.375,91

Passiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 53.000,00 53.000,00
II. Kapitalrücklage 52.367.145,92 52.367.145,92
III. Gewinnrücklagen 5.797.569,95 5.797.569,95
58.217.715,87 58.217.715,87
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 558.765,00 1.668.741,31
2. Sonstige Rückstellungen 20.457.491,62 19.401.242,72
21.016.256,62 21.069.984,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.462.981,71 26.458.671,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.809.162,67 99.958.659,94
3. Sonstige Verbindlichkeiten 575.302,05 819.040,18
- davon aus Steuern EUR 904,34 (i. Vj. EUR 383.630,10) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,98 (i. Vj. EUR 117,37) -
86.847.446,43 127.236.371,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 43.573,40 42.304,44
166.124.992,32 206.566.375,91

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

01.10.2022 - 30.09.2023 01.10.2021 - 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 261.918.275,90 238.367.017,44
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.857.421,30 1.788.571,62
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 209.498,00 456.843,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.482.362,60 4.646.001,91
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 158.404.319,34 153.795.607,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.457.687,75 160.862.007,09 2.168.903,80 155.964.511,32
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.612.903,33 22.114.167,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.972.927,21 27.585.830,54 6.621.204,25 28.735.371,57
- davon für Altersversorgung EUR 1.341.829,18 (i. Vj. EUR 2.276.715,82) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.469.048,87 2.721.555,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 38.251.066,25 37.214.309,77
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 47.482,81 37.151,24
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 47.482,81 (i. Vj. EUR 37.151,24) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.821.491,09 2.869.499,27
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.785.095,21 (i. Vj. EUR 2.869.499,27) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 280.614,86 883.902,51
- davon an verbundene Unternehmen EUR 230,50 (i. Vj. EUR 197,86) -
12. Ergebnis nach Steuern 43.173.121,49 22.645.433,71
13. Sonstige Steuern 20.575,32 19.913,32
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 43.152.546,17 22.625.520,39
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Vorbemerkungen

Die Tetra GmbH mit Sitz in Melle wird beim Amtsgericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HR B Nr. 19028 geführt.

Der Abschluss der Tetra GmbH für das Geschäftsjahr 2023 vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung des GmbHG aufgestellt worden.

Aufgrund der Größenklasseneinteilung gemäß § 267 Abs. 3 HGB gilt die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Immobilien und Mobilien werden linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Berechnung der Abschreibung pro rata temporis. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten Fertigungsmaterial und -lohn, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis von EUR 250 bis zu EUR 1.000 werden über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Betriebsbauten 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen 5 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Immaterielle Vermögensgegenstände werden über 5 bis 10 Jahre abgeschrieben. Darin enthalten sind die zu Spectrum Brands gehörenden Markennamen "IAMS" und "Eukanuba".

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert (z. B. Marktpreis) unter Berücksichtigung von Reichweitenabschlägen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von Reichweitenabschlägen bewertet. Diese umfassen neben den Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie zugehörigen Gemeinkosten auch den Werteverzehr des Anlagevermögens. Angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert durch Abzug von Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), sind erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit diesen Schulden verrechnet. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung bestehen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen bei der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, Bankguthaben und Wertpapiere. Bei Rückdeckungsvermögen bzw. zum Deckungsvermögen gehörenden Ansprüchen aus Lebensversicherungsverträgen entsprechen die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung). Dieser Wert stimmt auch mit dem steuerlichen Aktivwert überein. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt das altersversorgungsbezogene Vermögen die Verpflichtung, erfolgt ein Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten gemäß den Richttafeln Heubeck 2018G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wurde von jährlichen Anpassungen von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %) bei den Entgelten sowie von 2,20 % (i. Vj. 2,00 %) bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen belief sich zum 30. September 2023 auf 1,81 % (i. Vj. 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Zinssatz vor Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilien Kreditlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" am 17. März 2016 belief sich bei einem Durchschnitt von sieben Geschäftsjahren auf 1,66 % (i. Vj. 1,40 %). Bei den Verpflichtungen liegen nicht-versicherungsgebundene rückgedeckte Pensionszusagen vor. Zum 30. September 2023 erfolgte zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage die Bewertung der Pensionsrückstellungen (unmittelbare und mittelbare Verpflichtungen) erstmals unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021; die Pensionsrückstellungen wurden hierbei für kongruent rückgedeckte Anteile dieser Zusagen mit dem Zeitwert des korrespondierenden Rückdeckungsversicherungsanspruchs (Primat der Aktivseite) bewertet; demnach wird der notwendige Erfüllungsbetrag dieser Anteile der Zusagen in Höhe des Versicherungsanspruchs angesetzt. Die zum 30. September 2023 bilanzierte Pensionsrückstellung reduzierte sich um TEUR 1.231 gegenüber der bisherigen Bewertung (Erstanwendungseffekt), ausgewiesen mit TEUR 1.270 unter den Aufwendungen für Altersversorgung und mit TEUR -39 unter den Zinsaufwendungen.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand (Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung) ausgewiesen. Der Teil der Zuführungen, der auf den Zinsanteil entfällt, wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Gesellschaft gewährt ihren Arbeitnehmern aufgrund einer schriftlichen Zusage vom 16. September 1987 Jubiläumsvergütungen. Passiviert wurde der Barwert für die zukünftigen Jubiläumsleistungen. Die Bewertung erfolgte nach versicherungsmathe-matischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbar-wert) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,66 % (i. Vj. 1,40 %). Für zukünftige Kostensteigerungen wurde ein Gehaltstrend von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %) berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellung wurde eine gewisse Fluktuation berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden die Unterschiede der Tetra GmbH als Organgesellschaft bei der Organmutter berücksichtigt.

Bewertungseinheiten wurden wie im Vorjahr nicht gebildet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungsanteil Eigenkapital zum Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Unmittelbare Beteiligungen
8 in 1 Pet Products GmbH, Melle 100 30.09.2023 46 0
Eukanuba GmbH, früher Tiefe GmbH, Melle 100 30.09.2023 25 0

Die Gewinne der 8 in 1 Pet Products GmbH und der Eukanuba GmbH werden zum Stichtag 30. September aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an die Tetra GmbH abgeführt. Das Jahresergebnis beträgt somit null.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 85.243 (i. Vj. TEUR 123.595) sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 71.456 (i. Vj. TEUR 106.965) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 13.787 (i. Vj. TEUR 16.630) ausgewiesen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 8.922 (i. Vj. TEUR 75.669) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie betreffen im Wesentlichen mit TEUR 6.858 (i. Vj. TEUR 6.963) Forderungen aus Umsatzsteuer und Zoll sowie mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 2.572) Forderungen gegen den Factoring-Finanzdienstleister (siehe auch Abschnitt "Factoring" unter "Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte").

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungen sowie Miete und IT-Gebühren.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 53.000,00 und wird gehalten von der Spectrum Brands Germany GmbH.

Der Gewinnvortrag beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 5.797.569,95.

Unter der Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen bei der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt in Höhe von TEUR 5.222 (i. Vj. TEUR 5.064), Bankguthaben von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 256) sowie Wertpapiere in Höhe von TEUR 2.153 (i. Vj. TEUR 1.957) mit den Verpflichtungen aus Pensionen in Höhe von TEUR 8.009 (i. Vj. TEUR 8.946) verrechnet. Bei den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen sowie den Bankguthaben entsprechen die Anschaffungskosten von TEUR 5.222 bzw. TEUR 76 den beizulegenden Zeitwerten. Bei den Wertpapieren betragen die Anschaffungskosten TEUR 2.303. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte anhand der Kursnotierungen am Stichtag. Da die Buchwerte den Anschaffungskosten entsprechen bzw. unter den Anschaffungskosten liegen, liegt zum 30. September 2023 kein Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB vor. Diese Vermögensgegenstände sind auf- grund einer Treuhandabrede an den Tetra Pensionsverein e.V., Melle, abgetreten und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Bei einem Rechnungszins von 1,66 % (i. Vj. 1,40 %), der vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung maßgeblich gewesen wäre, lautet die Verpflichtung aus Pensionen auf TEUR 8.077 (i. Vj. TEUR 9.495). Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, beträgt TEUR 68 (i. Vj. TEUR 549). Entsprechend der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Zinserträge in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 37) und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 157 (TEUR 845) ebenfalls saldiert innerhalb der Zinsaufwendungen dargestellt.

Ein gem. Art 28 Abs. 1 EGHGB nicht passivierter Unterdeckungsbetrag aus mittelbaren Pensionszusagen besteht per 30. September 2023 in Höhe von TEUR 18.847 (i. Vj. TEUR 31.132). Dieser Unterdeckungsbetrag resultiert aus einem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung mit einem Rechnungszins von 1,81 % (i. Vj. 1,78 %) in Höhe von TEUR 52.579 (i. Vj. TEUR 63.630) abzgl. des beizulegenden Zeitwerts des Vermögens der Versorgungseinrichtung in Höhe von TEUR 33.732 (i. Vj. TEUR 32.498). Für die Ermittlung wurden grundsätzlich die Methoden sowie Parameter angewendet, die auch beim Ansatz und der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen zum 30. September 2023 verwendet worden sind. Bei einem Rechnungszins von 1,66 %, der vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung maßgeblich gewesen wäre, lautet die nicht passivierte Unterdeckung auf TEUR 19.546 (i. Vj. TEUR 35.636). Dies resultiert aus einem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung mit einem Rechnungszins von 1,66 % (i. Vj. 1,40 %) in Höhe von TEUR 53.278 (i. Vj. TEUR 68.134) abzgl. des beizulegenden Zeitwerts des Vermögens der Versorgungseinrichtung in Höhe von TEUR 33.732 (i. Vj. TEUR 32.498). Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, beträgt TEUR 699 (i. Vj. TEUR 4.504).

Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Werbekostenzuschüsse (TEUR 6.407; i. Vj. TEUR 5.327), Bonuszahlungen an Kunden (TEUR 4.507; i. Vj. TEUR 3.865), Management- und Mitarbeiterboni (TEUR 1.598; i. Vj. TEUR 99), Jubiläumszahlungen (TEUR 1.013; i. Vj. TEUR 985), Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben (TEUR 1.002; i. Vj. TEUR 691), Weihnachtsgeldansprüche (TEUR 821; i. Vj. TEUR 819), Rückstellung für zu erwartende Gutschriften an Kunden (TEUR 730; i. Vj. TEUR 120), Abfindungen (TEUR 400; i. Vj. TEUR 1.635) sowie Frachtkosten (TEUR 394; i. Vj. TEUR 453).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 67.809 (i. Vj. TEUR 99.959) sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Spectrum Brands Germany GmbH in Höhe von TEUR 65.823 (i. Vj. TEUR 97.246) enthalten. Diese Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022 (TEUR 22.626) und das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 43.153). Ansonsten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Verrechnungen sowie Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.986; i. Vj. TEUR 2.713).

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 261.918 (i. Vj. TEUR 238.367) resultieren aus dem Vertrieb von Futter-, Test-, Pflege- und Heilmitteln für Heimtiere sowie aus dem Erlös von Servicedienstleistungen an Konzerngesellschaften.

Die Umsatzerlöse lassen sich folgendermaßen aufgliedern:

1.10.2022 - 30.9.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
EUR Mio. EUR Mio.
nach Produktgruppen
Hunde- und Katzenfutter 142,8 106,1
Fischfutter 51,9 51,0
Companion Animal 27,6 28,6
Aquatics Sonstige 19,5 27,3
Test-, Heil- und Pflegemittel 14,2 19,3
Dienstleistungen 5,9 6,1
Gesamt 261,9 238,4

Bei den Umsatzerlösen aus Dienstleistungen handelt es sich im Wesentlichen um Weiterberechnungen an Konzernunternehmen im In- und Ausland in Höhe von TEUR 5.840 (i. Vj. TEUR 6.087).

nach Regionen Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
EUR Mio. EUR Mio.
Europa 228,9 201,9
USA / Kanada 23,5 26,0
Asien 6,8 7,6
Andere Länder 2,7 2,9
Gesamt 261,9 238,4

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind realisierte Kursgewinne i.H.v. TEUR 12.551 (i. Vj. TEUR 1.866) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 460 (i. Vj. TEUR 716) enthalten.

Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen unrealisierte Kursgewinne sind in Höhe von TEUR 234 (i. Vj. TEUR 230) angefallen. Weiterhin wurden Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 1 (i. Vj. TEUR 2) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Beratungs- und sonstigen Honoraren sowie Aufwendungen für die Lagerhaltung i.H.v. TEUR 9.890 (i. Vj. TEUR 10.101), Ausgangs- und Verschiebefrachten i.H.v. TEUR 7.796 (i. Vj. TEUR 7.595), Intercompany Management Fees i.H.v. TEUR 4.889 (i. Vj. TEUR 3.888), Werbung und Verkaufsförderung i.H.v. TEUR 3.242 (i. Vj. TEUR 3.644), sonstigen Fremdleistungen i.H.v. TEUR 1.408 (i. Vj. TEUR 1.536), Mieten und Leasingaufwendungen i.H.v. TEUR 1.382 (i. Vj. TEUR 1.674), Aufwendungen aus Kostenverrechnungen von verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 1.380 (i. Vj. TEUR 1.542) sowie Instandhaltung und Reparaturen i.H.v. TEUR 1.135 (i. Vj. TEUR 1.166).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 63 (i. Vj. TEUR 137) aus Anlagenabgängen erfasst. Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen realisierte Kursverluste in Höhe von TEUR 2.451 (i. Vj. TEUR 1.565) sowie unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung in Höhe von TEUR 370 (i. Vj. TEUR 167) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 139 (i. Vj. TEUR 434) und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 14) erfasst, die aus der Aufzinsung der Rückstellungen resultieren und mit den Ertrag aus altersversorgungsbezogenem Vermögen in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. Aufwendungen von TEUR 210) verrechnet wurden.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus der Factoringzusammenarbeit mit der TARGOBANK AG hatte die Gesellschaft im Vorjahr zur Sicherung aller gegenwärtigen und künftigen Ansprüche des Factors die Forderungen aus einem Bankkonto bei der Commerzbank unwiderruflich abgetreten.

Mit Datum vom 14. Dezember 2018 hat die Tetra GmbH ein selbstständiges Zahlungsversprechen gegenüber der TARGOBANK AG abgegeben für Forderungen der TARGOBANK AG gegenüber der Spectrum Brands Benelux B.V. aus dem Factoring-Vertrag. Die Haftung ist begrenzt auf maximal EUR 5,0 Mio.

Die Haftungsverhältnisse wurden nicht passiviert, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage dieser Gesellschaften erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet wird.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Factoring

Im Rahmen des Factorings verkauft die Tetra GmbH bestimmte Forderungen aus Warenlieferungen fortlaufend an den Factor. Zweck des Factorings ist insbesondere die Verbesserung der Liquidität.

Neben der sofortigen Umwandlung von Forderungen in Zahlungsmittel wurde das Delkredererisiko an den Factor abgegeben. Darüber hinaus hat der Verkauf von Forderungen positive Effekte auf bestimmte Bilanzkennzahlen.

Risiken resultieren im Wesentlichen aus der Garantie für den rechtlichen Bestand der Forderungen.

Aus dem Factoring resultiert zum Bilanzstichtag eine Erhöhung der Liquidität in Höhe von TEUR 4.071 (i. Vj. TEUR 3.485) brutto abzgl. der Forderungen aus Factoring einschließlich der Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 2.572).

Die Risiken aus den Forderungsverkäufen bis zum Stichtag auf die künftigen Finanzmittelzuflüsse und -abflüsse werden als gering angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.549 (im Vj. TEUR 8.935) betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge und teilen sich wie folgt auf:

2023/2024 2024/2025 2025/2026 2026/2027 Folgejahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Gesamt 3.179 2.512 838 20 0
Davon gegen verb. Unternehmen 919 879 733 0 0

Derivative Finanzinstrumente

Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
30.09.2023 30.09.2022 30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Devisentermin-geschäfte 2.053 2.745 147 101

Zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen aus dem operativen Geschäft werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Der Abschluss der Geschäfte erfolgt nur mit Banken erstklassiger Bonität. Kontrahierung und Dokumentation unterliegen strengen Kontrollen. Die Laufzeiten betragen bis zu 18 Monate. Die Marktwerte (beizulegender Zeitwert) werden auf Basis der Marktdaten vom 30. September 2023 unter Anwendung finanzwirtschaftlicher Methoden (Mark to Market) von Kreditinstituten ermittelt.

Der Marktwert zeigt, wie hoch die Ergebnisauswirkung wäre, wenn sämtliche derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag losgelöst von den jeweiligen Grundgeschäften glattgestellt worden wären. Die aus den Einzelgeschäften resultierenden positiven Marktwerte betragen per 30. September 2023 TEUR 147 (i. Vj. TEUR 101).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2023 für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 142 (i. Vj. TEUR 130) und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 20 (i. Vj. TEUR 12).

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 beschäftigt:

Anzahl
Auszubildende 3
Gewerbliche Arbeitnehmer*innen 137
Angestellte 222
Leitende Angestellte 5
367

Unternehmensverträge

Mit Datum vom 17. August 2018 wurde mit der neuen Gesellschafterin, der Spectrum Brands Germany GmbH, ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung für das Geschäftsjahr ab 30. April 2018 abgeschlossen. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 17. August 2018 zugestimmt.

Geschäftsführung

Eric Beukeboom, Vice President, Pet International

Lars Borrmann, Senior Director Finance, Pet International

Randal Dean Lewis, Executive Vice President, Chief Operations Officer, Global Executive (bis 10. März 2023)

Ehsan Zargar, Executive Vice President, General Counsel and Corporate Secretary, Global Legal Affairs

Joanne Price Chomiak, Senior Vice President, Corporate Tax and Treasury, Global - Legal Affairs

Jeremy Wade Smeltser, Executive Vice President, Chief Financial Officer, Global - Finance/Accounting (ab 23. Februar 2023)

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Sachverhalte ergeben.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Spectrum Brands Holdings, Inc., Middleton, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D.C., hinterlegt.

Die Tetra GmbH stellt keinen eigenen Konzernabschluss auf, da nur Tochterunternehmen vorhanden sind, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden müssen. Die Tochterunternehmen sind sowohl einzeln als auch in Summe unwesentlich.

 

Melle, den 26. April 2024

Tetra GmbH

Eric Beukeboom, Geschäftsführer

Lars Borrmann, Geschäftsführer

Jeremy Wade Smeltser, Geschäftsführer

Ehsan Zargar, Geschäftsführer

Joanne Price Chomiak, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.657.903,10 149.791,08 0,00 57.178,47 27.750.515,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.650.047,65 5.263,26 19.974,19 7.242,00 2.668.043,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.469.373,11 1.211.087,73 4.546.331,37 3.998.334,71 48.228.457,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.419.588,59 861.993,00 29.443,25 1.241.312,00 9.069.712,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.722.165,44 1.805.719,75 -4.595.748,81 0,00 1.932.136,38
63.261.174,79 3.884.063,74 0,00 5.246.888,71 61.898.349,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 72.247,58 0,00 0,00 0,00 72.247,58
90.991.325,47 4.033.854,82 0,00 5.304.067,18 89.721.113,11
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.102.179,02 817.318,34 57.178,47 24.862.318,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 866.453,19 173.097,63 4.646,95 1.034.903,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.627.395,93 2.060.043,53 3.938.710,56 35.748.728,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.701.422,83 418.589,37 1.240.259,01 7.879.753,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
47.195.271,95 2.651.730,53 5.183.616,52 44.663.385,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
71.297.450,97 3.469.048,87 5.240.794,99 69.525.704,85
Buchwerte
30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.888.196,82 3.555.724,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.633.139,23 1.783.594,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.479.728,60 8.841.977,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.189.959,65 718.165,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.932.136,38 4.722.165,44
17.234.963,86 16.065.902,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 72.247,58 72.247,58
20.195.408,26 19.693.874,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Tetra GmbH produziert und vertreibt Futter-, Pflege- und Heilmittel für Heimtiere und Produkte für den zoologischen Bedarf. Die Produktion von Futter-, Pflege- und Heilmitteln erfolgt am Firmensitz in Melle. Bedarfsartikel werden von verschiedenen Bezugsquellen bezogen, zum Teil von verbundenen Unternehmen.

In Deutschland und einigen Auslandsmärkten erfolgt der Vertrieb direkt durch die Tetra GmbH. Neben diesen direkt betreuten Märkten werden zahlreiche ausländische Märkte durch verbundene Vertriebsgesellschaften der Gruppe betreut, die aus Deutschland mit Tetra- Produkten beliefert werden.

Angaben zum Konzernverbund

Die Tetra GmbH ist eine 100%ige Tochter des amerikanischen "Spectrum Brands"-Konzerns. Gesellschaftsrechtlich ist die Tetra GmbH eine 100%ige Tochter der Spectrum Brands Germany GmbH.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Spectrum Brands Germany GmbH.

Forschung und Entwicklung

Ziel von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Spectrum Brands Konzern ist die stetige Verbesserung bestehender Produkte sowie die Entwicklung neuer ergänzender Produkte im Pet-Bereich.

Gemessen am Umsatz betragen unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 0,5 % (Vorjahr 0,5 %). Absolut gesehen liegen die Aufwendungen um 5,3 % unter Vorjahresniveau. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand bezieht sich hauptsächlich auf das Aquaristik-Geschäft.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen sowie Geschäftsverlauf

Gemäß einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts aus Januar 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 %. Die Wirtschaft sah sich starkem Gegenwind ausgesetzt, seit der Einmarsch Russlands in die Ukraine im vergangenen Jahr die Inflation, insbesondere die Energiekosten, in die Höhe schnellen ließ.

Die Krise wurde durch eine Verlangsamung des energiehungrigen verarbeitenden Gewerbes und aggressive Zinserhöhungen in der Eurozone verschärft, die darauf abzielten, die explodierenden Verbraucherpreise einzudämmen. Gleichzeitig drückte die hohe Inflation den Konsum. Auch nach Abklingen des Energiepreisschocks blieben die Energiepreise im Vergleich zu Produktionsstandorten anderswo, insbesondere außerhalb Europas, erhöht, was sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auswirkte.

Reallohnverluste belasteten im ersten Halbjahr 2023 weiterhin den privaten Konsum. Darüber hinaus führte die schwache Dynamik der Auslandsnachfrage zu gedämpften Exporten.

Industrie und privater Konsum erholten sich von diesen Schocks langsamer als erwartet. Gleichzeitig kam es gegen Ende 2023 zu Preiserhöhungen, Lohnerhöhungen und sinkenden Energiepreisen, was bedeutet, dass die Kaufkraft zurückkehrt. Dementsprechend lies der Abschwung bis zum Jahresende nach.

Die Inflation lag im Jahr 2023 bei 5,9 %. Im ersten Halbjahr 2023 ist die Inflation der Energie- und Dienstleistungspreise stärker zurückgegangen als erwartet.

Das Kalenderjahr 2022 war vom Wachstum des Heimtiermarktes in Deutschland geprägt. Gemäß der Veröffentlichung "Der Deutsche Heimtiermarkt 2022" des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V. hält die deutsche Heimtierbranche das hohe Umsatzniveau der Vorjahre und entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von EUR 5,1 Mrd. verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 7,1 %. Hinzu kamen EUR 1,2 Mrd. über den Online-Handel sowie EUR 0,2 Mrd. für Wildvogelfutter. Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt somit bei knapp EUR 6,5 Mrd. Diese Studie zeigt außerdem, dass in 46 % aller deutschen Haushalte und in 67 % aller Haushalte mit Kindern ein Haustier lebt.

Laut einer Studie mit dem Titel "Global Pet Care Market 2023-2027", die im April 2023 vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen "ResearchAndMarkets.com" veröffentlicht wurde, wird der Weltmarkt für Heimtierprodukte bis 2027 um 66,65 Milliarden Euro wachsen. Diese Prognose geht von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6 % aus.

Um die oben genannten Marktchancen in Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheit zu nutzen, arbeitet Tetra weiterhin daran, die Marktposition aller Marken im Produktportfolio durch aktives Markenmanagement auszubauen, den Vertrieb in allen Märkten auszubauen und neue Vertriebskanäle zu erschließen. Auch wird weiterhin ein starker Fokus auf Neuprodukte gelegt.

Bei einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr (+9,9 %) stiegen sowohl die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren als auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen vor allem inflationsbedingt um 3,0 % bzw. 13,3 %. Darüber hinaus blieben die Personalaufwendungen nahezu auf gleichem Niveau (+0,4 %) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an (+1,9 %). Gleichzeitig trugen erhebliche sonstige betriebliche Erträge (TEUR 13.482, +190,2 %) zu einem positiven Gesamtergebnis nach Steuern bei, das sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 42.256 (i. Vj. TEUR 22.645) nahezu verdoppelte.

Ein striktes Kostenmanagement und Programme zur Effizienzsteigerung wurden auch im Geschäftsjahr 2023 (1. Oktober 2022 bis 30. September 2023) wie vorgesehen umgesetzt und werden auch weiterhin zur Kostendämpfung beitragen.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz um TEUR 23.551 auf TEUR 261.918 gestiegen.

Die erzielten Umsatzerlöse lassen sich folgendermaßen aufgliedern:

1.10.2022 - 30.9.2023 1.10.2021 - 30.9.2022
EUR Mio. EUR Mio.
nach Produktgruppen Gesamt Gesamt
Hunde- und Katzenfutter 142,8 106,1
Fischfutter 51,9 51,0
Companion Animal 27,6 28,6
Aquatics Sonstige 19,5 27,3
Test-, Heil- und Pflegemittel 14,2 19,3
Dienstleistungen 5,9 6,1
Gesamt 261,9 238,4

Bei den Umsatzerlösen aus Dienstleistungen handelt es sich um Weiterberechnungen an Konzernunternehmen im In- und Ausland in Höhe von TEUR 5.840 (i. Vj. TEUR 6.087).

nach Regionen Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
EUR Mio. EUR Mio.
Europa 228,9 201,9
USA / Kanada 23,5 26,1
Asien 6,8 7,5
Andere Länder 2,7 2,9
Gesamt 261,9 238,4

Aus der Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Geschäftsjahr 2023 ergab sich stichtagsbedingt ein negativer Effekt in Höhe von TEUR 3.857 gegenüber dem positiven Effekt in Höhe von TEUR 1.789 im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 8.836 auf TEUR 13.482 (i. Vj. TEUR 4.646), was im Wesentlichen auf realisierte Währungsdifferenzen nach der Tilgung des USD-nominierten Darlehens an die Spectrum Brands Germany GmbH (TUSD 59.543) zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand stieg im Betrachtungszeitraum absolut um TEUR 4.897 (+ 3,1 %) auf TEUR 160.862. Die Rohstoffpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr; der Einfluss aus Wechselkursschwankungen ist dank des nahezu kompletten Sourcings im Euro-Raum begrenzt. Die Lieferfähigkeit war jederzeit gewährleistet. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung) ist von 64,9 % auf 62,3 % gesunken, was insbesondere niedrigeren Containerfrachtraten und positiven Effekten aus Preisanpassungen auf der Absatzseite geschuldet ist.

Der Personalaufwand reduzierte sich um TEUR 1.150 bzw. 4,0 % auf TEUR 27.586. Obwohl sich die Löhne und Gehälter bedingt durch Gehaltssteigerungen nur leicht verminderten , sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 399 im Vorjahr auf 367 im laufenden Geschäftsjahr. Der Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung steht im Zusammenhang mit der gegenüber dem Vorjahr geänderten Ermittlung der Pensionsrückstellung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen um TEUR 747 bzw. 27,5 % auf TEUR 3.469, wovon wie im Vorjahr TEUR 600 auf die Abschreibung der Markennamen "IAMS" und "Eukanuba" entfielen. Der Anstieg der Abschreibungen ist auf die Inbetriebnahme von Maschinen (größtenteils auf den Austausch der Meller Liquid Line) im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 1.037 bzw. 2,8 % auf TEUR 38.251, was insbesondere auf den Anstieg der realisierten Wechselkursverluste um 886 TEUR sowie der konzerninternen Verwaltungsgebühren um 688 TEUR zurückzuführen ist. Andererseits verzeichneten die Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung einen Rückgang um TEUR 402 sowie die Aufwendungen für Mieten und Leasing um TEUR 292.

Das Finanzergebnis ist um TEUR 445 bzw. 22,40 % auf TEUR 1.541 gesunken. Der Hauptgrund für die Änderung der Höhe ist die Änderung der Struktur der Intercompany-Darlehen. Insbesondere wurde im Februar 2023 eine langfristige Darlehensforderung gegen die Spectrum Brands Germany GmbH in Höhe von TUSD 58.536 beglichen. Gleichzeitig wurde das Finanzergebnis durch Effekte aus der Bewertung des Deckungsvermögens positiv beeinflusst.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung betrug zum 30. September 2023 TEUR 43.153 (i. Vj. TEUR 22.626). Die Umsatzrendite lag bei 16,5 % (i. Vj. 9,5 %).

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem positiven Cashflow aus der operativen Tätigkeit; bei Bedarf kann über eine Konzernfinanzierung zurückgegriffen werden.

Der laufende Finanzbedarf (Geschäftstätigkeit und Investitionen) konnte im Geschäftsjahr aus dem operativen Cashflow gedeckt werden.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 zu allen Zeitpunkten die Zahlungsverpflichtungen erfüllen.

Vermögenslage

30.9.2023 30.9.2022
TEUR % TEUR %
Aktiva
Immaterielles Vermögen 2.888 1,8 % 3.556 1,7 %
Sachanlagen 17.235 10,4 % 16.066 7,8 %
Finanzanlagen 72 0,0 % 72 0,0 %
Langfristiges Vermögen 20.195 12,2 % 19.694 9,5 %
Vorräte 28.747 17,3 % 30.037 14,5 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 112.439 67,7 % 150.844 73,0 %
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.235 2,5 % 5.662 2,7 %
Kurzfristiges Vermögen 145.421 87,5 % 186.543 90,3 %
Rechnungsabgrenzungsposten 509 0,3 % 329 0,2 %
Gesamtvermögen 166.125 100,0 % 206.566 100,0 %

Die Bilanzsumme betrug TEUR 166.125 und lag damit um TEUR 40.441 unten dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen und Sachanlagen zurückzuführen ist.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 4.034 und lagen damit um 42,0 % unten dem Vorjahr (TEUR 6.954). Die Investitionen in Sachanlagen verminderten sich um 40,6 % auf TEUR 3.884 überwiegend durch hohe Ersatzinvestitionen in die Melle Produktionsanlagen im Vorjahr. Zu den bedeutendsten Investitionen des laufenden Jahres gehörten Investitionen in das Abluftreinigungsprojekt (TEUR 1.046) und der Austausch der Meller Liquid Line (TEUR 975 Anschaffungskosten des Geschäftsjahres 2023 ohne Umgliederung der Zugänge auf Anlagen im Bau der Vorjahre).

Die Vorräte sanken im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.290 auf TEUR 28.747. Während sich die Materialpreise teilweise aufgrund gestiegener Preise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien erhöhten, konnte andererseits durch Preisreduktionen im Einkauf sowie die Optimierung der Lagerbestandsplanung eine Reduzierung der fertigen Erzeugnisse und Waren erzielt werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich um TEUR 350 (+2,1 %) auf TEUR 16.976; die Abweichung zur Entwicklung der Umsatzerlöse mit fremden Dritten (+7,0 %) ist stichtagsbedingt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verminderten sich um TEUR 38.352 (-31,0 %); der Rückgang betrifft Darlehensforderungen aufgrund der Änderung der Darlehensstruktur zwischen verbundenen Unternehmen. Insbesondere hat die Gesellschaft im Februar 2023 eine Verrechnung von Darlehensforderungen gegen die Spectrum Brands Germany GmbH mit den Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Ergebnisabführungsvertrags für die Geschäftsjahre 2019, 2020 und 2021 in Höhe von insgesamt TEUR 74.784 durchgeführt; die daraus resultierende Restforderung beträgt TEUR 8.696. Gleichzeitig wurde eine kurzfristige Darlehensforderung gegen die ROV Holding, Inc. um TEUR 28.661 auf TEUR 43.661 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im laufenden Jahr um TEUR 525 auf TEUR 13.787.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen mit TEUR 6.857 (i. Vj. TEUR 6.963) Forderungen aus Umsatzsteuer und Zoll sowie mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 2.572) Forderungen gegen den Factoring-Finanzdienstleister.

Des Weiteren bestehen stichtagsbedingt um TEUR 1.427 niedrigere Guthaben bei Kreditinstituten als zum Vorjahresende (TEUR 4.235; i. Vj. TEUR 5.662).

30.9.2023 30.9.2022
TEUR % TEUR %
Passiva
Gezeichnetes Kapital 53 0,0 % 53 0,0 %
Kapitalrücklage 52.367 31,5 % 52.367 25,4 %
Bilanzgewinn 5.798 3,5 % 5.798 2,8 %
Eigenkapital 58.218 35,0 % 58.218 28,2 %
Rückstellungen 21.016 12,7 % 21.070 10,2 %
Verbindlichkeiten 86.847 52,3 % 127.236 61,6 %
Kurzfristiges Fremdkapital 107.864 65,0 % 148.306 71,8 %
Rechnungsabgrenzungsposten 44 0,0 % 42 0,0 %
Gesamtkapital 166.125 100,0 % 206.566 100,0 %

Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf 35,0 % (i. Vj. 28,2 %) aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme bei konstantem Eigenkapital. Das Fremdkapital sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 40.443 auf TEUR 107.864.

Die Rückstellungen reduzierten sich leicht um TEUR 54 auf TEUR 21.016. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich um TEUR 1.110 insbesondere aufgrund der gegenüber dem Vorjahr angepassten Bewertung. Dagegen erhöhte sich die Rückstellung für Management- und Gewinnbeteiligungsbonus um TEUR 1.499 auf TEUR 1.598, die Rückstellung für Werbekostenzuschüsse erhöhte sich um TEUR 1.080 auf TEUR 6.407. Dagegen verringerte sich die Rückstellung für Personalmaßnahmen um TEUR 1.235 auf TEUR 400.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 30,2 % auf TEUR 18.463. Der bedeutendste Teil der Veränderung betrifft United Petfood Nederland B.V., für den sich der Verbindlichkeitssaldo aufgrund von Anpassungen der Zahlungsmodalitäten um TEUR 3.451 verringerte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 67.809 (i. Vj. TEUR 99.959) sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Spectrum Brands Germany GmbH in Höhe von TEUR 65.823 (i. Vj. TEUR 97.246) enthalten. Diese Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022 (TEUR 22.626) und das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 43.153). Für weitere Erläuterungen zur Entwicklung des Vorjahressaldos wird auf die Kommentierung der Aktivseite verwiesen. Ansonsten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Verrechnungen sowie Lieferungen und Leistungen.

Mitarbeiter*innen

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 367 Arbeitnehmer bei der Tetra GmbH beschäftigt. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres (399 Arbeitnehmer) entspricht dies einem Rückgang um 32 Mitarbeiter*innen. Dieser Abgang von Mitarbeiter*innen konnte sozialverträglich über Frühverrentungen und normale Fluktuation begleitet werden. Der Rückgang des Personals war zum einen der allgemeines Abkühlung des globalen/europäischen Heimtiergeschäftes geschuldet; zum anderen hat die Tetra GmbH eine im Vorjahr begonnene Personalmaßnahmen abgeschlossen. Aus Unternehmenssicht wurde das Ziel einer geringen Fluktuationsquote im Jahr 2023 nicht erreicht.

Für das Geschäftsjahr 2024 besteht zum einen das Ziel wieder Personal aufzubauen und die geringe Fluktuationsrate der Vergangenheit beizubehalten. Um dieses zu erreichen, wurde eine zusätzliche Stelle zum Thema Employer Branding und Ausbildung geschaffen.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Gesamtaussage

Die Gesellschaft verwendet für die Steuerung die finanziellen Kennzahlen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Gewinnabführung.

Das Geschäftsjahr 2023 vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 endete mit gestiegenen Umsätzen von TEUR 261.918 (i. Vj. TEUR 238.367). Das Ergebnis vor Gewinnabführung betrug TEUR 43.153 gegenüber TEUR 22.626 im vorgenannten Bezugszeitraum. Die Umsatzsteigerung lag knapp über dem prognostizierten Niveau (hohes einstelliges prozentuales Wachstum); insbesondere der Bereich Dog & Cat Food konnte signifikant gewinnen. Das Ergebnis lag deutlich oberhalb der Erwartung (niedriges zweistelliges prozentuales Wachstum), da durch unterjährige Verbilligung von Containerfrachtraten und einigen Rohstoffen insbesondere für Dog & Cat Food zusammen mit dem gestiegenen Umsatz eine deutliche Verbesserung der Kostensituation eintrat.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft zufrieden.

Hinsichtlich der Fluktuationsrate als Indikator für die Mitarbeiterzufriedenheit verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Mitarbeiter*innen".

4. Risiko- und Chancenbericht

Unser Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende Risiken zum frühesten Zeitpunkt zu identifizieren, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Ein weltweites Risikomanagementsystem der Spectrum Brands-Gruppe und interne Kontrollmaßnahmen sind integraler Bestandteil der Unternehmensführung und berücksichtigen alle wesentlichen Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse. Anhand eines einheitlichen Berichtssystems wird die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaften der Spectrum Brands-Gruppe laufend analysiert. Zur Früherkennung und Identifikation von Risiken berichten die verantwortlichen Führungskräfte regelmäßig über Produkt- und Marktrisiken sowie sonstige Ergebnisrisiken. Falls abschätzbar, wird zur Risikoquantifizierung das mögliche Schadensausmaß in Form der Auswirkung auf das Ergebnis sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert. Mittels dieser definierten und regelmäßigen Kommunikationsinstrumente wird die Geschäftsführung laufend über den Umfang der operativen Risiken informiert und überprüft und identifiziert die Gesamtrisikosituation, sodass auf dieser Basis die Steuerung der aktuellen und zukünftigen Risiken der Gesellschaft vorgenommen wird.

Die Haupteinflüsse, die unser Geschäft beeinflussen, sind die gleichen, die jedes Unternehmen betreffen, das an den Einzelhandel verkauft. Das geschäftliche und wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin schwer vorhersehbar. Insbesondere sei hier auf die aktuelle geopolitische Gesamtlage verwiesen (z. B. der Krieg in der Ukraine und der Konflikt in Israel); diese beeinflusst das Geschäft der Tetra GmbH, da die Gesellschaft auch an Kunden außerhalb Deutschlands liefert. Aktuell hat diese keine signifikanten Auswirkungen auf die Geschäftserwartung, aber die Lage in der Welt ist nicht so stabil wie in der Vergangenheit. Die Inflation schwächt sich zwar ab, ist aber noch auf dem früheren niedrigen Niveau und beeinflusst zusammen mit einem gestiegenen Zinsniveau die Kaufkraft unserer Endkunden.

Durch ein monatliches internes Reporting System und permanentes Cash Forecasting werden Finanzrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeitnah erfasst.

Auf dem Absatzmarkt sind grundsätzlich Konjunktur-, Absatz- und Preisrisiken zu betrachten. Konjunkturelle Risiken bestehen durch die globalen Handelskonflikte und ein voraussichtlich geringeres Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren. Den Absatz- und Preisrisiken wird durch eine laufende Beobachtung des Marktes und der Wettbewerber begegnet.

Durch ein aktives Debitorenmanagement und den bewussten Einsatz von Zahlungszielen und Kreditlimits wird eine Begrenzung des Zahlungsausfallrisikos erreicht. Generelle Geschäftsrisiken werden im Rahmen unserer Business Risk Prevention adressiert. Einen Teil der Umsatzerlöse erzielt die Tetra GmbH mit Schwestergesellschaften in den USA. Risiken aufgrund von Zöllen oder durch eine geringere Nachfrage werden laufend beobachtet und als gering angesehen.

Als Risiko für die Zukunft und den Bereich der Beschaffung sind die steigenden Preise für Rohstoffe sowie die Preisentwicklung bei den Importen aus dem asiatischen Raum aufzuführen. Durch unsere breite Distribution in fast alle Regionen der Welt stellen die Wechselkursschwankungen immer ein Risiko für das Ergebnis dar. Risiken für Lieferantenausfälle werden zurzeit nicht gesehen.

Vor dem Hintergrund der erhöhten Inflation bestehen für die Tetra Risiken hinsichtlich der Erhöhung der weltweiten Frachtraten, steigender Energiepreise und steigender Arbeits-/Rohstoffkosten. Tetra arbeitet mit ihren Kunden daran, angemessene Erhöhungen der Verkaufspreise zu vereinbaren, um die Auswirkungen abzumildern.

Einen Teil der Risiken aus Wechselkursschwankungen sichern wir durch derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt nach einer zentral festgelegten Strategie und darf lediglich zur Absicherung von Grundgeschäften vorgenommen werden. Dazu werden Devisentermingeschäfte für einen Teil der nicht durch Gegenpositionen in Fremdwährung gedeckten Zahlungsflüsse abgeschlossen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung von internen Richtlinien zum Abschluss von Devisentermingeschäften, welche Zeiträume, Absicherungsniveaus und Vorgehen beschreiben. Zur Sicherung der beabsichtigten Effektivität der Risikoabsicherungen (Wechselkursschwankungen) erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der Risikolimits und des Sicherungsumfangs. Hinsichtlich weiterer Angaben verweisen wir auf die im Anhang unter derivative Finanzinstrumente gemachten Angaben.

Die Produktion der Tetra unterliegt einer permanenten Kontrolle durch externe wie auch interne Stellen. Ziel ist es, mögliche Umweltbelastungen bereits im Ansatz zu erkennen und gegebenenfalls sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten. Es ist in diesem Bereich noch nie zu nennenswerten Problemen gekommen.

IT-Risiken wird im Konzern durch Schwestergesellschaften durch eine laufende Investition in Hard- und Software sowie durch Firewall-Systeme, Datensicherungsmaßnahmen sowie Zugangskontrollen begegnet. Unser Geschäftsbetrieb stützt sich auf vom Konzern verwaltete Enterprise Resource Planning Systeme. Wir verfügen über Backup-Wiederherstellungsmechanismen und interne Protokolle zum Schutz vor dem Risiko der Nichtverfügbarkeit oder des Verlusts. Das Unternehmen beteiligt sich auch an Konzernaktivitäten zur Minimierung des Risikos durch Cyberangriffe.

Personelle Risiken könnten sich durch den Mitarbeiterbedarf für den Aufbau von zentralen Funktionen ergeben, da aufgrund der Änderung in der Struktur des europäischen Spectrum-Konzerns bestimmte zentrale Funktionen neu besetzt werden müssen.

Währungs- und Rohstoffpreisrisken erachten wir im Gegensatz zur Vergangenheit ("hoch") aktuell als "mittel"; die übrigen Risiken haben wir ebenfalls als "mittel" eingestuft, sofern im Einzelfall nicht anders vermerkt (z.B. "gering" oder "Risiko wird derzeit nicht gesehen").

Auf Basis der erwarteten Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 sind uns derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die gegenwärtige und zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bekannt.

Auch in der Zukunft werden wir uns neben der Aquaristik weiter in anderen Bereichen des deutschen Heimtiermarktes entwickeln. Im Ausland gibt es noch viele Möglichkeiten, unsere Produkte auch über den Ausbau der Distribution zu verkaufen. Für die folgenden Geschäftsjahre sehen wir auf dieser Basis noch erhebliche Potenziale mit innovativen Neuprodukteinführungen, geplanten Marketing-maßnahmen und der Qualität unserer Produkte, uns in einem starken Konkurrenzumfeld zu behaupten und unsere Position auszubauen.

5. Prognosebericht

Die Prognose bezüglich zukünftiger Zeiträume ist mit Unsicherheit behaftet. Insbesondere ist es schwierig, das Kaufverhalten der Verbraucher sowie die Entwicklung der Preise für Ressourcen in Zeiten der Instabilität und des geringen Wachstums der Weltwirtschaft vorherzusagen.

Die OECD berichtet, dass die deutsche Wirtschaft voraussichtlich im Jahr 2023 stagnieren und im Jahr 2024 um 0,6 % wachsen wird. Die sinkende Inflation und steigende Löhne werden die Realeinkommen und den privaten Konsum im Jahr 2024 stützen. Das Exportwachstum wird sich bis 2023 aufgrund nachlassender Engpässe in der Lieferkette und eines rekordhohen Auftragsbestands erholen. In 2024 werden sich die die Exporte langsam erholen, da die globale Nachfrage steigt.

Laut der aktuellen von der Europäischen Kommission veröffentlichten Wirtschaftsprognose für Deutschland dürften das Reallohnwachstum und ein robuster Arbeitsmarkt zu einer Erholung des Konsums beitragen, da die Inflation weiter abflaut.

Die in den letzten Monaten hinter den Erwartungen zurückbleibende Inflationsrate, niedrigere Preise für Energierohstoffe und eine schwächere Wirtschaftsdynamik trugen hierzu bei. Auf kurze Sicht dürften jedoch das Auslaufen der Entlastungsmaßnahmen im Energiebereich in vielen Mitgliedstaaten und die höheren Transportkosten infolge der Handelsstörungen im Roten Meer einen gewissen Preisdruck nach sich ziehen, ohne dass die Inflation von ihrem Abwärtspfad abkommen dürfte. Für das Jahr 2024 wird eine Inflation von 2,8 % erwartet.

Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage stark bleiben wird, da der Bereich Pet Food in allen Krisen der Vergangenheit immer sehr stabil war. Das Thema Inflation ist immer noch ein Einflussfaktor für die Zukunft, schwächt sich aber ab. Ein Niveau, insbesondere bei Rohstoffen, wie vor der extremen Inflation wird aber nicht wieder erreicht werden und Lohnsteigerungen haben auch einen Einfluss auf die Gesamtkostensituation.

Tetra wird das seit Jahren praktizierte Kostenmanagement fortsetzen und durch aktives Supply Chain Management und ambitionierte Kostenverbesserungsprogramme weitere Effizienzsteigerungen erzielen. Aggressives Marketing für alle Produktgruppen sowie striktes Kostenmanagement und Effizienzprogramme sind auch für das Geschäftsjahr 2024 geplant.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Wachstum im unteren einstelligen prozentualen Bereich von Umsatz sowie im hohen einstelligen prozentualen Bereich des Ergebnis vor Gewinnabführung erwartet.

 

Melle, den 26. April 2024

Tetra GmbH

Eric Beukeboom, Geschäftsführer

Lars Borrmann, Geschäftsführer

Jeremy Wade Smeltser, Geschäftsführer

Ehsan Zargar, Geschäftsführer

Joanne Price Chomiak, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tetra GmbH, Melle

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Tetra GmbH, Melle, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tetra GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 26. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Buchwald, Wirtschaftsprüfer

Nottelmann, Wirtschaftsprüfer

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