Polytech Domilens GmbH
Heinz-Friedrich-Straße 7, 64380 Roßdorf, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Richard Friedrich Dr. Fröhlich since 7/28/2025 | Managing Director |
Patrick Scherrer since 7/16/2024 | Procura |
Jan Kopitziok since 12/10/2021 | Procura |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
AddLife Development AB | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
Polytech Domilens GmbHRoßdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Polytech Domilens GmbHRoßdorf1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Polytech Domilens GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Für den Anhang wurden die Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB in Anspruch genommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Auf Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer, diese liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear und im Zugangsjahr pro rata temporis. Das bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 250,00 werden mit der Anschaffung unter den Aufwendungen ausgewiesen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (ohne Umsatzsteuer) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit (bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00) in den Aufwendungen ausgewiesen werden. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Position "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte & Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" liegt zwischen 3 und 10 Jahren und die Nutzungsdauer der Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen" liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich der angefallenen Nebenkosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Einstandspreisen. Bei der Bewertung wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Den allgemeinen Risiken im Forderungsbestand wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Versorgungsfall ist eingetreten. Die Gesellschaft hat zur Berechnung des Erfüllungsbetrages der Versorgungsverpflichtung die "projected unit credit method" gewählt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszins wurden 1,74 % angesetzt, als Sterbetafeln kamen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zum Ansatz. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 2.073. Es wurde ein Rententrend i.H.v. 2,00 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Wirtschaftsjahr betreffen. Grundlage der Ermittlung war der voraussichtlich notwendige Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzt wurde. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Posten wird aufgelöst, sobald der Ertrag wirtschaftlich entstanden ist. Die auf Fremdwährung lautenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist im Anlagenspiegel dargestellt. 4.2 Vorräte Die Vorräte beinhalten ausschließlich Handelsware in Höhe von EUR 4.705.590,05 (Vj.: EUR 5.062.258,25). 4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In dem Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 85.213,15 (Vj .: EUR 170.908,93) und Darlehensforderungen in Höhe von EUR 14.108.200,48 (Vj .: EUR 12.252.401,66) enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in Höhe von EUR 14.157.308,24 (Vj.: EUR 12.370.808,75) gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter dar. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Betrag i.H.v. EUR 14.108.200,48 (Vj.: EUR 12.252.401,66) und in den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von EUR 28.544,33 (Vj.: EUR 28.544,33) enthalten, dessen Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt. 4.4 Bilanzgewinn Der im Eigenkapital ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag i.H.v. EUR 15.290.139,6420 (Vj .: EUR 15.290.139,64). 4.5 Sonstige Rückstellungen Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt folgendes Bild:
4.6 Verbindlichkeiten In dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.027.851,91 (Vj.: EUR 990.571,96) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in Höhe von EUR 3.600.948,82 (Vj.: EUR 1.900.212,23) zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar, resultierend aus der Gewinnabführung an die Addvision GmbH in Höhe von EUR 2.902.467,49 und offenen Rechnungen in Höhe von EUR 698.481,33. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für das Jahr 2023 bestehen keine Besicherungen gem. § 285 Nr. 1b HGB. 5. Erläuterungen zur GuV 5.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die GuV-Position sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet EUR 33.279,40 (Vj.: EUR 89.686,80) aus der Währungsumrechnung. 5.2 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält EUR 3.131,00 (Vj .: EUR 7.971,00) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 6. Sonstige Pflichtangaben 6.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 806 (Vj.: TEUR 806). 6.2 Personalstand Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
6.3 Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Geschäftsführer: Herr Thomas Neumann, Kaufmann, Wetzlar - seit 14.01.2022 6.4 Angaben zu den Bezügen der Organmitglieder Im Jahr 2023 war keiner der angegeben Geschäftsführer bei der Polytech Domilens GmbH angestellt. Deshalb sind hier keine Angaben zu manchen. 6.5 Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der AddVision GmbH, Roßdorf. Am 03.03.2011 hat die Gesellschaft mit der AddVision GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die AddVision GmbH ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der AddVision Holding GmbH, Roßdorf. Zum 31.12.2023 erstellte die AddLife AB den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in dem die Polytech Domilens GmbH einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird auf der Plattform des Bolagsverket in Schweden offengelegt. Die Polytech Domilens GmbH ist deshalb von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 HGB befreit. 6.6 Unternehmensbeziehungen
Seit dem 7. September 2007 ist die Gesellschaft an der polnischen Kapitalgesellschaft Polymed Polska Sp. z.o.o. zu 75 % beteiligt. Das Tochterunternehmen verfügt über ein Stammkapital von 250.000,00 PLN und hat seinen Sitz in Warschau. 6.7 Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz Aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes (MinStG) sind für die Gesellschaft keine Auswirkungen zu erwarten. 6.8 Ergebnisverwendung Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 03.03.2011 wird das Jahresergebnis i.H.v. 2.902.467,49 EUR an die Organträgerin AddVision GmbH abgeführt.
Roßdorf, 6. September 2024 Thomas Neumann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Polytech Domilens GmbHRoßdorfI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die 1989 gegründete Polytech Domilens GmbH (PODO) mit Sitz in Roßdorf ist als hersteller-unabhängiger Komplettanbieter auf den Vertrieb von ophthalmologischen Produkten spezialisiert. Sie verfügt über eine Tochtergesellschaft in Polen. In Österreich wird eine Betriebsstätte unterhalten. Die PODO hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von hochwertigen Intraokularlinsen (IOLs) spezialisiert, die bei der Behandlung von Katarakterkrankungen (Grauer Star) eingesetzt werden und auch Fehlsichtigkeit korrigieren können. Auch für Kurz- und Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bietet die PODO eine breit gefächerte Produktpalette unterschiedlicher Ausfertigungen und Materialien an. Der Beschaffungsmarkt ist hierbei global verteilt. Linsen werden bspw. in Deutschland, den USA, Japan, Indien und China gekauft, Geräte stammen überwiegend aus Deutschland, Frankreich, USA und Australien. Darüber hinaus vermarktet die Gesellschaft Zubehör und Ergänzungsprodukte für die Augen-Implantations-Chirurgie, z. B. Instrumente und Einmalartikel für Kataraktoperationen. Die Kunden sind operierende Augenärzte und konservative Ärzte in Deutschland, Österreich und, bedingt durch eine Tochtergesellschaft, in Polen. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist eine Handelsgesellschaft ohne eigene Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Angaben des statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands um 0,3% gesunken. Die wirtschaftliche Entwicklung war geprägt durch das krisengeprägte Umfeld mit einer hohen Preislage und ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen. Im sogenannten Standardbereich, der durch die gesetzlichen Versicherungen und die Erstattung durch die Krankenkassen abgedeckt ist, herrscht v.a. durch geänderte Abrechnung der Krankenkassen steigender Kostendruck, der sich im Markt als kompetitiver Preiskampf niederschlägt. Im Geschäftsjahr zeigte sich wie bereits in den vergangenen drei Geschäftsjahren eine starke Kundenkonsolidierung und die Zusammenschließung zu Einkaufsgemeinschaften bzw. die Bildung großer Ketten. Des Weiteren herrscht ein großer Wettbewerbsdruck auch unter den Kliniken und ambulanten Operationszentren. Dabei geht es nicht nur um Patienten, sondern auch um Personal in Form von Kataraktchirurgen. 2. Geschäftsverlauf sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Geschäftsverlauf Die PODO verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang von 12%. Hauptgrund hierfür war der Produkterückruf von zwei Hauptlieferanten und der Verlust von zwei weiteren Lieferanten. Die Verluste dieser Produkte konnte nicht in ausreichendem Masse kompensiert werden. Davon betroffen waren insbesondere Produkte im Bereich der Intraokularlinsen und der Liquids. Im Gebiet Baden-Württemberg änderte sich die Abrechnungssituation, was zu einem zusätzlichen Rückgang in den Verkaufspreisen von Liquids führte. Erfreulich entwickelten sich die Verkaufsabsätze im Bereich der OP-Packs und der Diagnostikgeräte. Die Key-Account-Strategie bei der OP-Sets konnte erfolgreich weitergeführt werden und hat Anteil am Wachstum in diesem Bereich. Hauptgrund für das Wachstum im Bereich der Diagnostikgeräte war die qualifizierte Nachbesetzung der Ressourcen in der Technik-Abteilung. Die Einführung von digitalen Tools verbesserte zudem die internen Prozesse. Unter anderem wurde im Jahr 2023 ein Kreditorenworkflow-Tool und eine Analytik-Plattform über Power BI eingeführt. b) Ertragslage
Der Umsatz wird nach wie vor zum Großteil aus dem Kerngeschäft mit Standardlinsen, Liquids und OP-Sets erzielt. Der Anteil dieser Produkte reduzierte sich leicht von 67% auf 65%. Im IOL-Bereich und Liquids machte sich insbesondere die Produkterückrufe von zwei Hauptlieferanten bemerkbar. Dagegen konnten die OP-Sets Umsätze aufgrund der Key-Account-Strategie weiter gesteigert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug im Berichtsjahr TEUR 2.265 und ist somit um TEUR 1.843 gestiegen. Hauptgrund hierfür war der Verkauf der Schweizer Tochtergesellschaft, der Polytech Ophthalmologie AG. Hieraus wurde ein Veräußerungsgewinn von EUR 4,4 Mio. erzielt. Das Finanzergebnis besteht zum überwiegenden Teil aus Dividendenerträgen der Polymed Polska Sp.z.o.o in der Höhe von TEUR 508. Der Personalaufwand ist zum Vorjahr um TEUR 858 auf TEUR 4.673 gestiegen. Der Hauptgrund hierfür liegt in der Nachbesetzung zahlreicher offener Stellen aus dem Vorjahr. Die Materialaufwendungen sind im Jahr 2023 um TEUR 1.190 gesunken aufgrund des geringeren Umsatzes. Die Materialaufwandsquote liegt im Geschäftsjahr bei 67% (Vorjahr: 64%) Diese Entwicklung ist durch eine allgemeine Verteuerung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Zuge der aktuellen Supply-Chain Krise sowie Abschreibungen aufgrund abgelaufener Artikel zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich 2023 um TEUR 4.225. Hauptgrund hierfür war der Verkauf der Schweizerischen Tochtergesellschaft, Polytech Ophthalmologie AG. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen von TEUR 3.455 auf TEUR 3.580, im Wesentlichen aufgrund höherer Fahrzeugkosten durch die Nachbesetzung der offenen Stellen im Vertrieb. Vom budgetierten Umsatz in Höhe von TEUR 24.823 wurden TEUR 19.084 erreicht. Hauptgrund hierfür waren die Produkterückrufe von zwei Hauptlieferanten. c) Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der höheren Bilanzsumme von 73% auf 69% gesunken. Der Bestand an liquiden Mittel ist im Berichtsjahr um TEUR 458 stark erhöht worden. Ausschlaggebend hierfür war die Reduktion der Vorräte (um TEUR 357) und ein verbessertes Liquiditätsmanagements. Die Begleichung unserer Verbindlichkeiten erfolgt in der Regel innerhalb der Zahlungsfrist und die Vereinnahmung unserer Forderungen innerhalb der den Kunden gesetzten Zahlungsziele. Forderungsausfälle sind nur in sehr geringem Umfang zu verzeichnen. Insgesamt betrachtet ist die PODO nach Einschätzung der Geschäftsführung in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen. d) Vermögenslage
Das Anlagevermögen reduzierte sich um TEUR 414, durch die fortlaufenden Abschreibungen und die Veräußerung der Beteiligung an der Schweizer Tochtergesellschaft, Polytech Ophthalmologie AG. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen hauptsächlich aus dem Darlehen an die Muttergesellschaft. Der Rückgang um TEUR 1.770 resultiert weitestgehend aus einer Teiltilgung im Geschäftsjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um TEUR 402 hauptsächlich aufgrund des geringeren Umsatzes. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um TEUR 970. Der Hauptgrund für diese Veränderung war, dass Ende 2022 noch einige größere Wareneingänge verbucht wurden, außerdem gab es bei einigen Wareneinkäufen verlängerte Zahlungsziele. Daher bestanden zum Stichtag 31.12.2022 höhere offene Lieferantenrechnungen als am 31.12.2023. 3. Gesamtaussage Die Ertragslage schätzen wir gerade aufgrund des Verkaufs der Beteiligung der Schweizer Tochtergesellschaft und der Vollbesetzung des Vertriebs als gut ein. Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. III. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung in Wien und eine rechtlich selbstständige Tochterfirma in Polen. IV. Prognosebericht Die Geschäftstätigkeit im Kerngeschäft entwickelt sich aufgrund der Altersentwicklung und der Key-Account-Strategie weiterhin positiv. Um den Vorjahres-Verlust im Bereich IOL und Liquids aufgrund der Produktrückrufe zu kompensieren, werden Kompensationsprodukte eingeführt. Die Einführung zeigt bereits positive Tendenzen, was hauptsächlich aufgrund des vollbesetzten Vertriebs zurückzuführen ist. Weiter schätzen wir die Verkaufslage im Bereich der Diagnostik- und Surgical Equipment-Geräte als positiv ein, gerade auch aufgrund der vollbesetzten Technikabteilung. Aufgrund der oben genannten Einschätzungen, wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahresumsatz von TEUR 20.446 und ein ausgeglichenes EBITA erwartet. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Markt- und Preisrisiken Markttrends im Bereich der Ophthalmologie wie sinkende Erstattungs- Pauschalen bei Katarakt-Operationen, eine zunehmende Nachfolgeproblematik bei operierenden Augenärzten in Deutschland sowie ein damit einhergehender Konzentrationsprozess auf Kundenseite werden den Druck auf die Margen, wie in den Vorjahren, weiter erhöhen. Des Weiteren ist eine Tendenz zur Bildung von Einkaufsgesellschaften zu erkennen, welche gegenüber den Lieferanten eine größere Verhandlungsmacht besitzen. Liefer- und Währungsrisiken Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch eine enge Abstimmung der Bedarfsplanung mit unseren Lieferanten sowie durch Diversifizierung der Lieferantenstruktur. Die Bruttomarge wird aufgrund der Lieferantensituation stark durch Währungskurse beeinflusst. Preiserhöhungen seitens Lieferanten werden durch das Produktmanagement und den Einkauf im Auge behalten und versucht abzuweisen/ zu reduzieren. Falls Preiserhöhungen nicht abgewiesen werden können wird durch Anpassung des Verkaufspreises gegengesteuert. Finanzielle Risiken Neben den vorgenannten unternehmerischen Chancen und Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, ist die Gesellschaft auch finanziellen Risiken ausgesetzt, welche allerdings durch eine in der Addvision Dachgruppe neu eingeführte Liquiditätsplanung gemindert wird um möglichen Liquiditätsengpässen in einzelnen Unternehmen zu vermeiden und die Liquiden Mittel bestmöglich zu nutzen. Die finanzielle Risiken schätzt die Geschäftsführung jedoch aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften als gering ein. Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation derzeit nicht erkennbar. Risiken aus politischer Unstabilität Durch den Ukraine Konflikt sowie die Situation in Israel als auch die durch das Corona-Virus bereits angespannte Lage der Lieferketten weiter verschärft. Zu den betroffenen Regionen bestehen aktuell jedoch keine direkten wirtschaftlichen Beziehungen. Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen für Kunden oder Lieferanten hinsichtlich des Absatz- bzw. Beschaffungsmarktes sind aktuell zwar erkennbar, allerdings ist die Einschränkung nicht besonders bedeutend. Die Geschäftsführung geht in ihrer ersten Prognose zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts von einem lediglich kleinen Einfluss auf die Geschäftsausübung aus. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit steigendem Einkaufspreisniveau. Hinzu kommt die ungewisse Situation durch den Krieg in der Ukraine und Israel. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, auch als Teil in der Addlife Gruppe, sehen wir uns aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Der Vertrieb unserer Produkte sowie das Auftreten am Markt schließen unternehmerische Risiken ein. Diese nimmt die Gesellschaft bewusst in Kauf, um nachhaltige Gewinne zu erzielen und ihre Position am Markt weiter zu stärken. Derartige Risiken können durch ein frühzeitiges Erkennen und Steuern weitgehend minimiert werden. Unter anderem liegen Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung, die Liquiditätssituation, ausstehende Forderungen und weitere wesentliche Kennzahlen regelmäßig und zeitnah vor. Die flachen Hierarchien in der Gesellschaft führen dazu, dass der Geschäftsführung erkennbare Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, frühzeitig bekannt sind. Im Jahr 2023 wurde aufgrund Einsatzes von digitalen Tools die internen Prozesse effizienter, was sich positiv auf die Geschäftsprozesse auswirkt. Die Gesellschaft reagiert auf die Risiken durch Weiterführung oben beschriebene Drei-Säulen-Strategie:
Dies alles unterstützt durch die Einführung des Key Account Managements, um vor allem der Kundenkonsolidierung Rechnung zu tragen. Durch die konsequente Durchführung der Drei-Säulen-Strategie und die Einführung des Key Account Managements wird sich die PODO aus Sicht der Geschäftsführung als einer der größten unabhängigen Komplettanbieter im deutschen Markt bestätigen. Durch eine stärkere Synergienutzung im Verbund mit den Schwesterunternehmungen der AddVision Gruppe werden wir ein immer interessanterer Ansprechpartner für Hersteller mit neuen, innovativen Produkten sein. Des Weiteren wirkt sich dies durch die Erhöhung des gemeinsamen Einkaufsvolumens in den Verhandlungen mit Lieferanten positiv aus.
Roßdorf, 6. September 2024 Thomas Neumann Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §§ 276, 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Polytech Domilens GmbH, Roßdorf: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Polytech Domilens GmbH, Roßdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polytech Domilens GmbH, Roßdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 11. September 2024 MÖHRLE
HAPP LUTHER GmbH
Dodenhoff, Wirtschaftsprüfer Wegner, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. Mai 2025 festgestellt. |
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