Freight transport by road
Auto Beckmann GmbH
Droste-Hülshoff-Straße 31, 58089 Hagen, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Julia Leicht since 11/14/2022 | Managing Director |
Matthias Beckmann since 8/18/2017 | Managing Director |
Christian Beckmann since 8/18/2017 | Managing Director |
Martina Beckmann since 7/21/2003 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Shareholders
Company ownership and partner structure
4 shareholders
GmbH structure
1 of 4 shown
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Auto Beckmann GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31.12.2022Auto Beckmann GmbH, HagenAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022Auto Beckmann GmbH, Hagen
Anlagenspiegel zum 31.12.2022 in EUR
Anhang 20221. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Auto Beckmann GmbH hat ihren Sitz in der Droste-Hülshoff-Str. 31-35 in 58089 Hagen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen unter der Nummer HRB 3252. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ist unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie der Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Nach den in § 267 Abs.2 HGB angegebenen Kriterien ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft anzusehen. Von den vorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 2.1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Die Grundsätze der Darstellungsstetigkeit wurden gewahrt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Jahresabschluss wurde in EURO aufgestellt. 2.2. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens wurden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die Höchstsätze der steuerlichen AfA-Tabellen vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 250,00 € bis 800,00 € wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt. Es wurde hierbei auch für das Handelsrecht von den steuerlichen Sonderregelungen für Geringwertige Wirtschaftsgüter Gebrauch gemacht. Ihr Wert ist insgesamt unwesentlich. 2.3. Vorräte, Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie Flüssige Mittel Die Bewertung der Neufahrzeuge, Vorführ-, Miet- und Gebrauchtwagen wurde zu Anschaffungskosten bzw. ausgehend von voraussichtlich zu erzielenden Verkaufspreisen verlustfrei bewertet. Ersatzteile und Zubehör wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Verwendungsrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen auf die Vorräte vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken ausgewiesen. Den in den Forderungen aufgrund von Lieferungen und Leistungen enthaltenen Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet, die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Die Bank und Kassenguthaben wurden mit dem Nennwert angesetzt. 2.4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sie werden mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Zahlungen aktiviert. 2.5. Latente Steuern Auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern, die sich im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben, wird entsprechend dem Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. 2.6. Eigenkapital Das Stammkapital wird von vier Gesellschaftern gehalten und ist zum Nennwert ausgewiesen. Gewinnvortrag und Jahresüberschuss betragen zusammen 2.415.664,08 €. 2.7. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Höhe des Erfüllungsbetrages wurde nach der Projected Unit Credit Methode (IAS 19) berechnet. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem Rechnungszinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre ergibt. Der Unterschiedsbetrag gern. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 30.677,00 €. Um diesen Betrag werden aufgrund der geänderten gesetzlichen Vorschriften des BilRUG zum Zinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen die Netto-Rückstellung und der entsprechende Aufwand seit Anwendung der Gesetzesänderung niedriger ausgewiesen. Als Berechnungsparameter wurden der Rechnungszins mit 1,78 % p.a ., die Gehaltsdynamik mit 0,0 % p.a. sowie die Rentendynamik mit 2,00 % p.a. und die Fluktuation mit 0,0 % p.a., zu Grunde gelegt. Die Aktivwerte der zur Absicherung der Pensionszusagen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.
Als beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung wurde der vom Versicherungsgeber mitgeteilte Aktivwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Er entspricht den Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung. Folgende mit den verrechneten Vermögensgegenständen und Schulden korrespondierende Aufwendungen und Erträge wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgewiesen:
Die Steuerrückstellungen werden mit dem Erfüllungswert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen nach § 253 Abs.2 HGB abgezinst. Sie enthalten mit 591 T€ personalbezogene Rückstellungen. 2.8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zu Ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.9. Fremdwährungen Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagkurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 3. Erläuterungen zum Jahresabschluss 3.1. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB beträgt 30.677,00 €. Die Steuerrückstellungen beinhalten die Ertragsteuern des Geschäftsjahres. Zu den Fristigkeiten der Verbindlichkeiten wird auf die Bilanz verweisen. Sie sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 3.2. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverbindlichkeiten i. S. d. § 251 HGB liegen nicht vor, so dass auch diesbezüglich Angaben zu Sicherheiten und Pfandrechten sowie zu den Gründen der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme nicht erforderlich sind. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr. In 2023 sind voraussichtlich 238 T€ fällig. Des Weiteren bestehen Rücknahmeverpflichtungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 6.881 T€. 3.3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Aufwendungen für den Erwerb von Fahrzeugen und Ersatzteilen. Die gesamten Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf das Geschäftsjahr. 4. Sonstige Angaben 4.1. Angaben zu Arbeitnehmern Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 28 (Vorjahr: 27) Arbeitnehmer ohne Geschäftsführung und Auszubildende beschäftigt. 4.2. Angaben zu den Geschäftsführern, zu Beteiligungsverhältnissen u. ä. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt: Martina Beckmann, Hagen, Geschäftsführerin, Befreiung § 181 BGB Christian Beckmann, Hagen, Geschäftsführer, Befreiung § 181 BGB Matthias Beckmann, Hagen, Geschäftsführer, Befreiung § 181 BGB Julia Leicht, Köln, Geschäftsführerin, Befreiung § 181 BGB (seit 14. November 2022) Die Angaben zu den Geschäftsführervergütungen unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 4.3. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis 2022 in Höhe von 1.090.438,10 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Gesellschafter behalten sich vor, zu einem späteren Zeitpunkt über eine Gewinnausschüttung zu beschließen. 4.4. Nachtragsbericht Im Zuge des Angriffskrieg in der Ukraine und dem einhergehenden "Wirtschaftskrieg" gegen Russland, ist die Inflation in Deutschland stark gestiegen. Diese ist ab dem Frühjahr 2023 sukzessive gesunken (Januar 2023: +8,7%; Dezember 2023: +3,7%) und hat zu einer Jahresinflation 2023 von 5,9% geführt (Quelle: destatis.de). Das Wirtschaftsklima blieb im Jahr 2023 angespannt und führte zu einem Schrumpfen des BIP um -0,2%. Weitere politische Spannung im Nahen Osten, welche im November 2023 ausgebrochen sind, haben kaum Einfluss auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland genommen. Unter anderem aufgrund der gestiegenen Inflation und einer zunehmenden Anspannung am Arbeitsmarkt, haben sich Löhne und Gehälter in 2022 und 2023 im Unternehmen überproportional im Vergleich zu Vorjahren gesteigert. Die Bundesregierung hat eine Inflationsausgleichsprämie eingeführt, über welche Arbeitnehmer/innen bis zum Ende des Jahres 2024 insgesamt 3.000 € steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten können. Im Jahr 2023 haben wir neben der Inflationsausgleichsprämie auch das erste Mal eine Gewinnbeteiligung an alle Mitarbeitenden (ausgenommen Auszubildende und Betriebszugehörigkeit unter einem Jahr) ausgezahlt. Im Jahr 2024 wurde mit der Einführung des CUPRA Tavascan, das zweite Modell im Agenturmodell eingeführt. Erste Versicherungsauszahlungen für alle verlorenen Fahrzeuge wurden bereits im Kalenderjahr 2021 reguliert. Die Regulierung für weitere entstandene Schäden durch weitere Versicherungsleistungen im Bereich Inventar und Betriebsunterbrechung wurden noch nicht final abgeschlossen. Hier wurden Abschlagszahlungen im Jahr 2023 und 2024 veranlasst. Im Jahr 2023 hat sich die Geschäftsleitung dazu entschieden im Bereich Vertrieb und After Sales eine weitere Marke hinzuzunehmen um zukünftig ein noch breites Portfolio für unseren Kundenkreis anbieten zu können. So wurde offiziell ab dem 01.11.2023 die Marke Ford ins Produktportfolio aufgenommen. Durch die starke Marktdurchdringung von Ford im Nutzfahrzeugsegment wird ein neues Kundensegment angesprochen. Aufgrund dessen wird auch im Zuge der Kernsanierung der gemieteten Bestandsimmobilie der Werkstattbereich auf Fahrzeuge über 3,5t ausgelegt, u.a. durch die Installationen von Bühnen mit einer Traglast von bis zu 6,5t. Der erste Bauabschnitt der Kernsanierung wurde im August 2024 abgeschlossen. Darüber hinaus hat es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag mit Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben.
Hagen, den 2. August 2024 Martina Beckmann Christian Beckmann Matthias Beckmann Julia Leicht Lagebericht für das Jahr 2022I. Grundlagen 1. Geschäftsmodell Die Auto Beckmann GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen, ansässig in Hagen, Westfalen. Das Unternehmen wurde am 01.01.1995 im Rahmen einer Einbringung eines Einzelunternehmens von Martina und Friedrich-Wilhelm Beckmann gegründet. Die Aktivitäten der Auto Beckmann GmbH umfassen den Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen, die Vermittlung von Fahrzeugfinanzierungen und Versicherungen, die Vermittlung von Fahrzeugleasinggeschäften, die Durchführung von Reparatur- und Werkstattdienstleistungen, die Instandsetzung von Unfallschäden, den Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör und die Vermietung von Mietwagen. Unser Portfolio im Jahr 2022 umfasst im Vertrieb die Marken Seat und Cupra sowie die Marken Seat, Cupra und Skoda im Bereich After Sales. 2. Ziele und Strategien Die Auto Beckmann GmbH versteht sich als kundenorientiertes Unternehmen, welches Angebote rund um das Thema Mobilität anbietet. Durch unsere tiefe Verwurzelung mit dem Standort in Hagen- Eckesey und unseren Fokus auf höchste Kundenzufriedenheit konnte in den letzten 30 Jahren ein großer (Stamm-) Kundenkreis aufgebaut werden. Die Bestrebung ist, diesen Kundenkreis optimal zu bedienen und weitere Neukunden zu gewinnen. Dabei wird ein organischer Wachstumskurs verfolgt. Hierbei wird darauf geachtet neue Angebote mit allen angebotenen Produkten (Verkauf- und Service) zu schaffen um den stetig wandelnden Kundenwunsch nach Mobilität zu bedienen. Wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens ist das Ergebnis vor Steuern. Darüber hinaus sind auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren im Fokus unseres Handelns, wie etwa die Kundenzufriedenheit. II. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Lage 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Der Anfang des Jahres 2022 war geprägt durch die anhaltenden Corona-Einschränkungen im Zuge der Omikron-Welle. Diese umfassten primär Test- und Impfverpflichtungen sowie Einlassbeschränkungen für Menschen ohne Impfschutz. Ab dem 20.03.2022 wurde ein Großteil der Schutzmaßnahmen eingestellt. Ab Februar 2022 hat sich das Marktumfeld stark gewandelt aufgrund des Angriffskrieg Russlands in der und gegen die Ukraine. Infolgedessen sind Rohstoffpreise für u.a. Gas, Benzin etc. sehr stark gestiegen, welches negative Auswirkungen u.a. für das produzierende Gewerbe (mit hohem Energieaufwand) mit sich brachte. Die in dem Zuge entstandene hohe Inflation hat zu einer Zinswende geführt, sodass der Leitzins durch die EZB angehoben wurde. Dies hatte direkte Auswirkungen auf Leasing- und Finanzierungsraten von Neu- und Gebrauchtwagengeschäften. Zudem sind im Jahr 2022 die Reallöhne in Deutschland um 4,1% gesunken (Quelle: destatis.de), was einen negativen Einfluss auf die Kaufkraft hatte und dementsprechend auch auf die Nachfrage von Fahrzeugen. Unter anderem aufgrund der gestiegenen Inflation und einer zunehmenden Anspannung am Arbeitsmarkt haben sich Löhne und Gehälter in 2022 und 2023 im Unternehmen überproportional im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert. Die Bundesregierung hat die Inflationsausgleichsprämie eingeführt, über welche Arbeitnehmer/innen in einem begrenzten Zeitraum von ihren Arbeitgebenden bis zu 3000 € steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten können. Die deutsche Wirtschaftsleistung verzeichnete im Jahr 2022 einen jährlichen Zuwachs von 1,9 % (destatis.de). Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wurden in der Automobilbranche sichtbar, da sich u.a. Produktionswerke und Zulieferbetriebe in der Ukraine befinden. Auch die Logistik von produzierten Fahrzeugen wurde durch fehlende Logistikkapazitäten eingeschränkt. Die gesamthaften Zulassungszahlen im Jahr 2022 lagen bei 2.651.357 Personenkraftwagen, was einer jährlichen Steigerung von +1,1 % im Vergleich zu 2021 entspricht. Die Marke Seat verzeichnete einen leichten Zuwachs der Zulassungszahlen von 108.726 in 2021 auf 111.646 in 2021 (+2,7 %). Die Anzahl der neu zugelassenen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, haben das erste Mal knapp die Hälfte aller Neuzulassungen ausgemacht (1.315.567 Pkw). Die Zulassungen von Elektro-PKW (BEV) hatten sich in 2022 um +32,2% erhöht. Fahrzeugen mit Plug-In Hybrid-Antrieb haben einen Zuwachs von +11,3% verzeichnet (Kraftfahrtbundesamt, www.kba.de). Der Kauf von Elektro-PKW und Plug-In Hybrid Antrieben wurde 2022 durch einen Umweltbonus der Bundesregierung gefördert. 2. Geschäftsverlauf Das operative Geschäfts verlief im Jahr 2022 weitestgehend ohne große Einschränkungen in allen Bereichen des Autohauses. Im Geschäftsjahr 2022 wurden gesamthaft 734 Fahrzeuge verkauft, wobei 450 Fahrzeuge in die Kategorie Neuwagen, Tageszulassungen und Vorführwagen fielen. Die Auswirkungen des Hochwassers haben den Geschäftsverlauf im Jahr 2022 auch weiterhin beeinträchtigt. Die Immobilie und Betriebseinrichtung wurde lediglich provisorisch wieder hergestellt um den Zeitraum bis zum Start der Kernsanierung im Herbst 2023 zu überbrücken. Im Provisorium waren jedoch weiterhin Betriebsabläufe gestört, wie etwa durch regelmäßige Ausfälle der Heizung und der Elektroinstallation. Zudem hat der Bau der Cupra-Garage die Nutzung von Außenstellplätzen teilweise eingeschränkt, sodass unser Lagerbestand verkleinert werden musste. Das Ergebnis nach Steuern hat sich, wie prognostiziert um 10% gegenüber des Vorjahres gesteigert. 3. Ertragslage Der Umsatz nach HGB beträgt 16.653 TEUR (Vorjahr 16.756 TEUR) und war im Vergleich zum Vorjahr um 103 TEUR rückläufig. Wie im Vorjahr, werden die an Großkunden ausgelieferten Fahrzeuge sowie verkaufte Fahrzeuge des Modells CUPRA Born aufgrund unseres Vermittlerstatus handelsrechtlich nur mit einem Provisionsanteil in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Das Rohergebnis lag in 2022 bei 4.867 TEUR und ist vor allem aufgrund der Abwertungen aufgrund des Hochwasserschadens im Juli 2021 von 1.255 TEUR in 2021 um 3.763 TEUR gestiegen. Löhne und Gehälter sind in 2022 um 337 TEUR (ca. 23%) gegenüber 2021 aufgrund des erhöhten Mitarbeiterbestandes und erhöhter Löhne und Gehälter auf 1.738 TEUR gestiegen. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung beziffern sich im Jahr 2022 auf 309 TEUR mit einem Anstieg um 8 TEUR zu 2021. Dies beinhaltet Aufwendungen von 301 TEUR getrieben durch den erhöhten Mitarbeiterbestand. Abschreibungen auf Sachanlagen haben sich von 124 TEUR in 2021 auf 213 TEUR in 2022 um 89 TEUR erhöht. Dies ist zurückzuführen auf erhöhte Anschaffungen im Zuge der Wiederausstattung nach dem Hochwasser. Sonstige betriebliche Aufwendungen sind von 934 TEUR in 2021 zu 805 TEUR in 2021 gesunken (-129 TEUR). Hintergrund sind insbesondere die mit dem Hochwasserschaden verbundenen Mehraufwendungen im Jahr 2021. Sonstige Steuern lagen im Jahr 2021 bei 5 TEUR und im Jahr 2022 bei 9 TEUR, was einer Steigerung um 4 TEUR entspricht. Das Zinsergebnis lag in 2021 bei 4 TEUR und in 2022 bei -10 TEUR. Die Verschlechterung resultiert insbesondere aus den Zinseffekten aufgrund der Veränderung der Pensionsrückstellungen. Im Jahr 2021 haben sich die Ertragssteuern auf 535 TEUR belaufen. In 2022 sind 663 TEUR Ertragsteuern angefallen, was einer Steigerung um 128 TEUR entspricht. Es resultierte als Jahresergebnis vor Steuern ein Wert von 1.762 TEUR (Vorjahr: 1.532 TEUR). Der Anstieg im Jahr 2022 zu 2021 resultiert aus einem geschmälerten Ergebnis in 2021 aufgrund einer hochwasserbedingten zeitweiligen Schließung des Geschäftsbetriebs. Der Jahresüberschuss 2022 lag bei 1.090 TEUR, welcher im Vergleich zu 992 TEUR in 2021 um 98 TEUR angestiegen ist. 4. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte im Geschäftsjahr 2022 ein positiver Cashflow von 975 TEUR. Wesentliche Faktoren waren das Jahresergebnis 2022 mit 1.090 TEUR sowie die Schmälerung der Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Dem Ertragssteueraufwand von 663 TEUR stehen Ertragssteuerzahlungen in Höhe von 349 TEUR (aus Vorauszahlungen für das Jahr 2023) gegenüber. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 1.181 TEUR resultiert im Wesentlichen aus Zugängen von Vorführfahrzeugen in Höhe von 415 TEUR sowie aus Ersatzanschaffungen von Sachanlagevermögen aufgrund des Hochwasserschaden aus Juli 2021. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 1.101 TEUR betrifft praktisch in vollem Umfang Ausschüttungen des Jahres 2022 an die Gesellschafter. Somit ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanzmittelbestandes zu Beginn des Geschäftsjahres von 2.170 TEUR eine Absenkung des Finanzmittelbestandes zum Ende des Geschäftsjahres um 1.307 TEUR auf 863 TEUR. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 5.397 TEUR. Dies umfasst eine Senkung im Vergleich zum Vorjahr um 1.615 TEUR. Dies resultiert auf der Aktivseite u.a. aus einer Senkung der liquiden Mittel. Das Anlagevermögen ist von 608 TEUR in 2021 auf 1.566 TEUR in 2022 angestiegen, auch weiterhin getrieben durch die Neuanschaffung von Betriebseinrichtung und Büroeinrichtung und einer erhöhten Anzahl von Werkstattersatzwagen. Vorräte lagen im Jahr 2022 bei 2.285 TEUR und in 2021 bei 3.618 TEUR. Dies entspricht einer Senkung um 1.333 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von gesamthaft 569 TEUR setzen sich insbesondere zusammen aus ausstehenden Prämienzahlungen und Vergütungen im Rahmen von Wartungs- und Inspektionspaketen. Diese lagen im Jahr 2021 bei 282 TEUR und sind somit um 287 TEUR gestiegen. Sonstige Vermögensgegenstände bezifferten sich im Jahr 2022 auf 113 TEUR und im Jahr 2021 auf 333 TEUR. Dies umfasst eine Senkung von 220 TEUR. Die Senkung ist zum Großteil durch ein Umsatzsteuerguthaben für die Monate November und Dezember 2021 in Höhe von 234 TEUR entstanden. Flüssige Mittel sind von 2.170 TEUR in 2021 auf 863 TEUR in 2022 gesunken. Dies entspricht einem Abfall von 1.307 TEUR. Durch die Verkürzung der Zahlungsziele beim Erwerb von Neu- und Gebrauchtwagen von 90 auf 30 Kalendertage, mussten Verbindlichkeiten frühzeitiger bedient werden. Auf der Passivseite haben im Wesentlichen die Senkung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-2.214 TEUR) saldiert um die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen (-113 TEUR) zur Senkung der Bilanzsumme um 1.615 TEUR geführt. Das Stammkapital lag konstant in beiden Jahren bei 51 TEUR. Der Gewinnvortrag hat sich von 2021 (1.433 TEUR) um 108 TEUR gemindert auf 1.325 TEUR in 2022. Das Eigenkapital der GmbH hat sich insgesamt auf 2.466 TEUR summiert. Bezogen auf die Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote rund 46%. Rückstellungen für Pensionen sind von 252 TEUR in 2021 auf 450 TEUR in 2022 angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 198 TEUR. Steuerrückstellungen haben sich von 186 TEUR in 2021 auf 150 TEUR in 2022 um 36 TEUR verringert. Sonstige Rückstellungen haben sich von 524 TEUR in 2021 auf 637 TEUR in 2022 erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 113 TEUR. Diese Steigerung ist durch noch ausstehende Tantieme- Zahlungen begründet. Erhaltene Anzahlungen beliefen sich im Jahr 2021 auf 187 TEUR und haben sich um 72 TEUR auf 115 TEUR in 2022 stichtagsbedingt gemindert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 2.214 TEUR von 2.813 TEUR in 2021 auf 599 TEUR in gefallen. Der vergleichsweise erhöhte Wert in 2021 ist zurückzuführen auf Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen und Ausstattung. Sonstige Verbindlichkeiten einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten lagen im Jahr 2021 bei 574 TEUR und haben sich zum Jahr 2022 um 406 TEUR erhöht auf 980 TEUR. Grund hierfür sind im Wesentlichen gegenüber 2021 erhöhte Ertrags-und Umsatzsteuerverbindlichkeiten für das jeweilige Vorjahr. 6. Investitionen In 2022 wurden primär Investitionen in den weiteren Wiederaufbau unserer Betriebsausstattung und in die Erneuerung des Büromobiliars getätigt (641 TEUR). Dies beinhaltet auch die Neuanschaffung eines Pannenfahrzeugs. Im Geschäftsjahr 2023 fand der Umzug in den Neubau "Cupra Garage" an. Im Zuge dessen wurden weitere Investitionen in Büromöbel, Multimedia-Infrastruktur etc. getätigt. 7. Mitarbeitende Wir haben eine lange Tradition am Standort und die Zufriedenheit unserer (langjährigen) Mitarbeitenden steht im Fokus unserer Bemühungen. So sind wir kontinuierlich darauf bedacht unseren Mitarbeitenden Perspektiven aufzuzeigen, Gleichberechtigung zu fördern, bedarfsgerecht zu schulen und einen modernen und funktionalen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Die Mitarbeitendenzufriedenheit wird in regelmäßigen Teamsitzungen bzw. in jährlichen Einzelgesprächen erfasst. Dabei werden u.a. (Entwicklungs-)ziele für das kommende Jahr definiert. Dabei ist uns der Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Unternehmen und unseren Werten wichtig. Zudem konnten wir über die letzten Jahre weiteres qualifiziertes Personal gewinnen. Durch ein umfangreiches Schulungsangebot durch den Hersteller, gepaart mit bedarfsgerechten internen Schulungen, sind wir stetig bemüht den Qualifikationsstand im Unternehmen auf einem hohen Niveau zu halten. Der Qualifikationsstand je Mitarbeiter wird nachgehalten. Seit vielen Jahren bilden wir in den Berufen Automobilkauffrau/-mann, Kfz-Mechatroniker/in und Karosseriebauer/in aus. III. Risikomanagement Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsführung. In wöchentlichen Meetings der Geschäftsleitung werden monatliche Reportings zu Hauptsteuerungskennzahlen besprochen und im gleichen Zuge interne sowie externe Chancen und Risiken identifiziert und mögliche Gegenmaßnahmen definiert. Neben Beobachtungen der Geschäftsleitung fließen unter anderem auch Erkenntnisse aus den turnusmäßigen Abteilungsbesprechungen ein. Risikominimierende Maßnahmen sind in allen Bereichen des operativen Geschäfts etabliert und in abgestimmten Prozessen festgehalten. Alle leitenden Angestellten sind verpflichtet die Einhaltung der relevanten Prozesse sicherzustellen und etwaige Verstöße umgehend an die Geschäftsführung zu melden. So werden zum Beispiel alle Eingangsrechnungen von der Buchhaltung und der jeweiligen Abteilung inhaltlich kontrolliert und freigegeben. Im Neuwagenvertrieb wird jedes Geschäft durch den Verkaufsleiter abgezeichnet und Bestellungen werden im 6-Augen-Prinzip vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente zur Risikoabsicherung werden nicht von uns eingesetzt. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit Chancen und Risiken 1. Chancen- und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2022 und darüber hinaus werden als zu vernachlässigend eingestuft. Der weitere Verlauf des im Frühjahr 2022 entfesselten Angriffskrieges Russlands in der und gegen die Ukraine und das dahingehend veränderte Marktumfeld (hohe Inflation, Senkung Reallöhne, Anstieg Leitzins) stellt eine zusätzliche Unsicherheit für das Geschäftsjahr 2022 mit Auswirkungen auf Kaufkraft und Nachfrage dar. Die bereits durch Corona angespannte Liefersituation hat sich durch den Angriffskrieg weiter verschärft. Dies lag u.a. an eingeschränkten Logistikkapazitäten sowie der eingeschränkten Fertigung in Produktionsstätten von Zulieferbetrieben in der Ukraine. Durch die Ereignisse der letzten Jahre hat sich die Stabilität der Lieferkette als weiteres Risiko hervorgetan. Durch eine globale Verzahnung ist die Lieferkette zunehmend anfällig für Kriegsgeschehen und globale sowie lokale Rezessionen. Neben der potentiellen Verzögerung in der Produktion können auch Preisanpassungen vorgenommen werden, um etwaige Komplikationen in der Lieferkette zu kompensieren. Nach einem Zeitraum mit stabilen Inflationsraten und einer Niedrigzinspolitik der EZB ist die Inflation im Jahr 2022 stark gestiegen. Zudem hat die EZB den Leitzins angehoben. Diese Entwicklung stellt ein Risiko für den Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen her, da ein Großteil der Fahrzeuge geleast oder finanziert wird. Ein Anstieg der Finanzierungskosten führen zu höheren monatlichen Belastungen und können dadurch die Nachfrage senken. Zudem kann eine erhöhte Inflationsrate zu einem Absenken der Reallöhne und dahin einhergehend der Kaufkraft führen. Längerfristig betrachtet steht die Branche vor einem Umbruch, der primär getrieben ist durch die Abkehr vom Verbrenner-Motor hin zu Fahrzeugmodellen mit Hybrid- bzw. Elektroantrieb. Dies ist begründet in der Notwendigkeit eine nachhaltige Senkung des globalen CO 2 -Ausstoßes zu sichern. Hier besteht das Risiko, dass die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen auf einem niedrigen Niveau bleibt, da der Ausbau von kritischer Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend gegeben ist und die Herstellungskosten aktuell noch vergleichsweise höher sind im Vergleich zu einem vergleichbaren Fahrzeug mit Verbrenner-Motor. Der Erwerb von Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektroantrieb wird aktuell staatlich gefördert. Ein Risikofaktor kann hier in einer potentiellen Kürzung der staatlichen Förderung liegen, bei gleichbleibend hohen Anschaffungskosten mit der Folge nicht ausreichender Absätze. Im Jahr 2021 hat die Marke Cupra das erste Fahrzeug im Agenturmodell in den Markt eingeführt. Hierfür erhält der Händler eine Agenturpauschale ("Vermittlerprovision"), sodass der Kunde das Fahrzeug direkt vom Hersteller bezieht. Diese Form der Abwicklung beinhaltet die Chance für den Handel einheitliche Preise anbieten zu können, wobei Kunden jeweils die Betreuung und den Kundenservice stärker bewerten können. Ein Risiko stellt die Höhe der Agenturpauschale dar und der verschärfte Wettbewerb, da vereinzelte Händler/ Handelsketten weitere Rabatte auf Agenturpauschale geben. Der Gebrauchtwagenvertrieb hat auch im Jahr 2022 eine dominante Rolle gespielt. Durch erhöhte Lieferzeiten von Neuwagen und auch die Preisentwicklung im Neuwagensegment, wurden gebrauchte Fahrzeuge verstärkt nachgefragt. Es ist eine Entspannung bei der Verfügbarkeit von Neuwagen im Jahr 2023 zu beobachten und somit mit einer Abflachung der zu erzielenden Gewinne im Gebrauchtwagengeschäft. Seit Gründung des Unternehmens legen wir einen großen Wert auf die Ausbildung von Mitarbeitenden in verschiedenen Lehrberufen. Mit dieser Herangehensweise konnten wir in den letzten Jahren einen qualifizierten und beständigen Mitarbeitenden-Stamm sichern. Dennoch beobachten wir auf dem Arbeitsmarkt eine Verknappung von Fachkräften, sodass das Risiko besteht, dass die Anzahl passender Bewerber auf vakante Stellen stetig nachlässt. 2. Prognose Vor dem Hintergrund der dargestellten Chancen und Risiken erwarten wir, dass das Ergebnis vor Steuern für 2023 in einer Range von 2,8 bis 3,3 Millionen steigen wird. Als Treiber dafür erwarten wir insbesondere die gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 sukzessiv erfolgende Normalisierung der Geschäftsprozesse nach dem Hochwasser, ein stärkeres Gebrauchtwagengeschäft und den positiven Effekt unserer Außendarstellung in unserer neue Cupra-Garage. V. Forschung und Entwicklung Die Auto Beckmann GmbH führt keine Forschung und Entwicklung innerhalb des Unternehmens durch. VI. Zweigniederlassungen Die Auto Beckmann GmbH agiert ausschließlich am Hauptstandort in der Droste-Hülshoff-Straße 31- 35 in 58089 Hagen. VII. Ereignisse nach dem Stichtag Im Zuge des Angriffskrieg in der Ukraine und dem einhergehenden "Wirtschaftskrieg" gegen Russland ist die Inflation in Deutschland stark gestiegen. Diese ist ab dem Frühjahr 2023 sukzessive gesunken (Januar 2023: +8,7%; Dezember 2023: +3,7%) und hat zu einer Jahresinflation 2023 von 5,9% geführt (Quelle: destatis.de). Das Wirtschaftsklima blieb im Jahr 2023 angespannt und führte zu einem Schrumpfen des BIP um -0,2%. Weitere politische Spannung im Nahen Osten, welche im November 2023 ausgebrochen sind, haben kaum Einfluss auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland genommen. Unter anderem aufgrund der gestiegenen Inflation und einer zunehmenden Anspannung am Arbeitsmarkt haben sich Löhne und Gehälter in 2022 und 2023 im Unternehmen überproportional im Vergleich zu Vorjahren gesteigert. Die Bundesregierung hat eine Inflationsausgleichsprämie eingeführt, über welche Arbeitnehmer/innen bis zum Ende des Jahres 2024 insgesamt 3000 € steuer- und sozialversicherungsfrei erhalten können. Im Jahr 2023 haben wir neben der Inflationsausgleichsprämie auch das erste Mal eine Gewinnbeteiligung an alle Mitarbeitenden (ausgenommen Auszubildende und Betriebszugehörigkeit unter einem Jahr) ausgezahlt. Im Jahr 2024 wurde mit der Einführung des CUPRA Tavascan, das zweite Modell im Agenturmodell eingeführt. Erste Versicherungsauszahlungen für alle verlorenen Fahrzeuge wurden bereits im Kalenderjahr 2021 reguliert. Die Regulierung für weitere entstandene Schäden durch weitere Versicherungsleistungen im Bereich Inventar und Betriebsunterbrechung wurden noch nicht final abgeschlossen. Hier wurden Abschlagszahlungen im Jahr 2023 und 2024 veranlasst. Im Jahr 2023 hat sich die Geschäftsleitung dazu entschieden im Bereich Vertrieb und After Sales eine weitere Marke hinzuzunehmen um zukünftig ein noch breites Portfolio für unseren Kundenkreis anbieten zu können. So wurde offiziell ab dem 01.11.2023 die Marke Ford ins Produktportfolio aufgenommen. Durch die starke Marktdurchdringung von Ford im Nutzfahrzeugsegment wird ein neues Kundensegment angesprochen. Aufgrund dessen wird auch im Zuge der Kernsanierung der gemieteten Bestandsimmobilie der Werkstattbereich auf Fahrzeuge über 3,5t ausgelegt, u.a. durch die Installationen von Bühnen mit einer Traglast von bis zu 6,5t. Der erste Bauabschnitt der Kernsanierung wurde im August 2024 abgeschlossen. Darüber hinaus hat es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag mit Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Auto Beckmann GmbH, Hagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Auto Beckmann GmbH, Hagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Beckmann GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 27. August 2024 bsw
Beratung GmbH
Luig, Wirtschaftsprüferin Schaefer, Wirtschaftsprüfer |
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