Master Data

Registry
Register court Duisburg HRB 6237
Previous
Fahrzeugbau Köppen GmbH
Registered
6/14/2002
Industry
Repair and maintenance of railway locomotives and rolling stock / railway vehiclesRepair and maintenance of other civilian transport equipment n.e.c.Repair of machinery
Purpose
sind die Reparatur, Umbau, Reinigung, Beheizung, Lagerung und der Transport per Straße, Bahn oder Binnenschiff von Transportbehältern, der Handel mit diesen, deren Ersatzteilen und Zubehör sowie die Abfüllung, Umfüllung und Behandlung der darin beförderten Güter.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Sabrina Sestak
since 7/21/2025
Procura
Deniz Gürcan
since 11/24/2022
Procura
Claus Overlöper
since 10/5/2022
Managing Director
Marco Thalhäuser
since 7/3/2020
Procura
Jochen Ewald Köppen
since 4/25/2008
Managing Director

Beneficial Owners

100.00% identified0.00% unresolved

Identified persons (2)

Shareholders

2 shareholders

GmbH structure

Hans-Wilhelm Köppen
Waldbachtal 14, 45481 Mülheim an der Ruhr
€38,400
75.00%
Jochen Köppen
Waldbachtal 14, 45481 Mülheim an der Ruhr
€12,800
25.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Köppen GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022)

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.689,00 78.250,00
II. Sachanlagen 2.715.219,92 2.331.364,51
III. Finanzanlagen 2.678.627,31 960.711,08
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: EUR 4.700,00 (Vj.: EUR 4.700,00)
davon Ausleihungen an verbundene Unternehmen: EUR 2.673.877,31 (Vj.: EUR 955.961,08)
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 486.984,36 2.500.238,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.171.480,81 3.976.360,49
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 88.478,75 (Vj.: EUR 0,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.388.436,66 117.560,27
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.084,98 17.008,36
11.513.523,04 9.981.493,18

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnvortrag 2.151.639,12 1.790.547,15
III. Jahresüberschuss 2.256.892,40 361.091,97
4.808.531,52 2.551.639,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.044.780,96 1.290.785,96
C. VERBINDLICHKEITEN 4.660.210,56 6.139.068,10
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 969.137,72 (Vj.: EUR 2.907.307,27)
11.513.523,04 9.981.493,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2022)

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 23.315.584,02 16.906.264,68
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.947.218,89 6.619.277,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.715.209,96 1.286.108,47
- davon für Altersversorgung EUR 38.064,70 (Vorjahr EUR 20.233,62)
9.662.428,85 7.905.385,83
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 401.976,66 378.174,72
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.447.424,82 7.856.522,43
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 161,11 1,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 280.438,70 127.648,44
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.201.446,16 218.576,55
8. Ergebnis nach Steuern 2.322.029,94 419.957,81
9. Sonstige Steuern 65.137,54 58.865,84
10. Jahresüberschuss 2.256.892,40 361.091,97

ANHANG 2023

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Köppen GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 6237 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Duisburg mit einer Niederlassung in Dessau. Die Geschäftsleitung befindet sich in Duisburg. Die Niederlassungen in Ludwigshafen sowie Hamburg sind im Rahmen des Verkaufs der Tankcontainer Spedition an den Käufer übergegangen.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zu davon-Vermerken an dieser Stelle gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- /Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Berichtsjahr zugegangene Anlagengegenstände werden zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In den Vorjahren wurde für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Leistungen sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt.

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, sofern Sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Steuerrückstellungen wurden in Höhe der zu erwartenden Belastung passiviert. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Köppen GmbH (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 53 (Vj.: TEUR 78) enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden gegenüber der Facula Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG und betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten verkaufte Forderungen (Factoring) in Höhe von TEUR 444 (Vj.: TEUR 169). Hierbei handelt es sich um Sicherheitseinbehalte und noch nicht ausbezahlte Forderungen.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagiobetrag in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 1) enthalten.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital lt. Handelsregister von EUR 400.000,00 wird von folgenden Gesellschaftern gehalten:

EUR
Herr Hans-Wilhlem Köppen Mülheim/Ruhr 260.000,00
Herr Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Jochen Köppen Mülheim/Ruhr 140.000,00
400.000,00

5. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

Verbindlichkeiten in TEUR zum 31.12.2023 Restlaufzeiten
(Vorjahr in Klammern) Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
4.660 3.902 508 250
(6.139) (5.267) (872) (0)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 969 211 508 250
(2.907) (2.035) (872) (0)

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Mercedes Bank AG, SüdLeasing, und der SmartFinanz sind an den finanzierten Fahrzeugen besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen den üblichen Eigentumsvorbehalt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 18 (Vj.: TEUR 13) Erträge aus der Währungsumrechnung.

Die periodenfremden Erträge resultieren aus Buchgewinnen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 5.094 (Vj. TEUR 1.129), Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 0) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 0).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 28 (Vj.: TEUR 13) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

3. Betrag und Art der einzelnen Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr 2023 gibt es Buchgewinne aus dem Verkauf des Teilbetriebes Spedition in Höhe von TEUR 5.082 sowie aus sonstigem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 12. Zudem wurden andere Eigenleistungen in Höhe von TEUR 398 aktiviert.

V. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Leasingverträge für den Fuhrpark, die Portalkräne und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung haben unterschiedliche Laufzeiten, wobei Enddaten zwischen 2023 und 2032 vorliegen. Die finanziellen Verpflichtungen für den Fuhrpark, die Portalkräne und die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung bis zur Endfälligkeit der Verträge belaufen sich auf TEUR 3.294.

Mit Datum vom 7. Dezember 2017 wurde zwischen der Köppen GmbH und der Facula Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz eine notarielle Vereinbarung u.a. über einen Leasingvertrag sowie Mieterdarlehen geschlossen. In der Folge wurden weitere Zusatzvereinbarungen (letzte v. 24. Juni 2022) und Änderungen des Ursprungsvertrag geschlossen. Die Laufzeit der aktuell vorliegenden Vereinbarungen für die erste Mietperiode ist bis zum 2039. Bis zum Ablauf der ersten Mietperiode zum 31. März 2039 ergeben sich daraus Gesamtbelastungen in Höhe von ca. 15,2 Mio. €. Zum 31. März 2039 hat die Gesellschaft ein Ankaufsrecht. Wenn Sie davon Gebrauch macht, fallen im Rahmen der zweiten Mietperiode weiterhin die vereinbarten Verwaltungskosten an, die bis zum Ablauf der zweiten Mietperiode im Jahre 2048 einen Betrag von ca. 1,6 Mio. € ausmachen.

Grund für die Leasingverträge waren u.a. die Reduzierung der Kapitalbindung. Das Risiko besteht in der regelmäßigen Verpflichtung zur Zahlung liquider Mittel.

2. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2023 2022
gewerbliche Arbeitnehmer
Vollzeit 95 105
Teilzeit 2 1
97 106
Angestellte
Vollzeit 49 44
Teilzeit 8 8
57 52
154 158

Zusätzlich beschäftigt die Gesellschaft durchschnittlich 15 Auszubildende (Vj.: 17).

3. Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer waren im Kalenderjahr 2023 bestellt:

Herr Jochen Köppen, Mülheim/Ruhr,

Herr Claus Overlöper, Duisburg

Herr Dirk Czerlinski, Duisburg, bis zum 12. Januar 2024.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

4. Anteilsbesitz

Die Regelung des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wird in Anspruch genommen.

5. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 Darlehensverträge sowie Mietkaufverträge für Sattelzugmaschinen mit einem Volumen von rund 4 Mio. EUR abgeschlossen.

6. Vorschlag der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Duisburg, den 12. Juli 2024

Köppen GmbH

Jochen Köppen

Claus Overlöper

Der Jahresabschluss wurde am 29. Juli 2024 festgestellt.

In der Gesellschafterversammlung der Köppen GmbH, Duisburg, wurde am 29. Juli 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.256.892,40 sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGSWERTE
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 259.741,75 42.382,99 0,00 207.785,25 94.339,49
II. Sachanlagen 5.478.666,89 836.830,72 0,00 1.918.382,44 4.397.115,17
III. Finanzanlagen 960.711,08 1.717.916,23 0,00 0,00 2.678.627,31
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 4.700,00 0,00 0,00 0,00 4.700,00
davon Ausleihungen an verbunden Unternehmen 955.961,08 1.717.916,23 0,00 0,00 2.673.877,31
6.699.119,72 2.597.129,94 0,00 2.126.167,69 7.170.081,97
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 181.491,75 45.435,99 0,00 178.277,25 48.650,49
II. Sachanlagen 3.147.302,38 356.540,67 0,00 1.821.947,80 1.681.895,25
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
davon Ausleihungen an verbunden Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.328.794,13 401.976,66 0,00 2.000.225,05 1.730.545,74
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.689,00 78.250,00
II. Sachanlagen 2.715.219,92 2.331.364,51
III. Finanzanlagen 2.678.627,31 960.711,08
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 4.700,00 4.700,00
davon Ausleihungen an verbunden Unternehmen 2.673.877,31 955.961,08
5.439.536,23 3.370.325,59

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHAFTSJAHR 2023

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1. Gegenstand des Unternehmens

Die Köppen GmbH agiert innerhalb der internationalen Chemielogistik, im Besonderen im Bereich der Beförderung und Lagerung flüssiger Chemikalien in Tankcontainern. Auftraggeber der Gesellschaft sind internationale Tankcontainer-Spediteure und Unternehmen der Chemieindustrie sowie des -handels.

Im Einzelnen umfasst das Unternehmen zum Berichtszeitpunkt folgende Tätigkeiten und Standorte:

Am Hauptsitz in Duisburg-Meiderich (47138 Duisburg, Arnold-Dehnen-Str. 20-24) wird eine Tankinnenreinigungsanlage, eine Behälterwerkstatt und ein Lager für beladene und leere Tankcontainer betrieben. Integraler Bestandteil des Lagers ist eine Heizanlage zur Erwärmung der Transportbehälter.

In Duisburg-Hochfeld (47053 Duisburg, Zur Kupferhütte 13) unterhält die Gesellschaft einen Umfüllbetrieb. In diesem wird Aluminiumchlorid in Form von Granulat oder Pulver aus "Big Bags" (FIBC) in Tankcontainer umgefüllt.

Der Transportbetrieb der Köppen GmbH ist am Hauptsitz und in Dessau (06847 Dessau-Roßlau, Industriestr. 3) angesiedelt. Der Fuhrpark befördert Tankcontainer regional im Vor- und Nachlauf zum kombinierten Verkehr sowie europaweit.

Bis zum 30. Dezember 2023 war die Köppen GmbH zudem selbst als internationale Tankcontainer-Spedition tätig. Dabei wurde die Beförderung und Lagerung sowohl fremder, als auch eigener, i. d. R. angemieteter Tankcontainer für die Chemieindustrie und den -handel im Vor- und Nachlauf zum Seeverkehr oder innereuropäisch besorgt. Die Speditionsbüros waren ansässig in:

a)

Duisburg am Hauptsitz und ab dem 1. April 2023 in Duisburg-Ruhrort (470 Duisburg, Franz-Haniel-Platz 1),

b)

Hamburg (20354 Hamburg, Hohe Bleichen 7) und

c)

Ludwigshafen (67059 Ludwigshafen, Bahnhofstr. 2).

Der Geschäftsbereich wurde zum 30.12.2023 an die HGK Shipping GmbH veräußert.

1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Chemieindustrie

Die primären Rahmenbedingungen für die Beschäftigungslage der Chemielogistik setzt die Chemieindustrie und der europa- und weltweite Austausch von Chemieerzeugnissen. Im Besonderen werden Tankcontainer für die Beförderung von Fein- und Spezialchemikalien im kontinentalen und Überseeverkehr eingesetzt.

Die wirtschaftliche Lage der Chemieindustrie veränderte sich im Berichtszeitraum negativ. Die Produktion ohne Pharma in Deutschland sank 2023 im zweiten Jahr in Folge um -10%im Vergleich zum Vorjahreswert (Verband der Chemischen Industrie e.V. 2023). Der Import von anorganischen und organischen Chemischen Erzeugnissen ging im gleichen Zeitraum konjunkturbedingt in ähnlicher Größenordnung um -11% zurück. (Köppen GmbH / destatis_GENESIS-Online, 2024)

Container- und kombinierter Verkehr

Der bestimmende sekundäre Markt, der die Köppen GmbH leitet, ist der internationale und kontinentale Verkehrsmarkt.

Der globale Containertransportmenge lag 2023 mit einem Anstieg von nur 0,2% auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (HAPAG-LLOYD AG, Bericht 2023).

Der Containerumschlag im Duisburger Hafen ging im Jahr 2023 auf 3,6 Mio. TEUR (2022: 4,0 Mio. TEU) zurück. (Duisburger Hafen AG, Bericht 2023). Mit dem Neubau und der für das laufende Jahr geplanten Inbetriebnahme des größten europäischen Containerumschlagbetriebes im Hinterland der Seehäfen, dem Duisburg Gateway Terminal, wird die Umschlagskapazität für Container im Hafen deutlich erweitert. Die Geschäftsführung nimmt an, dass der Wettbewerb der Containerterminals innerhalb Duisburgs und entlang des Rheins von den Niederlanden bis Köln deutlich zunehmen wird. Die Terminals in Duisburg haben den Vorteil der Lage im Verkehrsknotenpunkt und der hohen Anlagendichte sowie der hohen Effizienz aufgrund der Größe der Anlagen. Der Standort Ruhrort profitiert insbesondere von der guten Bahnanbindung.

Der Standort der Gesellschaft ist demnach auf absehbare Zeit optimal zu einem der wichtigsten Drehkreuze des kombinierten Verkehrs gelegen.

Tankcontainer-Markt

Im Tankcontainer-Markt sind die Betreiber (Tank Container Operator) und Vermieter (Tank Container Leasing Companies) die wesentlichen Teilnehmer. Von ihren Einkäufen sind die sonstigen Marktpartner, wie Depotdienstleister und Transportbetriebe, Hersteller sowie Prüfgesellschaften abhängig.

Der Marktführer Stolt Tank Containers veröffentlicht regelmäßig seine Ergebnisse im Rahmen des Geschäftsberichts der Stolt-Nielsen Gruppe. Danach fiel der Umsatz um -22% auf 700 Mio. USD an. Das Ergebnis sank auf 117 Mio. USD. (Stolt-Nielsen Limited, Annual Report 2023)

Die bestimmende Angebotsgröße im Tankcontainer-Markt ist die dem Warenstrom von Chemischen Erzeugnissen zur Verfügung stehende Menge von Tankcontainern. Der Bedarf an Einheiten leitet sich aus der Menge der produzierten flüssigen Chemiegüter sowie der Beförderungsstrecke und der damit einhergehenden Beförderungsdauer ab. Darüber hinaus dienen Tankcontainer der Chemieindustrie als Pufferbehälter für den internen Ausgleich von Produktions- und Absatzströmen oder dem Chemiehandel als Absatzlager in den Zielmärkten.

Die Anzahl der Tankcontainer stieg um 5,81% auf 848.400 Einheiten weltweit an. Die Auslastung der globalen Tankcontainerflotte ging zurück. Der Lagerbestand chemischer Güter in Tankcontainern ging zurück. Angemietetes Equipment wurde von der Chemieindustrie an Tankcontainer-Spediteure und von Spediteuren an Leasinggesellschaften zurückgegeben. Zeitgleich blieb die Produktionsmenge von neuen Behältern auf hohem Niveau. Der Bedarf zur Lagerung von leeren, unbeschäftigten Tankcontainern stieg weltweit in den Depots an. (ITCO - International Tank Container Organisation, 2024)

Die Menge eingelagerter leerer und unbeschäftigter Tankcontainer stieg im Depot der Köppen GmbH von durchschnittlich 760 Behältern im Januar 2023 auf 1.224 Behälter im Januar 2024 an. Somit deckt sich die letzte Aussage im Globalen Tankcontainer- Bericht der ITCO mit der beobachteten Betriebsentwicklung.

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr dominierte der Ausbau der Speditionsaktivitäten den Geschäftsverlauf. Durch starke Vertriebsaktivitäten und den Aufbau von Personalressourcen gelang ein deutlicher Umsatzzuwachs. Die bereits im vorhergehenden Jahr vorangetriebene Erweiterung des Leistungsspektrums auf europäische Beförderungen mit eigenen Behältern entfaltete die erwartete Ertragssteigerung.

In der zweiten Jahreshälfte trübte sich die Geschäftslage ein. Der Rückgang des Absatzes von chemischen Gütern sowie die signifikante Drosselung oder Stilllegung von deutschen Produktionsanlagen ließen die Nachfrage nach chemieaffinen Logistikdienstleistungen sinken. Die mangelnde Auslastung von Transportkapazitäten führte am Markt zu einem Preiskampf, der durch vermehrte Ausschreibungen der chemischen Industrie angefeuert wurde. Im europäischen Chemieverkehr sanken Absatzmengen und -preise simultan.

Die Spedition verzeichnete nach einem starken ersten Halbjahr einen marktbedingten Umsatzrückgang in der zweiten Jahreshälfte. Im Transportbetrieb waren Fahrermangel und Krankheiten im gleichen Zeitraum Ursache für eine geringe Fahrzeugauslastung. Die eigene Nachfrage der Spedition nach Straßentransportleistungen hätte stets für eine Vollauslastung ausgereicht.

Der Umsatz des Werkstattbetriebes wurde durch die Fakturierung von angearbeiteten Arbeiten deutlich getrieben; dementsprechend veränderte sich der Bestand negativ. Abschließend lagen der Rohertrag und das Ergebnis des Betriebes deutlich über dem der vorausgegangenen Jahre.

In der Organisationseinheit "Reinigungsbetrieb" werden die Aktivitäten der Tankinnenreinigungsanlage und der Heizanlage zusammengefasst. Die Anzahl der Tankinnenreinigungen blieb auf dem Vorjahresniveau und damit hinter den Betriebsleistungen bis 2021 zurück. Ausschlaggebend hierfür war die, durch die eigenen Speditionsaktivitäten entstandenen Wettbewerbssituation zu den bisherigen Kunden. Höherwertige Reinigungen konnten dies jedoch ausgleichen. Auch die Anzahl der Heizvorgänge ging um rund 1/4 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dabei stiegen die Einzelpreise an.

Im "Depot- und Lagerbetrieb" ging die Umschlagsleistung zurück. Der Bestand an beladenen Containern entwickelte sich positiv. Die Einlagerung von leeren Tankcontainern nahm insbesondere in der zweiten Jahreshälfte konjunkturell deutlich zu. Im Vergleich zum ersten Quartal des Berichtzeitraums wuchs die Anzahl der verfügbaren Transportbehälter im vierten Quartal um ca. 45% an. Eine Veränderung der Genehmigungsbedürftigkeit im Bundesimmissionsschutzgesetz führte dazu, dass das größte einzelne Lagergeschäft außer Haus gegeben werden musste und die Lagerauslastung zurückfiel. Der Reinigungsbetrieb hatte den größten Kunden verloren, da die eigene Spedition mit diesem in eine Wettbewerbssituation in Skandinavien geraten war.

Der Transportbetrieb sowie die Speditionshäuser wurden im Geschäftsjahr 2023 zu einer Organisationseinheit zusammengefasst. Der Umsatz stieg erwartungsgemäß bis zur Jahresmitte an und erreichte im Juni einen Spitzenwert von ca. 2,7 Mio. EUR. In der zweiten Jahreshälfte ging der Umsatz zurück. Diese Entwicklung spiegelte die Aussagen der Chemieindustrie zum Geschäftsverlauf wider. Nach relativ hohen Frachtpreisen in Zeiten hoher Nachfrage und gestörten Lieferketten der Vorjahre nahm die Preissensibilität zu. Zum Jahresende wurde eine Vielzahl von Transportausschreibungen durch die Chemieindustrie auf den Markt gegeben.

Die erweiterten Geschäftsaktivitäten und der Personalaufbau wurden durch den Ausbau der Geschäftsführung der Verwaltung begleitet. Die Kosten stiegen deutlich an.

Zum Jahresende wurden die Speditionsaktivitäten der Gesellschaft ohne den Transportbetrieb gewinnbringend veräußert. Der Geschäftsführung wurde eine Tantieme gewährt, die die gewöhnlichen Personalkosten überzeichnen.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft stieg durch die Ausweitung der speditionellen Aktivitäten im Berichtszeitraum um 42,2% auf 37.667 TEUR (Vj. 26.482 TEUR).

Mit dem gesteigerten Speditionsumsatz ging die Zunahme von Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 17.366 TEUR (Vj.: 11.474 TEUR) einher. Der Rohertrag 1 verbesserte sich auf 18.221 TEUR (Vj. 15.778 TEUR) (ohne Berücksichtigung der Buchgewinne durch Anlageabgänge in Höhe von 5.094 TEUR (Vj. 1.129 TEUR). Der Gewinn aus Anlagenabgängen in 2023 resultierte aus dem Verkauf der Tankcontainer Spedition. Durch die Ausweitung des handelsähnlichen Speditionsgeschäftes geht der relative Rohertrag zurück, da die Fremdleistungsquote in diesem Geschäftsbereich deutlich oberhalb der Quote in den Standortbetrieben liegt.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 von 7.905 TEUR auf 9.662 TEUR gestiegen. Die Gründe sind zum einen der gestiegene Personalbedarf durch die Ausweitung der Aktivitäten sowie Tantiemezahlungen im Rahmen des Verkaufs der speditionellen Aktivitäten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr von 7.857 TEUR auf 9.447 TEUR und damit um 1.590 TEUR gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kosten im Bereich Miete von Maschinen und Tankcontainer (999 TEUR; Vj. 343 TEUR), Miete (826 TEUR; Vj. 716 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (366 TEUR; Vj. 93 TEUR), Abfallbeseitigung (405 TEUR; Vj. 292 TEUR), Fremdarbeiten (215 TEUR; Vj. 93 TEUR) und Versicherungsbeiträge (420 TEUR; Vj. 322 TEUR). Die gestiegenen Aufwendungen im Bereich der Miete von Maschinen und Tankcontainer sind durch den Aufbau der angemieteten TC-Flotte im Rahmen des Speditionsgeschäftes bergründet. Die gestiegenen Versicherungsbeiträge sind ebenfalls auf den Ausbau des Speditionsgeschäftes und den damit gestiegenen Umsatz in diesem Bereich zurückzuführen. Die gestiegenen Rechts- und Beratungskosten stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der speditionellen Aktivitäten.

1 Rohertrag = Umsatzerlöse +/-+ Veränderung der Bestände + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge (ohne Buchgewinne aus Anlagenabgängen)

Betriebe

Zum Berichtszeitpunkt stabilisiert sich die Auslastung der Depotbetriebe (Werkstatt-, Reinigungs- und Depotbetrieb) auf einem mittleren Niveau. Der Transportbetrieb bleibt in den ersten Monaten aufgrund von Fahrermangel hinter den kapazitiven und nachfragebedingten Möglichkeiten zurück.

Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 154 (Vj. 158) Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführung bei der Köppen GmbH beschäftigt. Aufgrund des Verkaufs der Tankcontainer Spedition haben 27 Mitarbeiter das Unternehmen zum 31. Dezember 2023 verlassen.

Sonstige Vorgänge

Die Umbau- und Neubaumaßnahmen sind im Jahre 2023 weitergeführt und zu einem Großteil an die Facula abgerechnet worden. Zum Jahresende saldieren die zusätzlich eigenfinanzierten (und nicht abgerechneten), halbfertigen Arbeiten am Immobilienobjekt bei 362 TEUR, die dann als Mietereinbauten aktiviert worden sind.

Der Großteil der erbrachten Baumaßnahmen wurde im Jahre 2023 an die Facula GmbH & Co KG fakturiert. Die Refinanzierung der Baumaßnahmen ist durch ein Mieterdarlehen der Köppen GmbH an die Facula GmbH % Co KG erfolgt. Die In-Miet-Setzung des dritten Leasing-Vertrages erfolgt zum 1. April 2024.

3.2. Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des vorliegenden Jahresüberschusses und der vollständigen Einstellung in den Gewinnvortrag 4.809 TEUR (Vj. 2.552 TEUR). Die Eigenkapitalquote ist mit 41,8% gegenüber dem Vorjahr (31.12.22: 25,6%) deutlich angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023.

Zum Jahresende hatte die Köppen GmbH Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Liquiditätsfinanzierung sowie zur langfristigen Fahrzeug- und Gerätefinanzierung in Höhe von 969 TEUR (Vj. 2.907 TEUR).

Die im Dezember 2021 begonnene Zusammenarbeit im Bereich Factoring ist im Jahre 2023 fortgeführt worden. Dabei wurde im Jahre 2023 die Zusammenarbeit mit der abc finance beendet und ein neuer Vertrag mit der VR-Factoring GmbH abgeschlossen.

Durch das erhebliche Wachstum im Bereich der Spedition und des damit zusammenhängenden Vorfinanzierungsbedarfes in Verbindung mit der Weiterführung der Baumaßnahmen ist die Inanspruchnahme der KK-Linien bei den Banken bis zum Sommer spürbar angestiegen. Anschließend erfolgte die Refinanzierung der bis dahin fakturieren Baumaßnahmen über die Facula und der Wechsel des Factorers. Beide Vorgänge haben dazu geführt, dass die Inanspruchnahmen der KK-Linien deutlich zurückgeführt werden konnte.

Das Konto bei der Sparkasse Duisburg wird ausschließlich im Guthaben geführt. Die NATIONAL-BANK AG hat bis zum Sommer 2023 eine Linie von 250 TEUR zur Verfügung gestellt. Die Bankverbindung zur NATIONAL BANK AG wurde zu diesem Zeitpunkt beendet. Als neue Bankverbindung hat die NISPA eine KK-Linie von 250 TEUR und die Commerzbank von 675 TEUR zur Verfügung gestellt. Im Zuge des Verkaufs der speditionellen Aktivitäten der Köppen GmbH und dem Wechsel des Factorers ist mit der Volksbank Rhein-Ruhr die KK-Linie wieder auf die Linie in Höhe von 1.250 TEUR zurückgeführt worden. Die Linien stehen der Gesellschaft bis auf weiteres zur Verfügung.

Zum Bilanzstichtag saldierten die Geschäftskonten der Köppen GmbH in Summe mit 286 TEUR sowie zwei Anlagekonten in Höhe von 2.100 TEUR; darüber hinaus bestehen freie Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 2.175.

Der Gesellschaft stehen somit ausreichende liquide Mittel zur Verfügung.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 9.981 TEUR zum Jahresbeginn um 15,3% auf 11.514 TEUR erhöht.

Im Anlagevermögen erhöhten sich die Sachanlagen moderat auf 2.715 TEUR nach 2.331 TEUR im Vorjahr. Die Sachanlagenintensität veränderte sich kaum von 23,4% auf 23,6%.

Die Finanzanlagen stiegen um 1.718 TEUR auf 2.679 TEUR an. Dabei handelt es sich zum einen um das anwachsende Darlehen der Köppen GmbH an die Facula Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Verwaltungs KG zur Abdeckung der Zahlungsverpflichtungen an die Sparkasse Duisburg aus der Immobilienfinanzierung. Weiterhin hat die Köppen GmbH der Facula ein Mieterdarlehen zur Finanzierung weiterer Investitionen am Standort zur Verfügung gestellt.

Das Umlaufvermögen reduziert sich von 6.594 TEUR auf 6.047 TEUR. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe lag mit 405 TEUR auf Niveau des Vorjahres. Die unfertigen Leistungen gingen deutlich um 2.006 TEUR auf lediglich 82 TEUR zurück; der Rückgang ist durch die Abrechnung der Bauleistungen an die Facula und den Verkauf des Speditionsbereiches zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 2.312 TEUR gesunken (Vj.: 3.559 TEUR). Der Rückgang resultierte aus dem gestiegenen Verkauf von Forderungen an den Factor.

Die Steuerrückstellungen sind im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund des höheren Jahresüberschuss um 962 TEUR auf 1.271 TEUR anstiegen.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von 127 TEUR auf 577 TEUR resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Lohnsteuerverbindlichkeiten. Diese sind von 81 TEUR auf 499 TEUR aufgrund von Bonuszahlungen sowie Auszahlungen von Resturlaub und Überstunden der im Rahmen des Verkaufs der Tankcontainer Spedition übergegangenen Mitarbeiter angestiegen.

3.4. Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage als zufriedenstellend. Die Ertragslage wird ebenfalls als zufriedenstellend beurteilt. Im Vergleich zur Planung könnte ein deutlich besseres Ergebnis erzählt werden. Dies resultiert u.a. aus dem Verkauf der Speditionsaktivitäten der Gesellschaft ohne den Transportbetrieb. Die Vermögens und Finanzanlage entsprach bis auf den deutlich gestiegenen Eigenkapitalanteil der Planung.

4. Finanzelle Leistungsindikatoren

Die relevanten finanziellen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind Umsatz sowie Ergebnis in Form von EBITDA und EBIT.

Leistungsindikator Messgröße 2023 2022
Umsatz TEUR 37.667 26.482
EBITDA 2 TEUR 4.206 1.144
EBIT 3 TEUR 3.804 766

5. Prognose-, Chancen und Risikobericht

5.1. Chancen und Risiken

In den vergangenen Jahren hat die Geschäftsführung den Ausbau der speditionellen Aktivitäten forciert. Damit ergriff sie die Möglichkeiten zur Umsatz- und Personalgewinnung aufgrund der Aufgabe der Geschäftsaktivitäten der VTG Tanktainer. Gleichbleibende Produktions- und Absatzmengen der Chemischen Industrie sowie Störungen in den Lieferketten erforderten höhere Speditionsleistungen. Auf dieses Marktszenario reagierte die Geschäftsführung richtig. Um Lösungen für die bestehenden logistischen Herausforderungen zu erreichen, begrüßten die Kunden aus der Chemischen Industrie die Bündelung von speditionellem Know-how sowie Depot- und Transportkapazitäten. Die deutliche Umsatzausweitung belegt diese Aussage.

2 Ergebnis nach Steuern plus Steuern vom Einkommen und Ertrag plus Zinsen und ähnliche Aufwendungen minus Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge plus Abschreibungen immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
3 Ergebnis nach Steuern plus Steuern vom Einkommen und Ertrag plus Zinsen und ähnliche Aufwendungen minus Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die eigenen speditionellen Aktivitäten der Gesellschaft führten zu Wettbewerbssituationen mit bisherigen Kunden. Einige Tankcontainerbetreiber reduzierten die Zusammenarbeit im Bereich des Werkstatt- und des Tankinnenreinigungsbetriebes mit der Gesellschaft.

Die Verkehrung der Marktverhältnisse im Laufe des zweiten Halbjahres 2023 führte zu einer Verringerung der Nachfrage nach speditionellen Leistungen. Nicht die Kapazität, sondern der Preis der Leistung steht nunmehr im Vordergrund. Damit steigt die Relevanz der Arbeitsteilung.

Mit dem Verkauf der Speditionsaktivitäten ist die Köppen GmbH wieder als neutraler Dienstleister für Tankcontainerspediteure und lokal für die Chemieindustrie tätig. Bereits zum Jahresbeginn platzierten solche Kunden wieder Aufträge, die aufgrund der Konkurrenzlage diese in den Vorjahren zurückgefahren hatten. Teils auch deshalb, weil andere Depotbetriebe nicht den gewünschten Service geboten hatten.

Die Marktlage erfordert von allen Marktteilnehmern ein höheres Kostenbewußtsein. Einfache Lösungen, wie direkte Straßentransporte ab der Küste zu den verladenden oder abnehmenden Betrieben im deutschen Hinterland müssen z. B. durch komplexere, aber günstigere kombinierte Verkehre ersetzt werden. Diese Situation kommt der Köppen GmbH entgegen, da die Bereitschaft der Kunden besteht, Abläufe zu verändern.

Ein zweiter positiver Absatzaspekt ist der Fachkräftemangel, obgleich er in der betrieblichen Leistungsfähigkeit negativ wirkt. Während das Überangebot an Transportbehältern aufgrund der geringen Produktionsmengen und dem anhaltenden Ressourcenwachstum auf seiten der Tankcontainerspediteure vorerst fortbestehen wird, liegt das knappe Wirtschaftsgut "Arbeitsleistung" bei den Depot- und Transportbetrieben. Die Tankcontainerspediteure sind damit eher gezwungen mit geringen Margen zugunsten der Auslastung ihres Laderaums am Markt zu agieren als die zuarbeitenden Depot- und Transportbetriebe, deren Angebot deutlich früher auf eine auskömmliche Nachfrage trifft.

Bereits zum Berichtszeitraum zeigt der Transportmarkt wieder Anzeichen einer starken Nachfrage. Regelmäßig übersteigt die Nachfrage nach Transportleistungen die verfügbaren Kapazitäten in der Fahrzeugdisposition der Gesellschaft.

Unternehmerische Risiken ergeben sich aus

der Abhängig zur Chemieindustrie,

dem Kapitalbedarf für das Anlage- und Umlaufvermögen,

dem erhöhten Wettbewerbsdruck,

Kostensteigerungen durch Erhöhung staatlicher Abgaben (CO 2 , Maut, usw.),

der schwierigen Lage der Weltwirtschaft sowie

den Nachholeffekten aus der hohen Inflation im Vorjahr Bezug auf Einkaufskonditionen und vor allem auf Lohn- und Gehaltskosten.

Die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter der Firma versuchen die Chancen des Marktes zu verifizieren und sie konsequent zu nutzen und inhärente Risiken zu erkennen, zu kontrollieren bzw. zu minimieren.

Finanzwirtschaftliche Risiken könnten sich aus dem weiteren Kapitalbedarf der Gesellschaft ergeben. Diese verfügt aber über Kontokorrentlinien wie entsprechend unter Kapitel 3.2 Finanzlage in diesem Lagebericht dargestellt ist.

Ertragsorientierte Risiken bestehen in der Abhängigkeit von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist aufgrund der Ukraine-Krise sowie sicherheitspolitischer Verwerfungen im Nahen Osten sowie Asien-Pazifik-Raum schwer vorhersehbar. Die Schiffshavarie im Hafen von Boston führt derzeit zu Störungen in den Lieferketten in den USA.

5.2. Prognosebericht

Die Chemieindustrie blickt nach einem schwierigen Jahr 2023 aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal 2024 zuversichtlich in die Zukunft. "Die chemisch-pharmazeutische Industrie startete besser als erwartet ins neue Jahr. Die Auftragslage verbesserte sich dank leerer Lager bei den Kundenindustrien und einer anziehenden Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland. Produktion und Umsatz konnten gegenüber Vorquartal gesteigert werden. Allerdings blieb die Industriekonjunktur in Deutschland und Europa schwach. Ungetrübt sind daher die weiteren Aussichten nicht. Eine nachhaltige Erholung der Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zeichnet sich noch nicht ab. Zudem bremsen die strukturellen Probleme am Standort Deutschland die Entwicklung. Auftragsmangel und Kostenprobleme drücken bei den Unternehmen weiterhin auf die Stimmung.

Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI dank des besseren Jahresstarts mit einem Anstieg der Produktion ohne Pharma um 3,5 Prozent. Trotz rückläufiger Preisen dürfte der Branchenumsatz in diesem Jahr um 1,0 Prozent abnehmen." (VCI Verband der Chemischen Industrie e.V., 2024).

Die Geschäftsführung der Köppen GmbH rechnet nicht mit einer Erholung der Konjunktur. Die Talsohle sollte jedoch bereits erreicht sein. Europa liegt in der Entwicklung hinter den USA und China. Der Trend zum Import von Chemischen Erzeugnissen wird sich aufgrund der erheblichen Standortnachteile weiter fortsetzen. Für die Gesellschaft sind nicht der Wert, sondern das Volumen der Produktions- und Absatzmengen von chemischen Gütern entscheidend.

Die Aufwendungen für Ingenieurdienstleistungen im Zusammenhang mit den nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BlmSchG) genehmigungsbedürftigen Lager- und Reinigungsbetrieben werden fortbestehen. Für den Reinigungsbetrieb ist in der zweiten Jahreshälfte ein bereinigender Gesamtantrag nach §16 BlmSchG geplant, so dass die bisherigen genehmigungsrelevanten Unterlagen und technischen Veränderungen unter Berücksichtigung der neusten Sicherheitstechnik in einer neuen Genehmigung zusammengefasst werden können. Eine bereits im Jahr 2020 errichtete Lagereinheit für 120 TEUR wird 2023 über eine Anzeige nach §15 BlmSchG in den Genehmigungsstand gebracht und die wasserrechtliche und gefahrstoffrelevante Lagerkapazität erweitern. Zudem soll das Lager durch einen weiteren Zubau einer Lagereinheit in den kommenden Jahren vergrößert werden. Die Antragstellung hierzu soll ebenfalls im kommenden Geschäftsjahr erfolgen. Die kleinteiligen und bürokratischen Regelungen sowie langsamen Genehmigungsverfahren der Behörde lassen jedoch keine schnelle Umsetzung der Maßnahmen erwarten.

Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem Umsatz von ca. 18 Mio. EUR und einem Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern von ca. 300 bis 400 TEUR vor Steuern. Im Vergleich zum Vorjahr geht die Geschäftsführung von einem deutlichen niedrigeren EBIT und EBITDA im Geschäftsjahr 2024 aus.

 

Duisburg, den 12. Juli 2024

Köppen GmbH

Jochen Köppen

Claus Overlöper

Literaturverzeichnis

Duisburger Hafen AG. (2024). Pressemitteilung - Bilanz 2023. Duisburg.

HAPAG-LLOYD AG. (2024). Geschäftsbericht 2023 / Wirtschaftsbericht 2023, Seite 58. Hamburg.

ITCO - International Tank Container Organisation. (2024). 2024 Global Tank Container Fleet Survey.

Köppen GmbH / destatis_GENESIS-Online. (14. 04 2024). Entwicklung Ein-/Ausfuhr von Anorganischen und organischen Chemischen Erzeugnissen 2018-2023.

Stolt-Nielsen Limited. (2024). Annual Report 2023.

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V. (2024). Wirtschaftliche Lage im 1. Quartal 2024. Frankfurt.

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V. (2023). Bericht des VCI für das Gesamtjahr 2023. Frankfurt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss und Lagebricht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschuss der Köppen GmbH, Duisburg, haben wir den nachstehenden Bestätigungsvermerk erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Köppen GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Köppen GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Köppen GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falschen Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. Juli 2024

GaMa GmbH
Wirtschaftspüfungsgesellschaft

Stévenard, Wirtschaftsprüfer

Baum, Wirtschaftsprüfer

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