A-ROSA Resort GmbH
Lange Straße 1A, 18055 Rostock, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Niklas Griffin since 1/26/2026 | Procura |
Thomas Hoffelner since 12/2/2025 | Managing Director |
Marek Andrzej Andryszak since 8/26/2024 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Holdings
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
DR Hospitality GmbH & Co. KGRostockKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns Die DR Hospitality-Gruppe betreibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz 17 Hotels der Marken A-ROSA, aja Resorts, Hotel Neptun, Hotel Louis C. Jakob sowie HENRI Hotels. Der Konzern entstand am 30. August 2021 mit Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG (im Folgenden: "DR Hospitality" oder "Konzernmuttergesellschaft") als ihr erstes Tochterunternehmen. Die DR Hospitality in Rostock wurde am 23. Juni 2021 neu gegründet und ist ein Joint Venture zwischen der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, und der DER Touristik Hotel & Resorts GmbH, Köln, dem zweitgrößten europäischen Reiseunternehmen und 100 %-igem Tochterunternehmen der REWE Group, Köln. Beide Partner sind mit jeweils 50 % am Joint Venture Unternehmen DR Hospitality beteiligt. Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, als 100 %-ige Tochter der DR Hospitality, verantwortet als Zwischenholding den operativen Betrieb und die Vermarktung der Hotels und Resorts des Konzerns. Sie organisiert und steuert zentrale Funktionen wie Vertrieb und Marketing, IT, Human Resources, Technik, Einkauf, Development, PR, Revenue Management sowie Finanzen. Im Fokus der Konzernstrategie steht die Entwicklung nachhaltiger erdgebundener Tourismuskonzepte ("Green Hospitality"). Unter dem Sammelbegriff erdgebundener Tourismuskonzepte werden im Wesentlichen Reiseverhalten zu Destinationen, die gut mit Bahn und Auto erreichbar sind, zusammengefasst. Eine kunden- und nachfrageorientierte Vertriebs- und Marketingstrategie bildet hier die Grundlage für kontinuierliches Wachstum. Der Konzern profitiert dabei von einer steigenden Nachfrage nach innovativen sowie gesundheits- und wellnessorientierten Urlaubsangeboten in den deutschsprachigen Ferienregionen. Für diesen Fokus auf die Wahrnehmung heimatnaher Urlaubsangebote gibt es eine Reihe von Gründen: die demographische Entwicklung, das durch die Coronavirus-Pandemie gesteigerte Bewusstsein der Kunden nach hohen Qualitätsstandards sowie das gestiegene Klimabewusstsein. Die Nutzung dieses Nachfragepotenzials im touristischen Freizeitsegment bildet die Basis der Geschäftsstrategie des Konzerns: der Betrieb von Urlaubsresorts an attraktiven und touristisch gut entwickelten Standorten, die darüber hinaus eine gute Verkehrsinfrastruktur vorweisen. Die verschiedenen Eigenmarken, unter welchen der Konzern seine Hotels betreibt, lassen sich wie folgt charakterisieren: A-ROSA Resorts und Hotel Neptun Die DR Hospitality-Gruppe betreibt im High-End Bereich die A-ROSA Resorts in Travemünde, Sylt und Kitzbühel sowie das Hotel Neptun in Warnemünde. Der High-End-Markt zeichnet sich durch eine besondere Qualität mit hohem SPA- und Wellness-Komfort und durch besonders attraktive Lagen aus. A-ROSA Resorts & Hide-aways stehen für anspruchsvolles Ambiente in traumhafter Kulisse. Dabei ist für die Gäste die Vorfreude auf die A-ROSA Urlaubsregionen genauso schön wie die Aussicht auf Wellness, Sauna und die Genussvielfalt in den hoteleigenen Restaurants. Seit 2004 bietet A-ROSA Wellnessliebhabern einen rundum erholsamen Wohlfühlurlaub und hält mit dem umfassenden Angebot Gästen und Partnern viel Platz für das individuelle A-ROSA Erlebnis bereit. Mit den A-ROSA Resorts auf Sylt, in Travemünde und in Kitzbühel können Familien, Paare und Singles inmitten großartiger Natur Genuss und Erholung von früh bis spät erleben. Das 5-Sterne Traditionshaus Hotel Neptun feierte 2021 sein 50-jähriges Jubiläum. Das "erste Haus am Platz" am Strand ist eins der führenden Wellnesshotels mit dem ersten Original-Thalasso-Zentrum Deutschlands. aja Resorts Die aja Resorts bieten Erholungssuchenden bezahlbaren Wellnessurlaub in bester Lage. Dabei ist es aja besonders wichtig, dass die Gäste "einfach Urlaub" genießen können. Dieser ist abwechslungsreich und erholsam, denn neben dem Aufenthalt steht bei aja immer auch das Reiseerlebnis im Mittelpunkt. Eingebettet in traumhafte Naturkulissen liegen die aja Resorts in bester Lage und machen es Gästen so möglich, den Urlaubsort und die Umgebung zu erkunden und anschließend wieder die Vorzüge eines Wellnesshotels genießen zu können. Die internen Prozesse sind so optimiert und standardisiert, dass eine weitere Expansion jederzeit unkompliziert möglich ist. Derzeitige Standorte sind Warnemünde, Grömitz, Travemünde, Bad Saarow, Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen und Zürich in der Schweiz. Hotel Louis C. Jacob Seit 1. März 2014 gehört die Jacob Familie in Hamburg zur Hotel Gruppe. Diese umfasst neben dem Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee auch das Restaurant Carls an der Elbphilharmonie, die seit Anfang 2017 touristisches Highlight der Stadt und Magnet für in- und ausländische Besucher der Elbmetropole ist. Wir erwarten, dass die Nachfrage in dem durch dieses Hotel bedienten Leisure Segment vor allem aufgrund der touristischen Attraktivität der Hansestadt mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten weiter steigen wird. HENRI Hotels Geboren aus der Tradition, ausgerichtet am Zeitgeist sind die HENRI Hotels an urbanen Standorten deutscher und europäischer Metropolen zu Hause. Alle Hotels bieten den Gästen ein Zuhause auf Zeit, wie bei guten Freunden - mit gemütlichem Ambiente und hochwertiger Ausstattung. Hier fühlt sich der Geschäftsreisende genauso gut aufgehoben wie der Städteurlauber. Über alle Generationen eint die HENRI-Gäste eins: die Suche nach dem Besonderen jenseits des Mainstreams. Die HENRI Gruppe hat nach der erfolgreichen Eröffnung des ersten HENRI Hotels in Hamburg (2012) weitere Hotels in Berlin (2016), in Düsseldorf (2018) und in Wien (2019) eröffnet. Im Juni 2022 eröffnete das erste HENRI Country House in den Mauern des ehemaligen Hotel Elite in Seefeld, Österreich Tirol. Nach einer kurzen Projektierungs- und Umbauzeit ging das Haus zunächst als HENRI Pop-Up-Konzept mit 27 Zimmern an den Markt. Die geplante Erweiterung des Hotels um einen Neubau mit 48 Zimmern beginnt im Jahr 2023. Im HENRI Country House finden Individualreisende aus allen Generationen in touristisch entwickelten und tradierten Ganzjahresdestinationen einen Rückzugsort für Langzeit- und Naherholung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 1,9 % ' gegenüber dem Vorjahr, nachdem das Wachstum im Jahr 2021 noch 2,7 % betragen hatte. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurde Anfang des Geschäftsjahres weiterhin durch die anhaltende Coronavirus-Pandemie bestimmt. Darüber hinaus wirkte sich der am 24. Februar 2022 beginnende Russische Angriffskrieg auf die Ukraine negativ auf die Wirtschaftsentwicklung aus. Auch führten die gegenüber Russland verhängten Wirtschaftssanktionen zu stark steigenden Energiepreisen, welche maßgeblich zu einer in Deutschland im Jahr 2022 zu verzeichnenden Inflationsrate von 7,9 % 2 beitragen (Vorjahr: 3,1 %), wobei sich der Anstieg des Preisniveaus im zweiten Halbjahr 2022 entgegen den Erwartungen abschwächte. Auch entwickelte sich die deutsche Wirtschaft trotz Lieferkettenproblemen und Energiekrise unter anderem aufgrund der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und aufgrund des gefestigten privaten Konsums stabiler als ursprünglich erwartet. Der Konsum der privaten Haushalte für u.a. Restaurantbesuche, Reisen und Kultur stieg im Vorjahresvergleich deutlich um 4,6% und erreichte damit annähernd das Vorkrisenniveau. 3
1 destatis, Pressemitteilung Nr. 020
(13.01.2023)
Branchenbezogene Konjunkturentwicklung Nach zwei schwierigen, durch die Coronavirus-Pandemie beeinflussten Jahren war die Tourismusbranche im Jahr 2022 weiter auf Erholungskurs. Zunehmend begünstigt wurde dieser Effekt durch die zum Ende des ersten Quartals 2022 wegfallenden COVID-Einschränken, wie der 2G und 3G-Regelungen sowie der Maskenpflicht in Hotels und Restaurants. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erzielten die Beherbergungsbetriebe im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 450,8 Millionen Gästeübernachtungen und lagen somit nur noch 9,1 % hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 45,3 %. Besonders die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg zum Vorjahr um 119,6% auf 68,1 Millionen, worin sich eine deutliche Erholung des internationalen Tourismus widerspiegelt. Die Übernachtungen inländischer Gäste stiegen zwar im Vorjahresvergleich um 37,1% auf 382,7 Millionen, blieben damit jedoch nach wie vor hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 zurück. 4 Im Verlauf des Jahres 2022 zeigte sich insbesondere in den Sommermonaten Mai bis Oktober eine hohe Nachfrage, da die Übernachtungszahlen in diesem Zeitraum beinahe das Niveau des Jahres 2019 erreichten (-2,5 %). Die Übernachtungen im August lagen mit 58,0 Millionen sogar 0,3 % über dem Referenzzeitraum vor Beginn der Coronavirus-Pandemie. Dagegen lagen die Übernachtungszahlen des ersten und vierten Quartals noch unter dem Vorkrisenniveau (-19,8 % gegenüber den entsprechenden Quartalen des Jahres 2019). 5 Positiv zu bewerten ist der Anstieg der durchschnittlichen Verweildauer im Inland von 8,6 Tagen auf 9,1 Tage. 6 Neben dem Saisonverlauf war weiterhin eine sehr differenzierte Geschäftsentwicklung in Bezug auf die Ferien- und Stadthotellerie ersichtlich. Die Absage großer Veranstaltungen und Messen zum Jahresbeginn 2022 wirkte sich negativ auf letztere aus, da zum Beispiel im ersten Quartal 2022 nur 15 % aller geplanten Messen durchgeführt wurden. Dies spiegelt sich auch im durchschnittlichen Zimmerpreis wieder, welcher im Bereich der Ferienhotels bei 173,33 Euro lag, während in der Stadt pro Zimmer im Durschnitt 115,02 Euro realisiert wurden. Ab dem zweiten Halbjahr erfuhr die Stadthotellerie dann einen Aufschwung, da eine Vielzahl von Großevents im Sommer und Herbst stattfanden. 7
3 Monatsbericht des BMF Januar 2023
Unterdessen stellten die weltpolitischen Ereignisse die Branche vor neue Herausforderungen: der im Februar begonnene Ukrainekrieg führte zu konjunkturellen Unsicherheiten, was insbesondere die Energieversorgung sowie die Entwicklung der Inflation betraf. Durch diese Einflüsse änderte sich auch das Nachfrageverhalten der Gäste, welches zunehmend kurzfristiger wurde und seitens der Hotels eine höhere Flexibilität erfordert. Forecasts und Wirtschaftsprognosen werden dadurch zunehmend unsicherer. 8 Insgesamt zeigt die Hotel-Performance Deutschland anhand der Kennzahlen Auslastung, Netto-Zimmerpreis (durchschnittlicher Zimmerpreis und dem Erlös pro verfügbarem Zimmer) einen deutlichen Aufwärtstrend zum Vorjahr. Der Zimmerpreis stieg in 2022 um 26 % zum Vorjahr u.a. als Reaktion auf die massive Kostensteigerung: 9 Hotel-Performance Deutschland 2018 bis 2022
8 rnd.de, Urlaub 2022: Fünf Prognosen
für Reisen im Sommer (09.03.2022)
2.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren des Konzerns Die der Steuerung des DR Hospitality-Konzern zugrundeliegende interne Finanzberichterstattung basiert wesentlich auf den folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren:
Darüber hinaus verwendet die Geschäftsführung zur Steuerung des Konzerns den bedeutsamen nicht-finanziellen Leistungsindikator Belegung, welcher die durchschnittliche Auslastung der Hotelstandorte widerspiegelt sowie die Average Daily Rate (ADR). 2.3 Geschäftsverlauf des Konzerns Den wesentlichen Teil des Konzerns bildet die DSR Hotel Holding GmbH mit Ihren Hotelbetrieben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit beziehen sich die folgenden zeitraumbezogenen Vergleichsangaben auf das Gesamtjahr 2021: Der Geschäftsverlauf des DR Hospitality Konzerns spiegelte die unter 2.1 beschriebenen branchenbezogene Konjunkturentwicklung im Wesentlichen wider. Bei einer Durchschnittsnettorate (kurz: "ADR") von 184,07 EUR (Vj.: 183,58 EUR) betrug die durchschnittliche Belegung der Hotels 64,72% (Vj.: 60,92%). Dies resultierte in einem Gesamt Hotelumsatz von rd. 192 Mio. EUR (Vj.: rd. 112 Mio. EUR). Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der pandemiebedingten Schließphase 2021 in der Nebensaison nur eingeschränkt möglich. Insbesondere die touristischen Destinationen erfuhren einen weiteren Aufschwung. Die Buchungsstände und die ADR lagen über den Erwartungen. Hier sind besonders die Resorts an den Küstenstandorten hervorzuheben, welche einen Umsatz von circa 113 Mio. EUR erzielten, welche damit um 40 Mio. EUR über dem Vorjahr lagen. Auch die Hotels in den Bergregionen erlangten eine deutlich höhere Nachfrage zum Vorjahr und steigerten den Umsatz um 20,1 Mio. EUR auf 42 Mio. EUR. In der Stadthotellerie ist seit der Jahresmitte eine bedeutende positive Entwicklung festzustellen. Das wieder anlaufende Messegeschäft, steigende Dienstreisetätigkeiten sowie der Zuwachs ausländischer Übernachtungen führten auch hier zu einer Erholung. Insgesamt erzielten die Stadthotels der Gruppe einen Gesamtumsatz von 26 Mio. EUR (+15 Mio. EUR zum Vj.). 3. Lage der DR Hospitality-Gruppe, einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage Die für den Vorjahreszeitraum angegebenen Vergleichszahlen beziehen sich im Folgenden auf den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit von August bis Dezember 2021 und sind daher nur eingeschränkt mit den Angaben für den Berichtszeitraum vergleichbar.
Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die DR Hospitality-Gruppe Umsatzerlöse von 192,3 Mio. EUR (Vj.: 56,1 Mio.). Wesentlicher Treiber des Umsatzes war die starke Fokussierung auf die Direktvertriebskanäle bei gleichzeitiger Stärkung des Individualsemgents, die zu einer Stabilisierung der Durchschnittstagesrate auf EUR 184,07 führten. Über das gesamte Hotelportfolio wurde eine durchschnittliche Belegung von 64,72% erzielt (Vj. - bezogen auf 12 Monate: 60,92%). Die sonstigen betrieblichen Erträge von 8,0 Mio. EUR (Vj.: 2,4 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen infolge der Coronavirus-Pandemie, Erträge aus der Rückstellungsauflösung, Erträge aus Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge, u.a. für Nebenkostenerstattungen und Energiesteuerentlastungen im Zusammenhang mit Blockheizkraftwerkerrichtungen und deren Betrieb. Zudem fiel im Berichtszeitraum ein Materialaufwand von 58,0 Mio. EUR (Vj.: 16,0 Mio. EUR) an. Die Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalteten im Wesentlichen den Wareneinsatz im gastronomischen Bereich. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen Betriebs- und Reinigungskosten. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 57,3 Mio. EUR (Vj.: 16,6 Mio. EUR), der Konzern beschäftigte im Durchschnitt 1.446 Mitarbeiter sowie 143 Auszubildende. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 von 7,4 Mio. EUR (Vj.: 2,3 Mio. EUR) beinhalten Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vj.: 1,4 Mio. EUR) aus der im Vorjahr erfolgten Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe von 103,3 Mio. EUR. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Verzinsung der zur Finanzierung des Konzerns bereitgestellten Gesellschafterdarlehen. Die Ertragsteuern (0,9 Mio. EUR, Vj.: 0,4 Mio. EUR) entfallen auf die im Geschäftsjahr 2022 erzielten positiven zu versteuernden Einkommen der Tochtergesellschaften im Konzern, soweit keine Verlustvorträge mit diesen verrechnet werden konnten. Die sonstigen Steuern (0,9 Mio. EUR, Vj.: 0,1 Mio. EUR) entfallen auf Grundsteuerverpflichtungen sowie Steuernachzahlungen aus Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern ein Jahresergebnis von 0,03 Mio. EUR, nach einem im Vorjahr vorangegangenen Jahresfehlbetrag von 1,1 Mio. EUR. Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 10,7 Mio. EUR (Vj.: 2,2 Mio. EUR), in Relation zu den Umsatzerlösen betrug das EBITDA 5,5% (Vj.: 3,9%). Durch das im Berichtszeitraum gestiegene Geschäftsvolumen konnten zusätzliche Fixkostendeckungsbeiträge realisiert werden, was sich entsprechend positiv auf die Profitabilität des Konzerns auswirkte und übertraf die Erwartungen deutlich. Das EBITDA als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator leitet sich dabei wie folgt her:
3.2 Vermögenslage
Zum 31. Dezember 2022 verfügte der Konzern über Vermögensgegenstände von 157,7 Mio. EUR, wovon 114,6 Mio. EUR auf das Anlagevermögen entfielen, in dem ein Geschäfts- oder Firmenwert mit 97,9 Mio. EUR enthalten ist. Aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe zum 31. August 2021 resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von 103,3 Mio. EUR, dessen Nutzungsdauer 25 Jahre beträgt. Die Abschreibungsdauer wurde auf Basis der wertbildenden Pachtvertragslaufzeiten ermittelt. Die im Wesentlichen aus Hoteleinrichtungen bestehenden Sachanlagen des Konzerns veränderten sich im Vorjahresvergleich nur unwesentlich, da Investitionen weitestgehend auf dem Niveau der Abschreibungen vorgenommen wurden. Die Finanzanlagen umfassen im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens und dienen in Form von fondsgebundenen Rentenversicherungen als Absicherung für langfristige Pachtverpflichtungen. Die Vorräte beinhalten hauptsächlich die in den Hotels befindlichen Bestände an Speisen, Getränken sowie Tabak- und sonstigen Waren und werden kurzfristig verbraucht. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 6,8 Mio. EUR (Vj.: 4,2 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände von 6,2 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine gestundete Kaufpreisforderung aus der Veräußerung einer Hotelimmobilie (inkl. Verzinsung) aus Vorjahren, sowie darüber hinaus Forderungen aus Rückvergütungen, aus Energie- und Betriebskostenerstattungen als auch Umsatzsteuerforderungen. Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht weitestgehend aus den Rücklagen, die einerseits aus der Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften in die DR Hospitality sowie andererseits aus Bareinlagen von 3,5 Mio. EUR resultieren. Zur Wahrung der Qualitätssicherung ist der Konzern vertraglich dazu verpflichtet, fortlaufend Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen, um die gepachteten Standorte zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im bestmöglichen und vertragskonformen Zustand zu erhalten. Zum 31. Dezember 2022 besteht für das Hotel Louis C. Jacob und das A-ROSA Travemünde eine Rückstellung für Substanzwerterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vj.: 7,5 Mio. EUR). Die Durchführung der Maßnahmen ist beginnend ab dem 2. Halbjahr 2022 bis in das Jahr 2023 geplant. Weitere Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für diverse Veranstaltungen und Anzahlungen von Hotelgästen sowie aus ausgegebenen und noch nicht eingelösten Gutscheinen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen mit 13,0 Mio. EUR Gesellschafterdarlehen, die mit einer Restlaufzeit bis Ende 2024 gewährt wurden. 3.3 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern einen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit von 6,7 Mio. EUR (Vj. -9,0 Mio. EUR). Der Anstieg ist vor allem auf positive Liquiditätsbeiträge aus dem verbesserten Geschäftsverlauf zurückzuführen. Eine geringe Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum führte zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von nur -2,8 Mio. EUR (Vj.: -0,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -1,7 Mio. EUR (Vj.: +2,7 Mio. EUR) resultiert aus Zinszahlungen von 1,7 Mio. EUR (Vj.: 0,8 Mio. EUR) aus. Im Vorjahr beinhaltete dieser noch Zahlungsmittelzuflüsse aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage von 3,5 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die liquiden Mittel auf 26,9 Mio. EUR (Vj.: 24,6 Mio. EUR). Von diesen sind 7,1 Mio. EUR (Vj.: 5,6 Mio. EUR) zur Absicherung von Pachtvertragsverpflichtungen verfügungsbeschränkt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj.: 0,5 Mio. EUR) resultieren aus einem COVID-19 Unterstützungskredit, der der a-ja Resort Zürich GmbH gewährt wurde. 3.4 Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf Nachdem die Geschäftsentwicklung der durch den Konzern betriebenen Hotels nach Überwindung der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2021 bereits eine leichte Erholung verzeichnete, wurde 2022 ein weiterer Aufschwung verzeichnet. Insgesamt lag die Anzahl der Übernachtungen nur leicht unter den gesetzten Erwartungen, wohingegen eine deutlich höhere Durchschnittsrate als geplant erzielt wurde. Aufgrund der soliden operativen Entwicklung der Hotels beurteilt die Geschäftsführung des Konzerns die Entwicklung und den Geschäftsverlauf insgesamt als zufriedenstellend. Zudem sieht die Geschäftsführung die DR Hospitality-Gruppe aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung, den bestehenden zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten sowie der wettbewerbsfähigen operativen Ausrichtung der durch den Konzern betriebenen Hotels auf einem guten Weg zur Erreichung einer nachhaltigen Profitabilität. 4. Nachtragsbericht Am 29. März 2023 hat die DSR Hotel Holding GmbH 75 % der Anteile an der Mira Management Srl., Mailand / Italien, erworben. Die Mira Management Srl. betreibt vier Hotels in Italien. Drei der betriebenen Hotels werden gepachtet und ein Hotel wird in Form eines Managementvertrags gegen Zahlung einer Managementfee betrieben. Die Akquisition ermöglicht den Eintritt in den italienischen Markt und bereitet die Basis eines zukünftigen Wachstums mit allen Marken (Arosa, aja, HENRI und Mira) und zahlt auf die Wachstumsstrategie in den Märkten Deutschland, Österreich und Norditalien ein. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1 Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Wesentliches Ziel des Konzerns ist es, strategische Risiken aber auch Chancen frühestmöglich zu erkennen und zu steuern. Der Konzern unterhält ein umfassendes Früherkennungssystem zum Erkennen wirtschaftlicher Risiken. Mittels entsprechender Controlling-Tools wird neben einer Mehrjahresplanung auch eine monatliche Berichterstattung der erreichten Betriebsergebnisse in Form international vergleichbarer Abrechnungssysteme für Hotels & Resorts mit jeweils aktualisierten Jahreshochrechnungen vorgenommen. Darüber hinaus findet eine tägliche Überprüfung der Buchungssituation für die nächsten Monate statt. Durch erarbeitete Kostensenkungs- und Umsatzförderungsprogramme ist der Konzern in der Lage, kurzfristig auf Auslastungs- und Umsatzschwankungen zu reagieren. Die Liquiditätslage wird ebenfalls kontinuierlich mit der geplanten Liquidität abgeglichen und durch Forecasts fortgeschrieben und ggf. werden entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Die Entwicklung der lokalen Märkte wird durch den Konzern in Bezug auf die Konkurrenzsituation und die wirtschaftliche Lage hin überwacht. Chancen aus Veränderungen des Reiseverhaltens Bereits vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verstärkte sich der Trend nach Reisezielen im Inland oder nahen europäischen Ausland. Diese Entwicklung wurde durch das gestiegene Qualitätsbewusstsein der inländischen touristischen Angebote der Kunden im Zuge der Coronavirus-Pandemie nochmals verstärkt. Kurzfristig ergeben sich zudem Chancen aus Aufholeffekten nach Aufhebung der zur Bekämpfung der Pandemie verhängten Einschränkungen. Risiken infolge weltpolitischer Ereignisse Der anhaltende Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die weltpolitische und damit einhergehende gesamtwirtschaftliche Lage. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland, die weltpolitische Sicherheitslage und mögliche militärische Eskalationen, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und zu erwartenden zusätzlichen Belastungen der Privathaushalte sind Risiken, die aus heutiger Sicht in ihrer mittel und langfristigen Wirkung nur schwer einzuschätzen sind. Die DR Hospitality-Gruppe sieht sich mit ihren Produkten diesen Herausforderungen gegenüber gut aufgestellt, da die Faktoren Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus unserer Gäste treten. Zudem könnte eine sich verschärfende weltpolitische Lage dazu führen, dass internationale Fernreisen zunehmend durch Reiseziele im Inland oder nahen europäischen Ausland ersetzt werden, wovon der Konzern mit seinen Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz wiederum profitieren könnte. Die Kostensteigerungen werden zu einem großen Teil durch Preis-, Konzept- und Produktanpassungen kompensiert. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der damit bedingte Zinsanstieg führen zu einem reduzierten Transaktionsgeschehen auf dem Immobilienmarkt. Das Investitionsvolumen reduzierte sich im Berichtsjahr um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erschwert einerseits die angestrebte Expansionsstrategie. Andererseits wird durch die Erholung der Tourismusbranche von der Pandemie sowie einer einhergehenden stabileren Volkswirtschaft indessen ein Aufwärtstrend innerhalb der Branche im zweiten Halbjahr 2023 erwartet. Dabei stehen die Midscale- und Upscale-Segmente besonders stark im Fokus der Investoren und stützt somit das Wachstum des Konzerns, der sich auf diese Segmente konzentriert. 11
11 AHGZ, Hotelimmobilien: Im Markt ist Luft nach
oben (26.01.2023)
Beschaffungsrisiken Bereits im ersten Quartal des Jahres 2022 führte der Russland-Ukraine Konflikt zu einer Verknappung der europaweiten Energieversorgung und einem entsprechend deutlichen Anstieg der Energiekosten. Auch die in der Eurozone anziehende Inflation führte zu einem entsprechenden Kostenanstieg. Sollte sich die Lage auf den Rohstoffmärkten zukünftig weiter verschärfen, so könnte sich dies entsprechend nachteilig auf die Kostensituation und Ertragslage des Konzerns auswirken. Die DR Hospitality-Gruppe reagiert auf diese Risiken, indem bereits vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zum Großteil langfristige Energieverträge geschlossen wurden, wodurch für den mittelfristigen Geschäfts verlauf eine Kostensicherheit für Energie gegeben ist. Als gegenwärtig risikobehaftet verbleibt die Warenversorgung, welche durch potenzielle Lieferengpässe als auch deutliche Steigerungen der Logistikkosten beeinträchtigt werden könnte. Die DR Hospitality-Gruppe reagiert hierauf mit einem immer stärkeren Fokus auf die Warenversorgung aus dem regionalen Raum rund um die jeweiligen Hotelstandorte. Risiken im Personalbereich Risiken bestehen durch den im Hotel- und Gaststättengewerbe intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sowie durch die Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Sollte es dem Konzern zukünftig nicht gelingen, in ausreichender Anzahl entsprechend qualifizierte Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen oder Arbeitsplätze, welche Schlüsselqualifikationen erfordern entsprechend zu besetzen, so könnte sich dies nachteilig auf die Geschäftsentwicklung und damit die Ertragslage des Konzerns auswirken. Die Geschäftsführung begegnet dem durch eine vorausschauende Identifikation und gezielte Adressierung von Fluktuationsrisiken durch entsprechende Gegenmaßnahmen, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Konzern zu halten. Das Anwerben regionaler Fachkräfte sowie die Bindung von Fachkräften und Talenten gehört daher zu den Prioritäten der Konzernleitung. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage des Konzerns Die Geschäftsführung der DR Hospitality-Gruppe schätzt die Chancen- und Risikolage des Konzerns trotz der sich aus Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges ergebenden konjunkturellen Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Im Prognosezeitraum sind keine Risiken ersichtlich, denen nicht durch geeignete Gegenmaßnahmen begegnet werden könnte oder aus welchen eine potenzielle Bestandsgefährdung der Gruppe oder einzelner Tochtergesellschaften droht. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der DR-Hospitality Gruppe den Konzern aufgrund einer soliden Geschäftsentwicklung, einer guten Finanzierung und Zugang zu weiteren Finanzierungsmöglichkeiten als gut aufgestellt für die Zukunft. 5.2 Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Konjunkturerwartung Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen in der Januarumfrage 2023 um 40 Punkte auf 16,9 Punkte und lag damit seit Februar 2022 erstmalig wieder positiv. 12 Das DIW-Konjunkturbarometer zeigt für das erste Quartal 2023 einen Wert von 93,6 Punkten aus, und liegt damit unter der 100 Punkte- Grenze. Werte über dieser Grenze deuten auf eine überdurchschnittliche Konjunkturlage auf, während Werte unterhalb auf eine unterdurchschnittliche Konjunkturlage weisen. 13 Diese Einschätzung wird von den Hochrechnungen der EU-Kommissionen sowie der Bundesregierung gestützt. So wird für Deutschland in 2023 nicht länger eine Rezession prognostiziert, sondern indes ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % angesetzt sowie im Folgejahr 2024 von 1,8 %. 14 Auch für Europa wird ein positives Wirtschaftswachstum von 0,9 % erwartet. 15 Umfragen zur Tourismusentwicklung 2023 zeigen auf, dass das Bedürfnis und die Nachfrage nach Reisen in 2023 deutlich weiter steigen. Damit dürfte die Reiseintensität im kommenden Jahr das Vorkrisenniveau erreichen, wenn nicht sogar übertreffen. 16 Inländische Reisende favorisieren die Ost- und Nordsee. Während im europäischen Ausland Österreich und Italien noch vor Spanien im Fokus der Befragten stehen. 17 Zukünftige Strategie und erwartete Geschäftsentwicklung des Konzerns Die Konzernstrategie sieht die Umsetzung eines konsequenten Expansionskurses durch die Eröffnung weiterer Hotelstandorte vor. Für die Marken HENRI, Arosa und aja führt der Konzern aktuell Verhandlungen oder Anbahnungsgespräche zur zukünftigen Errichtung weiterer Standorte, z.B. an der Nord- und Ostsee, in Bayern sowie Italien. Zudem werden bereits laufende Verhandlungen für Hotels der Marke HENRI in Österreich und diversen Standorten in Deutschland fortgeführt, um für die weitere Entwicklung des erdgebundenen Tourismus in Europa gut aufgestellt zu sein. Im kommenden Geschäftsjahr wird ein weiteres HENRI Hotel in Kitzbühel eröffnen. Diese Wachstumsstrategie wird u.a. durch umfangreiche Marktanalysen, durch die auch die Produktinhalte und Marketingstrategien neu definiert wurden, gestützt. Zusätzlich zum stark ausgebauten Individual-Segment rechnet der Konzern mit einer weiteren Verbesserung des Gruppengeschäfts. Darüber hinaus werden die Optimierungsprogramme zur wirtschaftlichen Verbesserung auf allen Ebenen konsequent weiter fortgesetzt.
12 destatis, ZEW-Index zur Konjunkturerwartung
in Deutschland von Januar 2021 bis Januar 2023 (17.01.2023)
In Bezug auf die Konzernumsatzerlöse erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 eine weitere moderat positive Entwicklung bei beständigen Durchschnittsraten auf Vorjahresniveau. Im Zuge der prognostizierten moderaten Steigerung der Belegung sowie der damit moderat steigenden Konzernumsatzerlöse aber unter Berücksichtigung überproportional steigender Beschaffungs- und Personalkosten sowie insbesondere der im Vorjahr erzielten periodenfremden Erträge aus Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen infolge der Coronavirus-Pandemie, erwartet die Geschäftsführung eine moderat negative Entwicklung des EBITDA. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung weiterhin ein positives EBITDA für den Konzern und bereinigt um die außerordentlichen Ertragseffekte aus periodenfremden Geschäftsvorfällen eine weiter moderat positive Entwicklung des operativen Geschäfts.
Rostock, 3. April 2023 Die Geschäftsführung Horst Rahe, Unternehmer (BTW) Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen Die Muttergesellschaft des Konzerns wurde am 23. Juni 2021 firmierend als DR Hospitality GmbH & Co. KG mit Sitz in Rostock errichtet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRA 4849 eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 10. August 2021. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Komplementärin mit Sitz in Rostock wurde ebenfalls am 23. Juni 2021 errichtet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 15455 eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 6. August 2021. Der Konzern entstand zum 30. August 2021 mit Einbringung der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock. Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, als 100 % ige Tochtergesellschaft der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 10938 eingetragen. Die DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, ist als Zwischenholding über ihre Tochtergesellschaften Betreiberin
Als Zwischenholding übernimmt die DSR Hotel Holding GmbH die Managementfunktionen für ihre Tochtergesellschaften. Gewinnabführungsverträge Zwischen der DSR Hotel Holding GmbH und folgenden Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge (§ 291 Abs. 1 AktG):
Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB). Da der Konzern am 31. August 2021 entstand, umfassen die Vorjahresvergleichszahlen in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernkapitalflussrechnung den Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2021 und sind demzufolge nicht mit denen des Berichtsjahres vergleichbar. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Konzernmuttergesellschaft 17 verbundene Unternehmen, die vollkonsolidiert und ein assoziiertes Unternehmen, das at Equity einbezogen:
Die Anteile an der Henri Hotel Cuxhaven GmbH (vormals DSR 1. Verwaltungsgesellschaft mbH) wurden in 2022 von der Henri Hotel GmbH erworben. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine Vorratsgesellschaft, die in 2022 noch keine eigene Geschäftstätigkeit ausübte. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag von TEUR 2 wurde als Geschäfts oder Firmenwert allokiert und planmäßig über einen Zeitraum von 25 Jahren abgeschrieben. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Wesentliche aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die konzerninternen Beträge eliminiert. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände sind höchstens zu An- schaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Sach- und Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 250,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden hingegen als Sammelposten zusammengefasst und jährlich um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, werden zu Festwerten zusammengefasst, sofern der Bestand nur geringen Veränderungen unterliegt. Die At-Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden nicht ausgewiesen. Aufgrund des zum Bilanzstichtag bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird von dem Wahlrecht § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Berichtsjahr wurden vormals unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Verpflichtungen aus Substanzwerterhaltung in Höhe von TEUR 1.002 in die sonstigen Rückstellungen umgegliedert, da dieser Ausweis besser dem Charakter dieser Verpflichtung entspricht. Die Vorjahresvergleichszahl (TEUR 878) wurde ebenfalls entsprechend angepasst. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Das Anlagevermögen der einbezogenen Tochtergesellschaften wird im Anlagenspiegel mit den aus den Einzelabschlüssen übernommenen Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven ausgewiesen. In den Konzernanlagenspiegel wurden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten auch bei Anschaffung vor Konzernzugehörigkeit übernommen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen Entwicklungsleistungen des a-ja-Konzeptes aus Vorjahren. Sie sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert und werden über 15 Jahre abgeschrieben. Des Weiteren beinhaltet diese Position eigen erstellte Individualsoftware, die nach Abschluss der Entwicklung planmäßig über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben wird. Im Berichtsjahr wurden vormals unter den entgeltlich erworbenen Vermögensgegenständen ausgewiesene Sachverhalte mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 129 in die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände umgegliedert. Die Vorjahresvergleichszahl (TEUR 207) wurde ebenfalls entsprechend angepasst. Aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe zum 31. August 2021 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 103.334 (Stand 31. Dezember 2022: TEUR 97.823). Zudem besteht ein Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 93 zum Bilanzstichtag) aus dem in Vorjahren erfolgten Kauf des Geschäftsbetriebs "Hotel Neptun" durch eine Tochtergesellschaft der DR Hospitality GmbH & Co. KG sowie der schon vorstehend genannte Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Henri Hotel Cuxhaven GmbH (TEUR 2). Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen die at Equity bewertete Beteiligung an der Louis C. Jacob Markenverwaltung GmbH. Das anteilige handelsrechtliche Eigenkapital dieser Gesellschaft übersteigt den im Konzernabschluss ausgewiesenen Beteiligungsansatz um TEUR 8. Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen in Form von fondsgebundenen Rentenversicherungen als Absicherung für langfristige Pachtverpflichtungen. Vorräte Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen die in den Hotels befindlichen Bestände an Speisen, Getränken und sonstigen Waren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und solche gegen Beteiligungsunternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Berichtsjahr werden die Forderungen aus bargeldlosen Umsatzgeschäften gegen Kreditkartenunternehmen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (VJ. sonstige Vermögensgegenstände) ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden um TEUR 712 entsprechend angepasst. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine gestundete und grundbuchlich gesicherte-Kaufpreisforderung aus der Veräußerung einer Hotelimmobilie (inkl. Verzinsung) aus dem Geschäftsjahr 2007 in Höhe von TEUR 2.079 (VJ. 2.179 TEUR), die in vereinbarten Raten getilgt wird. Des Weiteren bestehen ansonsten i.W. Forderungen aus Rückvergütungen, aus Energie- und Betriebskostenerstattungen und Vorsteuerforderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 2.005 (VJ. 2.138 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Von den Guthaben bei Kreditinstituten dienen Guthaben in Höhe von TEUR 7.084 (VJ. 5.606 TEUR) zur Absicherung von Pachtvertragsverpflichtungen. Eigenkapital Das im Konzernabschluss ausgewiesene Kommanditkapital sowie die Rücklage des Konzerns entsprechen den Ansätzen im Einzelabschluss der DR Hospitality GmbH Co. & KG, Rostock. Mit Urkunde des Notars Dr. Arne Helms in Hamburg (UR Nr. 1607/ 7021 HL) vom 23. Juni 2021 haben die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, als Kommanditistin und die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, als Komplementärin, die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, errichtet. Das Kommanditkapital bei Errichtung belief sich auf EUR 1.000,00 und entfiel vollständig auf die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock. Die Komplementärin ist nicht am Kapital der Gesellschaft beteiligt. Auf Grundlage des Einbringungs- und Übertragungsvertrags vom 30. August 2021 (UR Nr. 2110/ 2021 HL des Notars Dr. Arne Helms, Hamburg) wurden sämtliche Geschäftsanteile an der DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, in die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zu einem Wert von EUR 100.000.000,00 eingebracht. Der den Erhöhungsbetrag der Pflichteinlage von EUR 1.000,00 übersteigende Betrag von EUR 99.999.000,00 wurde in das Rücklagenkonto eingestellt. Nachfolgend erfolgten noch im Geschäftsjahr 2021 auf Grundlage von Gesellschafterbeschlüssen weitere Einzahlungen in das Rücklagenkonto in Höhe von insgesamt EUR 3.500.000,00. Nach der in 2021 erfolgten Veräußerung von Kommanditanteilen sind zum 31. Dezember 2022 Kommanditisten der Gesellschaft die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, mit einem Kommanditanteil von EUR 1.000,00 und die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH, Köln, mit einem Kommanditkapital von ebenfalls EUR 1.000,00. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.636 beinhalten Körperschaft- und Gewerbesteuern (TEUR 991) sowie Steuernachzahlungen aus Vorjahren (TEUR 645), für die Aussetzung der Vollziehung gewährt ist. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, ausstehende Betriebs- und sonstige Lieferkosten, Personalkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung sowie die Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 423 resultiert aus einem COVID 19 Unterstützungskredit, der der a-ja Resort Zürich GmbH gewährt wurde. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für diverse Veranstaltungen und Anzahlungen von Hotelgästen sowie aus ausgegebenen und noch nicht eingelösten Gutscheinen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit den ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen gegenüber Gesellschaftern. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 620 (VJ. TEUR 394) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 213 (VJ. TEUR 190) enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend die Logis- (EUR 122 Mio.) und Gastronomiebereiche (EUR 50 Mio.) der einbezogenen Resorts und Hotels. Hinzu kommen Umsätze aus SPA-, Sport- sowie übrige Leistungen. Dabei entfalle auf die deutschen Resorts 83 % der Gesamtumsätze, auf die in Österreich und der Schweiz 17%. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Entschädigungen aus Härtefallmaßnahmen und Entschädigungen infolge der COVID-19 Pandemie, Pachtverzichte für Vorjahrespachten, Erträge aus der Rückstellungsauflösungen, Erträge aus Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge, u.a. für Nebenkostenerstattungen und Energiesteuerentlastungen im Zusammenhang mit Blockheizkraftwerkeerrichtungen und deren Betrieb. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 4.357, davon betreffen TEUR 2.532 Entschädigungen infolge der Covid 19 Pandemie. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden solche aus Währungsumrechnung von TEUR 5 (VJ. TEUR 0) ausgewiesen. Materialaufwand Die Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen den Wareneinsatz im gastronomischen Bereich. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Betriebs- und Reinigungskosten. Personalaufwand In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 134 (VJ. TEUR 98) enthalten. Abschreibungen Die Nutzungsdauer des aus der Erstkonsolidierung der DSR Hotel Holding Gruppe resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt 25 Jahre. Die Abschreibungsdauer wurde auf Basis der wertbildenden Pachtvertragslaufzeiten ermittelt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen i.W. Miet- und Pachtaufwendungen, Instandhaltungs-,Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige Betriebsaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1 (VJ. TEUR 2) und periodenfremde Aufwendungen von TEUR 894 (VJ TEUR 988). Diese resultieren im Wesentlichen aus einer Nachzahlung für Gebäudereinigung, Versicherungsschäden, Nachzahlungen an Energieversorgern und aus einer Vielzahl von Sachverhalten von untergeordneter Bedeutung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Verzinsung der Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten, Verzinsung von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie die Verzinsung eines Investitions-Darlehens im A-ROSA Kitzbühel. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus erwarteten Umsatzsteuernachzahlungen aus Betriebsprüfungen für Vorjahre (TEUR 645). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miete, Pacht und Leasing beträgt über die Restlaufzeit der abgeschlossenen Miet- und Pachtverträge rd. EUR 665 Mio. Die Miet- und Pachtverträge enden dabei zwischen den Jahren 2025 und 2046. Die jährliche Verpflichtung für das kommende Geschäftsjahr beläuft sich dabei auf rd. EUR 44,5 Mio. Es bestehen z.T. pachtvertragliche Verpflichtungen zur Erneuerung und Modernisierung von im wirtschaftlichen Eigentum des Verpächters stehenden Furniture & Equipment. Der jährliche Anteil der Pachterneuerungsverpflichtung, für den ein Liquiditätsnachweis erforderlich ist, richtet sich nach den erzielten Nettoumsatzerlösen des Pächters. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf insgesamt 1.446 Mitarbeiter zuzüglich 143 Auszubildende. Es handelt sich nahezu ausschließlich um Gehaltsempfänger. Honorare des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des Konzerns belaufen sich für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 211. Diese entfallen mit TEUR 203 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 8 auf sonstige Leistungen. Nachtragsbericht Am 29. März 2023 hat die DSR Hotel Holding GmbH 75% der Anteile an der Mira Management Srl., Mailand / Italien, erworben. Die Mira Management Srl. betreibt vier Hotels in Italien. Drei der betriebenen Hotels werden gepachtet und ein Hotel wird in Form eines Managementvertrags gegen Zahlung einer Managementfee betrieben. Die Akquisition ermöglicht den Eintritt in den italienischen Markt und bereitet die Basis eines zukünftigen Wachstums mit allen Marken (Arosa, aja, HENRI und Mira) und zahlt auf die Wachstumsstrategie in den Märkten Deutschland, Österreich und Norditalien ein. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten der vollkonsolidierten Gesellschaften. Insgesamt unterliegen TEUR 7.084 des Finanzmittelfonds Verfügungsbeschränkungen. Geschäftsführung Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock. Ihr obliegt die Geschäftsführung. Geschäftsführer der Komplementärin sind:
Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge.
Rostock, den 3. April 2023 Die Geschäftsführung der DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH Horst Rahe Sören Hartmann Entwicklung des Konzernanlagevermögens der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zu 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 3. April 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer Dirk Heide, Wirtschaftsprüfer |
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