ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

In der Trift 45, 57462 Olpe, DEU

Master Data

Registry
Register court Köln HRB 68657
Previous
Arcelor Grundstücksverwaltung Neckarsulm GmbHArcelorMittal Real Estate South GmbHArcelorMittal Real Estate GmbHArcelorMittal Distribution GmbH
Registered
12/9/2002
Industry
Management activities of other holding companiesActivities of holding companiesWholesale of iron ores, iron, steel and ferrous semi-finished metal products
Purpose
der Handel mit und die Anarbeitung von Stahlerzeugnissen und artverwandten Erzeugnissen aller Art sowie der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Immobilien. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu diensen geeignet sind. Die Gesellschaft ist zusätzlich eine geschäftsleitende Holdinggesellschaft und ist zuständig für die Führung und Überwachung der Beteiligungsgesellschaften.

Financial Overview

History

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Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (3)

NameOwnership
Quadra International Services B.V.NLD
67.50%
ArcelorMittal S.A.LUX
22.50%
ArcelorMittal Downstream Solutions HoldingLUX
10.00%

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Arcelor Distribution GmbH
Germany
€1,380,600
90.00%
Germany
€153,400
10.00%

Holdings

NameOwnership
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 28. März 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beckers, Wirtschaftsprüfer

Judt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 836.516,37 991
836.516,37 991
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.253.553,33 4.449
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.707.398,15 1.892
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.200,76 606
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.043.137,43 828
7.646.289,67 7.774
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.933.317,00 13.933
22.416.123,04 22.699
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.933,78 25
2. Waren 25.275.958,63 28.703
25.298.892,41 28.728
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.485.800,00 1.663
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.056.761,42 9.114
davon gegen Gesellschafter: EUR 13.380.564,60 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.698.377,55 4.313
26.240.938,97 15.090
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.310,88 1
51.550.142,26 43.819
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.652,69 74
74.023.917,99 66.591

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534
II. Kapitalrücklage 23.447.749,18 23.448
24.981.749,18 24.982
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.982.622,00 5.434
2. Sonstige Rückstellungen 6.719.037,29 8.236
11.701.659,29 13.670
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 802,43 90
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.040,69 90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.126.275,39 5.550
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.589.983,47 9.554
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 3.706.631,01 (Vorjahr: TEUR 3.707)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.594.407,54 12.657
davon aus Steuern: EUR: 4.115.240,40 (Vorjahr: TEUR 3.241)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit : EUR: 130.935,76 (Vorjahr: TEUR 148)
37.340.509,52 27.940
74.023.917,99 66.591

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 217.382.386,21 300.321
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.039.747,04 2.812
davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.739,95 (Vorjahr: TEUR 19)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 196.415.326,09 266.750
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.450.510,60 1.846
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.895.867,52 12.574
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.364.062,16 2.861
davon für Altersversorgung: EUR 8.694,84 (Vorjahr: TEUR 597)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 937.602,25 1.195
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.746.549,50 15.329
davon aus Währungsumrechnung: EUR 26.457,24 (Vorjahr: TEUR 4)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.874,70 177
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 33.178,54 (Vorjahr: TEUR 17)
8. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 0,00 1.147
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.695.634,48 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 247.197,19 100
davon aus Aufzinsung: EUR 98.492,00 (Vorjahr: TEUR 95)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 148.705,19 (Vorjahr: TEUR 2)
11. Ergebnis nach Steuern 13.264.741,84 3.802
12. Sonstige Steuern 115.822,76 95
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 3.707
14. Erträge aus Verlustübernahme aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 13.380.564,60 0
15. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ("AMSK") zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 68657 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Fortführungsprämisse aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgelegt.

Sie betragen bei

Jahre
Entgeltlich erworbenen Konzessionen, Schutzrechten oder Lizenzen 3 bis 7
Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 bis 40
Technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 21
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14

Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis einer Unternehmensbewertung nach der Discounted-Cashflow-Methode.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren mit durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet.

Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister.

Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt für die Einzelzusagen 1,00 % p.a. (Vorjahr: 1,00 %) und für die übrigen Leistungen 2,10 % p.a. (Vorjahr: 2,20 %). Zudem wurden unverändert zum Vorjahr die 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet.

Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 209). Dieser unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen besteht hingegen nicht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Für die Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck, eines Rechnungszinses von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich aus dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind.

Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ausweis latenter Steuern unterbleibt in Folge der steuerlichen Organschaft.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteilsbesitz
%
Eigenkapital am 31.12.2023
TEUR
Ergebnis 2023
TEUR
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle 100,0 12.577 -5.696 1

1 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH. Ausgewiesen ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 17.057 (Vorjahr: TEUR 9.114) entfallen mit TEUR 1.147 (Vorjahr: TEUR 1.147) auf den Anspruch der AMSK gegenüber der AMSH aus dem Ergebnisabführungsvertrag aus dem Jahr 2022 sowie mit TEUR 13.381 (Vorjahr: TEUR 0) auf den Anspruch der AMSK aus Ergebnisübernahme gegenüber der Gesellschafterin. Des Weiteren entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 2.287) und auf Forderungen aus Umsatzsteuer TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.719 (Vorjahr: TEUR 8.236) entfallen insbesondere auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 5.543; Vorjahr: TEUR 6.459) und auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 951; Vorjahr: TEUR 1.684).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23.591 (Vorjahr: TEUR 9.554) resultieren mit TEUR 9.403 (Vorjahr: TEUR 3.707) aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung der AMSK gegenüber der Gesellschafterin aus dem Jahr 2022 in Höhe von TEUR 3.707 sowie mit TEUR 5.696 aus der Verpflichtung der AMSK zur Ergebnisübernahme gegenüber der AMSH. Des Weiteren entfallen auf Verbindlichkeiten aus Cashpool TEUR 9.955 (Vorjahr: TEUR 0) und auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 4.232 (Vorjahr: TEUR 5.847).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.594 (Vorjahr: TEUR 12.657) betreffen mit TEUR 3.164 (Vorjahr: TEUR 9.150) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sicherheiten wurden - abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten - nicht bestellt.

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:

Stahl 2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Langstahl 193.806 272.579
Flachstahl 21.108 25.743
214.914 298.322
Erlösschmälerungen -1.584 -2.143
213.330 296.179
Sonstige Umsatzerlöse
- Mieten & Weiterbelastungen aus Dienstleistungen 4.052 4.142
217.382 300.321

Umsatzerlöse nach Regionen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 179.065 257.951
Ausland 38.317 42.370
217.382 300.321

Die Umsatzerlöse (TEUR 217.382; Vorjahr: TEUR 300.321) betreffen neben den erzielten Erlösen aus Warenverkäufen auch Umsätze aus Vermietung und Verpachtung der Grundstücke und Gebäude TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 243) und Erträge aus Umlagen für Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.844 (Vorjahr: TEUR 3.899).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 3.040; Vorjahr: TEUR 2.812) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kosten-Weiterbelastungen (TEUR 2.210; Vorjahr: TEUR 2.356).

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 55) periodenfremd. Sie resultieren aus Erträgen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 2), Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 41) und Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 12).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 14.747; Vorjahr: TEUR 15.329) beinhalten insbesondere Frachtkosten (TEUR 3.611; Vorjahr: TEUR 3.287), Mietaufwendungen (TEUR 2.397; Vorjahr: TEUR 2.295), Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 2.192; Vorjahr: TEUR 2.002), IT-Kosten (TEUR 1.698; Vorjahr: TEUR 2.491), und Instandhaltungskosten (TEUR: 472; Vorjahr: TEUR 1.774). Zudem werden im Berichtsjahr die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 525) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In Vorjahren wurden diese Kosten noch unter den Materialaufwendungen ausgewiesen. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist insoweit eingeschränkt.

Aufwendungen aus Verlustübernahme/Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme entfallen wie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen wie im Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.922; davon sind TEUR 2.142 in 2024 und TEUR 3.780 in Folgejahren fällig.

Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 5.922 bestehen TEUR 41 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns hat die Gesellschaft erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich.

Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2023 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 4.022 (Vorjahr: TEUR 8.029).

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich.

Mitarbeiterzahl

Die AMSK beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) insgesamt 215 Mitarbeiter (Vorjahr: 224), 125 Angestellte (Vorjahr: 124) und 90 Arbeiter (Vorjahr: 100).

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 24 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden Herren bestellt:

Patrick Meessen, Trier (Head of North Area - ArcelorMittal BD Distribution West Europe) bis Juli 2024

Oliver Menrath, Tholey (CMO of Area ArcelorMittal BD Distribution West Europe BA Germany Switzerland)

Für ehemalige Geschäftsführer mit unverfallbaren Anwartschaften sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 327 gebildet. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach §286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Der Konzernabschluss der ArcelorMittal-Gruppe wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die AMSK nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts in Anspruch.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Köln, den 28. März 2025

Oliver Menrath, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.500.068,17 147.335,87 0,00 0,00 2.647.404,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.300.000,00 0,00 0,00 0,00 3.300.000,00
5.800.068,17 147.335,87 0,00 0,00 5.947.404,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.851.414,63 2.617,55 0,00 0,00 9.854.032,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.232.213,62 95.809,56 0,00 0,00 7.328.023,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.711.523,89 171.556,53 4.469,00 21.988,61 2.900.600,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 827.529,19 237.596,85 0,00 -21.988,61 1.043.137,43
20.622.681,33 507.580,49 4.469,00 0,00 21.125.792,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.933.317,00 0,00 0,00 0,00 13.933.317,00
40.356.066,51 654.916,36 4.469,00 0,00 41.006.513,86
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.509.007,00 301.880,67 0,00 1.810.887,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.300.000,00 0,00 0,00 3.300.000,00
4.809.007,00 301.880,67 0,00 5.110.887,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.402.237,56 198.241,29 0,00 5.600.478,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.340.097,21 280.527,82 0,00 5.620.625,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.105.915,79 156.952,47 4.469,00 2.258.399,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.848.250,56 635.721,58 4.469,00 13.479.503,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.657.257,56 937.602,25 4.469,00 18.590.390,81
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 836.516,37 991
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
836.516,37 991
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.253.553,33 4.449
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.707.398,15 1.892
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.200,76 606
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.043.137,43 828
7.646.289,67 7.774
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.933.317,00 13.933
22.416.123,04 22.699

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der am 7. Oktober 2023 durch die Hamas verübte Terrorangriff auf Israel prägten das Jahr 2023. Neben den durch die geopolitischen Spannungen bei Investoren, Produzenten und Konsumenten/-innen ausgelösten Verunsicherungen belasteten auch die Nachwirkungen der Energiepreiskrise und der damit verbundenen massiven Kaufkraftverluste die Wirtschaft. Die Energiepreise stabilisierten sich zwar, allerdings auf sehr hohem Niveau, und belasteten damit besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige. Verschlechterte Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen und die zwar zuletzt stagnierende, aber anhaltend hohe Inflation dämpften die Konjunktur.

1 Vgl.: Statistisches Bundesamt 2024: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 - Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken - "Die Folgen der globalen Krise belasten die deutsche Wirtschaft"; Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2023 - "Statement zur Pressekonferenz am 15. Januar 2024 in Berlin"; Statistisches Bundesamt 2024: Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 - Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9% - "Inflationsrate verstärkt sich im Dezember 2023 wieder mit +3,7%"; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2023/24: Konjunkturerholung verzögert sich

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht behaupten, sondern sank ins Minus.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei -0,3 % gegenüber 2022.

Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2023 bei -0,1 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2022: +1,8 % (preis- und kalenderbereinigt: +1,9 %) und 2021: +3,2 % (preis- und kalenderbereinigt: +3,1 %).

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich. Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft vor allem durch den Dienstleistungsbereich, der sich erneut ausweiten konnte. Hier im Besonderen der Bereich Information und Kommunikation, der mit einem Wachstum von +2,6 % besonders stark zulegen konnte. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stieg um +1,0 % und die Unternehmensdienstleister legten um +0,3 % zu. Auch das Baugewerbe konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie anhaltend hoher Baukosten und verschlechterter Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen, ein Plus von 0,2 % erreichen. Dagegen sank der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, aufgrund sinkender Nachfrage im Groß- und Einzelhandel, als Folge des anhaltend hohen Preisniveaus und verhaltener Konsumbereitschaft, zusammengefasst um -1,0 %. Im verarbeitenden Gewerbe sank die Wirtschaftsleistung um - 0,4 %. Hauptursächlich hierfür waren die anhaltend hohen Energiepreise, die nach wie vor besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige wie Chemie- und Metallindustrie belasteten.

Auf der Verwendungsseite hat das anhaltend hohe Verbraucherpreisniveau sowie der Wegfall staatlich finanzierter Corona Maßnahmen für Impfungen und Ausgleichszahlungen für eine negative Entwicklung gesorgt. Die privaten Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr um -0,8 %. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt um -1,7 %. Tariflohnerhöhungen, Inflationsausgleichszahlungen und eine etwas niedrigere Inflationsrate (2023: +5,9 %, 2022: +6,9 %) konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben nicht verhindern.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2023 um +0,7 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf Dienstleistungsbereiche und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +2,6 %, Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,0 % und Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +0,9 %.

Nach dem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 96,9 im Jahr 2022 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2023 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 82,7. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Defizitquote von +2,0 % (2022 +2,5 %) für den Staat. Die, bis 31. Dezember 2023, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von +3 % wurde damit erneut erreicht.

Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 geringer aus als in vielen anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wird von einem Wirtschaftswachstum für 2023 von +0,6 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von -0,3 % unter dem europäischen Durchschnitt.

2. Entwicklung des Stahlmarkts 2

Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2023 auf ein historisch niedriges Niveau und lag mit 35,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 36,8 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009.

2 Vgl.: Wirtschaftsvereinigung Stahl - Medieninformation - Rohstahlproduktion in Deutschland - Jahresbilanz 2022 vom 23. Januar 2023; Bundesverband Deutscher Stahlhandel 2022: Stahlhandelsstatistik Dezember 2022 Deutschland

Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,4 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies erneut einem Rückgang in Höhe von 0,47 Mio. Tonnen bzw. -4,8 %.

Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Betonstahl (-18,8 %), Stabstahl (-12,4 %), den sonstigen (-7,7 %) und Quartoblechen (-7,6 %) zu verzeichnen. Lediglich der Produktbereich oberflächenveredelte Bleche mit +1,8 % entwickelte sich positiv.

Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2023 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,96 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,18 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,6 Monaten (Vorjahr: 2,7 Monate).

Anders als in 2022, wo der Angriffskrieg in der Ukraine zu einem starken Auf und Ab im Stahlmarkt geführt hat, war das Jahr 2023 geprägt durch ökonomische Schwäche. Damit waren die Rahmenbedingungen für den Stahlhandel generell schlecht, da die schwache Nachfrage zu sehr aggressivem Anbieterverhalten geführt hat. Verschärft wurde die Situation durch teure Lagerbestände, die erhebliche Substanzverluste zur Folge hatten.

3. Geschäftstätigkeit und Beteiligungsstruktur

Nach der Verschmelzung der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, und der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, mit der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, zum 1. Januar 2019 und der Umfirmierung der Gesellschaft in ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, (AMSK) bündelt die Gesellschaft sowohl produktive Tätigkeiten der im weiteren Verlauf genannten Niederlassungen als auch die Tätigkeiten als Finanzholding und Dienstleister in den Funktionsbereichen Finanz- und Rechnungswesen u.a. für das mit ihr verbundene Unternehmen, deren alleinige Gesellschafterin sie ist:

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle ("AMSH")

Zwischen der AMSK und ihrer Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Mehrheitsgesellschafterin der AMSK ist die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin ("AMBH"). Zwischen der AMSK als Organgesellschaft und der AMBH als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Das Unternehmen unterhält die folgenden produktiven Niederlassungen bzw. Standorte:

Essen (Niederlassung der AMSK)

Essen (Niederlassung Montana der AMSK)

Neckarsulm (Niederlassung der AMSK)

Olpe (Niederlassung der AMSK)

Die überwiegend gehandelten Stahlprodukte der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, sind Formstahl/Breitflanschträger, Hohlprofile, Quartobleche sowie Edelbaustahl und Werkzeugstahl. Die Niederlassung Olpe verfügt außerdem über ein Stahl-Vollsortiment mit Ausrichtung auf kleinere Handwerksbetriebe.

Es werden alle stahlverarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau.

4. Geschäftsentwicklung

Der Gesamtabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (-6 %). Ein niedrigeres Preisniveau führte im Vergleich zu 2022 zu deutlich reduzierten Umsatzerlösen (-28 %).

Das EBITDA hat sich mit TEUR -6.450 im Vergleich zum Vorjahr reduziert und liegt damit unter den Erwartungen für 2023.

Die Geschäftsführung betrachtet die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage als weiterhin sehr angespannt, auch wenn sich Verbesserungen zum Jahr 2023 zeigen.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 7.433 auf TEUR 74.024 gestiegen. Folgende Effekte haben sich im Wesentlichen auf die Veränderung der Bilanzsumme ausgewirkt:

Die Lagerbestände sanken im Berichtsjahr und damit die Bestandswerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.429 auf TEUR 25.299.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 1.823 auf TEUR 3.486.

Die AMSK nimmt nach den Verschmelzungen in 2019 an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich, teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen, beläuft sich auf TEUR 4.022 (Vorjahr: TEUR 8.029).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.943 auf TEUR 17.057 gestiegen. Die Zunahme betrifft zum einen Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Anspruch auf Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 13.381 (Vorjahr: TEUR 0). Gegenläufig sank der Cash-Pool-Saldo (Vorjahr TEUR: 5.679) gegen die ArcelorMittal Treasury SNC, insbesondere infolge der Geschäftsentwicklung, und wird im Berichtsjahr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzierung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 2.287).

Die Eigenkapitalquote verschlechtert sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 37,5 % auf 33,7 %.

Die sonstigen Rückstellungen sanken insbesondere durch niedrigeren Rückstellungsbedarf bei den Personalrückstellungen und Rückstellungen für Eingangsrechnungen um TEUR 1.517 auf TEUR 6.719.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 14.036 auf TEUR 23.590 gestiegen. Wesentlichen Anteil hieran hat die aufgrund der Geschäftsentwicklung negative Entwicklung des Cash-Pool-Saldos gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC, welcher unter den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.955 ausgewiesen wird sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Ansprüchen der AMSH gegenüber der AMSK zur Ergebnisübernahme um TEUR 5.696. Gegenläufige Effekte entstanden bei der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche um TEUR 576 auf TEUR 6.126 gestiegen sind.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 5.063 auf TEUR 7.594 betrifft im Wesentlichen die um TEUR 5.986 auf TEUR 3.164 gesunkenen Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf sowie um TEUR 874 auf TEUR 4.115 gestiegene Steuerverbindlichkeiten.

Die aus Miet- und Leasingverträgen resultierenden außerbilanziellen finanziellen Verpflichtungen reduzierten sich um TEUR 1.469 auf TEUR 5.922, im wesentlich bedingt durch vertraglich vereinbarte auslaufende Laufzeiten.

2. Ertragslage

Wir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Unternehmens nicht verwendet.

Mit insgesamt TEUR 217.382 konnten die budgetierten Umsatzerlöse von TEUR 268.217 für 2023 - im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preisverluste - nicht erreicht werden. Die Verkaufspreise fielen im Vergleich zum Vorjahr um 24%, die Einstandspreise um 20%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 228 auf TEUR 3.040 gestiegen. Der Anstieg betrifft insbesondere erhöhte Auflösungen aus Rückstellungen.

Der Materialaufwand sank um TEUR 70.729 auf TEUR 197.866, im Wesentlichen bedingt durch geringere Einstandspreise. Die Absatzpreise sanken ebenfalls. Dies führte zu einer Reduzierung der Marge und einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote von 89,4 % auf 91,0 %.

Die Personalaufwendungen sanken um TEUR 1.175 auf TEUR 14.260 unter anderem bedingt durch gesunkene Mitarbeiterzahlen und einen niedrigeren Bedarf an Personalrückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 582 auf TEUR 14.747 insbesondere bedingt durch niedrigere Instandhaltungskosten (TEUR -1.302) und IT-Kosten (TEUR -793). Gegenläufig stiegen im Wesentlichen die Aufwendungen für Frachtkosten (TEUR +324) an. Zudem werden im Berichtsjahr die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 525) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und nicht mehr im Materialaufwand erfasst. In den übrigen Aufwandskomponenten waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen.

Die Mengen blieben leicht unter den Vorjahreswerten und damit hinter den Erwartungen zurück. Durch erhebliche Marktpreiseinbußen bei gleichzeitig noch teureren Lagerbeständen konnten die Margen pro abgesetzter Tonne nicht gehalten werden und waren damit hauptursächlich für das Ergebnis, das bei einem EBITDA von TEUR -6.450 niedriger als im Vorjahr (TEUR 3.773) ausfällt.

Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungsergebnis 2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Gewinnübernahme
- AMSH 0 1.147
Aufwendungen aus Ergebnisübernahme
- AMSH -5.696 0
Zinsergebnis -181 77
Finanzergebnis -5.877 1.224

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme beträgt TEUR -13.381 und wird von der Gesellschafterin im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages übernommen.

3. Investitionen

Im Jahr 2023, ebenso wie im Jahr 2024, wurden Investitionen in Höhe von TEUR 655 getätigt (2024: TEUR 941). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

Auch für 2025 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant.

4. Finanzierung

Neben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten finanziert sich das Unternehmen vor allem durch eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 9.000. Diese wurde im Gj. unter stillschweigender Zustimmung um TEUR 955 überschritten.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand.

Dadurch steht dem Unternehmen insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Liquide Mittel 10 1
Forderungen aus Cash-Pooling 0 5.679
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling -9.955 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1 -90
-9.946 5.590

Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 15.536 auf TEUR -9.946 resultiert aus Zahlungsmittelabflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 14.712, aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 577 und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 247.

5. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 215 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl teilt sich auf 125 Angestellte und 90 gewerbliche Mitarbeiter auf.

An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen.

Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des ArcelorMittal-Konzerns betreut.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie interne Seminare der Gesellschaft, durchgeführt.

6. Umweltschutz

Es bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert.

C. Risikomanagement

Innerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden.

Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert.

Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen.

Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert.

Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine nennenswerten Risiken, die den Fortbestand in den kommenden Jahren gefährden könnten.

Die Geschäftsleitung der AMSK sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und in der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns.

Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022 konnte die daraus resultierenden Energiekrise durch diverse Anstrengungen Deutschlands, sich unabhängig von russischen Gaslieferungen aufzustellen, abgewendet werden, was dazu führte, dass die Energiepreise nach dem Rekordhoch in den Jahren 2022 und 2023 zuletzt wieder deutlich sanken und damit auch die Inflation abgebremst werden konnte. Neben der abgeschwächten Inflation führten Tariflohnanhebungen zu erhöhten Reallohneinkommen und stärkten damit die Kaufkraft der privaten Haushalte. Jedoch belasten hohe Unsicherheiten hinsichtlich der innen- und außenwirtschaftlichen Perspektiven die wirtschaftliche Lage. Der private Konsum und vor allem Investitionen sind aufgrund der gescheiterten Ampelregierung weiterhin verhalten. Auch jahrelang aufgebaute strukturelle Probleme, wie der Arbeitskräftemangel, belasten die wirtschaftlichen Prognosen Deutschlands.

3 Vgl. statista: Inflationsrate in Deutschland von Januar 2023 bis Januar 2025; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Konjunktur und Wachstum; Bundesministerium für Wirtschaft und Klima: Pressemitteilung vom 29.01.2025 - Jahreswirtschaftsbericht 2025 "Für eine neue wirtschaftliche Dynamik"; ifo Institut: ifo Konjunkturprognose Winter 2024 - "Deutsche Wirtschaft am Scheideweg"; HWWI: HWWI Konjunkturprognose 4_2024; DIW Berlin: Deutsche Wirtschaft dümpelt vor sich hin - Belebung wird zur Zitterpartie; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Stabil, aber glanzlos - "Die Weltwirtschaft trudelt, aber taumelt nicht"

Im Zuge dessen blieb eine Erholung der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. Das Bruttoinlandsprodukt ging in 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die hohen Unsicherheiten bezüglich der innen- und -außenpolitischen Perspektiven Deutschlands dämpfen auch weiterhin die Wachstumsprognosen für Deutschland und die Bundesregierung rechnet aktuell mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von + 0,3 % für 2025.

Trotz bereits vorangegangener sehr verhaltener Einschätzungen betreffend einem geringen Erholungspotential der deutschen Wirtschaft in 2024, haben auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute die Prognosen aufgrund der vorab genannten Schwierigkeiten noch weiter nach unten korrigiert. Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2024 und das ifo Institut rechnet gemäß der ifo Konjunkturprognose vom 12. Dezember 2024 mit einem Rückgang von - 0,1 %, das HWWI (Hamburgisches Welt-Wirtschaftsinstitut) geht von einem Rückgang von - 0,2 % aus und das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) korrigierte seine Prognose um- 0,2 % nach unten. Für 2025 gehen alle genannten Wirtschaftsforschungsinstitute abhängig vom Ausgang der Bundestagsneuwahl am 23. Februar 2025 und der damit erwarteten Stabilisierung der innenpolitischen Lage von einer leichten Belebung und damit Erholung der Wirtschaft aus. Die prognostizierten Wachstumsraten liegen bei + 0,4 % (ifo Institut), + 0,5 % (HWWI) und + 0,2 % (DIW).

Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,8 % für 2024 und + 1,3 % für 2025.

Die Einschätzung der Lage für das Wirtschaftsjahr 2024 war verhalten, da die Marktgegebenheiten unserer Kunden aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau und Handel durch externe Faktoren wie Zinserhöhungen, Konjunkturverschlechterung etc. sich nicht wesentlich verbesserten. Alle Verbraucher waren in ihren Handlungen stets vorsichtig und zögerten Ihre Investitionen weiter hinaus.

Zu Beginn 2024 war in manchen Produktgruppen eine Verbesserung der Verkaufspreise erkennbar, allerdings führte die weiterhin zu geringe Nachfrage zu Druck auf der Angebotsseite, was wiederum fallende Verkaufspreise im Verlauf des Jahres auslöste. Daher lagen die Kennzahlen für 2024 deutlich unter unseren Erwartungen. Der Absatz lag im Vergleich zu 2023 bei ca. 90%. Allerdings mussten wir, auf Grundlage der vorläufigen Zahlen, einen Umsatzrückgang von etwa 10% verzeichnen. Aufgrund gestiegener Margen konnte das EBITDA jedoch um über 20% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Planung, die von einem neutralen Ergebnis ausging, konnte jedoch in Folge der Preis- und Absatzentwicklung nicht erreicht werden.

Für das Jahr 2025 gehen wir von einem leicht positiven Ergebnis aus. Die Umsatzerlöse erwarten wir auf ähnlichem Niveau wie in 2024.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2023.

 

Köln, den 28. März 2025

Oliver Menrath, Geschäftsführer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31.03.2025 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

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