MEMORYWORLD GmbH & Co. KG

32312 Lübbecke, DEU

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Register court Bad Oeynhausen HRA 5317
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4/19/2004

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Financial Report

MEMORYWORLD GmbH & Co. KG

Lübbecke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

MEMORYWORLD GmbH & Co. KG

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

Die MEMORYWORLD GmbH & Co KG ist ein international tätiges Großhandelsunternehmen für IT-Komponenten aller Art. Unser Angebot umfasst ausschließlich Hardwarekomponenten. Die Kernkompetenzen unseres Unternehmens liegen in den Bereichen D-Ram sowie mobile Speichermedien, insbesondere SSD, USB-Sticks, Speicherkarten, CPU und Festplatten.

Zu unseren Kunden zählen u.a. bedeutende Großhändler der EDV-Branche.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter im Ein- und Verkauf.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verlor gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas an Fahrt. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hatten die Konjunktur gedämpft. Hinzugekommen sind ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt.

Das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 betrug in Deutschland 0,3% und im Euroraum 0,5%. Das weltweite Wachstum der Fortgeschrittenen Länder betrug 1,6%.

Das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 war im Allgemeinen durch die Preissteigerungen sowie die anhaltend hohe Inflationsrate und einer insgesamt weiterhin geringeren Nachfrage geprägt, die auf die allgemeine konjunkturelle Unsicherheit zurückzuführen ist sowie - zumindest indirekt - noch als Auswirkung des Ukraine-Krieges interpretiert werden kann.

Die Informationstechnologie sowie die fortschreitende Digitalisierung bescherten der ITK-Branche weiterhin eine stabile (wenngleich etwas geringere) Wachstumsrate, wobei der Schwerpunkt des Wachstums im Bereich Digitalisierung zu finden ist. Hierbei resultierte das Wachstum vor allem aus der Industrie und dem Finanzwesen, wobei jedoch auch der öffentliche Sektor vor allem aufgrund des hohen Digitalisierungspotentials und in Folge von Nachholeffekten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Top-Branchenthemen sind Data Analytics und Cloud Transformation. Die Nachfrage nach reinen "Consumer-Electronics" ist weiterhin rückläufig.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr war erneut ein Umsatzrückgang i.H.v. rd. 8% (VJ: 22,9%) zu verzeichnen. Dieser wird - ähnlich wie im Vorjahr - darauf zurückgeführt, dass der in den Vorjahren noch bestehende deutliche Investitionsstau von Unternehmen mittlerweile aufgeholt wurde, was vor allen in den Jahren bis 2022 zu überdurchschnittlichen Umsatzsteigerungen führte. Insgesamt konnte der Rohertrag sowohl nominal als auch prozentual wieder deutlich gesteigert werden.

Insgesamt konnte trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen das Ziel eines stabilen Umsatzes und Rohgewinns weiterhin erfolgreich durchgesetzt werden.

Der nominale Rohgewinn (ohne sonstige betriebliche Erträge) stieg gegenüber dem Vorjahr um 29,27% (VJ: Rückgang um 34,51%).

Die wesentliche Hauptstrategie der MEMORYWORLD GmbH & Co KG - die Sicherung des Großkundengeschäftes verbunden mit einer langfristigen Festigung eines zuverlässigen Kunden- und Lieferantenstammes - wurde erfolgreich fortgesetzt.

Der Mitarbeiterstamm konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 im Wesentlichen gehalten werden. Die MEMORYWORLD GmbH & Co KG hat sich über die Jahre als feste Größe im gesamten nationalen Distributionsmarkt für mobile Speichermedien etabliert, die außerdem auch über Jahre gefestigte europaweite und internationale Kundenbeziehungen pflegt.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom operativen Geschäft.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 8% gefallen. Der Rohgewinn (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.319 T€, was einer Rohgewinnmarge (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) i.H.v. 7,52% (Vorjahr: 5,21%) entspricht.

Die marktdämpfenden Faktoren des Vorjahres fielen im Wirtschaftsjahr nicht mehr in dieser Intensität ins Gewicht, so dass sich die Ertragslage des Unternehmens insgesamt wieder erholt hat.

Die Auftragslage zum Ende des Wirtschaftsjahres war konstant positiv und leicht über dem Niveau des Berichtsjahres.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 36T€ gestiegen, was einer Erhöhung um 1,6% (VJ: Minderung um 8,1%) entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr erneut um ca. 164 T€ (8,6%) gesunken. Dies ist hauptsächlich in der (umsatzbedingten) Minderung bei den Werbekosten begründet. Forderungsverluste sind im Wesentlichen durch entsprechende Warenkreditversicherungen gedeckt.

Die allgemeine Ertragslage war im Berichtszeitraum in Anbetracht der selbst gesteckten Ziele weiterhin konstant positiv.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Liquidität 1. Grades ist zum Bilanzstichtag leicht gesunken.

Der Finanzbedarf für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023-31.03.2024 war weiterhin zum weitaus größten Teil durch Eigenkapital gedeckt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 27,74% (VJ: 28,37%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können und werden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Eventuelle langfristige Investitionen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin konstant positiv.

c) Vermögenslage

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil, wodurch sich eine weiterhin konstant gute Vermögenslage ergibt.

Die MEMORYWORLD GmbH & Co KG war und ist jederzeit in der Lage, bestehende Verpflichtungen zu begleichen.

Die Quote des bilanziellen Eigenkapitals ist mit 16,96% gegenüber dem Vorjahr (17,61%) geringfügig gesunken. Unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt die Kapitalquote 62,22% (VJ: 63,66%).

Der Bestand des zu finanzierenden Umlaufvermögens fiel zum Jahresende mit 9,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (8,9 Mio. €) höher aus.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, Cash-Flow sowie Ergebnis vor Steuern (EBT) und Ergebnis nach Steuern heran.

Das Rohergebnis ermittelt sich aus dem Verhältnis des Wareneinsatzes zum Gesamtumsatz (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) und ist gegenüber dem Vorjahr um 2.319 T€ auf rd. 9.294 T€ gestiegen.

Der Cash-Flow ermittelt sich aus dem Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen und beträgt im Berichtszeitraum 4.619 T€ (VJ: 2.449 T€).

Der Gewinn vor Steuern betrug für das Berichtsjahr 5.399 T€, somit 2.539 T€ (88,7%) mehr als im Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern macht im Berichtsjahr mit 4.600 T€ ca. 3,72% der Gesamtleistung aus (VJ: 1,81%).

Auf Basis unserer Kennzahlen ergibt sich insgesamt eine weiterhin sehr stabile Unternehmensentwicklung.

III. Prognosebericht

Um die Entwicklung des Unternehmens weiter zu stützen, werden wir von unseren Hauptstrategien der Vorjahre, nämlich die Sicherung des Großkundengeschäftes verbunden mit einer langfristigen Festigung eines zuverlässigen Kunden- und Lieferantenstammes sowie dem Halten einer starken Eigenkapitalquote nicht nennenswert abweichen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens als weiterhin positiv. Gleichwohl erwarten wir aufgrund der allgemein unsicheren Konjunkturlage einen leichten Rückgang bzw. leichte Schwankungen im Rohgewinn. Teilweise kurz- aber insbesondere mittelfristig bestehen klare Chancen aufgrund des anhaltenden Drucks zur Digitalisierung, wenngleich die Umsatzsteigerungen der ITK-Branche eher im Dienstleistungsbereich als im reinen Handel zu erwarten sind. Für das Folgejahr 01.04.2024-31.03.2025 erwarten wir daher unter Abwägung der Risiken und Chancen insgesamt einen Umsatz auf dem Berichtsjahresniveau bei gleichbleibender bis leicht fallender Rohgewinnmarge. Die Kostenstruktur dürfte, abgesehen von allgemeinen Preiserhöhungen, aller Voraussicht nach gleich konstant bleiben.

Insgesamt ist für die MEMORYWORLD GmbH & Co KG für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 nach vorsichtigen Prognosen von einem Jahresüberschuss von rd. 3,8 Mio. € auszugehen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Hier ist insbesondere das Risiko von Kundeninsolvenzen und Forderungsausfällen zu nennen. Forderungsausfälle sind - in Anbetracht der geringen Marge bei gleichzeitig hohen Einzelumsätzen - ein wesentliches Risiko im EDV-Komponentengroßhandel.

Zur Kompensation eines Forderungsausfalls ist ein vielfacher (sicherer) Zusatzumsatz notwendig. Ohne ein professionelles Forderungsmanagement wäre das so entstehende Risiko existenzbedrohend.

Zur Risikominimierung wird das Instrument der Warenkreditversicherung eingesetzt. Die Belieferung der Kunden erfolgt grundsätzlich nur in Höhe des versicherten "Limits", so dass bei einem Forderungsausfall die Versicherung für den Schaden eintritt.

Ein weiteres branchenspezifisches Risiko besteht in einer möglichen Angebotsverknappung bei Haupthandelsgütern sowie einer innovationsbegründeten Umorientierung auf dem Nachfragemarkt. Diesen Risiken begegnen wir mit vorausschauender Planung des horizontalen und vertikalen Produktangebotes.

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist neben den bereits bekannten Risiken das Lieferrisiko zu ergänzen. Durch weltweite Rohstoffknappheit und erhöhte Nachfrage ist diese Problematik auch in der IT-Branche deutlich gestiegen. Einhergehend mit möglichen Lieferengpässen sind in einzelnen Bereichen ebenfalls Preisschwankungen (bzw. temporäre Preiserhöhungen) zu erwarten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Handelsrisiken aufgrund der Zollpolitik der neuen US-Regierung auswirken wird.

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbsrisiken in der Branche haben weiterhin aufgrund der Marktkonzentration sowie der Preispolitik der Hersteller in der Branche zugenommen.

Die MEMORYWORLD GmbH & Co KG operiert auf Märkten, in denen die Preise für die Handelswaren, insbesondere aufgrund der Kurzlebigkeit der Produkte sowie der ständigen Einführung von neuen Produkten und Innovationen schnell fallen. Diese Problematik wird durch die geringe Handelsspanne verstärkt, durch die ein eigentlich positiver Jahresdeckungsbeitrag bereits durch einige wenige negative Transaktionen gefährdet sein kann.

Wir begegnen diesem Risiko vor allem durch eine vorausschauende Bestellpolitik und einer hohen Lagerumschlagsquote von den Warengruppen, die starken Preisverfällen und Schwankungen unterliegen. Ferner wird das Produktportfolio vorausschauend ausgeweitet.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Die Preisfindung im Segment "EDV-Komponenten" findet hauptsächlich über den US-Dollar statt. Deshalb resultieren die oben aufgeführten Preisrisiken - selbst auf der überwiegend in Euro ausgeführten Absatzseite - auch aus Währungsschwankungen.

Das Währungsrisiko erweitert sich auf der Einkaufsseite im Fall von Warenimporten bzw. Einkäufen auf US-Dollar-Basis, denn bei starken Kursschwankungen zwischen Bestellung und Zahlung der Fremdwährungsrechnung können die knappen Rohgewinnmargen durch Währungsverluste stark geschmälert werden.

Dem Währungsrisiko auf der Absatzseite wird vor allem durch den bereits beschriebenen hohen Warenumschlag begegnet, auf der Einkaufsseite werden zur Risikominimierung außerdem Währungstermingeschäfte genutzt.

Aufgrund des hohen Warenumschlags können auch verspätete Zahlungseingänge trotz guter Ertragslage ein hohes Liquiditätsrisiko mit sich bringen. Diesem Risiko wird durch eine vergleichsweise konstant hohe Eigenkapitalquote begegnet, die mit einer hohen Liquidität einhergeht.

2. Chancenbericht

Die vergangenen Jahre haben erwiesen, dass die MEMORYWORLD GmbH & Co KG sich als feste Größe insbesondere auf dem Markt der Speichermedien etabliert hat und in der Lage war und ist, sich Markttrends flexibel anzupassen sowie durch die Schaffung neuer Einnahmequellen auch saisonale Umsatzschwankungen kompensieren und insgesamt schnell und flexibel reagieren kann.

Durch diesen Vorteil besteht unverändert die Chance, die Kernkompetenzen des Unternehmens insgesamt weiter auszubauen und zu festigen.

3. Gesamtaussage

Die Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in dem beschriebenen Wettbewerbsumfeld, den Forderungsausfallrisiken sowie den dargestellten Fremdwährungs- und Preisschwankungen und dem allgemeinen hohen Preisverfallrisiko verbunden mit einer nur geringen Handelsspanne. Vor dem Hintergrund unseres konsequenten Risikomanagements sowie den bereits dargelegten Maßnahmen zur Risikominimierung sehen wir uns auch für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Das Forderungsausfallrisiko wird über die Forderungsausfallversicherung minimiert.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft vorwiegend über die hohe Eigenkapitalquote.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die hohe Eigenkapitalquote ist auch als Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko zu sehen.

Soweit trotz den ergriffenen Sicherungsmaßnahmen bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken bedient sich das Unternehmen einer Forderungsausfallversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Lübbecke, im Mai 2025

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 88.614,00 93.234,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 88.612,00 93.232,00
B. Umlaufvermögen 17.854.176,10 17.196.783,94
I. Vorräte 4.022.820,69 3.409.436,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.861.576,44 5.501.286,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.969.778,97 8.286.060,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.017,00 28.559,83
Summe Aktiva 17.988.807,10 17.318.577,77

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 3.050.000,00 3.050.000,00
I. Kapitalanteile 50.000,00 50.000,00
1. Kapitalanteile Kommanditisten 50.000,00 50.000,00
II. Rücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.224.616,00 1.054.938,00
C. Verbindlichkeiten 13.714.191,10 13.213.639,77
Summe Passiva 17.988.807,10 17.318.577,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 9.293.911,14 6.974.962,27
2. Personalaufwand 2.222.965,54 2.187.171,34
a) Löhne und Gehälter 1.960.369,21 1.931.390,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 262.596,33 255.780,73
davon für Altersversorgung 600,00
3. Abschreibungen 19.248,39 13.684,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.248,39 13.684,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.740.607,95 1.904.625,22
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.666,48 736,25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.791,17 8.052,30
davon an verbundene Unternehmen 9.791,17 8.052,30
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 799.549,73 425.561,00
8. Ergebnis nach Steuern 4.601.414,84 2.436.603,72
9. sonstige Steuern 1.438,00 1.877,00
10. Jahresüberschuss 4.599.976,84 2.434.726,72
11. Gutschrift auf Kapitalkonten 4.599.976,84 2.434.726,72
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang zum 31. März 2024

MEMORYWORLD GmbH & Co. KG

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Der Jahresabschluss der MEMORYWORLD GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches einschließlich der ergänzenden Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie der einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

2. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

3. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft & Co. i.S.d. § 264a HGB i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und nach der degressiven Methode vorgenommen.

5. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

6. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten bewertet. Wertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang gebildet. Dabei wurden Einzelwertberichtigungen zur Berücksichtigung individueller Ausfallrisiken und Pauschalwertberichtigungen zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos berücksichtigt.

7. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

8. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

9. Passivierungspflichtige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen.

10. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

11. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgten zum Stichtagskurs.

12. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

13. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

14. Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Geschäftsjahresabschreibungen sind im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

15. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 3,4 (Vorjahr: TEUR 3,4).

16. Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 251) und betreffen Gewerbesteuer der Gesellschaft für die Veranlagungszeiträume 2022-2024.

17. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.03.2024
TEUR
31.03.2023
TEUR
Gewährleistungen 148 161
Resturlaub und Überstunden 49 58
Abgaben ZPÜ 18 45
Provisionen und Tantiemen 434 469
Rechts- und Beratungskosten 45 45
Übrige 23 26
717 804

18. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 4.989.793,59 EUR (VJ.: 4.914.487,69 EUR).

19. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 108.003,94 EUR (VJ.: 130.741,24 EUR).

20. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 8.616.393,57 EUR (VJ.: 8.168.410,874 EUR). Hierin sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 8.034.842,16 EUR (VJ.: 7.843.021,55 EUR) enthalten.

21. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 557.970,01 EUR (VJ.: 269.865,26 EUR). Die in diesem Posten enthaltenen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen 574,99 EUR (VJ.: 1.016,52 EUR).

22. Haftungsverhältnisse bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

23. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen insgesamt 70 TEUR p. a. (VJ.: 82 TEUR). Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bestehen in Höhe von 180 TEUR p. a. (VJ.: 190 TEUR).

24. Währungsumrechnungen erfolgten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

25. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

26. Die Erträge aus Fremdwährungsumrechnung nach § 256a HGB betragen 146.360,79 EUR. Die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung nach § 256a HGB betragen 128.601,40 EUR.

V. Sonstige Angaben

27. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 25 (Vorjahr: 27) Mitarbeiter beschäftigt, davon 25 (26) Angestellte und 0 (1) Aushilfen.

28. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von der MEMORYWORLD Holding GmbH, Lübbecke, vertreten durch ihren Geschäftsführer Kaufmann Karsten Niedringhaus, Hüllhorst, wahrgenommen. Der Geschäftsführer ist zur alleinigen Vertretung berechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

29. Persönlich haftende Gesellschafterin der MEMORYWORLD GmbH & Co. KG ist die MEMORYWORLD Holding GmbH, Lübbecke, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von 25.000,00 EUR.

30. Das Unternehmen ist beim Amtsgericht Bad Oeynhausen im Handelsregister A auf dem Registrierblatt HRA 5317 eingetragen.

VI. Nachtragsbericht

31. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

Aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ergaben sich keine nennenswerten Auswirkungen, über die zu berichten wäre.

Auswirkungen können sich aus dem zu erwartenden Handelskonflikt infolge der Zollpolitik der US-Regierung ergeben. Hier bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

 

Lübbecke, 26.05.2025

Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.04.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
2,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.871,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.741,00 14.629,39 1,00
Sachanlagen
88.612,00 14.629,39 1,00
88.614,00 14.629,39 1,00
Umbuchungen
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.04.2023 bis 31.03.2024
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.563,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 17.685,39
Sachanlagen
0,00 19.248,39
0,00 19.248,39
Buchwert 31.03.2024
EUR
Buchwert 31.03.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
2,00 2,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.871,00 3.434,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.741,00 89.798,00
Sachanlagen
88.612,00 93.232,00
88.614,00 93.234,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MEMORYWORLD GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MEMORYWORLD GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEMORYWORLD GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübbecke, 26. Mai 2025

Kottkamp, Tepe & Meyer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Kottkamp, Wirtschaftsprüfer

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