DYPE GmbH
45mOnline communication service provider
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Quadra International Services B.V. | 67.50% |
ArcelorMittal S.A. | 22.50% |
ArcelorMittal Downstream Solutions Holding | 10.00% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
ArcelorMittal Stahlhandel GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ArcelorMittal Stahlhandel GmbHPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 28. März 2025 EY
GmbH & Co. KG
Beckers, Wirtschaftsprüfer Judt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ("AMSK") zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 68657 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Fortführungsprämisse aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgelegt. Sie betragen bei
Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis einer Unternehmensbewertung nach der Discounted-Cashflow-Methode. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren mit durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister. Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt für die Einzelzusagen 1,00 % p.a. (Vorjahr: 1,00 %) und für die übrigen Leistungen 2,10 % p.a. (Vorjahr: 2,20 %). Zudem wurden unverändert zum Vorjahr die 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 209). Dieser unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen besteht hingegen nicht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für die Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck, eines Rechnungszinses von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich aus dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind. Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Ausweis latenter Steuern unterbleibt in Folge der steuerlichen Organschaft. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Anteile an verbundenen Unternehmen
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 17.057 (Vorjahr: TEUR 9.114) entfallen mit TEUR 1.147 (Vorjahr: TEUR 1.147) auf den Anspruch der AMSK gegenüber der AMSH aus dem Ergebnisabführungsvertrag aus dem Jahr 2022 sowie mit TEUR 13.381 (Vorjahr: TEUR 0) auf den Anspruch der AMSK aus Ergebnisübernahme gegenüber der Gesellschafterin. Des Weiteren entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 2.287) und auf Forderungen aus Umsatzsteuer TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.719 (Vorjahr: TEUR 8.236) entfallen insbesondere auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 5.543; Vorjahr: TEUR 6.459) und auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 951; Vorjahr: TEUR 1.684). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23.591 (Vorjahr: TEUR 9.554) resultieren mit TEUR 9.403 (Vorjahr: TEUR 3.707) aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung der AMSK gegenüber der Gesellschafterin aus dem Jahr 2022 in Höhe von TEUR 3.707 sowie mit TEUR 5.696 aus der Verpflichtung der AMSK zur Ergebnisübernahme gegenüber der AMSH. Des Weiteren entfallen auf Verbindlichkeiten aus Cashpool TEUR 9.955 (Vorjahr: TEUR 0) und auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 4.232 (Vorjahr: TEUR 5.847). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.594 (Vorjahr: TEUR 12.657) betreffen mit TEUR 3.164 (Vorjahr: TEUR 9.150) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden - abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten - nicht bestellt. UmsatzerlöseAufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:
Umsatzerlöse nach Regionen:
Die Umsatzerlöse (TEUR 217.382; Vorjahr: TEUR 300.321) betreffen neben den erzielten Erlösen aus Warenverkäufen auch Umsätze aus Vermietung und Verpachtung der Grundstücke und Gebäude TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 243) und Erträge aus Umlagen für Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.844 (Vorjahr: TEUR 3.899). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 3.040; Vorjahr: TEUR 2.812) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kosten-Weiterbelastungen (TEUR 2.210; Vorjahr: TEUR 2.356). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 55) periodenfremd. Sie resultieren aus Erträgen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 2), Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 41) und Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 12). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 14.747; Vorjahr: TEUR 15.329) beinhalten insbesondere Frachtkosten (TEUR 3.611; Vorjahr: TEUR 3.287), Mietaufwendungen (TEUR 2.397; Vorjahr: TEUR 2.295), Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 2.192; Vorjahr: TEUR 2.002), IT-Kosten (TEUR 1.698; Vorjahr: TEUR 2.491), und Instandhaltungskosten (TEUR: 472; Vorjahr: TEUR 1.774). Zudem werden im Berichtsjahr die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 525) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In Vorjahren wurden diese Kosten noch unter den Materialaufwendungen ausgewiesen. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist insoweit eingeschränkt. Aufwendungen aus Verlustübernahme/Erträge aus GewinnabführungsverträgenDie Aufwendungen aus Verlustübernahme entfallen wie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen wie im Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen. 4. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.922; davon sind TEUR 2.142 in 2024 und TEUR 3.780 in Folgejahren fällig. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 5.922 bestehen TEUR 41 gegenüber verbundenen Unternehmen. Außerbilanzielle GeschäfteZusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns hat die Gesellschaft erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2023 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 4.022 (Vorjahr: TEUR 8.029). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich. MitarbeiterzahlDie AMSK beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) insgesamt 215 Mitarbeiter (Vorjahr: 224), 125 Angestellte (Vorjahr: 124) und 90 Arbeiter (Vorjahr: 100). AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 24 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. GeschäftsführungAls Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden Herren bestellt:
Für ehemalige Geschäftsführer mit unverfallbaren Anwartschaften sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 327 gebildet. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach §286 Abs. 4 HGB Gebrauch. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal-Gruppe wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die AMSK nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts in Anspruch. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Köln, den 28. März 2025 Oliver Menrath, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der am 7. Oktober 2023 durch die Hamas verübte Terrorangriff auf Israel prägten das Jahr 2023. Neben den durch die geopolitischen Spannungen bei Investoren, Produzenten und Konsumenten/-innen ausgelösten Verunsicherungen belasteten auch die Nachwirkungen der Energiepreiskrise und der damit verbundenen massiven Kaufkraftverluste die Wirtschaft. Die Energiepreise stabilisierten sich zwar, allerdings auf sehr hohem Niveau, und belasteten damit besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige. Verschlechterte Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen und die zwar zuletzt stagnierende, aber anhaltend hohe Inflation dämpften die Konjunktur. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht behaupten, sondern sank ins Minus. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei -0,3 % gegenüber 2022. Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2023 bei -0,1 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2022: +1,8 % (preis- und kalenderbereinigt: +1,9 %) und 2021: +3,2 % (preis- und kalenderbereinigt: +3,1 %). Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich. Gestützt wurde die deutsche Wirtschaft vor allem durch den Dienstleistungsbereich, der sich erneut ausweiten konnte. Hier im Besonderen der Bereich Information und Kommunikation, der mit einem Wachstum von +2,6 % besonders stark zulegen konnte. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stieg um +1,0 % und die Unternehmensdienstleister legten um +0,3 % zu. Auch das Baugewerbe konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie anhaltend hoher Baukosten und verschlechterter Finanzierungsbedingungen in Folge steigender Zinsen, ein Plus von 0,2 % erreichen. Dagegen sank der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, aufgrund sinkender Nachfrage im Groß- und Einzelhandel, als Folge des anhaltend hohen Preisniveaus und verhaltener Konsumbereitschaft, zusammengefasst um -1,0 %. Im verarbeitenden Gewerbe sank die Wirtschaftsleistung um - 0,4 %. Hauptursächlich hierfür waren die anhaltend hohen Energiepreise, die nach wie vor besonders die energieintensiven Wirtschaftszweige wie Chemie- und Metallindustrie belasteten. Auf der Verwendungsseite hat das anhaltend hohe Verbraucherpreisniveau sowie der Wegfall staatlich finanzierter Corona Maßnahmen für Impfungen und Ausgleichszahlungen für eine negative Entwicklung gesorgt. Die privaten Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr um -0,8 %. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt um -1,7 %. Tariflohnerhöhungen, Inflationsausgleichszahlungen und eine etwas niedrigere Inflationsrate (2023: +5,9 %, 2022: +6,9 %) konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben nicht verhindern. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2023 um +0,7 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf Dienstleistungsbereiche und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +2,6 %, Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,0 % und Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +0,9 %. Nach dem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 96,9 im Jahr 2022 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2023 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 82,7. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Defizitquote von +2,0 % (2022 +2,5 %) für den Staat. Die, bis 31. Dezember 2023, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von +3 % wurde damit erneut erreicht. Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 geringer aus als in vielen anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wird von einem Wirtschaftswachstum für 2023 von +0,6 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von -0,3 % unter dem europäischen Durchschnitt. 2. Entwicklung des Stahlmarkts 2Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2023 auf ein historisch niedriges Niveau und lag mit 35,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 36,8 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009. Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,4 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies erneut einem Rückgang in Höhe von 0,47 Mio. Tonnen bzw. -4,8 %. Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Betonstahl (-18,8 %), Stabstahl (-12,4 %), den sonstigen (-7,7 %) und Quartoblechen (-7,6 %) zu verzeichnen. Lediglich der Produktbereich oberflächenveredelte Bleche mit +1,8 % entwickelte sich positiv. Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2023 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,96 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,18 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,6 Monaten (Vorjahr: 2,7 Monate). Anders als in 2022, wo der Angriffskrieg in der Ukraine zu einem starken Auf und Ab im Stahlmarkt geführt hat, war das Jahr 2023 geprägt durch ökonomische Schwäche. Damit waren die Rahmenbedingungen für den Stahlhandel generell schlecht, da die schwache Nachfrage zu sehr aggressivem Anbieterverhalten geführt hat. Verschärft wurde die Situation durch teure Lagerbestände, die erhebliche Substanzverluste zur Folge hatten. 3. Geschäftstätigkeit und BeteiligungsstrukturNach der Verschmelzung der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, und der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, mit der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, zum 1. Januar 2019 und der Umfirmierung der Gesellschaft in ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, (AMSK) bündelt die Gesellschaft sowohl produktive Tätigkeiten der im weiteren Verlauf genannten Niederlassungen als auch die Tätigkeiten als Finanzholding und Dienstleister in den Funktionsbereichen Finanz- und Rechnungswesen u.a. für das mit ihr verbundene Unternehmen, deren alleinige Gesellschafterin sie ist:
Zwischen der AMSK und ihrer Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Mehrheitsgesellschafterin der AMSK ist die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin ("AMBH"). Zwischen der AMSK als Organgesellschaft und der AMBH als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Das Unternehmen unterhält die folgenden produktiven Niederlassungen bzw. Standorte:
Die überwiegend gehandelten Stahlprodukte der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, sind Formstahl/Breitflanschträger, Hohlprofile, Quartobleche sowie Edelbaustahl und Werkzeugstahl. Die Niederlassung Olpe verfügt außerdem über ein Stahl-Vollsortiment mit Ausrichtung auf kleinere Handwerksbetriebe. Es werden alle stahlverarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau. 4. GeschäftsentwicklungDer Gesamtabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (-6 %). Ein niedrigeres Preisniveau führte im Vergleich zu 2022 zu deutlich reduzierten Umsatzerlösen (-28 %). Das EBITDA hat sich mit TEUR -6.450 im Vergleich zum Vorjahr reduziert und liegt damit unter den Erwartungen für 2023. Die Geschäftsführung betrachtet die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage als weiterhin sehr angespannt, auch wenn sich Verbesserungen zum Jahr 2023 zeigen. B. Darstellung der Lage1. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme ist um TEUR 7.433 auf TEUR 74.024 gestiegen. Folgende Effekte haben sich im Wesentlichen auf die Veränderung der Bilanzsumme ausgewirkt: Die Lagerbestände sanken im Berichtsjahr und damit die Bestandswerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.429 auf TEUR 25.299. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 1.823 auf TEUR 3.486. Die AMSK nimmt nach den Verschmelzungen in 2019 an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich, teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen, beläuft sich auf TEUR 4.022 (Vorjahr: TEUR 8.029). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.943 auf TEUR 17.057 gestiegen. Die Zunahme betrifft zum einen Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Anspruch auf Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 13.381 (Vorjahr: TEUR 0). Gegenläufig sank der Cash-Pool-Saldo (Vorjahr TEUR: 5.679) gegen die ArcelorMittal Treasury SNC, insbesondere infolge der Geschäftsentwicklung, und wird im Berichtsjahr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzierung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 2.287). Die Eigenkapitalquote verschlechtert sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 37,5 % auf 33,7 %. Die sonstigen Rückstellungen sanken insbesondere durch niedrigeren Rückstellungsbedarf bei den Personalrückstellungen und Rückstellungen für Eingangsrechnungen um TEUR 1.517 auf TEUR 6.719. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 14.036 auf TEUR 23.590 gestiegen. Wesentlichen Anteil hieran hat die aufgrund der Geschäftsentwicklung negative Entwicklung des Cash-Pool-Saldos gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC, welcher unter den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.955 ausgewiesen wird sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Ansprüchen der AMSH gegenüber der AMSK zur Ergebnisübernahme um TEUR 5.696. Gegenläufige Effekte entstanden bei der Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche um TEUR 576 auf TEUR 6.126 gestiegen sind. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 5.063 auf TEUR 7.594 betrifft im Wesentlichen die um TEUR 5.986 auf TEUR 3.164 gesunkenen Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf sowie um TEUR 874 auf TEUR 4.115 gestiegene Steuerverbindlichkeiten. Die aus Miet- und Leasingverträgen resultierenden außerbilanziellen finanziellen Verpflichtungen reduzierten sich um TEUR 1.469 auf TEUR 5.922, im wesentlich bedingt durch vertraglich vereinbarte auslaufende Laufzeiten. 2. ErtragslageWir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Unternehmens nicht verwendet. Mit insgesamt TEUR 217.382 konnten die budgetierten Umsatzerlöse von TEUR 268.217 für 2023 - im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preisverluste - nicht erreicht werden. Die Verkaufspreise fielen im Vergleich zum Vorjahr um 24%, die Einstandspreise um 20%. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 228 auf TEUR 3.040 gestiegen. Der Anstieg betrifft insbesondere erhöhte Auflösungen aus Rückstellungen. Der Materialaufwand sank um TEUR 70.729 auf TEUR 197.866, im Wesentlichen bedingt durch geringere Einstandspreise. Die Absatzpreise sanken ebenfalls. Dies führte zu einer Reduzierung der Marge und einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote von 89,4 % auf 91,0 %. Die Personalaufwendungen sanken um TEUR 1.175 auf TEUR 14.260 unter anderem bedingt durch gesunkene Mitarbeiterzahlen und einen niedrigeren Bedarf an Personalrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 582 auf TEUR 14.747 insbesondere bedingt durch niedrigere Instandhaltungskosten (TEUR -1.302) und IT-Kosten (TEUR -793). Gegenläufig stiegen im Wesentlichen die Aufwendungen für Frachtkosten (TEUR +324) an. Zudem werden im Berichtsjahr die Kosten für das Factoring ("Factoringgebühren") in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 525) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und nicht mehr im Materialaufwand erfasst. In den übrigen Aufwandskomponenten waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Die Mengen blieben leicht unter den Vorjahreswerten und damit hinter den Erwartungen zurück. Durch erhebliche Marktpreiseinbußen bei gleichzeitig noch teureren Lagerbeständen konnten die Margen pro abgesetzter Tonne nicht gehalten werden und waren damit hauptursächlich für das Ergebnis, das bei einem EBITDA von TEUR -6.450 niedriger als im Vorjahr (TEUR 3.773) ausfällt. Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:
Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisübernahme beträgt TEUR -13.381 und wird von der Gesellschafterin im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages übernommen. 3. InvestitionenIm Jahr 2023, ebenso wie im Jahr 2024, wurden Investitionen in Höhe von TEUR 655 getätigt (2024: TEUR 941). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Auch für 2025 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant. 4. FinanzierungNeben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten finanziert sich das Unternehmen vor allem durch eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 9.000. Diese wurde im Gj. unter stillschweigender Zustimmung um TEUR 955 überschritten. Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Dadurch steht dem Unternehmen insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 15.536 auf TEUR -9.946 resultiert aus Zahlungsmittelabflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 14.712, aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 577 und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 247. 5. PersonalIm Jahresdurchschnitt waren 215 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl teilt sich auf 125 Angestellte und 90 gewerbliche Mitarbeiter auf. An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen. Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des ArcelorMittal-Konzerns betreut. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie interne Seminare der Gesellschaft, durchgeführt. 6. UmweltschutzEs bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert. C. RisikomanagementInnerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden. Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert. Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert. Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine nennenswerten Risiken, die den Fortbestand in den kommenden Jahren gefährden könnten. Die Geschäftsleitung der AMSK sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und in der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns. Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungNach dem Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022 konnte die daraus resultierenden Energiekrise durch diverse Anstrengungen Deutschlands, sich unabhängig von russischen Gaslieferungen aufzustellen, abgewendet werden, was dazu führte, dass die Energiepreise nach dem Rekordhoch in den Jahren 2022 und 2023 zuletzt wieder deutlich sanken und damit auch die Inflation abgebremst werden konnte. Neben der abgeschwächten Inflation führten Tariflohnanhebungen zu erhöhten Reallohneinkommen und stärkten damit die Kaufkraft der privaten Haushalte. Jedoch belasten hohe Unsicherheiten hinsichtlich der innen- und außenwirtschaftlichen Perspektiven die wirtschaftliche Lage. Der private Konsum und vor allem Investitionen sind aufgrund der gescheiterten Ampelregierung weiterhin verhalten. Auch jahrelang aufgebaute strukturelle Probleme, wie der Arbeitskräftemangel, belasten die wirtschaftlichen Prognosen Deutschlands. Im Zuge dessen blieb eine Erholung der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. Das Bruttoinlandsprodukt ging in 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die hohen Unsicherheiten bezüglich der innen- und -außenpolitischen Perspektiven Deutschlands dämpfen auch weiterhin die Wachstumsprognosen für Deutschland und die Bundesregierung rechnet aktuell mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von + 0,3 % für 2025. Trotz bereits vorangegangener sehr verhaltener Einschätzungen betreffend einem geringen Erholungspotential der deutschen Wirtschaft in 2024, haben auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute die Prognosen aufgrund der vorab genannten Schwierigkeiten noch weiter nach unten korrigiert. Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2024 und das ifo Institut rechnet gemäß der ifo Konjunkturprognose vom 12. Dezember 2024 mit einem Rückgang von - 0,1 %, das HWWI (Hamburgisches Welt-Wirtschaftsinstitut) geht von einem Rückgang von - 0,2 % aus und das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) korrigierte seine Prognose um- 0,2 % nach unten. Für 2025 gehen alle genannten Wirtschaftsforschungsinstitute abhängig vom Ausgang der Bundestagsneuwahl am 23. Februar 2025 und der damit erwarteten Stabilisierung der innenpolitischen Lage von einer leichten Belebung und damit Erholung der Wirtschaft aus. Die prognostizierten Wachstumsraten liegen bei + 0,4 % (ifo Institut), + 0,5 % (HWWI) und + 0,2 % (DIW). Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,8 % für 2024 und + 1,3 % für 2025. Die Einschätzung der Lage für das Wirtschaftsjahr 2024 war verhalten, da die Marktgegebenheiten unserer Kunden aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau und Handel durch externe Faktoren wie Zinserhöhungen, Konjunkturverschlechterung etc. sich nicht wesentlich verbesserten. Alle Verbraucher waren in ihren Handlungen stets vorsichtig und zögerten Ihre Investitionen weiter hinaus. Zu Beginn 2024 war in manchen Produktgruppen eine Verbesserung der Verkaufspreise erkennbar, allerdings führte die weiterhin zu geringe Nachfrage zu Druck auf der Angebotsseite, was wiederum fallende Verkaufspreise im Verlauf des Jahres auslöste. Daher lagen die Kennzahlen für 2024 deutlich unter unseren Erwartungen. Der Absatz lag im Vergleich zu 2023 bei ca. 90%. Allerdings mussten wir, auf Grundlage der vorläufigen Zahlen, einen Umsatzrückgang von etwa 10% verzeichnen. Aufgrund gestiegener Margen konnte das EBITDA jedoch um über 20% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Planung, die von einem neutralen Ergebnis ausging, konnte jedoch in Folge der Preis- und Absatzentwicklung nicht erreicht werden. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem leicht positiven Ergebnis aus. Die Umsatzerlöse erwarten wir auf ähnlichem Niveau wie in 2024. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2023.
Köln, den 28. März 2025 Oliver Menrath, Geschäftsführer Mit Gesellschafterbeschluss vom 31.03.2025 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. |
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