REG Germany GmbH
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Basic information of the organization
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Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michael Panajotopoulos since 12/14/2023 | Managing Director |
Johannes Petrus Gerhardus Slaghekke since 7/21/2022 | Managing Director |
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Official financial statements and annual reports
REG Germany GmbHBorkenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzerngeschäftsbericht 2022REG Germany GmbH, Borken, DeutschlandKonzernlagebericht 1. Januar bis 31. Dezember 2022Grundlegende Informationen zum KonzernGeschäftsmodell des KonzernsRechtliche KonzernstrukturDer REG Germany-Konzern besteht aus der Holding-Gesellschaft REG Germany GmbH (auch als "REG Germany" bezeichnet) und deren Tochtergesellschaft REG Biofuels Germany GmbH (vormals Vital Fettrecycling GmbH). Der eingetragene Sitz aller deutschen Konzerngesellschaften ist Borken (Nordrhein-Westfalen). Der REG Germany-Konzern ist Teil der Chevron Corporation. Die REG Overseas Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, ist die alleinige Gesellschafterin der REG Germany GmbH. OrganisationsstrukturDie REG Germany GmbH erbringt auf nationaler sowie auf europäischer Ebene zentrale Dienstleistungen für die Chevron Renewable Energy Group wie Ingenieursleistungen, Buchhaltung, Personalwesen, Einkauf, Verkauf und Logistik. Die REG Biofuels Germany GmbH betreibt zwei Biodieselanlagen an den Standorten Oeding und Emden. Sie fungiert als Lohnproduzent für die REG International Trading & Commodities B.V., Amsterdam, Niederlande (auch als REG ITC bezeichnet). Die REG ITC gehört nicht zum deutschen Teilkonzern. Die für die Produktion benötigten Rohstoffe sowie die Fertigerzeugnisse verbleiben über den gesamten Verarbeitungsprozess im Eigentum der REG ITC. GeschäftssegmenteDer REG Germany-Konzern ist ein Hersteller von Biodiesel auf Grundlage des Konzepts "Umwandlung von Abfall in Energie". Biodiesel ist ein Kraftstoff, der aus der Veresterung von Altspeiseölen/-fetten sowie anderer Abfallrohstoffe gewonnen wird. Der produzierte Biodiesel erfüllt die europäische Norm für Biokraftstoff EN 14214 und die Anforderungen des Zertifizierungssystems für Nachhaltigkeit und Treibhausgasemissionen ISCC (International Sustainability and Carbon Certification). Der Vertrieb des Biodiesels und der Nebenprodukte erfolgt über die niederländische Schwestergesellschaft REG International Trading & Commodities B.V. Der REG Germany-Konzern realisiert Umsätze aus der Lohnverarbeitung/-produktion des Biodiesels, die im Rahmen einer Cost-Plus-Vereinbarung weiterbelastet werden. Darüber hinaus partizipiert der REG Germany-Konzern an den Gewinnen und Verlusten, die in der niederländischen Gesellschaft durch den Vertrieb des von der REG Biofuels Germany GmbH produzierten Biodiesels entstehen. Außerdem erbringt die REG Germany gegenüber anderen nicht deutschen REG Konzern-Gesellschaften Dienstleistungen in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Logistik und Verwaltung. Bericht zur WirtschaftslageBiodiesel in der EU2022 war ein intensives Jahr für die globalen Energiemärkte und der europäische Biodieselmarkt bildete da keine Ausnahme. Die Preise für Gas und Strom stiegen über die Sommermonate sehr rasant an und flachten dann wieder zum Ende des Jahres ab. Die russische Invasion in der Ukraine im Februar 2022 hatte einen starken Einfluss auf die Energiemärkte, die gerade erst mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie begonnen hatten. Aufgrund der Saisonalität der Biodieselnachfrage traten die vollen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die erwartete Biodieselknappheit etwa im Sommer ein und ließen die doppelt gewichteten Preise (Double Counting / doppelte Gewichtung bestimmter Biokraftstoffe bei der Anrechnung auf die Biokraftstoffquote) für Altspeisefettmethylester, auch Used Cooking Oil Methyl Ester (UCOME) genannt, im Juni 2022 auf ein neues Allzeithoch von 2.490 USD pro Tonne steigen. UCOME-Gasöl-Swaps mit einer Laufzeit von 7-28 Tagen erreichten ein Preisniveau von bis zu 1.300 USD pro Tonne. Der Wert der Double Counting Prämie stieg auf 4, während der theoretische Wert der Prämie von UCOME - Gasoil zu FAME 0 - Gasoil normalerweise bei 2 liegt. Angesichts der hohen UCOME-Nachfrage stieg auch die Nachfrage und somit der Preis des zugrunde liegenden Rohstoffs Altspeisefett (Used Cooking Oil - UCO). Der Preis des Rohstoffs ist einer der Hauptfaktoren für die Produktionsmargen der Hersteller. Die steigenden Biodieselpreise führten zu einer Zunahme der Exporte von chinesischem Altspeisefett und UCOME nach Europa. Die Produktionsmargen basierend auf chinesischem UCO waren im Vergleich zu lokal bezogenem UCO aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise höher. Im Juni, als die UCOME Preise ein Allzeithoch erreichten, sanken die Produktionsmargen auf 400 bis 500 USD pro Tonne als UCO geliefert in die ARA Region (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) auf einem Preisniveau von knapp unter 1.900 USD pro Tonne gehandelt wurde. Aufgrund der höheren Preise stiegen die chinesischen UCO-Importe nach Europa von 1,1 Mio. Tonnen im Jahr 2021 auf 1,6 Mio. Tonnen im Jahr 2022. Die Biodieselimporte aus China stiegen von 1,3 Mio. Tonnen auf 1,8 Mio. Tonnen - ein Anstieg von fast 40 %. Im dritten Quartal 2022 bekamen die lokalen Produzenten die Auswirkungen der hohen Biodieselimporte nach Europa deutlich zu spüren und die Margen schrumpften. Im Allgemeinen orientieren sich die Biodieselpreise eng an den zugrunde liegenden Gasöl-Indizes. Die Korrelation zwischen fossilen und biobasierten Indizies war unmittelbar nach der russischen Invasion schwächer, da der Anstieg der Gasölpreise nicht mit verbesserten Biodieselpreisen einherging. Im weiteren Verlauf des Jahres fiel der Höchststand der UCOME-Preise im Juni jedoch mit einem Anstieg der Preise für schwefelarmen Diesel (Preisnotierung Ultra-Low-Sulfur-Diesel/ULSD 10ppm FOB Barge ARA) zusammen. Gegen Ende des Jahres zog die schwache Nachfrage nach Gasöl die Biodieselpreise nach unten. Alles in allem war 2022 ein durchwachsenes Jahr für den europäischen Biodieselmarkt. Die starke Nachfrage nach Biodiesel in der ersten Jahreshälfte 2022 ging in eine geringe Nachfrage und niedrige Gewinnspannen für die europäischen Biodieselhersteller über. Biodieselkäufer partizipierten von einem Überangebot an Biodiesel und verfügten somit über genügend Biodiesel, um ihre Beimischungsverpflichtungen für das Jahr 2022 zu erfüllen. Das vierte Quartal 2022 war von Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Verbot von Erdölprodukten russischer Herkunft, regulatorischen Änderungen und Inflationsängsten in der Region geprägt. Regulatorisches UmfeldIn der Europäischen Union (EU) hat die Renewable Energy Directive/Erneuerbare Energien Richtlinie (RED) ein 10 %-Ziel bis 2020 für die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor in den EU-Mitgliedstaaten festgelegt. Angesichts der bestehenden begrenzten Marktpräsenz von alternativen Kraftstoffen oder Elektromobilität wurde der Großteil des Ziels durch Biokraftstoffe erreicht. 2018 wurde eine überarbeitete Erneuerbare-Energien-Richtlinie, RED II, eingeführt. Die RED II hat ein Ziel von 14 % für die Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor und eine 32%ige Reduzierung von Treibhausgasen vorgegeben, die schrittweise von 2021 bis 2030 erreicht werden sollen. Biokraftstoffe, die aus bestimmten Arten von Abfallrohstoffen wie Altspeisefetten hergestellt werden, profitieren von zusätzlichen Anreizen. Advanced Feedstocks im Sinne des Anhang 9b der Renewable Energy Directive bekommen sogar ein spezielles Teilmandat, d.h. ein Teil der Reduzierung der Treibhausgasemissionen soll ausschließlich durch Advanced Feedstocks erreicht werden. Darüber hinaus eröffnet die RED II neue Absatzmöglichkeiten wie Schiffskraftstoffe oder erneuerbare Flugkraftstoffe. Alle EU-Mitgliedstaaten haben die RED II im Jahr 2021 oder kurz danach in nationales Recht überführt. Seit der Verabschiedung der RED II hat die EU den "European Green Deal" eingeführt. Das sind neue Maßnahmen, die darauf abzielen, die Umweltziele der EU mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen. Dies hat zum "Fit-for-55"-Gesetzespakets geführt. "Fit-for-55" bezieht sich auf das Ziel der EU, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55% zu senken. In der letzten Fassung werden die Netto-Treibhausgasemissionen voraussichtlich um 57% gesenkt. Die folgenden neuen Rechtsvorschriften sind nun EU-Recht und werden derzeit von den EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt. Die Kernziele der RED III sind der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Diese sollen einen Anteil von 42,5% am EU-Endenergieverbrauch bis 2030 ausmachen. Für den Straßenverkehr wurde eine optionale Senkung der der Treibhausgasemissionen um 14,5% bis 2030 festgelegt. Davon sollen 5,5% des allgemeinen Ziels bis 2030 aus fortschrittlichen Biokraftstoffen und RFNBOs (Renewable Fuels of Non-Biological Origin/nicht-biogene Kraftstoffe) stammen. Abfall-Biokraftstoffe werden extra gefördert. Der EU Kraftstoff-Standard wird von B7 auf B10 angehoben (10% Biokomponente im Dieselkraftstoff, der an Tankstellen verkauft wird). Die EU-Verordnung ReFuel Aviation regelt den Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF/Sustainable Air Fuels). Ab 2025 müssen Flugtreibstoffe in der EU mindestens 2% nachhaltigen Kraftstoff enthalten. Ab 2030 steigt der Anteil nachhaltiger Kraftstoffe auf 6% und weiterhin muss eine Subquote von mindestens 1,2% synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels) erfüllt sein. Bis 2050 steigt der Anteil nachhaltiger Kraftstoffe dann in Fünfjahresschritten auf bis 70%, davon müssen 35% aus synthetischen Flugkraftstoffen stammen. Die FuelEU Maritime Verordnung regelt die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Seeschifffahrt. Sie sieht vor, dass die Schifffahrt in der EU die Emissionen ab 2025 um 2% gegenüber 2020 senken muss. Ab 2030 müssen die THG-Emissionen von 6% auf 80% ab 2050 reduziert werden. MitarbeiterbasisDer REG Germany-Konzern beschäftigte 2022 durchschnittlich 86 Voll- und Teilzeitkräfte (Vorjahr: 80). Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 waren 90 Mitarbeiter angestellt (Vorjahr: 81). Davon waren 47 Mitarbeiter in der Produktion und 43 in der Verwaltung tätig.
* zum Stichtag (nicht Durchschnitt) Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenWeiterentwicklung der Technologie erhöht die Flexibilität Aufgrund der Qualitätsunterschiede des Rohmaterials, welches zur Produktion von Biodiesel eingesetzt wird, sind ausgereifte Technologien und fundierte Fachkenntnisse des Produktionsverfahrens die Voraussetzung für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft einen fortlaufenden Prozess zur weiteren Verbesserung der Technologie und zur Optimierung des Produktionsverfahrens eingeleitet. Ein nachhaltiger Produktionsprozess ist entscheidend Die Produktion von Kraftstoffen mit einer geringeren Belastung an CO 2 -Emissionen bedeutet folgerichtig, sich gleichzeitig um einen nachhaltigen Produktionsprozess zu kümmern. Daher sorgt REG kontinuierlich für Verbesserungen und hält eine Reihe von Zertifizierungen für ein nachhaltiges Produktionsverfahren und das Produkt selbst. Außerdem arbeitet die Gesellschaft mit Unterstützung externer Berater und Auditoren kontinuierlich an der Umsetzung fortschrittlicher Methoden der Energienutzung. Umwelt, Gesundheit, Sicherheit Unter den Stichwörtern Umwelt, Gesundheit, Sicherheit oder auf Englisch EHS (Environment, Health and Safety) wurden nach amerikanischem Vorbild drei Stellen in den Werken Emden und Oeding geschaffen. Der Fokus des EHS-Teams liegt darauf, Prozesse umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter steht an oberster Stelle. Verschiedene Kennzahlen, wie zum Beispiel die Anzahl an Arbeitsunfällen, werden monatlich erfasst und im Rahmen des globalen Management-Meetings präsentiert. Im Jahr 2022 gab es einen Arbeitsunfall bei der REG Biofuels Germany GmbH. Finanzielle LeistungsindikatorenEin integriertes Management-Informations-System (ERP), das die konzernweite Verknüpfung des externen und internen Rechnungswesens ermöglicht, dient als Basis für das Steuerungssystem des REG Germany-Konzerns. REG verwendet für die Bewertung der Performance folgende Kennzahlen:
Da zum Zeitpunkt der Prognose bereits ungeprüfte Zahlen für 2022 vorlagen, liegen die aktuellen Zahlen überwiegend innerhalb der erwarteten Bandbreite. Aufgrund der Entwicklung des Gewinn/Verlust-Partizipations-Mechanismus zwischen dem REG Germany Konzern und den niederländischen REG Gesellschaften, liegt der Umsatz knapp unterhalb der angegebenen Spanne. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageIm Geschäftsjahr 2022 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 43,2 Mio. gefallen. Beide Biodieselwerke erzielten gemeinsam eine Produktionsmenge von 140.841 Tonnen (Vorjahr: 139.619 Tonnen / +0,9%). Der Umsatz aus Lohnproduktion stieg jedoch aufgrund des höheren Kostenniveaus im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,5 Mio. Aus der Gewinnbeteiligung am Vertrieb des Biodiesels über die REG ITC resultierte hingegen ein Umsatzrückgang in Höhe von EUR 10,8 Mio. Bei den Herstellungskosten ist für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt ein Anstieg um EUR 11,8 Mio. auf EUR 42,6 Mio. zu verzeichnen. Für den Anstieg sind überwiegend Preissteigerungen bei Chemikalien und Energie verantwortlich. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen mit EUR 4,7 Mio. fast auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 4,6 Mio.). Infolge einer Versicherungserstattung über EUR 3,0 Mio. fallen die sonstigen betrieblichen Erträge mit EUR 4,9 Mio. in diesem Jahr höher aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR 50 (Vorjahr: EUR 10,1 Mio.). Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 70 aus der Korrektur des Steueraufwands für das Geschäftsjahr 2021. Im laufenden Geschäftsjahr hat sich aufgrund der Ergebnisentwicklung kein Steueraufwand ergeben. Der Konzernjahresüberschuss beträgt TEUR 120. (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss EUR 9,1 Mio.). Kapital- und VermögensstrukturDie Bilanzsumme des Konzerns ist zum 31. Dezember 2022 um EUR 30,6 Mio. auf EUR 75,1 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 44,5 Mio.). Die Investitionen in eine Rohstoff-Vorbehandlung am Standort Emden sowie Anpassungen der Biodieselanlage am Standort Oeding führten zu einem Anstieg des Anlagevermögens um EUR 28,7 Mio. auf EUR 58,9 Mio. an. Die Vorbehandlung der Rohstoffe ermöglicht die Nutzung einer größeren Bandbreite an Rohstoffen für die Biodiesel-Produktion. Zum 31. Dezember 2022 zeigte sich beim Umlaufvermögen insgesamt eine Zunahme von EUR 1,9 Mio. auf EUR 15,8 Mio. Nach den Schwierigkeiten mit der Katalysator-Versorgung der Produktionsanlagen im Geschäftsjahr 2021 haben sich die Lieferketten wieder normalisiert. Dies führte zu einem Rückgang der Vorratsposition zum Jahresende in Höhe von EUR 2.1 Mio. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich primär durch Kapitalzuführungen um EUR 3,1 Mio. auf EUR 9,0 Mio. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital in erster Linie durch die Kapitalerhöhungen des aktuellen Geschäftsjahres auf EUR 65,1 Mio. erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt zum Jahresende bei 86,7 % (Vorjahr: 81,4 %). Die Verbindlichkeiten sind stichtagsbedingt in Summe um EUR 3,3 Mio. auf EUR 6,9 Mio. angestiegen. Finanzlage - CashflowIm Geschäftsjahr 2022 erzielte die REG einen positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.). Der Rückgang gegenüber 2021 resultiert im Wesentlichen aus der Ergebnisverschlechterung (EUR -9,0 Mio.). Die Veränderung des Working Capitals lag bei EUR 0,6 Mio. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2022 EUR -27,9 Mio. Insgesamt investierte das Unternehmen EUR 27,9 Mio. in Sachanlagen (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.). Der überwiegende Anteil der Zahlungsmittel wurde für Investitionen am Standort Emden ausgegeben. Der Cashflow aus der Finanzierungsaktivität lag im Berichtszeitraum bei EUR 28,7 Mio. (Vorjahr: EUR -2,1 Mio.) und war geprägt von den Kapitalerhöhungen (EUR 28,8 Mio.) zur Finanzierung der Investitionsvorhaben. Der Bestand an Zahlungsmitteln stieg zum Bilanzstichtag um EUR 3,1 Mio. auf EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDer Konzernjahresüberschuss hat sich trotz solider Produktionsleistung der beiden Biodieselanlagen im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Dies liegt zum einen an den signifikanten Kostensteigerungen bei den eingesetzten Chemikalien sowie in den Bereichen bezogene Leistungen und Energie. Auch bei der Gewinnbeteiligung des REG Germany-Konzerns aus dem Gewinn/Verlust-Partizipations-Mechanismus zwischen den deutschen und niederländischen REG-Gesellschaften war ein Rückgang von EUR 10,8 Mio. zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2022 endete mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 120. Risiko- und ChancenberichtRisikomanagementIm Mittelpunkt des konzernweiten Risikomanagementsystems steht die frühzeitige und systematische Identifikation und Analyse der Risiken sowie die Sicherstellung der Berichterstattung und Steuerung der Risiken im gesamten REG Germany-Konzern. Das Chancen- und Risikomanagementsystem von REG Germany hat die Identifizierung, Messung und wirksame Beherrschung von Risiken zum Ziel. REG Germany betreibt das eigene Risikomanagement mithilfe von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen und eng miteinander verknüpften Prozessen zur Risikobewertung und Risikoüberwachung. Auf der Grundlage konzerneinheitlicher Standards werden Chancen und Risiken systematisch in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Hierdurch lassen sich Gefahrenpotenziale frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Durch die Umstrukturierung der Organisationsfunktionen innerhalb des REG-Konzerns in Europa hat sich auch das Risikoprofil für den deutschen Teilkonzern verändert. Die Risiken lassen sich in direkte und indirekte Risiken klassifizieren. Unter den direkten Risiken sind solche zu verstehen, die mit dem Betrieb der Produktionsanlagen verbunden sind. Darunter fällt auch der Bereich der Beschaffung von Energie und Chemikalien für die Produktion. Die indirekten Risiken sind mit der Rohstoffbeschaffung und der Vertriebstätigkeit verbunden. Diese Tätigkeiten werden seit Sommer 2019 durch die nicht zum REG Germany-Konzern gehörende REG International Trading & Commodities B.V. mit Sitz in Amsterdam, ausgeführt. Zwischen dem REG Germany-Konzern und den niederländischen Schwestergesellschaften existiert ein Vertrag über die Teilung von Gewinnen und Verlusten, die in den Niederlanden durch den Vertrieb des von der REG Biofuels Germany GmbH produzierten Biodiesels und der Nebenprodukte entstehen. Die Risiken der REG ITC betreffen indirekt über den Verteilungsmechanismus auch den REG Germany-Konzern. Betriebliche und sonstige RisikenDie Branche, in der REG Germany tätig ist, zeichnet sich durch eine besondere Sensibilität hinsichtlich zyklischer und gesetzgeberischer Einflüsse aus, die starke Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des REG Germany-Konzerns haben könnten. In ihrem Betriebsumfeld sieht sich REG Germany mit den folgenden Risiken konfrontiert: Betriebliches Risiko (direkt)Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der REG Germany gibt es mehrere operative Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb zweier Biodieselanlagen einschließlich der jeweils zugeordneten Logistik. Störungen in einer Anlage oder in Teilen einer Anlage können einen vollständigen oder teilweisen Produktionsstopp verursachen. Mechanische oder chemische Fehler, ungewollte Reaktionen oder eine fehlerhafte Systemsteuerung innerhalb des Herstellungsprozesses könnten zu einem Ausfall der Anlage oder dazu führen, dass die Produkte nicht mehr den Qualitätsanforderungen entsprechen. Eine schlechte Qualität der Rohstoffe kann den Produktionsertrag und die Qualität der Produkte ebenfalls beeinflussen. REG Germany ist sich aller genannten Risiken bewusst und sorgt dafür, solche Vorfälle zu verhindern. Regulatorische Risiken (indirekt)Bis zu einem gewissen Grad hängt die Existenz des Markts für Biodiesel von der gesetzlich vorgeschriebenen Beimischung von Biodiesel zu fossilem Dieselkraftstoff ab. Die Entfaltungsmöglichkeiten für Unternehmen in dieser Branche werden von den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen eines Landes vorgegeben. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Verbindlichkeit und die Nachhaltigkeit von gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Biokraftstoffe aus unternehmerischer Sicht kaum vorhersehbar waren. Das gesetzgeberische Risiko kann von REG nur in sehr geringem Umfang beeinflusst werden. REG ist Mitglied in den entsprechenden Lobbyverbänden in Deutschland und Europa, welche die Interessen der Biodieselindustrie auf der politischen Ebene und gegenüber anderen Interessengruppen vertreten und versuchen, diese auf Ebene der EU-Kommission durchzusetzen. Beschaffungsrisiken (direkt/indirekt)Aus der aufwendigen Rohstoffbeschaffung ergeben sich wesentliche Wettbewerbsrisiken für den Konzern. Zur Reduzierung dieses Risikos konzentriert sich die REG ITC auf die regionale und die globale Ausweitung seiner Beschaffungsaktivitäten. Neben der Rohstoffverfügbarkeit sind die Rohstoffqualität und die Verfügbarkeit von Nachhaltigkeitsdokumenten die wesentlichen Parameter in der Beschaffung. Daneben unternimmt der REG Germany-Konzern kontinuierliche Anstrengungen zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Aufbereitung und Ausbeute der Produktionsanlagen. Mit einer strukturierten Beschaffungspolitik auf den Märkten für Strom, Erdgas und andere Chemikalien, die im Produktionsverfahren zum Einsatz kommen, verringert der Konzern die Risiken für Preisänderungen. Auf der Grundlage eines neuen Berechnungs- und Verbrauchsmodells konnte REG Germany erfolgreich günstigere Einkaufsbedingungen mit den entsprechenden Versorgern aushandeln. Währungsrisiko (direkt/indirekt)Das Währungsrisiko im REG Germany-Konzern kann größtenteils ausgeschlossen werden, da die Beschaffung für die Produktion sowie die Berechnung der Lohnverarbeitung in EUR fakturiert werden. Das Risiko ist beschränkt auf die Verrechnung von Leistungen, Zinszahlungen und Umlagen mit den REG-Gesellschaften im Ausland. Ausfallrisiko (indirekt)Die REG ITC geht ausschließlich mit anerkannten, kreditwürdigen Parteien Geschäfte ein, überwiegend mit großen nationalen und internationalen Mineralölgesellschaften. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis machen möchten, werden zunächst auf ihre Bonität hin überprüft und erhalten anschließend auf Basis ihrer Kreditwürdigkeit ein eigenes Kreditlimit. Der Konzern hat zum Teil beträchtliche Forderungen gegen bestimmte Kunden. Auf der Grundlage der Bonität unserer Kunden gehen wir nicht davon aus, dass ein erhöhtes Ausfallrisiko besteht. Für die wesentlichen Kunden wird der Wertberichtigungsbedarf zum jeweiligen Abschlussstichtag auf Einzelbasis analysiert. Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind. Der REG Germany-Konzern hat nach der Umstellung auf Lohnproduktion keine nennenswerten Forderungen gegen Dritte. Liquiditätsrisiko (direkt/indirekt)Als Liquiditätsrisiko für den REG Germany-Konzern fasst die Gesellschaft das Risiko zusammen, den eigenen finanziellen Verpflichtungen möglicherweise nicht mehr nachkommen zu können. Risikobereiche sind unter anderem die Bedienung von Darlehen oder die Bezahlung von Lieferanten. Neben dem operativen Geschäft erhält der REG Germany-Konzern hauptsächlich über Kredite aus dem internationalen REG-Konzern Zugang zu liquiden Mitteln. Gleiches gilt für die Gesellschaften in den Niederlanden. Genutzt werden die liquiden Mittel für Investitionen sowie für die Finanzierung des Betriebskapitals. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 haben keine internen oder externen Darlehen existiert. Marktrisiken (indirekt)Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die folgenden vier Risikotypen: Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko und sonstige Preisrisiken wie beispielweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem Verkaufsverpflichtungen gegenüber Kunden, verzinste Darlehen, Einlagen zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiko (direkt)Als Zinsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Zinssätze am Markt schwanken. Das Zinsänderungsrisiko, dem REG Germany ausgesetzt ist, wird im Wesentlichen dadurch vermieden, dass der Konzern bei der Finanzierung von Investitionen feste Zinssätze über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit vereinbart. Langfristige Darlehen werden im Wesentlichen nur durch den Anteilseigner oder von anderen Konzerngesellschaften aus den USA gewährt und dienen der Finanzierung des laufenden Geschäfts. Hierbei liegen sowohl fixe Zinssätze zugrunde als auch solche, die den 3-Monats-Libor als Basis haben. Kurzfristige Kreditlinien sind ihrem Wesen nach von kurzer Laufzeit, sodass solche Zinsänderungsrisiken von vornherein begrenzt oder ganz vermieden werden. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 existieren keine in- oder externen Darlehen. Es besteht jedoch eine Kreditlinie mit der Renewable Energy Group Inc. für die auch bei Nichtinanspruchnahme Bereitstellungszinsen anfallen. Unverhältnismäßig hohe Risikokonzentration (indirekt)Risikokonzentrationen entstehen, wenn eine Reihe von Geschäftspartnern ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region betreiben oder wirtschaftliche Merkmale aufweisen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage oder anderer Bedingungen in gleicher Weise in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, enthalten die Konzernrichtlinien spezielle Vorgaben zur Aufrechterhaltung eines diversifizierten Portfolios. Jede identifizierte Konzentration des Ausfallrisikos wird entsprechend kontrolliert und gesteuert. Kurzfristig wirksame Chancen und RisikenZu den größten Chancen und Risiken gehört die Entwicklung der Nachfrage auf den Absatzmärkten von Biodiesel, die durch das regulatorische Umfeld geprägt sind. Auf der Grundlage dieses Basisszenarios planen wir, neue Märkte bzw. neue Länder in Europa zu erschließen. Über dieses grundlegende Szenario hinaus bewerten wir außerdem bestimmte Risikoszenarien, insbesondere diejenigen in Bezug auf neue regulatorischen Anforderungen in Deutschland und den Niederlanden. Der starke Anstieg von nachhaltigen Biodieselimporten aus China stellt derzeit ein Risko für die Gesellschaft dar. Die EU untersucht den Anstieg der Importe und hat ein Monitoring eingesetzt. Weiterhin wird auf EU Ebene Verdachtsfällen von betrügerischen Biodieselimporten mit falschen Nachhaltigkeitsnachweisen nachgegangen. Für den Bereich der langfristigen Chancen verweisen wir auf den Abschnitt regulatorisches Umfeld. Insbesondere der Maritime Sektor könnte ein weiteres Geschäftsfeld darstellen. PrognoseberichtLeitlinieGenerell unterstützt die RED III die umfangreichere Nutzung von erneuerbaren Energien und die Reduzierung von Treibhausgasen. Darüber hinaus werden neue Absatzmöglichkeiten wie zum Beispiel die Nutzung von abfallbasierten Kraftstoffen in der Schifffahrt geschaffen. Infolge des stark eingetrübten Geschäftsumfelds mit negativen Margen sowie der Verlustverteilung aus dem Gewinn/Verlust-Partizipations-Mechanismus zwischen den deutschen und niederländischen REG-Gesellschaften ist für das Geschäftsjahr 2023 mit einem deutlich negativen Ergebnis zu rechnen. Auf der Absatzseite sind die Biodiesel- und Nebenproduktpreise drastisch gefallen, während sich die Rohwaren angesichts der langen Lieferketten noch auf einem hohen Preisniveau befanden. Auch scheint die Preiskorrektur auf der Rohstoffseite aufgrund alternativer Absatzmärkte langsamer zu erfolgen und insgesamt geringer auszufallen. Die Produktionsmenge ist bedingt durch die schlechte Margensituation, Instandhaltungsmaßnahmen sowie aufgrund von Stillständen im Rahmen der Anlagenerweiterungen an den Standorten Emden und Oeding in den ersten elf Monaten 65% hinter dem Plan zurückgeblieben. Der Chevron Mutterkonzern unterstützte die Baumaßnahmen an den Produktionsstandorten sowie das laufende Geschäft in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 mit Kapitalzuführungen in Höhe von USD 96 Mio. Nach derzeitigem Stand ist von Umsatzerlösen zwischen EUR 17 Mio. und EUR 19 Mio. und einem EBITDA zwischen EUR -40 Mio. und EUR -43 Mio. auszugehen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren strebt die Gesellschaft im operativen Bereich für 2023 keine Arbeitsunfälle an.
Borken, 23. Februar 2024 REG Germany GmbH gez. Johannes P.G. Slaghekke, Geschäftsführer gez. Michael Panajotopoulos, Geschäftsführer Konzernabschluss (HGB)Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 hat die REG Germany GmbH ihren Sitz in Borken und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter Nr. HRB 16796 geführt. Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft. Das operative Geschäft wird durch die 100%ige Tochtergesellschaft REG Biofuels Germany GmbH an den Standorten Südlohn-Oeding und Emden betrieben. II. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. III. Konsolidierungskreis, Konsolidierungsstichtag, Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden, den Vorschriften des HGB entsprechend, erstellt. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Zwischen der REG Germany GmbH und der REG Biofuels Germany GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Folgende Tochterunternehmen wurden in Form der Vollkonsolidierung neben der REG Germany GmbH in den Konzernabschluss 2022 einbezogen:
* Ergebnisabführungsvertrag (Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung: 3.043.358,39 EUR) Die REG Biofuels Germany GmbH nimmt die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögensgegenständen enthalten sind, wurden in voller Höhe eliminiert. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Der Konsolidierungskreis ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und zwanzig Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in 2007 vollständig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 800 nicht übersteigt, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese direkt abzuschreiben. Außerplanmäßige Abschreibung erfolgen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Für die Gegenstände des Anlagevermögens gelten folgende Nutzungsdauern:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen sind mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag in die Bilanzwährung (EUR) umgerechnet worden. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Ausländische Valuten werden zu Buchwerten angesetzt bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. V. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Vorräte Die Vorräte beinhalten lediglich die für die Produktion benötigten Chemikalien. Die Rohstoffe und Fertigerzeugnisse werden ausschließlich bei der REG International Trading & Commodities bilanziert. Wertminderungen auf den Vorratsbestand waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Restlaufzeit bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Zum 31. Dezember 2022 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) wertgemindert. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den sonstigen Vermögensgegenständen beträgt die Restlaufzeit ebenfalls jeweils bis zu einem Jahr (wie im Vorjahr). Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend eine Sicherheitsleistung an das Hauptzollamt über TEUR 1.537 (Vorjahr: TEUR 1.537), Forderungen aus Ertragsteuervorauszahlungen über TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen aus Vorsteuern über TEUR 1.364 (Vorjahr: TEUR 611) sowie Energiesteuerforderungen über TEUR 346. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für bezogene, aber noch nicht berechnete Waren und Leistungen und personalbezogene Verpflichtungen und sind sämtlich kurzfristig. Verbindlichkeitenspiegel
Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu erkennen. Dieser ist stichtagsbedingt und resultiert im Wesentlichen aus den Bauprojekten an den Biodieselanlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.697 (Vorjahr: TEUR 130). Davon entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.691 (Vorjahr: TEUR 125) und auf Zinsverbindlichkeiten TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5). Es existieren Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.082, die aus Vereinfachungsgründen unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen das Finanzierungsleasing zweier Tanks in Emden mit einer Restlaufzeit bis 2024 über TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 473), Lohnverbindlichkeiten über TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 118), Lohnsteuern über TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 69) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit über TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 39). Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus dem Finanzierungsleasing können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden. Der zur Ermittlung des Barwerts verwendete Diskontierungszinssatz beträgt 4,45 % p.a.
Außerbilanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Die Mindestzahlungsverpflichtungen bestehen hauptsächlich für Büroflächen in Ratingen und einem Schiffsanleger mit Kran im Hafen von Emden.
VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Der Konzernumsatz basiert im Geschäftsjahr 2022 überwiegend auf Umsätzen aus der Lohnverarbeitung/-produktion des Biodiesels für die niederländische Schwestergesellschaft. Außerdem werden Dienstleistungen im Bereich Einkauf, Vertrieb, Logistik und Verwaltung für weitere REG-Gesellschaften mit Sitz im EU-Ausland erbracht. Darüber hinaus partizipiert der REG Germany-Konzern an den Gewinnen und Verlusten, die durch den Vertrieb des von der REG Biofuels Germany GmbH produzierten Biodiesels entstehen. Unterscheidbare Teilaktivitäten des Konzerns sind nicht gegeben. Es liegen weder die Voraussetzungen für eine Geschäftssegmentberichterstattung vor noch die für eine geografische Segmentberichterstattung. Der Gesamtumsatz gliedert sich folgendermaßen auf:
Angaben aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens
Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Betrieb der Fettschmelze am Standort Borken-Burlo eingestellt. Daraus ergaben sich Sonderabschreibungen in Höhe von TEUR 327.
Angaben zu weiteren GuV-Positionen
Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 2.988, aus Energiesteuererstattung in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 549), aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 220, aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von TEUR 3 sowie sonstige periodenfremde Erträge enthalten.
Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 26) enthalten.
VII. Sonstige Angaben Gesellschaftsorgane Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Konzerngeschäftsführung zunächst durch Herrn Raymond Ronald Richie. Herr Jan Slaghekke hat die Geschäftsführung im Juni 2022 übernommen. Herr Raymond Ronald Richie, Vice President and Managing Director, International Business, Ames, Iowa, Vereinigte Staaten von Amerika, wurde am 21. Dezember 2017 per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung vom 9. Januar 2018 zum Geschäftsführer bestellt. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer der REG Biofuels Germany GmbH. Herr Richie wurde mit Wirkung vom 20. Juni 2022 per Gesellschafterbeschluss als Geschäftsführer der deutschen Gesellschaften abberufen. Herr Johannes Petrus Gerhardus Slaghekke, Vice President & Managing Director International, wurde per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung vom 20. Juni 2022 zum Geschäftsführer bestellt. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer der REG Biofuels Germany GmbH. Herr Michael Panajotopoulos, Director Government Affairs, wurde per Gesellschafterbeschluss mit Wirkung vom 6. Dezember 2023 zum Geschäftsführer bestellt. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer der REG Biofuels Germany GmbH. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es existieren keine Darlehen oder Pensionszusagen. Anzahl der Arbeitnehmer Der Konzern hat auf Vollzeitbasis durchschnittlich folgende Arbeitnehmer ohne Auszubildende beschäftigt (Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB):
Angaben zum Mutterunternehmen Die REG Germany GmbH ist eine 100%ige Tochter der REG Overseas Holdings B.V., Amsterdam Schiphol, Niederlande. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen hat die REG Overseas Holdings B.V. im Berichtszeitraum einen Konzernabschluss erstellt. Dieser wird jedoch nicht offengelegt. Die REG Overseas Holdings B.V. ist eine 100%ige Tochter der Renewable Energy Group Inc., Ames, Iowa, USA. Diese ist wiederum eine 100%ige Tochter der Chevron Corporation, San Ramon, Kalifornien, USA. Die Chevron Corporation stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach US-GAAP auf. Er ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich und wird unter der Registernummer CIK 0000093410 bei der SEC in Washington/USA hinterlegt. Die Chevron Corporation (NYSE: CVX) und die Renewable Energy Group, Inc. (NASDAQ: REGI) ("REG") gaben am 28. Februar 2022 eine endgültige Vereinbarung bekannt, wonach Chevron die ausstehenden Aktien von REG in einer Bartransaktion im Wert von 3,15 Milliarden US-Dollar oder 61,50 US-Dollar pro Aktie erwerben wird. Am 13. Juni 2022 meldete Chevron , dass die zuvor angekündigte Übernahme der REG nach Zustimmung der REG-Aktionäre abgeschlossen wurde. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen In der folgenden Tabelle wird die Gesamthöhe der Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen dargestellt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gibt keine Folgeereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf den vorgelegten Konzernabschluss 2022 hätten. Der Chevron Mutterkonzern unterstützte die Baumaßnahmen an den Produktionsstandorten sowie das laufende Geschäft in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 mit Kapitalzuführungen in Höhe von USD 96 Mio. Im Dezember 2023 wurde der Großteil der Rohstoffvorbehandlungsanlage sowie dazugehörige Anlagenerweiterungen in Betrieb genommen. Angabe gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Die Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Borken, 23. Februar 2024 REG Germany GmbH gez. Johannes P.G. Slaghekke, Geschäftsführer gez. Michael Panajotopoulos, Geschäftsführer Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang)REG Germany GmbH, BorkenKonzernabschluss zum 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die REG Germany GmbH, Borken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der REG Germany GmbH, Borken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der REG Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 26. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Wesch, Wirtschaftsprüfer ppa. Katharina Lange, Wirtschaftsprüferin |
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