BGV-Versicherung Aktiengesellschaft

Durlacher Allee 56, 76131 Karlsruhe, DEU

Master Data

Registry
Register court Mannheim HRB 707212
Registered
7/23/2009
Industry
Management activities of holding companies with active insurance businessActivities of insurance agentsActivities of insurance brokers
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Gesellschaft betreibt nach dem von der Fachaufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplan Versicherungen in der Schaden- und Unfallversicherung. Die Gesellschaft kann in der Schaden- und Unfallversicherung Rückversicherung geben und nehmen, sich mit anderen Unternehmen (einschließlich Kommunaler Schadenausgleiche) zur gemeinsamen Übernahme von Versicherungen durch Mitund Rückversicherung zusammenschließen. In Versicherungssparten, die nicht selbst betrieben werden, kann die Gesellschaft Versicherungsverträge vermitteln. Die Gesellschaft verpflichtet sich im Rahmen ihrer Versicherungsbedingungen und Tarife jedes Wagnis von juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts mit Sitz in den ehemaligen Regierungsbezirken Nord- und Südbaden in ihren Grenzen vom 31.12.1972 in Deckung zu nehmen, an denen Mitglieder des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes mit mindestens 50 v. H. beteiligt sind. (6) Die Gesellschaft fördert die lokale kommunale Wirtschaft durch die Bereitstellung von Versicherungsschutz und führt Maßnahmen zur Schadenverhütung kommunaler Einrichtungen der in § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 aufgeführten Versicherungsnehmer durch, sofern diese ihren Sitz in dem in Abs. 5 definierten Gebiet haben.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Elena Gontsch
since 2/24/2025
Procura
Holger Brandau
since 2/24/2025
Procura
Matthias Kreibich
since 1/27/2025
Board Chair
Philipp Dr. Lechner
since 7/15/2024
Board Member
Thorsten Kiefer
since 11/21/2023
Procura
Alexander Groh
since 11/21/2023
Procura
Jürgen Schmitz
since 7/20/2023
Board Member
Martin Hespeler
since 4/14/2023
Procura
Michael Späth
since 1/20/2020
Procura
Stefan Hütte
since 2/12/2018
Procura
Oliver Bauer
since 9/29/2014
Procura
Ralf Baumgärtner
since 4/29/2010
Procura
Elke Mannoff
since 4/29/2010
Procura
Günter Fröhlich
since 12/28/2009
Procura
Ralf Dieter Krepper
since 12/28/2009
Procura
Joachim Kiesel
since 12/28/2009
Procura
Markus Welker
since 12/28/2009
Procura
Carsten Knitter
since 12/28/2009
Procura
Martin Reichert
since 12/28/2009
Procura

Holdings

NameOwnership
No data available

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

BGV-Versicherung Aktiengesellschaft

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Allgemeine Angaben

Die BGV-Versicherung Aktiengesellschaft (BGV AG) wurde am 16. Juli 2009 in Karlsruhe als Tochterunternehmen des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes (BGV) mit Sitz in Karlsruhe notariell gegründet. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgte zum 1. Januar 2010. Das Geschäftsgebiet umfasst die Bundesrepublik Deutschland sowie die übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft und die anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen). Die Gesellschaft betreibt das selbst abgeschlossene und das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft.

Aus rechnerischen Gründen können im Geschäftsbericht Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben) auftreten.

Anwendung DRS 20

Im vorliegenden Lagebericht wird weitgehend der Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (DRS 20) angewendet. Danach werden die bedeutsamsten Leistungsindikatoren nachfolgend dargestellt, die sowohl als Basis für die Beschreibung des Geschäftsverlaufs als auch für die Prognose für das nächste Geschäftsjahr dienen. Auf Basis der Prognose wird im Bericht des folgenden Geschäftsjahres ein Vergleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung vorgenommen.

Steuerungssystem

Das Steuerungssystem der BGV AG ist auf eine wertorientierte Steuerung ausgerichtet und unterstützt die Geschäftsleitung bei der Führung der Gesellschaft. Die Geschäftsstrategie beschreibt den Weg zur Erreichung der festgelegten Unternehmensziele. Mit Hilfe der einzelnen Teilstrategien wird die Erreichung der aus dem Planungsprozess abgeleiteten operativen Jahresziele sichergestellt. Aus der dem Aufsichtsrat für das folgende Geschäftsjahr vorgelegten Unternehmensplanung werden quantitative und qualitative Unternehmensziele für das Management abgeleitet. In Ergänzung zur Planung werden im Laufe des Geschäftsjahres regelmäßig Hochrechnungen erstellt und zur unterjährigen Steuerung Geschäftsanalysen durchgeführt. Hier wird auf vierteljährlicher Basis unter anderem verfolgt, wie sich wesentliche Unternehmenskennzahlen entwickeln. Bei sich abzeichnenden negativen Entwicklungen werden gegensteuernde Maßnahmen ergriffen.

Bedeutsamste Leistungsindikatoren

Für eine adäquate Steuerung wurden finanzielle Leistungsindikatoren in Form von Umsatz-, Kosten-, Ertrags- und Ergebnisgrößen definiert. Zentrale finanzielle Leistungsindikatoren bilden dabei die Brutto-Beiträge, das Geschäftsergebnis vor Steuern, das Kapitalanlageergebnis sowie die Combined Ratio (netto) nach HGB. Als Combined Ratio wird das Verhältnis von Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und Aufwendungen für Versicherungsfälle (netto) zu den verdienten Prämien (netto) bezeichnet. Daneben dient die Steuerung der Vertriebsleistung der nachhaltigen Entwicklung der BGV AG.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Seit 2017 legt der BGV als Mutterunternehmen des BGV Konzerns einen Nachhaltigkeitsbericht auf. Er dient der Information unserer Mitarbeiter, Gremien, Kunden und dem allgemeinen öffentlichen Interesse. Der aktuelle Nachhaltigkeits- bzw. CSR-Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023. Die Angaben beziehen sich auf die Tätigkeiten der Versicherungsunternehmen der Unternehmensgruppe bestehend aus BGV, BGV AG und Badische Rechtsschutzversicherung AG (BRV). Der Bericht ist mit Hilfe des Deutschen Nachhaltigkeitskodex als Rahmenwerk entstanden und wird von den dortigen Experten entsprechend geprüft und zertifiziert. Der Nachhaltigkeitsbericht enthält die gemäß §§ 289d bis e HGB vorgeschriebenen Angaben und wird zusammen mit den Geschäftsberichten im Unternehmensregister und zusätzlich auf der Internetseite des BGV Konzerns (www.bgv.de/Berichte) veröffentlicht.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Trotz Krisen, Kriegen, Coronafolgen-Abwicklung, anhaltender Inflation und damit verbundener Konsumflaute ist die befürchtete tiefgreifende Rezession der Weltwirtschaft im Berichtsjahr ausgeblieben. Dennoch ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken geraten.

Eine Ausnahme stellte im vergangenen Jahr die US-Wirtschaft dar, die überraschend gewachsen ist. Erste Berechnungen ergaben ein Wachstum von 2,5 %, nach 1,9 % im Jahr 2022 - und dies trotz der kräftigen Zinserhöhungen der Zentralbank. Die Rezessionssorgen schwinden deshalb bei der weltgrößten Volkswirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember 2023 auf das Jahr hochgerechnet um 3,3 %, wie das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 2,0 % gerechnet, nach einem Zuwachs von 4,9 % im Sommer. Im vierten Quartal waren es erneut die Verbraucherinnen und Verbraucher, die die US-Konjunktur ankurbelten. Ihre privaten Konsumausgaben - die mehr als zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung beitragen - wuchsen um 3,1 %. Die Exporte legten um mehr als 6,0 % zu. Die Investitionen der Unternehmen stiegen trotz der hohen Zinsen um 1,0 %. Auch die Staatsausgaben zogen im Berichtsjahr 2023 an. Zugleich zeigte sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust.

Chinas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr laut offiziellen Angaben um 5,2 %, eine der schwächsten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts in mehr als 30 Jahren. Damit wäre zwar die Zielvorgabe der chinesischen Regierung von rund 5,0 % erfüllt, doch die Probleme sind nach wie vor die gleichen. Die Immobilienkrise ist nicht gelöst, verschuldete Konzerne kämpfen um das Überleben, die Wohnungspreise sinken, die Bauwirtschaft schwächelt. Zudem war das Jahr 2023 insgesamt für den chinesischen Außenhandel herausfordernd, da die Exporte aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage um 4,6 % zurückgingen und die Importe um 5,5 % sanken. Außerdem litt die zweitgrößte Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr unter dem schwachen Binnenkonsum.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ging im vergangenen Jahr zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Europas größter Volkswirtschaft war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen das Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur ebenso wie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie die geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast 4 Jahren in einem andauernden Krisenmodus. Die Industrie als Motor der Wirtschaft stotterte gewaltig. International lag die deutsche Wirtschaft zum einen deutlich hinter den großen Volkswirtschaften wie den USA oder China zum anderen aber auch hinter den großen europäischen Volkswirtschaften. Als einziger großer europäischer Staat verzeichnete Deutschland ein schrumpfendes BIP. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung verglichen mit anderen großen EU-Staaten am schwächsten. Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung 2023 von rund 45,9 Mio. überwiegend sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen. Das waren 0,7 % mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie in Deutschland.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief dabei sehr unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützen die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel allerdings insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete im vergangenen Jahr der Bereich Information und Kommunikation mit einem kräftigen Plus von 2,6 %. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schwierigeren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe im Geschäftsjahr 2023 dennoch preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurück, was vor allem am Groß- und Einzelhandel lag, der deutlich nachgab. Das Verarbeitende Gewerbe war im Jahr 2023 preisbereinigt leicht mit 0,4 % im Minus. Positive Impulse kamen hier aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sanken hingegen erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits im Jahr 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hat.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab, was vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein dürfte. Besonders stark sanken hier die Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 seine Konsumausgaben um 1,7 %. Dies lag hauptsächlich am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch im Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe um 3,0 % und die Exporte um 1,8 %.

Entwicklung in der Versicherungswirtschaft

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich im vergangenen Geschäftsjahr gut behauptet. Die deutschen Versicherer verzeichneten über alle Sparten der Schaden-/Unfall-, Lebens- und Privaten Krankenversicherung hinweg ein leichtes Beitragsplus von 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR, was angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und der globalen Unsicherheiten ein zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.

Zwar wies die Schaden- und Unfallversicherung im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR aus, aber der Schadenaufwand legte mit 12,7 % deutlich stärker zu als die Beitragsentwicklung. Hier war das zurückliegende Jahr geprägt von nachgelagerten Anpassungen an Schadenaufwendungen wie zum Beispiel Baukosten oder gestiegene Preise für Autoreparaturen. Allein in der Kfz-Versicherung ergab sich durch die gestiegenen Preise ein versicherungstechnischer Verlust von rund 2,9 Mrd. EUR. Hier standen den Prämieneinnahmen deutlich höhere Aufwendungen für Versicherungsfälle sowie den Versicherungsbetrieb gegenüber. Insgesamt ging somit der versicherungstechnische Gewinn in dieser Sparte um mehr als die Hälfte auf rund 1,5 Mrd. EUR zurück.

In der Schaden- und Unfallversicherung beeinflussten darüber hinaus nach ersten Schätzungen auch die versicherten Schäden der Überschwemmungen in Nord- und Mitteldeutschland zum Jahresende mit rund 200 Mio. EUR das Ergebnis der Versicherungswirtschaft.

Das Geschäft mit Lebensversicherungen wurde 2023 durch die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage sowie die schwache Entwicklung der realen Löhne und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung belastet. Vor allem das Einmalbeitragsgeschäft war davon betroffen. Die laufenden Beiträge entwickelten sich robust. Insgesamt gingen die Beitragseinnahmen bei den Lebensversicherern um 5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR zurück.

In der Privaten Krankenversicherung erhöhten sich die Beitragseinnahmen 2023 um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR. Davon entfielen 42,6 Mrd. EUR auf die Krankenversicherung, was ein Plus von 1,3 % bedeutete. In der Pflegeversicherung lagen die Einnahmen bei 5,6 Mrd. EUR. Dies entsprach einem Anstieg von 10,3 %, der insbesondere auf starke Leistungsausweitungen durch die gesetzlichen Pflegereformen zurückzuführen ist.

Ungeachtet des Nahostkonfliktes und des Krieges in der Ukraine mit all ihren dramatischen Auswirkungen für die Weltkonjunktur, vor allem der anhaltenden Inflation und damit verbundener Konsumflaute, aber auch der Coronafolgen-Abwicklung, erzielte die Versicherungswirtschaft insgesamt ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Aus Branchensicht ist für das Geschäftsjahr 2024 in der Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragswachstum von 7,7 % zu erwarten. Vor allem die Entwicklung in der Kfz-Versicherung wird hierbei voraussichtlich von Nachholeffekten geprägt sein. Zusätzlich ist zu befürchten, dass die Reparaturkosten weiter steigen werden. Daher wird vom Verband in der Kfz-Versicherung mit einem Beitragszuwachs von 10,0 % für 2024 gerechnet.

Für die Lebensversicherung wird im kommenden Jahr mit einem besseren Umfeld und damit verbunden einer stabilen Beitragsentwicklung von 91,8 Mrd. EUR. gerechnet. Dies ergibt einen sehr leichten Rückgang um 0,2 %.

Bericht über den Geschäftsverlauf 2023

Die BGV AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 den Herausforderungen des Marktes gestellt und kann in ihrem 14. Geschäftsjahr wieder auf eine positive Geschäftsentwicklung zurückblicken. Diese war einerseits durch ein starkes Beitragswachstum und gestiegene Kapitalerträge, andererseits aber auch durch hohe Schadenaufwendungen geprägt.

Eine durchdachte Geschäftsstrategie, wettbewerbsfähige Produkte, die an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet sind, Flexibilität, Individualität, Kapitalanlagen und insbesondere die motivierten Mitarbeitenden haben maßgeblich zu dieser erfolgreichen Geschäftsentwicklung beigetragen.

Im weiterhin hart umkämpften Versicherungsmarkt hat die BGV AG als Schaden- und Unfallversicherer ihren Versicherungsbestandes mit nunmehr 1.489.042 Verträgen (i. V. 1.453.854) um 2,4 % ausbauen können. In ihrem 14. Geschäftsjahr verzeichnete die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr mit 10,2 % ein starkes Wachstum bei den gebuchten Brutto-Beiträgen. Sie erreichten ein Volumen von 340,5 Mio. EUR (i. V. 308,9 Mio. EUR). Auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft entfielen hiervon 328,5 Mio. EUR (i. V. 297,7 Mio. EUR), auf das übernommene Versicherungsgeschäft 12,0 Mio. EUR (i. V. 11,2 Mio. EUR).

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bruttoaufwendungen für Geschäftsjahresschäden von 247,9 Mio. EUR auf 297,2 Mio. EUR wiederum stärker als die Beitrags- und Bestandsentwicklung. Unter Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses betrugen die gesamten Aufwendungen für Versicherungsfälle 254,4 Mio. EUR (i. V. 219,1 Mio. EUR). Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere der hohe Schadenbedarf in der Kraftfahrtversicherung, zwei Brand-Großschäden in einer Flüchtlingsunterkunft und einer Kfz-Werkstatt für Oldtimer, mehrere Elementarereignisse sowie eine überdurchschnittliche Zunahme der Geschäftsjahresschäden über 50.000 EUR in der Sachversicherung.

Die Anzahl der gemeldeten Geschäftsjahresschäden lag mit 77.600 über dem Vorjahreswert von 70.433 Stück. Die Brutto-Geschäftsjahresschadenquote erhöhte sich spürbar auf 87,7 % (i. V. 80,4 %).

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich aufgrund des Anstiegs des Neugeschäftes sowie der Sonstigen Abschlusskosten und Provisionen auf 71,3 Mio. EUR (i. V. 65,5 Mio. EUR). In Relation zu den verdienten Netto-Beiträgen ergab sich eine Netto-Kostenquote von 18,6 % (i. V. 19,2 %).

Das versicherungstechnische Ergebnis verringerte sich nach Abzug der Rückversicherungs- und betrieblichen Kostenanteile, einer Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste und vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen deutlich auf -19,5 Mio. EUR (i. V. 12,9 Mio. EUR). Die Netto-Combined-Ratio betrug 103,3 % nach 92,7 % im Vorjahr. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen in Höhe von 24,9 Mio. EUR (i. V. 7,1 Mio. EUR Zuführung) schloss die versicherungstechnische Rechnung mit einem Gewinn in Höhe von 5,4 Mio. EUR (i. V. 5,7 Mio. EUR).

Die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 2023 ermöglichte es, im 14. Geschäftsjahr seit Gründung wiederum Beitragsrückerstattungen für die Kunden in einem beachtlichen Volumen vorzusehen.

Aus der nichtversicherungstechnischen Rechnung erzielte die BGV AG im Wesentlichen durch das deutlich gestiegene Kapitalanlageergebnis sowie durch moderat gestiegene sonstige Erträge und leicht gestiegene sonstige Aufwendungen ein positives Ergebnis in Höhe von 2,4 Mio. EUR (i. V. 0,1 Mio. EUR). Somit erbrachte das Jahresergebnis vor Steuern insgesamt einen Gewinn von 7,8 Mio. EUR (i.V. 5,8 Mio. EUR).

Nach Abzug des Steueraufwands von 2,3 EUR (i. V. 33.228 EUR) ergab sich ein Jahresüberschuss von 5,5 Mio. EUR, nach 5,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 0,6 Mio. EUR (i. V. 0,8 Mio. EUR), der Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von 0,2 Mio. EUR (i. V. 0,3 Mio. EUR) sowie der Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 2,6 Mio. EUR (i. V. 2,7 Mio. EUR) belief sich der Bilanzgewinn auf 3,3 Mio. EUR (i. V. 3,6 Mio. EUR).

Kapitalanlagen

Der Bestand an Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) sank von 712,1 Mio. EUR um 3,0 Mio. EUR bzw. 0,4 % auf 709,1 Mio. EUR.

Die Brutto-Neuanlagen des Geschäftsjahres betrugen 220,7 Mio. EUR. Davon entfielen 20,8 Mio. EUR auf Beteiligungen an Personengesellschaften, 197,9 Mio. EUR auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie 2,0 Mio. EUR auf Schuldscheinforderungen.

Die Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 7,7 Mio. EUR (i. V. 5,3 Mio. EUR) und das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen erreichte ein Volumen von 4,2 Mio. EUR (i. V. 2,9 Mio. EUR). Damit ergab sich eine laufende Durchschnittsverzinsung in Höhe von 1,0 % (i. V. 0,5 %) sowie eine Nettoverzinsung von 0,7 % (i. V. 0,5 %).

Zusammensetzung der Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie die Sonstigen Kapitalanlagen betrugen 709,1 Mio. EUR (i. V. 712,1 Mio. EUR). Davon entfielen auf Inhaberschuldverschreibungen 74,7 % (i. V. 77,2 %), auf Investmentanteile 14,3 % (i. V. 14,3 %), auf Sonstige Ausleihungen 7,3 % (i. V. 7,4 %) und auf Beteiligungen an Personen- und Kapitalgesellschaften 3,6 % (i. V. 1,1 %).

Durch das im Geschäftsjahr volatile Zinsniveau konnten die Brutto-Neuanlagen positive Bewertungsreserven erzielen. Damit verringerten sich die negativen Bewertungsreserven auf 25,0 Mio. EUR (i. V. 53,0 Mio. EUR).

Eigenkapital

Eine ausführliche Darstellung des Eigenkapitals erfolgt im Anhang.

Mitarbeitende

Zum Ende des Berichtsjahres sind 759 (i. V. 776) fest angestellte Mitarbeitende (ohne Auszubildende) beschäftigt. Hiervon befinden sich 28,2 % in einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis. Die Anzahl der Innendienstmitarbeitenden beträgt 678 (i. V. 691). Im Außendienst sind 81 (i. V. 85) Mitarbeitende tätig. Die Reduzierung der Mitarbeitenden wurde maßgeblich bedingt durch Renteneintritte sowie zudem im Außendienst durch Wechsel in Agenturen und damit in die gewerberechtliche Selbständigkeit (mit Ausschließlichkeitsbindung). Teilweise erfolgten überlappende Nachbesetzungen, um einen Wissenstransfer und Einarbeitung durch in Rente ausscheidende Mitarbeitende sicherzustellen. Personalbedarfe ergaben sich insbesondere in den Bereichen Produktmanagement, in der Versicherungstechnik und in der IT. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten belief sich beim Innendienst auf 684 und beim Außendienst auf 82. Der Anteil der Mitarbeiterinnen lag bei 49,1 %.

Um den Herausforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes gerecht zu werden und die Arbeitgeberattraktivität nach innen und außen zu steigern, wird der Ansatz einer am Employee Lifecycle ausgerichteten Personalpolitik verfolgt. Dabei richtet sich das Handeln an den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen der jeweiligen Lebensphasen der Mitarbeitenden aus, um diese bestmöglich zu unterstützen und deren Leistung zu fördern.

Zur weiteren Stärkung der Arbeitgebermarke und damit der positiven Wahrnehmung der BGV AG als attraktiver Arbeitgeber in der Region wurden im Jahr 2023 "BGV-Jobvideos" mit eigenen Mitarbeitenden erstellt, um potentiellen Bewerbenden den Arbeitsalltag in verschiedenen Fachbereichen nähe bringen zu können. Diese werden u.a. auf der "BGV-Karriereseite", in Online-Stellenanzeigen oder auch in den Social-Media-Kanälen der BGV AG eingebunden. Damit wurden erneut neue Impulse im Recruiting gesetzt.

Daran anknüpfend bildet die Nachwuchsförderung einen wichtigen Bestandteil der Personalplanung des Unternehmens. Die BGV AG gehört zu den von der IHK Karlsruhe ausgezeichneten Ausbildungsbetrieben in der Region und bietet mit Ausbildung und dualem Studium attraktive Perspektiven für junge Menschen. Trotz der demographischen Entwicklung und dem immer stärkeren Wettbewerb wird an den ambitionierten Ausbildungsaktivitäten festgehalten, um den benötigten Nachwuchs aus den eigenen Reihen gewinnen zu können. Am Jahresende stehen 38 (i. V. 34) junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Ausbildungsverhältnis für einen Beruf im Versicherungswesen.

Im Berichtszeitraum wurde das "Fallweise Mobile Arbeiten" weiter ausgebaut und über eine entsprechende Betriebsvereinbarung institutionalisiert. Hierüber fördert die BGV AG diese moderne Arbeitsform und möchte sie als einen Bestandteil der Führungs- und Arbeitskultur im Unternehmen umsetzen. Diese Möglichkeit des außerbetrieblichen Arbeitens soll dazu beitragen, eine flexiblere, attraktive und bedarfsgerechte Gestaltung der Arbeit sicherzustellen sowie Mitarbeitende durch eine bessere Vereinbarung von Beruf und Privatleben zu gewinnen, zu motivieren, zu entwickeln und dauerhaft zu binden. Um den Mobilarbeitsplatz adäquat auszustatten, unterstützt die BGV AG alle Mitarbeitenden mit einem festgelegten Budget, über das individuell IT-Hardware bezogen werden kann. Darüber hinaus stehen mit Videokonferenzsystemen ausgestattete Konferenzräume zur Verfügung, die eine hybride Besprechungspraxis ermöglichen.

Mit einer strategischen Personalentwicklung wird Wert auf eine bedarfsgerechte Qualifizierung, Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden gelegt. Viele Bildungsangebote werden auch online angeboten, um den Gegebenheiten des mittlerweile etablierten und ausgeweiteten "Fallweise Mobilen Arbeitens" entsprechend Rechnung zu tragen. Hierzu korrespondierend wurden im Geschäftsjahr 2023 unterstützende Schulungen wie effektives Arbeiten von zu Hause, Moderation von virtuellen Meetings und virtuelle Führung angeboten.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben hat einen hohen Stellenwert. So erfolgt zur Qualitätssicherung und kontinuierlichen Fortsetzung der Maßnahmen regelmäßig eine externe Auditierung. Mit Stolz führt die BGV AG seit 2015 als familienfreundliches Unternehmen das Zertifikat "audit berufundfamilie". Gerade die Erfahrungen in der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass Vereinbarkeitsthemen wie z.B. das "Fallweise Mobile Arbeiten", Führen in Teilzeit sowie die Kooperation mit einer Kindertagesstätte auf dem Firmengelände einen hohen wechselseitigen Nutzen haben.

Unsere Mitarbeitenden des Innen- und Außendienstes haben durch großen persönlichen Einsatz und hohe Leistungsbereitschaft, die ihnen im Berichtsjahr gestellten umfangreichen und anspruchsvollen Aufgaben zuverlässig und erfolgreich erfüllt. Hierfür und für die dabei geleistete gute Arbeit, gebührt ihnen Dank und Anerkennung. Ebenso danken wir dem Betriebsrat für die vertrauensvolle, konstruktive und kooperative Zusammenarbeit.

Erklärung zur Unternehmensführung

Erklärung zum Frauenanteil in Führungspositionen gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Der Aufsichtsrat der BGV AG hat im Jahr 2022 folgende Zielgrößen für den bis zum 30. Juni 2027 zu erreichenden Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand festgelegt:

Aufsichtsrat: 33,3 % Vorstand: 33,3 %

Zum 31. Dezember 2023 lag folgender Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand vor:

Aufsichtsrat: 26,7 % Vorstand: 0,0 %

Der Vorstand der BGV AG hat im Jahr 2022 folgende Zielgrößen für den bis zum 30. Juni 2027 zu erreichenden Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegt:

Erste Führungsebene: 25,0 % Zweite Führungsebene: 26,8 %

Zum 31. Dezember 2023 lag folgender Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene vor:

Erste Führungsebene: 20 % Zweite Führungsebene: 30,8 %

Geschäftsverlauf in den einzelnen Versicherungszweigen

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Beitragseinnahmen und Bestandsentwicklung

2023 2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Gebuchte Brutto-Beiträge
EUR
Anzahl Verträge Stück Gebuchte Brutto-Beiträge
EUR
Anzahl Verträge Stück
Unfallversicherung 9.562.128 66.741 9.228.507 68.344
Haftpflichtversicherung 41.735.430 163.993 38.954.278 162.334
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 101.243.799 456.162 94.514.912 442.604
Sonstige Kraftfahrtversicherung 71.461.609 349.540 66.755.576 335.414
Feuer- und Sachversicherung 93.155.844 227.032 78.063.070 220.958
davon:
Feuerversicherung 13.076.257 14.748 10.724.751 13.879
Verbundene Hausratversicherung 10.642.590 76.973 10.080.161 77.138
Verbundene Gebäudeversicherung 48.689.563 79.330 40.605.949 78.304
Sonstige Sachversicherung 20.747.434 55.981 16.652.209 51.637
Sonstige Versicherungen 11.303.077 225.574 10.227.126 224.200
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 328.461.887 1.489.042 297.743.469 1.453.854

In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung führten Beitragsanpassungen und ein Anstieg des Bestandes um 13.558 Verträge zu einer deutlichen Erhöhung der gebuchten Brutto-Beiträge von 94,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 101,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr. In der Sonstigen Kraftfahrtversicherung resultierte ein merkliches Beitragswachstum auf 71,5 Mio. EUR (i. V. 66,8 Mio. EUR) ebenfalls aus Beitragsanpassungen und einem Bestandsanstieg von 14.126 Verträgen. In der Wohngebäudeversicherung führte insbesondere eine Anpassung des gleitenden Neuwertfaktors, welcher zur Beitragsermittlung herangezogen wird, zu einem deutlichen Beitragswachstum von 40,6 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 48,7 Mio. EUR im Jahr 2023.

Schadenverlauf

2023 2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Bruttoaufwendungen Versicherungsfälle
EUR
Anzahl Schäden
Stück
Bruttoaufwendungen Versicherungsfälle
EUR
Anzahl Schäden
Stück
Unfallversicherung 3.522.360 1.102 6.836.655 1.041
Haftpflichtversicherung -5.303.017 7.702 27.959.413 7.733
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 103.791.604 19.609 77.648.727 18.127
Sonstige Kraftfahrtversicherung 91.230.848 35.766 66.401.815 31.074
Feuer- und Sachversicherung 55.508.366 14.548 39.783.552 13.082
davon:
Feuerversicherung 5.552.016 379 7.118.119 283
Verbundene Hausratversicherung 4.313.076 2.672 3.251.357 2.463
Verbundene Gebäudeversicherung 30.444.453 9.025 20.071.966 8.235
Sonstige Sachversicherung 15.198.821 2.472 9.342.110 2.101
Sonstige Versicherungen -1.933.136 4.653 -6.208.255 4.584
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 246.817.025 83.380 212.421.907 75.641

Ursächlich für den Anstieg der Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle waren insbesondere der hohe Schadenbedarf in der Kraftfahrtversicherung und der Verbundenen Gebäudeversicherung, bedingt einerseits durch einen Anstieg der gemeldeten Schäden und andererseits durch steigende Lohn-, Material- und Werkstattkosten. Des Weiteren führten unter anderem zwei Brand-Großschäden in einer Flüchtlingsunterkunft und einer Kfz-Werkstatt für Oldtimer, mehrere Elementarereignisse sowie eine überdurchschnittliche Zunahme der Geschäftsjahresschäden über 50.000 EUR in der Sachversicherung zu gestiegenen Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

2023 2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Bruttoaufwendungen Versicherungsbetrieb
EUR
Brutto- Combined-Ratio
%
Bruttoaufwendungen Versicherungsbetrieb
EUR
Brutto- Combined-Ratio
%
Unfallversicherung 2.629.147 64,8 2.552.589 102,7
Haftpflichtversicherung 9.065.621 9,0 6.639.136 89,1
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 19.768.459 122,0 20.561.201 103,9
Sonstige Kraftfahrtversicherung 14.503.740 148,0 15.066.473 122,1
Feuer- und Sachversicherung 19.634.982 81,9 15.257.849 71,0
davon:
Feuerversicherung 2.244.486 60,2 1.900.644 84,6
Verbundene Hausratversicherung 3.092.605 70,4 2.405.420 56,7
Verbundene Gebäudeversicherung 10.087.111 85,0 7.515.840 68,8
Sonstige Sachversicherung 4.210.780 94,3 3.435.945 76,3
Sonstige Versicherungen 1.822.729 -1,0 1.744.627 -43,8
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 67.424.678 96,16 61.821.875 92,36

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

2023 2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Rückversicherungssaldo
EUR
Vers.-technisches Ergebnis.
EUR
Rückversicherungssaldo
EUR
Vers.-technisches Ergebnis.
EUR
Unfallversicherung -599.154 1.050.997 688.054 539.675
Haftpflichtversicherung -23.479.327 21.770.299 -1.809.655 3.214.212
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 12.803.674 -4.024.206 1.121.950 -2.570.234
Sonstige Kraftfahrtversicherung 10.069.395 -13.999.321 4.638.817 -9.388.820
Feuer- und Sachversicherung -12.295.247 -2.253.645 -8.652.039 5.767.752
davon: Feuerversicherung -5.860.165 198.674 -845.175 126.290
Verbundene Hausratversicherung -181.598 548.581 -276.996 1.841.043
Verbundene Gebäudeversicherung -5.794.571 -1.260.436 -6.996.439 3.909.897
Sonstige Sachversicherung -458.913 -1.740.464 -533.429 -109.478
Sonstige Versicherungen -8.455.220 2.649.604 -1.449.936 7.851.687
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft -21.955.879 5.193.728 -5.462.809 5.414.272

Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen in Höhe von 25,3 Mio. EUR (i. V. 6,6 Mio. EUR Zuführung) schloss die versicherungstechnische Rechnung im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft mit einem Gewinn in Höhe von 5,2 Mio. EUR (i. V. 5,4 Mio. EUR). Hierbei waren im Geschäftsjahr die größten Veränderungen innerhalb der Schwankungsrückstellung in der Sonstigen Kraftfahrtversicherung mit einer Entnahme in Höhe von 11,6 Mio. EUR (i.V. 0,7 Mio. EUR), in der Haftpflichtversicherung mit einer Entnahme von 7,2 Mio. EUR (i. V. 0,8 Mio. EUR Zuführung) und in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung mit einer Entnahme von 6,0 Mio. EUR (i. V. 20.478 EUR Zuführung) zu verzeichnen.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Die gebuchten Brutto-Beiträge des übernommenen Rückversicherungsgeschäfts erreichten ein Volumen von 12,1 Mio. EUR (i. V. 11,2 Mio. EUR). Hiervon entfallen im Wesentlichen auf die Rechtsschutzversicherung 7,2 Mio. EUR, auf die Verbundene Gebäudeversicherung 2,2 Mio. EUR sowie auf die Leitungswasserversicherung 1,1 Mio. EUR. An Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle waren im Berichtsjahr 7,5 Mio. EUR (i. V. 6,6 Mio. EUR) zu übernehmen. Dementsprechend erhöhte sich die Brutto-Gesamtschadenquote auf 62,7 % (i. V. 59,0 %).

Als versicherungstechnisches Nettoergebnis wurde nach Abzug der Rückversicherungs- und betrieblichen Kostenanteile sowie einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i. V. 0,5 Mio. EUR) ein Gewinn von 0,3 Mio. EUR (i. V. 0,4 Mio. EUR) ausgewiesen.

Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der Prognose

Vergleicht man die dargestellten Geschäftsergebnisse 2023 mit der Prognose aus dem Geschäftsbericht 2022, so wurde die Kernaussage bezüglich deutlich steigender Brutto-Beiträge bestätigt und es konnte in einem von den Folgen des Ukraine-Krieges, des Nahostkonfliktes, der Energiepreiserhöhungen und der anhaltenden Inflation geprägten Geschäftsjahres noch ein Beitragswachstum von 10,2 % erreicht werden.

Das deutlich über dem Vorjahr liegende Kapitalanlageergebnis hat die Erwartungen des vergangenen Jahres in nicht zu erwartendem Maße übertroffen. Die Netto-Combined-Ratio ist stärker angestiegen als angenommen und liegt mit 103,3 % nicht wie prognostiziert deutlich unter 100 %. Das leicht unter dem Vorjahr liegende Geschäftsergebnis, das hauptsächlich durch ein deutliches Beitragswachstum, hohe Schaden- und Verwaltungsaufwendungen sowie ein deutlich verbessertes Kapitalanlageergebnis beeinflusst wurde, hat die Erwartungen des vergangenen Jahres übertroffen.

Beitragsrückerstattung

Die BGV AG gibt satzungsgemäß Überschüsse an ihre Versicherungsnehmer weiter, soweit sie nicht zur Deckung der Schadenleistungen und sonstigen Aufwendungen sowie zur Stärkung des Eigenkapitals erforderlich sind.

Für beitragsrückerstattungsberechtigte Produkte sind im Geschäftsjahr 2023 die aus der folgenden Tabelle ersichtlichen Rückvergütungssätze für ungekündigte Verträge vorgesehen:

Zusammenstellung der Beitragsrückerstattung der letzten Jahre in % der Beiträge

Versicherungszweige und -arten 2023 2022 2021 2020 2019
Allgemeine Unfallversicherung 10 10 10 10 10
Feuer-Industrie-Versicherung 15 15 15 15 15
Sonstige Feuerversicherung 0 0 5 5 5
Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung 30 30 30 30 30
Glasversicherung 30 30 30 30 30
Verbundene Hausratversicherung 15 15 15 15 15
Maschinenversicherung 30 30 30 30 30
Elektronikversicherung 30 30 30 30 30

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Prognose

Risikobericht

Unter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikofrüherkennung und zum Umgang mit den Risiken verstanden, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultieren. Risiko wird als Gefahr, dass die BGV AG ihre gesetzten Ziele nicht erreichen bzw. ihre Strategien nicht erfolgreich umsetzen kann, definiert. Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Erfassung, Analyse, Bewertung und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung getroffener Maßnahmen zur Risikosteuerung.

Ziele und Grundsätze des Risikomanagements

Für das Unternehmen ist die bewusste Steuerung und Überwachung von Risiken eine Kernaufgabe des Vorstands, aber auch die Aufgabe sämtlicher Fach- und Führungskräfte. Das Risikomanagementsystem mit seiner Frühwarnfunktion unterstützt sie dabei.

Das Risikomanagement konzentriert sich auf solche Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können. Es entspricht dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG: § 91 Abs. 2 AktG i. V. m. § 33 Abs. 2 VAG) und berücksichtigt die Anforderungen aus dem europäischen Aufsichtsregime Solvency II in Verbindung mit § 26 und § 27 VAG, sowie die Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation (MaGo) in Verbindung mit § 23 VAG.

Durch eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Risikomanagements setzt die BGV AG die externen Vorgaben um und bereitet sich damit auch immer wieder frühzeitig auf neue Anforderungen vor.

Das Risikomanagement zielt darauf ab, die Finanzkraft der BGV AG zu sichern und die Entscheidungsträger bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Das Risikomanagement wird als elementarer Bestandteil der Unternehmenskultur angesehen und möchte durch eine effiziente Risikoorganisation sowie adäquate Risikoinstrumente und -verfahren Mehrwert schaffen. Der strategische Rahmen für das Risikomanagement und die risikopolitische Ausrichtung der BGV AG sind in der Risikostrategie verankert. Abgeleitet aus der übergeordneten Geschäftsstrategie beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen Risiken im Unternehmen. Sie definiert Ziele, Maßnahmen und Instrumente für den Umgang mit eingegangenen oder zukünftigen Risiken. Durch die organisatorische und prozessuale Verzahnung von Unternehmensplanung und Risikomanagement ist die Voraussetzung für eine vorausschauende und unternehmenssteuerungsrelevante Beurteilung der eigenen Risiken geschaffen. Mit Hilfe der Unternehmensziele, der Teilstrategien und den aus dem Planungsprozess abgeleiteten operativen Jahreszielen wird sichergestellt, dass die Geschäftsstrategie umgesetzt und damit die Chancen der BGV AG wahrgenommen werden. Grundsätzlich wird dabei eine Balance zwischen der Wahrnehmung von Geschäftschancen und dem Eingehen von Risiken angestrebt, wobei die Unternehmenssicherheit stets im Vordergrund steht. Bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken werden nicht eingegangen.

Ergänzend zur Risikostrategie werden in der Leitlinie zum Risikomanagement Standards für dessen aufbau- und ablauforganisatorische Ausgestaltung festgelegt.

Risikomanagementprozess und -Organisation

Das Risikomanagementsystem zeigt entsprechend den aktuellen Vorschriften sowohl zentrale als auch dezentrale Ausprägungen. Das dem Gesamtvorstand berichtspflichtige zentrale Risikomanagement ist für die Konzeption und die permanente Weiterentwicklung des unternehmensweiten Risikomanagementsystems sowie die bereichsübergreifende Steuerung der Risiken und Koordination des gesamten Risikomanagementprozesses verantwortlich.

Im Rahmen der festgelegten Risikostrategie und der Risikomanagementleitlinie steuern die Fachabteilungen und die jeweils zuständigen Funktionsbereiche ihre Risiken eigenverantwortlich. Durch die personelle und organisatorische Trennung von risikoverantwortenden und risikoüberwachenden Einheiten setzt die BGV AG das Prinzip der Funktionstrennung konsequent um. Der Risikomanagementprozess ist in den einzelnen Fachabteilungen und Funktionsbereichen als laufender Prozess angelegt. Er basiert auf der Risikostrategie und umfasst in einem iterativen Regelkreislauf die Hauptbestandteile Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikoberichterstattung.

Im Rahmen der Risikoidentifikation werden eingegangene oder potenzielle Risiken regelmäßig erfasst, aktualisiert und dokumentiert. Die erkannten Risiken werden anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit beurteilt. Hierzu gehört auch die Einschätzung, ob Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation im Zeitverlauf wesentlichen Charakter annehmen können. Mit Hilfe regelmäßig stattfindender Kennzahlenanalysen und Risikobefragungen sämtlicher Fachbereiche erfolgt eine Verdichtung der Einzelrisiken zu Risikokategorien und danach zu einer Bewertung der Gesamtrisikosituation im Rahmen der Risikoberichterstattung.

Die Risikosteuerung und -überwachung wird mit Hilfe eines Risikotragfähigkeitskonzeptes und Limitsystems unterstützt. Limite werden für alle mit dem Standardansatz quantifizierten Risikokategorien vergeben, deren Einhaltung sowie die ausreichende Bedeckung mit Eigenmitteln wird regelmäßig überwacht und dem Vorstand berichtet.

Die Risikoanalyse bestätigte, dass die sich für den Versicherungsbetrieb ergebenden Risiken durch das Risikomanagementsystem kontrolliert und gesteuert werden können.

Die Risikosituation der BGV AG stellt sich zum Ende des Jahres 2023 wie folgt dar:

Versicherungstechnische Risiken

Die versicherungstechnischen Risiken setzen sich zusammen aus:

dem Prämien-/Schadenrisiko, d. h. dem Risiko, dass die kalkulierten Tarife sich als nicht auskömmlich herausstellen könnten, wodurch der Risikoausgleich im Kollektiv scheitert. Dies wäre dann der Fall, wenn die Schadenzahlungen höher sind als ursprünglich zu erwarten war oder Irrtümer bei der Schätzung der Schadenhäufigkeit oder -höhe auftreten, ohne dass eine rechtzeitige Anpassung der Beiträge und Versicherungsbedingungen möglich ist (Zufalls-, Änderungs- und Irrtumsrisiko);

dem Reserverisiko, d. h. dem Risiko, dass die zu leistenden Schadenzahlungen höher sein könnten als die zum Zeitpunkt der Schadenmeldung erwarteten und dafür zurückgestellten Beträge. Als Folge einer solchen Entwicklung könnten Abwicklungsverluste entstehen.

Diese Risiken wurden auch im Jahr 2023 bewertet und durch unterschiedliche Risikovorsorgemaßnahmen begrenzt. Unter anderem trägt eine bedingungsgemäße Risikobegrenzungen, Annahmerichtlinien, eine vorsichtige Tarifierungspolitik sowie angemessene Schadenrückstellungen dazu bei, diese Risiken transparent und kalkulierbar zu machen. Darüber hinaus wird über die Bestimmung der Marktwertrückstellungen die Reservesituation aktuariell überprüft. Im Jahr 2023 ergibt sich hierdurch kein Bedarf einer Änderung des Reservierungsverhaltens. Ein permanentes, spartenübergreifendes Schadencontrolling zeigt zudem frühzeitig negative Entwicklungen auf.

Da versicherungstechnische Risiken nur in begrenztem Umfang tragbar sind, werden sie durch bedarfsgerechte Rückversicherungsverträge abgesichert. Damit wird eine extrem negative Ergebnisauswirkung vermieden. Bei der Gestaltung der Rückversicherungspolitik werden die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der ausgewählten Rückversicherer beachtet.

In der Sachversicherung werden beim Neu- und Ersatzgeschäft Terrorrisiken bis zu einer Jahreshöchstentschädigung von maximal 25 Mio. EUR abgedeckt. Zur Begrenzung des Risikos aus Bestandsverträgen ist die BGV AG seit 2010 Mitglied im Solidaritätspool der öffentlichen Versicherer.

Kommunalhaftpflichtrisiken, die eines besonderen Umgangs bedürfen, werden durch die Zugehörigkeit der BGV AG zum Allgemeinen Kommunalen Haftpflichtschaden-Ausgleich begrenzt. Die BGV AG beteiligt sich an dem Naturkatastrophen-Schadenpool-Deckungskonzept der öffentlichen Versicherer. Dieses Konzept besteht aus einem Naturgefahren Schadenexzedenten-Rückversicherungsvertrag pro Schadenereignis und einem quotalen Retrozessionsvertrag.

Im Bereich der versicherungstechnischen Risiken wird unter anderem die langfristige Entwicklung der Nettoschaden- und Nettoabwicklungsquoten beobachtet. Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse, die sowohl Naturkatastrophen (Brutto-Schadenaufwand im Geschäftsjahr 25,0 Mio. EUR) als auch Kumulrisiken enthalten, entwickelten sich in den letzten Jahren wie folgt:

2023 2022 2021 2020 2019 2018
Netto-Gesamtschadenquoten in % 84,6 73,5 77,9 80,9 81,8 81,5
Netto-Abwicklungsergebnis in % der Eingangsschadenrückstellung 6,2 7,4 3,1 -0,3 2,3 3,0
2017 2016 2015 2014
Netto-Gesamtschadenquoten in % 79,8 82,5 79,6 80,8
Netto-Abwicklungsergebnis in % der Eingangsschadenrückstellung 2,9 1,4 2,6 3,2

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen an Versicherungsnehmer i. H. v. 2,1 Mio. EUR. Im Verhältnis zu den gebuchten Beiträgen beträgt die Außenstandsquote 0,7 %. Die durchschnittliche Ausfallquote der Forderungen an Versicherungsnehmer liegt im Zeitraum 2021 - 2023 bei unter 0,1 %. Diese sehr positive Quote hat ihre Ursache im zuverlässigen Versicherungsnehmerbestand, der sich überwiegend aus Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sowie dem erweiterten Kommunalgeschäft zusammensetzt.

Die ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeit am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mehr als 90 Tage zurückliegt, betragen 0,6 Mio. EUR.

Begrenzt wird das Risiko durch eine regelmäßige Überwachung der Außenstände und einem systematischem Mahnverfahren.

Gegenüber den Rückversicherern bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 19,4 Mio. EUR, die sich wie folgt auf die einzelnen Ratingklassen verteilten.

Ratingklasse Forderungsbetrag
in EUR
AA- 2.473.698
A+ 12.867.444
ohne 4.068.486

Im Bereich Rückversicherung wird auf eine angemessene Streuung der Abgaben und auf die Solidität der Rückversicherer geachtet, um das Ausfallrisiko gering zu halten. Begrenzt wird das Ausfallrisiko im Bereich Rückversicherung dadurch, dass nur mit namhaften Partnern guter Bonität zusammenarbeitet wird und diese Unternehmen aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen oder Beobachtung als verlässliche Partner anerkannt werden. Bei dem Rückversicherer ohne Rating handelt es sich um einen langjährigen deutschen Vertragspartner, dessen Bonität intern als gut eingestuft wird.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen sind mehreren Risiken ausgesetzt, auf die im Folgenden eingegangen wird. Die entsprechenden Maßnahmen zur Risikoreduktion bestehen unter anderem in der Festlegung von Anlagerichtlinien, einer Limitsystematik und der Diversifikation der Risiken sowie Emittenten durch eine angemessene Mischung und Streuung der Assets.

Die Kapitalanlagestrategie wird in eine risikoarme Basisstrategie und in eine Risiko- / Ertragsstrategie unterteilt. Schwerpunkte der Kapitalanlagestruktur stellen Staats- und Unternehmensanleihen dar.

Marktpreisrisiko

Unter Marktpreisrisiko wird das Risiko einer negativen Wertveränderung der Kapitalanlagen aufgrund von Entwicklungen der zugrunde liegenden Marktrisikofaktoren wie beispielsweise Zinsen, Immobilienpreise, Aktien- und Währungskurse verstanden. Das Marktpreisrisiko setzt sich daher aus den Risikoarten Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Fremdwährungs-, Immobilien- und Beteiligungsrisiko zusammen.

Aktienkurs- und Immobilienrisiken bestanden keine.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der investierten Fremdwährungsanlagen in Fonds. Sie werden mit Hilfe einer breiten Streuung des Anlagebestands und derivativen Absicherungsinstrumenten wirksam kontrolliert und gesteuert sowie im Rahmen des Risikomanagementprozesses laufend beobachtet und quantifiziert.

Die Steuerung und Überwachung der Beteiligungen erfolgen im Rahmen des konzerneinheitlichen Strategie- und Planungsprozesses. Auswirkungen auf den Marktwert der Kapitalanlagen werden mit Hilfe regelmäßiger Szenario- und Stresstestanalysen und anhand des Limitsystems überprüft. Ein Zinsanstieg kann neben Kursverlusten auch zu Abschreibungen auf den Wertpapierbestand führen. Dieses Risiko ist begrenzt, da der weitaus überwiegende Teil der festverzinslichen Wertpapiere dem Anlagevermögen zugeordnet ist und die Bilanzierung demzufolge zum Nennwert beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.

Strukturierte Zinsprodukte, Asset Backed Securities und Credit Linked Notes sind dem Portfolio nicht beigemischt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Absicherungszwecken in Fonds eingesetzt.

Zur Beurteilung und Überwachung der Marktrisiken führt die BGV AG für festverzinsliche Anlagen regelmäßig Simulationen durch, die die Wertveränderung des Portefeuilles in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen.

Die Auswirkungen der globalen Konjunkturentwicklung wurden im Kapitalanlagerisikomanagement laufend überwacht. Dabei wirkte sich unterjährig die Kursentwicklung der Kapitalmärkte auf der Rentenseite durch einen Rückgang der Bewertungsreserven im Gesamtportfolio aus. Es müssen wie im Vorjahr stille Lasten ausgewiesen werden. Trotz der nicht vorhandenen Bewertungsreserven können Wertberichtigungen in Zukunft aufgrund des geringen Kreditrisikos der festverzinslichen Wertpapiere im Anlagevermögen voraussichtlich vermieden werden. In einer Beteiligung an einer Immobiliengesellschaft kam es zu einer Abschreibung.

Der Marktwert der Kapitalanlagen würde sich gegenüber dem Wert zum Jahresende 2023 um die nachstehend angegebenen Beträge verändern, wenn sich die Preise für Aktien und die Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere im angeführten Maß nach oben oder unten bewegten.

Aktienmarktveränderung Rückgang um 10 %: Renditeveränderung des Rentenmarktes Anstieg um 100 Basispunkte:
Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in EUR 0 Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in EUR -21.328.048
Aktienmarktveränderung Rückgang um 35 %: Renditeveränderung des Rentenmarktes Rückgang um 100 Basispunkte:
Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in EUR 0 Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in EUR 19.019.417

Ausfallrisiko aus Kapitalanlagen

Dieses Risiko, das auch als Kreditrisiko bezeichnet wird, bedeutet bei einem Schuldner (Emittenten) die Gefahr des vollständigen oder teilweisen Ausfalls von Zins und Tilgung.

Die Inflation, die Energiekrise sowie die mögliche Blase am Immobilienmarkt und die aktuellen politischen Entwicklungen bestimmen die Diskussion in der Versicherungsbranche. Aufgrund der konservativen Kapitalanlagepolitik sind keine wesentlichen unmittelbaren Folgen für die BGV AG zu erwarten. Dennoch birgt die aktuelle politische Lage schwer abschätzbare mittelbare Risiken für den Euro-Raum, sowohl bezüglich des Euros als auch bezüglich der Bonität der Schuldner und wird deshalb im Rahmen des Risikomanagementprozesses aufmerksam beobachtet. Die hohe Inflation führte zu hohen Zinsen. Durch realisierte stille Lasten im Vorjahr konnten die hohen Wiederanlagezinssätze genutzt werden, um ein positives Kapitalanlageergebnis zu erwirtschaften.

Ein sehr großer Teil der festverzinslichen Wertpapiere im Bestand sind Emissionen, die von der Bundesrepublik Deutschland, Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland oder von europäischen Ländern, Banken sowie Unternehmen mit gutem Rating ausgegeben wurden, wodurch sich das Ausfallrisiko begrenzt. Diese Emissionen lauten ausschließlich auf Euro.

Anlagen bei Kreditinstituten in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen sowie Tages- und Festgeldanlagen werden nur bei geeigneten Kreditinstituten im Rahmen der Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vorgenommen. Zusätzlich muss das Kreditinstitut an einem Einlagensicherungssystem mitwirken. Die Rentenengagements werden grundsätzlich im Investment Grade-Bereich investiert und weisen daher eine gute Bonität auf. Mit der aktuellen Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie können auch Rentenengagements in den Ratingkategorien des Non-Investment Grade-Bereichs getätigt werden, die eine festgelegte Grenze nicht überschreiten dürfen. Bei den Renten-Investitionen ohne Rating handelt es sich hauptsächlich um Mitarbeiterdarlehen, die somit ein stark begrenztes Ausfallrisiko aufweisen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich folgende prozentuale Aufteilung der Anlagen auf Marktwertbasis:

Investment Grade (Ratingkategorien AAA - BBB-) 98,6 %
Non-Investment Grade (Ratingkategorien BB - B) 1,4 %

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit mangels ausreichend vorhandener liquider Mittel nicht erfüllen zu können.

Diesem Risiko begegnet die BGV AG mittels einer Liquiditätsplanung. Für das jeweilige Geschäftsjahr wird dabei eine Prognose der Zahlungsströme erstellt, die regelmäßig an die aktuelle Geschäftsentwicklung angepasst wird. Darüber hinaus berücksichtigt das Anlagemanagement generell die Marktgängigkeit einzelner Anlagen.

Durch die Anlagestruktur der Basisstrategie ist der überwiegende Anteil der Wertpapiere mit bester Bonität ausgestattet. Diese Papiere können am Kapitalmarkt kurzfristig veräußert werden. Damit ist die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft zu jeder Zeit sichergestellt.

Operationelle Risiken und sonstige Risiken

Die operationellen Risiken bestehen aus

den betrieblichen Risiken, d. h. Risiken, die durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflussfaktoren entstehen können, und

rechtlichen Risiken, d. h. Risiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren.

Durch ein ausgeprägtes Internes Kontrollsystem, das Arbeitsanweisungen, Plausibilitäts- und Abstimmungsprüfungen, die organisatorische Trennung von Funktionen sowie umfangreiche Kontrollen beinhaltet, wird sichergestellt, dass mögliche Risiken im Rahmen der operativen Tätigkeiten der Funktionseinheiten vermieden bzw. auf ein akzeptables Maß reduziert werden.

Insbesondere wird durch regelmäßige und effektive Kontrollen die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems überprüft und dokumentiert. Die technischen Kontrollen im Schadenbereich werden laufend verfeinert. Die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen ist das Ziel. Die Funktionen des Compliancebeauftragten, IT-Sicherheitsbeauftragten, Datenschutz-/Geldwäschebeauftragten, Brandschutzbeauftragten und Notfallbeauftragten stellen durch die Kontrolle und Überwachung der Einhaltung der jeweiligen Vorgaben ein wirksames Internes Kontrollsystem in diesen Bereichen sicher.

Um auf mögliche Notfälle angemessen vorbereitet zu sein, hat die BGV AG ein Business Continuity Management eingerichtet, die notwendigen organisatorischen Strukturen geschaffen und die Ableitung von Geschäftsfortführungsplänen vorgenommen. Die Notfallplanung umfasst sowohl die allgemeinen als auch die abgeleiteten Spezialnotfallpläne, wie beispielsweise den Pandemieplan, damit die BGV AG sinnvoll den Auswirkungen einer möglichen Pandemie, wie z.B. der Corona-Krise, begegnen kann.

Neben der Verfeinerung der technischen Kontrollen im Schadenzahlungsbereich werden vor allem im Bereich der Informationsverarbeitung durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Versicherungsunternehmen kontinuierlich Anstrengungen unternommen, die Datensicherheit und Vertraulichkeit elektronisch gespeicherter und übertragener Informationen über deren gesamten Lebenszyklus weiter zu verbessern. Der Informationssicherheit wird große Bedeutung beigemessen. Daher existieren im Bereich der Datenverarbeitung umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen, die die Sicherheit der Programme und Daten gewährleisten. Für den Schutz des internen Netzwerks werden ständig angepasste Firewalls und Antivirenprogramme eingesetzt. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch regelmäßige Datensicherungen, die im Bedarfsfall eine rasche Wiederherstellung von Daten ermöglichen. Mit Hilfe der implementierten IT-Notfallplanung und der laufenden Weiterentwicklung der IT-Prozesse wird das IT-Sicherheitsmanagement weiter ausgebaut und den Entwicklungen sowie den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) angepasst.

Rechtliche Risiken und Risiken aus Geschäftsprozessen existieren prinzipiell auch bei uns, besondere existenzgefährdende Sachverhalte haben sich allerdings nicht konkretisiert.

Von der Internen Revision werden alle Unternehmensbereiche regelmäßig dahingehend überprüft, ob sie bei der Durchführung ihrer Tätigkeiten die dafür gültigen gesetzlichen Regelungen und bestehenden unternehmensinternen Anweisungen einhalten. Neben der laufenden Prüfung der Betriebs- und Schadenbereiche werden die Effektivität und Effizienz des Risikomanagementsystems regelmäßig kritisch überprüft. Ferner wird der Kapitalanlagebereich entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen einer umfassenden Prüfung unterzogen.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Geschäftsjahr 2023 keine Entwicklungen erkennbar waren, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen könnten.

Die BGV AG erfüllt die Solvabilitätsanforderungen nach Solvency II. Der BaFin wurde zum 31. Dezember 2022 eine Bedeckung von 193 % gemeldet. Es wird erwartet, dass zum 31. Dezember 2023 die strategisch festgelegte Mindestbedeckung von 125 % erreicht und damit den gesetzlichen Anforderungen entsprochen wird. Bei der Berechnung der Eigenmittelausstattung werden sowohl die Bewertungsreserven in den Kapitalanlagen als auch die vorhandenen Reserven der Passiva berücksichtigt. Dies ergibt eine insgesamt gute Risikosituation des Unternehmens.

Die hohe Inflation und damit einhergehende Rezession in Deutschland sorgten für eine angespannte wirtschaftliche Lage. Hinzu kamen die Angst vor potenziellen Blasen an den Börsen und auf dem Immobilienmarkt. Der militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie der Nahostkonflikt sorgten für große politische Spannungen auf der ganzen Welt. Daher blieb die Anlagestrategie weiterhin auf Sicherheit bedacht. Insbesondere wurde das Zinsänderungsrisiko im Risikomanagement beobachtet.

Erklärung gemäß § 312 AktG

Der gemäß § 312 AktG zu erstattende Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen ist fristgerecht vorgelegt worden. Er schließt mit folgender Erklärung:

Die BGV AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen lagen nicht vor.

Prognose- und Chancenbericht

Die Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes auf die BGV AG sind derzeit nur schwer abzusehen. Die Prognosen zur Zinsentwicklung mit sinkenden Zinsen, rückläufiger Inflation, die gesamtpolitische Lage insbesondere in Osteuropa und dem erneut eskalierten Nahostkonflikt lassen sich hinsichtlich ihres Einflusses auf den Binnenmarkt nicht sicher vorhersagen. Die derzeitigen Prognosen der Bundesbank für die Entwicklung des BIP für das Jahr 2024 belaufen sich auf +0,4 %. Die Schätzung der deutschen Bundesbank unterliegt der Annahme, dass die Inflation rückläufig ist und insbesondere die Teuerungsrate der Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und Energie deutlich verringert. Es werden keine Lieferengpässe erwartet und die geldpolitische Straffung soll ihre Wirkung entfalten. Erhöhte Unsicherheiten hinsichtlich staatlicher Förderungen im Bereich Transformations- und Klimaschutzmaßnahmen dämpfen die Investitionen der Unternehmen. Die aktuell hohen Zinsen wirken sich stark auf den Wohnungsbau aus. Private Haushalte profitieren vom Kaufkraftgewinn und einem stabilen Arbeitsmarkt, entsprechend wird ein steigender Konsum erwartet.

Die Konjunkturindizes von ifo für die Versicherungsbranche lassen eine eher verhaltene Stimmung der Unternehmen erkennen. Die Geschäftserwartungen werden positiv eingestuft, jedoch ist der Effekt größtenteils inflationsbedingt.

Auf dem Versicherungsmarkt der Schaden-/Unfallversicherer geht man für das Geschäftsjahr 2024 von einem ähnlichen Schadenverlauf wie im Jahr 2023 aus. Durch die stark gestiegenen Ersatzteilpreise, Löhne und Baukosten wird weiterhin mit einer hohen Schadenbelastung gerechnet. Die Beitragserwartungen für 2024 deuten inflationsbedingt auf ein deutliches Wachstum hin, insbesondere da es im Kfz-Markt Nachholeffekte gibt.

Die BGV AG geht konzentriert auf die Bedürfnisse ihrer Kundengruppen ein, was sich auf die Entwicklung der Gesellschaft positiv auswirken und in den folgenden Geschäftsjahren zu einer Stärkung der Wettbewerbssituation führen sollte.

Die BGV AG versucht primär in ihrem Kernmarkt Baden Marktchancen zu nutzen. Produkt- und Serviceinnovationen sowie ein umfassender Vertriebswege-Mix sollen beim Erreichen der Wachstums- und Ertragsziele sowie der Erschließung neuer Kundenpotenziale helfen. Die BGV AG strebt ein moderat steigendes Wachstum an. Dies bedeutet für das Unternehmen eine hohe Veränderungs- und Investitionsbereitschaft, die Entwicklung neuer Produkte, die Bearbeitung neuer Markt- und Kundensegmente sowie die Betreuung und Pflege neuer Partnerschaften. Neben den Chancen aus solchen Innovationen können diese auch Risiken bergen, die es frühzeitig zu identifizieren, zu messen und zu steuern gilt.

Die BGV AG hat hierfür einen Neue-Produkte-Prozess installiert, der die notwendige Transparenz und systematische Vorgehensweise bei derartigen Veränderungsprozessen sicherstellt. Aus Sicht des Risikomanagements wird dabei besonderer Fokus auf die Herstellung der Transparenz von Chancen und Risiken gelegt, das heißt auf die Bestimmung des möglichen Ertrags- und Risikogehalts aus der Neuerung. Die Auswirkungen werden mittels einer Chancen-/ Risikoanalyse vorab überprüft und bewertet. Die Chancen-/ Risikoanalyse umfasst die tangierten Schnittstellen und alle Bereiche im Unternehmen, auf die das neue Produkt / Geschäftsfeld potenziell Einfluss hat. Alle erkannten Risiken werden in das Risikoinventar übernommen und entsprechend den vorgesehenen Regeln beschrieben und beurteilt.

Um der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, hat die BGV AG das Thema Nachhaltigkeit weiterhin im Fokus. Der BGV veröffentlicht in diesem Zuge den Bericht zur Corporate Social Responsibility (CSR) und ist der Investoren-Initiative PRI (Principles for Responsible Investment) beigetreten. Darüber hinaus wurde ein Nachhaltigkeitsprojekt initiiert, um den zukünftigen Anforderungen sowie den Erwartungen der Kunden, der Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Mit einer stärkeren Fokussierung auf das Firmen- und Privatgeschäft sucht die BGV AG Wachstumschancen und geht hier bewusst Risiken ein. Im Fokus werden weiterhin Familien stehen.

Tendenziell fallende Zinsen führen zu höheren Kursen und damit zu höheren Bewertungsreserven bei bestehenden festverzinslichen Anlagen. Dieser Umstand hat auch Konsequenzen für die Nettoverzinsung der Kapitalanlage in der BGV AG. Die Kapitalanlagestrategie wurde an das volatile Marktumfeld angepasst und es wird weiterhin auf Sicherheit gesetzt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein leicht höheres Kapitalanlageergebnis erwartet.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 sieht trotz der schwierigen Rahmenbedingungen deutlich steigende Brutto-Beiträge, eine Combined Ratio (netto) von über 100 % und ein Geschäftsergebnis deutlich unter Vorjahresniveau vor. Die gesamtwirtschaftliche Lage sowie die Entwicklung am Kapitalmarkt sind zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer abschätzbar, aber werden laufend beobachtet. Bei einer weiter hohen Inflation sind positive Einflüsse auf das Beitragswachstum und negative Einflüsse auf die Kosten und Schäden zu erwarten. Bei dem Leistungsindikator Combined Ratio (netto) kann es im Vergleich zur Prognose 2024 zu einer Verschlechterung der Quote kommen, falls die Inflation stärker als erwartet ausfällt und entsprechend negative Auswirkungen auf den Schadenaufwand sowie die Kosten hat. Außerdem kann sich insbesondere durch Kursrückgänge und nachteilige Entwicklungen am Kapitalmarkt oder bei einzelnen Engagements ein noch schlechteres Kapitalanlageergebnis einstellen. Darüber hinaus könnte eine Welle an Insolvenzen zu einer wirtschaftlichen Krise führen.

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Unfallversicherung

Allgemeine Unfallversicherung

Kraftfahrtunfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Luftfahrt-Haftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Fahrzeugvollversicherung

Fahrzeugteilversicherung

Feuer- und Sachversicherung

Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Sonstige Sachversicherung

Einbruchdiebstahl und Raub(ED)-Versicherung

Leitungswasser(Lw)-Versicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Technische Versicherungen

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (EC)

Sonstige Sachschadenversicherung

Ausstellungsversicherung

Jagd- und Sportwaffenversicherung

Musikinstrumenteversicherung

Fotoapparateversicherung

Kühlgüterversicherung

Reisegepäckversicherung

Valorenversicherung (privat)

Übrige und nicht aufgegliederte Sachschadenversicherung

Sonstige Versicherungen

Transport- und Luftfahrtversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Sonstige Vermögensschadenversicherung

Sonstige gemischte Versicherung

Vertrauensschadenversicherung

in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Feuer- und Sachversicherung

Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Sonstige Sachversicherung

Einbruchdiebstahl und Raub(ED)-Versicherung

Leitungswasser(Lw)-Versicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Hagelversicherung

Technische Versicherungen

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (EC)

Sonstige Sachschadenversicherung

Sonstige Versicherungen

Transport- und Luftfahrtversicherung

Rechtsschutzversicherung

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Sonstige Schadenversicherung

Versicherungsvermittlung

Als Landesdirektion der Union Krankenversicherung Aktiengesellschaft (UKV), Saarbrücken und als Kooperationspartner der SV SparkassenVersicherung Holding Aktiengesellschaft, Stuttgart

VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G., Dortmund Lebensversicherung von 1871 a.G., München uniVersa Lebensversicherung a.G., Nürnberg

MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung a.G., München Württembergische Lebensversicherung AG, Kornwestheim AXA Konzern AG, Köln

HanseMerkur Krankenversicherung AG, Hamburg LBS Landesbausparkasse Süd, Stuttgart und der PSD Bank Karlsruhe-Neustadt eG, Karlsruhe wurden Lebensversicherungs-, Krankenversicherungs- und Bausparverträge vermittelt.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der BGV AG, Karlsruhe

Aktiva

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.232.372,00 679.793,00
II. Geleistete Anzahlungen 151.356,97 1.210.275,51
2.383.728,97 1.890.068,51
B. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Beteiligungen 25.682.296,73 7.587.514,43
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 101.711.364,78 101.711.364,78
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 529.867.153,36 550.119.471,20
3. Sonstige Ausleihungen 51.810.933,29 52.632.437,62
4. Andere Kapitalanlagen 500,00 500,00
683.389.951,43 704.463.773,60
III. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 830.931,57 844.307,86
709.903.179,73 712.895.595,89
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 2.079.647,63 1.509.654,30
2. Versicherungsvermittler 560.181,78 497.813,72
2.639.829,41 2.007.468,02
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 19.409.628,34 9.677.246,90
III. Sonstige Forderungen 6.737.826,67 5.520.208,41
davon: Forderungen an verbundene Unternehmen: 272.092,65 EUR (i. V. 331.101,41 EUR) 28.787.284,42 17.204.923,33
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 1.735.469,22 2.358.392,70
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 13.750.299,90 12.283.683,70
15.485.769,12 14.642.076,40
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 1.510.487,67 1.596.727,65
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.350.362,45 1.043.706,52
2.860.850,12 2.640.434,17
F. Aktive latente Steuern 19.788.103,00 19.359.437,00
Summe der Aktiva 779.208.915,36 768.632.535,30

Passiva

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 78.391.000,00 78.391.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 2.514.099,07 2.238.254,07
2. andere Gewinnrücklagen 44.767.393,40 39.167.393,40
47.281.492,47 41.405.647,47
III. Bilanzgewinn 3.263.635,00 3.622.580,00
davon Gewinnvortrag: 622.580,00 EUR (i. V. 817.615,00 EUR)
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 16.501.206,16 14.787.291,32
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 3.256.571,50 2.588.869,00
13.244.634,66 12.198.422,32
II. Deckungsrückstellung 7.535,00 7.051,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 582.891.497,67 573.829.804,06
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 138.540.567,28 151.371.586,80
444.350.930,39 422.458.217,26
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 20.462.144,21 16.761.059,38
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 287.749,63 260.918,00
20.174.394,58 16.500.141,38
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 87.872.093,00 112.810.308,00
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 7.634.349,00 6.242.785,00
573.283.936,63 570.216.924,96
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 598.096,00 622.010,00
II. Steuerrückstellungen 107.491,00 25.000,00
III. Sonstige Rückstellungen 5.081.645,59 6.301.857,54
5.787.232,59 6.948.867,54
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 44.090.507,83 35.393.873,28
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 19.050.657,99 18.685.102,13
2. Versicherungsvermittlern 2.001.506,82 1.920.249,34
21.052.164,81 20.605.351,47
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 2.795.284,05 6.990.257,28
davon: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 16.047,67 EUR (i. V. 195.665,68 EUR)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 3.252.411,98 5.055.533,30
davon: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.054.005,28 EUR (i. V. 2.882.323,02 EUR)
aus Steuern: 1.687.580,17 EUR (i. V. 1.479.113,71 EUR)
27.099.860,84 32.651.142,05
F. Rechnungsabgrenzungsposten 11.250,00 2.500,00
Summe der Passiva 779.208.915,36 768.632.535,30

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. und B.III.1 der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341f und 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist, Altbestand im Sinne von § 336 VAG ist nicht vorhanden.

 

Karlsruhe, den 18. Januar 2024

Die Verantwortliche Aktuarin

Katrin Stübner

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der BGV AG, Karlsruhe

Posten

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Brutto-Beiträge 340.519.689,09 308.949.226,08
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 70.267.661,36 60.050.372,71
270.252.027,73 248.898.853,37
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -1.713.914,84 -793.128,44
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 667.702,50 299.514,00
-1.046.212,34 -493.614,44
269.205.815,39 248.405.238,93
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 148.830,34 152.909,29
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 64.689,41 1.453.422,08
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 245.298.439,97 205.654.040,20
bb) Anteil der Rückversicherer 39.356.828,13 31.162.958,61
205.941.611,84 174.491.081,59
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 9.061.693,61 13.401.758,70
bb) Anteil der Rückversicherer 12.831.019,52 -5.328.615,23
21.892.713,13 8.073.143,47
227.834.324,97 182.564.225,06
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Netto-Deckungsrückstellung -484,00 -836,00
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -1.391.564,00 65.412,00
-1.392.048,00 64.576,00
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 7.405.000,00 5.490.000,00
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 71.281.858,38 65.496.309,22
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 21.148.968,68 17.742.295,45
50.132.889,70 47.754.013,77
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 2.162.145,75 1.386.068,95
9. Zwischensumme -19.507.073,28 12.881.838,52
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 24.938.215,00 -7.114.274,00
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 5.431.141,72 5.767.564,52
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 259.771,25 2.021.062,06
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 7.398.001,28 1.778.362,02
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,00 1.513.673,13
7.657.772,53 5.313.097,21
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 664.043,71 611.853,43
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 2.030.583,62 383.806,38
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 276.402,37 962.902,98
2.971.029,70 1.958.562,79
4.686.742,83 3.354.534,42
3. Technischer Zinsertrag 445.938,00 425.055,00
4.240.804,83 2.929.479,42
4. Sonstige Erträge 30.398.000,64 27.304.540,08
5. Sonstige Aufwendungen 32.276.052,94 30.173.656,36
-1.878.052,30 -2.869.116,28
6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis 2.362.752,53 60.363,14
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 7.793.894,25 5.827.927,66
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.071.418,88 -85.521,90
davon latente Steuern: -428.666,00 EUR (i. V. 1.538,00 EUR)
9. Sonstige Steuern 205.575,37 118.749,56
davon Organschaftsumlage: -3.606,00 EUR (i. V. -3.211,00 EUR)
2.276.994,25 33.227,66
10. Jahresüberschuss 5.516.900,00 5.794.700,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 622.580,00 817.615,00
6.139.480,00 6.612.315,00
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 275.845,00 289.735,00
b) in andere Gewinnrücklagen 2.600.000,00 2.700.000,00
2.875.845,00 2.989.735,00
13. Bilanzgewinn 3.263.635,00 3.622.580,00

Anhang

Aufsichtsrat

Michael Kessler

Bürgermeister a. D. der Gemeinde Heddesheim Vorsitzender

Ralf Klausmann

Geschäftsführer i. R. der Freiburger Stadtbau GmbH, Freiburg Stellvertretender Vorsitzender

Georg Eble

Bürgermeister a. D. der Gemeinde Wutöschingen

Dr. Matthias Geiser

Geschäftsführer der Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH, Villingen-Schwenningen

Dagmar Helfer

Arbeitnehmervertreterin der BGV AG

Marco Hummel

Arbeitnehmervertreter der BGV AG

Klaus Jehle

Verbandsvorsitzender i. R. des Zweckverbandes Gewerbepark Raum Offenburg Bürgermeister a. D. der Gemeinde Hohberg

Julia Kalbach

Arbeitnehmervertreterin der BGV AG

Jens Kiefer

Arbeitnehmervertreter der BGV AG

Tobias Metz

Verbandsvorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes Nördlicher Kaiserstuhl Bürgermeister der Stadt Endingen am Kaiserstuhl

Dr. Norbert Reuter

Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz GmbH, Konstanz

Dr. Christoph Schnaudigel

Landrat des Landkreises Karlsruhe

Sven Schneckenburger

Arbeitnehmervertreter der BGV AG

Dorothea Störr-Ritter

Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald

Britta Wirtz

Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, Karlsruhe

Vorstand

Senator e.h. Prof. Edgar Bohn Vorsitzender

Matthias Kreibich

Stellvertretender Vorsitzender Dr. Moritz Finkelnburg Mitglied (bis 31.03.2023)

Jürgen Schmitz

Mitglied (ab 01.07.2023)

Aufsicht

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bereich Versicherungen, Bonn und Frankfurt am Main

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge nach Versicherungszweiggruppen für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft

Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Anzahl der Versicherungsverträge
am 31.12.2023
Stück
am 31.12.2022
Stück
Unfallversicherung 66.741 68.344
Haftpflichtversicherung 163.993 162.334
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 456.162 442.604
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 349.540 335.414
Feuer- und Sachversicherung 227.032 220.958
davon:
Feuerversicherung 14.748 13.879
Verbundene Hausratversicherung 76.973 77.138
Verbundene Gebäudeversicherung 79.330 78.304
Sonstige Sachversicherung 55.981 51.637
Sonstige Versicherungen 225.574 224.200
Gesamtes Geschäft 1.489.042 1.453.854

Angaben zur Gesellschaft

Die BGV AG mit Sitz in der Durlacher Allee 56 in 76131 Karlsruhe ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 707212 ins Handelsregister B eingetragen.

Grundsätzliche Rechtsvorschriften

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen sowie dem Versicherungsaufsichtsgesetz aufgestellt.

Die im amtlichen Formblatt vorgesehenen, aber nicht belegten Posten werden nicht aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene EDV-Software bzw. Nutzungsrechte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Die Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Zeitwertermittlung erfolgt durch den Ansatz der Nettoinventarwerte (Net Asset Value) bzw. zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Beteiligungen ergeben sich bei einem Buchwert von 25,7 Mio. EUR und einem Zeitwert von 28,2 Mio. EUR stille Reserven in Höhe von 3,5 Mio. EUR sowie stille Lasten in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderungen sind in Höhe von 2,0 Mio. EUR vorgenommen.

Die Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind vollständig dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung der dem Anlagevermögen zugeordneten Anteile an den Investmentfonds erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibungen gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Der Zeitwert, der dem Anlagevermögen zugeordneten Investmentanteile beträgt 103,4 Mio. EUR; bei einem Buchwert von 101,7 Mio. EUR bestehen stille Reserven in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Sind die Gründe für eine ehemals durchgeführte Abschreibung entfallen, erfolgt gemäß § 253 Abs. 5 HGB eine Zuschreibung bis maximal auf den fortgeführten Anschaffungswert. Die Ermittlung der Zeitwerte des Investmentvermögens erfolgt zu Rücknahmepreisen.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind ausschließlich dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Anschaffungskosten sind gem. § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Sind die Gründe für eine ehemals durchgeführte Abschreibung entfallen, erfolgt gemäß § 253 Abs. 5 HGB eine Zuschreibung bis maximal auf den fortgeführten Anschaffungswert. Der Zeitwert der dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen beträgt 504,3 Mio. EUR. Bei einem Buchwert von 529,9 Mio. EUR bestehen insgesamt stille Lasten in Höhe von 25,6 Mio. EUR. Die stillen Lasten resultieren aus der Differenz der Buchwerte zu den Zeitwerten bei Bundes- und Länderanleihen, Pfandbriefen und Anleihen bei Kreditinstituten. Die Bewertung der Inhaberschuldverschreibungen erfolgt unter der Berücksichtigung der Amortisation von Agien und Disagien bei Anwendung der Effektivzinsmethode. Abschreibungen erfolgen keine, da keine dauerhaften Bonitäts- oder Liquiditätsrisiken vorliegen. Die Zeitwerte sind anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag ermittelt.

Für die Namensschuldverschreibungen ist das Wahlrecht des § 341c Abs. 1 HGB in Anspruch genommen. Diese sind ebenso wie die Einlagen bei Kreditinstituten mit dem Nennwert bewertet.

Schuldscheinforderungen und Darlehen, übrige Ausleihungen und Andere Kapitalanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Der Zeitwert der dem Anlagevermögen zugeordneten Schuldscheinforderungen beträgt 40,7 Mio. EUR. Bei einem Buchwert von 44,2 Mio. EUR bestehen insgesamt stille Lasten in Höhe von 3,6 Mio. EUR sowie stille Reserven in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt je Papier bzw. Einlage unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven bzw. durch Heranziehen von Referenzanleihen. Hierfür bilden für kürzere Laufzeiten Euriborwerte und für Laufzeiten von über einem Jahr Midswapsätze die Grundlage. Die Berücksichtigung des Emittentenrisikos erfolgt mittels zusätzlicher Spreadabschläge. In Einzelfällen wird aufgrund der sehr kurzen Zeit zwischen Anschaffung und Jahresabschluss der Buchwert als Zeitwert angesetzt.

Die Forderungen an Versicherungsnehmer und Versicherungsvertreter sind zum Nennwert bilanziert. Wegen des allgemeinen Ausfallrisikos sind Wertberichtigungen in angemessener Höhe abgesetzt.

Depotforderungen, Abrechnungsforderungen, Sonstige Forderungen und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind jeweils mit dem Nennwert bzw. mit dem Barwert bilanziert. Im Geschäftsjahr sind die Abrechnungsforderungen teilweise unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 27 Abs. 3 RechVersV um ein Jahr zeitversetzt gebucht.

Die Gegenstände der Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsbedingten Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter werden im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte sowie die anderen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nominalwerten angesetzt.

Der bilanzierte Posten Aktive latente Steuern gemäß § 274 HGB resultiert aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen Handels- und Steuerbilanz und dem steuerlichen Verlustvortrag. Auf die Unterschiedsbeträge sind Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gerechnet. Soweit aktive und passive latente Steuern bestehen, sind diese saldiert ausgewiesen und vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wird Gebrauch gemacht.

Passiva

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft sind nach der 1/12-Methode auf der Grundlage der Bestandsbeiträge ermittelt. In geringem Umfang sind Pauschalsätze verwendet. Für die Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile ist das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. April 1974 zugrunde gelegt, laut dem in der Schaden- und Unfallversicherung 85 Prozent der Provisionen und Vertreterbezüge sowie Teile der Direktionspersonalkosten nicht übertragen werden können. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind gemäß den bestehenden Rückversicherungsverträgen angesetzt bzw. in gleicher Weise wie brutto ermittelt.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft sind die Beitragsüberträge entsprechend den Aufgaben der Vorversicherer angesetzt. Soweit Abrechnungen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht vorlagen, sind Schätzwerte passiviert.

Die Deckungsrückstellung (hier: Beitrags-Deckungsrückstellung in der Kinderunfallversicherung) ist gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten der verantwortlichen Aktuarin und unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung ermittelt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ist je Einzelschaden ermittelt. Außerdem sind für noch nicht bekannte Ereignisse in nahezu allen Versicherungszweigen und -arten Spätschadenrückstellungen gebildet.

Die Spätschadenrückstellung ist unter Berücksichtigung der Aufwendungen und Stückzahlen für Spätschäden auf Basis des Chain-Ladder-Verfahrens gebildet. Bedingt durch die überdurchschnittlich hohe Inflation, sind für folgende Versicherungszweige gesondert Zuschläge auf den Schadendurchschnitt gebildet. Hierunter fallen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und Sonstige Kraftfahrtversicherung mit 3 %, des Weiteren die Allgemeine Haftpflichtversicherung mit 3 %, sowie der Versicherungszweig Verbundene Gebäudeversicherung mit 7 %.

Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten ist unter Berücksichtigung des koordinierten Ländererlasses vom 2. Februar 1973 gebildet.

Die Renten-Deckungsrückstellung ist unter Zugrundelegung der DAV-Sterbetafel 2006 HUR berechnet. Der Rechnungszins beträgt 0,50 % für Verpflichtungen, die bis zum 31. Dezember 2021 eingetreten sind. Für Leistungsfälle ab dem 1. Januar 2022 ist ein Rechnungszins von 0,25 % zugrunde gelegt.

Forderungen aus Regressen und Teilungsabkommen sind je Einzelfall ermittelt und von den Rückstellungen abgesetzt.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft ist die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entsprechend der Aufgaben der Vorversicherer angesetzt. Soweit Abrechnungen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht vorliegen, sind Schätzwerte passiviert.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung ist auf der Grundlage entsprechender mathematischer Modelle auf der Basis von Vergangenheitswerten berechnet. Es handelt sich hierbei um eine Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung, die entsprechend den Abrechnungen mit den Rückversicherern um deren Anteile reduziert ist. Die Bildung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung erfolgt satzungsgemäß.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen sind nach § 341h HGB, § 29 bzw. § 30 RechVersV und den in der Anlage zu § 29 enthaltenen Vorschriften gebildet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten eine Stornorückstellung für Beitragsforderungen, die auf der Grundlage eines entsprechenden mathematischen Modells auf der Basis von Vergangenheitswerten berechnet ist, eine auf Basis der Vorjahresbeträge geschätzte Rückstellung gegenüber der Verkehrsopferhilfe e. V. sowie eine Rückstellung für drohende Verluste. Grundlage für die Bemessung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bilden die nach dem Bilanzstichtag zu erwartenden Schäden und Kosten, die durch Beiträge und Zinserträge sowie gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Schwankungsrückstellung voraussichtlich nicht gedeckt sind.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist basierend auf den biometrischen Grundwerten (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2018 G) berechnet. Die Bewertung nach BilMoG erfolgt auf Basis realistischer Annahmen. Künftige Gehaltserhöhungen und künftige Rentenanpassungen sowie Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnungen gemäß BilMoG einzubeziehen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Abzinsung erfolgt unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre. Der für die Vergleichsrechnung herangezogene durchschnittliche Marktzins der vergangen 7 Jahre beträgt 1,76 %. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 3.267 EUR (i. V. 17.586 EUR) und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

Folgende Parameter sind angesetzt:

Pensionsalter 63 Jahre
Gehaltsdynamik 2,20 % p.a.
Rentendynamik 2,20 % p.a.
Zinssatz 1) 1,83 % p.a.
Fluktuation 0,00 % p.a.

1) gem. Deutsche Bundesbank vom 31.10.2023, fortgeschrieben auf den 31.12.2023

Die Zinszuführung zur Pensionsrückstellung beläuft sich auf 8.752 EUR.

Die nichtversicherungstechnischen Rückstellungen sind in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet beziehungsweise zum notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Berechnung der Rückstellung aufgrund von Jubiläumsverpflichtungen basiert ebenfalls auf den oben genannten Bewertungsmethoden, wobei abweichend folgende Parameter angesetzt sind:

Zinssatz 1) 1,76 % p.a.
Fluktuation TVV ID 4,12 % p.a.
Fluktuation TVV AD 10,95 % p.a.

1) gem. Deutsche Bundesbank vom 31.10.2023, fortgeschrieben auf den 31.12.2023

Die Zinszuführung zur Rückstellung aufgrund von Jubiläumsverpflichtungen beläuft sich auf 1.826 EUR.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Abrechnungen aus übernommenen Rückversicherungen ist periodengerecht zum 31. Dezember 2023 erfasst. Soweit Abrechnungen noch nicht vorlagen, sind vorsichtige Schätzungen vorgenommen. Die Depotverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und sonstige Verbindlichkeiten sind zum Nennwert bilanziert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Bei dem Posten Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung handelt es sich um Zinszuführungen zur Brutto-Renten-Deckungsrückstellung in den selbst abgeschlossenen Unfall- und Haftpflichtversicherungen, abzüglich der Rückversicherungsanteile.

Entwickung der Aktivposten A., B. I. und B. II. im Geschäftsjahr 2023

2022
Bilanzwerte
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibungen
EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 679.793 707.966 1.210.276 5.130 - 360.533
2. Geleistete Anzahlungen 1.210.276 151.357 -1.210.276 - - -
3. Summe A. 1.890.069 859.323 - 5.130 - 360.533
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Beteiligungen 7.587.515 20.815.894 - 690.528 - 2.030.584
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 101.711.365 - - - - -
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 550.119.471 197.878.531 218.130.849 - -
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 7.500.000 - - - - -
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 44.995.705 2.029.149 - 2.837.238 - -
c) übrige Ausleihungen 136.732 - - 13.415 - -
4. Andere Kapitalanlagen 500 - - - - -
5. Summe B. II. 704.463.773 199.907.680 - 220.981.502 - -
Insgesamt 713.941.357 221.582.897 - 221.677.160 - 2.391.117
2023
Bilanzwerte
EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.232.372
2. Geleistete Anzahlungen 151.357
3. Summe A. 2.383.729
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Beteiligungen 25.682.297
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 101.711.365
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 529.867.153
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 7.500.000
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 44.187.616
c) übrige Ausleihungen 123.317
4. Andere Kapitalanlagen 500
5. Summe B. II. 683.389.951
Insgesamt 711.455.977

Angabe von Zeitwert und Bewertungsreserven der Kapitalanlagen

2023 2022
Zeitwerte
EUR
Stille Reserven
EUR
Stille Lasten
EUR
Zeitwerte
EUR
Stille Reserven
EUR
Stille Lasten
EUR
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Beteiligungen 28.212.967 3.481.950 951.280 8.169.796 582.281 -
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 103.358.918 1.647.553 - 98.738.167 - 2.973.198
(davon Anlagevermögen) 103.358.918 1.647.553 - 98.738.167 - 2.973.198
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 504.308.360 8.288 25.567.081 507.025.160 - 43.094.311
(davon Anlagevermögen) 504.308.360 8.288 25.567.081 507.025.160 - 43.094.311
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 7.335.000 - 165.000 7.031.250 - 468.750
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 40.739.247 116.984 3.565.353 38.003.044 - 6.992.661
c) übrige Ausleihungen 123.250 73 140 132.056 - 4.676
4. Andere Kapitalanlagen 500 - - 500 - -
5. Summe B. II. 655.865.275 1.772.898 29.297.574 650.930.177 - 53.533.596
Insgesamt 684.078.242 5.254.848 30.248.854 659.099.973 582.281 53.533.596

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktiva

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Beteiligungen

Anteil
%
Geschäftsjahr 1) Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis
EUR
DRVB Wohnen 2 Beteiligungs-GmbH, Düsseldorf 20,0 2022 10.421.517 -1.674.709
TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Karlsruhe 3,7 2022 545.207 31.582
SWK Beteiligungs GmbH &Co. geschlossene Investment-KG, Stuttgart 2,5 2022 0 0
LEA Mittelstandspartner GmbH &Co. KG, Karlsruhe 2,5 2022 150.309.499 74.946.873
LEA Venturepartner GmbH &Co. KG, Karlsruhe 1,7 2022 38.218.020 -1.359.775

1) Der Jahresabschluss 2023 ist noch nicht veröffentlicht

Angabe zu den Anteilen an Sondervermögen nach § 285 Nr. 26 HGB

Art des Fonds Gemischter Fonds 2023
EUR
Gemischter Fonds 2022
EUR
Buchwert 31.12. 101.711.365 101.711.365
Marktwert 31.12. 103.358.918 98.738.167
Bewertungsreserve 31.12. 1.647.553 -2.973.198
Ausschüttung Geschäftsjahr 0 0
Tägliche Rückgabe möglich Ja Ja
Unterlassene Abschreibung Nein Ja

Sonstige Vermögensgegenstände

2023
EUR
2022
EUR
I. Sachanlagen und Vorräte
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anfangsbestand 2.285.336 2.471.989
+ Zugänge 352.263 1.018.956
- Abgänge 0 676
- Abschreibungen 963.051 1.204.933
Endbestand 1.674.548 2.285.336
2. Vorräte 60.921 73.057
Gesamt 1.735.469 2.358.393
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten 13.750.300 12.283.683
Gesamt 15.485.769 14.642.076

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich ausschließlich um vorausgezahlte Betriebsaufwendungen.

Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen von Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Posten Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, sowie aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 31,5 %.

Der aktivierte Betrag in Höhe von 19,8 Mio. EUR unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre im Rahmen einer Gewinnausschüttung an die Gesellschafter.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Passiva

Eigenkapital

I. Eingefordertes Kapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 78,4 Mio. EUR und ist eingeteilt in 1.562.820 auf den Namen lautende Stückaktien der Gattung I (Aktien Nr. 1 bis 1.000.020 und Nr. 1.005.021 bis 1.567.820) und 5.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gattung II (Aktien ohne Gewinnberechtigung, Aktien Nr. 1.000.021 bis 1.005.020). Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 50 EUR. Der Anteil des BGV am gezeichneten Kapital beträgt 99,72 %. Die übrigen Anteile werden von ehemaligen Mitgliedern des BGV gehalten, die im Zuge der strategischen Neuausrichtung aus dem BGV ausgeschieden sind und von dem Angebot einer Beteiligung an der BGV AG Gebrauch gemacht haben. Entsprechende Bestätigungsschreiben gem. § 20 AktG liegen der BGV AG vor.

II. Gewinnrücklagen

1. Gesetzliche Rücklage

Für das Berichtsjahr werden aus dem Jahresüberschuss 0,3 Mio. EUR in die gesetzliche Rücklage eingestellt, die somit 2,5 Mio. EUR beträgt.

2. Andere Gewinnrücklagen

Durch den Beschluss der Hauptversammlung 2023 werden aus dem Bilanzgewinn 2022 zusätzlich 3,0 Mio. EUR in die andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Weiterhin werden für das Berichtsjahr aus dem Jahresüberschuss 2,6 Mio. EUR in andere Gewinnrücklagen eingestellt, die somit insgesamt 44,8 Mio. EUR betragen.

Versicherungstechnische Rückstellungen

2023
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Versicherungstechn. Bruttorückstellungen insgesamt
EUR
Bruttorückstellung für noch nicht abgew. Versicherungsfälle
EUR
Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
EUR
Unfallversicherung 21.539.697 16.217.681 0
Haftpflichtversicherung 305.907.347 279.856.787 22.424.050
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 178.583.572 164.279.126 13.814.557
Sonstige Kraftfahrtversicherung 40.610.445 26.864.948 12.223.438
Feuer- und Sachversicherung 111.802.896 58.027.913 21.701.477
davon:
Feuerversicherung 14.716.730 10.780.157 637.900
Verbundene Hausratversicherung 10.170.716 2.094.031 0
Verbundene Gebäudeversicherung 47.546.739 24.294.426 17.132.328
Sonstige Sachversicherung 39.368.711 20.859.299 3.931.249
Sonstige Versicherungen 26.154.164 13.574.917 12.317.000
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 684.598.121 558.821.372 82.480.522
Gesamtes in Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft 31.408.290 24.070.126 5.391.571
Gesamtes Versicherungsgeschäft 716.006.411 582.891.498 87.872.093

Die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen beinhalten eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 7,0 Mio. EUR (i. V. 5,6 Mio. EUR). Hiervon entfallen 3,7 Mio. EUR (i. V. 3,7 Mio. EUR) auf die Leitungswasserversicherung, 1,9 Mio. EUR (i. V. 1,9 Mio. EUR) auf die Sturmversicherung und 1,4 Mio. EUR (i. V. 0,0 Mio EUR) auf die sonstige Kraftfahrtversicherung.

2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Versicherungstechn. Bruttorückstellungen insgesamt
EUR
Bruttorückstellung für noch nicht abgew. Versicherungsfälle
EUR
Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
EUR
Unfallversicherung 19.660.004 15.473.501 0
Haftpflichtversicherung 339.293.320 306.117.412 29.658.411
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 165.808.374 145.466.382 19.793.973
Sonstige Kraftfahrtversicherung 41.011.295 17.077.814 23.823.001
Feuer- und Sachversicherung 95.947.731 45.594.012 22.416.326
davon:
Feuerversicherung 16.276.354 11.343.824 2.245.762
Verbundene Hausratversicherung 9.131.094 1.933.944 0
Verbundene Gebäudeversicherung 38.869.309 18.137.068 15.630.425
Sonstige Sachversicherung 31.670.974 14.179.176 4.540.139
Sonstige Versicherungen 32.746.357 20.442.677 12.083.542
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 694.467.081 550.171.798 107.775.253
Gesamtes in Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft 30.573.711 23.658.006 5.035.055
Gesamtes Versicherungsgeschäft 725.040.792 573.829.804 112.810.308

Andere Rückstellungen

III. Sonstige Rückstellungen

Unter den Sonstigen Rückstellungen sind zum Geschäftsjahresende im Wesentlichen die Rückstellung für Abschlussprovisionen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (i. V. 2,0 Mio. EUR) sowie die Rückstellung für Urlaub und Gleitzeit in Höhe von 1,5 Mio. EUR (i. V. 1,6 Mio. EUR) ausgewiesen.

Andere Verbindlichkeiten

III. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Bilanzbetrag setzt sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Abrechnungsverkehr 1.054.005 2.882.323
Steuerverbindlichkeiten 1.687.580 1.479.114
Verbindlichkeiten aus Mitversicherung 229.948 275.364
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224.355 248.764
Sonstiges 56.524 169.968
Gesamt 3.252.412 5.055.533

Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 Nr. 1a) HGB

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023

2023
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Gebuchte Brutto-Beiträge
EUR
Verdiente Brutto-Beiträge
EUR
Verdiente Netto-Beiträge
EUR
Unfallversicherung 9.562.128 9.491.497 7.825.463
Haftpflichtversicherung 41.735.430 41.601.117 38.532.644
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 101.243.799 101.246.493 85.638.287
Sonstige Kraftfahrtversicherung 71.461.609 71.461.730 68.182.947
Feuer- und Sachversicherung 93.155.844 91.717.917 51.491.942
davon:
Feuerversicherung 13.076.257 12.945.381 2.871.184
Verbundene Hausratversicherung 10.642.590 10.522.010 10.231.385
Verbundene Gebäudeversicherung 48.689.563 47.673.794 27.725.485
Sonstige Sachversicherung 20.747.434 20.576.732 10.663.888
Sonstige Versicherungen 11.303.077 11.260.068 5.572.560
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 328.461.887 326.778.822 257.243.843
Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 12.057.802 12.026.952 11.961.972
Gesamtes Versicherungsgeschäft 340.519.689 338.805.774 269.205.815
2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Gebuchte Brutto-Beiträge
EUR
Verdiente Brutto-Beiträge
EUR
Verdiente Netto-Beiträge
EUR
Unfallversicherung 9.228.507 9.139.903 7.454.883
Haftpflichtversicherung 38.954.278 38.834.621 35.862.461
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 94.514.912 94.500.987 80.267.530
Sonstige Kraftfahrtversicherung 66.755.576 66.751.545 63.926.061
Feuer- und Sachversicherung 78.063.070 77.486.510 44.560.371
davon:
Feuerversicherung 10.724.751 10.665.652 2.342.100
Verbundene Hausratversicherung 10.080.161 9.973.741 9.691.206
Verbundene Gebäudeversicherung 40.605.949 40.103.677 23.405.847
Sonstige Sachversicherung 16.652.209 16.743.440 9.121.218
Sonstige Versicherungen 10.227.126 10.197.153 5.159.985
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 297.743.469 296.910.719 237.231.291
Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 11.205.757 11.245.379 11.173.948
Gesamtes Versicherungsgeschäft 308.949.226 308.156.098 248.405.239
2023
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
EUR
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
EUR
Rückversicherungssaldo
EUR
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
EUR
Unfallversicherung 3.522.360 2.629.147 -599.154 1.050.997
Haftpflichtversicherung -5.303.017 9.065.621 -23.479.327 21.770.299
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 103.791.604 19.768.459 12.803.674 -4.024.206
Sonstige Kraftfahrtversicherung 91.230.848 14.503.740 10.069.395 -13.999.321
Feuer- und Sachversicherung 55.508.366 19.634.982 -12.295.247 -2.253.645
davon:
Feuerversicherung 5.552.016 2.244.486 -5.860.165 198.674
Verbundene Hausratversicherung 4.313.076 3.092.605 -181.598 548.581
Verbundene Gebäudeversicherung 30.444.453 10.087.111 -5.794.571 -1.260.436
Sonstige Sachversicherung 15.198.821 4.210.780 -458.913 -1.740.464
Sonstige Versicherungen -1.933.136 1.822.729 -8.455.220 2.649.604
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 246.817.025 67.424.678 -21.955.879 5.193.728
Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 7.543.109 3.857.180 30.697 237.414
Gesamtes Versicherungsgeschäft 254.360.134 71.281.858 -21.925.182 5.431.142
2022
Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
EUR
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
EUR
Rückversicherungssaldo
EUR
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
EUR
Unfallversicherung 6.836.655 2.552.589 688.054 539.675
Haftpflichtversicherung 27.959.413 6.639.136 -1.809.655 3.214.212
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 77.648.727 20.561.201 1.121.950 -2.570.234
Sonstige Kraftfahrtversicherung 66.401.815 15.066.473 4.638.817 -9.388.820
Feuer- und Sachversicherung 39.783.552 15.257.849 -8.652.039 5.767.752
davon:
Feuerversicherung 7.118.119 1.900.644 -845.175 126.290
Verbundene Hausratversicherung 3.251.357 2.405.420 -276.996 1.841.043
Verbundene Gebäudeversicherung 20.071.966 7.515.840 -6.996.439 3.909.897
Sonstige Sachversicherung 9.342.110 3.435.945 -533.429 -109.478
Sonstige Versicherungen -6.208.255 1.744.627 -1.449.936 7.851.687
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 212.421.907 61.821.875 -5.462.809 5.414.272
Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 6.633.892 3.674.434 -54.180 353.293
Gesamtes Versicherungsgeschäft 219.055.799 65.496.309 -5.516.989 5.767.565

Die Abwicklung der Bruttorückstellung für Vorjahres-Versicherungsfälle führte im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft zu einem Abwicklungsgewinn in Höhe von 41,6 Mio. EUR, der überwiegend aus den Versicherungszweigen Haftpflichtversicherung, Vertauensschadenversicherung und Sonstige Kraftfahrtversicherung resultierte. Die Abwicklung der Rückversichereranteile ergab einen Abwicklungsverlust von 16,8 Mio. EUR. Im übernommenen Versicherungsgeschäft ergab sich ein Netto-Abwicklungsgewinn in Höhe von 1,3 Mio. EUR.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb enthielten:

2023
EUR
2022
EUR
1. Abschlussaufwendungen für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 48.406.751 44.567.589
2. Verwaltungsaufwendungen für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 19.017.927 17.254.286
3. Verwaltungsaufwendungen für das übernommene Versicherungsgeschäft 3.857.180 3.674.434
Gesamt 71.281.858 65.496.309

Provisionen, sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter und Personalaufwendungen

2023
EUR
2022
EUR
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 26.381.082 22.191.259
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 1.234.430 1.272.136
3. Löhne und Gehälter 50.950.799 48.390.219
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.991.166 8.807.875
5. Aufwendungen für Altersversorgung 3.852.118 3.843.844
Gesamt 91.409.595 84.505.333

Steuern vom Einkommen und Ertrag

2023
EUR
2022
EUR
1. Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.500.085 -87.060
2. Latente Steuern -428.666 1.538
Gesamt 2.071.419 -85.522

Jahresüberschuss und Gewinnverwendungsvorschlag

2023
EUR
Jahresüberschuss 5.516.900
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 622.580
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 275.845
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 2.600.000
Bilanzgewinn 3.263.635
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor:
Zusätzliche Einstellung in Gewinnrücklagen: 2.600.000
Gewinnvortrag 663.635

Die Hauptversammlung hat am 16. Juli 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 3.263.635 EUR wie vorgeschlagen zu verwenden.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 759.

Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes: 119.417 EUR
Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstandes: 46.452 EUR
Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes: 393.398 EUR
Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates: 111.430 EUR

Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Der BGV erstellt unter Einbeziehung der BGV AG einen Konzernabschluss, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

Zwischen der BGV AG und der BGV Immobilien GmbH &Co. KG besteht ein langjähriger Mietvertrag, der mit einer Laufzeit von 25 Jahren am 1. September 2012 abgeschlossen wurde. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Mietzins 3,7 Mio. EUR.

Als Mitglied des Allgemeinen Kommunalen Haftpflichtschaden-Ausgleichs (AKHA) hat die BGV AG Haftpflichtentschädigungen, die die Mitglieder des AKHA für Gebietskörperschaften zu leisten haben, im Rahmen des Haftungsausgleichs der Mitglieder anteilig mitzutragen. Eine Summenbegrenzung besteht nicht.

Die BGV AG haftet als Mitglied der VöV Rückversicherung KöR, Berlin und Düsseldorf, in Höhe ihrer nicht eingezahlten und nicht eingeforderten Anteile von 0,2 Mio. EUR an dessen Stammkapital von nominal 13,0 Mio. EUR. Da sich die Verbandsmitglieder darüber einig sind, dass die Stammkapitalanteile nicht eingefordert werden sollen und sie demnach mehr den Charakter einer Haftungssumme als einer Beteiligung tragen, wird auf die Bilanzierung verzichtet.

Die BGV AG ist Mitglied der Vereine Verkehrsopferhilfe e. V. und Deutsches Büro Grüne Karte e. V. Aufgrund der Mitgliedschaft ist sie verpflichtet, den Vereinen die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend ihrem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben.

Als Mitglied der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft hat die BGV AG für den Fall, dass andere Unternehmen ausfallen, deren Leistungsverpflichtungen im Rahmen ihrer quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Ähnliche Verpflichtungen bestehen im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft. Nach derzeitigem Informationsstand ist keine Inanspruchnahme zu erwarten.

Die BGV AG ist Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg, Karlsruhe, und als solches verpflichtet, eine zusätzliche Altersversorgung für ihre Mitarbeiter zu begründen. Der Umlagesatz 2023 beträgt 5,75 % der umlagepflichtigen Gehälter von rund 42,8 Mio. EUR. Zusätzlich wird ein Sanierungsgeld in Höhe von 2,30 % und ein Zusatzbeitrag in Höhe von 0,54 % erhoben. Der Umlagesatz von 5,75 % bleibt im Jahr 2024 konstant. Der Zusatzbeitrag von 0,54 % bleibt im Jahr 2024 ebenfalls konstant. Das Sanierungsgeld beträgt voraussichtlich wieder 2,30 %.

Als Mitglied des Solidaritätspools der öffentlichen Versicherer haftet die BGV AG seit 1. Januar 2010 für Terrorismusschäden im Rahmen ihrer quotenmäßigen Beteiligung. Durch stabile innenpolitische Rahmenbedingungen ist auch weiterhin nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

Aus Beteiligungen bestehen am Bilanzstichtag Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 1,9 Mio. EUR.

Von der Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß §285 Nr. 17 HGB abgesehen.

Einschätzungen zu den Auswirkungen der Inflation sowie der durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausgelösten Energiekrise auf die BGV AG sind im Lagebericht dargestellt.

 

Karlsruhe, den 18. März 2024

BGV-Versicherung Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Edgar Bohn

Matthias Kreibich

Jürgen Schmitz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BGV-Versicherung Aktiengesellschaft, Karlsruhe

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BGV-Versicherung Aktiengesellschaft, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BGV-Versicherung Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle

Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens zum Punkt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Passiva. Risikoangaben sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts unter dem Punkt Versicherungstechnische Risiken enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft beträgt EUR 558,8 Mio. Dies entspricht 71,7 % der Bilanzsumme. Hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens.

Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus verschiedenen Teilschadenrückstellungen zusammen. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle bilden hiervon den wesentlichen Teil.

Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe und ist daher insbesondere bezogen auf die unbekannten Versicherungsfälle stark ermessensbehaftet. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen.

Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Für bereits eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schadenfälle (unbekannte Schadenfälle) werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung.

Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch zu erwartenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den unbekannten Schadenfällen besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Bei der Prüfung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben uns einen grundlegenden Überblick über den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen verschafft, wesentliche Prozessrisiken und die sie abdeckende Kontrollen identifiziert und die identifizierten Kontrollen auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit hin getestet. Wir haben uns insbesondere davon überzeugt, dass die Kontrollen, mit denen die korrekte Bewertung sichergestellt werden sollen, sachgerecht aufgebaut sind und wirksam durchgeführt werden.

Auf Basis einer bewussten Auswahl haben wir die Ordnungsmäßigkeit der Aktenführung und die Höhe einzelner, bekannter Schadenrückstellungen anhand der Aktenlage für verschiedene Versicherungszweige und -arten nachvollzogen.

Wir haben die Berechnungen der Gesellschaft zur Ermittlung der unbekannten Spätschäden für eine risikoorientierte Auswahl einzelner Sparten nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die Herleitung der geschätzten Anzahl der Schäden und deren Höhe auf der Grundlage historischer Erfahrungen und aktueller Entwicklungen gewürdigt.

Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert.

Anhand eines Zeitreihenvergleichs insbesondere von Schadenstückzahlen, Schadenhäufigkeiten und durchschnittlichen Schadenhöhen sowie der Geschäftsjahres- und bilanziellen Schadenquoten haben wir die Entwicklung der Schadenrückstellung analysiert.

Wir haben eigene aktuarielle Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung vorgenommen und diese mit den Berechnungen der Gesellschaft verglichen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht, stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen und wurden korrekt angewendet. Die zugrunde liegenden Annahmen wurden in geeigneter Weise abgeleitet.

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist

die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellende Nachhaltigkeitsberichterstattung des Mutterunternehmens im Internet, auf die der Lagebericht im Abschnitt "Nachhaltigkeitsberichterstattung" verweist

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 18. Juli 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. Oktober 2023 vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Abschlussprüfer der BGV-Versicherung Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

Prüfung des Abhängigkeitsberichts,

Prüfung der Solvabilitätsübersicht gemäß § 35 Abs. 2 VAG.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Hildebrand.

 

München, den 9. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hildebrand, Wirtschaftsprüfer

Sommer, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsleitung laufend überwacht. In allen Angelegenheiten von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft waren wir unmittelbar eingebunden. Sämtliche nach dem Gesetz und den Vorgaben der Satzung zustimmungspflichtigen Maßnahmen wurden uns zur Entscheidung vorgelegt.

Gegenstände der Beratung im Aufsichtsrat

In insgesamt sechs Sitzungen sowie durch die schriftliche Quartalsberichterstattung wurden wir vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Davon fanden vier Sitzungen gemeinsam mit dem Verwaltungsrat des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbands statt. Des Weiteren fand stets ein Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand statt. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen und Segmenten wurde ausführlich behandelt. Darüber hinaus haben wir uns im Rahmen der Berichterstattung zum Risikomanagement über die aktuelle Risikosituation informiert, sowohl in den einzelnen Sitzungen als auch über die jeweiligen Risikoinformationen. Ferner ließen wir uns vom Vorstand über alle relevanten Aspekte der strategischen Ausrichtung und Planung berichten, insbesondere auch zur Konzernstrategie 20.25. Ebenso wurden individuelle Themenschwerpunkte wie u.a. Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen sowie die Ausgestaltung der Vergütungspolitik betrachtet. Zudem erhielten die Gremienmitglieder zur Sicherstellung der fachlichen Eignung ein auf Basis ihrer Selbsteinschätzung konzipiertes Schulungsangebot zu den Themengebieten Kapitalanlage, Versicherungstechnik, Rechnungslegung oder Abschlussprüfung. Teil dieses Schulungsangebotes war auch die im Hause des BGV angebotene Kollektivschulung zu den Themen Abschlussprüfung und Bilanzierung. Daneben wurden die Kapitalanlagestrategie sowie das Anlagenportfolio eingehend besprochen, um die Entwicklungen am Kapitalmarkt und die dadurch zu erwartenden Auswirkungen auf das nichtversicherungstechnische Ergebnis bewerten zu können. Angelegenheiten, die unserer Zustimmung bedürfen, haben wir vor der Beschlussfassung diskutiert und beraten.

Gegenstände der Beratung in den Ausschüssen

Neben dem im Jahr 2022 gebildeten Prüfungsausschuss wurden keine weiteren Ausschüsse gebildet. Die Aufgaben und Befugnisse sowie die Rechte und Pflichten seiner Mitglieder ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen. Dieser Prüfungsausschuss setzt sich aus dem Vorsitzenden des Ausschusses Herrn Bürgermeister a. D. Kessler, Herrn Landrat Dr. Schnaudigel, Herrn Geschäftsführer i. R. Klausmann sowie Herrn Hummel zusammen.

Der Prüfungsausschuss ist im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammengekommen.

Im Rahmen der Prüfungsausschusssitzung am 3. Mai 2023 fand eine Berichterstattung durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2022 statt.

In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. Juli 2023 wurde das Auswahlverfahren zur Vergabe des Abschlussprüfungsmandats für das Geschäftsjahr 2024 thematisiert. Insbesondere wurden hier die Auswahlkriterien sowie deren Gewichtung für den weiteren Auswahlprozess festgesetzt.

In der Prüfungsausschusssitzung am 8. November 2023 wurde die Ausgestaltung und der aufsichtsrechtliche Rahmen des Risikomanagements im Unternehmen dargestellt. Daneben wurden die Angebote der Wirtschaftsprüfer innerhalb des Auswahlverfahrens für das Abschlussprüfungsmandats für das Geschäftsjahr 2024 betrachtet.

Über die Arbeit im Ausschuss wurden wir im gesamten Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend unterrichtet.

Jahresabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2023 und der Lagebericht 2023 wurden dem Abschlussprüfer vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat als Abschlussprüfer den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht 2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In Vorbereitung auf unsere Befassung mit dem Jahresabschluss ließ sich der Prüfungsausschuss am 24. April 2024 vom Abschlussprüfer die Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie den hierzu erstellten Prüfungsbericht erläutern. Auf dieser Grundlage beschloss der Ausschuss die Empfehlungen hinsichtlich der Feststellung des Jahresabschlusses, die uns der Ausschussvorsitzende am 14. Mai 2024 erläuterte.

Der Abschlussprüfer hat an unserer Sitzung am 14. Mai 2024 teilgenommen und über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet. Der Bericht des Abschlussprüfers lag uns vor. Er enthält den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erheben wir keine Einwendungen und billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Er ist damit festgestellt.

Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der nach § 312 des Aktiengesetzes vom Vorstand aufzustellende Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen ist von uns und vom Abschlussprüfer geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers hat folgenden Wortlaut:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erheben wir gegen den Bericht des Vorstandes nach § 312 AktG und den Bericht des Abschlussprüfers hierzu, insbesondere zu der Erklärung des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, keine Einwendungen.

Personelle Veränderungen im Vorstand

Zum 31. März 2023 hat Vorstandsmitglied Dr. Moritz Finkelnburg die BGV AG verlassen. Herr Jürgen Schmitz trat mit Wirkung zum 1. Juli 2023 als weiteres Mitglied in den Vorstand. Daneben haben wir Herrn Matthias Kreibich mit Wirkung zum 1. Juli 2023 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands gewählt.

Dank an den Vorstand und die Mitarbeitenden

Wir danken dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Karlsruhe, den 14. Mai 2024

Der Aufsichtsrat der BGV-Versicherung AG

Michael Kessler, Vorsitzender

Ralf Klausmann, stellv. Vorsitzender

Georg Eble

Dr. Matthias Geiser

Dagmar Helfer

Marco Hummel

Klaus Jehle

Julia Kalbach

Jens Kiefer

Tobias Metz

Dr. Norbert Reuter

Dr. Christoph Schnaudigel

Sven Schneckenburger

Dorothea Störr-Ritter

Britta Wirtz

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