Master Data

Registry
Register court Köln HRB 119374
Registered
12/13/2019
Purpose
die Leitung von Unternehmen und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Pflege und der Schutz von Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten. Die Tätigkeit des Unternehmens umfasst den Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen, insbesondere im Aus- und Weiterbildungssektor, deren Gesellschaftszweck mit dem Betrieb und der Verwaltung von Fahrschulen im Zusammenhang steht, sowie die Lizenzvergabe betreffend Marken und anderer gewerblicher Schutzrechte.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Andreas Dr. Günther
since 4/10/2025
Board Member
Boris Polenske
since 6/18/2024
Board Member

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

123fahrschule SE

Köln (vormals: Frankfurt am Main)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Allgemeine Angaben

1. Die 123fahrschule SE mit Sitz in Frankfurt am Main - nachfolgend "123fahrschule" oder "Konzern" - ist eine an der Börse Düsseldorf (Primärmarkt) gelistete Europäische Aktiengesellschaft (international: Societas Europaea, kurz SE).

2. Am 26.10.2020 wurde die 123fahrschule Holding GmbH im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung in die Livonia SE eingebracht und hierdurch der Konzern begründet, für den dieser Konzernabschluss aufgestellt wurde. Zum 31.12.2023 beträgt das Grundkapital des Konzerns EUR 4.875.560,00, eingeteilt in 4.875.560 Stückaktien. Der Gesellschaft steht zum Ende des Geschäftsjahres Herr Boris Polenske als Vorstand vor.

3. Gegenstand des Unternehmens ist die Leitung von Unternehmen und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Pflege und der Schutz von Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten. Die Tätigkeit des Unternehmens umfasst den Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen - insbesondere im Aus- und Weiterbildungssektor - deren Gesellschaftszweck mit dem Betrieb und der Verwaltung von Fahrschulen im Zusammenhang steht sowie die Lizenzvergabe betreffend Marken und anderer gewerblicher Schutzrechte. Insbesondere betreibt die 123fahrschule zum 31.12.2023 ihr Geschäft mit Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hamburg, und Leipzig. Der bundesweite Ausbau des operativen Geschäfts durch Zukauf und Aufbau weiterer Fahrschul-Standorte sowie von Fahrlehrerausbildungsstätten ist vom Vorstand geplant. Der Konzern bietet seinen Kunden eine moderne, digital-gestützte Führerscheinausbildung und optimiert den operativen Betrieb dank standardisierter und automatisierter Prozesse stetig weiter. Dabei setzt das Unternehmen auf proprietäre Software-Lösungen.

4. Die 123fahrschule Holding GmbH fungiert dabei als strategische Führungsholding, die konzernübergreifende Aufgaben wahrnimmt. Dazu zählen neben der strategischen Steuerung auch die Übernahme von Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Konzern-Controlling und -Bilanzierung, Steuern, Recht, Personal, Einkauf und IT sowie Marketing, Investor Relations, Corporate Development und Innovationsmanagement.

5. Neben der 123fahrschule Holding GmbH als Obergesellschaft, der 123invest eins GmbH als Vorratsgesellschaft für Investitionstätigkeiten, der FahrerWerk GmbH als Gesellschaft für die Fahrlehrerausbildung und der 123fahrschule Bildung GmbH zur Abbildung des Geschäfts mit Bildungsgutscheinen und ähnlichen Ausbildungsformen, wird das operative Geschäft der 123fahrschule-Gruppe von den 10 regionalen Betreibergesellschaften der Fahrschulen - 123fahrschule Rheinland GmbH, 123fahrschule Ruhrgebiet-Nord GmbH, 123fahrschule Ruhrgebiet-Süd GmbH, 123fahrschule Niederrhein GmbH, 123fahrschule Hauptstadt GmbH, 123fahrschule NRW GmbH, 123fahrschule Hamburg GmbH, 123fahrschule München GmbH (bis Juli 2023), 123fahrschule Rhein-Sieg GmbH, 123fahrschule Sachsen GmbH - abgebildet. Diese Gesellschaften betreiben zum 31.12.2023 nahezu 60 Fahrschulstandorte in NRW, Berlin, Hamburg, und Leipzig.

6. Die Konzernbilanzsumme der 123fahrschule beträgt TEUR 26.299 zum 31.12.2023. Der Konzernjahresfehlbetrag beziffert sich in 2023 auf TEUR -3.907 und die Umsatzerlöse liegen bei TEUR 20.613.

7. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellt. Die Vergleichszahlen sind entsprechend dem Vorjahreszeitraum dargestellt.

8. II. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Laut der Pressemittteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) vom 15. Januar 2024 lag nach ersten Berechnungen das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als noch im Vorjahr. Auch preis- und kalenderbereinigt liegt das BIP um 0,1 % niedriger als in 2022. Die hohen Preise in allen Wirtschaftsstufen wirkten sich in 2023 merklich negativ auf die Konjunktur aus. Hinzu kamen laut der Präsidentin des statistischen Bundesamtes Ruth Brand "ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage im Aus- und Inland. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem letzten Kalenderjahr vor Beginn der Corona-Pandemie ist das BIP in 2023 um 0,7 % gestiegen.

In 2023 lag dabei nach Zahlen des DStatis die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI), im Vergleich zum Vorjahr bei +5,9 %. Damit lag sie niedriger als noch in 2022 (+6,9 %), jedoch verteuerten sich Nahrungsmittel in 2023 besonders stark, was die Kaufkraft von (potentiellen) Kunden der 123fs senkte. Die aktuellen Aussichten sind aber deutlich positiver und schlagen sich in einer Inflationsrate von nur 2,9 % im Januar 2024 nieder. Dies lässt erahnen, dass sich die angespannte Lage in 2024 entspannen könnte.

9. Laut Erhebungen des Branchenverbandes MOVING (International Road Safety Association e.V.) für ihren Branchenreport 2023 blickt die Fahrschulbranche, trotz der Entwicklung des BIP und der hohen Inflationsraten der letzten Jahre, optimistisch und mit deutlich positiven Umsatzerwartungen in die Zukunft. In dem Report wird bis zum Jahr 2025 mit einem Umsatzplus im Vergleich zu 2020 von 24,2 % auf 2,95 Mrd. Euro gerechnet. In der Auswertung der Umsatzsteuerstatistik auf Bundesländer-Ebene zeigen sich dabei zum Teil deutliche regionale Unterschiede - ein merkliches Umsatzplus verzeichnen jedoch alle Regionen. Insbesondere sehr große Fahrschulen in den neuen Bundesländern mit einem Umsatz von über 500.000 Euro erwarten steigende Umsätze.

Gleichzeitig ist die einsetzende Konsolidierung des Marktes auch in den letzten Jahren deutlich vorangeschritten. So sei, gemäß den Auswertungen des statistischen Bundesamtes (DeStatis), die Zahl der Fahrschulen von 2019 auf 2020 um 4,6 % gesunken. Der Branchenverband Moving erwartet einen weiteren Rückgang um 9,5 % bis 2025.

Dennoch ist die Branche weiterhin durch sehr kleine bis mittelgroße Unternehmen geprägt. So erwirtschafteten im Jahr 2020 nur etwa 8,5 % der Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als EUR 500.000. Diese machen ca. 38 % des gesamten Branchenumsatzes aus. Somit ist die Branche auch weiterhin als höchst fragmentiert zu bezeichnen. Der überwiegende Anteil der Fahrschulen firmiert dabei als Einzelunternehmen

Die Inflation macht sich auch in der Fahrschulbranche in Form gestiegener Ausbildungskosten für Schüler bemerkbar. So erhöhten laut Branchenaussicht 2023 von MOVING 74 % aller Fahrschulen im zweiten Halbjahr 2022 mindestens einmal die Preise. Der Durchschnittspreis für praktische Übungsstunden der Klasse B beträgt gemäß der Umfrage des Verbandes im Januar 2023 58 Euro - ein Plus von. 4 % im Vergleich zu August 2022. Knapp ein Drittel bietet die normale Fahrstunde ab 61 Euro oder mehr an .

Die größte Herausforderung der Branche bleibt bis auf weiteres der Fachkräftemangel. Wie in den meisten Branchen, haben Fahrschulen teils Probleme geeignetes Fachpersonal, vor allem Fahrlehrer zu finden. Fü1. Dezember 2023 die Führerscheinklasse B fehlen laut MOVING in 2023 über 6.400 Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer

Mit Auslaufen der Sondergenehmigungen zur Durchführung von Online-Theorieunterricht hatte zu Beginn des Jahres 2022 der Bundesverkehrsminister die Digitalisierung und Modernisierung der Fahrschulbranche in Aussicht gestellt. Dazu zählte auch der Online-Theorieunterricht. In dem jetzigen Beschluss vom 22./23. März 2023 kommt die Verkehrsministerkonferenz zum selben Schluss und ist gewillt, E-Learning auf Dauer zu genehmigen, sofern die Qualitätsanforderungen, wie beim bisherigen Präsenzunterricht, erfüllt sind . Die 123fahrschule rechnet daher mit einer zeitnahen Umsetzung der Vorhaben der Ampelkoalition aus dem Koalitionsvertrag und dem Wunsch der Verkehrsminister der Länder zu einer verstärkten Digitalisierung der Führerscheinausbildung.

Zum Thema Digitalisierung und Modernisierung der Fahrschulausbildung hat es am 05.02.2024 eine Anhörung der Verbände und Verlage beim BMDV gegeben. Dort wurde in Aussicht gestellt, dass ca. 50 % der derzeitigen Präsenzunterrichte ab dem Jahr 2025 in synchroner und asynchroner Form umgesetzt werden dürfen. Dies ermöglicht der 123fs ihren Digitalisierungsvorsprung im Markt weiter auszubauen.

Das BMDV stellte des Weiteren den Einsatz von Fahrsimulatoren in der Fahrschulausbildung in Aussicht. Nach Aussage des BMDV soll der Fahrsimulator künftig als ein zulässiges Medium in der theoretischen und praktischen Fahrausbildung eingesetzt werden dürfen. In Prüfung steht, ob die B197 Ausbildung künftig durch den Fahrsimulator abgebildet werden darf. Dies würde der 123fs die Möglichkeit eröffnen, künftig noch kosteneffizienter eine Fahrausbildung zu ermöglichen.

10. III. Geschäftsverlauf und Lage

11. des Konzerns

Die 123fahrschule blickt, trotz auch in 2023 diverser exogener Unsicherheits-Faktoren (Ukrainekrise, gestiegene Inflation, Kaufzurückhaltung, volatile Aktienmärkte) und einer daher schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. So konnte mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes das Wachstumsziel auf der Top-Line erreicht werden und darüber hinaus wurde eine deutliche und im Verhältnis zur Umsatzsteigerung überproportionale Verbesserung des EBITDA erzielt.

Insbesondere haben, neben der weiter verbesserten operativen Effizienz, die Ende 2022 beschlossenen Sparmaßnahmen in der Holding sowie eine Restrukturierung der Organisation die Verbesserung des EBITDA ermöglicht. Die regionalen Tochtergesellschaften der 123fahrschule, welche die Fahrschulen vor Ort betreiben, sowie die Fahrlehrerausbildungsstätten haben auch im Geschäftsjahr 2023 einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag geleistet; das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf TEUR 2.436.

Neben der Ausbildung von Fahrschülern hat die 123fahrschule in vier betriebseigenen Fahrlehrerausbildungsstätten in NRW und Berlin erfolgreich die Ausbildung der nächsten Fahrlehrergeneration fortgesetzt. Mit der betriebseigenen Ausbildungsstätte ist es der 123fahrschule gelungen, sich als neutraler Anbieter zu etablieren und sowohl Fahrlehrer für die eigenen Betriebe als auch für den Markt auszubilden. Darüber hinaus erwirtschaftete die FahrerWerk GmbH einen signifikanten Ergebnisbeitrag mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von TEUR 485.

Politisch hat sich die 123fahrschule auch im Jahr 2023 für eine dauerhafte Genehmigung von Online-Theorieunterricht und eine generelle Öffnung für weitere Digitalisierung der Ausbildungsprozesse stark gemacht. Dies ist nach wie vor ein wichtiges strategisches Ziel und würde den Wettbewerbsvorsteil der 123fahrschule bei Kunden sowie die Personalkostenquote des Unternehmens deutlich verbessern. Die klare Aussicht auf eine dauerhafte Genehmigung des Online Theorieunterrichts ab Januar 2025 lässt das Unternehmen deutlich positiv auf die nächsten Jahre blicken.

Da es sich bei der 123fahrschule um ein junges, dynamisches Start-up-/Scale-up-Unternehmen handelt, unterliegt die Geschäftsentwicklung einer größeren Schwankungsbreite als bei etablierten und eingeschwungenen Unternehmen. Zudem verstärkt die durch die Ukrainekrise, die gestiegene Inflation sowie durch volatile Aktienmärkte geprägte gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland die planerische Unsicherheit. Trotzdem rechnet die Geschäftsführung auch im Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Wachstum.

a) Ertragslage

12. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 20.613 (Vj. TEUR 16.668), die im Wesentlichen mit TEUR 15.587 (Vj. TEUR 13.477) durch Erlöse der Fahrschulen, aus den Erlösen des Bildungsträgergeschäfts mit TEUR 2.324 (Vj. TEUR 978) und der Fahrlehrerausbildung mit TEUR 2.702 (Vj. TEUR 2.213) generiert werden.

13. Der Personalaufwand liegt insgesamt bei TEUR 13.659 (Vj. TEUR 12.138). Bei einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 271 Mitarbeitern liegen die Aufwendungen bei TEUR 50 pro Mitarbeiter (hochgerechnet auf das Gesamtjahr).

14. Die Abschreibungen von TEUR 3.421 (Vj. TEUR 2.970) beinhalten planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeuge und geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 1.812, Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Konsolidierung in Höhe von TEUR 416 sowie mit TEUR 1.193 auf den aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns 123fahrschule Holding entstandenen Firmenwert, der über 7 Jahre abgeschrieben wird. Die verminderte Abschreibungsdauer wurde aufgrund der Tatsache gewählt, dass die Führerscheinausbildung ein eher kurzfristiges und einmal konsumiertes Produkt ist und sich der Kundenstamm dadurch schnell verändert.

15. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 9.020 (Vj. TEUR 8.393). Hierin enthalten sind insbesondere Aufwendungen für Kfz-Betriebskosten und -Leasing, Kosten der Kapitalbeschaffung, Mieten und Pachten, Rechts- und Beratungskosten sowie Marketing.

16. Das Betriebsergebnis (Posten 1 bis 7 der Gewinn- und Verlustrechnung) beläuft sich auf TEUR -4.308 (Vj. TEUR -5.642). Die Zinsaufwendungen resultieren überwiegend aus Investitions-Darlehen.

17. Für die in 2023 aufgelaufenen gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verluste der 123fahrschule Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften inklusive Verlustvorträgen sowie der aktvierten Eigenleistungen wurde saldiert ein steuerlicher Ertrag für aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 523 (Vj. TEUR 1.357) gebildet. Für die anfallenden Steuerzahlungen der Fahrschule und Fahrlehrerfachschule Horst Fornefeld GmbH sind Rückstellungen i.H.v. TEUR 19 passiviert.

18. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.907 (Vj. TEUR 4.380).

b) Finanzlage

19. Der Finanzmittelfonds weist zum Jahresende 2023 einen Wert i.H.v. TEUR 745 (Vj. TEUR 335) aus. Die Liquidität des Konzerns ist aufgrund von Eigenkapitalmaßnahmen jederzeit gesichert. Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Kapitalerhöhungen.

20. Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr durchweg ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Die Sicherung der laufenden Liquidität erfolgt durch ein besonderes Monitoring der Geschäftsführung und durch Mittelaufnahme am Kapitalmarkt.

21. Es wurde unter dem 10.05.2023 eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts gegen Sacheinlage in Höhe von EUR 71.334,00 gegen Ausgabe von 71.334 neuer Stückaktien beschlossen, die unter dem 22.06.2023 im Handelsregister eingetragen wurde. Des Weiteren wurde vom Aufsichtsrat unter dem 23.06.2023 eine Kapitalerhöhung um 143.195 Stück auf EUR 3.321883,00 beschlossen, die am 03.07.2023 ins Handelsregister eingetragen wurde. Unter dem 13.11.2023 wurde die Durchführung einer Kapitalerhöhung unter Gewährung des gesetzlichen Bezugsrechts gegen Bareinlagen um EUR 1.509.946,00 durch Ausgabe von 1.509.946 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen und unter dem 20.11.2023 ins Handelsregister eingetragen Des Weiteren erging unter dem 08.12.2023 der Beschluss über die Festsetzung des Volumens und die Durchführung der Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts um EUR 43.731,00 durch Ausgabe von 43.731 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Diese Kapitalerhöhung wurde unter dem 14.12.2023 ins Handelsregister eingetragen.

c) Vermögenslage

22. Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 TEUR 26.299. Das langfristige Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 15.601, das Umlaufvermögen auf TEUR 6.742, der aktive Rechnungsabgrenzungsposten auf TEUR 432 und die aktiven latenten Steuern auf TEUR 3.523.

23. Innerhalb des Anlagevermögens werden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 11.301 ausgewiesen, die größtenteils über 7 Jahre abgeschrieben werden. Das Umlaufvermögen besteht überwiegend aus kurzfristigen Forderungen. Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in Anlage 5 dargestellt.

d) Personal

24. Anzahl der Mitarbeiter 12/2023

25.

26. Anzahl der Mitarbeiter 12/2022

27.

Ein entscheidendes Element für den unternehmerischen Erfolg des Konzerns sind engagierte, kreative, verantwortungsbewusste und selbständig handelnde Mitarbeiter, die entsprechend motiviert sind. Daher genießt die Entwicklung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter besondere Priorität. Insbesondere wird Umsatzwachstum maßgeblich durch die Gewinnung zusätzlicher Fahrlehrer erzielt. Die 123fahrschule stellt ihren Mitarbeitern modernste Arbeitsmaterialien zur Verfügung, schafft Raum für kreative Ausgestaltung der Arbeit, ermöglicht digitale Termin- und Kursplanung und legt großen Wert auf Loyalität und Kollegialität.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Geschäftsjahr 2023 von 249 auf 274 gestiegen. Die zugewonnenen Mitarbeiter stammen aus dem organischen und strukturellen Wachstum. Insbesondere wurde eine bedarfsgerechte Kundenberatung etabliert.

Durch die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, mittels der proprietären Softwarelösungen, konnte die 123fahrschule ihr Personal - vor allem in der Kundebetreuung -in 2023 erneut effizienter als der Wettbewerb einsetzen. Auch in Zukunft setzt die 123fahrschule darauf, Effizienzsteigerungen durch Softwarelösungen zu erzielen.

e) Anmeldezahlen

Im Vergleich zum Jahr 2022 sind bei der 123fahrschule in 2023 die Schüler-Anmeldungen, entgegen der insgesamt schwachen Konjunktur in Deutschland im Privatkundengeschäft (Klassen A, B, BE) nur leicht zurückgegangen. Zudem haben Preiseffekte als zusätzlicher Faktor zur Erhöhung des Umsatzes beigetragen.

Die Schüler-App der 123fahrschule wird dabei von Kunden als USP wahrgenommen. Auch in 2023 konnte die Ausbildungsqualität dank quantitativ gestützter Auswer023ungen weiter ve022bessert werden und das digitale Schulungsangebot sowie die Online-Verwaltung der Ausbildung wurde erweitert.

f) Sicherheit

Die Themengebiete Arbeits- und Datensicherheit werden bei der 123fahrschule ernst genommen. Prozesse werden regelmäßig hinterfragt, geltendes Recht eingehalten und Mitarbeiter intern zu diesen Themen geschult. Insbesondere ist die Datenverarbeitung und der Schutz der personenbezogenen Kundendaten für die 123fahrschule von höchster Wichtigkeit.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie der Datenschutzbeauftragte wurden extern bestellt.

g) Forschung und Entwicklung

Für die weitere Entwicklung und Expansion der 123fahrschule ist der Ausbau des proprietären Technology-Stacks einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Der Fokus liegt in der Softwareentwicklung darauf, sämtliche Ausbildungs- und Verwaltungsprozesse in der Fahrschule vollständig zu digitalisieren. Im Vergleich zu normalen Fahrschulen erwartet das Unternehmen mittelfristig einen deutlichen positiven Ergebniseffekt und eine signifikante Erleichterung und Verbesserung des Ausbildungsprozesses für den Schüler. Mit der damit einhergehenden gesteigerten Kundenzufriedenheit geht das Unternehmen davon aus, dass damit der Marktanteil deutlich gesteigert werden kann und die 123fahrschule bundesweit als starke Marke wahrgenommen wird.

28. IV. Chancen- & Risikobericht

29. a) Markt- und Wettbewerbsbezogene Chancen & Risiken

Die aktuelle Inflation und Kaufzurückhaltung der deutschen Konsumenten kann das Umsatzpotential von Fahrschulen potentiell stark belasten. Der Führerschein ist für die junge Zielgruppe als teure Investition einzustufen. Da jedoch viele jungen Menschen für die Arbeit oder aufgrund familiärer Veränderungen auf einen Führerschein zwangsläufig angewiesen sind, ist hier eher von Umsatzverzögerungen/-verschiebungen in die Zukunft auszugehen. In welchem Umfang sich die Auswirkungen langfristig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 123fahrschule niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur zu schätzen und stark abhängig von der weiteren Entwicklung an den Märkten und auch der Krisensituation in der Ukraine. Es lässt sich jedoch bereits jetzt festhalten, dass die Risiken für die Wirtschaftsleistung des Unternehmens umso stärker sind, je länger eine Inflation auf diesem Level bestehen bleibt.

Mit Wegfallen der Ausnahmenregelungen für Online-Theorieunterricht Mitte des Jahres 2022 ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil der 123fahrschule zeitweise in den Hintergrund getreten. Anfang 2022 hatte jedoch der Bundesverkehrsminister die Digitalisierung und Modernisierung der Fahrschulbranche positiv in Aussicht gestellt, dazu zählte auch der Online-Theorieunterricht. In dem jetzigen Beschluss vom 22./23. März 2023 der Verkehrsministerkonferenz heißt es in Bezug auf die Optimierung der Fahrschülerausbildung, dass man gewillt ist, E-Learning auf Dauer zu genehmigen, sofern die Qualitätsanforderungen wie beim bisherigen Präsenzunterricht erfüllt sind.

Zum Thema Digitalisierung und Modernisierung der Fahrschulausbildung hat es am 05.02.2024 eine Anhörung der Verbände und Verlage beim BMDV gegeben. Dort wurde in Aussicht gestellt, dass ca. 50 % der derzeitigen Präsenzunterrichte ab dem Jahr 2025 in synchroner und asynchroner Form umgesetzt werden dürfen. Dies ermöglicht der 123fs ihren Digitalisierungsvorsprung im Markt weiter auszubauen.

Das BMDV stellte des Weiteren den Einsatz von Fahrsimulatoren in der Fahrschulausbildung in Aussicht. Nach Aussage des BMDV soll der Fahrsimulator künftig als ein zulässiges Medium in der theoretischen und praktischen Fahrausbildung eingesetzt werden dürfen. In Prüfung steht, ob die B197 Ausbildung künftig durch den Fahrsimulator abgebildet werden darf. Dies würde der 123fs die Möglichkeit eröffnen, künftig noch kosteneffizienter eine Fahrausbildung zu ermöglichen.

Mit dem stärkeren Rückenwind aus der Politik wird die 123fahrschule SE ihre erfolgreiche Expansionsstrategie noch konsequenter auf ein dauerhaftes Bestehen der Online-Theorie-Ausbildung ausrichten und gerade in Großstädten die Vorteile des digitalen Unterrichts stärker ausspielen. Dank der digitalen DNA sowie der eigenen Softwarelösungen ist die 123fahrschule optimal aufgestellt um sich, wie schon während der Ausnahmegenehmigungen, in der Kundenwahrnehmung klar vom Wettbewerb abzusetzen. Außerdem wird die 123fahrschule dann wieder merklich an Raumkosten und Personal einsparen und sich voll auf die digitale Kundenansprache fokussieren. Die 123fahrschule setzte sich auch in 2024 weiter aktiv politisch für die Umsetzung des Beschlusses der Verkehrsministerkonferenz sowie weitere Digitalisierungsschritte ein.

Der Beruf des Fahrlehrers gehört zu den Mangelberufen in De tschland. Mit 54,2 Jahren ist das Durchschnittsalter der Fahrlehrer im Markt sehr hoch. Da eine Umsatzsteigerung für Fahrschulen - neben Preissteigerung1. Dezember 2023n - vor allem durch das Ei. Januar 2023stellen weiterer Fah23fahrschule SE lehrer erreilopstockstr. 1ht wird, ist der We0968tbewerb um Fahrlehreöln sehr umkämpft. 023Dies sorg022 auf der einen Seite für steigende Löhne, erlaubt auf der anderen Seite aufgrund des Missverhältnisses von Angebot zu Nachfrage von Fahrstunden ebenfalls signifikante Preissteigerungen. Die Absatzrisiken für den Konzern sind daher als niedrig einzustufen. Dennoch bleibt der Fahrlehrermangel ein Risiko für das weitere Wachstum der 123fahrschule. Um dem Fahrlehrermangel aktiv entgegenzuwirken, bildet die 123fahrschule in ihrem Tochterunternehmen FahrerWerk GmbH Fahrlehrer in eigenen Fahrlehrerausbildungsstätten in NRW und Berlin aus. Auch dank der Lockerung der Eintrittsanforderungen zur Fahrlehrerausbildung aus 2018 ist jedoch damit zu rechnen, dass in den folgenden Jahren mehr junge Fahrlehrer nachrücken und sich der Fachkräftemangel reduziert.

30. b) Technisches Ausfallrisiko

Das Geschäftsmodell der 123fahrschule ist stark auf digitale Prozesse und Schulungsangebote zugeschnitten. Der Konzern setzt im Rahmen des gesamten Geschäftsbetriebes - meist proprietäre - Softwarelösungen ein. Die Geschäftstätigkeit der 123fahrschule könnte auch durch Ausfälle oder Störungen der IT-Systeme und Netzwerke infolge von Zerstörungen der Hardware, Systemabstürzen, Softwareproblemen, Virenattacken, Eindringen unbefugter Personen (Hackern) in das System oder vergleichbarer Störungen erheblich beeinträchtigt werden. Um signifikante Kosten solcher Inzidente zu vermeiden, werden die IT-Risiken intern aktiv überwacht und Präventivmaßnahmen z. B. durch Back-ups, automatisierte Tests und andere (sicherheits-) technische Maßnahmen getroffen. Sollte die 123fahrschule die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer IT-Infrastruktur nicht in angemessener Weise gewährleisten können, könnte dies negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 123fahrschule haben.

31. c) Organisatorische und

32. Unternehmensrisiken

Die Umsetzung der Geschäftsstrategie und Unternehmensziele und damit die Entwicklung der 123fahrschule basiert insbesondere auf den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der derzeitigen Führungskräfte (Vorstand und weitere Führungskräfte unterhalb des Vorstands). Es besteht das Risiko, dass es dem Konzern nicht gelingen wird, die Führungskräfte im Unternehmen zu halten oder erforderlichenfalls neue Führungskräfte zu gewinnen. Sollten einzelne oder mehrere Führungskräfte das Unternehmen verlassen, besteht die Gefahr, dass wertvolle Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die 123fahrschule verloren gehen und/oder Mitbewerbern zugänglich gemacht werden.

Ferner besteht die Gefahr, dass sich Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten neuen Führungskräften auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken und dementsprechend mit nachteiligen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns verbunden sind.

Neben dem potenziellen Verlust von Führungskräften ohne ebenbürtigen Ersatz würde sich auch ein Netto-Verlust von Fahrlehrern negativ auf das Wachstum und die Chancen der 123fahrschule und damit deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Der Vorstand sorgt für adäquate Incentivierung der Mitarbeiter - monetärer und nicht-monetärer Natur - und strebt ein gutes Arbeitsklima an, um die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken gering zu halten.

Beschaffungsrisiken ergeben sich neben dem Fahrlehrermangel in der Beschaffung einer ausreichenden Anzahl an Fahrzeugen. Durch potenzielle Lieferengpässe der KFZ-Hersteller kann es dabei zu Umsatzausfällen kommen. Dieses Risiko wird durch eine entsprechende langfristige Planung und Beziehungspflege zu den Lieferanten so gering wie möglich gehalten. Durch den Zugriff auf und die Beziehung mit vielen Herstellern kann die 123fahrschule Engpässe bei einem Hersteller oft durch eine Lieferung bei anderen Unternehmen substituieren.

Auch die Betriebskosten, insbesondere für Strom und Gas, sind im letzten Jahr deutlich gestiegen. Die Ukrainekrise und die angespannte politische Lage sind hier als Teilgrund zu nennen. Preiserhöhungen sind in der Business-Planung der 123fahrschule in ausreichendem Maße eingepreist und daher zwar relevant aber nicht als bedrohlich zu werten.

33. d) Akquisitionschancen & -risiken

Das hohe Durchschnittsalter der Fahrlehrer führt dazu, dass sich für die 123fahrschule immer wieder interessante Übernahmetargets eröffnen. Finden Unternehmer keinen Nachfolger, so kann die 123fahrschule kleinere Unternehmen zu attraktiven Multiples übernehmen und bundesweit weiter wachsen.

Eine Integration von zugekauften operativen Einzelgesellschaften beinhaltet sowohl das technische als auch organisatorische Umstellen der zugekauften Unternehmen und die Eingliederung in die Gesamtstruktur der 123fahrschule-Gruppe. Insbesondere müssen die Mitarbeiter, vor allem die Fahrlehrer und Führungskräfte, der zugekauften Unternehmen gehalten werden, um den angestrebten Umsatzeffekt zu gewährleisten. Dies geschieht durch intensive Schulungs- und Integrationsmaßnahmen sowie die unter Personal (Punkt III d dieses Berichtes) genannten allgemeinen Maßnahmen, die zur Mitarbeiterzufriedenheit beitragen. Kann das bestehende Personal der zugekauften Unternehmen nicht gehalten werden, entstehen negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 123fahrschule.

34. e) Wirtschaftliche und finanzielle

35. Chancen & Risiken

Die durchgehende Sicherstellung der Finanzierung des weiteren Wachstums ist essenziell für den Erfolg der 123fahrschule. Durch die Kapitalerhöhungen aus 2023 können wichtige Investitionen in die proprietäre Software-Lösungen der 123fahrschule finanziert werden. Jedoch bleibt es die Hauptaufgabe der Geschäftsführung, die Finanzierung zu jeder Zeit vorausschauend sicherzustellen und weiteres organisches Wachstum des Konzerns effizient zu verfolgen. Hierbei wird die Einhaltung von Budgets sowie der Investitionspläne engmaschig kontrolliert und gesteuert.

Die Liquidität wird innerhalb der Konzerngesellschaften so weit wie möglich zentral durch ein entsprechendes Liquiditätsmanagement gesteuert, um die ständige Versorgung der Konzerngesellschaften mit ausreichender Liquidität sicherzustellen.

Die operativen Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns werden in Deutschland abgewickelt. Insoweit entstehen keine Transaktionen in Fremdwährungen und keine Währungsrisiken.

Die Preisentwicklung bei den Beschaffungs- und Betriebskosten von Fahrzeugen (Leasing-Kosten, Treibstoff, u. a.) haben eine besondere Bedeutung für den Konzern. Als Fahrschul-Kette machen die KFZ-Kosten einen signifikanten Teil der Gesamtkosten des Konzerns aus. Ein signifikanter Anstieg dieser Kosten könnte negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 123fahrschule haben. Eine Chance ergibt sich vor allem durch gute Konditionen in der Beschaffung von Fahrzeugen und anderen Gütern bei der die 123fahrschule, die - aufgrund ihrer Größe - besondere Konditionen aushandeln kann und somit im Branchenvergleich potentiell Kosten reduziert.

36. V. Prognosebericht

37. a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Auch weiterhin dämpfen die Ukrainekrise und die hohe Inflationsrate der letzten Jahre den Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Die gesamtwirtschaftliche Lage, die Stimmung der Konsumenten und an den Aktienmärkten sind nach wie vor als angespannt zu beschreiben. Ob und inwiefern die Kaufzurückhaltung der Konsumenten sich in 2024 fortsetzen, bleibt abzuwarten. Einen wichtigen Unsicherheitsfaktor für eine Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stellt die Ukrainekrise mit all ihren direkten sowie indirekten wirtschaftlichen und politischen Folgen dar. Dauer und Eskalation der Situation werden großen Einfluss auf das Umsatz- & Ertragspotential deutscher Firmen haben. Das zeigt sich deutlich in der geschrumpften Wirtschaftsprognose für 2024.

38. b) Branchenentwicklung

Der Vorstand der 123fahrschule geht für die folgenden Jahre weiterhin von einer langsam fortschreitenden Konsolidierung des deutschen Fahrschulmarktes aus. Begünstigt wird diese Entwicklung durch das sehr hohe Durchschnittsalter der Unternehmer und den aktuell noch vorherrschenden Fachkräftemangel in der Branche. Die Nachfrage nach Führerscheinprüfungen war auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 ungebrochen hoch. Trotz der Preiserhöhungen in der Branche sind die Anmeldezahlen zur Führerscheinausbildung bisher nicht gravierend zurückgegangen. Die Branche hat sich insgesamt gut von den Schulungs-Einschränkungen durch Covid-19 erholt. Ob es jedoch durch die hohe Inflation, die aktuell schwache Konjunktur und den geopolitischen Konflikt in der Ukraine zu einer Konsumzurückhaltung kommt, bleibt abzuwarten.

Die politische Öffnung und der Beschluss der Verkehrsministerkonferenz zur Online-Theorie werden die Branche nachhaltig verändern und spielt Unternehmen mit digitaler Identität und ausreichender Größe um Skaleneffekte zu nutzen deutlich in die Karten.

39. c) Ausblick

Der Fokus liegt im Geschäftsjahrs 2024 insbesondere auf der Erreichung eines positiven Cash-Flows. Darüber hinaus ist weiterhin die Erreichung einer nachhaltigen Profitabilität auf Konzernebene das erklärte Ziel. Zur Erreichung dieser Ziele setzt der Vorstand auf weitere Optimierung der Kostenseite und softwaregestützten Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft. Der Vorstand sieht die Ziele als realistisch an und erwartet das Geschäftsjahr 2024 mit einem klar positivem EBITDA abzuschließen.

Ein besonderes Augenmerk für weitere Umsatzsteigerungen über das Geschäft mit A und B Führerscheinen hinaus liegt im Jahr 2024 auf dem weiteren Ausbau des Berufskraftfahrer-/Bildungsträgergeschäfts sowie der Fahrlehrer Ausbildung.

Des Weiteren bereitet sich die 123fahrschule technologisch sowie organisatorisch auf die Umsetzung des Beschlusses der Verkehrsministerkonferenz zum Online-Theorieunterricht für Januar 2025 vor. Auch im Jahr 2024 wird sich die 123fahrschule für eine weitere rechtliche Öffnung in Bezug auf digitale Ausbildungsformen aktiv bei der Bundesregierung und den Landesregierungen einsetzen und an der Konsensfindung mitwirken.

Unter der Voraussetzung eines stabilen bzw. sich nicht nachhaltig negativ entwickelnden Marktumfeldes, vor allem bezüglich Kaufkraft, sieht der Vorstand eine weiterhin deutlich positive Entwicklung für das Jahr 2024.

40. d) Erläuterung zu den Umsatzsegmenten für das Geschäftsjahr 2023

Das operative Geschäft der 123fahrschule besteht aus drei maßgeblichen Säulen: a) der bundesweiten Ausbildung von Privatkunden, vornehmlich in den Führerschein-Klassen A, B & BE b) der Ausbildung von Berufskraftfahrern und Kunden, deren berufliche Aus- und Weiterbildung durch die Arbeitsagentur mit Bildungsgutscheinen unterstützt wird c) der Ausbildung von Fahrlehrern.

Aufgrund des Wachstums der letzten Jahre, bieten immer mehr der regionalen Betreiber-GmbHs der 123fahrschul-Gruppe Leistungen aus zwei oder mehr der oben genannten Bereiche an. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsätze in den Segmenten wie folgt entwickelt:

41.

42.

43.

44.

 

45. Köln, 28. Februar 2024

46. Boris Polenske

47. gez. Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.602.075,45 15.440.587,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.301.148,94 10.926.752,28
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.597.624,35 1.714.496,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.703.524,59 9.212.255,93
II. Sachanlagen 4.300.676,51 4.513.584,78
1. technische Anlagen und Maschinen 1.141,00 1.431,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.299.535,51 4.455.253,78
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 56.900,00
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
1. Sonstige Finanzanlagen 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 6.742.218,31 6.156.356,10
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.997.633,84 5.821.736,97
1. sonstige Vermögensgegenstände 5.997.633,84 5.821.736,97
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 744.584,47 334.619,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 431.568,04 168.730,99
D. Aktive latente Steuern 3.523.270,96 2.999.830,59
Summe Aktiva 26.299.132,76 24.765.504,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.412.129,12 16.838.563,25
I. Gezeichnetes Kapital 4.875.560,00 3.107.354,00
II. Kapitalrücklage 25.499.321,60 23.787.292,00
III. Verlustvortrag 10.056.082,75 5.676.162,18
IV. Jahresfehlbetrag 3.906.669,73 4.379.920,57
B. Rückstellungen 504.070,37 468.208,44
C. Verbindlichkeiten 8.535.723,70 6.557.652,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.434.801,04 2.164.796,13
2. sonstige Verbindlichkeiten 6.100.922,66 4.392.856,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 847.209,57 901.080,42
Summe Passiva 26.299.132,76 24.765.504,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.791.127,22 17.860.083,88
2. Personalaufwand 13.658.716,94 12.138.421,92
a) Löhne und Gehälter 11.250.757,58 10.078.956,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.407.959,36 2.059.465,66
3. Abschreibungen 3.420.527,32 2.970.263,67
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.420.527,32 2.970.263,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.019.822,82 8.393.192,84
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 340,40 53,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.160,24 28.555,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -523.912,65 -1.356.574,41
8. Ergebnis nach Steuern -3.829.847,05 -4.313.722,32
9. sonstige Steuern 76.822,68 66.198,25
Jahresfehlbetrag 3.906.669,73 4.379.920,57

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zum

1. Konzernabschluss

2. 1.1. Allgemeine Angaben

3. Die Handelsregisternummer lautet HRB 117584 beim Amtsgericht Frankfurt am Main, die Geschäftsadresse lautet Klopstockstr. 1, 50968 Köln.

4. Gegenstand der Gesellschaft ist die Leitung von Unternehmen und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Pflege und der Schutz von Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten. Die Tätigkeit des Unternehmens umfasst den Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen, insbesondere im Aus- und Weiterbildungssektor, deren Geschäftszweck mit dem Betrieb und der Verwaltung von Fahrschulen im Zusammenhang steht, sowie die Lizenzvergabe betreffend Marken und anderer gewerblicher Schutzrechte.

5. Die Satzung wurde erstmalig am 3. Juli 2019 gefasst und zuletzt während des Geschäftsjahres durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 08.12.2023 hinsichtlich der Höhe und der Einteilung des Grundkapitals in § 5 Ziff. 1 neu gefasst.

6. Die 123fahrschule hat entsprechend der Satzung einen Einzelabschluss aufzustellen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft als Mutterunternehmen einen freiwilligen Konzernabschluss aufgestellt.

7. Infolge der Einbringung als Sacheinlage des Teilkonzerns der 123fahrschule Holding GmbH in die 123fahrschule SE zum 26. Oktober 2020 wurde der jetzige Konzern begründet.

8. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise bilanziell überschuldet. Die Annahme der Fortführungsprognose erfolgt, da die Gesellschaften des Konzerns mit ausreichender Liquidität und Eigenkapital durch die Gesellschafter ausgestattet werden.

9. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

10. Das Geschäftsjahr des Konzernabschlusses und der konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

11. 1.2. Konsolidierungskreis

12. In den Konsolidierungskreis wurden neben der 123fahrschule SE als Mutterunternehmen auch die nachfolgenden Unternehmen miteinbezogen:

13.

14.

Beteiligungsliste gemäß § 313 Abs. 2 HGB Stand 31. Dezember 2023

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Sitz Anteilsbesitz
in %
123fahrschule Holding GmbH Köln 100,00
123fahrschule Rheinland GmbH Köln 100,00
123fahrschule Ruhrgebiet-Nord GmbH Köln 100,00
123fahrschule Ruhrgebiet- Süd GmbH Köln 100,00
123fahrschule Niederrhein GmbH Köln 100,00
123fahrschule NRW GmbH Köln 100,00
FahrerWerk GmbH Köln 100,00
123fahrschule Hamburg GmbH Köln 100,00
123fahrschule München GmbH Köln 100,00
123fahrschule Hauptstadt GmbH Berlin 100,00
123invest eins GmbH Köln 100,00
123fahrschule Bildung GmbH Berlin 100,00
123fahrschule Rhein-Sieg GmbH Köln 100,00
123fahrschule West GmbH Köln 100,00
123fahrschule Sachsen GmbH Köln 100,00
Fahrschule und Fahrlehrerfachschule Horst Fornefeld GmbH Wesel 100,00

15.

16. 1.3 Kapitalkonsolidierung

17. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden vor Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus Kapitalkonsolidierung mögliche stille Reserven und stille Lasten der Tochtergesellschaften aufgedeckt und das auf diese Art ermittelte, neubewertete Eigenkapital den Anschaffungskosten gegenübergestellt.

18. Soweit sich ein aktiver Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

19. 1.4 Schuldenkonsolidierung

20. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss voll einbezogenen Unternehmen.

21. 1.5 Zwischenerfolgseliminierung

22. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Zwischenerfolgseliminierungen nicht vorzunehmen.

23. 1.6 Aufwands- und

24. Ertragskonsolidierung

25. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Umsatzerlöse und anderer Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den hieraus entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

26. 1.7 Latente Steuer

27. Soweit sich aus den Konsolidierungsmaßnahmen wesentliche Änderungen des Konzernergebnisses gegenüber der Summe der Einzelergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben haben, werden gemäß § 306 HGB latente Steuern ausgewiesen. Es sind keine latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen entstanden.

28. 1.8 Angaben zur Währung

29. Im Konzernabschluss werden die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen in Euro ausgewiesen.

30. 2. Bilanzierungs- und

31. Bewertungsgrundsätze

32. Bei dem Konzernabschluss konnten die bisher im Mutterunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

33. Der ausgewiesene, aus der Erstkonsolidierung resultierende, Geschäfts- und Firmenwert wurde aktiviert und über einen Zeitraum von 7 Jahren abgeschrieben. Der verkürzte Abschreibungszeitraum entspricht der produktbedingten kurzfristigen Veränderung des Kundenstamms.

34. Unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden, wie im Vorjahr, Personalkosten zweier Mitarbeiter aktiviert und über acht Jahre planmäßig abgeschrieben. Dies entspricht der internen Programmierleistung in das selbst geschaffene und ständig erweiterte operative ERP-System "123Charger".

35. Fahrzeuge im Restwertleasing werden mit ihrem auf den Barwert abgezinsten Wert aktiviert und über fünf Jahre planmäßig abgeschrieben sowie die korrespondieren Leasingverbindlichkeiten passiviert.

36. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen nutzungsbedingten Abschreibungen, angesetzt. Im Zugangsjahr erfolgt die Vollabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250 EUR pro Wirtschaftsgut. Für geringwertige Wirtschaftsgüter von über EUR 250 bis EUR 1.000 wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten eingerichtet, der linear über die Dauer von 5 Jahren abgeschrieben wird.

37. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten (Nennbeträgen) angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1 % auf den Netto-Forderungsbestand berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf TEUR 35 (Vj. TEUR 17).

38. Die sonstigen Rückstellungen werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren, um ungewisse Verbindlichkeiten oder ungewisse Risiken abzudecken.

39. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

40. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Das Aktivierungswahlrecht von latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird in Anspruch genommen

41. 3. Angaben zu Posten der

42. Konzernbilanz

43. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist als Anlage 3A beigefügt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen im Bereich der Fahrlehrer-Ausbildungsstätten und bestehen größtenteils gegenüber den lokalen Arbeitsagenturen. In der Position Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind EUR 2.069.405,92 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

44. Aktive latente Steuern wurden wie nachfolgend dargestellt auf gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge gebildet. Zum 31.12.2023 können Verluste der 123fahrschule Holding GmbH sowie deren Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 11.042.419,45 steuerlich in den folgenden fünf Jahren voraussichtlich vollständig genutzt werden. Die Verlustvorträge der 123fahrschule Holding GmbH sind erst nach Einbringung der Anteile der Gesellschaft in die 123fahrschule SE steuerlich zu berücksichtigen. Auf diesen Betrag wurden aktive latente Steuern mit dem Konzernsteuersatz von 32,975 % in Höhe von EUR 3.641.237,81 gebildet.

45. Zudem wurden auf die aktivierten Eigenleistungen passive latente Steuern in Höhe von EUR 61.353,50 für Gewerbesteuer und EUR 56.613,36 für Körperschaftsteuer gebildet.

46. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 3.523.270,96 (Vorjahr EUR 2.999.830,59).

47. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. EUR 2.434.801,04 beinhalten im Wesentlichen die Gegenposition zu den im Restwertleasing aktivierten Fahrzeugen.

48. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit EUR 974.947,91 (Vj. EUR 875.460,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, mit EUR 1.089.465,59 (Vj. EUR 628.228,50) aus Steuern, mit EUR 219.865,41 (Vj. EUR 3.568,87) im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit EUR 95.238,65 (Vj. EUR 85.365,69) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Mit Testat-Datum sind die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit komplett getilgt und die Verbindlichkeiten aus Steuern sind um die Hälfte bereinigt.

49. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 06.06.2023 wurde das von der Hauptversammlung am 27. Juni 2022 unter Tagesordnungspunkt 5 beschlossene Genehmigte Kapital 2022/I in Höhe von derzeit EUR 1.284.653,00 nach Maßgabe von § 5 Abs. 3 der Satzung mit Wirksamwerden des unter nachstehender Ziffer 5.2 vorgeschlagenen Genehmigten Kapitals 2023/I aufgehoben.

50.

51. Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung vom 06.06.2023 unter anderem Folgendes beschlossen. § 5 Abs. 3 der Satzung wird wie folgt neugefasst: "Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Juni 2028 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, um bis zu insgesamt EUR 1.553.677,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023/I). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug (auch im Wege des mittelbaren Bezugs gemäß § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG) anzubieten.

52. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre insbesondere in folgenden Fällen ganz oder teilweise auszuschließen:

53. (a) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

54. (b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder anderen Vermögensgegenständen oder Rechten;

55. (c) bei Barkapitalerhöhungen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits bestehenden Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die (a) während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter und entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden oder die (b) zur Bedienung von Schuldverschreibungen und/oder Genussrechten mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten oder Wandlungs- und/oder Optionspflichten ausgegeben werden oder ausgegeben werden können, sofern diese Finanzinstrumente nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

56. (d) bei Barkapitalerhöhungen, soweit es

57. erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, begebenen Schuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten ein Bezugsrecht auf neue Aktien der Gesellschaft in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht oder nach Ausübung einer Ersetzungsbefugnis der Gesellschaft als Aktionär zustehen würde;

58. (e) zur Gewährung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital in die Gesellschaft einzulegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen."

59.

60. Der Vorstand wird ermächtigt, in der Zeit bis zum 5. Juni 2028 (einschließlich) im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2023 bis zu 90.735 Bezugsrechte ("Aktienoptionsrechte") auf bis zu 90.735 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren. Soweit Aktienoptionsrechte an Mitglieder des Vorstands gewährt werden sollten, ist der Aufsichtsrat entsprechend ermächtigt. Die Ermächtigung wird mit Eintragung des Bedingten Kapitals 2023/I gemäß nachstehender Ziffern 6.2 und 6.3 im Handelsregister wirksam ("Eintragungszeitpunkt").

61. Das Grundkapital wird um bis zu EUR 90.735,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 90.735 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2023/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm 2023, zu deren Ausgabe der Vorstand bzw. bei einer Optionsausgabe an Mitglieder des Vorstands, der Aufsichtsrat in der Zeit bis zum 5. Juni 2028 (einschließlich) mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2023 gemäß vorstehender Ziffer 6.2 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Juni 2023 gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Lieferung eigener Aktien oder durch Barzahlung erfüllt.

62. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist.

63. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch die Einbringung der 123fahrschule Holding GmbH, Köln, als Sacheinlage von ursprünglich EUR 250.000,00 am 26. Oktober 2020 auf EUR 1.264.480,00 durch Ausgabe von 1.014.480 neuen Geschäftsanteilen im Nennbetrag von je EUR 1,00 erhöht. Weitere Kapitalerhöhungen erfolgten in den Geschäftsjahren 2021. Und 2022. Bis zum 31.12.2023 wurde das Grundkapital durch folgende Kapitalerhöhungen angepasst:

64. Unter dem 10.05.2023 wurde eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts gegen Sacheinlage in Höhe von EUR 71.334,00 gegen Ausgabe von 71.334 neuer Stückaktien beschlossen, die unter dem 22.06.2023 im Handelsregister eingetragen wurde. Des Weiteren wurde vom Aufsichtsrat unter dem 23.06.2023 eine Kapitalerhöhung um 143.195 Stück auf EUR 3.321883,00 beschlossen, die am 03.07.2023 ins Handelsregister eingetragen wurde. Unter dem 13.11.2023 wurde die Durchführung einer Kapitalerhöhung unter Gewährung des gesetzlichen Bezugsrechts gegen Bareinlagen um EUR 1.509.946,00 durch Ausgabe von 1.509.946 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen und unter dem 20.11.2023 ins Handelsregister eingetragen Des Weiteren erging unter dem 08.12.2023 der Beschluss über die Festsetzung des Volumens und die Durchführung der Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts um EUR 43.731,00 durch Ausgabe von 43.731 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Diese Kapitalerhöhung wurde unter dem 14.12.2023 ins Handelsregister eingetragen.

65. Zum 31.12.2023 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft damit EUR 4.875.560,00, eingeteilt in 4.875.560 Stückaktien zu je EUR 1,00 pro Stück.

66. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird in Anlage 5 dargestellt.

67. Steuerrückstellungen wurden für die Fahrschule und Fahrlehrerfachschule Horst Fornefeld GmbH i.H.v. TEUR 19. gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten sowie Erstellungs- und Prüfungskosten.

68. In dem als Anlage 3B dargestellten Konzernverbindlichkeiten Spiegel werden alle Verbindlichkeiten unter Angabe der Restlaufzeiten sowie der Besicherung aufgegliedert.

69. 4. Angaben zu Posten der

70. Gewinn- und Verlustrechnung

71. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2023 berücksichtigt. Die Umsatzerlöse wurden im Inland generiert.

72. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 20.613 (Vj. TEUR 16.668), die im Wesentlichen mit TEUR 15.587 (Vj. TEUR 13.477) durch Erlöse der Fahrschulen, aus den Erlösen des Bildungsträgergeschäfts mit TEUR 2.324 (Vj. TEUR 978) und der Fahrlehrerausbildung mit TEUR 2.702 (Vj. TEUR 2.213) generiert werden.

73. In 2023 belaufen sich die periodenfremden Erträge auf TEUR 8. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 141.

74. 5. Sonstige Angaben

75. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

76. Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Mieten, Leasing und Ratenkauf in Höhe von TEUR 3.613 (Vj. TEUR 3.441).

77. Ergebnisabführungsverträge

78. Unter dem 27.11.2023 hat die 123fahrschule Holding GmbH Ergebnisabführungsverträge mit folgenden Gesellschaften abgeschlossen: 123fahrschule Niederrhein GmbH, 123fahrschule Hamburg GmbH, 123fahrschule Sachsen GmbH, 123fahrschule Hauptstadt GmbH, 123fahrschule Ruhrgebiet-Nord GmbH, Fahrschule und Fahrlehrerfachschule Horst Fornefeld GmbH. Die Verträge sind jeweils rückwirkend auf den 01.01.2023 geschlossen. Laufzeitende ist der 31.12.2028.

79. Anteilsbesitz

80. Es bestehen zum Bilanzstichtag Anteile an verbundenen Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB an folgendem Unternehmen - der jeweilige Überschuss bzw. Fehlbetrag beziffert den unkonsolidierten Wert auf Einzelabschlussebene:

123fahrschule Holding GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 503.620,00
Eigenkapital am 31. Dez., 2023: 10.014.500,54
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -1.741.470,27
123fahrschule Rheinland GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -526.032,51
Überschuss 31. Dez. 2023: 80.621,78
123fahrschule Ruhrgebiet-Nord GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 84.000,00
Überschuss 31. Dez. 2023: 172.341,22
123fahrschule Ruhrgebiet-Süd GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 12.500,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -25.572,73
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -32.207,18

81.

123fahrschule Niederrhein GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 25.000,00
Überschuss 31. Dez. 2023: 199.319,58
123fahrschule Hauptstadt GmbH, Berlin
100 % Anteil am Nominalkapital von 51.129,19
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 172.869,23
Überschuss 31. Dez. 2023: 0,00
123fahrschule NRW GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -672.487,54
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -264.755,72
123fahrschule Hamburg GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 40.689,69
Überschuss 31. Dez. 2023: 0,00
123fahrschule Bildung GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -1.003.530,94
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -432.715,48
123fahrschule München GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -121.760,46
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -88.398,92
123fahrschule Rhein-Sieg GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -191.621,12
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -84.345,81
123fahrschule Sachsen GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 43.398,56
Überschuss 31. Dez. 2023: 0,00
123fahrschule West GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 12.500,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -75.042,34
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -10.837,30
invest eins GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 12.500,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: -20.500,70
Fehlbetrag 31. Dez. 2023: -686,94
FahrerWerk GmbH, Köln
100 % Anteil am Nominalkapital von 134.647,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 1.004.038,92
Überschuss 31. Dez. 2023: 358.469,48
Fahrschule und Fahrlehrerfachschule Horst Fornefeld GmbH, Wesel
100 % Anteil am Nominalkapital von 25.000,00
Eigenkapital am 31. Dez. 2023: 25.000,00
Überschuss 31. Dez. 2023: 207.620,60

82. Nachtragsbericht

83. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Implikationen wie stark gestiegene Energiekosten und eine hohe Inflation können negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage in 2023 haben. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Lagebericht, welche innerhalb des Prognoseberichts und Chancen- und Risikoberichts dargestellt sind.

84. Arbeitnehmer

85. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter beträgt für den Konzern im Jahr 2023:

86.

Angestellte 253
Aushilfen 18
271

87. Gesamthonorar Abschlussprüfer

88. Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgelaufene Geschäftsjahr beträgt TEUR 62, davon TEUR 36 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 16 für andere Bestätigungsleistungen und TEUR 10 für sonstige Beratungsleistungen.

89. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

90. Angabepflichtige, zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht.

91. Konzernzugehörigkeit

92. Der Jahresabschluss der 123fahrschule SE, Frankfurt am Main, wird in den Konzernabschluss der 123fahrschule SE, Frankfurt am Main, einbezogen. Sie stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und zugleich größten Kreis der Unternehmen den Konzernabschluss auf.

93. Gesellschaftsorgane

94. Vorstand der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren:

95. Vorstand Boris Polenske, Köln, seit 16. Dezember 2020.

96. Vorstand Timo Beyer, Pulheim, seit 01. April 2021. Timo Beyer hat das Unternehmen zum 30.06.2023 verlassen.

97. Unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes.

98. Aufsichtsrat

99. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht seit dem 16. Dezember 2020 und seit dem

06. Januar 2021 in den folgenden Funktionen:

100. Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Petter, Köln,

101. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Rudolf Rizzolli, München, ausgeschieden zum 31.12.2023, Mitglied des Aufsichtsrats und neuer stellvertretender Vorsitzender Dr. Bert Brinkhaus, Köln, Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Heinrich Zetlmayer, Rüschlikon/Schweiz. Die vakante Position im Aufsichtsrat wurde vom im Rahmen der Hauptversammlung vom 26. Oktober 2020 gewählten Ersatzmitglied Malte von der Ropp übernommen.

102.

 

103. Köln, 28. Februar 2024

104. gez. Boris Polenske

105. Vorstand

B. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Vortrag 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.316.227,16 1.320.413,22 -433,34 0,00 3.636.207,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.812.515,59 1.309.085,91 -99.793,00 35.447,74 14.057.256,24
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
15.128.742,75 2.629.499,13 -100.226,34 35.447,74 17.693.463,28
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.675,50 0,00 0,00 0,00 1.675,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.356.231,76 1.307.566,59 -571.916,19 -35.447,74 7.056.434,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.900,00 0,00 -56.900,00 0,00 0,00
6.414.807,26 1.307.566,59 -628.816,19 -35.447,74 7.058.109,92
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens (Genossenschaftsanteile) 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
21.543.800,01 3.937.065,72 -729.042,53 0,00 24.751.823,20
Vortrag 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 601.730,81 437.284,22 -432,34 0,00 1.038.582,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.600.259,66 1.810.153,24 -56.681,26 0,00 5.353.731,64
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.201.990,47 2.247.437,46 -57.113,60 0,00 6.392.314,33
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 244,50 290,00 0,00 0,00 534,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.977,98 1.172.799,86 -316.878,93 0,00 2.756.898,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.901.222,48 1.173.089,86 -316.878,93 0,00 2.757.433,41
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens (Genossenschaftsanteile) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.103.212,95 3.420.527,32 -373.992,53 0,00 9.149.747,74

C.

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.597.624,35 1.714.496,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.703.524,59 9.212.255,93
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
11.301.148,94 10.926.752,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.141,00 1.431,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.299.535,51 4.455.253,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 56.900,00
4.300.676,51 4.513.584,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 250,00 250,00
250,00 0,00
15.602.075,45 15.440.587,06

D. Konzern-Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023

Art der Verbindlichkeit Laufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre gesamt Art der Besicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111.283,80 2.323.517,24 0,00 2.434.801,04 keine
erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 2.116.139,97 0,00 0,00 2.116.139,97 keine
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 648.951,84 0,00 0,00 648.951,84 keine
sonstige Verbindlichkeiten 2.265.644,29 1.070.186,56 0,00 3.335.830,85 keine
5.142.019,90 3.393.703,80 0,00 8.535.723,70

E. Konzern-Kapitalflussrechnung für 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis -3.906.669,73 -4.379.920,57
Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 3.420.527,32 2.970.263,67
Nicht zahlungswirksame Veränderung der latenten Steuer -523.440,36 -1.362.600,79
+Verlust/ -Gewinn aus Anlageabgängen 149.597,22 -52.094,56
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva -438.733,92 -3.663.727,45
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen 35.861,93 165.058,97
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva 1.649.916,20 3.552.724,90
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 387.058,66 -2.770.295,83
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 205.452,79 198.545,56
Nicht zahlungswirksame Veränderung durch Konzernkreisveränderung 0,00 -2.276.375,04
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.932.786,62 -5.493.788,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.727.333,83 -7.571.617,48
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+Einzahlungen/-Rückzahlungen Bankverbindlichkeiten 270.004,91 2.098.869,86
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 3.480.235,60 5.416.336,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.750.240,51 7.515.205,86
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Zwischensumme 1-3) 409.965,34 -2.826.707,45
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 334.619,13 3.161.326,58
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 744.584,47 334.619,13
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 744.584,47 334.619,13

F. Konzern-Eigenkapitalspiegel 2023

Gezeichn. Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklage
EUR
Gewinnvortrag
EUR
Jahresergebnis
EUR
Gesamt
EUR
31.12.2019 250.000,00 0,00 0,00 0,00 -815,40 249.184,60
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 -815,40 815,40 0,00
Einbringung 123fahrschule 1.014.480,00 7.787.831,00 0,00 0,00 0,00 8.802.311,00
Jahresfehlbetrag 2020 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.192.977,69 -1.192.977,69
31.12.2020 1.264.480,00 7.787.831,00 0,00 -815,40 -1.192.977,69 7.858.517,91
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 -1.192.977,69 1.192.977,69 0,00
Kapitalerhöhung 1.154.826,00 11.271.173,00 0,00 0,00 0,00 12.425.999,00
Jahresfehlbetrag 2021 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.482.369,09 -4.482.369,09
31.12.2021 2.419.306,00 19.059.004,00 0,00 -1.193.793,09 -4.482.369,09 15.802.147,82
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 -4.482.369,09 4.482.369,09 0,00
Kapitalerhöhung 688.048,00 4.728.288,00 0,00 0,00 0,00 5.416.336,00
Jahresfehlbetrag 2022 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.379.920,57 -4.379.920,57
31.12.2022 3.107.354,00 23.787.292,00 0,00 -5.676.162,18 -4.379.920,57 16.838.563,25
Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 -4.379.920,57 4.379.920,57 0,00
Kapitalerhöhung 1.768.206,00 1.712.029,60 0,00 0,00 0,00 3.480.235,60
Jahresfehlbetrag 2023 0,00 0,00 0,00 0,00 -3.906.669,73 -3.906.669,73
31.12.2023 4.875.560,00 25.499.321,60 0,00 -10.056.082,75 -3.906.669,73 16.412.129,12

G. Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

106. An die 123fahrschule SE

107.

108. Prüfungsurteile

109. Wir haben den von der 123fahrschule SE, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Anhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel - und den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

110.

111. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

112. entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

113. und vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern-Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen

114.

115.

116.

117. Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzern-Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

118.

119. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat.

120. Grundlage für die Prüfungsurteile

121. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen.

122. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht

123. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschluss zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

124. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

125.

126. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

127.

128. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können.

129.

130. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts.

131. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts

132. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet.

133. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

134.

135. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

136.

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzern-Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

137.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

138.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

139.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

140.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschluss einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

141.

beurteilen wir den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

142.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

143.

144. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

145.

 

146. Köln, den 28. Februar 2023

147.
148. MORISON Köln AG
149. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
150. Steuerberatungsgesellschaft

151.

152.

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