Master Data

Registry
Register court Münster HRB 19542
Registered
5/17/2004
Industry
Agents involved in the sale of furnitureWholesale of paint and varnishWholesale of flat glass
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel mit Möbelfolien und verwandten Produkten sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Hasan Sekmann
since 6/29/2021
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (1)

NameOwnership
Hasan SekmannSekmann Holding GmbH
100.00%

Shareholders

1 shareholder

GmbH structure

Bielefeld
€25,000
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Fine Decor GmbH

Oelde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Fine Decor GmbH

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind Großhändler für und Hersteller von Kunststofffolien - im Wesentlichen auf der Basis von Polyethylenterephthalat (PET). Der Import nahezu aller Waren, die im Bereich des Großhandels eingeführt werden, erfolgt aus Asien. Die eigengefertigten Produkte werden unter Einsatz recycelter Grundstoffe in Oelde, NRW, hergestellt.

Abnehmer unserer Produkte und Handelswaren sind namhafte deutsche und europäische Hersteller von Möbeln und Möbelfertigteilen. Den größten Anteil stellt die Küchenindustrie mit Schwerpunkt Deutschland dar. Dabei erfolgt die Verarbeitung (Kaschierung der PET-Oberflächen auf Trägerplatten) überwiegend in Italien. Von dort wird wiederum die deutsche Küchenindustrie beliefert. In der deutschen Küchenindustrie hat sich der Name „Lacklaminat“ für die Produkte der Fine Decor GmbH etabliert.

2. Entwicklung

Wir entwickeln in innovativer, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Zulieferern neue Designs und Produkte für die Möbel- und Küchenindustrie.

Für die Umsetzung der qualitativ hohen Anforderungen an die eigene Produktion und den Warenbezug ist unser eigenes Prüf- und Entwicklungslabor zuständig und unterstützt unsere zentralen Lieferanten.

Wichtigster Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigen wir vier Mitarbeiter in der Produktentwicklung und in der Qualitätskontrolle.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2022 war insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen Sanktionen Europas gegen Russland und russische Gegensanktionen, massiv steigende Energiepreise, hohe Inflation sowie durch gestörte internationale Lieferketten bestimmt. Die nach Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen erwarteten Nachholeffekte wirkten nicht im erhofften Maße, trugen dennoch positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland bei. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,9% gegenüber dem Vorjahr.

Die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen beeinflussten die Branchen in unterschiedlicher Weise. Der private Konsum ist als Folge der Konsumzurückhaltung während der Pandemie besonders stark gestiegen (+4,6%). So zeigte zum Beispiel der Wirtschaftsbereich „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ ein Plus von 4%. Besonders stark legten die „Sonstigen Dienstleister“ (u.a. Unterhaltungsbranche) mit 6,3% zu. Das Baugewerbe verzeichnete dagegen aufgrund von Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten sowie zunehmend schlechteren Bedingungen bei der Finanzierung ein Minus von 2,3% bei der Bruttowertschöpfung.

Die deutsche Möbelindustrie befand sich bei hohem Kostendruck und einer Kaufzurückhaltung der Endverbraucher in einem schwierigen Marktumfeld. Sie verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 eine deutliche Umsatzsteigerung von knapp 7%, die wesentlich auf Preissteigerungen bei rückläufigen Mengen zurückzuführen ist.

Um künftigen Marktentwicklungen durch Firmenzusammenschlüssen bei unseren Abnehmern proaktiv zu begegnen, setzen wir auf die Entwicklung von innovativen Produkten, eine größere Flexibilität und einen verbesserten Service durch die eigene Fertigung in Oelde.

2. Geschäftsverlauf

In diesem konjunkturellen Umfeld blicken wir auf ein schwieriges und herausforderndes Geschäftsjahr 2022 zurück.

Der überwiegende Teil unserer Erlöse entfällt auf Produktionsstätten im europäischen Ausland. Die geplante Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 5% wurde nicht erreicht. Die Umsatzerlöse gingen hingegen in 2022 um ca. 9% zurück.

Die Eigenfertigung konnte nicht in dem erhofften Maße hochgefahren werden. Dies lag insbesondere an einer längeren Anlaufphase der eigenen Extrusion, die im Geschäftsjahr noch größeren Qualitätsschwankungen unterlag. So konnte auch die vorhandene Nachfrage nach eigengefertigten Produkten nur mit deutlichen Verzögerungen bedient werden, sodass wir auch die Vertriebsaktivitäten an die im Geschäftsjahr noch reduzierte Kapazität anpassen mussten.

Die Erlöse der Jahre 2022 und 2021 stellen sich wie folgt dar:

Erlöse
TEUR
2021 2022 Abw. abs Abw.
%
Inland 3.915 4.015 + 100 + 2,6
Europäisches Ausland 24.638 21.166 - 3.472 - 14,1
Drittländer 810 1.497 + 687 + 84,8
Summe 29.363 26.678 - 2.685 - 9,1

Aufgrund der langfristigen Partnerschaften zu unseren Lieferanten konnten Lieferengpässe zumeist vermieden werden. Zur Aufrechterhaltung unseres Qualitätsmerkmals Lieferfähigkeit und zur Abfederung der Auswirkungen stetig steigender Bezugspreise haben wir unsere Lagerbestände zum 31. Dezember 2022 deutlich um ca. TEUR 4.910 aufgebaut.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage ist in einem schwachen Marktumfeld geprägt von rückläufigen Umsätzen und erhöhten Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau und der Stabilisierung der eigenen Produktion in Oelde.

Die Umsatzerlöse verringerten sich um rund 9% von TEUR 29.363 auf TEUR 26.678. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 794) und ist damit um TEUR 250 gesunken. Vor allem die Umsätze an Verarbeiter im europäischen Ausland - überwiegend Italien - gingen zurück. Der Materialaufwand reduzierte sich leicht überproportional zum Umsatz und ging um rund 10% zurück. Dabei konnten Preissteigerungen im Einkauf der Handelsware weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden. Der insgesamt höhere Materialaufwand ist auf das Hochfahren der Produktion zurückzuführen. Hier sind insbesondere in der Extrusion erhöhte Ausschussraten angefallen. Lernkurveneffekte bei den Mitarbeitern und Verbesserungen in den Rezepturen und den technischen Anlagen haben zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2023 zu einer deutlichen Verbesserung der Ausschussraten und einer deutlich gestiegenen Produktivität geführt.

Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.998 sind im Wesentlichen aufgrund des Personalaufbaus von 13 Mitarbeitern im Zusammenhang mit dem Aufbau der eigenen Produktion in Oelde um TEUR 509,4 angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 2.280 auf TEUR 5.742. Die Aufwandssteigerungen betrafen die zusätzlichen Gebäude- und Energiekosten (+TEUR 855) sowie Instandhaltungen (+TEUR 211) und Versicherungen (+TEUR 60) sowie den Abgang der selbstentwickelten Lackiermaschine (+TEUR 1.202).

Im Wesentlichen war die Kombination aus rückläufigen Umsatzerlösen bei gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau der eigenen Produktion sowie durch einen Einmaleffekt aus der Verschrottung einer Lackieranlage verantwortlich für das gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.968 geringere Jahresergebnis in Höhe von TEUR - 2.150.

b) Finanzlage

Trotz des schwachen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2022 ist die Finanzlage des Unternehmens stabil. Die Eigenkapitalquote beträgt 56,8% der Bilanzsumme nach 62,8% im Vorjahr.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Nutzung von Skontovereinbarungen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Anzeichen für mögliche Forderungsausfälle bestehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 36,2% der Bilanzsumme aus. Sie bestehen aus mittel- und langfristigen Investitionskrediten. Die Tilgung erfolgt planmäßig.

Zum Bilanzstichtag stehen noch Gesellschaftermittel in Höhe von 15,0 Mio. Euro aus der in 2021 erfolgten Kapitalerhöhung unter den Sonstigen Vermögensgegenständen. Es ist geplant, einen Teilbetrag von Mio. EUR 5,0 im Jahr 2023 abzurufen, um Kosten getätigter Investitionen auszugleichen. Der Restbetrag von Mio. EUR 10,0 ist für zukünftige Investitionen vorgesehen.

Das Sachanlagevermögen beträgt 24,9% der Bilanzsumme und ist voll durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Liquiditätslage war und ist zufriedenstellend. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR - 2.664, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf TEUR - 641 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR + 733.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert und liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 46.591. Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt rund 24,9% nach 29,6% im Vorjahr. Ursächlich für diesen Rückgang sind bei geringen Neuinvestitionen die normalen Abschreibungen sowie die Ausbuchung einer nicht mehr genutzten Lackieranlage in Höhe von TEUR 1.202.

Die Vorräte sind aufgrund des Einstiegs in die Eigenproduktion als auch durch den Aufbau des Handelswarenbestands um rund TEUR 4.900 angestiegen.

Inflations- und Wechselkursverhältnisse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

d) Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von einem schwachen Marktumfeld und Umsatzrückgängen der Gesellschaft. Zugleich stiegen die Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der Eigenfertigung erheblich an. Die Schulung der Mitarbeiter, Einstellungen zum Kapazitätsaufbau und technische Herausforderungen im Prozess der Extrusion haben zu deutlich höheren Kosten geführt, die noch nicht durch höhere Umsätze gedeckt werden konnten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und den Cashflow heran.

Der Cashflow ergibt sich aus der Summe des Betriebsergebnisses und der Abschreibungen.

Der Umsatz beträgt TEUR 26.678 (Vorjahr: TEUR 29.363) und ist damit um TEUR 2.685 gesunken. Dieser Rückgang wurde angesichts des weiteren Aufbaus der Folienproduktion bis zur Marktreife der Produkte erwartet.

Der Cashflow beträgt TEUR -975 (Vorjahr: TEUR 2.387 und ist damit um TEUR 3.362 geringer als im Vorjahr. Rund ein Viertel dieses Rückgangs resultiert aus dem Umsatzrückgang. Der größere Anteil des Rückgangs des Cashflows (rund TEUR 2.500 Mio. Euro) sind Anlaufverluste im Zusammenhang mit dem Aufbau der Eigenfertigung in Oelde - davon TEUR 1.202 im Zusammenhang mit der Ausbuchung einer nicht mehr genutzten, selbsterstellten Lackieranlage.

Prognosebericht

Unser Fokus lag im Geschäftsjahr 2022 auf der Herstellung der Marktreife und -fähigkeit der selbsterstellten, nachhaltigen Möbelfolien. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 konnten wir mit der Schattdecor SE einen namhaften deutschen Hersteller für Dekorpapier und Folien als strategischen Partner für die nachhaltige Folienproduktion gewinnen. Wir sind gemeinsam mit unserem Partner, der zur Hälfte an unserem Unternehmen beteiligt ist, davon überzeugt, dass ein weiteres Wachstum nur unter Berücksichtigung ökologischer und nachhaltiger Aspekte und der dazu passenden Produkte möglich sein wird.

Um die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben und zu unterstützen, werden wir die bisherigen Kundenbeziehungen ausbauen und die Neukundenakquise verstärken. Die Zusammenarbeit mit unserem Partner soll intensiviert werden, wozu auch die optimale Nutzung der bei Schattdecor vorhandenen Vertriebsstrukturen gehört. Diese Kooperation betrachten wir als zusätzlichen Wachstumsfaktor in der weiteren Entwicklung von Fine Decor.

Unsere Eigenprodukte machen einen zunehmend größeren Teil am Gesamtumsatz aus. Dies bestärkt uns, die Strategie der nachhaltigen Folienproduktion weiter voranzutreiben.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Möbelindustrie bietet ein stabiles Wachstumspotenzial und erwartet für das Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzsteigerung von rund 5-10% zum Vorjahr.

Den Risiken von Lieferengpässen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie in verschiedenem Ausmaß eintraten, begegnen wir durch Kooperationen mit Unternehmen in Fernost, mit denen wir gemeinsam kapitalstarke Produzenten auswählen und vor allem durch den wachsenden Anteil der eigenen Fertigung.

Das wirtschaftliche Umfeld ist infolge der vielfältigen Krisen von großen Unsicherheiten geprägt. Für uns sind insbesondere Energiepreise und Bezugspreise für Kunststoffgrundprodukte wichtige Kostenfaktoren. Soweit möglich, wird auch der eigene Ausschuss wiederaufbereitet und anteilig in den Folgeproduktionen eingesetzt.

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir unter Berücksichtigung vorhandener Krisen und Risiken einige Szenarien erarbeitet. In unserer derzeit wahrscheinlichsten Planung gehen wir von einem Jahresumsatz von ca. TEUR 31.100 aus, was einer Steigerung gegenüber Vorjahr von rund 16,7% entspricht. Darüber hinaus wird ein Cashflow i.H.v. TEUR 1.629 erwartet.

Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken:

Da die Branche ihr Hauptabsatzgebiet in den Euroländern hat, ist sie aufgrund ihrer Importabhängigkeit einem erhöhten Währungswechselkursrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet die Fine Decor GmbH durch Rahmenkontrakte mit ihren Lieferanten, in denen auch die Belieferung in Euro bzw. zu festgelegten Wechselkursen fixiert wird. Die Erhöhung des Anteils der Eigenfertigung in Deutschland wird zudem die Importabhängigkeit deutlich reduzieren.

Im Marktumfeld existiert grundsätzlich das Risiko eines weiteren Nachfragerückgangs - etwa im Umfeld hochwertiger Küchen. Sollten sich die Verbraucher - etwa infolge geringer Lohnsteigerungen bei anhaltend hoher Inflation - beim Kauf oder der Renovierung Ihrer Küchen mit qualitativ minderwertigeren Oberflächen zufriedengeben, könnte dies der positiven Entwicklung der Gesellschaft entgegenstehen. Die Gesellschaft sieht allerdings gute Chancen, auch im Falle einer rückläufigen Nachfrage mit ihren innovativen Produkten Marktanteile zu gewinnen.

b) Operative Risiken

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass die immer noch nicht vollständig gelösten Herausforderungen in der Eigenfertigung - hier insbesondere der Extrusion - zu anhaltend hohen Ausschussraten führen. Durch unterjährige technische Verbesserungen an den Maschinen wird daher versucht, die Produktion weiter zu stabilisieren.

Auf der Beschaffungsseite sind derzeit keine wesentlichen Risiken erkennbar. Alternativen stehen im Falle des Ausfalls eines Lieferanten in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Risiken durch Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt sehen wir als moderat an. Sobald diese Erhöhungen erkannt werden, erfolgt, wo möglich, eine Integration in den Absatz. Das erklärte Ziel, Produktionsausschuss so weit wie möglich wiederzuverwerten, stellt einen weiteren Baustein zur Risikominderung bei der Beschaffung dar.

Auch auf der Kundenseite gibt es aktuell - trotz der anhaltend schwierigen Lage im Markt - keine Anzeichen für einen Ausfall einzelner Kunden.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Engpässe sind nicht zu erwarten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein laufend aktualisierter Liquiditätsplan erstellt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Unsere Forderungen sind nahezu ausnahmslos warenkreditversichert.

2. Chancenbericht

Die größten Chancen liegen in der Innovationskraft des Unternehmens. Durch neuartige Technologien in Extrusion und Lackierung können einzigartige Produkte hergestellt werden. So sind alle Produkte, die in Oelde gefertigt werden, mit Anti-Fingerprint-Eigenschaften ausgestattet.

Wir rechnen mit einem hohen Interesse des Markts an unseren neuartigen Oberflächen mit Metallic-Effekten. Nach anfänglichen Produktionsproblemen kann mittlerweile ein Sortiment an Metallicfarben stabil produziert werden. Auf der im Mai 2023 stattgefundenen Weltleitmesse INTERZUM in Köln wurde dieses Sortiment einem breiten Publikum vorgestellt.

Eine weitere Innovation, die kurz vor der Produktionsreife steht, ist die Prägung. Geprägte Oberflächen auf PET-Basis vermitteln einen sehr wertigen Eindruck der Oberfläche. Diese Innovation werden wir auf der INTERZUM als Studie vorstellen. Ziel ist es, bis zum Jahresende 2023 die Marktreife für diese Produkte zu erreichen.

Bei unserem Partner, der Schattdecor SE, wurde das Bedrucken der PET Basisfolien mit Dekoren erfolgreich entwickelt. Hier sehen wir besondere Chancen bei Steindekoren, die sehr geeignet sind für eine hochwertige Anmutung der erzeugten Oberflächen.

Auf der Nachfrageseite bestehen die Chancen im Wesentlichen in dem globalen Vertriebsnetz der Schattdecor SE. Die Produktschulungen der entsprechenden Vertriebsmitarbeiter sind bereits erfolgreich abgeschlossen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die die Entwicklung oder gar den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Mit zunehmender Stabilisierung der Produktion in Oelde erwarten wir aufgrund der beschriebenen bedeutsamen Chancen deutlich überproportionale Wachstumsraten im Vergleich zum Markt.

Bericht über Zweigniederlassungen

Wir unterhalten in Bielefeld eine Zweigniederlassung für den Handel mit Folien.

 

Oelde, den 19. Juni 2023

Hasan Sekmann, Geschäftsführung

Dmitrii Kilimnik, Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 11.704.865,70 13.882.302,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 111.580,00 170.844,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.580,00 170.844,00
II. Sachanlagen 11.583.185,70 13.701.358,79
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 438.375,00 465.318,00
2. technische Anlagen und Maschinen 10.105.127,00 11.915.370,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.355,00 762.328,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.328,70 558.342,29
III. Finanzanlagen 10.100,00 10.100,00
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 35.284.350,23 32.385.803,21
I. Vorräte 15.106.607,89 10.196.615,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.912.283,67 19.435.541,72
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 772.640,20 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 19.139.643,47 19.435.541,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 103.516,67 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 265.458,67 2.753.646,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 104.659,30 23.937,98
Summe Aktiva 47.093.875,23 46.292.043,98

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 26.884.424,22 29.034.132,10
I. Gezeichnetes Kapital 30.500,00 30.500,00
II. Kapitalrücklage 20.029.500,00 20.029.500,00
III. Gewinnvortrag 8.974.132,10 8.156.070,23
IV. Jahresfehlbetrag 2.149.707,88 -818.061,87
B. Rückstellungen 421.987,00 450.314,00
C. Verbindlichkeiten 19.787.464,01 16.807.597,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.877.073,54 15.270.882,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.000.302,83 142.441,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.781.250,00 2.526.363,46
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.910.390,47 1.536.715,36
davon aus Steuern 537.195,96 30.580,32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.930,82 0,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.671.203,67 1.536.715,36
Summe Passiva 47.093.875,23 46.292.043,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.766.586,88 8.338.182,10
2. Personalaufwand -2.998.491,55 -2.489.087,84
a) Löhne und Gehälter -2.530.263,96 -2.074.763,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -468.227,59 -414.324,45
3. Abschreibungen -1.189.490,10 -802.034,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.189.490,10 -802.034,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.742.623,06 -3.461.951,64
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung -56,96 -6.620,77
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.721,91 18.047,57
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -419.778,45 -376.066,91
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 402.592,00 -407.529,31
8. Ergebnis nach Steuern -2.158.482,37 819.559,39
9. sonstige Steuern 8.774,49 -1.497,52
Jahresfehlbetrag 2.149.707,88 -818.061,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die Fine Decor GmbH hat ihren Sitz in Oelde und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Münster (Reg.Nr. 19542). Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang einschließlich Anlagespiegel. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB in Anspruch. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung / Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem bis zu 30 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird ihr sofortiger Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (siehe Anhang) dargestellt.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Das Anlagevermögen wird im Geschäftsjahr 2022 durch den Abgang einer Lackieranlage i.H.v. EUR 1.651.745,70 geprägt. Die Lackieranlage war im Geschäftsjahr 2020 selbst erstellt worden, und musste im Geschäftsjahr 2022 aufgrund einer falschen Größenplanung in ihre Einzelteile zerlegt und teilweise verschrottet werden. Daraus ergab sich zunächst ein Verlust aus Anlagenabgängen i.H.v. EUR 1.202.817,02, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Bei Verschrottung konnte ein sonstiger betrieblicher Ertrag i.H.v. EUR 21.562,00 aus der Verwertung von Aluminiumteilen erzielt werden. Darüber hinaus wurden Ersatzteile zu Buchwerten i.H.v. EUR 448.928,68 in die Vorräte umgegliedert und werden dort zum Stichtag als Ersatzteile für die Produktion ausgewiesen. Zum 31.12.2022 erfolgt eine Wertberichtigung auf die Ersatzteile i.H.v. EUR 61.399,49.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen aus einer Beteiligung an einer ausländischen Kapitalgesellschaft in Höhe von EUR 10.000,00 sowie aus Genossenschaftsanteilen von EUR 100,00.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 31.12.2022 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr 31.12.2021 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 19.409.122,82 1.295.988,06 19.435.095,73 1.276.835,53

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 15.000.000,00 (Vorjahr: EUR 15.000.000,00) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Stammkapital von EUR 30.500,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni (EUR 218.300,00), Urlaubsverpflichtungen (EUR 53.829,00), Überstunden (EUR 41.470,00), Prozesskosten (EUR 11.688,00), Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (EUR 40.000,00), Beitrag zur Berufsgenossenschaft (EUR 15.000,00) und Aktenaufbewahrung (EUR 10.000,00).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.877.073,54 6.242.941,93 7.432.898,23 3.201.233,38
Erhaltene Anzahlungen 7.525,22 7.525,22 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 959.660,09 959.660,09 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 246.155,86 246.155,86 0,00 0,00
Vorjahr 31.12.2021 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.270.882,52 2.348.971,78 8.047.190,96 4.829.579,75
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.389.092,94 1.389.092,94 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 147.622,43 147.622,43 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens und des Warenlagers, sowie durch eine Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

Verbindlichkeiten bestehen i. H. v. TEUR 3 aus Lohn- und Kirchensteuer sowie i. H. v. TEUR 761 aus Umsatzsteuer für den Veranlagungszeitraum 2020. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen i. H. v. TEUR 6.

Gewinn- und Verlustrechnung

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen beinhalten eine Wertberichtigung auf Ersatzteile i.H.v. EUR 61.399,49. Der Sachverhalt wird unter dem Gliederungspunkt Anlagevermögen näher erläutert.

sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten einen Verlust aus dem Abgang der im Geschäftsjahr 2020 selbsterstellten Lackieranlage i.H.v. EUR 1.202.817,02. Der Sachverhalt wird unter dem Gliederungspunkt Anlagevermögen näher erläutert.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen mit TEUR 4.641 (Vorjahr TEUR 5.162) aus einem bis zum 30. November 2031 laufenden Mietvertrag für das Betriebsgrundstück sowie aus einem unbefristeten Mietvertrag über jährlich TEUR 703 für das Produktionsgelände inkl. -gebäude, und über TEUR 27 für bewegliche Einrichtungen.

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Kfz und Einrichtungen bis zu den jeweiligen Vertragsbeendigungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 113).

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren im Unternehmen durchschnittlich 49 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf folgende Gruppen aufteilen:

leitende Angestellte 2
Angestellte 14
gewerbliche Mitarbeiter 33

Honorar des Abschlussprüfers

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Abs. 17 HGB sind im Konzernabschluss des Mutterunternehmens der Gesellschaft enthalten.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 an:

- Herr Hasan Sekmann, Kaufmann, Vertrieb, Bielefeld

- Herr Michael Titscher, Kaufmann, Finanzen und Personal, Berlin

(bis 18.07.2022)

- Herr Dmitrii Kilimnik, Kaufmann, Produktion und Technik, Bielefeld

(ab 11.08.2022)

Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beteiligungen

Das Unternehmen ist Gesellschafterin folgender Unternehmen:

Fine Decor Plastic Art and Trade Limited, Istanbul

Eigenkapital zum 31.12.2022 102.680,20 EUR
Anteil 100 %
Jahresergebnis 2022 239.789,12 EUR

Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Retis Holding GmbH, Rohrdorf OT Thansau, auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die schattdecor SE, Rohrdorf OT Thansau, auf. Mangels gesetzlicher Aufstellungsfrist wird dieser Konzernabschluss nicht im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.149.707,88 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Stichtag am 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Oelde, den 19. Juni 2023

Hasan Sekmann, Geschäftsführung

Dmitrii Kilimnik, Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fine Decor GmbH, Oelde

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fine Decor, Oelde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fine Decor, Oelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. Juni 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mainka Klein, Wirtschaftsprüfer

gez. Weese, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.6.2023.

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