Master Data

Registry
Register court Steinfurt HRB 5926
Previous
HGI Heger Gebäudeautomation Ingenieurgesellschaft mbH
Registered
12/28/1995
Industry
Activities of holding companiesEngineering activities for technical building equipmentAgents involved in the sale of plumbing and heating equipment and supplies, air conditioning
Purpose
Der Vertrieb und Bau von technischen Gebäudesystemen, insbesondere deren Automation und Bewirtschaftung. Weiterhin die Vornahme und Ausführung aller ähnlichen oder damit zusammenhängenden Geschäfte, soweit sie zur Erreichung des Gesellschaftszweckes als dienlich erscheinen oder die Gesellschaft zu fördern geeignet sind, insbesondere auch die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Daniel Heger
since 5/19/2025
Procura
Adnan Kurpejovic
since 5/19/2025
Procura
Christian Sommer
since 3/22/2022
Procura
Thomas Mosbacher
since 9/22/2017
Managing Director
Udo Peter Jung
since 9/22/2017
Managing Director
Frank Sasse
since 8/7/2008
Procura
Norbert Heger
since 7/21/2004
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Germany
€21,743
85.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

TROX HGI GmbH

Hörstel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der TROX HGI GmbH

Inhalt

I Grundlagen der Gesellschaft

II Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsentwicklung - Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I Grundlagen der Gesellschaft

TROX HGI GmbH ist ein Tochterunternehmen der TROX Vermögensverwaltungs GmbH. Als Systemintegrator vernetzt die TROX HGI GmbH die TROX-Klimasysteme mit allen weiteren Teilsystemen in Gebäuden.

Bis zum Verkauf von 85 % der Geschäftsanteile mit Wirkung zum 30. Dezember 2023 wurden die Jahresabschlüsse der TROX HGI GmbH in die Konzernabschlüsse des bisherigen Mutterunternehmens TROX GmbH einbezogen. Die Konzernabschlüsse der TROX GmbH werden im Unternehmensregister offengelegt.

Mit Wirkung zum 30. Dezember 2023 ist die TROX HGI GmbH Tochterunternehmen der TROX Vermögensverwaltungs GmbH geworden. Die TROX Vermögensverwaltungs GmbH ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis ihrer Tochtergesellschaften aufstellt. Zum 31. Dezember 2023 stellt die TROX Vermögensverwaltungs GmbH freiwillig einen Konzernabschluss auf.

Die TROX HGI GmbH wurde am 11. Oktober 1995 als HGI Heger Gebäudeautomation Ingenieurgesellschaft mbH vom heutigen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Norbert Heger gegründet, mit dem Zweck, technische Gebäudesysteme aufzubauen und zu automatisieren. Das Unternehmen entwickelte sich aus den handwerklichen Anfängen zu einem kompetenten, die Entwicklung in der Gebäudeautomation deutschlandweit prägenden und vorantreibenden Unternehmen mit kontinuierlichem Wachstum. Herr Heger hat im Zuge der Unternehmensexpansion im Jahr 2017 85 % der Geschäftsanteile des bisher familiengeführten Unternehmens an die TROX GmbH veräußert, um Synergien aus den Komponenten und Systemen zur Belüftung und Klimatisierung von Räumen der TROX und der Gebäudeautomation der HGI zu erzielen. Dieses Zusammengehen wurde nach außen durch die Umfirmierung zur TROX HGI GmbH und einem weiteren wirtschaftlichen und personellen Wachstum sichtbar. Im November 2018 wurden alle Serviceaktivitäten, wie Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur für die Komponenten und Systeme der Belüftung und Klimatisierung der TROX Service GmbH & Co. KG unter der TROX HGI vereint.

Die TROX HGI GmbH konnte 2023 an das bisherige kontinuierliche Wachstum anknüpfen und ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr verzeichnen.

Nach der Gründung der Niederlassung Nord zum 01.10.2022 hat sich diese in 2023 wirtschaftlich gut entwickelt und das System- und Servicegeschäft im Großraum Hamburg sowie in Teilen der angrenzenden Bundesländer übernommen.

Auch die anderen Niederlassungen West, Süd, Ost und Mitte entwickelten sich insbesondere im Servicegeschäft positiv. In der Niederlassung West ist darüber hinaus das Systemgeschäft mit der Abwicklung von Gebäudeautomationsprojekten, wie z. B. DEBEKA Koblenz oder Via Plaza Meppen, hervorzuheben.

Für das Systemgeschäft ist von Bedeutung, dass der Gesetzgeber mit der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes auch Mindestanforderungen an die Gebäudeautomation in Nichtwohngebäuden aufgenommen hat. Diese Anforderungen verdeutlichen die wichtige Stellung der Gebäudeautomation und bedeuten weitere Wachstumspotenziale, da neben dem verpflichtenden Einsatz von Gebäudeautomation in Neubauten auch Bestandsgebäude mit einem Mindestmaß an Automation ausgestattet werden müssen.

Wachstumspotenziale ergeben sich neben dem Systemgeschäft auch durch das Servicegeschäft. Große Hoffnungen werden in die neue Systemplattform TROX Ox gesetzt, welches die TROX GmbH auf der Leitmesse ISH im März 2023 vorgestellt hat.

Das Tochterunternehmen der TROX HGI, TROX SOMMER, hat sich nach der Übernahme positiv entwickelt. Um das Geschäft in Österreich weiter auszubauen, wurde ein Maßnahmenplan entwickelt, der verschiedene Entwicklungsaufgaben bis 2025 beinhaltet und in die Themen Zielmärkte, Internationalisierung, Vertrieb, Controlling, Organisation sowie Auftrags- und Umsatzziele unterteilt ist.

Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedigungen

Der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und die Eskalation in Nahost haben in Verbindung mit der Immobilienkrise in China die globale Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2023 erheblich belastet. Laut IWF ist das globale Wachstum daher in 2023 mit 3,1 % geringer ausgefallen als im Jahr zuvor (3,5 %). In der Eurozone wuchs das BIP sogar nur um 0,5 %, im Vergleich zu 3,4 % in 2022. In den Schwellenländern lag der Anstieg des BIP mit 4,1 % auf dem Niveau von 2022. Die entwickelten asiatischen Volkswirtschaften wuchsen 2023 um 5,4 %, davon China mit 5,2 %. In Lateinamerika stieg das BIP um 2,5 %, mit Wachstumsraten von 3,1 % in Brasilien und 3,4 % in Mexiko.

In Deutschland war die wirtschaftliche Entwicklung 2023 wie schon im Jahr 2022 wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit der schwachen Weltkonjunktur, der hohen Inflation und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiven Geldpolitik. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen, eine hohe Bürokratiebelastung, eine schwächere Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des Jahres 2023 von der Bundesregierung angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist deshalb 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % zurückgegangen.

Im Baugewerbe machten sich neben dem Material- und Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen und die anhaltend hohen Baukosten bemerkbar. So erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt nur ein kleines Plus von 0,2 %. Die Bauinvestitionen 2023 sanken preisbereinigt um 2,1 %. Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie das hohe Zinsniveau verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf. Dies bremste insbesondere den Wohnungsbau. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte.

Bauinvestitionsentwicklung Europa

Im Berichtsjahr 2023 schrumpfen nach Schätzungen von EUROCONSTRUCT die Investitionen in Bauvorhaben in den 19 Mitgliedsländern um ca. 1.7%. Im Vergleich zur Sommer-Prognose (2023: - 1,1 %) schrumpften die Bauinvestitionen somit um weitere 0,6 %. Zudem ist laut den Experten des EUROCONSTRUCT, aufgrund der zahlreichen negativen Folgen des Ukrainekriegs und der angespannten Lage an den Finanzmärkten, im besten Fall mit einer Stagnation der Baukonjunktur im Folgejahr 2024 zu rechnen. Von einer Marktkorrektur ist jedoch nicht auszugehen, da umfangreiche Prognosen einen moderaten Anstieg der Baukonjunktur für 2025 prognostizieren.

2. Geschäftsentwicklung - Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das System- und Servicegeschäft der TROX HGI in Deutschland hat sich auch im Jahr 2023 gut entwickelt. Trotz gestiegener Preise und schwieriger Baukonjunktur konnte HGI ein wirtschaftlich sehr gutes Jahr abschließen. Die gestiegenen Einkaufspreise konnten an die Kunden weitergegeben werden und gleichzeitig profitierte das Geschäft von einer deutlich verbesserten Materialverfügbarkeit. Dadurch gab es auch keine Probleme in der Fertigung von Schaltschränken.

Durch den hohen Grad der Gebäudeautomation am Standort Hörstel, Maßnahmen zum Energiemonitoring mit Anpassung der Energieverbräuche sowie die beiden in Betrieb befindlichen Photovoltaikanlagen konnten die gestiegenen Energiepreise zusätzlich abgefedert werden. Insgesamt ist der stromseitige Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr trotz weiterer E-Fahrzeuge konstant geblieben.

Das Systemgeschäft von TROX HGI ist und wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle für die Geschäftsentwicklung spielen. Dies gilt sowohl für die Niederlassung West, als auch für die anderen Niederlassungen in Deutschland. Z. B. bieten Projekte des Bundes in Zukunft weiterhin großes Potenzial, um den Geschäftszweig im Osten auszubauen. Aber auch in den anderen Niederlassungen wird der Auf- bzw. Ausbau des Systemgeschäfts fokussiert.

Weiter fokussiert werden zudem Systemprojekte, die sowohl TROX Systeme und Produkte, aber auch Gebäudeautomationslösungen beinhalten. Um die allgemeine Projektabwicklung organisationsübergreifend optimal durchführen zu können, findet seit März 2023 ein großer Prozessworkshop statt, in dem die bisherigen Teilprozesse in der TROX Group analysiert werden und ein durchgängiger Sollprozess erarbeitet wird. Der Sollprozess definiert später die optimale Abwicklung eines Systemprojekts.

Das Servicegeschäft sowohl für das Systemgeschäft, aber auch für den TROX Geschäftsbereich wird ebenfalls in Zukunft noch weiter ausgebaut. Die neuen Niederlassungen und personelle Verstärkungen haben sich bereits ausgezahlt. Durch die dezentralen Standorte sowie die Vor-Ort-Serviceeinsätze können diese Serviceeinsätze effizienter und schneller durchgeführt werden. Das sich dies positiv auswirkt, bestätigen sowohl die Kunden und die Rückmeldungen der TROX GmbH. Dies zeigt, dass die Gründung der Niederlassungen ein richtiger und notwendiger Schritt war.

Voraussichtlich 2024 wird die Niederlassung in Stuttgart eröffnet. Mit diesem Schritt sind dann alle Niederlassungen in Deutschland vorhanden, um den Service dezentral in den Regionen abwickeln zu können und weiteres Wachstum zu generieren.

Ertragslage

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Ertragslage der TROX HGI GmbH.

TROX HGI GmbH 31.12.2023 31.12.2022
Gewinn- und Verlustrechnung TEUR % TEUR %
Gesamtleistung 19.914 100 18.562 100
Sonstige betriebliche Erträge 444 2,0 520 2,8
Materialaufwand -4.995 -25,1 -5.785 -31,2
Personalaufwand -10.769 -54,9 -9.632 -51,9
Abschreibungen -161 -1,0 -180 -1,0
Sonstige betriebl. Aufwendungen -2.430 -12,2 -2.228 -12
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 2.003 10,1 1.257 6,8
Beteiligungserträge 4 0 4 0
Sonstige Zinsen und ähnl. Ertr. 32 0 4 0
Zinsaufwand -17 0,1 -38 -0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.022 10,2 1.227 6,6
Steuern vom Einkommen/Ertrag -685 -3,4 -409 -2,2
Sonstige Steuern -18 -0,1 -20 -0,1
Jahresüberschuss 1.319 6,6 798 4,3

EBIT = earnings before interest and taxes / Ergebnis vor Zinsen und Steuern

EBT = earnings before taxes / Ergebnis vor Steuern

Der Umsatz der TROX HGI GmbH erreichte im Berichtszeitraum mit 21.023 TEUR erneut eine Rekordmarke und konnte damit um rd. 22,0% zum Vorjahr gesteigert werden. Maßgeblich für den Anstieg waren die Fertigstellung mehrerer Großprojekte im Bereich Projektgeschäft sowie die konsequente Ausweitung des Servicegeschäfts im Inland. Die Gesamtleistung der TROX HGI GmbH belief sich im Berichtszeitraum auf 19.914 TEUR (Vorjahr 18.562 TEUR).

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Materialaufwand mengenbedingt um 790 TEUR. Trotz der geringeren Mitarbeiteranzahl stieg der Personalaufwand, aufgrund von Lohnsteigerungen und erfolgsabhängigen Vergütungen um 1.137 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 202 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vermögenslage der TROX HGI GmbH.

AKTIVA

TROX HGI GmbH 31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 3.982 30,9 4.067 37,1
Umlaufvermögen 8.764 68,1 6.722 61,4
Sonstige Aktiva 129 1,0 166 1,5
Bilanzsumme 12.875 100 10.955 100

PASSIVA

Eigenkapital 9.110 70,8 7.790 71,1
Fremdkapital 3.763 29,2 3.163 28,9
Sonstige Passiva 2 0,0 2 0,0
Bilanzsumme 12.875 100 10.955 100

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 1.920 TEUR (17,5 %) von 10.955 TEUR auf 12.875 TEUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Cash-Pooling aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs des Jahres 2023.

Das Umlaufvermögen umfasst insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Cash-Pooling. Diese betragen 3.857 TEUR (Vorjahr 2.180 TEUR).

Die sonstigen Aktiva umfassen latente Steuern (72 TEUR) und Rechnungsabgrenzungsposten (58 TEUR).

Aufgrund des Jahresüberschusses von 1.319 TEUR erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr auf 9.110 TEUR. Allerdings reduzierte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 70,8 % (Vorjahr 71,1 %) und verbleibt somit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen - aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen - beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 3.313 TEUR (Vorjahr 2.871 TEUR).

Die TROX HGI GmbH war jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt hat sich die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der TROX HGI GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. Die gesetzten Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2023 wurden vollständig erreicht.

III Chancen-, Risiko und Prognosebericht

Die zunehmende Digitalisierung, aber auch rechtliche Rahmenbedingungen zum Einsatz von Gebäudeautomation bei Nichtwohngebäuden durch die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes sieht die TROX HGI GmbH gute Chancen, im System- und Servicegeschäft lukrative Aufträge zu generieren und damit die strategische Unternehmenserweiterung zielstrebig voranzutreiben.

Die Gründung der Niederlassungen im System- und Servicegeschäft hat die erwarteten positiven Auswirkungen auf das Kostengefüge durch die Verkürzung von Fahrzeiten und die effizientere Betreuung der Auftraggeber durch die Ansprechpartner vor Ort in der Region mit sich gebracht.

Eine personelle Unternehmenserweiterung ist in 2024 vornehmlich für neu gegründete Niederlassungen mit Niederlassungsleitung sowie Technikern im Automations- und Servicebereich vorgesehen.

Die TROX HGI GmbH ist weiterhin bestrebt, die Rolle als Innovationstreiber im Bereich der Gebäudeautomation zu festigen und eine Effizienzsteigerung durch Optimierungsmaßnahmen voranzubringen.

Ein weiterer Fokus der TROX HGI liegt zukünftig in der europäischen Ausrichtung des Servicegeschäftes, um die Inbetriebnahmen und Servicetätigkeiten im Rahmen der TROX-Komponenten europaweit durch die jahrelange Erfahrung der TROX HGI zu optimieren. Das Tochterunternehmen TROX SOMMER hat sich nach der Übernahme positiv entwickelt. Um das Geschäft in Österreich weiter auszubauen, wurde ein Maßnahmenplan entwickelt, welcher verschiedene Entwicklungsaufgaben bis 2025 enthält und in die Themen Zielmärkte, Internationalisierung, Vertrieb, Controlling, Organisation sowie die Auftrags- und Umsatzziele unterteilt ist.

Um dieser Fokussierung Rechnung zu tragen, wurden 85 % der Geschäftsanteile der TROX HGI mit Wirkung zum 30. Dezember 2023 an die TROX Vermögensverwaltungs GmbH verkauft. Somit ist die TROX HGI GmbH Tochterunternehmen der TROX Vermögensverwaltungs GmbH geworden.

Die Herauslösung aus dem TROX-GmbH-Konzern, aufgrund des vom TROX-Kerngeschäft abweichenden Geschäftsmodells der TROX HGI GmbH, soll zu einer noch positiveren, wirtschaftlichen Entfaltung der Gesellschaft führen.

Zurzeit arbeiten bei TROX SOMMER zehn Mitarbeitende. Neben Christian Sommer als Geschäftsführer gibt es eine Sekretariatsstelle, einen Auszubildenden sowie sieben Servicetechniker. Um TROX SOMMER personell zu verstärken und vorhandene Ressourcen zu nutzen, wird das bestehende Serviceteam der TROX Austria zeitnah von TROX SOMMER übernommen.

Zudem sollen 2023 zwei neue Servicetechniker und eine weitere Sekretariatsstelle besetzt werden. Für 2024 und 2025 ist geplant, vier Servicetechniker sowie jeweils eine Position im Vertrieb, im Vertriebsinnendienst sowie als Serviceprojektleiter zu besetzen.

Weiterer europäischer Fokus

Im nächsten Schritt wird eine Tochtergesellschaft von TROX HGI in der Schweiz fokussiert. Erste Gespräche haben hierzu Ende April bzw. Anfang Mai stattgefunden. Unterstützen wird TROX HGI zudem bei dem Aufbau einer TROX Tochtergesellschaft in den Niederlanden.

Managementsysteme

Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, gesteigerte Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit sind nur drei Vorteile eines gelebten Qualitätsmanagementsystems. Aktuell verfügt TROX HGI noch nicht über ein Qualitätsmanagementsystem. Um dies zu ändern, wird TROX HGI bis 2025 eine Erstzertifizierung nach ISO 9001 durchführen. Die ISO 9001 legt dabei internationale Standards für Qualitätsmanagementsysteme fest, anhand derer sich ein Unternehmen zertifizieren lassen kann.

Da das Thema Nachhaltigkeit einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt und sich die TROX Group einem nachhaltigen unternehmerischen Handeln verpflichtet hat, wird TROX HGI ebenfalls bis 2025 eine Zertifizierung nach ISO 50001 (Energiemanagement) durchführen.

Einhergehend zu der ISO 9001 Zertifizierung wird zugehörig eine integrierte Zertifizierung mit ISO 14001 (Umwelt) & ISO 45001 (Arbeitsschutz) bis 2028 realisiert.

Effekte aus dem Ukraine-Krieg

Aufgrund der mangelnden Bindung der TROX HGI GmbH zum ukrainischen sowie russischen Markt sind direkte wirtschaftliche Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland weiterhin nicht eingetreten. Es ist jedoch unklar, welche Auswirkungen der Krieg zukünftig noch haben wird.

Gestiegene Einkaufs- und Energiepreise

Trotz gestiegener Preise und schwieriger Baukonjunktur konnte HGI ein wirtschaftlich sehr gutes Jahr abschließen. Die gestiegenen Einkaufspreise konnten an die Kunden weitergegeben werden und gleichzeitig profitierte das Geschäft von einer deutlich verbesserten Materialverfügbarkeit. Durch den hohen Grad der Gebäudeautomation am Standort Hörstel, Maßnahmen zum Energiemonitoring mit Anpassung der Energieverbräuche sowie die beiden in Betrieb befindlichen Photovoltaikanlagen konnten die gestiegenen Energiepreise zusätzlich abgefedert werden. Insgesamt ist der stromseitige Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr trotz weiterer E-Fahrzeuge konstant geblieben.

Fachkräftemangel

Das weitere Wachstum von TROX HGI erfordert auch die Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel verlangsamt jedoch die Suche und erfordert andere Ansätze. So arbeitet TROX HGI mit einem externen Headhunter zusammen und versucht durch die Teilnahme an Ausbildungsmessen Schülerinnen und Schüler für das Berufsfeld der Gebäudeautomation zu begeistern.

Betriebsrisiken

Generell schützt sich die TROX HGI GmbH gegen Risiken, die im Zusammenhang mit ihren Tätigkeiten stehen, durch das Einhalten von Gesetzen und behördlichen Vorschriften, Vorgaben durch Verfahrensanweisungen, betrieblichen Festlegungen sowie ausgewählte Versicherungen. Des Weiteren werden im Bedarfsfall gesonderte Analysen durchgeführt.

Finanzrisiken

Finanzrisiken bestehen grundsätzlich in Form von Forderungsausfällen. Diese werden durch den kaufmännischen Bereich der TROX HGI GmbH laufend überwacht. Des Weiteren sind grundsätzlich Risiken hinsichtlich zukünftiger Investitionen denkbar. Es erfolgt jedoch ein kontinuierliches Controlling von Investitionsvorhaben durch die Geschäftsführung. Zum Bilanzstichtag sind keine konkreten Finanzsrisiken erkennbar.

Gesamtaussage zur Risikosituation der TROX HGI GmbH

Die TROX HGI GmbH ist in das Risikomanagementsystem des TROX-Konzerns eingebunden. Ziel dieses Risikomanagementsystems ist es, mittels geeigneter Regelungen betriebliche Risiken möglichst früh identifizieren, bewerten, überwachen und bewältigen zu können. Mit diesem Risikofrüherkennungssystem werden die Risiken der zukünftigen Entwicklung erfasst und gesteuert. Das Risikomanagementsystem lässt keine Risiken, die einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung entgegenstehen, erkennen.

Das gegenwärtige Risikoszenario führt zu der Erkenntnis, dass im Geschäftsjahr 2023, bis auf die Problematik der Cyberkriminalität, keine bestandsgefährdenden Risiken für die TROX HGI GmbH bestanden haben. Weitere Risiken, die über das übliche Maß hinausgehen und im Risikomanagementsystem nicht abgebildet sind, wurden ebenfalls nicht identifiziert.

Aus heutiger Sicht sind auch in absehbarer Zukunft keine bestandsgefährdenden Entwicklungen und Risiken erkennbar.

Ausblick

Die TROX HGI GmbH blickt weiterhin optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Zwar ist die Auftragslage für das Jahr 2024 aufgrund der rückläufigen Baukonjunktur derzeit noch nicht gefestigt, jedoch sind wir positiv gestimmt, weitere lukrative Aufträge generieren zu können. Zudem werden durch die enge Verzahnung der TROX GmbH und der TROX HGI GmbH verstärkt Synergien in der Projektabwicklung genutzt, die durch den Prozessworkshop vertieft und die Zusammenarbeit zukünftig noch weiter verbessern werden.

Grundsätzlich möchte die TROX HGI GmbH ihr Personal in den Niederlassungen aufstocken. Allerdings wird dies im Rahmen erschwerter Voraussetzungen erfolgen, da Unsicherheiten wegen der Auftragslage herrschen. Diese begründen sich mit den Risken in der Bauwirtschaft, dem weiteren Verlauf des Ukrainekriegs und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen sowie dem starken Fachkräftemangel im Bereich der Automations- und Servicetechniker mit dem Schwerpunkt Gebäudeautomationstechnik sowie in der Gebäudeautomation erfahrenen Programmierer.

Die Gesamtentwicklung 2024 der TROX HGI GmbH bewegt sich bislang im Rahmen des Wirtschaftsplanes.

Der Betriebsaufwand wird im Wirtschaftsjahr 2024 voraussichtlich weiter leicht steigen. Aufgrund von Preissteigerungen im Beschaffungsbereich wird von einem laufend steigenden Materialaufwand ausgegangen. Weitere aufwandssteigernde Effekte resultieren aus dem Anstieg der Personalkosten aufgrund des starken Inflationsanstiegs sowie eines weiteren Anstiegs der Mitarbeiteranzahl im Kontext mit der Gründung weiterer Niederlassungen.

Aufgrund der Ungewissheit bzgl. der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind verlässliche Aussagen zur Geschäftsentwicklung von TROX HGI GmbH schwer zu machen. Vor diesem Hintergrund rechnet die TROX HGI GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem moderaten Rückgang beim Umsatz auf ca. 19,5 Mio. EUR. Das EBT soll ebenfalls leicht auf ca. 1,95 Mio. EUR sinken. Das Investmentvolumen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte soll geringfügig auf ca. TEUR 350 erhöht werden. Dynamisches Wachstum, hervorragende Leistungen bei Service und Arbeitsqualität sowie innovative Verwendung zukunftsweisender Technologien werden auch das laufende Geschäftsjahr prägen. Mit Dynamik treibt die TROX HGI die weitere strategische Ausrichtung voran und optimiert Bestehendes nachhaltig.

 

Hörstel, 12. April 2024

TROX HGI GmbH

Norbert Heger, Geschäftsführer

Udo Jung, Geschäftsführer

Thomas Mosbacher, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.307,07 49.050,52
60.307,07 49.050,52
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 40.284,53 52.056,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.196,91 420.482,56
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
375.481,44 472.539,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.524.976,10 3.524.976,10
2. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
3. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
3.545.726,10 3.545.726,10
4.067.315,71 4.067.315,71
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.404.054,88 5.517.890,73
2. fertige Erzeugnisse und Waren 830.127,37 617.827,60
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (3.424.398,45) (4.563.943,58)
1.809.783,80 1.571.774,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.148.724,09 1.048.422,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 232.992.24 86.024,94
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 2.913.941,23
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.553.980,65 1.069.859,54
6.935.696,98 5.118.248,03
lll. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.387,29 31.996,00
8.764.868,07 6.722.018,78
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.029,58 46.765,24
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 71.393,00 119.165,00
12.875.805,26 10.955.264,73

PASSIVSEITE

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.580,00 25.580,00
II. Gewinnvortrag 7.764.582,80 6.966.296,03
III. Jahresüberschuss 1.319.484,90 798.286,77
9.109.647,70 7.790.162,80
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 726.896,00 694.255,00
2. Steuerrückstellungen 136.131,73 0,00
3. sonstige Rückstellungen 1.408.944 900.076,00
2.271.971,73 1.594.331,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 608.415,06 501.044,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 349.249,83 636.024,06
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 50.667,69
4. sonstige Verbindlichkeiten 534.884,58 381.227,89
1.492.549,47 1.568.964,27
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.636,36 1.806,66
12.875.805,26 10.955.264,73

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 21.022.588,55 17.233.108,57
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (1.109.055,86) 1.328.480,74
3. sonstige betriebliche Erträge 444.056,05 519.796,35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen fur Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (3.663.704,92) (4.093.753,38)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (1.331.152,60) (1.691.179,51)
(4.994.857.52) (5.784.932,89)
5. Rohergebnis 15.362.731,22 13.296.452,77
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (9.124.781,09) (8.049.441,35)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.644.216,67) (1.582.300,50)
(10.768.997,76) (9.631.741,85)
7. Abschreibungen auf immaterialle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (161.100,60) (179.564,42)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen (2.429.641,94) (2.227.923,25)
9. Erträge aus Beteiligungen 4.000,00 4.400,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.470,13 4.149,40
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17.844,34) (38.485,98)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (684.048,50) (409.049,59)
13. Ergebnis nach Steuern 1.337.568,21 818.237,08
14. sonstige Steuern (18.083,31) (19.950,31)
15. Jahresüberschuss 1.319.484,90 798.286,77

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TROX HGI GmbH mit Sitz in Hörstel ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter der Nr. HRB 5926 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden unmittelbar im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben sowie im Folgejahr als Abgang behandelt.

Soweit den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag voraussichtlich ein dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Waren werden mit Anschaffungskosten bzw. letzten Einkaufspreisen bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden.

Die erhaltenen Anzahlungen werden entsprechend ihrem wirtschaftlichen Charakter ausgewiesen. Der jeweilige Teil der erhaltenen Anzahlung, der den Wert der unfertigen Leistung nicht übersteigt, hat den Charakter einer erhaltenen Abschlagszahlung und wird entsprechend von dem Bestand der unfertigen Leistungen auf der Aktivseite abgesetzt. Soweit die jeweilige erhaltene Anzahlung den Wert der unfertigen Leistung übersteigt, hat die Anzahlung den Charakter einer erhaltenen Vorauszahlung und wird entsprechend auf der Passivseite ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für die Handelsbilanz erfolgte nach den Regelungen des IDW Rechnungslegungshinweises: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021, Stand 30.04.2021) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) vom 26.04.2022 zur aktuariellen Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises. Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des Passivprimats.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die latenten Steuern wurden entsprechend § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept berechnet, das sich an den Wertunterschieden von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren und zukünftig steuerbe- oder -entlastend wirken, orientiert.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Als Rechnungsgrundlage für die Ermittlung der Rückstellungen dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung der Pensionsrückstellungen liegen folgende Bewertungsparameter zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Zinssatz 1,83% 1,78%
Rententrend 2,20% 1,90%
Fluktuation 4,50% 4,50%

Der Rechnungszinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB für den Monat Dezember 2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Abzinsungszinssatz für die Pensionsrückstellung wird als Durchschnitt der Marktzinssätze der letzten 10 Jahre berechnet.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden - unter Beachtung des Imparitätsprinzips - zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel enthalten.

2. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Im Folgenden werden die Angaben zu unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20% hat:

Name Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresüberschuss 2023
Sommer MSR GmbH Graz, Österreich 85% 1.131.968,72 € 275.765,76 €

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Im Vorjahr betragen Forderungen gegen Gesellschafter gegen die ehemalige Gesellschafterin TROX GmbH in Höhe von TEUR 2.914 und betreffen Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 3.857 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 734.

Sonstige Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 3.857 (Vorjahr; TEUR 2.180) und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 479, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben (Vorjahr: TEUR 501).

4. Aktive latente Steuern

Nach dem Temporary-Konzept werden latente Steuern für Differenzen zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Bilanzposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern auf diese Differenzen erfolgt mit effektiven Ertragssteuersätzen von 15,825 % für die Körperschaftssteuer inkl. Solidaritätszuschlag und mit 14,525 % für die Gewerbesteuer. Diese Ertragsteuersätze gelten auch für die laufende Besteuerung. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz für die Pensions-, Urlaubs- und Jubiläumsrückstellung. Zum Abschlussstichtag bestehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 119).

Der Betrag der aktivierten latenten Steuern ist gem. § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen gesperrt.

5. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Veränderung
EUR
Stand 01.01. 7.764.582,80 € 6.966.296,03 € 798.286,77
Jahresüberschuss 1.319.484,90 798.286,77 521.198,13
9.084.067,70 7.764.582,80 1.319.484,90

6. Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Barwertberechnung wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte 10-Jahres-Durchschnittszins für den Monat Dezember 2023 (1,83%) verwendet. Hierbei wurde eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 HGB).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttungen gesperrt.

7. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind zum Stichtag u.a. Rückstellung für Gewährleistungen, Tantiemenverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Überstundenverpflichtungen, Jubiläumsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Inflationsausgleichsprämie sowie für die Kosten der Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 1.409 (Vorjahr TEUR 900) ausgewiesen.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht. Im Vorjahr betrafen diese vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeitenspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Posten Gesamtbetrag
bis 1 Jahr
über 1 Jahr
mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 349.249,83 349.249,83 0,00 0,00
(Vorjahr) (636.024,06) (636.024,06) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (50.667,69) (50.667,69) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 534.884,58 534.884,58 0,00 0,00
(Vorjahr) (381.227,89) (381.227,89) (0,00) (0,00)
davon aus Steuern 530.828,96 530.828,96 0,00 0,00
(Vorjahr) (378.815,75) (378.815,75) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Andere sonstige Verbindl. 4.055,62 4.055,62 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.412,14) (2.412,14) (0,00) (0,00)
Erhaltene Vorauszahlungen auf Bestellungen 608.415,06 608.415,06 0,00 0,00
(Vorjahr) (501.044.63) (501.044.63) (0,00) (0,00)
Summe 1.492.549,47 1.492.549,47 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.568.964,27) (1.568.964,27) (0,00) (0,00)

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Mietverträge 2.295.403 2.222.629
Leasingverträge 1.017.442 648.488
3.312.844 2.871.117

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind wie folgt fällig:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Fällig innerhalb des nächsten Jahres 936.104 731.274
Fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren 2.226.195 1.848.099
Fällig nach fünf Jahren 150.546 291.745
3.312.844 2.871.117

Zum Abschlussstichtag bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Altersversorgung und keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 39).

2. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr TEUR 41).

3. Sonstige Zinsen und Erträge

Die Aufwendungen aus Abzinsungen von Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5 (Vorjahr TEUR 23).

Von verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2023 Zinserträge von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 4) vereinnahmt.

Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Nutzung der benötigten Kraftfahrzeuge wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt i.d.R. drei Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von TEUR 432 für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr TEUR 322) bzw. über die noch verbleibenden Vertragslaufzeiten insgesamt TEUR 1.017 (Vorjahr TEUR 648). Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten Kraftfahrzeuge.

2. Anzahl der Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 117 114
Arbeiter 16 20
Aushilfen 10 12
Summe 143 146

3. Geschäftsführung

• Norbert Heger

Dipl. Ingenieur

• Udo Jung

Ressort Vertrieb / Technik / Produktion TROX GmbH

• Thomas Mosbacher

Ressort Finanzen / Personal TROX GmbH

Auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Konzernzugehörigkeit

Bis zum Verkauf von 85 % der Geschäftsanteile mit Wirkung zum 30. Dezember 2023 wurden die Jahresabschlüsse der TROX HGI GmbH in die Konzernabschlüsse des bisherigen Mutterunternehmens TROX GmbH einbezogen. Die Konzernabschlüsse der TROX GmbH werden im Unternehmensregister offengelegt.

Mit Wirkung zum 30. Dezember 2023 ist die TROX HGI GmbH Tochterunternehmen der TROX Vermögensverwaltungs GmbH geworden. Die TROX Vermögensverwaltungs GmbH ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis ihrer Tochtergesellschaften aufstellt. Zum 31. Dezember 2023 stellt die TROX Vermögensverwaltungs GmbH freiwillig einen Konzernabschluss auf.

Während die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der TROX HGI GmbH für das Geschäftsjahr 2023 noch in voller Höhe in den Konzernabschluss der TROX GmbH einbezogen werden, werden die Bilanzposten der TROX HGI GmbH zum 31. Dezember 2023 bereits in den freiwilligen Konzernabschluss der TROX Vermögensverwaltungs GmbH einbezogen.

5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Hörstel, den 12. April 2024

TROX HGI GmbH

die Geschäftsführung

Norbert Heger

Udo Jung

Thomas Mosbacher

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.719,89 36.505,30 0,00 0,00 433.225,19
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 86.252,44 0,00 0,00 0,00 86.252,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.271.704,55 38.794,20 22.503,42 0,00 1.287.995,33
1.357.956,99 38.794,20 22.503,42 0,00 1.374.247,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.524.976,10 0,00 0,00 0,00 3.524.976,10
1. Beteiligungen 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
2. Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
3.545.726,10 0,00 0,00 0,00 3.545.726,10
5.300.402,98 75.299,50 22.503,42 0,00 5.353.199,06
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 347.669,37 25.248,75 0,00 372.918,12
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 34.195,91 11.772,00 0,00 45.967,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.221,99 124.079,85 22.503,42 952.798,42
885.417,90 135.851,85 22.503,42 998.766,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
1.233.087,27 161.100,60 22.503,42 1.371.684,45
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.307,07 49.050,52
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 40.284,53 52.056,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.196,91 420.482,56
375.481,44 472.539,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.524.976,10 3.524.976,10
1. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
2. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
3.545.726,10 3.545.726,10
3.981.514,61 4.067.315,71

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TROX HGI GmbH, Hörstel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TROX HGI GmbH, Hörstel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TROX HGI GmbH, Hörstel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 12. April 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schumacher, Wirtschaftsprüfer

Hecht, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses/Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat am 30. August 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 1.319.484,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

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