Master Data

Registry
Register court Düsseldorf HRB 83351
Registered
4/27/2018
Industry
Activities of savings banksActivities of credit institutions with special functionsActivities of holding companies
Purpose
Der Betrieb von Bank- und Finanzgeschäften aller Art mit Ausnahme des lnvestmentgeschäftes. Das Betreiben verwandter Geschäfte und die Übernahme gleichartiger Unternehmen sind zulässig.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Uwe Haentjes
since 1/6/2026
Procura
Lisa Minx
since 1/6/2026
Procura
Adem Satilmis
since 1/6/2026
Procura
Procura
Helena Skrapec
since 1/6/2026
Procura
Konrad Fischer
since 8/5/2025
Procura
Diane Badenheim
since 8/5/2025
Procura
Procura
Karoline Fedjaev
since 8/5/2025
Procura
Melanie Schönberg
since 8/5/2025
Procura
Tamara Murjikneli
since 8/5/2025
Procura
Markus Lunz
since 8/5/2025
Procura
Maximilian Leder
since 8/5/2025
Procura
Nina Stedtler
since 8/5/2025
Procura
Patricia Lindemann
since 8/5/2025
Procura
Elena Gnoth
since 8/5/2025
Procura
Christopher Zanke
since 8/5/2025
Procura
Procura
Florent Micoulin
since 1/7/2025
Procura
Heike Kniffki
since 1/7/2025
Procura
Ulrich Gräf
since 1/7/2025
Procura
Julia Dr. Paschwitz
since 8/8/2024
Procura
Daniela Dussa
since 8/8/2024
Procura
Jan Oetzmann
since 8/8/2024
Procura
Martina Oppermann
since 8/8/2024
Procura
Daniela Heide
since 8/8/2024
Procura
Marc Bäumer
since 8/8/2024
Procura
Markus Lang
since 8/8/2024
Procura
Marco Voosen
since 1/26/2024
Board Member
Isabelle Chevelard
since 1/18/2021
Board Member
For all results, please use the API playground

Holdings
Beta

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

TARGOBANK AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve 940.545 986.232
a) Kassenbestand 245.324 386.810
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 695.221 599.422
-darunter: bei der Deutschen Bundesbank: TEUR 695.221 (31.12.2022: TEUR 599.422)-
2. Forderungen an Kreditinstitute 9.570.786 4.684.668
a) täglich fällig 9.058.325 4.181.507
b) andere Forderungen 512.461 503.161
3. Forderungen an Kunden 29.701.963 27.870.669
-darunter: durch Grundpfandrechte gesichert: TEUR 841.018 (31.12.2022: TEUR 855.925)-
Kommunalkredite TEUR 8.943 (31.12.2022: TEUR 5.287)-
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 291.505 282.241
Anleihen und Schuldverschreibungen 291.505 282.241
a) von öffentlichen Emittenten 250.561 242.638
-darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank: TEUR 250.561 (31.12.2022: TEUR 242.638)-
b) von anderen Emittenten 40.944 39.603
-darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank: TEUR 40.944 (31.12.2022: TEUR 39.603)-
5. Beteiligungen 20.310 20.413
-darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: TEUR 524 (31.12.2022: TEUR 524)-
6. Treuhandvermögen 29 73
-darunter: Treuhandkredite: TEUR 29 (31.12.2022: TEUR 73)-
7. Immaterielle Anlagewerte 38.001 18.798
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.379 9.253
b) geleistete Anzahlungen 25.621 9.545
8. Sachanlagen 74.827 76.069
9. Sonstige Vermögensgegenstände 77.495 73.064
10. Rechnungsabgrenzungsposten 16.151 15.862
11. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.997 1.071
Summe der Aktiva 40.734.609 34.029.159

PASSIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 367.228 410.293
a) täglich fällig 50.620 58.716
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 316.608 351.577
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 34.335.299 28.006.936
a) Spareinlagen 1.627.195 2.475.279
mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 1.627.195 2.475.279
b) andere Verbindlichkeiten 32.708.103 25.531.656
ba) täglich fällig 23.035.434 21.561.020
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.672.670 3.970.636
3. Treuhandverbindlichkeiten 29 73
-darunter: Treuhandkredite: TEUR 29 (31.12.2022: TEUR 73)-
4. Sonstige Verbindlichkeiten 103.640 72.734
5. Rechnungsabgrenzungsposten 19.831 20.066
6. Rückstellungen 664.467 585.233
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 439.356 399.197
b) Steuerrückstellungen 646 1.871
c) andere Rückstellungen 224.465 184.165
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.395.486 1.393.195
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.100.000 792.000
9. Eigenkapital 2.748.630 2.748.630
a) gezeichnetes Kapital 264.884 264.884
b) Kapitalrücklage 2.337.521 2.337.521
c) Gewinnrücklagen 146.225 146.225
ca) gesetzliche Rücklage 4.142 4.142
cb) andere Gewinnrücklagen 142.083 142.083
Summe der Passiva 40.734.609 34.029.159
UNTERSTRICHPOSTEN |
in TEUR
31.12.2023 31.12.2022
1. Eventualverbindlichkeiten 2.927.137 3.501.348
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen 2.927.137 3.501.348
2. Andere Verpflichtungen 1.436.002 1.312.168
Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.436.002 1.312.168

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

in TEUR 2023 2022
1. Zinserträge aus 1.965.810 1.384.824
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.964.601 1.400.294
abzüglich negative Zinserträge aus Geldmarktgeschäften -189 -16.373
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.398 903
2. Zinsaufwendungen -403.839 -65.112
Zinsaufwendungen -403.839 -67.234
abzüglich positive Zinsaufwendungen 0 2.123
3. Laufende Erträge aus Beteiligungen 5.775 4.881
4. Zinsergebnis (inklusive laufende Erträge) 1.567.746 1.324.593
5. Provisionserträge 497.186 531.408
6. Provisionsaufwendungen -208.846 -204.340
7. Provisionsergebnis 288.340 327.068
8. Sonstige betriebliche Erträge 69.974 65.060
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -986.077 -916.234
a) Personalaufwand -351.691 -340.852
aa) Löhne und Gehälter -264.305 -246.350
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -87.386 -94.503
-darunter: für Altersversorgung: TEUR -42.023 (2022: TEUR -53.018)-
b) andere Verwaltungsaufwendungen -634.386 -575.381
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -20.017 -20.794
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.144 -55.732
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -314.578 -337.440
13. Aufwendungen aus Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -308.000 -177.000
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0 2.644
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 293.243 212.166
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -6.125
17. Ergebnis nach Steuern 293.243 206.041
18. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -293.243 -206.041
19. Jahresüberschuss 0 0

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 21. März 2024.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die TARGOBANK AG (TARGOBANK, Bank) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Düsseldorf.

Sie wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 83351 geführt.

Gegenstand der Bank ist vor allem die Erbringung von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen nach § 1 Abs. 1 bzw. § 1 Abs. 1a des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG).

Die Werte im Jahresabschluss werden auf volle Tausend gerundet. Hieraus können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten auftreten.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Rechnungslegung hat die Bank die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), das Aktiengesetz (AktG) sowie die handelsrechtlichen Vorschriften (Handelsgesetzbuch - HGB) beachtet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Erstellung des Lageberichts erfolgten unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten bzw. sich gesetzliche Änderungen ergaben.

Die Barreserve wird zum Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen.

Die Forderungen an Kreditinstitute, welche auch das Übernachtguthaben im Rahmen der Einlagefazilität der Deutschen Bundesbank beinhalten, werden zum Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die hieraus resultierenden Zinserträge werden abzüglich negativer Zinserträge ausgewiesen.

Forderungen an Kunden werden zum Nennwert zuzüglich abgegrenzter Zinsen abzüglich der abgegrenzten Gebühren und sonstigen Entgelte ausgewiesen.

Die Risikovorsorge für latente und akute Ausfallrisiken aus Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden basiert auf einem Modell zur Ermittlung erwarteter Kreditverluste. Eine Wertminderung wird gebildet, wenn der unter Berücksichtigung der Sicherheiten erzielbare Betrag der Forderung niedriger ist als der Buchwert, wenn also die Forderung ganz oder teilweise uneinbringlich ist und daher eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste findet eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Berechnung unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes sowie angemessener und belastbarer Informationen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zur Verfügung stehen, statt. Zahlungsflüsse aus der Verwertung der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Bonitätsverbesserung, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind, werden berücksichtigt. Für die Risikovorsorge für latente Ausfallrisiken erfolgt die Ermittlung der erwarteten Ausfallsumme anhand des IFRS 9-Stufenmodell mit den Risikoparametern Ausfallwahrscheinlichkeit, -verlustquote und -kredithöhe. In Abhängigkeit von den Veränderungen der Kreditqualität seit dem Zugangszeitpunkt erfolgt die Erfassung der Risikovorsorge entweder in Höhe des erwarteten Zwölfmonats-Kreditverlusts oder - soweit im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Verschlechterung des Adressenausfallrisikos vorliegt oder ein Ausfallereignis eintritt - in Höhe des über die Restlaufzeit des Kredits erwarteten Kreditverlusts. Grundlage der Risikoparameter sind die in der Vergangenheit beobachteten Werte, die an aktuelle Gegebenheiten und Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehen, angepasst werden, sofern sie die Risikosituation am Bilanzstichtag nicht hinreichend widerspiegeln. Die gesamte Risikovorsorge auf Forderungen wird aktivisch abgesetzt.

Für latente Kreditrisiken aus außerbilanziellen Verpflichtungen werden Rückstellungen nach der zuvor beschriebenen Methode unter zusätzlicher Berücksichtigung der erwarteten Inanspruchnahme bis zum Kreditausfall gebildet.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich abgegrenzter Zinsen bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet (strenges Niederstwertprinzip).

Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. im Falle einer Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert (gemildertes Niederstwertprinzip). Der Grundsatz der Wertaufholung wird beachtet.

Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten werden zum Nennwert ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte werden zum Nennwert bilanziert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung bestimmter, selbst geschaffener immaterieller Anlagewerte macht die TARGOBANK keinen Gebrauch.

Grundstücke und Gebäude werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Gebäude werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Einbauten in fremde Gebäude werden zu den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 (jeweils ohne Umsatzsteuer) werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis EUR 250 (ohne Umsatzsteuer) werden direkt im Aufwand erfasst.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennwert bilanziert.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden abzüglich positiver Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Rückstellungen werden für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Höhe der Rückstellungen entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag. Bei der Bestimmung werden vorhersehbare Kosten- und Preisänderungen sowie die Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Verpflichtung berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer erwarteten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der durchschnittlichen Laufzeit der Verpflichtung sowie unter Zugrundelegung der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zinssätze abgezinst. Die Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung von Rückstellungen werden, sofern es sich nicht um Rückstellungen aus dem Bankgeschäft handelt, innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitverpflichtungen werden von unabhängigen Versicherungsmathematikern grundsätzlich nach der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt.

Die Rückstellung für wertpapierbezogene Versorgungszusagen bestimmt sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Anteilen an einem Spezial-Alternativen Investmentfonds (Deckungsvermögen) unter Berücksichtigung einer Mindestzusage. Insofern wird die Rückstellung für betriebliche Altersversorgung aus Entgeltumwandlung in Höhe des Maximums aus dem Zeitwert des individuellen Aufbaukontos und dem Barwert der diskontierten Garantieleistung gebildet.

Die Bank hat das aus Anteilen an einem Spezial-Alternativen Investmentfonds bestehende zweckgebundene Vermögen (Deckungsvermögen) zur Erfüllung der Altersvorsorge- und Altersteilzeitverpflichtungen durch Treuhandvereinbarungen an einen Vermögenstreuhänder, den CM Pensiontrust e.V., Düsseldorf, übertragen. Als Treuhänder der Anwärter fungiert die Willis Towers Watson Vorsorge Trust GmbH, Reutlingen. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem jeweiligen Deckungsvermögen saldiert und im Falle einer Überdeckung als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Analog hierzu werden die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- und Abzinsung der Verpflichtungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen verrechnet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Deckungsvermögen werden anhand von Mitteilungen der Kapitalverwaltungsgesellschaften ermittelt.

Die verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) erfolgt auf Basis einer barwertigen Betrachtungsweise.

Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken dient der Sonderposten gemäß § 340g HGB.

Fremdwährungspositionen werden zu den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB), am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden am Buchungstag zum Referenzkurs der EZB umgerechnet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Staffelform. Das Gliederungsschema gemäß Formblatt 3 der RechKredV wurde dabei um Zwischensummen ergänzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Von der Möglichkeit der Überkreuzkompensation gemäß § 340f Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Ausweis von nicht-ertragsabhängigen Betriebssteuern erfolgt im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Es besteht umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf (Organträger). Ertragsteuern werden nicht vom Organträger auf die Organgesellschaft umgelegt.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Forderungen - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Forderungen an Kreditinstitute, Aktivposten 2.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 9.793 1.736
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
mehr als 5 Jahre 500.000 500.000
abgegrenzte Zinsen 2.668 1.425

Die unter Forderungen an Kunden, Aktivposten 3., ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 6.467.561 6.491.083
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 4.329.657 3.873.349
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 15.409.348 14.419.995
mehr als 5 Jahre 3.495.397 3.086.241

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von EUR 1.472 Mio. (31.12.2022: EUR 2.965 Mio.), die im Posten Restlaufzeiten bis drei Monate enthalten sind.

3.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die in diesem Posten bilanzierten Wertpapiere betreffen diverse Anleihen mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt EUR 300 Mio. (31.12.2022: EUR 300 Mio.) Sämtliche Anleihen sind börsenfähig und börsennotiert.

Die Anleihen und Schuldverschreibungen haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 0 0
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 291.313 282.048
mehr als 5 Jahre 0 0
abgegrenzte Zinsen 192 193

3.3 Beteiligungen

in TEUR 31.12.2023
Anfangsbestand 20.413
Abgänge 0
Zugänge 0
Zuschreibungen 77
Abschreibungen -180
Endbestand 20.310

Die TARGOBANK ist unverändert im Wesentlichen mit TEUR 18.761 bzw. 12,26% an der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, beteiligt.

Ferner beinhaltet der Posten u.a. mit unverändert TEUR 984 Anteile an der Visa Inc., Foster City/USA.

Die Abschreibungen betreffen im Wesentlichen die Wertberichtigung von Anteilen an geschlossenen Beteiligungen aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen.

3.4 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Bei den hier bilanzierten Aktiva/Passiva handelt es sich um Baugelder, die treuhänderisch verwaltet werden, sowie um Aufbaudarlehen nach dem Lastenausgleichsgesetz.

3.5 Immaterielle Anlagewerte

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 310.653
Zugänge 4.073
Umgliederungen aus geleisteten Anzahlungen 3.196
Abgänge -11.763
Endbestand 306.159
Abschreibungen
Anfangsbestand 301.400
Zugänge 4.142
Abgänge -11.763
Endbestand 293.780
Buchwerte
Anfangsbestand 9.253
Endbestand 12.379

Die Zugänge betreffen vor allem Erweiterungen des Kernbanksystems und der Software zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie Automatisierungs- und Digitalisierungsinitiativen.

Die geleisteten Anzahlungen entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2023
Anfangsbestand 9.545
Zugänge 19.272
Umgliederungen in immaterielle Anlagewerte -3.196
Endbestand 25.621

Die Zugänge im Bereich der geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich Erweiterungen von Software zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen und zur Automatisierung von Prozessen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 5.831
Endbestand 5.831
Abschreibungen
Anfangsbestand 5.831
Endbestand 5.831
Buchwerte
Anfangsbestand 0
Endbestand 0

3.6 Sachanlagen

Die Grundstücke und Gebäude entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 119.442
Zugänge 37
Abgänge -3.952
Endbestand 115.527
Abschreibungen
Anfangsbestand 86.361
Zugänge 2.997
Abgänge -794
Endbestand 88.564
Buchwerte
Anfangsbestand 33.081
Endbestand 26.964

Mit notariellem Grundstückskaufvertrag vom 14. April 2023 wurde eine Gewerbeimmobilie am Standort Düsseldorf zum Kaufpreis von TEUR 11.550 verkauft. Der Buchwert betrug TEUR 3.158.

Der Bestand beinhaltet selbst genutzte Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 8.047 (31.12.2022: TEUR 8.593). Die übrigen Grundstücke und Gebäude werden nahezu ausschließlich von Konzerngesellschaften genutzt.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 2023
Historische Anschaffungskosten
Anfangsbestand 208.575
Zugänge 16.720
Umgliederungen aus geleisteten Anzahlungen 1.869
Abgänge -7.635
Endbestand 219.529
Abschreibungen
Anfangsbestand 167.456
Zugänge 12.878
Abgänge -6.558
Endbestand 173.776
Buchwerte
Anfangsbestand 41.119
Endbestand 45.753

Die Zu- und Abgänge zur Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen im Wesentlichen Umbaumaßnahmen in den Filialen sowie erworbene und verkaufte Kraftfahrzeuge.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2023
Anfangsbestand 1.869
Zugänge 2.110
Umgliederungen in Sachanlagen -1.869
Endbestand 2.110

Die Zugänge betreffen vor allem Anzahlungen auf Mietereinbauten in den Filialen.

3.7 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Provisionsforderungen in Höhe von TEUR 70.610 (31.12.2022: TEUR 67.189).

3.8 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Wartungsgebühren und IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 12.437 (31.12.2022: TEUR 12.407).

3.9 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung für Altersteilzeitverpflichtungen errechnet sich unter Berücksichtigung des dazugehörigen zweckgebundenen Vermögens wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Zeitwert des Deckungsvermögens 5.566 5.360
Erfüllungsbetrag Altersteilzeitverpflichtungen -2.568 -4.289
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.997 1.071

Folgende versicherungsmathematische Annahmen liegen der Erfüllungsbetragsberechnung zu Grunde:

Der Erfüllungsbetrag für Altersteilzeit wurde pauschal mit einem Zinssatz von 1,75% (31.12.2022: 1,45%) abgezinst. Dieser Zinssatz wurde auf Basis des von der Deutschen Bundesbank zum 1. Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, auf den 31. Dezember 2023 prognostiziert.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden eine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung von 3,20% (31.12.2022: 3,20%) und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze für Sozialversicherungsbeiträge von 2,50% (31.12.2022: 2,50%) jährlich unterstellt.

Der Biometrie liegen unverändert die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde.

Das zweckgebundene Vermögen, welches aus Anteilen an einem Spezial-Alternativen Investmentfonds besteht, wurde mit den korrespondierenden Altersteilzeitverpflichtungen saldiert. Die Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 3.826 (31.12.2022: TEUR 3.826).

Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis verrechneten Aufwendungen und Erträge, die aus den verrechneten Vermögensgegenständen und Schulden resultieren, ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 2023 2022
Marktwertveränderung Deckungsvermögen 206 -471
Zinsaufwand Aufzinsung Altersteilzeitverpflichtung -42 -43
Verrechneter Zinsertrag (2022: Zinsaufwand) 164 -514

3.10 Verbindlichkeiten - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Passivposten 1.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 25.869 106.607
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 55.654 9.585
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 32.327 28.513
mehr als 5 Jahre 200.000 204.688
abgegrenzte Zinsen 2.758 2.184

Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden als andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, Passivposten 2.bb), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 2.133.815 2.067.216
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 5.723.098 587.499
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.531.189 1.274.909
mehr als 5 Jahre 161.120 21.470
abgegrenzte Zinsen 123.448 19.542

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von TEUR 1.653 (31.12.2022: TEUR 1.678), die in voller Höhe im Posten Restlaufzeiten bis drei Monate ausgewiesen sind.

3.11 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die restliche Ergebnisabführungsverpflichtung an die TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf, in Höhe von TEUR 23.243 (31.12.2022: TEUR 26.041).

Darüber hinaus enthält dieser Posten Verbindlichkeiten aus dem Kapitalkontenplan in Höhe von TEUR 14.262 (31.12.2022: TEUR 13.572) sowie aus von Konzernunternehmen empfangenen IT-Dienstleistungen in Höhe von TEUR 10.927 (31.12.2021: TEUR 7.910).

3.12 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Mitgliedsbeitragszahlungen für VISA-Kreditkarten.

3.13 Rückstellungen

3.13.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen errechnet sich unter Berücksichtigung des dazugehörigen zweckgebundenen Vermögens wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsbetrag Altersvorsorgeverpflichtungen 775.272 738.990
Zeitwert Deckungsvermögen -335.916 -339.793
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 439.356 399.197

Folgende versicherungsmathematische Annahmen liegen der Berechnung des Erfüllungsbetrags zu Grunde:

Der Erfüllungsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde pauschal mit einem Zinssatz von 1,83% (31.12.2022: 1,79%) abgezinst. Dieser Zinssatz wurde auf Basis des von der Deutschen Bundesbank zum 1. Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, auf den 31. Dezember 2023 prognostiziert. Bei einem Ansatz der Altersvorsorgeverpflichtungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren in Höhe von 1,75% (31.12.2022: 1,45%) wäre der Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag um TEUR 11.350 (31.12.2022: TEUR 48.042) höher.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,20% (31.12.2022: 3,20%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,50% (31.12.2022: 2,50%) unterstellt. Ferner wurde zum Bilanzstichtag für laufende Renten mit Anpassungsverpflichtung nach § 16 Betriebsrentengesetz einmalig ein Aufschlagsfaktor von 3,0% aufgrund der aktuell höheren Inflation einkalkuliert.

In Bezug auf die Berücksichtigung der Auszahlungsvarianten (Einmalkapital, Raten oder Verrentung) bei der Ermittlung der Erfüllungsbeträge wurde die jeweilige Gewichtung an die aktuellen Erfahrungswerte angepasst.

Der Biometrie liegen unverändert die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde.

Das zweckgebundene Vermögen, welches aus Anteilen an einem Spezial-Alternativen Investmentfonds besteht, wurde mit den korrespondierenden Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert. Die Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 197.900 (31.12.2022: TEUR 207.037).

Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis verrechneten Aufwendungen und Erträge, die aus den verrechneten Vermögensgegenständen und Schulden resultieren, ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 2023 2022
Marktwertveränderung Deckungsvermögen 12.709 -29.798
Laufender Ertrag Deckungsvermögen 703 761
Zinsaufwand Aufzinsung Pensionsrückstellung -7.790 -21.620
Verrechneter Zinsertrag (2022: Zinsaufwand) 5.622 -50.658

3.13.2 Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betreffen vor allem die Stornoprovisionen aus dem Versicherungsvermittlungsgeschäft, ausstehende Rechnungen sowie Rechtsfälle.

3.14 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Vertragsdatum Betrag Verzinsung p.a. Laufzeit/Kündigungsfrist
21.10.2020 TEUR 500.000 Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 0,945 Prozentpunkte Laufzeit bis 21.02.2031
03.06.2020 TEUR 500.000 Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 1,5025 Prozentpunkte Laufzeit bis 03.06.2030
18.06.2019 TEUR 89.000 Festzinssatz 1,949% Laufzeit bis 18.06.2029
25.05.2018 TEUR 100.000 Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 1,55 Prozentpunkte Laufzeit bis 25.05.2028
31.03.2017 TEUR 100.000 Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 1,97 Prozentpunkte Laufzeit bis 31.03.2027
24.09.2007 TEUR 100.000 Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 0,25 Prozentpunkte Kündigungsfrist von fünf Jahren, jeweils zum 31. Dezember eines Jahres; ungekündigt; Laufzeit bis 24.09.2027

Grundsätzlich sind alle nachrangigen Verbindlichkeiten während der gesamten Laufzeit unkündbar. Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Vorschriften zu Instrumenten des Ergänzungskapitals gemäß der Capital Requirements Regulation (EUR 289 Mio.) bzw. des Kreditwesengesetzes in alter Fassung (EUR 100 Mio.). Bei weiteren EUR 1.000 Mio. handelt es sich um anrechenbare Verbindlichkeiten im Sinne der Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (Minimum Requirements on Own Funds and Eligible Liabilities - MREL).

Darüber hinaus enthält der Posten abgegrenzte Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.486 (31.12.2022: TEUR 4.194).

Der Zinsaufwand für die nachrangigen Verbindlichkeiten betrug im Berichtszeitraum TEUR 59.719 (2022: TEUR 18.146). Ein Ertrag aufgrund von negativen Zinsaufwendungen wurde nicht (2022: TEUR 136) erwirtschaftet.

3.15 Fonds für allgemeine Bankrisiken

Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken wurden dem Sonderposten gemäß § 340g HGB weitere TEUR 308.000 (2022: TEUR 177.000) im abgelaufenen Geschäftsjahr zugeführt.

3.16 Eigenkapital

3.16.1 Gezeichnetes Kapital

Zum Bilanzstichtag ist das Grundkapital in insgesamt 10.187.860 Stückaktien eingeteilt.

Die Aktien werden von der TARGO Deutschland GmbH gehalten.

3.16.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 202 Abs. 2 AktG einmal oder mehrfach in Teilbeträgen bis zum 15. August 2027 um bis zu EUR 100 Mio. durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinzahlung zu erhöhen.

3.16.3 Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Einstellung Jahresergebnisse (Vorjahre) 55.590 55.590
Erfolgsneutrale Effekte aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 86.493 86.493
Andere Gewinnrücklagen 142.083 142.083

3.17 Abführungsgesperrte Beträge

Der Gesamtbetrag der gemäß § 301 AktG abführungsgesperrten Beträge ermittelt sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Beträge aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Wert 139.755 134.290
Abführungsgesperrter Betrag vor frei verfügbaren Rücklagen 139.755 134.290
Frei verfügbare Rücklagen (mindestens) -139.755 -134.290
Abführungssperre 0 0

3.18 Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute 1.016.140 1.080.417
Forderungen an Kunden 1.769.443 1.675.545
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 363.462 393.513
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 632.550 540.947
Sonstige Verbindlichkeiten 38.099 37.089
Nachrangige Verbindlichkeiten 1.395.486 1.393.195

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Vermögensgegenstände 0 423

3.19 Fremdwährungsaktiva/Fremdwährungsschulden

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt TEUR 172.653 (31.12.2022: TEUR 225.083). Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beträgt TEUR 176.050 (31.12.2022: TEUR 219.231).

4 Erläuterungen zu den Unterstrichposten

4.1 Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren aus der Übernahme von Delkredererisiken aus dem Factoring-Geschäft der CommerzFactoring GmbH in Höhe von TEUR 1.970.718 (31.12.2022: TEUR 2.537.142) sowie aus Bürgschafts- und Garantieverbindlichkeiten des Geschäftsbereichs Corporate & Institutional Banking in Höhe von TEUR 956.419 (31.12.2022: TEUR 964.206).

Mit einer Inanspruchnahme wird in geringem Maße gerechnet.

4.2 Andere Verpflichtungen

Die anderen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen unwiderrufliche Kreditzusagen aus dem Kreditgeschäft mit Firmen- und Privatkunden.

Diese Kreditzusagen werden regelmäßig in Anspruch genommen.

5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zins- und Provisionserträge

Von den Zinserträgen sind TEUR 7.410 (2022: TEUR 4.885) und von den Provisionserträgen sind TEUR 127 (2022: TEUR 123) im Ausland entstanden.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen enthalten:

in TEUR 2023 2022
Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen 25.340 20.565
Mieterträge 12.929 11.601
Auflösung von Rückstellungen 8.580 19.313
Verrechneter Zinsertrag Altersvorsorge (2022: verrechneter Zinsaufwand) 4.844 0

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 17.631 (2022: TEUR 19.726) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen enthalten:

in TEUR 2023 2022
Sonstige Aufwendungen für Mitarbeiter 1.622 829
Kundenreklamationen 271 167
Verrechneter Zinsaufwand Altersvorsorge 0 52.322

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 115 (2021: TEUR 276) enthalten.

5.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres betreffen Gewerbe- und Körperschaftsteuerzahlungen aus Vorjahren des bis 2022 rechtlich eigenständig betriebenen Geschäftsbereichs Corporate & Institutional Banking.

5.4 Abschlussprüferhonorar

Die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum berechneten Honorare betragen (einschließlich Auslagen):

in TEUR 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 1.545 1.297
Andere Bestätigungsleistungen 227 218
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 1.772 1.515

Neben der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung enthalten die Abschlussprüfungsleistungen Prüfungsleistungen für Zwecke der Konzernabschlussprüfungen der Muttergesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten die Prüfung nach § 89 WpHG sowie vereinbarte Untersuchungshandlungen für Zwecke der Eigenmittelvorschriften und im Zusammenhang mit der Berechnung des Jahresbeitrags zum Single Resolution Fund.

6 Sonstige Angaben

6.1 Kapitalrendite gemäß § 26a KWG

Die Kapitalrendite der TARGOBANK gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG - definiert als Quotient aus Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und Bilanzsumme - beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 0,72% (31.12.2022: 0,62%).

6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

6.2.1 Haftungsrisiken

Die Bank haftet im Rahmen einer selbstschuldnerischen Bürgschaft für die Erfüllung der Nachschussverbindlichkeit der übrigen, dem Bundesverband deutscher Banken e.V. angehörenden Banken.

6.2.2 Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Bank hat wesentliche betriebliche Funktionen an andere Unternehmen ausgelagert. Bei den übernehmenden Unternehmen handelt es sich um Unternehmen des Teilkonzerns der TARGO Deutschland GmbH, Unternehmen der Confédération Nationale du Crédit Mutuel (Groupe Crédit Mutuel) und konzernfremde Unternehmen.

Auslagerungen an Unternehmen des Teilkonzerns der TARGO Deutschland GmbH betreffen die im Folgenden aufgeführten Unternehmen:

Die TARGO Deutschland GmbH erbringt vor allem Dienstleistungen aus folgenden Bereichen für die TARGOBANK:

Recht, Board Office & Datenschutz

Human Resources & Corporate Communications

Finanzen

Back Office Functions & Shared Services

Strategische Programme, Transformation & ALM

Digital Factory

Compliance (bis 30. September 2023)

Die TARGO Dienstleistungs GmbH, Duisburg, erbringt Dienstleistungen im administrativen Bereich, in der Kundenbetreuung, auf dem Gebiet des Fernabsatzes und im Bereich Compliance.

An die TARGO Finanzberatung GmbH, Düsseldorf, wurde die Vermittlung von Bank- und Versicherungsprodukten sowie von Finanzdienstleistungen mittels mobiler Finanzberater ausgelagert.

Technologische Dienstleistungen werden neben den Dienstleistungen der TARGO Technology GmbH auch von der Euro Information S.A.S, Straßburg/Frankreich, erbracht.

Die Crédit Mutuel Titres G.I.E., Straßburg/Frankreich, übernimmt im Wesentlichen die Abwicklung des Wertpapierdienstleistungsgeschäfts sowie administrative Tätigkeiten im Rahmen des Depotgeschäfts.

An konzernfremde Unternehmen wurden folgende Aktivitäten ausgelagert:

Bei der Bargeldversorgung von Kunden über Einzelhändler sind Aktivitäten an die GRENKE BANK AG, Baden-Baden, ausgelagert.

Die Allianz Global Investors GmbH, München, erbringt Leistungen im Bereich der Risikoprojektion für das Deckungsvermögen zur Erfüllung von Altersvorsorge- und Altersteilzeitverpflichtungen.

Durch die Auslagerung von betrieblichen Funktionen ergeben sich unter Kosten-Nutzen-Aspekten positive Effekte auf die Geschäftstätigkeit. Auslagerungen können jedoch zu einem Anstieg der operationellen Risiken aus der Geschäftsabwicklung führen. Diesem potenziellen Risikoanstieg wird durch ein wirksames Risikomanagement begegnet.

6.2.3 Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Abschluss langfristiger Mietverträge. Aus diesen Mietverträgen bestehen zum 31. Dezember 2023 finanzielle Verpflichtungen bis zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 41.660 (31.12.2022: TEUR 39.869) sowie zusätzlich TEUR 145.916 (31.12.2022: TEUR 148.202) für die Zeit nach 2024. Die Mietverträge laufen längstens bis 2105.

Die Anmietung von Geschäftsräumen ermöglicht der Bank den Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie die Abwicklung ihres Geschäfts. Aufgrund der Langfristigkeit der Mietverträge können sich Risiken aus der möglichen Abnahme der betriebswirtschaftlichen Attraktivität des jeweiligen Standorts ergeben.

Weiterhin ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus den wesentlichen Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 32.938 (31.12.2022: TEUR 42.238) bis zum 31. Dezember 2024, sowie zusätzlich TEUR 38.134 (31.12.2022: TEUR 68.779) für die Zeit nach 2024. Die Verpflichtungen laufen längstens bis 2027.

Zusätzliche Verpflichtungen ergeben sich aus geleasten Dienstwagen in Höhe von insgesamt TEUR 469 (31.12.2022: TEUR 1.116) bis zum Vertragsende. Der Anteil für die Jahre nach 2024 beläuft sich auf TEUR 373 (31.12.2022: TEUR 471). Die Leasingverträge laufen längstens bis 2026.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus geleasten Dienstfahrrädern in Höhe von TEUR 1.316 (31.12.2022: TEUR 1.219) bis zum Vertragsende. Der Anteil für die Jahre nach 2024 beläuft sich auf TEUR 631 (31.12.2022: TEUR 544). Die Leasingverträge laufen längstens bis 2026.

Des Weiteren bestehen vertragliche Verpflichtungen aus geleastem IT Equipment in Höhe von TEUR 608 (31.12.2022: TEUR 460) bis zum Vertragsende. Der Anteil für die Jahre nach 2024 beläuft sich auf TEUR 480 (31.12.2022 TEUR 134). Die Leasingverträge laufen längstens bis 2026.

6.3 Unternehmensvertrag

Mit Datum vom 30. August 2022 hat die Hauptversammlung dem neuen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der TARGO Deutschland GmbH als herrschendem Unternehmen zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister der TARGOBANK erfolgte am 2. Januar 2023.

6.4 Patronatserklärung

Die TARGO Deutschland GmbH hat im Rahmen der Inanspruchnahme von aufsichtsrechtlichen Freistellungen auf Ebene der TARGOBANK AG eine harte Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben und sich verpflichtet, sie mit den Mitteln auszustatten, die zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erforderlich sind.

6.5 Mitarbeiter

Durchschnittszahlen 2023 2022
Vollzeitbeschäftigte 2.483 2.441
Teilzeitbeschäftigte 1.157 1.122
Gesamt 3.640 3.563

Ferner beschäftigte die TARGOBANK durchschnittlich 408 (2022: 396) Auszubildende.

6.6 Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses.

6.7 Angaben zu den Organen

6.7.1 Vorstand

Isabelle Chevelard, Bankdirektorin, Vorsitzende

Christophe Jéhan, Bankdirektor, stellvertretender Vorsitzender

Berthold Rüsing, Bankdirektor

Maria Topaler, Bankdirektorin

Marco Voosen, Bankdirektor (seit 1. Januar 2024)

6.7.2 Aufsichtsrat

René Dangel, Bankdirektor, Vorsitzender

Birgit Paul, Bankangestellte, stellvertretende Vorsitzende

Frantz Rublé, Bankdirektor, stellvertretender Vorsitzender

Daniel Baal, Bankdirektor (seit 1. Februar 2023)

Michael Gendig, Bankangestellter

Jörg Haushalter, Bankangestellter

Norbert Heinrich, Bankangestellter

Anastasios Karantonas, Bankdirektor

Céline Motte, Bankdirektorin (seit 1. Februar 2023)

Pierre Reichert, Versicherungsdirektor

Alexandre Saada, Bankdirektor

Christiane Weilandt, Bankangestellte

Philippe Carli, Bankdirektor (bis 31. Januar 2023)

Catherine Millet, Bankdirektorin (bis 31. Januar 2023)

6.7.3 Mandate gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB

Frau Isabelle Chevelard ist Mitglied in den Aufsichts- bzw. Verwaltungsräten der COFIDIS SA, Villeneuve-d ́Ascq/Frankreich, der COFIDIS Group SA, Villeneuve-d ́Ascq/Frankreich, und der Crédit Industriel et Commercial SA, Paris/Frankreich. Weiterhin ist Frau Chevelard seit dem 1. Januar 2024 Mitglied im Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat der Groupe des Assurances du Crédit Mutuel SA, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel Vie SA, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel Vie SAM, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel IARD SA, Straßburg/Frankreich, und der Assurances du Crédit Mutuel GIE, Straßburg/Frankreich.

Frau Maria Topaler ist Mitglied des Aufsichtsrates der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden.

6.7.4 Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder

Der Gesamtbetrag der den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates gewährten Vorschüsse und Kredite betrug per 31. Dezember 2023 TEUR 19 (31.12.2022: TEUR 11).

6.7.5 Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.963 (2022: TEUR 2.793). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.074 (2022: TEUR 1.057).

Für die Pensionsverpflichtungen der TARGOBANK AG gegenüber Mitgliedern des Vorstands sowie früheren Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 31.651 (31.12.2022: TEUR 31.092) zurückgestellt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates der TARGOBANK AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 135 (2022: TEUR 114).

6.8 Konzernzugehörigkeit

Die TARGOBANK AG wird in die Teilkonzernabschlüsse der Banque Föderative du Credit Mutuel S.A., Straßburg/Frankreich, und der Credit Mutuel Alliance Föderale einbezogen. Ferner erfolgt ein Einbezug in die Konsolidierung auf Ebene der Confédération Nationale du Credit Mutuel, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse sind auf den Internetseiten der vorgenannten Organisationen verfügbar.

 

Düsseldorf, 6. März 2024

Der Vorstand

Isabelle Chevelard, Vorsitzende

Christophe Jéhan, stellv. Vorsitzender

Berthold Rüsing

Maria Topaler

Marco Voosen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die TARGOBANK AG (TARGOBANK, Bank) mit Sitz in Düsseldorf gehört mit rund 3,7 Millionen Kunden (31.12.2022: 3,6 Millionen Kunden) zu den großen Banken für Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden in Deutschland.

Das Segment Retail Banking der TARGOBANK umfasst das Kreditgeschäft, das Einlagengeschäft, den Zahlungsverkehr, das Wertpapiergeschäft sowie die Versicherungsvermittlung für Privatkunden (B2C), Geschäftskunden (B2B) und am Point-of-Sale (B2B2C). Für Privatkunden (B2C) gliedert sich das Segment in die folgenden fünf Sparten: Konto & Karten, Kredit & Finanzierung, Vermögensberatung, Sparen & Geldanlagen sowie Schutz & Vorsorge.

Dabei kombiniert die TARGOBANK die Vorteile einer serviceorientierten Direktbank mit der Beratung in den Filialen oder beim Kunden zuhause. Der Vertrieb der Produktpalette im Privatkundengeschäft erfolgt über folgende Vertriebskanäle:

Filialen und Beratungspunkte,

mobile Finanzberater,

Internet und

Telefon.

Die Filialen und der persönliche Kundenkontakt sind trotz der fortschreitenden Digitalisierung unverändert der bedeutendste Vertriebsweg der TARGOBANK. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Bank über 307 Zweigstellen (31.12.2022: 304 Zweigstellen) mit insgesamt durchschnittlich 2.656 Vertriebsmitarbeitern im Jahr 2023 (2022: 2.660) im Segment Retail Banking. Die Bank unterhält außerdem 33 Beratungspunkte (31.12.2022: 33) mit mobilen Kundendienstberatern. Im Rahmen der Omnikanal-Banking-Strategie kombiniert die TARGOBANK die persönliche Beratung mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters. Sie ermöglicht so die selbstbestimmte sowie von Zeit und Ort unabhängige Durchführung von Bankgeschäften, was sich insbesondere vor dem Hintergrund des durch die CoViD19-Pandemie verstärkten Trends zum Digitalen positiv auf die Geschäftsgrundlage auswirkt.

Ebenfalls unter dem Segment Retail Banking werden die Aktivitäten mit Geschäftskunden (B2B) erfasst. Im Bankgeschäft mit Klein- und Kleinst-Unternehmen (einschließlich Selbständiger) bietet die TARGOBANK die Produkte Kredit, Zahlungsverkehrskonto, Kreditkarte und Tagesgeldkonto auch für geschäftliche Zwecke an.

Im Bereich Sales Finance (Point-of-Sale (B2B2C)) des Segments Retail Banking werden zum einen Kunden durch stationäre und Online-Händler für die TARGOBANK akquiriert (sogenanntes indirektes Geschäft). Zum anderen wird dieses Geschäftsfeld durch die herstellerunabhängige Autobank ergänzt. Im Rahmen der Autobank bietet die Bank Kraftfahrzeughändlern sowohl die Händlereinkaufsfinanzierung als auch die Absatzfinanzierung an.

Die nächste Säule umfasst das Segment Commercial Finance. Die TARGOBANK fokussiert sich hier auf die Bereiche Factoring (Receivable Finance) und Finanzierung von Investitionsgütern (Equipment Finance).

Im Bereich Factoring stellt die TARGOBANK zusammen mit ihrer Schwestergesellschaft TARGO Factoring GmbH und ihrem Partnerunternehmen CommerzFactoring GmbH im Rahmen von Working-Capital-Finanzierungen den Kunden kurzfristig liquide Mittel zur Verfügung.

Im Bereich Equipment Finance finanziert die TARGOBANK vor allem die Anschaffung von Investitionsgütern bzw. vermittelt entsprechende Finanzierungen an ihre Schwestergesellschaft, die TARGO Leasing GmbH.

Die TARGOBANK ist mit mehr als 50 Jahren Erfahrung im Bereich Working-Capital-Finanzierungen und im Bereich der Finanzierung von Investitionsgütern ein etablierter und erfolgreicher Partner des deutschen Mittelstands. Sie nimmt dabei - vor dem Hintergrund des Erfahrungsschatzes, den maßgeschneiderten und bedarfsgerechten Finanzierungslösungen sowie dem Maß an Automatisierung und Digitalisierung - eine führende Rolle als Anbieter von Spezialfinanzierungen für mittelständische Unternehmen in Deutschland wahr.

Das Segment Corporate & Institutional Banking verfolgt einen ganzheitlichen Coverage-Ansatz. Dieser sieht das Angebot von maßgeschneiderten Lösungen für die Kunden vor, wobei dies unabhängig davon ist, welches Unternehmen bzw. welche Zentralabteilung der Crédit Mutuel Alliance Fédérale federführend für die Umsetzung ist. Strategisch soll der Anteil der Crédit Mutuel Alliance Fédérale am Bankgeschäft der Firmenkunden in Deutschland kontinuierlich ausgeweitet werden. Das Segment unterhält sieben (31.12.2022: sechs) Standorte im gesamten Bundesgebiet.

Die Palette an eigenen Bankprodukten des Segmentes Corporate & Institutional Banking ist derzeit auf klassische Kredit- und Einlagenprodukte fokussiert. Bedarf an komplexeren Bank- bzw. Finanzdienstleistungen wird an spezialisierte Konzerngesellschaften vermittelt, um einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen und gleichzeitig den Deckungsbeitrag für die Crédit Mutuel Alliance Fédérale zu erhöhen.

Die TARGOBANK ist Teil der Groupe Crédit Mutuel. Bei der Groupe Crédit Mutuel handelt es sich um eine genossenschaftliche Bankengruppe mit Sitz in Frankreich, die auf den Werten von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) - dem Begründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland - gegründet wurde.

Die Groupe Crédit Mutuel zählt zu den größten und finanzstärksten Bankengruppen in Europa. Ihre finanzielle Solidität konnte sie einmal mehr im Rahmen des 2021 in der Europäischen Union durchgeführten Stresstests der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, London/Großbritannien (EBA), beweisen. In diesem Rahmen schnitt die Groupe Crédit Mutuel als eine der gegen ungünstige wirtschaftliche Entwicklungen widerstandsfähigsten Banken in Europa ab.

Die Aktivitäten der TARGOBANK werden unter der Holding der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf (TDGmbH), zusammengefasst. Die TARGOBANK, die TARGO Deutschland GmbH sowie die Groupe Crédit Mutuel unterliegen der Aufsicht der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Konjunkturelles Umfeld

Nach unserer Einschätzung befand sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023 in einem schwierigen Umfeld und musste im Vorjahresvergleich sogar einen moderaten Rückgang verzeichnen. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belastete die schwächer als erwartete Auslandsnachfrage die inländische Industrieproduktion und die deutschen Exporte. Gleichzeitig hielten sich die privaten Verbraucher trotz erhöhter verfügbarer Einkommen mit ihren Ausgaben zurück. Vor diesem Hintergrund ist die deutsche Wirtschaftslage nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes in eine moderate Rezession eingemündet. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank kalenderbereinigt um 0,1% und lag somit deutlich unter dem 2022 verzeichneten Anstieg von 1,9%.

Im Gegensatz zum Vorjahr erwiesen sich die privaten Konsumausgaben in 2023 gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes nicht mehr als Wachstumsstütze. Dies ist nach Ansicht der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute auf die Kaufkraftverluste im vorangegangenen Winterhalbjahr, den erneuten Preisauftrieb und die anhaltende Unsicherheit der privaten Haushalte zurückzuführen.

Der Arbeitsmarkt zeigte trotz der widrigen Rahmenbedingungen nur einen relativ geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ist gemäß den Daten der Deutschen Bundesbank im Verlauf des Jahres 2023 zwar von 5,5% auf zuletzt 5,9% gestiegen, jedoch lag die von uns berechnete jahresdurchschnittliche Quote mit 5,7% nur leicht über dem im Vorjahr verzeichneten Wert von 5,3%. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen beläuft sich im Jahresdurchschnitt 2023 gemäß den saisonbereinigten Daten der Deutschen Bundesbank nach eigenen Berechnungen auf 2,61 Millionen Personen und liegt damit moderat über dem Niveau von 2022 (2,42 Millionen Personen).

Des Weiteren unterstützten die Verlängerung des Instruments der Kurzarbeit (erleichterter Zugang bis Juni 2023) und weitere staatliche Hilfsmaßnahmen die Einkommenssituation der privaten Haushalte. Da die verfügbaren Einkommen gemäß den Daten der Deutschen Bundesbank seit 2022 kontinuierlich gestiegen sind, beurteilen die privaten Verbraucher nach Angaben der GfK zum Jahresende 2023 ihre zu erwartende Einkommensentwicklung positiver. Dennoch hat sich die Sparquote auf Basis der bislang verfügbaren Daten der Deutschen Bundesbank 2023 nach eigenen Schätzungen auf voraussichtlich 11,4% erhöht (2022: 11,1%). Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank haben hierzu die gestiegenen Zinsen für Spareinlagen, aber auch die erwarteten Nachzahlungen für Strom und Wärmeenergie für das Jahr 2022 beigetragen.

Nachdem die Inflationsrate, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, im Jahr 2022 mit 8,7% einen historischen Höchststand verzeichnet hatte, ermöglichten nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank staatliche Entlastungsmaßnahmen und sinkende Energiepreise 2023 einen Rückgang der Inflationsrate, auch wenn auf der anderen Seite der kräftige Lohnanstieg, die immer noch hohen Nahrungsmittelpreise und Preissteigerungen bei Dienstleistungen und Industriegütern belasteten. Die Inflationsrate lag im Berichtsjahr nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes bei 6,0%. Alles in allem sanken die realen Konsumausgaben in 2023 nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,8% (2022: Anstieg um 3,9%).

Zur Bekämpfung der hohen Inflationsgefahren erhöhte die Europäische Zentralbank im Verlauf des Jahres 2023 mehrfach die Leitzinsen. So stieg beispielsweise der Zinssatz für die Einlagefazilität von 2,0% auf zuletzt 4,0%, in deren Folge sich die längerfristigen Kapitalmarktzinsen und auch die Refinanzierungskosten deutlich erhöhten.

Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belasteten die exportorientierte deutsche Industrie das schwierige internationale Wettbewerbsumfeld und die hohen Energiekosten, auch wenn immerhin die angebotsseitigen Lieferengpässe im Jahresverlauf an Bedeutung verloren. Vor diesem Hintergrund sanken die realen Exporte nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresvergleich in 2023 preisbereinigt um 1,8% (2022: Anstieg um 3,4%).

Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes 2023 um 2,0% gegenüber dem Vorjahresniveau. Der deutliche Rückgang war nach Einschätzung des Amtes vor allem auf eine niedrigere Energieproduktion zurückzuführen, die Wirtschaftsleistung des Verarbeitenden Gewerbes sank nur um 0,4%. Im Dienstleistungssektor war eine heterogene Entwicklung zu verzeichnen: Während die Bruttowertschöpfung im Groß- und Einzelhandel deutlich nachgab, konnten andere Dienstleistungsbereiche wie z.B. Information und Kommunikation ihre wirtschaftliche Aktivität sogar ausweiten.

Die Unternehmensinvestitionen zeigten sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in diesem Umfeld robust. Stützend wirkten hier die noch vorhandenen Nachholeffekte nach dem Einbruch durch die CoViD19-Krise, die in 2023 zunächst noch hohen Auftragsbestände und die bessere Verfügbarkeit von Kapitalgütern. Aufgrund der geldpolitischen Straffung stiegen jedoch die Zinsen für Unternehmenskredite deutlich an und spiegelten sich im dritten Quartal 2023 in einer sinkenden inländischen Nachfrage nach Investitionsgütern wider. Zusätzlich wurde die Investitionsneigung durch die Unsicherheit über die künftigen staatlichen Förderungsmaßnahmen (Klimaschutz, Transformation zu einer emissionsärmeren Produktion) gedämpft. Dennoch konnten die realen Ausrüstungsinvestitionen nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes im Gesamtjahr 2023 nochmals um 3,0% zulegen (2022: 4,2%). Einbußen zeigten sich nach den Daten des Amtes dagegen bei den Bauinvestitionen, die unter dem Fachkräftemangel und den hohen Baupreisen und -zinsen litten. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten nach Einschätzung des Ifo-Instituts eine Abkühlung auf dem zum Teil überhitzten deutschen Immobilienmarkt ein. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe fiel im Dezember 2023 auf den niedrigsten Wert seit September 2005. Im Gesamtjahr 2023 lagen die Bauinvestitionen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 2,1% unter dem Vorjahreswert. Die anhaltende Flaute im Bau dürfte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auch das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo belastet haben, jedoch hatte auch die Zentralbank für das Gesamtjahr 2023 nur einen sehr moderaten Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,1% erwartet.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Einhergehend mit den Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank und den Zinsentwicklungen am Kapitalmarkt war branchenweit im Jahr 2023 zum ersten Mal seit vielen Jahren ein steiler Anstieg bei den Kredit- und Einlagezinsen zu verzeichnen.

Gemäß den Statistiken der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden (SCHUFA) - ist bis einschließlich November 2023 die Anzahl der neuen Kreditverträge deutlich gegenüber dem Niveau des Vorjahreswertes gestiegen. Dies schlägt sich aber nicht in einem Anstieg des Ratenkreditvolumens gemäß den Zahlen der Deutschen Bundesbank nieder. Danach fiel das ausstehende Ratenkreditvolumen in 2023 um 0,2% gegenüber dem Vorjahr.

Die Kreditvergabe an Unternehmen hat sich dagegen in 2023 weiter erholt. Die Statistik der Deutschen Bundesbank weist für Kredite an inländische Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen per Ende 2023 einen Anstieg von 1,1% zum Vorjahr aus.

Den jüngsten Auswertungen des Deutschen Factoring-Verbandes zufolge (Pressemitteilung zum 1. Halbjahr 2023) konnten dessen Mitglieder im ersten Halbjahr 2023 ihren Umsatz um 5,7% auf EUR 192,8 Mrd. steigern. Trotz des herausfordernden konjunkturellen Umfeldes gelang es der Branche die Bedeutung des Produkts Factoring als Bestandteil des Finanzierungsmix von Unternehmen zu festigen und als zunehmend nachgefragtes Finanzierungsinstrument überproportional zu steigern.

Im nationalen Factoringgeschäft ergab sich ein Wachstum des angekauften Forderungsvolumens von 12,6% (erstes Halbjahr 2022: 18,8%) auf nunmehr EUR 142 Mrd. Im internationale Geschäft (Export- und Import-Factoring) machten sich hingegen die herausfordernden Zeiten der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich bemerkbar. Hier lagen die Umsätze des ersten Halbjahres 2023 mit EUR 50,8 Mrd. um 9,7% unter den Umsätzen der entsprechenden Vergleichsperiode (Vorjahr: EUR 56,2 Mrd.). Beide Segmente sind gleichermaßen wichtig für die TARGOBANK AG.

Nach Angaben des BDL (Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen), verzeichnete das Neugeschäft im Mobilien-Leasing, gemessen an den Anschaffungswerten, in den ersten drei Quartalen 2023 einen deutlichen Anstieg von 18,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022. Der Anstieg konzentrierte sich dabei auf das Leasingvolumen. Die Anzahl der für die TARGOBANK AG relevanten Mietkaufverträge ging leicht zurück. Das entsprechende Anschaffungsvolumen stieg jedoch - bedingt durch inflationäre Preiseffekte - um 2,8%.

Das höhere Leasing-Produktionsvolumen ist hauptsächlich auf Sondereffekte im Jahr 2022 zurückzuführen. Damals wurden mangels ausreichender Neuwagen viele Leasing-Verträge, mit dem gleichen Wirtschaftsgut, durch einen Folgevertrag fortgeführt bzw. verlängert. Diese Pkw werden nun nach Ablauf der Vertragsverlängerungen durch mittlerweile verfügbare Neufahrzeuge ausgetauscht. Dieser Sondereffekt läuft jedoch aus.

Auf regulatorischer Seite setzt sich die Erhöhung der Regelungsdichte zur Führung, Überwachung und Aufsicht von Kreditinstituten, zur Erhöhung des Verbraucherschutzes sowie zur Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen im Geschäftsmodell unverändert fort.

2.2 Lage der Gesellschaft

2.2.1 Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

Trotz der unverändert bestehenden geopolitischen Konflikte, einhergehend mit dem Trend zur Deglobalisierung, und der daraus resultierenden Verschärfung der Inflation sowie kontinuierlicher Steigerung der Regulierung konnte die TARGOBANK im Geschäftsjahr 2023 ein Rekordergebnis erzielen.

Durch das am Markt zu verzeichnende stark ansteigende Zinsniveau stieg die durchschnittliche Zinsmarge deutlich. Demgegenüber verschlechterte sich das Provisionsergebnis erneut gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf verschärfte Regulierung zurückzuführen ist. Das sonstige betriebliche Ergebnis der TARGOBANK profitierte deutlich von den Wert- und Zinsentwicklungen an den Kapitalmärkten.

Die fortschreitende Automatisierung, Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen leistete im Berichtsjahr erneut einen wesentlichen Beitrag zur im Branchenvergleich auf Basis der Daten der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hohen Kosteneffizienz der TARGOBANK.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2023 liegt vor Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 54,5% oder EUR 212 Mio. über dem Vorjahreswert und damit deutlich oberhalb der Prognose.

Zusammenfassend ist das Geschäftsjahr 2023 der TARGOBANK AG äußerst zufriedenstellend verlaufen.

2.2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19,7% oder EUR 6.705 Mio. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein Anstieg der Kundenverbindlichkeiten, welcher vor allem auf die im Nachgang zu den Zinserhöhungen durch die EZB erfolgten Tages- und Termingeldkampagnen im Retail Banking zurückzuführen ist.

Bei den Kundenforderungen verzeichnete das Retail Banking einen Anstieg von 9,3%. Das Nettoforderungsvolumen daraus erhöhte sich auf EUR 23.252 Mio. (31.12.2022: EUR 21.282 Mio.). Während die Umsätze im Direktgeschäft mit EUR 5.796 Mio. das hohe Niveau aus dem Vorjahr halten konnten (2022: EUR 5.834 Mio.), zeigte sich bei der Absatz- und Einkaufsfinanzierung von Kraftfahrzeugen (TARGOBANK Autobank) ein deutlicher Anstieg.

Dispositionskredite sowie die Kreditkartenrahmen wurden von den Privatkunden im Geschäftsjahr mit einem durchschnittlichen Volumen von EUR 1.217 Mio. in Anspruch genommen (31.12.2022: EUR 1.119 Mio.). Der Bestand an Kreditkartenkonten befindet sich mit 1.030.474 Konten auf Vorjahresniveau (31.12.2022: 1.029.849 Konten).

Der Geschäftsbereich Corporate & Institutional Banking weist per 31. Dezember 2023 Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 3.888 Mio. (31.12.2022: EUR 3.740 Mio.) aus. Die Forderungen umfassen im Wesentlichen Schuldscheindarlehen, Immobilienfinanzierungen und Investitionskredite.

Im Segment Commercial Finance belaufen sich die Kundenforderungen zum Ende des Berichtsjahres auf EUR 2.562 Mio. (31.12.2022: EUR 2.846 Mio.). Während das Neugeschäftsvolumen in der Investitionsfinanzierung im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnten, zeigte sich das Ankaufsvolumen im Factoring leicht rückläufig. Der Rückgang bei den Eventualverbindlichkeiten ist insbesondere auf die Beendigung von Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen der fossilen Energiegewinnung zurückzuführen.

Die Bank hält überschüssige Liquidität sowie Teile ihrer Liquiditätsreserve bei der Deutschen Bundesbank. Das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank, einschließlich der im Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesenen Einlagefazilität, beläuft sich per 31. Dezember 2023 auf EUR 9.195 Mio. (31.12.2022: EUR 4.168 Mio.). Dieser Zuwachs geht einher mit den Entwicklungen im Passivgeschäft und dem daraus resultierenden Anstieg des Liquiditätsüberschusses.

Im Passivgeschäft zeigt sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 22,6% oder EUR 6.328 Mio. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die hohen Zuflüsse auf Tages- und Termingeldkonten von Privatkunden aufgrund der wettbewerbsfähigen Zinsangebote. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten im Retail Banking sind insgesamt um 5,7% auf EUR 20.133 Mio. gestiegen. Hierbei haben sich die unverzinslichen Girokonten-Einlagen zum Stichtag auf EUR 9.743 Mio. (31.12.2022: EUR 12.697 Mio.) verringert, während das Volumen der verzinslichen Tagesgeldkonten auf EUR 9.352 Mio. (31.12.2022: EUR 5.557 Mio.) angestiegen ist. Die durch die veränderte Zinslandschaft hervorgerufene Bereitschaft der Kunden wieder Termineinlagen zu tätigen, hat im Berichtsjahr zu einem deutlichen Anstieg des Festgeldvolumens um EUR 6.019 Mio. auf EUR 7.969 Mio. (31.12.2022: EUR 1.950 Mio.) im Retail Banking geführt.

Die Kundenverbindlichkeiten im Segment Corporate & Institutional Banking belaufen sich zum Stichtag auf EUR 3.545 Mio. (31.12.2022: EUR 3.467 Mio.). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Tages- und Festgeldkonten zusammen.

Die Kundenverbindlichkeiten aus dem Segment Commercial Finance resultieren aus noch nicht abgerufenen Verfügbarkeiten aus dem Factoringgeschäft sowie aus den mit den Kunden vereinbarten Kaufpreiseinbehalten, über die die Kunden bei Bezahlung der Rechnung durch die Abnehmer oder im Delkrederefall verfügen können. Sie zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr und entsprechend der Entwicklung bei den Factoring-Forderungen rückläufig (EUR 963 Mio.; 31.12.2022: EUR 1.063 Mio.).

Die Anzahl der geführten Wertpapierdepots liegt mit 218.636 Stück zum 31. Dezember 2023 um 1.334 Stück unter dem Bestand des Vorjahres (31.12.2022: 219.970 Stück). Während die Entwicklung auf den Kapitalmärkten im Gegensatz zum Vorjahr zu einem Anstieg des Bestandsvolumens im Depotgeschäft um EUR 2.288 Mio. auf EUR 17.306 Mio. (31.12.2022: EUR 15.018 Mio.) geführt hat.

Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultiert aus den erdienten Anwartschaften sowie aus der Anpassung versicherungsmathematischer Annahmen. Der Anstieg im Bereich der anderen Rückstellungen betrifft Personalkosten aufgrund von Bonus- und Einmalzahlungen sowie das Versicherungsvermittlungsgeschäft. Als gegenläufige Effekte zeigen sich ein erneuter Rückgang der Rückstellungen für Prozessrisiken sowie geringere Rückstellungen für Energiekosten.

Vor dem Hintergrund, dass die Bilanzsumme stärker als das Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) anstieg, verringerte sich die handelsrechtliche Eigenkapitalquote ((Eigenkapital + Fonds für allgemeine Bankrisiken) / Bilanzsumme) auf 9,5% (31.12.2022: 10,4%).

Diese Entwicklung wirkte sich ebenfalls auf die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätskennziffern auf Ebene der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe, dessen übergeordnetes Unternehmen die TARGOBANK ist, wie folgt aus: Die Eigenmittel gemäß aufsichtsrechtlicher Anforderungen und vor Feststellung der Jahresabschlüsse betrugen zum Bilanzstichtag EUR 4.026 Mio. (31.12.2022: EUR 3.854 Mio.). Die Gesamt-Kapitalquote (Total Capital Ratio) nach Artikel 92 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (Capital Requirements Regulation - CRR) belief sich auf 13,08% (31.12.2022: 12,71%). Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Capital Ratio) nach Artikel 92 Abs. 1 CRR beträgt 12,14% nach 11,54% im Vorjahr. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen - definiert als Quotient des Kernkapitals und der ungewichteten Risikopositionen - beträgt zum Bilanzstichtag 7,86% (31.12.2022: 8,51%).

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die TARGOBANK sowohl aus handelsrechtlicher als auch aus aufsichtsrechtlicher Sicht unverändert eine geordnete Vermögenslage aufweist.

2.2.3 Ertragslage

Das Nettobankergebnis (Zins- und Provisionsergebnis zzgl. sonstiges betriebliches Ergebnis) beläuft sich für 2023 auf EUR 1.922 Mio. (2022: EUR 1.661 Mio.). Vor allem das Zinsergebnis trug vor dem Hintergrund des stärker als erwarteten Zinsanstiegs zu der besser als geplanten Entwicklung bei.

Der Anstieg des Zinsergebnisses (inkl. laufende Erträge) der Bank um EUR 243 Mio. resultiert aus einem Anstieg der Zinserträge um EUR 581 Mio., teilweise kompensiert durch einen Anstieg der Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 339 Mio. Ursächlich für die Entwicklung bei den Zinserträgen ist im Wesentlichen die Zins- und Volumensentwicklung bei den Kundenforderungen sowie bei den kurzfristigen Liquiditätsanlagen bei der Deutschen Bundesbank. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert vor allem aus den Kundeneinlagen und ist ebenfalls zins- und volumensbedingt.

Das Provisionsergebnis der Bank liegt um EUR 39 Mio. unter dem Ergebnis des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die gesetzlichen Maßnahmen zur Beschränkung des Versicherungsvermittlungsgeschäfts auf Ebene der Kreditinstitute. Teilweise kompensierend wirkten insbesondere höhere Einnahmen aus dem Zahlungsverkehr.

Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Ergebnisses resultiert vor allem aus der positiven Entwicklung des Deckungsvermögens und einem gesunkenen Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen. Darüber hinaus hat die Bank im Berichtsjahr eine Gewerbeimmobilie am Standort Düsseldorf ertragswirksam veräußert. Teilweise kompensierend zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsrisiken.

Der Anstieg der Personalaufwendungen betrifft im Wesentlichen die Zuführung zu Personalrückstellungen. Ferner liegt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 4.048 leicht über dem Niveau des Vorjahres (2022: 3.958).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen und die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen liegen mit insgesamt EUR 654 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (2022: EUR 596 Mio.). Der über den Erwartungen liegende Anstieg resultiert vornehmlich aus dem fortschreitenden Geschäftswachstum sowie im Vorjahr enthaltenen sachkostenmindernden Einmaleffekten.

Darüber hinaus hat die Bank im Berichtsjahr insgesamt EUR 10 Mio. an die TARGOBANK Stiftung und die Fondation Crédit Mutuel Alliance Fédérale gespendet. Die TARGOBANK Stiftung setzt sich für die Chancengleichheit und die Selbstbestimmung aller Menschen in Deutschland ein. Neben finanzieller Bildung sind auch Klima- und Gesundheitsschutz Teil des Stiftungszwecks. Die Fondation Crédit Mutuel Alliance Fédérale fördert vor allem den Klimaschutz und Projekte zu sozialer und kultureller Inklusion.

Die Aufwands-Ertrags-Quote als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zuzüglich der Abschreibungen auf das Anlagevermögen zum Nettobankergebnis beträgt 52,4% (2022: 56,4%). Hierbei konnte der Anstieg des Nettobankergebnisses den Anstieg der Kosten mehr als ausgleichen und somit die Erwartungen an die Entwicklung der Aufwands-Ertrags-Quote erfüllen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Wertpapiere sowie die Zuführungen zu den Rückstellungen im Kreditgeschäft liegen einhergehend mit der Prognose und auf Basis einer weiterhin konservativen Betrachtung auf Vorjahresniveau EUR 315 Mio. (2022: EUR 337 Mio.).

Zur Sicherung des allgemeinen Branchenrisikos wurden im Geschäftsjahr 2023 dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB EUR 308 Mio. (2022: EUR 177 Mio.) zugeführt.

Ertragsteuern werden vom Organträger, der TARGO Deutschland GmbH, nicht auf die Organgesellschaften umgelegt. Die im Vorjahr unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesenen Aufwendungen betreffen den bis 2022 rechtlich eigenständig betriebenen Geschäftsbereich Corporate & Institutional Banking.

2.2.4 Finanzlage

Der Refinanzierungsbedarf der Bank wird im Wesentlichen durch das Einlagevolumen der Kunden sowie durch Eigenmittel gedeckt. Den Kundenforderungen mit einem Wert von EUR 29.702 Mio. (31.12.2022: EUR 27.871 Mio.) stehen Kundenverbindlichkeiten mit einem Wert von EUR 34.335 Mio. (31.12.2022: EUR 28.007 Mio.) sowie Eigenkapital und der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von EUR 3.849 Mio. (31.12.2022: EUR 3.541 Mio.) gegenüber.

Darüber hinaus greift die TARGOBANK auf Mittel verbundener Kreditinstitute zurück und verfügt mit EUR 699 Mio. (31.12.2022: EUR 640 Mio.) über ausreichend nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen.

Überschüssige Liquidität wird bei der Deutschen Bundesbank gehalten. Ferner besteht zum Bilanzstichtag die Liquiditätsreserve der Bank aus Schuldverschreibungen höchster Bonität.

Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) gemäß Capital Requirements Regulation - definiert als Quotient des Liquiditätspuffers und der Netto-Liquiditätsabflüsse während einer Stressphase von 30 Kalendertagen - beträgt zum Bilanzstichtag 386% (31.12.2022: 228%). Der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert beträgt 100%. Der Anstieg geht vor allem einher mit dem Anstieg der hochliquiden Aktiva (Einlagen bei der Deutschen Bundesbank).

Darüber hinaus beobachtet die TARGOBANK die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) - definiert als Verhältnis der verfügbaren stabilen Refinanzierung zur erforderlichen stabilen Refinanzierung. Die Quote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 154% (2022: 138%). Der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert beträgt 100%.

Aus den unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten und offenen Kreditzusagen resultieren keine besonderen Abrufrisiken.

Die Finanzlage der TARGOBANK ist unverändert zum Vorjahr geordnet.

2.2.5 Kundenzufriedenheit, Qualität und Marke

Auf Basis der vier Unternehmenswerte: einfach, leistungsstark, auf Augenhöhe und zuverlässig, konnte die TARGOBANK auch im Berichtsjahr 2023 ihren Kurs "Wachstum durch Qualität" fortführen.

Die Globalzufriedenheit mit der TARGOBANK bleibt im Jahr 2023 weitestgehend stabil und liegt weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der Filialbanken. Dies zeigt die externe Studie "Kundenmonitor Deutschland 2023". Im Rahmen von Langzeitmessungen zur Kundenorientierung wurden rund 7.000 Kunden von Filial- und Direktbanken zu ihrer Zufriedenheit mit dem jeweiligen Institut befragt. Wie im Vorjahr gaben mehr als die Hälfte der Kunden an, dass sie "vollkommen zufrieden" bzw. "sehr zufrieden" mit der TARGOBANK sind.

Darüber hinaus überzeugte die TARGOBANK in einer weiteren externen Qualitätsstudie. Im Ranking "Service-Champions" belegte die TARGOBANK bei den Filialbanken Platz zwölf (2022: Platz 4). Auf den vorderen Plätzen waren 2023 vor allem nur regional aktive Sparkassen vertreten. Die Studie "Service-Champions" gilt als Deutschlands größtes Service-Ranking. Hinter der Kundenbefragung zum erlebten Service stehen über 2,0 Millionen Kundenurteile zu aus über 5.000 Unternehmen und 420 Branchen. Die TARGOBANK hat ihr Ergebnis aus dem Vorjahr nicht erreichen können und erreichte einen Serviceerlebnis-Wert von 64,4% (2022: 65,4%). Somit gaben zwei Drittel aller befragten TARGOBANK Kunden an, einen sehr guten Kundenservice erlebt zu haben.

Bei der internen Kundenbindungsstudie KuBiS der TARGOBANK zeigt sich eine leichte Abschwächung der Werte auf hohem Niveau für das Jahr 2023. Laut KuBiS sind 79% der Kunden mit ihrer Filiale hoch zufrieden (2022: 82%), davon sind 30% (2022: 37%) der Kunden sogar außerordentlich zufrieden. Bei der Kreditberatung musste die Bank einen Rückgang hinnehmen und überzeugte 80% (2022: 85%) ihrer Kunden, die hoch zufrieden sind, 34% (2022: 41%) davon sind außerordentlich zufrieden.

Die TARGOBANK hat den Anspruch, die Qualität ihrer Leistungen ständig zu verbessern. Erforderliche Methoden, Prozesse und Strukturen sind in das vorhandene Managementsystem integriert und schaffen damit die Basis für eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung. Auf Basis vorgenannter Indikatoren wurde die für das Berichtsjahr erwartete leicht positive Entwicklung nicht erreicht.

Die Markenbekanntheit der TARGOBANK auf Basis von Umfragen der komma Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH bleibt hoch und liegt bei 77% (31.12.2022: 78%).

3 Prognosebericht

Die aktuell sehr hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Lage schlägt sich unverändert in einer gestiegenen Prognoseunsicherheit bei den relevanten wirtschaftlichen Bedingungen und zukunftsbezogenen Sachverhalten der Gesellschaft nieder.

Aufgrund der unverändert bestehenden geopolitischen Konflikte erwarten wir, dass die Unsicherheiten über die Energieversorgung und der Entwicklung der Energiepreise sowie der Lieferketten auch im Jahr 2024 noch anhalten wird. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank sollte die deutsche Wirtschaft 2024 dennoch wieder auf einen Expansionskurs einschwenken. So verbessern sich die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum, da die real verfügbaren Einkommen von den erhöhten Lohnabschlüssen und dem erwarteten Nachlassen der Inflation profitieren sollten. Positive Basiseffekte sollten nach unserer Einschätzung auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang der Inflationsrate von 6,0% in 2023 auf nur noch 2,1% erlauben. Aufgrund der erhöhten Lohnabschlüsse ist es nach unserer Auffassung wahrscheinlich, dass das verfügbare Einkommen 2024 um 1,2% steigt. Dies sollte eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben um real 0,6% erlauben, auch wenn im Jahresdurchschnitt aufgrund der anhaltenden Unsicherheit ein nochmaliger leichter Anstieg der Sparquote nicht auszuschließen ist. Die konjunkturelle Eintrübung des Vorjahres sollte zudem nach unseren Erwartungen eine leicht steigende Arbeitslosigkeit zur Folge haben.

Nach Einschätzung der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute sollte eine anziehende internationale Konjunktur wieder eine Expansion der deutschen Exporte ermöglichen, auch wenn die Stimmung in der deutschen Exportindustrie im Dezember 2023 noch verunsichert blieb, insbesondere in den energieintensiven Branchen. Gemäß dem Ifo-Institut sollten weltweit sinkende Inflationsraten und eine zurückkehrende Kaufkraft den internationalen Warenkonsum beleben und auch die deutschen Warenexporte begünstigen. Nach unseren Annahmen sollte die Erholung der Wertwirtschaft dazu führen, dass die realen Ausfuhren im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,8% zulegen werden.

Die Erholung der Exportnachfrage sollte unser Ansicht nach längerfristig auch die Entwicklung der Investitionsgüternachfrage begünstigen. Im Jahr 2024 belasten aber nach Einschätzung des Ifo-Instituts die niedrige Investitionsgüternachfrage, die gesunkene Kapazitätsauslastung und eine hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit die unternehmerische Investitionstätigkeit. Zusammen mit den immer noch vorhandenen Beeinträchtigungen aus hohen Energiekosten und im Vergleich zu den Vorjahren verschlechterten Finanzierungsbedingungen ist daher nach unserer Erwartung in 2024 noch nicht mit einem erneuten Ausweiten der Investitionen in Maschinen und Geräte zu rechnen, die 2024 um 1,2% fallen dürften, und erst 2025 im Gefolge einer belebten Auslandsnachfrage wieder in einen Wachstumstrend einmünden sollten. Auch der Wohnungsbau dürfte 2024 nach Einschätzung des Ifo-Instituts weiterhin unter den immer noch hohen Baukosten und angespannten Finanzierungsbedingungen leiden.

Insgesamt sollte das deutsche Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank 2024 langsam wieder an Fahrt gewinnen. Der erwartete Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,4% im Jahresdurchschnitt 2024 stimmt mit unseren Prognosen überein und liegt leicht über seinem vorläufigen Vorjahreswert von -0,1%. Alles in allem dürften sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die TARGOBANK daher allmählich aufhellen.

Aufgrund der wieder sinkenden Inflation dürfte auch der Höhepunkt bei der restriktiven Geldpolitik der Zentralbank erreicht sein. Allerdings wird nach unseren Prognosen der Inflationstrend aufgrund der positiven Basiseffekte zwar nachgeben, aber auch in 2024 leicht oberhalb des geldpolitischen Ziels der Notenbank verlaufen. Die Deutsche Bundesbank hält es daher zum Ende des Jahres 2023 für noch zu früh, eine grundsätzliche Entwarnung für die Entwicklung der Teuerungsrate zu geben. Nach unseren Erwartungen wird die Europäische Zentralbank im Frühsommer eine erste Leitzinssenkung beschließen und ihren geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf nur allmählich lockern. Vor diesem Hintergrund ist im Jahresverlauf mit wieder sinkenden Geldmarktsätzen zu rechnen. Dies sollte zu einem Abbau des inversen Verlaufs der Renditenstrukturkurve und im Jahresverlauf zu wieder nachgebenden Kapitalmarktrenditen führen. Die Ausgangsbasis für die Beschaffung von Refinanzierungsmitteln wird sich somit vorrausichtlich im Verlauf des Jahres 2024 verbessern und die Liquiditätsbeschaffung für die TARGOBANK günstig bleiben. In Anbetracht der im Jahresverlauf allmählich wieder anziehenden Nachfrage nach Konsum- und Exportgütern erlauben daher die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Ausweitung der Geschäftsaktivität der TARGOBANK.

Die teilweise Rückkehr zu der Niedrigzinsphase stellt aber mittel- bis langfristig weiterhin eine bedeutende Herausforderung für die Rentabilität des Bankensektors dar.

Gleiches gilt für die hohe Zahl an neuen Wettbewerbern mit neuen Technologien in unterschiedlichen Funktionen des Finanzdienstleistungsmarkts, die zu einem verstärkten Preis- und Technologiewettbewerb führen.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit der TARGOBANK stehen weiterhin die Themen Qualität, Kundenorientierung sowie der Fokus auf die individuelle Lebenssituation des Kunden. Im Einlagen-/Vermittlungsgeschäft spiegelt sich dies in der Anwendung einer ganzheitlichen Finanzplanung mit dem Schwerpunkt auf Klarheit und Transparenz der Produkte sowie ihrer Risiko-/Rendite-Profile und im Ansatz zur Bewertung der individuellen Risikobereitschaft des Kunden wider.

Mit der Schaffung von neuen, nach den Bedürfnissen der relevanten Zielgruppen ausgerichteten Produkten im Kreditgeschäft und unter systematischer Einbeziehung der Struktur der Vertriebskanäle folgt die Bank ihrem Anspruch an nachhaltige Kundennähe.

Durch den Einsatz eines Qualitätsmanagements und unter Berücksichtigung einer Palette von bereits bestehenden bzw. neuen Initiativen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit wird eine leicht positive Entwicklung der gemessenen Qualitätsindikatoren gegenüber 2023 erwartet.

Durch eine kundenfreundliche Produktgestaltung, attraktive Konditionen oder die Optimierung interner Prozesse verfolgt die Bank fortlaufend das Ziel, mittels erfolgreicher Positionierung und Emotionalisierung der Marke TARGOBANK den Bekanntheitsgrad weiter anzuheben, eine langfristige Kundenbindung anzustreben und dadurch das Wachstum der Bank zu begünstigen. Unterstützend wirkt hier ein hoher Standard der Beratungsqualität und der Kundenservices, die durch eine anspruchsvolle Ausbildung und ständige Weiterqualifizierung ihrer Vertriebsmitarbeiter gesichert wird.

Die Kundenneugewinnung soll durch die Optimierung des Filialnetzes sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder erfolgen. Des Weiteren wird dieses durch den Ausbau der Autofinanzierung, Innovationen im mobilen Banking und Zahlungsverkehr, Aufbau digitaler Kanäle, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Ausbau des Kreditkartengeschäftes sowie attraktive Produkt- und Vertriebskooperationen unterstützt.

Im Jahre 2024 wird die TARGOBANK die Umsetzung des Omnikanal-Bankings weiter vorantreiben und plant damit die Produktivität und Effektivität aller Bereiche kontinuierlich zu erhöhen. Für den Kunden eröffnet sich hieraus die Möglichkeit, über alle Kanäle gezielte und abgestimmte Produktangebote und Services zu erhalten. Das Ziel soll durch synchronisierte Werbung, Kommunikation, Kundenansprache und über ein verflochtenes Produktmanagement erzielt werden.

Die immer komplexer werdenden Bedürfnisse der Firmenkunden in einer globalen Wirtschaft werden durch individuelle Finanzierungslösungen und neue Produkte erfolgreich durch die TARGOBANK in Zusammenarbeit mit der TARGO Factoring GmbH und der TARGO Leasing GmbH erfüllt.

Gemeinsam mit ihrem Partnerunternehmen TARGO Factoring GmbH strebt die TARGOBANK weiterhin die Qualitätsführerschaft in ihrem Produktsegment Factoring an. Dementsprechend liegt das Augenmerk auch im Jahr 2024 auf dem Ausbau eines nachhaltig profitablen Portfolios. Wachstumschancen in der Neukundengewinnung sieht die Gesellschaft insbesondere bei Unternehmen im Dienstleistungsbereich, in der Finanzierung von Unternehmen, die sich in Übernahme-Transaktionen befinden, sowie in dem historisch stark wachsenden Bereich der Exportfinanzierung. Denen stehen die gute Liquiditätsausstattung der Unternehmen sowie die hohe Wettbewerbsintensität im Factoringmarkt gegenüber. Im Rahmen der strategischen Planung wird für das Jahr 2024 ein leichtes Wachstum im Factoringmarkt erwartet. Längerfristig betrachtet hat das Factoring-Produkt in Deutschland nach unserer Auffassung noch nicht das volle Potenzial erreicht. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für das Produkt sind in Deutschland günstig, die Factoring-Penetration ist deutlich niedriger als in vielen anderen Volkswirtschaften der Europäischen Union.

Im Prognosezeitraum 2024 kann unter den geschilderten gesamtwirtschaftlichen Vorzeichen von einem leichten Anstieg des Zinsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ausgegangen werden. Einen Beitrag hierzu leistet ein deutlicher Zuwachs bei den Zinserträgen, der vor allem auf die Entwicklungen im Neugeschäft im Bereich des Konsumentenkreditgeschäfts, der Autobank und der Commercial Loans zurückzuführen ist. Auch die positive Verzinsung des Bundesbankkontos trägt wesentlich dazu bei.

Für das Volumen der angekauften Forderungen geht die TARGOBANK von einem leicht steigenden Niveau in 2024 aus, wobei in diesem Geschäftsbereich auch die Marktführerschaft beibehalten werden soll. Im Bereich Equipment Finance bleibt die TARGOBANK bei ihrem vorsichtigen Ausblick für 2024, da sich die wirtschaftliche Abschwächung wahrscheinlich negativ auf die Kapitalinvestitionen der Unternehmen auswirken wird.

Es wird für 2024 nicht mit einem weiteren Zufluss an Geldern im Einlagengeschäft gerechnet, zudem wird vor dem Hintergrund der erfolgten Zinserhöhungen seitens der EZB von einem deutlich steigenden Zinsaufwand im Passivgeschäft für 2024 ausgegangen.

Mit der Weiterentwicklung des Leistungsangebotes im Wertpapier-, Einlagen- und Vermittlungsgeschäft schafft die Bank Potenziale für nachhaltige Ertragssteigerungen. Unter Beachtung verschärfter regulatorischer Anforderungen und verbraucherfreundlicher Rechtsentwicklungen arbeitet die Bank darüber hinaus kontinuierlich daran, bestehende Provisionserträge zu sichern und wegfallende Gebührenarten zu kompensieren. Dem stehen zudem weiterhin hohe Provisionsaufwendungen an Kreditvermittler gegenüber.

Die Ausgabenseite wird im Vergleich zum Vorjahr gemäß unseren Erwartungen nur sehr geringfügig ansteigen. Angesichts der weiterhin intensiven Marketingaktivitäten und der Investitionen in neue Produkte und Kundengruppen sowie des Ausbaus bestehender Vertriebskanäle wird dies vor allem im Zuge von aktivem Kostenmanagement erreicht.

Vor dem Hintergrund der prognostizierten Entwicklungen geht die Bank für das Berichtsjahr 2023 von einer Aufwands-Ertrags-Quote leicht über dem Niveau des Vorjahres aus.

Für das Jahr 2024 wird von deutlich erhöhten Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.

Auf der Grundlage der vorgenannten Ausführungen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet.

Zur Verbreiterung des Angebots im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die TARGOBANK offen für weitere Kooperationen innerhalb der Crédit Mutuel Alliance Fédérale, aber auch für Fusionen oder Akquisitionen.

4 Chancenbericht

Chancen in Bezug auf eine positive Geschäftsentwicklung erwachsen der TARGOBANK sowohl aus der prognostizierten konjunkturellen Entwicklung als auch aus einer Reihe von vorgesehenen vertriebsunterstützenden Maßnahmen, wie sie bereits im Prognosebericht unter Punkt 3 aufgeführt sind.

Prozesse zur Kommunikation und Organisation sind im Risikobericht beschrieben und gelten ebenfalls für den Chancenbericht.

Kundenvertrauen, Konsumausgaben und das wirtschaftliche Umfeld können Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung der TARGOBANK haben. Eine über die Prognose hinaus verbesserte Konjunktur mit gleichzeitiger Steigerung des Einkommens der Bevölkerung sowie eines Anstiegs des privaten Konsums und der Stimmung in der Wirtschaft eröffnet, neben einem zusätzlichen Anstieg der Kundenzahl sowie einer weiteren Ergebnissteigerung im Aktivgeschäft, die Möglichkeit einer Reduzierung der Risikovorsorge und somit eines verbesserten Ergebnisses der TARGOBANK.

Als Bank der Zukunft reagiert die TARGOBANK auf die Herausforderungen der Digitalisierung und nutzt die sich hieraus ergebenden Potenziale, um ein höheres Kundenwachstum zu generieren.

Eine wichtige Rolle bei der Unterstützung zusätzlicher Vertriebsaktivitäten wird dabei die geplante Ausweitung des Vertriebs spielen. Mit der damit einhergehenden Ausweitung des Aktiv- und Passivgeschäftes eröffnet sich für die Bank die Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad der Marke TARGOBANK im Markt zu steigern sowie eine Ergebnisverbesserung über den Prognosezeitraum zu erreichen.

Die Entwicklung neuer und kreativer Markenkampagnen stellt eine weitere Wachstumschance für die Marke TARGOBANK dar. Die Personalisierung und Inszenierung von Produkten rückt hierbei die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt. Eine fortschreitende Positionierung und Emotionalisierung der Marke TARGOBANK wird die Zugkraft der Marke kontinuierlich erhöhen und dadurch das Wachstum der Bank unterstützen.

Der deutsche Mittelstand und die Automobilindustrie gehören zu den bedeutendsten Bestandteilen der deutschen Wirtschaft und gelten zugleich als strategisch wichtiger Kreditmarkt. Der kontinuierliche Ausbau des Firmenkundengeschäfts schafft zusätzliches Kundenpotenzial und damit weitere Wachstumschancen über den Prognosezeitraum hinaus.

Ohne die Wachstumsinitiativen der Bank zu gefährden, sorgt darüber hinaus eine strikte Kostenkontrolle der Bank für eine Steigerung der Profitabilität.

Als profitable Bank mit solider Kapitalausstattung hat die TARGOBANK - unter Berücksichtigung der Entwicklungen auf dem europäischen Bankenmarkt - die Chance, weitere Marktanteile zu gewinnen und somit ihren Bekanntheitsgrad sowie ihre Ertragslage über den Prognosezeitraum hinaus zu stärken.

5 Risikobericht

Der TARGOBANK AG ist auf Ebene des Einzelinstituts von den in den Teilen 2 bis 5 und Teil 8 der CRR genannten Anforderungen ausgenommen. Ebenfalls ist eine Ausnahme von den Anforderungen des § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 2 sowie Nr. 3 b) und c) KWG für das Management von Risiken mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos gewährt. Die Ausnahme von den Anforderungen des § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 c) KWG ist dabei auf die Risikocontrolling-Funktion beschränkt.

Die der TARGOBANK AG aufsichtsrechtlich nachgeordneten Institute TARGO Leasing GmbH und TARGO Factoring GmbH sind nach § 2a Abs. 2 KWG von den Anforderungen gemäß § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 2 sowie Nr. 3 b) und c) KWG für das Management von Risiken mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht freigestellt. Die Freistellung bezüglich § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 c) KWG ist dabei auf die Risikocontrolling-Funktion beschränkt.

Als übergeordnetes Unternehmen der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe zeichnet die TARGOBANK AG gemäß § 25a Abs. 3 KWG für das ordnungsgemäße Risikomanagement auf konsolidierter Basis verantwortlich.

Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Umsetzung der Anforderungen an Risikofrüherkennungs- und -managementsysteme sowie an Risikosteuerungs- und -controllingprozesse ist auf Ebene der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe eine Struktur implementiert, die das Fundament einer risiko- und ertragsorientierten Unternehmenssteuerung bildet.

5.1 Organisation des Risikomanagements

5.1.1 Aufbauorganisation

Die Geschäftsleitung hat zur Festlegung der strategischen Ausrichtung einen umfassenden Strategieprozess implementiert. Die einzelnen Prozessschritte werden mindestens einmal jährlich durchlaufen, um die Aktualität der Strategien vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen sicherzustellen. Ferner werden der Geschäftsleitung regelmäßig die für die Festlegung der strategischen Ausrichtung relevanten Informationen berichtet. Im Rahmen des Strategieprozesses hat die Geschäftsleitung mindestens einmal jährlich eine auf der Geschäftsstrategie aufbauende Risikostrategie unter Berücksichtigung eines adäquaten Risikotragfähigkeitskonzeptes im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) formuliert und verabschiedet. Die Risikokultur ist zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur, da sie die Entscheidungen der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden mit beeinflusst. Ziel der Risikokultur ist es, das Risikobewusstsein auf allen Ebenen der Gruppe bei allen Mitarbeitenden zu stärken und Entscheidungsprozesse unter Risikogesichtspunkten ausgewogen zu gestalten. Die Geschäftsleitung hat die entsprechenden Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Organisation des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems sowie zur Überwachung des Risikos aller Geschäfte und der Risikosteuerung getroffen sowie die ordnungsgemäße Umsetzung sichergestellt. Eine wesentliche Zielsetzung der Risikostrategie besteht darin, die strategischen Ziele mit Blick auf den Umgang mit Risiken in den Hauptgeschäftsfeldern unter gleichzeitiger Beachtung der Risikotragfähigkeit darzustellen und deren Vereinbarkeit sicherzustellen. Die Einhaltung der Risikotragfähigkeit stellt eine notwendige Voraussetzung für die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs dar.

Zur Unterstützung der Geschäftsleitung im Rahmen der Risikosteuerung wurden bereichsübergreifende Gremien eingerichtet: Als übergeordnetes Gremium fungiert das Risk Committee, in welchem vierteljährlich Präsentationen der relevanten Steuerungszahlen, Informationen zum makroökonomischen Umfeld sowie aktuelle Themen zum Risikomanagement besprochen werden. Um Marktpreisrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken und Kursrisiken) und Liquiditätsrisiken zu analysieren sowie um entsprechende Handlungsempfehlungen zu geben, wurde das Asset, Liability & Capital Committee (ALCCo) eingerichtet, das regelmäßig zusammentrifft. Das zentrale Gremium zur Steuerung operationeller Risiken ist das Operational Risk Management Committee (ORMC). In diesem werden vierteljährlich die wesentlichen Entwicklungen im Hinblick auf eingetretene operationelle Verluste untersucht und ggf. Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen und zur Reduzierung zukünftiger operationeller Risiken diskutiert. Im Investment Business Committee (IBC) als zentralem Gremium zur Steuerung des Wertpapier- und Versicherungsvermittlungsgeschäfts werden vierteljährlich die Geschäftsentwicklung und -ausrichtung, die Risikosituation sowie damit zusammenhängende Abläufe und Prozesse diskutiert und daraus ggf. abzuleitende Maßnahmen beschlossen.

Für die operative Risikosteuerung sind unterschiedliche Bereiche verantwortlich. Für Kreditrisiken ist primär der Bereich Kreditrisikomanagement zuständig, für Marktpreis- und Liquiditätsrisiken ist der Bereich ALM & Refinancing zuständig. Für die Minimierung der operationellen Risiken sind die im ORMC vertretenen Bereiche verantwortlich. Das innerhalb von Contrôles INTernes MéTiers (CINTMT) abgebildete interne Kontrollsystem ist Gegenstand der Prüfungstätigkeit der Internen Revision. Die Erfassung eingetretener operationeller Schadensfälle geschieht im Bereich Gesamtbank-Risikomanagement.

Für die unabhängige Überwachung sämtlicher Risiken ist der Bereich Gesamtbank-Risikomanagement zuständig. Dort liegt die Kompetenz über die angewendeten Verfahren und Modelle zur Risikoidentifikation, -messung und -limitierung (u.a. im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes). Hinzu kommt die Verantwortung für die zusammenfassende Risikoberichterstattung. Die Risikocontrolling-Funktion ist ebenfalls beim Bereich Gesamtbank-Risikomanagement angesiedelt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt dem Bereichsdirektor des Bereichs Gesamtbank-Risikomanagement.

5.1.2 Interne Revision

Die Interne Revision ist wesentlicher Bestandteil des unabhängigen Überwachungssystems.

Die Prüfungstätigkeit der Internen Revision erstreckt sich unter Berücksichtigung des Umfangs und des Risikogehaltes auf alle Betriebs- und Geschäftsabläufe. Dabei prüft und beurteilt sie auf Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit von Aktivitäten und Prozessen. Darüber hinaus ist die Interne Revision projektbegleitend tätig. Die Tätigkeit der Innenrevision basiert auf einem umfassenden mehrjährigen und jährlich fortzuschreibenden Prüfungsplan.

5.2 Risikokommunikation

Die Geschäftsleitung wird laufend durch verschiedene Berichte über die aktuelle Geschäftslage und die Risikosituation informiert. Die daraus resultierenden risikorelevanten Informationen werden auch an die zweite Führungsebene berichtet. Regelmäßig werden der Geschäftsleitung außerdem die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie die sich ändernden Bedingungen im Markt vorgestellt, um bei Bedarf zeitnah geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Informationen, welche im Hinblick auf das Risiko wesentlich sind bzw. wesentliche Veränderungen darstellen, werden unverzüglich an die Geschäftsleitung und die zuständigen Fachabteilungen weitergeleitet.

Durch das Weiterleiten der verschiedenen Berichte an die Interne Revision wird sichergestellt, dass diese über die Risikosituation informiert ist, um notwendige Prüfungshandlungen frühzeitig einzuleiten. Die Interne Revision informiert ihrerseits die Geschäftsleitung regelmäßig über die durchgeführten Prüfungen und den Stand der Umsetzung offener Feststellungen. Des Weiteren informiert die Interne Revision regelmäßig den Aufsichtsrat.

Weiterhin werden im Risk Committee, ALCCo, IBC und ORMC die Risiken und deren Änderungen und Auswirkungen dargestellt und erörtert.

Die Berichterstattung an die Geschäftsleitung und an den Bereich ALM & Refinancing über die Einhaltung der unterschiedlichen Limite im Bereich der Marktpreisrisiken erfolgt durch den Bereich Gesamtbank-Risikomanagement anhand eines täglichen Reports, der eine detaillierte Aufstellung der Volumina, der festgelegten Limite und deren Abweichungen enthält. Überschreitungen von Limiten werden sofort an die entsprechenden Stellen und die Geschäftsleitung gemeldet, und notwendige Gegenmaßnahmen werden eingeleitet. Ferner wird an jedem Arbeitstag ein Bericht über die Geschäftsentwicklung des Vortages erstellt. Beispiele für die monatliche Berichterstattung an die Geschäftsleitung sind der monatliche Finanzbericht und der monatliche Kreditrisikobericht. Quartalsweise wird ein Risikobericht erstellt, der hauptsächlich die Risikosituation zum Kreditrisiko, zum Marktpreisrisiko, zum Liquiditätsrisiko und zum operationellen Risiko sowie die Aspekte des ICAAP behandelt.

Anhand der Risikoberichte informiert die Geschäftsleitung vierteljährlich das Aufsichtsorgan. Ergänzend dazu ist ein Verfahren zur unverzüglichen Berichterstattung der Geschäftsleitung an das Aufsichtsorgan zur Weitergabe von unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen etabliert.

5.3 Risikoarten, Risikokapital und Risikotragfähigkeit

Die TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe hat sich darauf fokussiert, als Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit Finanzdienstleistungen für Privatkunden und für Firmenkunden in Deutschland anzubieten. Im Rahmen der Autobank sowie des Geschäfts mit Klein- und Kleinstunternehmen werden vermehrt auch Bankprodukte für Geschäftskunden angeboten. Alle anderen Aktivitäten haben lediglich unterstützenden und nachgeordneten Charakter.

5.3.1 Risikoarten

Im Rahmen der Risikoinventur wurden folgende wesentliche Risiken identifiziert:

Adressenausfallrisiko: Das Adressenausfallrisiko (oder synonym: "Kreditrisiko") bezeichnet das Risiko, dass ein Geschäftspartner nicht bzw. nur eingeschränkt dazu in der Lage ist, seinen vertraglich vereinbarten Verpflichtungen nachzukommen. Es bezeichnet somit die potenziellen Verluste, die aus der Nichterfüllung von Verträgen aufgrund der Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern oder deren Zahlungsunfähigkeit bzw. -willigkeit entstehen können. Kundenbezogene Adressenausfallrisiken ergeben sich dabei aus dem Kreditgeschäft mit Privat- und Geschäftskunden sowie mit Firmenkunden. Nicht-kundenbezogene Adressenausfallrisiken ergeben sich aus verbleibenden Bilanzposten (z.B. Bestand an Anleihen, Forderungen gegenüber (verbundenen) Kreditinstituten und (verbundenen) Unternehmen oder Beteiligungen).

Marktpreisrisiko: Unter dem Marktpreisrisiko wird grundsätzlich das Risiko potenzieller Verluste bilanzieller und außerbilanzieller Posten aufgrund der Volatilität der Marktpreise (z.B. von Zinssätzen, Fremdwährungs- oder Wertpapierkursen) verstanden. Das Marktpreisrisiko umfasst insbesondere das Zinsänderungsrisiko, das Kursrisiko und das Abzinsungsrisiko für Pensionsverpflichtungen.

Liquiditätsrisiko: Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, nicht oder nicht mehr uneingeschränkt den gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Teil des Liquiditätsrisikos ist auch, dass Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können bzw. Positionen zu ungünstigen Marktpreisen veräußert werden müssen.

Operationelles Risiko: Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten, die infolge von inadäquaten bzw. fehlerhaften internen Prozessen sowie Systemen, Mitarbeiterverschulden oder externen Ereignissen anfallen, verstanden. Darunter fallen auch rechts- und compliancerelevante Risiken, die aus der Nichteinhaltung bzw. aus der fehlerhaften Umsetzung rechtlicher Vorgaben oder aus einer Änderung oder Fortschreibung von Rechtsprechung erwachsen. Das operationelle Risiko schließt auch das Modellrisiko mit ein.

Weiterhin wird auf folgendes Risiko besonderes Augenmerk gelegt, welches Aspekte von den o.g. wesentlichen Risiken berücksichtigt:

Geschäftsrisiko: Dieses Risiko umfasst mögliche Ergebnisrückgänge aufgrund unerwarteter Geschäftsvolumenänderungen oder Margenänderungen sowie der korrespondierenden Kosten.

Die in der Risikoinventur identifizierten Risikokonzentrationen werden im Risikotragfähigkeitskonzept und in der Risikoberichterstattung berücksichtigt.

5.3.2 Risikokapital und Risikotragfähigkeit

Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit werden zwei verschiedene Perspektiven verwendet, die sich u.a. hinsichtlich der Ausgestaltung der Risikodeckungsgrößen unterscheiden. In der normativen Perspektive stehen das Kapital, der Total Risk Exposure Amount (TREA) und die daraus abgeleitete Kapitalkennziffer im Fokus. In der ökonomischen Perspektive werden das Kapital und die Risiken gemäß internen und ökonomischen Überlegungen hergeleitet.

Die Zielsetzung, die Risikotragfähigkeit sicherzustellen, erfordert in der normativen Perspektive im Basisszenario die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen und des Management-Puffers als eine Frühwarnschwelle über die kommenden drei Jahre. In den adversen Szenarien sind die Bestimmung der Höhe der potenziellen unerwarteten Verluste, welche sich auf die zur Verfügung stehende Eigenkapitalausstattung auswirken, sowie die Bestimmung der Auswirkungen auf den TREA erforderlich. Hieraus kann dann (basierend auf der Kapitalplanung und auf der TREA-Planung aus dem Basisszenario) die Kapitalkennziffer in den adversen Szenarien berechnet werden. Für die adversen Szenarien ist die Risikotragfähigkeit gegeben, wenn diese Kapitalkennziffer über die kommenden drei Jahre die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen und den Management-Puffer überschreitet.

Im Rahmen der normativen Perspektive wird über einen mehrjährigen Zeitraum beurteilt, inwieweit die quantitativen Kapitalanforderungen und -vorgaben erfüllt werden und den sonstigen externen finanziellen Zwängen nachgekommen werden kann. Dabei werden alle wesentlichen Risiken, die sich auf relevante Kennzahlen im Planungszeitraum auswirken können, berücksichtigt. Die Risikobetrachtung beschränkt sich somit nicht auf die in den Kapitalanforderungen berücksichtigten Säule-1-Risiken.

Im Rahmen der normativen Perspektive werden ein Basisszenario sowie drei unterschiedliche adverse Szenarien betrachtet. Der Betrachtungszeitraum beträgt jeweils drei Jahre. Einbezogen werden alle Risikokategorien, die im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft werden. Diese finden ebenso Eingang in die ökonomische Perspektive und werden entsprechend in beiden Ansätzen aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewertet.

Das Basisszenario der normativen Perspektive stellt die Projektion der erwarteten Entwicklung in den nächsten drei Jahren in Bezug auf das Kapital und auf den TREA dar (basierend auf der Geschäftsstrategie/-planung). Zur Betrachtung der adversen Szenarien münden bestimmte Annahmen in einem Risikowert, der entweder das Kapital oder den TREA beeinflusst.

Ergänzend zum Basisszenario kommen drei unterschiedliche adverse Szenarien zur Anwendung. Von diesen drei Szenarien wird ein Szenario von der übergeordneten Groupe Crédit Mutuel vorgegeben, während zwei Szenarien die lokalen Spezifika berücksichtigen.

Basierend auf diesen Szenarien werden quartalsweise das jeweilige Kapital und der jeweilige TREA über die Perioden des Betrachtungsszenarios berechnet. Darauf aufbauend wird die Kapitalquote dargestellt und überprüft, ob diese oberhalb der definierten Limite liegen. Per Dezember 2023 liegen die Kapitalkennziffern für alle betrachteten Szenarien oberhalb der im Risikoappetit definierten Frühwarn- und Maximallimite.

Die ökonomische Perspektive erfordert zum einen die Bestimmung der Höhe der potenziellen unerwarteten Verluste, welche als ökonomisches Kapital bezeichnet werden, und zum anderen die Bestimmung der zur Deckung dieser Verluste vorgesehenen Risikodeckungsgrößen. Zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals wird grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 99,9% verwendet, und ein Zeithorizont von zwölf Monaten wird zugrunde gelegt. Als Risikodeckungsgrößen werden das Risikodeckungspotenzial und die Risikodeckungsmasse verwendet. Unter dem Risikodeckungspotenzial wird die Summe aller zur Abdeckung künftiger unerwarteter Verluste zur Verfügung stehenden Mittel verstanden.

Das zur Abdeckung aller Risiken zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial besteht im Wesentlichen aus dem Eigenkapital, dem bereits aufgelaufenen Jahresüberschuss und dem erwarteten Geschäftsergebnis der Planperiode - limitiert auf die geplanten Kapitalmaßnahmen - sowie aus einer stillen Last aus Pensionsverbindlichkeiten. Davon zu unterscheiden ist die Risikodeckungsmasse, welche denjenigen Anteil des Risikodeckungspotenzials bezeichnet, der zur Deckung von Verlusten maximal eingesetzt werden kann. Sie stellt ein Limit für das Gesamtrisiko - d.h. für das ökonomische Kapital - dar. Die Risikotragfähigkeit gilt als gegeben, falls das ökonomische Kapital geringer als bzw. gleich hoch wie die für den jeweiligen Betrachtungszeitraum geltende Risikodeckungsmasse ist. Zusätzlich muss das Risikodeckungspotenzial mindestens genauso hoch sein wie die Risikodeckungsmasse.

Zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals werden die unerwarteten Verluste der als wesentlich identifizierten Risiken aggregiert. Als erwarteter Verlust wird dabei derjenige Verlust bezeichnet, der als Schätzwert für den zukünftig im Beobachtungszeitraum voraussichtlich auftretenden Verlust verwendet wird. Die Bestimmung des erwarteten Verlustes wird innerhalb des Planungs- und Budgetierungsprozesses vorgenommen und ist folglich bereits in den Geschäftsergebnis-Planungen für die nächsten zwölf Monate berücksichtigt. Somit mindert er sowohl das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial als auch die Risikodeckungsmasse. Ferner ergeben sich bei der Verwendung der Risikomodelle Schätzwerte für den erwarteten Verlust, der bei der Ermittlung der Risikodeckungsgrößen berücksichtigt wird.

Zur Quantifizierung des unerwarteten Verlustes der wesentlichen Risiken werden in der ökonomischen Perspektive unterschiedliche Verfahren herangezogen.

Im Bereich der kundenbezogenen Adressenausfallrisiken im Privat- und Geschäftskundengeschäft wird ein Value-at-Risk-Ansatz (VaR) verwendet, bei dem die zukünftigen monatlichen Verluste auf Basis historischer Verlustdaten mit Hilfe eines Kerndichteschätzers modelliert werden. Die Vorhersage der jährlichen Verluste geschieht darauf aufbauend mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation, bei der das 99,9%-Quantil der Verlusthöhe bestimmt wird. Auch zur Bestimmung der Höhe der kundenbezogenen Adressenausfallrisiken im Firmenkundenbereich wird ein Value-at-Risk-Ansatz mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation verwendet. Zusätzlich erfolgt die Quantifizierung der Veritätsrisiken des Factoring-Geschäfts separat mit Hilfe des PD-LGD-Modells. Die zukünftigen monatlichen Verluste werden hierbei mit Hilfe eines PD-LGD-Ansatzes (PD = Probability of Default; LGD = Loss Given Default) modelliert. Weiterhin werden Korrelationen in einem Belastungsszenario berücksichtigt. Die Berechnung der nicht-kundenbezogenen Risiken orientiert sich an der Vorgehensweise des Standardansatzes der Eigenmittelvorschriften gemäß der Capital Requirements Regulation (CRR).

Die operationellen Risiken gliedern sich im Rahmen der Risikotragfähigkeit in die operationellen Risiken ohne Modellrisiken und die Modellrisiken. Für operationellen Risiken ohne Modellrisiken werden auf Ebene der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe die Risikowerte basierend auf dem Säule-1-Ansatz verwendet. Die Modellrisiken werden durch zwei Komponenten quantifiziert. Zum einen wird für die Zinsänderungsrisiken untersucht, welche zusätzlichen Risiken aus gegenüber dem Modell veränderten Ablaufprofilen resultieren. Zum anderen wird ein Aufschlag berücksichtigt, welcher der Abdeckung weiterer Modellrisiken dient.

Die Modellierung der zu den Marktpreisrisiken gehörenden Zinsänderungsrisiken untersucht die Änderungen des prognostizierten Zinsergebnisses durch sich ändernde Marktzinsen in verschiedenen Zinsszenarien. Ferner werden die Auswirkungen von Marktzinsänderungen auf das - als Liquiditätsreserve gehaltene - Anleiheportfolio analysiert. Die verwendeten Verfahren beinhalten Zinsänderungsanalysen, bei denen mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation der mögliche Verlust ermittelt wird. Beim Kursrisiko des Deckungsvermögens wird bei der Risikoquantifizierung ein durch einen externen Dienstleister angelieferter VaR mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten und einem Konfidenzniveau von 99,9% berücksichtigt. Zur Quantifizierung des Abzinsungsrisikos bei Pensionsverpflichtungen werden die Auswirkungen eines Zinsschocks auf die Barwerte der voraussichtlich resultierenden Zahlungsströme analysiert.

Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit der kurzfristigen Verfügung von Kundeneinlagen. Die Quantifizierung der Liquiditätsrisiken geschieht hier auf Basis historisch beobachteter Zinsspreads. Mit einem Konfidenzniveau von 99,9% wird dabei der Aufwand bestimmt, der nötig ist, um das Beschaffen der - auf Basis historischer Verfügung von Kundeneinlagen ermittelten - benötigten Liquidität zu gewährleisten. Bei den Firmenkunden bestehen Liquiditätsrisiken größtenteils in Form von Liquiditätslinien gegenüber Kunden im Rahmen des Factoring-Geschäfts. Hier wird das Ausmaß von Ertragseinbußen in Folge einer unerwartet negativen Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem bereits abgerufenen Volumen und dem insgesamt abrufbaren Volumen im Factoring-Geschäft untersucht. Weiterhin ergeben sich Liquiditätsrisiken aus dem zusätzlichen Zinsaufwand auf die Refinanzierungsgeschäfte.

Konkret ergibt sich per 31. Dezember 2023 ein Risikodeckungspotenzial in Höhe von EUR 4.501 Mio. für einen Zeitraum von zwölf Monaten. Die Risikodeckungsmasse zum 31. Dezember 2023 belief sich auf EUR 3.572 Mio. Die Werte der mit den Risikodeckungsgrößen zu vergleichenden Risiken - d. h. die vorhergesagten maximalen unerwarteten Verluste - sind in der unten stehenden Tabelle aufgeführt.

in EUR Mio. Unerwarteter Verlust Risikodeckungsmasse
Adressenausfallrisiken 1.280 1.937
Marktpreisrisiken 244 336
Operationelle Risiken 446 1.009
Liquiditätsrisiken 46 290
Gesamt 2.016 3.572

Durch Addition der Einzelrisiken erhält man den aggregierten undiversifizierten unerwarteten Verlust in Höhe von EUR 2.016 Mio. Da dieser Wert geringer ist als die zur Abdeckung von Risiken zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse und da die Risikodeckungsmasse geringer ist als das Risikodeckungspotenzial, ist die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive für die nächsten zwölf Monate gegeben.

Die Gegenüberstellung von Risikodeckungsmasse und Gesamtrisiko (Ökonomisches Kapital) ergab im Berichtszeitraum immer eine Überdeckung, und das Risikodeckungspotenzials war gegenüber der Risikodeckungsmasse durchgehend höher.

Für die Einzelrisiken sind darüber hinaus Frühwarnlimite eingerichtet. Die Allokation der Risikodeckungsmasse auf die Einzelrisiken erfolgt grundsätzlich unter Berücksichtigung der Anteile der jeweiligen unerwarteten Verluste am Gesamtrisiko. Darüber hinaus sind Limite für die Höhe der eingetretenen Verluste definiert. Bei den Limiten wird zwischen Frühwarnlimiten und Maximallimiten unterschieden. Die Einhaltung der Frühwarn- und Maximallimiten wird regelmäßig überwacht.

Weiterhin werden Stresstests in adversen Szenarien für die normative Perspektive durchgeführt. Auch die gruppenweiten Stresstests der ökonomischen Perspektive basieren auf diesen adversen Szenarien. Zusätzlichen werden risikospezifische Stresstests und inverse Stresstests (qualitativ oder quantitativ) durchgeführt. Die Stresstests berücksichtigen auch das Geschäftsrisiko. Ferner wird das Geschäftsrisiko bei der Bestimmung der Risikodeckungsgrößen berücksichtigt. Die Möglichkeit einer ansteigenden Risikovorsorge wird im Rahmen der Durchführung von risikospezifischen Stresstests berücksichtigt.

Auf Basis der Ergebnisse der Stresstests wird geprüft, inwieweit ein Handlungsbedarf gegeben sein könnte. Entscheidungen über ggf. einzuleitende Maßnahmen werden mit Blick auf die dabei gewonnenen Erkenntnisse getroffen. Im Berichtszeitraum ergab sich aus den Ergebnissen der Stresstests kein Handlungsbedarf.

Unterjährig wurde die Aktualität der Geschäftsstrategie der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe unter Berücksichtigung von externen Einflussfaktoren wie des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, Wettbewerbs und Kundenverhaltens sowie des regulatorischen Umfeldes geprüft. Indirekt wird das Privatkundengeschäft auch durch Auswirkungen auf die Wirtschaft als Ganzes betroffen - z.B. aufgrund zu erwartender und bereits eingetretener erhöhter Arbeitslosigkeitsquoten.

5.4 Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken

Die Messung und Steuerung der Risiken stellt sich wie folgt dar:

5.4.1 Adressenausfallrisiken

Dem Management der Adressenausfallrisiken kommt aufgrund der Bedeutung des Kreditgeschäfts für das Geschäftsmodell eine wesentliche Bedeutung für das Risikomanagement zu. Dabei wird stets angestrebt, durch ein Management der Adressenausfallrisiken einen Beitrag zur Profitabilität und zur Erreichung der gesetzten Unternehmensziele zu leisten. Nicht zuletzt durch ein effektives Risikomanagement soll es auch zukünftig möglich sein, den Kunden wettbewerbsfähige und attraktive Konditionen zu bieten.

Wesentlicher Träger von Adressenausfallrisiken sind Forderungen gegenüber Privatkunden, welche aus den im Massenkundengeschäft angebotenen Aktivprodukten - z.B. Ratenkredite, Kontokorrentkredite, Kreditkarten - resultieren. Die in diesem Zusammenhang vergebenen Darlehen sind überwiegend unbesichert. Den Kunden werden ferner die Möglichkeit des Abschlusses einer besicherten Autofinanzierung über den Vertriebskanal Internet angeboten.

Die Prozesse für die Kreditbearbeitung (Kreditgewährung und Kreditweiterbearbeitung), die Kreditbearbeitungskontrolle, die Intensivbetreuung, die Problemkreditbearbeitung, die Risikovorsorge sowie die damit verbundenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sind klar definiert und aufeinander abgestimmt. In Form zahlreicher Geschäftsanweisungen sind diese detailliert dokumentiert und den betroffenen Mitarbeitern jederzeit zugänglich.

Für die Kreditentscheidung im Kreditgeschäft wird zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit für jeden Kreditnehmer ein Risikoklassifizierungsverfahren (Scoring) eingesetzt. Ausgehend von den vorliegenden internen und externen Informationen legt das Kreditentscheidungssystem auf Basis statistischer Modelle und interner Richtlinien fest, ob dem Kreditwunsch des Kunden entsprochen werden kann.

Die herausgelegten Kredite unterliegen einer monatlichen Überprüfung. Dabei wird u.a. ein Verhaltensscore bestimmt, dessen Bestimmung das bisherige Zahlungsverhalten des Kunden zugrunde liegt. Diese Bewertung wird beispielsweise für zukünftige Kreditangebote, Kreditlinienmanagement, Kreditgenehmigungen oder -ablehnungen genutzt. Im Bereich des kundenbezogenen Adressenausfallrisikos wird die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen systemisch überwacht. Auf täglicher Basis wird überprüft, welche Kreditkunden aktuell rückständig sind.

Zahlungsgestörte Kredite werden der Intensivbetreuung zugeführt. Basis für die Behandlung des Kredites ist auch hier eine Risikosegmentierung. Die Betreuung von bereits gekündigten Kreditverträgen fällt ebenfalls in den Verantwortungsbereich der Intensivbetreuung.

Es existiert ein Risikovorsorge-System, in dessen Rahmen akute und latente Adressenausfallrisiken berücksichtigt werden.

Im Firmenkundengeschäft werden verschiedene Prinzipien und Instrumente für die angemessene Identifizierung, Überwachung und Beurteilung der Adressenausfallrisiken zugrunde gelegt.

Das Management der Adressenausfallrisiken erfolgt getrennt nach Abnehmer- und Kundenebene. Die Entwicklung der Bonität der Kunden und der Abnehmer werden kontinuierlich überwacht. Dazu dienen insbesondere die Erstellung von internen Zahlungsverhaltensanalysen und die Einholung und Auswertung von Bank- und Büroauskünften sowie von Jahresabschlüssen.

Im Factoring-Geschäft werden Risiken durch den Einsatz von Factoring-Limiten, die der Kunde in Anspruch nehmen kann, begrenzt. Eine Bevorschussung der angekauften Forderungen ist in der Regel auf bis zu 90% des Forderungsvolumens beschränkt. Soweit ökonomisch sinnvoll, d. h. unter Kosten-Nutzen-Aspekten vorteilhaft, werden die herausgelegten Engagements durch die Hereinnahmen von werthaltigen Sicherheiten besichert. Das Factoring-Geschäft (Non-Recourse-Factoring) wird nach einem Selbstliquidierungsansatz betrieben; die Finanzierungen zu Gunsten der Kunden sind durch die Zahlungen der Abnehmer als Forderungsschuldner zurückzuführen. Ausfallrisiken der Abnehmer werden im Wesentlichen durch die Rückversicherung von vergebenen Limiten im Rahmen von Warenkreditversicherungslimiten reduziert.

In allen Geschäftsbereichen werden Scoring- und Ratingsysteme zur Kundenklassifizierung eingesetzt und bilden die Grundlage für die notwendige Kompetenz zur Genehmigung eines Engagements.

Der Aufbau etwaiger Risikokonzentrationen im Portfolio wird analysiert. Im Factoring-Geschäft werden die Forderungsbestände und deren Einzug durch die kontinuierliche Überwachung von Entwicklungen beobachtet und hierbei durch ein Kundeninformationssystem und durch interne Frühwarnsysteme unterstützt. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Prüfungen bei den Kunden vor Ort. Zur Überwachung von den anteilig geringen Länderrisiken werden individuelle Länderlimite festgelegt und kontinuierlich überwacht.

In den einzelnen Geschäftsfeldern werden automatisierte Mahnverfahren eingesetzt. Die Verfahren werden vertragsbezogen eingesetzt und dienen der Überwachung und Früherkennung von Bonitätsrisiken.

Das Adressenausfallrisiko im Corporate & Institutional Banking wird durch einen einheitlichen Prozess gesteuert, in dem sowohl interne Risikoklassifizierungs-/Ratingverfahren, die Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers sowie die Werthaltigkeit von gegebenenfalls vorhandenen Kreditsicherheiten die Grundlage für jede einzelne Kreditentscheidung bilden. In das Risikoklassifizierungs-/Ratingverfahren fließen intern und extern berechnete Parameter ein. Eindeutig definierte Kompetenzen regeln die Genehmigung der Engagements. Zur Überwachung und zur Früherkennung von Bonitätsrisiken erfolgt ein Monitoring auf Ebene der einzelnen Kreditnehmer.

Die Bonitätsüberprüfung und -überwachung von nicht-kundenbezogenen Adressenausfallrisiken obliegt dem Bereich Kreditrisikomanagement.

Die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge zur adäquaten Berücksichtigung des Eintritts entsprechender Adressenausfallrisiken bildet einen weiteren Eckpunkt der Risikopolitik. Der Risikovorsorgeprozess orientiert sich insbesondere an den vorhandenen Sicherheiten. Der notwendige Risikovorsorgebedarf steht in Abhängigkeit von der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten sowie der Einschätzung des Adressenausfallrisikos.

Zudem bestehen im Kontierungshandbuch Regelungen für die Bewertung der weiteren Bilanzposten, die mit Adressenausfallrisiken belegt sind.

Das Adressenausfallrisiko wird als moderat eingestuft.

5.4.2 Marktpreisrisiken

Finanzinstrumente im Eigenbestand, um damit durch Nutzung von Marktpreisschwankungen einen Eigenhandelserfolg zu erzielen, werden nicht gehalten. Es werden Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Währungs- oder Kursrisiken durchgeführt.

Als Folge des Geschäftsbetriebes treten die folgenden Marktpreisrisiken, die insgesamt als moderat betrachtet werden, auf:

5.4.2.1 Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bezeichnen den aus einer Zinsänderung resultierenden möglichen negativen Einfluss auf das Geschäftsergebnis der Bank. Weisen die zinssensitiven Aktiva und Passiva in den einzelnen Laufzeitbändern voneinander abweichende Beträge und Zinssätze auf, ergeben sich Zinsänderungsrisiken. Während bei der Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos auf das Risiko einer Änderung der Marktzinsen abgestellt wird, erfolgt die Berücksichtigung der möglichen Notwendigkeit der Beschaffung von Liquidität zu schlechteren als den erwarteten Konditionen im Zuge der Bestimmung des Liquiditätsrisikos.

Die Geschäftsleitung ist generell bestrebt, das Zinsänderungsrisiko gering zu halten. Eine grundlegende Maßnahme zur Zielerreichung besteht darin, die Refinanzierung des Aktivgeschäfts weitgehend durch Einlagen privater Kunden sicherzustellen sowie teilweise und bei zusätzlichem Bedarf durch Refinanzierungen bei verbundenen Unternehmen zu ergänzen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Notwendigkeit, zur Refinanzierung benötigte Gelder im Rahmen des Handelsgeschäftes beschaffen zu müssen, klein gehalten bzw. eine Unabhängigkeit vom Interbankenmarkt erreicht wird. Um die Zinsänderungsrisiken zu quantifizieren, sind für einige Kundenportfolien Ablauffiktionen anzunehmen. In die Modellannahmen fließen neben Annahmen zur Veränderung der Zinskurven auch Annahmen über die Refinanzierung und das Kundenverhalten bezüglich der Haltedauer von Einlagen sowie des Rückzahlungsverhaltens bei den Krediten ein. Diese Annahmen gründen auf historisch beobachteten Zusammenhängen zwischen den Zinsänderungen, der Entwicklung der Marktzinsen, den Volumina der einzelnen Produkte sowie dem Rückzahlungsverhalten der Kunden.

Die Steuerung und Überwachung der Zinsänderungsrisiken obliegen den Bereichen ALM & Refinancing und Gesamtbank-Risikomanagement.

Basierend auf historisch beobachteten Zinsvolatilitäten werden die Einflüsse von zukünftigen parallelen und nicht-parallelen Verschiebungen der Marktzinskurve analysiert. Die im Rahmen dieser Analyse betrachteten Szenarien berücksichtigen sowohl steigende als auch fallende Zinsen sowie Situationen, in denen sich die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen von der Entwicklung der Langfristzinsen unterscheidet.

Quartalsweise werden Daten zu den Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung an die Deutsche Bundesbank gemeldet. Zu dessen Bestimmung wird der Einfluss der vorgegebenen Zinsschocks auf den Barwert zukünftiger Cashflows analysiert.

Die Kurse des gehaltenen Anleiheportfolios sind Schwankungen ausgesetzt, welche aus Bewegungen der Marktzinsen resultieren.

Die Höhe der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ergibt sich durch Diskontieren der aus den Pensionsverpflichtungen voraussichtlich resultierenden Zahlungsströme. Ein Absinken des Diskontierungszinses würde zu einem Ansteigen des Barwertes der Pensionsverpflichtungen bzw. der Rückstellung führen. Die Auswirkung von Zinsänderungen auf die Höhe der Rückstellung wird im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes betrachtet.

Zur Steuerung der Marktpreisrisiken sowie zur Setzung von Limiten wird eine Kombination aus Risikosensitivitäten, Stresstests und Messgrößen zum Ökonomischen Kapital genutzt.

Die getätigten Handelsgeschäfte, bei denen es sich vor allem um konzerninterne Geldmarktgeschäfte handelt, unterliegen einer Marktgerechtigkeitskontrolle durch eine vom Handel unabhängige Stelle.

5.4.2.2 Kursrisiken

Die ferner im Eigenbestand befindlichen Beteiligungen sowie sonstige Wertpapiere dienen nicht zur Erzielung von Eigenhandelserfolgen. Sie betreffen vornehmlich die Anteile an einem Spezialfonds zur Sicherung der Pensions- und Altersteilzeitansprüche der Mitarbeiter, die handelsrechtlich mit den Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert werden.

Der genannte Spezialfonds wurde zur treuhänderischen Verwaltung auf den CM Pensionstrust e. V., Düsseldorf, übertragen. Die Willis Towers Watson Vorsorge Trust GmbH, Reutlingen, fungiert als Mitarbeitertreuhänder. Dieser stellt zusammen mit dem Vermögenstreuhänder im Fall der Insolvenz sicher, dass das vorhandene Treuhandvermögen zur Sicherung und Erfüllung der Ansprüche der Mitarbeiter verwendet wird (Modell der doppelseitigen Treuhand). Der Anlageausschuss und die externen Prozessbeteiligten kommen in vierteljährlichen Abständen zu gemeinsamen Sitzungen zusammen, um die bisherige Anlagestrategie zu überprüfen und ggf. anzupassen. Geschäfte werden auf Basis von Vorgaben des Anlageausschusses getätigt. Das Risiko wird u.a. durch die Vorgabe einer Wertuntergrenze (VaR-Untergrenze zum Jahresultimo) reduziert, welche der Fondsbestand nicht unterschreiten soll. Die Einhaltung dieser wird dadurch sichergestellt, dass bei zunehmendem Wertverlust des Fonds Hedge-Positionen aufgebaut bzw. erweitert werden. Die Entwicklung des Fondsbestandes wird ferner mit Hilfe eines täglichen Berichts überwacht.

5.4.2.3 Fremdwährungsrisiken

Das Fremdwährungsrisiko hat nur eine untergeordnete Bedeutung. Ungeachtet dessen werden Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken genutzt. Es werden Volumenlimite zur Begrenzung der offenen Fremdwährungspositionen eingesetzt. Die Höhe der offenen Positionen wird durch einen täglichen Bericht kommuniziert.

5.4.3 Liquiditätsrisiken

Die Steuerung der Liquidität erfolgt in erster Linie durch Gestaltung und Anpassung der Einlageprodukte im Rahmen des Liability-Product-Managements. Ferner können auch Geldanlagen bei ausgewählten Instituten getätigt werden.

Finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar zur Deckung von Liquiditätsbedarf genutzt werden können (z.B. Barreserve und Schuldverschreibungen), sind im Bestand. Des Weiteren fließen Zahlungen in Form von Zinsen und Tilgungen aus den Forderungen zu.

Zur Messung und Steuerung des Liquiditätsrisikos werden u.a. folgende Instrumente eingesetzt:

die tägliche Berechnung der Liquidity Coverage Ratio,

der Prozess zur Bargeldversorgung der Filialen,

der Prozess zur Einhaltung der Mindestreserve,

die Liquiditätsablaufbilanz.

Die Liquiditätssituation wird durch die Ermittlung der Ein- und Auszahlungen auf den Zentralbankkonten und auf den Nostrokonten überwacht. Die Ergebnisse werden dem Bereich ALM & Refinancing mitgeteilt, welcher bei Bedarf geeignete Maßnahmen einleitet.

Monatlich werden Daten zur Liquidity Coverage Ratio und quartalsweise Daten zur Net Stable Funding Ratio an die Deutsche Bundesbank gemeldet.

Zusätzlich wird die Pflicht zur Haltung der Mindestreserve im Rahmen des Liquiditätsmanagements berücksichtigt. Das zu haltende Mindestreserve-Soll wird durch die Abteilung Meldewesen berechnet und der Abteilung Zahlungsverkehr mitgeteilt. Diese stellt die erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge auf dem Bundesbankkonto zusammen und meldet den so geschätzten Saldo an den Bereich ALM & Refinancing. Letzterer entscheidet auf Grundlage dieser Meldung, ob ein Geldmarktgeschäft getätigt wird.

Ferner wurde in einem Liquiditätsnotfallplan festgelegt, welche Maßnahmen (inkl. Kommunikationswege) im Falle eines Liquiditätsengpasses ergriffen werden sollen. Der Liquiditätsnotfallplan wird auf regelmäßiger Basis überprüft und ggf. aktualisiert, wobei wesentliche Änderungen an die Geschäftsleitung berichtet werden.

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Bargeldversorgung wird am Monatsanfang eine Prognose hinsichtlich des Bargeldbedarfs der Filialen für den laufenden Monat erstellt. Diese wird täglich überprüft und an die aktuellen Bestände angepasst. Die Verteilung des benötigten Bargeldbestandes an die Filialen geschieht durch externe Dienstleister.

Wegen der angemessenen Liquiditätslage wird das Liquiditätsrisiko weiterhin als gering betrachtet.

5.4.4 Operationelle Risiken

Die Kontrolle und Minimierung von operationellen Risiken ist u.a. Gegenstand des CINTMT (Contrôles INTernes MéTiers) Prozesses. Durch den CINTMT-Prozess wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäfts- und Kontrollrisiken durch die jeweiligen Prozessinhaber identifiziert werden. Die qualitative Bewertung und die laufende Überwachung erfolgen über individuelle Risikoindikatoren in den Geschäftseinheiten. Die Ergebnisse des CINTMT-Prozesses werden im ORMC vorgestellt. Die Interne Revision gibt ferner vierteljährlich einen detaillierten Überblick über durchgeführte Prüfungen und festgestellte Risiken. Sie berichtet außerdem über die ergriffenen Maßnahmen zur Beseitigung und Kontrolle der festgestellten Risiken.

Die notwendigen Kapazitäten der technisch-organisatorischen Ausstattung werden im Rahmen des Planungs- und Budgetierungsprozesses berücksichtigt.

Außerdem werden Schadensfälle strukturiert erfasst und regelmäßig an die Geschäftsleitung berichtet. Zu allen operationellen Verlusten oberhalb eines internen Schwellenwertes werden zusätzliche Detailinformationen angefordert und ausgewertet. Sofern die aufgetretenen Schäden Schwächen in den internen Kontrollen offenbaren, wird unter Einbindung eines Mitglieds der Geschäftsleitung über Verbesserungsmaßnahmen entschieden. Hierüber erhält die gesamte Geschäftsleitung einen vierteljährlichen Bericht, welcher im Rahmen des ORMC vorgestellt wird. Gleichzeitig findet in diesem Gremium eine Erörterung der aktuellen Risikosituation und ihrer Überwachung statt.

Es bestehen aufeinander abgestimmte Notfallpläne, die in festgelegten zeitlichen Abständen auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Der Rückgriff auf Daten ist jederzeit sichergestellt, und effiziente Sicherheitsmaßnahmen sind eingerichtet.

Bei der Verlagerung von Dienstleistungen an Dritte wird geprüft, ob es sich um eine Auslagerung im Sinne des Kreditwesengesetzes bzw. der Mindestanforderungen an das Risikomanagement handelt. Speziell zur Steuerung von operationellen Risiken, die aus der Auslagerung von Dienstleistungen resultieren, existiert das monatliche Vendor & Outsourcing Committee (VOC). Dieses stellt sicher, dass die im Vorfeld einer Auslagerung durchzuführende Risikoanalyse und das anschließende fortlaufende Risikomanagement gemäß den entsprechenden internen Standards durchgeführt werden. Bei wesentlichen Auslagerungen erstellen die den jeweiligen Dienstleistern zugeordneten Vendor-Manager oder sonstige als Kontaktpersonen fungierende Mitarbeiter vierteljährlich einen Bericht über die Situation der Leistungserbringung und versenden diesen an das VOC. Bei keinem der betroffenen Unternehmen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr Hinweise darauf vor, dass die in Anspruch genommenen Leistungen nicht weiterhin mit der notwendigen Qualität erbracht werden könnten. Über die Risikosituation im Zusammenhang mit Outsourcing berichtet das VOC vierteljährlich an das ORMC.

Unter dem Begriff "Normenmanagement" wird das Verfahren zur Beobachtung und Umsetzung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, deren Nichteinhaltung zu einer Gefährdung des Vermögens führen kann, verstanden. Soweit sich hierbei eine Relevanz ergibt, werden die jeweiligen Fachbereiche ggf. unter Einbindung der Geschäftsleitung unterrichtet und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen. In den jeweiligen Rechtsbereichen wurden sogenannte Normenkoordinatoren festgelegt, die für die Analyse der jeweiligen Rechtsgebiete verantwortlich sind. Die Steuerung der rechtlichen Risiken obliegt den Fachbereichen. Das Normenmanagement-Committee setzt sich aus den Normenkoordinatoren, einem Vertreter der Innenrevision und der Compliance-Beauftragten zusammen.

Zur Begrenzung von rechtlichen Risiken im Geschäftsverkehr mit Kunden werden standardisierte Formulare verwendet und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nebst Sonderbedingungen für verschiedene Geschäftsarten in Anlehnung an die jeweils vom Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, herausgegebenen Fassung zugrunde gelegt. Das Verlustrisiko aus negativen Entwicklungen bei den Rechtsfällen und die Möglichkeit von höheren Aufwendungen werden im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes durch die Quantifizierung der operationellen Risiken und bei der Bestimmung der Risikodeckungsgrößen berücksichtigt. Ggf. resultierende negative Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit oder den Bekanntheitsgrad und die Marke, die eine Ergebnisminderung zur Folge hätten, werden ebenfalls bei der Bestimmung der Risikodeckungsgrößen berücksichtigt.

Die Bearbeitung von Kundenbeschwerden erfolgt hauptsächlich durch den Bereich Beschwerde- und Kundenbeziehungsmanagement. Im Bedarfsfall, also insbesondere bei erforderlichen rechtlichen Bewertungen, werden Kundenbeschwerden an den Bereich Recht abgegeben. Der Bereich Recht bearbeitet unmittelbar Kundenbeschwerden, welche über den Ombudsmann oder die Bankenaufsicht eingereicht werden, sowie alle behördlichen oder gerichtlichen Streitigkeiten und Anlässe. Für die Bearbeitung von Prozessfällen mandatiert der Bereich Recht externe Rechtsanwälte. Sämtliche eingehende Kundenbeschwerden werden EDV-gestützt erfasst. Dadurch wird es ermöglicht, zeitnah mögliche strukturelle Probleme zu erkennen. Es findet eine laufende Kommunikation mit der Geschäftsleitung statt. Rechtsrisiken von wesentlicher Tragweite werden dem Aufsichtsrat vorgetragen. Das Risiko möglicher negativer Einflüsse auf das Geschäftsergebnis durch aus unangemessener Bearbeitung von Kundenanfragen oder -beschwerden resultierende Kundenunzufriedenheit wird bei der Bestimmung der Risikodeckungsgrößen berücksichtigt.

Die Geldwäschebeauftragte ist auch als Zentrale Stelle gemäß § 25h Abs. 7 KWG eingesetzt. Die Zentrale Stelle koordiniert die gemäß § 25h KWG erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung von internen Grundsätzen und angemessenen Verfahren sowie die geschäfts- und kundenbezogenen Sicherungssysteme zur Verhinderung von sonstigen strafbaren Handlungen und sorgt für ein risikominderndes Gesamtkonzept. Das Straftatenmanagement ist Teil des konzernweiten Risikomanagements und sowohl organisatorisch als auch prozessual in die bestehende Risikomanagementstruktur und -systematik integriert. Die konzernweit vorhandenen Erfahrungen und spezifischen Fähigkeiten im Straftatenmanagement werden im Steering Committee Criminal Offence Management gebündelt. Das Steering Committee ist das schnittstellenübergreifende Gremium, in dem alle wesentlichen Produkte, Themen, Entwicklungen und Risiken behandelt werden. Ständige Mitglieder sind Vertreter von Fachbereichen, denen im Straftatenmanagement bestimmte Zuständigkeiten zugewiesen sind oder die über spezifische Fähigkeiten oder Kompetenzen verfügen. Das Steering Committee steuert die Aktivitäten im Straftatenmanagement. Diese Aktivitäten ergänzen die bereits bislang und weiterhin bestehenden Aufgaben der operativ und strategisch für die Straftatenbekämpfung zuständigen Bereiche.

Hinsichtlich inhärenter Modellrisiken wurden wesentliche und entscheidungsrelevante Modelle identifiziert. Diese werden vor Einführung und bei Änderungen Tests unterzogen, und es wird eine Validierung durchgeführt. Ferner unterliegen die erhaltenen Ergebnisse einem regelmäßigen Kontrollprozess.

Zur Minimierung des Risikos, dass über eine nicht ausreichende Mitarbeiterbasis verfügt wird, wird im Rahmen des regelmäßigen Planungsprozesses die notwendige Personalausstattung ermittelt und kontrolliert. Die mögliche Störung von Betriebsabläufen bei Abwesenheit oder bei Ausscheiden von Mitarbeitern wird durch Vertretungsregelungen und Kündigungsfristen minimiert.

Für sämtliche wesentliche Stellen bzw. Aufgabenbereiche wurden Kompetenzprofile entwickelt, um die an die Mitarbeiter ausgewählter Bereiche gestellten Anforderungen hinsichtlich der Kenntnisse und Erfahrungen zu definieren. Die Kompetenzprofile werden regelmäßig an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Bei der Erstellung von Anforderungsprofilen für besondere Funktionen wie die Leitung der Risikocontrolling-Funktion, der Internen Revision sowie der Compliance-Funktion werden die besonderen qualitativen Anforderungen entsprechend der Aufgabengebiete berücksichtigt.

Es existieren unterschiedliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, die regelmäßig an die jeweiligen Entwicklungen angepasst werden, so dass die Mitarbeiter sowie deren Vertreter abhängig von ihren Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen. Zur Qualitätssicherung wird darüber hinaus mit allen Mitarbeitenden entweder eine jährliche Mitarbeiterbeurteilung oder ein Entwicklungsdialog durchgeführt.

Die Vergütungs- und Anreizsysteme sind in der Weise ausgestaltet, dass sie die strategischen Ziele unterstützen und nicht zu Interessenkollisionen und Fehlanreizen führen.

Es besteht ein umfangreiches Kontrollsystem hinsichtlich der Geschäftsprozesse und der Arbeitsabläufe, so dass weiterhin von einem moderaten operationellen Risiko ausgegangen werden kann.

5.4.5 Geschäftsrisiken

Unerwartete Ergebnisrückgänge können u.a. dadurch entstehen, dass rückläufige Erträge nicht in gleicher Weise durch rückläufige Aufwendungen ausgeglichen werden können bzw. Aufwendungen unerwartet steigen. Diese Entwicklungen können intern (z.B. durch Fehlverhalten von Personen, strategische Fehlentscheidungen) bedingt, aber auch durch externe Faktoren (z.B. volkswirtschaftliche Entwicklungen/Konjunkturrisiken, Konkurrenzsituation, politische Entscheidungen) beeinflusst sein. Hierzu werden regelmäßig Analysen über ihre Positionierung im Markt durchgeführt. Hierbei werden insbesondere die Konditionen, neue Produkte und Kampagnen der Mitbewerber analysiert.

Die Überwachung und die Steuerung der Geschäftsrisiken obliegen der Geschäftsleitung. Dazu wird u.a. monatlich eine Analyse der Entwicklung des Gesamtgeschäfts durchgeführt und im Rahmen des Forecast-Prozesses mit der Geschäftsleitung durchgesprochen. In diesem Zusammenhang erfolgt auch ein Vergleich mit der Planung. Dabei werden sowohl die Volumen- als auch die Stückentwicklung betrachtet. Hinzu kommen die Analyse und ggf. Aktualisierung der Annahmen zur Margenentwicklung. Sollten sich Fehlentwicklungen abzeichnen, so wird durch geeignete Maßnahmen diesen Entwicklungen entgegengewirkt. Überdies bespricht die Geschäftsleitung regelmäßig die Geschäftsentwicklung und daraus resultierende spezielle Themen.

Geschäftsrisiken im Investment- und Versicherungsgeschäft werden ferner zusätzlich durch das IBC überwacht und gesteuert. Zusammen mit der Geschäftsleitung werden hier identifizierte Risiken besprochen und ggf. Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Reduzierung beschlossen.

Eine Berücksichtigung von Geschäftsrisiken erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsermittlung durch Bildung eines Abschlags bei der Bestimmung der Risikodeckungsgrößen. Zur frühzeitigen Identifizierung möglicher Risiken werden regelmäßig Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Kundenumfragen durchgeführt.

5.4.6 Grenzen der verwendeten Risikomodelle

Im Rahmen des Risikomanagements werden insbesondere im Rahmen der Ermittlung der Kredit-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationeller Risiken interne Modelle verwendet. Diese internen Modelle unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung.

Die Aussagekraft von Modellen ist zum einen durch die Anzahl und Qualität der zugrundeliegenden Annahmen sowie die Anzahl der durchgeführten Stresstests begrenzt. Zum anderen können nicht alle denkbaren "Downside"-Szenarien vorhergesagt und simuliert werden.

Insofern kann es möglich sein, dass Verluste größer ausfallen als in den Szenarien berechnet. Um auf eine Vielzahl möglicher Szenarien vorbereitet zu sein, werden verschiedene Arten von Stresstests durchgeführt (institutsweite Stresstests, risikospezifische Stresstests, inverse Stresstests). Dabei werden sowohl hypothetische als auch historische Stresstests durchgeführt.

Ferner werden Grenzen der Risikotragfähigkeitsmodelle untersucht.

5.4.7 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die Struktur des Risikomanagementsystems sowie die existierenden Risikosteuerungs- und -controllingprozesse werden der geplanten Geschäftsentwicklung und daraus resultierenden Risiken vollauf gerecht.

Bestandsgefährdende Risiken aus den dargestellten relevanten Risikoarten sind derzeit nicht erkennbar.

6 Sonstige Erklärungen

6.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Geschäftsleitung der TARGOBANK AG hat Zielgrößen für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene von 29,4% und zweiten Führungsebene von 49,1% unterhalb der Geschäftsleitung festgelegt, welche zum 30. Juni 2027 zu erreichen sind.

Der Aufsichtsrat der TARGOBANK AG hat Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 33,3% und im Vorstand von 50,0% festgelegt, welche zum 30. Juni 2027 zu erreichen sind.

6.2 Nichtfinanzielle Erklärung

Die TARGOBANK AG wird in die nichtfinanzielle Konzernerklärung im Konzernfinanzbericht der Caisse Fédérale de Crédit Mutuel, 4, rue Frédéric-Guillaume Raiffeisen, 67000 Straßburg/Frankreich, einbezogen, bei der dieser auch in englischer Sprache erhältlich ist.

TARGOBANK AG

Kasernenstraße 10 40213 Düsseldorf www.targobank.de www.targobank-magazin.de www.facebook.com/targobank www.instagram.com/targobank de.linkedin.com/company/targobank www.xing.com/company/targobank www.youtube.com/targobank

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TARGOBANK AG, Düsseldorf

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TARGOBANK AG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TARGOBANK AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6.1 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für Forderungen an Kunden aus dem Privatkundengeschäft

Die qualitative und quantitative Beschreibung des Risikomanagements für Adressenausfallrisiken einschließlich der Bewertung von Forderungen aus dem Kreditgeschäft findet sich im Risikobericht als Teil des Lageberichts in den Abschnitten "5.3.1 Risikoarten" und "5.3.2 Risikokapital und Risikotragfähigkeit". Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind in Abschnitt "2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs beschrieben.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Zum 31. Dezember 2023 weist die TARGOBANK in ihrem Jahresabschluss einen Bestand an "Forderungen an Kunden" i. H. v. EUR 29.702,0 Mio (i. Vj. EUR 27.870,7 Mio) aus. Zur Berücksichtigung akuter Ausfallrisiken bildet die Bank Einzelwertberichtigungen, wobei der überwiegende Teil auf pauschalierte Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Kunden aus dem Privatkundengeschäft entfällt. Der Nettoaufwand aus "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft" beträgt in 2023 EUR 314,6 Mio (i. Vj. EUR 337,4 Mio).

Die TARGOBANK wendet einen dreistufigen Ansatz zur Bemessung der Risikovorsorge an, wobei zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste (ECL) ein Modell verwendet wird. Die Risikovorsorge in Stufe 1 entspricht den innerhalb der nächsten zwölf Monate erwarteten Kreditverlusten. Die Risikovorsorge in Stufe 2 bezieht sich auf Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, während die Risikovorsorge in Stufe 3 auf bonitätsbeeinträchtigte finanzielle Vermögenswerte entfällt. Die Risikovorsorge der Stufen 2 und 3 berücksichtigen die erwarteten Kreditverluste für die gesamte Restlaufzeit. Die Risikovorsorge der Stufe 3 wird als Einzelwertberichtigung im Jahresabschluss der Bank berücksichtigt. Da auf die hierin enthaltene pauschalierte Einzelwertberichtung für Forderungen an Kunden aus dem Privatkundengeschäft ein wesentlicher Teil der Risikovorsorge entfällt, haben wir diese nach unserem pflichtgemäßen Ermessen als am bedeutsamsten für unsere Prüfung eingeschätzt.

Die Ermittlung der Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste in der Stufe 3 ist ermessensbehaftet und erfordert die Verwendung komplexer Modelle, Inputfaktoren und Annahmen. Die Risikovorsorge wird anhand folgender Parameter bestimmt: Ausfallwahrscheinlichkeit ("Probability of Default" - PD), Ausfallquote ("Loss Given Default" - LGD) und Forderungshöhe bei Ausfall ("Exposure at Default" - EAD). Die nach diesem Verfahren berechnete Risikovorsorge wird als pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Forderungen an Kunden im Privatkundengeschäft im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Bank berücksichtigt.

Das Risiko für den Abschluss besteht darin, dass bei der Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung für Forderungen an Privatkunden keine sachgerechten Modelle oder Parameter verwendet werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt.

Wir haben die Ausgestaltung und Einrichtung sowie die Wirksamkeit der zur Bestimmung der Risikovorsorge relevanten Kontrollen getestet und zusätzlich aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

In einem ersten Schritt haben wir uns einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Kreditportfolios der Forderungen an Privatkunden, die damit verbundenen adressausfallbezogenen Risiken sowie das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Identifizierung, Steuerung, Überwachung und Bewertung der Adressausfallrisiken in diesem Kreditportfolio verschafft. Zur Identifizierung besonderer Risikomerkmale haben wir verschiedene IT-gestützte Analysen auf Basis des gesamten Kundenkreditportfolios durchgeführt. Hierbei haben wir das Kreditportfolio unter anderem nach den verschiedenen Produktarten analysiert.

Für die Beurteilung der Angemessenheit des internen Kontrollsystems in Bezug auf die Identifizierung, Steuerung, Überwachung und Bewertung der Adressausfallrisiken im Kreditportfolio der Forderungen an Privatkunden haben wir Befragungen durchgeführt sowie Einsicht in die relevanten Unterlagen genommen. Darüber hinaus haben wir uns von der Implementierung und Wirksamkeit von relevanten Kontrollen überzeugt, die die Einhaltung der Systematik zur Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigung entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften gewährleisten sollen. Für die zum Einsatz kommenden IT-Systeme haben wir die Wirksamkeit der General IT Controls unter Einbindung unserer IT-Spezialisten überprüft.

Wir haben uns davon überzeugt, dass die TARGOBANK der Zuordnung der Forderungen aus dem Privatkundengeschäft zu den Bewertungsstufen sachgerechte quantitative und qualitative Kriterien zugrunde legt. Die zur Anwendung kommende Bewertungsmodelle haben wir dahingehend gewürdigt, dass diese für eine sachgerechte Ermittlung der Risikovorsorge geeignet sind. Die in die Berechnung einfließenden wesentlichen Annahmen haben wir auf ihre Angemessenheit hin beurteilt. Darüber hinaus haben wir geprüft, dass die Risikovorsorge mathematisch korrekt auf Basis der Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit ("Probability of Default" - PD), Ausfallquote ("Loss Given Default" - LGD) und Forderungshöhe bei Ausfall ("Exposure at Default" - EAD) berechnet wurde. Dabei haben wir die pauschalierte Einzelwertberichtigung nachgerechnet.

Hinsichtlich der in die Berechnung der pauschalierten Einzelwertberichtigung einfließenden Ausfall- und Verlustquoten haben wir die von der Bank durchgeführten Validierungen auf Angemessenheit beurteilt.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die zur Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Privatkunden verwendeten Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter sind sachgerecht.

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6.1 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Mai 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer der TARGOBANK AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jan Möllenkamp.

 

Düsseldorf, den 21. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Möllenkamp, Wirtschaftsprüfer

Schulz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung

Die Organisation der Tätigkeit und die Zuständigkeiten des Aufsichtsrates werden durch die gesetzlichen Regelungen, die Satzung der Bank, die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates sowie die Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig vom Vorstand über den Gang der Geschäfte sowie die Lage und Entwicklung der Bank und der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe, deren übergeordnetes Unternehmen die TARGOBANK AG ist, unterrichtet. Der Vorstand ist damit seinen Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat, insbesondere nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie § 90 Aktiengesetz, nachgekommen. Der Aufsichtsrat beriet den Vorstand bei der Leitung des Instituts und war bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden.

In seinen Sitzungen am 30. März, 22. Juni, 29. September und 30. November 2023 hat er mit der Geschäftsleitung unter anderem wesentliche Punkte der strategischen Planung, die Geschäfts- und die daraus abgeleiteten Risikostrategien der TARGOBANK AG und der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe besprochen und sich ausführlich mit allen wichtigen Themen der Unternehmensführung und -planung sowie zur Geschäfts- und Risikoentwicklung und sonstigen Geschäften und Ereignissen von erheblicher Bedeutung für die TARGOBANK AG, wie insbesondere der Beendigung des Kooperationsvertrages zur Vermittlung von Versicherungsverträgen zwischen TARGOBANK AG dem Talanx/HDI-Konzern sowie den geplanten Aufbau einer neuen Versicherungskooperation und den Abschluss eines Sponsoring-Vertrages mit dem Düsseldorfer Turn- und Sportverein FORTUNA 1895 e.V. beschäftigt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Ethik- und Verhaltenskodex der Gruppe in seiner Sitzung vom 30. März 2023 zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst (April und Dezember 2023). Im Umlaufverfahren im Dezember 2023 wurde unter anderem eine Zustiftung zur TARGOBANK Stiftung beschlossen, um die langfristigen Handlungsmöglichkeiten der Stiftung für Initiativen zu Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz sowie finanzieller Bildung deutlich zu stärken. Periodische Berichte über den Geschäftsverlauf außerhalb von Sitzungen vermittelten weitere Einsichts- und Kontrollmöglichkeiten. Dem Aufsichtsrat sind Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung dargelegt und begründet worden.

Weiterhin hatte der Aufsichtsrat umfassend Gelegenheit, sich über die Einhaltung der regulatorischen und rechtlichen Anforderungen, insbesondere unter Berücksichtigung der Ergebnisse interner und externer Prüfungen, zu informieren. Auf Grundlage der schriftlichen Berichte und mündlichen Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsleitung überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus auch über die Gesamtsituation des Mutterkonzerns, der Crédit Mutuel Alliance Fédérale, unterrichtet.

Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat auch regelmäßig über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme informiert. Zustimmungspflichtige Geschäfte wurden dem Aufsichtsrat ordnungsgemäß zur Entscheidung vorgelegt. Beanstandungen seitens des Aufsichtsrates gab es nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb von Sitzungen in Kontakt mit der Vorsitzenden des Vorstands.

Soweit geboten, nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrates Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wahr. Dabei wurden sie seitens der TARGOBANK AG angemessen unterstützt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben aus seiner Mitte jeweils einen Vergütungskontroll-, einen Nominierungs-, einen Prüfungs- und einen Risikoausschuss gebildet, welche die ihnen nach gesetzlichen und aufsichtlichen Bestimmungen zugewiesenen, im Wesentlichen beratenden und vorbereitenden Aufgaben sowie Zuständigkeiten wahrnehmen. Der Vergütungskontrollausschuss beschäftigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere mit Aspekten der Vergütungssysteme sowie mit weiteren Personalthemen. Der Nominierungsausschuss behandelte im Wesentlichen Themen zu Vorstands- und Aufsichtsratsmandaten sowie zu den Themen Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit. Ferner beschäftigte sich der Prüfungsausschuss unter anderem mit der Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für die Gesellschaft, mit den Berichten aus den Bereichen Interne Revision und Compliance. Der Risikoausschuss behandelte insbesondere die Berichte zum Risikomanagement einschließlich der Risikostrategie und der Informationen zu wesentlichen Rechtsrisiken. Soweit erforderlich, haben die Ausschüsse Beschlüsse gefasst bzw. dem Aufsichtsrat ihre Beschlussempfehlungen vorgelegt. Zudem berichteten die Vorsitzenden der jeweiligen Ausschüsse dem Aufsichtsrat anschließend in den Aufsichtsratssitzungen über die Arbeit der Ausschüsse.

Jahresabschluss

Der in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. März 2023 bestellte Abschlussprüfer hat die Buchführung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der TARGOBANK AG geprüft und für mit dem Gesetz und der für die Gesellschaft maßgeblichen Satzung in Übereinstimmung befunden. In diesem Rahmen hat der Abschlussprüfer auch die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung überprüft und dem Jahresabschluss seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht, dessen Vergütung festgelegt, den Prüfungsschwerpunkten zugestimmt und sich seinerseits während des Geschäftsjahres und aus dem ihm vorgelegten Prüfungsbericht des Abschlussprüfers davon überzeugen können, dass Rechnungslegung, Jahresabschluss und Lagebericht ordnungsgemäß sind und dass die Abschlussprüfung selbst sowie der dazu erstellte Prüfungsbericht zu keinen Beanstandungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat hat sich mit den Erläuterungen des Abschlussprüfers hinsichtlich des Jahresabschlusses befasst und abschließend keine Einwendungen gegen die Wertansätze des Jahresabschlusses.

Der Aufsichtsrat hat bei seiner Prüfung des Lageberichts der Gesellschaft auch die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken berücksichtigt. Der Aufsichtsrat hält den von der Geschäftsleitung dargestellten Ausblick, welcher zusammenfassend für das Berichtsjahr 2024 von einer Aufwands-Ertrags-Quote leicht über dem Niveau des Vorjahres, im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhten Risikokosten sowie einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 ausgeht, unter den gegebenen Umständen für nachvollziehbar und auch in Anbetracht der Prognoseunsicherheit hinsichtlich der relevanten wirtschaftlichen Bedingungen und zukunftsbezogenen Sachverhalte für angemessen. Die Auswirkungen der weiterhin bestehenden geopolitischen Konflikte führen zu anhaltenden Unsicherheiten über die Energieversorgung und die Entwicklung der Energiepreise sowie der Lieferketten auch im Jahr 2024, wobei deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb laufend überwacht werden.

Er hat deshalb auf der Grundlage seiner eigenen Prüfung und Erörterung mit dem Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer uneingeschränkt testierten Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 21. März 2024 nach Vorprüfung seitens des Prüfungsausschusses in seiner Sitzung vom 20. März 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird der im Berichtsjahr erwirtschaftete handelsrechtliche Jahresüberschuss an die TARGO Deutschland GmbH abgeführt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung die erneute Bestellung des derzeitigen Abschlussprüfers auch für die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024. Diese Empfehlung erfolgte frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte und ohne die Auferlegung von Klauseln, die die Auswahlmöglichkeiten der Hauptversammlung im Hinblick auf die Auswahl des Abschlussprüfers beschränken.

Der Aufsichtsrat hat insbesondere mit seiner regelmäßigen Befassung mit der Geschäftsentwicklung, der Tätigkeit der Internen Revision und der Prüfung der Buchführung seitens des Abschlussprüfers sowie der Erörterung des Jahresabschlusses und des Prüfungsberichts zwischen Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss, Abschlussprüfer und Vorstand die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung bzw. des Rechnungslegungsprozesses überwacht.

Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

In der Hauptversammlung am 30. November 2023 ist Herr Marco Voosen mit Wirkung zum 01. Januar 2024 zum Vorstandsmitglied bestellt worden.

In der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November 2022 sind Herr Daniel Baal und Frau Céline Motte mit Wirkung zum 01. Februar 2023 als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden, da die Anteilseignervertreter Herr Philippe Carli und Frau Catherine Millet ihre Mandate mit Ablauf des 31. Januars 2023 niedergelegt hatten.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitenden Dank und Anerkennung für ihr Engagement und ihren erfolgreichen Einsatz aus.

 

Düsseldorf, den 21. März 2024

Der Aufsichtsrat

René Dangel, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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