Bernstein Aktiengesellschaft
Hans-Bernstein-Straße 1, 32457 Porta Westfalica, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Bernd Borcherding since 6/29/2021 | Procura |
Christian Pabst since 7/9/2012 | Procura |
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
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| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Bernstein AktiengesellschaftPorta WestfalicaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Die BERNSTEIN AG ist ein Anbieter für industrielle Sicherheits- und Gehäusetechnik. Diese Kompetenzen haben wir in den Geschäftsbereichen DETECT und PROTECT zusammengefasst. Unser Produktportfolio erstreckt sich von Schaltern, Sensoren und Gehäusen über Tragsysteme und Bedienterminals bis hin zu Systemlösungen zur Bedienung und Absicherung ganzer Maschinen und Anlagen. Die BERNSTEIN Gruppe beschäftigt rund 600 Mitarbeiter/-innen in zehn Ländern und wird als international tätiges Familienunternehmen in 3. Generation geführt. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Lage der Weltwirtschaft Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Geschäftsjahr 2023 mit einem Wachstum von nur 3,1 % schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften nahm, mit Ausnahme der USA (+2,5 %), das Wachstumstempo in 2023 deutlich ab. Im Euro-Raum - zusammen mit dem Vereinigten Königreich - war das Wachstum mit +0,5 % äußerst schwach. Wegen der hohen Inflationsraten und Energiekosten sowie den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten litten im Euro-Raum der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen. In der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer lief es mit einem Wachstum von +4,1 % besser. In China war die konjunkturelle Erholung aufgrund der Schwäche im Immobiliensektor, der geopolitischen Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwacher Industrieinvestitionen eher verhalten. Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) gehen von einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum in China von +5,2 % in 2023 aus. Maschinen- und Anlagenbau Der Maschinen- und Anlagenbau ist der Hauptkundenkreis der BERNSTEIN AG und soll deshalb nachfolgend etwas genauer betrachtet werden. Aufgrund der anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Lage und der gestiegenen Finanzierungskosten ging die Nachfrage nach Investitionsgütern im Jahr 2023 zurück. Allerdings konnte der weltweite Maschinenumsatz aufgrund der hohen Auftragsbestände zu Beginn des Jahres nach Schätzungen des VDMA preisbereinigt auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. In den USA und im Euro-Raum war die Umsatzentwicklung mit real -3 % bzw. -1 % allerdings rückläufig. Die deutsche Produktion von Maschinen und Anlagen ging aufgrund des sehr guten Auftragspolsters zu Beginn des Jahres nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nur um real 0,6 % zurück, der Bestelleingang aber verfehlte im Gesamtjahr 2023 das Vorjahresniveau preisbereinigt um 12 %. Quellen: IWF World Economic Outlook Update January 2024, Nationale Statistikämter, VDMA 2.2 Umsatz und Auftragsentwicklung Der Umsatz und der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr waren insgesamt rückläufig und schwächer als geplant. Im ersten Quartal 2023 wurden noch Umsätze auf dem hohen Niveau des Vorjahres erzielt. Die Auftragseingänge waren jedoch schon seit Februar 2023 unter unseren Erwartungen und führten somit zum Umsatzrückgang. Insgesamt sind die Umsätze nach dem Rekordjahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 um TEUR -12.096 bzw. -17,1 % deutlich auf TEUR 58.562 gesunken. Das Inland verzeichnete einen Rückgang um TEUR 5.589 und der Export um TEUR 3.337. Die Einkäufe der Tochtergesellschaften sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.170 geringer. Die Geschäftsbereiche haben jeweils den Vorjahresumsatz unterschritten, davon war besonders stark Detect mit TEUR 10.147 betroffen und in geringerem Umfang Protect mit TEUR 1.919. Der terminierte Auftragsbestand zum Bilanzstichtag liegt mit TEUR 11.530 auf einem noch hohen Niveau. 2.3 Vorräte (Entwicklung der Materialaufwandsquote / Beschaffungspreise) Die anhand der Betriebsleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen) bemessene Materialaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %-Punkte verbessert und lag damit auch unter unserem Plan. Aufgrund der geringeren Kundennachfrage bzw. Auftragseingänge wurde der Lagerbestand abgebaut, jedoch wurde die hohe Lieferverfügbarkeit beachtet. Auf dem Absatzmarkt konnten wir ein höheres Preisniveau realisieren (+5,0 %) und den Anstieg der Beschaffungspreise (+5,6 %) überkompensieren. Um einer technischen Überalterung der Produkte vorzubeugen, wurde auch in diesem Jahr ein Teil der "Langsamdreher" abgebaut. 2.4 Investition und Finanzierung Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR 2.907 und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.045) und über den Abschreibungen (TEUR 1.788), jedoch unter dem Plan (TEUR 4.000). Ein Großteil der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrifft hierbei das ERP-System (TEUR 771), das in 2023 auf eine zukunftssichere ERP-Version erfolgreich migriert wurde. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen gliedern sich wie folgt:
Das im Vorjahr gewährte Intercompany-Darlehen über TEUR 300 wurde planmäßig anteilig getilgt. Einen weiterhin wichtigen Beitrag zur Finanzierung des laufenden Geschäfts leistete das seit 2003 etablierte Factoring. Das Instrument Leasing wurde vornehmlich zur Finanzierung des Fuhrparks und der Maschinen genutzt. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung erfolgte durch die flüssigen Mittel und "Sale-and-Miet-back". 2.5 Personalbereich Im Jahr 2023 wirkte sich die abschwächende Konjunktur maßgeblich auf die Personalarbeit aus. Während im 1. Quartal noch Leiharbeitnehmer/-innen in den Produktions- und Lagerbereichen beschäftigt waren und teilweise in befristete Arbeitsverhältnisse übernommen wurden, mussten Ende April 2023 aufgrund rückläufiger Auftragseingänge die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Leiharbeitsverhältnisse beendet werden. Weitere Neueinstellungen erfolgten lediglich im Zuge von Nachfolgeregelungen für ausscheidende Mitarbeiter/-innen sowie für bereits langfristig geplante wichtige Positionen. Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, wurden zum 1. Februar 2023 ein Auszubildender zum Fachinformatiker und zum 1. August 2023 drei Auszubildende zum/r Industriekaufmann/-frau sowie ein Auszubildender zum Elektroniker eingestellt. Des Weiteren wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um Einsparungen im Personalbereich zu erzielen: 1. Abschluss einer Betriebsvereinbarung über die Umwandlung des tariflichen Zusatzgeldes A (27,5 % eines Bruttomonatsentgelts) in freie Tage für Mitarbeiter/-innen der Produktion und des Lagers 2. Verschiebung des Auszahlungszeitpunktes des tariflichen Zusatzgeldes B (18,5 % des Grundentgeltes der EG 8) von Juli 2023 auf Januar 2024 3. Abschluss einer Betriebsvereinbarung über eine kollektive Arbeitszeitabsenkung von 35 auf 30 Wochenstunden für den Zeitraum vom 1. September 2023 bis zum 31. Dezember 2023 4. Abschluss einer Betriebsvereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 2.6 Geschäftsbereiche Anfang des Jahres 2023 konnten die hohen Auftragseingänge aus 2022 schnell abgearbeitet werden. Bereits Ende 2022 war ein Rückgang der Auftragseingangssituation erkennbar. Im Jahr 2023 wurden die Kapazitäten und Bestände dem aktuellen Auftragsvolumen angepasst. Ein regelmäßiges Tracking der Energieversorgung von Gas und Strom wurde durchgeführt, da eine Mangellage aufgrund des Ukraine-Krieges nicht ausgeschlossen werden konnte. Dazu wurde - neben der regelmäßigen Überprüfung der Verbräuche - nach geeigneten Maßnahmen zur weiteren Reduzierung des Gasverbrauchs gesucht. Dazu wurde im Bereich der Beschichtungsanlage investiert, um die großen Gasverbraucher Haftwassertrockner und Einbrennofen von Gas auf Strom umrüsten zu können. Die Maßnahme wurde im laufenden Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt. Außerdem wurde im Bereich der Lackieranlage ein zweiter Beschichtungsroboter installiert. Mit dieser Maßnahme konnte der Personaleinsatz der pro Schicht benötigten Personen um 25 % reduziert werden. Aufgrund einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung im zweiten Halbjahr 2023 wurden im letzten Quartal die Aktivitäten des Bestandsabbaus forciert, um die Liquidität zu stützen. Ausblick 2024 Die Kernaufgabe bleibt die Anpassung der Bestände und Kapazitäten an das tatsächliche Auftragsvolumen. Investitionen für die Zukunft werden dennoch auch in 2024 getätigt. Die größte Einzelinvestition ist im Bereich der Logistik geplant. Hier wird im Bereich der Kleinteile auf ein automatisches Lager umgerüstet. 2.6.1 Schaltertechnik / Sensortechnik (DETECT) Schwerpunkte 2023 Eine sich abzeichnende Konjunktureintrübung machte es erforderlich, die Planung für 2023 anzupassen. Mit Beginn des zweiten Halbjahres wurden die Kapazitäten und auch die Bestände reduziert. Gerade im letzten Quartal 2023 wurden erfolgreich Bestände abgebaut und durch besondere Maßnahmen Kapazitäten reduziert, ohne Personal abbauen zu müssen. Um die Lieferfähigkeit für strategisch wichtige Artikel zu gewährleisten, wurden für diese Artikel keine bestandsreduzierenden Maßnahmen eingeleitet. Für die Produktion dieser Artikel wurden Betriebsmittel erweitert und Kapazitäten zur Produktion ausgebaut. Neben dem bereits installierten externen Kanban wurde ein internes Kanban eingerichtet, um die Materialbereitstellung in der Fertigung zu optimieren. Hier ist der Vorteil, dass bereits heute eine Vielzahl von Kleinteilen in der Fertigung liegt und nicht für die einzelnen Fertigungsaufträge vom Lager über Packlisten entnommen werden müssen. Dies steigert bereits heute die Durchlaufzeiten im Lager. Um die Durchlaufzeiten in den Fertigungsbereichen noch weiter zu verkürzen, wurde ein weiteres Projekt ins Leben gerufen. So soll innerhalb eines Produktionsbereiches eine verbrauchsbezogene Vorproduktion von Baugruppen erfolgen. Hierbei handelt es sich um eine interne Baugruppen-Lagerverwaltung mit Kanban. Ausblick 2024 Die schwachen Konjunkturaussichten für das Jahr 2024 begrenzen den Spielraum für neue Investitionen im Produktionsbereich. Jedoch hat die übergeordnet ausgerichtete Neuinvestition in ein vollautomatisches Kleinteilelager erheblichen Einfluss auf die zukünftigen Abläufe im Bereich DETECT. Die Reduzierung der Durchlaufzeiten aufgrund von schnelleren Pickvorgängen im Lager hat hier eine direkte Auswirkung auf die Reduzierung der Bestände im Betrieb. 2.6.2 Gehäusetechnik (PROTECT) Schwerpunkte 2023 Die Bestandsoptimierung, der ressourcenschonende Einsatz von geeigneten Energiequellen sowie der Ausbau der Produktionskapazitäten sind wesentliche Bestandteile der Wettbewerbsfähigkeit und waren Schwerpunkte im Bereich PROTECT. Ebenso wurde an der Reduzierung der Durchlaufzeiten durch prozessoptimierte Abläufe sowie an der Optimierung der Materialflüsse durch den Ausbau des internen Kanbansystems gearbeitet. Um weitere Produktionsflächen zu schaffen, wurden die dezentralen Meisterbüros der einzelnen Fertigungsbereiche in einem zentralen Shopfloor Office außerhalb des Produktionsgebäudes in einem separaten neuen Gebäude nahe den Fertigungsstätten zusammengefasst. Hiermit wurden nicht nur neue Produktionsflächen geschaffen, sondern auch kurze Kommunikationswege abteilungsübergreifender Schnittstellen initiiert. Ausblick 2024 Wachstum soll unter anderem durch die verstärkte Umsetzung kundenspezifischer Produkte / Anfragen und der Ausnutzung von Wettbewerbsvorteilen aufgrund unseres Knowhows generiert werden. Werkzeugkonstruktionen, unser Lieferanten-Portfolio sowie ein breites Spektrum an Zulassungen ermöglichen uns, spezialisierte Lösungen für Kunden zu entwickeln und umzusetzen. Eine weitere Säule für zukünftiges Wachstum werden die Standardkomponenten sein. Hier ist die Aufgabe, durch eine verbrauchsgesteuerte Planung optimale Bestände zu generieren und eine hohe Lieferfähigkeit zu garantieren. Unsere Steuergehäuse und die dazugehörigen Tragsystemkomponenten sollen auch Ihren Beitrag zum gesamtheitlichen Wachstum leisten. 2.7 Technologiezentrum Eine zielgerichtete Entwicklung zur Produktion von Neuprodukten sowie die Verbesserung und Anpassung des aktuellen Produktportfolios an die technischen Anforderungen der Industrie stehen weiterhin im Vordergrund des Technologiezentrums. In der Business Unit DETECT wurde ein TÜV zugelassener induktiver Sensor für Applikationen in der Sicherheitstechnik entwickelt und erfolgreich am Markt etabliert. Des Weiteren wurde ein Whitepaper verfasst, welches die notwendigen Analysen und Bewertungen beschreibt, um standard-induktive Sensoren von BERNSTEIN in Anwendungen der funktionalen Sicherheit einsetzen zu können. Für eine sorgfältige Pflege und Verwaltung von Produktdaten wurden Bibliotheken weiter ausgearbeitet und ein PIM-System eingerichtet. In der Business Unit PROTECT wurden im Rahmen der Produktpflege des ATEX-Bereiches die Kundendaten, die im Zusammenhang mit der Neuerstellung unserer BERNSTEIN-Webseite als Datengrundlage erforderlich waren, abgeschlossen. Weiterhin wird nun das Zubehörprogramm der Standardgehäuse datentechnisch aufgearbeitet. Das teilautomatisierte System zur Erstellung von Datenblättern unserer Standardgehäuse und der kundenspezifischen Varianten wurde abgeschlossen und erfolgreich implementiert. Im Rahmen der kundenspezifischen Projektierung konnte ein Projekt für ein anspruchsvolles Aluminium-Sondergehäuse gewonnen werden. Der Kunde ist ein führendes und etabliertes Unternehmen in seiner Branche. Die Konstruktion des Sondergehäuses ist abgeschlossen, entsprechende Werkzeuge wurden gebaut und die Produktion der großen Serien-Stückzahlen befindet sich im Aufbau. 2.8 Umweltschutz Die BERNSTEIN AG unterhält seit September 2016 ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß der Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001:2015. Eine selbstverpflichtende Umweltpolitik beschreibt die Unternehmensphilosophie der BERNSTEIN AG, in der umwelt- und rechtsbewusstes Handeln zentraler Bestandteil sind. Im August 2023 erfolgte planmäßig das Überwachungsaudit des Umweltmanagementsystems. Bei der Auditierung wurde die Wirksamkeit des Managementsystems gemäß Normanforderungen bestätigt. Es wurden keine Abweichungen festgestellt. Das ISO 14001 Zertifikat ist gültig bis zum 26. September 2025. Auf der Basis festgelegter Zielgrößen werden Kennzahlen zum Umweltverhalten der BERNSTEIN AG erfasst, wodurch der formale Nachweis zur Verfolgung bzw. Erreichung von Umweltzielen geführt wird. Zielfestlegungen von Umweltkennzahlen und umweltbewusstes Handeln führen zu einer ständigen Verbesserung der Umweltleistung. Aushänge an den Standorten der BERNSTEIN AG und interne Schulungen informieren über die Umweltpolitik und Umweltziele. Umweltrisiken sind tabellarisch erfasst und bewertet. Konkreter Handlungsbedarf kann aufgrund der Bewertungen nicht abgeleitet werden. Am Standort Hartum wurde eine neue Photovoltaikanlage mit 372 kWp installiert. Die Inbetriebnahme erfolgt aufgrund von notwendigen technischen Anpassungen im Laufe des Jahres 2024. Für die BERNSTEIN AG relevante Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Vorschriften zu Umwelt- und Energiebelangen sind in einem Rechtskataster erfasst. Der rechtliche Rahmen, innerhalb dessen die BERNSTEIN AG agiert, ist im Rechtskataster eindeutig definiert. Das Rechtskataster wird mindestens einmal jährlich bzw. bei Bekanntwerden neuer oder geänderter Anforderungen angepasst. Gemäß WEEE-Richtlinie 2012/91/EU ist die BERNSTEIN AG darüber hinaus im Herstellerverzeichnis der "Stiftung ear" registriert (WEEE-Reg.-Nr. DE 50560927). Im Jahr 2023 gab es keine WEEE-relevanten Produktrücknahmen. 3. Darstellung der Lage 3.1 Ertragslage Die Umsatzplanung (+2,0 % zum Vorjahr) wurde deutlich verfehlt. Unsere Abnehmer im In- und Ausland haben deutlich weniger bestellt. Ein Teil der Drohverlustrückstellung für den terminierten Auftragsbestand konnte erfolgswirksam aufgelöst werden (TEUR 183). Die Materialeinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 %-Punkte und zum Plan um 2,5 %-Punkte verbessert und ist insbesondere durch Preiserhöhungen auf der Vertriebsseite entlastet. Der Effekt aus höheren Beschaffungspreisen bei Roh- und Handelswaren sowie bei bezogenen Leistungen konnte durch insgesamt höhere Verkaufspreise kompensiert werden. Der Personalaufwand hat sich insgesamt um TEUR 110 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Aufgrund der negativen Umsatzrendite wurde im Januar 2024 entschieden, die im Juli 2023 verschobene Auszahlung des tariflichen Zusatzgeldes B für 2023 entfallen zu lassen. Die Abschreibungen haben sich geringfügig um TEUR 8 zum Vorjahr vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 974 deutlich vermindert. Die Produktionskapazitäten wurden ab April 2023 der schwächeren Auftragslage angepasst. Die Kosten für Leiharbeitnehmer haben sich daher um TEUR 1.325 reduziert. Jedoch sind sowohl im Bereich der Energiekosten (TEUR +114) als auch bei sonstigen Personalnebenosten (TEUR +99) höhere Aufwendungen angefallen. 3.2 Vermögenslage Aktiva Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 848 erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 734 und die Sachanlagen um TEUR 162. Die Reduzierung der Finanzanlagen um TEUR 48 ergibt sich aus den erhaltenen planmäßigen Tilgungen für ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen. Die an den Factor abgetretenen Forderungen (TEUR 3.929) abzüglich der bis zum Bilanzstichtag eingegangenen Zahlungen (TEUR 1.379) belaufen sich auf TEUR 2.550. Zur Finanzierung von Fuhrpark und weiteren Investitionsgütern wird weiterhin mit Finanzierungspartnern zusammengearbeitet. Die Vorräte wurden deutlich um TEUR 2.936 abgebaut. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um TEUR 1.042, die unfertigen Erzeugnisse um TEUR 1.514 und die fertigen Erzeugnisse um TEUR 380 vermindert. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen ist zum Bilanzstichtag um TEUR 433 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 41 gesunken. Die flüssigen Mittel (inkl. Wertpapiere) nahmen im Jahresverlauf um TEUR 871 ab. Die aktiven latenten Steuern haben sich um TEUR 130 vermindert. Passiva Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrags (TEUR -1.366) und der Gewinnausschüttung (TEUR 300) um TEUR 1.666 vermindert. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf nunmehr 80,4 % verbessert (Vorjahr: 76,8 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 608. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr ein Teil der Investitionen über "Sale-and-Miet-back" finanziert. Die Investitionen sind im Anlagevermögen aktiviert und werden abgeschrieben. Die Verbindlichkeiten werden planmäßig zurückgeführt und betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 913. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 368 vermindert. Der starke Rückgang ist im Wesentlichen auf die teilweise Auflösung der Drohverlustrückstellung aufgrund der profitableren Zusammensetzung des reduzierten terminierten Auftragsbestandes zurückzuführen. Seit 2016 werden mit Mitarbeiter/ -innen neue Altersteilzeitverträge abgeschlossen. Die Rückstellung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 458 (Vorjahr: TEUR 382). 3.3 Finanzlage
Der Cashflow im engeren Sinne des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR +608 und hat sich im Wesentlichen aufgrund des Jahresfehlbetrages um TEUR 5.211 deutlich zum Vorjahr verringert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte aufgrund des deutlichen Lagerabbaus (TEUR -2.936) zum Vorjahr gesteigert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr investiert, sodass sich der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -2.804) nur um TEUR 166 verringert hat. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -908) ergibt sich aus der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen (TEUR -608) und der gezahlten Dividende (TEUR -300). Die negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit übersteigen den positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die liquiden Mittel haben sich daher insgesamt um TEUR -871 vermindert. Am Ende der Periode wird damit ein positiver Finanzmittelbestand in Höhe von TEUR 5.322 ausgewiesen. Durch den weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln und den Einsatz alternativer Finanzierungsinstrumente wie Factoring und Leasing/"Sale-and-Miet-back" planen wir, auch die Finanzierung für das zukünftige Wachstum erfolgreich umzusetzen. 3.4 Liquiditätssicherung und Finanzierung Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit. Dabei steht eine fristenkongruente Finanzierung der Aktiva bei anerkannten Finanzierern im Vordergrund. Die Steuerungsbasis für die Liquidität ist eine 12-monatige Liquiditätsplanung und ein monatlicher Soll-Ist-Abgleich. Die Liquidität für 2024 ist mit den aktuellen Kreditlinien gesichert. Auch für 2025 zeigt die Finanzplanung ausreichende Liquidität bei den bestehenden Kreditlinien. Unsere externen Finanzierungslinien setzen sich aus Darlehensfinanzierungen, Kontokorrentlinien (KK-Linien) sowie aus Factoring und Leasingfazilitäten langjähriger Partner zusammen. Die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien betrugen insgesamt TEUR 3.000. Der Factoring-Rahmen beträgt TEUR 6.000. Davon waren zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 1.379 insgesamt TEUR 3.450 nicht ausgenutzt. 3.5 Geschäftsentwicklung Die Umsatzplanung (+2,0 % zum Vorjahr) wurde deutlich verfehlt. Der Auftragseingang und der Umsatz waren schwächer als erwartet. Der Umsatzrückgang ist u. a. auf die allgemein deutlich entspanntere Beschaffungssituation zurückzuführen. Die Kunden haben - wie wir - die im Vorjahr aufgebauten Lagerbestände abgebaut. Insgesamt liegt der erzielte Umsatz um TEUR 13.508 bzw. 18,7 % unter dem Planumsatz von TEUR 72.070. Alle Vertriebseinheiten haben den Vorjahresumsatz unterschritten. Im Inland betrug der Rückgang 15,9 %, im Export 18,8 % und bei den Tochtergesellschaften 17,7 %. Für das Geschäftsjahr 2023 war ein positives Jahresergebnis von TEUR 1.312 geplant worden. Die angestrebte Umsatzrendite (vor Ertragsteuern) von mindestens +1,8 % wurde deutlich verfehlt. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR -1.177. Die Materialeinsatzquote liegt mit 50,7 % unter dem Vorjahresniveau von 52,2 %. Zur Unternehmenssteuerung stehen bei den finanziellen Leistungsindikatoren im Wesentlichen die Umsatzerlöse, die Materialeinsatzquote (2023: 50,7 %) und die Umsatzrendite vor Ertragsteuern (2023: -2,0 %) im Fokus. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird regelmäßig die Liefersituation betrachtet. Der durchschnittliche Lieferrückstand (d. h. gemessen an dem mit dem Kunden vereinbarten Lieferdatum) hat sich aufgrund der besseren Lage auf dem Beschaffungsmarkt und der rückläufigen Kundennachfrage deutlich verbessert und betrug 2023 TEUR 863 (Vorjahr: TEUR 2.131). 4. Risikobericht 4.1 Risikopolitik Die Risikopolitik der BERNSTEIN AG als inhabergeführtes Unternehmen ist geprägt von einer nachhaltigen Herangehensweise an Geschäftschancen wie Risiken. Erst die Bereitschaft zur Übernahme unternehmerischer Wagnisse ermöglicht, die sich bietenden Chancen zu nutzen. Unsere Risikopolitik entspricht dem Bestreben, Risiken frühzeitig zu erkennen und weitestgehend zu vermeiden. Das Fremdwährungsrisiko ist sehr gering, da im abgelaufenen Geschäftsjahr Einkäufe in Fremdwährung nur im Wert von TEUR 111 und Umsatzerlöse von TEUR 92 angefallen sind. 4.2 Risikosysteme Die Risikosysteme der BERNSTEIN AG sind in ständiger Weiterentwicklung. Weiter im Fokus war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Steuerung der Rohstoffpreisrisiken aus Aluminium und Silber. Für Aluminium wurde im März 2023 über eine Bank ein weiteres Absicherungsgeschäft für den Zeitraum von April 2023 bis März 2024 über einen Teil des jeweiligen monatlichen Bedarfs abgeschlossen. Zusätzlich werden teilweise Kontingente bei den Lieferanten für das laufende Geschäftsjahr fixiert. Das Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis einer 12-monatigen Liquiditätsplanung. Dahingehend können zukünftige Liquiditätsspitzen der Inanspruchnahme rechtzeitig im Vorhinein erkannt werden. 4.3 Berichterstattung Das interne Berichtswesen der BERNSTEIN AG ermöglicht eine angemessene Überwachung von Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat jederzeit über wesentliche Risiken informiert werden. Im Rahmen der Vorstandssitzungen werden Risiken aus den unterschiedlichen Themengebieten besprochen und - wenn notwendig - Gegenmaßnahmen beschlossen. Die wesentlichen Geschäftsrisiken ergeben sich aus dem Beschaffungs- und Absatzrisiko auf den internationalen Märkten sowie aus Innovations- und Projektrisiken. Zugute kommt der BERNSTEIN AG dabei ihr gut differenzierter und breiter Kundenstamm, die Professionalisierung und die Stärkung der Projektfähigkeit. 4.4 Risikotransfer Die BERNSTEIN AG hat für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken eine angemessene Versicherung abgeschlossen. Mögliche finanzielle Folgen eingetretener Risiken werden somit ausgeschlossen oder reduziert. 4.5 Gesamtaussage zur Risikosituation der BERNSTEIN AG Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken wurde die weitere Entwicklung der Konjunktur und somit das Beschaffungs- und Absatzrisiko identifiziert. Ein Engpass bei elektronischen Bauteilen könnte unsere Entwicklung direkt und indirekt beeinflussen. Die geopolitische Lage, unter anderem der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland, die Spannungen zwischen China und Taiwan und der Nahostkonflikt, können die Weltkonjunktur in der nächsten Zeit belasten. Für 2024 ist der Absatzmarkt sehr schwierig einzuschätzen, da die Konjunkturprognosen allenfalls ein geringes Wachstum signalisieren. Das Liquiditätsrisiko wird aufgrund des Bankguthabens und der vereinbarten Kontokorrent-Linien als gering eingeschätzt. Aus heutiger Sicht verfügt die BERNSTEIN AG über eine auskömmliche Liquidität. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht bekannt. 5. Chancen Der stabile Kundenstamm der BERNSTEIN AG und der Fokus auf Neukundengewinnung sind und bleiben die Basis für ein langfristiges Wachstum. Dazu gehört auch die Zufriedenstellung unserer Großkunden. Dies betrifft nicht nur die erfolgreich eingeführten Produkte, sondern ebenso die neuen Technologien. Es wird mit einer weiterhin schwachen konjunkturellen Entwicklung in 2024 gerechnet und aufgrund geplanter Preiserhöhungen und verstärkter Neukundenakquise mit einer moderaten Umsatzsteigerung. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen und die Imageoffensive werden dazu führen, dass das Unternehmen BERNSTEIN für qualifizierte Arbeitskräfte weiterhin attraktiv sein wird. Mit den beiden Bausteinen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen und Neuprodukte sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen. 6. Ausblick Der IWF prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %, also ein ähnlich schwaches Wachstum wie in 2023. Für den Euro-Raum wird ein Wachstum von 0,9 % vorhergesagt, wobei sich Deutschland wieder unterdurchschnittlich entwickeln dürfte. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern wird von einem Wachstum von +4,1 % ausgegangen, wobei China voraussichtlich mit +4,6 % etwas schwächer wachsen dürfte als noch in 2023. Prognoserisiken sind der Nahostkonflikt, der Krieg in der Ukraine, witterungsbedingte Schocks, ein anhaltender Anstieg der Kerninflation sowie eine Wachstumsverlangsamung in China. Andererseits gibt es auch Chancen. So könnte eine schnelle wirtschaftliche Erholung in China oder ein rascher Inflationsrückgang und damit verbunden eine aggressive Zinssenkung der Zentralbanken zu einem stärkeren Wachstum als prognostiziert führen. Die VDMA-Volkswirte prognostizieren für das Jahr 2024 erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes, wobei für die USA und den Euro-Raum - aufgrund der deutlich rückläufigen Auftragseingänge in 2023 - ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 % angenommen wird. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau geht der VDMA sogar von einem Rückgang der realen Produktion von 4 % aus. Quellen: IWF World Economic Outlook Update January 2024, Nationale Statistikämter, VDMA Die Umsatzplanung 2024 basiert auf einer eher moderaten Konjunkturbelebung unter Berücksichtigung von Szenarien, hierbei gehen wir von leichten Umsatzsteigerungen aus. Unabhängig von unserer ursprünglichen Planung können insbesondere die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der schwelenden Spannungen zwischen China und Taiwan sowie des Nahost-Konflikts auf den zukünftigen Geschäftsverlauf derzeit nicht verlässlich prognostiziert werden. Aufgrund der bereits umgesetzten verstärkten Fokussierung auf Neukunden erwarten wir in 2024 eine positivere Umsatzentwicklung. So soll die Marktposition in den Folgejahren kontinuierlich ausgebaut werden. Der Fokus liegt weiter auf der Entwicklung von Neuprodukten und deren Markteinführungskonzeption durch unsere entsprechend qualifizierten und geschulten Mitarbeiter/-innen. Dahingehend sind Investitionen unter Beachtung der Gesamtkostensituation über die nächsten Geschäftsjahre vorgesehen. Der Vorstand wird die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung genau beobachten und bei Abweichungen entsprechend notwendige Maßnahmen ergreifen. Die Zielsetzung der Geschäftsbereiche liegt in der weiteren Verbesserung der Produktivität, der gezielten Weiter- und Neuentwicklung des Produktportfolios und der dafür notwendigen weiteren Professionalisierung und Qualifizierung der Mitarbeiter/-innen. Beim Anlagevermögen sind für das nächste Jahr Investitionen in Höhe von TEUR 3.700 geplant. Betriebs- und Geschäftsausstattung sind in dieser Planung mit TEUR 1.405 enthalten, technische Anlagen, Maschinen und Werkzeuge mit TEUR 2.070 und immaterielle Vermögensgegenstände mit TEUR 225 berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine Umsatzerhöhung von +4,6 % erwartet. Die Entgelterhöhung im Zuge der Inflation bzw. Tariferhöhungen führen bei uns und den externen Dienstleistern zu erhöhten Kosten. Es wird daher mit einer leicht erhöhten Materialeinsatzquote gerechnet (51,0 %). In unserem konservativen Szenario wird ein positives Jahresergebnis mit einer Umsatzrendite vor Ertragsteuern von +0,7 % geplant. Die Liefersituation soll weiter stabilisiert bzw. leicht verbessert werden. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "planen", "beabsichtigen", "anstreben", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten und Risiken. 7. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht "Der Vorstand erklärt hiermit, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und keine Benachteiligung der Gesellschaft bestanden hat. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens sind nicht getroffen oder unterlassen worden. Auf § 312 Abs. 3 Satz 1 AktG wird verwiesen (siehe Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG)."
Porta Westfalica, 5. Juni 2024 Nicole Bernstein Achim Bernstein BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter HR B 4255 beim Amtsgericht Bad Oeynhausen im Handelsregister eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung zwischen drei und zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. In den Zugängen des abgelaufenen Geschäftsjahres, die im Zeitpunkt der Inbetriebnahme aktiviert werden, sind Herstellungskosten in Höhe von TEUR 405 als aktivierte Eigenleistungen enthalten, die gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelt wurden. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter, die ab dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden und deren Höhe EUR 800,00 nicht übersteigt, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aktiviert bzw. angesetzt. Soweit die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung auf den beizulegenden Wert; maximal bis zu den Anschaffungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. dem Niederstwertprinzip entsprechend mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. auf der Basis voraussichtlich erzielbarer Verkaufspreise abzüglich eines Abschlages für noch anfallende Herstellungskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten, wenn dieser Wert niedriger ist. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die steuerrechtlich anzusetzenden Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände, ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit der Vorräte ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit den korrespondierenden aufrechenbaren Forderungen saldiert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Gesellschaft hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB latente Steuern bilanziert. Passive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von Bilanzposten wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handeIs- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von Bilanzposten verrechnet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31,506 % herangezogen worden. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert. Passive latente Steuern ergeben sich mit TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 0) aufgrund unterschiedlicher Ansätze der neu angeschafften ERP-Software in Handels- und Steuerbilanz. Der Ansatz aktiver latenter Steuern resultiert mit TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 363) im Wesentlichen aus der bilanzierten Rückstellung für Risikovorsorge, für die ein Ansatzverbot gem. § 5 Abs. 4a EStG gilt. In Höhe der aktiven latenten Steuern (TEUR 437, Vorjahr: TEUR 567) besteht eine Ausschüttungssperre. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC Method) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes gem. § 253 Abs. 2 HGB der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Dabei wurde der auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt (Vorjahr: 1,78 %). Der sich gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 12) ist für die Ausschüttung gesperrt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurde eine Rentenentwicklung von 2,00 % p. a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, diese werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die Ermittlung der Rückstellung für pauschale Gewährleistungsrisiken erfolgt mit 0,25 % der Umsatzerlöse. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen nach dem Blockmodell werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren in Anlehnung an IDW RS HFA 3 sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und unter Anwendung des Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit in Höhe von 1,03 % (Vorjahr: 0,52 %) bewertet. Es wurde ein Einkommenstrend von 3,00 % p. a. zugrunde gelegt. Zur Insolvenzsicherung dieser Verpflichtungen wurde eine Bürgschaftsversicherung abgeschlossen, die die gesamte Rückstellungshöhe abdeckt. Die erfolgswirksamen Effekte aus der Änderung der Abzinsungssätze werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Für terminierte Auftragsbestände zum Bilanzstichtag mit einem zu erwartenden negativen Deckungsbeitrag wird eine angemessene Rückstellung für Risikovorsorge gebildet. Die Ermittlung erfolgt auf Vollkostenbasis. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit den korrespondierenden aufrechenbaren Verbindlichkeiten saldiert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden nach § 256a Satz 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Ansonsten erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs am Transaktionszeitpunkt oder Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des Niederst- bzw. Höchstwertprinzips. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. 3. Angaben zu Posten der Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang ersichtlich. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag nachfolgend aufgeführte Anteile:
Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb des Euroraums wird zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Jahresergebnisse erfolgt zum Durchschnittskurs in Euro. b) Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.000.000,00. Es ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 1,00. Die Gewinnrücklagen betreffen die gesetzliche Rücklage und andere Gewinnrücklagen und weisen per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von TEUR 7.917 aus. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
c) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
d) Verbindlichkeiten Die Struktur und Zugehörigkeit zu den Bilanzposten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 481 durch Sicherungsübereignung der finanzierten Investitionsgüter besichert. Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. 4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten:
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
b) Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 468) enthalten. Diese resultieren aus Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 468) sowie aus Buchgewinnen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 100) und betreffen Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. c) Zuwendungen der öffentlichen Hand Die Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetzes in Höhe von TEUR 4 wurden in 2023 mit dem Personalaufwand (Posten 6a: Löhne und Gehälter bzw. Posten 6b: Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung) verrechnet. 5. Abschlussvermerke und sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse Der Gesamtbetrag der Eventualverbindlichkeiten beträgt TEUR 1.056 und resultiert ausschließlich aus einer Patronatserklärung, die die Gesellschaft im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Bankdarlehens durch die Tochtergesellschaft Bernstein Kft. abgegeben hat. Die Inanspruchnahme der Gesellschaft durch die Patronatserklärung wird aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie deren Planung für die Folgejahre als sehr gering eingeschätzt. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit belaufen sich auf TEUR 2.728. Darin sind Leasingverpflichtungen von TEUR 474 sowie Mietverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.233 enthalten. c) Finanzinstrumente Für Aluminium wurde im März 2023 über eine Bank ein Absicherungsgeschäft für den Zeitraum von April 2023 bis März 2024 über einen Teil des jeweiligen monatlichen Bedarfs abgeschlossen. Gesichert werden monatlich 10 metrische Tonnen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich aufgrund des Preisrückgangs ein Ausgleichsanspruch zu Gunsten der Bank. Der negative beizulegende Zeitwert, der sich aus der Marktpreisbewertung ergibt, beträgt TEUR 5. Für den daraus zu erwartenden unrealisierten Verlust wurde in gleicher Höhe eine Drohverlustrückstellung gebildet. d) Außerbilanzielle Geschäfte i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB Die außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage bedeutend sind, waren Factoring und Leasing. Das Factoring wurde zum Zweck der Liquiditätsverbesserung in 2003 eingeführt. Durch die Bilanzverkürzung (Verkauf der Forderungen und Einsatz der Liquidität zur Reduzierung der Lieferanten- und Bankverbindlichkeiten) steigt die Eigenkapitalquote in der Bilanz. Die an den Factor abgetretenen Forderungen (TEUR 3.929) abzüglich der bis zum Bilanzstichtag eingegangenen Zahlungen (TEUR 1.379) belaufen sich auf TEUR 2.550. Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft bestehen aus dieser Finanzierung keine wesentlichen Risiken. Leasing wird im Unternehmen seit Jahren als Finanzierungsinstrument genutzt. Zum Bilanzstichtag sind Anlagegüter mit Anschaffungskosten von TEUR 1.434 über Leasing finanziert. In den nächsten 12 Monaten bestehen hieraus Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 197. Risiken könnten durch den Abschluss von Anschlussverträgen zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen. Vorteile liegen hauptsächlich in der geringeren Kapitalbindung und in der Möglichkeit der Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. e) Organe der Gesellschaft Vorstand Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: ● Frau Nicole Bernstein, zuständig für Vertrieb, Entwicklung, Produkt- und Applikationsmanagement für die Business Unit DETECT, Marketing, IT und Facility Management ● Herr Achim Bernstein, zuständig für Vertrieb, Entwicklung, Produktmanagement für die Business Unit PROTECT, Produktion, Qualitätssicherung, Personal, Finanzen und Controlling Die Gesellschaft wird durch zwei Mitglieder des Vorstandes oder durch ein Mitglied des Vorstandes in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Ist nur ein Vorstandsmitglied im Amt, vertritt es die Gesellschaft allein. Die Angabe der dem Vorstand für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat gemäß § 95 AktG (i. V. m. § 6 der Satzung) einen Aufsichtsrat, der aus drei Mitgliedern besteht. Mitglieder sind: • Frau Gisela Bernstein, Porta Westfalica, Kauffrau (Vorsitzende) • Herr Alexander Lange, Petershagen, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender) • Herr Wolf Domeier, Minden, Rechtsanwalt Der Aufsichtsrat setzt sich satzungsgemäß ohne Arbeitnehmer zusammen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind für die Tätigkeit im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 15 angefallen. f) Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
g) Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Honorars für den Abschlussprüfer wird verzichtet, hier wird auf die Angabe im Konzernabschluss der BERNSTEIN Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, verwiesen. h) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. i) Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR -1.366 mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den danach verbleibenden Bilanzgewinn von TEUR 15.505 auf neue Rechnung vorzutragen. j) Konzernbeziehungen Der Jahresabschluss der BERNSTEIN Aktiengesellschaft, Porta Westfalica, und die Jahresabschlüsse ihrer Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der BERNSTEIN Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, einbezogen. Die Gesellschaft ist somit gemäß § 291 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen eigenen Teilkonzernabschluss und Teilkonzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss der BERNSTEIN Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, wird im digitalen Unternehmensregister veröffentlicht.
Porta Westfalica, 5. Juni 2024 Nicole Bernstein Achim Bernstein Anlagenspiegel
Sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 26. Juni 2024 festgestellt. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023BERNSTEIN AG, Porta WestfalicaIm Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte den Vorstand und begleitende ihn beratend. Grundlage hierfür war das umfassende monatliche Reporting und die mündlichen Berichte des Vorstands. So war der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Einhaltung der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte insgesamt informiert. Sofern zu einzelnen Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrates die Beschlussvorlagen nach eingehender Prüfung verabschiedet. Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zu vier Sitzungen zusammen. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an jeder Sitzung teilgenommen. Darüber hinaus wurden, wenn nötig, Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren herbeigeführt. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28.06.2023 wurde BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit dem Bericht der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 26.06.2024 ausführlich erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der leitende Wirtschaftsprüfer teil. Er erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für zusätzliche Fragen zur Verfügung. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat daher in der Sitzung vom 26.06.2024 den Jahresabschluss gebilligt und festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2023.
Für den Aufsichtsrat Gisela Bernstein (Vorsitzende BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BERNSTEIN Aktiengesellschaft, Porta Westfalica PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der BERNSTEIN Aktiengesellschaft, Porta Westfalica - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BERNSTEIN Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevantenVorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 5. Juni 2024 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steiner, Wirtschaftsprüferin Spinneken, Wirtschaftsprüfer |
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