ifm position gmbh
Same addressManufacture of wiring devices
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michael Marhofer since 3/27/2025 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ifm stiftung & co. kgEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtKonzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2022A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Grundlagen der Gesellschaft Die ifm-Unternehmensgruppe ist ein in zweiter Generation geführtes Familienunternehmen. Nach Gründung im Jahre 1969 hat sich die Unternehmensgruppe zu einem der weltweiten Branchenführer im Bereich der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von innovativen Sensoren, Steuerungen, Systemen und Softwarelösungen für die industrielle Automatisierung und die Digitalisierung von Produktionsabläufen entwickelt. Am Standort in Essen befinden sich die Unternehmenszentrale sowie das zentrale Logistikzentrum für die weltweite Verteilung der ifm-Produkte. Die Produktion und Entwicklung erfolgt in Deutschland in der Bodensee-Region durch eigenständige Produktions- und Entwicklungsgesellschaften. In Tettnang am Bodensee befindet sich die Leitung Technik und Entwicklung der Unternehmensgruppe. In Polen, Rumänien, USA, Indien und Singapur bestehen weitere, stark wachsende Produktions- und Engineering-Gesellschaften. Der Vertrieb der ifm-Produkte im Ausland erfolgt über Konzerngesellschaften in dem jeweiligen Land, welche im eigenen Namen und für eigene Rechnung die Produkte kaufen und verkaufen. Zurzeit ist die ifm-Unternehmensgruppe in über 165 Ländern entweder durch selbständige Vertriebsgesellschaften oder Handelsvertreter tätig. Die ifm stiftung & co. kg, Essen, wurde Ende 2013 gegründet. Zum 1. Januar 2014 wurde die Konzernstruktur der ifm-Unternehmensgruppe verändert. Die bisherige Konzernmuttergesellschaft ifm electronic gmbh, Essen, wurde durch die ifm stiftung & co. kg an der Konzernspitze ersetzt. Die bis dahin im Privatvermögen gehaltenen Geschäftsanteile an der ifm electronic gmbh wurden zu 94,9 % in die ifm stiftung & co. kg sowie zu 5,1 % in die ifm beteiligungs stiftung & co. kg, Essen, eingebracht. Die Kommanditisten der ifm stiftung & co. kg und der ifm beteiligungs stiftung & co. kg sind mit den früheren Gesellschaftern der ifm electronic gmbh identisch. Im Vorstand der ifm stiftung & co. kg werden alle für die strategische Ausrichtung der ifm-Unternehmensgruppe relevanten Entscheidungen getroffen. Des Weiteren werden alle für die Geschäftsbereiche bedeutenden operativen Entscheidungen insbesondere in den Bereichen der Produktpolitik, Entwicklung, Investitionen sowie im Personalbereich dem Vorstand zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Die ifm electronic gmbh ist Geschäftsbereichsobergesellschaft und hat neben den Tätigkeiten rund um den Vertrieb sowie der Logistik bis zum 31. Dezember 2021 alle wesentlichen zentralen Dienstleistungsfunktionen für die Unternehmensgruppe, wie zum Beispiel das Finanzmanagement, das Controlling, den Betriebsmittelbau, Dienstleistungen aus dem IT-, Personal- und Buchhaltungsbereich übernommen. Ab dem 01. Januar 2022 werden diese zentralen Servicefunktionen durch die Schwestergesellschaft ifm group services gmbh, Essen, wahrgenommen. Daneben bestehen vier weitere Geschäftsbereichsholdinggesellschaften für die wesentlichen Produktgruppen. Es handelt sich um die ifm position gmbh (Positionssensorik und Objekterkennung), die ifm network & control gmbh, (Verbindungstechnik, Auswertesysteme, Netzteile), die ifm process gmbh (Fluidsensorik und Diagnose-/Neigungssensoren), und die ifm solutions gmbh, (Softwarelösungen im Bereich Industrie 4.0, mit welchen von der Sensorik über die IT-Infrastruktur angelieferte Informationen nutzbar gemacht werden). Weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Kalenderjahr 2022 ist das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr von 6,2 % auf 3,4 % deutlich gesunken. Die weltwirtschaftliche Entwicklung ist im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen von geopolitischen und wirtschaftlichen Unruhen geprägt worden. Hervorzuheben sind dabei die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Die Auswirkungen haben bestehende Krisen weiter verschärft und gleichzeitig große Teile Europas in eine Energiekrise gestürzt. Daraus resultierten große Unsicherheiten, die zu Preissteigerungen und darauffolgenden steigenden Inflationsraten führten. Eine weitere Hauptursache für den Inflationsdruck waren die bestehenden Logistikengpässe und eine hohe Nachfrage an Konsumgütern auf nahezu alle Rohstoffe und Güter, insbesondere im Bereich der Halbleiter. Auch die Corona-Pandemie hat die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin stark belastet, was insbesondere durch die Null-Covid-Strategie in China zu Lockdowns führte und dort die wirtschaftliche Entwicklung deutlich abgeschwächt hat. In China hat sich das reale BIP-Wachstum von über 8 % aus dem Kalenderjahr 2021 deutlich auf 3,0 % abgeschwächt. Die US-Wirtschaft hat den hohen Inflationsdruck, unter anderem durch steigende Energiepreise, zu spüren bekommen. Als Reaktion darauf wurde die Geldpolitik angepasst. Die US-Notenbank hob den Leitzins in mehreren Schritten an, um die Inflation zu bekämpfen. Das reale BIP-Wachstum ist in den USA von knapp unter 6 % aus dem Vorjahr deutlich auf 2,1 % im Kalenderjahr 2022 gesunken. Der weltweite Konjunkturaufschwung ist durch diese wirtschaftlichen Beeinträchtigungen gebremst worden. In den für die ifm-Unternehmensgruppe wichtigen Branchen Maschinenbau und Elektroindustrie hat sich allerdings die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2022 liegt in beiden Branchen deutlich über Vorjahresniveau. In der deutschen Elektroindustrie stieg der Umsatz um 12,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Werte für das BIP basieren auf den Veröffentlichungen der Statista GmbH. Zur Darstellung des Branchenvergleichs wurden für die Elektroindustrie Kennzahlen des Verbands ZVEI und für den Maschinenbau vom Verband VDMA herangezogen. Entwicklung der ifm-Unternehmensgruppe im Überblick Das Geschäftsjahr 2022 verlief für die ifm-Unternehmensgruppe sehr erfolgreich. Der Umsatz ist von 1.161,3 Mio. Euro auf 1.366,0 Mio. Euro gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 17,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge hat sich um 15,1 % auf 1.442,1 Mio. Euro (Vorjahr 1.252,9 Mio. Euro) erhöht. Das EBITDA bezogen auf die Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge hat sich auf 11,5 % (Vorjahr 14,8 %) verringert. Das EBIT ist auf 7,6 % (Vorjahr 10,6 %) gesunken. Der Rückgang in der Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr hat verschiedene Ursachen. Der Hauptgrund ist, dass im Vorjahr ein Sondereffekt aus dem Verkauf von 50 % der Geschäftsanteile an der Automation24 GmbH, Essen, in Höhe von 20 Mio. Euro in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten war. Des Weiteren ergaben sich in 2022 Kostensteigerungen im Bereich der Material- und sonstigen betrieblichen Kosten. Im Materialbereich haben sich die Einkaufspreise von dem Hintergrund von Lieferengpässen bei verschiedenen Produkten erhöht. Im Bereich der sonstigen Kosten sind unter anderem die Reise- und Marketingkosten (z.B. Messekosten) nach Aufhebung der meisten Corona-Maßnahmen wieder deutlich gestiegen. Das für das Geschäftsjahr 2022 geplante EBITDA von 12 % konnte nicht ganz erreicht werden. Das geplante EBIT von 7 % wurde aber sogar überschritten. Der Umsatzanstieg bei der ifm-Unternehmensgruppe liegt deutlich über der deutschen und der weltweiten Wirtschaftsentwicklung. Das hohe Maß an Diversifizierung in Branchen und Märkten, die Fokussierung auf Neukundengewinnung, der Aus- und Aufbau von Vertriebswegen sowie die überaus stabile Lieferfähigkeit bei einer Vielzahl von Produktgruppen haben dazu beigetragen, dass Marktanteile gewonnen werden konnten. Die nachfolgenden Erläuterungen zur Entwicklung in den einzelnen Vertriebsregionen basieren auf einer währungsbereinigten Rechnungsausgangsstatistik. Währungsbereinigt bedeutet, dass die Umsätze des Jahres 2022 und 2021 mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 in Euro umgerechnet worden sind. Der Produktumsatz in Deutschland ist um 16,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dabei konnte in allen für die ifm-Unternehmensgruppe wichtigen Branchen ein Umsatzwachstum erzielt werden. Ein wesentlicher Grund für das starke Wachstum lag dabei im Automobilgeschäft und in der Maschinenbauindustrie. Um den Vertrieb in Deutschland zu stärken, wurden organisatorische Maßnahmen zur Neuausrichtung der Vertriebsstrukturen durchgeführt und umfängliche Marketingprojekte angestoßen. Diese Maßnahmen haben deutlich gegriffen und zeigen auch weiterhin Wirkung. Der Marktbereich Südwesteuropa schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatzanstieg von 15,9 % ab. Die wesentlichen Märkte in dieser Region sind Frankreich, Italien und Spanien. Nach dem starken Umsatzanstieg im Vorjahr konnte somit die sehr gute Entwicklung in allen Märkten weiter vorangetrieben werden. Der Aufholeffekt durch den Konjunkturaufschwung spiegelt sich besonders bei der sehr guten Entwicklung bei der Anzahl der kaufenden Kunden und bei den gestiegen Absatzstückzahlen wider. Alle Märkte konnten ihre Umsätze im zweistelligen Prozentbereich steigern. Im Markt Südosteuropa konnte ein Wachstum von 75,7 % erreicht werden. Der größte Absatzmarkt in dieser Region, die Türkei, hat dabei den wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Der Umsatz in der Türkei liegt um 96,1 % über dem Vorjahresniveau. Diese währungsbereinigt positive Entwicklung trotz erhöhter politischer Risiken, einer steigenden Inflation, einer Abwertung der Landeswährung sowie nicht zuletzt sinkender Investitionen ist unter anderem auf die erfolgreiche Vertriebstätigkeit der Vertriebstochtergesellschaft in der Türkei zurückzuführen. Die Anzahl der kaufendenden Kunden konnte nach der Steigerung im Vorjahr auch im Geschäftsjahr 2022 ein weiteres Mal gesteigert werden. In Nordwesteuropa hat sich der Umsatz um 16,8 % erhöht. Die drei größten Märkte in dieser Region sind Großbritannien, Niederlande und Schweden. In Großbritannien hat sich die Niederlassung nach dem Brexit im Jahr 2020 und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft, wie die kompliziertere Zollabwicklung, weiterhin gut entwickelt und konnte erneut ein Umsatzwachstum erwirtschaften. Auch die übrigen Märkte haben sich ausnahmslos gut entwickelt und deutlich zweistellige prozentuale Wachstumsraten erreicht. Die Gewinnung von Neukunden hat zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Im Markt Mittelosteuropa ist der Umsatz um 2,6 % gestiegen. Beachtet werden muss, dass zu dieser Region die Länder Russland und Ukraine gehören. In beiden Ländern wurden zu Beginn des Krieges im Februar 2022 sämtliche Lieferungen gestoppt. In der Ukraine, unsere Niederlassung sitzt in Kiew, wurde der eingeschränkte Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und die Tätigkeit im Laufe des Monats April 2022 wieder aufgenommen. Die Niederlassung in Russland wurde zum 30. Juni 2022 operativ geschlossen. Dementsprechend fehlen die Umsätze aus beiden Ländern teilweise. Die anderen Länder in dieser Region konnten ausnahmslos zweistellige prozentuale Umsatzsteigerungen verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden in Lettland und Slowenien neue Vertriebsniederlassungen gegründet. Diese haben im Januar 2023 das operative Geschäft aufgenommen. Im nordamerikanischen Markt ergab sich ein Umsatzanstieg von 16,2 %. Im größten Markt USA ist der Umsatz um 16,4 % gestiegen. Die Niederlassung konnte dabei durch die starke Konjunktur und Aufholeffekte vom Wirtschaftswachstum in den USA profitieren. Das geplante Umsatzwachstum wurde trotz des Vergleichs mit einem sehr starken Vorjahreszeitraum deutlich übertroffen. Auch die übrigen Länder der Marktregion, Kanada und Mexiko, konnten zweistellige prozentuale Wachstumsraten beim Umsatz erzielen. Im Markbereich Südamerika konnte der Umsatz um 20,8 % gesteigert werden. Dies ist überwiegend auf einen zweistelligen prozentuellen Umsatzanstieg im Hauptabsatzmarkt Brasilien zurückzuführen. Nach dem Konjunkturaufschwung befindet sich die brasilianische Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs. Neben der weiterhin zurückkehrenden Automobilindustrie, in der wieder Steigerungen erzielt wurden, ist der Bereich der Rohstoffe ein weiterer Wachstumstreiber. In Argentinien konnte trotz vielfältiger Probleme, wie Beschränkungen von Import- und Exportrechten durch die Regierung, ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich verzeichnet werden. Die Entwicklung in Chile ist ebenfalls sehr erfreulich. Hier konnten sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl kaufender Kunden zweistellige prozentuale Wachstumsraten erzielt werden. Im Marktbereich Asien und Pazifik wurde ein Umsatzwachstum von 10,9 % erzielt. Der größte Markt in dieser Region ist China. Der zweitgrößte Markt ist die Region Australien/Neuseeland. Beide großen Märkte sind im Jahr 2022 gewachsen. China konnte aufgrund der Lockdowns durch die Null-Covid-Strategie nicht die geplanten Ziele erreichen. Dennoch konnte unsere Niederlassung in China einen Umsatzanstieg von 5,2 % auf mehr als 100,0 Mio. Euro erwirtschaften. Die großen Länder der Region, Japan, Australien und Indien, konnten zweistellige prozentuale Umsatzanstiege erwirtschaften. Alle übrigen Länder, die dem Marktbereich Asien und Pazifik angehören, haben ebenfalls ein Umsatzwachstum erzielt. Forschung und Entwicklung Für den F & E-Bereich wurden Sach- und Personalkosten in Höhe von 141,1 Mio. Euro (Vorjahr 123,6 Mio. Euro) aufgebracht. Dies entspricht einer F & E-Quote von 10,0 % (Vorjahr 10,6 %) im Verhältnis zum Umsatz. Zum Jahresende sind im F & E-Bereich 1.305 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.185). Trotz der vielen unterschiedlichen Herausforderungen konnte die ifm-Unternehmensgruppe im Jahr 2022 im Vergleich zum sehr starken Vorjahr ein währungsbereinigtes, konzernweites Produktumsatzwachstum von 13,4 % erzielen. Die währungsbereinigte Konzernumsatzentwicklung der einzelnen Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
In der Produktgruppe Positionssensorik und Objekterkennung wurde die größte Steigerung mit den induktiven Sensoren erzielt. Mit einem Plus von 18,4 Mio. Euro entspricht diese Steigerung einem Wachstum in Höhe von 10,6 %. Die zweitgrößte Steigerung in Höhe von 6,8 Mio. Euro trugen optische Sensoren bei, gefolgt von den Ventilsensoren, die eine Steigerung in Höhe von 6,2 Mio. Euro bei einem Umsatz von 23,8 Mio. Euro erzielten. Prozentual betrachtet wurden die größten Steigerungen mit Ventilsensoren 35,0 %, gefolgt von Identifikationssystemen 30,5 % und der Objekterkennung 21,9 % erwirtschaftet. Wie bereits im Vorjahr, wurden im Jahr 2022 die Erfolge bei den Distanzsensoren, der Objekterkennung und den Identifikationssystemen insbesondere in den Bereichen Robotik und bei autonomen Anwendungen in den Logistikprozessen erzielt. Dies unterstreicht die Chancen, die die erweiterte Digitalisierung der Fabriken birgt. Im Bereich der Car Components ergab sich ein Umsatzrückgang in Höhe von ca. 0,9 Mio. Euro. Dieser wird verursacht durch die strategische Entscheidung, in den Bereich Car Components nicht weiter zu investieren. Der Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Die größte Steigerung der Umsätze in Höhe von ca. 62,1 Mio. Euro, was 15,6 % entspricht, erwirtschaftete die ifm-Unternehmensgruppe mit der Produktgruppe Fluidsensorik, Diagnose- und Neigungssensoren. Die erfolgreichsten Produktgruppen waren die Drucksensoren mit 21,9 Mio. Euro (13,3 %), die Strömungssensoren mit 23,5 Mio. Euro (19,1 %) und die Diagnosesysteme mit 5,3 Mio. Euro (20,2%). Mit der jungen Produktgruppe der Analysesensoren konnte die prozentual höchste Steigerung in dieser Produktgruppe in Höhe von 34,5 % im Umsatz und einem Plus von 17,8 % bei der Neugewinnung von Kunden erreicht werden. Die konzeptionelle Verankerung der Fluidsensorik im Bereich der Lebensmittelindustrie wird durch technologische Neuentwicklungen weiter gefestigt. Die Produktgruppe Network und Control hat den Umsatz im Jahr 2022 um insgesamt 55,1 Mio. Euro, was 16,7 % entspricht, gesteigert. Erfolgreichste Produktgruppe war mit einer Steigerung von 22,6 Mio. Euro die Verbindungstechnik. Erneut einen deutlichen Wachstumsakzent setzten die Komponenten für die digitale Kommunikation (IO-Link Master mit 40,1 % und IO-Link Verteiler mit 114,3 %), die ebenfalls einen wesentlichen Bestandteil der Industrie 4.0 Strategie der ifm-Unternehmensgruppe darstellen. Die IO-Link Technologie etabliert sich im Markt als Grundbaustein für die Vernetzung in den Fabriken. Mit einer weiterhin deutlich positiven Entwicklung wird auch in 2023 gerechnet. Im Bereich Software und Service ist der Umsatz in Höhe von 6,5 Mio. Euro deutlich zurück gegangen. Aufgrund der systematischen und kontinuierlichen Umstellung des Geschäftsmodells wurde mit einem Umsatzrückgang in dieser Produktgruppe gerechnet. Die ifm services gmbh, Siegen, wurde strategisch neu ausgerichtet und wird sich zukünftig auf die Unterstützung der Digitalisierung in der Fabrikautomatisierung und der Prozesstechnik fokussieren. Damit einher geht ein Umsatzrückgang im Bereich der ifm services gmbh, Siegen, der sich in deutlich geringerem Umfang voraussichtlich im Jahr 2023 fortsetzen wird. Das im November 2020 am Markt eingeführte Software-Framework moneo, der fundamentale Baustein unserer Industrie 4.0 Strategie, konnte nach den Erfolgen im ersten Jahr nach der Einführung, auch im zweiten Jahr an die Erfolge anknüpfen. Im Jahr 2022 wurde ein Umsatz in Höhe von ca. 2,6 Mio. Euro erzielt. Das Software-Framework moneo ist ein Kernprodukt, das unseren Kunden die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen mit geringem Installationsaufwand ermöglicht, um aus den Sensor- und den Maschinendaten Kennzahlen für die Optimierung der Produktion zu errechnen. In den letzten beiden Jahren sind die für den Verkauf von Software und Lösungen erforderlichen neuen Prozesse im Konzern vorangetrieben worden. Die Software wird mittlerweile in über 30 Ländern verkauft. Der Umsatz im Jahr 2022 mit Produktneuheiten aus den Jahren 2019 bis einschließlich 2021 betrug 112,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein deutlicher Teil der Entwicklungskapazität wurde 2022 darauf verwendet, Produkte zu modifizieren, um die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. Dies wird sich in den Folgejahren bemerkbar machen. Die außerordentlichen Umsatzerfolge im Jahr 2022 konnte die ifm-Unternehmensgruppe insbesondere durch eine hohe Lieferfähigkeit sicherstellen. Die erfolgreiche Innovationskraft der ifm-Unternehmensgruppe spiegelt sich im Jahr 2022 durch weltweit 107 neue Patentanmeldungen wider. Personalentwicklung Die Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende) bei der ifm-Unternehmensgruppe erhöhte sich stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2022 um 693 auf 8.130 Personen. Ein wesentlicher Teil des Anstiegs entfällt dabei auf die Bereiche Produktion und Entwicklung. Hier wurden die Aktivitäten im Bereich des Projekt- und Softwaregeschäfts weiter intensiviert. Es wurden durchschnittlich 274 Leiharbeitnehmer/-innen beschäftigt (Vorjahr 248). Das Jahr 2022 war, wie im Vorjahr, weiterhin geprägt durch das weltweite Pandemiegeschehen, allerdings mit stark abschwächender Tendenz zum Jahresende. Die ifm-Unternehmensgruppe konnte in der Bewältigung der Covid 19 Herausforderungen an die erfolgreichen Hygienemaßnahmenpläne der Vorjahre anknüpfen und hat diese weiter schrittweise angepasst und entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers zurückgenommen. Im Laufe des Jahres wurden nicht nur die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen eines abgestimmten Hygiene- und Pandemie-Plans "COVID 19" umgesetzt (z.B. Maskenpflicht, Entzerrung des Schichtbetriebes in der Produktion, Lüftungskonzepte, Durchsetzung der AHA(L)-Regelungen, Überprüfung des Impf-, Genesenen- oder Teststatus etc.), sondern es wurde weiterhin an Konzepten gearbeitet, wie die Homeoffice-Aktivitäten in den Arbeitsalltag integriert werden können. Im Laufe des Jahres wurden an den unterschiedlichen Standorten entsprechende Regelwerke verabschiedet und eingeführt, die das Arbeiten außerhalb des Büroarbeitsplatzes ermöglichen. In der Fokusumfrage "Deutschlands beste Arbeitgeber 2022" konnte sich die ifm-Unternehmensgruppe wieder unter den führenden Unternehmen behaupten und stellt sich erfolgreich dem Kampf um die besten Köpfe in einem angespannten Arbeitsmarkt. Zudem wurde die weltweite Personalstrategie neu gefasst und unter anderem um soziale Nachhaltigkeitsthemen und den Ausbau digitaler Kompetenzen in einer modernisierten Arbeitswelt erweitert. Der Vorstand der ifm-Unternehmensgruppe bekennt sich zur Frauenquote und hat im Jahr 2015 beschlossen, den Frauenanteil zu erhöhen und zunächst die damalige Frauenquote in den betreffenden Konzerngesellschaften als Mindestquote festzulegen. Bei der ifm-Unternehmensgruppe gilt grundsätzlich bei der Besetzung von Führungspositionen Chancengleichheit auch vor dem Hintergrund, dass die überwiegend technisch ausgerichteten Führungspositionen vom Markt her schwer zu besetzen sind. Ziel ist stets, offene Führungspositionen mit dem "besten" Mitarbeiter oder der "besten" Mitarbeiterin zu besetzen. B. Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Vermögenslage Die Bilanzsumme der ifm-Unternehmensgruppe hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 16,8 % auf 1.203,6 Mio. Euro erhöht. Im Bereich der Vermögenswerte resultiert der Anstieg insbesondere aus der Erhöhung der Vorratsbestände, aus hohen Investitionen im Anlagevermögen sowie aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Anlagevermögen ist in Summe um 66,9 Mio. Euro auf 497,3 Mio. Euro gestiegen. Die immateriellen Vermögensgegenstände liegen mit 119,8 Mio. Euro um 1,1 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Zur Stärkung und Erweiterung der Produktpalette investiert die ifm-Unternehmensgruppe im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände in eigene, innovative Produktentwicklungen. Das Sachanlagevermögen liegt mit 352,1 Mio. Euro um 57,5 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Investitionen in Grundstücke und Gebäude insbesondere an den ausländischen Produktionsstandorten und am Produktionsstandort in Tettnang am Bodensee. Die Investitionen dienen den Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten in der stetig wachsenden ifm-Unternehmensgruppe. Das Finanzanlagevermögen ist in Summe um 10,6 Mio. Euro gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf von 49,9 % der Geschäftsanteile an der ifm campus essen gmbh & co. kg. Die ifm campus essen gmbh & co kg ist Eigentümerin eines Grundstücks in Essen, auf welchem die zukünftige Unternehmenszentrale der ifm-Unternehmensgruppe entstehen soll. Der Gesamtwert des Vorratsvermögens hat sich mit 287,1 Mio. Euro um 65,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Umschlagsdauer der Vorräte zum Jahresende liegt bei 67 Tagen und damit über dem Niveau des Vorjahres (60 Tage). Insbesondere die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und unfertigen Erzeugnissen sind im Vergleich zum Vorjahr um 35,6 Mio. Euro bzw. 21,1 Mio. Euro deutlich gestiegen. Der Anstieg des Bedarfs an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist zum einen mit dem umsatzbedingten, starken Anstieg der Einkaufsvolumina zu erklären. Zum anderen waren wie bereits im Vorjahr zum Teil erhebliche Preissteigerungen für elektronische Bauteile zu verzeichnen. Die sehr hohe globale Nachfrage nach Bauteilen und Rohstoffen, einhergehend mit signifikanten Belastungen der Lieferketten hat in nahezu allen für uns relevanten Branchen und Beschaffungsmärkten zu Preissteigerungen geführt. Wie groß die Herausforderungen am Beschaffungsmarkt sind, zeigt auch weiterhin die Position der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 1,5 Mio. Euro, obwohl dieser Betrag um die Hälfte gesunken ist (Vorjahr 3,1 Mio. Euro). Trotz dieser Schwierigkeiten wurde im gesamten Jahr jederzeit sichergestellt, dass die Lieferfähigkeit und die kurzfristige Lieferbereitschaft stets auf dem bekannt hohen Niveau gehalten werden konnten. Dies ist ein wichtiger Teil der Geschäftspolitik der ifm-Unternehmensgruppe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 27,6 Mio. Euro auf 192,1 Mio. Euro gestiegen. Die starke Umsatzentwicklung spiegelt sich in der Entwicklung des Forderungsbestands wider. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 26,8 Mio. Euro auf 115,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen darin begründet, dass sich die Forderungen gegen Gesellschafter um 23,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht haben. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbezogen um 21,1 Mio. Euro auf 27,7 Mio. Euro gesunken. Zum Ende des Geschäftsjahres ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von 71,2 Mio. Euro (Vorjahr 61,4 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren aktiven latenten Steuern aus der Differenz zwischen dem steuerlichen und handelsbilanziellen Wert bei den Pensionsrückstellungen. Das Eigenkapital ist im Jahr 2022 um 36,6 Mio. Euro auf 293,4 Mio. Euro gestiegen. Der absolute Anstieg des Eigenkapitals ist überwiegend auf das positive Konzernergebnis im Jahr 2022 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist von 24,9 % im Vorjahr auf 24,4 % in 2022 gesunken. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert aus den hohen Investitionen in das Working Capital und in das Anlagevermögen, durch welche sich die Bilanzsumme überproportional erhöht hat. Die Pensionsrückstellungen haben sich um 45,3 Mio. Euro auf 312,2 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg ist zum einen auf den gesunkenen Abzinsungssatz zurückzuführen. Zum anderen resultiert die Veränderung daraus, dass im Geschäftsjahr 2022 die deutschen Pensionsverpflichtungen die Bewertungsparameter zur erwarteten Gehalts- und Rentenentwicklung für die Ermittlung der Pensionsrückstellung an die aktuelle Entwicklung angepasst wurden. Die Steuerrückstellungen haben sich von 19,6 Mio. Euro auf 24,5 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf das sehr gute Geschäftsergebnis zurückzuführen. Des Weiteren ist im Hinblick auf die Gesamthöhe der Steuerrückstellungen zu berücksichtigen, dass diese bei wesentlichen deutschen Gesellschaften auch die Steuerjahre 2020 und 2021 betreffen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit 89,5 Mio. Euro um 5,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vorjahr 84,0 Mio. Euro). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die Jubiläumsrückstellung, die sich vor dem Hintergrund des gesunkenen Abzinsungssatzes im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich auf 326,6 Mio. Euro (Vorjahr 264,7 Mio. Euro). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist überwiegend auf gestiegene langfristige Bankverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Gebäudefinanzierungen sowie der Finanzierung der Softwareentwicklung zurückzuführen. Des Weiteren ergab sich Finanzierungsbedarf aus der erheblichen Ausweitung der Lagerbestände. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um 4,7 Mio. Euro auf 53,3 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg ist aufgrund der guten Auftragslage insbesondere mit dem gesteigerten Bedarf an Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren zu erklären. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen 5,3 Mio. Euro (Vorjahr 8,2 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 16,8 Mio. Euro auf 98,2 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Steuerverbindlichkeiten und höhere Darlehen von Gesellschaftern der ifm-Unternehmensgruppe und nahestehenden Personen zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Darlehen von nahestehenden Personen in Höhe von 31,2 Mio. Euro (Vorjahr 27,2 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 16,7 Mio. Euro) sowie langfristige Investitionsdarlehen der Ärztekammer in Höhe von 7,6 Mio. Euro (Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Die Steuerverbindlichkeiten betragen 25,6 Mio. Euro (Vorjahr 20,6 Mio. Euro). Ertragslage Die ifm-Unternehmensgruppe konnte das Geschäftsjahr 2022 mit einem Rekordumsatz abschließen. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Konzernjahresüberschuss von 53,0 Mio. Euro aus (Vorjahr 62,8 Mio. Euro). Die auf dieses Ergebnis bezogene Umsatzrentabilität vor Steuern liegt bei 6,7 % (Vorjahr 8,5 %). Der Umsatz hat sich mit 17,6 % auf 1.366,0 Mio. Euro deutlich erhöht. Zu diesem starken Umsatzanstieg konnten die Märkte in sämtlichen Regionen beitragen. In nahezu sämtlichen Märkten konnte sowohl die Anzahl der verkauften Produkte als auch die Anzahl der kaufenden Kunden gesteigert werden. Die Verkaufspreise haben sich im Durchschnitt über alle Produktgruppen leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Bestandsaufbau von fertigen und unfertigen Erzeugnissen beläuft sich auf 28,7 Mio. Euro im Vergleich zu einem Bestandsaufbau im Vorjahr von 34,8 Mio. Euro. Dies entspricht einer Ergebnisveränderung aus diesem Bereich von 6,1 Mio. Euro. Der Bestandsaufbau ist unter anderem eine Folge der Ausweitung der Lagerbestände vor dem Hintergrund des Umsatzwachstums, der Materialknappheit und von Lieferengpässen in einigen Bereichen bei gleichzeitiger Gewährleistung der gewohnt hohen Lieferfähigkeit. Die aktivierten Eigenleistungen resultieren aus aktivierten selbsterstellten Entwicklungsprojekten sowie aus Investitionen in für die Erweiterung der Produktion benötigten selbsterstellten Betriebsmittel. Die Entwicklungsprojekte in 2022 betreffen im Wesentlichen neue Produkte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 10,3 Mio. Euro auf 27,4 Mio. Euro gesunken. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Erträge aus Anlagenabgängen (-19,9 Mio. Euro). Diese stammten im Vorjahr überwiegend aus einem Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von 50 % der Geschäftsanteile an der Automation24 GmbH, Essen. Ein vergleichbarer Sachverhalt lag im Jahr 2022 nicht vor. Gegenläufig hat es in 2022 bei den Kursgewinnen einen Anstieg von 9,6 Mio. Euro gegeben. Der Anstieg bezieht sich dabei auf die Wechselkursentwicklung in nahezu allen wichtigen Währungen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge hat sich von 29,8 % auf 30,8 % erhöht. Dabei liegt die Aufwandsquote für den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bei 29,6 % (Vorjahr 28,5 %). Bezogen auf das Gesamteinkaufsvolumen konnten die Einkaufspreise von konzernfremden Lieferanten im Jahr 2022 nicht gehalten werden. Durch die Steigerung des Bedarfs an Beschaffungsmengen und unvorhersehbarer Probleme in den Lieferketten haben sich die Einkaufspreise teilweise stark erhöht. Ein weiterer Preistreiber war die Inflationsrate der Verbraucherpreise, die bei vielen Zulieferern zu Preissteigerungen geführt hat. Die Aufwandsquote für bezogene Leistungen ist mit 1,2 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (1,4 %). Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge liegt mit 40,4 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 41,0 %). Die Aufwandsquote für Löhne und Gehälter hat sich mit 32,0 % gegenüber dem Vorjahresniveau (33,8 %) gemindert. Der Rückgang der Aufwandsquote ist unter anderem auf im Verhältnis zum Vorjahr gesunkene variable, erfolgsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Der absolute Anstieg der Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 42,1 Mio. Euro auf 452,5 Mio. Euro ist auf verschiedene Effekte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich in Deutschland im Durchschnitt eine Lohn-/Gehaltsanpassung von 4,6 %. Zudem ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern um 8,5 % gestiegen (ohne Auszubildende). Die Aufwendungen für Altersversorgung liegen mit 43,9 Mio. Euro (Vorjahr 19,3 Mio. Euro) deutlich über dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist im Zusammenhang mit der Veränderung der Parameter im Rahmen der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zu sehen. Aufgrund der hohen Inflation und der letzten Tarifabschlüsse sind die Bewertungsparameter zu den zukünftig erwarteten Gehalts- und Rentensteigerungen in der ifm-Unternehmensgruppe angepasst worden. Dagegen sind die Aufwendungen aus Rentenzahlungen im Geschäftsjahr 2022 um 4,1 Mio. Euro gesunken. Die Reduzierung ist die Folge der Ausgliederung von Versorgungsverpflichtungen auf den Pensionsfonds der Willis Towers Watson Pensionsfonds AG aus dem Vorjahr. Die Abschreibungen haben sich von 53,4 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro erhöht. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände resultieren die Abschreibungen im Wesentlichen aus der Fortschreibung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen, in welche weiterhin in signifikantem Umfang investiert wird. Im Bereich der Sachanlagen ist der Anstieg der Abschreibungen unter anderem auf die Investitionen in den Auf- und Ausbau der in- und ausländischen Produktionsstandorte zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 263,7 Mio. Euro um 61,6 Mio. Euro über dem Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass sich die Kursverluste im Jahr 2022 erhöht haben (+14,5 Mio. Euro). Daneben sind die Werbe- und Messekosten (+8,8 Mio. Euro) und Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten (+7,7 Mio. Euro), die in den Vorjahren im Zusammenhang mit der Corona-Krise gesunken sind, im Geschäftsjahr 2022 wieder deutlich gestiegen. Höhere Aufwendungen ergaben sich auch in den Bereichen Raumkosten (+6,5 Mio. Euro) sowie der Kommunikation und Informationstechnik (+6,2 Mio. Euro). Die Raumkosten sind insbesondere aufgrund der durch die Ukraine-Krise bedingten höheren Energiekosten gestiegen. Die umsatzabhängigen Versand- und Verpackungskosten haben sich entsprechend der Geschäftsentwicklung erhöht (+4,1 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen belaufen sich auf 19,0 Mio. Euro und sind damit um 16,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ein wesentlicher Teil der Zinsaufwendungen entfällt auf die Abzinsung von Pensionsrückstellungen. Die Reduzierung des Abzinsungssatzes im Geschäftsjahr 2022 ist deutlich geringer ausgefallen, als dies im Geschäftsjahr 2021 der Fall war. Dies hat dazu beigetragen, dass die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen um 17,8 Mio. Euro gesunken sind. Der laufende Steueraufwand liegt mit 48,4 Mio. Euro über dem Vorjahr (40,1 Mio. Euro), was zum einen auf die allgemeine Ergebnisentwicklung in den Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2022 und zum anderen auf noch nicht für steuerliche Zwecke nutzbare Verluste in neuen bzw. sich im Aufbau befindlichen Produktbereichen der ifm-Unternehmensgruppe zurückzuführen ist. Im Bereich der latenten Steuern haben sich die Erträge von 4,5 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Handelsrecht und Steuerecht in den deutschen Konzerngesellschaften. Finanzlage Der Cashflow i.e.S. (berechnet als Konzernjahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen, der Zunahme langfristiger Rückstellungen und der Veränderung latenter Steuern) erreichte im Jahr 2022 einen Wert von 147,4 Mio. Euro (Vorjahr 45,8 Mio. Euro). Der starke Anstieg des Cashflows i.e.S. ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2021 ein Sondereffekt in Höhe von 103,4 Mio. Euro aus der Auslagerung von Pensionsrückstellungen für Pensionäre auf einen externen Pensionsfonds enthalten war. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von +3,9 Mio. Euro in 2021 auf +58,7 Mio. Euro in 2022 erhöht. Lässt man den Sondereffekt aus der Auslagerung von Pensionsrückstellungen in einen Pensionsfonds in 2021 unberücksichtigt, dann ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist unter anderem auf einen Anstieg der Auszahlungen im Bereich des Working Capitals zurückzuführen. Die Vorratsbestände und Forderungen (-117,5 Mio. Euro) haben sich weiter erhöht. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den unfertigen Erzeugnissen hat das Umsatzwachstum zusammen mit der schwierigen Beschaffungsmarktsituation zu einem Bestandsaufbau geführt. Im Bereich der Forderungen sind insbesondere die Forderungen aus Produktlieferungen gestiegen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -121,1 Mio. Euro (Vorjahr -50,2 Mio. Euro). Die höheren Auszahlungen für Investitionen betreffen insbesondere Grundstücke und Gebäude an den ausländischen Produktionsstandorten und am Produktionsstandort in Tettnang am Bodensee. Gegenläufig sind die Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Finanzanlagevermögens um 24,4 Mio. Euro gesunken. In 2021 ist der ifm-Unternehmensgruppe im Zusammenhang mit dem Verkauf von 50 % der Geschäftsanteile an der Automation24 GmbH Liquidität zugeflossen. Einen vergleichbaren Sachverhalt hat es im laufenden Jahr nicht gegeben. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 53,7 Mio. Euro (Vorjahr 51,3 Mio. Euro). Der positive Cashflow resultiert aus der Aufnahme von neuen langfristigen Bankdarlehen (117,4 Mio. Euro). Diese Neuaufnahmen dienten im Wesentlichen der Finanzierung von Gebäuden und dem Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten. Die laufenden Darlehenstilgungen belaufen sich auf 39,9 Mio. Euro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Dies ist unter anderem eine Folge der Finanzierungsmaßnahmen des Vorjahres im Zusammenhang mit der Auslagerung von Pensionsrückstellungen. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds (Bankguthaben abzüglich kurzfristige Bankverbindlichkeiten) der ifm-Unternehmensgruppe gegenüber dem Vorjahr verringert. Er beträgt zum Jahresende +23,6 Mio. Euro (Vorjahr +33,2 Mio. Euro). Die ifm-Unternehmensgruppe verfügt über ausreichende Kontokorrentkreditlinien, die im operativen Geschäft stets einen komfortablen und uneingeschränkten Handlungsspielraum gewährleisten. Im Jahresergebnis sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. C. Risikobericht Einleitung Durch die Corona-Krise im Jahr 2020 hat die Weltwirtschaftskonjunktur einen schweren Rückschlag bekommen. Mit der Entwicklung wirksamer Impfstoffe und der Aufhebung von Beschränkungen ist in vielen Ländern ein erfolgreicher Schritt zur Überwindung der Pandemie gelungen. Trotzdem stehen viele Länder der Erde weiter im Zeichen der Pandemie oder haben wirtschaftlich nach wie vor mit den Folgen zu kämpfen. Die Weltwirtschaft befand sich in den Jahren 2021 und 2022 im konjunkturellen Aufschwung und insgesamt wurden Aufholeffekte in den verschiedenen Branchen und Märkten beobachtet. Dieser weltwirtschaftliche Aufschwung wurde durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die westlichen Sanktionen gebremst. Große Teile Europas wurden in eine Energiekrise gestürzt Unter anderem die Energiekrise hat weltweit steigende Inflationsraten ausgelöst. Des Weiteren ergaben sich Turbulenzen an den Rohstoffmärkten, die zu Versorgungsengpässen und Preissteigerungen führten. Zum jetzigen Zeitpunkt können die weiteren Auswirkungen dieser Entwicklungen nicht abschließend beurteilt werden. Die Geschäftstätigkeiten der ifm-Unternehmensgruppe in den beiden Ausland-Vertriebsstandorten Ukraine und Russland wurden im Februar 2022 zunächst gestoppt. In der Ukraine, unsere Niederlassung sitzt in Kiew, wurde der eingeschränkte Geschäftsbetrieb danach aufrechterhalten und die Tätigkeit im Laufe des Monats April 2022 wieder aufgenommen. Die Niederlassung in Russland wurde zum 30. Juni 2022 operativ endgültig geschlossen. Da die Märkte in der Ukraine und Russland von untergeordneter Bedeutung für die ifm-Unternehmensgruppe sind, ergaben sich keine besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und werden auch für die Zukunft nicht erwartet. Auch in schwierigen Zeiten wie der Finanz- und Bankenkrise sowie der Corona-Krise bestanden für die ifm-Unternehmensgruppe keine bestandsgefährdenden Risiken. Diese Risiken sind in der zukünftigen Entwicklung ebenfalls nicht erkennbar, da die ifm-Unternehmensgruppe aufgrund ihrer breit angelegten Portfoliostrategie und ihres umfangreichen branchenübergreifenden Kundenkreises immer versucht hat, ihre Risiken auf eine angemessene Größe zu beschränken. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Eskalationen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023 spiegeln sich die positiven Entwicklungen in den meisten Regionen der Welt in der Umsatzentwicklung der ifm-Unternehmensgruppe wider. Die Umsätze liegen in den ersten Monaten 2023 deutlich über dem Vergleichszeitraum 2022. Gesamtwirtschaftliches Risiko und Branchenrisiko Selbstverständlich kann sich die ifm-Unternehmensgruppe nicht vollumfänglich schwerwiegenden Verwerfungen, beispielsweise bei der Corona-Krise sowie bei politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt, entziehen. Der Vorstand versucht, diesen Aspekten so weit wie möglich durch eine besondere Bewertung bei seinen strategischen Aktionen Rechnung zu tragen. Wie auch in den Vorjahren, hat die ifm-Unternehmensgruppe eine ausgewogene und sicherheitsorientierte Portfoliostruktur aufgebaut. Da die Hauptabsatzmärkte weltweit verteilt in Europa, Amerika und Asien liegen, schätzen wir das gesamtwirtschaftliche Risiko hier grundsätzlich eher als gering ein. Die Anzahl der kaufenden Kunden liegt für den Konzern bei weltweit über 155.000. Unser Kundenportfolio umfasst Kunden aller Größenklassen und aus allen Branchen in allen wichtigen Industrieregionen dieser Erde. Die starke Diversifizierung im Bereich der Märkte, Branchen und Kunden trägt grundsätzlich zu einer Risikoreduzierung bei. Es gibt zu keinem einzigen Kunden in diesem Portfolio eine Beziehung, die ein besonderes Risiko für die ifm-Unternehmensgruppe oder deren Entwicklung darstellen könnte. Unser größter Kunde hat einen Umsatzanteil von weniger als 2,0 % vom Konzernumsatz. Beschaffungs- und Absatzmarktrisiken Zurzeit verfolgen wir die Risikoaspekte in unseren einzelnen Produktbereichen sehr aufmerksam. Trotz aktueller und zukünftiger Beschaffungsschwierigkeiten einzelner Komponenten sehen wir keine wesentlichen Risiken hinsichtlich unserer technologischen Grundlagen und der Versorgung mit sensiblen Bauteilen. Weiterhin sind keine Risiken hinsichtlich unserer preislichen Wettbewerbsfähigkeit erkennbar. Die Preissituation, insbesondere bei Standardgeräten, ist weitestgehend stabil. Besonderen Preisdruck gibt es nach wie vor bei international tätigen OEMs. Allerdings mindert die im Marktvergleich gute Lieferfähigkeit diese Belastung bei Preisverhandlungen. Ebenso gibt es eine große Akzeptanz, für die von der ifm-Unternehmensgruppe am Markt begründete, moderate Weitergabe gestiegener Material- und Logistikkosten. Insgesamt beobachten wir, dass aufgrund der derzeitigen Situation in den meisten ausländischen Märkten der Preisdruck an Bedeutung verloren hat und dafür die Lieferfähigkeit im Vordergrund steht. Da die ifm-Unternehmensgruppe nach wie vor einen großen Teil ihres Umsatzes mit Endverbrauchern tätigt, genießen wir auch hier ein hohes Maß an Preisstabilität. Durch die international ausgerichtete Lieferantenstruktur und die ständig verbesserte Anlieferqualität wurde stets eine gute Materialverfügbarkeit gewährleistet. Trotzdem haben sich die Wiederbeschaffungszeiten für elektronische und mechanische Bauteile aufgrund von Nachfragesteigerungen in Folge der Verbesserung der weltweiten Konjunktur im ersten Halbjahr des Geschäftsjahr 2022 deutlich verschlechtert. Im zweiten Halbjahr 2022 waren bei vielen Bauteilen Entspannungen bei den Verfügbarkeiten und Preisen zu erkennen. Durch die hohen Umsatzzuwächse mussten im Laufe des Jahres die Beschaffungsmengen deutlich erhöht werden. Um die Versorgung aufrecht zu erhalten, mussten kurzfristige Preiserhöhungen akzeptiert werden. Diese betreffen im Wesentlichen Zukäufe von Broker-Ware, die ein Risiko von schlechter Qualität mit sich bringt. Um dieses Risiko zu vermeiden, wurden die Lieferungen von Broker-Ware bei externen Laboren Qualitätsprüfungen nach unseren Vorgaben unterzogen. Dadurch wird verhindert, dass minderwertige Ware in unseren Endgeräten verbaut wird. Unsere Planungs- und Lagerhaltungsstrategie kombiniert mit täglichem Management der Beschaffungskette versetzen uns in die Lage, die unvorhersehbaren Lieferausfälle bei einigen elektronischen Bauteilen zu kompensieren. Trotz der enormen Herausforderungen und gegebenen Bedingungen am Markt konnte die Lieferfähigkeit, mit Hilfe von außerordentlichen Kraftanstrengungen bei der Materialbeschaffung und dem deutlichen Ausbau der Produktionskapazitäten, gegenüber unseren Kunden auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die damit verbundene Erhöhung der Lagerbestände ist dabei das Fundament unserer Lieferfähigkeit. Dies ist ein beachtenswerter Erfolg, welcher hauptsächlich durch die konsequente Schaffung von Wettbewerb und die Bedarfsbündelung über alle Werke erzielt werden konnte. Durch die Zuverlässigkeit in der Belieferung unserer Kunden konnten Marktanteile gewonnen werden. Im Rahmen des Risikomanagements wird seit einigen Jahren die Lieferantenbasis bereinigt und durch neue Zulieferer weltweit auf Basis der technischen, qualitativen und logistischen Anforderungen sowie vor dem Hintergrund der stark steigenden Bedarfe erweitert. Die Verbreiterung der Lieferantenbasis soll die Beschaffung absichern und gleichzeitig den Wettbewerb aufrechterhalten. Ungeachtet unserer hohen Lagerhaltung bleibt es auf der Ebene einzelner Komponenten, insbesondere im Bereich der Halbleiter, bei Beschaffungsproblemen, von deren Entspannung wir nicht vor Mitte des Geschäftsjahres 2023 ausgehen. Zum Ende des Jahres 2023 wollen wir eine erste Abschmelzung der Lagerbestände erreichen, ohne dabei die Lieferfähigkeit zu verschlechtern. Der Vorstand sieht für die ifm-Unternehmensgruppe grundsätzlich Risiken in den Beschaffungsmärkten, die aktiv gemanagt werden, um die Versorgung aller Produktionsstandorte ohne wesentliche Einschränkungen zu gewährleisten. Wie sich die Situation im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 entwickeln wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig abschätzen, da eine weitere Verknappung der Verfügbarkeit von Rohmaterialien nicht ausgeschlossen werden kann. Für den Absatzmarkt können Lieferzeitverlängerungen bei einzelnen Produkten nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der breiten Produktpalette wird sich hieraus keine wesentliche Auswirkung auf die Umsatzentwicklung der ifm-Unternehmensgruppe ergeben. Finanzinstrumente Da die ifm-Unternehmensgruppe aufgrund ihrer hohen Internationalität einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb des Euroraumes erwirtschaftet und der größte Teil unseres Wertschöpfungsprozesses im Euroraum liegt, ergeben sich hieraus mögliche Risiken aus Wechselkursschwankungen für unsere Konzerngesellschaften gegenüber dem Euro. Zu den wesentlichen Fremdwährungen zählen insbesondere US-Dollar, Chinesischer Renminbi, Britisches Pfund und Japanischer Yen. Durch eine laufende Abschätzung des zu erwartenden Risikopotenzials und durch die Anwendung geeigneter Finanzinstrumente, wie Termingeschäfte, wird dieses Risiko in Form und Höhe angemessen eingegrenzt. Sowohl die Finanzierung als auch das Währungsmanagement werden zentral gesteuert und überwacht. Die Finanzierung und Liquiditätssteuerung der Konzerngesellschaften erfolgt durch ein konzerninternes Cash-Management. Weiterhin wird konsequent der Einkauf von Vorprodukten im US-Dollar-Raum zur Vermeidung des Wechselkursrisikos vorangetrieben. Zur Absicherung gegen unerwartete Zinsänderungen bei Fremdfinanzierung werden Zinsswaps eingesetzt. D. Prognosebericht Betrachtet man die weltwirtschaftliche Entwicklung zu Beginn des Jahres 2023, dann wird die weltweite Konjunktur im Jahr 2023 nur leicht wachsen. Aufgrund der beschriebenen Risiken, insbesondere mit Blick auf die Entwicklung des Krieges in der Ukraine, wird das weltweite Wachstum das Vorjahresniveau voraussichtlich nicht erreichen. Ebenfalls negativen Einfluss dürfte die Inflation in vielen Ländern haben. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Engpässe in den Lieferketten von Produkten und Rohstoffen auflösen. Die Wachstumsraten in den beiden großen Wirtschaftsregionen China und USA werden immer noch positiv ausfallen, allerdings wird die Dynamik nachlassen. Die internationalen Notenbanken werden durch die Erhöhung der Leitzinsen weiterhin versuchen, die Inflation zu reduzieren. Die von der Politik in den einzelnen Ländern eingeleiteten Maßnahmen tragen zur positiven Entwicklung bei. Es wird viel Liquidität bereitgestellt. Es ist aber fraglich, ob alle Unternehmen die Krise überstehen oder inwieweit Überschuldungen und Insolvenzen die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern belasten werden. Der Vorstand prüft weiterhin sehr genau die Auswirkungen der beschriebenen Krisen auf das Geschäft. Im letzten Jahr eingeleitete Maßnahmen zur Reduzierung von Sach- und Personalkosten wurden und werden entsprechend der Geschäftsentwicklung langsam gelockert. Die Umsetzung von notwendigen Investitionsprojekten wird nach genauer Prüfung vorangetrieben. Um das Unternehmenswachstum zu gewährleisten, sind insbesondere Investitionen in Gebäude notwendig. Des Weiteren wird die Situation und der Krieg in der Ukraine sehr genau beobachtet, da die damit verbundenen Kostenerhöhungen im Energiebereich sowie die verschlechterte Konsumstimmung zu einer deutlichen Abkühlung der wirtschaftlichen Lage im Laufe des Jahres führen könnten. Der Umsatz in den ersten vier Monaten 2023 liegt deutlich über dem Niveau des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2023 plant der Vorstand basierend auf der währungsbereinigten Rechnungsausgangsstatistik eine positive Umsatzentwicklung in der ifm-Unternehmensgruppe von 8 % bis 10 %. Des Weiteren wird für die ifm-Unternehmensgruppe ein positives Konzernergebnis und ein EBITDA von 11 % bis 12 % sowie ein EBIT von 7 % bis 8 % jeweils bezogen auf die Gesamtleistung erwartet. Die ifm-Unternehmensgruppe ist weltweit sehr gut aufgestellt, so dass der Vorstand grundsätzlich optimistisch in die Zukunft schaut. Die ifm-Unternehmensgruppe will aus eigener Kraft durch neue Produkte und die Öffnung neuer Märkte für ihre Produkte die eigenen Ziele erreichen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Ausweitung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Industrie 4.0 gelegt, gerade wegen der Corona-Krise und der daraus aufkommenden Notwendigkeit von Digitalisierung in allen Bereichen der Industrie und Gesellschaft. Aufgrund des breit angelegten Portfolios im Bereich der Produkte, Kunden und Märkte sowie aufgrund der soliden Unternehmensfinanzierung geht der Vorstand davon aus, dass die gesamte Unternehmensgruppe sich zukünftig weiter positiv entwickeln wird und in erheblichem Maße von der Erholung der Märkte profitieren wird.
Essen, 30. Mai 2023 gez. Vorstand KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für 2022Allgemeine Grundsätze Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Muttergesellschaft ist unter der Firma ifm stiftung & co. kg mit Sitz in Essen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRA 10082 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die ifm stiftung & co. kg, Essen, als Muttergesellschaft sowie 24 inländische und 59 ausländische Konzerngesellschaften, bei denen die ifm stiftung & co. kg direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat. Die folgenden Gesellschaften wurden in 2022 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
Die folgenden Gesellschaften sind wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB in 2022 nicht konsolidiert worden:
Die nicht konsolidierten Gesellschaften sind von untergeordneter Bedeutung, da sie einen geringen Geschäftsumfang haben, so dass sie keine wesentlichen operativen Erträge und Aufwendungen erwirtschaften und keine wesentlichen Aktiva oder Passiva bilanzieren. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile, mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 und damit vor der Anwendung des BilMoG erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Soweit keine Zuordnung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung zu Aktiv- oder Passivposten möglich war, ist ein aktiver Unterschiedsbetrag unter der Bilanzposition "A. I. 3. Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen worden. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 19.724 (Vorjahr TEUR 22.113). Es wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen, welche auf einer Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren basieren, von insgesamt TEUR 3.692 verrechnet. Für Geschäfts- oder Firmenwertzugänge nach dem 1. Januar 2009 wurde eine betriebliche Nutzungsdauer von 5 Jahren angesetzt. Vor dem 1. Januar 2009 aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte wurden vor dem Hintergrund von erwarteten und bestehenden langjährigen Kundenbeziehungen über 15 Jahre abgeschrieben. Nach der Weltwirtschaftskrise in 2008 wurde unterstellt, dass die Neukunden schwieriger zu binden sind und sich der Markt schneller verändert. Im Zusammenhang mit der Einführung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden die ab 1. Januar 2016 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich ermittelt werden kann. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung belaufen sich auf TEUR 818 (Vorjahr TEUR 818). Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung resultierten aus dem Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die passiven Unterschiedsbeträge sind in den Konzerngewinnrücklagen enthalten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Das Realisations- und Imparitätsprinzip werden beachtet. Die Jahresabschlüsse von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen werden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen aber im Wesentlichen den konzerneinheitlichen Methoden. Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich aktive Unterschiedsbeträge aus dem Kauf assoziierter Unternehmen in Höhe von TEUR 6.449. Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände und Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten inklusive Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer verteilt. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden die Abschreibungen im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der Abschreibungen einbezogen. Abweichend vom Wertansatz im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften werden zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Verwaltungsgemeinkosten und Kosten der betrieblichen Altersversorgung einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen von EUR 17,2 Mio. (Vorjahr EUR 10,7 Mio.) berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen wurden bei den Herstellungskosten nicht angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs oder der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden bzw. vorhanden sind, für die innerhalb der nächsten 5 Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i.S.d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen inländische Gesellschaften. Für die Abzinsung wurden unter Berücksichtigung personenindividueller Restlaufzeiten durchschnittliche Marktzinssätze zwischen 1,79 % und 1,91 % (Vorjahr zwischen 1,52 % und 2,03 %) verwendet. Es wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz auf Basis der vergangenen 10 Jahre zugrunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vorjahr 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % (Vorjahr 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 1,1 % (Vorjahr 1,1 %) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden mit Wirkung zum Übertragungsstichtag des 31. Oktober 2021 Versorgungsverpflichtungen der Trägerunternehmen ifm electronic gmbh, Essen und ifm electronic gmbh Vertrieb Deutschland, Essen auf den Pensionsfonds der Willis Towers Watson Pensionsfonds AG, Wiesbaden übertragen. Der Einlösungsbeitrag für den Übertragungsbestand belief sich dabei auf einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 103.602. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.S.d. Artikels 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 28.092 (Vorjahr TEUR 264). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze zwischen 1,45 % und 1,55 % aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt TEUR 21.259. Der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag wurde bereits bis zum Jahr 2017 vollständig den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zugrundeliegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert angesetzt. Dabei wurde grundsätzlich ein der Restlaufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet. Für die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung wurde pauschal ein für das Jahresende geschätzter durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,31 % (Vorjahr 1,19 %) berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Umrechnung der Gewinn und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr die Jahresdurchschnittskurse herangezogen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Umrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden erfolgswirksam behandelt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagespiegel dargestellt.
Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 13.493 (Vorjahr TEUR 13.555) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 141.064 (Vorjahr TEUR 123.567) an. Von den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten befinden sich TEUR 47.357 (Vorjahr TEUR 33.864) in Entwicklung. Angaben zum Anteilsbesitz
Die Beteiligungsquoten sind auf zwei Nachkommastellen gerundet. Die mit * gegenzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die mit ** gekennzeichnete Gesellschaft macht für das Geschäftsjahr 2022 von der Befreiung des § 264b HGB Gebrauch. Assoziierte Unternehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge in größerem Umfang, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 84.177 (Vorjahr TEUR 61.015) enthalten. Aktive latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,7 % zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen Steuersätze zwischen 8,3 % und 35,0 % zur Anwendung. Dabei resultieren die wesentlichen ausländischen latenten Steuern mit folgenden Steuersätzen aus Australien (30,0 %), China (25,0 %), Japan (30,6 %) und USA (24,4 %). Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.564, gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.564 und Verlustvorträge für vergleichbare ausländische Steuern in Höhe von TEUR 1.954 wurden latente Steueransprüche aktiviert. Daneben bestehen Verlustvorträge für in- und ausländische Steuern in Höhe von TEUR 145.808, die nicht aktiviert worden sind. Latente Steuern aus der Vereinheitlichung der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Jahresabschlüsse (Aufstellung der Handelsbilanz II) sowie aus der Zwischenergebniseliminierung und Schuldenkonsolidierung sind mit unternehmensindividuellen Steuersätzen berechnet worden. Für sonstige Konsolidierungsbuchungen wurde ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 30,0 % (Vorjahr 30,0 %) verwendet. Entwicklung der latenten Steueransprüche Die latenten Steueransprüche haben sich wie folgt entwickelt:
Eigenkapital Die Kapitalanteile und Rücklagen entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Im Jahr 2022 umfassen die Gewinnrücklagen passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 95.189. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen, Gewährleistungsrisiken, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben von Mitarbeitern sowie sonstige übliche stichtagsbezogene Aufwandsabgrenzungen. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 44.077 (Vorjahr TEUR 14.880) durch Grundpfandrechte und mit TEUR 18.410 (Vorjahr TEUR 21.076) durch andere Pfandrechte besichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten waren TEUR 7.639 (Vorjahr TEUR 3.523) durch Grundpfandrechte gesichert. Unter den Verbindlichkeiten sind keine Beträge in größerem Umfang enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 19.508 (Vorjahr TEUR 16.719) enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Der Umsatz aufgeteilt nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzdarstellung basiert auf dem Umsatz, den die in den genannten Regionen ansässigen Konzerngesellschaften erzielt haben. Der Umsatz aufgeteilt nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr TEUR 835) enthalten. Des Weiteren ergaben sich periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 756 (Vorjahr TEUR 606), die unter anderem aus Versicherungs- sowie Stromkostenerstattungen, Rabattgutschriften, Schadenserstattungen und Mietnebenkostenrückzahlungen resultieren. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 38.566 (Vorjahr TEUR 35.579) enthalten einen saldierten Aufwand aus Ertragssteuern der Konzerngesellschaften von TEUR 48.398 (Vorjahr TEUR 40.072). Im saldierten Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 9.832 (Vorjahr Ertrag TEUR 4.493) ist ein saldierter latenter Steuerertrag von TEUR 9.489 auf HB I-Ebene enthalten. Aus HB II Anpassungsbuchungen resultiert ein saldierter latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 313. Auf Konsolidierungsbuchungen entfällt ein saldierter latenter Steuerertrag von TEUR 30. Haftungsverhältnisse
Es wurden für verschiedene inländische und ausländische Konzerngesellschaften Bürgschaften geleistet. Bei den Haftungsverhältnissen aus Gewährleistungsverträgen handelt es sich um Schuldmitübernahmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen für die Verbindlichkeiten von Konzernunternehmen gegenüber Dritten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen und des Konzerns als gering eingeschätzt. Des Weiteren liegen für den Großteil betreffenden Verbindlichkeiten weitere Besicherungen unter anderem in Form von Grundschulden oder Pfandrechten vor. Ansonsten liegen nur die marktüblichen Risiken vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 219.106 (Vorjahr TEUR 206.077). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2035. Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen resultieren zu einem großen Teil aus den Mietverträgen für die Verwaltungsgebäude in Essen (Glückaufhaus) und Siegen (Summit). Zu einem weiteren Teil resultiert die Zahlungsverpflichtung aus der Erweiterung des Standortes der ifm syntron gmbh Automatisierung, Tettnang, bei der die ifm electronic gmbh der Mieter ist. Die durchschnittliche Restlaufzeit der wesentlichen Wartungsverträge beträgt 2 Jahre. Der Abschluss von Leasingverträgen verfolgt den Zweck einer Vermeidung von Kapitalbindung, der Verbesserung der Liquidität, der Sicherung des technischen Standards und der verbesserten Verwertung von Altgeräten und Altfahrzeugen. Über die oben angegebenen Sachverhalte hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Derivative Finanzinstrumente Die Konzerngesellschaft ifm electronic gmbh, Essen, unterhält als Hauptlieferant kontinuierliche Geschäftsbeziehungen insbesondere mit ausländischen Vertriebstochtergesellschaften. Zur teilweisen Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Geschäftsbeziehungen, schließt die ifm electronic gmbh in eigenem Namen und auf eigene Rechnung Devisentermingeschäfte ab. Angaben zu Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden:
Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsswaps mit zusätzlichem Floor. Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in den genannten Währungen. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der währungsbezogenen und zinsbezogenen Geschäfte erfolgte auf Basis einer Market-to-Market Bewertung. Der Verkauf von Waren im Ausland wird hauptsächlich über Konzerngesellschaften betrieben, die regelmäßig von der ifm electronic gmbh beliefert werden. Die ifm electronic gmbh übernimmt das Fremdwährungsmanagement für die Konzerngesellschaften. Die Konzerngesellschaften können somit Beträge in ihrer Landeswährung zum Ausgleich der Warenrechnungen überweisen. Fremdwährungsgeschäfte werden ausschließlich zur Absicherung der Fremdwährungsrisiken aus dem Verkauf der ifm Produkte abgeschlossen. Industriemetallgeschäfte sind ausschließlich zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken aus dem produktionsbedingten Einsatz dieser Materialien abgeschlossen worden. Ziel ist ausdrücklich nicht die Erzielung eines Überschusses, sondern die Absicherung gegen das Verlustrisiko aus Schwankungen. Die Fremdwährungsgeschäfte übersteigen nicht das Volumen der Transaktionen, die sich aus den geplanten Einkäufen zwischen der ifm electronic gmbh und den jeweiligen Konzerngesellschaften in den nächsten 12 Monaten ergeben. Die Risiken aus den Finanzderivaten werden angemessen dargestellt. Bewertungseinheiten Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
zu (1): Für die geplanten Umsätze des Geschäftsjahres 2023, die mit den unter der Überschrift "Derivative Finanzinstrumente" genannten Fremdwährungen bezahlt werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. zu (2): Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum aus. Es werden bei gleicher Laufzeit, gleichem Nominalbetrag und gleicher Währung jeweils fester bzw. variabler Zinssatz getauscht. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. Sonstige Angaben Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die Tochterunternehmen, die die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen, entnehmen Sie der Anteilsbesitzliste. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 84.177 (Vorjahr TEUR 61.015). Davon entfallen TEUR 82.926 (Vorjahr TEUR 60.038) auf Mitglieder der Geschäftsführung. Es handelt sich um unbefristet gewährte Vorschüsse in Form von Verrechnungskonten der Vorstände. Die Verrechnungskonten werden variabel in Abhängigkeit vom Zwölfmonats-EURIBOR plus einer Marge von 2,0 % p. a. verzinst. Die Verrechnungskonten sind ungesichert. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt TEUR 203 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl während des Geschäftsjahres:
Persönlich haftende Gesellschafter Die ifm Holding Stiftung, Essen, (Verzeichnis der selbständigen Stiftungen - Bezirksregierung Düsseldorf Reg. Nr. 21.13-St. 1767), ist persönlich haftende Gesellschafterin der ifm stiftung & co. kg, Essen. Sie verfügt über ein Stiftungskapital in Höhe von TEUR 350. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss der ifm stiftung & co. kg zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 15.353 gem. § 9 Absatz 4 des Gesellschaftsvertrages anteilig auf die Privatkonten der Kommanditisten zu verteilen. Nachtragsbericht Die Einschränkungen aufgrund der weltweiten Coronavirus-Pandemie haben sich weiterhin entspannt, so dass sich die Auswirkungen wieder in Richtung Vorkrisenniveau bewegen und sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage immer geringer auswirken. Die Lage wird aber weiterhin laufend überwacht. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland hält weiterhin an und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Die Geschäftstätigkeiten in den beiden Auslands-Vertriebsstandorten in der Ukraine und in Russland wurden im Februar 2022 gestoppt. In der Ukraine wurde die Tätigkeit im April 2022 wieder aufgenommen. Die Niederlassung in Russland wurde zum 30. Juni 2022 operativ endgültig geschlossen. Die wirtschaftliche Lage bleibt durch den Krieg und die damit verbundene Energiekrise weiter angespannt. Da die Märkte in der Ukraine und Russland als unwesentlich eingeschätzt werden, werden keine besonderen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Des Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Im Südosten der Türkei und im Nordwesten von Syrien haben Erdbeben das Land schwer erschüttert. In den Erdbebenregionen ist wenig Industrie und auch kaum Tourismus vorhanden, so dass die Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit sehr gering bewertet wird. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" abzüglich des Teils der "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", die eine kurzfristige Fälligkeit von unter einem Jahr aufweisen, zusammen. In der Kapitalflussrechnung wird die in der Bilanz vorgenommene Saldierung von kurzfristigen Bankguthaben und Bankverbindlichkeiten aufgehoben. Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Wert TEUR 0 (Vorjahr TEUR 7.091). Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Von dem erwirtschafteten Eigenkapital stehen in den Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2022 TEUR 314.282 (Vorjahr TEUR 239.929) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung und TEUR 116.219 (Vorjahr TEUR 111.151) unterliegen einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Geschäftsführer der Konzernmutter Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin ifm Holding Stiftung, Essen, (Verzeichnis der selbständigen Stiftungen - Bezirksregierung Düsseldorf Reg. Nr. 21.13-St. 1767), ausgeübt. Dem Vorstand der ifm Holding Stiftung gehören an: Michael Marhofer, Vorsitzender Vorstand Martin Buck, Vorsitzender Vorstand Benno Kathan Dr. Thomas May Christoph Freiherr von Rosenberg
Essen, den 30. Mai 2023 ifm stiftung & co. kg gez. Vorstand Ergebnisverwendungsbeschluss
sonstige BerichtsbestandteileDie Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 21. August 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ifm stiftung & co. kg Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der ifm stiftung & co. kg, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ifm stiftung & co. kg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens und die Gesamtbezüge des ehemaligen Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 20. Juli 2023 Ernst
& Young GmbH
Koopmann, Wirtschaftsprüfer Jarosch, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Latest news articles and media mentions
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Real-time document download from the commercial register
Other companies registered at or near this business location
24 nearby organizations
Manufacture of wiring devices
Manufacture of wiring devices
Activities of holding companies
Manufacture of irradiation, electromedical and electrotherapeutic equipment
Buying and selling of own non-residential real estate
Provision of occupational therapy services
Finishing of wooden products
Securitization special purpose entities n.e.c.
Management of non-residential real estate on a fee or contract basis
Wholesale of fruit and vegetables
Management of non-residential real estate on a fee or contract basis
Management of non-residential real estate on a fee or contract basis
Activities of holding companies
Management of non-residential real estate on a fee or contract basis
Activities of holding companies
Activities of holding companies
Management of non-residential real estate on a fee or contract basis
Renting and operating of own or leased non-residential real estate
Renting and operating of own or leased non-residential real estate
Activities of holding companies
Manufacture of testing machines
Intermediation service activities for passenger transportation
Agents involved in the sale of electrical household appliances
Manufacture of wiring devices
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company