ENDOR AktiengesellschaftLiquidated

84036 Landshut, DEU

Master Data

Registry
Register court Landshut HRB 5487
Registered
10/29/2003
Industry
Publishing of video gamesDevelopment and programming of video gamesManufacture of consumer electronics
Purpose
Entwicklung und Vertrieb von Eingabe- und Virtual-Realitygeräten für interaktive Unterhaltung, insbesondere für Computerspiele für Personalcomputer und Videospielkonsolen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Andres Theo Ruff
since 6/10/2024
Board Member

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ENDOR Aktiengesellschaft

Landshut

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Einzelabschluss 2021

Inhaltsverzeichnis

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. | Grundlagen der Endor AG

2. | Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf

3. | Lage der Gesellschaft/Gruppe

4. | Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. | Chancen- und Risiko- und Prognosebericht

Gewinn- und Verlustrechnung der Endor AG

Bilanz der ENDOR AG, Landshut zum 31. Dezember 2021

Anlagespiegel der Endor AG

Anhang zum Jahresabschluss der Endor AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

1.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

1.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.3. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1. Anlagevermögen

2.2. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

2.3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.5. Angaben über das gezeichnete Kapital

2.6. Angaben über die Gattung der Aktien

2.7. Angaben über das bedingte Kapital

2.8. Angaben über das genehmigte Kapital

2.9. Entwicklung der Kapitalrücklagen und der Gewinnrücklagen

2.10. Ausschüttungssperre

2.11. Rückstellungen

2.12. Verbindlichkeiten

2.13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2.14. Latente Steuern

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse

3.2. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

3.3. Aufwendungen für Altersversorgung

3.4. Verbundene Unternehmen

4. Sonstige Angaben

4.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

4.2. Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats

4.3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

4.4. Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

4.5. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von min. 20 Prozent der Anteile

4.6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

4.7. Unterschrift des Vorstands

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Impressum

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

nachfolgend werden Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021 informiert:

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrats statt, sechs als Videokonferenz und eine Präsenzsitzung. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag stets bei 100%.

Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Den Aufsichtsratsvorsitz hatte 2021 stets Herr Andreas Potthoff inne.

Wesentlicher Bestandteil aller Aufsichtsratssitzungen war die Berichterstattung des Vorstands zur Geschäftslage mit detaillierten Informationen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung, den Auswirkungen der Coronakrise sowie der daraus folgenden Lieferkettenproblematik, den Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung sowie zum aktuellen Stand der Produktentwicklung und der Liquiditätsplanung. Zudem wurden auf den einzelnen Sitzungen folgende Schwerpunkte behandelt:

In der Sitzung vom 20. Januar 2021 (Videokonferenz) wurden die Verhandlungen mit der SRO bezüglich der Fanatec GT World Challenge besprochen.

Der Jahresabschluss und der Bericht des Wirtschaftsprüfers wurde in der Sitzung vom 31. Mai 2021 (Videokonferenz) besprochen und der Jahresabschluss 2020 festgestellt. Zudem war die Verschiebung des CSL DD-Lenkrads Thema der Sitzung.

Thema der Sitzung vom 10. August 2021 (Videokonferenz) war der Vorstandsvertrag von Herrn Thomas Jackermeier.

Die Sitzung am 25. August 2021 (Videokonferenz) war die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats.

In der Sitzung vom 24. September 2021 (Präsenzsitzung) ging es schwerpunktmäßig um die Verzögerung des CSL DD-Lenkrads sowie die Lieferkettenproblematik.

Die 8. Oktober 2021 (Videokonferenz) befasste sich schwerpunktmäßig mit dem geplanten Neubau des Endor-Firmengebäudes.

Die Sitzung vom 17. Dezember 2021 (Videokonferenz) legte einen Schwerpunkt auf die Lieferkettenproblematik und die Organisationsstruktur der Endor AG. Es wurde beschlossen, dass der Vorstand mittelfristig um den Posten des COO erweitert werden soll.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats Herr Richard Rösener und Herr Thomas Mayrhofer haben jeweils ihr Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 25. August 2021 niedergelegt. Die Hauptversammlung wählte Herrn Ingo Weber und Herrn Rudolf Dittrich in den Aufsichtsrat. Die anschließende konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats vom 25. August 2021 wählte Herrn Andreas Potthoff zum Vorsitzenden und Herrn Ingo Weber zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Er hat uns regelmäßig und zeitnah (schriftlich und mündlich) über die für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und Risikoentwicklung unterrichtet. Aus unserer Sicht ist der Vorstand seinen Informationspflichten nachgekommen.

Hierzu gehörten neben der Absatz- und Umsatzplanung, aufgeteilt nach Produkten und Regionen, auch die monatlichen Angaben über die Erlös- und Ertragssituation. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen, sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft.

Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie dessen Mitglieder haben auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse wurde spätestens in den jeweils folgenden Aufsichtsratssitzungen berichtet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- und/oder Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen gewesen wären.

Neue Mitglieder des Aufsichtsrats werden angemessen bei der Einarbeitung begleitet. So wurden Ingo Weber und Rudolf Dittrich bei ihrer Amtseinführung durch Einzelgespräche mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat sowie durch eine umfassende Unternehmensdokumentation und rechtliche Informationen und Belehrungen unterstützt.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die von der Hauptversammlung am 25. August 2021 zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2020 gewählte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und den Lagebericht der Endor AG geprüft. Des Weiteren haben die Prüfer den Konzernabschluss geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2021 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Mai 2022 (Bilanzsitzung) umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er informierte ferner über seine Prüfungsschwerpunkte, darunter die Umsatzrealisierung, Vorhandensein und Bewertung des Vorratsvermögens, Ansatz und Bewertung der Rückstellungen, insbesondere bei den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten. Der Abschlussprüfer stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach unserer Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Lageberichts im Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat sodann dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Nach Abschluss unserer Prüfung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen zu erheben sind, und haben den Jahresabschluss der Endor AG festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts gemäß § 314 Abs. 2 und 3 AktG

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 (Abhängigkeitsbericht) geprüft.

Die Überprüfung dieses Berichts durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen geführt. Dabei hat sich der Aufsichtsrat für die im Abhängigkeitsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte vom Vorstand die Vorteile und möglichen Risiken darstellen lassen und nach eigener Anschauung gegeneinander abgewogen. Ferner hat sich der Aufsichtsrat erläutern lassen, nach welchen Grundsätzen Leistungen der Gesellschaft und die dafür erhaltenen Gegenleistungen festgesetzt worden sind.

Der Abschlussprüfer hat auch den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren."

Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und billigt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung dessen Bericht. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung bestehen von Seiten des Aufsichtsrats keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.

Gewinnverwendungsvorschlag

Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn der Endor AG des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021 von insgesamt EUR 2.114.258,68 in Höhe von EUR 2.000.000,00 in die Rücklagen einzustellen und den Restbetrag in Höhe von EUR 114.258,68 auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und der Finanzlage des Konzerns angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Endor AG für ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2021.

 

Landshut, 30. Mai 2022

Andreas Potthoff, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Der Endor AG Konzernlagebericht wurde gemäß § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht der Endor AG zusammengefasst. Der Lagebericht wird daher zusammengefasster Lagebericht genannt. Die bereitgestellten Informationen gelten, soweit nicht anders vermerkt, für den Endor AG Konzern sowie die Endor AG gemeinsam.

1. | Grundlagen der Endor AG

1.1 | Geschäftsmodell

Die Endor Group entwickelt und vermarktet hochwertige Eingabegeräte wie High-End-Lenkräder und Pedale für Rennsimulationen auf Spielkonsolen und PCs sowie Fahrschulsimulatoren. Als "Brainfactory" liegt der Fokus des Unternehmens im Kreativbereich. Produktentwicklung und Prototypenbau führt Endor in eigener Regie und gemeinsam mit spezialisierten Technologiepartnern vorwiegend in Deutschland durch ("Germaneering"). Hergestellt werden die Produkte hauptsächlich in Asien. Unter der Marke FANATEC verkauft Endor seine Produkte ganz überwiegend via eigenem e-Commerce direkt an die Kunden. Fahrschulsimulatoren vermarktet Endor über einen Vertriebspartner. In den USA, Australien, Japan, und Hongkong ist die Endor Group mit Regionallägern und den folgenden Tochtergesellschaften für den Vertrieb vertreten: Endor America LLC, Endor Australia Pty. Ltd., Endor Japan KK und Endor Hongkong Limited. In der Scuderia Fanatec GmbH, Landshut, sind die KfZ-relevanten Aktivitäten in Bezug auf Handel, Vermietung, Marketing und Events gebündelt.

1.2. | Strategie

Die Strategie der Endor Group für die Behauptung und den Ausbau der Marktposition basiert auf mehreren Grundpfeilern:

FANATEC als Premiummarke positioniert

Konsequenter Direktvertrieb

Lizenzvereinbarungen mit Motorsport-Serien

High-End Qualität mit unschlagbarem Preis Leistungsverhältnis durch günstige Großserienfertigung

FANATEC-Produkte als modulares System

Top-Down-Markenstrategie

Bedienung differenzierter Qualitäts- und Preisstufen

Zusammenführung von realem Motorsport und Simracing

FANATEC ist als Premiummarke positioniert und ist weltweit im Gaming- und Motorsportbereich bekannt. Endor etabliert die Marke FANATEC zunehmend als Spezialist für Simracing-Zubehör und profitiert damit vom eSports-Boom. Die Markenbekanntheit wird durch fortlaufendes Marketing weiter ausgebaut. Dies erfolgt über verschiedene Kanäle wie In-Game-Branding, also FANATEC-Werbung in den Motorsportspielen und über Lizenzvereinbarungen mit nahezu allen wichtigen Motorsport-Serien, wie Formel 1, NASCAR (National Association for Stock-Car Racing Inc.) und WRC (World Rally Championship). Zudem ist die Marke FANATEC mehrjähriger Titelsponsor der renommierten Fanatec GT World Challenge und der Fanatec GT2 European Series.

Lizenzen der Automobilhersteller BMW, McLaren, Bentley und Porsche unterstreichen zudem die technologische und qualitative Spitzenstellung. Endor spricht so auch Kunden an, die gezielt Komponenten ihrer favorisierten Automarke bestellen wollen. Neben Replikas werden auch Lenkräder für den realen Motorsport entwickelt und produziert. Diese können dann sowohl im Rennauto als auch im Simulator verwendet werden.

Hinsichtlich der Fertigung verfolgt Endor den kosteneffizienten und kapitalschonenden Ansatz, dass keine eigenen Fertigungsstätten betrieben werden, sondern die Produkte von ausgesuchten Firmen in Asien produziert werden. Die Fahrschulsimulatoren werden hingegen in Deutschland montiert. Dabei hat Endor einen starken Fokus auf hochwertigen Materialien, um dem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden.

Die strategische Ausrichtung umfasst auch die Entscheidung, dass die FANATEC-Produkte modular angeboten werden. Der Kunde kann sich aus mehreren Produktkategorien (z. B. Wheel Base, Lenkräder, Pedale, Schalthebel, Cockpits) die gewünschten Komponenten auswählen und zusammenstellen. Die Produkte sind in unterschiedlichen Qualitätsstufen (CSL, ClubSport, Podium) verfügbar und untereinander kompatibel. Das ermöglicht ein leichtes Aufrüsten und bindet die Kunden langfristig an das System FANATEC. Dies ist die Basis, um die bereits hohe Kundenbindung zu erweitern sowie den Umsatz pro Kunde künftig weiter zu steigern.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Top-Down-Markenstrategie. Dabei plant die Endor Group zukünftig auch den Ausbau von Produkten im tieferen Preisbereich der Fanatec Palette in den Markt einzuführen.

Die Vertriebsstrategie sieht vor, dass die FANATEC-Produkte direkt und nahezu ausschließlich über den eigenen Endor-Webshop an den Endkunden verkauft werden. Dieser wurde in den vergangenen Jahren aufgebaut und wird fortlaufend an die Kundenbedürfnisse angepasst. Dieser Vertriebsweg bietet gegenüber dem Verkauf durch Handelspartner viele Vorteile:

Schnellerer technischer Support

Verkürzung von Logistikwegen und -zeiten

Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis durch Wegfall der Händler-Marge

Höhere Marge bei den FANATEC-Produkten

Bessere Vorausplanung der Produktion und der Lagerbestände

Bessere und schnellere Analyse von eventuellen Produktfehlern durch direktes Kunden-Feedback

Direktvermarktungsmöglichkeiten durch umfangreiche Kundendatenbasis

1.3 | Steuerungssystem

Die Endor AG steuert das Unternehmen und den Konzern nach einem einheitlichen Kennzahlensystem über das Controlling und Konzernrechnungswesen. Zentrale Steuerungsgrößen sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Weiterhin werden Verhältniszahlen, die aus diesen Größen abgeleitet werden, betrachtet. Die zentralen Steuerungsgrößen erlauben in ihrer Zusammenschau auch eine Beurteilung des Kapitalbedarfs und der Rentabilität.

Die Vorstände der Endor AG tragen die volle operative Ergebnisverantwortung in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Der Vorstand der Endor AG legt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat die Gesamtstrategie für das Unternehmen fest und steuert die konzernübergreifenden Aktivitäten wie Controlling, Recht, Steuern, Finanzierungsfragen und Kapitalmarkt-Listing. Er sorgt auch für ein nach seiner Einschätzung angemessenes Risikomanagement und Risiko-Controlling sowie Compliance-Management im Unternehmen. Der Aufsichtsrat und sein Vorsitzender arbeiten intensiv mit dem Vorstand zusammen, sodass die gesetzliche Vertretungsregelung gemäß § 78 Abs. 1 AktG Anwendung findet.

1.4 | Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche und zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind ein wesentlicher Schlüssel für die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit der Endor Group. Neue Produkte und ergänzende Leistungen werden basierend auf einer sorgfältigen strategischen Produktplanung mit dem Ziel entwickelt, gemessen vor allem an Qualität, einen Mehrwert für den Kunden zu generieren und die Marktstellung der Endor AG weiter auszubauen. Da insbesondere der boomende Bereich eSports ein wesentlicher Wachstumstreiber ist, wurden im Jahr 2021 insbesondere Produkte für diesen Bereich entwickelt beziehungsweise in den Markt eingeführt.

Folgende Produkteinführungen wurden 2021 umgesetzt:

CSL Elite Steering Wheel McLaren GT3 V2

CSL Universal Hub

CSL DD

Boost Kit 180

CSL DD Table Clamp

CSL Pedals

CSL Pedals Clutch Kit

CSL Pedals Load Cell Kit

CSL Pedals Tuning Kit

ClubSport Steering Wheel F1® 2021

ClubSport Steering Wheel Formula V2.5

ClubSport Steering Wheel Formula V2.5 X

ClubSport Wheel Rim 320

ClubSport Wheel Rim 320 Alcantara®

ClubSport Universal Hub V2

ClubSport Universal Hub V2 for Xbox

ClubSport Steering Wheel BMW GT2 V2

ClubSport Steering Wheel RS

CSL Steering Wheel P1 V2 Black Friday Edition

Podium Steering Wheel BMW M4 GT3

CSL Steering Wheel BMW

Gran Turismo DD Pro

Im Geschäftsjahr 2021 fielen für Forschung und Entwicklung Aufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR) (gleiche Zahlen für die AG: 2,1 Mio. EUR, Vj. 1,1 Mio. EUR) an und es wurden 1,5 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR) (AG: 1,5 Mio. EUR, Vj. 0,9 Mio. EUR) eigene Entwicklungsleistungen aktiviert.

2. | Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf

2.1 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung blieb auch im Jahr 2021 von den Folgen der Corona-Pandemie und ihrer Eindämmung beeinflusst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für das Gesamtjahr 2021 eine Steigerungsrate der Weltwirtschaft von 5,9 % prognostiziert, das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) liegt mit 5,7 % leicht darunter. 1 Besonders die durch die Eindämmungsmaßnahmen entstandenen Lieferengpässe sowie die gestiegenen Energiepreise sind für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung weiterhin von Bedeutung.

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands wuchs um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Erholung der deutschen Wirtschaft wurde im Jahresverlauf durch das wieder aufflammende Infektionsgeschehen teilweise ausgebremst. 2 Insgesamt wird die durch die Pandemie verursachte Delle im Erholungsprozess wohl größer ausfallen als das IfW in seiner Herbstprognose unterstellt hatte. Der Rückschlag wird aber bei weitem nicht so gravierend sein, wie im Winterhalbjahr 2020/2021.

Der globale digitale Spielemarkt war von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zwar weiterhin nicht negativ betroffen, trotzdem konnte der starke Umsatzanstieg des vergangenen Jahres nicht fortgesetzt werden. Nach Schätzungen von Analysten hat der weltweite Spielemarkt im Jahr 2021 einen Umsatz von 175,8 Mrd. USD erzielt, was einem leichten Rückgang von -1,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insbesondere Verzögerungen bei der Veröffentlichung von Spielen waren hierfür der Grund. 3

In den folgenden Jahren wird der Spielemarkt wieder weiterwachsen und Ende 2023 die Marke von 200 Mrd. USD Dollar überschreiten. 4 Die Analysten des Instituts Newzoo prognostizieren, dass der Spielemarkt zwischen 2019 und 2023 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 7,2 % auf 204,6 Mrd. USD wachsen wird. 5

1 Kieler Konjunkturberichte, Nr. 85, 15. Dezember: https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/ifW-Publications/-ifw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2021/KKB_85_2021-Q4_Welt_DE.pdf und IMF World Economic Outlook Januar 2022
2 IfW - Kieler Konjunkturberichte, Zusammenfassung Seite 1: https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/ifw/Konjunktur/Prognosetexte/deutsch/2021/KKB_86_2021-Q4_Deutschland_DE.pdf
3 Global Games Market to Generate $175.8 Billion in 2021; Despite a Slight Decline, the Market Is on Track to Surpass $200 Billion in 2023 | Newzoo
4 Global Games Market to Generate $175.8 Billion in 2021; Despite a Slight Decline, the Market Is on Track to Surpass $200 Billion in 2023 | Newzoo

2.2 | Geschäftsverlauf & Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf 2021 hat über das ganze Jahr hinweg deutlich gezeigt, dass die Nachfrage nach den Endor Produkten ausgezeichnet ist. Dabei konnte das Unternehmen eine steigende Nachfrage nach den Produkten gemessen an den Orderzahlen verbuchen. Aufgrund von Lieferengpässen und Störungen in den weltweiten Logistikketten konnte die hohe Nachfrage im Geschäftsjahr 2021 jedoch nicht in erneute Umsatzsteigerungen umgewandelt werden. Insbesondere im zweiten und dritten Quartal 2021 kam es im Zuge der Aktualisierung des Produktportfolios zu Verzögerungen in der Forschung und Entwicklung, wodurch Wheel Bases sowie zahlreiche Lenkräder nicht lieferbar waren. Die Lieferengpässe und die Logistikprobleme insbesondere in China und USA verhinderten somit im zweiten und dritten Quartal 2021 eine Umsatzentwicklung parallel zur sehr guten Nachfrage.

Im vierten Quartal 2021 hingegen verbesserte sich die Situation deutlich und es konnte ein Rekordumsatz im Konzern von 29,9 Mio. EUR (AG: 23,9 Mio. EUR) erzielt werden. Das ist ein Plus von 2,4 % (AG: -36,6 %) gegenüber den bereits exzellenten Vorgaben aus dem vierten Quartal 2020.

Die Ergebnisentwicklung wurde insbesondere von dem umfangreichen Investitionsprogramm beeinflusst, welches 2021 getätigt wurde, um die Strukturen an das weiterhin erwartete starke Wachstum anzupassen. Beispielsweise wurde begonnen, die gesamte IT-Infrastruktur zu erneuern, umfangreich Personal akquiriert und große Investitionen in R&D und Marketing getätigt. Nach Abschluss kurz- bzw. mittelfristigen Strukturanpassungen wird die Gesellschaft für einen anhaltenden Wachstumskurs sehr gut aufgestellt sein. Allerdings haben diese Maßnahmen die Ertragskraft vorübergehend beeinträchtigt. Für die längere Zukunft ist das Unternehmen aber in der Lage 250 bis 300 Millionen Euro Umsatz abzuwickeln, ohne dass sich die Kosten im gleichen Maße steigern.

Wesentliche operative Erfolge im Geschäftsjahr 2021 waren beispielsweise der Abschluss der Partnerschaft mit dem japanischen Spielestudio Polyphony Digital. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen neue, für Gran Turismo® lizenzierte Peripheriegeräte für Rennsimulationen mit fortschrittlicher Force-Feedback-Technologie, um den Unterschied zwischen Simracing und realem Motorsport zu verringern.

Zudem stellte Endor mit ihrer Marke Fanatec mit dem Gran TurismoTM DD Pro das erste offizielle Direct Drive Wheel für die Gran TurismoTM Serie vor. Das rennfertige Paket, das offiziell für PlayStation®5-Konsolen und PlayStation®4-Konsolen lizenziert ist, umfasst eine leistungsstarke Direct-Drive-Wheel Base, ein Lenkrad und Pedale. Es wurde parallel zur CSL DD entwickelt, in enger Zusammenarbeit mit Sony Interactive Entertainment und Polyphony Digital.

5 Global Games Market to Generate $175.8 Billion in 2021; Despite a Slight Decline, the Market Is on Track to Surpass $200 Billion in 2023 | Newzoo

3. | Lage der Gesellschaft / Gruppe

3.1 | Vermögenslage

Nachfolgend werden die Entwicklung des Konzerns als auch des Einzelabschlusses zusammengefasst erläutert. Erläuterungen mit "AG:" beziehen sich auf den Einzelabschluss der Endor AG.

Die Bilanzsumme der Endor Group stieg 2021 von 59,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 70,6 Mio. EUR (AG: 68,0 Mio. EUR, Vj. 58,1 Mio. EUR). Darin spiegelt sich das deutlich ausgeweitete Geschäftsvolumen wider. Neben der Zunahme des Anlagevermögens von 9,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 15,7 Mio. EUR (AG: 13,6 Mio. EUR, Vj. 8,0 Mio. EUR) zum Bilanzstichtag 2021 trug das höhere Umlaufvermögen wesentlich zum Anstieg der Bilanzsumme bei. Das Umlaufvermögen erhöhte sich insgesamt um 11,7 % (AG: 8,3 %) von 47,4 Mio. EUR auf 52,9 Mio. EUR (AG: 53,7 Mio. EUR, Vj. 49,6 Mio. EUR). Insbesondere die Vorräte stiegen stark von 26,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 32,4 Mio. EUR, bedingt durch bisheriges und weiteres Wachstum (AG: 26,5 Mio. EUR, Vj. 20,5 Mio. EUR). Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte erhöhten sich ebenfalls von 4,8 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR (andere Verhältnisse in der AG durch Intercompany-Beziehungen: 16,5 Mio. EUR, Vj.18,1 Mio. EUR).

3.2 | Finanzlage

Insbesondere durch den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Bilanzgewinn, aufgrund der getätigten Ausschüttung, reduzierte sich das Eigenkapital der Endor Group zum Bilanzstichtag 2021 von 21,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 16,6 Mio. EUR (AG: 19,2 Mio. EUR, Vj. 25,1 Mio. EUR). Das gezeichnete Kapital der Endor AG war mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2021 um 13,6 Mio. EUR auf 15,5 Mio. EUR aus Gesellschaftsmitteln erhöht worden.

Die Verbindlichkeiten stiegen hauptsächlich wegen der stärkeren Beanspruchung von Kreditlinien auf 40,9 Mio. EUR (Vj.: 23,8 Mio. EUR) (AG: 38,2 Mio. EUR, Vj. 21,7 Mio. EUR).

Die Endor Group investierte im Berichtszeitraum 8,7 Mio. EUR (Vj. 6,8 Mio. EUR) (AG: 8,1 Mio. EUR, Vj. 5,0 Mio. EUR) in das Anlagevermögen. Dieser Betrag lag deutlich über den Abschreibungen für 2021 von 2,1 Mio. EUR (AG: 1,9 Mio. EUR). Mit 4,1 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. EUR) (AG: 4,1 Mio. EUR, Vj. 2,6 Mio. EUR) floss der Großteil der Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte, daneben 1,5 Mio. EUR in Maschinen und Werkzeuge sowie weitere 2,5 Mio. EUR in Neubauplanung eines Gebäudes und sonstige Anlagen.

Zum 31.12.2021 verfügte der Konzern über liquide Mittel von 14,5 Mio. EUR (Vj. 16,3 Mio. EUR) (AG: 10,8 Mio. EUR, Vj. 11,1 Mio. EUR). Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich auf 24,2 Mio. EUR (Vj. 14,7 Mio. EUR) (AG: 23,3 Mio. EUR, Vj. 13,5 Mio. EUR).

Die Kreditaufnahme diente insbesondere der Finanzierung des Working Capital im operativen Geschäft.

Insgesamt befindet sich die Endor Group in einer komfortablen Liquiditätslage. Die der Endor AG eingeräumte Kreditlinie von 30 Mio. Euro und die durch das laufende Geschäft erwirtschafteten Zahlungsmittel reichen aus, um ausreichend Vorräte zu halten sowie mit höheren Bestell- und Anzahlungsvolumina weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Liquiditätslage wird fortlaufend überprüft.

3.3 | Ertragslage

Der Umsatz der Endor Group betrug 2021 81,3 Mio. EUR im Vergleich zu 90,2 Mio. EUR im Vorjahr (AG: 73,1 Mio. EUR, Vj. 88,1 Mio. EUR). Dies ist ein Rückgang um 9,9 % (AG -17 %), der insbesondere auf die Lieferengpässe und verspätete Entwicklung und die damit verursachte Umsatzabschwächung zur Mitte des Jahres zurückzuführen ist. Einen beträchtlichen Teil zum Umsatz trugen Produkte der ClubSport-Serie bei. Aber auch in den anderen Produktsegmenten war die Nachfrage im Berichtszeitraum sehr hoch. Die Umsätze auf Konzernebene verteilen sich auf 46,1 Mio. EUR (Vj. 50,2 Mio. EUR) in Europa, 28,6 Mio. EUR (Vj. 32,7 Mio. EUR) in Nordamerika, 3,9 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR) in Australien und auf 2,7 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR) in Japan (für 2021 komplettiert durch einen Umsatz von 4,2 Mio. EUR in Deutschland über die Scuderia Fanatec GmbH).

Die Rohertragsmarge der Endor Group - bereinigt um Umsätze und Aufwendungen mit Tochtergesellschaften - betrug 2021 54 %. Im Vorjahr lag die Rohertragsmarge bei 58 % (AG: 48 %, Vj. 55 %). Der leichte Rückgang der konsolidierten Marge ist dabei insbesondere auf einen veränderten Produktmix und gestiegene Transportkosten zurückzuführen.

Aufgrund der starken Geschäftsausweitung im Berichtsjahr und des erwarteten Wachstums in den kommenden Jahren hat die Endor Group 2021 den Mitarbeiterbestand im Konzern von 163 auf insgesamt 175 zum 31. Dezember 2021 erhöht (AG: 135, Vj. 127). Der Personalaufwand erhöhte sich dementsprechend von 7,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,4 Mio. EUR (AG: 9,2 Mio. EUR, Vj. 6,6 Mio. EUR).

Die Endor Group investiert viel in die Entwicklung neuer Produkte. Dies spiegelt sich auch in den gestiegenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen wider. Diese haben sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 19,7 % erhöht (AG: +39,6%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen legten insgesamt um 21,0 % (AG: 30,4%) von 25,0 Mio. EUR auf 30,3 Mio. EUR zu (AG: 25,2 Mio. EUR, Vj. 19,3 Mio. EUR). Die größten Einzelposten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kosten der Warenabgabe mit 12,9 Mio. EUR (AG: 6,9 Mio. EUR), sowie Kosten für Lizenzen und Konzessionen, welche um -16 % auf 2,7 Mio. EUR (AG: -15 % auf 2,4 Mio. EUR) sanken.

Das EBIT (Konzernergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) betrug im Jahr 2021 6,6 Mio. EUR nach 20,7 Mio. EUR im Vorjahr (AG: 3,4 Mio. EUR, Vj. 23,4 Mio. EUR). Der Rückgang um -68 % (AG: -86 %) ist dabei insbesondere auf den Rückgang der Umsätze, der Rohertragsmarge und der gestiegenen Betriebskosten zurückzuführen. Insbesondere die zuletzt genannten Gründe haben einen direkten Zusammenhang mit den umfangreichen Programmen im Jahr 2021, um die Strukturen an das weiterhin erwartet starke Wachstum anzupassen.

In Summe ist die im August 2021 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose damit eingetreten, wonach der Vorstand von einem Rückgang des EBIT ausging und einen Umsatz unter der Marke von 100 Mio. Euro erwartete.

4. | Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Während des Geschäftsjahres 2021 erhöhte die Endor AG die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 103 auf 146 und auf Konzernebene von 127 im Jahr 2020 auf 185 Mitarbeiter. Die Neueinstellungen betrafen im Wesentlichen die Bereiche Forschung & Entwicklung und Vertrieb.

5. | Chancen- und Risiko- und Prognosebericht

Der nachfolgende Chancen- und Risikobericht betrifft die gesamte Endor-Gruppe, da sich auf Ebene der Endor AG weitestgehend die Chancen und Risiken der jeweiligen Vertriebs- Tochtergesellschaften in den USA, Australien, Japan und Hongkong, sowie der Einkaufs- Tochtergesellschaft in China widerspiegeln.

5.1 | Risikobericht

Ein funktionierendes Controlling sowohl im operativen als auch im kaufmännischen Verantwortungsbereich ermöglicht ein in sich geschlossenes Sicherheitssystem. Das bestehende Risiko-Management schränkt das Geschäftsrisiko so weit wie möglich ein. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat sind über das aktuelle Geschehen laufend informiert. Dies ermöglicht ein kurzfristiges Eingreifen bei eventuell auftretenden Abweichungen oder Störungen.

Trotz Würdigung und Beachtung der nachfolgend aufgeführten Risiken kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch diese Risiken negativ beeinflusst werden könnte.

5.1.1. | Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Endor-Konzern ist mit seinen Produkten grundsätzlich nicht so stark konjunkturabhängig wie andere Branchen. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen aber gesamtwirtschaftlichen Einflüssen nicht. Eine große gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeit ist weiterhin die Covid-19-Pandemie. Der Ausbruch des Coronavirus und seine zunehmend weltweite Verbreitung hatten massive Eingriffe ins öffentliche Leben zur Folge. Dies führte zu einem kräftigen weltweiten Konjunktureinbruch. Es ist derzeit nicht seriös zu prognostizieren, wie stark die weiteren Folgen der Pandemie auf die globale Wirtschaft sind.

Sollte sich die Weltwirtschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie oder durch den Russland-Ukraine-Konflikt deutlich schlechter entwickeln als erwartet und sollte es im Zuge dessen zu Lieferengpässen von beispielsweise Zulieferungsteilen kommen, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von Endor negativ auswirken.

Eine weitere drohende Gefahr ist, dass es zu neuen Ausbrüchen oder Varianten des Coronavirus kommt. So könnte beispielsweise ein weiterer unvorhersehbarer Lockdown in China das Unternehmen stark beeinflussen. Endor lässt einen Großteil seiner Produkte in China fertigen. Deshalb könnte ein neuerlicher Lockdown negative Auswirkungen auf die Produktionskapazitäten und die Lieferkette von Endor haben. Das würde Umsatz und Ergebnis belasten.

Eine globale Finanzkrise als Folge der Corona-Pandemie könnte zu einem Einbruch des Verbrauchervertrauens und damit zur Zurückhaltung bei privaten Ausgaben führen. Eine schlechte Konsumstimmung könnte sich ebenfalls negativ auf die Geschäftszahlen von Endor auswirken.

5.1.2. | Branchenbezogene Risiken

a) Wettbewerbsrisiken

Der Endor-Konzern bewegt sich mit seinem Geschäftsmodell in Märkten mit hohem Konkurrenzdruck. Insbesondere der Absatzmarkt zeichnet sich aufgrund einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern durch einen intensiven Preiswettbewerb aus, was regelmäßig mit einem Verfall von auf dem Markt durchsetzbaren Preisen einhergeht. Wir versuchen daher, möglichst durch innovative Produkte, die gesteckten Absatz- und Ertragsziele zu erreichen.

b) Risiko der verspäteten Produktentwicklung

Der Erfolg des Endor-Konzerns hängt stark von der termin- und qualitätsgerechten Entwicklung und Fertigstellung von Eingabegeräten für neue Versionen der lizenzierten Spielkonsolen ab. In der Regel stellen die Hersteller der Spielkonsolen nach der Markteinführung einer neuen Version dem Lizenznehmer die Hard- und Softwarekomponenten zur Verfügung, die benötigt werden, um mit der Spielkonsole kompatible Zubehörteile zu entwickeln. Wir sind daher bestrebt, vor oder gleichzeitig mit unseren Wettbewerbern oder rechtzeitig vor Beginn einer verkaufsstarken Periode (z.B. Black Friday, Weihnachtsgeschäft) in der Lage zu sein, ein qualitativ hochwertiges und mit der neuen Spielkonsolenversion kompatibles Produkt zu entwickeln und in ausreichender Stückzahl zu produzieren.

c) Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiken

Sowohl gegenüber den Geschäftspartnern als auch gegenüber den Endkunden bestehen Risiken aus Produkthaftung und Gewährleistung, z.B. wegen Mängeln oder Funktionsfehlern der Lenkräder. Die Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiken sind teilweise versichert. Darüber hinaus kann ein Teil des Gewährleistungsrisikos auf die Hersteller und Lieferanten der Produkte abgewälzt werden.

d) Risiken rechtlicher Bestimmungen

Die vom Endor-Konzern vertriebenen Produkte unterliegen in den jeweiligen Absatzländern bestimmten rechtlichen Bestimmungen, insbesondere im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Gesundheitsgefährdung. Innerhalb der Europäischen Union gelten diesbezüglich insbesondere die EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte sowie die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, die in Deutschland, durch das am 24. März 2005 in Kraft getretene Elektro- und Elektronikgerätegesetz umgesetzt wurden. In der Regel sind derartige Bestimmungen mit Einschränkungen und Verpflichtungen der Hersteller verbunden. Nach unserer Kenntnis erfüllen die vom Endor-Konzern vertriebenen Produkte sämtliche in den Bestimmungsländern geltenden gesetzlichen Anforderungen.

5.1.3. | Unternehmensbezogene Risiken

a) Abhängigkeit von Lieferanten, Materialien und Transportwegen

Der Endor-Konzern lässt jedes Produkt jeweils von ein oder zwei Lieferanten und überwiegend in China herstellen. Durch den Ausfall eines Lieferanten, Materials oder größeren Verzögerungen auf dem Transportweg, könnte der Endor-Konzern Aufträge gegenüber seinen Kunden unter Umständen nicht oder nur verspätet erfüllen, was zu Umsatzeinbußen führen könnte. Des Weiteren könnte der Endor-Konzern gezwungen sein, seine Komponenten und Produkte kurzfristig zu ungünstigeren Konditionen von Ersatzlieferanten und -herstellern beziehen zu müssen bzw. herstellen zu lassen, was sich negativ auf die Gewinnmarge der Gesellschaft auswirken würde.

b) Abhängigkeit von Lizenzgebern

Die Geschäftstätigkeit hängt teilweise davon ab, dass die Hersteller von Spielkonsolen dem Endor-Konzern Lizenzen hinsichtlich der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs von Zubehör für ihre jeweilige Spielkonsole erteilen.

c) Verlust von Know-how

Der Endor-Konzern setzt bei der Entwicklung ihrer Produkte auch externe Entwicklungspartner ein. Das hierbei entstehende Know-how stellt einen bedeutenden Vermögenswert der Gesellschaft dar. Dieser lässt sich allerdings nur sehr eingeschränkt über gewerbliche Schutzrechte, insbesondere Patente, schützen, sondern im Wesentlichen nur über Geheimhaltungsvereinbarungen oder vertragliche Vereinbarungen. Es besteht daher ein Risiko hinsichtlich der dauerhaften Geheimhaltung dieses Know-hows. Eine teilweise oder vollständige Offenlegung dieses Know-hows gegenüber Dritten könnte dazu führen, dass gegenüber den Wettbewerbern selbst erarbeitete Vorteile verloren gehen sowie gegebenenfalls die Möglichkeit entfällt, dieses Know-how durch Lizenzverträge mit entsprechenden Erträgen weiterzugeben.

d) Abhängigkeit von Führungskräften und qualifizierten Mitarbeitern

Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensziele und damit der Erfolg des Endor-Konzerns basieren in hohem Maße auf den Fähigkeiten, Kontakten und der strategischen Führung durch die derzeitigen Mitglieder des Vorstands der Endor AG. Der Erfolg des Endor-Konzerns wird daher auch in Zukunft zumindest teilweise davon abhängen, dass die Vorstände mittelfristig im Unternehmen verbleiben bzw. es gelingt, rechtzeitig für geeignete Nachfolger zu sorgen.

Der Endor-Konzern versucht zudem, wichtige Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, um die nachteiligen Auswirkungen durch Verlust dieser Mitarbeiter oder Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten weiteren Mitarbeitern zu vermeiden.

Ebenfalls sollen die internen Prozesse und Strukturen weiter für das geplante Volumen erfolgreich weiterentwickelt werden.

e) Mangelnde Produktqualität und Kompatibilität

Bei einem nicht oder zu spät entdeckten Produktionsfehler kann es zu erheblichen Umsatzeinbußen kommen, wenn ein Teil der Ware umgearbeitet werden muss. Zudem treten Kosten für die Nachbesserung, Fracht, Reparatur und Umarbeiten der Produkte auf.

Bei einem Kompatibilitätsproblem zu einem populären Spiel kann es ebenfalls zu einer deutlich erhöhten Retourenquote kommen, unabhängig davon, von wem das Problem verursacht wurde.

f) Risiken durch Mindestlizenzbeträge

Beim Abschluss eines Lizenzvertrages wird vom Lizenzgeber in der Regel ein Mindestlizenzbetrag gefordert, welcher jährlich oder unterjährlich abgeführt werden muss. Wenn die Verkäufe der lizenzierten Produkte unter dem Mindestwert liegen, kann sich die Rentabilität pro Einheit erheblich verschlechtern. Auch ein negativer Deckungsbeitrag ist in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

g) Währungsrisiken

Der Endor-Konzern bezieht die von ihr vertriebenen Produkte von Herstellern außerhalb des Euro-Währungsraums und unterliegt entsprechenden Währungsrisiken. Auch absatzseitig ergeben sich durch den Vertrieb außerhalb des Euro-Währungsraums Währungsrisiken.

h) Beeinträchtigung des Betriebsablaufs wegen Covid-19

Sollte sich ein oder mehrere Mitarbeiter der Endor AG infiziert haben, so ist es möglich, dass alle Mitarbeiter der Endor AG in Quarantäne müssen und nicht mehr von ihrem gewohnten Arbeitsplatz arbeiten können. Dies würde zu Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs führen und könnte die Geschäfte des Endor-Konzerns negativ beeinflussen.

Sollte die Einschränkung der Reisetätigkeit und die Absage von Messen über einen längeren Zeitraum anhalten, könnte auch dies den Betriebsablauf stören und zu Einbußen bei Umsatz und Ertrag führen.

5.2 | Chancenbericht

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Einführung beliebter Rennspiele im Lenkradgeschäft für eine deutlich steigende Nachfrage sorgt. Im ersten Quartal 2022 wurde bereits die neue Version des Blockbuster Gran Turismo eingeführt. Die Endor AG mit ihrer Marke Fanatec stellt mit dem Gran TurismoTM DD Pro das erste offizielle Direct Drive Wheel für die Gran TurismoTM Serie vor. Das rennfertige Paket, das offiziell für PlayStation®5-Konsolen und PlayStation®4-Konsolen lizenziert ist, umfasst eine leistungsstarke Direct-Drive-Wheel Base, ein Lenkrad und Pedale. Es wurde parallel zur CSL DD entwickelt, in enger Zusammenarbeit mit Sony Interactive Entertainment und Polyphony Digital.

Der eSport-Boom dürfte insbesondere im Segment Simracing erst am Anfang stehen. Aufgrund der erheblich ansteigenden Beliebtheit von eSport-Rennen, die mittlerweile auch im TV und auf prominenten Streaming-Plattformen übertragen werden, ergibt sich erhebliches Markt- und Kundenpotenzial.

Durch die weitere Etablierung der Marke FANATEC im Motorsport nimmt die Bekanntheit und Wertschätzung von FANATEC-Produkten deutlich zu. Die Werbung direkt im Spiel durch die Werbebanner an der Strecke tragen hierzu ebenfalls bei. Insgesamt dürfte die starke Werbepräsenz zu einer nachhaltig starken Nachfrage nach unseren Produkten führen.

Ein weiterer Ausbau der eSport-Partnerschaften mit Motorsport-Serien und Automobilherstellern würde sich positiv auf den Absatz von Simracing-Produkten und den Geschäftserfolg des Endor-Konzerns niederschlagen.

Die Erweiterung der Produktpalette nach oben und unten führt zu einer Neuerschließung von neuen Kundengruppen und bietet existierenden Kunden die Möglichkeit zum Upgrade.

5.3 | Prognosebericht

Der Endor-Konzern ist mit den Produkten der Marke FANATEC in wachsenden Märkten tätig. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der boomende Bereich eSports. Dabei wird Simracing, also virtueller Rennsport, immer beliebter. Dieser Trend wird sich auch 2022 verstärkt fortsetzen.

Die Endor Group ist hervorragend in das laufende Jahr 2022 gestartet und konnte in den ersten drei Monaten einen neuen Quartalsrekord aufstellen mit einem Umsatz von 46,5 Mio. EUR. Noch einmal umsatzfördernd für den Bereich Simracing wirkt der Launch des Renn-Videospiels GT7. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Einführung beliebter Rennspiele im Lenkradgeschäft für deutliche zusätzliche Dynamik sorgt. Insbesondere die Gran Turismo-Reihe ist bei Konsumenten weltweit beliebt und gilt als Blockbuster in der Szene. Dabei hat die Endor AG mit ihrer Marke Fanatec mit dem Gran TurismoTM DD Pro das erste offizielle Direct Drive Wheel für die Gran TurismoTM Serie entwickelt. Mit der Platzierung neuer Produkte im unteren Preisbereich des Fanatec-Portfolios soll zudem der Marktanteil weltweit deutlich ausgebaut werden.

Insgesamt rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernumsatz der erstmalig in niedriger dreistelliger Millionenhöhe liegen soll bei einem gleichzeitig moderat steigenden EBIT. Die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns spiegelt sich analog in der Endor AG wider, wobei die Endor AG rund 10% unter den absoluten Beträgen des Konzerns liegt.

Ein sehr großer Unsicherheitsfaktor ist jedoch der Fortgang des Russland-Kriegs in der Ukraine und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen, welche aktuell schwer abschätzbar sind.

Eine weitere Eskalation des Konfliktes könnte im ungünstigsten Fall auch Auswirkungen auf die Prognose der Endor AG haben.

Beim nichtfinanziellen Indikator der Mitarbeiterzahl geht der Vorstand von einem konstanten Gesamtniveau aus, ergänzt durch gezielte projektbezogene Einsätze zur bereits erwähnten Neustrukturierung und Aktualisierung der IT-Infrastruktur.

6. | Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Die Bamboo Invest UG (haftungsbeschränkt), Landshut, hält rund 40 % der Aktien an der Endor AG, verfügt aber in den letzten drei Jahren über eine deutliche Hauptversammlungsmehrheit. Sie gilt damit als herrschendes Unternehmen. Die Endor AG ist deswegen gemäß § 312 AktG verpflichtet, einen Bericht über die Beziehungen zur Bamboo Invest UG (haftungsbeschränkt), Landshut, und deren verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 zu erstellen und hat darin folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen oder Unterlassungen von Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG lagen nicht vor."

 

Landshut, den 25. Mai 2022

Thomas Jackermeier

András Semsey

Dr.-Ing. Michael Op de Hipt

Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung

der Endor AG

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 73.075.192,35 88.128.522,18
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.539.848,00 882.945,32
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.247.758,70 1.330.165,91
77.862.799,05 90.341.633,41
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 38.143.707,87 39.728.498,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.872.142,67 5.705.571,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.327.304,17 863.625,83
9.199.446,84 6.569.197,65
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.900.283,99 1.322.884,22
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.174.052,15 19.359.654,23
3.445.308,20 23.361.398,62
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 236.236,07 15.133,96
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 353.451,16 344.189,06
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.482.875,25 7.067.779,93
-1.600.090,34 7.396.835,03
11. Ergebnis nach Steuern 1.845.217,86 15.964.563,59
12. Sonstige Steuern 6.065,96 1.956,82
13. Jahresüberschuss 1.839.151,90 15.962.606,77
14. Gewinnvortrag 16.047.797,56 3.985.190,79
15. Einstellung in die Gewinnrücklagen -8.023.898,78 -3.900.000,00
16. Ausschüttung -7.748.792,00 0,00
17. Bilanzgewinn 2.114.258,68 16.047.797,56

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.476.684,15 5.461.447,04
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 17.490,00 22.277,62
8.494.174,15 5.483.724,66
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1. einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.517.874,22 1.468.621,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.639.495,00 635.809,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.739,00 316.580,50
4. Geleistete Anzahlungen 1.430.696,91 39.904,24
5.087.805,13 2.460.915,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.112,36 34.286,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.970.673,31 3.523.934,22
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.225.725,56 8.364.805,55
3. Geleistete Anzahlungen 12.216.940,34 9.469.791,54
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.948.710,05 -900.118,48
26.464.629,16 20.458.412,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und 1. Leistungen 195.776,56 384.741,88
Forderungen gegen verbundene 2. Unternehmen 13.729.515,95 15.111.647,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.536.764,10 2.594.373,92
16.462.056,61 18.090.763,73
III. Flüssige Mittel 10.787.559,02 11.065.387,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 650.206,82 462.969,71
67.981.543,25 58.056.460,71

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.497.584,00 1.937.198,00
II. Kapitalrücklage 1.608.621,19 2.887.108,41
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 0,00 4.258.000,00
IV. Bilanzgewinn 2.114.258,68 16.047.797,56
19.220.463,87 25.130.103,97
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.149.233,28 6.817.915,93
2. Sonstige Rückstellungen 2.815.187,50 2.784.081,05
7.964.420,78 9.601.996,98
C. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber 1. Kreditinstituten 23.333.216,98 13.548.230,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.235.545,09 5.328.973,93
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.461.480,88 488.938,53
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.169.415,65 2.291.217,30
38.199.658,60 21.657.359,76
D. Passive latente Steuern 2.597.000,00 1.667.000,00

Anlagespiegel der Endor AG

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.969.524,67 4.139.653,20 0,00 139.570,03 12.969.607,84
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 444.639,04 575.402,98 0,00 571.222,98 448.819,04
9.414.163,71 4.715.056,18 0,00 710.793,01 13.418.426,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.468.621,40 49.252,82 0,00 0,00 1.517.874,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.463.487,01 1.472.544,15 39.904,24 0,00 2.975.935,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 721.510,52 422.340,68 21.340,87 32.383,98 1.132.808,09
4. Geleistete Anzahlungen 39.904,24 1.452.037,78 -61.245,11 0,00 1.430.696,91
3.693.523,17 3.396.175,43 0,00 32.383,98 7.057.314,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 168.851,23 825,63 0,00 0,00 169.676,86
13.276.538,11 8.112.057,24 0,00 743.176,99 20.645.418,36
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.508.077,63 1.008.791,95 23.945,89 4.492.923,69
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 422.361,42 129.735,60 120.767,98 431.329,04
3.930.439,05 1.138.527,55 144.713,87 4.924.252,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 827.677,51 508.762,89 0,00 1.336.440,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.930,02 252.993,55 24.854,48 633.069,09
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.232.607,53 761.756,44 24.854,48 1.969.509,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 134.564,50 0,00 0,00 134.564,50
5.297.611,08 1.900.283,99 169.568,35 7.028.326,72
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.476.684,15 5.461.447,04
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 17.490,00 22.277,62
8.494.174,15 5.483.724,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.517.874,22 1.468.621,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.639.495,00 635.809,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.739,00 316.580,50
4. Geleistete Anzahlungen 1.430.696,91 39.904,24
5.087.805,13 2.460.915,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.112,36 34.286,73
13.617.091,64 7.978.927,03

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er umfasst die Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang.

Soweit Wahlrechte bestehen, Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang angeben zu können, wurden die geforderten Angaben im Anhang gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

1.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Endor AG
Firmensitz laut Registergericht: Landshut
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Landshut
Register-Nr.: HRB 5487

1.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten unter Berücksichtigung von kalkulatorischen Stundensätzen angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf die temporären Unterschiede in den Bilanzansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gebildet. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31 % zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

1.3. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2.2. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 4.140 TEUR (Vorjahr 2.637 TEUR) für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert.

Es entfallen 35 TEUR (Vorjahr 58 TEUR) auf die fertigen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände und 4.105 TEUR (Vorjahr 2.579 TEUR) auf die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in Entwicklung.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum 31.12.2021 8.477 TEUR (Vorjahr 5.461 TEUR).

Die aktivierten Eigenleistungen betrugen 1.540 TEUR (Vorjahr 883 TEUR). Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten, der nicht aktiviert wurde, betrug im Geschäftsjahr 2.057 TEUR (Vorjahr 1.147 TEUR).

2.3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

Nach dem Wechsel des Systemanbieters wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 571 TEUR auf die bis dahin im Jahr 2021 angefallenen Kosten des ursprünglich geplanten ERP-Systems vorgenommen. Dem stehen Erstattungen des Systemanbieters in Höhe von 476 TEUR gegenüber.

2.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 8.627 TEUR (Vorjahr 9.955 TEUR) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen 5.103 TEUR (Vorjahr 5.157 TEUR) an Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Hingabe von Darlehen einschließlich Zinsforderungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr 8 TEUR) enthalten, welche eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

2.5. Angaben über das gezeichnete Kapital

Die Hauptversammlung hat am 25. August 2021 die Erhöhung des Grundkapitals um EUR 13.560.386,00 und entsprechende Änderung der Satzung beschlossen. Es handelt sich um eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.

2.6. Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 15.497.584 EUR ist eingeteilt in 15.497.584 EUR Stückaktien, die seit Beschluss vom 10.04.2006 auf den Inhaber lauten.

2.7. Angaben über das bedingte Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.08.2011 von 1.620.122,00 EUR um bis zu 162.012,00 EUR bedingt erhöht.

Mit Bezugsrechterklärungen vom 11.07.2016 haben Mitarbeiter und der Vorstand von Ihrem Bezugsrecht in Höhe von insgesamt 71.941 Stückaktien Gebrauch gemacht und damit 71.941 Stück neuer Aktien der Endor AG zum Ausgabebetrag von 1,00 EUR je Aktie gezeichnet und übernommen. Der Gesamtausgabebetrag beträgt 71.941,00 EUR.

Mit Bezugsrechterklärung vom 01.08.2017 wurde nochmals vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht. Es wurden 6.978 Stückaktien zum Ausgabebetrag 1,00 EUR gezeichnet und übernommen. Der Gesamtausgabebetrag beträgt 6.978,00 EUR.

Mit Bezugsrechtserklärung vom 12.06.2019 wurde nochmals von dem Bezugsrecht Gebrauch gemacht. Es wurden 76.145 Stückaktien zu einem Wert von 1,00 EUR gezeichnet und übernommen. Der Gesamtausgabebetrag beträgt 76.145,00 EUR.

Mit Beschluss vom 22.11.2019 wurde das bedingte Kapital aufgehoben.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.08.2021 um bis zu 40.000,00 EUR bedingt erhöht. Nach der Durchführung der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöhte sich das bedingte Kapital auf 320.000,00 EUR.

2.8. Angaben über das genehmigte Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22.07.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 02.08.2021 einmal oder mehrmalig um bis zu insgesamt 891.067,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Das genehmigte Kapital wurde mit Beschluss vom 18. Dezember 2020 aufgehoben.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Dezember 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Dezember 2025 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 968.599,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 968.599 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

2.9. Entwicklung der Kapitalrücklagen und der Gewinnrücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31.12.2021 insgesamt 1.608.621,19 EUR und setzt sich wie folgt zusammen:

Betrag
TEUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (Agio) 2.415
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB (sonstige Zuzahlungen) 472
Entnahme für Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln -1.278
Stand 31.12.2021 1.609

Die Gewinnrücklagen haben sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

Betrag
TEUR
Stand 01. Januar 2021 4.258
Einstellung in die Gewinnrücklage aus dem Gewinnvortrag 8.024
Entnahme für Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln -12.282
Stand 31. Dezember 2021 0

2.10. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 5.879.684,15 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 8.477 TEUR
Passivierung latenter Steuern 2.597 TEUR
Gesamtbetrag 5.880 TEUR

2.11. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind hauptsächlich die Lizenzen, Tantiemen und die Gewährleistungsrückstellungen enthalten. Diese machen 2.000 TEUR (Vorjahr 1.937 TEUR) der sonstigen Rückstellungen aus.

2.12. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben).

Art der Verbindlichkeiten Restlaufzeit in Jahren Sicherung
<1 1 - 5 >5 TEUR
TEUR TEUR TEUR Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 21.970 1.364 0 1.500
(13.420) (129) (0) (1.500)
gegen verbundene Unternehmen 1.461 0 0
(489) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 11.236 0 0
(5.329) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 2.169 0 0
(2.291) (0) (0)
davon aus Steuern 2.120 0 0
(2.239) (0) (0)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 5 0 0
(10) (0) (0)
übrige sonstige Verbindlichkeiten 45 0 0
(42) (0) (0)
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 36.836 1.364 0 1.500
(21.529) (129) (0) (1.500)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: vollstreckbare Grundbuchschuld über 1.500 TEUR auf den Grundbesitz der Endor AG.

2.13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Restlaufzeiten Gesamtbetrag
<1 1 - 5 >5 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge 124 61 185
Mietverträge 455 510 965
Bestellobligo 15.777 23.666 39.443
Lizenzverträge 1.474 382 1.856
Sponsoringverträge 2.645 2.500 5.145
Gesamt 20.475 27.119 - 47.594

2.14. Latente Steuern

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern:

Stand zu Beginn des GJ Veränderung Stand zu Ende des GJ
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern -1.667 -930 -2.597
Saldo -1.667 -930 -2.597

Die Veränderung der latenten Steuern ist als Aufwand in den Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse

Es wurden 42.770 TEUR (Vorjahr 50.190 TEUR) Umsatzerlöse mit dem Verkauf von Waren, 28.482 TEUR (Vorjahr 33.920 TEUR) durch Konzernumsätze sowie 1.823 TEUR (Vorjahr 4.018 TEUR) durch Erlöse aus Umlagen erzielt.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren in der Endor AG stellen sich geographisch wie folgt dar:

Region Umsatz in TEUR Anteil in %
Deutschland 12.376 29%
Großbritannien 6.342 15%
Frankreich 3.642 9%
Niederlande 2.720 6%
Spanien 1.730 4%
Italien 1.594 4%
div. weitere EU-Länder 6.974 16%
innergemein. Erlöse 3.826 9%
Drittland 3.567 8%

3.2. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1.863 TEUR (VJ 1.082 TEUR) Währungsgewinne ausgewiesen.

Diesen stehen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von 1.088 TEUR (VJ 2.297 TEUR) gegenüber.

3.3. Aufwendungen für Altersversorgung

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Berichtsjahr 36 TEUR (Vorjahr 29 TEUR).

3.4. Verbundene Unternehmen

Es wurden 232 TEUR (Vorjahr 15 TEUR) Zinserträge aus verbundenen Unternehmen erzielt.

4. Sonstige Angaben

4.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 144
Leitenden Angestellte 2
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 146

4.2. Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Thomas Jackermeier ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender
Andräs Semsey ausgeübter Beruf: Finanzvorstand

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Andreas Potthoff (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: Vorstand der Clever Pool AG

Richard Rösener (bis 25. August 2021)

ausgeübter Beruf: Geschäftsführer der Cubus Partners GmbH

Thomas Mayrhofer (bis 25. August 2021)

ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt/Partner der Kanzlei Pinsent Masons

Ingo Weber (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender seit 25. August 2021)

ausgeübter Beruf: Geschäftsführer der Carcharodon Capital GmbH

Rudolf Dittrich (seit 25. August 2021) ausgeübter Beruf: General Manager Small Volume Series, BMW Group

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war im Geschäftsjahr Andreas Potthoff.

Herr Richard Rösener und Herr Thomas Mayerhofer legten zum 24. August 2021 ihr Amt als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft nieder, die Hauptversammlung vom 25. August 2021 wählte Herrn Ingo Weber und Herr Rudolf Dittrich in den Aufsichtsrat.

Die genannten Mitglieder sind ebenfalls Mitglieder folgender Kontrollgremien oder Aufsichtsräte:

Andreas Potthoff:

Scripvest AG, Rothenburg ob der Tauber, Mitglied des Aufsichtsrats

Richard Rösener:

Nexolink Solutions AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Thomas Mayrhofer:

Felderer AG, Feldkirchen, Aufsichtsratsvorsitzender

Primus Solutions AG, Holzkirchen, Aufsichtsratsvorsitzender

Mynaric AG, Gilching, Aufsichtsratsmitglied

Ingo Weber:

Going Public Media AG, Mitglied des Aufsichtsrats

KUNO GmbH, Mitglied des Beirates

MAGNUM EST Digital Health GmbH, Mitglied des Beirates

Arsipa GmbH, Mitglied des Beirates

4.3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 1.419.253,20 EUR.

Auf eine detaillierte Angabe je Vorstandsmitglied mit namentlicher Nennung wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 46.845,10 EUR.

4.4. Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Rückstellungen für frühere Aufsichtsratsmitglieder betragen 28 TEUR.

4.5. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von min. 20 Prozent der Anteile

Gemäß §285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR
Endor America LLC, Calabasas (USA) 100% 312.532,91 (402.857,82)
Endor USA LLC, West Hollywood (USA) 100% - (14.929,70)
Endor Japan KK, Tokyo (Japan) 100% 97.925,95 149.166,60
Endor Australia Pty Ltd., Richmond (AUS) 100% 116.704,51 339.958,02
Endor HK Ltd., Hongkong (China) 100% 32.596,06 (11.654,13)
Endor Technology Shenzhen Co. Ltd, Shenzhen (China) 100% 9.829,26 240.549,27
Scuderia Fanatec GmbH, Landshut (Deutschland) 100% (220.040,15) (63.034,18)

Die Endor Technology Shenzhen Co. Ltd. Ist eine 100%ige Tochter der Endor HK Ltd.

Die oben genannten Werte entstammen einer nach deutschem HGB erstellten Bilanz zum 31.12.2021 und Gewinn- und Verlustrechnung 2021. Negative Werte werden in Klammern dargestellt.

Die Jahresabschlüsse der oben genannten Einzelgesellschaften werden in den Konzernabschluss der Endor AG, Landshut, einbezogen. Der Konzernabschluss wird zusammen mit dem Jahresabschluss der Endor AG auf der Website der Endor AG veröffentlicht.

4.6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Jahresüberschuss 2021 1.839.151,90 EUR
+ Gewinnvortrag 275.106,78 EUR
= Bilanzgewinn 2.114.258,68 EUR
- Einstellung in Rücklagen 2.000.000,00 EUR
- Vortrag auf neue Rechnung 114.258,68 EUR

4.7. Unterschrift des Vorstands

 

Landshut, den 25. Mai 2022

Thomas Jackermeier

András Semsey

Dr.-Ing. Michael Op de Hipt

Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENDOR AG, Landshut

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENDOR AG, Landshut, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der ENDOR AG, Landshut, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 25. Mai 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Stefan Wiegratz, Wirtschaftsprüfer

Impressum

Endor AG

E.ON-Allee 3

84036 Landshut

Deutschland

Kontaktdaten Investor Relations

Frank Ostermair I Anita Schneider

Email: frank.ostermair@better-orange.de

Email: anita.schneider@better-orange.de

Disclaimer: Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

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