Data Modul Weikersheim GmbH
Lindenstraße 8, 97990 Weikersheim, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Dominik Heinze since 8/27/2024 | Procura |
Nina-Susan Kössel since 8/27/2024 | Procura |
Beate Junker since 3/17/2020 | Procura |
Michael Scheuenstuhl since 2/14/2017 | Managing Director |
Florian Dr. Pesahl since 1/27/2011 | Managing Director |
Ralf Bernhard Zimmermann since 11/15/2006 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
Data Modul AG | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Data Modul Weikersheim GmbHWeikersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021I. Lagebericht 20211. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Die Data Modul Weikersheim GmbH (im Folgenden auch kurz: DMW oder die Gesellschaft) ist der Produktions-, Logistik-, Service- und Innovationsstandort für den DATA MODUL Konzern. Der DATA MODUL Konzern, mit der Muttergesellschaft DATA MODUL AG, Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen, München, entwickelt, produziert und vertreibt innovative Flachdisplays, Bildschirme, elektronische Baugruppen und komplette Informationssysteme. Der DATA MODUL Konzern gliedert sich in die Geschäftsbereiche Displays und Systeme. Der Geschäftsbereich Displays beinhaltet hauptsächlich den Einkauf und Vertrieb von DATA MODUL Displays, easyTouch Displays, elektronischen Baugruppen und kundenspezifischen Produkten für den industriellen Einsatz und den Automotive Bereich. Unsere easyBoard-, easyPanel-, easyEmbedded-Solutions und die Spezialmonitore für die Anwendungsbereiche Schiffsnavigation, Medizintechnik sowie die Kunden aus den Bereichen Flughäfen Digital Signage bedienen wir im Geschäftsfeld der Systeme. Die Produktionsleistung im Konzern wird von der DMW und der DATA MODUL Polska Sp. z o. o., Lublin, Polen (DATA MODUL Polska), erbracht. Des Weiteren wird die gesamte Logistik sowie die Serviceleistungen des DATA MODUL Konzerns von der DMW und der DATA MODUL Polska abgewickelt. Ein großer Anteil der Entwicklungstätigkeiten für den DATA MODUL Konzern wird ebenfalls durch die DMW erbracht. Die Data Modul Weikersheim GmbH dient dem DATA MODUL Konzern als Servicegesellschaft für die oben beschriebenen Aufgaben. Dadurch hat die DMW nur die DATA MODUL AG als Kunden und tritt nicht als Anbieter am Markt auf. Die DMW verrechnet ihre Dienstleistungen zu fremdvergleichbaren Preisen nach der Kostenaufschlagsmethode (Cost-Plus Methode). Die DMW unterhält keine Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften. 1.2 Forschung und Entwicklung Unser Ziel ist es, unsere Innovationskraft weiter zu stärken. Der künftige Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, ob es uns gelingt, immer wieder neue Produkte und Lösungen für die sich auf dem Markt wandelnden Anforderungen zu bieten. Die DMW erbringt Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die DATA MODUL AG. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr bei TEUR 2.461 (i.Vj. TEUR 2.433). Zum Stichtag waren in der Entwicklungsabteilung 29 Mitarbeiter (i.Vj. 29 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Entwicklungsintensität (Forschungs- und Entwicklungsaufwand / Umsatz) betrug dabei 17,7 % (i.Vj. 16,3 %). Wir unterscheiden bei unseren Entwicklungsprojekten in Forschung, Produktentwicklungen und kundenspezifische Entwicklungen. Die Entwicklungsabteilung konzentriert sich mit ihren Anstrengungen auf die nächste Generation von Produkten und Lösungen und legt den Grundstein für deren erfolgreiche Markteinführung. Wir haben dabei insbesondere in Ansteuerelektroniken, Industrieapplikationen und OEM-Produkte investiert sowie unseren Produktions- und Entwicklungsstandort in Weikersheim weiter ausgebaut. Hohe Erwartungen haben wir insbesondere auch an unsere Entwicklungsprojekte der Touch- und Optical Bonding-Technologie. Zusammen mit unseren Aktivitäten im Embedded Bereich war dies der Fokus in unserer Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr. Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Die fortlaufende Verbesserung der Qualität ist ebenso von hoher Bedeutung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Die DMW, als Teil des DATA MODUL Konzerns, hatte im Geschäftsjahr 2021 mit herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun und konnte dank der stringenten Umsetzung des Strategieprogramms "Touch Tomorrow 2023" ein gutes Geschäftsjahr 2021 erzielen. Wesentliche Ziele und Themen waren dabei im vergangenen Jahr:
Die DATA MODUL AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prognosen und Planwerte trotz des schwierigen Marktumfeldes erreichen und bei Auftragseingang und Auftragsbestand übertreffen. Die DMW lag leicht unter den prognostizierten Werten. Die Zielerreichung stellt sich wie folgt dar:
Die Nachfrage ist im Geschäftsjahr wieder stark gestiegen und der Auftragseingang hat sich vor allem in Deutschland, USA und China sehr positiv entwickelt. Auch in Italien und Spanien hat sich das Geschäft sehr gut entwickelt. In den USA und China blicken wir weiterhin mit der geplanten Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zuversichtlich in die Zukunft. Das Geschäftsjahr 2021 der DMW endete mit einem Jahresüberschuss von TEUR 600 (i. Vj. TEUR 675). Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass der DATA MODUL Konzern und die DMW trotz der allgemeinen schwierigen konjunkturellen Lage ein gutes und profitables Geschäftsjahr 2021 verzeichnen konnten. DATA MODUL geht auch in den nächsten beiden Jahren von guten und profitablen Ergebnissen aus. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2021 beeinflusste die Corona-Pandemie erneut die Wirtschaftsentwicklung weltweit und in Deutschland massiv. Nach den weitreichenden Einschränkungen der beruflichen und privaten Reisetätigkeit, des Soziallebens und der Geschäftstätigkeit (Lockdown) zu Jahresbeginn setzte mit der allmählichen Lockerung der Beschränkungen im Mai 1 eine dynamische Erholung in Deutschland ein. Als durchschlagendes Mittel im Kampf gegen das Virus kristallisierte sich eine hohe Impfquote heraus. Nachdem über das Sommerhalbjahr in Deutschland und vielen anderen Ländern nur noch wenige Einschränkungen galten, sorgte die teilweise sprunghaft gestiegene Nachfrage in Kombination mit anhaltenden regionalen Unterbrechungen der Lieferketten (v.a. in Asien) für Versorgungsprobleme bei Industrie, Handel und Bau. Insbesondere der internationale Seehandel war betroffen. Die Folge waren lange Lieferzeiten für Rohstoffe, Zwischen- und Fertigprodukte sowie spürbare Preiserhöhungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette und bei Importprodukten. Bis zum Jahresende 2021 zeichnete sich dabei auf Produzentenseite kaum Besserung ab. Zum Jahresende sorgte die weltweite Verbreitung der Delta- und Omikron-Varianten des Virus erneut für eine massive Neuinfektionswelle sowie für regionale Lockdowns und Produktionsunterbrechungen, dämpfte gleichwohl aber auch die Konsumnachfrage. Abhängig von den Pandemie-Maßnahmen verlief die wirtschaftliche Erholung global unterschiedlich. Am schnellsten erholte sich die chinesische Volkswirtschaft - immerhin die zweitgrößte der Welt und derzeit wichtigster deutscher Handelspartner 2 - von den regional mit äußerster Konsequenz durchgesetzten Lockdowns und expandierte 2021 um etwa 8 % gegenüber Vorjahr. Mit einem Plus von knapp 6 % beim realen BIP kaum weniger dynamisch entwickelte sich der wichtige deutsche Exportmarkt USA. Dort sorgte vor allem eine stark expansive Fiskalpolitik unter den Präsidenten Trump (bis Ende 2020) und Biden (ab Januar 2021) dafür, dass die Wirtschaftsleistung bereits wieder im ersten Quartal 2021 das Vorkrisenniveau übertroffen hat 3. Insbesondere der Privatkonsum wurde durch umfassende Transferleistungen des Staates stimuliert. Die Umsetzung des wirtschaftspolitischen Kernstückes der Agenda von Präsident Biden, des grünen und sozial ausgerichteten Investitionsprogrammes "Build Back Better", hat sich allerdings angesichts einer fehlenden Kongressmehrheit verzögert und erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Auch im Euro-Raum fiel die Expansionsrate 2021 mit knapp etwa 5 % hoch aus, was allerdings durch den gravierenderen Einbruch im Vorjahr relativiert wird 4. Am stärksten stieg die Wirtschaftsleistung in Italien und Frankreich, die 2020 besonders stark unter der Pandemie gelitten hatten. Gleiches gilt für das Vereinigte Königreich, das zwar trotz des Anfang 2021 vollzogenen Brexit um 7,5 % gewachsen ist, dennoch den Rückgang von 9,4 % im Vorjahr nicht ausgleichen konnte 5. Auch in Deutschland erholte sich die Wirtschaftsleistung 2021 mit 2,8 % (arbeitstäglich bereinigt, zum Vorjahr) nach der Corona bedingten Rezession 2020 deutlich 6. Nachdem insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2020 die Industrie das Zugpferd der deutschen Wirtschaft war, bremsten Lieferengpässe bei Halbleitern, Rohstoffen und Vorprodukten das Verarbeitende Gewerbe spürbar. Die Produktion sank bis in den Herbst hinein 7. Dabei dürfte es sich allerdings angesichts hoher Auftragseingänge und eines enormen Auftragsbestands nur um ein temporäres Phänomen handeln. Die Rolle der Konjunkturlokomotive übernahmen mit fortschreitender Lockerung der Lockdown-Regeln ab dem zweiten Quartal schrittweise der Bau, der Dienstleistungssektor und der Einzelhandel. Der Privatverbrauch alleine wäre jedoch nicht in der Lage gewesen den vom Lockdown belasteten Jahresstart trotz hoher Expansionsraten über das Sommerhalbjahr zu kompensieren. Dabei blieb die im Vorjahr stark angestiegene Sparquote überdurchschnittlich hoch. Letztlich trug der Staat, der seinen Konsum bei hohem Haushaltsdefizit deutlich ausweitete, maßgeblich zum BIP-Anstieg bei. Auch die Investitionstätigkeit trug positiv zum Wachstum bei, enttäuschte die zu Anfang des Jahres gehegten hohen Erwartungen aber etwas. Die Bauinvestitionen erwiesen sich angesichts der wenig eingeschränkten Bautätigkeit und der in vielen Segmenten unverändert steigenden Immobilienpreise dabei als resilient und expandierten weiter. Der Außenhandel - langjährige Triebfeder der Investitionstätigkeit - erzielte netto einen deutlich negativen Wachstumsbeitrag; die Störung der internationalen Transportwege und die deutsche Spezialisierung auf hochpreisige Investitionsgüter und die zyklische Autoindustrie bremsten die Exporte, während die steigende inländische Nachfrage die Importe ankurbelte.
1 Vgl. Bayerische Staatsregierung 2021,
https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-04-05-2021/
Der Preisdruck hat angesichts der Erholung der Nachfrage, der Lieferengpässe und der steigenden Rohstoffpreise in Deutschland kräftig zugenommen. Die steigende Inflation entwickelte sich sogar zu einem der dominierenden wirtschaftlichen Themen des Jahres. Im Jahresdurchschnitt 2021 lagen die Verbraucherpreise (VPI) 3,1 Prozent 8 über Vorjahresniveau. Insbesondere der stark auf die globale Erholung reagierende Rohölpreis Brent, dessen Preis im März/April 2020 unter 20 US-Dollar je Barrel lag und bis Oktober 2021 auf über 85 US-Dollar stieg 9 , sowie hohe Kosten für Erdgas und Strom haben die Energiepreisteuerung befeuert. Hinzu kamen Sonderfaktoren wie ein Basiseffekt durch die zwischen Juli und Jahresende 2020 geltende, befristete Senkung der Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte 10 sowie die im Januar 2021 neu eingeführte CO 2 -Steuer. Auch im Euro-Raum stieg die Inflation 2021 stark an. Mit 2,6% 11 wurde dabei das Inflationsziel der EZB, das die Zentralbank im Rahmen ihres Strategieprozesses Mitte 2021 bei 2% (symmetrisch) festlegte, deutlich übertroffen 12. Der ultraexpansive Kurs wurde dennoch weitgehend unverändert fortgeführt, ohne die Leitzinsen anzupassen. Der Euro hatte sich im ersten Halbjahr 2021 per Saldo noch stabil gegenüber dem Dollar gezeigt. Mitte Juni überraschte jedoch die Fed mit deutlich angehobenen Zinsprojektionen für die kommenden Jahre und seither stiegen bei hohem Inflationsdruck die Markterwartungen an US-Leitzinserhöhungen ab 2022 immer weiter an. Zudem beschloss die Fed zunächst eine Verringerung ihrer Anleihekäufe und dann im Dezember eine Beschleunigung des "Tapering"-Tempos. Vor diesem Hintergrund wertete der Euro letztes Jahr zum Dollar insgesamt um 7,1 % auf 1,14 EUR-USD ab. 13 b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Elektroindustrie ist gemessen an ihrer Bruttowertschöpfung eine der bedeutendsten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Nach deutlichen Produktions- und Umsatzrückgängen im Jahr 2020 (-6,1 % bzw. -5,0 %) 14 konnte die Branche eine beeindruckende Erholung verzeichnen: Im Jahr 2021 konnte ein Auftragsplus von 23,9 % ggü. dem Vorjahr erzielt werden, welches insbesondere von Auslandsaufträgen (+27,0 %) getrieben wurde. Das Geschäftsklima 15 in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie konnte sich zum Jahreswechsel etwas aufhellen. Die überwiegende Stimmungseintrübung in der Erwartungskomponente während des zweiten Halbjahres 2021 ist primär den teilweise erheblichen Mangel an elektronischen Komponenten geschuldet, die das Abarbeiten der Auftragseingänge erschweren. Die Unternehmen schätzen 16 sogar, dass der letztjährige Umsatz ohne die Knappheiten und Logistikprobleme um bis zu zehn Prozent hätte höher ausfallen können. Unter dem Strich steht für das Jahr 2021 laut ZVEI ein weltweites Branchenwachstum von ca. 9,7 % ggü. dem Vorjahr zu Buche. Neben Aufholeffekten nach dem Krisenjahr 2020 sind auch der verstärkte Einsatz von Remote-Work, die steigende Produktion an E-Fahrzeugen in der Automobilbranche (gepaart mit Ausbau der Ladeinfrastruktur), erhöhter Einsatz von Industrieprodukten zur Steigerung der Energieeffizienz und das starke Wachstum beim Ausbau von Rechenzentren sowie des 5G-Netzes verantwortlich für eine steigende Nachfrage.
8 Vgl. Statistisches Bundesamt 2022,
Pressemitteilung Nr. 025
Der Welt-Elektromarkt (der deutsche Anteil liegt bei knapp 3 % 17 ) dürfte gemäß den Prognosen des ZVEI 2021 um 9 % auf ein Volumen von ca. 5.000 Mrd. Euro gestiegen sein. Während für die Elektromärkte in den Industrieländern ein Plus von 7 % verzeichnet worden sein dürfte, dürften die Erholung in den Schwellenländern mit zu einem erwartenden Plus von 10 % wesentlich stärker ausgefallen sein. Einmal mehr ist dabei der chinesische Markt mit einem Zuwachs von 11 % der Haupttreiber. Der Anteil des chinesischen Elektromarkts am Weltmarkt liegt inzwischen bei 41 % und damit mit weitem Abstand vor den anderen größten Ländern (USA 13 %, Japan 6%, Südkorea 4 %), die 2021 alle mit Zuwächsen zwischen 6 % -9 % aufwarten konnten. Der (gesamt-)europäische Elektromarkt macht mit 743 Mrd. Euro ca. 16 % des Weltmarktes aus - davon die EU mit 553 Mrd. Euro und knapp 12 %; der deutsche Markt ist mit einem Anteil von 2,6 % der fünftgrößte der Welt. Die deutschen Elektroexporte nach Europa lagen auf kumulierter Basis von Januar bis Dezember 2021 bei 144,9 Mrd. 18 und übertrafen ihren Vorjahreswert damit um 11,4 %. Auch die Exporte in das Vereinige Königreich konnten sich nach dem Brexit-Schock (2020: -13,4 %) mit einem Zuwachs von 11,8% im Jahr 2021 spürbar erholen. Beim Blick auf die letztjährige Entwicklung der Branchenausfuhren nach Kontinenten haben sich die Exporte nach Europa am stärksten erhöht. Hier stand ein Anstieg um 11,4 % auf 144,9 Mrd. Euro 19 zu Buche. Die Elektrolieferungen nach Nordamerika bzw. Asien konnten mit 9,6 % bzw. 7,1 % ebenfalls beträchtlich zulegen. Nach dem herben Rückschlag infolge der Corona-Krise erfuhr der Maschinenbau als wichtige Absatzbranche von DATA MODUL im Geschäftsjahr 2021 einen kräftigen Aufschwung. In den ersten elf Monaten des Jahres legte die Produktion um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr zu. 20 Materialengpässe, insbesondere bei Elektronikkomponenten und Stahl, hohe Rohstoffpreise und wieder steigende Infektionszahlen ("vierte Corona-Welle") in vielen für den Maschinenbau wichtigen Ländern, die wichtigsten Exportmärkte sind neben der EU die USA und die VR China, dämpften jedoch den Aufschwung. Die exzellente Entwicklung der Auftragseingänge - 2021 legten diese um satte 32 % zu 21 - hätte für ein deutlich stärkeres Produktionswachstum gesprochen. Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel: Viele Unternehmen möchten die Stammbelegschaft ausweiten, können dies aus Mangel an geeigneten Bewerbern jedoch nicht umsetzen. 2.3 Wirtschaftliche Lage der Data Modul Weikersheim GmbH a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Umsatz von TEUR 13.884 (i. Vj. TEUR 14.897) erwirtschaftet. Damit sind die Umsatzerlöse um 6,8% (i.Vj. um 21,4%) gesunken. Die Umsätze werden, wie im Vorjahr, ausschließlich in Deutschland getätigt. Die Veränderung der wesentlichen Aufwendungen und Erträge stellte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:
17 Vgl. ZVEI-Weltelektromarkt, Juli 2021
Es konnte ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von TEUR 980 (i. Vj. TEUR 1.048) erzielt werden. Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -47 (i. Vj. TEUR -89). Wesentliche Ursache für den Rückgang waren die gesunkenen Zinsaufwendungen an die DATA MODUL AG bedingt durch das in 2020 zurückgezahlte Darlehen. Für das Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 600 (i. Vj. TEUR 675) bei einer Umsatzrendite von 4,3 % (i. Vj. 4,5 %). b) Finanzlage Kapitalstruktur Die Gesellschaft finanziert ihr Geschäft soweit möglich aus eigenen Mitteln und greift, wenn nötig, auf Bankfinanzierungen zurück. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf 73,4 % (i.Vj. 81,4 %). Ursache hierfür sind die auf TEUR 2.000 (i.Vj. TEUR 0) gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Infolgedessen erhöhte sich ebenfalls die Fremdkapitalquote auf 26,6 % (i.Vj. 18,6 %) und der Verschuldungsgrad auf 36,3 % (i.Vj. 22,9 %) (Fremdkapital / Eigenkapital). Die Fremdmittel setzen sich dabei zusammen aus:
. Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 99 (i. Vj. TEUR 102). Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig die Finanzierung des weiteren Wachstums sichergestellt. Daher wurden die Kreditlinien und Avalrahmen verlängert, um kurzfristig unsere Working Capital Finanzierung und somit das schnelle Ausnutzen sich ergebender Geschäftschancen sicherzustellen. Die Kreditlinien des DATA MODUL Konzerns in Höhe von TEUR 49.000 stehen der DATA MODUL AG und ihren Tochtergesellschaften gemeinsam bis auf weiteres zur Verfügung. Die DATA MODUL AG haftet für die Ausnutzung dieser Kreditlinien durch ihre Tochtergesellschaften. Diese Linien waren zu 32,72 % zum Stichtag ausgenutzt. Somit bestehen für die Finanzierung des Konzerns und der DATA MODUL AG keine bestandsgefährdenden Risiken für die DMW. In den Kreditvereinbarungen mit den Banken gibt es keine finanziellen Covenants neben den gewöhnlichen quartalsweisen Informationspflichten. Im Falle eines zukünftigen Change of Control soll mit den Banken die weitere Zusammenarbeit besprochen werden. Besondere Finanzierungsmaßnahmen oder Finanzierungsvorhaben bestanden im Berichtszeitraum nicht. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Investitionstätigkeit der Geschäftsentwicklung angepasst. Die Investitionen dienten der Kapazitätserweiterung, der Rationalisierung und der damit verbundenen Produktivitätserhöhung der Fertigung sowie der Innovation und Qualitätssteigerung unserer Displays und Services. Ein Großteil der Investitionen 2021 entfiel auf die Erweiterung der Produktions- und Logistikkapazitäten. Des Weiteren wurden in die IT-Infrastruktur, die Logistik und die Arbeitsplatzausstattung investiert. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir Investitionen in Höhe von TEUR 399 (i. Vj. TEUR 1.125) getätigt. Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Liquidität Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 261 auf TEUR 315 (i. Vj. TEUR 577). c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.236 bzw. 17,2 % auf TEUR 15.210 (i. Vj. TEUR 12.974). Im Bereich der Aktiva ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf die erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit entgegengesetztem Effekt aus verringerten Sachanlagen zurückzuführen. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Gewinnvortrag. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren In nachstehender Tabelle werden die finanziellen Leistungsindikatoren des Berichtsjahres und des Vorjahres dargestellt:
b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Kennzahlen sind für die DMW auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Arbeitnehmerbelange, langfristige Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Umweltbelange sowie ISO-Zertifizierungen von großer Bedeutung. In Bezug auf die Arbeitnehmerbelange weist die DMW eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 10,1 Jahren auf. Dies spricht für langfristig orientierte Arbeitsbeziehungen mit unseren Mitarbeitern, die durch interne Ausbildung sowie durch Fortbildungsmaßnahmen gefördert werden. Durch eine entsprechende Vergütungsstruktur in Form von fixen und teilweise variablen Gehaltsbestandteilen honorieren wir auch die individuellen Leistungen unserer Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2021 waren in der Gesellschaft 169 Mitarbeiter im Vergleich zu 183 zum Vorjahresbilanzstichtag beschäftigt. Der Jahresdurchschnittswert verringerte sich auf 175 Mitarbeiter (i. Vj.187 Mitarbeiter). Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Ausbildung einer Vielzahl junger Menschen. Zum Bilanzstichtag waren in der Gesellschaft 23 Auszubildende beschäftigt. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Bestellverhaltens der Kunden des DATA MODUL Konzerns sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft. Die DMW ist als Teil des international aufgestellten DATA MODUL Konzerns einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Die effiziente Steuerung der Risiken im Sinne eines Frühwarnsystems nimmt daher eine zentrale Rolle ein. Die Risiken werden dabei über den DATA MODUL Konzern erfasst und quantifiziert. Die Skalen zur Messung dieser beiden Bewertungsgrößen (Grad der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie die daraus resultierende Risikoklassifizierungsmatrix sind in unten abgebildeter Tabelle dargestellt. Risikoklassifizierungsmatrix Grad der Auswirkung
a) Unternehmensstrategische Risiken (Mittleres Risiko) Die DMW hat sich entschieden, rein als Servicegesellschaft für die DATA MODUL AG tätig zu sein. Durch diese unternehmensstrategische Entscheidung ist die DMW wirtschaftlich abhängig von der Geschäftsentwicklung und den unternehmensstrategischen Entscheidungen der DATA MODUL AG. Grundsatz für unsere Geschäftstätigkeit ist Wachstum und Geschäftserfolg. Investitions- und Beteiligungsentscheidungen unterliegen grundsätzlich diesen Kriterien. Das in den vergangenen Jahren erfolgreich in den Markt eingeführte Produktportfolio der Embedded- und Touch-Systeme ist ein fester Bestandteil unserer Geschäftsaktivitäten. Unternehmensstrategische Risiken können daraus resultieren, dass möglicherweise die Erwartungen, die wir in diese internen Projekte und strategischen Entscheidungen gesetzt haben, nicht erfüllt werden. Die damit erfolgten Investitionen können sich möglicherweise nicht amortisieren und unsere Entscheidung, die Entwicklung zu einem Anbieter kompletter Systeme voranzutreiben, sich als falsch herausstellen. Dem versuchen wir kontinuierlich durch regelmäßige und engmaschige Analyse des Risikos im Bereich des Segments Systeme entgegenzusteuern. b) Marktrisiken (Mittleres Risiko) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenrisiko Durch ihr Geschäftsmodell hat die DMW kein unmittelbares Marktrisiko, vielmehr ist die DMW als Servicegesellschaft des DATA MODUL Konzerns abhängig von der Entwicklung der Unternehmensgruppe. Dadurch gehen eine Vielzahl der Risiken der DATA MODUL Gruppe in die DMW über. Risiken wie Beschaffungsrisiko, Währungsrisiko, Ausfallrisiko oder Preisänderungsrisiko bestehen in der DMW nicht mehr, da die Gesellschaft ihre Kosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags an die DATA MODUL AG weiterbelastet. Die Nachfrage nach den Produkten der DATA MODUL ist teilweise von zyklischem Nachfrageverhalten und von Volatilität gekennzeichnet. Zusätzlich hängt die Nachfrage von den konjunkturellen Schwankungen in unseren Märkten ab und könnte sich künftig auch weiter rückläufig entwickeln. Das weltwirtschaftliche Umfeld wird insbesondere im ersten Halbjahr 2022 weiter von der Corona-Pandemie und den Lieferengpässen geprägt sein. Die Erholung wird sich fortsetzen, jedoch spürbar an Tempo verlieren. Nicht zuletzt wegen Omikron bleibt auch das Risiko auf der Inflationsseite nach oben gerichtet. Frühestens gegen Jahresmitte wird sich die Versorgungslage bei Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten spürbar entspannen und mit abnehmendem Preisdruck für eine erneute Beschleunigung des Wirtschaftswachstums sorgen. Zudem haben die geopolitischen Zielkonflikte, vor allem zwischen Russland und der Ukraine und den westlichen Verbündeten, an Bedeutung gewonnen. Auch hier zeichnet sich kurzfristig keine Entspannung ab. DATA MODUL ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug zu reagieren und dadurch Marktanteile an den Wettbewerb zu verlieren. Diesem Risiko versuchen wir durch sehr enge Kontakte zu den Displayherstellern auf der einen und unseren Kunden auf der anderen Seite entgegenzuwirken. Grundsätzlich könnte aber auch unsere Entwicklung zu einem kompletten Systemanbieter hin die falsche Strategie sein, indem wir auf nicht gewinn- und wachstumsträchtige Markttrends setzen. Der Verlust von einigen Großkunden an den Wettbewerb stellt ebenso ein wesentliches Risiko in der Geschäftstätigkeit der DATA MODUL dar. Änderungen in der Gesetzgebung könnten zu Nachfrageschwankungen in bestimmten Branchen oder Zielmärkten führen. DATA MODUL beobachtet und bewertet laufend das wirtschaftliche, politische, rechtliche und soziale Umfeld, um die daraus resultierenden Chancen und Risiken rechtzeitig in die Unternehmensentscheidungen einbeziehen zu können. Wettbewerbsrisiko Am Markt auftretende Lohnfertiger könnten als günstigerer Mitbewerber auftreten und die DMW als Konzernlieferant für Logistik- und Produktionsdienstleistungen verdrängen. Dem versuchen wir mit hohen Qualitätsstandards, schon bei der Mitarbeiterauswahl, entgegenzuwirken. Zeitgleich versuchen wir mit hoher Flexibilität die Produkte für die Kunden der DATA MODUL AG zu entwickeln und zu produzieren. Kundenanforderungen, wie Termin, Preisgestaltung und technische Machbarkeit stehen an erster Stelle. Um dies zu erreichen, benötigt es ein motiviertes und gut arbeitendes Mitarbeiterteam. c) Finanzielle Risiken (Geringes Risiko) Zinsrisiken Die zur Finanzierung unseres Geschäfts zur Verfügung stehenden Kreditlinien unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. In Einzelfällen hat die Zugehörigkeit zur ARROW-Gruppe für die DATA MODUL negativen Einfluss auf das Rating bei den Banken. Liquiditätsrisiken Die DMW nutzt die Kreditlinien gemeinschaftlich mit der DATA MODUL AG. Derzeit bestehen Konzern-Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 49.000, die den Unternehmen des DATA MODUL Konzerns gemeinschaftlich zur Verfügung stehen. Diese Linien sind von verschiedenen Banken in bilateralen Vereinbarungen bis auf weiteres gewährt. In den Kreditvereinbarungen mit den Banken gibt es keine finanziellen Covenants neben den gewöhnlichen quartalsweisen Informationspflichten. Das Management geht davon aus, dass uns diese Kreditlinien im bisherigen Umfang bzw. gemäß unserem Bedarf auch weiterhin zur Verfügung stehen. Die Liquiditätssituation unseres Unternehmens hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verbessert und es bestanden und bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken. d) Informationstechnische Risiken (Mittleres Risiko) Risiken bestehen hier im unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und -informationen sowie in der mangelnden Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Um diese abzuwenden, werden adäquate Genehmigungsprozesse, Zugriffsprofile und Technologien eingesetzt. Für alle kritischen Datenbestände werden täglich Datensicherungen erstellt, die an einen anderen Standort ausgelagert sind; außerdem führen wir regelmäßig sogenannte Disaster-Recovery-Tests durch. Im Jahr 2021 haben externe Angriffe zu keinen Störungen in unseren Geschäftsprozessen geführt, da sie durch die implementierten Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich abgewehrt wurden. Zusätzlich lassen wir unsere Schutzmaßnahmen durch externe Spezialisten bezüglich Effektivität und Effizienz begutachten. Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Des Weiteren sind die Mitarbeiter des Unternehmens zur Einhaltung einer IT-Richtlinie verpflichtet. e) Rechtliche Risiken (Geringes Risiko) Es kann nicht garantiert werden, dass Umweltschutzauflagen oder steuerrechtliche Risiken der DMW nicht Schaden zufügen. Für uns bekannte Rechtsstreitigkeiten bilden wir Rückstellungen, sofern es nach unserer Einschätzung wahrscheinlich ist, dass entsprechende Verpflichtungen bestehen und eine adäquate Schadenseinschätzung möglich ist. Für bestimmte rechtliche Risiken haben wir branchenübliche Versicherungen abgeschlossen, die wir als angemessen ansehen. f) Personelle Risiken (Mittleres Risiko) Der Erfolg der DMW wird im Wesentlichen von dem umfassenden Wissen und der langjährigen Erfahrung sowie der hohen Motivation und dem Engagement unserer Mitarbeiter getragen. In unserer Personalpolitik setzen wir daher konsequent unsere Firmenphilosophie "Erfolg durch Kompetenz und Verantwortung" um. Dem immer intensiveren Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-How-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet der Konzern mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten, gezielter Mitarbeiterförderung sowie durch leistungs- und erfolgsabhängige Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Flache Hierarchien, eine offene Kommunikationspolitik und ein stetiger Wissensaustausch fördern die Zufriedenheit der DATA MODUL Mitarbeiter. Auch durch die kontinuierliche Ausbildung einer Vielzahl junger Menschen im Unternehmen betreiben wir gezielte Nachwuchsförderung. Dem Infektionsrisiko während der Corona-Pandemie begegnet die DMW mit Homeoffice-Regelungen und der strikten Umsetzung der Hygienepläne. g) Sonstige Betriebsrisiken (Geringes Risiko) Die DMW ist externen Risiken wie Naturkatastrophen, Feuer und Unfällen ausgesetzt. Schäden an Gebäuden, Produktionsanlagen und Lagerhäusern des Konzerns oder seiner Zulieferer und an unterwegs befindlicher Ware können zu Sachschäden oder Unterbrechungen der Geschäftsaktivitäten führen. Dem wirken wir auf verschiedene Weise entgegen. Beispielsweise setzen wir zuverlässige Zulieferer und Logistikanbieter ein, die hohe Sicherheitsstandards garantieren. Zusätzlich zu unserem Versicherungsschutz haben wir auch Notfallpläne implementiert, um potenzielle negative Auswirkungen zu minimieren. Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht der Vorstand keine Risiken, die den Fortbestand der DATA MODUL gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung eine Gefährdung der DATA MODUL nicht erkennen. 3.2. Chancenbericht Im Rahmen unserer Unternehmenstätigkeit ergeben sich neben den Risiken auch ständig Chancen, die wir identifizieren, bewerten und im Anschluss entsprechend danach handeln. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen, wobei die Reihenfolge die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für die DMW widerspiegelt. Die beschriebenen Chancen sind notwendigerweise nicht die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen regelmäßigen Änderungen unterworfen, da sich unser Unternehmen, unsere Märkte und die Technologien kontinuierlich und schnell weiterentwickeln. Daraus können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende können an Relevanz verlieren oder zunehmen. Es ist auch möglich, dass sich Chancen, die wir heute sehen, nicht realisieren können. Konjunktur und Produktportfolio Wir leben in einer Welt der schnellen Information. Informationen an jedem Ort der Erde erhalten, bearbeiten und weitersenden, nimmt einen wichtigen Platz im heutigen Alltag ein. Diese Informationen werden in den nächsten Jahren immer mehr über Displays kommuniziert. Eine Welt, in der die Menschen und ihre Lebensqualität direkt vom Fortschritt profitieren. Durch unsere Produkte liefern wir einen Beitrag zu diesem Fortschritt und sind aus diesem Grund mit dem richtigen Produkt am Markt präsent. Für die DMW als Teil des DATA MODUL Konzerns ergeben sich auch Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Basierend auf der, trotz mit der Coronavirus-Pandemie behafteten Unsicherheiten, erwarteten mittelfristigen moderaten Erholung der Weltwirtschaft sowie den Prognosen von Marktforschungsinstituten und im Hinblick auf verstärkte Investitionen in moderne Kommunikationsmedien gehen wir davon aus, dass der DATA MODUL Konzern und damit auch die DMW in den nächsten beiden Geschäftsjahren eine stabile Unternehmensentwicklung aufweisen wird (siehe Angabe im Lagebericht 3.3 Prognosebericht). Die Chancen für eine positive Entwicklung sehen wir in unseren verstärkten Anstrengungen für Forschung und Entwicklung bezüglich den Ansteuerelektroniken sowie im Geschäftsfeld Industrie, wo wir mit speziell entwickelten Nischenprodukten als OEM-Zulieferer tätig sind. Zusätzliches Potential sehen wir in unseren neu entwickelten Kompetenzen im Bereich der Touch- und Optical Bonding Technologie sowie im Bereich Embedded. Einige Kundenaufträge sind hier sehr vielversprechend und zeigen uns das bestehende Potential auf. Attraktive Entwicklungschancen sehen wir für die DATA MODUL auch in der weiteren langfristigen Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik der Schwellenländer partizipieren und unseren Umsatz dort in den nächsten Jahren erhöhen. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten in den USA und China. Dadurch können wir den Unternehmenswert langfristig nachhaltig steigern. 3.3. Prognosebericht Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der DMW als Teil des DATA MODUL Konzerns und den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen ein unvermeidbares Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch dem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Wirtschaftlich Rahmenbedingungen 22 Auch das Jahr 2022 wird konjunkturell stark von der Corona-Pandemie geprägt werden. Dank der Fortschritte bei den Impfungen, die in einigen Ländern nur durch die Einführung einer Impfplicht erreicht werden dürfte, sollten im Sommer jedoch die unmittelbaren Konjunkturauswirkungen der Pandemie an Bedeutung verlieren. Im Jahresverlauf dürften auch die mittelbaren Auswirkungen der Pandemie, gestörte Lieferketten auf der Angebotsseite sowie aufgestauter Konsum und Investitionen auf der Nachfrageseite, an Einfluss auf die Konjunktur verlieren und zu einer geringeren Inflationsdynamik beitragen. Der von einigen Zentralbanken bereits Ende 2021 eingeschlagene Weg der Rückführung von ultra-lockeren geldpolitischen Maßnahmen dürfte 2022 fortgesetzt werden. Auch die EZB dürfte sich dem Tross anschließen und gegen Ende 2022 den Einlagesatz erstmals wieder erhöhen. Die Prognoseunsicherheit ist allerdings aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine und der darauffolgenden Sanktionierung Russlands durch die EU, die kurzfristig für höheren inflationsdruck sorgt, stark gestiegen. Im Jahr 2021 fiel die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aufgrund des geringeren Anteils personennaher Dienstleistungen weniger dynamisch aus als im Rest des Euro-Raums. Aufgrund der stärkeren Betroffenheit durch die gestörten globalen Lieferketten sowie der selbstverschuldeten Impf-Defizite wird Deutschland nun auch 2022 hinterherhinken. Die Initiativen der neuen Ampel-Regierung zur Steigerung der Investitionen in Dekarbonisierung und Digitalisierung dürften aufgrund von Kapazitätsengpässen (Bausektor und Facharbeiter) zunächst nur teilweise realisiert werden können und erst in den Folgejahren ihre Wirkung entfalten. Wie viele andere Länder dürfte daher auch Deutschland 2022 nicht die notwendigen Beiträge liefern, um die angestrebte CO 2 -Reduktion bis 2030 zu erreichen. Trotz des Auslaufens des preistreibenden Effektes der Mehrwertsteuererhöhung wird auch für Deutschland mit 4,4 % für 2022 eine ähnlich hohe Inflationsrate wie im Euro-Raum (4,5 %) prognostiziert. Dies ist zum einen auf den engeren Arbeitsmarkt und den noch nicht abgebauten Konsum- und Investitionsstau zurückzuführen. Zum anderen gibt es preistreibende Effekte der neuen Regierungspolitik durch stark steigende Abgaben auf CO 2 -Emissionen und eine sprunghafte Anhebung des Mindestlohns. Auch der Ukraine-Krieg wirkt über höhere Preise für Energie-, Industrie- und Agrarrohstoffe und Lieferkettenanpassungen preissteigernd. Der Rückprall der Konjunktur nach der Corona-Rezession in Kombination mit substanziellen Basiseffekten haben 2021 zum höchsten BIP-Zuwachs der Weltwirtschaft seit 1973 geführt. Maßgeblich getrieben von der schnellen Erholung in China ist die Dynamik in den Schwellenländern dabei im Durchschnitt noch stärker ausgefallen als in den fortgeschrittenen Ländern. Dank zunehmender Impfungen dürfte sich der Aufschwung in vielen Schwellenländern 2022 mit hohem Tempo fortsetzen. In China ist hingegen mit einer Fortsetzung des zuletzt weniger dynamischen Wachstumstempos zu rechnen. Hier wirken sich die Finanzierungsprobleme großer Immobilienentwickler bremsend auf die Bautätigkeit aus und die Eingriffe des Staates in viele Wirtschaftsbereiche belasten. Bei den Fortgeschrittenen Ländern dürfte der Euro-Raum 2022 beim BIP-Wachstum immerhin zu den USA aufschließen. Dies erklärt sich zum einem mit der im Vergleich zu anderen Regionen verzögerten Aufhebung von Corona-Restriktionen und zum anderen in den später wirksam werdenden Konjunkturprogrammen. Während in den USA der Fiskalimpuls 2022 stark konjunkturbremsend wirkt, wird im Euro-Raum das Auslaufen der nationalen Programme mit dem Ausrollen des "Next Generation EU"-Programms größtenteils kompensiert. Auch wenn die Präsidenten der USA und Chinas sich Ende 2021 zu vielen Themen konstruktiv ausgetauscht haben, wird sich die Kontroverse um die globale Vormachtstellung 2022 fortsetzen. Neben der angespannten Situation um Taiwan dürfte die Führerschaft in wichtigen Technologiefeldern eine wichtige Rolle spielen. Auf beiden Seiten des Pazifiks wird die Suche nach Bündnispartnern weitergehen. Dies dürfte die EU und vor allem das exportabhängige Deutschland in den kommenden Jahren zunehmend in die Bredouille bringen. Mit dem Ukraine-Krieg und der Sanktionierung Russlands ist ein Konflikt direkt vor der Haustür entstanden, dessen Kosten vor allem der europäische Kontinent in Form höherer Preise, gestiegener Militärausgaben und geringeren Wachstums wird schultern müssen. Ausblick Data Modul Weikersheim GmbH 2022 Das weltwirtschaftliche Umfeld wird insbesondere im ersten Halbjahr 2022 weiter von der Corona-Pandemie und den Lieferengpässen geprägt sein. Die Erholung wird sich fortsetzen, jedoch spürbar an Tempo verlieren. Frühestens gegen Jahresmitte wird sich die Versorgungslage bei Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten spürbar entspannen und für eine erneute Beschleunigung des Wirtschaftswachstums sorgen. Für die Weltwirtschaft wird ein Wachstum von 4,0 % gegenüber Vorjahr erwartet. Die größten konjunkturellen Risiken für 2022 sind pandemiebedingt. Eine aggressive oder resistente Mutation des Coronavirus und in der Konsequenz langanhaltende Lockdowns gefährden den Fortbestand insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen. Darüber hinaus verschärfen der Ukraine-Krieg und die darauffolgenden Russland-Sanktionen der EU bestehende Herausforderungen auf den internationalen Gütermärkten. Die Lieferprobleme könnten sich als persistent erweisen und die Erholung gefährden; das Auslaufen der staatlichen Stützungsmaßnahmen könnte doch noch zu einer Insolvenzwelle führen. Letztlich birgt auch die hohe Teuerung das Risiko, dass die Geldpolitik zu stark auf die Bremse tritt und die Zinsen spürbar steigen. Ein Rückschlag an den hochbewerteten Finanzmärkten und eine steigende Risikoaversion auf dem Immobilienmarkt könnte dann die Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen. Zuletzt ist angesichts des Ukraine-Krieges natürlich auch das Risiko eines militärischen Flächenbrands in Europa gestiegen. Positive Risiken für die Konjunkturprognose liegen in einem höheren Wirkungsgrad der expansiven Geld- und Fiskalpolitik in der Währungsunion, einer schnellen Eindämmung der Corona-Pandemie und einer Entspannung der außenpolitischen Differenzen zwischen den USA, China und Russland. In der Elektroindustrie und im Maschinenbau könnte bei zunehmender Auflösung der Lieferkettenprobleme ein rascher Abbau der Auftragsbestände zu einer kräftigen Ausweitung der Produktion führen. Mit unserem Strategieprogramm "Touch Tomorrow 2023" wollen wir für DATA MODUL weiter unsere globale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Wir streben dabei ein ausgewogenes Absatzwachstum in Europa, den USA und Asien an, wobei Deutschland das Rückgrat unseres Konzerns bleiben wird. Im Rahmen des Ausbaus der Kapazitäten - local for local - ist die weitere Entwicklung der Standorte in Polen und China geplant. Für DATA MODUL ergeben sich somit auch in 2022 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage sowie neuer zur Marktreife entwickelter Produkte ein herausforderndes Umfeld. Dennoch wollen wir unsere Strategie weiterhin konsequent umsetzen und den Kurs der vergangenen Jahre beibehalten. Als Folgen der strategischen Weiterentwicklung werden wir im Konzern im laufenden Geschäftsjahr weiter in den Ausbau unserer Produktions- und Logistikstandorte investieren und dabei die Produktionskapazitäten schrittweise erhöhen. Derzeit sind Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. 4 - 7 Mio. EUR für den Konzern geplant. Diese werden wir je nach Verlauf des Geschäftsjahres 2022 durchführen oder teilweise vertagen. Zusätzlich könnten innerhalb der nächsten beiden Jahre auch größere Investitionen in den Zukauf von kleineren Unternehmen getätigt werden. Damit wollen wir unser organisches Wachstum beschleunigen und unser Produktportfolio sowie unsere globale Präsenz stärken. Die Investitionen sollen aus dem operativen Cashflow und den bestehenden Kreditlinien finanziert werden. Diese Prognose beruht auf einer Reihe von Annahmen, vor allem, auf einer erwartungsgemäßen Umsatzentwicklung. Eine genauere belastbare Prognose scheitert an der Unwägbarkeit, inwieweit die bestehenden Unsicherheiten von stabilisierenden Momenten kompensiert werden können. Die tatsächliche Entwicklung von DATA MODUL kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. Folgende Annahmen liegen unseren Prognosen zu Grunde: 23
Gesamtaussage Wir gehen davon aus, dass die Ausbreitung des Coronavirus die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2022 weiter schwächt, jedoch eine moderate Erholung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr folgen wird. Unter der Annahme, dass fiskal- und geldpolitische Maßnahmen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie dämpfen und es anschließend zu einer wirtschaftlichen Normalisierung kommt und Aufholeffekte genutzt werden, geht der Vorstand der DATA MODUL AG von einer insgesamt guten Entwicklung des DATA MODUL Konzerns aus. Das "Book-to-Bill" Verhältnis sollte wieder über 1 liegen, sodass unser Umsatzwachstum mittelfristig sichergestellt sein wird. Dabei werden beide Segmente ein Wachstum verzeichnen können. Trotz der abgeschwächten Wachstumsprognosen versprechen wir uns einen erhöhten Umsatz aus unserer erweiterten Geschäftsaktivität in den USA und China sowie aus unseren neu entwickelten Kompetenzen im Bereich der Touch- und Optical Bonding-Technologie sowie in dem Bereich Embedded. Darüber hinaus trägt auch der weltweite Trend zur Digitalisierung zu einem positiven Geschäft im Bereich Displays bei. Der"War for Talents" wird auch in 2022 eine Herausforderung bei der Gewinnung junger, hochmotivierten Nachwuchskräfte sein, der wir uns als Arbeitgeber mit einer langfristigen Perspektive und der Förderung von Leistung und persönlicher Entwicklung gerne stellen. Die Bindung und Förderung von Leistungsträgern wird weiterhin im Fokus stehen. Für die kommenden Jahre erwarten wir einen weiteren Aufbau der Mitarbeiterzahl, den wir konsequent in internationaler Ausrichtung mit engagierten Teamplayern umsetzen werden.
23 Vgl. BayernLB Research, Perspektiven, Januar
2022
Falls die Coronavirus-Pandemie nicht, wie erwartet, bis Sommer 2022 eingedämmt werden kann und entsprechende Gegenmaßnahmen zur Dämpfung der wirtschaftlichen Folgen nicht greifen, schließt der Vorstand eine leicht negative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen nicht aus, geht jedoch von einer deutlich positiven Entwicklung im Basisszenario aus.
Inwiefern die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 und die darauffolgende Sanktionierung Russlands durch die EU sich auf die weltweite Konjunktur und damit auf das Geschäft des DATA MODUL Konzerns auswirken, lässt sich nach aktuellen Einschätzungen noch nicht genau bestimmen.
Weikersheim, 25. März 2022 Dr. Florian Pesahl, Geschäftsführer Michael Scheuenstuhl, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Entwicklung des Anlagevermögens 2021
II. Anhang für 20211. Allgemeine Hinweise Die Data Modul Weikersheim GmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Weikersheim, Lindenstraße 8, 97990 Weikersheim, eingetragen im Handelsregister Ulm unter der Nummer HRB 680426. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr, die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, soweit dies nicht besonders erläutert wird: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern von immateriellen Vermögensgegenständen bei der Data Modul Weikersheim liegen bei 3 bis 5 Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sie werden dabei über ihre betriebliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird nach den amtlich vorgeschriebenen AfA-Tabellen für die allgemein verwendbaren Anlagegüter ermittelt, soweit die dort angegebene Zeitspanne der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter entspricht. Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 netto werden als Sammelposten ausgewiesen, der jährlich mit 20% abgeschrieben wird. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauernde Wertminderung gegeben ist. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen bestehen zum größten Teil aus Serviceleistungen, die für die Muttergesellschaft erbracht werden. Ein Ausfallrisiko wird als gering eingeschätzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Gesellschaft bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der verdienten Anwartschaft berücksichtigt. Die Abzinsung der Pensionen erfolgt pauschal mit dem aus den vergangenen 10 Jahren ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Die Abzinsung der Verpflichtung sowie die Effekte aus der Änderung des zugrundeliegenden Rechnungszinses werden im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Zum Bilanzstichtag bestand ein Aktivüberhang, die Gesellschaft hat von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und hat den Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag nicht aktiviert. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4, S. 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet. Als Umsatzerlöse sind die Erlöse aus dem Verkauf aus der Erbringung von Servicedienstleistungen an die DATA MODUL AG angesetzt (§ 277 Abs. 1 HGB). Erträge und Aufwendungen werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verbucht, wenn sie veranlasst und dem jeweiligen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig mit Ausnahmen einer Forderung in Höhe von TEUR 10, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen die DATA MODUL AG als Gesellschafter setzen sich wie folgt zusammen:
Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 9 (i.Vj. TEUR 57) resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen für Softwarelizenzen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt im Geschäftsjahr 2021 TEUR 790 (i.Vj. TEUR 791). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrages basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,87% (i.Vj. 2,30%) und einem Rententrend von 1,80% (i.Vj. 1,40%) per annum. Den Pensionsrückstellungen liegen die Sterbewahrscheinlichkeiten basierend auf den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde. Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt unter Anwendung eines 7-Jahres-Durchschnittszinses von 1,34% (i.Vj. 1,60%) zum Stichtag TEUR 30 (i.Vj. TEUR 41). Der Unterschiedsbetrag wird in jedem Jahr zwischen dem Erfüllungsbetrag bei einer Abzinsung entsprechend des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Erfüllungsbetrag entsprechend des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt. Die Rückstellungen für Jubiläen beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 82 (i.Vj. TEUR 87). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Stichtag TEUR 2.000.000 (i.Vj. TEUR 0). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die Jahre ab 2022 stellen sich wie folgt dar:
Die Zahlungsverpflichtungen resultieren aus Kfz- und IT-Leasingverträgen. Diese nicht bilanzierten Vertragsverhältnisse werden abgeschlossen aus Erwägungen zur optimierten Liquiditäts- und Ressourcenallokation, zur Risikominderung, um liquide Mittel nicht langfristig zu binden und um eine höhere Flexibilität zu wahren. Des Weiteren haftet die DATA MODUL AG für die von der Data Modul Weikersheim GmbH in Anspruch genommenen Kreditlinien. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den im Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 600.405,09 wie folgt zu verwenden:
5. Sonstige Angaben Organe Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde unter Anwendung der Klausel des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtbezüge (Pensionen) für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Berichtszeitraum TEUR 51 (i.Vj. TEUR 51). Die Pensionsrückstellung für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung ist in voller Höhe gebildet und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 581 (i.Vj. TEUR 579). Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 175 (i.Vj.187).
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen wird. Konzernverhältnisse Die Data Modul Weikersheim GmbH ist ein verbundenes Unternehmen zur DATA MODUL AG, München. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DATA MODUL AG, München, einbezogen. Der Konzernabschluss der DATA MODUL AG zum 31. Dezember 2021 wird gem. § 315e HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt und im Bundesanzeiger (BAnz) veröffentlicht und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis dar. Der Konzernabschluss für den größten Kreis stellt die Arrow Electronics Inc., Centennial, Colorado, USA auf, welcher unterwww.arrow.com im Bereich Investors veröffentlicht ist. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und die darauffolgende Sanktionierung Russlands durch die EU auf die weltweite Konjunktur und damit auf das Geschäft des DATA MODUL Konzerns und der Data Modul Weikersheim, lassen sich nach aktuellen Einschätzungen noch nicht genau bestimmen. Da der Konzern jedoch keine direkten oder indirekten Lieferanten- sowie Kundenbeziehungen in der Ukraine und in Russland aufweist, werden keine großen direkten Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gehabt hätten, sind uns nicht bekannt.
Weikersheim, 25. März 2022 Dr. Florian Pesahl, Geschäftsführer Michael Scheuenstuhl, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Data Modul Weikersheim GmbH, Weikersheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Data Modul Weikersheim GmbH, Weikersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Data Modul Weikersheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 25. März 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
Christian Schönhofer, Wirtschaftsprüfer Maria Link, Wirtschaftsprüfer |
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