WEST FISH
GmbH
Bremerhaven
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen des Unternehmens
Die WEST FISH GmbH (nachfolgend "West Fish"),
Bremerhaven, ist seit fast 40 Jahren als
Großhändler und Importeur von Frisch- und
Tiefkühlfisch, sowie Lachs und Filet im Premiumsegment
tätig. Als Handelshaus mit breitem Sortiment und
Produktexpertise wird die West Fish in der Fischwirtschaft
seit langem geschätzt.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Auch das Jahr 2023 war geprägt durch den Krieg in
der Ukraine und dessen Folgen. Die deutsche Wirtschaft sei
gegenüber anderen großen westlichen
Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken
Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem
vergleichsweise hohen Industrieanteil an der
Wertschöpfung sowie der ausgeprägten
Außenhandelsorientierung stärker in ihrer
Entwicklung beeinträchtigt, heißt es im
Jahreswirtschaftsbericht. Als große Hemmnisse für
die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland werden zudem
insbesondere übermäßige Bürokratie,
Fach- und Arbeitskräftemangel sowie zu wenige private
Investitionen genannt (Quelle: Homepage Deutscher Bundestag,
hib 104/2024 vom 21.02.2024).
Das statistische Bundesamt vermeldet für das Jahr
2023 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes
(BIP) in Deutschland preis- und kalenderbereinigt um 0,3 %
nach einem Anstieg in 2022 um 1,8 %. (Quelle: Statistisches
Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024)
Mit 46 Millionen Erwerbstätigen habe die Zahl
einen historischen Höchststand erreicht, der
Arbeitsmarkt erweise sich damit als "bemerkenswert robust",
heißt es im Jahreswirtschaftsbericht. Nach den starken
Verlusten in den Jahren 2022/2023 führten die derzeit
hohen nominalen Lohnzuwächse in Kombination mit der
nachlassenden Inflation zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft.
(Quelle: Homepage Deutscher Bundestag, hib 104/2024 vom
21.02.2024)
Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen
Erwerbspersonen belief sich im Dezember 2023 auf 5,7 %. Im
Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt gibt es eine Zunahme von
0,4 Prozentpunkten. (Quelle: Homepage Statistisches
Bundesamt, "Arbeitslosenquote Deutschland" Stand 30.04.2024)
Bedingt insbesondere durch hohe Kostenbelastungen und
durch die Rezession stieg die Zahl der
Unternehmensinsolvenzen in 2023 deutlich um 23,5 % auf
18.100 Fälle nach 14.660 Fällen im Vorjahr. Auch
die Zinswende spielte hierbei eine entscheidende Rolle.
(Quelle: Homepage creditreform, "Insolvenzen in Deutschland,
Jahr 2023" vom 04.12.2023)
2.2. Entwicklung der Fischindustrie
Nachdem die Fischwirtschaft die großen
Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend hinter sich
lassen konnte, hat der Krieg in der Ukraine auch in 2023 die
wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. In der
aktuellen Situation ist für die Fischwirtschaft in
Deutschland neben den hohen Rohstoffpreisen vor allem die
Sicherstellung der Energieversorgung einer der
größten Unsicherheitsfaktoren.
Laut FIZ haben die Verbraucherinnen und Verbraucher in
den ersten 3 Quartalen des Jahres 2023 in Deutschland erneut
mehr Geld im Einzelhandel für Fisch und
Meeresfrüchte ausgegeben als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres. So beträgt der Umsatzzuwachs per September
2023 4,3 %, der Umsatz von EUR 3,7 Mrd. zeigt die
hohe Ausgabenbereitschaft der Verbraucher für
Fischprodukte.
Durchschnittlich wurden in Deutschland während der
ersten 9 Monate des Jahres 2023 EUR 12,13 pro Kilo Fisch
ausgegeben, was einer Zunahme um 10,3 % gegenüber
dem Vorjahrzeitraum entspricht. Die Einkaufsmenge hingegen
ist in diesem Zeitraum um 5,5 % unter dem Vorjahr
geblieben. Diese Reaktion ist vor allem der Inflation
geschuldet und darf nicht den Blick darauf versperren, dass
insgesamt mehr Geld für den Einkauf von Fisch und
Meeresfrüchten ausgegeben wurde. (Quelle: Homepage FIZ,
"Wertschätzung für Fisch und Meeresfrüchte auf
weiterhin hohem Niveau!" Pressemeldung vom 25.10.2023)
2.3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage
2.3.1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme von TEUR 9.541 hat sich gegenüber
dem Vorjahr von TEUR 8.246 um 15,7 % erhöht. Dies
resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Warenbestand
und den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Forderungen
Der Forderungsbestand ist von TEUR 1.105 auf
TEUR 828 gesunken, bedingt durch einen Rückgang der
Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Kurzfristige Verbindlichkeiten &
Vermögensgegenstände
Dem kurzfristig zu bedienenden Fremdkapital
(Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
verbundenen Unternehmen und Kreditinstituten) von TEUR 6.631
(i.Vj. TEUR 4.846) stehen kurzfristige Forderungen von TEUR
828 (i.Vj. TEUR 1.105) gegenüber. Hinzu kommt der
kurzfristig zu veräußernde Warenbestand inkl.
geleisteter Anzahlungen von TEUR 6.446 (i.Vj.
TEUR 4.843). Es verbleibt somit im kurzfristigen
Bilanzbereich ein die Verbindlichkeiten übersteigendes
Mehrvermögen von TEUR 643 (i.Vj. TEUR 1.102).
Eigenkapital, Eigenmittel
Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich wie
im Vorjahr auf TEUR 155. Die Kapitalrücklage
beträgt unverändert TEUR 40. Der
Jahresüberschuss beziffert sich nach Ertragsteuern auf
TEUR 179 (i.Vj. TEUR 376). Das Eigenkapital hat sich auf
TEUR 1.179 reduziert (i.Vj. TEUR 1.376). Die
Eigenkapitalquote verringerte sich auf 12,4 % (i.Vj.
16,7 %), was unter anderem auf die gestiegene Bilanzsumme
zurückzuführen ist.
Die Vermögenslage der West Fish ist geordnet.
2.3.2. Finanzlage
Die der West Fish eingeräumten Kreditlinien waren
im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit ausreichend und die
Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft somit gesichert.
Die Gesellschaft verfügt über ausreichend
liquide Mittel und es bestehen nicht ausgeschöpfte
Kreditlinien bei mehreren Banken.
Die Gesellschaft nimmt die Factoring-Dienstleistung der
Muttergesellschaft nordwest Factoring & Service GmbH
(nachfolgend "nordwest Factoring") in Anspruch.
Die Finanzlage der West Fish ist insgesamt gesichert.
2.3.3. Ertragslage
Der Geschäftsbetrieb der West Fish erstreckte sich
im Geschäftsjahr 2023 auf den Handel mit Frisch- und
Tiefkühlfisch sowie Lachs und Filets.
Insgesamt erhöhten sich die Umsätze bei der
West Fish (Erlöse aus Tiefkühlfisch, Lachs und
Frischfisch) um rund 21,0 % auf TEUR 55.341 (i.Vj. TEUR
45.720). Bei einem um TEUR -9.204 bzw. 21,9 %
gestiegenen Materialaufwand (TEUR -51.222) resultiert
ein Rohertrag der sich im Berichtsjahr um TEUR 417 auf
TEUR 4.119 (i.Vj. TEUR 3.702) erhöht hat. Die
Rohertragsmarge wiederum verringerte sich aufgrund eines
überproportionalen Anstiegs des Materialaufwands zu den
Umsatzerlösen auf 7,4 % (i.Vj. 8,1 %).
Die Personalaufwendungen erhöhten sich im
Geschäftsjahr um 10,9 % und resultierten im
Wesentlichen aus dem Anstieg der durchschnittlichen
Mitarbeiterzahl sowie Gehaltsanpassungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen einen
Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR -271
(TEUR -2.041; i.Vj. TEUR -1.769) auf. Diese
beinhalten im Wesentlichen die Kosten der Warenabgabe,
Factoring- und Nebenkosten des Geldverkehrs, Raum-, Fahrzeug-
und Werbekosten sowie allgemeine Kosten der Verwaltung. Die
Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist auf die
allgemeinen Kostensteigerungen sowie die gestiegenen
Geschäftsaktivitäten zurückzuführen.
Die Zinsaufwendungen sind von TEUR -131 auf TEUR -347
gestiegen. Dies resultierte insbesondere aus gestiegenen
Zinsen aus dem Factoringgeschäft mit der nordwest
Factoring (TEUR -175; i.Vj. TEUR -63) sowie
für kurzfristige Verbindlichkeiten (TEUR -158;
i.Vj.
TEUR -56).
Die Reduzierung des Jahresüberschusses auf TEUR
179 (i.Vj. TEUR 376) ist im Wesentlichen auf den gesunkenen
Rohertrag sowie die erhöhten Zinsaufwendungen und
allgemeine Kostensteigerungen zurückzuführen. Die
Umsatzrendite sank von 0,8 % im Vorjahr auf 0,3 % in diesem
Jahr.
3. Risiko- und Chancenmanagement
3.1. Organisation
Risiken und Chancen für die Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens werden
planmäßig identifiziert, analysiert, kommuniziert,
überwacht und gesteuert. Zu diesem Zweck hat die West
Fish ein softwaregestütztes Risiko- und
Chancenmanagementsystem eingerichtet. Dieses
gewährleistet, dass Auswirkungen möglicher
negativer Veränderungen vermieden, beziehungsweise
begrenzt und die sich bietenden Chancen aufgezeigt und
genutzt werden können.
Die Aufbau- und Ablauforganisation ist in Vorgaben und
Richtlinien dokumentiert. Der Aufbau des Managementsystems
orientiert sich an der Struktur der betrieblichen
Abläufe der jeweiligen Organisationseinheiten. Die
Identifizierung von Risiken und Chancen wird durch eine
regelmäßige Inventur sichergestellt, in deren
Rahmen relevante Risiken effektiv, zeitnah und systematisch
erfasst werden.
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem erfasst neben
der West Fish alle Tochtergesellschaften der nordwest
Factoring.
3.2. Risikoarten
Die Risiken der Entwicklung unserer Gesellschaft
bestehen hauptsächlich in den nachfolgenden wesentlichen
Risikoarten.
Das
Personalrisiko umfasst das Risiko der Gesellschaft,
insbesondere durch den Abgang von Leistungsträgern und
mangelnde Verfügbarkeit und Kenntnisse wertvolle
Ressourcen zu verlieren bzw. nicht zeitnah nachbesetzen zu
können. Den Risiken wird insbesondere durch
regelmäßige Mitarbeitergespräche und
Fortbildungen, gute Arbeitsbedingungen, Erfolgsbeteiligungen
und persönlichen Entwicklungsbedingungen
entgegengewirkt.
Das
Einkaufsrisiko besteht in Form von steigenden
Einkaufspreisen, die nicht an den Kunden weitergegeben werden
können, sowie das Vorräte aufgrund von
Lieferschwierigkeiten nicht geliefert werden können. Die
West Fish schließt mit ihren Kunden unter anderem
langfristige Lieferverträge, mit festen Liefermengen und
Preisen im Voraus ab. Korrespondierend hierzu werden die
hierfür notwendigen Vorräte vorab zu fixen Preisen
und Mengen erworben und eingelagert. Die West Fish bezieht
ihre Waren und Produkte von einer Vielzahl von
Einzellieferanten, sodass eine konzentrierte
Abhängigkeit und damit das Liefer- und Preisrisiko
minimiert wird.
Das
Absatzrisiko beinhaltet unter anderem das Risiko einer
allgemein sinkenden Nachfrage sowie sinkender Absatzpreise.
Diese Risiken sind von der West Fist nicht oder nur schwer
steuerbar, da diese vom Markt selbst beeinflusst werden. Die
West Fish versucht dennoch durch ein laufendes Monitoring des
Marktes gegebenenfalls frühzeitig den entstehenden
Risiken durch bspw. Kostensenkungen etc. entgegenzuwirken.
Auch auf der Absatzseite besteht nur eine geringe
Abhängigkeit von wenigen Großkunden.
Im Rahmen ihrer Geschäftigkeit tritt die West Fish
grundsätzlich in Vorleistung. Einkäufe müssen
zum Teil mittel- bis langfristig vorfinanziert werden. Das
hieraus resultierende
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko wird durch
eine Factoringvereinbarung mit der nordwest Factoring sowie
ausreichenden Kreditlinien bei mindestens zwei Banken
minimiert.
Das ebenfalls aus der Vorfinanzierung resultierende
Zinsrisiko ist durch die West Fish nicht oder nur sehr
schwer zu beeinflussen. Dies hat sich insbesondere im
Berichtsjahr aufgrund von gestiegenen Zinssätzen negativ
auf das Ergebnis ausgewirkt. Zukünftig wird jedoch mit
einem Rückgang des Zinsniveaus und damit eine Entlastung
ausgegangen.
3.3. Chancen
Die West Fish denkt stets über weitere
Verbesserungen und Weiterentwicklung ihres
Geschäftsmodells nach. In der stetigen Erweiterung und
Aktualisierung des Produktsortiments sowie der
Erschließung und Ausweitung neuer Geschäftsfelder
wird ein nicht unwesentliches Chancenpotential gesehen sich
weiterhin auf dem Fischmarkt zu etablieren, abzuheben und
für das Unternehmen zu wachsen.
3.4. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und
Chancenlage
Sämtliche beschriebenen Risiken und Chancen, denen
die Gesellschaft ausgesetzt ist, unterliegen hinsichtlich
ihrer Einflüsse auf die Ertrags-, Vermögens- und
Finanzlage einer permanenten Kontrolle und Steuerung.
Der Risiko- und Chancenbericht bezieht sich auf die
Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Lageberichts.
Die Nutzung der bestehenden Chancen im wird auch
zukünftig maßgeblich von der wirtschaftlichen
Gesamtverfassung in Deutschland, der Kreditvergabe durch
Kreditinstitute, der Wettbewerbssituation im Fischhandel
sowie der Entwicklung der Energiepreise abhängen.
Die Qualität unserer Dienstleistung, die
maßgeblich durch die Arbeit unserer motivierten
Mitarbeiter geprägt ist, wird weiterhin die Basis
unseres Geschäftserfolges darstellen. Grundsätzlich
wird unsere Geschäftspolitik weiterhin durch eine
vorsichtige Risikopolitik geprägt sein.
4. Prognosebericht
Die West Fish als Konsumgüterhändler ist
generell von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und
Entwicklung in Deutschland abhängig.
Mit Ausblick auf das laufende Jahr ist ausgehend von
den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer
Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland
auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich
zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %.
Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf
2,8 % gerechnet. Beim BIP wird für 2024 ein leichtes
Wachstum von 0,2 % erwartet (Quelle: Homepage Deutscher
Bundestag, hib 104/2024 vom 21.02.2024).
Das Ergebnis der West Fish war in Q1 2024 rund
4,5 % unter dem Ergebnis aus Q1 2023. Der Rückgang
resultiert, wie bereits im Geschäftsjahr 2023, im
Wesentlichen aus den gesunkenen Roherträgen sowie den
erhöhten Zinsaufwendungen und allgemeine
Kostensteigerungen. Wir erwarten im laufenden
Geschäftsjahr einen Umsatz sowie Ergebnis auf dem Niveau
des Geschäftsjahres 2023. Sollte sich die
Kostensituation erholen, erwarten wir dadurch eine positive
Auswirkung auf den Unternehmensgewinn.
Bremerhaven, den 31. März
2024
Geschäftsführung
gez.
Florian Müller
gez.
Simon Peter Schach
gez.
Björn Behrmann
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.897.228,63 |
1.931.660,63 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
68.792,00 |
3,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.828.436,63 |
1.931.657,63 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.665.952,63 |
1.750.785,63 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
44.108,00 |
47.460,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
118.376,00 |
133.412,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.635.809,18 |
6.305.781,53 |
| I.
Vorräte |
6.445.725,88 |
4.843.107,85 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
950.838,94 |
1.251.713,70 |
| 1.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
635.384,92 |
1.018.285,68 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
315.454,02 |
233.428,02 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
239.244,36 |
210.959,98 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
7.846,58 |
8.622,81 |
| Aktiva |
9.540.884,39 |
8.246.064,97 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.179.248,46 |
1.376.274,01 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
155.000,00 |
155.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
40.015,57 |
40.015,57 |
| III.
Gewinnrücklagen |
-13.150,25 |
-13.150,25 |
| IV.
Gewinnvortrag |
818.134,68 |
818.134,68 |
| V.
Jahresüberschuss |
179.248,46 |
376.274,01 |
| B.
Rückstellungen |
392.253,39 |
535.716,75 |
| C.
Verbindlichkeiten |
7.969.382,54 |
6.334.074,21 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
3.875.428,60 |
4.124.171,44 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.698.742,84 |
2.848.742,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.176.685,76 |
1.275.428,60 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
70.992,26 |
29.391,57 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
70.992,26 |
29.391,57 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
4.022.961,68 |
2.180.511,20 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
4.022.961,68 |
2.180.511,20 |
| Passiva |
9.540.884,39 |
8.246.064,97 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
4.308.715,44 |
3.924.045,26 |
| 2.
Personalaufwand |
1.489.460,69 |
1.343.632,89 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.266.383,77 |
1.148.313,72 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
223.076,92 |
195.319,17 |
| 3.
Abschreibungen |
145.722,10 |
120.534,00 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
145.722,10 |
120.534,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.040.640,14 |
1.769.328,20 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
73.999,60 |
96.771,70 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.657,69 |
1.935,81 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
347.228,79 |
131.083,80 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
99.782,70 |
177.609,13 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
187.538,71 |
383.793,05 |
| 9.
sonstige Steuern |
8.290,25 |
7.519,04 |
| 10.
Jahresüberschuss |
179.248,46 |
376.274,01 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
WEST FISH GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Bremerhaven |
| Registergericht: |
Bremen |
| Register-Nr.: |
HRB 2844 |
Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches
(§§ 242 ff. & 264 ff. HGB)
und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes
(§ 42 GmbHG) aufgestellt.
Angaben die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können,
wurden im Anhang aufgeführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Aufstellung des
Jahresabschlusses erfolgte unter teilweise Inanspruchnahme
von größenabhängigen Erleichterungen
(§§ 276 und 288 HGB).
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter
Berücksichtigung der Darstellungsstetigkeit
gemäß § 265 HGB.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem
Vorjahr unverändert.
Die
immateriellen Vermögensgegenstände sowie die
Sachanlagen sind zu Anschaffungs-kosten, vermindert um
die Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge an abnutzbaren
immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen
werden grundsätzlich entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig
linear abgeschrieben.
Von den
Vorräten werden Waren und fertige Erzeugnisse zu
Anschaffungskosten unter Inanspruchnahme des
Bewertungsvereinfachungsverfahrens "First In First Out"
(FIFO; § 256 Abs. 1 HGB), unter
Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert
bilanziert.
Forderungen,
sonstige Vermögensgegenstände und
liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen
berücksichtigt.
Das
gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die
Rückstellungen wurden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages für alle ungewissen
Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren
Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend den
Vorschriften des § 253 Abs. 2
HGB abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Kurzfristige auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden
zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
anliegenden Anlagenspiegel dargestellt.
Bei den Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen besteht Mitzugehörigkeit zu den sonstigen
Vermögensgegenständen im vollen Umfang. Es handelt
sich um Forderungen aus dem Factoring.
In den sonstigen Vermögensgenständen sind
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR
31.169,10 (i.Vj. EUR 30.115,07) enthalten.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben
EUR 5.517,39 (i.Vj. EUR 7.686,89) eine Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr.
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im vollen
Umfang auf ungewisse Verbindlichkeiten. Sie enthalten im
Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR
80.651,00; i.Vj. EUR 156.223,00), Rückstellungen
für Wareneingangsrechnungen (EUR 73.418,32; i.Vj.
EUR 51.646,31) sowie Rückstellungen für
Rückvergütung Kunden (EUR 38.670,00; i.Vj.
EUR 55.300,00).
Von den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten haben EUR 2.698.742,84 eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr, EUR 394.971,36 eine Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr bis fünf Jahren und EUR 781.714,40 eine
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle übrigen
Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem
Jahr.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.275
durch Grundpfandrechte besichert.
Weitere TEUR 1.200 sind durch Bürgschaften der
Gesellschafter besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen.
D. Sonstige Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Stichtag
stellen sich wie folgt dar:
Gesamtbetrag
|
|
2024
|
2025
|
2026
|
2027
|
2028
|
TEUR
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
173
|
|
51
|
46
|
43
|
29
|
4
|
2. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten
Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr beschäftigte die
Gesellschaft 20 (i.Vj. 18) Vollzeitangestellte
(einschließlich 2 Auszubildenden) und eine
Teilzeitangestellte. Darüber hinaus waren 2 (im Vj. 2)
geringfügig Beschäftigte angestellt.
3. Mitglieder der Geschäftsführung
Der Geschäftsführung gehörten bzw.
gehören folgende Personen an:
· Florian Müller, Kaufmann,
Schiffdorf · Simon Peter Schach, Kaufmann,
Seevetal · Björn Behrmann, Kaufmann,
Wedel
Im November 2022 wurde einem Mitglied der
Geschäftsführung ein Darlehen über TEUR 30 zu
einem Zinssatz von 3,5 % p.a. gewährt. Das Darlehen
valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 31.
Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 und ist
am Ende der Laufzeit, inkl. Zinsen, in einer Summe
zurückzuzahlen.
Die Angabe der Gesamtbezüge nach
§ 285 Nr. 9 HGB unterbleibt unter
Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.
4. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023
in Höhe von EUR 179.248,46 auszuschütten.
5. Nachtragsbericht
Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage der WEST FISH GmbH haben.
Bremerhaven, den 31. März
2024
Geschäftsführung
gez.
Florian Müller
gez.
Simon Peter Schach
gez.
Björn Behrmann
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die WEST FISH GmbH, Bremerhaven,
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der WEST FISH GmbH,
Bremerhaven,
- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WEST FISH
GmbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
▪ entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
▪ vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
▪ identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
▪ gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
▪ beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
▪ ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
▪ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie
ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
▪ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
▪ führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Dreieich, 8. Mai 2024
ifc Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Prof. Dr. Jochen
Axer)
(Thomas Altenhofer)
Wirtschaftsprüfer
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