Master Data

Registry
Register court Wuppertal HRB 15581
Registered
4/27/2004
Industry
Manufacture of lifting and handling equipmentManufacture of testing machinesManufacture of multiple use industrial robots
Purpose
Der Vertrieb, die Planung, die Herstellung und die Wartung von Intralogistik-Systemen.

History

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Management

NameRole
Vasilios Dossis
since 4/10/2012
Managing Director
Martin Gräb
since 10/25/2011
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
ROFA INDUSTRIAL AUTOMATION AG
Germany
100.00%

Financial Report

BSS Bohnenberg GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 180.597,49 54.669,26
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.955,05 174.254,27
III. Finanzanlagen 2,00 53.462,20
- davon Beteiligungen: EUR 1,00 (Vorjahr: EUR 6.765,90)    
  327.554,54 282.385,73
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 803.047,28 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.074.296,23 3.173.242,34
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 6.685,91 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 3.963,67 (Vorjahr: EUR 904,02)    
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.565.128,60 4.207.876,59
  8.442.472,11 7.381.118,93
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 91.955,67 63.132,99
  8.861.982,32 7.726.637,65

PASSIVA

   
  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
II. Bilanzgewinn 2.439.166,71 3.023.279,31
  2.567.166,71 3.151.279,31
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.344.003,61 1.668.034,27
C. VERBINDLICHKEITEN 3.936.512,00 2.772.911,59
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 2.320.183,44 (Vorjahr: EUR 30.920,56)    
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 8.307,00)    
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.300,00 134.412,48
  8.861.982,32 7.726.637,65

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2014

  1.1. - 31.12.2014 1.1. - 31.12.2013
  EUR EUR
1. Rohergebnis 9.404.033,30 10.748.921,80
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -6.043.257,00 -5.579.800,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.034.888,26 -991.988,57
- davon für Altersversorgung: EUR 64.794,87 (Vorjahr: EUR 81.500,11)    
  -7.078.145,26 -6.571.788,59
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -115.856,55 -110.927,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.653.954,80 -2.215.559,78
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 38,88 (Vorjahr: EUR 53,61)    
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.700,66 844,28
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -53.460,20 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -154.151,10 -169.536,27
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 45.410,96 (Vorjahr: EUR 34.361,64)    
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -648.833,95 1.681.954,31
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 79.933,48 -546.752,02
10. Sonstige Steuern -15.212,13 -9.868,76
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -584.112,60 1.125.333,53
12. Gewinnvortrag 3.023.279,31 2.697.945,78
13. Vorabausschüttung 0,00 -800.000,00
14. Bilanzgewinn 2.439.166,71 3.023.279,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der BSS Bohnenberg GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2014 unter Anwendung der Vorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Bilanzierung sind daher die einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde in der Regel der Vermerk im Anhang gewählt.

Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert, bei zeitlich begrenzter Nutzungsdauer über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben oder ggf. unter Berücksichtigung eines niedrigeren beizulegenden Wertes bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, bei zeitlich begrenzter Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben oder ggf. unter Berücksichtigung eines niedrigeren beizulegenden Wertes bewertet. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden pauschaliert über fünf Jahre abgeschrieben. Geringstwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr regelmäßig voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleich bleibenden Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im eigenen Lager wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Ersatzteilbestände in Konsignationslagern werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt auf der Grundlage der Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Einzelkosten werden um angemessene Zuschläge für notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Auftragsausführung veranlasst, ergänzt. Zinsen werden nur angesetzt, soweit es sich um darin enthaltene auftragsbezogene Kosten für die Stellung von Bankbürgschaften handelt.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Netto-Auszahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) angesetzt.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erfolgt netto (ohne Umsatzsteuer) in Höhe des an die Gesellschaft ausbezahlten Betrages. Soweit möglich wurden diese gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Mögliche Risiken sind, soweit erforderlich, durch Wertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt.

Liquide Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebucht. Kursverluste, die bis zum Stichtag durch Realisation oder Bewertung mit dem Stichtagskurs entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nicht realisierte Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden nur bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt.

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB und seine Entwicklung ist im Anlagespiegel auf dem folgenden Blatt wiedergegeben.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2014

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  01. Jan. 2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2014
  EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 177.715,02 159.352,64 0,00 0,00 337.067,66
SACHANLAGEN          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 660.746,65 55.602,20 0,00 1.206,72 715.142,13
FINANZANLAGEN 53.462,20 0,00 0,00 0,00 53.462,20
- davon Beteiligungen 6.765,90 0,00 0,00 0,00 6.765,90
  891.923,87 214.954,84 0,00 1.206,72 1.105.671,99
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
  01. Jan. 2014 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2014
  EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 123.045,76 33.424,41 0,00 156.470,17
SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 486.492,38 82.432,14 737,44 568.187,08
FINANZANLAGEN 0,00 53.460,20 0,00 53.460,20
- davon Beteiligungen 0,00 6.764,90 0,00 6.764,90
  609.538,14 169.316,75 737,44 778.117,45
NETTOBUCHWERTE
  31. Dez. 2014 31. Dez. 2013
  EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 180.597,49 54.669,26
SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.955,05 174.254,27
FINANZANLAGEN 2,00 53.462,20
- davon Beteiligungen 1,00 6.765,90
  327.554,54 282.385,73

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 150).

Verbindlichkeiten

In den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.061 (Vorjahr: TEUR 31) enthalten.

Zur Sicherung von Avalkrediten sind von den Guthaben bei Kreditinstituten TEUR 595 als Sicherheit verpfändet und eine Globalzession sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vereinbart. Die Globalzession dient unter Anrechnung auf die Avalkreditlinie wahlweise auch als Sicherheit einer Barkreditlinie.

Die Verbindlichkeiten enthalten keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 382). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen weisen keine Restlaufzeiten auf, sondern werden bei Auftragserfüllung mit den vertraglichen Ansprüchen verrechnet.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  2014
  TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen  
Folgejahr 467
2. - 7. Folgejahr 734
7-Jahres-Planungszeitraum kumuliert 1.201

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde oder aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 185 enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der BSS Bohnenberg GmbH wurde durch folgenden Geschäftsführer vertreten:

Martin Gräb Diplom-Ingenieur Schwerte
Vasilios Dossis Diplom-Ingenieur Erkrath

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 107 Mitarbeiter (Vorjahr: 110)

Mutterunternehmen / Verbundene Unternehmen

Die ROFA INDUSTRIAL AUTOMATION AG, Kolbermoor, sowie deren Tochterunternehmen sind gemäß § 271 Abs. 2 HGB verbundene Unternehmen der Gesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ROFA INDUSTRIAL AUTOMATION AG, Kolbermoor, einbezogen, den diese für den größten Kreis von Unternehmen erstellt und beim elektronischen Bundesanzeiger unter der Nr. HRB 15987 zu hinterlegen hat.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz entfällt auf eine Beteiligung von 50 % an der BSS Polska Sp. Z.o.o. in Katowice (Polen). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 dieser Gesellschaft mit einem Grundkapital in Höhe von TEUR 12 (TPLN 50) wies ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 59 (TPLN 247) und einen Jahresgewinn in Höhe von TEUR 7 (TPLN 27) aus.

 

Solingen, den 10. März 2015

BSS Bohnenberg GmbH

Martin Gräb, Geschäftsführer

Vasilios Dossis, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell der BSS Bohnenberg GmbH

Die BSS Bohnenberg GmbH zählt zu den national führenden Unternehmen für automatische Logistikanlagen, Hochregallager, Sortiersysteme und Kommissionierlösungen. Diese Intralogistikanlagen sichern bei intelligenter Planung und reibungsloser Funktion kurze Lieferzeiten, hohe Durchsätze und kompakte Lagerung.

Als eines von weltweit nur wenigen Unternehmen entwirft und realisiert BSS als Generalunternehmer Komplettlösungen der Intralogistik - maßgeschneidert und schlüsselfertig, mit allen dazu gehörenden Leistungen aus einer Hand.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeiten sind die Entwicklung innovativer Automatisierungskonzepte und -verfahren zur Vereinfachung der Intralogistikprozesse unserer Kunden, bei gleichzeitiger Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards unter Berücksichtigung der Kostensituation.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat auch im Jahr 2014 nur ein geringfügiges Wachstum verzeichnet. Im Anlagenbau ging der Auftragseingang bis August gegenüber dem Vorjahr zurück, stieg aber im letzten Jahresdrittel deutlich an.

Nach einer seit Herbst 2012 andauernden Stagnation bei Anlagen der Intralogistik im Inland war im letzten Quartal eine deutliche Belebung in der Nachfrage zu spüren. Die verbesserte Stimmung unter den Kunden, die lange abgewartet haben, führte bei BSS zu einer deutlichen Zunahme von Kundenanfragen, so dass daraus resultierend 2015 auch die entsprechenden Auftragseingänge erwartet werden.

Weiterhin hohe Nachfrage besteht nach Hochleistungskommissionieranlagen für den Handel.

Im Bereich der Rechnertechnik und Lagerverwaltungssoftware für Automatiklager baut SAP mit neuen Versionen des Produktes EWM seine führende Stellung bei den komplett integrierten Systemen weiter aus. Mittlerweile besteht bei ca. einem Viertel der Anfragen nach neuen Komplettanlagen die Forderung, ein SAP-Produkt als Lagerführungs- oder verwaltungssystem einzusetzen.

2. Geschäftsverlauf

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die BSS Bohnenberg GmbH hat im Vergleich zu 2013 ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich.

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 um 4,6 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Die Gesamtleistung 2014 stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 um 2,4 % an.

2014 konnten Aufträge in Höhe von TEUR 17.000 akquiriert werden. Der Auftragsbestand (Basis Abarbeitung) zum 31. Dezember 2014 liegt bei TEUR 7.100.

b) Geschäftsergebnis

Das Rohergebnis für 2014 liegt bei TEUR 9.404 (Vj. TEUR 10.749).

Die Materialaufwandsquote ist weiter von 67,0 % im Jahr 2013 auf einen Wert von 71,0 % gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt im Jahr 2014 bei TEUR -649. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um TEUR 2.331 zu verzeichnen.

Der stagnierende Auftragseingang sowie der enorme und in der Höhe unerwartete Personal- und Sachaufwand für die Entwicklung einer neuen Kommissioniertechnik für den Handel sind die maßgeblichen Gründe für das Ergebnis. Die Entwicklung der neuen Technik konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2014 mit Erfolg abgeschlossen werden; sie steht nun für Folgeprojekte ausgereift und betriebsbewährt zur Verfügung. Ein erster größerer Folgeauftrag wird im Geschäftsjahr 2015 erwartet.

c) Beschaffung

Die Beschaffung von Zukaufgewerken wie Fördertechnik und Stahlbau und auch Untervergaben von Fertigungsaufträgen für Schaltschrankbau sowie die Beschaffung von Systemkomponenten für den Schalt-schrankbau erfolgen vor Ort in Solingen.

Für Teilbereiche der Systemkomponenten (z.B. Elektroantriebe) erfolgt eine Abstimmung mit den Schwesterunternehmen zur Optimierung von Beschaffungspreisen und -zeiten bei Standardteilen.

d) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2014 wurden nur zahlreiche kleinere Ersatz- und Rationalisierungs-Investitionen in Höhe von EUR 0,2 Mio. getätigt.

e) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Für die Gestellung von Anzahlungsbürgschaften wurde der vorhandene Avalrahmen genutzt.

Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.565 (davon als Sicherheit verpfändet TEUR 600). Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Kontokorrent- und Avallinien im Rahmen der Gruppenfinanzierung der ROFA-Gruppe.

Finanzierungsmaßnahmen für Neuinvestitionen in 2015 sind von der Gesellschaft nicht geplant.

f) Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2014 waren 107 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 2 Geschäftsführer, 92 Angestellte und 13 Auszubildende.

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 7.078 besteht zu 85,4 % aus direkten Personalkosten und zu 14,6 % aus Sozialabgaben und Aufwendungen zur Altersversorgung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiter in die Standardisierung von SPS- und von Rechnersoft-waremodulen sowie die Schulung unserer Mitarbeiter investiert. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die zukünftigen Projekte noch rationeller und mit hoher Qualität in Eigenleistung abwickeln zu können sowie die Qualifikation der Mitarbeiter zu verbessern und somit das vom Kunden wahrgenommene Qualitätsniveau weiter zu steigern.

g) Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Zum 30. September 2014 ist der Gründer des Unternehmens, Harald Bohnenberg, in Ruhestand getreten.

3. Lage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (2013) von TEUR 7.727 auf TEUR 8.862 erhöht.

Durch den im Geschäftsjahr 2014 angefallenen Jahresverlust in Höhe von TEUR -584 hat sich der Bilanzgewinn des Unternehmens auf TEUR 2.439 reduziert. Die Eigenkapitalquote ist von 40,8 % auf 29,0 % gesunken.

b) Finanzlage

Der vereinfachte Cashflow (Jahresergebnis vor Abschreibungen) beträgt TEUR -468 (Vj. EUR 1,2 Mio.).

Wir rechnen im Geschäftsjahr 2015 mit einer sich positiv entwickelnden Liquidität.

Durch die bestehenden Kreditlinien für Avale ist der Bedarf für Vertragserfüllungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften aus heutiger Sicht für 2015 sichergestellt.

Dem Unternehmen stehen kurzfristige Finanzierungslinien in Höhe von TEUR 14.000 zur Verfügung, welche zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.100 für Bürgschaften beansprucht waren.

Dem Unternehmen stehen, falls erforderlich, durch die Integration in die ROFA-Gruppe weitere Finanzierungsmöglichkeiten offen.

c) Ertragslage

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2014 beträgt TEUR 9.404 (Vj. TEUR 10.749).

Die Nettowertschöpfung (Rohergebnis abzgl. Personalaufwand) hat sich mit TEUR 2.326 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.177) um TEUR 1.851 verringert.

Das EBITDA im Geschäftsjahr 2014 beträgt TEUR -396 (Vj. TEUR 1.953).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -649 (Vj. TEUR 1.682).

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognose 2015

Aufgrund des Auftragsbestandes zum 1. Januar 2015 und der zu erwartenden Auftragseingänge im Jahr 2015 rechnen wir für das Geschäftsjahr mit einer positiven Entwicklung von Gesamtleistung und Ergebnis.

Eine Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit sehen wir durch die Nutzung der Ressourcen der ROFA-Gruppe, insbesondere durch den Gruppeneintritt einer für BSS sehr interessanten und wichtigen Intralogistik-Fachfirma aus den Niederlanden. Weiteres Wachstum außerhalb der deutschsprachigen Märkte sowie der Eintritt von BSS in neue Geschäftsfelder rund um das Kerngeschäft der Intralogistikanlagen sind kurzfristig geplant bzw. wurden bereits begonnen.

Aufgrund der noch positiven Wachstumsprognosen für den Markt bei Hochleistungsanlagen für Kommissionierung, auf dem BSS tätig ist, erwarten wir für die BSS Bohnenberg GmbH eine stabile Auftragssituation für die nächsten Jahre. Für 2015 rechnen wir mit steigendem Auftragseingang und zunehmenden Nachfragen, jedoch weiterhin unter harten Wettbewerbsbedingungen.

2. Chancen

Wir sehen nach wie vor Potential in der Abwicklung von Generalunternehmer-Projekten im Bereich Automotive innerhalb der ROFA-Gruppe, wodurch im Verbund die Umsetzung komplexer Gesamtanlagen über die gesamte Bandbreite des Anlagenbaus abgebildet werden kann.

Durch den weiteren Ausbau unserer Kooperationen mit strategischen Partnern sowie den Zukauf der Firma DLS sind wir in der Lage auch relativ kurzfristig, komplexe Projekte für unsere Kunden abzuwickeln. Unser Unternehmensbereich Datentechnik sichert uns das dazu notwendige Know-how sowie die erforderliche Flexibilität, unsere Softwareentwicklungen an die individuellen Kundenerfordernisse anzupassen.

Zusätzlich sichert uns die Plattform "ROFA-Gruppe" durch die vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen die Möglichkeit, in Zukunft auch weitere Großprojekte ohne Engpässe abwickeln zu können.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2015 erwarten wir ein erstes großes Projekt für unseren neu begründetes Geschäftsfeld Roh- und Hochbau. Aktuell bietet nur ein einziger Wettbewerber diese Gewerke ebenfalls an.

Die Übertragung der großen Erfahrung von BSS in der Logistik-Automation auf den eng verwandten Bereich der Textillogistik bietet immenses Potenzial, da in der Modebranche eine Vielzahl dieser Anlagen existiert und nach Modernisierung verlangt. Ein erstes Teilprojekt konnte hier bereits gewonnen werden. Im Jahr 2015 plant BSS in diesem Bereich eine erhebliche Ausweitung der Aktivitäten.

Die vorhandene Gruppenstruktur bietet Möglichkeiten zur Erweiterung des Produktspektrums für Großprojekte und eine Ausweitung der Aktivitäten in neue Märkte wie z. B. den Bereich Automotive.

Die Erschließung von Auslandsmärkten ist ein weiteres, kurzfristiges strategisches Ziel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 wurde bereits für das Baltikum und die GUS eine Vertriebsorganisation aufgebaut sowie erste Kontakte geknüpft und Projekte bearbeitet. 2015 soll dies für die Märkte Skandinavien und China fortgesetzt werden.

Um vorhandenes Projektpotenzial im Inland noch stärker zu erschließen, wurden 2014 der Vertrieb weiter verstärkt sowie weitere Kooperation und Netzwerke aufgebaut.

3. Risiken

Im Projektgeschäft gibt es immer Risiken. Fehlplanungen oder Fehlkonstruktionen, aber auch unerwartete Schwierigkeiten oder Mehraufwendungen bei der Inbetriebnahme können in einem Projekt erhebliche Zusatzkosten hervorrufen.

Forderungsausfälle sind weniger zu befürchten, da wir für neue Kunden Bonitätsprüfungen durchführen und auch Finanzierungsbestätigungen für die geplanten Investitionsprojekte anfordern. Bei langjährigen Kunden im Servicebereich liegt der Focus auf der Überwachung von vereinbarten Zahlungszielen.

Ein Ertragsrisiko sehen wir in der Vertriebsstrategie einiger Wettbewerber, Aufträge jenseits der Rentabilitätsgrenze anzunehmen, um die notwendige Auslastung sowie eine Marktbereinigung zu erzielen.

Der Anbietermarkt ist zudem von einer weiter anhaltenden Konsolidierung geprägt. Durch Unternehmenszusammenschlüsse bzw. Zukäufe setzt sich die Entstehung bzw. Stärkung großer Anbieter fort. Zudem sind infolge mehrerer Insolvenzen bzw. Abspaltungen neue, kleinere Anbieter entstanden, die ebenfalls auf den Markt drängen. Im Inland rechnen wir aus diesen Gründen mit weiterhin schwierigen Bedingungen im Wettbewerb und Kundenprojekte.

IV. Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

2. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt in Ilmenau eine Zweigniederlassung unter der gleichen Firma mit dem Zusatz "Zweigniederlassung Ilmenau, Ilmenau", die beim Amtsgericht Meiningen unter HR B 1814 eingetragen ist.

 

Solingen, den 10. März 2015

Martin Gräb, Geschäftsführer

Vasilios Dossis, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BSS Bohnenberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 10. März 2015

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Prechtl, Wirtschaftsprüfer

ppa. Witte, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus der Niederschrift über eine Gesellschafterversammlung

der BSS Bohnenberg GmbH mit Sitz in Solingen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wird mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 584.112,60 festgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.439.166,71 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Kolbermoor, den 15. Mai 2015

ROFA INDUSTRIAL AUTOMATION AG

vertreten durch den Vorstand

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