Master Data

Registry
Register court Rostock HRB 6473
Previous
Arkona Reisen GmbH
Registered
12/20/1995
Industry
Activities of holding companiesIntermediation service activities for accommodationOther reservation service and related activities n.e.c.
Purpose
- der Betrieb von Hotels sowie von Beherbergungs-, Gastronomie-, Wellnessund Spa-Objekten im eigenen Namen, im fremden Namen und für fremde Rechung oder diese im Auftrage Dritter zu betreiben und zu bewirtschaften und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen zu erbringen, - Organisation, Vermittlung und Durchführung von Urlaubsreisen, Touren und Ausflügen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen und mit solchen Unternehmen Kooperationen einzugehen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Niklas Griffin
since 1/26/2026
Procura
Thomas Hoffelner
since 12/2/2025
Managing Director
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

DSR Hotel Holding GmbH
Germany
€50,000
100.00%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

DR Hospitality GmbH & Co. KG

Rostock

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die DR Hospitality-Gruppe betreibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz 17 Hotels der Marken A-ROSA, aja Resorts, Hotel Neptun, Hotel Louis C. Jakob sowie HENRI Hotels. Der Konzern entstand am 30. August 2021 mit Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG (im Folgenden: "DR Hospitality" oder "Konzernmuttergesellschaft") als ihr erstes Tochterunternehmen. Die DR Hospitality in Rostock wurde am 23. Juni 2021 neu gegründet und ist ein Joint Venture zwischen der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, und der DER Touristik Hotel & Resorts GmbH, Köln, dem zweitgrößten europäischen Reiseunternehmen und 100 %-igem Tochterunternehmen der REWE Group, Köln. Beide Partner sind mit jeweils 50 % am Joint Venture Unternehmen DR Hospitality beteiligt.

Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, als 100 %-ige Tochter der DR Hospitality, verantwortet als Zwischenholding den operativen Betrieb und die Vermarktung der Hotels und Resorts des Konzerns. Sie organisiert und steuert zentrale Funktionen wie Vertrieb und Marketing, IT, Human Resources, Technik, Einkauf, Development, PR, Revenue Management sowie Finanzen.

Im Fokus der Konzernstrategie steht die Entwicklung nachhaltiger erdgebundener Tourismuskonzepte ("Green Hospitality"). Unter dem Sammelbegriff erdgebundener Tourismuskonzepte werden im Wesentlichen Reiseverhalten zu Destinationen, die gut mit Bahn und Auto erreichbar sind, zusammengefasst. Eine kunden- und nachfrageorientierte Vertriebs- und Marketingstrategie bildet hier die Grundlage für kontinuierliches Wachstum. Der Konzern profitiert dabei von einer steigenden Nachfrage nach innovativen sowie gesundheits- und wellnessorientierten Urlaubsangeboten in den deutschsprachigen Ferienregionen. Für diesen Fokus auf die Wahrnehmung heimatnaher Urlaubsangebote gibt es eine Reihe von Gründen: die demographische Entwicklung, das durch die Coronavirus-Pandemie gesteigerte Bewusstsein der Kunden nach hohen Qualitätsstandards sowie das gestiegene Klimabewusstsein. Die Nutzung dieses Nachfragepotenzials im touristischen Freizeitsegment bildet die Basis der Geschäftsstrategie des Konzerns: der Betrieb von Urlaubsresorts an attraktiven und touristisch gut entwickelten Standorten, die darüber hinaus eine gute Verkehrsinfrastruktur vorweisen.

Die verschiedenen Eigenmarken, unter welchen der Konzern seine Hotels betreibt, lassen sich wie folgt charakterisieren:

A-ROSA Resorts und Hotel Neptun

Die DR Hospitality-Gruppe betreibt im High-End Bereich die A-ROSA Resorts in Travemünde, Sylt und Kitzbühel sowie das Hotel Neptun in Warnemünde. Der High-End-Markt zeichnet sich durch eine besondere Qualität mit hohem SPA- und Wellness-Komfort und durch besonders attraktive Lagen aus. A-ROSA Resorts & Hide-aways stehen für anspruchsvolles Ambiente in traumhafter Kulisse. Dabei ist für die Gäste die Vorfreude auf die A-ROSA Urlaubsregionen genauso schön wie die Aussicht auf Wellness, Sauna und die Genussvielfalt in den hoteleigenen Restaurants. Seit 2004 bietet A-ROSA Wellnessliebhabern einen rundum erholsamen Wohlfühlurlaub und hält mit dem umfassenden Angebot Gästen und Partnern viel Platz für das individuelle A-ROSA Erlebnis bereit. Mit den A-ROSA Resorts auf Sylt, in Travemünde und in Kitzbühel können Familien, Paare und Singles inmitten großartiger Natur Genuss und Erholung von früh bis spät erleben. Das 5-Sterne Traditionshaus Hotel Neptun feierte 2021 sein 50-jähriges Jubiläum. Das "erste Haus am Platz" am Strand ist eins der führenden Wellnesshotels mit dem ersten Original-Thalasso-Zentrum Deutschlands.

aja Resorts

Die aja Resorts bieten Erholungssuchenden bezahlbaren Wellnessurlaub in bester Lage. Dabei ist es aja besonders wichtig, dass die Gäste "einfach Urlaub" genießen können. Dieser ist abwechslungsreich und erholsam, denn neben dem Aufenthalt steht bei aja immer auch das Reiseerlebnis im Mittelpunkt. Eingebettet in traumhafte Naturkulissen liegen die aja Resorts in bester Lage und machen es Gästen so möglich, den Urlaubsort und die Umgebung zu erkunden und anschließend wieder die Vorzüge eines Wellnesshotels genießen zu können. Die internen Prozesse sind so optimiert und standardisiert, dass eine weitere Expansion jederzeit unkompliziert möglich ist. Derzeitige Standorte sind Warnemünde, Grömitz, Travemünde, Bad Saarow, Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen und Zürich in der Schweiz.

Hotel Louis C. Jacob

Seit 1. März 2014 gehört die Jacob Familie in Hamburg zur Hotel Gruppe. Diese umfasst neben dem Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee auch das Restaurant Carls an der Elbphilharmonie, die seit Anfang 2017 touristisches Highlight der Stadt und Magnet für in- und ausländische Besucher der Elbmetropole ist. Wir erwarten, dass die Nachfrage in dem durch dieses Hotel bedienten Leisure Segment vor allem aufgrund der touristischen Attraktivität der Hansestadt mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten weiter steigen wird.

HENRI Hotels

Geboren aus der Tradition, ausgerichtet am Zeitgeist sind die HENRI Hotels an urbanen Standorten deutscher und europäischer Metropolen zu Hause. Alle Hotels bieten den Gästen ein Zuhause auf Zeit, wie bei guten Freunden - mit gemütlichem Ambiente und hochwertiger Ausstattung. Hier fühlt sich der Geschäftsreisende genauso gut aufgehoben wie der Städteurlauber. Über alle Generationen eint die HENRI-Gäste eins: die Suche nach dem Besonderen jenseits des Mainstreams. Die HENRI Gruppe hat nach der erfolgreichen Eröffnung des ersten HENRI Hotels in Hamburg (2012) weitere Hotels in Berlin (2016), in Düsseldorf (2018) und in Wien (2019) eröffnet.

Im Juni 2022 eröffnete das erste HENRI Country House in den Mauern des ehemaligen Hotel Elite in Seefeld, Österreich Tirol. Nach einer kurzen Projektierungs- und Umbauzeit ging das Haus zunächst als HENRI Pop-Up-Konzept mit 27 Zimmern an den Markt. Die geplante Erweiterung des Hotels um einen Neubau mit 48 Zimmern beginnt im Jahr 2023. Im HENRI Country House finden Individualreisende aus allen Generationen in touristisch entwickelten und tradierten Ganzjahresdestinationen einen Rückzugsort für Langzeit- und Naherholung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 1,9 % ' gegenüber dem Vorjahr, nachdem das Wachstum im Jahr 2021 noch 2,7 % betragen hatte. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurde Anfang des Geschäftsjahres weiterhin durch die anhaltende Coronavirus-Pandemie bestimmt. Darüber hinaus wirkte sich der am 24. Februar 2022 beginnende Russische Angriffskrieg auf die Ukraine negativ auf die Wirtschaftsentwicklung aus. Auch führten die gegenüber Russland verhängten Wirtschaftssanktionen zu stark steigenden Energiepreisen, welche maßgeblich zu einer in Deutschland im Jahr 2022 zu verzeichnenden Inflationsrate von 7,9 % 2 beitragen (Vorjahr: 3,1 %), wobei sich der Anstieg des Preisniveaus im zweiten Halbjahr 2022 entgegen den Erwartungen abschwächte. Auch entwickelte sich die deutsche Wirtschaft trotz Lieferkettenproblemen und Energiekrise unter anderem aufgrund der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und aufgrund des gefestigten privaten Konsums stabiler als ursprünglich erwartet. Der Konsum der privaten Haushalte für u.a. Restaurantbesuche, Reisen und Kultur stieg im Vorjahresvergleich deutlich um 4,6% und erreichte damit annähernd das Vorkrisenniveau. 3

1 destatis, Pressemitteilung Nr. 020 (13.01.2023)
2 destatis, Pressemitteilung Nr. 022 (17.01.2023)

Branchenbezogene Konjunkturentwicklung

Nach zwei schwierigen, durch die Coronavirus-Pandemie beeinflussten Jahren war die Tourismusbranche im Jahr 2022 weiter auf Erholungskurs. Zunehmend begünstigt wurde dieser Effekt durch die zum Ende des ersten Quartals 2022 wegfallenden COVID-Einschränken, wie der 2G und 3G-Regelungen sowie der Maskenpflicht in Hotels und Restaurants. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erzielten die Beherbergungsbetriebe im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 450,8 Millionen Gästeübernachtungen und lagen somit nur noch 9,1 % hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 45,3 %. Besonders die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg zum Vorjahr um 119,6% auf 68,1 Millionen, worin sich eine deutliche Erholung des internationalen Tourismus widerspiegelt. Die Übernachtungen inländischer Gäste stiegen zwar im Vorjahresvergleich um 37,1% auf 382,7 Millionen, blieben damit jedoch nach wie vor hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 zurück. 4

Im Verlauf des Jahres 2022 zeigte sich insbesondere in den Sommermonaten Mai bis Oktober eine hohe Nachfrage, da die Übernachtungszahlen in diesem Zeitraum beinahe das Niveau des Jahres 2019 erreichten (-2,5 %). Die Übernachtungen im August lagen mit 58,0 Millionen sogar 0,3 % über dem Referenzzeitraum vor Beginn der Coronavirus-Pandemie. Dagegen lagen die Übernachtungszahlen des ersten und vierten Quartals noch unter dem Vorkrisenniveau (-19,8 % gegenüber den entsprechenden Quartalen des Jahres 2019). 5 Positiv zu bewerten ist der Anstieg der durchschnittlichen Verweildauer im Inland von 8,6 Tagen auf 9,1 Tage. 6

Neben dem Saisonverlauf war weiterhin eine sehr differenzierte Geschäftsentwicklung in Bezug auf die Ferien- und Stadthotellerie ersichtlich. Die Absage großer Veranstaltungen und Messen zum Jahresbeginn 2022 wirkte sich negativ auf letztere aus, da zum Beispiel im ersten Quartal 2022 nur 15 % aller geplanten Messen durchgeführt wurden. Dies spiegelt sich auch im durchschnittlichen Zimmerpreis wieder, welcher im Bereich der Ferienhotels bei 173,33 Euro lag, während in der Stadt pro Zimmer im Durschnitt 115,02 Euro realisiert wurden. Ab dem zweiten Halbjahr erfuhr die Stadthotellerie dann einen Aufschwung, da eine Vielzahl von Großevents im Sommer und Herbst stattfanden. 7

3 Monatsbericht des BMF Januar 2023
4 destatis, Pressemitteilung Nr. 055 (10.02.2023)
5 Tageskarte.de, Jahresbilanz 2022 (17.02.2023)
6 ophotel.de, 2023 könnte Rekord-Reisejahr werden (07.02.2023)
7 AHGZ, Jahresrückblick 2022: Hotellerie auf Erholungskurs (25.01.2023)

Unterdessen stellten die weltpolitischen Ereignisse die Branche vor neue Herausforderungen: der im Februar begonnene Ukrainekrieg führte zu konjunkturellen Unsicherheiten, was insbesondere die Energieversorgung sowie die Entwicklung der Inflation betraf. Durch diese Einflüsse änderte sich auch das Nachfrageverhalten der Gäste, welches zunehmend kurzfristiger wurde und seitens der Hotels eine höhere Flexibilität erfordert. Forecasts und Wirtschaftsprognosen werden dadurch zunehmend unsicherer. 8

Insgesamt zeigt die Hotel-Performance Deutschland anhand der Kennzahlen Auslastung, Netto-Zimmerpreis (durchschnittlicher Zimmerpreis und dem Erlös pro verfügbarem Zimmer) einen deutlichen Aufwärtstrend zum Vorjahr. Der Zimmerpreis stieg in 2022 um 26 % zum Vorjahr u.a. als Reaktion auf die massive Kostensteigerung: 9

Hotel-Performance Deutschland 2018 bis 2022

Belegung Netto-Zimmerpreis Erlös pro Zimmer (RevPar)
Varianz Varianz Varianz Varianz Varianz Varianz
in % in %-Pkt in% in Euro in Euro in % in Euro in Euro in %
2022 58,8 24.3 70.4 112,58 8,44 8,1 66,17 30,21 84,0
2021 34.5 2,5 8,0 89,18 -1,01 -1,1 30,79 1.94 6,7
2020 32.0 -39,7 -55,4 90,19 -12,69 -12,3 28,85 -44,9 -60,9
2019 71,7 0,2 0,3 102,88 0,28 0.3 73,75 0,43 0,6
2018 71,5 0.4 0.5 102.60 1.38 1.4 73.32 1,31 1,8
Quelle: STR Grafik: ahgz

8 rnd.de, Urlaub 2022: Fünf Prognosen für Reisen im Sommer (09.03.2022)
9 AHGZ, Jahresrückblick 2022: Hotellerie auf Erholungskurs (25.01.2023)

2.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren des Konzerns

Die der Steuerung des DR Hospitality-Konzern zugrundeliegende interne Finanzberichterstattung basiert wesentlich auf den folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren:

Umsatzerlöse

EBITDA10

Darüber hinaus verwendet die Geschäftsführung zur Steuerung des Konzerns den bedeutsamen nicht-finanziellen Leistungsindikator Belegung, welcher die durchschnittliche Auslastung der Hotelstandorte widerspiegelt sowie die Average Daily Rate (ADR).

2.3 Geschäftsverlauf des Konzerns

Den wesentlichen Teil des Konzerns bildet die DSR Hotel Holding GmbH mit Ihren Hotelbetrieben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit beziehen sich die folgenden zeitraumbezogenen Vergleichsangaben auf das Gesamtjahr 2021:

Der Geschäftsverlauf des DR Hospitality Konzerns spiegelte die unter 2.1 beschriebenen branchenbezogene Konjunkturentwicklung im Wesentlichen wider. Bei einer Durchschnittsnettorate (kurz: "ADR") von 184,07 EUR (Vj.: 183,58 EUR) betrug die durchschnittliche Belegung der Hotels 64,72% (Vj.: 60,92%). Dies resultierte in einem Gesamt Hotelumsatz von rd. 192 Mio. EUR (Vj.: rd. 112 Mio. EUR). Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der pandemiebedingten Schließphase 2021 in der Nebensaison nur eingeschränkt möglich.

Insbesondere die touristischen Destinationen erfuhren einen weiteren Aufschwung. Die Buchungsstände und die ADR lagen über den Erwartungen. Hier sind besonders die Resorts an den Küstenstandorten hervorzuheben, welche einen Umsatz von circa 113 Mio. EUR erzielten, welche damit um 40 Mio. EUR über dem Vorjahr lagen. Auch die Hotels in den Bergregionen erlangten eine deutlich höhere Nachfrage zum Vorjahr und steigerten den Umsatz um 20,1 Mio. EUR auf 42 Mio. EUR.

In der Stadthotellerie ist seit der Jahresmitte eine bedeutende positive Entwicklung festzustellen. Das wieder anlaufende Messegeschäft, steigende Dienstreisetätigkeiten sowie der Zuwachs ausländischer Übernachtungen führten auch hier zu einer Erholung. Insgesamt erzielten die Stadthotels der Gruppe einen Gesamtumsatz von 26 Mio. EUR (+15 Mio. EUR zum Vj.).

10 Handelsrechtliches Ergebnis vor Steuern abzüglich sonstiger Zinsen und ähnlicher Erträge, zuzüglich Zinsen und ähnlicher Aufwendungen, zuzüglich der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

3. Lage der DR Hospitality-Gruppe, einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Die für den Vorjahreszeitraum angegebenen Vergleichszahlen beziehen sich im Folgenden auf den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit von August bis Dezember 2021 und sind daher nur eingeschränkt mit den Angaben für den Berichtszeitraum vergleichbar.

Zahlenangaben in TEUR 2022 1.9. - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 192.277 100% 56.149 100%
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.967 4% 2.401 4%
3. Materialaufwand -58.028 -30% -16.035 -29%
Rohergebnis 142.216 74% 42.516 76%
4. Personalaufwand -57.278 -30% -16.572 -30%
5. Abschreibungen -7.365 -4% -2.329 -4%
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -74.233 -39% -23.732 -42%
Betriebsergebnis 3.341 2% -117 0%
7. Beteiligungsergebnis 0 0% 2 0%
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125 0% 253 0%
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.650 -1% -761 -1%
Ergebnis vor Steuern 1.816 +1% -624 -1%
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -918 -1% -441 -1%
11. Ergebnis nach Steuern 898 0% -1.064 -2%
12. Sonstige Steuern -872 0% -78 0%
13. Konzernjahresüberschuss (Vj.: Konzernjahresfehlbetrag) 27 0% -1.142 -2%

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die DR Hospitality-Gruppe Umsatzerlöse von 192,3 Mio. EUR (Vj.: 56,1 Mio.). Wesentlicher Treiber des Umsatzes war die starke Fokussierung auf die Direktvertriebskanäle bei gleichzeitiger Stärkung des Individualsemgents, die zu einer Stabilisierung der Durchschnittstagesrate auf EUR 184,07 führten. Über das gesamte Hotelportfolio wurde eine durchschnittliche Belegung von 64,72% erzielt (Vj. - bezogen auf 12 Monate: 60,92%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 8,0 Mio. EUR (Vj.: 2,4 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen infolge der Coronavirus-Pandemie, Erträge aus der Rückstellungsauflösung, Erträge aus Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge, u.a. für Nebenkostenerstattungen und Energiesteuerentlastungen im Zusammenhang mit Blockheizkraftwerkerrichtungen und deren Betrieb.

Zudem fiel im Berichtszeitraum ein Materialaufwand von 58,0 Mio. EUR (Vj.: 16,0 Mio. EUR) an. Die Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalteten im Wesentlichen den Wareneinsatz im gastronomischen Bereich. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen Betriebs- und Reinigungskosten.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 57,3 Mio. EUR (Vj.: 16,6 Mio. EUR), der Konzern beschäftigte im Durchschnitt 1.446 Mitarbeiter sowie 143 Auszubildende.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 von 7,4 Mio. EUR (Vj.: 2,3 Mio. EUR) beinhalten Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vj.: 1,4 Mio. EUR) aus der im Vorjahr erfolgten Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe von 103,3 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Verzinsung der zur Finanzierung des Konzerns bereitgestellten Gesellschafterdarlehen.

Die Ertragsteuern (0,9 Mio. EUR, Vj.: 0,4 Mio. EUR) entfallen auf die im Geschäftsjahr 2022 erzielten positiven zu versteuernden Einkommen der Tochtergesellschaften im Konzern, soweit keine Verlustvorträge mit diesen verrechnet werden konnten. Die sonstigen Steuern (0,9 Mio. EUR, Vj.: 0,1 Mio. EUR) entfallen auf Grundsteuerverpflichtungen sowie Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern ein Jahresergebnis von 0,03 Mio. EUR, nach einem im Vorjahr vorangegangenen Jahresfehlbetrag von 1,1 Mio. EUR.

Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 10,7 Mio. EUR (Vj.: 2,2 Mio. EUR), in Relation zu den Umsatzerlösen betrug das EBITDA 5,5% (Vj.: 3,9%). Durch das im Berichtszeitraum gestiegene Geschäftsvolumen konnten zusätzliche Fixkostendeckungsbeiträge realisiert werden, was sich entsprechend positiv auf die Profitabilität des Konzerns auswirkte und übertraf die Erwartungen deutlich.

Das EBITDA als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator leitet sich dabei wie folgt her:

Zahlenangaben in TEUR 2022 1.9.- 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 192.277 56.149
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.968 2.401
3. Materialaufwand -58.028 -16.035
4. Personalaufwand -57.278 -16.572
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -74.233 -23.732
6. Beteiligungsergebnis 0 2
7. EBITDA 10.706 2.213

3.2 Vermögenslage

Zahlenangaben in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
Aktiva 157.691 100% 157.077 100%
A. Anlagevermögen 114.567 73% 117.816 75%
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.591 106.476
II. Sachanlagen 9.024 8.390
III. Finanzanlagen 2.951 2.949
B. Umlaufvermögen 42.009 27% 38.111 24%
I. Vorräte 2.089 1.841
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.063 11.690
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.857 24.580
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.114 1% 1.151 1%
Passiva 157.691 100% 157.077 100%
A. Eigenkapital 102.297 65% 102.327 65%
I. Kommanditkapital 2 2
II. Rücklagen 103.499 103.499
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -89 -31
IV. Bilanzverlust -1.115 -1.142
B. Rückstellungen 16.832 11% 13.507 9%
C. Verbindlichkeiten 37.307 24% 39.830 25%
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 423 484
II. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.602 7.282
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.084 13.035
IV. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.467 13.314
V. Sonstige Verbindlichkeiten 3.730 5.716
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.255 1% 1.413 1%

Zum 31. Dezember 2022 verfügte der Konzern über Vermögensgegenstände von 157,7 Mio. EUR, wovon 114,6 Mio. EUR auf das Anlagevermögen entfielen, in dem ein Geschäfts- oder Firmenwert mit 97,9 Mio. EUR enthalten ist.

Aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe zum 31. August 2021 resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von 103,3 Mio. EUR, dessen Nutzungsdauer 25 Jahre beträgt. Die Abschreibungsdauer wurde auf Basis der wertbildenden Pachtvertragslaufzeiten ermittelt.

Die im Wesentlichen aus Hoteleinrichtungen bestehenden Sachanlagen des Konzerns veränderten sich im Vorjahresvergleich nur unwesentlich, da Investitionen weitestgehend auf dem Niveau der Abschreibungen vorgenommen wurden.

Die Finanzanlagen umfassen im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens und dienen in Form von fondsgebundenen Rentenversicherungen als Absicherung für langfristige Pachtverpflichtungen.

Die Vorräte beinhalten hauptsächlich die in den Hotels befindlichen Bestände an Speisen, Getränken sowie Tabak- und sonstigen Waren und werden kurzfristig verbraucht.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 6,8 Mio. EUR (Vj.: 4,2 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände von 6,2 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine gestundete Kaufpreisforderung aus der Veräußerung einer Hotelimmobilie (inkl. Verzinsung) aus Vorjahren, sowie darüber hinaus Forderungen aus Rückvergütungen, aus Energie- und Betriebskostenerstattungen als auch Umsatzsteuerforderungen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht weitestgehend aus den Rücklagen, die einerseits aus der Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften in die DR Hospitality sowie andererseits aus Bareinlagen von 3,5 Mio. EUR resultieren.

Zur Wahrung der Qualitätssicherung ist der Konzern vertraglich dazu verpflichtet, fortlaufend Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen, um die gepachteten Standorte zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im bestmöglichen und vertragskonformen Zustand zu erhalten. Zum 31. Dezember 2022 besteht für das Hotel Louis C. Jacob und das A-ROSA Travemünde eine Rückstellung für Substanzwerterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vj.: 7,5 Mio. EUR). Die Durchführung der Maßnahmen ist beginnend ab dem 2. Halbjahr 2022 bis in das Jahr 2023 geplant.

Weitere Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für diverse Veranstaltungen und Anzahlungen von Hotelgästen sowie aus ausgegebenen und noch nicht eingelösten Gutscheinen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen mit 13,0 Mio. EUR Gesellschafterdarlehen, die mit einer Restlaufzeit bis Ende 2024 gewährt wurden.

3.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern einen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit von 6,7 Mio. EUR (Vj. -9,0 Mio. EUR). Der Anstieg ist vor allem auf positive Liquiditätsbeiträge aus dem verbesserten Geschäftsverlauf zurückzuführen.

Eine geringe Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum führte zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von nur -2,8 Mio. EUR (Vj.: -0,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -1,7 Mio. EUR (Vj.: +2,7 Mio. EUR) resultiert aus Zinszahlungen von 1,7 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR) aus. Im Vorjahr beinhaltete dieser noch Zahlungsmittelzuflüsse aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage von 3,5 Mio. EUR.

Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die liquiden Mittel auf 26,9 Mio. EUR (Vj.: 24,6 Mio. EUR). Von diesen sind 7,1 Mio. EUR (Vj.: 5,6 Mio. EUR) zur Absicherung von Pachtvertragsverpflichtungen verfügungsbeschränkt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj.: 0,5 Mio. EUR) resultieren aus einem COVID-19 Unterstützungskredit, der der a-ja Resort Zürich GmbH gewährt wurde.

3.4 Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf

Nachdem die Geschäftsentwicklung der durch den Konzern betriebenen Hotels nach Überwindung der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2021 bereits eine leichte Erholung verzeichnete, wurde 2022 ein weiterer Aufschwung verzeichnet. Insgesamt lag die Anzahl der Übernachtungen nur leicht unter den gesetzten Erwartungen, wohingegen eine deutlich höhere Durchschnittsrate als geplant erzielt wurde. Aufgrund der soliden operativen Entwicklung der Hotels beurteilt die Geschäftsführung des Konzerns die Entwicklung und den Geschäftsverlauf insgesamt als zufriedenstellend. Zudem sieht die Geschäftsführung die DR Hospitality-Gruppe aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung, den bestehenden zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten sowie der wettbewerbsfähigen operativen Ausrichtung der durch den Konzern betriebenen Hotels auf einem guten Weg zur Erreichung einer nachhaltigen Profitabilität.

4. Nachtragsbericht

Am 29. März 2023 hat die DSR Hotel Holding GmbH 75 % der Anteile an der Mira Management Srl., Mailand / Italien, erworben. Die Mira Management Srl. betreibt vier Hotels in Italien. Drei der betriebenen Hotels werden gepachtet und ein Hotel wird in Form eines Managementvertrags gegen Zahlung einer Managementfee betrieben. Die Akquisition ermöglicht den Eintritt in den italienischen Markt und bereitet die Basis eines zukünftigen Wachstums mit allen Marken (Arosa, aja, HENRI und Mira) und zahlt auf die Wachstumsstrategie in den Märkten Deutschland, Österreich und Norditalien ein.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Wesentliches Ziel des Konzerns ist es, strategische Risiken aber auch Chancen frühestmöglich zu erkennen und zu steuern. Der Konzern unterhält ein umfassendes Früherkennungssystem zum Erkennen wirtschaftlicher Risiken. Mittels entsprechender Controlling-Tools wird neben einer Mehrjahresplanung auch eine monatliche Berichterstattung der erreichten Betriebsergebnisse in Form international vergleichbarer Abrechnungssysteme für Hotels & Resorts mit jeweils aktualisierten Jahreshochrechnungen vorgenommen. Darüber hinaus findet eine tägliche Überprüfung der Buchungssituation für die nächsten Monate statt. Durch erarbeitete Kostensenkungs- und Umsatzförderungsprogramme ist der Konzern in der Lage, kurzfristig auf Auslastungs- und Umsatzschwankungen zu reagieren. Die Liquiditätslage wird ebenfalls kontinuierlich mit der geplanten Liquidität abgeglichen und durch Forecasts fortgeschrieben und ggf. werden entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Die Entwicklung der lokalen Märkte wird durch den Konzern in Bezug auf die Konkurrenzsituation und die wirtschaftliche Lage hin überwacht.

Chancen aus Veränderungen des Reiseverhaltens

Bereits vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verstärkte sich der Trend nach Reisezielen im Inland oder nahen europäischen Ausland. Diese Entwicklung wurde durch das gestiegene Qualitätsbewusstsein der inländischen touristischen Angebote der Kunden im Zuge der Coronavirus-Pandemie nochmals verstärkt. Kurzfristig ergeben sich zudem Chancen aus Aufholeffekten nach Aufhebung der zur Bekämpfung der Pandemie verhängten Einschränkungen.

Risiken infolge weltpolitischer Ereignisse

Der anhaltende Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die weltpolitische und damit einhergehende gesamtwirtschaftliche Lage. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland, die weltpolitische Sicherheitslage und mögliche militärische Eskalationen, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und zu erwartenden zusätzlichen Belastungen der Privathaushalte sind Risiken, die aus heutiger Sicht in ihrer mittel und langfristigen Wirkung nur schwer einzuschätzen sind.

Die DR Hospitality-Gruppe sieht sich mit ihren Produkten diesen Herausforderungen gegenüber gut aufgestellt, da die Faktoren Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus unserer Gäste treten. Zudem könnte eine sich verschärfende weltpolitische Lage dazu führen, dass internationale Fernreisen zunehmend durch Reiseziele im Inland oder nahen europäischen Ausland ersetzt werden, wovon der Konzern mit seinen Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz wiederum profitieren könnte. Die Kostensteigerungen werden zu einem großen Teil durch Preis-, Konzept- und Produktanpassungen kompensiert.

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der damit bedingte Zinsanstieg führen zu einem reduzierten Transaktionsgeschehen auf dem Immobilienmarkt. Das Investitionsvolumen reduzierte sich im Berichtsjahr um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erschwert einerseits die angestrebte Expansionsstrategie. Andererseits wird durch die Erholung der Tourismusbranche von der Pandemie sowie einer einhergehenden stabileren Volkswirtschaft indessen ein Aufwärtstrend innerhalb der Branche im zweiten Halbjahr 2023 erwartet. Dabei stehen die Midscale- und Upscale-Segmente besonders stark im Fokus der Investoren und stützt somit das Wachstum des Konzerns, der sich auf diese Segmente konzentriert. 11

11 AHGZ, Hotelimmobilien: Im Markt ist Luft nach oben (26.01.2023)

Beschaffungsrisiken

Bereits im ersten Quartal des Jahres 2022 führte der Russland-Ukraine Konflikt zu einer Verknappung der europaweiten Energieversorgung und einem entsprechend deutlichen Anstieg der Energiekosten. Auch die in der Eurozone anziehende Inflation führte zu einem entsprechenden Kostenanstieg. Sollte sich die Lage auf den Rohstoffmärkten zukünftig weiter verschärfen, so könnte sich dies entsprechend nachteilig auf die Kostensituation und Ertragslage des Konzerns auswirken. Die DR Hospitality-Gruppe reagiert auf diese Risiken, indem bereits vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zum Großteil langfristige Energieverträge geschlossen wurden, wodurch für den mittelfristigen Geschäfts verlauf eine Kostensicherheit für Energie gegeben ist. Als gegenwärtig risikobehaftet verbleibt die Warenversorgung, welche durch potenzielle Lieferengpässe als auch deutliche Steigerungen der Logistikkosten beeinträchtigt werden könnte. Die DR Hospitality-Gruppe reagiert hierauf mit einem immer stärkeren Fokus auf die Warenversorgung aus dem regionalen Raum rund um die jeweiligen Hotelstandorte.

Risiken im Personalbereich

Risiken bestehen durch den im Hotel- und Gaststättengewerbe intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sowie durch die Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Sollte es dem Konzern zukünftig nicht gelingen, in ausreichender Anzahl entsprechend qualifizierte Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen oder Arbeitsplätze, welche Schlüsselqualifikationen erfordern entsprechend zu besetzen, so könnte sich dies nachteilig auf die Geschäftsentwicklung und damit die Ertragslage des Konzerns auswirken.

Die Geschäftsführung begegnet dem durch eine vorausschauende Identifikation und gezielte Adressierung von Fluktuationsrisiken durch entsprechende Gegenmaßnahmen, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Konzern zu halten. Das Anwerben regionaler Fachkräfte sowie die Bindung von Fachkräften und Talenten gehört daher zu den Prioritäten der Konzernleitung.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage des Konzerns

Die Geschäftsführung der DR Hospitality-Gruppe schätzt die Chancen- und Risikolage des Konzerns trotz der sich aus Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges ergebenden konjunkturellen Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Im Prognosezeitraum sind keine Risiken ersichtlich, denen nicht durch geeignete Gegenmaßnahmen begegnet werden könnte oder aus welchen eine potenzielle Bestandsgefährdung der Gruppe oder einzelner Tochtergesellschaften droht.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der DR-Hospitality Gruppe den Konzern aufgrund einer soliden Geschäftsentwicklung, einer guten Finanzierung und Zugang zu weiteren Finanzierungsmöglichkeiten als gut aufgestellt für die Zukunft.

5.2 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Konjunkturerwartung

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen in der Januarumfrage 2023 um 40 Punkte auf 16,9 Punkte und lag damit seit Februar 2022 erstmalig wieder positiv. 12 Das DIW-Konjunkturbarometer zeigt für das erste Quartal 2023 einen Wert von 93,6 Punkten aus, und liegt damit unter der 100 Punkte- Grenze. Werte über dieser Grenze deuten auf eine überdurchschnittliche Konjunkturlage auf, während Werte unterhalb auf eine unterdurchschnittliche Konjunkturlage weisen. 13 Diese Einschätzung wird von den Hochrechnungen der EU-Kommissionen sowie der Bundesregierung gestützt. So wird für Deutschland in 2023 nicht länger eine Rezession prognostiziert, sondern indes ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % angesetzt sowie im Folgejahr 2024 von 1,8 %. 14 Auch für Europa wird ein positives Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet. 15

Umfragen zur Tourismusentwicklung 2023 zeigen auf, dass das Bedürfnis und die Nachfrage nach Reisen in 2023 deutlich weiter steigen. Damit dürfte die Reiseintensität im kommenden Jahr das Vorkrisenniveau erreichen, wenn nicht sogar übertreffen. 16 Inländische Reisende favorisieren die Ost- und Nordsee. Während im europäischen Ausland Österreich und Italien noch vor Spanien im Fokus der Befragten stehen. 17

Zukünftige Strategie und erwartete Geschäftsentwicklung des Konzerns

Die Konzernstrategie sieht die Umsetzung eines konsequenten Expansionskurses durch die Eröffnung weiterer Hotelstandorte vor. Für die Marken HENRI, Arosa und aja führt der Konzern aktuell Verhandlungen oder Anbahnungsgespräche zur zukünftigen Errichtung weiterer Standorte, z.B. an der Nord- und Ostsee, in Bayern sowie Italien. Zudem werden bereits laufende Verhandlungen für Hotels der Marke HENRI in Österreich und diversen Standorten in Deutschland fortgeführt, um für die weitere Entwicklung des erdgebundenen Tourismus in Europa gut aufgestellt zu sein. Im kommenden Geschäftsjahr wird ein weiteres HENRI Hotel in Kitzbühel eröffnen.

Diese Wachstumsstrategie wird u.a. durch umfangreiche Marktanalysen, durch die auch die Produktinhalte und Marketingstrategien neu definiert wurden, gestützt. Zusätzlich zum stark ausgebauten Individual-Segment rechnet der Konzern mit einer weiteren Verbesserung des Gruppengeschäfts. Darüber hinaus werden die Optimierungsprogramme zur wirtschaftlichen Verbesserung auf allen Ebenen konsequent weiter fortgesetzt.

12 destatis, ZEW-Index zur Konjunkturerwartung in Deutschland von Januar 2021 bis Januar 2023 (17.01.2023)
13 destatis, Entwicklung des DIW-Konjunkturbarometers für Deutschland vom 1. Quartal 2021 bis zum 1. Quartal 2023
14 Bundesregierung, Jahreswirtschaftsbericht 2023 (25.01.2023)
15 Tagesschau.de, Prognose der EU: Deutschland vermeidet 2023 Rezession (13.02.2023)
16 Tourismusanalyse.de, Reiseabsichten 2023 (07.02.2023)
17 Tageskarte.de, Reisebefragung zur ITB: 90 Prozent wollen in diesem Jahr reisen (01.03.2023)

In Bezug auf die Konzernumsatzerlöse erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 eine weitere moderat positive Entwicklung bei beständigen Durchschnittsraten auf Vorjahresniveau. Im Zuge der prognostizierten moderaten Steigerung der Belegung sowie der damit moderat steigenden Konzernumsatzerlöse aber unter Berücksichtigung überproportional steigender Beschaffungs- und Personalkosten sowie insbesondere der im Vorjahr erzielten periodenfremden Erträge aus Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen infolge der Coronavirus-Pandemie, erwartet die Geschäftsführung eine moderat negative Entwicklung des EBITDA. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung weiterhin ein positives EBITDA für den Konzern und bereinigt um die außerordentlichen Ertragseffekte aus periodenfremden Geschäftsvorfällen eine weiter moderat positive Entwicklung des operativen Geschäfts.

 

Rostock, 3. April 2023

Die Geschäftsführung

Horst Rahe, Unternehmer (BTW)

Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.004.359,85 2.726.503,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 768.056,17 780.486,97
3. Geschäfts- oder Firmenwert 97.918.360,49 102.111.188,43
4. Geleistete Anzahlungen 900.679,55 858.180,19
102.591.456,06 106.476.358,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.541,00 246.491,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.132.866,60 1.254.762,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.452.771,90 6.800.887,04
4. Geleistete Anzahlungen 219.048,56 88.184,51
9.024.228,06 8.390.324,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 39.870,70 39.336,98
2. Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.806.825,00 2.806.825,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.685,00 1.125,00
5. Genossenschaftsanteile 52.000,00 52.000,00
2.951.380,70 2.949.286,98
114.567.064,82 117.815.970,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.634.084,14 1.396.237,48
2. Waren 454.879,36 444.318,70
2.088.963,50 1.840.556,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.844.315,50 4.193.908,50
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.734,98 3.812,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.212.308,59 7.492.154,77
13.063.359,07 11.689.876,03
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.856.950,63 24.580.049,39
42.009.273,20 38.110.481,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.114.302,30 1.150.829,84
157.690.640,32 157.077.281,67

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 2.000,00 2.000,00
II. Rücklagen 103.499.000,00 103.499.000,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung -88.556,99 -31.383,44
IV. Konzernverlustvortrag -1.142.361,26 -174,93
V. Konzernjahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 26.883,87 -1.142.186,33
102.296.965,62 102.327.255,30
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.636.427,22 430.950,00
2. Sonstige Rückstellungen 15.195.269,85 13.923.965,33
16.831.697,07 14.354.915,33
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 423.133,95 483.980,25
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.602.205,34 7.281.599,55
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.083.843,66 12.186.693,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.467.413,93 13.313.920,65
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.730.387,32 5.715.777,79
37.306.984,20 38.981.971,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.254.993,43 1.413.139,79
157.690.640,32 157.077.281,67

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 1.9. - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 192.276.861,82 56.149.316,26
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.967.538,77 2.401.306,67
200.244.400,59 58.550.622,93
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.899.161,28 6.219.043,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 36.129.067,91 9.815.783,38
58.028.229,19 16.034.827,19
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.159.762,46 13.435.537,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 10.117.776,03 3.136.536,59
57.277.538,49 16.572.074,27
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.364.531,82 2.328.782,88
- davon auf Geschäfts- oder Firmenwerte: EUR 4.195.429,96 (Vj. EUR EUR 1.398.473,65)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 74.233.309,67 23.731.946,45
3.340.791,42 -117.007,86
7. Erträge aus at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen 188,24 1.721,81
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125.484,24 253.206,60
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.650.156,52 761.463,79
10. Ergebnis vor Steuern 1.816.307,38 -623.543,24
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 917.779,21 440.992,49
12. Ergebnis nach Steuern 898.528,17 -1.064.535,73
13. Sonstige Steuern 871.644,30 77.650,60
14. Konzernjahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 26.883,87 -1.142.186,33

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen

Die Muttergesellschaft des Konzerns wurde am 23. Juni 2021 firmierend als DR Hospitality GmbH & Co. KG mit Sitz in Rostock errichtet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRA 4849 eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 10. August 2021.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Komplementärin mit Sitz in Rostock wurde ebenfalls am 23. Juni 2021 errichtet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 15455 eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 6. August 2021.

Der Konzern entstand zum 30. August 2021 mit Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock.

Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, als 100 % ige Tochtergesellschaft der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 10938 eingetragen.

Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, ist als Zwischenholding über ihre Tochtergesellschaften Betreiberin

der A-ROSA Resorts (Travemünde, Sylt, Kitzbühel)

des Hotel Neptun (Rostock, Warnemünde)

des a-ja Warnemünde (Rostock, Warnemünde)

des a-ja Resort Zürich, Schweiz

der a-ja Resorts (Grömitz, Bad Saarow, Travemünde, Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen)

des Hotel Louis C. Jacob (Hamburg)

der Henri Hotels (Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Wien, Seefeld).

Als Zwischenholding übernimmt die DSR Hotel Holding GmbH die Managementfunktionen für ihre Tochtergesellschaften.

Gewinnabführungsverträge

Zwischen der DSR Hotel Holding GmbH und folgenden Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge (§ 291 Abs. 1 AktG):

A-ROSA Resort GmbH, Rostock (Beschluss vom 27. Oktober 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011)

A-ROSA Resort Sylt GmbH, Rostock (Beschluss vom 27. Oktober 2011 mit Wirkung zum1. Januar 2011)

Hotel Neptun Betriebsgesellschaft mbH, Rostock (Beschluss vom 3. August 2009 mit Wirkung zum 1. Januar 2009)

Hotel Louis C. Jacob GmbH, Rostock (Beschluss vom 21. November 2015 mit Wirkung zum 1. Januar 2015)

a-ja Resort und GmbH, Rostock (Beschluss vom 22. Januar 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021)

a-ja Resort Warnemünde GmbH, Rostock (Beschluss vom 9. November 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2020)

Henri Hospitality and Traveling GmbH, Rostock (Beschluss vom 9. November 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2020)

Henri Hotel GmbH, Rostock (beherrschtes Unternehmen) und der Henri Hospitality and Traveling GmbH, Rostock (herrschendes Unternehmen), (Beschluss vom 9. November 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2020)

Henri Hotel Berlin GmbH, Rostock (beherrschtes Unternehmen) und der Henri Hotel GmbH, Rostock (herrschendes Unternehmen), (Beschluss vom 29. November 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2017)

Henri Hotel Düsseldorf GmbH, Rostock (beherrschtes Unternehmen) und der Henri Hotel GmbH, Rostock (herrschendes Unternehmen), (Beschluss vom 29. November 2017 mit Wirkung zum 1. Januar 2017)

Henri Hotel Cuxhaven GmbH (Beschluss vom 17. November 2022 mit Wirkung zum 1. Januar 2023).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB). Da der Konzern am 31. August 2021 entstand, umfassen die Vorjahresvergleichszahlen in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernkapitalflussrechnung den Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2021 und sind demzufolge nicht mit denen des Berichtsjahres vergleichbar.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Konzernmuttergesellschaft 17 verbundene Unternehmen, die vollkonsolidiert und ein assoziiertes Unternehmen, das at Equity einbezogen:

Name Sitz Höhe des Kapitalanteils (%)
Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen
DR Hospitality GmbH & Co. KG 1) Rostock
DSR Hotel Holding GmbH 1) Rostock 100
A-ROSA Resort GmbH 1) Rostock 100
A-ROSA Resort Sylt GmbH 1) Rostock 100
Schlosshotel Kitzbühel GmbH 1) Rostock 100
Hotel Neptun Betriebsgesellschaft mbH 1) Rostock 100
a-ja Resort und Hotel GmbH 1) Rostock 100
a-ja Resort Warnemünde GmbH 1) Rostock 100
a-ja Resort Zürich GmbH Zürich 100
Hotel Louis C. Jacob GmbH 1) Rostock 100
Henri Hospitality and Traveling GmbH 1) Rostock 100
Henri Hotel GmbH 1) Rostock 100
Henri Hotel Berlin GmbH 1) Rostock 100
Henri Hotel Düsseldorf GmbH ') Rostock 100
Henri Hotel Cuxhaven GmbH 1) Rostock 100
Henri Hotel AT GmbH Wien 100
DSR Baltic Logistik GmbH 1) Rostock 100
Elbchaussee Immobilienverwaltung GmbH 1) Rostock 100
At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen
Louis C. Jacob Markenverwaltung GmbH Rostock 50

1) Diese Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch.

Die Anteile an der Henri Hotel Cuxhaven GmbH (vormals DSR 1. Verwaltungsgesellschaft mbH) wurden in 2022 von der Henri Hotel GmbH erworben. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine Vorratsgesellschaft, die in 2022 noch keine eigene Geschäftstätigkeit ausübte. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag von TEUR 2 wurde als Geschäfts oder Firmenwert allokiert und planmäßig über einen Zeitraum von 25 Jahren abgeschrieben.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Wesentliche aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die konzerninternen Beträge eliminiert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände sind höchstens zu An- schaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Sach- und Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 250,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden hingegen als Sammelposten zusammengefasst und jährlich um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, werden zu Festwerten zusammengefasst, sofern der Bestand nur geringen Veränderungen unterliegt.

Die At-Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen. Aufgrund des zum Bilanzstichtag bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird von dem Wahlrecht § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Im Berichtsjahr wurden vormals unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Verpflichtungen aus Substanzwerterhaltung in Höhe von TEUR 1.002 in die sonstigen Rückstellungen umgegliedert, da dieser Ausweis besser dem Charakter dieser Verpflichtung entspricht. Die Vorjahresvergleichszahl (TEUR 878) wurde ebenfalls entsprechend angepasst.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

Das Anlagevermögen der einbezogenen Tochtergesellschaften wird im Anlagenspiegel mit den aus den Einzelabschlüssen übernommenen Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven ausgewiesen. In den Konzernanlagenspiegel wurden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten auch bei Anschaffung vor Konzernzugehörigkeit übernommen.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen Entwicklungsleistungen des a-ja-Konzeptes aus Vorjahren. Sie sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert und werden über 15 Jahre abgeschrieben. Des Weiteren beinhaltet diese Position eigen erstellte Individualsoftware, die nach Abschluss der Entwicklung planmäßig über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben wird. Im Berichtsjahr wurden vormals unter den entgeltlich erworbenen Vermögensgegenständen ausgewiesene Sachverhalte mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 129 in die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände umgegliedert. Die Vorjahresvergleichszahl (TEUR 207) wurde ebenfalls entsprechend angepasst.

Aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe zum 31. August 2021 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 103.334 (Stand 31. Dezember 2022: TEUR 97.823). Zudem besteht ein Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 93 zum Bilanzstichtag) aus dem in Vorjahren erfolgten Kauf des Geschäftsbetriebs "Hotel Neptun" durch eine Tochtergesellschaft der DR Hospitality GmbH & Co. KG sowie der schon vorstehend genannte Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Henri Hotel Cuxhaven GmbH (TEUR 2).

Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen die at Equity bewertete Beteiligung an der Louis C. Jacob Markenverwaltung GmbH. Das anteilige handelsrechtliche Eigenkapital dieser Gesellschaft übersteigt den im Konzernabschluss ausgewiesenen Beteiligungsansatz um TEUR 8.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen in Form von fondsgebundenen Rentenversicherungen als Absicherung für langfristige Pachtverpflichtungen.

Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen die in den Hotels befindlichen Bestände an Speisen, Getränken und sonstigen Waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und solche gegen Beteiligungsunternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Berichtsjahr werden die Forderungen aus bargeldlosen Umsatzgeschäften gegen Kreditkartenunternehmen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (VJ. sonstige Vermögensgegenstände) ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden um TEUR 712 entsprechend angepasst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine gestundete und grundbuchlich gesicherte-Kaufpreisforderung aus der Veräußerung einer Hotelimmobilie (inkl. Verzinsung) aus dem Geschäftsjahr 2007 in Höhe von TEUR 2.079 (VJ. 2.179 TEUR), die in vereinbarten Raten getilgt wird. Des Weiteren bestehen ansonsten i.W. Forderungen aus Rückvergütungen, aus Energie- und Betriebskostenerstattungen und Vorsteuerforderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 2.005 (VJ. 2.138 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten dienen Guthaben in Höhe von TEUR 7.084 (VJ. 5.606 TEUR) zur Absicherung von Pachtvertragsverpflichtungen.

Eigenkapital

Das im Konzernabschluss ausgewiesene Kommanditkapital sowie die Rücklage des Konzerns entsprechen den Ansätzen im Einzelabschluss der DR Hospitality GmbH Co. & KG, Rostock.

Mit Urkunde des Notars Dr. Arne Helms in Hamburg (UR Nr. 1607/ 7021 HL) vom 23. Juni 2021 haben die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, als Kommanditistin und die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, als Komplementärin, die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, errichtet. Das Kommanditkapital bei Errichtung belief sich auf EUR 1.000,00 und entfiel vollständig auf die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock. Die Komplementärin ist nicht am Kapital der Gesellschaft beteiligt.

Auf Grundlage des Einbringungs- und Übertragungsvertrags vom 30. August 2021 (UR Nr. 2110/ 2021 HL des Notars Dr. Arne Helms, Hamburg) wurden sämtliche Geschäftsanteile an der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zu einem Wert von EUR 100.000.000,00 eingebracht. Der den Erhöhungsbetrag der Pflichteinlage von EUR 1.000,00 übersteigende Betrag von EUR 99.999.000,00 wurde in das Rücklagenkonto eingestellt.

Nachfolgend erfolgten noch im Geschäftsjahr 2021 auf Grundlage von Gesellschafterbeschlüssen weitere Einzahlungen in das Rücklagenkonto in Höhe von insgesamt EUR 3.500.000,00.

Nach der in 2021 erfolgten Veräußerung von Kommanditanteilen sind zum 31. Dezember 2022 Kommanditisten der Gesellschaft die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, mit einem Kommanditanteil von EUR 1.000,00 und die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH, Köln, mit einem Kommanditkapital von ebenfalls EUR 1.000,00.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.636 beinhalten Körperschaft- und Gewerbesteuern (TEUR 991) sowie Steuernachzahlungen aus Vorjahren (TEUR 645), für die Aussetzung der Vollziehung gewährt ist.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, ausstehende Betriebs- und sonstige Lieferkosten, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung sowie die Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

Restlaufzeit
davon
Insgesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 423 0 423 0
(Vj.) (484) (0) (484) (0)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.602 6.602 0 0
(Vj.) (7.282) (7.282) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.084 12.082 1.002 0
(Vj.) (12.187) (11.286) (901) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.468 468 13.000 0
(Vj.) (13.314) (314) (13.000) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.730 1.553 1.298 879
(Vj.) (5.715) (3.344) (1.426) (945)
37.307 20.705 15.723 879
(Vj.) (38.982) (22.226) (15.811) (945)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 423 resultiert aus einem COVID 19 Unterstützungskredit, der der a-ja Resort Zürich GmbH gewährt wurde.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für diverse Veranstaltungen und Anzahlungen von Hotelgästen sowie aus ausgegebenen und noch nicht eingelösten Gutscheinen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit den ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen gegenüber Gesellschaftern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 620 (VJ. TEUR 394) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 213 (VJ. TEUR 190) enthalten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend die Logis- (EUR 122 Mio.) und Gastronomiebereiche (EUR 50 Mio.) der einbezogenen Resorts und Hotels. Hinzu kommen Umsätze aus SPA-, Sport- sowie übrige Leistungen. Dabei entfalle auf die deutschen Resorts 83 % der Gesamtumsätze, auf die in Österreich und der Schweiz 17%.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen und Entschädigungen infolge der COVID-19 Pandemie, Pachtverzichte für Vorjahrespachten, Erträge aus der Rückstellungsauflösungen, Erträge aus Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge, u.a. für Nebenkostenerstattungen und Energiesteuerentlastungen im Zusammenhang mit Blockheizkraftwerkeerrichtungen und deren Betrieb.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 4.357, davon betreffen TEUR 2.532 Entschädigungen infolge der Covid 19 Pandemie.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden solche aus Währungsumrechnung von TEUR 5 (VJ. TEUR 0) ausgewiesen.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen den Wareneinsatz im gastronomischen Bereich. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Reinigungskosten.

Personalaufwand

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 134 (VJ. TEUR 98) enthalten.

Abschreibungen

Die Nutzungsdauer des aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt 25 Jahre. Die Abschreibungsdauer wurde auf Basis der wertbildenden Pachtvertragslaufzeiten ermittelt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen i.W. Miet- und Pachtaufwendungen, Instandhaltungs-,Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige Betriebsaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1 (VJ. TEUR 2) und periodenfremde Aufwendungen von TEUR 894 (VJ TEUR 988). Diese resultieren im Wesentlichen aus einer Nachzahlung für Gebäudereinigung, Versicherungsschäden, Nachzahlungen an Energieversorgern und aus einer Vielzahl von Sachverhalten von untergeordneter Bedeutung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Verzinsung der Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten, Verzinsung von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie die Verzinsung eines Investitions-Darlehens im A-ROSA Kitzbühel.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus erwarteten Umsatzsteuernachzahlungen aus Betriebsprüfungen für Vorjahre (TEUR 645).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miete, Pacht und Leasing beträgt über die Restlaufzeit der abgeschlossenen Miet- und Pachtverträge rd. EUR 665 Mio. Die Miet- und Pachtverträge enden dabei zwischen den Jahren 2025 und 2046. Die jährliche Verpflichtung für das kommende Geschäftsjahr beläuft sich dabei auf rd. EUR 44,5 Mio.

Es bestehen z.T. pachtvertragliche Verpflichtungen zur Erneuerung und Modernisierung von im wirtschaftlichen Eigentum des Verpächters stehenden Furniture & Equipment. Der jährliche Anteil der Pachterneuerungsverpflichtung, für den ein Liquiditätsnachweis erforderlich ist, richtet sich nach den erzielten Nettoumsatzerlösen des Pächters.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf insgesamt 1.446 Mitarbeiter zuzüglich 143 Auszubildende. Es handelt sich nahezu ausschließlich um Gehaltsempfänger.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des Konzerns belaufen sich für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 211. Diese entfallen mit TEUR 203 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 8 auf sonstige Leistungen.

Nachtragsbericht

Am 29. März 2023 hat die DSR Hotel Holding GmbH 75% der Anteile an der Mira Management Srl., Mailand / Italien, erworben. Die Mira Management Srl. betreibt vier Hotels in Italien. Drei der betriebenen Hotels werden gepachtet und ein Hotel wird in Form eines Managementvertrags gegen Zahlung einer Managementfee betrieben. Die Akquisition ermöglicht den Eintritt in den italienischen Markt und bereitet die Basis eines zukünftigen Wachstums mit allen Marken (Arosa, aja, HENRI und Mira) und zahlt auf die Wachstumsstrategie in den Märkten Deutschland, Österreich und Norditalien ein.

Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten der vollkonsolidierten Gesellschaften.

Insgesamt unterliegen TEUR 7.084 des Finanzmittelfonds Verfügungsbeschränkungen.

Geschäftsführung

Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock. Ihr obliegt die Geschäftsführung.

Geschäftsführer der Komplementärin sind:

Horst Rahe Unternehmer
Sören Hartmann Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft

Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge.

 

Rostock, den 3. April 2023

Die Geschäftsführung der DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH

Horst Rahe

Sören Hartmann

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 31.12.2021 Zugänge Umgliederungen Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.886.827,15 747,50 648.920,91 0,00 0,00 6.536.495,56
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.252.851,68 372.777,45 302.604,96 0,00 0,00 4.928.234,09
3. Geschäfts- oder Firmenwert 104.333.799,98 2.602,02 0,00 0,00 0,00 104.336.402,00
4. Geleistete Anzahlungen 858.180,19 994.025,23 -951.525,87 0,00 0,00 900.679,55
115.331.659,00 1.370.152,20 0,00 0,00 0,00 116.701.811,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 624.330,16 0,00 0,00 0,00 0,00 624.330,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.360.054,13 107.600,39 0,00 0,00 0,00 2.467.654,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.973.884,43 1.298.075,63 1.266.611,53 379.627,35 475,19 21.159.419,43
4. Geleistete Anzahlungen 92.767,01 130.864,05 0,00 0,00 0,00 223.631,06
22.051.035,73 1.536.540,07 1.266.611,53 379.627,35 475,19 24.475.035,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 39.336,98 533,72 0,00 0,00 0,00 39.870,70
2. Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.806.825,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.806.825,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.125,00 1.560,00 0,00 0,00 0,00 2.685,00
5. Genossenschaftsanteile 52.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
2.949.286,98 2.093,72 0,00 0,00 0,00 2.951.380,70
140.331.981,71 2.908.785,99 1.266.611,53 379.627,35 475,19 144.128.227,07
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2021 Zugänge Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.160.324,15 371.811,56 0,00 0,00 3.532.135,71
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.472.364,71 687.813,21 0,00 0,00 4.160.177,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.222.611,55 4.195.429,96 0,00 0,00 6.418.041,51
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.855.300,41 5.255.054,73 0,00 0,00 14.110.355,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 377.839,05 26.950,11 0,00 0,00 404.789,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.105.292,13 229.495,79 0,00 0,00 1.334.787,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.172.997,39 1.853.031,19 319.640,56 259,51 13.706.647,53
4. Geleistete Anzahlungen 4.582,50 0,00 0,00 0,00 4.582,50
13.660.711,07 2.109.477,09 319.640,56 259,51 15.450.807,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.516.011,48 7.364.531,82 319.640,56 259,51 29.561.162,25
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.004.359,85 2.726.503,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 768.056,17 780.486,97
3. Geschäfts- oder Firmenwert 97.918.360,49 102.111.188,43
4. Geleistete Anzahlungen 900.679,55 858.180,19
102.591.456,06 106.476.358,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.541,00 246.491,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.132.866,60 1.254.762,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.452.771,90 6.800.887,04
4. Geleistete Anzahlungen 219.048,56 88.184,51
9.024.228,06 8.390.324,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 39.870,70 39.336,98
2. Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.806.825,00 2.806.825,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.685,00 1.125,00
5. Genossenschaftsanteile 52.000,00 52.000,00
2.951.380,70 2.949.286,98
114.567.064,82 117.815.970,23

Konzernkapitalflussrechnung der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 1.9.- 31.12.2021
TEUR TEUR
Konzernüberschuss ((Vj. -fehlbetrag) 26.883,87 -1.142.186,33
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.364.531,82 2.328.782,88
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.719.042,30 -2.180.409,38
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -109.680,39 410.804,83
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.915.018,23 -1.999.164,03
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.508.943,13 -7.313.889,32
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 59.986,79 0,00
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.524.672,28 508.257,19
Sonstige Beteiligungserträge -188,24 -1.721,82
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 917.779,21 440.992,49
-/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -357.844,17 -10.042,49
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.721.222,11 -8.958.575,98
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.367.550,18 -425.191,93
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 73.879,35
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.536.540,07 -212.888,67
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.560,00 -1.125,00
+ Erhaltene Zinsen 125.484,24 253.206,60
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.780.166,01 -312.119,65
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0,00 3.500.000,00
+ Auszahlung für die Tilgung von (Finanz)- Krediten -83.904,40 0,00
- Gezahlte Zinsen -1.650.156,52 -761.463,79
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.734.060,92 2.738.536,21
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.206.995,18 -6.532.159,42
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 45.153,87 66.824,36
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 24.752,19 0,00
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24.580.049,39 31.045.384,45
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 26.856.950,63 24.580.049,39

Konzerneigenkapitalspiegel der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Kommanditkapital Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand am 31.08.2021 2.000,00 99.999.000,00 -33.729,87
Konzernfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Einstellung in die Rücklagen 0,00 3.500.000,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 2.346,43
Stand am 31.12.2021 / 01.01.2022 2.000,00 103.499.000,00 -31.383,44
Umgliederung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -57.173,55
Stand am 31.12.2022 2.000,00 103.499.000,00 -88.556,99
Konzernverlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag Gesamt
Stand am 31.08.2021 -174,93 0,00 99.967.095,20
Konzernfehlbetrag 0,00 -1.142.186,33 -1.142.186,33
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 3.500.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 2.346,43
Stand am 31.12.2021 / 01.01.2022 -174,93 -1.142.186,33 102.327.255,30
Umgliederung -1.142.186,33 1.142.186,33 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 26.883,87 26.883,87
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -57.173,55
Stand am 31.12.2022 -1.142.361,26 26.883,87 102.296.965,62

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zu 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 3. April 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer

Dirk Heide, Wirtschaftsprüfer

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