Envalior Holding II GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Daan Wouters since 1/29/2026 | Procura |
Nocky Marienna Derix since 1/29/2026 | Procura |
Fabienne Stamm since 8/7/2025 | Procura |
Susanne Quecke since 7/1/2025 | Procura |
Stephen Guy Bennett since 4/8/2025 | Procura |
Paula Tinkler since 4/8/2025 | Procura |
Thomas Dr. Brackemeyer since 12/20/2024 | Managing Director |
Peter Dr. Henrichfreise since 12/20/2024 | Managing Director |
Gero Fabri since 12/20/2024 | Procura |
Bob van der Leek since 7/25/2024 | Procura |
Evelien Coppens since 7/25/2024 | Procura |
Mihaela Zuideveld since 12/27/2023 | Procura |
Christophe Cazabeau since 12/27/2023 | Procura |
Anneleen Drieskens since 6/9/2023 | Procura |
David Poignie since 12/8/2022 | Procura |
Christina Völker since 12/8/2022 | Procura |
Tobias Luhmer since 12/8/2022 | Procura |
Dirk Budde since 3/28/2022 | Procura |
Michael Dr. Münker since 3/28/2022 | Procura |
Thorsten Bredemann since 3/28/2022 | Procura |
Sascha Bornemann since 3/28/2022 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
AI Montelena (Luxembourg) S.à r.l. | 52.56% |
| 36.44% | |
AI Montelena (Luxembourg) S.à r.l. | 6.50% |
| 4.50% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Envalior Deutschland GmbH (vormals: LANXESS Performance Materials GmbH)KölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Rechtliche Struktur Die LANXESS Performance Materials GmbH, Köln (LPM GmbH) ist eine als 100%ige Tochter der Zehnte LXS GmbH, Köln. Die LPM GmbH hat ein Stammkapital von 100 T€ und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 100207 eingetragen. Die Gesellschaft ist in der Erzeugung, Vertrieb und sonstigen industriellen Betätigung oder Erbringung von Dienstleistungen oder Beratungsleistungen auf den Gebieten Chemie und Polymere tätig. Die Gesellschaft wird von zwei Geschäftsführern vertreten, die allein oder gemeinsam mit einem Prokuristen agieren können. An folgenden Gesellschaften ist die LPM GmbH unmittelbar beteiligt: Unmittelbare Beteiligungen der LANXESS Performance Materials GmbH
Geschäftstätigkeit und strategische Ausrichtung Als globaler Anbieter produziert die LPM GmbH ein umfassendes Portfolio von technischen Hochleistungskunst- und Verbundwerkstoffen und bietet produktbezogene Service- und Ingenieursdienstleistungen von der Produktentwicklung bis zur Produktverarbeitung an. Das Geschäftsmodell der LPM GmbH umfasst eine Rückwärtsintegration bei strategischen Rohstoffen. Die wichtigsten Marken sind Durethan® im Bereich der Polyamide und Pocan® im Bereich der Polybutylenterephthalate. Die größten Kunden kommen aus der Automobilindustrie und der Elektro- und Elektronikbranche. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des LANXESS Konzerns wird der Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) und damit auch die LPM GmbH im 2. Quartal 2023 in ein mit Advent International neu gegründetes Unternehmen für technische Hochleistungskunststoffe eingebracht. Unser wertebasiertes, verantwortungsvolles und verlässliches Handeln, kombiniert mit klaren strategischen Leitlinien, bilden den Kompass, mit dem wir unsere Strategie kontinuierlich neu ausrichten. Insbesondere die Herstellung von Produkten für höchste Anforderungen und die Unterstützung der Umstellung von einer Wegwerf- zu einer Kreislaufwirtschaft stehen hier im Mittelpunkt. Ziel ist es einen immer größeren Anteil der Kunststoffprodukte auf eine nachhaltige Basis zu stellen, um das Wachstum unabhängiger vom Verbrauch fossiler Ressourcen zu machen, die CO 2 -Bilanz zu verbessern sowie verstärkt rezyklierte Rohstoffe einzusetzen. WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, benötigen wir Kennzahlen, anhand derer wir die Ergebnisse unserer Maßnahmen messen können. Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße des Unternehmens ist das EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Wertaufholungen) nach IFRS vor Sondereinflüssen. Ertragskraft Unser Erfolg spiegelt sich im Wesentlichen in der Ertragskraft wider. Entsprechend ist unser Steuerungssystem konsequent auf die Steuerung der Ertragskraft ausgerichtet. Die zentrale Kennzahl zur Steuerung der Ertragskraft auf die Gesellschaft ist das EBITDA vor Sondereinflüssen. Es errechnet sich aus dem EBIT vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage haben, deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen, wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für das Budget (Target) werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Geschäftsführung, der oberen Führungsebene und der Belegschaft berücksichtigt werden. Die Ergebnismargen errechnen sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl zum Vergleich der Ertragskraft. Unternehmensspezifische Frühindikatoren Frühindikatoren dienen dazu, wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage rechtzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Unser jährlicher Planungsprozess für das Budget (Target) liefert Eckwerte der Ertragskraft sowie der Innenfinanzierung der Gesellschaft als Basis für die Unternehmensführung. Diese Informationen werden unter anderem bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen verwendet. Um sicherzustellen, dass veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen in den Steuerungsentscheidungen zeitnah verarbeitet werden, erstellen wir zweimal im Geschäftsjahr operative Erwartungsrechnungen, sogenannte Forecasts, um das jahresbezogene Budget (Target) und die darauf basierenden Eckwerte der Unternehmenssteuerung zu aktualisieren. Darüber hinaus werden für die Eckwerte der Ertragskraft monatlich teilautomatisiert Erwartungsrechnungen erstellt. Eine wesentliche Rolle kommt strategischen Rohstoffen und Energien zu. Die Entwicklung der Beschaffungspreise hat vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung der Verkaufspreise einen hohen Stellenwert. Auch die im Zeitablauf regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Rohstoffen kann Bedeutung erlangen. GESCHÄFTSPROZESSE SOWIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER Einkauf Die Versorgung mit Rohstoffen, sonstigen Materialien und Dienstleistungen der LPM GmbH wird über die zentral gesteuerte Konzernorganisationseinheit Global Procurement & Logistics sichergestellt. Hierüber wird in enger Abstimmung der Bedarf in den Einkaufssegmenten Rohstoffe, technische Güter, Packmittel, Energie, Services und Logistik sichergestellt. Unser weltweites Beschaffungsnetzwerk fördert Einkaufssynergien, sodass wir optimal am Markt agieren und Preisvorteile nutzen können. Dabei vermeiden wir sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten ("multiple sourcing"). Im Berichtszeitraum kam es infolge der Coronavirus-Pandemie und des Ukraine-Krieges zu Einschränkungen der Verfügbarkeit von Logistikkapazitäten mit Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung. Die Beschaffung und Verfügbarkeit chemischer Rohstoffe haben für uns einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Versorgung auf Basis langfristiger Einkaufsverträge bzw. durch unsere Rückwärtsintegration sicherzustellen. Zu unseren größten Lieferanten chemischer Rohstoffe zählten im Jahr 2022 unter anderem die Tochtergesellschaft LANXESS Performance Materials NV, Antwerpen (Belgien) und die Currenta GmbH und CO. KG, Leverkusen. Zu den wichtigsten strategischen Rohstoffen für unsere Produktion gehörten im Geschäftsjahr 2022 Caprolactam, Glasfaser, Polyamide und Polybutylenterephthalate. Produktion Die LPM GmbH ist ein global agierender Hersteller von Polymeren und technischen Kunststoffen. Unser Kunststoffgeschäft wird durch die Produktion der relevanten Vorprodukte unterstützt. Der Produktionsstandort befindet sich in Krefeld-Uerdingen. Vertrieb Wir vertreiben unsere Produkte im Wesentlichen in der Region EMEA sowie in geringerem Umfang in anderen Weltregionen. Führende Unternehmen der jeweiligen Abnehmerbranchen zählen zu unserem festen Kundenstamm. Wir verfügen über langjährige Kundenbeziehungen. Unseren Vertrieb steuern wir weitgehend direkt zum Kunden. Um die größtmögliche Nähe zu den Kunden und deren individuelle Betreuung zu gewährleisten, leiten wir unsere Vertriebsorganisation eigenverantwortlich. Absatzmärkte Aufgrund unseres breiten Leistungsspektrums unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl von Kunden in der ganzen Welt. Diese bedürfen einer individuellen, gezielten Ansprache, die wir aufgrund unserer Vertriebsorganisation in eigener Verantwortung leisten können. Wir beliefern vor allem die Automotive- und Elektro-/ Elektronikbranche mit 48 %, die Polymere & Plastics Branche mit 33 % sowie andere kunstoffverarbeitende Märkte mit 19 %. Im Geschäftsjahr 2022 vereinten unsere zehn Topkunden einen Anteil am Gesamtumsatz von rund 30 %. Keiner unserer Kunden erreichte einen Anteil von mehr als 10 % am Gesamtumsatz. Bei 13 Kunden übertraf der Jahresumsatz 10 Mio. €. In keiner Branche lässt sich eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden feststellen. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung leistet mit der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren sowie der ständigen Verbesserung bestehender Produktionsprozesse einen wichtigen Beitrag zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Erweiterung unseres Produktportfolios. Organisatorische Ausrichtung Unsere Forschungsprogramme sind an den Kundenanforderungen in den Endmärkten ausgerichtet. Wir fokussieren unsere Aktivitäten darauf, Produkte und deren Qualität zu optimieren sowie neue Produkte zu entwickeln. Unsere Forschungs- und Entwicklungseinheiten befinden sich am Standort Dormagen. An unserem Forschungs- und Entwicklungsstandort testen wir beispielsweise technische Kunststoffe für den Leichtbau in der Automobilindustrie. Kostenentwicklung und Beschäftigte Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen in 2022 insgesamt 15.971 T€, was einem Umsatzanteil von 1,74 % entspricht. Zum Jahresende 2022 betrug die Zahl der Beschäftigten in unseren Forschungs- und Entwicklungslaboren 53, was einem Anteil an den Gesamtbeschäftigten von 9,3 % entspricht. Themengebiete und Patentstrategie Wir fokussieren unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf marktnahe Projekte mit kurz- bis mittelfristigem Zeithorizont. Die Ergebnisse unserer Innovationstätigkeit werden, wo es möglich und sinnvoll ist, durch Patente geschützt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter In der LPM GmbH waren zum 31. Dezember 2022 insgesamt 572 Beschäftigte tätig. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 56.136 T€. Löhne und Gehälter machten mit 38.893 T€ den wesentlichen Teil des Personalaufwands aus. Die Sozialabgaben betrugen 17.243 T€, wobei hierin Aufwendungen für Altersversorgung von 13.392 T€ und Aufwendungen für soziale Unterstützung von 3.851 T€ enthalten sind. WIRTSCHAFTSBERICHT RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) aus der LANXESS Deutschland GmbH in die LPM GmbH liegt eine wirtschaftliche Neugründung der LPM GmbH im Sinne des § 267 Abs. 4 HGB im Geschäftsjahr 2022 vor. Dies führt dazu, dass die LPM GmbH bereits zum Stichtag 31. Dezember 2022 als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu klassifizieren ist. Da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat, besteht eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zu den Vorjahreswerten. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das Geschäftsjahr 2022 war nach wie vor durch die anhaltenden Folgen der Coronavirus- Pandemie und des Ukraine-Kriegs gekennzeichnet. Signifikante Beeinträchtigungen der Lieferketten, höhere Rohstoffkosten und Inflationsraten von zum Teil über 10 % sowie rapide steigende Energiepreise haben die Weltwirtschaft stark beeinträchtigt. Zusätzlich verstärkend wirkten in einigen Bereichen anhaltende populistische oder protektionistische Tendenzen sowie anhaltende Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt konnte sich die Wirtschaft im Geschäftsjahr 2022 zwar insgesamt gegenüber dem Vorjahr erholen, dies erfolgte aber deutlich langsamer als ursprünglich erwartet. Alle Regionen verzeichneten einen Aufschwung, welcher jedoch überall deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel. Am schwächsten entwickelten sich der Wirtschaftsraum USMCA und erneut Deutschland mit nur jeweils 2,0 %, während EMEA (inklusive Deutschland) sowie Lateinamerika mit jeweils 3,5 % die höchste Steigerung des Bruttoinlandsprodukts aufwiesen. BIP und Chemieproduktion 2022
Quelle Wachstumsraten 2022: S&P Global Market Intelligence. Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen Die weltweite Produktion von Automobilen lag im Berichtsjahr 3,0 % über dem Vorjahresniveau. Dies war vor allem auf den US-amerikanischen Markt zurückzuführen, der um 8,5 % wuchs, während EMEA (inklusive Deutschland) nur einen Anstieg um 1,0 % und Deutschland einen Anstieg um 2,0 % verzeichnete. Die Automobilindustrie in Lateinamerika konnte um 9,5 % zulegen, hatte aber aufgrund der im Vergleich zu den übrigen Regionen geringeren Bedeutung keinen wesentlichen Einfluss auf den Weltmarkt. Insgesamt blieb die Entwicklung der wichtigen Abnehmerbranchen, trotz starker Aufholeffekte in der Automobilbranche, hinter den Erwartungen zurück. Dies hatte dank des ausbalancierten Portfolios aber nur einen geringen Einfluss auf das Gesamtgeschäft. Alle Prozentangaben stammen aus S&P Global Market Intelligence. FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF WESENTLICHE EREIGNISSE Der Geschäftsverlauf der LPM GmbH ist im Wesentlichen geprägt durch die Einbringung des deutschen HPM Geschäftsbereichs inklusive der Beteiligungen an wesentlichen Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich HPM zum 1. März 2022. Zudem wurde am Standort Krefeld-Uerdingen der Neubau bzw. die Kapazitätserweiterung bei der Produktionsanlage für nachhaltige Hochleistungs-Kunststoffe in Betrieb genommen. Die LPM GmbH stellt auf der neuen Compoundier-Anlage technische Kunststoffe der Marken Durethan® und Pocan® her, die insbesondere in der Automobilbranche sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie zum Einsatz kommen. Vor allem die Elektromobilität ist ein wachsendes Anwendungsfeld für die Materialien des Geschäftsbereichs HPM. Sie werden dort vor allem für Karosserien, Batteriegehäuse und die Ladeinfrastruktur verwendet. ERTRAGSLAGE Unser bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und damit die zentrale Steuerungsgröße der Gesellschaft ist das EBITDA nach IFRS vor Sondereinflüssen. Das EBITDA nach IFRS vor Sondereinflüssen lag im Berichtszeitraum mit 28.928 T€ um 21.632 T€ über dem handelsrechtlichen EBITDA vor Sondereinflüssen von 7.296 T€. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Sondereinflüsse nach IFRS. Überleitungsrechnung vom EBITDA vor Sondereinflüssen zum Jahresüberschuss
Die weiteren Aussagen beziehen sich auf die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung. Umsatz Der Umsatz der LPM GmbH lag im Berichtszeitraum bei 920.091 T€. Die Umsatzentwicklung war im Berichtsjahr vor allem durch energie- und rohstoffpreisgetriebene deutlich höhere Verkaufspreise geprägt. Auftragsentwicklung Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Ein Ausweis des Auftragsbestands der Gesellschaft zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragsstärke nicht aussagekräftig und unterbleibt an dieser Stelle. Bruttoergebnis vom Umsatz Die Kosten der umgesetzten Leistungen betrugen 848.259 T€. Das Geschäftsjahr war geprägt durch stark gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien, so dass das Bruttoergebnis vom Umsatz bei 71.832 T€ und die Bruttomarge bei 7,8 % lag. EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT) In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld betrug das operative Ergebnis vor Abschreibungen bzw. Wertaufholungen (EBITDA) und Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2022 7.296 T€. Die Sondereinflüsse stammen aus der Einbringung des deutschen HPM Geschäftsbereichs in die LPM GmbH und beinhalten EBITDA-wirksame Bewertungseffekte bei den Vorräten. Die Vertriebskosten betrugen 66.406 T€ und waren im Wesentlichen geprägt durch gestiegene Frachtkosten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 15.971 T€ und die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei 7.674 T€. Das operative Ergebnis (EBIT) der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei minus 24.604 T€. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Geschäftsjahres betrugen 9.626 T€. Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, belief sich auf minus 6.385 T€. Finanzergebnis Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 2.233 T€. Es resultierte im Wesentlichen aus Zinsen für gewährte Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3.582 T€. Gegenläufig wirkten sich Zinsen für erhaltene Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 912 T€ sowie Aufwendungen aus der Verzinsung von Pensions- und sonstigen Personalrückstellungen in Höhe von 437 T€ aus. Ergebnis vor Ertragsteuern Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei minus 22.371 T€. Ertragsteuern Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich ein Steuerertrag von 134 T€. Jahresergebnis Der Verlust in Höhe von 22.237 T€ wird, auf Grundlage des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der LANXESS Deutschland GmbH und der LPM GmbH, ausgeglichen. ENTWICKLUNG DER REGIONEN Umsatz nach Verbleib Der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) betrug in 2022 469.981 T€ (51,1 %), die Umsätze in Deutschland lagen im Berichtszeitraum bei 310.503 T€ (33,7 %). Die Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien/Pazifik steuerten 139.607 T€ (15,2 %) zum Umsatz der LPM GmbH bei. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Bilanz- und Kapitalstruktur Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 belief sich auf 1.447.874 T€ und zum 1. März 2022, im Zeitpunkt der Einlage des HPM Geschäfts in die Gesellschaft, auf 721.064 T€. Die eingelegten Vermögensgegenstände und Schulden können dem Anhang entnommen werden. Dabei betrug das langfristige Vermögen 467.518 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 374.218 T€), das insbesondere durch die Einlage des HPM Geschäfts in die Gesellschaft am 1. März 2022 zugegangen ist. Dieses setzt sich aus immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 40.880 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 43.005 T€), aus Sachanlagen in Höhe von 111.965 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 113.723 T€) sowie aus Finanzanlagen in Höhe von 314.673 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 217.489 T€) zusammen. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen bei 5.750 T€ und die Abschreibungen bei 9.627 T€. Den größten Teil der langfristigen Vermögen machten die Finanzanlagen mit 314.673 T€ aus. Der Anteil der langfristigen Vermögensgegenstände am Gesamtvermögen belief sich auf 32,3 %. Im Bereich der kurzfristigen Vermögensgegenstände waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 insgesamt 980.356 T€ (Vorjahr: 25 T€; 1. März 2022: 346.726 T€) in Form von Vorräten, Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen gebunden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 122.867 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 163.129 T€). Diese setzen sich aus offenen Rechnungen für bereits erbrachte Lieferungen und Leistungen zusammen, die zum Bilanzstichtag noch nicht beglichen waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 655.581 T€ (Vorjahr: 25 T€; 1. März 2022: 0 T€). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist gegenüber dem 1. März 2022 insbesondere auf die Darlehensvergabe an Schwestergesellschaften im HPM Geschäftsbereich zurückzuführen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände machten mit 7.421 T€ den kleinsten Anteil der kurzfristigen Vermögegenstände aus. Zum 31. Dezember 2022 wurden die Vorräte mit 190.451 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 183.598 T€) bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hatten zum Bilanzstichtag einen Wert von 4.036 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 0 T€). Auf der Passivseite belief sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 auf insgesamt 245.201 T€ (Vorjahr: 25 T€; 1. März 2022: 397.217 T€), welcher sich im Wesentlichen aus Kapitalrücklagen ergab. Die Eigenkapitalquote betrug folglich 16,9%. Das langfristige Fremdkapital betrug in Summe 57.118 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022: 48.324 T€), das sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergab. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 3,9 %. Das kurzfristige Fremdkapital machte zum 31. Dezember 2022 einen Anteil von 79,2 % der Bilanzsumme aus und betrug 1.147.874 T€ (Vorjahr 0 T€; 1. März 2022 275.522 T€). Das kurzfristige Fremdkapital beinhaltet im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 802.061 T€ (Vorjahr: 0 T€; 1. März 2022 140.000 T€). Der Anstieg gegenüber dem 1. März 2022 steht insbesondere im Zusammenhang mit der Vergabe von Darlehen durch die LPM GmbH an Schwestergesellschaften im HPM Geschäftsbereich. Die bilanzbezogenen Kennzahlen stellten sich wie folgt dar: Kennzahlen
Investitionen Im Jahr 2022 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 5.750 T€, Abschreibungen fielen im gleichen Zeitraum in Höhe von 9.627 T€ an. Die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen im Berichtsjahr im Wesentlichen in folgenden Bereichen:
Die Investitionen betrafen im Wesentlichen den Produktionsstandort Krefeld-Uerdingen. Liquiditätsanalyse Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 wies die LPM GmbH insgesamt 4.036 T€ an liquiden Mitteln aus. Zudem bestehen Netto-Cash Pool Forderungen in Höhe von 4.861 T€. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 8.897 T€ werden zu 100 % in Deutschland gehalten. Dank der guten Liquiditätslage war unsere Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gesichert. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die LPM GmbH als Unternehmen der LANXESS Gruppe verfügt über ähnliche Grundsätze und Finanzierungsziele wie die LANXESS AG und verfolgt somit eine konservative Finanzpolitik und adressiert vorausschauend finanzielle Risiken. Dabei verfolgen wir die Absicht, dem operativen Geschäft zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen zu können, unabhängig von zyklischen Schwankungen der Real- bzw. der Finanzwirtschaft. Neben dem Liquiditätsrisiko erstreckt sich das Finanzmanagement auf weitere finanzwirtschaftliche Risiken, wie beispielsweise Währungsrisiken. Auch hier verfolgen wir das Ziel, unter anderem mittels derivativer Finanzinstrumente, die sich ergebenden finanziellen Risiken zu reduzieren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Detailliert wird das Management dieser Risiken im Chancen- und Risikobericht dargestellt. GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Der Umsatz der LPM GmbH lag im Berichtszeitraum bei 920.091 T€. Er war dabei insbesondere durch stark gestiegene Verkaufspreise über das gesamte Produktportfolio geprägt, die die Weitergabe ebenfalls stark gestiegener Rohstoff- und Energiepreise reflektieren. Zudem war das Geschäftsjahr 2022 durch ein schwieriges Geschäftsumfeld, aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sowie durch die Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs, gekennzeichnet. Beeinträchtigungen der Lieferketten, stark gestiegene Energiepreise und steigende Inflationsraten trübten das globale Wachstum der Weltwirtschaft ein. In einem durch stark gestiegene Rohstoff- und Energiepreise getriebenen wirtschaftlichen Umfeld belief sich das EBITDA nach IFRS vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2022 auf 28.928 T€. Die Sondereinflüsse nach HGB stammen aus der Einbringung des deutschen HPM Geschäftsbereichs in die LPM GmbH und beinhalten EBITDA-wirksame Bewertungs-effekte bei den Vorräten sowie Effekte aus Grunderwerbsteuern für die Übertragung von Grundstücken. Die Bilanzierungs- und Finanzierungspolitik war im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch den geplanten Verkauf des weltweiten Geschäftsbereichs HPM im Geschäftsjahr 2023. Die Bilanzsumme betrug 1.447.874 T€. Das Eigenkapital machte zum 31. Dezember 2022 einen Anteil von 16,9 % der Bilanzsumme aus und betrug 245.201 T€. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir von unseren Stärken und unseren hochwertigen Produkten insgesamt profitiert und ein sehr herausforderndes Jahr trotz Rohstoff- und Energiepreissteigerungen solide abgeschlossen. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt stabil und wir haben in der Separierung des deutschen HPM Geschäftsbereichs wichtige Fortschritte erzielt. Wir sind davon überzeugt, dass wir aufgrund unserer guten Geschäftsstrategie, unserer qualitativ hochwertigen Produkte sowie der Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte- und Produktionsverfahren in den kommenden Jahren weiter wachsen und erfolgreich sein werden. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die LPM GmbH hat erstmalig nach Anwendung der Mitbestimmungsregelungen Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung festgelegt. Als Frist hierfür hat sie jeweils den 30. Juni 2027 bestimmt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft soll im Rahmen der Zielgrößenfestlegung mit mindestens einer Frau besetzt sein. Für die Geschäftsführung der LPM GmbH wird eine Zielgröße für den Frauenanteil von einem weiblichen Mitglied festgelegt. Als Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft sind 10 % für die erste Führungsebene und 13 % für die zweite Führungsebene jeweils bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Im folgenden Konjunkturausblick wird unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dargestellt. Im Anschluss an den Prognosebericht gehen wir auf Chancen und Risiken ein, aus denen sich Abweichungen von der Prognose ergeben können. KONJUNKTURAUSBLICK Das Geschäftsjahr 2022 war neben den anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor allem durch die Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs gekennzeichnet. Beeinträchtigungen der Lieferketten, stark gestiegene Energiepreise und steigende Inflationsraten trübten das globale Wachstum der Weltwirtschaft. Hinzu kamen Unsicherheiten unter anderem durch die unverändert bestehenden Handelsspannungen zwischen den USA und China. Für 2023 erwarten wir, vor allem getrieben durch die Region Asien/Pazifik, eine weitere, wenn auch deutlich geringere Erholung der Weltwirtschaft. Diese ergibt sich aus dem Übergang der Coronavirus-Pandemie in eine Endemie, dem allerdings die Ungewissheit über den Verlauf des Kriegs in der Ukraine gegenübersteht. Auch gehen wir von einer Verbesserung der Lieferketten-Situation in 2023 aus. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass insbesondere in Europa das Nachfrageverhalten in der ersten Jahreshälfte angespannt bleibt und die Herausforderung zu hoher Energiekosten - relativ zu anderen Regionen - die chemische Industrie belasten wird. Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir eine kurzfristige Abschwächung der globalen Nachfrage und somit eine Dämpfung der Inflation. Die geringe Vorhersehbarkeit der Entwicklung der Energiekosten könnte entgegen dieser Annahme den Rückgang der Inflation begrenzen. Für die Region EMEA wird für den Automobilmarkt eine Steigerung von 3,5 % (Quelle: S&P Global Market Intelligence) erwartet. PROGNOSEBERICHT Erwartete Entwicklung der LANXESS Performance Materials GmbH Für das Jahr 2023 erwarten wir eine weitere, wenn auch deutlich geringere Erholung der unserer Absatzmärkte und gehen von einer Verbesserung der Lieferketten-Situation aus. Nichtsdestotrotz erwarten wir, dass insbesondere in Europa das Nachfrageverhalten in der ersten Jahreshälfte angespannt bleibt und die Herausforderung zu hoher Energiekosten weiterhin belasten wird. Auch werden sich die noch hohen Energiepreise aus dem vierten Quartal des Vorjahres zum Jahresanfang 2023 niederschlagen. Unsicherheitsfaktoren bleiben die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise. Die Ergebnisprognose bezieht sich auf das prognostizierte EBITDA nach IFRS vor Sondereinflüssen der LPM GmbH. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einem Ergebnis leicht über Vorjahresniveau aus. Das EBITDA nach IFRS vor Sondereinflüssen betrug im Geschäftsjahr 2022 28.928 T€. Die Nachfrage aus der Automobilbranche sowie aus der Elektro- und Elektronikindustrie sollte sich in der zweiten Hälfte des Prognosezeitraums wieder verbessern. Hohe Energie- und Logistikkosten belasten voraussichtlich auch das Geschäftsjahr 2023. Zusammenfassende Aussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Wir erwarten, dass sich unser Geschäft im laufenden Jahr weiter verbessern wird. Wir müssen jedoch aus der geopolitischen Lage weiterhin Unsicherheiten für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen. Insbesondere der Krieg in der Ukraine stellt ein Unsicherheitsfaktor dar, hat jedoch keinen direkten wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der LPM GmbH, da lediglich Geschäftsbeziehungen in geringem Umfang mit Kunden in diesen Regionen bestehen. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Chancen- und Risikomanagementsystem Unser Erfolg wird wesentlich dadurch beeinflusst, dass wir Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit erkennen und bewusst mit ihnen umgehen. Ziel des Managementsystems ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und sie, entsprechend ihrer Ausprägung, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen, um das Unternehmen langfristig zu sichern und seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu unterstützen. Chancen und Risiken werden verstanden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Chancen- und Risikobewertung Das Chancen- und Risikomanagement ist in den Planungs- und Erwartungsprozess integriert und erfasst Chancen und Risiken als mögliche Abweichungen vom geplanten bzw. erwarteten EBITDA vor Sondereinflüssen oder dem Jahresergebnis und Cashflow. Zur Bewertung der Chancen und Risiken werden je nach Art unterschiedliche Berechnungsverfahren angewendet. Verteilungsorientierte Chancen und Risiken werden durch Sensitivitäten der Plangrößen (Wechselkurse, Rohstoffpreise, Energiepreise) erfasst. So kann die Ausprägung der Variablen sowohl zu einer positiven als auch zu einer negativen Abweichung von der Planung bzw. Erwartung führen. Ereignisbasierte Chancen und Risiken (z. B. Ausfall eines Lieferanten oder Versicherungsfälle), die nur im Falle ihres Eintretens einen Einfluss auf das Ergebnis haben, werden mittels ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das EBITDA vor Sondereinflüssen oder das Jahresergebnis und den Cashflow bewertet. Die Gesamtrisikoposition wird durch Aggregation aller Chancen und Risiken ermittelt. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Zur vollständigen Identifikation der Chancen und Risiken der LPM GmbH dient ein Katalog mit Kategorien, die in den folgenden acht Gruppen zusammengefasst werden: Beschaffungsmärkte Personal Produktion und Technik Sicherheit und Umwelt IT und Information Security Absatzmarkt Finanzbereich Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance Der folgenden Berichterstattung über die den einzelnen Gruppen zugeordneten wesentlichen Kategorien liegt ein Planungshorizont von grundsätzlich einem Jahr zugrunde. Beschaffungsmärkte Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen und Risiken aufgrund der hohen Volatilität von Rohstoff- und Energiepreisen. Eine Preiserhöhung bzw. -senkung bei Einsatzstoffen führt direkt zu einer höheren bzw. niedrigeren Kostenbasis in der Produktion. Ein Preisverfall bei den Einsatzstoffen kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Darüber hinaus resultieren Veränderungen der Rohstoffpreise direkt oder zeitversetzt in höheren bzw. niedrigeren Verkaufspreisen. Diesem Umstand begegnen wir mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Um Lieferengpässe zu vermeiden, haben wir wesentliche Teile der Rohstoffversorgung durch langfristige Lieferverträge sowie durch Preisgleitklauseln in den Verträgen mit den Lieferanten abgedeckt. Vergleichbare Vereinbarungen bestehen auch auf der Verkaufsseite. Ferner achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen über gesteigerte Produktivität auszugleichen. Nicht eingehaltene Abnahmeverpflichtungen können ungeplante Kosten aufgrund von Strafzahlungen zur Folge haben. Gegen eventuelle Lieferengpässe, beispielsweise aufgrund des Ausfalls eines Lieferanten oder einer Vorstufe an einem Verbundstandort, sichern wir uns mit einer angemessenen Bevorratungsstrategie und der Vorhaltung alternativer Bezugsquellen ab. Ausfälle können unter anderem bedingt sein durch mangelhafte Instandhaltung oder durch Insolvenzen aufseiten der Zulieferer. Wir streben an, sowohl Lieferengpässe als auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten beispielsweise dadurch zu vermeiden, dass wir unsere Bezugsquellen ausweiten ("multiple sourcing"). Sollten wir gezwungen sein, im Rahmen von Ausweichplänen auf alternative Bezugsquellen zurückzugreifen, könnte dies z. B. zu höheren Einkaufspreisen oder zusätzlichen Transportkosten führen. Die Logistik sowohl der Waren und Dienstleistungen, die wir beziehen, als auch derjenigen, die wir abgeben bzw. erbringen, ist immer größeren Komplexitäten ausgesetzt. Der steigende Druck auf die globalen Lieferketten und die daraus resultierenden logistischen Engpässe stellen ein zunehmendes Risiko dar. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit einem abgestimmten Management unserer Lieferprozesse und können so das Risiko ungeplanter Produktionsausfälle minimieren. Des Weiteren stellt die Qualität der gelieferten Rohstoffe einen Risikofaktor dar, welcher sich negativ auf die Qualität unserer Produkte auswirken kann. Konkrete Produktspezifikationen unsererseits legen die vom Lieferanten zu erfüllenden Eigenschaften der Rohstoffe fest. Diese werden durch permanente Eingangsanalysen kontrolliert. Personal Eine wesentliche Chance sehen wir in der zunehmenden Digitalisierung im Personalbereich. Wir gehen davon aus, dass durch die Digitalisierung und Standardisierung von Prozessen auch die Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduziert wird, wodurch die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv beeinflusst werden kann und letztlich somit auch die Produktivität gesteigert wird und die Personalkosten gesenkt werden. Das Risiko von Arbeitsniederlegungen im Rahmen von Verhandlungen künftiger kollektivrechtlicher Vereinbarungen oder Reorganisationen ist nicht auszuschließen. Künftige Entgelterhöhungen schlagen sich in steigenden Personalkosten nieder. Eine solche Kostensteigerung der Ressource Personal kann das Ergebnis belasten. Wir begegnen diesem Umstand, indem wir in einer gelebten Sozialpartnerschaft offen mit der Belegschaft und deren Vertretungen kommunizieren. Das Risiko des Fachkräftemangels sehen wir zunehmend in verschiedenen Bereichen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unter anderem unseren Rekrutierungsbereich stärken, Prozesse der Personalbeschaffung standardisieren und in eine attraktive Arbeitgebermarke investieren. Produktion und Technik Fehlende Anlagenverfügbarkeit durch Störungen kann dazu führen, dass Produktionsziele nicht erreicht werden und eine entsprechende Nachfrage nicht ausreichend bedient werden kann, sodass Deckungsbeiträge verlorengehen. Diesem Szenario wirken wir mit umfangreichen Maßnahmen entgegen. Dazu gehören z. B. proaktive Anlagenwartungen, systematische Schulungen unserer Beschäftigten und regelmäßige Audits zur Schwachstellenanalyse. Systematische Sicherheitsbetrachtungen und Gefährdungsbeurteilungen helfen, die Anlagen- und Verfahrenssicherheit zu verbessern. Die Implementierung und Einhaltung der Maßnahmen wird durch Compliance Checks der Gesellschaft überprüft. Auch wenn wir uns grundsätzlich Vorteile von Investitionen versprechen, sind sie auch mit Risiken verbunden. So ist beispielsweise der Erfolg unserer Investitionen unter anderem abhängig von Energiekosten oder auch Förderprogrammen sowie von deren absehbarer Entwicklung. Umsatz- und Ergebniseffekte, die wir aus unseren Investitionen erwarten, sind bereits berücksichtigt. Darüber hinaus können diese gezielten Investitionen weitere operative Chancen eröffnen, weil wir uns hierdurch neue Potenziale erschließen sowie die Positionierung in wichtigen Märkten vorantreiben. Sicherheit und Umwelt Selbst bei hohen (sicherheits)technischen Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse wie Naturkatastrophen oder Terrorismus - nicht völlig auszuschließen. Sie können zu Bränden und Explosionen, der Freisetzung gesundheitsschädlicher Stoffe oder Unfällen führen, bei denen Menschen, Sachen und die Umwelt geschädigt werden könnten. Neben der konsequenten Überwachung von Qualitätsstandards zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfälle sind wir im branchenüblichen Rahmen gegen daraus resultierende Schäden versichert. In unserem Produktportfolio befinden sich unter anderem Substanzen, die als gesundheitsgefährdend eingestuft sind. Um möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen, prüfen wir systematisch die Eigenschaften unserer Produkte und weisen unsere Kunden im Rahmen von Responsible Care® auf Risiken hin, die mit der Verwendung einhergehen. Zusätzlich haben wir branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Regulatorische Maßnahmen können zu einer Verschärfung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltbestimmungen und -Standards in verschiedenen Bereichen führen. Dies kann höhere Kosten, Produktionsverbote und Haftungsrisiken zur Folge haben. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Einhaltung der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) hinzuweisen. Neben direkten Kosten, die aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Erfüllung dieser Normen entstehen könnten, können sich Marktstrukturen aufgrund von Ausweichbewegungen seitens von Anbietern und Kunden in den außereuropäischen Raum zu unseren Ungunsten verändern. Zusätzliche Belastungen im Bereich der Energie- und Umweltpolitik, wie z. B. durch neue Regelungen im Emissionshandel, neue Ökosteuern oder die Neuverteilung der Kosten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), können zu höheren Kosten und damit zum Teil zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Zur Minderung dieses Risikos führen wir ein aktives Energiemanagement durch, um den Verbrauch an Energien zu reduzieren sowie Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen zu erlangen. Auf der Produktionsstätte des Geschäftsbereichs HPM lässt sich nicht ausschließen, dass in historischen Zeiten auch Verunreinigungen des Untergrunds verursacht wurden, die bislang noch nicht identifiziert worden sind. Wir bekennen uns zum Responsible-Care®-Gedanken und betreiben aktives Umwelt- sowie auch proaktives Umweltschutzmanagement. Dies beinhaltet die ständige Überwachung und Untersuchung von Boden, Grundwasser und Luft sowie von Emissionen und Immissionen. Für die notwendigen Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen erkannter Kontaminationen werden, sofern erforderlich, Rückstellungen gebildet. IT und Information Security Beim Umgang mit Informationswerten, insbesondere beim Betrieb und bei der Nutzung von IT-Systemen, bestehen Risiken: Beispielsweise können Netzwerke oder Systeme ausfallen, Daten und Informationen aufgrund von Bedien- und Programmfehlern oder auch externen Einflüssen missbraucht, verfälscht oder gelöscht werden. Insbesondere können wachsend Bedrohungen der IT-Services durch Angriffe von außen (Cyber-Risiken) auftreten. All dies kann zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen, Reputationsschäden oder der Verletzung von Gesetzen wie beispielsweise der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) führen. Aus diesem Grund investiert die Group Function IT im LANXESS Konzern für die LPM GmbH in Maßnahmen zur Sicherung von Informationswerten. Verschiedene Sicherungs- und Kontrollinstrumente sowie Zugangsschutz- und Berechtigungssysteme unterstützen die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Informationen sowie einen störungsfreien Betrieb der Systeme. Zur Verbesserung der Sicherheit der IT-Services werden die Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig bewertet und geprüft. Die Nutzerinnen und Nutzer unserer IT-Systeme werden regelmäßig für IT-Risiken sowie geeignetes Verhalten und Schutzmaßnahmen geschult. Wesentliche IT-Dienstleister müssen durch Zertifizierung nach diesem oder gleichwertigen Standards ein hohes Sicherheitsniveau nachweisen. Zusätzlich hat der LANXESS Konzern zur Absicherung von Cyber-Risiken eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Absatzmarkt Grundsätzlich unterliegt unsere Gesellschaft den allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen, geopolitischen, klimatischen sowie pandemischen Veränderungen in den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind. Die weltweit unveränderte Tendenz zu protektionistischen Maßnahmen, die insbesondere auch die Chemieindustrie treffen würden, sehen wir als mittelfristiges Risiko für Wachstum und Stabilität. Die chemischen Wertschöpfungsketten sind stark vernetzt und global ausgerichtet. Verstärkter Protektionismus würde das Wachstum beeinträchtigen. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten der Gesellschaft beeinflussen, mit entsprechenden positiven bzw. negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Auf der Absatzseite bergen die branchentypische Volatilität und Zyklizität der weltweiten Chemie- und Polymermärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Unsicherheiten für uns. Zusätzliche über die Planung hinausgehende Absatzmöglichkeiten können sich durch die Erschließung neuer Märkte oder die Gewinnung neuer Kunden ergeben. Mittelfristig rechnen wir beispielsweise damit, dass wir von einer zunehmenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen profitieren werden. Neben diesen nachfragebedingten Markteinflüssen können auch strukturelle Marktveränderungen unsere Ertragskraft beeinflussen, etwa durch den Marktaustritt bestehender oder das Auftreten neuer Wettbewerber bzw. zusätzlicher Kapazitäten sowie regionale Verschiebungen, die Migration von Abnehmern in Länder mit niedrigerem Kostenniveau, Produktsubstitution oder durch Konsolidierungstrends auf Absatzmärkten. Wir begegnen diesen Entwicklungen mit einer systematischen Markt- und Wettbewerbsbeobachtung und passen dementsprechend unsere Produktportfolios kontinuierlich an. Die Fokussierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios richtet sich dabei auf innovative, nachhaltige Anwendungssegmente, sodass eine langfristig erfolgreiche Geschäftsausrichtung sichergestellt werden kann. Finanzbereich Die finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken werden zentral erfasst und gemanagt. Im Wesentlichen sind dies die folgenden. Währungen Da die LPM GmbH in geringerem Umfang auch Geschäfte in Fremdwährung durchführt, ist sie Wechselkursschwankungen gegenüber diesen Währungen ausgesetzt. Damit verbundene Risiken werden teilweise gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind. Der Planung für das Geschäftsjahr 2023 liegen feste Wechselkurse zugrunde. Währungsrisiken aus potenziellen Wertminderungen eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen (Transaktionsrisiken) bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Solche Risiken werden grundsätzlich durch Unterstützung der Treasury Abteilung des Konzerns zu 100% abgesichert. Zinsen Bewegungen des Marktzinssatzes können Marktwertänderungen eines Finanzinstruments bewirken. Diese Zinsänderungen betreffen sowohl Finanzanlagen als auch Finanzschulden. Der überwiegende Teil der Finanzschulden besteht mit dem Mutterunternehmen Zehnte LXS GmbH, Köln, und basiert auf rollierenden Darlehen, deren Zinssätze sich auf Basis der Marktzinsen verändern können. Hieraus besteht jedoch nur ein begrenzter Einfluss auf die LPM GmbH. Rohstoffe/Energien Die LPM GmbH ist bei ihrer operativen Geschäftstätigkeit Änderungen der Marktpreise für Energien und Rohstoffe ausgesetzt. Diese werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Kontrahenten Kontrahentenrisiken (Kreditrisiken) bestehen insbesondere aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit unseren Kunden. Kundenrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert, wobei neben internen Informationen auch externe Informationsquellen genutzt werden. Vor allem dann, wenn Kundenportfolios ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, können sie gegen das Kreditrisiko abgesichert werden. Ziel des Forderungsmanagements ist es, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie das Ausfallrisiko zu minimieren. Die laufende Überwachung erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Es werden grundsätzlich geschäfts- bzw. landestypische Zahlungsziele vereinbart. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der derivativen und sonstigen finanziellen Vermögensgegenstände wird (ohne Berücksichtigung nicht bilanzieller Aufrechnungsvereinbarungen) durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Daneben sichert grundsätzlich ein vertraglich vereinbarter Eigentumsvorbehalt das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung durch den Vertragspartner. Der überwiegende Teil der Forderungen entfällt auf Kunden mit sehr guter Bonität. Rechtliches und länderspezifisches Umfeld und Compliance Die LPM GmbH unterliegt rechtlichen Risiken. Der Ausgang von möglichen Verfahren kann wegen der mit Rechtsstreitigkeiten stets verbundenen Unwägbarkeiten nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Soweit es nach den jeweils bekannten Sachverhalten erforderlich war, haben wir als Risikovorsorge für den Fall eines für die LPM GmbH nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet. Nach der derzeitigen Einschätzung bestehen keine Rechtsrisiken mit erheblichem Einfluss auf EBITDA vor Sondereinflüssen. Steuersachverhalte unterliegen gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Beurteilung durch in- oder ausländische Steuerbehörden. Auch wenn wir der Überzeugung sind, alle Sachverhalte korrekt und gesetzeskonform dargestellt zu haben, ist nicht auszuschließen, dass die Steuerbehörden in Einzelfällen zu anderen Ergebnissen kommen. Bedeutung der Chancen und Risiken sowie Ergebnis der Chancen- und Risikobewertung Die identifizierten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung werden, wie zuvor beschrieben, kategorisiert und in Gruppen zusammengefasst. Die Bedeutung der Chancen und Risiken für die Gesellschaft ergibt sich aus ihrer möglichen Auswirkung auf das geplante EBITDA vor Sondereinflüssen. Wesentliche Chancen- und Risiken bestehen aus Energie- und Rohstoffpreisentwicklungen in der Kategorie Beschaffungsmärkte. Zusammenfassende Aussage zur Chancen- und Risikoposition Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Geschäftsjahr 2022 neben den Folgen des Kriegs in der Ukraine weiterhin von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie geprägt. Lieferengpässe, stark gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie hohe Inflationsraten hinterließen weltweit und in den Märkten der Chemieindustrie ihre Spuren und werden auch zukünftig eine Rolle spielen. Wertebasiertes, verantwortungsvolles und verlässliches Handeln, kombiniert mit klaren strategischen Leitlinien, bildet den Kompass, mit dem wir unsere Strategie kontinuierlich umsetzen und uns zu einem nachhaltigen Unternehmen entwickeln. Auch in Phasen wirtschaftlicher Unruhe bauen wir unverändert auf integrierte Wertschöpfungsketten, wettbewerbsfähige, nachhaltige Produkte, in denen wir mit unseren Geschäften eine führende Position im Wesentlichen in Europa einnehmen. Alle Planungen unterliegen bestimmten Prognoserisiken, sodass im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres flexible Anpassungen an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen erforderlich sein können. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Verlässlichkeit von Planungen und Zukunftsaussagen, z.B. aufgrund von Veränderungen auf unseren Be- schaffungs- und Absatzmärkten, grundsätzlich eingeschränkt ist. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen und zukünftigen Finanzierungsstrukturen sowie unserer soliden Liquiditätsausstattung sind wir zuversichtlich, auftretende Risiken zu bewältigen. Hiervon gehen wir insbesondere auch dann aus, wenn die Gesellschaft im 2. Quartal 2023 Teil des mit Advent International geplanten neuen Unternehmens für technische Hochleistungskunststoffe geworden ist. In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann die Geschäftsführung derzeit keine Entwicklungen, hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand der LPM GmbH gefährden.
Köln, den 30. März 2023 LANXESS Performance Materials GmbH Die Geschäftsführung Frederique van Baarle Peter Hanjo Homberg Bilanz zum 31. Dezember 2022(Amtsgericht Köln, HRB 100207)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022(Amtsgericht Köln, HRB 100207)
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Die LANXESS Performance Materials GmbH, Köln (im Nachfolgenden LPM GmbH) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 100207 eingetragen. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen grundsätzlich im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Aufgrund der Einlagen des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) aus der LANXESS Deutschland GmbH in die LPM GmbH liegt eine wirtschaftliche Neugründung der LPM GmbH im Sinne des § 267 Abs. 4 HGB im Geschäftsjahr 2022 vor. Dies führt dazu, dass die LPM GmbH bereits zum Stichtag 31. Dezember 2022 als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu klassifizieren ist. Da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 ihre operative Tätigkeit aufgenommen hat, besteht eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zu den Vorjahreswerten. Alle Beträge im Folgenden sind in T€ angegeben, sofern nicht ausdrücklich andere Einheiten genannt werden. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Zusammenhang mit der Sacheinlage des deutschen HPM Geschäftsbereichs zum 1. März 2022 aktiviert und wird gleichlaufend mit den aktivierten Kundenlisten, Technologien und Marken über 15 Jahre linear abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei den Anschaffungskosten wurden, sofern zutreffend Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungsminderungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Berechnung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt linear entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagengruppen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 250 € bis 1.000 € wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Die geleisteten Anzahlungen des Anlagevermögens sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen sind wie folgt:
Anteile an verbundenen Unternehmen und an übrigen Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren erfolgt zu Durchschnittspreisen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten in € werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die erwarteten Entgeltsteigerungen bei den Tarifmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und bei den leitenden Angestellten betrugen 2,50 % bzw. 2,75 %. Die erwarteten Rentensteigerungen für Altzusagen wurden im Jahresabschluss 2022 auf 2,0 % eingeschätzt. Für Zusagen ab 2001 betrug die erwartete Rentensteigerung 1,00 %. Der Rechnungszins beträgt 1,78 % für Pensionen, 0,58 % für Vorruhestand und 1,44 % für sonstige ähnliche Verpflichtungen. Bei den zugrunde gelegten Rechnungszinssätzen für die Abzinsung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit. Die angenommene Restlaufzeit beträgt für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 Jahre und für Vorruhestand ein Jahr. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erhaltene Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet, Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden für temporäre Bilanzierungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 29,3 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein Passivüberhang. Erläuterungen zu Bilanzposten Zum 1. März 2022 wurde der Geschäftsbereich HPM aus der LANXESS Deutschland GmbH in die LPM GmbH eingelegt. Das von der LPM GmbH übernommene Vermögen stellt sich zu diesem Zeitpunkt wie folgt dar:
Anlagevermögen
Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die LANXESS Performance Materials GmbH unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen.
* Ergebnis nach Ergebnisabführung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten 70.804 € (Vorjahr: 0 T€) Forderungen gegenüber Dritten und gegen verbundene Unternehmen 52.062 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 655.581 T€ (Vorjahr: 25 T€) enthalten im Wesentlichen Darlehensvergaben an Schwestergesellschaften im HPM Geschäftsbereich sowie Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Zehnte LXS GmbH, Köln, in Höhe von 68.981 T€ (Vorjahr: 1 T€ gegenüber der alten Gesellschafterin LANXESS Deutschland GmbH). Eigenkapital Das in das Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 100 T€ (Vorjahr: 25 T€). Im Rahmen der Einlage des Geschäftsbereichs HPM wurde das Stammkapital um 75 T€ erhöht. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag 245.101 T€ (Vorjahr: 0 T€). Diese wurde zum 31. Dezember 2022 aufgrund der Entnahme des Nicht-HPM Geschäfts aus dem Tochterunternehmen LANXESS Performance Materials N.V., Antwerpen (Belgien), durch die LANXESS Deutschland GmbH, Köln, in Höhe von 152.016 T€ gemindert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In den Pensionsrückstellungen werden Versorgungsverpflichtungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Rückstellungen für Pensionen 50.038 T€ (Vorjahr: 0 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB betrug zum Stichtag 4.400 T€ und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen aus den rückdeckungsakzessorischen Versorgungszusagen betragen 3.726 T€ und wurden mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt, von 3.726 T€ (Vorjahr: 0 T€) saldiert. Zinsaufwendungen und Erträge aus der Rückdeckungsversicherung sind im Berichtszeitraum nicht entstanden (Vorjahr: 0 T€). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten (Vorjahr: 0 T€):
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit 61.757 T€ (Vorjahr: 0 T€) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.023.602 T€ (Vorjahr: 0 T€) betreffen im Wesentlichen Darlehensverpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 802.061 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2.984 T€ (Vorjahr: 1 T€) und beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von 786 T€ (Vorjahr: 0 T€) und aus sozialer Sicherheit 17 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Latente Steuern Insgesamt erwartet die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 aus temporären Differenzen eine zukünftige Steuerbelastung. Die passiven latenten Steuern belaufen sich auf 7.080 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die Ermittlung dieses Betrags erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,3 %. Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie von Anteilen an Konzerngesellschaften. Aus den Pensionsverpflichtungen ergibt sich aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht ansetzbarem Pensionsurlaub, ferner aus wertmäßigen Unterschieden unter anderem bei Rückstellungen für Jubiläen und sonstige Rückstellungen sowie aus übrigen Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente Die LANXESS Performance Materials GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten aufgrund sinkender Preise durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert. Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Für Derivate mit negativem Marktwert wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 0 T€) erfasst. Es werden ausschließlich Derivate mit der LANXESS AG, Köln, kontrahiert. Das Nominalvolumen der abgeschlossenen Derivate belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 653.615 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
Derivative Finanzinstrumente zur Abdeckung von Währungsrisiken Zur Absicherung von Währungsrisiken setzte die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ein. Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten (bilanzielles Exposure) schloss die LANXESS Performance Materials GmbH Devisentermingeschäfte mit internen Vertragspartnern im Nominalvolumen von 653.615 T€ (Vorjahr: 0 T€) ab, ihr beizulegender Zeitwert betrug 6.859 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die Devisenkontrakte werden im Jahr 2023 fällig. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Bewertungsmethoden Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Im Einzelnen gilt dabei folgender Grundsatz: Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden mit der "Forward-Methode" aus den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert wurden. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Überall, wo in den einzelnen Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung auf die Angabe der Vergleichszahlen aus dem Vorjahr verzichtet wurde, beträgt das Vorjahr: 0 T€. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich aus Erlösen aus Erzeugnissen und Handelswaren sowie sonstigen Umsatzerlösen (<1%) zusammen. Nach geografisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsatzerlöse in die Region EMEA (ohne Deutschland) mit 469.981 T€ (51,1%), in Deutschland mit 310.503 T€ (33,7%) sowie in Übrige mit 139.607 T€ (15,2%). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 12.778 T€. Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB gliedert sich wie folgt:
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 16.073 T€. Die Wertberichtigungen auf Forderungen betragen 1.373 T€. Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen und ähnliche Erträge stammen aus den gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3.582 T€. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren aus erhaltenen Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 912 T€ sowie Aufwendungen aus der Verzinsung von Pensions- und sonstigen Personalrückstellungen in Höhe von 437 T€. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die latenten Steuern aus temporären Bilanzunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz erhöhen im Umfang von 134 T€ das Ergebnis und betreffen im Wesentlichen das laufende Geschäftsjahr. IV. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt insgesamt 561 Arbeitnehmer beschäftigt.
Aufsichtsrat Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat ein Statusverfahren nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, §§ 97 ff. AktG i.V.m. § 52 GmbHG durchgeführt. Der Aufsichtsrat der LANXESS Performance Materials GmbH hat aus zwei Vertretern der Anteilseigner und einem Vertreter der Arbeitnehmer zu bestehen. Als Anteilseignervertreter wurden durch die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft gewählt:
Als Arbeitnehmervertreter wurde auf Antrag der Geschäftsführung der LANXESS Performance Materials GmbH durch gerichtlichen Beschluss gemäß §§ 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, 104 Abs. 1 S. 2, Abs. 23 AktG i.V.m. § 52 GmbHG zum Mitglied des Aufsichtsrats der LANXESS Performance Materials GmbH bestellt:
Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022:
Auf die Angabe der Organbezüge der Gesellschaft wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 2.611 T€, die zum Abschlussstichtag noch nicht erfüllt waren, aber vertraglich vereinbart wurden sowie aus Miet- und Pachtverträgen. Die Restlaufzeit der Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen gliedern sich wie folgt:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen Kauf und Verkauf von Vermögensgegenständen, Bezug und Erbringung von Dienstleistungen, Nutzung und Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen sowie Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling). Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der LANXESS AG, Köln, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Nachtragsbericht Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt 130 T€ für Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Die LPM GmbH, Köln, ist von der Pflicht zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit, da sie und ihre Tochterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen in den Konzernabschluss der LANXESS AG, mit Sitz in Köln, einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der LANXESS AG, Köln, werden nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt, im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Amtsgerichts-Köln (HRB 53652) hinterlegt. Jahresüberschuss Gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der LANXESS Deutschland GmbH als beherrschendem Unternehmen und der LANXESS Performance Materials GmbH als beherrschtem Unternehmen wurde der Verlust des beherrschten Unternehmens in Höhe von 22.237 T€ ausgeglichen. Der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde zum 31. Dezember 2022 gekündigt.
Köln, den 30. Marz 2023 LANXESS Performance Materials GmbH Frederique van Baarle Peter Hanjo Homberg BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LANXESS Performance Materials GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LANXESS Performance Materials GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LANXESS Performance Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2021 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sind nicht geprüft. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 31. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Krug, Wirtschaftsprüfer |
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