Master Data

Registry
Register court Coesfeld HRB 7997
Registered
11/12/2004
Industry
Wholesale of paint and varnishActivities of holding companiesWholesale of tobacco products
Purpose
Der Großhandel mit Malerbedarfsartikeln. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an Unternehmen gleicher Art und solchen Unternehmen, die ihren Zweck zu fördern geeignet sind, zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen und ihm unmittelbar oder mittelbar förderlich erscheinen, mit Ausnahme von Bankgeschäften im Sinne des § 1 des Gesetzes über das Kreditwesen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu gründen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Stefan Elting
since 3/11/2008
Procura
Gus Neleman
since 11/12/2004
Managing Director

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Kip GmbH

Bocholt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Die Kip GmbH, mit Firmensitz in Bocholt (D), ist Zulieferer von Klebebändern für das professionelle Malergewerbe, DIY/ Retail und die Industrie. Das Unternehmen gehört zur Unternehmensgruppe der Shurtape Technologies LLC in den USA. Kip beliefert Verkaufs- und Vertriebsstellen in ganz Europa. Das Unternehmen vermarktet qualitativ hochwertige Produkte und bietet den Kunden optimalen logistischen Service mithilfe von modernen Automatisierungstechniken. Kip hat in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum erzielt und möchte dieses Wachstum fortsetzen.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Laut Dr. Ruth Brand, seit dem 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für u.a. Nahrungsmittel sowie Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten laut Brand. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher.

Laut Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) wurden in Deutschland in 2022 1,53 Millionen Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft - ein Minus von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr ist ein weiterer Rückgang um 2-3 % auf 1,5 Millionen Tonnen zu erwarten, berichtet Präsident Peter Jansen auf der Jahreswirtschaftskonferenz des VdL. Der Umsatz der in Deutschland verkaufen Lacke, Farben und Druckfarben stieg in 2022 inflationsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 6,1 Mrd. Euro. Auch im laufenden Jahr erwartet der VdL einen weiteren leichten Anstieg um gut 2 % auf 6,2 Mrd. Euro. Mehrere Entwicklungen drücken die Ergebnisse der Farbenhersteller: Die Rohstoffpreise verharren auf hohem Niveau, eine Entlastung ist auch aufgrund der Inflation nicht zu erwarten. Die Energiekrise führt langfristig zu höheren Kosten bei Gas und Strom. Steigende Bürokratiekosten setzen vor allem dem Mittelstand zu.

Der Großhandel schließt das Jahr 2022 schwach ab und verzeichnet im vierten Quartal einen realen Rückgang der Umsätze um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember gaben die Großhandelsumsätze nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes real um 6,3 % nach. Dies ist der größte Rückgang im Jahr 2022. Damit realisieren sich die Erwartungen an eine schwache Entwicklung über die Wintermonate. Das nominale Wachstum verbleibt aufgrund der Preisentwicklung positiv, liegt aber mit 5,4 % im Dezember deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von 18,1 %. Insgesamt konnten die Umsätze im Jahr 2022 real um 0,5 % zulegen. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

(BGA) geht aufgrund der weiterhin hohen Preise davon aus, dass der Großhandel einen schwierigen Start in das Jahr 2023 durchläuft.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz weiterhin schwierigen Umfelds sehr robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.

2. Ertragslage

Die Produktpalette der Kip GmbH erstreckte sich auch im Jahr 2022 ausschließlich auf den Klebebandbereich.

Das Rohergebnis ist auf TEUR 20.150 um 13,2 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 17.797) gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus einer Erhöhung der Umsatzerlöse.

Der Personalaufwand ist um 5,8 % von TEUR 3.881 auf TEUR 4.107 gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch einen leicht erhöhten Personalbestand sowie Lohnerhöhungen begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 7.636 auf TEUR 8.489 um 11,2 % gestiegen. Diese Änderung begründet sich hauptsächlich durch Kursdifferenzen, Ausgangsfrachten, Konventionalstrafen, Verpackung, Fremdlager sowie Reparaturen und Wartungen.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ist gestiegen um 21,2 % von TEUR 6.158 auf TEUR 7.464.

Das Ergebnis hat die im Vorjahresabschluss dargestellten Erwartungen übertroffen.

3. Finanzlage

Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr bestand eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von TEUR 2.000 mit der Hausbank, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden ist.

Entwicklung

Der Finanzmittelfonds ist am Ende des Jahres um TEUR 567 auf TEUR 1.197 gestiegen. Er besteht zum Stichtag ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Der Anstieg begründet sich überwiegend durch erheblich geringere Auszahlungen an Unternehmenseigner in Höhe von TEUR 895 (Vorjahr TEUR 3.143) und eine geringfügig reduzierte Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 91). Der Cash Flow aus laufendender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 8.081 (Vorjahr TEUR 5.209).

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Kip GmbH belief sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 20.773 gegenüber TEUR 19.475 zum 31. Dezember 2021.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 254 gesunken. Die Debitorenlaufzeit in Tagen ist mit 25,3 Tagen in 2022 im Vergleich zu 28,9 Tagen in 2021 gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um TEUR 2.750 auf TEUR 2.785.

Das Vorratsvermögen betrug zum Stichtag TEUR 12.182 (Vorjahr: TEUR 13.890) und ist somit um TEUR 1.708 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Lagerdauer der Vorräte lag im Jahr 2022 bei 122 Tage (Vorjahr: 107 Tage). Bei der Vorratsbewertung ist eine Vorauszahlung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 261) für Warenlieferungen berücksichtigt.

Auf dem internationalen Beschaffungsmarkt hat sich die Lage im Laufe des Jahres etwas entspannt, so dass wir durch gezielte Forecasting Maßnahmen eine leichte Reduzierung unseres Vorratsniveaus durchführen konnten.

Die liquiden Mittel betrugen am Ende des Jahres TEUR 1.197 (Vorjahr: TEUR 630).

Die Eigenkapitalquote lag im Jahr 2022 bei 1,23 %. Die Verbindlichkeiten stiegen von TEUR 16.574 auf TEUR 17.798 und bestanden überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch die Ergebnisabführung an die Kip Holding GmbH & Co. KG sowie die Auszahlungen an diese Gesellschaft berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 2.719 (Vorjahr: TEUR 2.645). Diese bestehen mit TEUR 2.187 (Vorjahr: TEUR 2.054) überwiegend aus Bonusrückstellungen, personalbezogenen Rückstellungen für Tantieme und nicht genommenen Urlaub, Rückstellungen für Drohverluste aus Kurssicherungsgeschäften sowie für Beratungskosten. Auch bestanden zum Jahresende Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge und für ausstehende Rechnungen.

5. Gesamtbeurteilung der Geschäftslage und -entwicklung

Das Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr vor Abführung an das Mutterunternehmen mit TEUR 7.464 deutlich positiv. Die finanzielle Ausstattung der Kip GmbH ist gegenüber dem Jahr 2021 gestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch das kurzfristig gebundene Vermögen überdeckt. Die Lage der Gesellschaft kann unverändert als gut bezeichnet werden kann. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung als günstig.

6. Risikobericht

Beschaffung/Wechselkursrisiken

Einkaufsbedingte Risiken durch Fremdwährungen wurden im Jahr 2022 zu einem Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum 31. Dezember 2022 wurden bereits weitere Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um auszuschließen, dass eine Stärkung des USD-Kurses gegenüber dem Eurokurs sich als Verschlechterungen in der Handelsspanne bemerkbar macht. Zusätzliche USD- und JPY-Käufe werden zu Kassakursen getätigt. Eine zukünftige Stärkung des USD- bzw. des JPY-Kurses gegenüber dem Eurokurs würden sich als Verschlechterungen in der Handelsspanne bemerkbar machen. Die Prognose der Postbank erwartet zur Jahresmitte einen EUR/USD Kurs in Höhe von 1,10. Ergebnisse einer Bloomberg Umfrage zu FX-Prognosen führen zu EUR/USD Kursen im Rahmen von 1,05 bis 1,15.

Die Rohstoffpreise befanden sich nach starken Preiserhöhungen im Jahr 2021 auch im Jahr 2022 auf sehr hohem Niveau.

Allerdings waren bei den Rohstoffpreisen die Preiserhöhungen zum Ende des Jahres 2022 weniger ausgeprägt als zu Beginn des Jahres.

Für das Jahr 2023 wird erwartet, dass sich die erhöhten Rohstoffpreise nach unten korrigieren werden. Allerdings werden diese positiven Effekte durch Erhöhung der Produktionskosten insbesondere durch höhere Energiepreise sowie gestiegene Lohnkosten als auch Finanzierungskosten überlagert.

Auch bei den Seefrachtraten hat bereits zum Ende des Jahres 2022 eine Korrektur der Preise eingesetzt, so dass auch hier mit einer Normalisierung der Frachtraten in 2023 zu rechnen ist.

Allerdings könnte auch durch die neuen IMO2023 Regulierungen, welche als Ziel eine Reduzierung der Emissionen von Frachtschiffen anstreben, der Markt für Seefrachtraten sich ungünstig entwickeln. Höhere Emissionsanforderungen werden Reedereien zu anderen Routen, Verringerung der Geschwindigkeiten der Containerschiffe sowie zu Erhöhungen der Vorlaufzeiten und Kapazitäten zwingen. Wie der Markt letztendlich auf die neue IMO2023 reagieren wird, lässt sich aktuell noch schwer einschätzen.

7. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wie auch in den Vorjahren herrschen auch in 2023 große Unsicherheiten in der Weltwirtschaft.

Der Konflikt zwischen Russland und Ukraine wirkt sich weiterhin negativ auf die Wirtschaft aus und ein Ende dieses Konfliktes ist noch nicht in naher Zukunft zu erwarten.

In der gesamten EU sind hohe Inflationsraten auch im Jahr 2023 noch gegenwärtig und steigende Zinsen haben Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Laut ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2023 stagniert die deutsche Wirtschaft. Die hohen Inflationsraten belasten derzeit die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Gleichzeitig erholt sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und kräftigen Rückgängen bei den Energiepreisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren (-0,1 %) und im kommenden Jahr um 1,7 % zulegen.

Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit durchschnittlich 6,2 % nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr. Erst im kommenden Jahr dürfte die Rate auf 2,2 % zurück gehen.

Laut dem Verband der Lack- und Druckfarbenindustrie macht die weiterhin bestehende Inflationsgefahr sowie die aktuelle weltpolitische Lage eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung extrem schwierig. Ohne wesentliche Störungen erwartet der VdL einen Rückgang in der Produktion der deutschen Farbenhersteller um rund 2 %. Die Inlandsnachfrage wird in ähnlicher Weise zurückgehen. Wertmäßig wird noch eine leichte Steigerung der Inlandsnachfrage von 2 % erwartet.

Insgesamt ist zu beobachten, dass der private Konsum durch Vorsichtigkeit und Zurückhaltung geprägt ist, was sich im geringeren privaten Konsum widerspiegelt.

Unsere Branche ist weiterhin von einer weiteren Konzentrierung und Zusammenschlüssen geprägt. Auch ist zu beobachten, dass relevante Markteilnehmer ihre Produktpalette ausweiten, um ihren Marktanteil zu erweitern. Es wird erwartet, dass mehr Spezialistenanbieter zu Vollsortimentanbietern werden.

Aufgrund dieser Entwicklung wird ein erhöhter Wettbewerbsdruck im relevanten Markt erwartet.

Obwohl die wirtschaftliche und geopolitische Lage weiter von großer Unsicherheit geprägt ist, sowohl global als auch im Euroraum, gehen wir aufgrund von Ausweitungen unserer Vertriebsaktivitäten im Europäischen Ausland von einem leichten Umsatzanstieg für 2023 aus. Wir erwarten eine stabilere Lage der Rohstoff- und Energiepreise und damit verbunden einen Roherlös auf Vorjahresniveau. Weiterhin gehen wir aufgrund der aktuell noch hohen Rohstoff- und Energiepreise von einem leicht niedrigeren Nettoergebnis aus.

 

Bocholt, den 4.5.2023

Kip GmbH, Bocholt

Gus Neleman

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 662.726,02 760.109,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 12.181.909,63 13.889.452,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.643.017,89 4.130.618,55
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 2.785.197,01 (VJ. € 35.515,68)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.197.061,03 630.115,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.833,43 64.217,13
20.772.548,00 19.474.513,98

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
B. Rückstellungen 2.719.067,98 2.644.535,31
C. Verbindlichkeiten 17.797.834,08 16.574.332,73
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 16.122.030,90 (VJ. € 14.143.972,48)
20.772.548,00 19.474.513,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.394.338,04 18.007.107,12
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.417.908,80 3.222.324,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 688.716,55 4.106.625,35 658.798,30
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 156.586,53 163.333,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.489.008,09 7.635.876,85
- davon aus Währungsumrechnung ( 436.599,77 ) ( 0,00 )
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 10,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 177.707,78 168.444,16
- davon an verbundene Unternehmen ( 164.762,25 ) ( 164.762,25 )
7. Ergebnis nach Steuern 7.464.410,29 6.158.339,20
8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 7.464.410,29 6.158.339,20
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Sitz der Gesellschaft: Bocholt
Handelsregister: HRB 7997
Registergericht: Amtsgericht Coesfeld

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeines

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2022 erstmalig die Größenkriterien für eine große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist jedoch zum Stichtag nach den in § 267 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die rechtsformspezifischen Anforderungen des GmbHG wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Gegenstand des Unternehmens, Besitz- und rechtliche Verhältnisse

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel mit Klebebändern aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an Unternehmen gleicher Art und solchen Unternehmen, die ihren Zweck zu fördern geeignet sind, zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen und ihm unmittelbar oder mittelbar förderlich erscheinen, mit Ausnahme von Bankgeschäften im Sinne des § 1 des Gesetzes über das Kreditwesen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu gründen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 255.645,94 und wird zum 31. Dezember 2022 von der Kip Holding GmbH & Co. KG, Bocholt, gehalten.

Die Gesellschaft hat ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr.

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3.1 Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wird in Anlehnung an die steuerlichen Sätze der AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgelegt. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen linear ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

3.2 Umlaufvermögen

3.2.1 Vorräte

Die Waren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

3.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind zum Nennwert abzüglich für erforderlich gehaltene Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen sowie des aufgrund der Corona Pandemie erhöhten Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % auf den nicht einzelwertberichtigten Netto- Forderungsbestand gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

3.2.3 Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bilanziert.

3.3 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen und entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag.

3.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und tragen sämtlichen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

3.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei darüberhinausgehenden Restlaufzeiten wird die Bewertung mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung vorgenommen, wenn nicht eine Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag zu einer niedrigeren Forderung bzw. einer höheren Verbindlichkeit führt.

Für Verlustüberhänge aus den Kurssicherungsgeschäften werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Im aktuellen Jahr wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von EUR 99.365,55 gebildet. Im Vorjahr bestanden keine Verlustüberhänge.

5. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 verweisen wir auf das Anlagengitter (Anlage zum Anhang).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni, für Tantieme, für nicht genommenen Urlaub, für ausstehende Rechnungen und für Rechts- und Beratungskosten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Darlehen in Höhe von EUR 3.295.245,30 gegenüber der Shurtape (HK) Co. Ltd., Hongkong, sowie Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 12.727.899,65 (Vj.EUR 8.406.636,46) gegenüber der Gesellschafterin (insbesondere aus der Ergebnisabführungsverpflichtung). Im Übrigen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Konzernunternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Verwaltungskosten (TEUR 2.733, Vj. TEUR 2.733), Zoll- und Frachtkosten (TEUR 1.868, Vj. TEUR 1.675), übrige sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 906, Vj. TEUR 395), sowie Werbekosten (TEUR 769, Vj. TEUR 924).

6. Zusätzliche Angaben

6.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen die nachfolgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

2023 Folgejahre
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 81 100
Verpflichtungen aus Mietverträgen 297 297
378 397

6.2 Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung des zukünftigen auf Fremdwährungen basierenden Einkaufsvolumens wurden bereits in 2022 Devisentermingeschäfte für 2023 abgeschlossen. Zum Stichtag wurden Devisentermingeschäfte zum Nominalwert von TEUR 4.670 (TUSD 4.875) abgeschlossen. Der Marktwert zum Stichtag beträgt TEUR 4.571. Für die Devisentermingeschäfte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 99 gebildet.

6.3 Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden unverändert zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

6.4 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr

Im Berichtsjahr war zum Geschäftsführer bestellt:

Gus Neleman, kaufmännischer Geschäftsführer, Varsseveld, Niederlande.

Er ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

6.5 Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 77 Arbeitnehmer (Vorjahr: 76) beschäftigt. Die Anzahl der Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt auf:

2022 Vorjahr
Kaufmännische Angestellte 45 46
Gewerbliche Arbeitnehmer 32 30
77 76

6.6 Verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Kip Holding GmbH & Co. KG, Bocholt, deren Abschluss in den Konzernabschluss der Shurtape Technologies, LLC., Hickory/USA, einbezogen wird. Die Kip Holding GmbH & Co. KG, Bocholt, ist gem. § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Shurtape Technologies, LLC., Hickory/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss kann in den Geschäftsräumen der Muttergesellschaft - in Hickory/USA - eingesehen werden.

6.7 Nachtragsbericht

Der Krieg in der Ukraine hat weiterhin das Potenzial, der Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19 Pandemie einen erheblichen Dämpfer zu versetzen. Die Folgen der globalen Finanzmärkte, die internationalen Lieferketten, der Energiepreise, sowie für das Wirtschaftsleben in Deutschland und die Kip GmbH sind aufgrund der hohen Dynamik der aktuellen Situation derzeit nicht absehbar. Im Lagebericht wurde an jeweils geeigneter Stelle auf mögliche Folgen und Risiken hingewiesen, ohne dass diese Ausführungen den Anspruch haben können, bereits heute ein vollständiges Bild der Lage und ihrer Auswirkungen zeichnen zu können.

 

Bocholt, den 4.5.2023

Kip GmbH, Bocholt

Gus Neleman

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endstand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grunstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.971,50 0,00 0,00 5.971,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 443.702,85 6.815,00 0,00 6.000,00 444.517,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.286.530,23 64.431,01 0,00 54.378,60 1.296.582,64
gesamt 1.730.233,08 77.217,51 0,00 60.378,60 1.747.071,99
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grunstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.600,00 0,00 1.600,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 161.549,73 32.688,05 5.999,00 188.238,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 808.573,52 122.298,48 36.364,81 894.507,19
gesamt 970.123,25 156.586,53 42.363,81 1.084.345,97
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grunstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.371,50 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 256.279,07 282.153,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.075,45 477.956,71
gesamt 662.726,02 760.109,83

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kip GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kip GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kip GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzliche Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 4. Mai 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Weyers, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss, welcher auf Grund der Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen vom vorliegenden offengelegten Jahresabschluss abweicht.

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2022 erfolgte am 14. August 2023.

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