ZDF Servicegesellschaft mbH
Otto-Schott-Straße 9, 55127 Mainz, DEUMaster Data
Basic information of the organization
Financial Overview
Indicators extracted from public financial statements
History
Changes published in the official company registry
Management
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Nicole Birgit Semmelsberger since 10/11/2017 | Procura |
Angela Brigitte Schöneberg since 10/11/2017 | Managing Director |
Beneficial Owners
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Unresolved chains (1)
| Name | Ownership |
|---|---|
ZDF Studios GmbHSelf-held cycle | 100.00% |
Shareholders
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Balance Sheet Accounts
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and Loss Accounts
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Financial Report
Official financial statements and annual reports
ZDF Servicegesellschaft mbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2023 BIS ZUM 31.12.20231. GrundlagenDie ZDF Servicegesellschaft mbH (ZDF Service) vereint seit dem 1.10.2017 im Namen und im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens, Anstalt des Öffentlichen Rechts (ZDF), alle Service-Einheiten des ZDF, die im direkten Kontakt mit den Zuschauerinnen und Zuschauern stehen. Vom persönlichen Kontakt bei Fragen zum Programm, über den Besucherservice bei ZDF-Sendungen bis hin zu ZDF-Führungen, wird die ZDF Welt in ihrer gesamten Bandbreite greifbar und der direkte Dialog wird auf den unterschiedlichsten Plattformen und bei Vor-Ort-Erlebnissen möglich. Das Jahr 2023 war das erste Geschäftsjahr ohne Eigengeschäft, denn bis zum 31.12.2022 gehörte außerdem die Entwicklung und der Vertrieb von ZDF-Souvenirartikeln, insbesondere von Mainzelmännchen-Produkten zum Portfolio von ZDF Service. ZDF Service ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der ZDF Studios GmbH. ZDF Service bestand im Geschäftsjahr 2023 aus der Geschäftsführung inklusive dazugehöriger Querschnittsaufgaben sowie aus dem Department Besucher- und Zuschauerservice. Das Department gliedert sich in die Division Besucherservice und die Division Zuschauerservice auf. Die Dienstleistungen der Division Besucherservice machen die ZDF-Welt direkt erlebbar durch Besucherführungen an den Senderstandorten in Mainz und Berlin sowie durch die Teilnahme an ZDF-Veranstaltungen mit Publikum - vom Ticketerwerb bis hin zur Betreuung vor Ort. Die Division Zuschauerservice ist erste Anlaufstelle für die Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich auf den unterschiedlichsten Kommunikationskanälen mit Fragen und Anregungen an das ZDF wenden. ZDF Service steht somit für Kundenservice aus einer Hand, bei dem immer die Zuschauerschaft des ZDF im Mittelpunkt steht. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Geschäftsentwicklung Tragende Säule der Gesellschaft ist das Geschäftsbesorgungsentgelt, das ZDF Service vom ZDF erhält. Damit werden die Leistungen abgegolten, die die Gesellschaft in den Bereichen Besucherservice und Zuschauerservice im Namen und im Auftrag des ZDF erbringt. Der Zuschauerservice verzeichnet über die Jahre hinweg einen kontinuierlichen Auftragszuwachs, insbesondere in der schriftlichen Kommunikation und im Community Management. Der Besucherservice - der stark von den Coronabeschränkungen durch die Corona-Auflagen betroffen war - konnte sich im Geschäftsjahr 2023 von den Auswirkungen der Pandemie erholen. 2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ZDF Service hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern von 246 T€ erzielt (Vorjahr 168 T€). Die Umsatzerlöse von 5.825 T€ (Vorjahr 4.814 T€) resultieren fast ausschließlich aus dem Geschäftsbesorgungsentgelt von 5.824 T€ (Vorjahr 4.430 T€). Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 % gestiegen, die um periodenfremde Effekte bereinigten Sachkosten lagen um 39,5 % über dem Vorjahreswert. Die Personalkosten erhöhten sich im Wesentlichen durch die um 9,2 % höheren Grundvergütungen, im Wesentlichen aus Einmalzahlungen, Inflationsausgleichsprämien und Gehaltsanhebungen, und die gestiegenen Zuführungen zu den personalbezogenen Rückstellungen. Der Anstieg der Sachkosten entfällt im Wesentlichen auf Gutachter- und Beratungskosten sowie den im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Dienstleistungsaufwand durch die Schlussrechnung des ZDF. Das Jahresergebnis liegt mit 145 T€ (Vorjahr 107 T€) mit 38 T€ über dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme liegt mit 8,2 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) mit 1,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Das Anlagevermögen weist zum 31.12.2023 einen Wert von 4.358 T€ (Vorjahr: 4.107 T€) aus und besteht aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Software, Rückdeckungsansprüchen für Altersversorgungsverpflichtungen und Festgeldern. Das Umlaufvermögen weist zum 31.12.2023 einen Wert von 3.872 T€ (Vorjahr 3.115 T€) aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag, wegen höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 3.462 T€ (Vorjahr 2.817 T€), die sonstigen Vermögensgegenstände 403 T€ (Vorjahr 297 T€). Das Eigenkapital lag bei 474 T€ (Vorjahr 329 T€). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 5,76 % (Vorjahr: 4,56 %). Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin für das Vorjahr geleistet, da im Zusammenhang mit den Pensions- und Beihilferückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB zum 31. Dezember 2022 eine Ausschüttungssperre von 299 T€ bestand und somit aus den frei verfügbaren Rücklagen nur 5 T€ hätten ausgeschüttet werden können. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 soll an die Gesellschafterin ausgeschüttet werden. Die Rückstellungen von 7.679 T€ (Vorjahr 6.846 T€) betreffen im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.833 T€ (Vorjahr 6.538 T€). In den sonstigen Rückstellungen sind neben der bis zum Vorjahr noch unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Beihilferückstellung in Höhe von 1.424 T€ (Vorjahr 1.280 T€) personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 242 T€ (Vorjahr 152 T€) und übrige Rückstellungen von 180 T€ (Vorjahr 77 T€) enthalten. Im Vorjahr bestanden noch Steuerrückstellungen in Höhe von 79 T€. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 77 T€ (Vorjahr 47 T€) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und verbundenen Unternehmen von insgesamt 23 T€ (Vorjahr 12 T€) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 55 T€ (Vorjahr 16 T€). Im Vorjahr waren noch Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit 18 T€ im Zusammenhang mit dem Betrieb des ZDF-Shops enthalten. 3. ZweigniederlassungenZDF Service unterhält keine Zweigniederlassungen, aber eine unselbständige Betriebsstätte in Berlin. 4. Chancen- und RisikoberichtDas ZDF ist aktuell der alleinige Auftraggeber für ZDF Service. Das Risiko der Bestandsgefährdung schätzt die Geschäftsführung von ZDF Service als sehr gering ein, da der leistungsfähige und flexible Zuschauer- und Besucherservice für das ZDF ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation ist. ZDF Service unterstützt demnach mit seinen Dienstleistungen das Ziel des ZDF zur Kommunikation und Partizipation. Der Dialog mit den Nutzerinnen und Nutzern soll seitens des ZDF ausgebaut werden und somit wird ein weiteres Wachstum der Aufgaben für den Zuschauer- und Besucherservice von ZDF Service erwartet. ZDF Service hat im Jahr 2023 die Personalmarketing-Maßnahmen ausgebaut, um dem Risiko der schwierigen Personalgewinnung zu begegnen. Die Gesellschaft ist in das Liquiditätsclearing des ZDF-Verbundes eingebunden, sodass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt ist. 5. RisikomanagementAlle wesentlichen, weitreichenden und strategischen Entscheidungen werden von der Geschäftsführung getroffen. Dies geschieht auf der Grundlage einer regelmäßigen Einbeziehung des Managementteams von ZDF Service, weiterer zentraler Schlüsselpersonen sowie der Prokuristin. Bei allen Transaktionen der Gesellschaft gilt ein striktes Vier-Augen-Prinzip, das im vollen Umfang auch die Geschäftsführung einschließt. Daneben besteht eine klare und konsequent umgesetzte Vollmachten-Regelung. Die Gesellschaft verfügt über einen Verhaltenskodex, in dem alle Compliance relevanten Sachverhalte in einer übergeordneten Regelung erfasst sind. In Informationsveranstaltungen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig für das Compliance-Thema sensibilisiert. Das Mutterunternehmen ZDF Studios hat die interne Revision an einen externen Wirtschaftsprüfer ausgelagert und ZDF Service ist turnusmäßig Bestandteil routinemäßiger Revisionsprüfungen. 6. PrognoseberichtDas Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2023 von 246 T€ lag um 197 T€ unter dem Planwert von 443 T€, im Wesentlichen aufgrund höherer als geplanter Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Für das Jahr 2024 wird ein Wert von 621 T€ antizipiert. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse aus dem Geschäftsbesorgungsentgelt von 6.891 T€ einschließlich der Steuererstattung aus Pensionen erwartet.
Mainz, den 23. August 2024 ZDF Servicegesellschaft mbH Angela Schöneberg, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangI. Allgemeine Angaben und ErläuterungenDie ZDF Servicegesellschaft mbH hat ihren Sitz in Mainz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mainz (HR B Reg - Nr. 7116). Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der ZDF Studios GmbH, Mainz. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 €. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung wurden größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (teilweise) im Anhang in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt, mit Ausnahme des Bilanzausweises der Rückstellung für Beihilfen, die bis zum Vorjahr unter dem Bilanzposten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen war. Ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt der Ausweis dieser Rückstellung unter der Bilanzposition sonstige Rückstellungen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt grundsätzlich zeitanteilig und linear. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Sachanlagen beträgt 5 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € bis zu 1.000,00 € werden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 250,00 € werden weiterhin im Jahr des Zugangs aktiviert und voll aufwandswirksam abgeschrieben. Die Finanzanlagen beinhalten zum einen Rückdeckungsansprüche gegenüber der ZDF-Pensionskasse und werden mit dem durch den Versicherungsmathematiker ermittelten Aktivwert angesetzt. Weiterhin sind sonstige Ausleihungen in Form einer Festgeldanlage für Pensionsrückstellungen in den Finanzanlagen enthalten, die zum Nennwert angesetzt sind. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben verbundenen Unternehmen werden bei Vorlage einer Aufrechnungslage saldiert ausgewiesen. Die Handkasse wurde durch Einzahlung auf das Firmenkonto per 31.12.2023 aufgelöst. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen wurden für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet und entsprechen in ihrer Höhe dem Erfüllungsbetrag nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden soweit erforderlich Preis- und Kostenerhöhungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beruhen auf Einzelzusagen und den geltenden Pensionsordnungen des ZDF. Die Pensionsrückstellungen beziehen sich auf den nicht durch die ZDF-Pensionskasse gedeckten Teil der Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind anhand von versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck nachgewiesen. Dabei geht ZDF Service von Lohn- und Gehaltssteigerungen für das Jahr 2024 von 0,00 % (Annahme im Vorjahr 2,25 % p.a.), für 2025 von 3,67 % p. a. (Annahme im Vorjahr 2,00 % p. a.), für die Jahre 2026 bis 2028 von 2,71 % p. a. (Vorjahr 2,00 % p. a.) und für die darauffolgenden Jahre von unverändert 2,00 % aus. Die Dynamik für die Anpassung der laufenden Renten geht von 0,00 % p.a. (Annahme im Vorjahr 1,25 % p. a.) für 2024, 2,00 % p.a. (Annahme im Vorjahr 1,00 % p. a.) für 2025, für die Jahre 2026 bis 2028 von 1,71 % (Annahme im Vorjahr 1,00 % p. a.) und danach unverändert von 1,00 % p.a. aus. Da es sich bei einem Teil der Versorgungspläne um eine freiwillige arbeitnehmerfinanzierte Zusatzversorgung durch Gehaltsumwandlung handelt, werden für diesen Teil keine Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. Fluktuationen berücksichtigt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %), handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10- und dem 7- Jahres-Durchschnittszinssatz nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 70 T€ (Vorjahr 299 T€). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, soweit nicht ausreichend freie Rücklagen vorhanden sind. Die Beihilferückstellung betrifft ausschließlich Verpflichtungen gegenüber potenziell beihilfeberechtigten Mitarbeiter/-innen. Die Rückstellungen zum 31.12.2023 wurden anhand von versicherungsmathematischen Gutachten auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74% (Vorjahr: 1,44% p. a.) und einer Dynamisierung von 4,5 % (Vorjahr: 4,5 % p. a.) ermittelt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die bestehenden Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, die sich in späteren Jahren voraussichtlich weiter abbauen, sind latente Steuern zu bilanzieren. Für die sich aus der Bewertung der Pensions- und Beihilferückstellungen ergebenden unterschiedlichen Wertansätze und daraus resultierenden aktiven latenten Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgung dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet; entsprechend wird mit den zugehörigen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträgen aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von 2.213 T€ verfahren.
Verpflichtungen aus dem VTV 1994 und der Gehaltsumwandlung aus Direktzusagen sind teilweise bei der ZDF Pensionskasse rückgedeckt. Hierbei kommt das Aktivprimat zur Anwendung. Die dargestellten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem vom Versicherer (ZDF-Pensionskasse für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ZDF Service mit ZDF-Pensionsverträgen) nachgewiesenen Deckungskapital der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und damit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.462 T€ (Vorjahr: 2.817 T€) bestehen ausschließlich gegen das ZDF. Sie resultieren in Höhe von 2.948 T€ (Vorjahr: 4.341 T€) aus Forderungen aus dem Cash Clearing und in Höhe von 784 T€ (Vorjahr 0 T€) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese wurden mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 270 T€ (Vorjahr: 1.524 T€) saldiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 403 T€ (Vorjahr 297 T€) enthalten Steuerforderungen in Höhe von 288 T€ (Vorjahr 137 T€). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Das gezeichnete Kapital war am Bilanzstichtag in voller Höhe eingezahlt. Das Eigenkapital setzt sich folgendermaßen zusammen:
Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten. Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen und Rückstellungen des Personalbereichs. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 1 T€ gegenüber der ZDF Casino GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 22 T€ bestehen gegenüber der ZDF Studios und betreffen Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen ausschließlich Mietverpflichtungen und belaufen sich auf 1.355 T€. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren mit 5.824 T€ aus dem Geschäftsbesorgungsentgelt für die Leistungen, die ZDF Service im Namen und im Auftrag des ZDF erbracht hat. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die abweichenden steuer- und handelsrechtlichen Wertansätze bei den Pensions- und Beihilferückstellungen führen zu Abweichungen zwischen dem handelsrechtlichen Ergebnis und dem für die Ermittlung der Körperschafts- und Gewerbesteuer sowie des Solidaritätszuschlags maßgebenden zu versteuernden Einkommen. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum 01.01.2024 fand ein Eigentümerwechsel der angemieteten Räumlichkeiten statt. Der Mietvertrag wurde vom neuen Eigentümer als Rechtsnachfolger mit allen Rechten und Pflichten übernommen. Am 26.01.2023 wurde eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2017 bis 2019 angeordnet. Prüfungsgegenstand sind die Besteuerungsgrundlagen für die Körperschaftssteuer, die Gewerbesteuer und die Umsatzsteuer. Die Prüfungshandlungen von Seiten der Finanzverwaltung sind noch nicht abgeschlossen. Mögliche Risiken lassen sich daher derzeit der Höhe nach nicht abschätzen. IV. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter*innen betrug im Geschäftsjahr49,75 (Vorjahr 51,12) Angestellte. Zum Jahresende 2023 waren 52 (Vorjahr 53) Mitarbeiter*innen bei der Gesellschaft in Festanstellung beschäftigt. Daneben waren im Jahresdurchschnitt noch 88,33 (Vorjahr 87,08) Aushilfen beschäftigt. 2. Aufsichtsrat im Geschäftsjahr
An die Aufsichtsratsmitglieder wurden keine Sitzungsgelder gezahlt. 3. Geschäftsführung Alleinige Geschäftsführerin der ZDF Servicegesellschaft mbH ist Frau Angela Schöneberg, M. A. Die Angabe der Bezüge für die Geschäftsführerin unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 4. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhang-Angabe des Konzernabschlusses der ZDF Studios GmbH enthalten. 5. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ZDF Studios GmbH, Mainz (kleinster Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der Gesellschaft in den Konzernabschluss des Zweiten Deutschen Fernsehens, Anstalt des öffentlichen Rechts, Mainz (größter Kreis von verbundenen Unternehmen) einbezogen.
Mainz, den 23. August 2024 Angela Schöneberg, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ZDF Servicegesellschaft mbH, Mainz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZDF Servicegesellschaft mbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZDF Servicegesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 23. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin ppa. Michael Neutz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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