RenerGreen GmbH
Same addressWholesale of photovoltaic modules
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Sven Gerald Schielke since 7/12/2023 | Managing Director |
Thomas Gruber since 7/5/2018 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
QUESTEL S.A.S. | 100.00% |
Company ownership structure and capital distribution
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
PAVIS GmbHStarnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anlagenspiegel Geschäftsjahr 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
02.08.2024 Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 2023
02.08.2024 Anhang Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die PAVIS GmbH mit Sitz in Starnberg (Amtsgericht München, HRB 220456) hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) den Abschluss aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend in diesem Anhang aufgeführt. Die Aufstellung des vorliegenden Abschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung. Alle Wertangaben erfolgen, sofern nicht anders angegeben, in Tausend € (T€). Die PAVIS GmbH hat zwei Tochterunternehmen, die PAVIS Payments GmbH, Starnberg und die IPRIS AG, Basel, Schweiz. Das Tochterunternehmen PAVIS Payments GmbH, Starnberg wurde zum 03.07.2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Zahlungsdiensten im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Finanztransfergeschäft). Mit dieser Gesellschaft wurde ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die letztmalige Änderung des Vertrags vom 10.12.2021 wurde am 20.12.2021 ins Handelsregister eingetragen. Mit Ausgliederungsvertrag vom 04.06.2020 wurde der "Zahlungsdienst" am 01.07.2020 rückwirkend zum 01.01.2020 von der PAVIS GmbH auf die PAVIS Payments GmbH ausgegliedert. Am 09.06.2020 hat die PAVIS GmbH alle Anteile an den Schweizer Gesellschaften IPRIS AG, Basel und Vesantis IP GmbH, Gelterkinden erworben. Die Vesantis IP GmbH wurde im Anschluss zum 30.06.2020 rückwirkend auf den 01.01.2020 auf die IPRIS AG verschmolzen. Gegenstand des Unternehmens sind ebenfalls die Erbringung von IP-Dienstleistungen. 2. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
3. Angaben zu einzelnen Posten Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sach- und Finanzanlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Umlaufvermögen Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen:
Die zur Absicherung der fälligen Zinszahlungen, beruhend auf dem Darlehensvertrag zwischen PAVIS und NordLB bei der NordLB, hinterlegte Kaution i.H.v. 2.000 T€ wurde nach Darlehensstellung durch die Questel SAS nicht mehr benötigt und entsprechend aufgelöst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ebenfalls aus Lieferungen und Leistungen) sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben analog Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen keine. Latente Steuern Im Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von 10 T€ (Vj.: 10 T€) ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital von 25 T€ (Vj.: 25 T€) ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage beträgt 5.150 T€ (Vj.: 5.150 T€). Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen umfassen die voraussichtlichen körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verpflichtungen der Gesellschaft in Höhe von 904 T€ (Vj .: 1.225 T€). Diese resultieren aufgrund der zum Stichtag noch nicht erfolgten Veranlagung für körperschaftsteuerliche Zwecke für 2021 und auf Basis der Ergebnisse der im Zuge der Betriebsprüfung in 2022 angepassten Veranlagungen der Jahre 2016, 2019 und 2020, sowie für gewerbesteuerliche Zwecke für 2019, 2020 und 2021. Der Rückgang dieser Steuerrückstellungen in 2023 begründet sich in bereits getätigten Zahlungen im Jahreszeitraum. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt in T€, Vorjahreswerte in Klammern:
Die Questel SAS ist die oberste Konzernmuttergesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen ggü. Questel SAS wurden in dem Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter ausgewiesen. Im Sinne einer transparenten Darstellung werden diese ab 2023 unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Effekt stellt sich wie folgt dar:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 28.575 T€ (Vj.: 1.371 T€), davon gegenüber der Questel SAS 27.526 T€ (Vj.: 27.517 T€) aus einem Darlehen (bisher als Gesellschafterdarlehen bezeichnet) und Verbindlichkeiten gegenüber anderer verbundener Unternehmen i.H.v. 1.049 T€ (Vj.: 1.371 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen i.H.v. 1.241 T€ (Vj.: 33.299 T€), davon gegenüber der PP IP Holding GmbH resultierend aus dem Ergebnisabführungsvertrag 1.241 T€ (Vj.: 5.782 T€). Haftungsverhältnisse Zum 31.12.2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach in- und ausländischen Kunden teilen sich geographisch wie folgt auf (in T€):
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche (in T€):
Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Kursdifferenzen von 2.138 T€ (Vj.: 264 T€), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen von 1.962 T€ (Vj.: 159 T€). Der Anstieg, sowohl bei den Erträgen als auch bei den Aufwendungen, ist auf eine Glattstellung einer im Vorjahr festgestellten FX- Differenz zurückzuführen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht vorhanden. Im Rahmen des Projekts "Verbesserung der Prozesslandschaft des Zahlungsdienstleisters" sind Beratungsaufwendungen in Höhe von 1.408 T€ (Vj.: 1.484 T€) entstanden. Die restlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 1.962 T€ (Vj.: 159 T€), aus Aufwendungen für freie Mitarbeiter in Höhe von 228 T€ (Vj.: 914 T€), Rückbelastungen durch verbundene Unternehmen in Höhe von 904 T€ (Vj.: 818 T€), Miete in Höhe von 271 T€ (Vj.: 237 T€), Wartungskosten für Hard- und Software in Höhe von 89 T€ (Vj .: 204 T€), Versicherungen in Höhe von 204 T€ (Vj.: 166 T€), kaufbedingte Zahlungen in Höhe von 58 T€ (Vj.: 179 T€) und Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 62 T€ (Vj.: 90 T€). 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (in T€):
Im Vorjahr beliefen sich die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen (bis 1 Jahr) auf 3.356 T€ und die mittelfristigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen (1 bis 5 Jahre) auf 7.642 T€. Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Das Unternehmen beschäftigt 2 (Vj.: 2) Geschäftsführer und durchschnittlich 60 (Vj.: 57) Angestellte. Diese teilen sich wie folgt: Operations (36), IT (8), Finance (6), Legal (5), Office Management (3), Management (2) und HR (2). Honorar für den Abschlussprüfer Das Honorar der Forvis Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2023 95 T€ (Vj.: 70 T€). Ausschüttungsgesperrte Beträge Nach § 268 Abs. 8 HGB ist der Betrag der aktiven latenten Steuern, der die passiven latenten Steuern übersteigt von der Ausschüttung gesperrt. Für 2023 beträgt der ausschüttungsgesperrte Betrag demnach 9.878,21 € (Vj.: 9.878,21 €). Organe Geschäftsführer sind Herr Thomas Gruber und Herr Sven Schielke (seit 01.07.2023). Hinsichtlich der Bezüge der Organmitglieder verzichtet die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben, da nur zwei Mitglieder der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Bezüge von der Gesellschaft erhielten. Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft hält 100% an der PAVIS Payments GmbH, Starnberg. Mit der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Eigenkapital der PAVIS Payments GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt 259 T€ (Vj.: 259 T€), der Jahresüberschuss beträgt 0 T€ (Vj.: 0 T€). Die Gesellschaft hält des Weiteren 100% an der IPRIS AG, Basel. Das Eigenkapital der IPRIS AG zum 31. Dezember 2023 beträgt 1.150 T€ (Vj.: 1.153 T€), das Ergebnis beträgt 648 T€ (Vj.: 462 T€). Konzernzugehörigkeit Der vom Mutterunternehmen des Konzerns, Questel Unite SAS, Paris, Frankreich, aufgestellte Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen ist am Sitz des Mutterunternehmens einsehbar. Die Gesellschaft ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da das Mutterunternehmen, die Questel Unite SAS, Paris, Frankreich, einen befreienden Konzernabschluss nach den Regeln der International Financial Reporting Standards, IFRS aufstellt. Vorschlag für die ErgebnisverwendungAufgrund des im Geschäftsjahr 2022 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der PP IP Holding GmbH beläuft sich der Jahresüberschuss per 31. Dezember 2023 auf 0,00 EUR. Der Bilanzgewinn in Höhe von 4.204 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss und Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft gehabt hätten, sind uns nicht bekannt.
Starnberg, den 2.08.2024 gez. Sven Schielke Geschäftsführung gez. Thomas Gruber Geschäftsführung Lagebericht Geschäftsjahr 20231. Die PAVIS GmbH Die PAVIS GmbH (PAVIS) ist einer der weltweit führenden Dienstleister im gewerblichen Rechtsschutz (IP-Management). Seit mehr als 43 Jahren betreut PAVIS verlässlich und kompetent die Schutzrechtsportfolios für Patentanwälte, Kanzleien sowie Inhaber von Patenten und Marken en aus Industrie und Mittelstand. Dank innovativer Technologie-Lösungen, langjährig etablierter Prozesse und der hohen Qualifikation der Mitarbeiter/-innen genießt PAVIS aus Sicht der Geschäftsleitung einen sehr guten Ruf im Markt. Der Fokus liegt auf der Aufrechterhaltung von gewerblichen Schutzrechten (Patente, Marken und Designs). Nebendienstleistungen, wie Umschreibung von Schutzrechten sowie die Validierung europäischer Patente, wurden im Rahmen der Übernahme durch die Questel Gruppe an andere Einheiten des Konzerns von Questel übertragen und gehören fortan nicht mehr zum Angebotsportfolio von PAVIS. Dies wirkt sich jedoch nicht signifikant auf die Umsatz- und Ertragslage aus, da diese Bereiche historisch keine große Rolle gespielt haben. Die PAVIS eG wurde 1980 als Genossenschaft gegründet und war in dieser Rechtsform als Organisation der Patentanwälte in Deutschland auch bis Ende 2015 tätig. Im Rahmen eines Verkaufs durch die Genossen wurde 2016 der Geschäftsbetrieb der PAVIS eG auf die PAVIS GmbH übertragen und dort fortgeführt. In einem weiteren Schritt wurde am 01.06.2017 rückwirkend zum 01.01.2017 die PAVIS GmbH in die Muttergesellschaft PP IP Management GmbH verschmolzen. Zeitgleich wurde die PP IP Management GmbH in die PAVIS GmbH umfirmiert und der Sitz der Gesellschaft von München nach Starnberg verlegt. Somit wurden die zuvor von der PP IP Management GmbH erbrachten Management- und Finanzierungsdienstleistungen mit dem operativen Geschäft in einer Gesellschaft unter der Firmierung PAVIS GmbH vereint. Zum 30.06.2020 wurde der Teilbetrieb "Zahlungsdienst" in die 2018 gegründete Tochtergesellschaft PAVIS Payments GmbH (PAVIS Payments) ausgegliedert. Die PAVIS Payments besitzt eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung von Finanztransfergeschäften, die zwingende Voraussetzung für einen gesetzeskonformen Zahlungsdienst im Rahmen der internationalen Verlängerung von Schutzrechten, der Kunden der PAVIS ist. Mit der PAVIS Payments GmbH besteht seit dem 30.08.2018 ein Gewinnabführungsvertrag, ein am 17.01.2020 geschlossener Kooperationsvertrag, welcher via Gesellschafterbeschluss am 06.12.2023 angepasst wurde, sowie ein am 30.06.2020 geschlossener Geschäftsbesorgungsvertrag. Zum 09.06.2020 wurden alle Anteile der IPRIS AG (IPRIS), Basel und der Vesantis IP GmbH, Gelterkinden durch die PAVIS erworben. Die Vesantis IP GmbH wurde direkt nach Kauf zum 30.06.2020 rückwirkend auf den 01.01.2020 auf die IPRIS verschmolzen. Die IPRIS mit Sitz in der Schweiz ist ein ausgewiesener Experte im Management von Schutzrechtenportfolios ihrer Kunden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf internationalen Kunden aus dem Forschungs- und Universitätsumfeld. Zum 31.08.2021 wurde die PP IP Holding GmbH und damit auch die PAVIS GmbH von der zur Questel Gruppe gehörenden Questel Germany Holding GmbH übernommen. Questel ist ein Anbieter von umfassenden End-to-End-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes und ist international tätig. Der Lagebericht bringt die Einschätzungen und Beurteilungen der Unternehmensleitung der PAVIS zum Ausdruck. 2. Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung -0,1 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1 Der aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen leicht rückläufige Trend im Bereich der Patent-Neuanmeldungen hat sich im Jahr 2023 nicht weiter fortgesetzt. So stieg, gemäß der Statistik des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), die Anzahl der Patentanmeldungen in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,5 %. Diesem Trend folgend ist auch die Anzahl der erteilten Patente um 4,0 % gestiegen. 2 Ebenfalls ein positiver Trend ist bei den Markenanmeldungen zu verzeichnen. Sanken diese noch im Vorjahr um einen 2-stelligen Prozent-Wert, konnte laut Statistik des DPMA im Jahr 2023 ein leicht positiver Trend von +1,6 % 3 verzeichnet werden. 3. Geschäftsverlauf Trotz des noch immer herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der herrschenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der geopolitischen Situation ist die Entwicklung der Auftragslage der PAVIS weiterhin positiv. Auch wenn einige Kunden aufgrund interner Kostensenkungsprogramme ihre Schutzrechtsportfolios überprüfen und reduzieren, wachsen die Schutzrechtsbestände bei einer Mehrheit der Kunden von PAVIS weiter an - hiervon profitiert PAVIS, da dieser Sachverhalt zu steigenden Auftragszahlen führt. Wie in den vergangenen Jahren konnte darüber hinaus eine Vielzahl von Neukunden, die erstmalig ihre Patent- oder Markenverlängerungen künftig über PAVIS beauftragen, gewonnen werden. In Summe wurden auch im Geschäftsjahr 2023 mehr neue Kunden gewonnen als bestehende Kunden verloren. Dabei konnte das Auftragsvolumen bzw. die Anzahl der Patent- und Markenverlängerungen gegenüber dem Vorjahr im prozentual mittleren einstelligen Bereich gesteigert werden.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Durch Investitionen in neue Mitarbeiter, der Weiterbildung und gezielter Schulung des angestammten Personals und einiger prozessualer Verbesserungsschritte wird die Qualität der angebotenen Dienstleistungen als erhöht gesehen. Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen mit Hilfe der beiden finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA. Der buchmäßige Umsatz sank in 2023 leicht von 27.681 T€ auf 27.302 T€ um 1,4 %. Das EBITDA stieg um 8,9 % von 11.091 T€ auf 12.081 T€. Die angestrebten Ziele konnten damit allerdings nicht erreicht werden. Im Umsatz verfehlte man den Plan um 8,4 % und beim EBITDA um 21,1 %. Grund dafür ist unter anderen der langwierige Prozess bei der Generierung von Neukunden. Das Ergebnis vor Abführung des Gewinns im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags an die PP IP Holding konnte aufgrund wachsender Schutzrechtsportfolios sowie weiterer Kosteneinsparungen durch Prozessverbesserungen von 5.782 T€ auf 6.553 T€ gesteigert werden. Der Jahresüberschuss beträgt demnach zum Stichtag 0,00 € (Vj.: 0 T€). Betriebsaufwand und Ertrag Das Rohergebnis der PAVIS liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 20.992 T€ (Vj.: 20.365 T€). Es wurde eine Rohergebnismarge von 76,9 % (Vj.: 73,6 %) erwirtschaftet. Die Personalaufwendungen sind auf 5.113 T€ (Vj.: 4.964 T€) gestiegen. Der Anstieg ist primär darauf zurückzuführen, dass verschiedene Positionen in den Bereichen IT, Finance sowie Operations neu geschaffen bzw. neu besetzt wurden. Die Abschreibungen in Höhe von 2.822 T€ (Vj.: 2.822 T€) entfallen im Wesentlichen mit 2.160 T€ (Vj.: 2.160 T€) auf den Geschäfts- oder Firmenwert und mit 522 T€ (Vj.: 521 T€) auf weitere immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft haben sich von 5.088 T€ auf 6.892 T€ erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufwendungen aus Kursdifferenzen (1.962 T€; Vj.: 159 T€), welche aufgrund einer Glattstellung einer im Vorjahr festgestellten FX-Differenz entstanden sind. Gesunken sind dagegen die Aufwendungen für externe Mitarbeiter im Rechnungswesen, da vakante Stellen mit festangestellten Mitarbeitern besetzt werden konnten (228 T€; Vj.: 914 T€). Den größten Kostenblock stellen weiterhin die Beratungsaufwendungen im Wesentlichen aus dem Projekt "Verbesserung der Prozesslandschaft des Zahlungsdienstleisters" i.H.v. 1.408 T€ (Vj.: 1.484 T€). Die Erträge aus Beteiligungen sind auf 726 T€ (Vj.: 606 T€) gestiegen und resultieren aus einer Dividendenzahlung der IPRIS AG. Das negative Finanzergebnis stieg auf -2.641 T€ (Vj.: -2.166 T€) und resultiert im Wesentlichen aus den Zinsaufwendungen für das Intercompany Darlehen der Questel SAS. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Sonstige Steuern sanken aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der PP IP Holding GmbH von 320 T€ auf 0 T€. Die in 2022 dargestellten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bezogen sich nur auf die durch die Betriebsprüfung festgestellten Werte aus Vorjahren. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von 6.553 T€ (Vj.: 5.782 T€) abgeschlossen. Treibende Faktoren für den Ergebnisanstieg waren wachsende Schutzrechtsportfolios primär durch die Gewinnung von Neukunden, sowie weiterer Kosteneinsparungen aufgrund von Prozessverbesserungen, welche die Erwartungen deutlich überstiegen. Das erzielte Ergebnis wird im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags mit der PP IP Holding GmbH an diese abgeführt. Der Jahresüberschuss beträgt demnach 0 T€ (Vj.: 0 T€) Die Geschäftsleitung sieht den Jahresverlauf und die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr bei steigenden Aufträgen im Vergleich zu den Erwartungen als äußerst zufriedenstellend. Das Dienstleistungsangebot der PAVIS wurde auch 2023 ausgebaut. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich von 53.221 T€ auf 48.993 T€ verringert. Das Anlagevermögen in Höhe von 26.607 T€ (Vj.: 29.178 T€) beträgt 54,3 % (Vj.: 54,8 %) der Bilanzsumme und besteht im Wesentlichen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 15.175 T€ (Vj.: 17.335 T€) und weiteren immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 3.645 T€ (Vj.: 4.050 T€). Der Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Rahmen einer Unternehmenstransaktion bzw. einer Verschmelzung entstanden und wurden im Jahr 2023 planmäßig abgeschrieben. Das Umlaufvermögen in Höhe von 22.336 T€ (Vj.: 24.012 T€) besteht aus Vorräten in Höhe von 8 T€ (Vj.: 8 T€), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 7.612 T€ (Vj.: 10.991 T€), Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 8.215 T€ (Vj.: 5.496 T€) und liquiden Mitteln in Höhe von 6.501 T€ (Vj.: 7.517 T€). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 mit 19,1% (Vj.: 17,6%) gestiegen. Die Gesellschaft finanziert sich über ein Darlehen der Questel SAS (27.526 T€, Vj.: 27.517 T€). Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der PP IP Holding GmbH von 1.241 T€ (Vj.: 5.782 T€). Das von der Questel SAS gegebene Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 17.12.2027. Die Verzinsung ist variabel und ermittelt sich aus dem variablen Zins zuzüglich einer Marge. Eine ordentliche Kündigung des Darlehens ist ausgeschlossen, eine Kündigung aus wichtigem Grund hingegen zulässig. Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über Liquide Mittel von 6.501 T€ (Vj.: 7.517 T€). Im Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft immer in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum 31.12.2023 waren bei der PAVIS insgesamt 63 (Vj.: 60) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Während des Geschäftsjahres wurde die Qualifizierung der Beschäftigten sowohl durch interne Schulungen als auch teilweise durch externe Fortbildungsveranstaltungen weiter erhöht. 6. Risikomanagement Die PAVIS ist im Rahmen ihrer wachstumsorientierten Unternehmenspolitik bestrebt, Chancen und Risiken wertorientiert zu steuern, um sich ergebende Entwicklungschancen optimal nutzen zu können. Risiken werden nur eingegangen, sofern ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Die Gesellschaft verfügt über ein weitreichendes internes Kontrollsystem. Die vorhandenen Risiken werden bezüglich ihrer Bewertung geprüft, neu identifizierte Risiken ergänzt und eine Risikotragfähigkeitsberechnung eingeführt. Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, gemessen am Umsatz und EBITDA, bewertet. Das Risiko wird danach insgesamt als gering, mittel oder hoch bewertet. a. Branchenspezifische und gesamtwirtschaftliche Risiken Die wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft. Unvorhersehbare Störungen innerhalb des Wirtschaftssystems oder wesentliche branchenspezifische Veränderungen können zu Rückgängen bei den Beauftragungen und somit zu potenziellen Ergebnisrisiken führen. Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine, der noch immer hohen Inflationsrate und der damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, sehen wir gegenwärtig ein hohes Risiko, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern könnten. Das nun bereits länger andauernde hohe Niveau der Inflation hat bereits zu einer weiteren Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik bis hin zur Rezession geführt. Allerdings wird für 2024 mit einer tendenziell sinkenden Inflationsrate und damit auch mit einer Anpassung der europäischen Leitzinsen gerechnet. Dies sollte sich belebend auf die wirtschaftliche Situation auswirken. Zusammenfassend werden die beschriebenen Auswirkungen auf die Ertrags -, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft als mittel eingeschätzt. Letztendlich wird auf die hohe Resilienz von PAVIS hingewiesen, da das Geschäftsmodell historisch vergleichsweise wenig anfällig auf negative exogene Einflussfaktoren reagiert hat (wie beispielsweise eine Verschlechterung der Wirtschaftslage in Deutschland). b. Ertragsorientierte Risiken und Finanzwirtschaftliche Risiken Es wurden organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung frühzeitig erkannt werden können. Insbesondere zu Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken finden regelmäßige Gespräche der Geschäftsführung mit den Teamleitern/-innen statt. Regelmäßige Besprechungen mit den Abteilungen und ein monatliches Berichtssystem informieren über die aktuelle Geschäftsentwicklung, Preisänderungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Gesellschaft beobachtet. Es sind ausreichende Finanzmittel vorhanden, um die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu begleichen. Aufgrund der positiven operativen Ergebnissituation und der weiterhin als positiv erwarteten Geschäftsentwicklung, sind die aufgeführten Risiken als gering einzustufen. Daneben kann eine Ertragsschwäche zu außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäfts- oder Firmenwert führen, der die Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnte. Aufgrund der positiven operativen Ergebnissituation und der weiterhin als positiv erwarteten Geschäftsentwicklung, ist das Risiko ebenfalls als gering einzustufen. c. IT-Risiken Das IT-System der PAVIS wird regelmäßig geprüft und unterliegt strengen Sicherheitsstandards. Eine hohe Verfügbarkeit ist essenziell für das Geschäft der PAVIS. Die Sicherungssysteme und -prozesse werden ständig weiterentwickelt. Seit vielen Jahren hat PAVIS einen Datenschutzbeauftragten bestellt, der regelmäßig eine Analyse der Prozesse in der PAVIS durchführt und die Beschäftigten schult. Im Jahr 2020 wurde die Funktion des Informationssicherheitsbeauftragten implementiert. Das Risiko wird als gering bewertet. d. ESG-Risiken Die Bedeutung von ESG für Unternehmen geht über finanzielle Aspekte hinaus. Vor diesem Hintergrund wird eine umfassende Integration von ESG-Risiken und -Chancen in die Unternehmensstrategie immer dringlicher. Insgesamt sind ESG-Aspekte für Finanzdienstleister von herausragender Bedeutung, um langfristigen Erfolg sicherzustellen und gleichzeitig eine verantwortungsbewusste Rolle in der globalen Wirtschaft einzunehmen. Auf das Geschäftsmodell der PAVIS GmbH haben Umweltrisiken und Unternehmensführungsrisiken eher geringe Auswirkungen, aber soziale Aspekte wie Anpassungen im Lohnniveau, haben durchaus signifikanten Einfluss und sind relevante Risiken. Das Risiko wird insgesamt als gering bis mittel bewertet. e. Rechtliche Risiken Die Gesellschaft ist im Rahmen der Geschäftstätigkeit grundsätzlich Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Zur Risikominimierung wurde eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Derzeit sind keine Verfahren anhängig, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Auch eine Veränderung im regulatorischen Umfeld oder die Ausweitung von regulatorischen Anforderungen auf die Gesellschaft können Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Derzeit geht die Geschäftsführung davon aus, dass derartige Risiken beherrschbar sind. Das Risiko wird insgesamt als gering bewertet. f. Sonstige Risiken Unter den sonstigen Risiken sind alle sonstigen Risikoarten erfasst, denen die PAVIS GmbH ausgesetzt sein kann. Bei den sonstigen Risikoarten sind vor allem das Reputationsrisiko sowie das generelle Geschäftsrisiko und das Strategierisiko relevant. Zum generellen Geschäftsrisiko zählt auch die Abhängigkeit von der Hausbank NordLB als wesentliches Risiko. Das Risiko wird insgesamt als gering bis mittel bewertet. g. Chancenbericht Trotz der geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und dem aktuell leichten Trend zu weniger Patentanmeldungen in Deutschland, sieht die PAVIS GmbH - kurz- und mittelfristig - weiterhin ein moderates Wachstumspotential. Ausgelöst durch den anhaltenden Kostendruck sind mittlere und große Industriekunden gezwungen, bestehende Schutzrechte auch weiterhin an entsprechende Dienstleistungsunternehmen auszulagern. Dies wird kurz- und mittelfristig zu mehr Neukunden bei der PAVIS GmbH führen. Ebenso beobachten wir eine weiterhin zunehmende Anzahl von Schutzrechtsanmeldungen bei bestehenden Kunden, was zusätzliches Wachstum triggert - unabhängig von Erfolgen im Rahmen der Neukundenakquisition. Die Chance wird insgesamt als mittel bewertet. Aufgrund der hohen Qualität der Dienstleistung, der guten Reputation im Markt sowie der Anbindung an Questel sieht sich PAVIS auch im zunehmenden Wettbewerb gut gerüstet. Im Rahmen der permanenten Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Prozesse und der unterstützenden IT-Infrastruktur sieht die Geschäftsführung auch weiterhin Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und damit verbundene Skaleneffekte. 7. Ausblick Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die Auswirkungen der anhaltend hohen Inflation sowie der aktuellen geopolitischen Spannungen schwer abschätzen. Der andauernde Krieg in der Ukraine sowie laufende Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland verstärken die Phase der Unsicherheit und wirken sich negativ auf die Weltwirtschaft aus. Dieser Zustand hat bereits zu einer weiteren Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik und bis zur Rezession geführt. Aufgrund der Tatsache, dass unsere Kunden ein hohes Interesse haben, auch in Zeiten der Unsicherheit Innovationen durch Patente, Marken, Designs oder sonstige Schutzrechte weltweit schützen zu lassen, gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch davon aus, auch weiterhin neue Kunden für PAVIS gewinnen zu können. Darüber hinaus trägt das Wachstum im Kundenbestand dazu bei, das Auftragsniveau aus dem letzten Jahr auch in 2024 halten bzw. sogar steigern zu können. Aktuell planen wir mit einem Anstieg des Umsatzes um ca. 12% und mir einer Steigerung des EBITDA um ca. 30% im Vergleich zum Vorjahr.
Starnberg, den 02.08.2024 gez. Sven Schielke Geschäftsführung gez. Thomas Gruber Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PAVIS GmbH, Starnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PAVIS GmbH, Starnberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAVIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 2. August 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer Christian Schönhofer, Wirtschaftsprüfer |
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